01. Ride The Storm
02. To Be Free
03. Thy Fate Forged In Vengeance
04. Silver And Steel
05. King Under Mountain
06. By Oath And Chain
07. Clarity
08. God Will Avenge Us
Spielzeit: 32:40 min – Genre: Power Metal – Label: Eigenveröffentlichung – VÖ: 21.08.2026 – Page: www.facebook.com/ristridi
Es ist wieder Zeit für Debüt-Alben-Besprechungen! Dieses Mal „Ride The Storm“ von RISTRIDI. Dahinter steckt der Gitarrist, YouTuber und Produzent Michael „Ristridi“ Wöß, der schon in so einigen kleineren Bands in Erscheinung getreten ist. Nun hat er das erste Album für sein neues Projekt geschrieben und eingespielt, und sich mit Anti (Clean Vocals) und Alex Meyer (Unclean Vocals) gleich zwei stabile Sänger engagiert, die in gutem Wechselspiel miteinander arbeiten. Anti klingt dabei manchmal – manchmal aber auch gar nicht – leicht nach einem gewissen Hansi Kürsch, und das ist durchaus praktisch, schließlich ist „Ride The Storm“ explizit von DEMONS AND WIZARDS inspiriert und auch als geeignet für Fans der Band sowie von BLIND GUARDIAN eingestuft.
Soundtechnisch ist „Ride The Storm“ soweit gelungen. Die Gitarren sind nur leider ordentlich laut und überdecken, wenn sie auf Hochtouren laufen, gerne mal die Drums oder Keys. Keys sind vorhanden, aber recht sparsam eingesetzt und dann auch ziemlich leise. Da, wo man sie wahrnimmt, sitzen sie aber auf jeden Fall gut.
Abgesehen von diesen seltenen Keys ist das Instrumental-Setup von RISTRIDI klassisch-basic. Und die Instrumente haben durchweg was zu tun, denn durch den Sturm kommt man nicht mit Pausen.
Ein guter Teil von „Ride The Storm“ ist mindestens im schnelleren Midtempo angelegt. Viel Doublebass ist dabei, der ein oder andere langsamere Chorus und wenig Zeit zum durchatmen. Denn ja, alle Instrumente sind mehr oder weniger durchgängig aktiv. Das sorgt dafür, dass ein Song wie „To Be Free“ keine erkennbaren Höhe- oder Build-Up-Punkte hat und nimmt auch vielen anderen Songs auf „Ride The Storm“ etwas von dem Punch, den es hätte haben können, wenn man an ein paar Stellen einfach mal zurückgefahren hätte.
Kompositorisch ist die Platte ansonsten kompetent gemacht. Unter einem gewissen Standard-Niveau bewegen sich RISTRIDI nie, und so manches Mal hat man auch die schönen Kürsch-Melodien gefunden. In der Hinsicht ist die zweite Hälfte des Albums gefühlt um einiges stärker. „Clarity“ und „God Will Avenge Us“ packen in Sachen Ausarbeitung der Melodie-Lines nochmal eine gute Schippe drauf, und „Clarity“ hat sogar einen ruhigen Part!
Fazit:
Halbe Stunde Abfahrt ohne nennenswerte Tiefpunkte; RISTRIDI haben mit „Ride The Storm“ ein souveränes Erstlingswerk veröffentlicht, das sich hin und wieder mehr Mut zur Lücke und etwas ausufernde Melodien hätte trauen dürfen.
Anspieltipps:
„Clarity“, „God Will Avenge Us“ und „King Under Mountain“
Jannis






