AXXIS – Coming Home

Trackliste:

01. Blackest Vision
02. Coming Home
03. Atlantica
04. Moonlight Bay
05. Dark Angel
06. Love will shine for Everyone
07. Irish Way of Life
08. Legends of Phantasia
09. Lord of Darkness
10. Ready to Burn
11. Tears of a Clown
12. I won`t sell my Soul

Spielzeit: 51:07 min – Genre: Melodic Rock/Metal – Label: Phonotraxx – VÖ: 12.07.2024 – Page: www.axxis.de

 

Oh je oh je…was hört man da für Schreckensnachrichten! Die deutschen Melodic Metaller von AXXIS beenden nach satten 35 Jahren Bandkarriere dieselbige! Ein Schock für viele Fans vermutlich, aber nach so vielen Jahren ist es glaube ich auch das gute Recht der Jungs rund um Fronter Bernhard Weiß irgendwann von sich aus zu sagen „So das wars“. Und das tun sie mit einer großen Abschiedstournee und vor allem noch mit ihrem letzten Album „Coming Home“ was uns nun vorliegt!
Ich war zwar nie der größte Die Hard AXXIS Fan, aber habe die Jungs immer geschätzt. Daher war ich sehr gespannt aufs neue Album was randvoll ist mit Songs die wieder etwas mehr zu den Wurzeln gehen in die seeligen Anfangsjahre von AXXIS.

Mit der Vorabsingle „Blackest Vision“ beginnt der neue Diskus schon mal ganz ordentlich denn dieser steigt flott mit satten Keys und Drums ein und direkt ist man wieder sehr melodisch unterwegs und hat den ersten Hit am Start!
Mit dem Titeltrack „Coming Home“ geht der Hitregen dann direkt weiter. Hier ist man zwar handzahmer unterwegs als beim Opener, vergisst aber zu keiner Zeit die Eingängigkeit, die die Band schon immer so toll ausgemacht hat. Ein absolut würdiger Titeltrack!
„Atlantica“ hat dann schöne Power Metal Vipes und kommt wesentlich härter aus den Boxen, danach folgt mit „Moonlight Bay“ ein Stampfer vor dem Herrn, der sich echt sehen lassen kann.
Als Bindeglied zum Mittelteil lässt man dann noch direkt das über fünfminütige und etwas epischere „Dark Angel“ folgen welches sich ebenfalls wunderbar in die oberste Hitriege bislang einreiht!
Ein Zwitter aus Heavy Rock und Melodic Metal ist dann „Love will shine for Everyone“ der schon etwas zu cheesig aus den Boxen tönt aber ansonsten den Mittelteil toll einleitet.
Im Anschluss gibt es dann ein bisschen Folk auf die Ohren, also nicht wirklich, aber „Irish Way of Life“ hat ein paar dieser Anleihen, so wie es quasi ja schon der Titel verlangt.
Mit einem Ohrwurmchorus ist dann „Legends of Phantasia“ ausgestattet und mit dem wieder mehr nach Power Metal klingenden „Lord of Darkness“ wird dann das letzte Drittel der Scheibe und der AXXIS Karriere eingeläutet.
Hier gibt es das groovige „Ready to Burn“, den Melodic Metaller „Tears of a Clown“ sowie das abschließende „I won`t sell my Soul“ auf die Ohren.
So ganz kann das letzte Drittel nicht mehr an das bisher gehörte anschließen, aber ist trotzdem noch meilenweit von Durchschnitt oder so entfernt!

Das letzte musikalische Kapitel von AXXIS schließt sich so wie die letzten Alben eigentlich auch waren, sehr sehr ordentlich und mit einer tollen Mischung aus Melodic Metal und Rock der ab und an auch härter aus den Boxen tönt!
Dazu noch eine Produktion mit ordentlich Schmackes, ich denke es wird viele Fans geben, die die Jungs vermissen werden, ich kann aufgrund der langen Karriere auf jeden Fall nur meinen Hut ziehen und schicke nochmal fette und absolut verdiente 9 Punkte ins AXXIS Lager zum Abschluss!

Julian

 

FREEDOM CALL – Silver Romance

Trackliste:

01. Silver Romance
02. Symphony of Avalon
03. Supernova
04. Infinity
05. Out of Space
06. Distant Horizon
07. In Quest of Love
08. Blue Giant
09. Meteorite
10. Big Bang Universe
11. New Haven
12. High Above
13. Metal Generation

Spielzeit: 53:03 min – Genre: Melodic Metal – Label: Steamhammer/SPV – VÖ: 10.05.2024 – Page: www.freedom-call.net

 

Was? 25 Jahre sind die Jungs von FREEDOM CALL schon am Start? Wow, da merkt man dann doch wieder wie alt man schon ist! Ich kann mich noch gut an deren erstes Album erinnern, was hier noch in meinem Plattenschrank steht.
Da passt der Titel „Silver Romance“ des neuen Albums ja eigentlich perfekt, ist ja dann quasi Silberhochzeit!
Nach wie vor angeführt von Sänger und Gitarrist Chris Bay soll die Band mit ihrem neuen Diskus eines ihrer abwechslungsreichsten und farbenfrohesten Alben abgeliefert haben. Auf diesem hat auch der 2. Gitarrist Lars Rettkowitz ein paar Songs beigesteuert und die Rythmusfraktion besteht erneut aus Basser Francesco Ferraro und den nach einer privaten Auszeit wieder zurückgekehrten Schlagzeuger Ramy Ali.

Na, dann starten wir mal die Melodic Metalreise mit dem ersten Song, dem Titelstück „Silver Romance“. Typisch FREEDOM CALL würde ich sagen, man fühlt sich als Altfan sofort heimisch und inklusive einem Ohrwurmchorus ist hier alles an Bord, was der geneigte Fan sich wünscht und wohl auch erwartet!
Bei „Symphony of Avalon“ wird die Band besungen und mit ordentlich Keyboardunterstützung und Bombast zündet der Song auch direkt durch.
Schon ein bisschen cheesig, aber dadurch auch extrem eingängig wird es dann bei „Supernova“ der dem ein oder andere schon zu poppig sein könnte.
Mit „Infinity“ haben wir dann den ersten Song auf der Scheibe, es sind fünf insgesamt, den Gitarrist Lars allein geschrieben hat. Ein bisschen merkt man hier eine etwas andere Handschrift, aber trotzdem klingt das gute Stück nach wie vor voll nach FREEDOM CALL, besonders im Chorus!
Über den Happy Metalsong und Ohrbombe „Out of Space“ geht es dann in den Mittelteil der mit „Distant Horizon“, dem etwas bedächtigeren „Blue Giant“ und dem flotten „Meteorite“ bestens besetzt ist. Übrigens alles Kompositionen von Lars Rettkowitz.
Das etwas epischere „Big Bang Universes“ leitet dann das letzte Albumdrittel ein welches mit den sehr FREEDOM CALL typischen „High Above“ sowie „Metal Generation“ erneut erstklassig besetzt ist!

Zur 25 Jahr Feier gibt es auf jeden Fall mit dem neuen Album die volle FREEDOM CALL Dröhnung für alle Fans! Teilweise typisch, teilweise auch etwas anders, aber immer voll im Bandstil, donnert der Melodic Metalzug durch die knapp 53 Minuten Spielzeit und hinterlässt einfach ein wohliges Gefühl in der Magengegend.
Und was auch bleibt ist, entweder man mag die Jungs und deren Mucke oder eben nicht! Das ändert sich auch nicht auf dem neuen Album.
Für mich erstklassiger Melodic Metalstoff, manchmal etwas (zu) poppig, den die Jungs gerne noch die nächsten 25 Jahre so weiter machen können! : )

Julian

 

 

 

METALITE – Expedition One

Trackliste:

01. Expedition One
02. Aurora
03. CtrlAltDel
04. Cyberdome
05. Blazing Skies
06. Outer Worlds
07. New Generation
08. In my Dream
09. Disciples of the Stars
10. Free
11. Legendary
12. Paradise
13. Sanctum of Light
14. Utopia
15. Take my Hand
16. Hurricane

Spielzeit: 67:21 min – Genre: Modern Melodic Metal – Label: AFM Records – VÖ: 19.01.2024 – Page: www.metalite.se

 

Seit dem ersten Album 2017 verfolge ich die Schweden von METALITE sehr intensiv! Nun steht uns das vierte Album „Expedtion One“ ins Haus und bislang konnte man sich ja immer von Album zu Album steigern.
Daher war ich gespannt, was die Band dieses Mal für uns hat, auf jeden Fall wenn man einen Blick auf die Trackliste wirft, ist es ein sehr langes Album geworden.
Ein Blick etwas tiefer zeigt dann das das neue Album ein Konzeptalbum mit einer intelligenten Sci-Fi Story geworden ist.
Personell hat sich Gott sei Dank nichts getan und nach wie vor wird die Band von der Sängerin Erica Ohlsson (seit dem 2. Album dabei) stimmlich und Gitarrist Edwin Premberg angeführt.
Mit Jacob Hansen saß ein sehr gefragter und bekannter Produzent am Mischpult, was die Qualität der neuen Modern Metalsongs hoffentlich noch mehr steigern sollte!

So, genug der Vorreden, beginnen wir den langen Ritt durch das neue Album mal mit dem Opener und Titeltrack „Expedition One“. Hier sind direkt die Bandtrademarks wieder da, es geht mächtig mit Synthies nach vorne und es entwickelt sich ein flotter Midtempotrack der bestens als Titel und Openertrack geeignet ist.
Weiter geht es direkt mit „Aurora“ wo man die Eingängigkeit ordentlich nach oben schraubt! Schon nach kurzem kann man die Nummer mitsingen und sie gräbt sich metertief in die Gehörgänge, sehr schön!
Und ähnlich kann man dann auch über die folgenden „CtrlAltDel”, welch geiler Songtitel übrigens, “Cyberdome”, “Blazing Skies” und “Outer Worlds” urteilen. Alles schön melodisch, vollgestopft mit Synthies und einfach Modern Melodic Metal erster Güte.
Im Mittelteil kommt dann etwas mehr Abwechslung in die Scheibe, “New Generation” ist fast schon Pop Metal, ähnliches gilt dann für das anschließende, ruhigere “In my Dream” und auch “Disciples of the Stars” könnte vielleicht etwas mehr Schmackes vertragen.
Aber Anhänger der Band mögen genau das, klar das Album ist nichts für den beinharten Todesmetaller!
Wir sind bei 16! Tracks noch lange nicht am Ende angekommen, denn es warten noch so Hits wie “Legendary”, “Sanctum of Light” oder “Take my Hand” auf uns.
Dazwischen gibt es mit “Utopia” auch noch ein instrumentales Stück, welches ebenfalls absolut seine Daseinsberechtigung hat.

Puh, eine lange Platte, viele Songs, da ist es gar nicht so einfach die Konzentration hochzuhalten. Das dürfte den Musikern wie auch mir so gegangen sein!
Aber, und das ist die gute Nachricht, die Mucke ist hier größtenteils auf dem gleichen hohen Niveau der Vorgängeralben, klar gibt es die ein oder andere Länge im Verlauf, aber komplette Ausfälle sind hier nicht zu verzeichnen!
Und das muss auch man erstmal schaffen über die Laufzeit.
Für den Band und Genrefan wird die Platte eine frühe Perle sein und dementsprechend gibt es die gleiche hohe Benotung wie auf dem starken Vorgängerdiskus, klare Kaufempfehlung also!

Julian

 

FLAMES OF FIRE – Our Blessed Hope

Trackliste:

01. Second Advent of Jesus Christ
02. This is the One
03. Battlefield of Souls
04. Prayer Warriors
05. In Dark Times – Shelter Me
06. Alpha and Omega
07. Rest in Me
08. The King will Return
09. Our Blessed Hope
10. Vila I mig

 

Spielzeit: 43:10 min – Genre: Melodic Metal – Label: Melodic Passion – VÖ: 01.12.2023 – Page: www.facebook.com/flamesoffireofficial

 

1 knappes Jahr nach dem selbsbetitelten Debütalbum sind die Jungs von FLAMES OF FIRE schon wieder zurück und präsentieren uns ihr zweites Album „Our Blessed Hope“ wo sie erneut in der Schnittmenge zwischen Melodic und Heavy Metal musizieren.
Angeführt von Sänger Christian Liljegren und Gitarrist Mats-Ake Andersson und nach vielen Liveshows hat man nun neue, christlich angehauchte Songs im Gepäck.
Ich war sehr gespannt, wie das neue Werk so klingt, hatte ich doch beim Debüt doch einiges zu bemängeln!

Aber zweite Chance natürlich, also steigen wir direkt mit dem Openersong „Second Advent of Jesus Christ“ in die neue Scheibe ein die erneut wieder beim Label Melodic Passion erscheint.
Erneut ist der Opener nur ein atmosphärisches Einleitungsstück der den Weg ebnen will.
Das erste Mal richtig interessant wird es dann bei „This is the One“. Ein epischer Midtempotrack der ziemlich gut die Band widerspiegelt, wie ich finde. Eingängiger Melodic Metal mit christlichen Texten. Toll gemacht, mit absoluten Könnern an den Instrumenten.
So kann es bitte direkt weiter gehen!
Und ja das tut es, denn ähnlich druckvoll und episch geht der nächste Song „Battlefield of Souls“ zu Werke. Auch hier können wir schnell den Hithaken dahinter machen.
Der erste etwas schnellere Song „Prayer Warriors“ leitet dann, ebenfalls wieder ziemlich erstklassig, den Mittelteil ein.
Dieser ist abwechslungsreich besetzt, dass fast schon doomige „In Dark Times – Shelter Me“ gibt sich mit dem flotten „Alpha und Omega“ sowie der gefühlvollen Ballade „Rest in Me“ die Klinge in die Hand.
Alles Songs die ebenfalls super reinlaufen.
Bislang also keine wirklichen Ausfälle zu vermelden, eine klare Steigerung zum Debütalbum!
Und auch das letzte Drittel ist hochwertig besetzt und bietet erneut ordentlich Abwechslung in Form des klassischen „The King Will Return“ dem geilen Titelsong „Our Blessed Hope“ sowie dem abschließenden in Muttersprache gesungenen „Vila I Mig“.

Na also, es geht doch! Das Debütalbum hat für mich noch an einigen Ecken gekrankt, was die instrumentale Leistung aber nicht eingeschlossen hatte.
Auf dem neuen Album hat man die Kritikpunkte ausgebessert und hat in der Spielzeit, der Hitdichte und auch der Abwechslung ordentlich nachgebessert!
Nun kann ich ohne Probleme die Kaufempfehlung für die angesprochene Zielgruppe aussprechen und ohne zu zögern 2 Punkte nach oben gehen.

Julian

 

SIX FOOT SIX – Beggar’s Hill

Trackliste:

01. Raise The Dead
02. Tears
03. Voices Inside
04. Beggar’s Hill
05. Analog Man
06. Riding The Tide
07. Fire Will Burn
08. A Templar’s Tale Pt. 1 – The Prodigy
09. A Templar’s Tale Pt. 2 – The Siege
10. A Templar’s Tale Pt. 3 – The Homecoming

 

Spielzeit: 47:39 min – Genre: Schweden Melodic Stahl – Label: Scarlet Records – VÖ: 08.12.2023 – Page: www.facebook.com/SixFootSixTheBand/

 

Album #3 mit dem Titel “Beggar’s Hill“ von den aus Schweden stammenden Metallern von SIX FOOT SIX steht an. Ich mache keinen Hehl daraus das mir die Band seit Album #1 mit der darauf enthaltenen Hymne „Virus Inside“ verdammt gut gefällt, den die Jungs aus dem Land im hohen Norden haben das gleiche Geschick wie etwa 98% aller skandinavischen Künstler. Dieses Geschick besteht in dem Fakt das die Skandinavier ein besonderes Gefühl für Musik haben, egal ob bei ABBA, ACE OF BASE, dem Funprojekt REDNEX im Pop Bereich oder eben EUROPE, PERFECT PLAN, RETURN, 220 VOLT, STEEL RHINO, EYES SE, ALIEN und sehr viele mehr im härteren Sektor, so macht SIX FOOT SIX in diesem Fall keine Ausnahme oder gibt sich als Spielverderber.

Angeführt wird das Trio von Kristoffer Göbel an Mikrofon und Gitarre, Christoffer Borg ebenfalls Gitarre und Markus Gustafsson am Bass, sowie Gastmusiker für die Drums. Kristoffer teilte mir vor einiger Zeit mit das SIX FOOT SIX gerne in Deutschland spielen würden aber leider keine Kontakte haben, also kann das noch sehr lange dauern bis wir in den Genuss kommen SIX FOOT SIX Live auf unseren Bühnen sehen zu können, wenn das überhaupt mal der Fall sein sollte. Wäre schade für die Jungs aber auch für das deutsche Publikum, beiden würde etwas ganz Feines entgehen.

SIX FOOT SIX konnten vor ziemlich genau drei Jahren mit ihrem zweiten Album „End Of All“ sehr gut bei mir punkten, mal sehen ob „Beggar’s Hill“ mithalten kann. Wie soll es auch anders sein, der auf Album #1 eingeschlagene und auf Album #2 perfektionierte Weg wird konsequent und straight fortgesetzt. Es kommen harte Riffsalven und Attacken auf den Hörer zu, aber nicht nur alleine die Riffsalven die in starke Melodien eingebunden sind und mehr als nur einen „Oha“ Effekt hervorrufen glänzen hier. Dann kommen noch die fast schon göttlichen Melodien die seit dem Debüt für den Mördersound von SIX FOOT SIX stehen, die Stimme von Kristoffer hat für mich einen besonderen Klang den ich schlecht beschreiben kann, aber seine Stimme holt mich irgendwie voll ab. Genau wie die Stimme von Ronnie Romero oder auch Rick Altzi und noch ein paar mehr, die können bei mir nichts falsch machen, die gewinnen fast immer außer sie verhauen wirklich mal klar erkennbar ein paar Töne. Kristoffers Stimme wird immer mit dem richtigen Timing in ebensolchen Momenten mit mehrstimmigen Chören unterstützt, und so mehrere sehr starke epische Momente generiert. Die Gitarren sind genau in der Härte gehalten wie sie sein sollen, nicht übertrieben hart oder zu soft, hier wurde einfach die ideale Dosierung gefunden und seit dem Debüt eingesetzt. Der Bass verschafft sich auch genügend Luft zum Atmen, die Schießbude bearbeitet die Felle das man das Gefühl hat das diese jeden Augenblick nur noch aus Fetzen bestehen.

Vergleichen lassen sich SIX FOOT SIX schlecht, aber ich versuche es mal mit einem dezenten Vergleich aus IRON MAIDEN, JUDAS PRIEST, MANOWAR und ein klein wenig RUNNING WILD Riffing mit Skandi Charme der mit einem zwinkernden Augen über die Ost- und Nordsee Richtung der großen Hemdsärmelkanal Insel schielt. Und dazu eine geniale Portion skandinavisch melodisches Songwriting mit Wikinger Coolness bei einem Met Wettsaufen aus antiken Trinkhörnern bei einem lässigen Gelage.

Die Wikinger werden mit jedem Album besser, ich ziehe aber noch nicht die Höchstnote da ich der Meinung bin das SIX FOOT SIX sich noch steigern und ihre eigene Messlatte reißen können. So macht Schweden Stahl einfach nur Spaß, es gibt viel mehr schlechteres Zeugs das gepuscht und gepuscht wird, um dafür solche talentierten Bands zu Unrecht übersehen zu können.

Lasst Euch von SIX FOOT SIX auf eine Reise durch salzige, gewundene Küstenlandschaften am Meer, mittelalterliches Schlachtengetümmel, Altersschwäche und Einsamkeit entführen, es lohnt sich auf jeden Fall.

„Raise The Dead“ ein fulminanter Opener der am Anfang mit seinen epischen Momenten gleich mal alles klar macht und auf das kommende einstimmt, „Tears“ geht sofort mit seinem genial geilen Refrain sowas von ins Ohr und stellt ein Highlight dar. „Voices Inside“ fängt mit einem kleinen Akustikklampfen Intro an, geht in den Strophen ein wenig vom Gas um dann beim Refrain voll auf Angriff zu gehen und einen solchen im epischen Ausmaß raushaut. „Beggar’s Hill“ ein Brecher im Midtempo geht gut ins Ohr, „Analog Man“ ein melodischer Ohrwurm der mich vom Riffing her an RUNNING WILD erinnert. „Riding The Tide“ das nächste Highlight katapultiert sich mit Hochdruck in die Trommelfelle, „Fire Will Burn“ flott, melodisch, durch und durch SIX FOOT SIX. „A Templar’s Tale Pt. 1 – The Prodigy“ Teil #1 einer Trioligie fängt intensive und cool an, #2 „A Templar’s Tale Pt. 2 – The Siege“ eine geniale Ballade mit Mittelalter Vibes bis Minute 3:25 dann hauen die Jungs mit einem Solo voll auf die Zwölf und geben im Refrain nochmal episch bis Minute 4:45 alles was geht um ab da wieder zur Mittelalter Ballade zu werden, ein geiler Song mit vielen Höhepunkten. Schlusslicht und #3 „A Templar’s Tale Pt. 3 – The Homecoming“ glänzt mit melodischen Riffsalven und Kristoffers Gesang.

Balle

SIGNUM REGIS – Undivided

Trackliste:

01. Daniel`s Prophecy
02. Ministry of Truth
03. Salt of the Earth
04. Interpreter of Dreams
05. Pilgrim Road
06. Servants of the Fallen One
07. Sea of Galillee
08. Prepare for War
09. Undivided
10. Shield my Soul

 

Spielzeit: 50:30 min – Genre: Melodic Metal – Label: Ulterium Records – VÖ: 17.11.2023 – Page: www.signum-regis.com

 

Die Jungs von SIGNUM REGIS rund um Mastermind und Bassist Ronnie König begleiten mich nun auch schon eine ganze Zeit in meinem Schreiberleben. Und irgendwie habe ich die christlichen Melodic Metaller liebgewonnen und mich immer um ihre letzten Studioalben rezitechnisch gekümmert, außerdem kenne ich Ronnie mittlerweile recht gut.
So war es für mich auch klar, dass ich mir ihr neues Album „Undivided“ zu Gemüte führe und euch davon berichte!
Endlich ist das alte Bandlabel Ulterium Records wieder am Start, das ist denke ich die größte Neuerung nimmt man das hinzuziehen eines externes Produzentens mal aus.
Gut, wenn der Produzent Jacob Hansen heißt, ist das doch mal eine kleine Erwähnung wert.
Ansonsten ist aber vieles beim Alten, denn besetzungstechnisch ist Gott sei Dank Ruhe eingekehrt, was ja vor allem auf der Sängerposition nicht immer der Fall war zuletzt, und auch musikalisch ist man wie gewohnt im Melodic Metal mit christlich angehauchten Songs unterwegs.

So, dann starten wir den neuen Diskus mal mit dem Opener „Daniel`s Prophecy“. Dieser legt direkt flott los und besitzt Band und Genretypisch einen ordentlichen Chorus den man schon nach kurzem mitsingen kann.
Ein sehr ordentlicher Einstieg!
Der zweite Song „Ministry of Truth“ legt dann härtetechnisch vor allem in den Strophen eine Schippe drauf und Sänger Jota ist hier schön variabel unterwegs.
Bei „Salt of the Earth” ist man aber wieder astrein im Melodic Metal unterwegs und trifft auch hier sehr zielsicher mit Sicherheit den Geschmack der Fans.
Im Mittelteil können auf jeden Fall, dass abwechslungsreiche „Pilgrim Road“, ebenfalls wieder mit so einem Möderchorus, dass etwas episch angehauchte „Servants of the Fallen“ und das überlange „Prepare for War“, welches schon das letzte Drittel einleitet, überzeugen.
Und dieses ist auch wieder allererste Sahne und der Titeltrack „Undivided“ sowie die Epicbombe „Shield my Soul“ gehören mit zu dem Besten was wir hier auf der Scheibe zu hören bekommen!

Die letzte EP, die ja in der Pandemie entstanden ist, konnte mich absolut nicht überzeugen! Das ist jetzt auf jeden Fall wieder anders und man ist wieder wesentlich zielsicherer und qualitativ hochwertiger unterwegs.
Auch auf der Sängerposition ist man endlich wieder stabil unterwegs, was der Band hörbar guttut!
Ganz in die höchsten Ränge geht es aber noch nicht wieder, dafür kommt man zu spät so richtig in Schwung und die absoluten Hits sind eher in der zweiten Hälfte zu suchen.
Aber das ist Meckern auf hohem Niveau, trotzdem natürlich die klare Kaufempfehlung für den geneigten Fan!

Julian

 

 

 

SINCE APRIL – Bury The Mask EP

Trackliste:

01. Bury The Mask
02. The Light
03. In The Dark
04. Not My Grave
05. Turn The Hourglass

 

 

 

 

Spielzeit: 21:08 min – Genre: Melodic Metal – Label: Superlife Promo – VÖ: 11.08.2023 – Page: www.facebook.com/sinceaprilofficial

 

Im Jahr 2017 begannen fünf junge Münchner Boys damit einen Feldzug in der Musikszene zu starten. Diese fünf Jungs sind Sänger Umut Uysaler, die Gitarristen Manu Satzger und Marin Kostek, Bassist Gonzalo Urgel Tendero und Drummer Robert Merkl. Nach drei Singles veröffentlichte die Band 2019 das Debütalbum mit dem Namen „Escape“ das sehr gute Resonanzen bekam. Die Ende 2019 Anfang 2020 aufkeimende Pandemie unterbrach den Feldzug von SINCE APRIL bis 2022 als sie einige Shows mit anderen Bands spielten. Im Frühjahr diesen Jahres als mit „The Light“ eine weitere Single veröffentlicht wurde und mir der Song ganz gut gefällt ist die Band auf meinem Radar aufgetaucht. Als sie dann im Frühjahr im Backstage in München mit BLOODRED HOURGLASS und dem ebenfalls aus Oberbayern stammenden MAX ROXTON einen verdammt geilen Set hinlegten und ich das Debütalbum von SINCE APRIL ergattern konnte kann ich das durchweg positive Feedback bestätigen. Die Band ist auf Konserve sowie Live eine energiegeladene Powermaschine die ihren Platz ohne viel Schnörkel gefunden hat.

Hier handelt es sich um das zweite Album der Band das laut Auskunft der Band als Zweiteiler in Form von zwei EPs veröffentlicht wird.

Den Hörer erwarten harte Riffs die ohne Gnade im Positiven auf einen einprügeln, die Riffs sind nicht sinnlos und mit Gewalt eingespielt nein vielmehr kommen sie mit sehr ausgefeilten und zuckersüßen Melodien aus den Boxen gezaubert. Die Stimme von Umut ist gefühlvoll und setzt mehr als nur Akzente, er hat richtig Gold in den Stimmbändern und erinnert mich entfernt an eine in höheren Lagen befindlichen Version von Jeff Scott Soto, zwar von der Färbung her höher aber genauso rau und dreckig. Einzig wenn die Stimme verzerrt wird ist nicht mein Fall, ansonsten kann Umut bei mir Punkten ohne Schwächen zu zeigen. Die beiden Gitarristen machen auch eine mehr als nur sehr gute Figur. Der Bass hört sich nicht wirklich nach Nebendarsteller an, der kommt voll durch und wummert voll drauf los. Die Drums treiben ohne Ende mit einer Gewalt wie die Schlachtentrommler die ihre Parteien noch härter anspornen.

Die Mucke liegt irgendwo zwischen coolem melodischem Hard Rock und geilem Melodic Metal mit einem leichten Hang zum Prog Metal ohne dabei den Hörer zu überfordern. Die Songs sind wie auch schon auf dem Debüt mit starken und prägnanten Melodien ausgestattet die sehr schnell ins Gehör gehen und dort sehr lange Zeit verweilen ohne Langeweile zu verbreiten oder abgedroschen zu klingen. Man kann SINCE APRIL sehr grob mit einer moderneren Version von SAVATAGE mit „GUTTER BALLET“, QUEENSRYCHE mit „Operation: Mindcrime“, ein wenig THE UNITY, TURBOKILL und AXEL RUDI PELL vergleichen. Der Metal wird modern geboten ohne dabei zu Modern zu klingen sondern man vereint gekonnt Tradition und Moderne zu einem sehr guten Gesamtbild das sich hinter niemandem verstecken muss, sondern mit den alten Hasen mithalten kann. Es ist einfach nur traumhaft wie Umuts tolle und genial melodische Stimme mit den Melodien und den Riffgewittern harmoniert.

Als Fazit kann ich nur sagen, weiter so ich will mehr davon hören, bei der Bewertung halte ich noch einen Punkt zurück weil es sich nur um eine EP mit fünf Titeln handelt.

Mit „Bury The Mask“ machem die Jungs gleich mal einen auf doppelt dicke Hose und ziehen mit Riffattacken in die Schlacht, „The Light“ ein melodisches Highlight voll mit Spannungsbögen. „In The Dark“ eine sehr gelungene Mischung aus Stampfer und Powerballade mal wird drauflos gerockt um sich mit gefühlvollen Passagen abzuwechseln, „Not My Grave“ ein ebenfalls sehr melodischer Song und kommt mit coolen Growls als Kontrastpunkt. „Turn The Hourglass“ ein sehr guter brachialer Nackenbrecher der nicht ganz das Niveau der Vorgänger halten kann.

Balle

DARK SKY – Signs of the Time

Trackliste:

01. Trail to Glory
02. Heroes on Ice
03. Fools
04. Signs of the Time
05. Forgiveness
06. You & Me
07. Wonderland
08. Zombies
09. St. Tropez
10. We`re Falling
11. It`s Not the End
12. In the Heat of the Night
13. Stin Katedral

Spielzeit: 51:41 min – Genre: Melodic Metal – Label: Metalapolis Records – VÖ: 04.08.2023 – Page: www.darkskyband.com

 

Hui, die Deutschen Melodic Metaller von DARK SKY lassen auch wieder was von sich hören! Lange waren sie von der Bildfläche verschwunden, jetzt sind sie wieder da und das nicht nur mit einem neuen Album, sondern auch ziemlich runderneuert.
Ganze 11 Jahre, das letzte Album „Intium“ erschien 2012, musste man auf neuen Stoff der Band warten, sehen wir mal vom Livealbum 2018 ab.
Das neue Album hört auf den Namen „Signs of Time“, ist das erste beim neuen Label Metalapolis Records und auch die Band hat sich personell ziemlich verändert.
Denn in der Corona Pandemie stiegen alle Mitglieder bis auf Gründungsmitglied und Sänger Frank Breuninger aus und so mussten die instrumentalen Posten komplett neu besetzt werden!
Das gelang aber recht gut, greife ich mal vorweg.
Was sich nicht geändert hat, ist der musikalische Stil der nach wie vor im Melodic Metal angesiedelt ist, wenn auch, nach eigener Aussage, dieses Mal eine ganze Spur härter als noch zuletzt.
Produziert hat, wie bislang auch, Markus Teske.

So, das waren jetzt aber recht viele Infos vorab, steigen wir nun daher mal geschwind in die neue Scheibe ein und das direkt mit dem Opener „Trail to Glory“ der aber nur ein atmosphärisches Intro darstellt.
Weiter geht es dann mit „Heroes On Ice“. Dieses ist auch eine Hymne für den DEL Eishockey Club Schwenninger Wild Wings. Passt wie ich finde, perfekt zur Sportart und kann man sich bestens im Stadion vorstellen.
Ein mehr als ordentlicher Opener der auf jeden Fall Lust auf mehr macht!
Das anschließende „Fools“ nimmt dann das Qualitätslevel gut auf und man steigert sich auf jeden Fall nochmal um einiges im Vergleich zum Vorgänger. Toll ist hier auch das Wechselspiel zwischen den Keys und den Gitarrenriffs. Eine klasse Symbiose!
Und auch der Titelsong „Signs of Time“ kommt wie eine Bank und mit ordentlich Wucht aus den Boxen. Ein Groover der bestimmt in der zukünftige Livesetliste seinen Platz finden wird und sollte.
Im Mittelteil haben wir dann die Powerballade „You & Me“ die vor allem mit einem satten Chorus aufwarten kann. Dazu haben wir das sehr melodische „Wonderland“, das recht harte und mit erdigen Riffs versehende „Zombies“ sowie den gute Laune Sommersong „St. Tropez“.
Ein starkes Package, wogegen es das letzte Drittel etwas schwer hat, aber auch hier tummeln sich mit „In the Heat of the Night“ und „Stin Katedral“, welches ein tschechischer Coversong ist, noch zwei absolute Hits!

Wow! So stark hätte ich das Comeback der Melodic Metaller von DARK SKY nicht erwartet. Dafür war dann doch, auch personell, sehr viel passiert in der letzten Zeit.
Aber die Band straft ihren Kritikern Lügen und ballern (die angesprochene höhere Härte ist tatsächlich vorhanden) uns hier ein absolut empfehlenswertes und bärenstarkes Melodic Metalalbum um die Ohren, was Fans dieser Spielart, die auch auf ordentlich Keyboards stehen definitiv zusagen wird!
Toll das die Band wieder zurück ist, so kann es gerne weitergehen!

Julian

 

TALENTSCHMIEDE: Sonic Dynamite

Band:
Sonic Dynamite
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Gegründet:
2013
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Herkunft:
Saarland
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Mitglieder:
Tobias Sascha Schmitt (Gesang)
Lukas Frania (Gitarre/Backgroundgesang)
Daniel Rimert (Bass)
Ingo Schmitz (Schlagzeug)
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Stil:
Melodic Metal
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Veröffentlichungen:
We Are The Universe (EP 2017)
Another World (LP 2022)
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Einflüsse:
Iron Maiden, Judas Priest, Helloween, HammerFall
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Wer antwortet: Tobias Sascha Schmitt
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Was wir die nächsten fünf Jahre erreichen möchten:
Zunächst einmal ist es uns natürlich am wichtigsten, in den nächsten fünf Jahren generell als Band noch zu bestehen, weil man weiß ja nie wie alles so kommt, aber da sind und bleiben wir sehr zuversichtlich. Desweiteren wollen wir selbstverständlich noch mehr Leute mit unserer Musik erreichen, noch mehr Gigs spielen und das zweite Album veröffentlichen.
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Was als nächstes kommt:
Aktuell nehmen wir unsere erste EP im Studio neu auf, damit sie den Klang bekommt, den sie verdient hat – und ja, dann wird das Teil neu veröffentlicht. Und wie oben schon erwähnt arbeiten wir bereits fleißig an neuen Songs für’s zweite Album. Seid also gespannt.
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Unsere beste Erfahrung bis jetzt:
Mmmh… schwierige Frage. 😀 Ich denke unser Album letztendlich nach so langer Zeit fertigzustellen war eine besondere und emotionale Erfahrung, die uns sehr glücklich gemacht hat. Ebenso war es eine riesengroße Erleichterung, weil der ganze Albumprozess vom Songwriting über‘s Recording/Mixing/Mastering bis hin zum finalen physischen und digitalen Release ein ewig langer Weg war, welcher im Grunde bis zur Gründung der Band zurückreicht. Eine Zeit lang sah es nämlich so aus, als würde das Debutalbum niemals erscheinen, aber zum Glück haben wir alle wieder das Feuer und die Leidenschaft für unsere Musik entfachen können und somit dann unser gemeinsames Ziel erreicht. Dieser Zusammenhalt würde ich als beste Erfahrung innerhalb unserer Band bezeichnen.
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Unser peinlichster Moment:
Der wartet sicherlich bereits schon auf uns. 😀
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Mit wem wir gerne ein Bierchen trinken würden und warum:
Es ist klar, dass da jeder von uns was anderes sagen würde und jeder würde wohl seine Idole nennen. Da wir zu ¾ in der Band Iron-Maiden-Fans sind, würde Daniel wohl mit Steve Harris einen trinken, Lukas mit Adrian Smith und ich mit Bruce Dickinson. Ingo steht voll auf Pearl Jam, somit dann also mit Eddie Vedder oder mit Matt Cameron einen trinken… oder mit beiden gleichzeitig 🙂
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Wenn wir uns eine Band aussuchen könnten, mit der wir auf Tour gehen dürfen:
Da würde ich dasselbe sagen wie oben in der Frage. Jeder hat seine Lieblingsbands, von denen er beeinflusst und inspiriert wurde. Es wäre natürlich ein Traum mit Iron Maiden zu spielen. Es wäre das Größte. Es ist zwar utopisch aber träumen darf man ja gerne. Generell sind wir aber froh und dankbar, wenn wir in guter und umgänglicher Gesellschaft sind. Von daher, wenn es passt und die Chemie stimmt, dann ist das alles was zählt.
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Das Beste daran, in einer Band zu spielen:
Sich als Individuum kreativ entfalten zu können, sowohl beim Songwriting als auch auf der Bühne. Als Musiker oder Künstler ist es ein Geschenk die Fähigkeiten, welche die Natur dir mitgegeben hat, als Ventil zu verwenden um deine Gefühle und das, was in dir steckt, nach außen zu transportieren. Wenn man damit auch noch andere Menschen inspirieren, glücklich machen oder ihnen sogar helfen kann, dann sehe ich das definitiv als das Beste daran, in einer Band zu spielen.
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Das Schlimmste daran, in einer Band zu spielen:
Bisher waren wir zwar noch nicht auf Tour, aber ich kann mir vorstellen, dass eine monatelange Reise quer durch verschiedene Länder und Zeitzonen ohne die Familie zu sehen und sich dann gegenseitig jeden Tag auf den Zeiger zu gehen, einen ziemlich fertig machen kann. Es ist zwar genau das was die meisten Musiker immer anstreben oder sich vorstellen, wie geil es wäre, aber es ist wohl Fluch und Segen zugleich.
Ansonsten fällt mir da jetzt nicht allzu viel ein. Bei vier Dickköpfen ist es manchmal ziemlich nervi,g auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, aber bisher hat das immer irgendwie geklappt… auch wenn mal die Fäuste fliegen, hahaha. 😀
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Online:
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Musik:
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Live-Dates:
11.08.23: Wellesweiler Open Air
18.11.23: Horst Saarbrücken

FRONT ROW WARRIORS – Wheel Of Fortune

Trackliste:

01. 2022-Intro
02. Chasing Shadows
03. Fantastic
04. Love Is Not A Game
05. Deadly Sins
06. Damnation – Intro
07. Hell Invaders
08. Wheel Of Fortune
09. Hell Awaits
10. Dystopian Time
11. The Hunter
12. Wasted Life

Spielzeit: 48:19 min – Genre: Hard Rock / Melodic Metal – Label: ROAR – VÖ: 09.06.2023 – Page: www.facebook.com/FRW.official

 

Die 2019 in Stuttgart gegründeten FRONT ROW WARRIORS bestehen aus Elkie Gee am Mikrofon, Sorin Badin und Stef Binning-Gollub an den Gitarren, Richie Seibel an den Keyboards, Timo Michels am Bass und Jay-G an den Drums. Hier handelt es sich um das Debütalbum der Stuttgarter Hard Rocker, den die Band sehr effektiv in Szene gesetzt hat. Es wird mal mit Uptempo voll drauf los gerockt der voll auf die Nuss geht oder Rocker im Midtempo die sehr gut und eingängig aus den Boxen kommen. Das Cover Artwork ist eine Mixtur aus Harry Potter, Wheel Of Time und Herr Der Ringe und könnte eine Härter Marschrichtung vermuten, was aber nicht der Fall ist.

Der Hard Rock ist stimmig, melodiös und mit starken weiblichen Vocals ausgeführt, und kratzt auch mal am Melodic Metal. Die Gitarren ziehen auffällig Riffbetont messerscharf ihre Runden. Das Keyboard unterstütz mit voller Kraft ohne dabei nervig zu werden, der Bass ist deutlich zu vernehmen und hält sich nicht wirklich dezent im Hintergrund auf. Die Drums sind sehr markant und stechen hervor, Jay-G haut einem die Felle um die Ohren das man meint es geht um alles.

FRONT ROW WARRIORS kann man am besten als eine Mischung aus ERIKA in manchen Momenten, BAD SISTER, softere WARLOCK mit ihrem letzten beiden Alben und softere ZED YAGO auf deren beiden Klassikern, aber auch ein wenig AXEL RUDI PELL und SCORPIONS hier oder FAIR WARNING da sehen. Die Stimme von Elkie hört sich mal an wie Erika, Petra Degelow von BAD SISTER oder mal bei manchen Tönen wie Jutta Weinhold. Von den Gitarren her kann man verschiedene Bands wie die SCORPIONS, JADED HEART und noch ein paar mehr hören. Die Keys sind zurückhaltender als bei AXEL RUDI PELL, die Drums erinnern in der Art und Weise wie sie mit viel Power gespielt wurden an Mike Terrana oder Bobby Rondenelli.

Für ein Debüt eine mehr als anständige Geburt, hier wird der Hard Rock zwar nicht neu erfunden, dies stört aber nicht im Geringsten da die Mucke sehr eingängig und harmonisch produziert wurde und zumindest mich voll und ganz überzeugt.

Nach dem Intro geht es mir „Chasing Shadows“ unter Volldampf mit einer Hymne los wie eine Horde Büffel in der Prärie, „Fantastic“ geht eingängig mit viel Melodie sehr gut ins Ohr und markiert ein Highlight. „Love Is Not A Game“ ein Melodic Rocker der mit feiner Melodie daherkommt, „Deadly Sins“ ein flotter und straighter Abgehrocker, nach einem Intro wie aus einem Horrorfilm geht es mit „Hell Invaders“ wieder voll auf die Glocke irgendwo zwischen Hard Rock und Melodic Metal angesiedelt. „Wheel Of Fortune“ ein weiteres Highlight flott mit viel Melodie und auffälligem Keyboard Solo, „Hell Awaits“ wurde mit viel Drama und Gefühl eingetütet. „Dystopian Time“ ein geiler Song für die Tanzfläche, „The Hunter“ in den Strophen sehr zurückhaltend im Refrain geht dann voll die Post ab, „Wasted Life“ eine Powerballade die vor Solo bis kurz vor Schluss zu einen ausgewachsenen Rocker übergeht.

Balle