BOYS FROM HEAVEN – The Wanderer

Trackliste:

01. I’ll Wait
02. Hotline
03. Hold Your Heart
04. Street Life
05. Say Goodbye
06. How Long
07. Eileen
08. I Will Never Let You Down
09. Time Is On Our Side
10. Till The Bitter End

 

Spielzeit: 42:00 min – Genre: AOR – Label: Frontiers Music s.r.l. – VÖ: 22.05.2026 – Page: www.facebook.com/boysfromheavenmusic

 

So nun sind nach TURN BACK TIME die Dänen von BOYS OF HEAVEN an der Reihe. Die Band schaffte es mühelos sich mit ihrer EP und den beiden Vorgängern erfolgreich vor mir zu verstecken, dies änderte sich mit „The Wanderer“ schlagartig. Als ich den ersten Durchgang mit den Jungs machte war ich ein wenig enttäuscht weil es nicht meiner Vorstellung entsprach. Erst ab Durchgang zwei besserte sich dieser Zustand und ab Durchgang drei offenbarte sich mir die volle Breitseite BOYS FROM HEAVEN und ich erkannte die Feinheiten des Albums. Da ich die Vorgänger nicht kenne, kann ich auch nichts über Änderungen schildern und gehe deshalb jungfräulich an dieses Album ran.

Zu den BOYS gehören Chris Catton am Mikrofon, Mads Schaumann an den Gitarren, Mads Noyé an Keyboards, Jonas Klintsträm Larsen an Saxophone und Søren Viig Mathiesen an den Drumsticks. Chris besitzt eine angenehme und feine Stimme die von der Range bestens zum AOR der Band passt. Dabei klingt er weder zu vorlaut noch schmalzig, einfach gesagt passend zum AOR. Die Gitarren und das Keyboard gehen es wie ein gleichberechtigtes Paar an bei dem keiner meint er müsse den anderen unterbuttern. Der Einsatz des Saxophons bringt eine warme und abwechslungsreiche Stimmung mit. Der Bass agiert dezent aus der zweiten Reihe, der Drumstickschwinger hält sich vornehm zurück um die Harmonie nicht unnötig in Unruhe zu versetzen.

Die BOYS FROM HEAVEN haben es mit ihrem Sound drauf eine ganzer Reihe Erinnerungen an AOR Bands der Vergangenheit aber auch der Gegenwart zu wecken. Weder als Abklatsch noch als Klon bewegen sich die Dänen auf einer Welle mit sehr guten Songs und AOR Sound. Beim hören fallen einem so Vergleiche wie QUARTERFLASH, BOULEVARD, BEAU COUP, BEAU GESTE, CHARLIE, THE LOOK, BITE THE BULLET, 8084, ADRENALIN und der Leichtigkeit von TOTO ein. Aber auch skandinavische Vertreter wie ALIEN, BAD HABIT, CAPTAIN BLACK BEARD, CARE OF NIGHT, CODE RED, CREYE und CRUZH kommen als Vergleiche in betracht. Vielleicht kommt mir aus diesem Grund so einiges auf „The Wanderer“ seltsam bekannt vor, was nicht als Nachteil gesehen sollte, sondern vielmehr als Kompliment an die Band.

Die BOYS FROM HEAVEN ziehen auf „The Wanderer“ alle Register die der AOR zu bieten hat und können bei jedem weiteren Durchgang bei verdammt gute Stimmung an Qualität zulegen.

„I’ll Wait“ ein cooler und eingängiger Rocker für jede Situation, „Hotline“ und gleich der zweite Rocker in Folge der überzeugen kann. „Hold Your Heart“ ein vom Gefühl getragener Rocker, „Street Life“ ein AOR Kracher mit Hammond Feeling. „Say Goodbye“ hier reiten die Jungs auf einer Gefühlswelle Richtung Sonnenuntergang an die Westcoast, „How Long“ ein sehr gut hörbarer Song. „Eileen“ erinnert an einem Happy Feel Good Soundtrack, „I Will Never Let You Down“ hätte sich sehr gut auf dem Soundtrack von The Lost Boys aber auch Zurück In Die Zukunft gemacht. „Time Is On Our Side“ hier kommt die volle Dröhnung Drama auf den Hörer zu, „Till The Bitter End“ eine starke Ballade.

Balle

TURN BACK TIME – Maybe Tomorrow

Trackliste:

01. Dancing In The Rain
02. Turn Back Time
03. Maybe Tomorrow
04. Faith
05. Into The Light
06. Jennie In Love
07. High
08. Girl Goodbye
09. Don’t Offend Me
10. Josephine

 

Spielzeit: 47:36 min – Genre: AOR – Label: Good Time Music – VÖ: 29.05.2026 – Page: www.facebook.com/Turnbacktimemusic

 

TURN BACK TIME so What the F.ck ist das schon wieder? Bei TURN BACK TIME handelt es sich um ein schwedische Band deren Mainmen aus Christer Green und Henrik Svedberg bestehen. Beide schrieben zum Großteil die Songs und bedienten die Instrumente auch zum Teil selbst.

Neben Christer an Gitarren, Bass und Keyboards, sowie Henrik an den Keyboards und Vocals bei Song 7 wurden beide von den Sängern Ronnie Hagstedt (Tracks 1, 4, 5, 6, 8, 10), Peder Lundgren (Tracks 2, 3, 7, 9), Morgan Lansford am Bass und Mr. Easy an den Drums unterstützt. Ronnies Stimme befindet sich in den mittleren Lagen, während Peder ein wenig dunkler und rauer klingt und bei Henrik hat man das Gefühl als wenn Peder die Vocals auch übernommen hat, da ist nicht hörbar ob Henrik die Vocals übernommen hat. Die Gitarren machen das was sie sollen und wofür sie gebaut werden, sie sorgen mit ihrem angenehmen Grundton für das richtige Riffing. Die Keys kommen wie man es von AOR Bands gewohnt ist mal als Keyboard, Orgel, Fanfare oder Piano ausgeführt. Der Bass gibt im Hintergrund ordentlich Gas und die Drums halten sich zurück und spielen nicht so auffällig auf.

Da das Songwriting auf die 1980er zurückzuführen ist, Christer und Henrik Live bis in die frühen 90er spielten ist es kein Wunder das die Mucke auch diesen unwiderstehlichen 80er Jahre Touch besitzt und das Feeling von damals problemlos in die Gegenwart transportiert. Zu hören gibt es 80er Like AOR mit skandinavischen Charme und einem schielenden Auge über den Atlantik in die USA und Kanada.

Vergleichen kann man TURN BACK TIME mit TOTO, SURVIVOR, PRISM, 101 SOUTH, sowie den Schweden TOMMY DENANDER, ALIEN, BAD HABIT und WORK OF ART mit einer Extraportion TOTO. Herausgekommen ist ein Album das jeden Anhänger der genannten Bands und Genre gefallen sollte.

Ein solides und gutes Album das TURN BACK TIME an den Start bringen, allerdings besitzen BOYS FROM HEAVEN mehr Biss und sind deshalb auch eine Nasespitze in der Bewertung um einen halben Punkt vorne.

„Dancing In The Rain“ ein flotter Opener der das Album einleitet, „Turn Back Time“ es bleibt flott und melodisch. „Maybe Tomorrow“ hier schimmern die gefühlvollen ALIEN voll durch, „Faith“ das Tempo geht wieder hoch. „Into The Light“ ein erstes richtiges Highlight, „Jennie In Love“ hier gibt es skandi TOTO in Reinkultur. „High“ geht fast als Hit durch, „Girl Goodbye“ hier kommt die volle Dosis TOTO Drama zum Einsatz. „Don’t Offend Me“ geht gut ins Ohr, „Josephine“ besticht in seiner Machart ohne Zweifel zu hinterlassen.

Balle

DAN BYRNE – This Is Where The Show Begins

Trackliste:

01. Saviour
02. She’s The Devil
03. Praise Hell
04. Sober
05. Cherry & Leather
06. Death Of Me
07. Temple
08. Pulling Me Under
09. Hat Me
10. Home

 

Spielzeit: 39:55 min – Genre: Classic / Hard Rock – Label: Frontiers Music s.r.l. – VÖ: 22.05.2026 – Page: www.facebook.com/danbyrneofficial

 

Heute erscheint das Solodebüt von einem der heißesten Eisen im Feuer der britischen Sangesbarden DAN BYRNE. Ich kenne DAN vom letzten gleichnamigen MARTY AND THE BAD PUNCH Album auf dem er seine Stimmbänder in Schwingungen versetzt hat, dort im PUNCH hat er einen fabelhaften Job abgeliefert. MARTY sollte schauen das DAN weiterhin zu seiner Crew gehört, denn was dort zu hören ist, ist schon aller Ehren Wert.

Leider ist im Promosheet nicht ersichtlich wer DAN auf dem Album unterstützt hat, im Internet lässt sich auch nicht aussagekräftiges finden also belassen wir es mit DAN am Mikro. Vielleicht einige Frontiers Hausmusiker oder woran ich nicht denken möchte das sogar KI im Spiel ist. Musik ist eine Gefühlssache und sollte dies auch bleiben und nicht durch kalte Nullen und Einser Algorithmen erzeugt werden. Musik soll von einem genialen Kopf aus Fleisch und Blut geschaffen werden und nicht von Programmen. Im Zweifel für den Angeklagten, also gehen wir mal von echten Musikern hinter den Tönen aus. DAN besitzt eine Stimme die alles andere ist, nur nicht unangenehm, er befindet sich meist in der mittleren Tonlage, geht auch schon mal höher ohne den Nervfaktor zu aktivieren. Er beherrscht auch raue und dreckige Töne, was er eindrucksvoll zeigt. Die Vocals werden auch in den richtigen Momenten von mehrstimmigen Backing Vocals unterstützt. Die Gitarren machen es interessant, entweder voll auf Krawall aus, oder gefühlvoll, hier gibt es alles was Spaß macht. Die Tastenabteilung ist sehr dezent am Start und kommt nur in den Vordergrund wenn sich die Gittis zurück halten. Piano Klänge gibt es auch schon mal was Abwechslung mit bringt. Der Bass ist weder Hintergrundbeschallung noch Rabauke, die Drums sind dafür auffälliger und sorgen für das Taktgefühl. Die Produktion schwächelt an den Becken ein wenig, da könnte mehr Dynamik drin stecken, ansonsten nichts zu Meckern.

Der Stil auf „This Is Where The Show Begins“ wandelt zwischen gefühlvollen Classic / Hard Rock über leicht dreckigen Hard Rock bei dem aufs Gaspedal gedrückt wird bis hin zum Modernen Rock. Eine echt köstliche Mischung von Songs die DAN vorlegt, seine Stimme macht dabei viel vom Reiz des Albums aus. Vergleichen kann man mit MARTY AND THE BAD PUNCH, modernen BAD COMPANY, D-A-D von der Nordseeinsel mit Tasten, härtere FM, LONERIDER und KING KING ohne Blues Anteil. Eine sehr frische Tinktur die mehr kann als es sich liest.

Abzug gibt es in der B-Note, da sich das Album unterhalb – nur knapp aber immer noch darunter – der 40 Minuten Marke befindet. Ansonsten anständige Rock Mucke die nicht unbedingt für die Tanzfläche geeignet ist, sich aber sehr gut anhört und Klassik mit der Moderne verbindet.

„Saviour“ ein recht kräftiger Einstieg, „She’s The Devil“ ein saugeiler catchy Rocker. „Praise Hell“ hier fährt DAN auf der Classic Rock Schiene, „Sober“ in den Strophen atmosphärisches Gefühlsmonster, während im Refrain der Punk abgeht. „Cherry & Leather“ ein Hard Rocker der im Refrain mit dunklen Gitarren Drama erzeugt, „Death Of Me“ fängt fast wie ADELEs „Hello“ an, bringt aber einen kleinen Schuss Blues mit, der Refrain ist von kräftiger Natur und erinnert dabei an Alternative Mucke. „Temple“ das Gefühl übernimmt in den Strophen die Oberhand bis das Ganze in einem gigantischen energiegeladenen Refrain gipfelt, „Pulling Me Under“ wildert im 80er Hard Rock mit modernen Elementen vermischt. „Hat Me“ ein Monstersong der sofort überzeugt und viel Potential mitbringt, „Home“ glänzt mit epischen Momenten.

Balle

FATAL VISION – Four Sides To Every Story

Trackliste:

01. Girl Against The World
02. All That Glitters
03. Run With Me
04. Turn Around
05. No More Tears To Cry
06. If This Is Who You Are
07. Maybe Someday
08. Out Of The Blue
09. After All These Years
10. Do You See Me
11. Every Time I Think Of You
12. Too Close To The Sun
13. Fly
14. The Best Is Yet To Come

Spielzeit: 77:15 min – Genre: Arena Rock – Label: Escape Music – VÖ: 22.05.2026 – Page: www.facebook.com/fatalvisionband

 

Der kanadische Vierer von FATAL VISION haut heute ihr viertes Album raus, auf den drei Vorgängern konnte die Band einiges an Staub aufwirbeln. Viertes Album und das dritte Label mit Escape Music im Rücken, ob jetzt der Durchbruch gelingt bleibt abzuwarten, das Potential besitzt die Truppe.

Den Hauptkern von FATAL VISION bilden seit Album #1 Simon Marwood am Mikro, Juan Miguel Gomez Montant an den Gitarren, Andrew Burns am Bass und die Drumsticks schwingt Alex Wickham. Als Gäste sind namhafte Musiker wie Jeff Scott Soto, Harry Hess, Paul Laine, Alessandro Del Vecchio, JK Northrup, Michael Shotton, Marc LaFrance, Christine Corless als Duettpartnerin und Backround und noch ein paar mehr zu hören. Simon besitzt ein Stimme die angenehm und warm klingt ohne sich aufdrängen zu wollen, einfach zum stundenlang zuhören geeignet. Bei Bedarf kommen mehrstimmige Chöre um Simon auf ein sehr hohes Podest zu hieven. Die Gitarren drängen sich auch nicht in den Vordergrund, sondern beweisen echte Teamplayer Qualitäten. Die Tasten werden entweder als dezentes Keyboard oder Piano genutzt um mit den Gitarren ein Rundes Bild abzugeben. Der Bass spielt in der selben Liga wie die Gitarren und Tasten, die Drums sorgen dann für den Takt ohne dabei zu weit nach Vorne oder Hinten gemischt zu sein. Der Produktion fehlt in manchen Frequenzen der Biss, sonst befindet sich fast alles im grünen Bereich.

Stilistisch bewegen sich FATAL VISION irgendwo zwischen AOR und Melodic Hard Rock ohne dabei zu stark in eine Richtung zu tendieren, man trifft sich im Niemandsland der Mitte beider Genres. Gelegentlich werden Progelemente mit in den Sound eingestreut um die ganze Sache Interessanter zu gestalten. Beim Hören fallen einem dann so Bands wie PRISM, WHITE VISION, AIRKRAFT, ALIAS, RENEGADE (CAN), HONEYMOON SUITE, TOQUE, LOVERBOY, SANTERS und WHITE HEAT ein, denn genau an diese Schnittmenge erinnern FATAL VISION mit ihrer an den 80ern angelehnte Mucke.

FATAL VISION bieten auf ihrem Album #4 mit einer Laufzeit von knappen 80 Minuten ordentlich Value for Money.

„Girl Against The World“ legt gleich mal flott und stark los, „All That Glitters“ Gefühl trifft auf leichte Progelemente, „Run With Me“ eine AOR Granate die mitten im Trommelfell explodiert, „Turn Around“ das Gefühl steigt steil an. „No More Tears To Cry“ so ein für nordamerikanische Bands typischer Arena Rocker, „If This Is Who You Are“ leichter Prog trifft auf spaciges Keyboard. „Maybe Someday“ erinnert an intensiv im Melodic Rock getunkte GLASS TIGER, „Out Of The Blue“ WHITE VISION ist der Papa dieses Kindes und SANTERS die Mutter. „After All These Years“ eine Ballade und Duett mit zweiter weiblicher Stimme, „Do You See Me“ PRISM trifft auf HONEYMOON SUITE trifft auf WHITE HEAT. „Every Time I Think Of You“ eine weitere Ballade die mit zwei Stimmen kommt, „Too Close To The Sun“ ein starker Rocker mit Christine als Duettpartner. „Fly“ ein Arena Rocker mit viel Drama angereichert, „The Best Is Yet To Come“ HONEYMOON SUITE trifft auf RENEGADE.

Balle

ASPHALT VALENTINE – Strip Rock Roll

Trackliste:

01. Never Lose It
02. Dirty Little Secret
03. It’s Not Me
04. Hard Life
05. Love & Gone
06. Don’t Come Easy
07. Be Your Drug
08. Strip Rock Roll
09. Down To The Aces
10. On That Line
11. Bombshell

Spielzeit: 46:58 min – Genre: Hard Rock – Label: Chavis Records // Jamsync Music – VÖ: 2009 // 2010 – Page: www.facebook.com/asphaltvalentine/

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Man schrieb das Jahr 2009 und das Debütalbum von ASPHALT VALENTINE erblickte über Chavis Records das Licht der Welt, ein Jahr später folgte noch eine Veröffentlichung auf Jamsync Music mit einem zusätzlichen Song drauf. Die Band brachte es 2013 noch auf eine EP „Into The Red“ und ein Album „Twisted Road“ 2020.

Zur Besetzung gehörten damals Joe Flynt am Mikrofon, Brett Ciaramella und Chris Meyer an den Gitarren, Scott Clark an Bass und Scozzy Valentine an den Drums. Die Backing Vocals wurden von Joe, Chris und Scott übernommen. Joes Stimme befindet sich in einer Tonlage die nicht nur ideal für Hard Rock ist, sondern auch sehr angenehm anzuhören ist, selbst wenn er mal hochgeht, er besitzt auch eine gute Portion Dreck in den Stimmbändern. Die Gitarren sorgen mit ihrer trockenen Spielweise für den richtigen Ton und setzen dabei nicht nur einen Glanzpunkt. Der Bass lässt sich nicht in den Hintergrund drängen sondern sorgt für eine dezent geniale Stimmung. Die Drums sind sehr energisch und brachial ausgeführt um die Band vor sich her zu jagen. Die Produktion klingt sehr trocken dabei aber nicht undynamisch.

Die fünf US Boys machten mit ihrem Debütalbum ein gewaltiges Fass auf, dieses Fass hat melodischen Hard Rock als Inhalt, der auf jeder Biker Party für Stimmung sorgen könnte und auch auf jeder normalen Party mit Rock Mucke. Die Jungs klingen zwar dreckig aber für Sleaze Rock nicht versaut genug, obwohl die Texte eher für Erwachsene gedacht sind. Um einen groben Vergleich zu ziehen nimmt man ASPHALT BALLET, BACKBONE SLIDE, BAD4GOOD, BUCKCHERRY, geht über CINDERELLA zu der COMPANY OF WOLVES, DIRTY RHYTHM, KICKIN VALENTINA, SCARECROW nach SHANGHAI, fliegt über die SHARK ISLAND und landet schlussendlich bei SKIN & BONES. Alles Kombos die verdammt geile Songs auf ihren Alben veröffentlicht haben aber nie die große Anerkennung dafür einheimsen konnten. Leider auch im Fall von ASPHALT VALENTINE, die ein geiles Debüt an den Start brachten aber nicht aus dem Quark kamen.

ASPHALT VALENTINE veröffentlichten ein Debüt das es in sich hatte und alles mitbrachte was es für ein anständiges Hard Rock Album brauchte.

„Never Lose It“ ein cooler Einstieg mit viel Druck und Drive, „Dirty Little Secret“ ein rotzfrecher Abgehrocker der auf jeder Party für beste Laune sorgen sollte. „It’s Not Me“ ein melodischer Rocker der auf den Putz haut, „Hard Life“ flott geht die Party weiter. „Love & Gone“ hier ist er, der ultimative Superhit, der einem einen kalten Schauer den Rücken runter jagt, die Gitarren rasieren hier alles was im Weg steht, „Don’t Come Easy“ der nächste Rocker der dem Hörer einen Tritt versetzt. „Be Your Drug“ das Gaspedal nähert sich dem Bodenblech, „Strip Rock Roll“ Charme trifft auf Dreck. „Down To The Aces“ und es geht munter weiter mit der treterei, „On That Line“ es wird mit Blues Note gerockt und rollt, „Bombshell“ zum Abschluss hauen einem ASPHALT VALENTEIN noch die Klüsen eckig.

Balle

CONFESS – Metalmorphosis

Trackliste:

01. Colorvision
02. The Warriors
03. Wicked Temptations
04. Metalmorphosis
05. Beat Of My Heart
06. Pursuit Of The Jenny Haniver
07. The Other Side
08. Running To My Death
09. Plague Of Steel
10. Silvermalen

 

Spielzeit: 43:32 min – Genre: Sleaze Rock – Label: Frontiers Music s.r.l. – VÖ: 15.05.2026 – Page: www.facebook.com/confessofsweden

 

CONFESS melden sich mit ihrem vierten Album zurück, keines war schlecht, das dritte überflügelte die ersten Beiden und konnte Full House abräumen. Mittlerweile sind die Schweden bei Frontiers Music untergekommen und werden damit sicherlich einen Bekanntheitsschub bekommen. Vor Album #3 waren CONFESS so etwas wie der Geheimtipp im Sleaze Rock Genre, dies änderte sich mit ihrem dritten Album bestimmt und jetzt mit Frontiers Music im Rücken könnte ein weltweiter Durchbruch gelingen. Schade ist nur das die erste EP und beiden Alben so gut wie nicht mehr aufzutreiben sind, außer natürlich auf den Streaming Plattformen, mit dem Nachteil was man sich da anhört gehört einem nicht.

Zur aktuellen Besetzung von CONFESS gehören Sänger John Elliot, die Gitarristen Ludwig Nordlander und Asser Hakala, Bassist Lucky und die Drummachine Samuel Samael. Johns Stimme hat den selben Ausdruck wie auch schon zu Anfangstagen, mit ein wenig Verbesserung, da sie jetzt variabler erscheint. Er kann von sanft über dreckig bis hin zu rau, und bedient diese Palette je nach Bedarf. Seit den ersten Album hat er nicht viel aber er hat dazu gelernt und dies steht den Songs sehr gut. Die Gitarren sorgen immer noch für ein Riffgewitter nach dem Anderen. Der Bass kann auch für Dampf sorgen und die Drums treiben alles vor sich her. Die Keyboards unterstützen den Rest der Band mit ihren dezenten Einlagen. Die Produktion ist dynamisch, gelungen und lässt nichts vermissen.

CONFESS machen auch auf „Metalmorphosis“ das was sie können, sie rocken bis der Arzt kommt. Dabei gibt es gewaltig auf die Lauscher, rotzfrech, vorlaut und mit ihrem schwedischen Augenzwinkern geht es voll nach vorne. Haben die Jungs dabei etwas ausgelassen oder vergessen? Nein, sie haben nichts übersehen, sie rocken so wie man es seit dem Debütalbum „Jail“ von ihnen gewohnt ist, und das keinen Deut schlechter. CONFESS sind wie ein guter Whisky, mit jedem Album steigt die Reife und das können wird immer raffinierter, wenn diese Entwicklung so weiter geht steht einem weltweiten Erfolg nichts mehr im Weg. Der Titel ist leicht irreführend, in den Metal driften sie nicht ab, versuchen sich aber an Riffsalven die an Metal erinnern. Selbst wenn es mal metalisch wird, wird es nicht zu hart, sondern bleibt im gewohnten Sleaze Rock mit einer kleinen Metal Note.

CONFESS kann man am besten als eine Mischung aus CRAZY LIXX, dem Debüt von CRASHDIET, HARDCORE SUPERSTAR sehen, und vielleicht ein winziger Tupfer SVEN GALI. Was spricht also dagegen die nächste Party von CONFESS beschallen zu lassen? Absolut nichts, wer auf dreckigen und versauten Sleaze Rock steht ist bei dieser Band genau an der richtigen Adresse.

Erneut legen CONFESS ein saustarkes Album vor, dass alles mitbringt was es mitbringen soll – diesmal auch über 40 Minuten, dass es keinen Grund gibt ein negatives Wort über das Album zu verlieren.

„Colorvision“ fängt mit einem Intro an was keiner benötigt – allerdings nach dem Intro geht die Treterei in den Hintern mit voller Macht lost, „The Warriors“ erinnert mich an eine dreckigere Version von SVEN GALI. „Wicked Temptations“ hier sind sie die CONFESS die mit ihrer unwiderstehlichen Charme offensive glänzen „Metalmorphosis“ ein flottes Highlight mit viel Druck. „Beat Of My Heart“ eine schöne Ballade die mit einer traumhaften Akustik Gitarre kommt, „Pursuit Of The Jenny Haniver“ hier benutzt die Band das erste Mal Metal artiges Riffing. „The Other Side“ noch so ein charmantes Highlight das einem nicht mehr aus dem Kopf geht, „Running To My Death“ ein Speedattacke die Potential besitzt. „Plague Of Steel“ in Strophen herrscht Chaos – im Refrain Harmonie, „Silvermalen“ am Schluss packen CONFESS nochmal die Melodic-Kelle aus und erinnern an einen Symbiose aus 70ern und CONFESS.

Balle

RITCHIE NEWTON – Higher Power

Trackliste:

01. Higher Power
02. Come Give Me Your Love
03. Crying In The Summer Rain
04. I Lost My Faith In You
05. Glory Harleylujah
06. Saxana
07. King Of The Night
08. When Children Cry
09. Goodbye My Little Boy
10. Winds Of Destiny
11. Woman In Doubt

Spielzeit: 51:11 min – Genre: Melodic Hard Rock – Label: NRT-Records – VÖ: 01.05.2026 – Page: www.facebook.com/ritchie.newton.2024

 

Der gebürtige Straubinger RITCHIE NEWTON veröffentlicht mit „Higher Power“ ein Rockalbum über Hoffnung, Verlust und innere Stärke. Das bedeutet das es sich um ein sehr persönliches Album handelt, da RITCHIE schon einige Schicksalsschläge verkraften musste scheint es einer Wiederbelebung zu ähneln. Genau das bringen die Texte zum Ausdruck, also RITCHIE lass mal hören, was du im Jahr 2026 für ein musikalisches Statement setzten kannst.

Nicht nur RITCHIE ist ein bekannter Name, er konnte auch einige namhafte Gastmusiker für Songwriting und an den Instrumenten auf dem Album vereinen. Zum Line-Up zählen neben RITCHIE am Mikro noch Ivan May an Gitarre, Layphan Reyphare an Keyboards, Dodi an Bass und Dandy am Schlagzeug. Als Gastmusiker sind Hans Ziller, Frank Pané, Armin Sabol und Markus Pfeffer an den Gitarren; Dave Slaat an Keyboards; Boris Matakovic an Saxofon und Jimmy Katone an den Drums zu hören. Für das Songwriting waren neben RITCHIE noch Ivan May, Dave Slaat, Armin Sabol, Hans Ziller, Frank Pané, Markus Pfeffer, Jimmy Katone, Boris Matakovic, Marco Mendoza und Tobias Dorner am Notenblatt tätig.

RITCHIE der auch dafür bekannt ist stimmlich einen sehr guten ELVIS zu können zeigt auf „Higher Power“ das mehr als ein ELVIS-Imitator in ihm steckt. Er bestitzt eine sehr coole Rockröhre, die mit viel Rauch ausgestattet ist und somit bestens geeignet für Melodic Hard Rock oder Hard Rock. Er kann nicht nur rau und kräftig, sondern beherrscht auch die gefühlvolle und zurückhaltende Seite. Die Gitarren fahren volle Griffbrett Arbeit auf ohne es zu übertreiben oder sich in Selbstbeweihräucherung zu verlieren. Die Gitarristen, egal ob Band oder Gast spielen ihre Instrumente songdienlich ohne ausufernde Sperenzchen. Die Keys bilden mit den Saitenhexern eine Einheit um RITCHIEs Stimme die beste Unterstützung zu bieten, kommen auch schon mal im Old-School Orgel Stil. Der Bass kann sich gut durchsetzen und die Drums treiben von Hinten alles nach vorne. Das Saxofon bildet einen sehr guten Kontrastpunkt und bietet Abwechslung.

Man merkt an der Mucke, die sich von den Wurzeln sehr stark in den 80ern befindet, dass er mit den selben Bands wie ich Groß und Reif geworden ist. Vergleichen kann man den Stil von „Higher Power“ mit den alten DOMAIN, softere TRANCE, BONFIRE, TRANS AM, härter DOMINOE und ein wenig SCORPIONS. Eigentlich eine sehr delikate und interessante Mischung, wobei ein gewisses Maß des Charmes RITCHIEs Stimme ausmacht. So hat der auf den Philippinen lebende Niederbayer ein sehr gutes und cooles Werk an den Start gebracht. Die Melodien sind bei jedem Song sehr gut geraten und wurden mal mit mehr oder weniger Gefühl stark umgesetzt.

RITCHIE NEWTON stellt mit „Higher Power“ sein versiertes Können als Songschreiber und Musiker unter Beweis und legt mit seiner Crew ein Album vor das verdammt geile und persönliche Songs enthält.

„Higher Power“ legt gleich am Anfang die Messlatte sehr hoch an, „Come Give Me Your Love“ ein melodisches Schmankerl zum dahinschmelzen. „Crying In The Summer Rain“ ein catchy Melodic Rocker der mit Classic Rock Note kommt, „I Lost My Faith In You“ eine kräftige und sehr angenehme Powerballade. „Glory Harleylujah“ der Kirchendauerbrenner wird hier mit Steroiden friesiert, „Saxana“ ein gefühlvolles Stück Musik, dass mit einer traumhaften Melodie glänzt. „King Of The Night“ das Dingens hätte in den 80ern das Zeug zum Top Ten Hit gehabt, „When Children Cry“ bewegt sich mit Gefühl und Melodie irgendwo zwischen Ballade und Rocker. „Goodbye My Little Boy“ ein sehr trauriger Song der von Verlust handelt, „Winds Of Destiny“ bei dem Hit wird mit einem Auge über den Atlantik geschielt, „Woman In Doubt“ und es wird auch mal der Blues mit eingebracht.

Balle

KUF – Chapter 1

Trackliste:

01. Cosmic Cowboy
02. Dance Of Deceit
03. Final Descent
04. I’m Not Dead
05. Quicksand Serenade
06. Final Descent (Radio Edit)

 

 

 

Spielzeit: 27:07 min – Genre: Hard Rock – Label: Eigenveröffentlichung – VÖ: 27.02.2026 – Page: www.facebook.com/kufband

 

Die vier Köpfige US-Hard Rock Band KUF hat Ende Februar ihre EP mit dem Titel „Chapter 1“ veröffentlicht. Die im Jahr 2000 gegründeten KUF besteht aus Shouterin Twilly, Bandgründer und Gitarrist Todd, Bassist Dan und Drummer Kirk. Das Leitmotto von KUF besteht aus: „Keine Masken, keine Filter. Nur die Wahrheit in verzerrter Form“. Das sollte im Klartext heißen, dass keine KI zum Einsatz kommt, die momentan überall Einzug hält und man nicht mehr wirklich aussagen kann ob KI angewendet wurde oder nicht. Die Band hat bis jetzt ein Album 2001 und seit 2024 einige Singles veröffentlicht. „Chapter 1“ enthält diese Singles, eine in zwei Versionen sowie den vor kurzem veröffentlichten Song „Quicksand Serenade“.

Twillys Stimme passt wie Arsch auf Eimer zum Band Sound, und bringt eine gewisse Portion Dreck und Rauheit mit, die sehr gut mit dem Hard Rock harmoniert. Die Gitarren reißen dem Hörer mit ihren Riffattacken gewaltig den Hintern auf, und kommen um Abwechslung ins Spiel zu bringen auch mal tief und bedrohlich gestimmt aus den Boxen geraucht. Der Bass sorgt mit seinen tiefen Tönen für Druck und die Drums stehen den Gitarren in nichts nach und sorgen für den richtigen Takt beim Hintern aufreißen. Die Produktion kann als gelungen bezeichnet werden und gibt keinen Anlass den Finger zu heben.

Vom Stil her bewegen sich KUF im groovigen Hard Rock mit sehr viel Drive, der mit einem modernem Anstrich aufgepeppt wurde. So schafft es die Band auf eine sympathische Art und ihrer eigenen Weise Tradition und Moderne zu einem interessanten Hard Rock zu verbinden. Dabei übergehen KUF nicht den Hard Rock der Vergangenheit oder driften zu stark in den Alternative Rock ab. Das Ganze hört sich dann fast wie eine Art Symbiose aus 80er DOKKEN und modernen HALESTORM und THE PRETTY RECKLESS an. Leider gibt es auch zwei kleinere Negativpunkte die sich leicht in der Bewertung bemerkbar machen. Nach leider gerade mal 27 Minuten und fünf Songs + einem Edit ist die Party vorbei.

Eine sehr gute Vorstellung von KUF, die bei einer Laufzeit von über 40 Minuten und ein paar Songs von dieser Qualität mehr um einen halben bis einen Punkt mehr einfahren könnte. Ansonsten gibt es keinen Grund zu Meckern.

„Cosmic Cowboy“ ein eingängiger Gewalt Rocker mit coolem Refrain, „Dance Of Deceit“ sehr Modern mit klassischen Wurzeln und Twillys geiler Röhre. „Final Descent“ hier wurde mit viel Drama ein bockstarker Song aufgewertet, „I’m Not Dead“ Energie trifft auf KUF trifft auf Twilly trifft auf leichtes Drama und ergibt ein Monster, „Quicksand Serenade“ hier geht der Punk voll ab, in den Strophen mit Gefühl, in der Bridge wird es Modern und im Refrain wird eingängig drauf los gerockt.

Balle

ELLI BERLIN – Elli Berlin

Trackliste:

01. Lebensretter
02. Bang Bang
03. Zu wahr um schön zu sein
04. Lieder unserer Zeit
05. Wer bist Du
06. Aus der Asche
07. Gefallene Engel
08. Mutterherz
09. Hall Of Fame
10. Tief in die Dunkelheit

 

Spielzeit: 41:11 min – Genre: Modern Metal – Label: Metalville Records – VÖ: 24.04.2026 – Page: www.facebook.com/elliberlinnullpositiv

 

ELLI BERLIN betritt mit ihrem gleichnamigen Debütalbum die Spielwiese der harten Klänge. ELLI gründete 2015 die Band NULL POSITIV und fing 2021 mit der Arbeit an eigenem Material welches seit 2024 Live auf Konzerten zum Einsatz kommt. Die Songs wurden größten Teils von 2021 bis 2023 schon auf ihren EPs veröffentlicht.

Zur Besetzung gehören neben ELLI BERLIN am Mikro noch Martin Kotte an den Gitarren, Johannes Dill an Bass, Flo Schnabl an den Drums, sowie Juliane Köbe und Sarah Schulze an den Backing Vocals. Wer die Tasten bediente ist im Pressetext nicht ersichtlich. ELLIs Stimme kann von Klargesang bis hin zu rauen Passagen bis zu tiefsten Growls alles was das Herz begehrt. Wenn sie Hoch geht könnte man fast meinen Helene Fischer hätte diese Stellen übernommen, wenn sie sich im normalen Bereich befindet hat man das Gefühl bei manchen Stellen DORO zu hören und wenn es ganz Krass kommt dann gibt es nur die Black und Death Metal Shouter als Vergleich. Die Gitarren sorgen für amtlichen Alarm an der Gehörfront und geizen nicht mit Riffgewittern die alles umhauen was nicht fest im Sattel sitzt. Die Tasten bilden mit den Gitarren das Gerüst auf dem ELLIs Stimme thront. Der Bass agiert unauffällig, die Drums hauen dafür voll rein.

Normalerweise bin ich kein Freund von zu modernem Metal Gedöhns, allerdings gibt es da auch einige Ausnahmen. DYMYTRY oder wie sie jetzt heißen DYMYTRY PARADOX sind selbst für mich eine willkommene Abwechslung und nun gehört auch ELLI BERLIN dazu. Bei RAMMSTEIN und Co. Passe ich immer noch, warum kann ich nicht sagen. Allerdings gehen auch Ausnahmen wie die oben erwähnten. Als sehr groben Vergleich kann man RAMMSTEIN, EISZEIT wenn es um die Härte geht und die Eingängigkeit von DYMYTRY PARADOX nehmen, mit DORO ähnlicher Stimme. So schafft es ELLI irgendwie den richtigen Ton zu treffen um selbst mich als einen der größten Kritiker des Alternative / Industrial Metals überzeugen zu können, dass auch dieses Genre mit sehr guter Musik bedient werden kann.

Ein geiles, gelungenes und sehr interessantes Debütalbum das ELLI BERLIN hier vorlegt, auch wenn einige der Songs schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben wirkt das Album wie aus einem Guss.

„Lebensretter“ ein sehr guter Einstieg ins Album – Ein Rocker der überzeugt, „Bang Bang“ kommt fast schon mit Dancefloor ähnlichem Beat. „Zu wahr um schön zu sein“ eine Powerballade die im Refrain voll an Fahrt aufnimmt, „Lieder unserer Zeit“ ein kräftiger Brecher der in den Strophen das Gaspedal lupft und im Refrain durch das Bodenblech drückt. „Wer bist Du“ eine Ballade die mit viel Drama kommt, „Aus der Asche“ ein Nackenbrecher der in der Bridge mit NDW Flair überrascht. „Gefallene Engel“ ein starker Song gemeinsam mit Teufel im Duett, „Mutterherz“ kann mit seiner Melodieführung punkten. „Hall Of Fame“ erinnert mich mit seinen Ausführung an einen experimentellen FALCO auf der NDH Welle, „Tief in die Dunkelheit“ zum Schluss kommt nochmal viel Gefühl ins Spiel, mit traumhaft schönem Refrain.

Balle

JOHN CORABI – New Day

Trackliste:

01. New Day
02. That Memory
03. Faith, Hope And Love
04. When I Was Young
05. One More Shot
06. 1969
07. Laurel
08. Good To Be Back Here Again
09. Love That’ll Never Be
10. Cosi‘ Bella
11. Your Own Worst Enemy
12. Everyday People

Spielzeit: 48:20 min – Genre: Classic Rock – Label: Frontiers Music s.r.l. – VÖ: 24.04.2026 – Page: www.facebook.com/JohnCorabiMusic

 

JOHN CORABI Frontman von THE DEAD DAISIES und auch vor sehr langer Zeit von THE SCREAM sowie auf einigen Alben von MÖTLEY CRÜE beehrt die Hörerschaft mit einem Soloalbum mit ausschließlich eigenen Songs. Über die stimmliche Qualität eines JOHN CORABI braucht man nicht zu diskutieren, die befindet sich immer auf einem sehr hohem Niveau, was er auch Live mit THE DEAD DAISIES mehrfach beweisen konnte.

Neben JOHN an Mikro und Gitarre sind noch folgende Musiker beteiligt: Richard Fortus und Charlie Starr an den Gitarren, Marti Frederiksen für Produktion, Gitarren und Piano verantwortlich, Paul Taylor an Orgel und Piano und Evan Frederiksen an Orgel, Gitarre, Bass und Drums. JOHNs Stimme hat eine ganz besondere Färbung die alles mitbringt was für Rock gebraucht wird. Dazu gehört die tiefe Tonlage und Rauch was der Musik besonders gut steht. Die Gitarren geizen nicht mit Riffeinlagen und bilden mit den unterstützenden Tasteninstrumenten das perfekte Fundament für JOHNs Stimme. Der Bass ist nicht so auffällig umgesetzt, ist trotzdem sehr gut vorhanden. Die Drums gehen besser als der Bass ins Ohr, hören sich aber auch wenn ich mich jetzt irre künstlich an. Die Produktion ist trocken aber dynamisch ausgeführt und hat Biss.

Der Stil befindet sich klar im melodischen Classic Rock der besseren Sorte und erinnert oft an die ganz Großen die Ende der 70er Jahre angesagt waren und einen Hit nach dem anderen landeten. Um nicht nur beim Classic Rock zu bleiben und Abwechslung ins Spiel zu bringen wurden einige Songs mit einer sehr feinen Blues Note aufgewertet. So bewegt sich das Album auf alten Pfaden von den späten 70er bis in die frühen 80er Jahre. Vergleichen kann man mit SMOKIE, SUZI QUATRO, SWEET ohne Glam Faktor, NAZARETH, FLEETWOOD MAC, FOREIGNER und RAINBOW mit herrlichem georgel, AEROSMITH, wenn es bluesig wird mit softeren THE DEAD DAISIES aber auch die BEATLES sind als Einfluss enthalten.

Ein sehr starkes Stück Classic Rock das JOHN CORABI veröffentlicht hat, so kann es mit JOHN Solo weiter gehen.

„New Day“ ein toller Rocker der an den Classic Rock der späten 70er Jahre erinnert, „That Memory“ ein cooler Rocker mit bluesigen Touch. „Faith, Hope And Love“ eine vom Blues getragene Ballade mit Drama angereichert, „When I Was Young“ hier kommen Erinnerungen an die damals angesagten SMOKIE auf. „One More Shot“ ein kräftiger Rocker der Potential hat, „1969“ ein Song für die Tanzfläche mit Südstaaten Flair. „Laurel“ besticht mit einer traumhaften Melodieführung, „Good To Be Back Here Again“ eine schwere und dramatische Ballade. „Love That’ll Never Be“ ein Rocker der mit einer traurigen Note versehen ist, „Cosi‘ Bella“ hört sich an als ob SMOKIE und die BEATLES ein Kind zur Welt gebracht hätten. „Your Own Worst Enemy“ der Rocker kommt mit leichter Funk, Soul und großer Blues Note, „Everyday People“ ein Classic Rocker der mit Boogie und Reggae Note gewaltig aus den Socken springt.

Balle