SOLE SYNDICATE – The Reckoning

Trackliste:

01. On The Back Of An Angel
02. The Way That You Are
03. The Voice Inside
04. Rise Like A Phoenix
05. Eye Of The Storm
06. Love Is Only
07. The Mob Rules
08. Valley Of The Kings
09. Heavy Is The Heart
10. Miracle

 

Spielzeit: 46:33 min – Genre: Melodic Metal – Label: El Puerto Records – VÖ: 26.09.2025 – Page: www.facebook.com/solesyndicatemusic

 

„Für Fans von: Van Halen, Dream Theater, Metallica, Nine Inch Nails“ – Das ist mal eine interessante Kombination, die da im Promotext von SOLE SYNDICATEs viertem Album „The Reckoning“ aufgemacht wird. Die Schweden machen melodischen Metal, etwas Heavy, etwas Power, etwas Modern. Und während die Songs mit Titel wie „Eye Of The Storm“, „Valley Of The Kings“ und „Miracle“ sehr nach standard Power Metal klingen, gibt es da doch etwas mehr zu entdecken.
Zum Beispiel beim Opener, der mit über sechs Minuten auch direkt der längste Track ist. Bisschen Elektronik, modern, heavy und mit einem sehr langsamen getragenen und echt starken Chorus, der vom Stil her an VANDEN PLAS erinnert, ein ganz ruhiger Mittelteil mit Orgel, Verdichtung zum Ende. Erster Favorit. Bei „The Way That You Are“ wird es etwas rockiger (Im Chorus fehlt beinahe noch der Shaker) und „The Voice Inside ist ein stabiler Stampfer, bei dem der Gesang am Ende fast mal unklar werden darf. Kompliment an dieser Stelle an Bands wie SOLE SYNDICATE, bei denen der Endchorus nochmal extra und in etwas intensiver eingesungen wird, macht echt was aus.
„Rise Like A Phoenix“ ist mehr oder weniger der Power-Metal-Bruder von ACCEPTs „Up To The Limit“ und mit „Eye Of The Storm“ wird es nochmal elektronischer und recht poppig. Leider klingt das Ding aber auch so, als wäre von der ersten Idee bis zur Aufnahme etwas zu wenig Zeit zum Reifen gewesen. An sich aber guter Ohrwurm.
Bei „The Mob Rules“ kann Sänger Jonas dann auch mal so richtig die Eier-Stimme auspacken – kommt sehr gut, gerne häufiger. „Heavy Is The Heart“ liefert dann nochmal verstärkt Synthesizer, „Miracle“ ist der lange emotionale Endtrack. So weit sehr edel.
Was hab ich also zu meckern? Zum einen die Produktion. Die ist im Mastering wirklich sehr ausufernd durch den Kompressor gezogen worden und lässt nun leider wirklich Dynamik vermissen, auch wenn der Sound an sich damit fett ist. Gerade an Stellen, an denen mehr los ist (z.B. am Ende von „Miracle“) kann man echt nicht mehr sagen, welches Instrument gerade was macht. Auch bei den Vocals wäre weniger gerne mal mehr gewesen, gerade die Backing Vocals sind einfach nur gelutscht und auch den Main Vocals hätten die Ecken und Kanten gut getan, die man insbesondere bei „The Mob Rules“ zu spüren bekommt.
Ansonsten gibt es die üblichen zwei, drei etwas belangloseren Songs und ein paar Texte auf explizitem Kalenderspruch-Niveau. Wo Licht ist, ist eben auch Schatten, aber…

Fazit:
…bei SOLE SYNDICATEs „The Reckoning“ überwiegt eindeutig das Licht. Da ist eine echt gute Anzahl an interessanten Songs und eigenen Ideen am Start, die es wirklich einfach machen, über ein paar Mankos hinwegzusehen!

Anspieltipps:
„On The Back Of An Angel“, „Heavy Is The Heart“, „ Valley Of The Kings“ und „The Way That You Are“ (abgesehen von seinem grausamen KI-Video)

Jannis

SOLE SYNDICATE – Last Days Of Eden

Band: Sole Syndicate
Album: Last Days Of Eden
Spielzeit: 47:25 min
Stilrichtung: Modern Hard Rock / Metal
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 20.11.2020
Homepage: www.solesyndicate.com/

 

SOLE SYNDICATE aus Schweden kommen mit ihrem zweiten Album aus dem Studio. Dabei sind Jonas Mansson am Mikro, Niklas Strandanäs und Dennis Heltorp an den Gitarren, David Gustafsson am Bass und Henrik Zetterlund am Schlagzeug.

Zu hören gibt es modern ausgerichteten Hard Rock, man kann den Sound als eine Schnittmenge aus DEGREED, RED HOT CHILI PEPPERS, härtere NICKELBACK, ein wenig ALTER BRIDGE, modernen DEF LEPPARD, DOKKEN, TRIXXTER und noch so einige 80er Bands sehen, mit denen die Bandmitglieder aufgewachsen sind.

Bei den Texten verarbeiten die fünf Themen wie die politische und ökologische Lage auf dem Planeten und allgemeine Texte die auf Rockscheiben zum einsatz kommen. Alles mit viel Melodie und sehr guter Instrumentierung in Szene gesetzt, die Vocals sind gut ausgeführt, und mit harten Gitarren wird mächtig Druck erzeugt der gefällt.

Beim hören fallen mir als vergleich immer wieder DEGREED von ihrer besten Seite ein, aber die Jungs bietet mehr als nur DEGREED wie die oben erwähnten Vergleiche vermuten lassen. Die Stimme von Jonas Mansson hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Knut Erik Ostgard von RETURN oder auch Timmy Rough von den ROSES die sehr gut mit dieser Art Hard Rock harmoniert.

Den Start macht “Wake Up” ein flotter harter Song, “And All The Truth Will Set You Free” modern ausgerichtet, flott, hart mit geiler Melodieführung und Refrain. “We Fall Apart” wieder ein flotter Ass Kickin‘ Song mit einprägendem Refrain, “Glory Days” stark irgendwo zwischen Powerballade und Rocker. “We Came To Rock” das Motto der Rock Garage, zwischen modernem Hard Rock und Metal, “Brothers” ein Saugeiler Partysong. Mit “Pain Is Only An Illusion” kommt härtere CHILI PEPPER Stimmung auf sehr gut umgesetzt, bei “Have You Heard It All Before” denke ich an THE NEW ROSES trotz der Ähnlichkeit ein sehr guter Song. “Bring Us A Hero” schimmert Modern Metal durch Durchschnitt, mit “When Darkness Calls” kommt noch ein Highlight, hart aber mit geilem Refrain.

Fazit:

Zehn Songs lassen bei richtiger Lautstärke die Bude gewaltig wackeln, zwar Modern ausgerichtet, aber dennoch überzeugend und eingängig wie Sau. Ich vergebe hier eine Bewertung von 8,5 die es in sich hat. Weiter so Männer, macht mehr davon.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Wake Up
02. And The Truth Will Set You Free
03. We All Fall Apart
04. Glory Days
05. We Came To Rock
06. Brothers
07. Pain Is Only An Illusion
08. Have You Heard It All Before
09. Bring Us A Hero
10. Bring Us A Hero

Helmut