BEYOND THE BLACK – Break The Silence

Trackliste:

01. Rising High
02. Break The Silence
03. The Art Of Being Alone
04. Let There Be Rain
05. Ravens
06. The Flood
07. Can You Hear Me
08. (La Vie Est Un) Cinéma
09. Hologram
10. Weltschmerz

 

Spielzeit: 37:34 min – Genre: Symphonic / Melodic Metal – Label: Nuclear Blast Records – VÖ: 09.01.2026 – Page: www.facebook.com/beyondtheblackofficial

 

BEYOND THE BLACK haben ihr sechstes Studioalbum mit dem Titel „Break The Silence“ an den Start gebracht und befinden sich gerade noch auf der Album Tour. Ich konnte BEYOND THE BLACK letzten Dienstag Live in München sehen und habe irgendwie noch die grandiose Show vor Augen, sowie die Songs im Ohr. Zur momentanen Besetzung gehören Jennifer Haben an Gesang und Tasteninstrumente, Chris Hermsdörfer und Stefan Herkenhoff an den Gitarren, Linus Klausnitzer am Bass und Kai Tschierschky an den Drums. In wie weit die Angaben stimmen kann ich nicht mit Bestimmtheit bestätigen, da weder auf Homepage der Band Angaben, noch im Internet verlässliche Quellen zu finden sind.

Jennifer hat schon seit dem Debütalbum ein Organ das auf internationaler Ebene mit allem Mithalten kann das sich Sängerin nennt, egal ob es sich um einen bekannten oder unbekannten Namen handelt – Jenny kann da spielerisch mithalten und sehr viele Akzente setzen. Die Gitarristen versetzen die 6-saitige in wohlige Schwingungen die jedem Anhänger von Symphonic und Melodic Metal bestens munden sollte, weder zu heftig noch zu soft werden die Saiten angeschlagen um die Stimme von Jenny bestens in Szene zu setzen. Die Keyboards sind mal vordergründiger oder als dezente Unterstützung im Hintergrund, egal wie sie gerade im Song eingesetzt werden passt es sehr gut zur Stimmung. Der Bass kann sich nicht ganz so stark durchsetzen wie die Gitarren, dafür spielt das Schlagzeug auffällig den Arschtreter. Die Produktion ist auf höchstem Niveau ausgeführt und gibt keinen Grund auch nur einmal den Zeigefinger belehrend zu heben.

BEYOND THE BLACK beweisen aufs Neue das sie nicht nur auf eine sehr Gutaussehende Frontfrau beschränkt werden sollten, sondern musikalisch auch seit dem Debüt in der Oberliga beheimatet sind. Auch auf ihrem Konzeptalbum „Break The Silence“ setzt die Band die nationale – wenn nicht sogar internationale – Messlatte für Symphonic / Melodic Metal sehr weit nach oben, wer die Band kennt sollte mit dem Album mehr als zufrieden sein. Wer die Band nicht kennt, es gibt einen Mix aus Symphonic und Melodic Metal der es verdammt nochmal gewaltig in sich hat und das nicht nur im Studio, auch Live reißt die Band die Bühne ab. Dezente Vergleiche kann man Bands wie AMARANTHE, BATTLE BEAST und NIGHTWISH ziehen – oder auch nicht, dass kann man nie so genau sagen!

Gibt es einen Kritikpunkt? Ja, leider einen kleinen, der weder was mit den Songs noch der Ausführung zu tun hat, die ist auf einem Top Level und gibt in keiner Weise den Grund zum Unken. Der Kritikpunkt ist das das Album nach gerade mal 37,5 Minuten zu Ende ist und das ist nun mal nicht mehr wirklich Up-To-Date. Das gibt einen leichten Punktabzug.

„Rising High“ ein Groove Monster das mit afrikanischem Einfluss gleich mal perfekt ins Album startet, mit „Break The Silence“ folgt ein fettes Highlight. „The Art Of Being Alone“ ein geiles mit Drama angereichertes Duett mit Chris Harms, „Let There Be Rain“ ein melodisches Schmankerl das wieder mit afrikanisch anmutenden Chören von The Mystery Of The Bulgarian Voices kommt. „Ravens“ ein Ballade die durch das fast schon exorbitante Drama glänzt, „The Flood“ ein für die Band typischer Stampfer mit viel Melodie nur müsste die Verzerrung der zweiten Stimme nicht sein. „Can You Hear Me“ hier wird ein wenig aufs Gas getippt, „(La Vie Est Un) Cinéma“ ein Traum von einem Song, die Ausführung hätte nicht besser gemacht werden können. „Hologram“ erinnert mich an AMARANTHE – geht mit viel Schmackes durch die Wand, „Weltschmerz“ eine sehr traurige Ballade die die Taschentücher nass werden lässt.

Balle

BEYOND THE BLACK – Beyond the Black

Trackliste:

01. Is there Anybody Out There
02. Reincarnation
03. Free Me
04. Winter is Coming
05. Into the Light
06. Wide Awake
07. Dancing in the Dark
08. Raise your Head
09. Not in our Name
10. I remember Dying

 

Spielzeit: 42:04 min – Genre: Symphonic Metal – Label: Nuclear Blast Records – VÖ: 13.01.2023 – Page: www.facebook.com/beyondtheblackofficial

 (Bandfan)

(Die Hard Metaller)

Die deutschen Senkrechtstarter im Symphonic Metal Bereich BEYOND THE BLACK hatte ich in den letzten Jahren etwas aus den Augen verloren und daher die ein oder andere Veröffentlichung und auch die große Bandumbesetzung 2016 verpasst.
Nun werfe ich aber mit Freuden das Reziauge auf das neue selbstbetitelte Werk das nun bei Nuclear Blast Records das Licht der Welt erblickt.
Auf diesem präsentiert die Band rund um Frontfrau Jennifer Haben nach wie vor sehr eingängigen Symphonic Metal der Fans der Band sofort ansprechen sollte!

Beweis dafür ist direkt der Opener und Singleauskoppelung „Is there Anybody Out There“. Hier ist man absolut zielsicher unterwegs, man ist direkt wieder im Symphonic Metal der Band gefangen, lauscht dem klasse Gesang von Fronterin Jennifer und dem instrumentalen Können ihrer Mitstreiter, ein starker Beginn!
Der nächste Hit, die Videosingle „Reincarnation“ erwartet uns direkt als Nächstes. Dies ist vielleicht einer der stärksten Songs auf dem Album bietet er doch eine klasse Mischung aus Härte, Symphonic mit ordentlich Folkeinflüssen, Abwechslung und Eingängigkeit.
Besser geht es nicht!
Das ebenfalls als Videosingle ausgekoppelte „Free Me“ ist dann wesentlich ruhiger unterwegs als der Vorgänger und weiß auch direkt zu überzeugen.
Hier ist auch wieder das tolle Songwritinggespür hervorzuheben.
Das beweist die Band dann auch bei den folgenden Songs „Winter is Coming“ und „Into the Light“ ebenfalls zielsicher.
Mit der ruhigen Lagerfeuernummer „Wide Awake“ wir der Mittelteil dann schön emotional abgeschlossen.
Der letzte Abschnitt der Scheibe wird dann mit der Videosingle „Dancing in the Dark“ eingeleitet der vielleicht ein klein bisschen der letzte Punch fehlt, auch wenn hier die tolle Orchestrierung mit den Trommeln lobend hervorzuheben sind. Eingängig ist das Teil aber wie die Hölle, das hat man auch hier wieder zu 100% geschafft!
Bei „Raise your Head“ könnte man einen waschechten Headbanger erwarten, aber leider weit gefehlt, ein ziemlich auf Mainstream getrimmter Symphonic Metaltrack der irgendwie etwas unspannend daher kommt.
Ganz anders dann „Not on our Name“ der ein bisschen in Richtung des Highlightsongs „Reincarnation“ geht und somit eine tolle Abwechslung zu den bisherigen Mainstreamsongs ist.
Als Abschluss serviert man uns dann mit „I remember Dying“ einen epischen Symphonic Metaltrack der den ruhigen Schlusspunkt unter ein sehr streibares Album setzt!

Tja, ich erwähnte es mehrmals, Songwritingtechnisch ist hier sehr viel in Ordnung auf dem neuen BEYOND THE BLACK Diskus. Die Tracks sind mega eingängig und interessant aufgebaut.
Aber was ganz klar hervorzuheben ist, der Härtegrad fehlt ganz klar bei einigen Songs und man merkt das man hier sehr stark in die Mainstream Ecke driftet. Was ja erstmal nix schlechtes ist und logischerweise auch der Bekanntheit der Band in allen Medien geschuldet ist.
Das macht das bewerten hier echt schwierig! Für den Bandfan der klein Problem mit dem fehlenden Härtegrad hat geht es hoch in den Notenrängen, für den Die Hard Metaller eher runter!
Deswegen gibt es von mir erstmals eine zweigeteilte Wertung.

Julian