KING KING mit BLÄCK TRAIN am 22.03.2026 im VAZ Burglengenfeld

KING KING machten mit BLÄCK TRAIN am 22.03.2026 im VAZ Burglengenfeld halt. Die Schotten um den charismatischen Sänger / Gitarristen Alan Nimmo touren gerade durch Europa und spielten auch im kleinen Burglengenfeld bei Regensburg, um die Bühne zum Wackeln zu bringen. Als Vorband war BLÄCK TRAIN dabei.

BLÄCK TRAIN existiert seit 2016, wo genau die Band her stammt konnte ich nicht in Erfahrung bringen, der gesprochene bayerische Dialekt hörte sich nach Grengebiet irgendwo zwischen Oberpfalz, Ober- und Niederbayern an. Die Bandmitglieder bestehen aus Markus Henschel am Mikro und Gitarre, Stefan Ott an Gitarre, Bat Koller an Bass und Alex Schmid an den Drums. Von der Mucke her gab es Classic-, Blues- und Heavy-Rock bis in den Metal aus den 70er und 80er Jahre. BLÄCK TRAIN spielen bekanntere sowie unbekanntere Coversongs von STATUS QUO, RORY GALLAGHER über DEEP PURPLE, BLACK SABBATH bis hin zu JUDAS PRIEST und ACCEPT. Auf der Bühne gaben die Musiker eine anständige Figur ab und spielten sich durch ihren Set. Vom Gesang bis zur Instrumentierung war alles in Ordnung, der Sound war auch druckvoll und hatte Biss. Der Gig fand sein Highlight beim ACCEPT Dauerbrenner „Princess Of The Dawn“, ansonsten gab es anständig gespielte Cover aus den 1970ern bis in die 1980er.

www.facebook.com/groups/BläckTrain

Nach der Umbauphase kam es dann zum Rendezvous zwischen KING KING und meiner Wenigkeit, ich besitze das 2017er Album „Exil & Grace“ der Band und wollte mir die Jungs schon lange Live ansehen. Die Truppe besteht momentan aus dem Frontmann und Gitarristen Alan Nimmo, seinem Bruder Stevie Nimmo an der zweiten Gitarre, Keyboarder Jonny Dyke, Bassist Zander Greenshields und Drummer John Lodge. Über Alan kann man nur eins aussagen, ein begnadeter Sänger und Gitarrist, seine Stimme war an dem Abend in Topform und an der Gitarre war Alan eine Bank. Seine Bühnenpräsenz ist als gigantisch zu bezeichnen und erinnert nicht nur durch die Statur an JOE COCKER. Alan besitzt das gleiche Charisma wie JOE COCKER, ohne dass dabei der Rest der Band zu kurz kommt. Sein Bruder Stevie ist ihm an der Gitarre ebenbürtig und beide sorgten mit ihrer Riffarbeit für die richtige Härte. Von den Tasten waren es Orgeln und eine Hammond von den Beiden, mit denen ein wunderbar warmer Klangteppich erzeugt wurde und mit den Gitarren eine gleichberechtigte Partnerschaft bildeten. Der Bass konnte sich sehr gut behaupten und sorgte mit den Drums lautstark für den richtigen Takt. Der Sound war Bombe und gab keinen Anlass auch nur eines kritischen Punktes, der haute rein wie Sau. Der Gig bestand nur aus Highlights, aber der Oberhammer war als die beiden Nimmo Brüder ein kleines gleichzeitiges Doppelsolo an ihren Gitarren zelebrierten. Die Songauswahl umfasste von den bis jetzt fünf veröffentlichten Studioalben vier, „Exil & Grace“ kam leider nicht zum Zug, dennoch war die Songauswahl sehr gut gewählt und man bekam einen sehr guten Überblick von dem Schaffen der Schotten. An dem Abend erklärte sich auch die Auszeichnungen die KING KING abgeräumen konnten, besser geht Heavy Blues Rock einfach nicht. Man muss neidlos anerkennen das KING KING zu den Momentan besten Bands auf dem Planeten zählen, und dies voll und ganz verdient. Um KING KING sowie die KRIS BARRAS BAND kommt man zurzeit nicht vorbei, wenn es um die besten Bands im Heavy Blues- und Hard-Rock geht. Beide sind auf ihren Alben und auch Live derart stark aufgestellt das man sich um die Zukunft der Harten Töne auf der Insel im Ärmelkanal keine Sorgen machen muss. Wer meinen Worten nicht glaubt, einfach mal reinhören und Live ansehen, es könnte eine fette Überraschung sein und Liebe auf den ersten Takt werden.

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Setlist KING KING

More Than I Can Take
Let Love In
Waking Up
Strong
Lose Control
A Long History Of Love
Hurricane
Lay With Me
Your Stopped The Rain
Whatever It Takes To Survive
I Will Not Fall
When My Winter Comes
Stranger To Love

Text & Bilder: Balle

AIRBOURNE mit ASOMVEL am 03.02.2026 in der Tonhalle, München

Die vier australischen Krawall-Rocker von AIRBOURNE waren im Zuge ihrer Gutsy Tour am 03. Februar in der Tonhalle in München. Wer die Alben der vier kennt weiß genau was auf das Publikum zukam. Die Vollbedienung in Sachen Riff-Rock der Extraklasse. Die Tonhalle war an dem Abend ausverkauft. Zur Unterstützung waren die Briten von ASOMVEL dabei.

ASOMWEL starteten mit viel Getöse in den Abend. Der Stil der Briten befindet sich irgendwo zwischen Heavy Rock N Roll und Heavy Metal, sogenau lässt sich das nicht wirklich differenzieren. In der Setlist befanden sich zwei Heavy Metal Songs, der Rest bewegte sich im sehr harten Rock N Roll. Die Stimme des Sängers klingt einfach nur fertiger als fertig und könnte selbst Lemmy ohne große Schwierigkeiten Konkurrenz machen. Genau wie der Sound der Band, der sich sehr Nahe bei MOTÖRHEAD befindet. Ich hörte mehrere Stimmen die wie ich meinten sich auf einem MOTÖRHEAD Konzert zu befinden. Die beiden Gitarristen sorgten für eine Heavy Stimmung, der Bass kam auch sehr gut durch und an den Drums saß ein Tier. Das Klangbild wirkte rund und dynamisch, in den ca. 45 Minuten Spielzeit wurde die Bühne von allen gut ausgenutzt. Wenn man ehrlich ist können es Phil Campell und seine Gang noch um mehrere Stücke besser.

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Während der Umbauphase begegnete mir Teddy McRocket, Gitarrist der Band HEADSTONE und man sprach über deren letzten Gig und was den Zuschauer bei AIRBOURNE erwartet. Meine eigenen Erwartungen wurden bei weitem übertroffen. Bei mir war es das erste aufeinander Treffen mit den Australiern, ich habe vorher schon einige Konzerte auf DVD gesehen, aber Live dabei zu sein ist doch eine ganz andere Nummer. Joel O’Keeffe bot eine gigantische Show, so wie man es auch auf den Konzert-Videos sehen konnte. Bestens bei Stimme und eine Bank an der Gitarre ackerte er sich durch das Set. Der zweite Gitarrist war genauso gut drauf, der Bass war den gesamten Gig über voll an der Front vorhanden und der Drummer spielten den gewaltigen Arschaufreißer und ließ seine Sticks mit roher Brutalität fliegen. Hier und da legte Joel kurze Pausen ein um mit dem Publikum zu interagieren oder einfach nur Ansagen zu machen. Wer in den ersten fünf Reihen stand bekam jede Menge Schweiß von Joel ab, der schwitzte wie in der Sauna und so wie er seinen Kopf wirbeln ließ erwischte es so einige Zuschauer. Das Stageacting war wie man sich das von AIRBOURNE vorstellt, mit jeder Menge Bewegung und Lauferei von Bühnenmitte zur Seite oder einer Seite auf die andere. Der Klang war überragend und gab keinen Grund zum Meckern. Die Setlist ließ nichts vermissen und umspannte die bisherigen Alben plus Neuheit. Wenn ich nicht ROBERT TEPPER und THE DEAD DAISIES Live gesehen hätte wären AIRBOURNE mit D-A-D heiße Anwärter für die Spitze, so bleibt ein sehr guter, geteilter dritter Platz in meinem Ranking der besten Konzerte, besser geht es fast nicht mehr. Einziger minimaler Kritikpunkt ist die für AIRBOURNE einfach viel zu kleine Bühne in der Tonhalle.

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Setlist AIRBOURNE

Gutsy
Fat City
Cradle To The Grave
Hungry
Back In The Game
Raise The Flag
Cheap Wine & Cheaper Woman
Alive After Death
No Was But The Hard Way
Too Much Too Young Too Fast
Live It Up
Breakin‘ Outta Hell
Ready To Rock
Runnin‘ Wild

Text: Balle / Bilder: Fonse Demmelhuber

SALTATIO LOVERZ mit BAD MORTIS am 07.11.2025 im Zenith in München

Am 07.11.2025 waren BAD MORTIS oder auch SALTATIO LOVERZ während der Weltenwanderer Tour von SALTATIO MORTIS zu Gast im Zenith in München. Im Gepäck gab es reichlich Klassiker von BAD MORTIS und einen Strauß Hits von SALTATIO LOVERZ.

BAD MORTIS starteten mit einer gehörigen Portion guter Laune und heizten das Publikum für den Hauptact an. Wem die Typen auf der Bühne bekannt vorkamen irrte sich nicht, denn es ist kein offenes Geheimnis das es sich um ein Nebenprojekt der Hauptband handelt. Die Band versuchte mit holländisch ihre Identitäten zu verbergen, dies gelang nur mittelmäßig, bei einem Mitglied kam mehr Kölsch als holländisch raus. Mit einem mächtigen Sound im Gebälk wurde Hard geGlam Rockt wie Sau. Das Set umfasste einige Songs ihres Greatest Hits Albums das kürzlich veröffentlicht wurde. Und wie soll es anders sein, Instrumente wie die Drehleier oder Dudelsäckle passen selbst zu der Art Songs. Es wurden u.a. Songs wie „The Look“ von ROXETTE, „Livin‘ On A Prayer“ von BON JOVI, „Take On Me“ von AHA und „Major Tom“ von PETER SCHILLING gespielt. Alle Titel bis auf „Major Tom“, dass sich am Anfang anhörte wie „Der Mussolini“ war dann doch to much, der hätte nicht sein müssen. Ansonsten ein anständiger Gig von Profis die schon sehr lange auf den Brettern der Welt unterwegs sind.

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Nach der Pause kam der epische Auftritt von SALTATIO LOVERZ, mit tiefrotem Licht und zwei Fackelträgern mit Mönchskutten ging die Show los. Der Abend stand ganz im Motto der neuen Best Of von SALTATIO MORTIS und ihrer langen Karriere. Alea war wie schon vorher sehr gut bei Stimme und zeigte sich fehlerlos und ohne Berührungsängste gegenüber dem Publikum. Mit viel Charme sang er sich durch das Set und war auf der Bühne sehr aktiv unterwegs ohne den Verteidiger des Mikrofonständers zu spielen. Die Leute an den Instrumenten machten auch alles Richtig, selbst Drehleier und Dudelsack hörten sich stark an. Der Einzige der nicht auf der Bühne rum rannte war der Drummer der auf seinem Hocker eine spektakuläre Show lieferte. Ein Konzert von SALTATIO MORTIZ hat etwas Extravagantes und Magisches das sich nicht so leicht beschreiben lässt. Entweder liegt es an der Band selber, dem Stil, den Songs oder einfach am Zusammenspiel aller Eigenschaften – ein Konzert mit dieser Band ist ein Spektakel und immer Wert anzusehen. Die Songs wurden gut gewählt und ließen keine Wünsche offen. Der Sound krachte und böllerte alles weg was an den Membranen vorbeiflog. Hätte SALTATIO MORTIS etwas besser machen können? Nein auf keinen Fall, das Konzert war der Burner, Schluss, Aus und Fertig.

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Setlist SALTATIO LOVERZ

Finsterwacht
Wo sind die Clowns
Taugenichts
Loki
Schwarzer Strand
Nachts weinen die Soldaten
Feuer und Erz
Heimdall
Odins Raben
My Mother Told Me / Valhalla Calling
We Might Be Giants
Der Himmel muss warten
Mittelalter
Rattenfänger
Dessous le pont de Nantes
Prometheus
Uns gehört die Welt
Vogelfrei
Keine Regeln
Für immer jung
Große Träume
Spielmansschwur

Text und Bilder: Balle

H.E.A.T. mit FORMOSA und MIDNIGHT DANGER am 22.10.2025 im Backstage in München

Am 22.10.2025 kamen die schwedischen Superrocker von H.E.A.T. erneut nach München und feierten im Backstage eine coole Party. Zur Unterstützung waren MIDNIGHT DANGER aus Schweden und die Ruhrpottler von FORMOSA dabei.

Den Anfang machte das Duo von MIDNIGHT DANGER, eingeleitet von einem gesprochenen Intro und dezenten Synthi Klängen kamen zwei Typen auf die dunkle Bühne. Die Lichtverhältnisse waren nicht die Besten, allerdings wirkten so die eingesetzten Neonfarben im dunkeln und Schwarzlicht am effektivsten. Während des ersten Songs dachte ich mir noch, dass es sich um ein Instrumental Intro für weitere Musiker die danach auf die Bühne kommen. Aber weit gefehlt, bei MIDNIGHT DANGER handelt es sich um Duo, einen Gitarristen und Keyboarder sowie einen Schlagzeuger. Der Gitarrist stand abwechselnd entweder hinter dem Tasteninstrument oder mit Gitarre auf der Bühne, während er Gitarre spielte kamen die Synthi Klänge vom Band und umgekehrt, der Drummer haute in ein Elektro Drumset. Dieser Umstand hinterlässt einen faden Beigeschmack, der sich darin äußerte ob nicht alles vom Band kam, ich kann es nicht beurteilen, mich beschleicht nur ein Gefühl des Verdachtes. Der Stil ist da schon spezieller, geboten wurde ein bunter Strauß Blumen aus Electonic Gedöns, mit künstlicher als künstlichen E-Drums mit vielen Synthi Einlagen mit E-Gitarren Begleitung. Das Ganze erinnert an Instumental Poppansen wie HAROLD FALTERMEYER, JAN HAMMER, JEAN-MICHEL JARRE, VANGELIS und dem typischen Sound von MICHAEL CRETU in die Gegenwart teleportiert. Wobei man sagen muss das das sehr hoch gesetzte Niveau der erwähnten nicht mal ansatzweise oder am Rande tangiert von MIDNIGHT DANGER erreicht wurde. Nicht nur ich hatte mehrere Fragezeichen in den Ohren, mit einem sehr faden Geschmack ging der Gig zu ende.

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Dann kamen die Ruhrpotties von FORMOSA auf die Bühne, ich habe FORMOSA 2022 mal Live mit KISSING DYNAMITE gesehen. Damals dachte ich mir was ist das für ein Kindergarten auf der Bühne und wusste nicht wie ich die Jungs einschätzen sollte. Mir kam damals der ganze Auftritt too much vor, alles überspannt und überzogen als wie, wenn die Band nicht wüsste wo die Reise hingehen soll. Mit einem demensprechenden mulmigen Gefühl in der Magengegend dachte ich mir, man sollte jedem eine zweite Chance geben und ich hielt durch und sah mir die Band ein zweites Mal an. Und siehe da, sie können auch anders, dieses Mal war die ganze Chose nicht so überzogen und die Jünglinge kamen bei weitem sympathischer rüber als 2022. Auch musikalisch machte die Band einen Quantensprung nach vorne und entschädigte mich für das laue Lüftchen MIDNIGHT DANGER. Souverän spielten sich FORMOSA durch ihr Set und konnten mich an diesem Abend mit ihrem Hard Rock überzeugen. Ich bin sogar so überzeugt das ich mir die Kombo nochmal ansehen werde, wenn sie in meiner Nähe auftreten. Beide Daumen hoch für die Darbietung und das nette Gespräch am Merchstand.

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Nach der Umbauphase kamen endlich die schwedischen Sunnyboys, die schon seit einer gefühlten Ewigkeit mit einem sehr hohen Maß an Qualität im Biz rumspuken. Bei H.E.A.T. und mir war es der zweite Tanz den wir an dem Abend absolvierten, ich habe H.E.A.T. auf ihrer Co-Headliner Tour mit ECLIPSE 2023 schon Live sehen können und war überrascht wie stark die Schweden sind. Mit einer riesigen Anzahl an Hits aus ihren verdammt starken 8,5 Alben können sie Blind zugreifen und landen einen Volltreffer. Die Qualität auf den Alben ist erschreckend hoch, dass selbe gilt auch Live auf der Bühne. Kenny ist zwar ein Poser und Showman, hat dabei aber auch die Stimme um den großen Macker auf der Bühne zu geben. Der Rest der Band war in einer Top-Form und waren alles andere als Raumverteidiger um den eigenen Mikrofonständer, Dave und Jimmy bewegten sich über die ganze Bühne. Kenny ist hyperaktiv unterwegs wie ein Eichhörnchen auf XTC und ist nicht zu bremsen. Stimmlich gibt es bei Kenny keinen Grund zum Meckern, dies trifft auf die gesamte Band zu, H.E.A.T. lieferten erneut auf einem Level ab an das viele andere selbst in 1000 Jahren nicht ran schmecken können, auch wenn sie diese Zeitspanne Zeit hätten. Die Songauswahl kann als ideal bezeichnet werden, wer H.E.A.T. noch nicht Live gesehen hat, unbedingt bei Gelegenheit nachholen, ich selber habe bis jetzt erst zwei Konzerte gesehen die noch zwei Stufen höher waren, ROBERT TEPPER und THE DEAD DAISIES sind bis jetzt das Optimum. Obwohl sich H.E.A.T. in Schlagweite befinden und noch zu den Beiden aufschließen können. Mit FORMOSA in der derzeitigen Form als Vorband und die reiche Anzahl an Hits haben H.E.A.T. die Bühne abgefackelt und ein gewaltiges Fass bei ausverkaufter Hütte aufgemacht.

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H.E.A.T. Setlist

Disaster
Rock Your Body
Dangerous Ground
Hollywood
Rise
Nationwide
Losing Game
Cry
Beg Beg Beg
Back To The Rhythm
Running To You
Living On The Run
1000 Miles
One By One
A Shot At Redemption

Text und Bilder: Balle

FEUERSCHWANZ und LORDS OF THE LOST auf ihrer Lords Of Fyre Tour am 17.10.2025 im Zenith in München

Nachdem ich das aktuelle Album „Knightsclub“ von FEUERSCHWANZ reviewt hatte, dachte ich mir eine Live Show der fränkischen Haudrauf Truppe könnte durchaus interessant sein. Und ich stellte mir die Frage ob es die Band schafft den Charme und die Magie des Albums auf die Bühne zu bringen. Am 17.10.2025 waren FEUERSCHWANZ und LORDS OF THE LOST im Zuge ihrer „Lords Of Fyre“ Co-Headliner Tour im Zenith in München zu Gast. Diesen Anlass ließ ich mir nicht nehmen und nahm die Gelegenheit wahr um mir beide Bands in Action anzusehen. Leider kam ich verkehrsbedingt ein paar Minuten zu Spät am Zenith an das ich keine Fotos mehr von LORDS OF THE LOST machen konnte, weil das Zeitfenster für Fotografen geschlossen war.

Als ich ankam waren die LORDS OF THE LOST schon warm gespielt und das sehr volle Zenith war bei bester Stimmung. Um ehrlich zu sein kannte ich die Band erst seitdem sie beim ESC Vorentscheid mitwirkten, vorher waren mir LORDS OF THE LOST nicht bekannt. Als ich sie im TV sah war ich zwiegespalten, auf der einen Seite sahen die Bühnenkostüme aus als ob sie aus einem Domina Studio ausgebrochen wären, auf der anderen Seite dachte ich mir das die Mucke nicht mal schlecht wäre und die Band mit Chris Harms einen Sänger mit Sau guter Stimme hat. Irgendwie bin ich noch nicht dazu gekommen mir das gesamte Schaffen von LORDS OF THE LOST anzuhören, aber was ich da Live gesehen und gehört habe spricht eigentlich nur die Sprache unbedingt mal die Alben durch zu hören. Ohne große Spielerein rockten sich die Jungs durch ihr Set und boten Heavy Dark Rock der feinsten Sorte. Chris war sehr gut bei Stimme und die Gitarren machten Dampf ohne Ende. Der Rest der Band war genauso gut drauf wie auch das Publikum. Mich als THE SISTERS OF MERCY Hörer konnten LORDS OF THE LOST Live überzeugen und dazu animieren die Songs der Band mal genauer unter die Lupe zu nehmen.

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Setlist LORDS OF THE LOST

Moonstruck
I Will Die In It
Damage
Drag Me To Hell
Small Town Boy
Destruction Manual
Die Tomorrow
Blood For Blood
La Bomba
Children Of The Damned
Loreley
The Curtain Falls
Bazaar Bizarre
Six Feet Underground
Light Can Only Shine In The Dark
Cha Cha Cha
Schrei nach Liebe
Blood & Glitter

Nach der Umbauphase traffen zwei bayrische Giganten aufeinander, und das waren erstens die fränkische Truppe von FEUERSCHWANZ und zweitens meine Wenigkeit, ob ich nun so ein Gigant bin sei dahingestellt aber trotzdem kam es zum Date. Die Mädels und Jungens von FEUERSCHWANZ machen mit ihren Walküren-, Babaren-, Wikinger-, Ritter-, Magier- und Mad Max-Kostümen was her, üben so eine gewisse Faszination und Effekt auf die Bühnenpräsenz der Band aus. Dabei ist es egal ob man die Musiker oder die beiden Nebendarstellerinnen ansah, man wurde unweigerlich an Serien wie Vikings oder Historien- sowie Ritter-Filme erinnert. Wie ich schon in meiner Rezi zu „Knightsclub“ bemerkte passen die klassischen Instrumente wie Geige, Flöte und Dudelsack sehr gut zum Folk Metal von FEUERSCHWANZ. Beide Sänger bewiesen das sie Live genauso wie auf Konserve überzeugende Leistungen bringen können. An den Instrumenten wurde auch geklotzt und nicht gekleckert, der Sound war druckvoll und hatte Dampf, obwohl das Zenith nicht dafür bekannt ist eine gute Akustik zu besitzen. Die Gitarre erzeugte mächtige Riffgewitter, der Bass konnte sich sehr gut behaupten und die Drums trieben alles vor sich her. So entwickelte die Band eine beeindruckende Soundkulisse die es in sich hatte. Egal wie man zu Folk Metal steht muss man neidlos anerkennen das FEUERSCHWANZ eine geile Show spielten und jeder im Publikum glücklich den Heimweg angetreten sein sollte. Der Einsatz von Pyro-Technik und Flammenwerfern bei den Tänzerinnen hat auch einen positiven Effekt auf die Show. Ich war während der Show überrascht wie cool Folk Metal Live auf der Bühne wirkt und war bestimmt nicht das letzte Mal bei einem FEUERSCHWANZ Gig.

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Setlist FEUERSCHWANZ

SGFRD Dragonslayer
Memento Mori
Untot im Drachenboot
Bastard von Asgard
Knightsclub
Ultima Nocte
Schubsetanz
Kampfzwerg
Berzerkermode
Sam The Brave
Uruk-Hai
Dragostea din tei
Die Hörner hoch
Valhalla
Das elfte Gebot
Lords Of Fyre

Text und Bilder: Balle

H.E.A.T. auf ihrer „Welcome To The Future“ Tour in München

H.E.A.T., das schwedische Kraftpaket, das 80er-Jahre-Hardrock in die Gegenwart bringt, legt mit seinem achten Studioalbum „Welcome To The Future“, das im April 2025 über earMUSIC erscheint, die Messlatte noch höher.

Angetrieben vom mitreißenden Gesang von Kenny Leckremo und der für die Band typischen Mischung aus melodischen Hooks und moderner Power markiert dieses Album einen neuen Höhepunkt in ihrer ohnehin schon explosiven Diskografie.

H.E.A.T. kommen im Zuge ihrer „Welcome To The Future“ Tour am 22.10.2025 nach München ins Backstage um die Bühne abzufackeln.

Die Lead-Singles „Disaster“, „Running To You“ und „Bad Time For Love“ wurden von Fans und Kritikern gleichermaßen begeistert aufgenommen.

In den Charts machte „Welcome To The Future“ beeindruckende Fortschritte und sicherte sich Spitzenpositionen in den iTunes Rock & Metal-Charts in mehreren Ländern: Platz 1 in Italien, Platz 2 in den Niederlanden, Finnland und der Schweiz, Platz 3 in Deutschland und Großbritannien, Platz 4 in Österreich und Belgien, Platz 5 in Australien und Platz 7 in Frankreich.

Die Rockradios haben die neue Ära mit offenen Armen empfangen: „Disaster“ und „Running To You“ wurden in die Top-Listen aufgenommen, darunter bei Planet Rock (UK), und in ganz Europa spielen H.E.A.T. regelmäßig.

Nach einer erfolgreichen Tour durch Lateinamerika zeigen H.E.A.T. keine Anzeichen, langsamer zu werden. Im Mai drehen sie in Madrid ein Live-Musikvideo, bevor sie wieder auf Tour gehen – dieses Mal für eine spannende Tour durch Europa und Japan im Sommer und Herbst 2025. Freut euch auf neue Hymnen, klassische Hits und eine Bühnenpräsenz, die Ersthörer zu lebenslangen Fans macht.

Mit „Welcome To The Future“ bekennen H.E.A.T. nicht nur ihre Wurzeln – sie beweisen auch, dass Hardrock immer noch etwas zu sagen hat. Und sie sagen es lauter, stolzer und elektrisierender als je zuvor.

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RUSS BALLARD am 01.05.2025 in der Muffathalle in München

RUSS BALLARD veröffentlichte für kurzem sein neues Album „Songs From The Warhouse“ als Doppel-Decker mit „The Hits Rewired“, aus diesem Anlass befindet sich RUSS BALLARD auf Tour. Die zahlreichen Hit die aus seiner Feder stammen kann man fast nicht aufzuzählen da diese den Rahmen eines Berichtes sprengen würden aber es sind so einige. Als Unterstützung war MICHAEL VOSS und VAN DE FORST dabei die den Abend eröffneten. Ich ließ mir diesen Live Abend nicht entgehen, da Mr. BALLARD im November seinen 80sten Geburtstag feiern darf und niemand wissen kann ob es ihm in der Zukunft noch möglich sein wird eine Tour zu machen. Und da er zahlreiche Hits und das Alter hat kann er beruhigt und mit stolz auf eine erfolgreiche Karriere seit ende der 60er Jahre zurück blicken.

MICHAEL VOSS und VAN DE FORST eröffneten mit ihrer Akustik Darbietung den Abend. MICHAEL VOSS ist bei weitem kein unbeschriebenes Blatt in der deutschen Musikszene, führte er die anfänglich als Metal Band in den frühen 1980ern gestarteten MAD MAX an und veröffentlichte einige großartige Alben mit MAD MAX. Es folgten dann in den 1990ern noch die Melodic Rock Truppen CASANOVA und DEMON DRIVE und nicht zuvergessen das reine Spaßprojekt HELTER SKELTER, WOLFPAKK, PHANTOM V, Solo Ausflüge und seine zahlreichen Gastauftritte bei Bands und Künstlern sowie seine sehr gute Arbeit als Produzent. Diese Vita spricht für Qualität und ein schier unerschöpfliches Repertoire an Songs, die sich während einer ebenfalls erfolgreiche Karriere angesammelt haben, zugegriffen werden kann. Und genau dieser Herr VOSS eröffnete mit VAN DE FORST den Abend für RUSS BALLARD. Durch den Einsatz von nur zwei Musikern die nur mit Akustikgitarre bewaffnet waren bewegte sich das Set dementsprechend eher im ruhigen Fahrwasser. Da ich MICHAEL schon mal Live mit CLAUS LESSMANN gesehen habe bei dem die Beiden auch die Akustikschiene fuhren und dabei eine verdammt gute Figur abgaben, kann man das in etwa vergleichen nur mit anderen Songs. Das Set der Beiden kam auch bei den Zuschauern gut an, wer natürlich auf Mucke mit E-Gitarren in allen Lagen steht sollte sich vorher mal erkundigen damit keine Enttäuschung droht. Leider viel zu schnell war das Set von einer handvoll Songs durch und MICHAEL und VAN räumten die Bühne für den Hauptakteur RUSS BALLARD.

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Da ich RUSS BALLARD vor ca. 1,5 Jahren schon in der Muffathalle gesehen habe wusste ich in etwa wie sein Live Set aussehen könnte, und genauso wie ich mir vorgestellt habe viel es auch aus. RUSS spielte einen groben Querschnitt seiner langen Karriere und ein paar Songs vom neuen Album. Wie damals auch schon interagierte RUSS mit dem Publikum und gab an wann er etwa die wichtigsten Songs für wen geschrieben hat. Der eine mag jetzt behaupten das es zu viel gewesen sei einem anderen gefiel es und das Publikum störte es nicht. Natürlich kamen auch so Gassenhauer wie „New York Groove“, „Dream On“, „On The Rebound“, „The Fire Still Burns“, „A Woman Like You“, „I Can’t Hear You No More“ und „Since You*ve Been Gone“ dran. Ich persönlich vermisste noch „Voices“, „I Know There’s Something Going On“ und „Searching“, die damals in den 80ern in den Discos auf Dauerrotation liefen. Trotz der fehlenden Songs bot RUSS eine Show auf gewohnt hohem BALLARD Niveau. An der Gitarre war und ist RUSS und wird es immer bleiben eine Wand aus Stahlbeton die sich durch nichts beeinflussen lässt. Einzig an der Stimme merkt man RUSS sein Alter langsam an, in den tiefen Lagen hat er immer noch Kraft und überzeugt, allerdings bei den hoheren Tönen merkt man ihm an das er keine 40 mehr ist. Dieser kleine Fehler störte aber nicht im geringsten, weil man Teil einer Show eines Stars der keine Allüren hat oder Berührungsängste besitzt war. Man merkte RUSS auch an das er sehr gerne nach Deutschland kommt um hier Live für eine gute Show zu sorgen, ich gehe sogar vorsichtig so weit das er als RUSS BALLARD in Deutschland erfolgreicher war als in seiner britischen Heimat. Ich habe in meinem Review zum neuen BALLARD Album bemerkt das sich das Schlagzeug nach Computer anhört, auf der Bühne befand sich ein Drummer und die neuen Songs kamen Live irgendwie besser zur Geltung als auf dem Album. Vielleicht ist das dem Umstand des Live Feelings zu verdanken oder der Einsatz eines echt klingenden Schlagzeugs. Die Setlist kann als perfekt bezeichnet werden, bei mir mit ein paar kleinen Lücken aber sonst gab es nichts zu beanstanden. Die Band besteht aus Roly Jones an der Gitarre, Marc Rapson an den Tasten, PJ Phillips am Bass und dem Drummer John Miller. Alle Musiker waren sehr gut drauf und leistete sich keine Schnitzer. Wer RUSS noch nie Live gesehen hat sollte dies bei der nächsten Gelegenheit unbedingt nachholen, den RUSS gehört zu den besten und talentiertesten Musikern der letzten 50 Jahre, allein die Anzahl der Hits die er für andere geschrieben hat zeigen deutlich die Genialität von RUSS BALLARD und wenn er mal in den Ruhestand geht wird er verdammt großes schwarzes Loch hinterlassen das nicht zu füllen sein wird. Es kam sogar noch kein geringerer als ROBERT HART auf die Bühne um mit RUSS eine Party zu feiern, ROBERT besitzt auch noch eine begnadete Stimme die ich bei Rock Meets Classic letztes Jahr länger genießen durfte wo auch RUSS ein Teil der Show war.

www.facebook.com/RussBallardMusicOfficial

Setlist

It’s Only Money
New York Groove
Playing With Fire
Dream On
In The Night
Resurrection
On The Rebound
The Fire Still Burns
Courageous
Liar
A Woman Like You
No More The Fool
Hold Your Head Up
Since You Been Gone
Voices
Two Silhouettes
I Can’t Hear You No More
God Gae Rock And Roll To You

Text und Bilder: Balle

JOE BONAMASSA am 30.04.205 in der Olympiahalle in München

Der gegenwärtige Blues Rock Superstar JOE BONAMASSA war am 30.05.2025 Live in der Münchner Olympiahalle zu sehen. Unterstützt wurde er vom Gitarristen Josh Smith, Bassisten Calvin Turner, Drummer Lamar Carter, Keyboarder Reese Wynans und den beiden Backroundsängerinen Jade McCray und Danielle De Andrea. Als das Konzert begann kam JOE nach allen anderen im Dämmerlicht auf die Bühne und schickte kurz einen Gruß in die Zuschauer. Nach dem Gruß legte er sofort los und verbreitete eine sehr gute Stimmung unter dem Publikum. Er wirkte nicht wie der Superstar unter den Blues Rockern, sondern eher wie der freundliche Musiker von nebenan der zu einer Jamsession vorbei schaute. Über das können mit seiner Stimme oder an der Gitarre gibt es rein nichts zu meckern. JOE war sehr gut bei Stimme und an der Gitarre macht ihm so schnell keiner etwas vor. In seinem schwarzen Anzug sah JOE aus wie ein Schuljunge aus der letzten Bank bei seiner Firmung, aber wehe man gibt ihm ein Mikro und Gitarre in die Hand. Dann erwacht der Dämon in ihm und er zeigt was er drauf hat ohne dabei den großen Macker raus hängen zu lassen. Die Stimme klingt zart und sanft, das Riffing sitzt und zündet sofort im Ohr. Egal welche Gitarre JOE gerade nutzte Gibson Les Pauls, EG oder ES, Fender Stratocaster oder Telecaster kein Griff ging daneben. Der Mann hat einfach Gold in den Fingern. Ich habe im Vorfeld ein wenig das Internet durchforstet und nicht nur positive Stimmen gelesen, ich konnte nur einen Kritikpunkt ausmachen und der lag darin das die sanften und ruhigen Töne in der Überzahl waren, die rockigen kamen fast zu kurz. Schlecht war kein Song aber die ruhigen Momente über wiegten. Zur Bühnen Show selber saß alles, angefangen bei der Beleuchtung, dem Druckvollen Sound, ab und an dröhnte es mal wenn JOE die Gitarre zu stark verzerrte was allerdings nicht groß störte. Beide Backroundsängerinen hatten eine verdammt gute Stimme und machten manchmal eine kleine einstudierte Choreographieeinlage. Der zweite Gitarrist war auch ohne Fehler und tadellos unterwegs, bekam wie alle Mal eine Metime im Spotlight mit einem Solo. Der Bassist machte sehr aufsehenerregend mit seinem Instrument auf sich aufmerksam, der war über das gesamte Konzert voll da ohne dabei in den Hintergrund zu verschwinden. Reese Wynans an den Tasten merkte man sein Alter nicht an, während seiner Solos ging er ab als wenn er einen Chilieinlauf bekommen hätte, man musst befürchten das er jeden Moment umkippt. An den Tasten konnte er neben JOE am meisten Highlights setzten. Am besten kam allerdings der Hammond Sound an wenn es so richtig klassisch klang. Der Drummer zeigte sich auch auffällig und sorgte für einige Ohamomente. Der zweite Gitarrist und Bassist waren mehr auf ihre Plätze konzentriert, JOE zeigte sich auf jeder Bühnenseite. Einzig der Umstand das es mehr sanftere und dezente Songs als Rocker gab ist ein kleiner Kritikpunkt. Wer einen der größten Blues Rock Musiker unserer Zeit ohne Allüren Live erleben möchte sollte sich JOE BONAMASSA ansehen, den so gut ist kaum jemand, schön das es solche Musiker wie JOE gibt die den Blues Rock am Leben erhalten. Sicher gibt es mehrere Künstler die auch Blues Rock machen, nur hat keiner von denen einen Namen wie JOE BONAMASSA. So ging dann eine Show bei fast gefüllter Olympiahalle zu ende die ich nicht um alles in der Welt verpasst haben möchte. Egal wie viel Geld mir jemand geboten hätte, ich hätte das Angebot ausgeschlagen.

www.facebook.com/JoeBonamassa

Setlist

Hope You Realize It
24 Hour Blues
Done Got Over It
Self Inflicted Wounds
Shout About It
Last Matador Of Bayonne
Pack It Up
Heart That Never Waits
Is It Safe To Go Home
Hard But It’s Fair
How Many More Times
Sloe Gin

Text: Balle / Bilder: Fonse Demmelhuber

DYMYTRY mit HIRAES und BÖSE FUCHS Live in München am 09.03.2024

DYMYTRY machten auf ihrer ersten Headliner Tour halt in München im Backstage, Pech für die Bands das sie leider im viel zu kleinen Club auftreten mussten. Da die Bühne nicht sehr groß ist, der Platz für Zuschauer nicht wirklich Konzerttauglich und zum Fotografieren ohne richtiges Equipment bescheiden ist. Mit um die Häuser ziehen BÖSE FUCHS und HIRAES. Während DYMYTRY im melodischen Psycore zuhause sind machen BÖSE FUCHS Modern Metal und HIRAES bewegen sich im Melodic Death Metal. Anlässlich ihrer Veröffentlichung „Five Angry Men“ begeben sich DYMYTRY auf die Bühnen um das Album zu supporten.

Der BÖSE FUCHS machte den Anfang und hatte das Publikum schnell in der Hand, mit ihrem fetten Metal hauten die vier einen raus. Die Bühnenräsenz beschränkte sich auf zwei Sängerinnen, einen Gitarristen und Growler sowie einen Drummer. Der Sound war viel zu Fett für nur zwei erkennbare Instrumente, Schlagzeug und Gitarre. Entweder haben sich die zweite Gitarre, der Bass und die Keyboards irgendwo in der kleinen Location versteckt, es kam vom Band, oder über eine digitales Spielzeug das den Bass übernommen hat. Außer dem Umstand der fehlenden Bandmitgliedern an den zugehörigen Instrumenten gibt es nichts an der Show auszusetzen. Es ist schade wenn der Sound mehr verspricht als das Bild auf der Bühne zeigt.

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Nach kurzer Umbauphase kam HIRAES an die Reihe, ich bin leider kein Fan der Extremen Spielarten des Metal wie Melodic Death Metal. Abgesehen von dem Umstand machten HIRAES eine sehr gute Figur und wüteten sich wie ein Orkan durch ihren Set. An den Instrumenten machten die beiden Gitarristen Dampf ohne Ende, das Fundament aus Bass und Drums haute einem sämtliche Flausen aus der Mütze. Shouterin Britta Görtz raunzte, grunzte und growlte sich wie eine junge Göttin die voll im Nektar steht durch die Show. Hier vermisste ich den Keyboarder, der nicht ansatzweise zu sehen war. Trotz dem das ich kein Fan dieser Stilrichtung bin muss ich gestehen das die Show cool war und das anwesende Publikum war begeistert von HIRAES.

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Dann war die Zeit reif für den Headliner, zum ersten Mal hatte DYMYTRY dieses Privileg auf Tour. Da ich die letzten beiden Alben reviewt habe war es selbstverständlich das ich mir die Jungs aus Tschechien mal Live ansehe. Die Band macht auf der Bühne was her, mit Masken und teilweise auch Outfits aus dem Paintball in rot/schwarzer Farbe gehalten ist eine beeindruckende Farbenshow vorprogrammiert, wenn die Beleuchtung komplett in rot aufleuchtet ergibt das einen Eyecatcher. Musikalisch waren DYMYTRY an dem Abend verdammt gut drauf und spielten sich souverän, mit bomben Sound durch ihre Show. Leider traf DYMYTRY dasselbe Schicksal wie die beiden Vorbands auch, dass im winzigen Club des Backstage die Bühne nicht viel Spiel für große Aktivitäten zulässt, mit geschätzten 8 auf 4 Meter (wenn überhaupt) ist die Bühne nicht wirklich für einen Act wie DYMYTRY geeignet. Als während der Show noch zwei Mitglieder von Hämatom, Frank „Süd“ Jooss und Jacek „Ost“ Zyla für einen Gastauftritt die Bühne enterten hätte diese normal wegen Überfüllung gesperrt werden müssen. Die Setlist bestand mit zwei Ausnahmen aus den letzten beiden Alben und kann als perfekt gewählt gesehen werden. Ab den ersten Takten hatten DYMYTRY leichtes Spiel mit dem Publikum, egal wie oder was die Band machte es kam sofort eine Interaktion mit den Leuten vor der Bühne und man hatte irgendwie das Gefühl das DYMYTRY einen Veranstaltungsort mit mehr Raum, Bühne und Zuschauer verdient hätten. Trotz des Melodic Psycore kann ich sehr gut mit DYMYTRY leben ohne in Deckung gehen zu müssen. Meine Frage, die ich seit ich die Band kenne im Raum steht, ob sie die Energie ihrer Alben auf die Bühne bringen können wurde klar und deutlich mit einem lauten Knall beantwortet. Sie können mit einer spielerischen Leichtigkeit die Energie Live wiedergeben, ich kann DYMYTRY nicht nur auf Tonträger als Kauftipp empfehlen sondern auch als Livetipp der Vollgas gibt und die Säue meilenweit fliegen lässt.

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DYMYTRY Setlist

Revolt
Stronger
Enemy List
Everything Is Black
Wake Me Up (Before I Die)
Never Gonna Die
Awaking The Monster
Legends Never Die
Three Steps To Hell
In Death We Trust
Dead Living Dead
1939
The Revenant
Somebody’s Watching Me
Five Angry Men
Pin Me Down
Behind The Mask
Hope
Touch Down
Chernobyl