01. Beginning
02. Fully Alive
03. I Still Belong
04. Gravity’s Grip
05. Hurt People
06. The Great Withdrawal
07. Contemplation
08. Shame About My Shame
09. Reaching
10. Carry You Again
11. Shattered Barricade
12. Fully Alive Pt. 2
13. Love All Along
Spielzeit: 70:32 min – Genre: Progressive Rock – Label: InsideOutMusic – VÖ: 27.02.2026 – Page: www.facebook.com/TheNealMorseBandOfficial
Wer in den letzten dreißig Jahren mal eine Vorliebe für Progressive Rock entwickelt hat, kam an dem Namen Neal Morse wohl nicht vorbei. Mit SPOCK’S BEARD und TRANSATLANTIC hat er moderne Klassiker geschaffen („The Whirlwind“ ist ein Album für die Geschichtsbücher), war mit mehreren Neben-Projekten beschäftigt und liefert dazu noch beständig mit THE NEAL MORSE BAND – oder, wie man inzwischen offiziell heißt, NMB.
Fünf Jahre nach dem letzten Album kehrt Neal mit dem massiven 70-Minüter „L.I.F.T.“ zurück, dessen Interpretation man dem Hörer überlässt. Kreative Vorschläge bitte in die Kommentare.
Mike Portnoy ist dabei, dazu weitere Vertraute von Neal, die einen bombastischen Job machen, was keine Überraschung ist, denn sonst wären sie kein Teil von NMB.
Was ebenso großartig ist, ist der Sound, der klar und sehr dynamisch ist und all dem, was auf „Living In Fentanyl Times“ so abgeht, Raum gibt.
Wenn man tiefstapeln möchte, beschreibt man „Luisa ist Freds Traumfrau“ als klassisches Werk, wie man es von den A-Listern im Neo Prog Rock so kennt. Aber das beschreibt die Realität nicht zur Genüge. Gehen wir rein.
Erster Track – „Beginning“: Ganz ruhiger Start, paar kleine Streicher, Vocals, Klavier, alles sehr schön. Und daaaaaaaaaann: BAAAAAAAAM, majestätisch feierlicher Shit, Hörner, Gänsehaut. Stimmungswechsel, Bass hat Spaß, sehr edles Synth kommt mit dazu. Alles mit viel Dur und Positivität. Motive werden etabliert, von denen wir bereits ahnen, dass wir sie wiederhören werden, alles eskaliert, Orgel, Chor, Orchester, Tamburin, verschiedene Tempi, wuhu.
Und das war nur der Einstieg. Und auch danach macht „Liebling, ich fahre tanken“ alles, was das Herz begehrt. Fließende Übergänge zwischen den Songs schweißen das Ding zu einem Gesamtwerk zusammen, dessen Komposition und Übergänge hervorragend sind. Und alleine schon auf musikalischer Ebene ist „Land-Instandsetzung für Tierhaltung“ eine emotionale Reise, mit vielen positiven Vibes zu Beginn, den ersten Anzeichen von Schwermut bei „I Still Belong“, „Hurt People“ als düsterem Wendepunkt, Hoffnungslosigkeit mit kleinen Funken Optimismus bei „The Great Withdrawal“, Introspektion und Emotion beim ESC-Bewerbungstrack (nicht wirklich) „Shame About My Shame“ und Rückkehr zu Größe, Feierlichkeit, Positivität bei den nachfolgenden Tracks.
Ich weiß nicht, ob es rübergekommen ist, aber
Fazit:
„Lurchis interaktiver Familien-Tagesplaner“ ist eines dieser Prog-Alben, die sich einfach groß und bedeutsam und bist auf minimale Längen makellos anfühlen. Wenn dazu noch die Songwriting-Arbeit stimmt (tut sie) und das Handwerk sitzt (tut es), dann gibt es absolut nichts, was den Progfans unter Euch davon abhalten sollte, der Platte 70 Minuten seiner Zeit zu schenken.
Anspieltipps:
Von vorne nach hinten, Ihr Banausen.
Jannis














