SPACE VACATION – White Hot Reflection

Trackliste:

01. Reign In Hell
02. Playing With Fire
03. Transcending
04. Iceberg
05. Walk Away
06. Being Evil
07. Middle Ages
08. Burn With Me
09. Don’t Say It
10. Win The Night
11. Sleep Tight
12. When Heroes Die
13. Out Of Time

Spielzeit: 59:43 min – Genre: US Metal – Label: Pure Steel Records – VÖ: 29.04.2022 – Page: www.facebook.com/spacevacationmusic

 

SPACE VACATION aus den US of A mir bis jetzt völlig unbekannt, schlagen mit ihrem fünften Album auf. Da ich die Vorgänger nicht kenne kann ich keine Vergleiche mit diesem Album anstellen. Die Band behauptet über dieses Album, dass es das beste Werk von ihnen sei. Zu den Spacemen gehören Scott Shapiro an Mikro und Gitarren, Kiyoshi Morgan an Gitarren, Kai Sun an Bass und die Drums bedient Eli Lucas.

Was bieten die Jungs, ein Riffgewitter nach dem Anderen, in bester Mitte der 80er US Metal Tradition, stark, hart, mit eingängigen Refrains. Scott hat eine angenehme Stimme die nicht nervt oder zum Kreischen neigt, die Gitarristen spielen sich die Finger auf ihren Griffbrettern blutig, der Bass tritt in den Allerwertesten und die Drums machen einen auf Berserker.

Das Gitarrenspiel erinnert in den Strophen teilweise mal an DOKKEN oder SKID ROW, aber immer noch im Metal angesiedelt.

Die Produktion hat Dampf und kommt mit Hochdruck aus den Boxen und sollte bei jedem Banger für Freudentränen sorgen. Der ideale Soundtrack für eine 80s Revival Night mit US Metal. Zu vergleichen mit METAL CHURCH, ARMORED SAINTS, RIOT und ANGEL WITCH.

Kein neues Rad oder neuer Stern am Himmel, aber dafür wiedermal altes und bewährtes gut bis sehr gut präsentiert.

„Reign In Hell“ beginnt mit einer Art Kirchenmeditations Introsität geht dann gleich in einen flotten Kopfschüttler über mit geilem Refrain, „Playing With Fire“ ein typischer 80er US Metal Song cool mit starkem Refrain. „Transcending“ geht voll durch die Wand, „Iceberg“ kommt gut nicht ganz so flott, „Walk Away“ ein geiler Brecher. „Being Evil“ er richtige Song für die Discos, „Middle Ages“ ein Funsong cool und Discotauglich. „Burn With Me“ kann auch einiges reißen mit coolem Riffing ausgestattet, bei „Don’t Say It“ wird volle Fahrt aufgenommen, „Win The Night“ drosselt das Tempo wieder ein wenig. „Sleep Tight“ ein kurzes Griffbrett Intermezzo, „When Heroes Die“ ein geiler Brecher stark und cool, „Out Of Time“ gibt wieder Vollgas.

Balle

PILOTS OF THE DAYDREAMS – Angels Are Real

Trackliste:

01. Angels Are Real
02. Lost In Brotherhood
03. Picture Of My Sin
04. That’s What We Are
05. Calling The Gods
06. Closer To The Sky
07. God’s Fire
08. Starlight
09. Haunted By Love
10. Walk On Water

Spielzeit: 43:05 min – Genre: Alternative Rock – Label: Recordjet – VÖ: 01.03.2021 – Page: www.facebook.com/potdrock

 

Die Schweizer PILOTS OF THE DAYDREAMS haben sich über die Talentschmiede gemeldet, wurden am 23.03.2022 HIER bei uns in dieser eingehend Vorgestellt. Deshalb alles nur am Rand.

Zum Trio gehören Marco Predicatori am Mikro und Gitarren, Walo Boroletto am Bass und Biagio Anania am Schlagzeug.

Die drei Eidgenossen sorgen für einen Sound, da wackelt die Bude und es werden sämtliche Regale abgeräumt. Wie von Schweizer Rockern gewohnt wird gewaltig gerockt und gute bis sehr gute Mucke geboten. Angelehnt an THE TEA PARTY, THE CULT, STONE TEMPLE PILOTS, KINGS X oder MILES KENNEDY aber auch eine gewaltige Portion U2 rocken die Drei sich durch das Album.

Die Vocals sind sehr gut ausgeführt und erinnern öfter mal an Bono von U2, die Gitarren erinnern öfters an THE CULT oder auch an U2 und kommen Cool rüber und sehr gut zur Geltung, Bass und Drums sind immer vorhanden und wahrnehmbar.

Normal bin ich kein Fan von Alternative oder zu Moderner Ausrichtung des Sounds, wurde aber z. B. bei DYMYTRY positiv überrascht und genau so verhält es sich auch hier. Das Trio versteht es energiegeladene Songs attraktiv zu verpacken und gut bis sehr gut aus der Hüfte zu Zocken. Noch kein Top Niveau aber wenn die Reise so weiter geht auf einem guten Weg dorthin, der Ansatz und Potential sind vorhanden. Boys ich behalte euch im Auge.

Beim Opener „Angels Are Real“ gehen Prog, Alternative und ein wenig Stoner eine gekonnte Fusion ein, „Lost In Brotherhood“ ein starker Rocker mit viel Melodie und Drama inszeniert. „Picture Of My Sin“ kommt im THE CULT Stil einfach nur geil. „That’s What We Are“ ein langsamer Rocker, „Calling The Gods“ ein nachdenklich stimmender Rocker im Fahrwasser des Vorgängers. „Closer To The Sky“ macht was her, „God’s Fire“ ein cooler Rocker. „Starlight“ kommt mit leichten Stoner Vibes, „Haunted By Love“ so ein eingängiger Symbiont aus THE CULT und U2 geiles Zeugs, „Walk On Water“ noch so ein geiler Rocker die Fusion aus U2 und THE CULT.

Balle

PIRATES OF METAL – Cuts From The Deep EP

Trackliste:

01. Mutiny
02. Dread Wolf
03. Ship Of Doom
04. Give Me Grog (Or Give Me Death)
05. Battle On The High Seas

 

 

 

 

Spielzeit: 19:38 min – Genre: Pirate Power Metal – Label: Eigenproduktion – VÖ: 14.04.2022 – Page: www.facebook.com/PiratesofMetal/

 

Halt, Stopp! Die Jungs nennen sich PIRATES OF METAL, die werden doch nicht, nöö oder doch. Aber erst mal von Anfang an gegründet 2003 im Vereinigten Königreich. Zu den Freibeutern gehören Ewan Mackay am Mikro, Alistair Hodgson und Srdjan Bilic an Gitarren, Ed Rule am Bass und Drums von Milan Jejina und Srdjan Bilic. Die Protagonisten wurden von Bands wie IRON MAIDEN, SAXON ANNIHILATOR und MEGADETH beeinflusst. Zwischen 2003 bis 2008 veröffentlichte die Band jeweils ein Demoalbum und Demo EP in einer Zeit als diese Art von Musik nur noch ein Indie oder Randdasein fristete und völlig in Vergessenheit geraten schien.

Was kann man von den Boys erwarten wenn man sich auf die Kaperfahrt einlässt. Es kommt Pirate Metal in Reinkultur raus, mit Einflüssen von RUNNING WILD, ANNIHILATOR und MEGADETH wobei der Hauptanteil beim Riffing bei den Deutschen Freibeutern liegt.

Die Vocals sind gut ausgeführt, die Gitarren verursachen regelrechte Unwetter in den Gehörgängen. Der Bass und die Drums treiben die Fregatte in die nächste Seeschlacht in der Karibik. Der Härtegrad ist genau richtig für diesen coolen Metal. Die Jungs sind in der Lage die Nachfolge von Mr. RUNNING WILD Rock N Rolf anzutreten wenn dieser sich mal zur Ruhe setzt oder an einem Galgen in Tortuga baumeln sollte.

Noch nicht ganz das Niveau wie die Vorbilder, aber man hört Potential. Wenn die Jungs den Trash Anteil in den Hintergrund rücken und die Melodien und Harmonien ein wenig nach Vorne gehen lassen könnte unter Umständen eine zukünftige Ausgewachsene Sensation rauskommen.

„Mutiny“ ein cooler und starker Brecher macht den Einstieg, „Dread Wolf“ lässt alles fliegen und bricht durch jede Wand. „Ship Of Doom“ nahe an der Trash Grenze, „Give Me Grog (Or Give Me Death)“ das Riffing und die Backround Vocals könnten von RUNNING WILD stammen, „Battle On The High Seas“ macht cool den Rausschmeißer.

Balle

MÄRVEL – Grace Came With Malice!

Trackliste:

01. Slasher With A Broken Heart
02. The Disaster
03. Sound Of Life Slipping Away
04. Great Man
05. Grace Came With Malice
06. One Common Enemy
07. Sorry State Of Affairs
08. Lizard’s Tongue
09. Hot Nite In Dallas
10. Queen For A Day

 

Spielzeit: 35:50 min – Genre: Rock – Label: The Sign Records – VÖ: 22.04.2022 – Page: www.facebook.com/marveltheband

 

Mir ist die schwedische Kombo MÄRVEL kein Begriff und absolut unbekannt. Das Trio treibt seit 2002 sein Unwesen im Musikbiz, trotz bis jetzt acht Alben und neun Singles und EPs, haben es die drei erfolgreich geschafft sich vor mir zu verstecken. Bestehen aus den drei Protagonisten The King an Mikro und Gitarren, The Burgher an Bass und Vicar an den Drums.

Das Trio sorgt für gewaltigen Alarm in der Bude, geboten wird High Energy Rock N Roll mit einem leichtem Glamfaktor und einer winzigen Punkattitüde. Die Vocals erinnern an einen kleinen Bruder von Paul Stanley, die Gitarren machen einen auf Rocker, der Bass wummert schön vor sich hin und die Drums treiben ohne Ende alles nach vorne. Die Produktion ist kraftvoll und Transparent macht bei jedem Song Druck.

MÄRVEL lassen sich schlecht in eine Schublade einordnen am ehesten trifft es wenn man das vorliegende Album als Mix aus viel KISS, ein leichter Schuss Bombast von URIAH HEEP, viel STARMEN und leichten THE CLASH Vibes ansieht. All diese Eigenschaften verpackt in attraktive Songs die Spaß machen. Die Songs kommen im typischen skandinavischen Coolen Stil daher und können überzeugen. Das Album hört sich in keiner Weise an als wenn kopiert wurde, es kommt beim hören einfach guten Laune auf. Man wird an Vergleiche erinnert da der Spirit von diesen über den Köpfen der Band schweben.

Die Jungs haben es drauf attraktive Musik zu komponieren und auch genauso ein zu spielen, einzig die Spielzeit mit knapp 36 Minuten länge ist negativ zu sehen. Die Party ist leider viel zu früh vorbei, ein paar Songs in dem Kaliber mehr und 10 bis 15 Minuten länger wären nicht schlecht gewesen aber lieber kurz und gut als lang und langweilig, denn das könnte jeder.

„Slasher With A Broken Heart“ ein flotter Rocker mit viel Energie, „The Disaster“ ein starker Rocker mit geilem Refrain. „Sound Of Life Slipping Away“ das Ding rockt gewaltig nach vorne, „Great Man“ geht straight nach vorne. „Grace Came With Malice“ ein von Akustikgitarre getragener Softrocker, „One Common Enemy“ ein geiler Highenergy Rocker mit starken Hooks. „Sorry State Of Affairs“ erinnert an ein Ehepaar bestehend aus RICK SPRINGFIELD und KISS. „Lizard’s Tongue“ ein geiler locker aus der Hüfte gezockter Rocker mit viel Energie und Melodie, „Hot Nite In Dallas“ ein Vollgas Rocker, „Queen For A Day“ ein melodischer Rocker.

Balle

RONNIE ROMERO – Raised On Radio

Trackliste:

01. Sin’s A Good Man’s Brother (Grand Funk Railroad)
02. Backstreet Love Affair (Survivor)
03. No Smoke Without A Fire (Bad Company)
04. I Was Born To Love (Queen)
05. Play The Game Tonight (Kansas)
06. Carolina Country (Elf)
07. Girl On The Moon (Foreigner)
08. Gypsy (Uriah Heep)
09. Voices (Russ Ballard)
10. All Along The Watchtower (Bob Dylan)
11. Since I’ve Been Loving You (Led Zepplin)

Spielzeit: 49:00 min – Genre: Classic Hard Rock – Label: Frontiers Music s.r.l. – VÖ: 15.04.2022 – Page: www.facebook.com/ronnieromeroofficial

 

Einer der derzeit besten Sänger im Rock, Hard Rock und Metal Bereich RONNIE ROMERO veröffentlichte ein Coveralbum mit einer Auswahl von Klassik Songs die für Ronnie etwas besonderes bedeuten und ihn beeinflusst haben. Unterstützt wurde Ronnie am Mikro noch von Srdjan Brandovic an Gitarre, Javi Garcia an Bass, Andy C an Drums und Alessandro Del Vecchio an Keyboards und Produktion.

Auf dem Album kommen Songs von Acts wie RUSS BALLARD; SURVIVOR, FOREIGNER, QUEEN oder auch LED ZEPPLIN zu neuen Ehren. Schauen wir uns das Album mal genauer an, was Ronnie daraus gemacht hat und ob er überzeugen kann.

Die Gitarren hauen mit Riffs um sich und sorgen für Alarm, die Keys kommen in der richtigen Dosis aus den Boxen, der Bass ist deutlich zu hören und die Drums spielen den Antreiber und treten in den Allerwertesten aller Beteiligten.

Die Produktion ist mit viel Bumms ausgeführt worden und ringt den Membranen der Boxen Höchstleistungen ab. Kurz das Ding prügelt aus den Lautsprechern ohne Wenn und Aber.

Über die Stimme Ronnies kann man nur schreiben, der kleine aus Südamerika hat einen Bombenstimme die oft an Dio, Steve Lee und Johnny Gioeli erinnert ohne diese zu kopieren. Starke Leistung und ebenso umgesetzt, aber bei QUEEN und RUSS BALLARD hab ich die Originale im Ohr.

„Sin’s A Good Man’s Brother“ kommt hart und geil, „Backstreet Love Affair“ mit Pianopassagen geil gemacht. „No Smoke Without A Fire“ wie oft der Schinken schon gecovert wurde weiß ich nicht aber selten so stark wie hier, „I Was Born To Love“ leider nur von QUEEN perfekt zu bringen, nicht schlecht aber ich habe immer Freddie im Ohr. „Play The Game Tonight“ kommt wieder besser aus den Puschen, mit „Carolina Country“ wird gebluesed was die Klampfe hergibt. „Girl On The Moon“ kommt härter als im Original, „Gypsy“ sorgt für ordentlich Alarm an der Front das Dingens rockt wie Sau. „Voices“ kommt ungewöhnlich hart stark gemacht aber ich bin seit den frühen 80ern ein RUSS BALLLARD Fan, „All Along The Watchtower“ kommt Furztrocken und Bretthart aus den Boxen gut umgesetzt, „Since I’ve Been Loving You“ locker und lässig aus der Hüfte gebluesed.

Balle

SANDNESS – Play Your Part

Trackliste:

01. High Tide (Mark)
02. Today Tonight (Robby)
03. Someone So Bad (Mark)
04. No Filter (Robby)
05. Supernova (Mark)
06. All I’ve Learnt (Mark)
07. Be The One (Robby)
08. Give It All (Beide)
09. Lights On (Robby)
10. The One Who Tricked The Devil (Robby)
11. Bad Company (Mark)
12. Go With The Flow (Robby)
13. Turn On The Night (Robby) Kiss Cover

Spielzeit: 49:47 min – Genre: Frecher Melodic Hard Rock – Label: Rockshots Records – VÖ: 20.05.2022 – Page: www.facebook.com/Sandnessband/

 

Meine aus drei positiv verrückten Rockern bestehende SANDNESS Family vom Gardasee ist Back, und wie. Als hätten sie nie eine Pause gemacht, wenn man bedenkt das die Drei einem Dayjob nachgehen, noch ziemlich jung sind und einfach geile leicht Vorlaute Mucke zocken. Die Jungen Wilden sind Mark Denkley einer von zwei Leadstimmen und Bass, Robby Luckets die zweite Leadstimme und Gitarren und dann noch Metyou ToMeetyou an den Drums. Geschrieben wurden die Songs von der Band mit Unterstützung von Michele Guaitoli der auch als zusätzlicher Musiker für die Tasteninstrumente verantwortlich ist.

Nach jeweils drei EPs und Alben folgt nun das vierte Output der sehr talentierten Jungs aus Bella Italia, das letzte Album „Untamed“ von 2019 wurde von mir reviewt und machte einen sehr guten Eindruck bei mir das ich mir die Alben zulegte, am Sound gegenüber dem Vorgänger hat sich nichts verändert.

Die Mucke besteht ausnahmslos aus geilen Melodielinien, durch die beiden Frontmänner wird das ganze zum positiven Üei. Mark und Robby machen einen Topjob am Mikro, Robby haut einen Lick nach dem anderen aus den Boxen. Mark wummert mit dem Bass durch die Songs. Meety lässt die Sticks fliegen und treibt wie Sau. Die Keys gehen mit den Gitarren ein Wechselspiel der guten Laune ein.

Die Auslegung des Sounds lässt sich schwer beschreiben ich versuche es mal mit einfach nur sehr guter Mucke die mit Überschall in die Gehörgänge rast und sich da breit macht und irgendwo bei BLACK DIAMONDS, ECLIPSE und CRAZY LIXX liegt ohne diese zu kopieren. Die drei haben ein sehr feines Gespür für Melodie und Harmonie.

Die Produktion drückt auch mit Gewalt aus den Membranen der Boxen und hat Schmackes und Energie. Über den Vocals schwebt der Geist der BEATTLES, SWEET, SMOKIE und SLADE was nicht als Nachteil zu sehen, sondern vielmehr als Kompliment gemeint ist.

Ich habe des Öfteren Kontakt zu Mark und er Versucht sein bestes SANDNESS nach Deutschland zu bringen. Ich hoffe er kann es ermöglichen ich würde die Jungs gerne Live on Stage sehen und mal in Real Life auf einen Drink treffen.

Mit „High Tide“ gelingt ein Einstieg nach Maß das Dingens Rockt wie Sau, in dem Video zu dem Song nehmen sich die Jungs nicht wirklich ernst. „Today Tonight“ der nächste gute Laune Rocker KISS meets ABBA. „Someone So Bad“ lässig locker aus der Hüfte gezockt der Refrain erinnert von der mehrstimmigen Auslegung an SWEET, „No Filter“ ein eingängiger Rocker überzeugt auch auf ganzer Linie. „Supernova“ irgendwie schräg aber stark, „All I’ve Learnt“ eine sehr gute Powerballade. „Be The One“ ein geiler flotter Rocker mit Fanfaren Keys, „Give It All“ ein gnadenloser Ohrwurm die Jungs machen einen auf Hitmacher. „Lights On“ der nächste starke Rocker, „The One Who Tricked The Devil“ das nächste Highlight die Riffs werden einem regelrecht um die Ohren geprügelt. „Bad Company“ ein eingängiger flotter Fetzer für die Tanzfläche, „Go With The Flow“ überzeugt auch, „Turn On The Night“ ein nettes KISS Cover.

Balle

SKIN N‘ Bones – Speak Easy (RG Zeitmaschine)

Trackliste:

01. Madhouse
02. Hellraiser
03. Mr. Downtown
04. Cheap Thrills
05. So Far Away
06. Nail It Down
07. Resurrection Love
08. Cover Me With Roses
09. Hey Stupid
10. Nymphomania
11. Kiss This
12. All The Girls In The World
13. Let Her Go
14. Out With The Boys
15. My World
16. U Drive Me Crazy
17. Stone Cold Crazy (Live)

Spielzeit: 72:22 min – Genre: Glam / Sleaze / Hard Rock – Label: Victor / Metal Mayhem Music – VÖ: 1990/2003 – Page: www.johnnyvance.com/skinbones/p1.html

Dieses Album wurde ursprünglich 1990 unter dem Titel „Not A Pretty Sight“ veröffentlicht, 2003 nochmals von Metal Mayhem Music unter dem Titel „Speak Easy“ zusätzlich mit sechs Bonustracks die sich auf der EP „Madhouse“ befinden veröffentlicht. Die ersten fünf Songs und der letzte Track stammen von dieser EP. Beide Veröffentlichungen sind auf CD schwer zu finden.

Zur Band gehörten Johnny Vamp am Mikro, Jimi K. Bones an Gitarren, Steve Mach an Bass und Gregg Gerson an den Drums. Was die vier Rocker auf die Hörerschaft los gelassen haben ist ein Traum in Kunststoff mit Sau guten Songs, mit genügend Dreck im Sound aber auch mit viel Melodie, der richtigen Härte ausgestattet. Der Sound befindet sich irgendwo zwischen Glam, Melodic, Sleaze und Hard Rock immer mit dem Blick auf Eingängigkeit und Melodie. Die Härte ist genau richtig, der Dreck wird auch nicht übertrieben es passt eigentlich alles, bis auf das die US-Boys nie die Anerkennung bekamen die sie verdient hätten und ein Leben im Schatten der Großen lebten.

Vergleichen kann man den Stil als Mischung aus ASPHALT BALLET, TATTOO RODEO, JESSE STRANGE, BLUE TEARS, ROCKHEAD, DIRTY LOOKS, DIRTY RHYTHM, FIREHOUSE, ROUGH CUTT, TANGIER, BLONZ, BRASS KITTEN, FIERCE HEART, POISON wie sie damals Ende 80 Anfang 90 angesagt waren, und das auf einem sehr hohem Niveau.

Die Vocals sind dreckig und geil, die Gitarren machen Druck, der Bass kommt schön durch und die Drums treiben eine Riesen Herde Bullen vor sich her. Hier handelt es sich mal wieder um ein Unkown Gem das leider niemals richtig beachtet wurde. Die ganze CD ist Party tauglich und die Mehrheit der Songs Radio oder Disco kompatibel.

Wer das Ding nicht kennt und Probehören sollte, muss aufpassen das er nicht vom Skin N Bones Fieber angesteckt wird. Der Rundling rockt einfach nur alles um was vor die Membranen hüpft, die Melodien und Refrains bleiben ewig in den Gehörgängen und krallen sich während dessen fest und bei jedem weiteren Durchgang immer fester. Ich weiß nicht wie oft ich das Sahneteil schon gehört habe, und es kommt kein bisschen Langeweile auf egal wie oft man das Ding hört. Von Abnutzungserscheinungen keine Spur, und für mich eine der besten Scheiben die aus den USA kam. Es gibt da zwar einige aber dieses Album gehört mit Sicherheit dazu und hat mehr Aufmerksamkeit und einen Review in der Zeitmaschine mehr als verdient.

„Madhouse“ ein flotter cooler Rocker mit geilem Refrain, „Hellraiser“ ein versautes Cover von SWEET. „Mr. Downtown“ eine Powerballade mit starker Melodieführung und geilem Refrain, „Cheap Thrills“ flott, energisch einfach geil, „So Far Away“ kommt relaxt und cool aus den Boxen. Mit „Nail It Down“ startet das Album genial ein versauter Ass Kicker ohne Wenn und Aber, „Resurrection Love“ ein krachendes Highlight für Disco und Radio Melodic Rock der Extraklasse. „Cover Me With Roses“ ein Endgeiler Schmachtfetzen eine der Besten Powerballaden die ich kenne, perfekte Vocals, perfekte Chöre beim perfektem Refrain. „Hey Stupid“ zieht das Tempo wieder an mit geilen Riffs, „Nymphomania“ ein dreckiger Arschtreter. „Kiss This“ flott und stark, „All The Girls In The World“ kommt mit BEACH BOYS und BLUE TEARS Vibes um die Ecke. „Let Her Go“ das nächste Highlight wieder so eine oberaffengeile Powerballade mit allem serviert von den Jungs, ein Song der einem kalte Schauer den Rücken runter Jagd. Wenn es gerecht im Musikbiz zugehen würde wäre der Song ein #1 Superhit geworden. „Out With The Boys“ geht wieder voll nach vorne, „My World“ ein Rocker mit einem Riffing, ein Herr Lichter würde behaupten „Ein träumchen“. „U Drive Me Crazy“ gibt nochmal Gas einfach nur geil, „Stone Cold Crazy (Live)“ nicht schlecht aber vom Sound her nicht das Wahre.

Balle

BOBA CAT – Maximum Erection

Trackliste:

01. Boba Cat (Intro)
02. Iron Girl
03. Electric Power Orgasm
04. Bleeding While Shitin‘
05. Sakana Disupensa
06. Gentlemen’s Argreement (Oh Joe)
07. Sally I Banged You Mom Last Night
08. Nipple Twist
09. Chickfarm
10. Pro Christ
11. Homecumming
12. Fuck Him Up
13. Gettin‘ Naked (… Is What Friend’s Do)
14. Hocus Pocus
15. Plane Crash
16. Retared Moment

Spielzeit: 54:58 min – Genre: ich bin sprachlos – Label: Eigenproduktion – VÖ: 08.04.2022 – Page: www.facebook.com/bobacatband

 

Da legst di nidda!!! Für was für einen Schmarn habe ich mich da gemeldet, allein der Blick auf die Trackliste lässt nichts Gutes vermuten. Allein die Titel verraten ich bekomme es mit einer dreckig versauten Party oder sagen wir mal Orgie in einem Swingerclub zu tun. Also die Scheuklappen beiseitegelegt und Open Minded an die Sache gegangen.

Textlich wird es selbst mit drei Flaschen Jacky nicht besser, aber das dezent in den Hintergrund gerückt und mal ein wenig Google bemüht, denn mir ist bis jetzt nichts von BOBA CAT bekannt. Auf deren Homepage betiteln sich die Jungens doch tatsächlich selbst als Berliner Sesselfurzer, das ist eine Ansage die nur durch die Künstlernamen getoppt wird. Diese sind bestimmt in einer Suffnacht beim Komasaufen und gleichzeitigem ansehen eines „Eis am Stiel“, „Porkey’s Rache“ zusätzlich noch „Mad Mission“ Marathon entstanden.

Bestehen aus vier Vollchaoten vor dem Herren Buzz Dee an Mikro und Gitarre, Joe Kartoffel am Bass, Eric High Def an den Tasten und Buffalo Till an den Drums. Die Vocals gehen in Ordnung und sind anständig ausgeführt, die Gitarren haben genug Bühne, die Tasten sind entweder im Hammondstil, Fanfarenhaft oder einfach nur Retro 80s auf Konserve gepresst. Der Bass ist dezent wahrnehmbar und die Drums kommen mit viel Energie aus dem Hintergrund. Den Sound kann man als Retromucke der 80er mit Einflüssen aus den 70ern wie dem Glamfaktor oder die Hammondsounds aus dieser Zeit sehen. Das Wechselspiel einmal mit Hammond einmal mit Fanfaren 80s Keyboards ist positiv zu bewerten. Das Können der Vier Vollchaoten ist auch nicht von schlechten Eltern einzig durch die platten, stumpfsinnig und hohlen Texte gibt es 1,5 Punkte Abzug. Sorry Jungs ihr habt einiges drauf warum dann solche sinnlos Texte. Beim nächsten Mal ein wenig mehr Poesie im Text und nicht so versaut dann gibt es eine höhere Wertung. Mit anderen Texten hätte ich eine 8 vergeben so bleibt eine 6,5 übrig. Das geht voll auf die nicht jugendfreien Texte.

Das Intro „Boba Cat“ eröffnet das was folgen wird, „Iron Girl“ kommt flott mit Anklängen von Hammond Sounds. „Electric Power Orgasm“ ein flotter Nackenbrecher, „Bleeding While Shitin‘“ das Intro kommt nicht wirklich gut rüber allerdings ist der Song jetzt nicht schlecht. „Sakana Disupensa“ um bei den verbalen Ergüssen der Band zu bleiben, das Ding ist sowas fürn Arsch, „Gentlemen’s Argreement (Oh Joe)“ kommt mit sowas von Preußen englisch das es zum fürchten ist, und dann noch einige Wörter in Deutsch, wenn das blödeln mal vorbei ist kann der Song sogar was. „Sally I Banged You Mom Last Night“ der Song kommt mit viel Melodie aus den Boxen, „Nipple Twist“ Elvis auf Tittenspieler einfach nur überflüssig. „Chickfarm“ kommt mit herrlichem Hammondthema zum träumen ja wenn der Text nicht durch die Bilder im Kopf Alpträume hervorrufen würde, „Pro Christ“ kommt leicht angemetalt und Episch rüber die Vocals versagen hier allerdings beim Growling. „Homecumming“ kommt im BEATTLES Gewand mit viel QUEEN und Hammond, kann was bis ja ich wiederhole mich Text, „Fuck Him Up“ das Riffing erinnert mich in den Strophen an BLACK SABBATH und DEEP PURPLE auch wieder mit dem Einsatz der Hammond. „Gettin‘ Naked (… Is What Friend’s Do)“ fängt dezent mit einem Bäuerchen und Akustik Gitarre an und entwickelt sich zu einem echten kompositorischen Highlight, „Hocus Pocus“ kommt im 70s Style aus den Boxen. „Plane Crash“ ein heftiger 70s Style Rocker gehört zu den besseren Songs, „Retared Moment“ ein Outro wie auf den Munich’s Samplern gerne verwendet wurde. Dann folgen noch die beiden Hidden Tracks „Erika R Troffel“ mit gesprochener Einleitung und dann im Volksrockerstyle geblödelt, „Eric The Alien“ einmal NDW mit Synthy müsste nicht sein.

Balle

CITY – Die letzte Runde

Trackliste:

CD1:

01. Die Hymne (Come Together)
02. Tanz mit mir
03. Wir haben Wind gesät
04. Die Sonne geht auf
05. Is‘ soweit
06. Ticket nach Athen
07. Die glorreichen Zwei
08. Apoklypso
09. Ja ich lebe
10. Aus der Ferne 2.0
11. Du hast mich berührt
12. Nach Hause
13. Mit offenen Armen

CD2:

01. Klarer Fall
02. Die erste Runde
03. Susann (Berlin)
04. Glastraum
05. Gute Gründe
06. Casablanca
07. Wand an Wand
08. Am Fenster
09. Wir haben Wind gesät
10. Die Sonne geht auf
11. War gut

Spielzeit: 104:28 min – Genre: Deutsch Rock – Label: Electrola/Universal Music – VÖ: 01.04.2022 – Page: www.facebook.com/CITY.Ostrock

 

Die Kultrocker CITY melden sich anlässlich ihres 50. Geburtstag mit einem Doppelpack zurück, CD 1 enthält neue Songs, CD 2 enthält musikalische Verneigungen von Kollegen wie SILLY, MATTIAS REIM, HENNING WEHLAD und DIETER BIRR. Obendrauf gibt es noch die Zusammenarbeit mit dem Berliner Symphonikern.

Das Album kommt mit dem Titel „Die letzte Runde“ der auch Programm ist, CITY verabschieden sich mit diesem Album und 50 Jahren Bandgeschichte in den Ruhestand. CITY im Jahr 2022 besteht aus Toni Krahl Vocals und Gitarre, Fritz Puppel ebenfalls Gitarre, Georgi Gogow Bass und Violine und Manfred Henning Tasteninstrumente. Wer für die Drums und somit für den 2020 verstorbenen Schlagzeuger Klaus Selmke die Sticks schwingt entzieht sich meiner Kenntnis.

Was bieten CITY Anno 2022 nach 50. Jahren Bandgeschichte, 14 Vorgängern seit 1978 und mehr als zwei Handvoll Best Of Zusammenstellungen. Einen typischen Mix aus anspruchsvoller Rockmusik mit gelegentlichen Stilmixen von Rock, Country, Folk und Violinen Einlagen. Die CITY typischen zum Teil sehr persönlichen oder kritischen Texte oder einfach Geschichten aus dem Leben mit denen die Band bekannt wurde.

Die Vocals sind stark und ohne Fehler, die Gitarren bekommen genug Raum um zu wirken, Die Keys kommen in der richtigen Dosis, die Violine ist bei CITY immer ein Thema und kommt auch gut und klingt in keiner Weise deplatziert. Einzig die Drums trüben den Eindruck die hören sich verdächtig nach Konservenzauberkiste an. Die Produktion hat gewaltig Druck und bläst zum Frontalangriff auf die Lauschlappen.

Eine sehr gute Letzte Runde welche CITY eingeleitet haben, wenn man das Album hört kann man fast nicht glauben dass dies das letzte der Rockdinos sein soll und man wird sie vermissen und niemals vergessen mit den Zahlreichen Hits, Gassenhauern und Tanzflächenfüllern schon allein durch „Am Fenster“ werden CITY zurecht für immer im Gedächtnis bleiben. Nebenbei haben CITY einen der besten deutschsprachigen Rocksongs in Form von „Flieg ich durch die Welt“ geschaffen und perfekt in Szene gesetzt.

„Die Hymne (Come Together)“ kommt frisch und unverbraucht aus dem Äther, „Tanz mit mir“ kommt mit geilen Geigen wie beim Gassenhauer „Am Fenster“. „Wir haben Wind gesät“ startet als langsamer Rocker und mutiert ca. ab der Hälfte zum ausgewachsenen flotten Rocker, „Die Sonne geht auf“ mit Streichern und Folkelementen angereichertes Highlight. „Is‘ soweit“ kommt lässig mit Country und DIRE STRAITS Flair aus den Lautsprechern, mit „Ticket nach Athen“ fließt ein wenig Sirtaki in den Sound ein, hört sich komisch an, zeigt aber Wirkung. „Die glorreichen Zwei“ ein geiler Rocker der Laune macht, „Apoklypso“ ein flotter Rocker. Mit „Ja ich lebe“ kommt wieder ein Highlight, „Aus der Ferne 2.0“ nicht schlecht aber die Urversion hat mehr Seele. „Du hast mich berührt“ kommt am Anfang mit Mundharmonika sehr ruhig und nachdenklich, „Nach Hause“ geht wieder besser nach vorne, mit Knopfler Gitarrenläufen, „Mit offenen Armen“ ruhig und zum Nachdenken anregend mit Pianopassagen.

„Klarer Fall“ es Rockt und Rollt gewaltig, „Die erste Runde“ ein Medley aus den Hits. „Susann (Berlin)“ Silly Feat. AnNa R. kommt gut, „Glastraum“ mit Dirk Michaelis starke Neueinspielung. „Gute Gründe“ geiles Cover von und mit Henning Wehland und Reinhard Petereit, „Casablanca“ mit Dieter Birr Feat. Uwe Hassbecker. „Wand an Wand“ CITY mit Matthias Reim und Berliner Symphonker, „Am Fenster“ eine in der Länge kastrierte Version mit den Berliner Symphoniker der Song hat in jeder damals in den 80er existierenden Versionen für volle Tanzflächen gesorgt. „Wir haben Wind gesät“ und „Die Sonne geht auf“ in einer Version mit den Berliner Symphoniker, mit „War gut“ zollen CITY ihrem Freund und Bandmitglied Klaus Selmke Tribut.

Balle

Konzertbericht Dynazty + Holy Mother +Sirenia + Surma in München

Dynazty am 07.04.2022 Tourauftakt im Backstage München

Am 07.04.2022 fand der Auftakt der „The Dark Delight“ Tour von DYNAZTY in München statt. Aus bekannten Gründen konnte die Tour im Jahr 2020 nicht stattfinden. Das kommende Album der Schweden wurde durch die Tour von März auf August verschoben. Als Support dabei sind HOLY MOTHER, SIRENIA und SURMA.

Mit etwa einer Stunde Verspätung legten HOLY MOTHER zum Auftakt los, die US-Boys absolvierten eine souveräne und starke Show. Man merkte den Jungs an das sie spaß hatten endlich wieder Live on Stage zu stehen. Mike Tirelli hatte mit dem leider nur aus knappen 100 Personen bestehenden Publikum, was die Band nicht im Geringsten zu stören schien, leichtes Spiel. Der Rest der Band war genauso gut drauf wie Mike. Ein Highlight kam zum Ende hin als die Band zu Ehren von Ronnie James Dio dessen Rockhymne „Holy Diver“ anstimmte. Nach ihrem Gig begab sich die Band an den Merchstand und führte so einige Gespräche mit den Besuchern. An der Bar waren die Boys auch zeitweise anzutreffen. Ich muss jetzt anmerke das mir HOLY MOTHER Live besser als auf Konserve gefallen. Beider Daumen hoch für die Geile Show und auch für die Nähe zum Publikum.

Nach dem Umbau für SURMA und einem längeren Soundcheck kam die Ansage der Band das sie schweren Herzens den Gig absagen müssten, Grund habe ich keinen mitbekommen. Dies könnte auch der Grund für die Verspätungen von HOLY MOTHER gewesen sein.

Nach dem Umbau und neuerlichen Soundcheck enterten die mir bis jetzt völlig unbekannten, was auch so bleiben wird SIRENIA die Bühne. Mit einem Mix aus NIGHTWISH, AMARANTHE und WITHIN TEMPTATION mit weiblichen Leadvocals wurde sich durch das Set gerockt. Der Gig war nicht schlecht ging aber nicht an mich, die Songs hörten sich fast alle gleich an. Einzig der letzte Song ein Cover von DISIRELESS mit „Voyage, Voyage“ im Metal Gewand ist bei mir hängen geblieben. Der Bass, Keyboards und Backing Vocals kamen vom Band was bei den beiden anderen Bands nicht der Fall war.

Während des Soundchecks von DYNAZTY kamen noch einige Leute hinzu, laut Auskunft vom Backtage waren 169 Besucher beim Tourauftakt dabei. Mit über einer Stunde Verspätung betraten die Bandmitglieder die Bühne um eine Stadt zu erobern. Dies gelang ohne große Probleme. Ab den ersten Takten war das Publikum fest in der Hand der Band und eine geile Party wurde zelebriert. Die Jungs waren gut drauf genau wie das leider nur ein paar Handvoll betragende Publikum. Jeder Song, egal ob alt oder neu, wurde ohne Ausnahme von den Zuschauern mit lautem Beifall abgefeiert. Bei den Gassenhauern „The Black“, „Presence Of Mind“, „Heartless Madness“ und „The Human Paradox“ ging das Publikum noch ein wenig mehr ab wie Schmitz Katze und feierte die Band ohne Ende. Es passte in dieser magischen Donnerstagnacht einfach alles perfekt zusammen, eine geile Band die die Bude regelrecht abfackelte und dabei eine Spielfreude hatte. Ein Publikum welches ebenso gut drauf war wie die Protagonisten auf der Bühne, irgendwie schwebte eine magische Stimmung über den Köpfen der Band und den Zuschauern und zauberte so ein Endgeile Stimmung in die Halle, die von HOLY MOTHER schon gezündet wurde startete mit DYNAZTY voll durch. Das Stageacting war vom Feinsten, immer war etwas in Bewegung bei den Solos egal ob Bass oder Gitarren bekam jedes Mitglied seinen Spot im Rampenlicht und stand alleine auf der Bühne einzig der Drummer saß noch auf seinem Hocker. Nils war fantastisch bei Stimme und spielte gekonnt mit dem Publikum, dieses Spiel wurde dankbar angenommen. Die beiden Songs „The Human Paradox“ und „Titanic Mass“ wurden als Zugabe zum Ende der Party gespielt und bildeten den perfekten Abschluss einer für mich perfekten Nacht mit Livemusik.

Setlist

In The Arms Of A Devil
Firesign
The Grey
The Black
Paradise Of The Architect
Threading The Needle
Advent
Drum Solo
Power Of Will
Yours
Instrumental Gitarren Solos
Waterfall
Presence Of Mind
Heartless Madness
Raise Your Hands

Zugabe

The Human Paradox
Titanic Mass

Text und Bilder: Balle + E. Brunner