GLYPH – Honor, Power, Glory

Trackliste:

01. Honor, Power, Glory
02. March of the Northern Clan
03. A Storm of Crimson Fire
04. When the World was Young
05. Eldenfire
06. Defy the Night
07. Sign of the Dragonlord
08. Glorious

 

 

Spielzeit: 32:07 min – Genre: Power Metal – Label: Black Note Music – VÖ: 12.04.2024 – Page: www.glyphmetal.com

 

Von den Power Metallern von GLYPH hatte ich noch nie was gehört, daher dachte ich mir auch nichts dabei als ich unachtsam die in meinem Mailfach schlummernde Promomail der Band öffnet.
Und dann überfuhr es mich regelrecht. Die Jungs aus Amerika ballerten ein Power Metal Feuerwerk, das nicht von ungefähr an die großen SABATON erinnert, ab.
Aber der Reihe nach!
GLYPH bestehen schon fast 15 Jahren in der amerikanischen Undergroundszene und setzen sich aus so Szenegrößen wie Jeff Black (GATEKEEPER), R.A. Voltaire (RAVENOUS), Rob Steinway (GREYHAWK) sowie Darin Wall (SKELETOR) zusammen.
Mit einer Fantasy und Sci Fi basierten Hintergrundstory um die Band veröffentlicht man der Tage das Debütalbum „Honor, Power, Glory“ auf dem sich Freunde von so Bands wie SABATON oder GLORYHAMMER direkt zu Hause fühlen sollten.

Der erste Track der mich nun also direkt kalt erwischte war der Opener und Titeltrack „Honor, Power, Glory“. Bombastisch, melodisch und als krasser Ohrwurm bahnt sich die Nummer ihren Weg in die Gehörgänge! Über allem steht der angenehme tiefe und warme Gesang von Fronter Voltaire. Nicht nur durch ihn, sondern auch durch die Machart des Songs kommen natürlich direkt SABATON Vergleiche auf. Dürfte dem einen nicht gefallen, ich feiere den ersten Track direkt volle Kanne!
Mit ordentlich Keyboards ist dann das folgende „March of the Northern Clan“ ausgestattet, was das Ganze natürlich ordentlich bombastisch rüberkommen lässt. Ansonsten bleibt die Marschroute vom Opener komplett gleich. Läuft also ebenfalls gut ins Gehör!
Über das erneut mit einem Ohrwurmchorus ausgestattete „A Storm of Crimson Fire“ geht es dann in den Mittelteil der Scheibe der mit dem Bombaststampfer „When the World was Young“ sowie dem schnellen „Eldenfire“ weitere Überhits im Gepäck hat.
Aber die Jungs haben ihr Pulver noch lange nicht verschossen und Power sowie Bombast Metalfans bekommen auch im letzten Drittel genau das, was sie wollen, Ohrwurmrefrains, satte Riffs und stampfende Rhythmen!
„Defy the Night“, „Signo of the Dragonlord“ und als Abschluss „Glorious” der siebte Himmel für die angesprochenen Fans.

Okay, okay die Spielzeit der Scheibe ist für heutige Verhältnisse echt mickrig und es gibt bestimmt Leute die diese Art von Power Metal echt nicht mehr hören können, das trifft auf mich allerdings nicht zu : )
Gut mit den Übervätern SABATON kann ich auch nicht mehr so viel anfangen, aber GLYPH rennen mit ihrem Debütalbum gerade irgendwie offene Türen bei mir ein und die Ohrwurmrefrains ihrer Hits werden mich bestimmt noch lange begleiten!
Das nächste Mal nur etwas mehr Spielzeit bitte, trotzdem eine geile Platte die dem geneigten Fan bestens munden aber auf jeden Fall polarisieren wird!

Julian

 

 

 

NIGHTBLAZE – Nightblaze

Tracklist

1. Sudden Blast
2. Take On Me
3. You’re Gone
4. Diana
5. Tell Me
6. Hold On To Me
7. Carry On
8. Fading Away
9. Fragments Of Time
10. Daughter

 

Spielzeit: 44:19 min – Genre: Melodic Rock– Label: Art Of Melody Music/Burning Minds Media Group VÖ:22.03.2024 Page: https://www.facebook.com/Nightblazeofficial

 

Die Band NIGHTBLAZE wurde 2021 vom italienischen Musiker Dario Grillo gegründet. Zur Umsetzung einer Langrille fehlte noch ein geeigneter Sänger, der in Damiano Libianchi (Perfect View) gefunden wurde. Die musikalische Ausrichtung liegt im Bereich des 80er Jahre Melodic Rock, welcher auf großartige Weise zelebriert wird. Schon die ersten drei vorab ausgekoppelten Singles „Tell Me“, „Take On Me“ und vor allem die mega Ballade „Daughter“ wussten gnadenlos zu überzeugen.
Aber auch die weiteren 7 Titel, stehen der Qualität benannter Tracks in Nichts nach.
Getragen wird das Ganze von der außergewöhnlichen Stimme von Damiano Libianchi, der schon bei Perfect View einen tollen Job gemacht hat.
Aktuell belegt dieser Rundling den Spitzenplatz in meiner Jahres-Rangliste. Für Anhänger des 80er Jahre AOR/Melodic Rock stellt diese Scheibe einen Pflichtkauf dar. Es bleibt zu hoffen, dass NIGHTBLAZE auch in Zukunft uns mit Musik dieser Art erfreut.

Bonne

Der Detze Rock 2024

Das „Der Detze rockt-Open Air“ findet am 14-15.6.2024 zum zwölften Mal in Daun-Rengen in der Eifel statt. Das letztjährige Festival hat mit über 2000 Besuchern alle Rekorde gebrochen. Der erste Festivaltag wurde vom Südwestrundfunk begleitet. In diesem Jahr präsentiert die Crew wieder Bands aus der ganzen Welt. Besondere Schmankerl sind die beiden Headliner Triumph of Death aus der Schweiz und Hällas aus Schweden. Triumph of Death ist ein Projekt des legendären Gitarristen Tom G. Warrior, der die Musik seiner ehemaligen Band Hellhammer wiederbelebt. Die von 1982-1984 existierende Band ist eine der einflussreichsten Bands im Bereich des extremen Metal und nur selten in Deutschland zu sehen. Hällas sind eine der erfolgreichsten Progressive Rock Bands Schwedens und seit 2011 weltweit gefragt. Nach 2018 kommt die Band zum zweiten Mal nach Rengen. Außerdem mit dabei sind Whiplash, einer der Pioniere des Thrash Metal aus den USA. Anfangs Wegbegleiter von Bands wie Metallica und Slayer, sind Whiplash nie zum Mainstream geworden, gehören aber dennoch zu den erfolgreichen Thrash Metal Bands der Welt. Die Band wird auf dem Detze eine exklusive Show nur mit Songs ihres 1985 erschienenen Albums „Power and Pain“ spielen. Zudem gibt es weitere Bands aus der ganzen Welt und den verschiedensten Metal-Genres zu sehen.

Über 100 ehrenamtliche Helfer helfen mit, das Festival zu stemmen. Besonders beliebt sind die moderaten Preise und die familiäre Atmosphäre auf dem Detzenberg in den Wäldern der Eifel. Ein Teil des Erlöses wird jedes Jahr für einen guten Zweck gespendet.

Weitere Infos unter: www.derdetzerockt.de und www.facebook.com/derdetzerockt

SCAVENGER – Beyond the Bells

Trackliste:

01. The Warning Bell
02. Black Witchery
03. Watchout!
04. Streetfighter
05. Defiler
06. Hellfire
07. Slave to the Master
08. Nosferatu
09. Crystal Light
10. Blackslider
11. Red Hot

Spielzeit: 48:41 min – Genre: Heavy Rock – Label: No Remorse Records – VÖ: 22.03.2024 – Page: www.facebook.com/scavengerofficialband

 

No Remorse Records mausern sich langsam zu einem meiner Lieblingslabel, hat man doch in der letzten Zeit einige starke Scheibe veröffentlicht wie z.B. das NEMEDIAN CHRONICLES Debüt.
Nun haben sie eine Band ausgegraben dessen Wurzeln im Jahre 1984 liegen, wo der Schreiber dieser Zeilen gerade 4 Jahre alt war : )
SCAVENGER aus Belgien tummeln sich im Heavy Rock/Metal und veröffentlichten bislang das Album „Battelfields“ 1985 und die EP „Backslider“ 2020. Nun kehrt man mit dem neuen kompletten Album „Beyond the Bells“ zurück.
Traditioneller Heavy Rock und Metal wird uns hier geboten der auch immer wieder in Richtung Speed Metal oder NWOBHM abhaut.
Für Fans von Bands wie ACID, WARLOCK oder JUDAS PRIEST sollte die neue Scheibe auf jeden Fall etwas sein.
Und wer sich jetzt fragt, nanu WARLOCK, ja denn die Band wird von einer Dame gefronted, Tine Lucifera steht hier hinter dem Mirko.

Mit dem Intro Opener „The Warning Bell“ beginnt der neue Diskus recht stimmungsvoll. Schöne Oldschool Riffs gibt es dann direkt mit dem ersten richtigen Song „Black Witchery“ auf die Ohren. Alles hier im Song lebt und atmet Oldschool Metal/Rock, passend dazu die Sängerin Tine. Ein mega Auftakt der definitiv Lust auf mehr macht!
Eine echte Livegranate dürfte das anschließende, melodische „Watchout!“ werden. Geile Riffs paaren sich mit einem schönen Gangshout Chorus. Perfekt für die feiernde Menge!
„Streetfighter“ bietet dann die perfekte rockige Überleitung in den Mittelteil wo auf jeden Fall der episch angelegte Doppelpack „Hellfire“ sowie „Slave to the Master“ die klaren Gewinner sind.
Und als wäre das jetzt der Startschuss für die Band gewesen ballert man im Anschluss noch zwei Hits aus den Boxen. Denn „Nosferatu“ findet genauso schnell den Weg in die Gehörgänge wie „Crystal Light“!
Zum Abschluss gibt es noch die zwei Tracks der 2020er EP als Bonus auf die Ohren, die aber den Vergleich zu den beiden vorherigen Tracks leider klar verlieren.

Warum auch immer lag die Promo des neuen SCAVENGER Albums länger bei uns rum, bis ich mir das gute Stück nochmal näher anhörte und auf einmal machte es aber so richtig Klick!
Schöner Oldschool Rock und Metal mit der dazu passenden Produktion sowie tollen, ausdrucksstarken weiblichen Gesang. Ein Fest für Anhänger der Genre auf jeden Fall.
Die stärksten Tracks verstecken sich eher im Mittelteil der Scheibe, trotzdem kann das Album insgesamt absolut überzeugen, greift zu!

Julian

 

 

LESSON IN VIOLENCE – No Need for Death

Trackliste:

01. Natural Born Thrasher
02. Massive Aggressive
03. The World Is Mine
04. No Need For Death
05. War Against Hypocrisy
06. Flesh From Bones
07. Living Dead
08. Salvation
09. Thrash For Life
10. Men Kill Men
11. To Die For

Spielzeit: 39:00 min – Genre: Thrash Metal – Label: Iron Shield Records – VÖ: 30.03.2024 – Page: https://lessoninviolence.com/

 

Heute gibt es mal wieder richtig auf die Fresse. Aus dem Hause Iron Shield Records kommt feinster Thrash Metal um die Ecke. LESSON IN VIOLENCE aus Schweinfurt stehen mit ihrem zweiten Album „No Need For Death“ in den Startlöchern um die Herzen der Headbanger aus aller Welt zu erobern. Ich bin ehrlich gesagt richtig aufgeregt, da dass Debüt bei mir auf Anhieb auf Platz 1 in meiner Best Of 2022 landete. Und eine Änderung beim Line Up gab es auch. Der neue Drummer hört auf den Namen Gareth Lathan und ist eine echte Maschine. Können die Jungs das Niveau halten oder sogar noch toppen? Das erfahrt ihr natürlich im Laufe dieser Rezi.

Ein paar kleine Tipps am Anfang:

1. Räumt alle störenden Möbelstücke zur Seite

2. Stellt schon mal gekühltes Bier parat und

3. Sagt den Nachbarn, dass sie doch bitte eine Weile spazieren gehen sollen (außer es sind Metal Kollegen)

Und los geht’s:

Der Opener „Natural Born Thrasher“ ist schon mal ein echtes Brett. Die Nummer ist ein richtiger Grower, bei jedem Durchlauf hört man geniale neue Sachen heraus. Seien es die Tempiwechsel oder die Soli, stark. „Massive Aggression“ ist eine kurze aber brutale Thrash Granate. Den Song würde man im Moshpit auch nicht länger aushalten. Oh shit, mein erstes Bier ist schon fast leer. Kurz durchatmen und sofort weiter zu „The World Is Mine“. Meine Herren geben LESSON IN VIOLENCE hier aber Gas. Trotz aller Geschwindigkeit und Härte wird aber die Melodik nicht vergessen und der Refrain frisst sich durch’s Hirn. „No Need For Death“ ballert wie die Sau, einfach nur geil. Cooler düsterer Part im Mittelteil, ehe der Drummer versucht sein Kit zu töten. Die erste Single vom Album ist „War Against Hypocrisy“ und bietet zeitgleich den längsten und „langsamsten“ Track. Also langsam heißt im schnellen Midtempo Bereich. Super eingängig, super druckvoll. Geiler Bass auf „Flesh From Bones“. Der schiebt den Song auf ein extrem hohes Level, Slayer wären sehr stolz darauf. „Living Dead“ ist auch so eine Nummer die sofort zündet und einem eine unglaubliche Macht verleiht (zumindest bis man sich wie ich vor lauter rummoshen am Tisch verletzt). Egal, ein großer Schluck Bier und weiter. Viele kleine Feinheiten machen den Track zu einem Erlebnis. Nun muss ich Sänger Flo mal loben. Seine Stimme passt so gut zu den Liedern und hebt sich aus der Thrash Masse ab. „Salvation“ ist der klare Beweis dafür, wie wichtig es ist, wenn Gesang und die Instrumental Fraktion eins werden. Boah, wird das live heftig. Der Titel „Thrash Is Life“ sagt schon irgendwie alles. Die Fäuste hoch, headbangen, mit Freunden feiern und den Refrain mitgrölen. Mann hab‘ ich ein fieses Grinsen im Gesicht. Wer bei diesem Killer nicht abgeht muss innerlich tot sein. Riffs, Riffs und noch mehr Riffs gibt es auf „Men Kill Men“. Wieder eine kurze aber heftige Abrissbirne, die einem alles abverlangt. Beim letzten Lied „To Die For“ haben die Burschen endgültig mein Herz erobert. Es wird sich bei mir nie ändern: Das letzte Stück muss Schädel spalten. Und das tut es auch. Alle Reserven mobilisieren und steil abgehen. Was für ein klasse Abschluss.

Fazit: Ein blauer Fleck am Schienbein, drei leere Flaschen Bier und Genickschmerzen sagen wohl aus, dass hier ALLES richtig gemacht wurde. Die Produktion ist fett geworden, das Coverartwork ist bockstark (freu‘ mich auf LP) und was Roland Schäfer (b.), Florian Negwer (v.), Gareth Lathan (d.) und die Gitarristen Florian und Michael Helbig hier abliefern ist sensationell.

Die Top 3 sind auf jeden Fall sicher, viele Gegner wird es dieses Jahr für mich nicht geben. Klare 10 von 10 Punkten und absolute Kaufempfehlung.

Sturmi

 

 

THE INNER ME – Rosabelle Believe

Trackliste:

01. Immigration
02. I am Magic
03. Far away from Light
04. Dime Show
05. Metamorphosis
06. Vaudeville
07. Milkcan Escape
08. How i conquered the East
09. Margie Box
10. Death Punch
11. Rosabelle Believe
12. Epilogue

Spielzeit: 56:46 min – Genre: Heavy Metal – Label: Eigenveröffentlichung – VÖ: 24.03.2024 – Page: theinnerme.at

 

Na, da kommen aber ganz alte Bekannte wieder aus der Versenkung! 2015 war es als ich die Promo des Debüts „A New Horizon“ der Österreicher von THE INNER ME rund um den Gitarristen Reinhard „Kotza“ Müller bekam und das Album direkt durch zündete. Eine Rezi dazu findet ihr hier bei uns.
Und auch dieses Mal dachte Mastermind Reinhard an mich und schickte mir die Promo zu ihrem neuen Album „Rosabelle Believe“ ein Konzeptalbum über den Zauberkünstler Harry Houdini.
Beständig mit der gleichen Mannschaft, Sänger David Stawa und Bassist Daniel Tallamassl von FIRESTORM und nach wie vor als Eigenveröffentlichung war ich sehr gespannt auf den neuen Diskus auf dem nach wie vor Heavy Metal mit Power Metaleinschlag regiert.

Als Albumopener fungiert „Immigration” welches erstmal etwas ruhiger beginnt bevor kraftvolle Riffs das Zepter übernehmen. Es entwickelt sich ein toller und melodischer Midtempotrack der vor allem im Chorus seine ganze Klasse ausspielt. Ein mega Opener der direkt zeigt das die Jungs in der langen Pause nichts verlernt haben.
Rhythmisch geht es dann direkt bei “I am Magic” zur Sache. Ebenfalls wird hier die feine melodische Klinge geschwungen ganz im Zeichen des Openers.
Ein Wort zu Sänger David. Er hat echt ein tolles Organ welches gleichzeitig klar aber auch schön rau sein kann. Die perfekte Mischung für die Art von Mucke würde ich sagen!
Über das gefühlvolle „Far away from Light“ geht es dann mit großen Schritten in den Mittelteil der Scheibe zuvor gibt es aber noch mit „Dime Show“ Standardmetal und mit „Metamorphosis“ ein episches Schmankerl auf die Ohren.
Der Mittelteil wird dann ganz klar vom druckvollen Doppelpack „Milkcan Escape“ und „How i conquered the East“ dominiert.
Im letzten Drittel haben wir dann noch das melodische „Margie Box“ sowie den tollen atmosphärischen Titeltrack „Rosabelle Believe“ die die Qualität schön hochhalten.
Den Standardmetaltrack „Death Punch“ sowie das abschließende Outro haben wir aber auch noch.

Schön wenn man auf gute alte Bekannte trifft die einem gleich wieder zeigen wo der Heavy Metalhammer in Österreich hängt!
THE INNER ME sind auf ihrem neuen Output ähnlich stark unterwegs wie sie es auch auf ihrem Debütalbum waren.
Klassischer Heavy Metal der mal mehr mal weniger episch daherkommt und einfach toll gemacht ist.
Lyrisch (tolles, außergewöhnliches Thema wie ich finde) und vom Songwriting her gibt es auch wenig zu meckern. Somit haben wir hier erneut die klare Kaufempfehlung für die geneigte Zielgruppe mit der entsprechenden Benotung!

Julian

 

FATAL FIRE – Arson

Trackliste:

01. Destruction
02. Ashes Remain
03. Dawn of Fate
04. Crossroads
05. Sea of Damnation
06. Meteorites
07. Kingslayer
08. Ardent Wave

 

 

Spielzeit: 38:48 min – Genre: Power Metal – Label: MDD Records – VÖ: 28.03.2024 – Page: www.facebook.com/fatalfiremetal

 

Auf die junge Newcomerband FATAL FIRE bin ich vor allem aufmerksam geworden, weil die Frontfrau Svenja vorher bei BÖLLVERK aktiv war und mir dort schon echt gut gefallen hat.
Die Gründung der Band geht allerdings schon auf das Jahr 2020 zurück und während der Corona Pandemie nutzte man die Zeit und beschäftigte sich fleißig mit dem Songwriting, bevor man 2022/23 gute 20 Konzerte geben konnte.
Geboten wird uns auf dem Debütalbum „Arson“ female fronted Power Metal der mit einigen Speed Metalanleihen daher kommt und von Markus Teske ordentlich produziert wurde!
So mischungsmäßig würde ich mal DRAGONFORCE oder GAMMA RAY als Referenzen angeben.

Als Opener erklingt zuerst „Destruction“ ein Midtempo Power Metaller der das Ganze sehr ordentlich zu Beginn macht. Sängerin Svenja ist wie bei BÖLLVERK auch eine absolute Bank der die Mucke wie auf dem Leib geschnitten ist.
„Ashes Remain“ bietet dann eine tolle Schnittmenge aus Power, etwas Speed und Epic Metal. Letzteres ist beim Chorus sehr präsent. Auch ein tolles Stück welches die Vorlieben der jungen Band bestens widerspiegelt.
Das anschließende „Dawn of Fate“ schlägt dann in eine ganz ähnliche Kerbe und weiß somit auch direkt zu gefallen.
Im Mittelteil haben wir dann „Crossroads“ welches nicht sofort so extrem aufs Gaspedal drückt und eher im Midetempobereich unterwegs ist. „Sea of Damnation” hat dann wieder etwas mehr Speed, im Chorus geht es wieder schön melodisch zu und auch ansonsten macht man hier viel richtig.
Bei “nur” 8 Songs sind wir jetzt schon fast am Ende angelangt, zuvor können wir aber mit “Kingslayer” einen der bestens Songs des Albums bestaunen. Kein Wunder, das dieser die Vorabsingle geworden ist, stimmt hier doch die Mischung aus Heavyness, Melodic und Eingängigkeit zu 100 %. Ein starkes Teil zum Ende der Scheibe!

Female fronted Metal mag ich, junge Power Metal Newcomer aus Deutschland sowieso. Daher war es für mich klar, das Debüt von FATAL FIRE muss ich mir näher anschauen!
Und ich wurde nicht enttäuscht, klar man merkt das ist noch das Debüt, aber für eine erste Duftmarke ist das Ganze schon recht ordentlich, auch wenn nicht alle Songs komplett durch zünden.
Mit solchem Nachwuchs muss es uns um Metaldeutschland in der Zukunft nicht bange werden!

Julian

 

IVORY TOWER – Heavy Rain

Trackliste:

01. Black Rain
02. Holy War
03. Never
04. The Destination
05. 60 Seconds
06. Heavy Ride
07. Recover
08. Monster
09. Voices
10. The Tear

 

Spielzeit: 58:16 min – Genre: Power Metal – Label: Massacre Records – VÖ: 29.03.2024 – Page: www.ivorytower.de

 

Nach ihrem Comebackalbum „Stronger“ von 2019 ist es wieder etwas ruhiger um die Jungs von IVORY TOWER geworden. Fast 5 Jahre später gibt es aber wieder neuen Stoff von den Jungs in Form des neuen Albums „Heavy Rain“.
Nach wie vor ist man bei Massacre Records unter Vertrag, das passt auf jeden Fall gut zusammen würde ich sagen.
Was ebenfalls gleichgeblieben ist, ist die Mucke, die sich im Progressive angehauchten Power Metal bewegt.
Eine Änderung gibt es im Vergleich zum Vorgängeralbum, der damals neue Sänger Dirk Meyer ist leider nicht mehr mit an Bord, aber man hat für stimmgewaltigen und bekannten Ersatz gesorgt, Lord Francis Soto (WICKED SENSATION, INFINITYS CALL und DIVISION OF MADNESS) schwingt nun das Mikro.

Gespannt starten wir dann mal den Opener „Black Rain“ der ruhig beginnt und eröffnet wird. Mit der Ruhe ist es aber schnell vorbei, übernehmen doch satte Riffs und Drums ziemlich schnell das Ruder!
Sänger Francis ist bestens bei Stimme und wird aufgrund seines rauen Organs sofort erkannt. Ein sehr ordentlicher Beginn.
Brachial geht es dann direkt mit „Holy War“ weiter. Man merkt auf jeden Fall, dass die Jungs den eingeschlagenen Weg vom letzten Diskus hin zu mehr Power Metal, etwas weg vom Prog, knallhart weiterverfolgen.
Ordentlich Keyboardunterstützung gibt es bei „The Destination“. Hier ist man auch schön melodisch unterwegs und kann direkt begeistern.
Mit „60 Seconds“ und „Heavy Ride” ist der weitere Mittelteil ebenfalls sehr ordentlich bestückt.
Die Jungs nehmen sich auf jeden Fall keine Verschnaufpause, sondern powern durch als gebe es keinen Morgen mehr!
Richtig schlechte Songs sucht man anschließend auch weiterhin vergeblich, allerdings muss man sagen ist es auch schwierig in der geschlossenen, starken Einheit echte Überhits auszumachen. Zusätzlich tönt doch einiges ziemlich ähnlich, einfach eben Volldampf nach vorne.
Aber das ist jetzt etwas meckern auf hohen Niveau! Bei „Monster“ und „Voices“ kann man auf jeden Fall wunderbar die Rübe kreisen lassen und die Songs wissen zu gefallen.

Knapp 1 Stunden gibt es auf dem neuen IVORY TOWER Album mächtig eins auf die Rübe!
Die Jungs sind nach wie vor recht brachial unterwegs und beschreiten den eingeschlagenen Weg vom letzten Album somit weiter.
Francis als neuer Sänger fügt sich wunderbar ein und auch ansonsten gibt es für den geneigten Band und Genrefan nicht viel zu meckern.
Einzig es fehlt irgendwie an dem ein oder anderen mächtigen Überhit, aber es gibt glaube ich echt schlimmeres, woran eine neue Scheibe kranken kann!

Julian

 

 

LEAVES EYES – Myths of Fate

Trackliste:

01. Forged by Fire
02. Real of Dark Waves
03. Who wants to Live Forever
04. Hammer of the Gods
05. In Eternity
06. Fear the Serpent
07. Goddess of the Night
08. Sons of Triglav
09. Elder Spirit
10. Einherjar
11. Sail with the Dead

Spielzeit: 49:39 min – Genre: Symphonic Metal – Label: AFM Records – VÖ: 22.03.2024 – Page: www.leaveseyes.de

 

Die Fülle an Symphonic Metalbands ist mittlerweile sehr hoch. Für mich auf jeden Fall zu hoch und ich beschränke mich da mittlerweile nur noch auf liebgewonnene Acts die ich schon sehr lange verfolge.
Eine davon sind auf jeden Fall LEAVES EYES die das letzte Mal vor vier Jahren mit „The Last Viking“ in Erscheinung getreten sind.
Nun steht uns „Myths of Fate“ ins Haus womit man gleichzeitig das 20-jährige Bestehen feiern möchte und uns erneut auf den bandtypischen Mix aus Folk, Gohtic und Symphonic mitnehmen möchte.
Man kann sich wohl wieder auf ein lyrisches und mediales Feuerwerk freuen, welches bestens von Mastermind Alex Krull recherchiert und konzipiert wurde. Es geht natürlich mal wieder in die nordische und osteuropäische Sagenwelt, die durch die finnische Sängerin Elina Siirala gesanglich zum Leben erweckt wird.

Los geht das Album mit dem Opener und der Videosingle „Forged by Fire“. Nach einer kleinen instrumentalen Einleitung beginnt die Nummer ziemlich bombastisch und der Gesang von Fronterin Elina setzt ein. Alex Krull kommt später natürlich auch noch dazu und der Opener bahnt sich mit viel Schmackes den Weg. Ein klasse Beginn!
„Real of Dark Waves“ und „Who wants to Live Forever“ sind dann insgesamt wesentlich symphonischer gehalten und werden auch nur von Elina alleine bestritten. Als Abwechslung gut, mal schauen, wie es weiter geht.
Auf jeden Fall wieder mehr schwermetallischer, denn ab „Hammer of the Gods“ ist Alex meistens wieder mit am Start und auch ansonsten bieten die Songs nun eine gute Mischung aus Symphonic, Folk, Gothic und etwas Power Metal.
Glanzpunkt sind auf jeden Fall, dass extrem groovende „In Eternity“ und die brachialen „Fear the Serpent“ sowie „Sons of Triglav“.
Der Mix und die Abwechslung ist hier auf jeden Fall sehr groß, mal geht es symphonischer, mal schwermetallischer zur Sache. Aber immer, und das ist ja das Wichtigste, vollkommen im bekannten LEAVES EYES Stil!
Und da auch der letzte Abschnitt komplett überzeugen kann und mit „Elder Spirit“, dem epischen „Einherjar“ und dem abschließenden „Sail with the Dead“ weitere Hits im Gepäck hat können sich Fans entspannt und glücklich nach verklingen des letzten Tons zurücklegen.

Die letzten LEAVES EYES Alben sind alle tatsächlich auf einem ziemlich gleichen, hohen Niveau! Da macht auch das Neue keine Ausnahme und bietet dem geneigten Bandfan den musikalischen Mix, den er schon gewohnt ist.
Wie immer bestens ausgearbeitet und produziert sowie mit der notwendigen Ruhe, um den Hörer auf eine schöne Zeitreise mitzunehmen.
Klare Kaufempfehlung für die geneigte Hörerschaft mit den entsprechenden hohen Punkten!

Julian

 

CAVE – Out of the Cave

Trackliste:

01. Rat in a Hole
02. Hero
03. Screaming for a Saviour
04. Send for my Soul
05. Blinded
06. Against the Fray
07. Like a true Father
08. Sizzling Seas
09. New found King
10. The Gold Crown
11. Deep Menagerie

Spielzeit: 53:44 min – Genre: Heavy Rock – Label: Metalapolis Records – VÖ: 15.03.2024 – Page: www.cave.band

 

CAVE ist eine neue Band aus Ludwigsburg die von Gitarrist Chris Lorey der bei so Prog Metal Bands wie IVANHOE und SCENES in Lohn und Brot stand gegründet wurde.
Er wollte eine Old School Heavy Rock Band mit progressiven Elementen und einer moderneren Produktion ins Leben rufen und suchte dafür nach Mitstreitern.
Er fand diese in Roberto Palacios (CHINCHILLA, GOBLINS BLADE) sowie Steffen Theurer (EX SYMPHORCE). Wobei letztere aufgrund seiner Zeitknappheit durch Ex CHINCHILLA Schlagzeuger Christ Schwinn schlussendlich ersetzt wurde. Steffen ist aber noch auf dem Album zu hören.
Wer noch mitgezählt hat bemerkt, ein Posten ist noch nicht besetzt, denn hinter dem Mikro stellte man einen sehr bekannten und erfahrenen Sänger mit Namens Ronny Munroe der aus seinen Engagements bei METAL CHURCH, VICIOUS RUMORS oder LILLIAN AXE bestens bekannt sein sollte.
Ich war sehr gespannt wie Ronny als Heavy Rock Sänger klingt und war auch ansonsten vom vorab gehörten gut angetan.
Daher war es für mich klar, dass ich mir das Debütalbum „Out of the Cave“, welches übrigens Fans von so Bands wie VAN HALEN, SAVATAGE oder MASTERPLAN ansprechen sollte, auf jeden Fall mal näher anhören musste!

Gesagt getan, horch wir zusammen in den Albumopener „Rat in a Hole“ rein. Sanfte Gitarrenklänge eröffnen die Nummer, werden aber relativ schnell vom ersten Gesangseinsatz von Ronny sowie härteren Riffs abgelöst.
Es entwickelt sich ein tolles Wechselspiel zwischen harten und sanften Riffs und das Ganze mündet dann in einem Chorus, der einem direkt in Mark und Bein übergeht. Ein klasse Auftakt also direkt mit dem ersten Hit!
„Hero“ im Anschluss geht dann auch sehr kraftvoll zu Werke und hat wieder einen tollen Chorus mit an Bord so dass es sich gut in das Qualitätslevel des Openers einreiht.
Danach gibt es mit „Screaming for a Saviour” und dem abwechslungsreichen „Send for my Soul” zwei weitere direkte Hits zu verzeichnen.
Das gefühlvolle und emotionale „Blinded“ bildet dann den Auftakt in den Mittelteil der dann mit „Against the Fray“ auch noch gut besetzt ist.
Danach fallen die Ballade „Like a true Father“ und „Sizzling Seas“ im Vergleich dann etwas ab und bieten guten Standard Rock.
Im Vergleich zur ersten Hälfte können auch die folgenden Songs nicht komplett bestehen, einzig das abwechslungsreiche „The Gold Crown“ kann hier so richtig begeistern.

Wow, ich hätte nicht erwartet das Ronny Munroe so ein geiler Heavy Rock Sänger ist! Sehr ausdrucksstark und irgendwie perfekt passend zur Mucke von CAVE.
Das Album bietet einige Hits für Heavy Rock Fanatiker kann aber die hohe Qualität leider nicht bis zum Schluss halten.
Aber für ein Debüt ist das Ganze echt sehr ordentlich und ich bin mir sehr sicher das die Band darauf aufbauen wird und uns mit dem zweiten Album so richtig einen vor den Latz knallen wird!

Julian