01. Terror From The Skies
02. Conquistador
03. Never A Prophet
04. Gypsy Roller
05. The Bigger They Are
06. Iron Mask
07. Phantom Chaser
08. Flying Dutchman
09. Prodigal Son
10. Seven Sacred Wonders
Spielzeit: 47:29 min – Genre: Heavy Metal – Label: High Roller Records – VÖ: 25.09.2026 – Page: www.facebook.com/clovenhoof1979
CLOVEN-HOOF-Alben sind wertvolle Güter. Schließlich gibt es gerade einmal zehn Stück von der im Jahr 1979 gegründeten Band, andere „schaffen“ in der Zeit 25.
Aber gut, zwischendurch war die Truppe auch mal zehn Jahre aufgelöst, und es geht ja um Qualität, nicht um Quantität. Dann wiederum releasen die Briten seit 2020 fleißig im Zwei-Jahres-Takt. Also umso spannender, herauszufinden, wie die Band um das einzige verbleibende Gründungsmitglied Lee Payne auf Album #10 im Jahr 2026 ihren Job so macht.
Nun, sagen wir so: Die Jungs sind allesamt Profis und beinahe alle seit nunmehr vier bis fünf Alben zusammen. Einzig Harry „The Tyrant“ Conklin ist erst seit dem Vorgänger „Heathen Cross“ am Start, aber der ist eben auch Ex-JAG-PANZER-Sänger und weiß genau, was er tut. Den leider verstorbenen Russ North ersetzt er würdevoll, und mit alldem sind alle Grundvoraussetzungen für ein starkes Heavy-Metal-Album gesetzt.
Ja okay, im Mastering hätte man der Platte noch ein wenig Punch verpassen können. Die Instrumente und Vocals sind sehr gut aufeinander abgestimmt, aber ein bisschen mehr Lautstärke und ein Quäntchen zusätzliche Bassfrequenzen hätten das Ding nochmal angefeuert. Tja, dreht man halt die Anlage ein bisschen höher.
Und dann noch ein bisschen, denn „Never A Prophet In Your Own Land“ ist ohne Frage ein Album mit was zu bieten.
Wie das so sein muss, ist der erste Track straight-klassischer unmoderner Heavy Metal. Bei „Conquistador“ wird es melodischer, ich höre leise Bläser, und bei „Never A Prophet“ gönnt man der Zuhörerschaft den gute Laune machenden MAIDENigen Track mit coolem Vocal/Streicher-Intro und dem zu selten genutzten Bumm-Bumm-Zapp-Beat im Chorus. “Gypsy Roller“ führt auf „NAPIYOL“ dann die E-Orgel ein, die auch auf folgenden Songs immer wieder Verwendung finden wird. Simpler Chorus, der Spaß macht, auch das können CLOVEN HOOF ohne Frage.
„The Bigger They Are“ ist stark geschriebener Metal der langsameren und schwereren Sorte, bevor es beim Cembalo-angereicherten „Iron Mask“ wieder in höhere Tempi geht, mit fast progressivem Mittelteil. „Flying Dutchman“ bringt verstärkt die theatralischen Vibes von CLOVEN HOOF zum Vorschein, „Prodigial Son“ ist im Prechorus was feierlicher, um dann im Chorus in den melodischen Partymodus zu wechseln, und „Seven Sacred Wonders“ schließt die Platte als frecher vorangehender kleiner Endtrack ab.
Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn man über praktisch jeden Track eines Albums etwas sagen kann, und das kann man bei „Never A Prophet In Your Own Land“. Das Album ist durch die Bank absolut stabil, hat die ein oder andere kleine Überraschung und zehn von zehn Tracks auf mindestens grundsolidem, meist deutlich höherem Niveau zu bieten.
Fazit:
CLOVEN HOOF werden hiermit zu meiner Liste der Bands hinzugefügt, die wundersamerweise nach so vielen Jahren und auch bei mehreren Albumreleases innerhalb von kurzer Zeit frisch klingenden, Spaß machenden und einwandfrei funktionierenden Heavy Metal auf die Menschheit loslassen. Feine Sache!
Anspieltipps:
„Never A Prophet“, „The Bigger They Are“, „Flying Dutchman“ und „Iron Mask“
Jannis





