SINNER – Santa Muerte

Band: Sinner
Album: Santa Muerte
Spielzeit: 53:37 min
Stilrichtung: Heavy Rock
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 13.09.2019
Homepage: www.facebook.com/SinnerBand

Die deutsche Heavy Rock Größe SINNER rund um Mastermind Matt Sinner braucht man glaube ich nicht mehr großartig vorzustellen! Zu entscheidend hat die Band in ihrer 35 jährigen Bandgeschichte die musikalische Landschaft geprägt.
Nun erscheint bald das neue Album „Santa Muerte“ welches mit zwei großen Neuerungen aufwartet!
Zum einen hätten wir da die offensichtlichste, es gibt nun eine zwei Gesangsstimme neben Matt! Diese ist weiblich, hört auf den Namen Giorgia Colleluori und ist Szenekennern von ETERNAL IDOL oder ROCK MEETS CLASSIC bekannt.
Oldschool SINNER Fans werden nun erstmal die Nase rümpfen, aber es sei euch gesagt, Matt hatte mit dieser Neuerung genau den richtigen Riecher bzw. Lauscher gehabt!
Zweite Neuerung, es gibt mal wieder mit Ex VOODOO CIRCLE Markus Kullmann einen neuen Schlagzeuger.
Ansonsten wartet das neue Werk noch mit Ronnie Romero, Ricky Warwick sowie Magnus Karlsson mit drei hochwertigen Gästen auf.
So genug Vorgeplänkel, ab geht’s zur Mucke!
„Shine On“ ebnet uns den Weg in die neue Scheibe und hier kommt auch gleich die neue Stimme zum Einsatz und hinterlässt schon mal einen sehr ordentlichen Eindruck. Das rockige Organ von Giorgia passt wunderbar zur SINNER Mucke und zum straighten Rockopener.
Das vorab veröffentlichte „Fiesta Y Copas“ ist dann der erste Hit des Albums was natürlich auch an der Gastperformance von Ronnie Romero liegt der den Song einfach seinen Stempel aufdrückt!
Der anschließende Titeltrack „Santa Muerte“ ist dann ein groovender Rocker geworden wo Matt und Giorgia sich den Gesang teilen und mit den gesprochenen Spanischen zum Ende hin auch ordentlich Atmosphäre mit einfließt.
Über den flotten Rocker „Last Exit Hell“ und dem Gastbeitrag von Ricky Warwick „What went wrong“ geht es in den Mittelteil der Scheibe wo mit „Death Letter“ eine tolle Lagerfeuerballade wartet die ordentlich Blueseinflüsse vorweisen kann und irgendwie auch perfekt zu SINNER in der neuen Ausrichtung passt.
Und diese Blueseinflüsse schimmern auch in der Folge immer wieder durch „Misty Mountain“, ist dafür ein offensichtliches Beispiel, aber auch die straighten Rocker sind noch vorhanden. So zum Beispiel das starke „The Ballad of Jack“ oder das melodische „Stormy Night“ zum offiziellen Abschluss.

Anspieltipps:

„Fiesta Y Copas“, „Santa Muerte”, “Death Letter”, “The Ballad of Jack” und “Stormy Night”.

Fazit :

Viel Neues auf dem neuen Album der Heavy Rock Institution SINNER, aber eins ist gleich geblieben die bärenstarke Qualität der Band und der Mucke!
Mit der zweiten Sängerin Giorgia ist man nun noch variabler unterwegs und man hat erneut ordentlich Blueseinflüsse mit eingebracht welche der Band nach wie vor sehr gut zu Gesicht stehen.
Insgesamt also nicht viel Änderung in Sachen Qualität im Hause SINNER und man geht daher mit genau der gleichen Note wie schon beim Vorgänger bei uns hier durchs Ziel!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Shine On
02. Fiesta Y Copas (feat. Ronnie Romero)
03. Santa Muerte
04. Last Exit Hell
05. What Went Wront (feat. Ricky Warwick)
06. Lucky 13
07. Death Letter (feat. Magnus Karlsson)
08. Craving
09. The Wolf
10. Misty Mountain
11. The Ballad of Jack
12. Stormy Night
13. Sorry (Bonus Track)

Julian

CRASHDIET – Rust

Band: Crashdiet
Album: Rust
Spielzeit: 43:31 min.
Stilrichtung: Sleaze, Hardrock
Plattenfirma: Frontiers
Veröffentlichung: 13.09.2019
Homepage: www.crashdiet.org

Man kann wirklich nicht behaupten, dass CRASHDIET vom Glück verfolgt wären, aber „aufgeben“ haben die Schweden um Gitarrist Martin Sweet anscheinend nicht in ihrem Wortschatz. Zur Freude ihrer zahlreichen Fans, die aber trotz der aktuellen Neujustierung satte 6 Jahre auf eine neue Studioplatte warten mussten, denn das letzte Werk „The Savage Playground“ erschien bereits 2013. Besagtes Album war ein Novum im Universum von CRASHDIET. Zum ersten Mal in der Bandgeschichte wurden zwei Longplayer mit ein und dem selben Sänger aufgenommen. Leider ist diese Konstante schon lange wieder Geschichte, denn Anfang 2015 gab man die Trennung mit Sänger Simon Cruz bekannt. Martin Sweet (guitars), Peter London (bass) und Eric Young (drums) standen ein weiteres Mal ohne Frontmann da.

Fast drei Jahre hat es gedauert, bis in Gabriel Keyes ihr neuer und bereits vierter Sänger der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Während der inaktiven Zeit von CRASHDIET ist einiges geschehen. Martin Sweet ist bei seinen Kumpels SISTER eingestiegen, die mittlerweile einem weitaus härteren Sound frönen, außerdem hat der Kreativkopf mit SWEET CREATURE und ihrem Album „The Devil Knows My Name“ zusammen mit Tin Star (GEMINI FIVE) eine weitere Combo aus dem Boden gestampft.

Aber auch Fans von CRASHDIET sind während der Abstinenz ihrer Faves auf ihre Kosten gekommen. Die Schweden hielten die Suppe mit eigenen Re-Releases ihrer ersten EP plus diverser Goodies, die jetzt unter „Illegal Rarities Vol. 1“ zu haben ist, oder der Demo Kompilation „Illegals Rarities Vol. 2“ sowie einem Live-Album („Live In Sleaze“) und ihrer ersten, streng limitierten Live-DVD „Rest In Sleaze Tour 2005“ am kochen.

Jetzt ist man wieder zurück im Stall von Frontiers Music und holt aus zum nächsten Rundumschlag in Sachen Sleaze Metal. Und das Wort Metal ist bewusst gewählt, denn während viele Vertreter der neuen Welle an Hairspray Bands tief in die Trickkiste von Belanglosigkeit und lau aufgewärmten POISON-Verschnitten greifen, setzen CRASHDIET gekonnt mit einem metallischen Riff tolle Akzente.

Schon beim an den Anfang gestellten Titelsong „Rust“ ist das der Fall. Wer aber denkt, der Refrain hätte keinen Mitsingcharakter, der kennt die Schweden wahrlich schlecht. Nach diesem starken Opener legen CRASHDIET mit „Into The Wild“ eine waschechte Hymne nach. Spätestens nach diesen beiden Nummern ist eines klar: CRASHDIET sind zurück – und das bockstark! Die bereits als Vorabsingles bekannten „Idiots“, „Reptile“ und speziell „We Are The Legion“ machen da keine Ausnahme. Aktuell wurde die Ballade „In The Maze“ ausgekoppelt.

CRASHDIET sind erwachsen geworden. „Rust“ ist nicht nur ihr wohl abwechslungsreichstes Werk, das Songwriting ist weiter gewachsen. Auch wenn der zuckersüße Refrain von „Crazy“ zuerst ein vielleicht ein erstauntes hochziehen der Augenbrauen und große Augen hervorruft, passt der Song genau so gut zum Gesamtpaket CRASHDIET 2019 wie das hardrockige „Parasite“. „Rust“ ist einfach Klasse, das Warten hat sich einmal mehr gelohnt – und CRASHDIET sind im Herbst mit THE CRUEL INTENTIONS auf Tour, die mit ihrem Debüt „No Sign Of Relief“ ein dickes Ausrufezeichen gesetzt haben – das kann ein richtig geiles Package werden.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Rust
02. Into The Wild
03. Idiots
04. In The Maze
05. We Are The Legion
06. Crazy
07. Parasite
08. Waiting For Your Love
09. Reptile
10. Stop Weirding Me Out
11.Filth & Flowers

Stefan

BLACKRAIN – Dying Breed

Band: Blackrain
Album: Dying Breed
Spielzeit: 39:21 min.
Stilrichtung: Sleaze, Hardrock
Plattenfirma: Steamhammer
Veröffentlichung: 13.09.2019
Homepage: www.blackrain.fr

Wenn ich an die Anfänge von BLACK RAIN aus Frankreich denke, wird mir heute noch ganz schwindelig. Aber die Jungs haben ihren Weg gefunden und machen seit vielen Jahren guten Sleaze Rock – jedes Album hat mindestens ein herausragendes Stück parat und bis auf die Drums ist das Line-Up seit der Gründung 2002 mit Swan Hellion (vocals), Max 2 (guitars) und Matthieu de la Roche (bass) auch stabil. Neu ist Schlagzeuger Frank Frusetta aber auch nicht – bereits seit 2010 sorgt er für den Rhythmus und ist somit bereits seit drei Alben an Bord. Mit „Dying Breed“ feiert er nun sein viertes respektive natürlich das mittlerweile sechste für die Band selbst, wenn man diverse Demos aus den Anfangstagen nicht mitrechnet.

Und doch ist auf dem neuen Album nicht alles beim alten, denn nach längerer Zusammenarbeit mit Produzent Jack Douglas haben die Franzosen den Schritt ins Ungewisse gewagt und haben sich einem ausgefuchsten Kenner der Scandi-Szene anvertraut. Die Rede ist von Chris Laney, der bereits seit vielen Jahren an seinem Status arbeitet, einer der namhaftesten schwedischen Musiker und Produzenten zu werden. Ein Blick auf das Cover Artwork zu „Dying Breed“ lässt dann eine Abkehr vom farbenfrohen Sleaze vergangener Tage hin zu weitaus härteren und dunkleren Klängen vermuten. Dass dieser Eindruck aber auf ganzer Linie täuscht, löst schon der Öffner „Dying Breed“ auf.

Mit mächtig Drive startet die Platte mit einem Hit. Man hat zwar das Gefühl, einzelne Fragmente irgendwo schon einmal gehört zu haben bei Kollegen wie CRASHDIET und Co., aber die Nummer macht einfach Spaß. Genauso wie das folgende „Hellfire“, das mit härterem Riffing und stampfendem Rhythmus daherkommt. Booom, die Jungs liefern echt ab. Das räudige „Blast Me Up“ kann ebenfalls überzeugen, wenngleich die Extraklasse der ersten beiden Songs nicht mehr vorhanden ist. Ordentlich auf die Tube drücken die Franzosen mit „Nobody Can Change“, kriegen die Kurve aber erst wieder mit dem melodiösen „We Are The Mayhem“, bevor mit dem knackigen „Rock Radio“ eine weitere Gute-Laune-Nummer aus den Boxen knallt. Den Abschluss macht die aktuelle Single „A Call From The Inside“ – mit weitaus sanfteren Klängen, wenngleich Sänger Swan hier mit BATHORY T-Shirt aufläuft.

„Dying Breed“ ist eine Achterbahnfahrt – nicht immer auf höchstem Niveau aber dennoch abwechslungsreich. Deshalb gibt es von mir richtig starke 8 Punkte für mein bisheriges Lieblingsalbum der Franzosen, von dem es bisher die meisten Songs in meine große Auto-Playlist geschafft haben.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Dying Breed
02. Hellfire
03. Blast Me Up
04. Nobody Can Change
05. Like Me
06. All Angels Have Gone
07. We Are The Mayhem
08. Rock Radio
09. Public Enemy
10. A Call From The Inside

Stefan

THE DEFIANTS – Zokusho

Band: The Defiants
Album: Zokusho
Spielzeit: 56.15 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers records
Veröffentlichung: 13.09.2019
Homepage: www.facebook.com/TheDefiantsRockBand

The Defiants – Zokusho
Vier Jahre gibt es sie nun und mit ihrem Debüt haben sie für ordentlich Furore gesorgt. Die Rede ist von THE DEFIANTS und echten Fans sagt man nichts Neues, wenn man erwähnt, dass sie eigentlich Danger Danger heißen oder hießen oder wie auch immer….
Bands, die sich einen Gitarristen für europäische Live Aktivitäten, sowie einen für den Rest der Welt leisten, gibt’s wohl nicht sehr viel.
Wie auch immer sich die New Yorker Hardrocker momentan deklarieren, wer auch immer gerade welches Instrument bedient, letztendlich zählt, was drinsteckt in der musikalisch hoch veranlagten Band um Songwriter, Produzent und Basser Bruno Ravel.
Die Amerikaner mit dem skandinavischen Melodieverständnis verfolgen weiterhin den Weg, den sie mit ihrem selbst betitelten Debüt recht erfolgreich eingeschlagen haben. Ihr lang erwartetes zweites Output „Zokusho“, das japanische Synonym für Fortsetzung, bietet Interessant gestalteten Melodic Rock, ziemlich glatt poliert aber niemals langweilig.

„Allnighter“ ist vom Arrangement her eher ein Mitgröhler der mittleren Preisklasse und mit „Drink Up“ in die ungeliebte Kategorie Albumfüller zu packen.
Deren Gegengewicht bilden Songs wie die locker flockigen „It Goes Fast“ und vor allem „ Love is the Killer“, die strukturell recht einfach gehalten, alles bieten, was einen guten Song ausmacht. Eingängigkeit durch schöne Melodieführung und catchy Refrain.
Auch „Standing On The Edge“ zündet schnell und ordentlich und dringt recht tief in die Gehörwindungen. Rob Marcellos cooles Gitarrenriff auf dem sich Sänger Paul Laine austobt, sollte bei Livedarbietung sicher ein Highlight in der Setlist darstellen.
Das THE DEFIANTS dem poppigeren Gefilden des Melodic Rocks frönen und in erster Linie auf einen gelungenen Refrain bauen, ohne zu vergessen, der Gitarre ihren Raum zu lassen, beweist „Stay“ eindrucksvoll. Perfekter Poprock erster Güte.
Einen schönen Gitarreninstieg auch beim mehr als gelungenen „UX´D My Heart“ (You crossed my heart), bevor es sich spätestens im Solo zu einem Höhepunkt des Albums aufschwingt.

Alles in allem bleiben sich THE DEFIANTS auf „Zokusho“ mehr als treu und besinnen sich auf das, was sie am besten können, liefern sie doch erneut einige außergewöhnlich Ohrwürmer ab. Sie gehen keine neuen Wege, sind aber mehr als gut in der Spur.

Line-up: Bruno Ravel: Bass | Paul Laine: Vocals, Guitar | Rob Marcello: Guitar | Steve West: Drums

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Love Is The Killer
02. Standing On The Edge
03. Hollywood In Headlights
04. Fallin´In Love
05. Hold On Tonite
06. Allnighter
07. U X´D My Heart
08. It Goes Fast
09. Stay
10. Alive
11. Drink Up

Link zum Video “Hollywossd In Headlights”:

Rüdiger König

TRIDDANA – Rising from Within

Band: Triddana
Album: Rising from Within
Spielzeit: 48:51 min
Stilrichtung: Folk Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 26.06.2018
Homepage: www.triddana.net

Nachdem ich vor einiger Zeit schon das aktuelle Album, das Re Release des Debütalbums „Ripe for Rebellion“ besprochen habe, und uns irgendwie im letzten Jahr das letzte Studioalbum „Rising from Within“ der Folk Metaller von TRIDDANA durchgerutscht ist, holen wir dies nun natürlich noch nach!
Denn die Band hat sich in den letzten Jahren echt den Arsch aufgerissen um nach vorne zu kommen und so kann man dann auch mal eine Ausnahme machen und ein nicht mehr ganz so aktuelles Album noch besprechen.
Der typische Bandsound sollte uns auch auf diesem Album begegnen, finden wir es heraus indem wir den Opener „Dare to Tame Me“ starten. Wer das letzte Album gut fand wird hier direkt auch bestens bedient und mit der Nummer gleich warm werden! Ein sehr ordentlicher Einstieg.
Die nächsten Tracks „When Horizons Blaze“, „Raging Fire“, „Stray from the Path” und auch “Journey of the Rim” im Anschluss sind alles erstklassige Genreperlen die melodisch, folkig und absolut eingängig geraten sind! Hier greift man insgesamt absolut ins oberste Regal und beweist das man sich nochmal im Vergleich zum schon erstklassigen Vorgängeralbum beim Songwriting ordentlich gesteigert hat!
In die gleiche Kategorie fällt dann auch die anschließende Ballade „The Light you left Behind“ welche den zweiten Abschnitt der Scheibe einläutet.
Auch in der zweiten Hälfte gibt es jede Menge Licht zu vermelden und wenig Schatten! Klar der ein oder andere Standardtrack lässt sich nicht vermeiden, aber im Großen und Ganzen sind wir hier auch ohne Ausfälle unterwegs.
Absolute Glanzpunkte sind hier auf jeden Fall noch „Stages Falling“ und „Along the Crooked Road“ welches zwar nur ein Instrumental ist, aber sowas von genial gemacht ist das es auch ohne Gesang bestens zündet.
Zusammengefasst schließt man insgesamt eigentlich nahtlos an die starke Leistung auf dem Vorgängeralbum an.

Anspieltipps:

„When Horizons Blaze“, „Raging Fire“, „Stray from the Path”, “The Light you left Behind” und “Stages Falling”

Fazit :

Die Jungs von TRIDDANA ruhen sich auf jeden Fall nicht auf ihrer starken Leistung vom Vorgängeralbum aus, sondern machen auf „Rising from Within“ genau da weiter wo sie aufgehört haben!
Die erste Hälfte ist bärenstark und könnte besser nicht sein, in der zweiten Hälfte wird das Niveau ebenfalls sehr hochgehalten, mit ein zwei Einschränkungen, so dass man insgesamt mit der gleichen Note durchs Ziel geht wie auch schon beim letzten Diskus.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Dare to Tame Me
02. When Horizon Blaze
03. Raging Fire
04. Stray from the Path
05. Journey of the Rim
06. The Light you left Behind
07. Blind Hope
08. Pages in the Past
09. Stages Falling
10. Along the Crooked Road
11. OurTime`s Coming

Julian

ASTRALIUM – Land of Eternal Dreams

Band: Astralium
Album: Land of Eternal Dreams
Spielzeit: 66:00 min
Stilrichtung: Symphonic Metal
Plattenfirma: Rockshots Records
Veröffentlichung: 23.08.2019
Homepage: www.facebook.com/astraliumband

Female fronted Symphonic Metal Bands gibt es mittlerweile ja echt wie Sand am Meer! Vor allem aus Italien gibt es immer wieder Nachschub zu vermelden.
So auch dieses Mal mit der jungen Band ASTRALIUM die dieser Tage ihr Debütalbum „Land of Eternal Dreams“ in die Läden hievt.
Die Truppe, angeführt von Sängerin Roberta Pappalardo, wird mit einigen Vorschusslorbeeren betitelt was vermutlich auch die namenhaften Gäste auf dem Album erklärt!
Da hätten wir Tommy Johansson (SABATON, MAJESTICA), Jo Lombardo (ANCESTRAL) und Andrea Martongelli (ARTHEMIS).
Schauen wir mal ob die Lobeshymnen im Vorfeld gerechtfertigt waren und horchen in den ersten richtigen Track „The Journey“ rein nach dem der Openertrack „Remembrance“ nur ein stimmungsvolles Intro ist.
Hier wird flott losgelegt, die Stimme von Frontfrau Roberta ist sehr angenehm und man ist hier schön songdienlich unterwegs. Ein guter Einstieg auf dem man aufbauen kann.
Der erste richtige Hit folgt dann mit dem anschließenden „Rising Waves from the Ocean“. Hier hat Tommy Johansson seinen Gastauftritt, den er natürlich blendend absolviert! Der Junge kann einfach richtig geil singen!
Aber auch der Rest der Band gibt sich hier keine Blöße und zaubert jedem Symphonic Metaller ein Grinsen ins Gesicht.
Und auch das folgende „My Life is my Eternity“ ist richtig gut geworden. Auch hier ist eine männliche Gesangsstimme zu hören, leider entzieht sich meiner Kenntnis vom sie ist, richtig gut klingt es aber auch auf jeden Fall!
Beim nächsten Song „Whisper in the Silence“ der ebenfalls wieder bestens gelungen ist, erkennt man die männliche Stimme aber sofort, es ist Jo Lombardo.
Hälfte Nummer Eins des Albums hörte sich ja schon mal mehr als ordentlich an. Schauen wir mal wie es uns in der zweiten Plattenhälfte so ergeht?
Och ja im Großen und Ganzen gefällt erstmal was man hört. „Hope is Gone“ nimmt den Symphonic Metalfaden gekonnt auf, „Breath of my Soul“ ist eine tolle Ballade, die auch sofort jedem Genrefan zusagen sollte und auch „A Dream`s Elegy“ läuft gut rein.
Danach, ab „Seven Seas, Seven Winds“ wird es aber etwas unruhig, denn hier will man definitiv zu viel von Allem! Hier baut man auch noch ordentlich Bombasteinflüsse mit ein was dem Song definitiv nicht gut tut. „Etheral Voices from the Forest“ ist dann irgendwie komplett unnötig und auch bei „The World of Unknown“ und dem abschließenden „Hidden Conspiracy“, mit sehr unpassenden Growls, ist man einfach eine Spur drüber. Einfach insgesamt zu viel von Allem!

Anspieltipps:

„Rising Waves from the Ocean“, „My Life is my Eternity“, „Whisper in the Silence“ und „Breath of my Soul“.

Fazit :

Schade, die erste Hälfte des Debütalbums der jungen Truppe ASTRALIUM ist richtig stark geraten! Aber in der zweiten Hälfte macht man doch ein paar „Fehler“ zu viel und will einfach zu viel von allem und kleistert die Songs quasi mit allem Möglichen zu. „Highlight“ des Ganzen ist dann der Abschlusssong wo man dann noch auf den letzten Metern die noch fehlenden und überflüssigen Growls einbaut.
Manchmal ist weniger halt einfach mehr!
Aber für ein Debütalbum und aufgrund der sehr ordentlichen ersten Hälfte gibt es hier insgesamt dann noch eine entsprechende solide Bewertung, auf der für das nächste Album auf jeden Fall aufgebaut werden kann!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Remembrance
02. The Journey
03. Rising Waves from the Ocean
04. My Life is my Eternity
05. Whisper in the Silence
06. Hope is Gone
07. Breath of my Soul
08. A Dream`s Elegy
09. Seven Seas, Seven Winds
10. Ethereal Voices from the Forest
11. The World of Unknown
12. Hidden Conspiracy
13. Hope is Gone (Orchestral Version Bonus Track)

Julian

Velvet Viper News

VELVET VIPER veröffentlichen neue Single

Freut ihr euch schon auf VELVET VIPERs neues Album „The Pale Man Is Holding A Broken Heart“, das am 25. Oktober 2019 bei Massacre Records veröffentlicht wird?

Um die Wartezeit etwas zu verkürzen, hat die Band heute das offizielle Video zu ihrer neuen Single „One-Eyed Ruler“ veröffentlicht!

Das 4. Studioalbum der Heavy Metal Band um Jutta Weinhold und Holger Marx wurde von Tommy Newton in den Area 51 Studios produziert, gemischt und gemastert. Das Frontcover wurde von Manfred Smietana gestaltet.

Das neue VELVET VIPER Album „The Pale Man Is Holding A Broken Heart“ ist als CD Digipak, limitierte Gatefold Vinyl LP sowie digital als Download und Stream erhältlich.

SAINT DEAMON – Ghost

Band: Saint Deamon
Album: Ghost
Spielzeit: 71:27 min
Stilrichtung: Melodic Power Metal
Plattenfirma: Ram It Down Records
Veröffentlichung: 30.08.2019
Homepage: www.saintdeamon.se

Das ich DAS noch erleben darf!! 11 Jahre nach dem letzten Album „Pandeamonium“ kehren die Schweden von SAINT DEAMON endlich wieder zurück und erfüllen meine Forderungen in meinen alljährlichen Redaktionspost nach einem neuen Album. Dieses heißt „Ghost“ und bietet über 70 Minuten feinsten Melodic Power Metal Stoff auf den die Altfans, so wie ich, über ein Jahrzehnt warten mussten.
Die lange Wartezeit wird dann auch relativ schnell mit einer neuen Labelsuche, und veränderten Personal erklärt.
Mit Jarle Byberg wurde ein neuer Schlagzeuger nach langer Suche gefunden und auch die Labelsuche fand mit der Unterschrift beim deutschen Newcomer Ram It Down Records ihr Ende!
Gespannt startet ich den Opener „Captain Saint D“ der auch vorab schon als Videosingle veröffentlicht wurde. Ein geiler Schunkel Midtemposong erwartet uns hier der sofort in die Gehörgänge geht und durch die unterschiedlichen instrumentalen Wechsel noch schön abwechslungsreich ist. Ein mehr als überzeugender Einstieg.
Etwas zackiger gehen die Jungs dann beim anschließenden „Call my Name“ zur Sache, an Eingängigkeit lässt der Song aber nichts vermissen, so dass wir auch hier relativ schnell den Haken hinter machen könne.
Und apropos zackig, dieses trifft auch voll auf das anschließende „Return of the Deamons“ zu, hier fahren die Jungs ganz klar im musikalischen Fahrwasser des Debütalbums.
Der überlange Titeltrack „Ghost“ ist dann eine ganz besondere Perle des Genres vereint es doch zu 100% Epic, Melodic und Power Metal. Abwechslung und Eingängigkeit wird auch hier großgeschrieben und Sänger Jan Thore Greysted kann hier einmal mehr zeigen welch erstklassiger Sänger er ist! Geiler Track!
Der Mittelteil ist dann mit dem klassischen Melodic Metalsong „Limelight Dreams“, dem episch angelegten „Hell`s Calling“ und vor allem dem erneut überlangen „Land of Gold“ bestens ausgestattet.
Bei ganzen 14! Songs kommen wir jetzt erst so langsam in das letzte Plattenkapitel welches mit „Somewhere far Beyond“, „Journey through the Stars“ und „Break the Sky“ ebenfalls wieder bestens besetzt ist.
Nach über 70 Minuten Spielzeit geht dann ein Comebackalbum zu Ende zu dem man der Band nur gratulieren kann!

Anspieltipps:

„Captain Saint D“, „Return of the Deamons”, “Ghost”, “Land of Gold” und “Break the Sky”

Fazit :

Nicht nur ich dürfte vermutlich sehr gespannt auf das Comebackalbum von SAINT DEAMON gewartet haben und was soll ich sagen die Jungs haben definitiv nichts von ihrem Können verlernt!
Alle voran Sänger Jan Thore der einfach eine Bank ist und den Songs seinen Stempel aufdrückt.
Aber auch ansonsten ist hier alles im absolut grünen Bereich und die Band hat sich sogar vom Sound her weiterentwickelt und ist nicht mehr nur im Melodic Power Metal unterwegs, sondern baut ganz locker mal noch Epic und ein paar Symphonic Elemente mit ein so dass der neue Diskus immer wieder überrascht und schön abwechslungsreich ist!
Fanherz was willst du mehr??

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Captain Saint D
02. Call My Name
03. Return of the Deamons
04. Ghost
05. Limelight Dreams
06. Hell`s Calling
07. Earth is Alive
08. Land of Gold
09. Higher
10. Somewhere Far Beyond
11. The Exodus (Part II)
12. Journey Through the Stars
13. Break the Sky
14. Resurrection

Julian

TWILIGHT FORCE – Dawn of the Dragonstar

Band: Twillght Force
Album: Dawn of the Dragonstar
Spielzeit: 57:26 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 16.08.2019
Homepage: www.facebook.com/twilightforce

Es gibt Neues aus dem Hause der Epic Power Metaller von TWILIGHT FORCE! Mit „Dawn of the Dragonstar“ steht uns ein neues Album ins Haus und man hat auch Neues in Sachen Personal zu vermelden. Denn leider hat Fronter Christian Eriksson die Band verlassen und mit Alessandro Conti (Ex LC RHAPSODY) steht ein neuer Mann hinter dem Mikro.
Mal schauen wie der Junge seine Sache macht, aufgrund seiner bisherigen Leistungen dürfte er aber eigentlich perfekt zum Sound der Band passen.
Ich war sehr gespannt auf das neue Werk, war doch der Vorgänger „Heroes of Mighty Magic“ nicht soo gut bei mir weggekommen!
Als horchen wir flugs in den Opener und Titeltrack „Dawn of the Dragonstar“ rein. Dieses Mal gibt es kein schnödes Intro zu hören, sondern es geht direkt voll zur Sache.
Auch wenn ich ein Fan vom alten Sänger Christian war, ich muss sagen Alessandro macht seine Sache hier großartig und passt mit seinem Gesang, der stark in Richtung von Fabio Lione geht, vielleicht sogar noch einen Ticken besser zum Bombastsound der Band!
Der Song selbst ist ein flotter Midtempotrack der bestens als Opener geeignet ist und direkt zündet.
Nach dem etwas zu gewöhnlichen „Thundersword“ geht es dann direkt mit „Long Live the King“ und dem nächsten Hit weiter. Hier passt die Mischung aus Bombast/Power und Melodic Metal wieder zu 100 % und die Nummer setzt sich direkt in den Gehörgängen fest! Sehr schön bitte weiter so!
Und meine Bitte wird erhört, nach etwas Anlaufzeit bzw. Vorgeplänkel zündet dann auch „With the Light of a Thousand Suns“ und die anschließenden „Winds of Wisdom“ sowie „Queen of Eternity“ gehen auch direkt in die Gehörgänge, so muss das sein und ich bin absolut positiv begeistert vom bislang gehörten.
Ab geht es nun in den letzten Abschnitt der Scheibe in der Hoffnung das wir noch den ein oder anderen Hit zu hören bekommen.
Und auch hier werden wir wieder nicht enttäuscht, denn mit den beiden letzten Tracks „Night of the Winterlight“ und „Blade of Immortal Steel“ hat man zwei weitere absolute Hits im Gepäck die einen schon nach kurzer Zeit packen und nicht mehr los lassen!

Anspieltipps:

„Dawn of the Dragonstar“, „Long Live the King“, „Queen of Eternity“, „Night of the Winterlight“ und „Blade of Immortal Steel“.

Fazit :

Ja wunderbar! Gott sei Dank besinnen sich die Jungs von TWILIGHT FORCE nach ihrem letzten Ausrutscheralbum wieder. Dort war alles eine Spur zu viel und zu sehr auf Kitsch getrimmt!
Hier ist man nun endlich wieder etwas ernster bei der Sache, hat mit dem neuen Fronter Alessandro genau den Richtigen an der Position und einige starke Hits im Gepäck.
So dürfte man bestimmt wieder viele Fans zurückgewinnen und die selbigen absolut zufrieden stellen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Dawn of the Dragonstar
02. Thundersword
03. Long Live the King
04. With the Light of a Thousand Suns
05. Winds of Wisdom
06. Queen of Eternity
07. Valley of the Vale
08. Hydra
09. Night of the Winterlight
10. Blade of Immortal Steel

Julian

TONY MILLS – Beyond the Law

Band: Tony Mills
Album: Beyond The Law
Spielzeit: 42.01 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Battlegod
Veröffentlichung: 21.06.2019
Homepage: www.tonymills-official.com

Tony Mills – Beyond the Law
Wenn die Promoter ein neues TONY MILLS Solowerk in Aussicht stellen, kann man sicher sein, dass demnächst wieder ordentlicher AOR Stoff mit Ecken und Kanten im CD-Player steckt. Nicht anders war es bei seinem aktuellen Werk „ Beyond The Law“. Der charismatische Sänger konnte nicht nur bei seinen Bands SHY und TNT mit seiner unverwechselbaren Stimme überzeugen, auch seine Solowerke haben alle gehobene Qualität. Das liegt nicht zuletzt an der Tatsache, dass Mills klare Vorstellungen hat, mit wem er gerne auf seiner sechsten Soloproduktion zusammenarbeiten möchte.
Diesmal als Co – Komponist mit an Bord ist der umtriebige Tommy Denander (u. a. Alice Cooper) der ein unglaubliches Gespür für zündende Melodien hat. Was dieser Mann alleine in letzter Zeit an hochkarätiger Musik für verschiedenste Bands produziert hat, ist schon großes Kino. Auch Peter Newdeck (MIDNIGHT CITY) und Patrick McKenna (SHY) stellen sich in den Dienst der Sache um einen würdigen Nachfolger des „Streets Of Changes“Album zu erarbeiten.
„Beyond The Law“ ist als Konzeptalbum angelegt, die Songs behandeln Geschichten aus den 1930er Jahren Amerikas. Stilistisch ist alles TONY MILLS, auch wenn „Bonnies Farewell“ mit Saxofon unterlegt wird, das musikalische Grundgerüst ist AOR mit ordentlich rockendem Gitarrenanteil.
Zeitloser Melodic Rock, mal treibend, wie in „Code of Silence“ und „Gunfire“, mal in schöne Midtemponummern wie“ Running Guns“ oder „The Westside“verpackt, aber auch dezent und getragen, alles wird zusammengehalten durch TONY MILLS immer noch kraftvolle Stimme, die allemal eine größere Bühne verdient hätte, als er sie mit diesem Album erreichen wird.
Diese zehn Stück beenden leider, so die offizielle Ankündigung, eine 40-jährige Karriere aus gesundheitlichen Gründen und eins ist sicher, TONY MILLS wird fehlen, zumindest allen, die auf gut gemachten, abwechslungsreichen Melodic Rock stehen.

WERTUNG:

 

 

Lineup:
Tony Mills – Vocals
Tommy Denander – Guitars, Keyboards
Linda Mills – Bass
Patrick McKenna – Keyboards
Pete Newdeck – Drums

Trackliste:

01. Beyond the Law
02. The West Side
03. Running Guns
04. We Sold Your City
05. Black Sedan
06. F.B.I.
07. Crackin’ Foxy
08. Code of Silence
09. Bonnie’s Farewell
10. Gunfire

Link zu : Beyond The Law :

Rüdiger König