AVANTASIA – A Paranormal Evening With The Moonflower Society

Trackliste:

01. Welcome To The Shadows
02. The Wicked Rule The Night
03. Kill The Pain Away
04. The Inmost Light
05. Misplaced Among The Angels
06. I Tame The Storm
07. Paper Plane
08. The Moonflower Society
09. Rhyme And Reason
10. Scars
11. Arabesque

Spielzeit: 53:59 min – Genre: Melodic Power Metal – Label: Nuclear Blast Records – VÖ: 21.10.2022 – Page: www.facebook.com/avantasia/

 

Tobias Sammet wer ist dass, dieser Tobias Sammet ist tja wer ist dass denn? Tobias vorzustellen sollte sich erübrigen da er eigentlich jedem durch seine Stammband EDGUY und mit dem Vorzeige opulent und pompösen Melodic Power Metal Baby AVANTASIA in aller Munde sein sollte. Für denjenigen der Tobi nicht kennen sollte, auf welchem Planeten habt ihr den kometenhaften Aufstieg von Tobi in den Heavy Metal Olymp verschlafen, der Aufstieg hallte selbst jenseits unseres Milkyways durch sämtliche Galaxien und Multiversen. Sorry für die Aussage aber wer Tobi nicht kennt hat wirklich in den letzten 27 Jahren was verschlafen, mir erging es nicht anders ich kam mit EDGUY erst ziemlich spät in Berührung. Ich glaube es war so um 2010 rum, als mir eine Kumpel ein paar MP3s mit EDGUY Songs zukommen lies und meinte wenn dir PELL gefällt müsste dir auch EDGUY gefallen. Und ja genau so war es, mir gefiel EDGUY sogar ziemlich sehr gut und AVANTASIA natürlich auch mit dem Tobi seit 2001 immer wieder mit jedem Album für Aufsehen, anerkennende Blicke, aufgerissene Augen und runterhängende Kinnladen vor erstaunen sorgen konnte. Kann er an die Erfolge der Vorgänger anknüpfen, dass zeigt sich in den folgenden Zeilen.

Wie von AVANTASIA gewohnt konnte Tobi auch hier wieder auf die Unterstützung Namhafter Künstler aus dem Hard Rock und Metal Sektor zählen. Wenn Tobias ruft wird nicht lange überlegt sondern wird ausgeholfen und tatkräftig unterstützt. Diese Namen hören z. B. auf Floor Jansen, Michael Kiske, Eric Martin, Geoff Tate, Bob Catley und noch viele mehr, anhand der Namen kann man erkennen welch hohen Stellenwert Tobias in der Hard N Heavy Szene genießt. Ich erspare mir die Aufzählung der Gesamten AVANTASIA Crew.

Wie kann man AVANTASIA am besten vergleichen, ich versuche es mal mit dem Klonen von opulenten MEAT LOAF auf XTC, und LSDschem Speed oder einfach ein Hamster auf XTC der die Jukebox mit seinem Rad frisiert, das gemischt mit einer Lightversion der Kürbisköpfe ab den Keepers Alben, der Intensität von Dänisch Dynamite, PRIMAL FEARSschen Power und die Eingängigkeitskreuzung von MAGNUM, EDGUY, PELL und SABATON. Ja richtig gelesen, eine pervers klingende Partie aber diese Partie oder einfach nur das zusammenfügen verschiedener Hard N Heavy DNA Molekülketten führt zu einer mehr als nur coolen Heavy Party die ihresgleichen sucht.

Die Sänger/innen sind wie immer neben Tobi genau richtig gewählt, die Stimmen passen wie Arsch auf Deckel oder Topf auf Eimer, aber egal die Vocals sind verdammt stark egal ob Solo oder in Mehrstimmigen Chören ausgeführt es kommt immer das richtige Feeling rüber. Die Gitarren sind Furztrocken und Hartholz hart gespielt und dazu majestätische Keyboards, so simpel es sich liest einfach eine geniale Vorstellung der beiden. Der Bass ist nicht so deutlich wahrnehmbar aber dafür treten die Drums voll in den Hinter. Die Produktion drückt einem den Ohrenschmalz aus dem Gehörgang und haut einem die Grauen einmal auf links und dann gleich wieder auf rechts.

Der Sound kommt genauso hin wie oben beschrieben, nicht mehr aber auch nicht weniger, und dabei einfach nur oder eben AVANTASIA die hier wiedermal ein bumsfideles und vorzeige Werk am Start haben und beweisen das „Made In Germany“ die Galaxie ordentlich durcheinander rütteln können und für Qualität stehen.

Fehler- und kompromisslos haut Tobias mit AVANTASIA den nächsten Höhepunkt raus den er seiner beachtlichen Vita hinzufügen kann.

„Welcome To The Shadows“ cool, episch, melodiös einfach AVANTASIA, „The Wicked Rule The Night“ Power, Speed und Melodie. „Kill The Pain Away“ fängt episch an und besitzt Melodie ohne Ende, „The Inmost Light“ wieder eine Speedgranate. „Misplaced Among The Angels“ kommt im MAGNUM Gewand aus den Boxen, „I Tame The Storm“ und der nächste Melodic Hammer. „Paper Plane“ MAGNUM und MEAT LOAF grüßen in die Runde, „The Moonflower Society“ noch son Melodic Highlight. „Rhyme And Reason“ flott und geil, „Scars“ kommt mit viel Gefühl, „Arabesque“ kommt ein Mamutsong mit AVANTASIAschem Feeling und Orientflair.

Balle

FALLEN SANCTURAY – Terranova

Trackliste:

01. Terranova
02. Now and Forever
03. Broken Dreams
04. Rise Against the World
05. To the Top
06. Destiny
07. I can`t Stay
08. Trail of Destruction
09. No Rebirth
10. Bound to Our Legacy
11. Wait for Me (Bonustrack)

Spielzeit: 61:47 min – Genre: Melodic Power Metal – Label: AFM Records – VÖ: 24.06.2022 – Page: www.facebook.com/FallenSanctuaryMetal

 

Eine gemeinsame Tour der Bands SERENITY und TEMPERANCE bildete die Grundlage für die neue Melodic Power Metal FALLEN SANCTUARY wo Georg Neuhauser (SERENITY) und Marco Pastorino (TEMPERANCE) sich zusammengetan haben.
Die Vorbilder sind hier mit HELLOWEEN, ANGRA oder RHAPSODY schnell ausgemacht, aber es gibt auch einige AOR und Progressive Elemente, die man hier findet.
Von daher sollte relativ klar sein welche Fans hier Gefallen finden sollten. Es gab dazu ja auch einige Videosingles die schon mal einen guten Eindruck liefern konnten.

Laut Promo Info gibt es wohl auch schon Songs für ein eventuelles zweites Album, jetzt widmen wir uns aber erstmal den Songs des Debütalbums und starten mit der Videosingle „Terranova“ als Opener. Der Song prescht direkt los das es eine wahre Freude ist und relativ schnell wird klar, dass wir hier klassischen Melodic Power Metal vor uns haben!
Georg und Marco sind natürlich gesanglich über jeden Zweifel erhaben und ballern uns hier direkt den ersten Hit um die Ohren, so muss es doch zum Einstieg sein, oder?
Durch die wesentlich tieferen Gitarrenriffs zu Beginn von „Now and Forever“ kommt der Song erstmal etwas düsterer aus den Boxen, aber in der Folge wandelt sich das Ganze dann in einen catchy Melodic Metalsong der erneut ziemlich genau das bietet was Fans des Genre erwarten!
Der Mittelteil, bestehend aus „Broken Dreams“, dem in der Bridge etwas härtere „Rise Against the World” und der extrem melodischen und eingängigen Powerballade “To the Top kann dann auch ziemlich schnell abgeharkt werden. Denn hier folgt Hit auf Hit und man merkt wie erfahren die beiden Musiker einfach vom Songwriting her sind und es verstehen griffige Songs zu schreiben.
Einzig „Destiny“ fällt hier etwas ab und klingt eher nach Standardmetal, nix besonderes also.
Die Ballade „I can`t Stay” eröffnet dann den letzten Abschnitt der Scheibe. Hier gibt es schöne mehrstimmige Passagen der beiden Fronter und einen schönen Chorus. Ein Song, der einfach zum dahin träumen ist.
Danach geht den Jungs dann ein wenig die Puste aus, die Songs sind zwar noch alle super hörbar, aber im Vergleich zu den bisherigen Hits kommen sie an diese nicht ganz ran.
Mit „No Rebirth“ haben wir hier aber auf jeden Fall noch einen Hit zu verzeichnen.

Diese Band plus deren Debütalbum „Terranova“ macht mal so was von Sinn! Die beiden Stammbands von Georg und Marco sind schon immer extrem melodisch unterwegs gewesen, schmeißt man die beiden Bandstile, aber zusammen kommt eine wunderbare und erstklassige Mischung heraus, wie man sie sich als Fan nicht schöner vorstellen kann!
Gerade in der ersten Hälfte der Scheibe reiht sich Hit an Hit und auch wenn man im letzten Drittel etwas nachlässt ist „Terranova“ absolut empfehlenswert für die geneigte Hörerschaft.
Ich bin mir sicher, dass man mit dem bestimmt folgenden zweiten Album nochmal eine Steigerung hinlegt!

Julian

 

 

Signum Regis – Made In Switzerland

Trackliste:

01. The Promised Land
02. Through The Desert, Through The Storm
03. A Memory
04. Given Up For Lost
05. The City Of God
06. Phantasmagoria
07. Enslaved
08. Prisoner’s Elegy
09. I Always Go All-In
10. Never Surrender
11. My Guide In The Night
12. Fly Away
13. Living Well
14. Wrath Of Pharaoh

Spielzeit: 76:34 min – Genre: Melodic Power Metal – Label: Beyond The Storm Productions – VÖ: 10.06.2022 – Page: www.facebook.com/signum.regis

Ohne Wertung

Mein erstes aufeinander Treffen mit SIGNUM REGIS, es wurde auch nach sechs Studioalben und zwei EPs höchste Zeit mal reinzuhören. Hierbei handelt es sich wie der Titel schon sagt um einen Livemitschnitt, aufgenommen wurde in Wiedlisbach in der Schweiz.

Zum Lineup gehören Jota Fortinho am Mikrofon, Filip Koluš und Majo Sucháň an Gitarren, Ronnie König an Bass, Ján Tupý an den Keys und Jaro Jančula an den Drums.

Die Produktion geht für ein Livedokument in Ordnung, ab und zu zu viel Hall aber sonst gibt’s nicht viel zu mosern. Die Vocals sind cool und Fehlerlos, die Gitarren geben den Ton an, die Keys kommen majestätisch aus den Boxen und bilden mit den Gitarren eine breite Soundkulisse. Der Bass wummert herrlich im Hintergrund und die Drums spielen den Arschtreter.

Der gebotene Metal ist mit starken Melodieführungen ausgestattet, die Vocals passen harmonisch zu den Melodien, die Rhythmus Fraktion macht Druck von hinten. Die Aufnahmen ergeben ein stimmiges Gesamtbild, nur weiß man nicht in wie Weit nachgeholfen wurde.

SIGNUM REGIS bieten auf diesem Livedreher Melodic Power Metal der Extraklasse und sollte jedem Genre Fan gefallen und bestens schmecken. Sänger Jota erinnert mich manchmal so wie er singt an den finnischen Metal Shouter Mikael Salo. Als Fazit kann ich nur eine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen, wer auf geile Melodien und harte Sounds kann, kommt hier voll auf seine Kosten.

„The Promised Land“ kommt am Anfang ganz gut, „Through The Desert, Through The Storm“ mit viel Melodie stark geboten. „A Memory“ der nächste Melodiehappen, „Given Up For Lost“ ein Highlight, „The City Of God“ ein weiteres Highlight. „Phantasmagoria“ ein cooler Vertreter der Zunft, „Enslaved“ kräftig und cool. „Prisoner’s Elegy“ mit epischen Element angereichert, „I Always Go All-In“ geht wieder in die Vollen. „Never Surrender“ geht als Hymne durch, „My Guide In The Night“ ein Highlight. „Fly Away“ noch so eine melodische Hymne der Richtige Livebrecher. „Living Well“ sehr guter Melodic Metal, mit „Wrath Of Pharaoh“ gibt die Band nochmals Vollgas

Balle

PLANESWALKER – Tales of Magic

Trackliste:

01. Tales of Magic
02. The Spark
03. Shadow of Emeria
04. Blackblade
05. The Forever Serpent
06. Oath of the Gatewatch
07. A Million to One

 

 

 

Spielzeit: 46:31 min – Genre: Melodic Power Metal – Label: Eigenproduktion – VÖ: 21.01.2022 – Page: www.facebook.com/planeswalkermetal

 

Die ehemaligen HELION PRIME Weggefährten Jason Ashcraft und Sozos Michael machen mit ihrer neuen Gruppe PLANESWALKER wieder gemeinsame Sache und präsentieren dieser Tage ihr Debütalbum „Tales of Magic“ welches in Eigenregie veröffentlicht wird.
Auf diesem liegt konzeptionell der Fokus auf dem beliebten Kartenspiel Magic the Gathering was vielleicht einigen Lesern von uns bekannt sein dürfte. Auf dem Album gibt es dann noch Gastauftritte von Brittney Slayes (Unleash the Archers), Heather Michele (ex-Helion Prime), Taylor Washington (Paladin) und R.A. Voltaire (Ravenous).
Nun, dass die beiden Masterminds gute Songs schreiben können haben sie uns schon bewiesen, ich war daher gespannt was sie als Duo auf die Beine stellen würden?
Gestartet wird das Album direkt mit dem Titeltrack „Tales of Magic“ und hier haben wir direkt den ersten Volltreffer zu vermelden! Ein schöner, eingängiger Melodic Power Metaltrack wo alles passt. So kann es doch bitte weitergehen!
Und ja, das tut es auch! Denn mit der zweiten Vorabsingle „The Spark“ fischt man im gleichen Fahrwasser wie auch schon der Openertrack, sowohl was das Musikalische als auch das Qualitative angeht.
Wesentlich epischer und auch um einiges länger ist man dann bei „Shadow of Emeria“ unterwegs, wo es dann auch die ersten Gastauftritte gibt. Eine sehr abwechslungsreiche aber nie langweilige Nummer!
Anschließend gibt es bei „Blackblade“ und „The Forever Serpent“ etwas Anlaufschwierigkeiten, man fängt sich zwar noch, kann insgesamt aber nicht an die starken Vorgängertracks anschließen. Gut gemacht ist es aber trotzdem.
Zum ganz großen Schlag holt man dann bei „Oath oft he Gatewatch“ aus! Eine 11 Minuten Nummer wo alle Sänger zu hören sind und die Nummer strotz nur so vor Wendungen und guten Riffs sowie Refrains. Ein geiler Track, der zeigt welches großartige Songwritinggespür hier vorhanden ist!
Mit dem abschließenden „A Million to One“ schafft man einen entspannten und runden Schlusspunkt und ein sehr starkes Debüt.

Es ist schon geil was entsteht, wenn die zwei richtigen Musiker aufeinandertreffen und einfach ein Händchen für geile Songstrukturen haben! Die beiden Masterminds holen aus „nur“ 7 Songs mehr heraus wie mancher Kollege aus 10 oder 11.
Eine ganzklare Kaufempfehlung also für Fans des Genres!

Julian

 

 

 

BURNING POINT – Arsonist of the Soul

Band: Burning Point
Album: Arsonist of the Soul
Spielzeit: 48:51 min
Stilrichtung: Melodic Power Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 22.10.2021
Homepage: www.facebook.com/burningpointfinland

Die finnischen Melodic Power Metaller von BURNING POINT existieren nun auch schon seit mehr als 20 Jahren! Scheiße man wird einfach auch alt, ich kann mich noch an die ersten Scheiben der Band erinnern : )
Mastermind und Konstante in der Band war und ist Gitarrist und Songwriter Pete Ahonen der auch bei STARGAZERY in die Saiten greift.
Nach dem Pete viele Jahre selbst auch am Mikro zu finden war, übergab er dieses 2015 an Ex BATTLE BEAST Sängerin Nitte Valo mit der man 2015 und 2016 zwei Alben aufnahm und veröffentlichte.
Und wie ich fand waren die Alben echt Bombe und der Gesangswechsel absolut passend!
Leider ist das schon wieder Geschichte, warum auch immer, vielleicht zu viel Mut, und mit Luca Sturniolo haben wir nun wieder einen männlichen Sänger in vorderster Front. Zudem gibt es mit Jarkko Poussu, Tuomas Jaatinen und Matti Halonen noch Neuzugänge am Bass, Schlagzeug und Keyboards, von daher eine fast runderneuerte Mannschaft, die uns hier gegenübersteht.
Mal schauen wie das neue Album so klingt, laut eigener Aussage wohl wieder härter und eher an die frühen Bandtagen orientiert.

Mit dem Opener „Blast in the Past“ bekommen wir auf jeden Fall schon mal einen sehr ordentlichen und aussagekräftigen Opener, denn nicht nur vom Titel her, drückt das Teil ordentlich aufs Gas, nein auch musikalisch geht die Nummer tierisch nach vorne!
Der neue Sänger Luca ist sehr hoch unterwegs, das mag nicht jeder, aber er beherrscht hier die hohen Töne echt gut.
Nach diesem ordentlicher Opener geht es direkt weiter mit „Rules of the Universe“.
An sich ist die Nummer echt schön catchy und sehr ordentlich geworden, aber was im Chorus passiert das ist schon echt nicht mehr so schön anzuhören! Sänger Luca geht so hoch das die Stimme teilweise komplett wegbricht und ordentlich daneben geht…nein Danke, das geht hoffentlich im nächsten Song wieder besser!
„Out of Control“ im Anschluss bleibt schön in den mittleren Lagen, hier ist also alles wieder im grünen Bereich Gesangs technisch.
Und auch die nächsten Hits kommen nun wie am Fließband, denn mit „Persona Non Grata“, dem Titelstück „Arsonist of the Soul“ und auch dem flotten „Hit the Night“ hat man einige starke Songs im Gepäck.
Nach dem Standardmetalsong „Running in the Darkness“ haben wir mit dem langsamen, groovigen „Calling“ den nächsten Hit zu verzeichnen.
Das flotte „Off the Radar“ eröffnet dann gekonnt das letzte Drittel der Scheibe und kann vor allem mit dem tollen Chorus glänzen.
Bei den letzten drei Tracks kann man dann leider nicht mehr an die bisherigen Hits anknüpfen und beim letzten Song „Eternal Life“ haben wir dann wieder das „Gesangsproblem“ das die Stimme in den ganz hohen Töne ziemlich wegbricht. Das schmälert den Hörgenuss.

Anspieltipps:

„Blast in the Past“, „Persona Non Grata“, „Arsonist of the Soul“, „Calling“ und „Off the Radar“

Fazit :

Ganz klar die neue BURNING POINT Scheibe hat einige starke Tracks an Bord! Aber so ganz warm werde ich irgendwie noch nicht mit dem Sängerwechsel und auch mit der Rückkehr zu mehr Bombast.
Ich fand Nitte einfach mega passend und nun klingt das Ganze irgendwie wie der xte Power Metal Klone.
Wie gesagt das neue Album ist nicht von schlechten Eltern und hat einige starke Momente und Htis, aber die letzten Alben hatten irgendwie das gewisse Etwas was mir hier fehlt!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Blast in the Past
02. Rules the Universe
03. Out of Control
04. Persona Non Grata
05. Arsonist of the Soul
06. Hit the Night
07. Running in the Darkness
08. Calling
09. Off the Radar
10. Fire with Fire
11. Will I Rise with the Sun
12. Eternal Life

Video zu “Arsonist of the Soul”:

Julian

FROZEN CROWN – Winterbane

Band: Frozen Crown
Album: Winterbane
Spielzeit: 54:08 min
Stilrichtung: Melodic Power Metal
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 23.04.2021
Homepage: www.facebook.com/frozencrownofficial

Das ist es nun also, das mit Spannung erwartete dritte Album der jungen Power Metaller von FROZEN CROWN!
2 Jahre nachdem letzten, sehr ordentlichen, Album „Crowned in Frost“ legt man nun mit „Winterbane“ nach und hat noch ein paar Neuigkeiten im Gepäck.
Denn nach der sehr erfolgreichen letzten Scheibe, unter anderem mit Supportslot auf der letzten DRAGONFORCE Tour und mehr als 18 Millionen Youtube Klicks ihrer Singles, brach die Band etwas auseinander und übrig blieben nur die beiden Gründungsmitglieder Giada Etro (Gesang) und Federico Mondelli (Gitarre).
Pünktlich zum Songwriting zum neuen Album fand man aber mit Fabiola Bellomo (Gitarre), Francesco Zof (Bass) und Niso Tomasini (Schlagzeug) geeigneten Ersatz für die ausgestiegenen Mitglieder und somit war man wieder ready to play Metal.
Auf dem neuen Album regiert nach wie vor die Mischung aus Heavy, Power und etwas Symphonic Metal mit einem ordentlichen Schuss Melodic.
Na, dann horchen wir mal in den Opener „Embrace the Night“ rein. Eine sehr passende Nummer im typischen Bandstil irgendwo zwischen Melodic und Power Metal mit einem modernen Anstrich erwartet uns hier.
Der Refrain ist das absolute Herzstück des Songs und macht das Teil dermaßen eingängig das man es schon nach kurzem nicht mehr aus dem Kopf bekommt!
So muss ein Einstand nach Maß aussehen.
Nach dem etwas zu sehr nach Standardmetal tönenden „Towards the Sun“ geht es mit der Vorabsingle „Far Beyond“ wieder mehr zur Sache!
Pfeilschnell und mit allerlei spielerischen Raffinesse ausgestattet bahnt sich die Nummer ihren weg und begeistert direkt auf Anhieb.
Im Mittelteil gibt es mit „Crown Eternal“ ziemlich brachiales Futter auf die Ohren welches mit Growls angereichert wird aber erneut einen ziemlich geilen, eingängigen Chorus besitzt.
Des weiteren haben wir das leicht mit Folk angehauchte „The Water Dancer“ was dann irgendwie den kompletten Gegensatz zum vorher genannten Track darstellt.
Eine sehr schöne Abwechslung zum bislang sehr harten Material.
Im letzten Drittel können dann noch das groovende „Night Crawler“ und das abschließende, epische „Blood on the Snow“, welches erneut mit Growls angereichert ist, vollends überzeugen.

Anspieltipps:

„Embrace the Night“, „Far Beyond“, „Crown Eternal“, „The Water Dancer“ und „Night Crawler“

Fazit :

Der halbe Austausch der Bandmitglieder hat FROZEN CROWN gut verdaut. Erneut bewegt man sich auf einem ähnlichen, sehr empfehlenswerten Niveau, wie auch schon beim Vorgänger und bietet dem geneigten Fan eigentlich genau das was er von der Band erwartet.
Die Stärken gut gehalten und ein wenig sogar ausgebaut, ich denke die Truppe ist nun bereit für ihren ganz großen Wurf beim nächsten Mal!
Ein sehr empfehlenswerter Diskus für den geneigten female Fronted Melodic Power Metalfan.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Embrace the Night
02. Towards the Sun
03. Far Beyond
04. The Lone Stranger
05. Crown Eternal
06. The Water Dancer
07. Angels in Disguise
08. Night Crawler
09. Tales of the Forest
10. Blood on the Snow

Video zu “Far Beyond”:

Julian

SORCERESS OF SIN – Mirrored Revenge

Band: Sorceress of Sin
Album: Mirrored Revenge
Spielzeit: 45:17 min
Stilrichtung: Melodic Power Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 27.11.2020
Homepage: www.sorceressofsin.com

Endlich ertönt mal wieder der Newcomer Alarm hier in der Rock Garage! Aus England stammt die female fronted Melodic Power Metal Kombo SORCERESS OF SIN.
Angeführt von der stimmgewaltigen Sängerin Lisa Skinner sollte die Truppe stilistisch etwas für Anhänger von IRON MAIDEN, FIREWIND oder HELLOWEEN sein.
Die Stimme von Fronterin Lisa wird als eine Mischung zwischen Kai Hansen und Michael Kiske beschrieben.
Nun ja, schauen wir uns mal an was davon alles so zutrifft und starten in die Scheibe mit dem Opener „Vixen of Virtue“. Die Nummer brettert schön satt und kraftvoll durch die Boxen und weiß direkt zu gefallen! Fronterin Lisa ist ebenfalls bestens bei Stimme und hat ein schön raues und äußerst kraftvolles Organ. Es fehlt zwar irgendwie der schmissige Refrain, aber ansonsten geht hier der Daumen ganz klar nach oben.
Die nächste Nummer „Multifaceted Survival“ ist ebenfalls wieder schön kraftvoll unterwegs und weiß auch dieses Mal im Refrain zu gefallen.
So richtig ins obere Regal greift die Truppe dann aber beim anschließenden Titeltrack „Mirrored Revenge“. Die Nummer ballert nur so aus den Boxen und man steht voll auf dem Gaspedal. Gleiches gilt auch für Lisa die hier eine sehr beeindruckende Performance abliefert und alles in Grund und Boden singt!
Das anschließende „Wicked Disortion“ ist dann etwas handzahmer und nicht ganz so brachial unterwegs wie der Vorgänger, reiht sich aber gut in die bisherige Songstruktur ein.
Im Mittelteil fallen dann vor allem das eingängige „Aradia“ und „Echoes of Existence“ auf. Letzteres leider etwas unschön da es ein ziemlicher Stilbruch ist und stark ins Symphonische geht was irgendwie nicht so recht in die bisherige Songstruktur passt!
Im letzten Abschnitt kann dann vor allem das epische „Cold Carnality“ noch hervorstechen, aber auch die anderen Songs sind nicht von schlechten Eltern.

Anspieltipps:

„Multifaceted Survival“, „Mirrored Revenge“, „Aradia” und “Cold Carnality”

Fazit :

Das Debüt von SORCERESS OF SIN hat vor allem Eins zu bieten, richtig viel Kraft! Die Jungs und vor allem Fronterin Lisa legen hier eine Schlagzahl an den Tag die sich echt sehen lassen kann!
Nicht immer ist man äußerst catchy unterwegs, daher braucht die Scheibe den ein oder anderen Durchlauf, aber insgesamt kann man hier von einer starken Leistung sprechen, auf die man definitiv aufbauen kann und sollte. Bin sehr gespannt was man noch von der Truppe hören wird!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Vixen of Virtue
02. Multifaceted Survival
03. Mirrored Revenge
04. Wicked Disortion
05. Splintered Shard
06. Aradia
07. Echoes of Existence
08. Parallel Lies
09. Cold Carnality
10. Emypre of Stones

Video zu “Vixen of Virtue”:

Julian

MEMOREMAINS – The Cost Of Greatness

Album: The Cost Of Greatness
Spielzeit: 43:13 min
Stilrichtung: Melodic Power Pop Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 16.10.2020
Homepage: www.memoremains.com

 

Der Chefe meinte hör dir die mal an ob die etwas für dich wären. Wow das ist ein gewaltiges Pfund was mir vorliegt. MEMOREMAINS stammen aus Finnland wie soll es auch anders sein, Skandinavien besitzt anscheinend eine unerschöpfliche Quelle von Bands die ihre sache verdammt gut machen und zu diesen kann man MEMOREMAINS zählen, die Band hat es voll drauf. Das Album wurde noch dazu in Eigenregie Produziert, dies auf höchstem Majorlabel niveau. Es wurden auch acht sehr gute Videos produziert, die man nicht unter Eigenproduktion vermuten würde.

Zur Band gehören Johanna Ahonen am Mikro, Mikko Kujanpää am Keyboard, Aleksi Mäkelä an Gitarre, Aapo Timonen am Bass und Eemeli Timonen am Schlagzeug, und ja die Band kann voll überzeugen.

Geboten wird geiler Melodic Power Pop Metal der sofort ins Ohr geht, sich im Trommelfell festkrallt und nicht mehr loslässt. Vergleichen kann man mit BATTLE BEAST, von der Stimme in etwa eine Mischung aus Anette Olzen und EVANESCENCE, und ein kleiner Spritzer NIGHTWISH alles mit viel Bombast ausgestattet. Die Songs zünden sofort, die Stimme von Johanna hat das richtige Volumen um zu überzeugen genauso wie die Instrumentierung macht nichts falsch.

Es befinden sich mit “Where Is The Gold” und “Mindreader” zwei starke Balladen auf dem Rundling, mit den zwei Songs “Bring It On” und “Lift Me Up” könnte man jede Tanzfläche füllen oder wäre sogar etwas für das Radio. Bei “Eternal Fame”, “Riot In The Crowd”, “Pounding Heart” wird die Headbanger Fraktion voll bedient. “Theme Park” fängt depressiv an und wechselt nach einer Minute das Tempo und mutiert zum Ohrwurm, “The Cost Of Greatness” ist über zehn Minuten lang mit Tempowechsel, fast schon zu lang aber dennoch sehr gut umgesetzt.

Fazit:

Standart Spruch, dass Rad oder der Metal werden nicht neu erfunden aber sehr gut geboten mit viel Melodie und starken Gesangslinien. Ich vergebe hier eine 9, da einfach starker Metal geboten wird der voll auf die Zwölf geht und überzeugt. Beide Daumen hoch für dieses Debüt.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Drown Memories
02. Eternal Fame
03. Bring It On
04. Riot In The Crowd
05. Where Is The Gold
06. Lift Me Up
07. Pounding Heart
08. Mindreader
09. Theme Park
10. The Cost Of Greatness

Helmut

BLIND DESIRE – Lies Beyond Tomorrow

Band: Blind Desire
Album: Lies Beyond Tomorrow
Spielzeit: 23:16 min
Stilrichtung: Melodic Power Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 22.04.2020
Homepage: www.facebook.com/blinddesireoficial

BLIND DESIRE gründeten sich 2015 in Spanien und haben sich den Melodic Power Metal auf die Fahne geschrieben. Somit huldigen sie so Bands wie SONATA ARCTICA, STRATOVARIUS oder KAMELOT.
2018 legte man eine Pause ein nachdem mehrere Mitglieder die Band verließen. 2019 kehrte man aber mit neuem Personal zurück, unter anderem dem neuen Mann am Mirko Oscar Zurriaga der auch auf der nun erscheinenden Debüt EP „Lies Beyond Tomorrow“ zu hören ist.
Mal schauen was uns als erster Appetithappen in Form des Albumopeners „Last Chance“ serviert wird. Nur ein etwas nichtssagendes Cinematic Intro. Mehr ist es leider nicht.
Der erste richtige Track „Inner Flame“ klingt dann wirklich nach einer Mischung aus den oben schon erwähnten Bands und dürfte für alle Melodic Metalfans ein gefundenes Fressen darstellen!
„Darkened“ im Anschluss ist auf jeden Fall sehr ordentlich gelungen, bevor dann mit dem folgenden „Night and Day“ es etwas zu verkopft und langatmig wird.
Mit „Stardust“ und dem abschließenden epischen Instrumental „Prelude of Hope“ hat man aber noch zwei recht ordentliche Tracks mit an Bord die die Qualität der Debüt EP auf jeden Fall nochmal ordentlich anheben.

Anspieltipps:

„Darkened“, „Stardust“ und „Prelude of Hope“

Fazit :

Wenn schon ein Instrumental unter den Anspieltipps ist sagt das denke ich schon viel über die Scheibe aus! Man merkt das dies die ersten richtigen Gehversuche der Band sind und ich denke auch der neue Sänger ist noch nicht komplett richtig integriert.
Gute Ansätze sind aber auf jeden Fall da, ich denke die Truppe braucht einfach noch etwas Zeit um insgesamt zu reifen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Last Chance
02. Inner Flame
03. Darkened
04. Night and Day
05. Stardust
06. Prelude of Hope

Playlist zur EP:

Julian

METAL DE FACTO – Imperium Romanum

Band: Metal De Facto
Album: Imperium Romanum
Spielzeit: 51:56 min
Stilrichtung: Melodic Power Metal
Plattenfirma: Rockshots Records
Veröffentlichung: 22.11.2019
Homepage: www.metaldefacto.com

Feierabend, und mal schauen was so auf mich zu kommt. Ein mächtiges Brett kommt daher. METAL DE FACTO kommen aus Finnland, dieses Land beheimatet so einige Talente wie eben auch METAL DE FACTO. Was Schweden für den AOR und Melodic Hard Rock Bereich ist, ist Finnland im Metal Sektor.

Dieser Tage veröffentlichen die Jungs ihr Debütalbum „Imperium Romanum“.Geboten wird uns darauf Melodic Power Metal. Die Songs kommen sehr melodisch mit viel Power aus den Boxen und zünden sofort in den Gehörgängen. Das Rezept besteht aus einer ausgewogenen Mischung von Keyboard und harten Gitarren. Mit Mikael Salo haben METAL DE FACTO einen Vocalakrobaten am Start der sein Handwerk versteht und als Sohn von Tony Martin durchgehen könnte. An den Gitarren Esa Orjatsalo und Mikko Salovaara, am Bass Sami Hinkka, Keyboards Benjamin Connelly und Atte Martinen an den Drums.
Behandelt wird der Eroberungsdrang des Römischen Reiches. Angefangen wird mit “The Conqueror” ein Powersong und Hochmelodisch, gleiches gilt für “Legionnaires‘ Oath” nur im gemäßigtem Tempo. “Naturalis Historia” ist wieder ein schneller Song der aufs Gas drückt. “Inferno” wechselt gekonnt das Tempo zwischen langsamen und schnellen Passagen, am Ende klingt er fast schon symphonisch. “Bacchanalia” drückt wieder mächtig gegen das Bodenblech. Mit “Echoes In Eternity” befindet sich eine Ballade auf dem Album. “Colosseum” ist ein schnelles Instrumental. Die folgenden zwei Songs können den Standart nicht ganz halten sind aber dennoch hörbar und befinden sich Qualitativ auf einem hohen Level. “Germanicus” nimmt wieder voll Fahrt auf und ist mit über neun Minuten überlang.

Fazit:

METAL DE FACTO erfinden das Rad nicht neu aber Spass macht das Debütalbum auf jeden Fall, eingängige Songs mit sehr viel Gespühr für Melodien und der Starke Gesang von Mikael Salo sind prägnant und machen lust und neugierig auf weitere Veröffentlichung. Von mir gibts sehr gute 9 Punkte für ein Starkes Stück Metal, mehr davon Jungs.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Conqueror
02. Legionnaires’ Oath
03. Naturalis Historia
04. Inferno
05. Bacchanalia
06. Echoes In Eternity
07. Colosseum
08. Ides Of March
09. The Ascending Of Jupiter
10. Germanicus

Helmut