01. The Wind Whispers
02. One Step Ahead
03. Nevermore
04. Starlight
05. Be True To Yourself
06. From The Ashes
07. Wake The Night
08. The Last Ride
09. Where The Sun Meets The Sea
10. Midnight Radio
11. Farewell
Spielzeit: 42:46 min – Genre: AOR / Melodic Rock – Label: Eigenproduktion – VÖ: 28.02.2025 – Page: www.facebook.com/TimsonAOR
Vorgestern Nacht kontaktierte mich Bandchef und Namensgeber von TIMSON AOR Mark Timson mit der Frage ob ich nicht das zweite Album reviewen könnte, allerdings ist das Album fast schon ein dreiviertel Jahr veröffentlicht. Also fragte ich Garagen Oberhäuptling Julian ob er etwas dagegen hätte, wenn ich ein Album reviewe was schon eine gewisse Zeit erhältlich ist und nicht wirklich in die Zeitmaschine passt. Julian gab sein Ok also here we go, let the music speak for itself. Als mich Mark kontaktierte war mir der Name geläufig, befindet sich das Debütalbum „Forever’s Not Enough“ aus dem letzten Jahr unter meinen Tonträgern. Zugelegt habe ich mir das Debüt als ich im Angebot von Schmankerl Records die Eigenschaften gelesen hatte die der Inhaber Dieter Lanzl zum Album geschrieben hatte. Die Eigenschaften lauteten: „Fantastisches 2024er A.O.R. / Melodic Rock Album des britischen Multiinstrumentalisten Mark Timson & Sänger Lukky S, das Mark komplett in Eigenregie veröffentlicht hat“, also dachte ich mir damals das könnte genau meine Kragenweite sein und bestellte die CD. Bei der Beschreibung vom Inhaber Dieter Lanzl verhält es sich genau wie damals in den Katalogen von Hang Loose Records, wenn etwas als gut oder sehr gut bezeichnet wurde/wird dann stimmt das auch in 95-98% der Fälle überein. Als die CD eintraf wurde gleich mal die Soundmaschine an geschmissen und rein gehört. Das Fazit zum Debüt, dass kann was, ist cooler und sehr guter 80er Jahre Stoff der sich im Melodic Rock bewegt. Und dieser Herr Timson nahm mit der Bitte eines Reviews Kontakt mit mir auf. Und wenn ich so nett gebeten werde lasse ich mich nicht lumpen und komme der Bitte sehr gerne nach. Es entwickelte ich eine kleine und nette Chatrunde in der herauskam das Mark und ich die selben Einflüsse besitzen, damals in den 70er und 80er Jahren die gleichen Bands und Songs hörten mit einem Unterschied, Mark ist ein paar Jahre älter als ich aber immer noch fast in einer Generation mit den selben Werten und Einstellung.
Zu TIMSON AOR gehören das Multitalent Mark Timson der sich für alle Instrumente verantwortlich zeigt und dem chilenischen Sänger Lukky S. Die Stimme von Lukky hat eine gewisse Ausstrahlung (in etwa wie ein kleiner Bruder von Knut Erik Ostgard von RETURN) die perfekt zum Melodic Rock von TIMSON AOR passt und eine gewisse Rauchigkeit mitbringt die Rockmusik mehr als nur gut steht. Mark spielt schon seit über 50 Jahren Gitarre und lässt die sechs Saiten wie von selbst schwingen ohne dabei den Egomanen raus hängen zu lassen, die Gitarren sind songdienlich eingesetzt wie der Rest der Instrumente. Die Tasten halten sich gegenüber den Gitarren ganz leicht zurück aber immer noch genug im Spotlight um wirkungsvoll mit mischen zu können. Der Bass kommt nicht so klar durch und ist nur bei genauem hinhören lokalisierbar. Bei den Drums kann ich nicht mit Bestimmtheit behaupten ob ein echtes Schlagzeug oder Samples verwendet wurde. Die machen auf jeden Fall druck und sind voll da. Die Produktion ist gut ausgefallen ohne das man etwas Nachteiliges darüber berichten könnte.
Mark beschloss nach 50 Jahren Gitarrenspiel, dass es höchste Zeit ist Musik im besten 1980er Jahr Stil zu machen, den Geist, dass Feeling und die damalige Leichtigkeit in den Songs zurück zu bringen. Genau das ist ihm und Lukky auch voll und ganz gelungen, mehr 1980er geht einfach nicht. Die Songs sind zwar nicht unbedingt Tanzflächen tauglich, allerdings für die sommerliche Grillfeier, einer 80er Retroparty oder Radio tauglich sind alle auf dem Album enthaltenen Songs. Wenn ich beim hören die Augen schließe werde ich sofort in dieses so geile Jahrzehnt zurückversetzt und es kommen all die angenehmen Erinnerungen hervor für die diese Zeiten stehen, die ich miterleben und in vollen Zügen genießen durfte. Es gibt Melodien fast schon von einem anderen Stern oder Universum, eine passende Instrumentierung dazu und mit Lukky den perfekten Sänger der die Storys mit seiner Stimme erzählt. Wie auch schon bei der MASON Rezi nenne ich die gleichen Bands als Vergleich, die da wären, LOVERBOY, HONEYMOON SUITE, GARY O‘, WHITE VISION, JOURNEY, 8084, ADRENALIN und SURVIVOR bei den reinen AOR Vertretern muss man sich nur ein wenig lautere Gitarren vorstellen und dann passt es auch für TIMSON AOR. Das Mark ein Brite ist hört man an der Mucke nicht, diese orientiert sich mehr am Arena Rock der US und Kanada Bands der 80er. Britische Einflüsse kann man nicht wirklich ausmachen, auch die Auslegung der Produktion ist so wie in die nordamerikanischen Bands pflegten. Haben Mark und Lukky alles Richtig gemacht? Ich beantworte diese Frage mit einem klaren und lauten Ja, besser kann man 80er Jahre Mucke nicht rüber bringen. Wenn TIMSON AOR den eingeschlagenen Weg beibehalten wächst eine kleine Sensation heran die es zwar nicht bis zum großen Erfolg bringen kann (jedem sollte die Politik der Plattenfirmen bekannt sein), wie die Bands damals, allerdings unter Rock Fans sollten sie eine Menge Staub aufwirbeln und aus dem Schatten der vielen sehr guten Bands die leider um Jahrzehnte zu Spät dran sind heraustreten können.
Wer die 80er nicht miterlebt hat, wissen will für was dieses Jahrzehnt musikalisch steht und was damals für Mucke erfolgreich war sollte sich die beiden TIMSON AOR Alben anhören, die atmen genau diesen Geist von damals ein und aus. Beide Daumen hoch für das zweite Album.
„The Wind Whispers“ ein cooles Meldoic Schmankerl für den Einstieg. „One Step Ahead“ und es geht gleich so weiter, wieder bestes Melodic Rock Futter. „Nevermore“ ein ruhiger und gefühlvoller Softrocker mit göttlicher Melodie, „Starlight“ kommt sehr cool an, „Be True To Yourself“ es wird flott und locker drauf los gerockt bis die Schwarte kracht. „From The Ashes“ eine Ballade die das Drama auf die Spitze treibt, „Wake The Night“ es wird wieder auf sehr hohem Niveau melodisch drauf los gerockt. „The Last Ride“ der nächste knackige Rocker mit Schmackes, „Where The Sun Meets The Sea“ es kommt wieder mehr Gefühl zur Melodie hinzu. „Midnight Radio“ ein Highlight der Extraklasse mit angedeuteten Westcoast Vibes und Potential für die Tanzfläche, „Farewell“ zum Abschluss werden die Taschentuchfans nochmals bedient.
Balle












