BLACK DIAMONDS – Destination Paradise

Trackliste:

01. Through Hell And Back
02. After The Rain
03. Everyday Heroes
04. Bottoms Up
05. Only For A While
06. Valley OF The Broken Hearted
07. Rock N’ Roll Is My Religion
08. Nothing’s Gonna Keep Me From You
09. From The Ashes
10. Leave A Light On
11. Yesterday’s News
12. Paradise
13. Run With Us

Spielzeit: 50:29 min – Genre: Melodic Hard Rock – Label: Metalapolis Records – VÖ: 31.05.2024 – Page: www.facebook.com/BlackDiamondsRock

 

Album #5 der Schweizer Chaosrocker BLACK DIAMONDS steht kurz vor der Geburt. Mal sehen ob es zu Nachwehen kommt oder gleich in den Olymp geht. Album #1 war Soundtechnisch nicht gerade der Burner, die Songs hatten potential, auf Album #2 „Perfect Sin“ fing der Wahnsinn langsam an zu brodeln. Es folgte 2017 das dritte Album mit dem Titel „Once Upon A Time“ auf dem der helle Wahnsinn bis Unterkannte Oberlippe stand, den Vogel schossen die Eidgenossen allerdings mit Album #4 „No-Tell Hotel“ ab, ab da sprengte der pure Rock N Roll Wahnsinn die Schädeldecke weg. Das vierte Album war ein Feuerwerk der Chaotischen Chaostheorie in Quadrat-Siebenmeilenstiefeletten und überrollte den Hörer mit einem Donnerwetter das sich gewaschen hat. Es folgte noch „Floor 13“ mit Bandeignen Cover- oder Liveversionen, die Jungs haben sogar so dicke Klöten GARY MOOREs „Out In The Fields“ und DIOs „Rainbow In The Dark“ mit Schweizer Charme zu versehen ohne dabei den Loser zu geben.

Und nun steht der neueste Brainwasher vor der Haustür, mal sehen ob das Wahnsinnsspektakel ein solches wird oder ob die Band einen Abfall in der Leistungskurve hat. Zu den geschminkten Bubis gehören Mich Kehl Gesang und Gitarre, Chris Blade Johnson Gitarre, Keyboard und Klavier, Andi Barrels an Bass, Keyboards und Gesang bei zwei Songs sowie das Tier an den Sticks den Arschaufreißer Manu Peng, der mehr draufhat als ein laues Karnevals Knallfröschen. Als Special Guest ist David Balfour von MAVERICK auf einem Song als Mikrofonschwinger zu hören.

Schon der erste Song „Through Hell And Back” kickt ordentlich und lässt keinen Zweifel daran das die Jungs mit dem neuen Album hoch hinaus wollen! So wie es aussieht hat Europa zwei neue Speerspitzen des Rock N Roll im Olymp zu bieten, eine davon hört auf den Namen BLACK DIAMONDS, die andere folgt noch. Da hat sich Metalapolis mit den DIAMONDS einen sehr großen Fisch ins Boot geholt. Wie soll es sein saugten die Eidgenossen doch mehr oder weniger die Schweizer Bergluft mit der Muttermilch ein, die so Ingredienzen wie GOTTHARD, KROKUS, SATROX, CHINA, EMERGENCY, GENOCIDE später dann SIDEBURN, D.D. DOGS, ALLISON, BLUE 46, bei SHAKRA müssten die Protagonisten schon im Pickelalter gewesen sein, enthielt. Was soll der Geiz, die Schweiz steht mit seiner Vielzahl an Bands für Rock N Roll und das wird hoffentlich noch sehr lange so bleiben.

Vergleichen kann man eigentlich mit den einzigen BLACK DIAMONDS sowie nicht ganz so düster klingenden BEN SOLLBERGER PROJECT hier SATROX und CHINA da, mit dem Dreck der anderen Bands. Und fertisch ist der Sound von BLACK DIAMONDS der mit Vollgas an die Spitze rast, da muss Winnetouchs Jaqueline von der Raserei kotzen. Michs Stimme hat so einige Ziggis und Lagerfeuer Whiskeys intus und überzeugt ohne schwächen zu zeigen. Die Gitarren hauen einem den Brei aus der Birne, die Keys unterstützen nach Maß, der Bass von Andi wummert laut vor sich hin und Manu spielt das Tier an den Fellen. Das Gesamtbild ist vorbildlich und kann als Top Leistung gewertet werden. Denn nur so macht Mucke Spaß, obwohl die Jungens die 80er nicht selber miterlebt haben bieten sie eben solche Songs die ohne Probleme aus diesem Jahrzehnt stammen könnten. Mal mit mehr Dreck oder Glamfaktor wird melodischer Hard Rock Made in Switzerland geboten der nicht besser sein könnte. Ob sich da die DIAMONDS nicht selber ein Ei gelegt haben und die Messlatte zu hoch für das nächste Album gesetzt haben.

„Through Hell And Back“ macht da weiter wo “No-Tell Hotel” endete en Groove Stampfer, „After The Rain“ kommt richtig erwachsen und reif ohne jugendliche Verspieltheit aus, ein Melodic Rocker der besten Sorte. „Everyday Heroes“ ein typischer DIAMONDS gute Laune Rocker, „Bottoms Up“ hier kommt das wilde und ungestüme wieder zum Tragen. „Only For A While“ eine Ballade die diese Bezeichnung mehr als verdient, „Valley Of The Broken Hearted“ ein Krawallbruder der in den Strophen auf Softi macht und den Halbstarken im Refrain markiert. „Rock N’ Roll Is My Religion“ das nächste Highlight stellt sich vor, „Nothing’s Gonna Keep Me From You“ also Jungs echt jetzt! Wo holt ihr die Dinger raus? Highlight folgt auf Highlight. „From The Ashes“ das ist jetzt nicht Euer Ernst, ich brech hier gleich ab der Song für die Tanzfläche, „Leave A Light On“ ein Cover mit David Balfour stark umgesetzt aber müsste ich jetzt nicht haben. „Yesterday’s News“ der nächste Brecher zum abfeiern, „Paradise“ der Song für eine sommerliche Fahrt im Caprio oder Grillfete, „Run With Us“ zum Abschluss holen die Schweizer die grobe Kelle nochmal raus und zeigen sich von ihrer besten Seite.

Balle

DREAMHUNTER – Kingdom Come (RG-Zeitmaschine)

Trackliste:

01. Kingdom Come
02. When Heaven Calls Your Name
03. Anyway You Want It
04. Night After Night
05. My Days Are Counted
06. Long Cold Winter
07. Tell Me Why
08. Young, Wild & Free
09. Rose Tattoo
10. All Dressed Up
11. You Take My Breath Away

Spielzeit: 40:09 min – Genre: Melodic Rock – Label: Z-Records – VÖ: 2000 – Page:

Man schrieb das Jahr 2000 und man begann ein neues Jahrtausend, der von manchen Schwarzsehern vorhergesagte Y2K Super-Blackout blieb aus. Das neue Jahrtausend brachte eine Band ins Rampenlicht, mit dem verheißungsvollen Namen DREAMHUNTER kamen vier Schweden mit einer Wucht aus dem Studio. Diese Wucht bestand aus astreinem Melodic Rock der besten Art.

Zur Band gehörten damals wie auch ein Jahr später beim zweiten Geniestreich Stig Gunnarsson am Gesang, Olle Zimmerman an Gitarre, Peter Otterborg an Bass und Perry Karlsson. DREAMHUNTER geisterten schon weit vor Veröffentlichung des Debüts mit dem Demo zu „Kingdom Come“ auf Label Promosamplern rum, selbst als schwachbrüstige Demo machte der Song eine verdammt gute Figur das man umso gespannter auf das Album war. Als dann das Debütalbum endlich in den Handel kam war die Freude groß und wie ich es bei ca. 90 bis 95% der Künstler aus Skandinavien schon gewohnt war befand sich die Mucke auf einem sehr hohen Niveau.

Stig besitzt eine sehr coole Stimme, wenn dann kann man diese mit Kepa Salmirrinne von den finnischen Melodic Rockern von ZERO NINE vergleichen. Beide agieren auf einem sehr hohem Standard und bringen eine gewisse Faszination für Rockmusik mit. Die Stimme hat in jeder Lage Druck und ist als ideal zu bezeichnen. Die Gitarren pfeifen einem die Riffs um die Ohren das man nicht weiß wie einem geschieht, der Saitenhexer wird zum Hypnotiseur und fesselt den Hörer mit seiner Griffbrett zauberei. Die Keyboards sind immer da, und gehen mit den Gitarren eine unzertrennliche Partner- bzw. Freundschaft ein. Vergleichbar mit Martin Riggs und Roger Murtaugh aus der Leathal Weapon Reihe, Steve McGarrett und Danny Williams von Hawaii Five-O, oder Alexandre Dumas‘ vier Musketiere. So dicke sind Gitarren und Keyboards, da passt alles was passen soll, und nicht einen Millimeter spiel zwischen beiden Platz ist. Der Bass ist nicht ganz so auffällig in Szene gesetzt aber immer klar hörbar, die Drums sind Berserker mäßig voll in die Felle dreschend ausgeführt das man meint ein gewisser Erik ist auf seinem Drachenboot im Blutrausch unterwegs.

Die Mucke schlägt eine gewaltige Schneise in die Trommelfelle und geht im Eiltempo in die Gehirnwindungen um dort einen wilden Orkan zu entfachen. Besser geht es fast nicht, DREAMHUNTER bieten Melodic Rock auf einem Top Level und Schluss, Aus mehr gibt es dazu nicht zu schreiben. Die Schweden konnten das auf dem ein Jahr später erschienenen Album bestätigen dieses Zweitwerk befindet sich auf demselben Niveau und bietet genauso geilen Melodic Rock Made in Schweden. Vergleichen kann man mit all den Top Acts aus Skandinavien, es ist fast egal wen man nimmt es ist und bleibt eine Liga für sich. Wenn man ein Freund von TINDRUM, BOYCOTT, STAGE DOLLS, OLE EVENRUDE, SKAGARACK, RETURN, DREAM POLICE, ZERO NINE, ECLIPSE, H.E.A.T., CRAZY LIXX, PERFECT PLAN, WIG WAM, BROTHER FIRETRIBE ist, wird man die Mucke von DREAMHUNTER mit viel Getöse abfeiern. Ich kann es nicht mit Gewissheit bestimmen, es fliegt noch ein DREAMHUNTER Album rum, da weiß ich aber nicht ob es das dritte Album von dieser Band ist oder nichts damit zu tun hat.

So bleibt als Fazit, Skandinavien hat es drauf Musik zu produzieren die sich ohne große Anstrengungen auf internationalem Standard befindet und ihres Gleichen sucht. Ein Album randvoll mit Highlights der Skandi Melodic Rock Szene, was aus der Band wurde entzieht sich meiner Kenntnis, die ist irgendwann mal abgetaucht als das Label unterging und seitdem nicht mehr auf meinem Radar erschienen.

„Kingdom Come“ was für ein rotzfreche Watschn, das Ding ist bester Melodic Rock, „When Heaven Calls Your Name“ ist die nächste Watsche auch wieder bester Melodic Rock. „Anyway You Want It“ hier wird der böse Bass von der Leine gelassen, „Night After Night“ das nächste Highlight, wäre bestes Tanzflächen Material gewesen. „My Days Are Counted“ zum Tränensäcke entleeren schön, „Long Cold Winter“ hier dachte ich erst das müssen ZERO NINE sein, eingängig wie Sau. „Tell Me Why“ fast schon AOR aber immer noch Melodic Rock ein Traum der Song, „Young, Wild & Free“ genau so stellt man sich Melodic Rock vor. „Rose Tattoo“ spielt den Arschtreter mit Hard Rock Vibes, „All Dressed Up“ heftig brachial dabei aber genial, „You Take My Breath Away“ zum Abschluss kommt noch eine Kuschel- bzw. Knutschkugel mit coolem Refrain.

Balle

Das ROCK ANTENNE Open Air am Showpalast in München

Die Vollbedienung in Sachen Melodic / Hard Rock kommt nach München, GOTTHARD rocken am 15.06. zusammen mit THE NEW ROSES und ECLIPSE das ROCK ANTENNE Open Air am Showpalast!

Wenn es in Sachen Schweizer Hard Rock eine feste Institution gibt, dann sind es GOTTHARD. Seit 28 Jahren erobern die Schweizer Album für Album unsere Rocker-Herzen und sorgen auch live für fantastische Hard Rock-Abende – umso mehr freuen wir uns, dass sie als Headliner zu einem ganz besonderen Event auf die Bühne kommen.

www.facebook.com/Gotthard

Die Schweden von ECLIPSE sind ein Hitlieferant und stehen für Qualität. Mit Sicherheit wollen ECLIPSE ein Wort mitreden und werden die Bühne auf den ROCK ANTENNE Open Air zum wackeln bringen!

www.facebook.com/EclipseSweden

THE NEW ROSES stehen für Groove Rock Made in Germany, die Band wird bestimmt die Bude abfackeln und dazu beitragen das es ein denkwürdiges und unvergessliches Open Air in München wird!

www.facebook.com/TheNewRoses

So ein Festival-Tag wird perfekt mit dem entsprechenden Rahmenprogramm: Auf dem Gelände wird es zahlreiche kulinarische Angebote, Show-Cooking von Frank Oehler und verschiedene Foodtrucks geben, mit Schmankerln, die im festivaleigenen Biergarten verspeist werden können. Dazu habt ihr die Möglichkeit, euch vor Ort von hochkarätigen Tattoo Artists tättowieren zu lassen.

Bikers Welcome! Bikes und Rockmusik gehören zusammen, deswegen sind natürlich auch alle Motorradfahrer aller Marken beim ROCK ANTENNE OPEN AIR AM SHOWPALAST herzlich willkommen. Für alle, die mit dem Motorrad anreisen, steht ein kostenloser Parkplatz zur Verfügung.

Klingt nach einem Traum-Tag? Na dann treffen wir uns zu einer großen Freiluft-Party mit Mukke, Tattoos, Snacks und Drinks beim ROCK ANTENNE OPEN AIR AM SHOWPALAST!

Alle weiteren Infos und zu den Tickets und Anreise sind unter dem folgenden Link, www.rockantenne.de/mitrocken/konzertkalender/ zu finden.

MIKE TRAMP – Mand Af En Tid

Trackliste:

01. Mand Af En Tid
02. Hvis Du Vil
03. Indeni
04. Kom Som Jeg Var
05. Altid Farvel
06. Stom Og Stille
07. Nat På Libelle
08. Livet Er
09. Sammen Alene
10. Ham Vi Vil Være

 

Spielzeit: 48:45 min – Genre: Classic Rock – Label: SPV – VÖ: 15.03.2024 – Page: www.facebook.com/MikeTrampOfficial

 

Der Däne MIKE TRAMP hat nicht nur seine WHITE LION Zeit als Vita sondern auch eine beachtliche Anzahl an Soloalben. Oder er bringt WHITE LION Klassiker im neuen Gewand heraus, über Sinn oder Unsinn solcher Alben will ich mir kein Urteil bilden, die gehören genau so wie seine Soloalben zum Schaffen von MIKE. Nun erschien Album #14, komplett in dänischer Sprache, mal sehen wie sich die dänische Sprache im Rockgewand verhält und ob MIKEs Tugenden zum Tragen kommen.

Neben MIKE am Mikrofon und Gitarre waren noch Soren Andersen an Gitarre, Søren Skov an Piano und Keyboards, Kenni Andy an den Drumsticks, Emily Garriock und Jørgen Throup an den Backing Vocals mit von der Partie.

Dann mal das Infosheet weggelegt und nachgehört was den Hörer erwartet. Dänisch passt nicht mal schlecht zur Rockmucke von MIKE, am Anfang erst fremd und ungewöhnlich, wenn man sich daran gewohnt hat geht es ganz gut ins Ohr. Für mich hört es sich ein wenig wie eine Mischung aus französisch und skandinavisch an. MIKE ist am Mikrofon ohne Zweifel eine Bank und Garant für Topleistungen, mit den dänischen Texten kommt echt ein gutes Stück Abwechslung ins Spiel. Wenn auch Schade ist das man nicht versteht um was es in dem Text geht, aber das nur als Randnotiz nebenbei.

MIKE macht genau das was er am besten kann, er rockt die Bude, und dass mit einer Konsequenz die schon bewundert werden sollte. Egal ob die Alben mit WHITE LION die alles andere als Weichspülmucke ist, genau wie seine Vielzahl an Soloalben auf denen er sehr gekonnt zwischen Melodic Rock und Classic Rock wandelt ohne dabei irgendwie in eine Richtung abzudriften sondern bedient alle Spielwiesen ohne viel Schnörkeleien oder sich in Spielereien zu verlieren. Die Stimme von MIKE ist über jeden Zweifel erhaben und hat nichts von seiner Faszination verloren, vielmehr hat man das Gefühl das die Stimme an Reife hinzugewonnen hat wie der Geschmack eines lange im Fass gereiften Edel Single Malt. Die Musiker an den Instrumenten machen auch keine für mich hörbaren Fehler, mit der gelungenen Produktion hat der Sound Druck in allen Frequenzen. Als weiteren Pluspunkt kann man die Spielzeit sehen 10 Songs kommen auf eine sehr gute Gesamtzeit von knapp unter 49 Minuten.

MIKE geht auf diesem Album einen eher ruhigeren Weg als auf den anderen Soloalben, die Songs kommen mit Drama und einer gehörigen Portion Gefühl, in etwa vergleichbar mit ruhigen und nachdenklichen TOM PETTY, BRUCE SPRINGSTEEN, TOM KIMMEL und JOHN KILZER. Nicht schlecht aber doch sehr ruhig und soft rockt sich der dänische Megaseller der 80er Jahre durch die zehn Songs. Es gibt weder Ausreißer in die zu seichte noch zu heftige Ecke, sondern man bleibt sich bei allen Songs im Soften Classic Rock treu. Alle die jetzt Mucke ala WHITE LION erwarten, überspringt dieses Album den es zeigt MIKE von einer verletzlichen und gefühlvollen Seite die sehr viel Spaß machen kann. Für manche bestimmt zu soft und nicht rockig genug, ich sag nur einfach mal zurücklehnen und Classic Rock der besseren Sorte genießen, es muss nicht immer an allen Ecken und Kanten böllern wie zu Silvester.

Balle

IAN WILDE – Dream Hunter

Trackliste:

01. Are You Ready Now
02. Secretly In Love
03. My Heart Is Yours
04. Roaring Angels
05. Dance
06. At First Sight
07. Prove Me Wrong
08. Close Your Eyes
09. Tender Love
10. Born To Shine

 

Spielzeit: 43:44 min – Genre: Melodic Rock – Label: Lions Pride Music – VÖ: 29.03.2024 – Page: www.facebook.com/IanWilde

 

IAN WILDE wird im Promosheet als Melodic Rock Maestro angekündigt, dass sind große Sprüche die darauf warten unter Beweis gestellt zu werden. Was gibt es sonst noch zu IAN WILDE, er stammt aus der spanischen Metropole Barcelona und ist ein ausgewachsener Hard Rock und Metal Shouter wie aus dem Lehrbuch. IAN wird von Nilver Perez an Keyboards und Drum Programming, Ignacio Ruiz an Gitarren, Bass und Drum Programming unterstützt. Als Gastmusiker sind Eddie Vantez an Backing Vocals, Pete Alpenborg an Gitarrre und Anderson Sherman am Bass.

Musikalisch bewegt sich IAN WILDE von ab Mitte der 80er Jahre mit all seinen Melodic Heroen bis in die Jetztzeit mit den neuen Helden der Melodic Rock Szene. Will heißen das man sich irgendwo bei Bands wie LANESLIDE, BROTHER FIRETRIBE, ARTIC RAIN, HOUSTON, H.E.A.T., CAPTAIN BLACK BEARD, CHANGE OF HEART und wie sie sich alle nennen und einem sehr guten Schuss 80er Melodic Rock bewegt. Wer auf die Vergleiche kann wird mit IAN WILDE auf jeden Fall glücklich, alle anderen die interessiert sind ein Probelauf schadet keinem, könnte sich unter Umständen auszahlen.

Mich erinnert IAN ein wenig an eine Lightversion von Frank Vestry und noch jemanden der mir aber nicht einfallen will, weder schlechter noch besser, sondern auf seine eigene Weise sehr gut. Die Gitarren gehen mit den Keyboards eine geniale Partnerschaft ein ohne dass dabei einer der Beiden als Verlierer hervor geht. Der Bass geht voll in Ordnung einzig die Drums hören sich nach Blechbaukasten an und könnten mehr Dynamik vertragen.

Hier ergeben zehn Songs eine Laufzeit von knappen 44 Minuten, das ist ein positiver Punkt in der Agenda von IAN WILDE. Ein erfrischendes Album das keine Zitate aus vierzig Jahren Melodic Rock scheut ohne dabei den Looser zu spielen. Eine beeindruckende Vorstellung von IAN WILDE, man darf gespannt sein was noch alles von IAN und Co kommt oder was er noch im Ärmel hat. Egal ob jetzt in Skandinavien gewildert, mit Italo Pop Späßen experimentiert oder einfach nur die 80er Jahre zitiert, es trifft den Nagel auf den Kopf.

Ich ziehe hier nicht die Höchstwertung, warum, weil ich gerne sehen würde das IAN mit dem nächsten Album eine Steigerung generieren kann und vielleicht mit echten Drums noch mehr Druck in den Sound bekommt

„Are You Ready Now“ ein cooler Song der voll nach vorne geht, „Secretly In Love“ ein Melodic Rocker der alle Klischees bedient. „My Heart Is Yours“ in den 80ern wäre es ein Volltreffer geworden, „Roaring Angels“ erinnert mich vom Keyboard und Groove ein wenig an STAGE mit dem Song „Voodoo Dance“, Italo Pop mit Rockmucke auffrisiert. „Dance“ ich bin in einer Zeitmaschine und in den 80er gelandet, „At First Sight“ gehts noch, was für einen Geniestreich haut IAN da raus? „Prove Me Wrong“ hier wird ein Blick in den Norden nach Skandinavien riskiert, „Close Your Eyes“ ein starker Rocker der früher im Radio sehr langen Einsatz gefeiert hätte. „Tender Love“ hätte sehr gut in eine dramatische Szene eines 80er Action Films gepasst, „Born To Shine“ erinnert mich wieder an meine Jugend in den 80ern in dieser Zeit gehörte Melodic Rock zu jedem anständigen Film Soundtrack.

Balle

THE TREATMENT – Wake Up The Neighbourhood

Trackliste:

01. Let’s Wake Up This Town
02. Back To The 1970’s
03. When Thunder And Lightning Strikes
04. This Fire Still Burns
05. Man On The Highwire
06. I Can’t Wait No Longer
07. Don’t Make No Difference
08. Fire Me Up
09. Free Yourself
10. Kick You Around
11. I‘ve Got My Mind Made Up

Spielzeit: 39:49 min – Genre: Hard Rock – Label: Frontiers Music srl – VÖ: 10.05.2024 – Page: www.facebook.com/TheTreatmentOfficial/

 

Die britischen Hard Rocker THE TREATMENT sind mit ihrem sechsten Album zurück. „Wake Up The Neighbourhood“ ist das zweite Album in der jetzigen Besetzung die aus Tom Rampton am Mikrofon, Tagore Grey und Tao Grey an den Gitarren, Andy Milburn am Bass und Dhani Mansworth an den Drumsticks besteht.

Hat sich was bei THE TREATMENT geändert? Nein nicht wirklich, den THE TREATMENT sind ein Band die für groovigen Hard Rock steht, mit mehr oder weniger Blues und Drama in er Umsetzung. Konnten die Vorgänger überzeugen, ja das konnten sie. Also ist es kein Wunder das Album #6 auch kein Druchfall sondern ein sehr gut hörbares Teil ist.

Die Band macht einfach nur das was sie am besten kann, mit viel Druck und Können ins Studio gehen und ein Album eintüten das es faustdick hinter den nicht mehr grünen Ohren hat. Ab den ersten Takten ist man wach und man ist gespannt was als nächstes auf einen zurollt oder was für ein Truck einen voll über den Haufen fährt. Denn genau so ist die Musik von THE TREATMENT, ein Truck rollt unaufhaltsam auf einen zu und man kann nur gebannt zusehen wie der Truck immer näher kommt und einen dann überrollt ohne das man sich dagegen zur Wehr setzen kann. Langeweile gibt es hier nicht, man kann das Haar in der Suppe suchen, tut sich dabei aber genauso schwer wie die Nadel im Heuhaufen finden zu können. THE TREATMENT stehen seit dem Debüt für Rockmucke Made in Britain und genauso verhält es sich auf „Wake Up The Neighbourhood“, hier kommt bester Hard Rock mit viel Drive aus dem Player und macht alles platt was im Weg steht.

Man greift blind in einen Stapel CDs von THE TREATMENT, nimmt sich ohne hinsehen ein Album und legt es in den Player, matcht einfach. „Wake Up The Neighbourhood“ reiht sich nahtlos in die Vita der Band ein, es ist nicht schlechter oder besser als die Vorgänger, sondern Band typisch ein Treffer ins schwarze. Mir kommt die Spielart seltsam vertraut vor, ich kann aber nicht auf Anhieb sagen an wenn mich das Album erinnert. Normal fällt mir zu 95% auf Anhieb ein an wenn mich was erinnert, ich weiß auch nicht warum aber mir fällt nur THE HELLACOPTERS ein, am besten höre ich auf mir Gendanken darüber zu machen warum mir das Album so vertraut ist sondern drehe den Lautstärkeregler Richtung rechter Anschlag, Augen zu und genießen.

„Let’s Wake Up This Town“ wenn man nicht wach ist, spätestens ab den ersten Noten ist man hellwach, „ Back To The 1970’s “ ein cooler Blues Rocker. „When Thunder And Lightning Strikes“ kommt mit vielen Ooohooos und wird dadurch fast zum Superhit, „This Fire Still Burns“ der Song geht mit über 250 Sachen voll durch die Decke. „Man On The Highwire“ der Meilenfresser kommt näher und näher, „I Can’t Wait No Longer“ hier hat der Hörer das erste mal die Möglichkeit Luft zu holen. „Don’t Make No Difference“ cool, cooler am coolsten, „Fire Me Up“ der Song für die nächste Grillfeier. „Free Yourself“ ein Blues Rotzer nach meinem Geschmack, „Kick You Around“ wäre auch für die Party oder das Radio, “I‘ve Got My Mind Made Up” zum Abschluss wird nochmal der Nachbrenner gezünet.

Balle

FREEDOM – Stay Free

Trackliste:

01. Tonight
02. Love Reaction
03. Eye Of The Storm
04. I’m Going To Leave You
05. Freedom Song
06. This Is Gonna Hurt
07. Johnny, You’re Electric
08. Melanie
09. Gone
10. Generation

 

Spielzeit: 42:07 min – Genre: Classic Rock – Label: Wild Kingdom – VÖ: 17.05.2024 – Page: www.facebook.com/freedomsthlm

 

Die aus Schweden stammende Formation mit schlichten Bandnamen FREEDOM kommt mit einem Retro/Vintage/Classic Rock Album in den Süden und setzt zu Landung an. Ob es ein Volltreffer oder Rohrkrepierer sein wird zeigen die kommenden 42 Minuten auf Retro getrimmte Mucke. Ein Blick auf das Cover enthüllt vier Typen die aussehen als wenn sie Ü30 wären und kein Wässerchen trüben könnten, aber dem ist auf keinen Fall so. In der Info zum Album steht geschrieben: „FREEDOM ist tief in der Arbeiterklasse der 1970er verwurzelt!“. Das kann man so stehen lassen, denn genau so hört sich der Retrosound der vier Jungs an. Nach staubigen, abgehalfterte Jeans, ausgelatschte Schlappen, verschwitzte Holzfäller Hemden, einfach nach handgemachter Mucke die mit viel Enthusiasmus, Charme, gut durchdacht, und viel Arbeit hört sich das zweite Album von FREEDOM an.

Bei uns ist FREEDOM noch nicht so wirklich angekommen, anders in Schweden und den schwedischen Musikerkollegen, die FREEDOM schätzen und lobend erwähnen oder mal eben kurz wie THE HELLACOPTERS zur Releaseparty auftreten lassen. Das zeigt welchen Stellenwert und Ansehen FREEDOM in der Rockszene in Schweden genießen. Also wird es höchste Zeit den Rest des blauen Planeten zu überzeugen. Bei mir haut es schon mal hin, und wenn das funktioniert kann der Rest nur noch ein Kinderspiel sein.

Zwei fette Pluspunkte hat die Band schon mal auf der Habenseite, zum einen 10 Songs mit einer Laufzeit von 42 Minuten ist Top, die Mucke bewegt sich im Classic Rock ist der nächste fette Batzen auf der Agenda. Dazu kommt das die Produktion weder steril noch irgendwie auf Hochglanz poliert wirkt, man hat das Gefühl das die Musiker Live im Studio vor Röhrenamps stehen und ein Fass aufmachen. Also noch ein Aspekt der auf die Gut Seite rückt, dann kommt das Wichtigste die Umsetzung, die gelingt mühelos und ohne Schnickschnack. Die Songs gehen sofort ins Ohr und lassen mich an BRUCE SPRINGSTEEN, TOM PETTY, THE ROLLING STONES und noch ein paar ollen Musikuse aus den 70ern von der britischen Insel auf einem genialen Skanditrip, einen Ableger von THE HELLACOPTERS und SMOKIE und ganz viel Märvel Flair denken. So locker, leicht und unbeschwert machen die Vier einen auf Rockstar ohne dabei baden zu gehen. Egal ob an den Instrumenten, Gesang oder die Umsetzung auf Tonband, die Band macht eigentlich alles richtig und hätte in den 70er und 80er Jahren bestimmt eine beachtliche Anzahl an Fans und Groupies um sich scharen können. Statt den Teens hätten die Jungs die Bravo Ottos abgeräumt. Dieses Album erinnert mich sowas von an meine Jugend in den 70er bis in die Mitte der 80er Jahre, als solche Musik noch in den Öfftis, damals war Privatradio nicht wirklich existent und kam erst ab Mitte der 80er so richtig auf Sendung, rauf und runter gespielt wurde, in der Rockdiscos flächendeckend vorkamen. Wenn ich an damals denke bekam man im tiefsten Bayern an der Grenze zu Österreich so einen Semioffiziellen Sender mit Namen Radio M1 rein auf dem nur Rock bis Hard Rock gespielt wurde, ich glaube sogar den Sender in der Auflistung von Internetstationen gesehen zu haben. Gutes stirbt niemals, egal ob Radio M1, coole Rockmucke und Musiker egal ob jung oder alt, die Vielzahl an Genres sind nicht klein zu bekommen und das ist auch gut so. Und mit FREEDOM ist ein äußerst interessanter Vertreter dieser Spielwiese auf dem Radar aufgetaucht.

Rohrkrepierer ein deutliches und großen Nein, Volltreffer ein lautes und deutliches Jaaaa!i! So macht Musik hören einfach nur Spaß und versetzt einen in eine Zeit die sehr weit zurück liegt aber was Mucke angeht einfach nur als genial bezeichnet werden kann. Als Bewertung würde es eine 9 geben aber das Ding haut so rein das ich noch einen Nostalgie Punkt dazu spendiere und volle Hütte vergebe.

Jungs es wird Zeit für eine Tour durch Deutschland mit Stopp in meiner Gegend, damit man sich mal bequem bei einem oder zwei Drinks über Mucke unterhalten kann.

„Tonight“ geht mal so richtig Vintage like los und macht neugierig auf die folgenden Songs ob die auch so cool sind, „Love Reaction zaubert mit einem unwiderstehlichen Charme ein Lächeln von einem Ohr zum andern ins Gesicht. „Eye Of The Storm“ flott und eingängig geht es weiter, „I’m Going To Leave You“ das nächste Sahneteil das aus dem Ärmel geschüttelt wurde. „Freedom Song“ ein besonderes Schmankerl mit Saxophon, „This Is Gonna Hurt“ kommt mit viel Drama aus den Puschen und gibt den Top Ten Stürmer. „Johnny, You’re Electric“ geht aber sowas von auf die Zwölf, „Melanie“ hätten die alten Hasen auch nicht besser hinbekommen. „Gone“ SPRINGSTEEN mit Chili im Hintern, „Generation“ kommt mit viel Drama und Bluesnote.

Balle

WHITE DOG – Double Dog Dare

Trackliste:

01. Holy Smokes
02. Double Dog Dare
03. FDIC
04. Glenn’s Tune
05. A Message From Our Sponsor
06. Frozen Shadows
07. Lady Of Mars
08. Prelude
09. The Last ‘Dam’ Song

 

 

Spielzeit: 36:46 min – Genre: Vintage Rock – Label: Rise Above Records – VÖ: 05.04.2024 – Page: www.facebook.com/whitedogatx

 

WHITE DOG legen hier ein ganz schönes Vintage Album vor. Wenn man die Bandfotos auf der Promoseite ansieht sieht man lauter bunte Farben wie auf einem Trip und genau so hört sich die Mucke auch an. Vintage Rock der alten Schule, nicht nur der Rock ist Vintage, auch die Produktion hört sich an als ob sie in den späten 60ern bis Mitte der 70er aufgenommen wurde. Irgendwie passen das Retroflair und die auf sehr alt getrimmte Produktion wie Arsch auf Auge, oder Eimer auf Faust, das Dingens macht einen auf alt und dabei eine verdammt gute Figur. Über die Mitglieder der Band lässt sich auf die Schnelle nicht viel finden, also muss die Mucke umso mehr sprechen.

Neben den leichten Psychedelic Vibes kommt ein wenig Blues und sehr viel Southern Rock aus der Vergangenheit, dies kreuzt die Band mit Einflüssen aus dem Beat Rock sowie THE DOOBIE BROTHERS, THE ALLMAN BROTHERS, von LED ZEPPELIN bis DEEP PURPLE. Vom Gesang her könnte man in manchen Momenten von der Ausführung meinen das die Beatles ihre Finger im Spiel hätten, nicht von der Stimmlage sondern die Art und Weise wie der Gesang ausgeführt wurde. Diese schockierende Essenz wird mit Old School Southern Rock Riffing und sehr viel Orgel um genauer zu sein Hammond Sound angereichert, dass die Band so einen Sound präsentiert der durchaus aus der guten alten Zeit und Anfänge der Harten Mucke stammen könnte. Dem ist nicht so, sondern das Ding kommt frisch aus dem Studio und geizt nicht mit eben dem unverwechselbarem Old School Sound der oben erwähnten Epoche, die Bands lagen damals in Wehen kurz vor der Geburt von Bands wie eben LED ZEPPELIN, DEEP PURPLE, BLACK SABBATH und alle die gefolgt sind und noch folgen werden.

Neun Songs, davon sind zwei Intros, das gibt Punktabzug, die magere Laufzeit von knappen 36 Minuten ist auch sehr kurz geraten gibt leider auch Punktabzug. Wenn man über diese Aspekte hinweg sieht kommt ein interessantes Album heraus das gleichermaßen für Retro/Vintage Fans sowie Southern Rocker und die oben erwähnten Einflüsse geeignet sein könnte.

„Holy Smokes“ legt gleich mal die Weichen auf Retro um, „Double Dog Dare“ macht Laune, einzig der Mittelteil drückt wirklich zu schräg auf die Southern Rock Drüsen. „FDIC“ der ideale Song um im offenen Cabrio die Route 66 von einem Ende zum anderen der US of A zu cruisen, „Glenn’s Tune“ der Titelsong für die nächste Pokerrunde im Old Fashion Saloon irgendwo zwischen Tombstone und Dogde City kurz vor einem Mexican Standoff. „A Message From Our Sponsor“ ein kleines Intro das die Stimmung aufheitern soll erinnert an Verbraucherinformationen oder Schleichwerbung, „Frozen Shadows“ mit sehr viel Drama cool in Szene gesetzt erinnert mich an “The House Of The Rising Sun“. „Lady Of Mars“ könnte aus dem Beat Club oder dem Musikladen aus den 70ern stammen, „Prelude“ noch ein Intro könnte aus dem Western High Noon stanmen, als der Sheriff einsam auf dem Weg zum Showdown ging, „The Last ‘Dam’ Song“ der Anfang geht in Ordnung bis die Orgel loslegt ab da wird es sehr schräg, bunt und schrill, wer weiß was die Jungs davor eingeschmissen haben.

Balle

FM – Old Habits Die Hard

Trackliste:

01. Out Of The Blue
02. Don’t Need Another Heartache
03. No Easy Way Out
04. Lost
05. Whatever It Takes
06. Black Water
07. Cut Me Loose
08. Leap Of Faith
09. California
10. Another Day In My World
11. Blue Sky Mind

Spielzeit: 51:06 min – Genre: AOR – Label: Frontiers Music srl – VÖ: 03.05.2024 – Page: www.facebook.com/FMofficial

 

Der Brite mit der markanten Stimme, Steve Overland ist mit seiner AOR Truppe FM zurück, leise treten ist bei den Rockern trotz fortgeschrittenen Alters Fehlanzeige oder kommt nicht in die Tüte. So hat Steve neben Gesang auch die Gitarre geschwungen und Jim Kirkpatrick ebenfalls Gitarre, Jem Davis an den Keys, Merv Goldswerthy am Bass und Pete Jupp um sich gescharrt um ein feines Teil ein zu zimmern.

Das lässige Album Cover passt irgendwie zum Titel „Old Habits Die Hard“, genau so klingt es auch. FM sind mit ihren alten Gewohnheiten zurück um den Kontinent zu rocken. Dieses Unternehmen gelingt wie nicht anders zu erwarten war mit Bravour und ohne schwächen erkennen zu lassen. Trotz des Todes von Steves Bruder und FM Gründungsmitglied Chris wurde ein Album aufgenommen das alle Tugenden von FM enthält. Melodien ohne Ende, Gitarren duellieren sich mit den Keyboards und die Rhythmusfraktion spielt den Antreiber. Die Songs befinden sich wie immer bei FM auf einem sehr hohen Niveau, die Stimme von Steve ist einzigartig entweder man kann damit oder nicht.

Wer die alten FM verehrt wird mit „Old Habits Die Hard“ voll auf seine kosten kommen, alle anderen die die Band nicht kennen sollten mal probehören ob es passen könnte, wer noch nie mit FM konnte, ab zur nächsten Rezi. Da ich alle Studioalben der Band kenne und nur eins dazu sagen kann, egal welches Album man aus der langen Karriere der Band nimmt, schlecht oder Durchschnitt ist hier nicht. Hier wird geklotzt nicht gekleckert. FM sind einfach nur FM, dabei aber eine Bank und Macht für sich wobei man ein Merkmal auf seiner Seite hat, dass ist Steves einzigartige Stimme. Sie klingt beim ersten Hören sehr zerbrechlich und fast schon fad bis man sich an die Tonlage gewöhnt hat und ab da dann alle Nuancen und Zaubereien mit den Stimmbändern mitbekommt. Der Rest der Band macht auch alles richtig aber das Merkmal ist und bleibt die Stimme von Steve die es so in dieser Form nicht nochmal gibt.

Eine beeindruckende Vorstellung mit dem AOR Made in Great Britain, besser kann man AOR nicht repräsentieren.

„Out Of The Blue“ könnte aus der Aufnahme Session von „Indiscreet“ stammen, „Don’t Need Another Heartache“ ein für FM typisches AOR Schmankerl, geht es besser? Nöö!i! „No Easy Way Out“ FM wie sie in den 80ern Unterwegs waren, „Lost“ man nehme zu dem Grundsound ein klein wenig Blues und fertisch ist das FMsche Sahneteil. „Whatever It Takes“ hier wird mit sehr viel Gefühl gerockt, „Black Water“ was für einen Melodic Reißer haben die Briten da aus dem Ärmel geschüttelt. „Cut Me Loose“ wer FM bis jetzt nicht kannte, genau so ein Song steht für FM und nur für FM nicht mehr aber auch nicht weniger, „Leap Of Faith“ fängt sehr langsam und still mit Akustikgitarre an bis die Drums einsetzen ab da bricht ein Orkan los, besser kann man AOR nicht zelebrieren. „California“ klingt nach einem einsamen Highway im Cabrio bei 30 Grad im Schatten und FM aus der Musikbox, „Another Day In My World“ braucht ein paar Anläufe bis er sitzt, aber dann sitzt er passgenau, „Blue Sky Mind“ der nächste Volltreffer den FM mitten ins Schwarze treffen und leider das Ende des Albums.

Balle

LYPSWITCH – World Of Sin

Trackliste:

01. World Of Sin
02. American Song
03. Somewhere Someplace
04. Watch Me Live
05. Carry Me Away
06. Rock N Roll Ain’t Pretty
07. Thirst
08. Domination
09. Rattlesnake Skin
10. Fever – Psychedelic
11. Sexx In The Sun
12. Razorblade Slide
13. Kiss In The Dark
14. Get Out – Run
15. Out Of Control
16. Man In The Middle
17. Dave’s Song

Spielzeit: 65:31 min – Genre: Sleaze Rock – Label: Eönian Records – VÖ: 29.03.2024 – Page: www.facebook.com/Lypswitch

 

Das US Label Eönian Records glänzt mit einer Vielzahl an Bands und Veröffentlichungen die alle gut bis sehr gut sind, allerdings mit einem sehr großen Aber. Dieses Aber bezieht sich auf die in 90% der Fälle unterirdische Soundqualität der Aufnahmen die in den meisten Fällen wahrscheinlich mit einem Einspur-Tape oder was weiß ich für ein Magnetmedium in irgendeinem Keller zusammengeschustert wurden. Schlecht ist das Material auf keinen Fall nur befindet sich der Sound in dem Rahmen der 90% in der Kategorie Körperverletzung und man verliert nach dem ersten Hören des ersten Songs das Interesse weil einem die Lust darauf vermiest wird.

Also mal mein Wissen über die Qualität des Sounds von Eönian Records Alben beiseitegeschoben und ein Blick auf LYPSWITCH mit dem Album „World Of Sin“ werfen. Leider befinden sich keine Infos im Promopaket, das einzige ist das Cover und ein paar Fotos der Band, und die zeigen Jungspunde die gerade dem Pickel, Akne oder Hormonstau Alter entflohen sind. Wann die Bilder entstanden sind erschließt sich durch fehlende Infos nicht. Aber ich denke mal wie bei der Mehrheit der Eönian Veröffentlichungen von Ende der 80er bis in die Mitte der 1990er Jahre, egal ob jetzt die Bilder oder Aufnahmen. Genau meine Vermutung wird durch die Vorstellung auf der Homepage des Labels bestätigt, die Jungs stammen aus LA und LYPSWITCH wurde 1987 zum Leben erweckt.

Zur Band gehören Danny Whaley am Mikrofon, Mick O’Brien an Gitarre, David Love an Bass und Kevin Agosta haut in die Drums. Mir ist keiner der Sunnyboys bekannt, weder die Namen noch die Bilder sagen mir etwas. Und nachdem die Fakten gecheckt sind kommt die Mucke, entweder ein Totaldurchfall oder wer weiß, vielleicht gibt es ja eine Überraschung. Bei den ersten beiden Songs kann der Sound keinen hinter dem Sofa hervorlocken, aber gegenüber anderen VÖs von Eönian kann man die Songs anhören ohne befürchten zu müssen das die Ohren eine sehr schnelle Variante von Speedkrebs bekommen und auf der Stelle abfallen.

Danny hat eine wirklich coole Stimme die mich an eine Mixtur aus David Wanless (SVEN GALI), Steve Philbrook (Brass Kitten), Tim Thompson (Aces Wild), Jamie Rowe (ADRIAN GALE) und ein wenig SEBASTIAN BACH erinnert. Die Gitarren treiben einem sämtliche Flausen aus dem Kopf, der Bass und die Drums geben Volldampf und machen alles klar.

Die Band bewegt sich mit ihrem Sleazey Hard Rock irgendwo im Niemandsland zwischen SKID ROW, SVEN GALI, RATT, HANOI ROCKS, VAIN, DANGEROUS TOYS und den Rest der Testosteron Rocker im Portfolio von Eönian Records. Man kann allerdings auch Spurenelemente von ASPHALT BALLET, STREETHEART, VON GROOVE, HURRICANE, BON JOVI, WARRANT sowie POISON und Poser Mucke finden. Die Songs sind voll aufs Zentrum des Kinns gehende Abgehnummern die nur so vor Klischees schreien und eine versaute-schlüpfrige Party mit typischen Anspielungen der LA Szene feiern. Die Songs machen ordentlich was her, nur trübt der Sound den Genuss in der B-Note, und vielleicht die doch sehr einfach aufgebauten Songs die stark vorhersehbar sind. Ansonsten eine Anständige Vorstellung der pupertären Hormonjunkies auf dem Kriegspfad die alle Sleaze Eigenschaften bedienen.

Balle