MOLLY HATCHET – Devil`s Canyon (RG-Zeitmaschine)

Trackliste:

01. Down from the Mountain
02. Rolling Thunder
03. Devil`s Canyon
04. Heartless Land
05. Never Say Never
06. Tatanka
07. Come Hell or High Water
08. The Look on Your Eyes
09. Eat Your Heart Out
10. The Journey
11. Dreams I`ll Never See

Spielzeit: 58:28 min – Genre: Southern Rock – Label: SPV – VÖ: 24.06.1996 – Page: www.facebook.com/OfficialMollyHatchet

Heute reisen wir in eine Zeit, in der von Musik Streaming noch keine Rede war und die CD ihren Siegeszug angetreten hatte. Eine tolle Zeit, wenn ich so drüber nachdenke und diese Zeilen schreiben, da kommt richtig Wehmut auf!

Ich weiß gar nicht mehr, wie ich in den 90igern auf einmal in die Southern Rock Schiene abgedriftet bin, wo ich doch damals glühender Anhänger von BLIND GUARDIAN, MANOWAR usw. weiter. Vermutlich haben mich die tollen Cover Artworks zu den Alben der Jungs von MOLLY HATCHET geführt!
Eine Band die 1975 gegründet wurden, heutzutage immer noch aktiv ist, aber wo keines der Gründungsmitglieder mehr lebt. Längstes aktuelles Mitglied und mittlerweile Mastermind der Band ist Gitarrist Bobby Ingram seit 1987.
Auf jeden Fall sind in den 90iger zwei Alben rausgekommen, die die Band nochmal richtig auf die musikalische Landkarte gehoben haben, nachdem es zuvor lange Zeit still um sie war nachdem sie ihre Meisterwerke „Flirtin with Disaster“ sowie „Beatin the Odss“ veröffentlichten.

Und um eines dieser beiden Alben geht es hier, die Rede ist vom 1996er Werk „Devil`s Canyon“ welches bis heute als eines der besten MOLLY HATCHET Scheiben angesehen wird.
Das danach 1998 erschienene „Silent Reign of Heroes“ war zwar auch klasse und ist wärmstens zu empfehlen, kam aber nicht ganz an den Meilenstein dieser Rezension heran.
Produziert wurde dieses Höllenteil vom genialen Kalle Trapp Besitzer der berühmten, leider nicht mehr existenten Karo Studios.
Das Album war auch das letzte Album von Originalsänger Danny Brown der zwar gesundheitlich nicht mehr singen konnte, aber noch den ein oder anderen Song mitgeschrieben hat.
Ersetzt wurde er von Phil McCormack der bis zu seinem viel zu frühen Tode 2019 Teil der Band blieb und hier seine erste Weltklasse Performance abgeliefert hat! Eine Stimme die mit seiner Rauheit perfekt zum Sound der Band passte.
Weltklasse war aber auch eigentlich jeder Song und jede Note hier auf dem Album. Angefangen von dem Eröffnungsdoppel „Down from the Mountain“ und „Rolling Thunder“ über den Titeltrack „Devil`s Canyon“, dem Stampfer „Tatanka“, dem klassischen Southern Rocker „Come Hell or High Water“, der Powerballade „The Look on Your Eyes“ oder dem epischen „The Journey“.
Alles auf dieser Scheibe sind Hits.
Allein der Titeltrack mit seiner mehrstimmigen Gitarrenwand und göttlichen Riffs gehört einzeln in die Rock N Roll Hall of Fame!
Die Songs kommen auch heute noch nach fast 30 Jahren erstklassig aus den Boxen, die Produktion ist mördergeil und die Gesamtleistung der Band sowieso.

Wie geschrieben, das folgende Album „Silent Reign of Heroes“ ist qualitativ fast gleichwertig und auch das 2005er Werk „Warriors of the Rainbow Bridge“ welches Bobby Ingrams verstorbener Frau gewidmet ist, ist ebenfalls wärmstens zu empfehlen.
Allerdings dürfte es schwierig werden heutzutage noch an die Original CDs zu kommen, aber als Stream sowie auf den Best Of Zusammenstellungen der letzten Jahre sind die Songs ja auch zu finden.
Auch wer nicht wirklich etwas mit Southern Rock anfangen kann, sollte sich diese erstklassige musikalische Perle einmal anhören, denn die Band klingt richtig heavy wenn sie durch den „Devil`s Canyon“ reiten!

Julian

 

MOLLY HATCHET mit LOSING GRAVITY Live in München am 09.12.2023

Nachdem diese Show schon zweimal verschoben wurde kamen MOLLY HATCHET nun mit zwei Jahren Verspätung nach München um den Veranstaltungsort die Halle im Backstage unsicher zu machen. Zur Unterstützung waren die aus dem Frankfurter Raum stammenden LOSING GRAVITY die mich mehr als nur positiv überrascht haben.

Ich hatte mir im Vorfeld keine Gedanken über die Vorband gemacht, wie ich es oft mache wollte ich mich überraschen lassen. Im schlimmsten Fall erlebe ich einen Rohrkrepierer, aber nicht im Fall von LOSING GRAVITY. Die fünf jungen Musiker mit US Boy als Frontmann konnten mich ab dem ersten Song überzeugen, die Jungs rockten sich den Arsch auf und hatten die Zuschauer auch sehr schnell in der Hand. Es war noch nicht die perfekte Show, da einer der Jungs im Background recht schiefe Töne abließ, aber das ist eben Live, man hat nur einen Take um zu liefern. Der Umstand störte mich aber auch kein bisschen, es viel eben am Rand auf und das wars dann auch schon mit der Kritik. Die Mucke geht in Richtung Groove Hard Rock mit Blues Note wie er auch von Bands wie THE NEW ROSES und meine Lokalmatadoren HEADSTONE perfekt geboten wird. Und so spielten sich die Fünf sympathisch mit viel Charme ins Ohr. Mir gefielen LOSING GRAVITY so gut das ich mir die CD am Merchstand gekauft habe, und im Studio sind die leicht schrägen Töne nicht zu hören. Ich denke mal das die Band an diesem Abend mehr Leute als nur mich überzeugen konnten und auf einigen Radarschirmen mehr aufgetaucht sind.

www.facebook.com/LosingGravityOfficial


Dann war nach der Umbauphase die Zeit reif für die aus Florida stammenden Southern Rocker Legende MOLLY HATCHET. Es ist unnötig zu schreiben seit wann MOLLY HATCHET ihr Unwesen im Rockbiz treiben, und wieviel oder welche Songs sie schon gemacht haben. Aber mal so nebenbei mal ihr „Flirtin‘ With Disaster“ , „Bounty Hunter“ und „Fall Of The Peacemakers“ Live zu erleben ist schon eine Wucht. Ich persönlich habe Songs wie „Edge Of Sundown“, dem Bandklassiker „Stone In Your Heart“ und „Down From The Mountain“ vermisst, aber trotz der Songs die nicht gespielt wurden war die Show sehenswert. Zum einen hatte Gitarris Bobby Ingram entweder eine Dauergrinsen oder -lachen im Gesicht und schien verdammt viel Spaß zu haben wie auch der Rest der Band. Dann wäre ich auch schon bei meinem zwei kleinen Kritikpunkten die mir persönlich aufgefallen sind, zum ersten der Frontmann ist relativ jung im Gegensatz zu den anderen Bandmembern und will irgendwie für mich nicht recht in das Bild einer Legende passen, stimmlich passt es perfekt. Der zweite Punkt, Bobby ist unbestritten einer der besten Gitarristen auf dem Planeten aber die Solos kamen mir zu lang vor, da kam mir die Band dann eher wie eine Ingram Soloshow vor als wie eine Southern Rock Legende. Die Songauswahl kann als gelungen bezeichnet werden, nur haben es HATCHET nicht nötig einen WHITESNAKE Song zu spielen, dafür hat die Band eine eigene lange Vita. Ansonsten war der Gig einer Legende würdig, der Sound hatte auch genug Bumms um einem die Grütze aus der Mütze zu jagen, die Band ehrte auch die schon verstorbenen Mitglieder. Ich hatte damals 2019 auch das Livealbum „Battleground“ durchgewurstelt und fast mit Höchstnote versehen, der Abend kann in etwa mit der Bewertung von „Battleground“ mithalten und verglichen werden. Die beiden Kritikpunkt entsprechen meinem persönlichen empfinden und das fällt ja bekanntlich bei jedem anders aus. Ein geiler funny Hinkucker war über die gesamte Spielzeit der Drummer, der hatte den ganzen Abend eine Freiheitsstatuen Gedächtnis Frisur auf, die sah aus wie der Strahlenkranz der Lady Liberty in New York City.

www.facebook.com/OfficialMollyHatchet

MOLLY HATCHET Setlist:

Here I Go Again
Whiskey Man
Bounty Hunter
Gator Country
It’s All Over Now
One Man’s Pleasure
Devil’s Canyon
Drum Solo
Beatin‘ The Odds
Gonna Live ´Til I Die
Son Of The South
Fall Of The Peacemakers
Jukin‘ City/Layla
Dreams I’ll Never See
Firing Line
Flirtin‘ With Disaster

Text: Balle / Bilder:

Fonse Demmelhuber

MOLLY HATCHET – Battleground

Band: Molly Hatchet
Album: Battleground
Spielzeit: 96:02 min
Stilrichtung: Southern Rock
Plattenfirma: Steamhammer / SPV
Veröffentlichung: 29.11.2019
Homepage: www.mollyhatchet.com

Was kann man über MOLLY HATCHET schreiben, sie gehören mit Sicherheit zur Spitze der Southern Rocker neben LYNYRD SKYNYRD, DOC HOLLIDAY und den ALLMAN BROTHERS. Mit der Art und Weise wie die Songs gespielt werden und mit der für diese Musikrichtung gemachten Stimme von Phil McCormack am Mikrofon, der im April 2019 viel zu Früh verstorben ist.
Nun erscheint knapp eine Woche vor Beginn einer Tour von MOLLY HATCHET in Deutschland und der Schweiz mit Jimmy Elkins von Bounty Hunter als Sänger, dieses Live Album als 2-CD-Digipack. Dieses Live Album hat es in sich und macht Lust drauf einen Auftritt an zu sehen.
Geboten werden zahlreiche Bandklassiker mit einem Bobby Ingram an der Gitarre, Tim Lindsey Bass, John Galvin Keyboards und Shawn Beamer am Schlagzeug.
Die Bandklassiker umspannen die vier Jahrzente andauernde Bandhistorie.
Aufgenommen wurden die Songs bei Shows in Ludwigsburg, in Prattlen Schweiz und während der 40th-Anniversary Tour durch die USA.
Einzelne Songs zu erwähnen würde diesem Album nicht gerecht werden, dafür ist das auf dem Album befindliche Material zu gut. Die Produktion befindet sich auf einem sehr Hohen Level, fast schon zu gut und glatt poliert, es fehlen irgendwie die Ecken und Kanten die man bei einer Live Show einer Southern Rock Band erwartet.
Für Southern Rocker die gerne Live Shows ansehen ein absolutes muss. Ich ziehe hier fast die Bestnote, ein Zehner wäre es mit mehr Ecken und Kanten geworden, aber fast volle Punkte ist ein Beweis für die Qualität der Musiker und dem ausgezeichnetem Songmaterial. Das Fantasy Cover Artwork, das so typisch für MOLLY HATCHET steht, stammt von Paul Raymond Gregory.
Bourbon ins Glas, Battleground in den Player, zurück lehnen und einfach genießen.
Battlground erscheint als 2-CD-Digipack, 3-fach-LP im Gatefold-Cover und im digitalem Format.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

CD 1:
01. Bounty Hunter
02. Whiskey Man
03. Why Won’t You Take Me Home
04. Son Of The South
05. American Pride
06. Edge Of Sundown
07. Fall Of The Peacemakers
08. Devil’s Canyon
09. One Man’s Pleasure
10. The Creeper
11. In The Darkness Of The Night

CD 2:
01. Justice
02. As Heaven Is Forever
03. I’m Gonna Live ‚Til I Die
04. Beatin‘ The Odds
05. Jukin‘ City
06. Dreams I’ll Never See
07. The Journey
08. Flirtin‘ With Disaster

Helmut