TONY MITCHELL – Hot Endless Summer Nights

Band: Tony Mitchell
Album: Hot Endless Summer Nights
Spielzeit: 58:17 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 26.11.2021
Homepage: www.facebook.com/tony.mitchell.3762

 

Der Vollblutmusiker TONY MITCHELL kommt mit neuem Album zurück. Die letzten Soloalben waren nicht schlecht, seine Beteiligung bei Bands wie KISS OF THE GYPSY, DIRTY WHITE BOYZ oder sein mitwirken bei Künstlern wie RICK WAKEMAN, OZZY OSBOURNE, TREVOR RABIN, ALICE COOPER usw. sprechen für die Qualität von Tony als Musiker. Unterstützt wurde er von Miles Meakin an Gitarren, Nigel Bailey an Bass, Eddie Antony an Drums, Daniel Sings an Saxophon, The Rogues Gallery Rock Choir an Backing Vocals und natürlich Himself an Mikro, Gitarre und Keyboards.

Es kommt Melodic Rock auf den Tisch im unnachamlichen Stil von Tony mit seiner markanten Stimme wandelt er zwischen Soloalben und KISS OF THE GYPSY bzw. DIRTY WHITE BOYZ. Die Gitarren machen gewaltig einen drauf, die Keys sind mal mehr oder weniger dezent vorhanden. Bass und Drumms geben den Takt eher zurückhaltend vor. Die Stimme von Tony besitzt alles was eine Stimme für Melodic Rock haben sollte, eine angenehme Tonlage, gut und sauber ausgeführt, und das ist sie auf diesem Album. Die Produktion geht in Ordnung, könnte allerdings noch ein wenig mehr schmackes vertragen. Wem die Bands mit Tonys Beteiligung und auch die Soloalben gefielen macht mit diesem Rundling nichts verkehrt.

“Hot Endless Summer Nights” ein flotter Rocker, “Can’t Fight It” ein straighter Rocker. “Blame It On The Rock N Roll” erinnert sehr stark an QUEEN mit “We Will Rock You”, “Strong Enough” eine nette Ballade. “Drowning In A Sea Of Paradise” ein sehr guter Rocker, “Caught In The Headlights” ein gefühlvoller Song. Bei “Neon Sky” gibt Tony wieder Gas, “Leave The World Behind” mit Saxophon kommt gut. “Turn Back Time” ein cooler Rocker, “With You In A Heartbeat” ein typischer Tony Rocksong. Bei “Faithless” ist die Luft draußen, “Calling Mother Nature” ist mit schrägen Gesangslinien versehen und stark gewöhnungsbedürftig.

Fazit:

Ein typisches TONY MITCHELL Album, solide Leistung, kein Durchfall, aber auch kein Überflieger ich vergebe eine 7,5.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Hot Endless Summer Nights
02. Can’t Fight It
03. Blame It On The Rock N Roll
04. Strong Enough
05. Drowning In A Sea Of Paradise
06. Caught In The Headlights
07. Neon Sky
08. Leave The World Behind
09. Turn Back Time
10. With You in A Heartbeat
11. Faithless
12. Calling Mother Nature

Balle

FANS OF THE DARK – Fans Of The Dark

Band: Fans Of The Dark
Album: Fans Of The Dark
Spielzeit: 44:56 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 05.11.2021
Homepage: www.facebook.com/fansofthedark/

 

Wow das ist eine Ansage, acht Songs und knappe 45 Minuten Spielzeit und dann noch ein Debütalbum, schauen wir also was die FANS OF THE DARK drauf haben und können. Gegründet wurden die Dunklen Fans im Sommer 2020 von Drummer und Hauptsongschreiber Freddie Allen und dem Mann am Mikro Alex Falk. Beide kennen sich aus ihrer gemeinsamen Schulzeit in Stockholm und beide verbindet die Vision eine Band auf die Beine zu stellen, die Melodien und Ansätze von Classic und Melodic Rock der 80er zusammen zu führen. Und ist dieses Unterfangen gelungen, das zeigt sich in den kommenden Zeilen. Noch dabei sind Oscar Bronvall an Gitarren und Robert Majd am Bass. Die Musiker waren teils schon für Bands wie METALITE, PALACE und HOUSTON tätig.

Was gibt es zu hören, Melodic Hard Rock typisch skandinavisch und saugut mit starken Vocals die an J.D. Kelly von FROM THE FIRE erinnern. Messerscharfe Riffs auf der Axt, Keyboardteppiche wie aus den 80ern, treibenden Bass und Drumms. Skandinavisches Songwriting das eingängig und stark ohne Ende ist, die Songs gefallen auf Anhieb und wollen die Gehörgänge nicht mehr verlassen. Es gibt in etwa einen Mix aus NESTOR, PERFECT PLAN, PALACE, HOUSTON, TREAT, EUROPE, DALTON, etc. ich spare mir eine weitere Auflistung. Hier kommt Skandirock der besten Sorte auf den Teller, alle Songs sind Radio kompatibel und sollten jedem gefallen der auf geile 80er Mucke steht, und diejenigen die die 80er nicht miterlebt haben als Beispiel wie geil dieses Jahrzent war. Abgerundet wird das ganze durch ein Zombiequasimodo Coverartwork mit einem Seitenhieb auf Alfred Hitchcock.

Mit “The Ghost Of Canterville” gelingt ein Einstand nach Mass, das Ding rockt wie Sau und kommt wie eine epische Hymne aus den Boxen ein Highlight, wird in den über acht Minuten Spielzeit nicht ein einziges mal langweilig. “Escape From Hell” bester Melodic Rock, “The Running Man” ein Groovemonster. “Dial Mom For Murder” kommt mit geilem Basslauf und auch wieder starker Skandirock. “Life Kills” ein Melodiemonster, würde sich auch gut bei PERFECT PLAN machen, “Rear Window” ist keinen Deut schlechter als die Vorgänger Songs. “The Foreigner” ein knadenloses Monster, “Zombie In My Class” geht auch in Ordnung.

Fazit:

Schweden Rockt den Planeten, Skandirock fast in Perfektion, das Debüt lässt auf weitere Glanztaten hoffen. Weiter so Jungs ich vergebe eine 9 für diesen Sack mit Cochones.

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Ghost Of Canterville
02. Escape From Hell
03. The Running Man
04. Dial Mom For Murder
05. Life Kills
06. Rear Window
07. The Foreigner
08. Zombies In My Class

Balle

EDGE OF THE BLADE – Distant Shores

Band: Edge Of The Blade
Album: Distant Shores
Spielzeit: 40:12 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 26.11.2021
Homepage: www.facebook.com/Edgeoftheblade

 

War ich auf das dritte Album von EDGE OF THE BLADE gespannt, waren die zwei Vorgänger noch anständige Rockalben ist bei diesem einiges in die Hose gegangen. Ich mag die Stimme von John Francis sehr gerne leuchtete diese doch auf dem zweiten Album von AFTER HOURS aus dem Jahr 1992, so hell wie der Vollmond in einer klaren Winternacht. Auf den ersten beiden Alben von EDGE OF THE BLADE war dessen Stimme in Ordnung nicht mehr so toll wie bei AFTER HOURS aber noch OK. Hier auf diesem Album ist von diese Stimme nichts mehr da, zu uninspiriert wird zu Werke gegangen sei es am Mikro oder an den Instrumenten, erschwerend kommt noch dazu das der Mix und das Endprodukt ein Schuß in die Windel wurde und den Spaß am hören doch auf drastische Weise vermiest. Mir kommt der Gedanke das es sich hier um einen Schnellschuß handelt der unbedingt unter Termindruck abgeliefert werden musste. Da ist man besseres von John und seinen Jungs und auch AOR Heaven gewohnt. Wenn ich da an das Album “Unbroken” von CARL DIXON denke da waren die Songs wenigstens gut obwohl der Sound unterste Schublade war. Aber auf “Distant Shores” ist nicht nur der Mix daneben gegangen sondern alles was schief gehen kann.

Songs wie “Killing Me”, “Feel The Fire”, “Angels Fear To Tread” zu durchschnittlich wie fast alle Songs. Einzig “How Long” lässt aufhorchen, der einzige wirkliche Lichtblick auf dem Album.

Fazit:

Bis jetzt das schlechteste Album das ich reviewen musste, ich vergebe eine 5 für diesen zu durchschnittlichen Titanicblupblup.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Killing Me
02. Feel The Fire
03. Angels Fear To Tread
04. Lonely To
05. Life Is For Living
06. Love Me Again
07. Wait Forever
08. How Long
09. Back To You
10. It’s The Love
11. Every Beat Of My Heart

Balle

THE 450S – The 450s

Band: The 450s
Album: The 450s
Spielzeit: 46:26 min
Stilrichtung: Party Biker Rotz Hard Rock N Roll
Plattenfirma: Louder Than Loud Records
Veröffentlichung: 19.11.2021
Homepage: www.facebook.com/The450sBand/

 

Gleich beim ersten Titel rotzt mich Sänger Rhett mit seinem frechem Organ an das ich mir denke Hola die Waldfee was kommt da auf mich zu. Wow Leute da kommt Biker Rock der besten und dreckigsten Sorte aus den Boxen, frech, frisch und unverbraucht zieht sich ein roter Faden in Form von Rhetts Stimme durch die Songs. Der Rock ist in etwa eine Mischung aus Biker Rock, leichte Bluesnote, ein wenig vorlauter Punk und ein wenig dreckiger Hard Rock N Roll. Das Endprodukt kann sich hören lassen, und muss sich vor nichts verstecken.

Zur Rasselbande gehören neben Rhett am Mikro noch James Jacops an Girarre, Ryan Sambrook an den Keys und Carl Canedy an Drums. Die Jungs machen genauso viel Alarm wie ein fünf oder sechsköpfige Band, nebenbei macht das Album noch sehr viel Spaß, man denkt es könnte keine Steigerung mehr kommen, Ehm Nö es gibt noch eine Steigerung, die man beim nächsten Song hören kann.

Wie lässt sich der Sound am besten umschreiben, ich sage mal vorsichtig GUNS N ROSES, BLACK CROWES, THE ROLLING STONES, QUIREBOYS und den zu Unrecht unbekannten THE GRAVEYARD TRAIN die mir als erstes eingefallen sind. Wer auf die Vergleiche kann mit richtig dreckigen Vocals was anfangen kann ist bei THE 450S genau richtig. Die Erben von Axl und Todd Griffin stehen schon an um den Thron der Rotzrocker zu besteigen, ich würde vorsichtig bemerken mit den Jungs ist in Zukunft zu rechnen wenn die Qualität so bleibt oder noch ein wenig nach oben geht was fast nicht mehr möglich ist. So der letzte Song ist gerade zu ende, total durchgeschwitzt ertappe ich mich dabei nochmal die Play Taste zu betätigen und die Party nochmal zu feiern.

Mit “Flowers For Columbine” geht die Frechheit los, “Black Tar” ein geiler Song für ein Biker Treffen, ich muss immer an die Grunzer denken die Rhett los lässt. “Lucy Walk Away” geiler geht Rock nicht bestens für die Tanzfläche geeignet, “Lust And Denial” unverbrauchter dreckiger Rock und das Tütütütü aus dem Song bekommt man nicht mehr aus dem Kopf. “Gracia Is It Heavy” eine saustarke Ballade hätte sich bestens auf den Megasellern der Stars gemacht, “Drown” die Vocals gigantisch ein Highlight. Mit “One King” werde ich nicht wirklich warm, “Lost Girl Confused” schräg aber gut. Bei “Crawl” wird mit gewalt die Axt ausgepackt, “Shes My Morphine” geht wieder als Highlight durch. “The Suspect” erinnert mich an JANINA JADE, “When God Won’t Forgive You” haut zum Abschluß noch mal einen raus.

Fazit:

Fast ein fettes Highlight, dem zum Ende ein wenig die Puste ausgeht, allerdings mit mehr Licht als Schatten. Die Jungs haben Eier in immenser Größe das es beim gehen odentlich bis ins Schmerzzentrum der Oberstube zieht. Ich vergebe eine 9 da ich verdammt viel Spaß beim hören hatte, und die Band sehr viel Potential besitzt.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Flowers For Columbine
02. Black Tar
03. Lucy Walk Away
04. Lust And Denial
05. Gracie Is It Heavy
06. Drown
07. One King
08. Lost Girl Confused
09. Crawl
10. She’s My Morphine
11. The Suspect
12. When God Won’t Forgive You

Balle

TOWER – Shock The System

Band: Tower
Album: Shock The System
Spielzeit: 39:01 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Cruz Del Sur Music
Veröffentlichung: 12.11.2021
Homepage: www.facebook.com/TOWERnyc

 

Beim zweiten Album von TOWER kommt High Octane Metal auf den Tisch, sehr flott. Durch die Shouterin kommen Erinnerungen an die ersten beiden WARLOCK Alben, die Stimme ist eine Kreuzung aus Doro, Robin Beck und Lee Aaron. Die Songs sind sehr flott, die Gitarren kommen mit schnellen und messerscharfen Riffs aus den Boxen. Die Drums treiben wie Sau, der Bass geht leider im Soundbrei unter. Da mir das Debüt nicht vorliegt kann ich nicht aussagen ob das erste Album auch schon so ein Brachial Riff Monster war.

Zur Truppe gehören Sarabeth Linden am Mikrofon, James Danzo und Zak Penely an Gitarren, James Jones an Drums und Jeff Filmer am Bass. Handwerklich gibt es nicht viel zu meckern, allerdings ist die Produktion nicht das Gelbe vom Ei, man meint es mit einer Mitt 80er Metal Scheibe aus der dritten Reihe zu tun zu haben, der Sound geht auch in etwa diese Richtung und der ersten beiden WARLOCK Alben. Wie ich oben schrieb im Soundbrei, das ist der Knackpunkt, ich wäre gespannt wie das Ding mit einem druckvollem Sound wie auf dem FIREHOUSE Debüt knallen würde. Mit besserem Sound wäre es ein echtes Monster, so bleibt nur ein zahnloses Mini Monster aus der Monster AG. Sorry Leute aber der Sound macht keinen Spaß.

“Blood Moon” eröffnet das Brett, “Prince Of Darkness” ein Top Song, hart, melodiös mit geiler Röhre. “Metatron” haut einem wieder ein Brett vors Schienbein, bei “Running Out Of Time” muss ich an WARLOCK denken. “Lay Down The Law” ein geiler Rocker, “Hired Gun” das nächste Brett. “The Black Rose” kommt gut, “On The Line” würde sich gut bei IRON MAIDEN oder SAXON machen. Bei “In Dreams” kommt die Ähnlichkeit zu WARLOCK am meisten raus, “Powder Keg” gibt am Schluß mochmal einen Burner.

Fazit:

So schwer tat ich mich bis jetzt noch bei keinem Review. Warum, Können ist vorhanden, eine geile Röhre ist auch vorhanden, geile Songs sind Teilweise vorhanden, Sound der ist in die Hose gegangen. Also vergebe ich eine noch wohlwollende 6,5 für diesen Metalbrecher, sorry aber mit besserem Sound wäre deutlich mehr drin gewesen. Potential ist vorhanden, den Sound druckvoller und es klappt mit einer besseren Bewertung.

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Blood Moon
02. Prince Of Darkness
03. Metratron
04. Running Out Of Time
05. Lay Down The Law
06. Hired Gun
07. The Black Rose
08. On The Line
09. In Dreams
10. Powder Keg

Balle

Joe Bonamassa – Time Clocks

Band: Joe Bonamassa
Album: Time Clocks
Spielzeit: 56:51 min
Stilrichtung: Blues Rock
Plattenfirma: Provogue / Rough Trade
Veröffentlichung: 29.10.2021
Homepage: www.facebook.com/JoeBonamassa

 

Was ist das Besondere an JOE BONAMASSA, der Mann hat den Blues in den Adern, kann verdammt gut mit der Gitarre umgehen und hat eine einzigartige Stimme die unter all den Millionen Mikrofonakrobaten einmalig ist. Also kommt der Workoholik mit einen neuen Album aus dem Studio mit dem insgesamt 15ten Album zeigt der Vollblutblues Musiker was er kann oder besser gesagt er zelebriert förmlich den Blues. Geschrieben wurden die Songs von Himself und seinem Produzenten Kevin Shirley und auch mit Musikern wie Bernie Marsden oder Charlie Starr.

Wenn man die Sache realistisch betrachtet schlecht war Joe noch nie, oder ein mittelmässiges oder gar schlechtes Album kam von ihm noch nie. Vielmehr hält der gute Joe die Flagge des Blues Rock so weit in die Höhe das man diese auf keinen Fall übersehen kann. Mich hat das Bonafieber etwa vor 10 Jahren gepackt, in dem Jahr hörte ich zum allerersten mal einen Bonasong und schon war ich ein Bonajünger. Was der Mittvierziger mit seinen Händen an der Gitarre zaubert ist aller Ehren Wert und die Stimme dazu beides ergibt mit dem Blues eine Einheit die zu einer der besten Konstellationen im Musikbiz gehören.

Es werden Melodien Note für Note aus den sechs Saiten seiner Gitarre gezaubert als wenn es nichts leichteres gibt. Das Prositive Gesamtbild runden die Backround Sängerinen ab und eine gewaltige Portion Hammond Sound. Das hört sich zwar Retro an ist es aber nicht, das Album ist sehr gut produziert und es sitzt alles punktgenau, es gibt nichts was man bei Joe verbessern könnte der Typ hat es einfach drauf ohne wenn und aber.

Los geht es mit einem stimmigen Intro “Pilgrimage” Schritte, ein Dijurido, dann ein gefühlvolles Gitarrenintro, dann legt Joe mit “Notches” voll los diese Energie und Qualität was für ein Song. “The Heart That Never Waits” mit weiblichen Aaaahs, Oooohs im Backround ein Traum, “Time Clocks” geilster Blues mit viel Gefühl. “Questions And Answers” der richtige Song für einen Soundtrack als Untermalung für eine Szene in der ein Tresor geknackt wird. “Mind’s Eye” eine traurige Ballade, “Curtain Call” bester Roadmovie Soundtrack ganz großes Kino. “The Loyal Kind” zeigt wieder sehr viel Gefühl ohne schnulzig zu werden, “Hanging On A Loser” ein Song für eine Bar in St. Louis, “Known Unknowns” noch mal die Vollbedienung des Joeschen Blues.

Fazit:

Der Mann kann nicht Langweilig, nicht Mittelmaß, nicht Schlecht, alles was Joe mit seinem Gitarrenspiel und Stimme veredelt ist Top Blues. Ich vergebe eine 9 als Bewertung, für einen 10er fehlt noch ein klein wenig.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Pilgrimage
02. Notches
03. The Heart That Never Waits
04. Time Clocks
05. Questions And Answers
06. Mind’s Eye
07. Curtain Call
08. The Loyal Kind
09. Hanging On A Loser
10. Known Unknowns

Balle

KAASIN – Fired Up

Band: Kaasin
Album: Fired Up
Spielzeit: 47:06 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Pride & Joy Music
Veröffentlichung: 19.11.2021
Homepage: www.facebook.com/kaasinmusic

 

Wow was für eine Power, was für eine Energie, gleich der erste Song auf dem Debüt von KAASIN ist ein Burner. Gegründet wurde KAASIN von Gitarrist Jo Henning Kaasin, der auch bei COME TASTE The BAND Gründungsmitglied war und dort auch Gitarrist und Songschreiber war. Dort hat Jo mit Leuten wie Joe Lynn Turner, Glenn Hughes, Doogie White oder Bernie Marsden zusammen gearbeitet. Nach 23 Jahren wurde es für Jo Zeit seine eigene Band KAASIN formieren.

Mit dabei sind Jan Thore Grefstad am Mikro, Staale Kaasin an Bass, Benjamin Dehli an Keyboards und Chris Brush am Schlagzeug. Den Hörer erwarten scharfe Riffs, retro Keyboards, treibender Bass und Schlagzeug die für Feuer unterm Hintern sorgen. Hier kommt Hard Rock kraftvoll und energisch auf den Tisch, die Riffs sind gut platziert, wie auch der Rest der Band, es passt alles angefangen bei der Stimme von Jan über die Gitarre bis hin zu den Becken der Drums.

Der Hard Rock erinnert mal an THE NORSEMAN COMPANY, LED ZEPPELIN, DEEP PURPLE, HEAVEN & HELL, WHITESNAKE, RAINBOW oder kommt mit einer gewaltigen Portion Blues um die Ecke. Der Sound könnte auch aus den Späten 70ern oder 80ern stammen, die Trademarks dieser Zeit sind vorhanden, geile Melodieführungen, RAINBOWsche Songstrukturen die sorfort zünden und Spaß machen. KAASIN ist weder Kopie noch Klon von den erwähnten Vergleichen, irgendwie eigenständig aber der Hang zu den Vergleichen schwebt doch über den Songs die nicht schlecht sind. Sie bieten ein wenig Kontrast zu den anderen Veröffentlichungen, da die Keyboards hier ziemlich retro zu Werke gehen, sie sind denoch präsent genug.

Mit “We Are One” hauen die Jungs einen Raus was für ein Nackenzerstörer, “Hidden” ein Symbiont aus LED ZEPPELIN und DEEP PURPLE. “Smoking Gun” ein geiler Blues Rocker, bei “Carry On” kommen RAINBOW durch. Mit “Shades Of Yesterday” kommt eine sehr gute Ballade eine Mischung aus LED ZEPPLIN, WHITESNAKE und der Eingängigkeit von RAINBOW, “Walking Downwards” ein Lilaweißer Rocker. “Chain Of Love” besser konnten RAINBOW auch nicht der Hit des Albums, bei “Wrong” muss ich passen. “Inside Out” ein Hard Rock Song, “Revelation” ein Rocker im ich schreib mal KAASIN Stil, “Runaway Train” ein geiler Rocker im RAINBOW Stil.

Fazit:

Ein geiles Teil von KAASIN für alle Nostalgiker die auf die Vergleiche können ein muss, ich vergebe eine 8,5.

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. We Are One
02. Hidden
03. The Smoking Gun
04. Carry On
05. Shades Of Yesterday
06. Walking Downwards
07. Chain Of Love
08. Wrong
09. Inside Out
10. Revelation
11. Runaway

Balle

HEART LINE – Back In The Game

Band: Heart Line
Album: Back In The Game
Spielzeit: 46:50 min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: Pride & Joy Music
Veröffentlichung: 19.11.2021
Homepage: www.facebook.com/Heartlinebandofficial

 

Ich habe richtig gelesen, HEART LINE und nicht die Band von Johnny Gioeli. HARDLINE, ein neues Projekt des aus Frankreich stammenden Gitarristen und Produzenten Yvan Guillevic der ein gut funktionierendes Team zusammengestellt hat. Mit an Board sind Sänger Emmanuel Creis, Dominique Braud an Bass, Jorris Guilbaud an Keyboards und Walter Francais an den Drums.

Der 80s Sound erlebt gerade ein riesen Revival, nach der obergeilen NESTOR, CRAZY LIXX und noch einigen mehr kommt nun HEART LINE mit einer gehörigen Portion 80s im Sound. Das Projekt erblickte 2020 das Licht der Welt, in Anlehnung an die guten alten Zeiten und Bands wie WHITESNAKE, BAD ENGLISH, GIANT, BON JOVI, DEF LEPPARD und wie sie alle heißen.

Geboten werden Songs im Gewand und dem Spirit aus dem glorreichen Jahrzent der Rockmusik den 80ern. Die Stimme von Emmanuel ist sehr geil und würde auch bei Sleazern eine mehr als gute Figur abgeben, der Junge hat was in der Stimme. Die Gitarren machen das was sie am besten können, sie hauen ein Riff nach Riff raus, die Solos sind geil gespielt. Die Keys kommen hymnisch 80s typisch rüber und bilden mit den Gitarren eine große Bühne für die Songs, mit dem ein oder anderen Duell der beiden angereichert. Der Bass blubert im Hintergrund, die Drums sind leider ein wenig kraftlos aber wahrnehmbar.

Da wäre dann der Kritikpunkten, der Sound ich gehe davon aus das es an dem MP3 Promos liegt das der Sound leicht schwächelt und mehr Dynamik vertragen könnte. Die Drums sind kraftlos ohne Bumms, die Höhen kommen mir vor als wären sie irgendwie durch eine schwammige Presse gepresst worden, da wäre mit heutigen Mitteln und Wegen mehr drin gewesen.

Dann wären da noch die Songs, die bewegen sich bei den Vergleichen, sehr tief in den 80ern angesiedelt, nicht altbacken sondern frisch mit dem Geist dieses Jahrzehntes. Man könnte beim hören der Meinung sein das die Zeit stehen geblieben sei, doch nein ist sie nicht wenn man auf den Kalender sieht ist es das zweite Jahr mit Corona. Es ist das Jahr 2021 das zweite Jahr ohne Veranstaltungen, ohne Konzerte, ohne Besuch der Ü30 im “House Of Rock”. Einzig die eine oder andere Veröffentlichung beamt einen in eine Zeit zurück in der Corona noch nicht geboren war, es gab damals auch Schatten aber das Licht war in der Übermacht. Also HEART LINE in den Player, Augen zu und eine dreiviertel Stunde den Scheiß um einen herum vergessen, an Konzerte erinnern, an Festivals und Bikertreffen denken, an eine vollen Schuppen wie das “House Of Rock” denken.

Zu einem Kurztrip in eine andere Zeit ist dies der Richtige Soundtrack, leider ist dieser Trip nach 46 Minuten vorbei und die Realität hat einen wieder voll im Griff.

Anspieltipps:

“Fighting To Live”, “One Night In Paradise”, “Hold On”, “Back In The Game”, “Firedance” und “Stranger In The Night”.

Fazit:

Ein geiler Trip in die 80er, und eine Zeit in der unsere Bewegungsfreiheit noch nicht eingeschränkt war. Ich vergebe eine 8, mit druckvollerem Sound wäre mehr drin gewesen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Fighting To Live
02. One Night In Paradise
03. Hold On
04. I’m In Heaven
05. On Fire
06. Back In The Game
07. Once In A Lifetime
08. Firedance
09. Stranger In The Night
10. In The City
11. I Long To Rise

Balle

VOW WOW – Vibe (RG Zeitmaschine)

Band: Vow Wow
Album: Vibe
Spielzeit: 54:14 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: Eastworld / Toshiba-EMI Limited
Veröffentlichung: 1988
Homepage: —

 

Heute geht die Zeitreise mit Doc Brown und seinem Fluxkompensator wieder in die Good Old 80s nach Japan zu der Formation VOW WOW. Im Jahr 1975 ursprünglich als BOW WOW und Metalkombo gegründet und im Laufe der Zeit insgesamt ganze 18 Studio Alben und Sammlungen von Demos sowie vier Liveaufnahmen und einige Best Of Zusammenstellungen veröffentlicht. Im Jahr 1984 wurde der Bandname in VOW WOW geändert, der Sound ein wenig in die Richtung Hard Rock geändert, und nochmals sieben Alben und Demos, vier Livemitschnitte und einige Best Ofs veröffentlicht. Dieses Album ist aus dem Jahr 1988 welches in Japan unter dem Titel “Vibe” herauskam. Ein Jahr später 1989 wurde dieses Album mit einem Song weniger und zwei unterschiedlichen Songs für den US und Europamarkt unter dem Titel “Helter Skelter” nochmals veröffentlicht. Beide Versionen sind nicht gerade günstig egal ob Neu- oder Gebrauchtware. Aber selbst Preise bis 25 € ist dieses Stück Rockgeschichte jeden Cent wert.

Ich glaube damals am Ende des Jahres 1989 meinte ein Kumpel von mir er hat einen musikalischen VW GTI auf dem Plattenteller, da er den Bandnamen so dämlich ausgesprochen hat das ich wirklich VW verstanden habe. Als die ersten Takte kamen war mir klar das Ding muss ich haben, eine Woche später hatte ich das Vinyl und vor einigen Jahren kam ich günstig an eine Japan CD.

Ich könnte nicht aussagen ob es VOW WOW noch gibt, denke aber eher nicht. Es gibt eine Homepage von BOW WOW die sich aber auf einem Stand von 2013/14 befindet und nicht wirklich aktuell zu sein scheint.

Was erwartet den Hörer auf dem Album, richtig grooviger Melodic Hard Rock, der einzig durch das harte Englisch von Sänger Genki Hitomi an Japan erinnert. Der Hard Rock könnte durchaus auch aus Europa oder auch den USA stammen, es fehlt an nichts. Die Songs sind sehr gut komponiert, stark und sauber eingespielt, und die Produktion haut einem fast die Trommelfelle aus den Gehörgängen. Die Girarren kommen messerscharf und in der richtigen Härte aus den Boxen. Mal mehr oder weniger eingesetzte Keys bilden eine saustarke Bühne und erzeugen einen Sound der kraftvoll und ernergisch ist und im laufe der 33 Jahre nichts an Faszination verloren hat. Bass und Schlagzeug machen auch Druck und erzeugen so ein Fundament das großes Kino bietet. Vergleichen kann man VOW WOW nicht wirklich da sie ihren eigenen Sound gefunden haben und diesen zelebrieren. Genki hat eine einmalige Röhre die man kein zweites mal findet, einzig der harte Akzent erinnert an Japan, kann aber bei der Dichte an Hits vernachlässigt werden. Noch zum Lineup gehörten damals Kyoji Yamamoto an Gitarren, Neil Murray an Bass, Rei Atsumi an Keyboards und Toshihiro Niimi an den Drumsticks.

Los geht es mit dem Groove Stampfer “Spellbound”, “Fade Away” zeigt eindrucksvoll das können der Jungs. Mit “I Feel The Power” folgt der richtige Song fürs Radio und die Tanzfläche, der Song allein würde jede festgefahrene Party wieder in Schwung bringen. “Helter Skelter” die Nippon Vision des BEATTLES Hits, mit “The Boy” kommt eine stark in Szene gesetzte Ballade. “Rock Me Now” der Inbegriff einer Hymne für die Rockmucke auch Radiokompatibel, “You’re The One For Me” hört sich am Anfang ein wenig schräg und funky an dies legt sich sobald der Song in die vollen geht. “Talking Bout You” einer der besten Rocksongs, hier bemerkt man was die Jungs drauf hatten, “Turn On The Night” das nächste Highlight was für ein Rocker. “Night By Night” gibt mächtig Gas und rockt sich tough durch die Strophen, mit “Never Let You Go” folgt eine der besten Balladen, bei “Keep On Moving” wollen die Jungs mit Mach 2,8 durch die Schallmauer.

Fazit:

Ein Highlight wird vom nächsten abgelöst, eine der besten Rockscheiben der 80er Jahre. Für alle die das Album nicht kennen reinhören und auf die Suche begeben.

WERTUNG: —

Trackliste:

01. Spellbound
02. Fade Away
03. I Feel The Power
04. Helter Skelter
05. The Boy
06. Rock Me Now
07. You’re The One For Me
08. Talking Bout You
09. Turn On The Night
10. Night By Night
11. Never Let You Go
12. Keep Moving

Balle

THE UNITY – The Devil You Know Live

Band: The Unity
Album: The Devil You Know Live
Spielzeit: 60:04 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Steamhammer / SPV
Veröffentlichung: 12.11.2021
Homepage: www.facebook.com/unityrocksofficial

 

Endlich wieder Live Feeling, endlich wieder Live Atmosphäre leider nur auf Tonträger aber immerhin mal wieder Liveklänge. Die Aufnahmen stammen von Konzerten aus 2017 bis 2020 in Deutschland und Europa. Drei Studioalben, eine vielzahl an Konzerten und eine beachtliche Fanbase die die Jungs erspielt haben. Corona verseuchte Zeiten und das Gegenmittel eine Liveplatte von THE UNITY. Wer gehört zu THE UNITY der Vocalakrobat Gianbattista Manenti, Henjo Richter und Stef E an Giararren, Jogi Sweers an Bass, Sascha Onnen an Keys und Michael Ehre an den Drums.

Was kann man von dem Livemitschnitt erwarten, geilen Melodic Metal der nicht zu Hochglanz poliert wurde, man hört den Livesound. Die Band war bei den Aufnahmen bestens drauf und Gianbattista gut bei Stimme, die Girarren sind Bretthart wie das Konifahrwerk in meinem Ollen RS, die Solos zünden ein Feuerwerk, die Keys legen einen Teppich unter die Gitarren. Der Bass und vor allem der Berserker an den Sticks macht einen Job, diese Energie und Intensität, eine wahre Freude.

Ich wurde damals durch den Song “The Storm” auf die Truppe aufmerksam, als ich die CD dann hatte war ich mehr als beeindruckt von der schieren Power und Melodie das ich mir nach dem zweiten Album auch das Erste und auch letzte zugelegt habe.

Die Songauswahl kann als Gelungen bezeichnet werden eine Art Best Of im Livegewand. Es macht einfach nur Spaß die Songs zu hören, die Reaktionen und Interaktion von Publikum und Band. So simpel es auch klingt aber da stimmt die Chemie zwischen Band und den Besuchern der Konzerte, die Band versteht es gute Laune zu verbreiten und das Publikum damit anzustecken. Schade das ich nicht bei einem der Konzerte dabei war, aber vielleicht ist der ganze Coronadreck bald vorbei damit die Veranstaltungsbranche wieder mit Konzerten und Festivals loslegen kann.

Bei den Songs “Last Betrayal”, “No More Lies”, “Welcome Home”, “Firesign”, “The Storm”, “The Willow Tree” ach was solls bei allen Songs merkt man wenn man nicht dabei war das man etwas verpasst hat und eine Lücke im Leben hat.

Fazit:

Geile Auftritte von den Jungs, ich bin fast schon ein wenig neidisch auf die Leute die dabei waren. So kann die Geraliaconnection meinetwegen weiter machen, ich bin dabei und für jede Schandtat zu haben.

WERTUNG: —

Trackliste:

01. Revenge (Intro)
02. Last Betrayal
03. No Hero
04. No More Lies
05. Welcome Home
06. Firesign
07. The Storm
08. We Don’t Need Them Here
09. The Willow Tree
10. You Got Me Wrong
11. Close To Crazy
12. Never Forget

Balle