FIRESKY – Firesky

Trackliste:

01. Run Into The Storm
02. Out Of Range
03. I’m Not Broken
04. A Stone In Time
05. Can You Feel Me
06. Chasing The Dawn
07. One Last Time
08. Like Brothers
09. Together
10. I Am Fire

 

Spielzeit: 40:22 min – Genre: AOR – Label: Art Of Melody Music – VÖ: 13.03.2026 – Page: www.facebook.com/FireskyBand

 

Art Of Melody Music scheint ein neues heißes AOR Eisen im Feuer zu haben, dieses internationale Eisen hört auf den Namen FIRESKY. FIRESKY wird als Studio Projekt / Band angekündigt, das vom finnischen Drummer Mika Brushane gegründet, der schon mit vier Alben unter dem Namen IMPERIUM für Aufsehen sorgen konnte. Diese Band / Projekt kommt nun mit ihrem Debütalbum aus dem Studio und will ihren Sound, der laut Label von JOURNEY, FOREIGNER, GIANT, DEF LEPPARD und TOTO inspiriert ist auf der Welt verteilen. Das sind doch sehr große Namen, in deren Fußstapfen FIRESKY treten wollen, ob dieses Unterfangen gelingt zeigt sich in etwa 40 Minuten.

Komplettiert wird das Line Up mit Sänger Davide Merletto (LACE, ex-PLANETHARD), Gitarrist Samuli Feserley (CIRCUS OF ROCK), Bassist Time Schleifer (King Company, ex-CIRCUS OF ROCK) und Keyboarder Saal Richmond (IN-SIDE). Davide macht einen sehr guten Job am Mikrofon und passt mit seiner Färbung sehr gut zum AOR. Die Gitarren kommen gut rüber ohne dabei zu soft oder hart zu wirken um mit dem im Überfluss vorhandenen Keyboard eine Soundkulisse zu erzeugen. Der Bass agiert zwei Schritte hinter den anderen Akteuren und die Drums sind wie von Mika gewohnt mit Schmackes ein gezimmert, obwohl sich die fast nach Drum-Computer anhören.

Geboten wird ein sehr gutes Stück AOR Mucke mit allem was dazu gehört, Melodie, eine passende Stimme, Gitarren die sich mit dem Keyboard duellieren und eine Rhythmus Fraktion die Dampf macht. Von den Vergleichen kann man bis auf DEF LEPPARD – dafür zu stark im AOR verwurzelt, und TOTO – dafür zu wenig Westcoast und Bombast im Sound, alle stehen lassen. Vielleicht könnte man noch SURVIVOR, STRANGEWAYS, FATAL VISION, ARKADO und CAPTAIN BLACK BEARD hinzu nehmen um das Chaos vollends komplett zu machen. Nein chaotisch ist der Sound auf keinen Fall, vielmehr kommt AOR aus den Lautsprechern der sich an den alten Helden orientiert und huldigt. Wer auf Keyboardeinsatz ohne Ende steht wird bei FIRESKY fündig und mit dem Debüt zufrieden sein, wer nicht so drauf steht sollte vorher ein Ohr riskieren ob es passt oder nicht.

Wenn man vom Intro absieht gibt es etwa 38 Minuten lang reinrassigen AOR mit hohem Potential auf die Lauscher, es gibt viele die es nicht so drauf haben, allerdings nur sehr wenige die es besser können. Eine mehr als gelungene erste Vorstellung von FIRESKY.

„Run Into The Storm“ mit einem Intro wird in das Album gestartet, „Out Of Range“ ein flotter Rocker der sofort ins Ohr geht. „I’m Not Broken“ in den Strophen herrscht Harmonie während im Refrain ein kleines Chaos die Führung übernimmt, „A Stone In Time“ eine traumhafte Melodieführung die einen Hit formt. „Can You Feel Me“ ein mit viel Drama angereicherter Rocker, „Chasing The Dawn“ hier gibt es voll auf die Zwölf, ein sehr cooles Highlight. „One Last Time“ eine Ballade mit starkem Refrain, „Like Brothers“ es wird wieder ordentlich drauf los gerockt. „Together“ bei diesem Highlight kommen die STRANGEWAYS Fans voll auf ihre Kosten, „I Am Fire“ hoppla was rauscht da für ein Rocker aus den Boxen, spaciges Keyboard (die an die Italo pseudo Rocker STAGE erinnern) wird mit geilen Gitarren und rauen Vocals kombiniert.

Balle

SIDEBÜRNS – Beer Füeled Bastard

Trackliste:

01. All In
02. Not What Used To Be
03. Lifestyle
04. Hit The Ground
05. Whiskey Driven Beer Fueled Bastard

 

 

 

 

Spielzeit: 20:47 min – Genre: Speed Rock N Punky Hard Roll – Label: Eigenveröffentlichung – VÖ: 10.04.2026 – Page: www.facebook.com/sideburnsrock

 

Als ich den Bandnamen in der Redaktionsliste gelesen habe dachte ich doch fast schon das die Schweizer Riff Rocker von SIDEBURN nach ihrer Best Of mit einem neuen Werk zurück sind. Beim genauen Hinsehen sah ich dann den Unterschied, hier handelt es sich um eine EP des Weimarer Rock-Trios SIDEBÜRNS. Ich kannte diese Band noch nicht, und da ich mich gerne überraschen lasse übernahm ich die EP, Überraschungen sind etwas Tolles und können in jede Richtung gehen, entweder es ist ein Volltreffer oder eine Enttäuschung.

SIDEBÜRNS besteht aus Ralf Sideburn an Mikrofon und Gitarre, Katja BAroneSS an Mikrofon und Bass sowie Ronny G. Hämmer an den Drums. Dann lasst mal hören, was der abgefüllte Bastard reißen kann. Ralfs Stimme ist rau und klingt derb nach sehr viel Dreck und Lungentorpedos, nahe zu ideal für den Rock N Hard Roll der Band. Die Gitarren sind alles was man von Haudrauf Mucke erwartet nur nicht leise und zurückhaltend, mit Vollgas werden die Akkorde laut angeschlagen. Der Bass kommt sehr gut durch und kann sich gegen das Riffgewitter behaupten. Die Drums treten mit aller Gewalt in den Hintern. Die Produktion klingt so wie der Bandsound, furztrocken wie der Sand in der Sahara.

Der Sound ist von sehr deftiger und wilder Natur, die absolut trockene Produktion passt sehr gut dazu. Es gibt verschiedene Einflüsse zu hören, was wiederum zu komischen Vergleichen führt. Diese Vergleiche setzen sich aus MOTÖRHEAD, SUPERSUCKERS, MORORJESUS und BEASTÖ BLANCÖ auf einem schnellen Punk Trip trifft es wohl am besten. Denn die Songs sind nicht für Leute geeignet die sich beim Autofahren dadurch ertappen die Geschwindigkeit wie bei den Songs zu erhöhen, das könnte zu teuren Passbildern führen, wenn der Gaudikasten am Straßenrand steht. Für alle anderen die sich angesprochen fühlen, einfach mal reinhören ob SIDEBÜRNS dem eigenen Geschmack entspricht und diese Band unterstützen.

Alles nicht schlecht geboten, allerdings auch zu kurz, zu wenig für eine Spitzenbewertung in der oberen Skalaeinteilung. Dafür ist die Mucke zu unruhig, schnell und man kann es schlecht einordnen wo die Reise hingehen soll. Geht sie hin zum Rock N Roll oder Speed Punk mit Rock N Roll Elementen. Irgendwie ist es unklar was die Band dem Zuhörer vermitteln möchte.

„All In“ ein schneller, derber und deftiger Rocker zum Einstieg, „Not What Used To Be“ und es geht weiter wie es angefangen hat, schnell eine Spur düsterer. „Lifestyle“ lässt den Zuhörer bei gedrosseltem Tempo durchatmen, „Hit The Ground“ das Tempo geht wieder nach oben, „Whiskey Driven Beer Fueled Bastard“ hier geht es voll in Richtung MOTÖRHEAD mit ROSE TATTOO Vibes.

Balle

BLACK OAK COUNTY – Misprint

Trackliste:

01. Kill The Pain
02. Rock N Roll
03. Vertigo
04. Around The Sun
05. Starlight
06. Kiss & Tell
07. Fade
08. Energy
09. Sick And Tired
10. Before I Break
11. Landmine
12. The Shadow

Spielzeit: 41:15 min – Genre: Modern Hard Rock – Label: Mighty Music – VÖ: 10.04.2026 – Page: www.facebook.com/BlackOakCounty

 

Das dänische Hard Rock Quartett kehrt dieser Tage nicht nur mit ihrem vierten Album „Misprint“ zurück, sondern begibt sich auch auf Tour durch ihre Heimat und einigen Shows in Deutschland in Berlin, München, Stuttgart, Hamburg, Köln und Bochum. Mit ihrem letzten Album konnten die Jungs mächtig Eindruck schinden, die Erwartungen für „Misprint“ sind deshalb sehr hoch, ob der erspielte Standard gehalten werden kann.

Zu BLACK OAK COUNTY gehören wie auf dem Vorgänger Niels Beier an Mikro und Gitarren, Jack Svendsen ebenfalls Gitarre, René Kristensen an Mikro und Bass sowie Mike Svendsen an den Drums. Die beiden Stimmen von Niels und René scheinen an Aggressivität dazu gewonnen zu haben, ohne dabei die positiven Spuren vom Vorgänger komplett zu überfahren. Die Gitarren geben den Ton an, und das teils tief und modern gestimmt umso eine bedrohliche Wirkung zu erzeugen. Das Positive daran ist das die Gitarren nicht in die Depriecke abdriften. Leider geht der Bass neben den tieferen Riffsalven fast unter, kann sich hier und da aber mal in den Vordergrund spielen. Das Schlagzeug sorgt für sehr viele Oha Effekte und sorgt für Highlights.

Beim Opener dachte ich Wow, da kommen sehr dunkel gestimmte Gitarren zum Einsatz, bis der erste Refrain kommt – die sind bei allen Songs zum Mitsingen geeignet, ab da ist alles klar, BLACK OAK COUNTY sind zurück und hauen sowas von auf den Putz. Wie ich schon in der Rezi zum Vorgänger schrieb: „VOLBEAT – das ist doch schon mal was, NICKELBACK – kanns noch besser sein, SHINEDOWN – von denen besitze ich ein Album, also keine unbekannten für mich“. Das kann man so immer noch stehen lassen, und auch wie 2024 erwähnt kann man noch die KRIS BARRAS BAND, THOSE DAMN CROWS, SURRENDER THE CROWN und DANIEL TRIGGER zu den drei erwähnten hinzunehmen.

So ergibt sich ein Gesamtbild das Aggressiver als der Vorgänger wirkt, aber nur beim oberflächlichen hören, hört man genauer zu erschließen sich die Feinheiten im Sound von BLACK OAK COUNTY und man merkt das man es mit einer Band zu tun hat die sehr hohes Potential in allen Belangen besitzt. Modern aber immer noch genug Hard Rock um Traditionalisten bedienen zu können ohne diese abzuschrecken. Erneut beide Daumen nach oben und eine verdient hohe Bewertung.

„Kill The Pain“ geht am Anfang gleich mal sowas von nach vorne, dass alles zu spät ist, „Rock N Roll“ hier sind sie wieder, die BLACK OAK COUNTY die Staub aufwirbeln konnten, ein Hit – das Dingens hat Potential wie Sau. „Vertigo“ ein eingängiger Hard Rocker der was kann, „Around The Sun“ hier treiben die Dänen die coolness auf die Spitze. „Starlight“ bewegt sich irgendwo zwischen Powerballade und Hard Rocker, „Kiss & Tell“ der nächste potentielle Hit. „Fade“ der Anfang erinnert mich vom Riffing an RUNNING WILD – wenn der Gesang einsetzt steht BLACK OAK COUNTY wieder voll im Raum, „Energy“ jetzt fangen die Jungs auch noch an zu zaubern – das Dingens könnte für volle Tanzflächen sorgen. „Sick And Tired“ hart, wild, melodiös, typisch für die Band, „Before I Break“ eingängiger geht kaum. „Landmine“ und noch so ein Highlight das es in sich hat, „The Shadow“ zum Abschluss haut die Band mal eben den besten Song, mit absolut göttlichem Refrain, des Albums raus.

Balle

MAMMOTH – Mammoth (RG-Zeitmaschine)

Trackliste:

01. All The Days
02. Fatman
03. Can’t Take The Hurt
04. 30 Pieces Of Silver
05. Dark Star
06. I Bet You Wish
07. Long Time Coming
08. Bad Times
09. Home From The Storm
10. None But The Brave (Tonight) (CD Bonus Track)

 

Spielzeit: 48:44 min – Genre: AOR – Label: Jive / Zomba – VÖ: 1989 – Page:

Man schrieb das Jahr 1989 und eine britische Band mit Namen MAMMOTH trat ans Tageslicht um ihre Musik zu verbreiten. Von dieser Band erschienen drei Studioalben, zwei Best Of Zusammenstellung und eine Handvoll Singles. Ich selber stieß erst sehr spät auf die Band und sicherte mir das gleichnamige Debütalbum, das immer wieder Play Time bekommt.

Zur damaligen Besetzung zählten Nicky Moore am Mikro und Keyboards, Mac Baker an den Gitarren, John McCoy an Gitarren und Bass und Vinnie Reed an den Drums. Als zusätzliche Musiker wurden Bernie Torme und Kenny Cox an Gitarren, Rob Fisher an Keyboards sowie Dave Lloyd und Mark Williams an den Backing Vocals gelistet. Nickys Stimme war sehr rau und bewegte sich in den mittleren und tieferen Tonlagen, Vergleichen könnte man mit einer tieferen Version von John Francis von AFTER HOURS. Diese Stimme schafft allein schon die halbe Miete um dieses Album in der RG- Zeitmaschine vorzustellen. Die Gitarren brettern volles Rohr drauf los, wenn sie ein wenig lauter abgemischt wären, wurden die ohne Probleme und Änderungen im Hard Rock durchgehen. Die Gitarren erinnern auch sehr oft an die Hard Rock Heroes der 1980er Jahre, ohne dabei als Kopie zu wirken, deren Ausführung ist Hard Rock like. Die Keyboards stehen auf derselben Stufe wie die Gitarren, wurden aber nicht so auffällig eingespielt wie die Gitarren. Gittis und Keys bilden ein sehr gutes Grundgerüst für Nickys Stimme und den Sound des Albums. Der Bass kann sich sehr gut behaupten und lässt sich nicht die Butter vom Brot nehmen. Die Drums kommen punktgenau und mit viel Drive. Mit den fetten Backing Vocals ergibt sich ein für AOR verdammt gut aufgestelltes Gesamtbild, die gelungene Produktion trägt zum positiven Bild bei.

MAMMOTH befinden sich auf ihrem Debüt im reinrassigen AOR ohne viel Schnörkel legten die Jungs von der großen Nordseeinsel ein Debüt vor das es in sich hatte – und immer noch hat, und mit den damals angesagten AOR Vertreten mithalten konnte. Dabei klingt der AOR nicht mal wirklich nach einer europäischen Band, sondern vereint mehrere einfließende Spielarten des Genres. MAMMOTH vermischten europäischen AOR mit dem aus Nordamerika und als Ergebnis gibt es ein Album das nicht nach Links oder Rechts sieht, sondern die Positiven Eigenschaften sowohl aus Europa und Nordamerika miteinander verband. Vergleichen kann man MAMMOTH am besten mit JOURNEY, SURVIVOR, PRISM, DUKE JUPITER, 8084, MICHAEL STANLEY BAND, BREATHLESS und HONEYMOON SUITE aus Nordamerika – und BITE THE BULLET, FM, WALK ON FIRE, AFTER HOURS, CHARLIE heftigere AFTER THE FIRE, ANDROIDS, ANGELS OR KINGS, CHANGE OF HEART und HEARTLINE aus Europa, sprich Großbritannien. Herausgekommen ist ein sehr attraktives Album mit einem Genre Mix des räumlich durch den Atlantik getrennten AOR.

„All The Days“ ein starker und eingängiger Opener, der Lust auf mehr macht, „Fatman“ ein kräftiger Rocker der auf Anhieb sitzt. „Can’t Take The Hurt“ ein Highlight, ab Mitte der 80er hätte es Potential für einen Welthit gehabt, „30 Pieces Of Silver“ ein leichtfüßiger und flotter AOR Rocker. „Dark Star“ nun wird mit Drama Spannung erzeugt, „I Bet You Wish“ hier kommt Rock N Roll Stimmung mit kräftigem Riffing auf. „Long Time Coming“ es wird intensiv drauf los gerockt, „Bad Times“ ein perfekter AOR Song der an einen Symbionten aus MICHAEL STANLEY BAND und CHARLIE erinnert. „Home From The Storm“ ein mit Drama angereicherter Rocker, „None But The Brave (Tonight)“ zum Schluss wird nochmals richtig eingängig abgerockt.

Balle

BLACK STONE CHERRY – Celebrate

Trackliste:

01. Celebrate
02. Neon Eyes
03. Caught Up In The Up Down
04. I’m Fine
05. Deep
06. What You’re Made Of
07. Don’t You (Forget About Me) feat. Tyler Connolly

 

 

 

Spielzeit: 25:17 min – Genre: Hard Rock – Label: Mascot Records – VÖ: 06.03.2026 – Page: www.facebook.com/blackstonecherry/

 

Etwa drei Jahre nach dem letzten Album „Screamin‘ At The Sky“ kehren die aus Kenntucky stammenden Hard Rocker BLACK STONE CHERRY mit der EP „Celebrate“ zurück. Seit 2003 veröffentlichten BLACK STONE CHERRY neun starke Alben die sich alle im Hard Rock bewegen mal mit mehr oder weniger Blues, Southern Rock Anteil oder leichtem modernem Anstrich in ihrem Sound. Egal wo die Reise hinging, die Hard Rocker trafen auf jedem Album genau ins Schwarze.

Auf „Celebrate“ waren Chris Robertson an Mikro und Gitarre, Ben Wells Gitarre, Steve Jewell Jr. An Bass und John Fred Young an den Drums beteiligt. Steve meiner Recherche zum ersten Mal als Bassist bei BLACK STONE CHERRY dabei. Die Stimme von Chris hat im Laufe der Jahre nichts an Ausstrahlung und Kraft verloren, er singt immer noch wie ein junger Gott ohne dabei schwächen zu zeigen. Die Gitarren klingen wie bei der Band gewohnt, wenn sie loslegen düster und bedrohlich, allerdings nicht so Depri wie im Alternative oder Nu Rock. Die Gitarren sind irgendwie, trotz der Bedrohlichkeit passend ausgeführt und matchen einfach sehr gut mit den Kompositionen. Der Bass kann bei genauem Hinhören beim Wummern lokalisiert werden. Der Drummer verhaut die Felle nach Strich und Faden, ohne Gnade prügeln die Sticks auf die Bespannungen ein. Die Produktion klingt trocken, dies passte schon immer zum Sound von BLACK STONE CHERRY, steril oder klinisch würde sich im Bandsound schlimm anfühlen.

BLACK STONE CHERRY machen das was sie am besten können – und das seit über 20 Jahren, ohne Rücksicht auf Trends oder was gerade In ist, drauf los rocken. Kein Blick geht nach Links oder Rechts, einfach straight geradeaus wie ein sehr guter Kenntucky Whiskey, kein billig Fusel, sondern der richtig gute Stoff, denn genau danach klingt der Bandsound. Hard Rock mit hier und da modern angehauchten Riffen, Blues, Southern und Roots Anteile finden sich auch zur genüge, so dass die Band einen sehr coolen Sound entwickelt hat der auf Anhieb gefallen findet und überzeugend wirkt. Die einzigen beiden Kritikpunkte die ich finden konnte, leider nur sieben Songs und eine Laufzeit von 25:17 Minuten und an manchen Stellen die Verzerrung der Stimme, ansonsten gibt es rein nichts an der EP auszusetzen.

Kenntucky’s Finest haben wieder mal gewaltig einen aus dem Sack geholt und rocken was das Mikro und die Instrumente hergeben. Und außerdem besitzt die Band riesige Klöten aus „Don’t You (Forget About Me)“ im Südstaaten Style aufzunehmen.

„Celebrate“ ein für die Band typischer Hard Rocker mit Schmackes, „Neon Eyes“ düster und bedrohlich, dabei aber cool gemacht. „Caught Up In The Up Down“ ein Highlight mit dem rohen Kenntucky Touch der Band, „I’m Fine“ erinnert vom Riffing an eingängige NIRVANA und FOO FIGHTERS. „Deep“ ein starker Rocker der mit Drama und zusätzlicher Akustikgitarre kommt, „What You’re Made Of“ kommt wieder ein wenig moderner aus den Socken, „Don’t You (Forget About Me)“ wow wie cool ist das den der SIMPLE MINDS Klassiker im Kenntucky BBQ Südstaaten Style, ich kenne mehrer Coverversionen dieses Songs, aber diese zählt mit zu den geilsten.

Balle

KING KING mit BLÄCK TRAIN am 22.03.2026 im VAZ Burglengenfeld

KING KING machten mit BLÄCK TRAIN am 22.03.2026 im VAZ Burglengenfeld halt. Die Schotten um den charismatischen Sänger / Gitarristen Alan Nimmo touren gerade durch Europa und spielten auch im kleinen Burglengenfeld bei Regensburg, um die Bühne zum Wackeln zu bringen. Als Vorband war BLÄCK TRAIN dabei.

BLÄCK TRAIN existiert seit 2016, wo genau die Band her stammt konnte ich nicht in Erfahrung bringen, der gesprochene bayerische Dialekt hörte sich nach Grengebiet irgendwo zwischen Oberpfalz, Ober- und Niederbayern an. Die Bandmitglieder bestehen aus Markus Henschel am Mikro und Gitarre, Stefan Ott an Gitarre, Bat Koller an Bass und Alex Schmid an den Drums. Von der Mucke her gab es Classic-, Blues- und Heavy-Rock bis in den Metal aus den 70er und 80er Jahre. BLÄCK TRAIN spielen bekanntere sowie unbekanntere Coversongs von STATUS QUO, RORY GALLAGHER über DEEP PURPLE, BLACK SABBATH bis hin zu JUDAS PRIEST und ACCEPT. Auf der Bühne gaben die Musiker eine anständige Figur ab und spielten sich durch ihren Set. Vom Gesang bis zur Instrumentierung war alles in Ordnung, der Sound war auch druckvoll und hatte Biss. Der Gig fand sein Highlight beim ACCEPT Dauerbrenner „Princess Of The Dawn“, ansonsten gab es anständig gespielte Cover aus den 1970ern bis in die 1980er.

www.facebook.com/groups/BläckTrain

Nach der Umbauphase kam es dann zum Rendezvous zwischen KING KING und meiner Wenigkeit, ich besitze das 2017er Album „Exil & Grace“ der Band und wollte mir die Jungs schon lange Live ansehen. Die Truppe besteht momentan aus dem Frontmann und Gitarristen Alan Nimmo, seinem Bruder Stevie Nimmo an der zweiten Gitarre, Keyboarder Jonny Dyke, Bassist Zander Greenshields und Drummer John Lodge. Über Alan kann man nur eins aussagen, ein begnadeter Sänger und Gitarrist, seine Stimme war an dem Abend in Topform und an der Gitarre war Alan eine Bank. Seine Bühnenpräsenz ist als gigantisch zu bezeichnen und erinnert nicht nur durch die Statur an JOE COCKER. Alan besitzt das gleiche Charisma wie JOE COCKER, ohne dass dabei der Rest der Band zu kurz kommt. Sein Bruder Stevie ist ihm an der Gitarre ebenbürtig und beide sorgten mit ihrer Riffarbeit für die richtige Härte. Von den Tasten waren es Orgeln und eine Hammond von den Beiden, mit denen ein wunderbar warmer Klangteppich erzeugt wurde und mit den Gitarren eine gleichberechtigte Partnerschaft bildeten. Der Bass konnte sich sehr gut behaupten und sorgte mit den Drums lautstark für den richtigen Takt. Der Sound war Bombe und gab keinen Anlass auch nur eines kritischen Punktes, der haute rein wie Sau. Der Gig bestand nur aus Highlights, aber der Oberhammer war als die beiden Nimmo Brüder ein kleines gleichzeitiges Doppelsolo an ihren Gitarren zelebrierten. Die Songauswahl umfasste von den bis jetzt fünf veröffentlichten Studioalben vier, „Exil & Grace“ kam leider nicht zum Zug, dennoch war die Songauswahl sehr gut gewählt und man bekam einen sehr guten Überblick von dem Schaffen der Schotten. An dem Abend erklärte sich auch die Auszeichnungen die KING KING abgeräumen konnten, besser geht Heavy Blues Rock einfach nicht. Man muss neidlos anerkennen das KING KING zu den Momentan besten Bands auf dem Planeten zählen, und dies voll und ganz verdient. Um KING KING sowie die KRIS BARRAS BAND kommt man zurzeit nicht vorbei, wenn es um die besten Bands im Heavy Blues- und Hard-Rock geht. Beide sind auf ihren Alben und auch Live derart stark aufgestellt das man sich um die Zukunft der Harten Töne auf der Insel im Ärmelkanal keine Sorgen machen muss. Wer meinen Worten nicht glaubt, einfach mal reinhören und Live ansehen, es könnte eine fette Überraschung sein und Liebe auf den ersten Takt werden.

www.facebook.com/kingkingband/

Setlist KING KING

More Than I Can Take
Let Love In
Waking Up
Strong
Lose Control
A Long History Of Love
Hurricane
Lay With Me
Your Stopped The Rain
Whatever It Takes To Survive
I Will Not Fall
When My Winter Comes
Stranger To Love

Text & Bilder: Balle

CHEZ KANE – Reckless

Trackliste:

01. Reckless
02. Personal Rock N‘ Roll
03. Night Of Passion
04. Strip Me Down
05. Tongue Of Love
06. Love Tornado
07. Bad Girl
08. Street Survivor
09. Too Dangerous
10. Bodyrock

 

Spielzeit: 41:22 min – Genre: Melodic Hard Rock – Label: Frontiers Music srl – VÖ: 27.03.2026 – Page: www.facebook.com/ChezKaneVocalist

 

Die junge britische Rockerin CHEZ KANE geht in die dritte Runde, wieder dabei an ihrer Seite ist Danny Rexon. Wie ich auch schon beim Vorgänger fragte: Hat sich was am Sound geändert? Und wieder gibt es ein klares und lautes NÖÖ, es hat sich nichts geändert. Das Duo schafft es wieder den Spirit ab Mitte der 80er bis in die frühen 90er zurück zu bringen. Die bekannten Trademarks der Vorgänger sind nach wie vor noch auf „Reckless“ vorhanden, die aus der Stimme und perfekt in Szene gesetzten 80er Jahre Spirit bestehen. Diese Stimme hört sich immer noch nach Ann Wilson, softere Lee Aaron, Jaime Kyle, Janet Gardner und Lita Ford an. Der Spirit setzt sich aus eingängigen Arena Rock zusammen, wie er damals zu Hauf von bekannten und unbekannten Musikern für die perfekte musikalische Untermalung in den Discos und auch damals noch teilweise im Radio sorgte.

Die Mucke besitzt die Gene von HEART, LITA FORD, LEE AARON, VIXEN oder den später agierenden WITNESS und DEVAY, die mit starken weiblichen Stimmen bei den ersten vier genannten für Megaseller verantwortlich waren. Genau wo diese Musikerinnen aufgehört haben, setzten CHEZ KANE und Danny Rexon an und schaffen es, genau dieses Gefühl von damals in die Gegenwart zu adaptieren, um so ein Album auf die Beine zu stellen, dass der eine lieben wird und vom anderen auf der anderen Seite gehasst wird. Einige Passagen kommen bekannt vor, als ob man die schon mal so oder in einer ähnlichen Art gehört hat, dieser Umstand stört nur am Rand, nur wenn man sich daran aufhängt und unbedingt das Haar in der Suppe sucht und es finden möchte.

Neben der Stimme gibt es knackige Gitarren, sowie Saxophon Einlagen, die sich sehr gut in den Titeln machen. Der teilweise Einsatz von Synthesizern die an 80er Italo Pop erinnern wirken auch nicht wirklich deplatziert, da deren Einsatz zu den 80ern und Mucke die an diese Zeit erinnert passend ist, wie damals neonfarbene Stretch Minis oder Hosenträger. Vergleichen kann man die Mucke immer noch mit H.E.A.T., ECLIPSE, BROTHER FIRETRIBE oder Kombos mit weiblichen Leadvocals aus dem ausgehenden letzten Jahrhundert.

Einmal mehr hauen CHEZ und Danny einen Hammer raus, fast schon zu perfekt, aber dennoch stark und hörenswert. CHEZ wird als Covergirl von Mal zu Mal aufreizender und freizügiger. Wer die beiden Vorgänger mochte, wird auch Album #3 mögen.

„Reckless“ fängt doch genau so an, wie der Vorgänger aufgehört hat, ein 80er angehauchter Rocker mit Saxophon Solo, „Personal Rock N‘ Roll“ ein flotter Rocker der sofort zündet. „Night Of Passion“ so ein für das Duo typischer Rocker der einfach passgenau sitzt, „Strip Me Down“ das Tempo bleibt hoch. „Tongue Of Love“ das Tempo geht runter und die Tasten orgeln sich einen während der Bass in den Strophen die erste Geige spielt – Top gemacht, „Love Tornado“ ein Rocker der durch die Wand geht. „Bad Girl“ der Titel passt zum Frontcover, „Street Survivor“ ein Highlight das diese Bezeichnung verdient. „Too Dangerous“ zum Schluss hin wird nochmal aus allen Rohren gefeuert, „Bodyrock“ noch ein Highlight als Schlusslicht.

Balle

NEVERLAND TRAIN – Alive In Hell

Trackliste:

01. End Of The Night
02. Not Alone
03. Still Alive
04. So Far Away
05. Somewhere In This Universe
06. Learn To Live
07. Pride
08. Ignorance
09. Better
10. In Heaven Now
11. Tonight Is What It Means To Be Young

Spielzeit: 67:22 min – Genre: Melodic Hard Rock – Label: El Puerto Records – VÖ: 27.03.2026 – Page: www.facebook.com/NeverlandTrain

 

NEVERLAND TRAIN ist eine Homage an Jim Steinman, der die Musik mit Theatralik und Drama auf ein neues Level gehoben hat und Musiker wie MEAT LOAF, BONNIE TYLER und noch einige mehr mit Hits aus seiner Feder versorgte die teilweise um die Welt gingen und Erfolge verbuchen konnten. NEVERLAND TRAIN wurde vom Bochumer Jens Faber aus diesem Grund ins Leben gerufen um Steinman zu Ehren. Das Projekt oder vielleicht auch heranwachsende Band besteht aus Marco Pastorino an den Vocals, Jens Faber an Backing Vocals, Gitarren, Bass, Keyboards und Piano sowie Patrick Klose an den Drums. Als Gastsängerinnen für den letzten Song sind Jeantette Scherff und Aeva Maurelle zu hören.

Jens ist / war bei DAWN OF DESTINY und LEGIONS OF THE NIGHT, Maco bei TEMPERANCE und FALLEN SANCTUARY, Patrick kennt man von IRON SAVIOR, alles Kombos die sich der härteren Gangart verschrieben haben – da kann man mehr als gespannt sein wo die Reise hingeht und wie diese aussieht. Die Info erwähnt für Fans von MEAT LOAF, BONNIE TYLER und die unvergessene Soundtrackcrew aus den 1980ern FIRE INC.. Was als erstes auffällt ist die Laufzeit von über 67 Minuten bei elf Songs, einer bewegt sich bei vier Minuten, der Rest geht von fünf bis über sieben Minuten. Das bedeutet das es in MEAT LOAF Regionen geht.

Marco besitzt eine sehr angenehme Stimme die sich in Tonlagen bewegt die mehr als nur annehmbar sind. Die Gitarren kommen zwar mächtig böse aus den Boxen, drängen sich dabei aber auf keinen Fall in den Vordergrund, sondern bilden mit den Tasteninstrumenten die als Keyboard, Orgel oder Piano ausgeführt wurden ein spitzbübisches Duo. Weder Gitarren noch die Tasten sind zu dominant, beide gehen eine gleichberechtigte Partnerschaft ein die ein festes und bombastisches Fundament für die Stimme darstellen. Der Bass spielt ein wenig den Nebendarsteller, dafür hauen die Drums besser rein. Das Klangbild präsentiert sich harmonisch und sehr verspielt.

Zu hören gibt es neben dem von Jim Steinman geschriebenen und vom Streets Of Fire stammenden „Tonight Is What It Means To Be Young“ – lief damals auf Dauerrotation in den Discos, verdammt starken Melodic Rock der von der Ausführung an MEAT LOAF und auch BONNIE TYLERs Welthits erinnert. Man kann sogar noch eine kleine Portion MAGNUM und AVANTASIA mit dazu nehmen. Nur eben mit einer sehr kleinen aber feinen Metal Note, ohne in den Metal abzudriften, was man an den Gitarren hören kann. Viele Parallelen zu Jim Steinman sind natürlich auch zu jeder Zeit hörbar. Jetzt könnte man behaupten das dies nicht sonderlich Ideenreich ist, sicher könnte man das ohne Probleme so sehen. Man kann aber auch ein sehr großes Veto einwerfen, da es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von MEAT LOAF und Jim Steinman keine neue Musik mehr geben wird ist NEVERLAND TRAIN da um diese Lücke füllen zu können. Denn egal wie man zu MEAT LOAF und Jim Steinman steht, man muss neidlos anerkennen das es sich um sehr gute Mucke handelt die Steinman geschrieben und von MEAT LOAF umgesetzt wurde. Genau diesen Geist, Energie, epische Theatralik und Drama bieten NEVERLAND TRAIN auf einem sehr hohem Niveau ohne dabei als Klone oder Abklatsch zu wirken. Hier machen drei Musiker Melodic Rock der Extraklasse, die jeden Test von Zeit und Qualität bestehen wird.

Jungs bitte mehr davon, ihr seid mit NEVERLAND TRAIN eine wahre Bereicherung im Melodic Rock. Wer auf Melodic Rock mit Dramarama steht sollte bei NEVERLAND TRAIN mehr als nur ein Ohr riskieren und sich das Album mit einem guten Glas Wein vornehmen.

„End Of The Night“ eine epische Rock Hymne wie sie auch im Lehrbuch stehen könnte, „Not Alone“ glänzt mit Tempowechseln und fast schon Metal-artigem Riffing. „Still Alive“ ein flotter Rocker der voll auf die 12 geht, „So Far Away“ eine Ballade die irgendwo zwischen den oben erwähnten Künstlern, MAGNUM und AVANTASIA wandelt. „Somewhere In This Universe“ hier gibt es alles für das Steinman geliebt oder gehasst wird / wurde, Drama ohne Ende, epische Abschnitte, Chöre die einfach nur reinhauen und Tempowechsel – sogar stellenweise sehr rauen Gesang, „Learn To Live“ fängt eher unspektakulär an – auch in den Strophen, bis der Refrain kommt der on Top ist und die spanisch angehauchte Gitarre nach dem Refrain. „Pride“ hier Rockt und Rollt es im Gebälk, „Ignorance“ hier gibt es wieder alles von Drama, Tempowechsel bis Epic, wie ein Thriller der die Spannung auf die Spitze treibt und sich dann mit aller Energie entlädt. „Better“ ein Rocker der sehr hohes Potential besitzt, „In Heaven Now“ eine Ballade die die Taschentuchfraktion bestens bedient, „Tonight Is What It Means To Be Young“ eine sehr gelungene Version des Songs vom Streets Of Fire Soundtrack.

Balle

WHITE SKIES – Shouting At The Hurricane

Trackliste:

01. If This Is It (Get Ready)
02. 88 Crash
03. Money To Burn
04. I Can’t Make This Alone
05. The Girl’s In Love
06. Shouting At The Hurricane
07. Those Days
08. One Life
09. Righteous Zone
10. Control
11. So Sweet
12. I Kissed The Rain

Spielzeit: 53:10 min – Genre: Melodic Hard Rock – Label: Metalapolis Records – VÖ: 27.03.2026 – Page: www.facebook.com/whiteskiesband

 

Britischer Melodic Hard Rock die zweite Scheibe für heute Nacht, WHITE SKIES kommen mit ihrem zweiten Album über dem Ärmelkanal gerauscht. Nachdem ich schon das Debütalbum verbal behandelte, ist es fast schon Pflicht für mich den Nachfolger auch durch den Kakao zu ziehen oder loben. An der Besetzungsfront gab es keine Änderungen und besteht noch aus Mick White am Mikro, Ray Callcut an Gitarren, Pete Lakin an den Tasten, Rob Naylor an Bass und dem Stickschwinger Daz Lamberton. Als Gastmusiker fungierte Jake T. White an den Backing Vocals bei „88 Crash“ und „Money To Burn“.

Wie auch beim Cover-Artwork von DARK HEART dominieren hier dunkle Farbtöne, dies wird der Musik nicht gerecht und die Band könnte unter Umständen in ein anderes Genre eingeordnet werden. Mark besitzt eine raue Stimme die sehr gut zum Sound von WHITE SKIES passt. Man kann sie bedingt mit John Francis von AFTER HOURS oder Larry Baud von RED DAWN vergleichen. Die Gitarren sind so trocken wie ein Wüstenwind ausgeführt und klingen nach Rock N Roll, die Härte geht voll in Ordnung. Die Keys sind Fanfarenhaft, als Orgel oder im Pianostil ausgeführt, was sehr viel Abwechslung bringt. Der Bass steht knapp in der zweiten Reihe, dafür geben die Drums ordentlich Gas.

WHITE SKIES machen mit dem Zweitling ernst und geben Gas was das Pedal hergibt. Nicht von der Geschwindigkeit, sondern von den Songs und deren Ausführung die als sehr gut bezeichnet werden kann. Einige der Titel wären in den 80ern in den Discos auf Dauerrotation gelaufen. Die Band mischt in ihren britisch charmanten Sound eine gut angehauchte Portion US- und Kanada Stadion Rock. Stört dies in irgendeiner Weise? Nicht wirklich, so kommt ein Stil zustande der weder nach Nordamerika noch Großbritannien klingt, sondern sich auf halbem Weg im Atlantik trifft. Vergleichen kann man am besten mit AFTER HOURS hier, RED DAWN dort, auf der anderen Seite bei BLUE TEARS da und BLOOD RED SAINTS oder CHANGE OF HEART da drüben, wobei auch mal Ähnlichkeiten zu ANDY TAYLOR und POWERSTATION auftauchen. So schaffte es WHITE SKIES einen Stil zu entwickeln der sich sehr attraktiv und eingängig anhört.

„If This Is It (Get Ready)“ ein kräftiger Rocker am Anfang, „88 Crash“ ein eingängiger Rocker der beim ersten Hördurchgang sitzt – würde sich gut in einer Disco machen. „Money To Burn“ das tanzbare und melodische Highlight erinnert an ANDY TAYLOR oder POWERSTATION in Härter, „I Can’t Make This Alone“ eine sehr gute Powerballade. „The Girl’s In Love“ eine flotte Abgehnummer, „Shouting At The Hurricane“ ein Hit der mit Pianoklängen kommt. „Those Days“ ein cooler Rocker der mehr als nur Potential besitzt, „One Life“ eine weitere starke Powerballade die von Akustikgitarre, Piano und Micks rauer Stimme getragen wird. „Righteous Zone“ hier wird flott drauf los gerockt und -rollt – mit geilem Refrain, „Control“ bewegt sich zwischen Ballade und gefühlvollem Softrocker – mit sehr gutem episch anmutenden Refrain. „So Sweet“ dieser Rocker hört sich an wie DEF LEPPARD auf US-Steroiden, „I Kissed The Rain“ hier wird das gefühlvolle auf die Spitze getrieben.

Balle

DARK HEART – Evolution

Trackliste:

01. Light The Flame
02. Cold Winter
03. End Of Tomorrow
04. Hands Of Fate
05. Spread Your Wings
06. Ride The Highway
07. You And I
08. Life To Crucify
09. Eyes Of Light
10. Mortality
11. Burned

Spielzeit: 58:02 min – Genre: Melodic Hard Rock – Label: Pride & Joy Music – VÖ: 27.03.2026 – Page: www.facebook.com/DARKHEART.ROCK

 

Die ehemalige NWOBHM Kombo DARK HEART kehrt nach zwei Jahren Pause mit einem neuen Album zurück. Die Abkehr vom NWOBHM soll einfach nur bedeuten das DARK HEART den Sound auf den neuesten Stand brachte und die Reife des Songwritings widerspiegelt. Zu DARK HEART gehören immer noch, wie beim Vorgänger, dass einzig verbliebene Gründungsmitglied Alan Clark am Mikrofon und Keys, Nick Catterick an Gitarren und Keys, Josh Williams an Bass und Pete Newdeck an den Drums. Wie auch schon beim Vorgängeralbum dominieren beim Cover-Artwork die dunklen Farbtöne, aber Leute lasst Euch nicht von dem Cover täuschen, hier gibt es keine Depri-Mucke, sondern reinen Melodischen Hard Rock.

Alan Clark besitzt immer noch diese Stimme, die mit ihren Harmonien sofort im Ohr hängen bleibt und sehr markant ist. Der Stempel den Alan mit seiner Stimme hinterlässt ist an Positivität nicht zu überbieten. Alan wird bei Bedarf von einem mehrstimmigen Chor der gesamten Band unterstütz. Die Gitarren sind mit viel Drive und Kraft ausgeführt, allerdings nicht mehr ganz so hart wie auf dem 2024er Album. Die Keys kommen sehr cool, fast schon Old-School rüber und bilden mit den Gitarren eine gleichberechtigte Partnerschaft um das perfekte Fundament für Alans Stimme zu bilden. Der Bass bewegt einen Schritt hinter den Gitarren und Keys, steht dabei gut im Raum. Die Drums von Pete sind wie man es von ihm gewohnt ist mit viel Energie ausgeführt worden. Pete führte auch die Produktion aus, gemastert wurde das Album von Harry Hess. Der Sound muss sich nicht vor irgendjemandem verstecken, die besitzt Druck.

Die Briten zeigen auf dem dritten Band Album was in ihnen steckt, dass wäre eine verdammt geile Stimme, coole Gitarren und Keys, eine energische Rhythmus Fraktion und sehr gute Songs im Gepäck. DARK HEART sind von der Heavy Schiene komplett auf das melodisch Hard Rockende Gleis gewechselt, was ihnen sehr gutsteht. Obwohl der Sound sehr tief in den 1980er Jahren verwurzelt ist, ist er weder antiquiert oder von einer Staubschicht umgeben. Der Vorgänger war schon stark, mit diesem Album können die Jungs nochmal einen halben Punkt mehr verbuchen. Vergleichen kann man mit CHANGE OF HEART, MIDNITE CITY, VEGA und kräftigeren NEWMAN sowie HEARTLAND. Die auch von der großen Insel in der Nordsee stammen und auch diesen positiven britischen Einschlag in ihrer Musik haben.

DARK HEART bieten das perfekte Gesamtpaket aus Stimme, Hooks, Melodie, Härte und Instrumentierung. Wenn so die Zukunft des britischen Melodic Hard Rock aussieht, so kann es weitergehen und sehr gerne mehr davon. So sollte und muss das klingen, so und nicht anders.

„Light The Flame“ ein Melodic Happen zum Einstieg, „Cold Winter“ ein sehr kräftiger Rocker der Durchsetzungsvermögen beweist. „End Of Tomorrow“ kommt mit viel Drama und leichten Prog Elementen aus dem Sack, „Hands Of Fate“ wow, was für eine Melodie – ein Highlight. „Spread Your Wings“ wildert fast schon im coolen AOR, „Ride The Highway“ besitzt keltischen Charme und erinnert ein wenig an MOORE und LYNOTTs „Out In The Fields“. „You And I“ und noch ein eingängiger Rocker zum Genießen, „Life To Crucify“ traumhafte Keyboardteppiche mit starker Riffarbeit und dem Gesang von Alan = einen Volltreffer. „Eyes Of Light“ das nächste Highlight – mit superben Refrain, „Mortality“ ein Melodisches Schmankerl mit viel Drama, „Burned“ zum Abschluss gibt es noch einen Hit, der schon auf dem dritten CHANGE OF HEART Album zum Einsatz kam.

Balle