THE LIGHTBRINGER OF SWEDEN – The New World Order

Trackliste:

01. The Continuing
02. The Beast is Rising
03. Free the Angels
04. Heroes of the Past
05. Strike Back
06. Where the Eagles Fly
07. Lucifer
08. Back from the Dead
09. The Caveman
10. Fly Away

 

Spielzeit: 56:37 min – Genre: Power Metal – Label: Eigenproduktion – VÖ: 18.01.2023 – Page: www.thelightbringer.se

 

Die schwedische Newcomerband THE LIGHTBRINGER OF SWEDEN hatte mich 2020 mit ihrem Debütalbum „Rise of the Beast“ mal so richtig aus den Latschen gehauen! Klassischer, europäischer Power Metal der vom Mastermind und Gitarristen Lars Eng bestens initiiert wurde!
Als Sänger fand er nach etwas Suche den deutschen Profi Herbie Langhans und mittlerweile wurde das Projekt zu einer richtigen Band und mit Tobbe Jonsson (Schlagzeug). Carsten Stepanowicz (Gitarre, RADIANT) sowie Johan Bergqvist (Bass, TRAIL OF MURDER) ergänzt.
Die Songs auf dem neuen Album stammen aber nach wie vor aus der Feder von Mastermind Lars, aber breiter instrumental aufgestellt ist ja immer gut!

Stilistisch bleibt man sich der Linie vom Debüt treu und das hört man auch direkt beim ersten richtigen Song „The Beast is Rising“, welcher nach dem stimmungsvollen Intro „The Continuing“ erklingt.
Mit Schmackes beginnt der Song, flotte Riffs, Sänger Herbie ist eh über jeden Zweifel erhaben, und die notwendige Portion Eingängigkeit lassen den Song schnell in die Gehörgänge wandern und sich dort festsetzen!
„Free the Angels“ ist dann insgesamt auch nicht schlecht, es fehlt ihm aber etwas an Klasse, um an den erstklassigen Vorgängersong anzuknüpfen.
Ganz anders ist dann „Heroes of the Past“ unterwegs! Ein interessanter Aufbau paart sich mit einem Ohrwurmchorus, der sofort zündet und den Song zu einem Highlight der Scheibe werden lässt.
Das flotte „Strike Back“ im Anschluss nimmt dann das Qualitätslevel gekonnt auf und weiß ebenfalls direkt zu gefallen.
Sehr unterschiedlich sind dann die folgenden Songs „Where Eagles Fly“ und „Lucifer“ geraten. Ersterer ist eine schöne Powerballade die wunderbar ins Konzept passt, letzterer Song ist eine epische Nummer, die schön abwechslungsreich daherkommt und mit seinem tollen Chorus sofort einschlägt.
Beides also absolute Top Songs, die sich sehen und hören lassen können!
Und zack sind wir nun schon im letzten Drittel der Scheibe angelangt wo es qualitativ auch wenig zu meckern gibt.
„Back from the Dead“ schüttelt mit seinem erdigen Groove den Staub aus den Boxen, „The Caveman“ ist dann wieder eine epische Ohrbombe geworden und das abschließende „Fly Away“ bietet dann nochmal klassischen Melodic Power Metal der auch keine Anlaufprobleme hat.

Es ist doch schön, wenn man direkt zum Jahresbeginn gleich das erste kleine Highlight verzeichnen kann! Das Niveau des Debüts können THE LIGHTRBINGER OF SWEDEN ohne Probleme halten und sogar noch ein bisschen steigern. Mit den vielen Hits an Bord fällt das den Jungs aber auch nicht schwer.
Melodic Power Metalfans haben hier direkt die erste Ohrbombe die man sich schnellstens zulegen sollte, am besten direkt über die Bandhomepage!
Beide Daumen hoch also und eine ganz klare Kaufempfehlung für die angesprochene Zielgruppe!

Julian

 

CROM – The Era of Darkness

Trackliste:

01. Into the Glory Land
02. Heart of the Lion
03. The Era of Darkness
04. Higher Ground
05. Together we Ride
06. In your Eyes
07. Riding into the Sun
08. The Forsaken
09. When will the Wounds ever Heal
10. Bridge to Paradise
11. A New Star
12. The Last Unicorn

Spielzeit: 57:06 min – Genre: Epic Metal – Label: From the Vaults – VÖ: 13.01.2023 – Page: www.facebook.com/cromofficial

 

Walter „Crom“ Grosse als Mastermind der gleichnamigen Band hat endlich sein viertes Album fertig und präsentiert das Werk mit dem Namen „Era of Darkness“ nun der durstigen Hörerschaft.
Das letzte Album „When Northmen Die“ liegt nun schon ein paar Jahre zurück und stammt aus dem Jahr 2017, und nachdem die letzte EP „Into the Glory Land“ 2021 schon über das neue Label From the Vaults erschien, tut dies nun auch das neue komplette Album.
Walter und seine 2 Mitstreiter Steve Peyerl (Gitarre) und Thomas Hagl (Schlagzeug) bleiben darauf ihrer Mucke treu und bieten 12 neue Tracks aus dem Epic Metal Genre!

Starten wir das neue Werk nun also mit dem Albumopener „Into the Glory Land“. Epic Metal typisch gibt es erstmal eine längere Einleitung bevor wir in einem recht typischen CROM Song landen der als Opener vollkommen in Ordnung geht, ohne groß zu glänzen.
„Heart of the Lion“ im Anschluss ist vom Aufbau her wesentlich spannender und setzt episch nochmal ganz klar einen drauf im Vergleich zum Opener und Vorgängersong.
Der Titeltrack „The Era of Darkness“ ist dann irgendwie nicht Fisch nicht Fleisch, eine Mixtur aus Epic und Heavy Metal mit Growls. Schwierig hier eine Einordnung zu finden.
Insgesamt bleibt der Titeltrack etwas hinter den Erwartungen zurück.
Richtig gut gelungen und vercromnisiert ist dann „Higher Ground“. Die Nummer war ja schon beim ESC 2018 ein Hit und das bleibt auch so, nur halt im Epic Metal Gewand. Beide Daumen hoch dafür!
Und als ob man jetzt Blut gelegt hat legt man auch beim folgenden „Together We Ride“ die Messlatte höher und bietet dem geneigten Hörer einen Epic Metaltrack erster Güte.
Die weiteren Glanzpunkte des Mittelteils sind mit dem ruhigeren aber absolut epischen „In your Eyes“ sowie „Riding into the Sun“ welches einen dezenten MANOWAR Touch vorweisen kann, schnell ausgemacht!
Das letzte Drittel wird dann qualitativ von „The Forsaken“, „Bridge to Paradise“ und der gelungenen Coverversion „The Last Unicorn“ (endlich wagt sich da mal jemand ran!) hochgehalten.
Hier haben wir insgesamt typischen Epic Metal für CROM Fans.

Zu Beginn war ich gar nicht vom neuen CROM Album begeistert! Aber nach und nach entwickelte sich das Album und trotz des schwachen Beginns hat das Werk definitiv seine Glanzmomenten im weiteren Verlauf!
Fans der Band und des Epic Metals werden hier auf jeden Fall nicht enttäuscht sein, so viel ist sicher!

Julian

 

SILVER BULLET – Shadowfall

Trackliste:

01. Overture To Armageddon
02. Shadow Of A Curse
03. The Ones To Fall
04. Creatures Of The Night
05. Soul Reaver
06. …And Then Comes Oblivion
07. Nighthunter
08. Dusk Of Dawn
09. Falling Down
10. The Thirteen Nails

 

Spielzeit: 45:14 min – Genre: Melodic Metal – Label: Reaper Entertainment – VÖ: 20.01.2023 – Page: www.facebook.com/SilverBulletOfficial

 

SILVER BULLET – mir bekannt seit ihrem grandiosen letzten Album „Mooncult“, das auf ehrenwerte Weise Symphonic Power Metal nochmal die Härte verliehen hat, die das Genre so oft vermissen lässt. Nun sin’se wieder da mit „Shadowfall“ und ziehen ihr Erfolgskonzept nicht nur weiter durch, sondern professionalisieren es auch noch. Muss man ganz deutlich so sagen: Knallender Sound, eine echt gute Menge an Orchester und Chören, top gespielt, top gesungen und nach wie vor nicht zu sehr nach Power-Metal-Schema F komponiert. Im Gegenteil, man ist songwritingtechnisch ein bisschen moderner geworden und ist einfach hinsichtlich des Kompositionsstils nun etwas mehr Symphonic Modern Power Metal, ohne sich dabei in Modern-Klischees zu verlieren. Der gänsehautige Track, der noch am ehesten als Ballade durchginge, ist mit „…And then Comes Oblivion“ dabei. Der schnelle, erbarmungslose Track geht dem mit „Soul Reaver“ voran. Der 80es-Hard-Rock-inspirierte Stampfer fehlt dank „The Ones To Fall“ ebenso wenig, und dazu gibt es viel dazwischen, das Fans von nicht-zu-Modern Power Metal mehr als zufriedenstellen sollte. All das ist gefühlt etwas live-kompatibler als vormals gestaltet (und eine Deutschlandtour steht an, liebe Leute) und ermöglicht viele Ein-Wort-Fangesänge und Klatschparts, ohne stupide zu sein.
Das Orchester klingt dabei so, wie es soll (ja, ist aus der Dose, aber erzeugt doch sein bombastisches Kinotrailer-Feeling) und auch der Chor darf immer wieder mal mehr, als nur AAH oder OOH zu machen oder die Gesangsstimme zu imitieren. Für alle, die also bis hierhin angetan sind, ohne SILVER BULLET irgendwie zu kennen, sei hier schonmal eine warme Reinhörempfehlung zu Screen gebracht, wenn man denn mit dem soweit einzigen Kritikunkt klarkommt: Es gibt diese Technik von Orchester- und Chor-Hits, bei denen möglichst viele Orchester-Instrumente oder Chorstimmen einmal mit Wucht abgeschossen werden (BATTLE-BEAST-Hörer lieben diesen Trick). Die ist auf „Shadowfall“ etwas zu inflationär und wirkt durch ihren exzessiven Einsatz irgendwann unkreativ. Aber was Chor/Orchester-Kreativität angeht, gibt es hier sonst schon noch genug zu hören.
Für die SILVER-BULLET-Fans: „Mooncult“ überzeugte seinerzeit als atmosphärisches, konzeptuelles Hexenwerk. Derweil sagt der Promotext über „Shadowfall“, man sei dieses Mal an kein limitierendes Thema gebunden gewesen. Macht daraus, was Ihr wollt, ich würde mich freuen, beim nächsten Mal wieder ein Konzeptalbum von den Boys zu hören, denn die „Limitierung“ ermöglicht auch eine Erschaffung einer durchgängigen Atmosphäre, die mich bei „Mooncult“ gerade begeistert hat. Diese findet sich, zusammen mit SILVER BULLETs etwas naiverer, freierer, weniger kalkulierter Kompositionsweise insbesondere bei „Creatures Of The Night“ und „The Thirteen Nails“ wieder, die beide absolut edel sind, beim Rest jedoch weniger.

Fazit:
Ja, ich empfehle in diesem Fazit noch einmal „Mooncult“, weil es einfach top ist. Ich empfehle ebenso „Shadowfall“, denn wenn man beim einen Album Aspekte findet, die man gerne ein bisschen anders hätte, während man es ansonsten geil findet – dann besteht eine reelle Chance, dass man diese Aspekte auf dem jeweils anderen Album in den eigenen Wünschen entsprechender Form vorfindet!

Anspieltipps:
„Creatures Of The Night“, „The Thirteen Nails“, „Dusk Of Dawn“ und „Soul Reaver“

Jannis

SAINTS & SINNERS – Same (RG Zeitmaschine)

Trackliste:

01. Shake
02. Rip It Up
03. Walk That Walk
04. Takin´ My Chances
05. Kiss The Bastards
06. Wheels Of Fire
07. Lesson Of Love
08. We Belong
09. Intro – Frankenstein
10. Frankenstein
11. Slippin´ Into Darkness

Spielzeit: 51:11 min – Genre: Hardrock – Label: Aquarius Records – VÖ: 1992 – Page:

Es war vorbei, bevor es richtig angefangen hat. Dieses Schicksal ereilte unzählige Hardrockbands zu Beginn der Neunziger. Eine davon war SAINTS & SINNERS, die 1991 von SWORD-Sänger Rick Hughes gegründet wurde und die ein Jahr darauf mit ihrem gleichnamigen Debüt herauskam. Dieses wurde von ALDO NOVA produziert, den Draht zu ihm hatte Keyboarder Jesse Bradman, der schon mit dem Gitarrenvirtuosen gespielt hatte und auch sonst mit Bands wie NIGHT RANGER oder UFO die Welt gesehen hatte.

Auf „Saints´n Sinners“ frönte der Fünfer aus Montreal einer Mischung aus SKID ROW , TYKETTO, dem HARDLINE-Debüt und XYZ – es wurden mit „Walk That Walk“, „We Belong“ und „Takin´ My Chances“ drei Singles ausgekoppelt, von denen keine etwas reißen konnte. Kein Wunder, denn die Zeit für derartige Musik war einfach abgelaufen. Auf MTV – dem immer noch einflussreichsten Kanal, um von der breiten Masse wahrgenommen zu werden – fand diese Musikrichtung nur noch sporadisch statt.  Zudem machte man den Fehler, einen der besten Songs sträflicherweise an das Ende des Albums zu stellen und ihn auch nicht auszukoppeln. „Slippin´ Into Darkness“ hatte alles, was ein Hit haben musste: unwiderstehliche Melodien, tolle Arrangements, große Chöre und natürlich – wie das ganze Album – einen erstklassigen, kraftvollen Sound. Und doch ist die Essenz der Kanadier so viel mehr als nur dieser eine Song.

Nach diesem einen Album löste sich die Band 1993 aufgrund der grassierenden Grungewelle frustriert auf. Sowohl Rick Hughes als auch Stephane Dufour veröffentlichten im Laufe der 2000er einige Soloalben während Martn Bolduc und Jeff Salem komplett aus der Szene verschwanden. Jesse Bradmann versuchte mit Bands wie JESSE´s POWERTRIP oder INNOCENT sein Glück – dieses war aber ebenso von kurzer Dauer wie das von SAINTS & SINNERS. Deren Vermächtnis ist und bleibt das superbe, selbstbetitelte 1992er Album, das bis dato auf einen Re-Release wartet. Schade eigentlich…

Stefan

JAIME KYLE – Wild One

Trackliste:

01. Wild One
02. Driving With The Brakes On
03. Change
04. Blue Night
05. Perfect Love
06. Lie
07. Kiss Dirt
08. Not About Love
09. Body Of Gold
10. Dirty Goodbye
11. Broken
12. Happy Town

Spielzeit: 48:34 min – Genre: Rock – Label: Cargo – VÖ: 25.11.2023 – Page: www.facebook.com/jaime.kyle.1

 

Endlich habe ich das vierte offizielle Album von JAIME KYLE, einer Rocklady aus den USA die nicht nur auf gutes Aussehen beschränkt werden sollte. Denn JAIME hat mehr drauf als nur gut auszusehen, sie ist durchaus auch in der Lage geile Rocknummern zu schreiben und einzuspielen. Was JAIME in der Vergangenheit, besser gesagt in den 1990ern schon eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat. Die Alben „The Passionate Kind“ von 1990, „Back From Hollywood“ von 1996, „Untangled“ und der Best Of Zusammenstellung „Best Of My Heart“ (letztere eine sehr gute Zusammenstellung der ersten beiden Alben umfasst) von 1999. Auf diesen Alben bewies JAIME das sie im Stande ist sehr gute Songs zu produzieren.

Auf dem aktuellen Output sind neben JAIME an Gesang und Gitarre zu viele Musiker beteiligt, diese aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Was bietet JAIME also, sehr gut gemachten Mainstream Rock mit Einflüssen von Country und Blues Rock der bestens ins Ohr geht. Im Fokus stehen glasklar die kräftige und raue Stimme von JAIME und das Riffing der Gitarren. Vergleichen kann man mit den Vorgängern, BRYAN ADAMS, BRUCE SPRINGSTEEN, MELISSA ETHERIDGE, ALANNAH MYLES, TOM PETTY oder Gitarren lastige QUARTERFLASH. Hier wird der Mainstream Rock mit Country oder Blues Einflüssen aufgepeppt und aufgewertet. Es werden auch mal wenn es bluesig wird wie z. B. bei „Driving With The Brakes On“ die Hammond und ZZ TOP Riffing mit eingestreut. Egal ob jetzt reiner Mainstream, angebluest oder mit Country Flair ausgestattet sind alle Songs Sau gut geworden. Oder bei „Body Of Gold“ könnte man meinen JANIS JOPLIN und die BLUES PILLS haben mit JAIME eine Co-Produktion eingespielt.

Die kräftige Stimme JAIMEs und das coole Riffing erzeugen mit ihren Melodien, den Nebendarstellern Keys, Bass und Drums eine beeindruckende Soundkulisse die jedem Anhänger der oben genannten Vergleiche schmecken sollte. Ohne Ausnahme gehen die Songs runter wie Öl und es ist nicht mal im Traum daran zu denken einmal die Skip Taste am CD Player zu nutzen um einen schlechteren Song zu überspringen, denn einen solchen sucht man auf „Wild One“ vergeblich.

Außer hübsch kann die Rocklady auch ganz gewaltig Rocken und geile Songs produzieren. Ein weiteres Glanzstück für den Lebenslauf von JAIME KYLE. Nach 23 Jahren Pause hätte ich diese Qualität nicht erwartet. Mir war klar das nichts schlechtes oder Müll von JAIME kommen würde aber so einen Hammer hätte ich nach der langen Pause nicht erwartet.

Mit „Wild One“ legt JAIME gleich mal einen eingängigen Disco und Radio kompatiblen Song vor, „Driving With The Brakes On“ ein fast schon dreckiger Bluesrotzer mit geilen Hammond Sounds. „Change“ ein langsamer Rocker mit geilem Riffing, mit der Ballade „Blue Night“ werden gefühlvolle Töne angeschlagen. „Perfect Love“ cool und kräftig irgendwo zwischen Country / Southern / Blues Rock, „Lie“ ein Riffmonster. „Kiss Dirt“ wieder so ein geiler und eingängiger Song für die Disco und Radio, „Not About Love“ eine sehr ruhige Ballade mit Gefühl. „Body Of Gold“ ein frecher Bluesrotzer mit geilem Refrain und wieder mal Disco- und Radiofutter, „Dirty Goodbye“ flott, riffig und intensiv. „Broken“ irgendwo zwischen harter Ballade und Rocker, „Happy Town“ ist wieder ein Happy Feel Good Song der sich bestens im Radio machen würde.

Balle

NEPTUNIZE – Faltering Glamour (EP)

Trackliste:

01. All Is Vanity
02. Digital Jester
03. Gone Daft
04. Roamer In The Night
05. Fly Now Black Bird

 

 

 

 

Spielzeit: 22:42 min – Genre: Progressive Psychedelic Rock – Label: Eigenveröffentlichung – VÖ: 17.11.2022 – Page: www.instagram.com/neptunize

 

Draußen ist es kalt, draußen ist es dunkel, die Weihnachtsferien neigen sich dem Ende entgegen und angesichts all dessen ist jetzt wohl die Zeit, um noch ein zwei Tage im winterschlafartigen Ruhemodus zu verbringen. Diesen Modus kann man perfektionieren: mit einem Glühwein bei gedimmter Beleuchtung auf dem Sofa oder, je nach Blick, spät abends am Fenster – und mit der neuen EP von NEPTUNIZE in der Anlage.
Das Soloprojekt von Mert Güner aus Istanbul wurde 2015 gegründet und hat nun die EP „Faltering Glamour“ in Eigenregie rausgebracht. Soundtechnisch kann sich das Ding absolut sehen lassen. Musikalisch ist man zwischen Neo-Prog Rock und Psychedelic Pop unterwegs, was nach einer spannenden Mischung klingt und ebenjenes ist.
Gemäß der zehn Gebote der Album/EP-Veröffentlichungen ist der Opener generell von härterer Gangart. So auch aus „Faltering Glamour“, was aber nicht viel heißen will – „All Is Vanity“ ist lediglich der am wenigsten ruhige Track, der sich ein bisschen musikalisches Gezappel und ein wenig mehr Action gönnt, als der Rest des Albums. Das macht er gut und deutet schonmal an, wohin die Reise geht: viele Synthesizer, viel Sounddesign, teils Vocaleffekte, meist analoges Schlagzeug, Gitarren nicht zwangsläufig, sondern eben nur dort, wo für den Sound von NEPTUNIZE benötigt.
Ab Track 2 wird es noch etwas ruhiger. Über Midtempo kommt hier praktisch nix mehr, oftmals sind die Arrangements sehr „klein“ und zurückhaltend und meist reicht Mert ein simpler, schön umgesetzter Vierertakt, um seine Musik zu transportieren. Dann wiederum gibt es die großen, vollen Klangmomente, die ruhige, schöne Gesangsmelodien tragen, und Situationen, in denen sich das Klangbild eines Songs schleichend durch den hintergründigen Wechsel von Synths wandelt und weiterentwickelt. Deren Sounds sind wunderbar oldschool und geschmackvoll ausgewählt – kein cheesy Sound-Moment auf „Faltering Glamour“, der irgendwie nicht im Sinne des Albums wäre. Und all das – das sehr starke Sounddesign, die ruhig-hypnotischen Melodien, die längeren instrumentalen Parts, die Synthsound-Auswahl, die gute Vocal-Produktion – macht „Faltering Glamour“ letztendlich ab der ersten Minute, aber besonders ab Track 2, zu einem extrem atmosphärischen kleinen, nicht verkopften Gesamtkunstwerk, das eine melancholisch-positive Stimmung sondergleichen hervorzurufen vermag und unbedingt in gemütlicher Umgebung ohne Ablenkung genossen werden sollte.

Fazit:
„Faltering Glamour“ ist wie eine dicke Decke an kalten Tagen. Die ersten paar Minuten fühlt sie sich noch ein bisschen fremd an, etwas kühl. Doch dann ist sie auf einmal einfach nur maximal komfortabel und man würde eigentlich gerne ewig drinbleiben. Keins Anspieltipps, weil In-Gänze-hör-Platte, aber wenn man nicht genau weiß, ob man die Zeit in die Platte investieren will, starte man am besten bei „Digital Jester“.

Jannis

TALENTSCHMIEDE: Phry McDunstan

 

Band:
Phry McDunstan

Gegründet:
2021

Herkunft:
Köln

Mitglieder:
Phry McDunstan – Produzent, Songwriter, Gitarre, Backgroundvocals und Bass

Stil:
Moderner Rock mit Einflüssen aus Blues, Funk und Metal

Veröffentlichungen:
EP „Coming Up For Air“ 2021
EP „Time And Time Again“ 2022

Einflüsse:
Guns N‘ Roses, Alice In Chains, Soundgarden, Pink Floyd, Joe Satriani, Jeff Beck

Was ich die nächsten fünf Jahre erreichen möchte:
Ich möchte mir eine so große Zielgruppe erarbeiten, dass es sich für mich lohnt, live zu spielen und zu touren, denn direkt für ein begeistertes Publikum zu spielen, erfüllt mich am aller meisten.
Auf Grund schlechter Erfahrungen mit unzuverlässigen Musikern in vergangenen Projekten habe ich mir geschworen, nur noch mit Profimusikern zu spielen. Eine professionelle Backingband muss jedoch bezahlt werden und das sollte einfach kein Verlustgeschäft sein.

Was als nächstes kommt:
Ich werde für diese EP nach der ersten Singleauskopplung noch weitere Musikvideos veröffentlichen. Die nächste Single heisst „Trainwreck“ und das dazugehörige Video haben wir an einem stillgelegten Bahnhof mit sehr alten ausrangierten Zügen und einer restaurierten Dampflok gedreht, was zu einer sehr coolen Atmosphäre beigetragen hat.

Meine beste Erfahrung bis jetzt:
Mit der Hilfe eines fantastischen Musikcoachingprogramms namens „Modern-Musician“ habe ich mir bereits eine tolle Community aus wunderbaren Fans aufbauen können. In meiner Street-Team-Gruppe auf Facebook teilen wir die unterschiedlichsten Dinge, von unserer Lieblingsmusik über unsere Lieblingskonzerte bis hin zu Fotos und Geschichten über die Dinge, die wir unternehmen.
Es fühlt sich super an, so viele unterschiedliche Menschen kennen zu lernen und mit ihnen regelmäßig zu kommunizieren.
Dabei habe ich schon viele Menschen kennen lernen dürfen, die es durch sehr schlimme Zeiten geschafft haben, ohne ihren Mut zu verlieren,
und sich immer wieder aufs neue motivieren gelernt haben. Diese Menschen beeindrucken mich sehr und bereichern diese Gruppe enorm!

Mein peinlichster Moment:
Vor vielen Jahren, bei einem meiner aller ersten Konzerte mit meiner alten Band „Mars Face“ ist unser Drummer bei meinem Gitarrensolo aufs Klo gegangen und nicht rechtzeitig wieder zurückgekommen. Ich hatte den nächsten Song bereits angespielt und nicht gesehen, dass er noch nicht am Schlagzeug saß. Wir mussten ihn erst ausfindig machen und den Song dann nochmal starten.

Mit wem ich gerne ein Bierchen trinken würde und warum:
Abseits von den vielen musikalischen Vorbildern die ich habe und mit denen es auf jeden Fall Spaß machen würde, was zu trinken und zu feiern, würde ich gerne mit Jordan Peterson was trinken gehen. Seine Vorträge und Bücher haben mich immer sehr begeistert und ich denke, dass ich dabei nicht nur großen Spaß haben würde, sondern auch eine Menge wichtige Dinge von ihm lernen könnte.

Wenn ich mir eine Band aussuchen könnte, mit der ich auf Tour gehen dürfte:
Ich würde am liebsten mit Alice In Chains touren. Sie sind die letzte große richtige Grungeband, die sich stilistisch treu geblieben sind und dennoch immer weiter entwickelt haben, trotz der vielen Rückschläge, die ihnen passiert sind.
Ihre Musik bedeutet mit sehr viel und hat mir in der Vergangenheit durch schlechte Zeiten geholfen, da ich mich sehr mit Jerry Cantrells Texten identifizieren kann. Ich würde jeden Abend neben der Bühne stehen und mir ganz genau ihr Set anhören!

Das Beste daran, in einer Band zu spielen/Musiker zu sein:
Ich bin sehr dankbar dafür, dass sich kein Tag, an dem ich etwas für meine Musik tue – sei es zu üben, zu schreiben, aufzunehmen, Werbung zu machen und auch Gitarre zu unterrichten – nach Arbeit anfühlt.

Das Schlimmste daran, in einer Band zu spielen:
Für mich als sehr ambitionierter Musiker war es bisher immer schwer Gleichgesinnte zu finden, die auch die selbe Musik machen möchten, wie ich. Ich hoffe sehr, dass sich das in Zukunft einmal ändern wird.

Online:
Website: music.phrymcdunstan.com
Facebook: www.facebook.com/phrymcd
Street Team Gruppe: www.facebook.com/groups/phrymcdunstan

Musik:
Spotify: www.open.spotify.com/artist/448v2qeuqmr9zJSuPMxIyr?si=hoPkK6shSG2_oMYPTT9wig&nd=1
Youtube: www.youtube.com/phrymcdunstan
Soundcloud: https://soundcloud.com/phry

Interview Arrayan Path

(English version below)

ARRAYAN PATH aus Zypern sind in der Rock Garage alte Bekannte. Nach 25 Jahren Bandgeschichte haben die Epic-Power-Metaller nun ihr erstes echtes Konzeptalbum veröffentlicht, das in unserer Review-Abteilung absolut zurecht die Höchstwertung erhielt. Höchste Zeit, nicht immer nur über ARRAYAN PATH zu sprechen, sondern auch mal mit ihnen – genauer gesagt, mit ihrem Sänger und Bandleader Nicholas!

Jannis: Hey Nicholas! Zuerst einmal: Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst. Nachdem ich jetzt schon vier Eurer Alben rezensieren durfte, freue ich mich, auch einmal mit einem der Verantwortlichen persönlich zu sprechen. Also, Glückwunsch, „Thus Always To Tyrants“ ist draußen, die Reaktionen von Fans und Presse kommen rein. Zufrieden damit?

Nicholas: Hey! Ja, absolut, die Reviews waren super bislang! Möglicherweise die besten, die wir je für ein Album bekommen haben.

Jannis: Ach edel, dann bin ich nicht alleine mit meiner Meinung. Von den vier neusten Veröffentlichungen von Euch ist „Thus Always To Tyrants“ diejenige, der ich einfach die Höchstwertung geben musste. Sagen wir, ich liege damit richtig: Wie kommt’s? Gab es irgendwelche Neuerungen im Schaffensprozess?

Nicholas: Um ganz ehrlich zu sein: Wir haben nicht bewusst versucht, etwas anders zu machen. Wir haben einfach gemacht, was wir immer machen und versucht, die bestmöglichen Songs zu schreiben. Dabei sei aber gesagt, obwohl ich all unsere Alben liebe, wird das hier von den meisten als eins unserer besten wahrgenommen.

Jannis: Vielleicht hat auch sein Konzept dazu beigetragen. „Thus Always To Tyrants“ wird beworben als ARRAYAN PATHs erstes echtes Konzeptalbum. Was brachte Euch dazu?

Nicholas: Das ist etwas, was ich schon seit längerer Zeit mal machen wollte – ein Album zu schreiben, dessen Handlung in chronologischer Abfolge stattfindet. Ich bin ein großer Fan von Alben wie KING DIAMONDs „Conspiracy“ und „Them“ und wollte sowas einfach mal selbst machen. Und ein Buch schreiben konnte ich nicht, dann eben mit Musik! Ausgewählt haben wir die Geschichte von König Evagoras. Das ist eine Geschichte aus der Vergangenheit meines Landes. Darüber haben wir noch nie etwas geschrieben, wurde also echt Zeit!

Jannis: Wie eine andere Rezension zu Eurem neuen Album schrieb: „Das ist Progressive-offener Power Metal für eingefleischte Kenner und Nerds und jeder mit einem IQ unter 140 kann jetzt den Raum verlassen.“ Und während ich nicht weiß, ob ich dem wirklich zustimme, weil ich das Album sehr mag, aber sicherlich den Raum verlassen müsste, hat „Thus Always To Tyrants“ viele komplexere Bestandteile hinsichtlich Songwriting, musikalischer Details, Strukturen, und viele smarte Ideen, was Sounddesign und Arrangements angeht. Ist auf jeden Fall nicht das normale „Billige Emotionen“-Power-Metal-Album. Kannst Du ein bisschen über den Songwriting-Prozess für die Platte erzählen, wer involviert war und wie der Prozess vonstatten ging?

Nicholas: Findest Du die Songs wirklich so komplex? Unsere Gesangsmelodien sind ziemlich eingängig, hin zu dem Punkt, wo die schmale Grenze zu den Standards von Metal fast überschritten wird. Ich würde sagen, BLIND GUARDIAN sind für mich komplex. Aber ich verstehe, was Du meinst. Wir haben in jeden Song ein paar überraschende Parts eingebaut, weil, wie Du sagtest, wir nicht wie die typische Power-Metal-Band klingen wollen. Was das Songwriting angeht: Normal kommen die Gesangsmelodien zuerst. Dann geht es in Zusammenarbeit daran, die Arrangements auszuarbeiten und die Strukturen zu formen. Auf die Weise haben wir das von Anfang an gemacht, und so läuft es für alle am besten.

Jannis (nun all seine bisherigen Ansichten zu Komplexität in Musik überdenkend): Zum Thema „überraschende Parts“: Auf der einen Seite fühlt sich Eure Musik für mich eher dramatisch und ernst an. Aber fast jedes Album, das ich bislang von Euch gehört habe, bringt mich an ein paar Stellen doch zum lachen, wenn zum Beispiel ein majestätischer, Orchester-reicher Part plötzlich von einem simplen, asozial-trockenen Riff abgelöst wird, das komplett aus dem Nichts kommt. Ist Humor eine Sache bei Eurem Songwriting oder liegt das nur an meinem unter-140-IQ?

Nicholas: Haha! Nun, wenn wir Dich unterhalten können, ist das doch eine gute Sache! Meinen Humor trifft es eher, irgendwelche generischen Power-Metal-Bands zu hören, die bereits verwendete Melodien stehlen und sie uns dann als ihre eigenen verkaufen.

Jannis: Eine eher unoriginelle Frage an dieser Stelle, aber angesichts Eures individuellen Stils doch interessant: Was würdest Du als die musikalischen Einflüsse von ARRAYAN PATH bezeichnen? Scheinen mir nicht METALLICA/MOTÖRHEAD zu sein.

Nicholas: Wir holen uns unsere Einflüsse aus ganz verschiedenen Genres, aber unser größter ist IRON MAIDEN!

Jannis: Siehst Du denn die Chance, ARRAYAN PATH in Zukunft mal auf Tour zu sehen? Das war ja bislang meines Wissens immer ein ziemliches Privileg, bei gerade mal fünf auf Facebook gelisteten Konzerten in der Vergangenheit über sechs Jahre.

Nicholas: Vermutlich nicht, wir sind keine Tour-Band. Lieber mal ein paar Konzerte hier und da. Aber wir reflektieren immer unsere Optionen und entscheiden, ob es den Brassel wert ist. Aber insgesamt sind wir halt echt eher eine Studio-Band.

Jannis: Fast geschafft, letzte Frage: Gibt es irgendeinen Traum für ARRAYAN PATH, den Du wirklich gerne Realität werden sehen würdest?

Nicholas: Mein einziger Traum in der Hinsicht ist, weiterhin Inspiration für unsere zukünftigen Alben zu haben. Ich meine, klar werden nicht alle von ihnen auf dem gleichen Level sein, manchmal spielen ja auch andere Faktoren mit rein. Aber ich hoffe, dass ich in der Zukunft noch bessere Sachen schreiben kann. Und ich wünsche mir, dass unsere Musik weiterlebt und Gehör findet, selbst wenn die Band eines Tages nicht mehr ist.

Jannis: Noch einmal vielen herzlichen Dank für das Interview! Die letzten Worte gehören Dir – Zeit für schamlose Eigenwerbung, radikale politische Statements oder eine sehr kurze Abhandlung über Dein Lieblingstier!

Nicholas: Wir hoffen, Ihr habt unser Album genossen. Spielt es weiterhin, spielt es laut! Zerstört die verdammten Boxen! Ich mag Tiger, nebenbei.

ARRAYAN PATH from Cyprus are no strangers to the Rock Garage. After 25 years of band history the epic power metallers have now released their first real concept album and gained a perfect rating in our review, well deserved. No doubt: It’s about time to stop talking about ARRAYAN PATH for a bit and instead talk with them – more precisely to their singer and band leader Nicholas!

Jannis: Hey Nicholas! First of all, thank you so much for taking your time to do this interview with us. After reviewing four ARRAYAN PATH albums I’m really happy to talk to the mind behind the art (or one of the minds). So, congratulations, „Thus Always To Tyrants“ is out and reactions from fans and press are coming in. Do you like what they say?

Nicholas: Hi! Yes, reviews have been great so far! Probably the best ones we’ve had in our whole career.

Jannis: Okay nice, so I’m not alone with my opinion! Compared to the previous three releases, „Thus Always To Tyrants“ is the one that I really couldn’t help but give a perfect rating. Let’s assume my rating is correct and TATT is really the strongest of those four albums: How come? Was there anything different regarding the development?

Nicholas: To tell you the truth, we did not consciously try to make it different. We just did what we always do; try to write the best songs possible. That said, although I love all our albums, this one is perceived by most to be one of our best.

Jannis: Maybe also because of it’s concept. „Thus Always To Tyrants“ is being promoted as ARRAYAN PATH’s first real concept album. What made you take this step?

Nicholas: It is something I wanted to do for a while now. To compose an album that follows a chronological order. I am a big fan of albums like “Conspiracy” and “Them” and I wanted to do that as well. I couldn’t write a book, so I did it with music! We chose the story about King Evagoras. It is a story from the history of my country. We have never written anything about my country, so it was about time!

Jannis: As a fellow reviewer wrote about your album: „This is progressive-minded power metal for diehards, jocks and anyone with an IQ under 140 can leave the hall.“ And while I’m not completely on his side, as I for sure would have to leave the hall, „Thus Always To Tyrants“ has a lot of complex song structures, complex songwriting, a lot of sophisticated ideas and details regarding composition and sound design and can hardly be considered your average „cheap emotions“ Power Metal album. Can you tell me about the songwriting process for „Thus Always To Tyrants“? Who was involved and how did the composition evolve?

Nicholas: Do you really think they are so complex? Our vocal lines are quite catchy, to the point where it balances on a thin line for the standards of metal music. I mean, Blind Guardian for me is complex. However, I understand what you mean. We have added extra parts (surprises) in each song because, as you said, we don’t want to sound like a typical power metal band. As for the song-writing, we usually write voice melodies first. Then the 3 of us start arranging the songs and forming the structures. We have followed this method from the beginning, and it works better for everyone.

Jannis (now re-evaluating his understanding of complexity in music): About these surprise parts: While your music feels rather dramatic and serious to me, almost every album of yours I’ve listened to has me laughing at a few points, for example when a majestic, heavy-on-orchestra part suddenly breaks down into a dry and simple riff that hits you by surprise. Is humour a thing for you regarding the composition or is this just because of my sub-140 IQ?

Nicholas: Haha! Well, if we can entertain you that’s a good thing. I usually find different things funny, like hearing generic power metal bands, stealing already used melodies and pushing them to our face as their own. Oh well..

Jannis: A rather unoriginal question at this point, but one worth asking regarding your individual style: What are the musical influences of ARRAYAN PATH? Doesn’t seem to be the usual METALLICA/MOTÖRHEAD ones.

Nicholas: We draw influences from many genres, however, our biggest influence is Iron Maiden!

Jannis: Is there any chance for some kind of ARRAYAN PATH tour in the future? As far as I know, catching you live has always been a real privilege with five gigs listed on Facebook in the last six years.

Nicholas: Probably not, we’re not a touring band. We prefer a few concerts here and there. But we always evaluate our options and decide if it’s worth the trouble or not. In general though, we are more of a studio band.

Jannis: Almost done, last question: Is there any dream for ARRAYAN PATH that you would really wish to become reality one day?

Nicholas: My only dream is to keep having inspiration for our future albums. I mean, I know that not all our albums will be at the same level. Sometimes it’s other things as well. But I hope to be able to write even better stuff in the future. And I want our music to live on and be recognized, even after the band is no more.

Jannis: Once again, thank you very much for this interview! The last words belong to you – time for some shameless self-promotion, radical political statements or a very short essay about your favourite animal!

Nicholas: We hope you enjoyed our album and we ask you to keep playing it loud! Blow the damn speakers! I like tigers by the way.

TALENTSCHMIEDE: Zygann

Band:
Zygann

Gegründet:
2022

Herkunft:
Pforzheim

Mitglieder:
Thomas Zigann (Gitarre, Gesang, Songwriting)
Uwe Spinler (Bass, Gesang)
Peter Ikert ( Gitarre, Gesang)
Sascha Ossmann (Schlagzeug, Gesang)
Aktuell suchen wir noch einen Keyboarder.

Stil:
Melodic Rock, AOR

Veröffentlichungen:
On my way home

Einflüsse:
Foreigner, Journey, Saga

Was wir die nächsten fünf Jahre erreichen möchten:
Viele Live-Gigs spielen, noch einige Songs und Videos veröffentlichen.

Was als nächstes kommt:
Geplant und in Vorbereitung ist eine EP.

Unsere beste Erfahrung bis jetzt:
Der Videodreh und die Veröffentlichung von „on my way home“.

Unser peinlichster Moment:
Den hatten wir noch nicht, zumindest nicht in dieser Band.

Mit wem wir gerne ein Bierchen trinken würden und warum:
Mit den Leuten die unsere Musik mögen und an uns glauben.

Wenn wir uns eine Band aussuchen könnten, mit der wir auf Tour gehen dürfen:
Thomas hatte ja bereits Gelegenheit und war in den Neunzigern mit seiner damaligen Band Mason mit Doro auf Tour. Vorstellbar ist für uns aktuell, als Support egal welcher Band dabei zu sein.

Das Beste daran, in einer Band zu spielen:
Immer noch live auf der Bühne zu stehen und das Publikum abholen und mitnehmen, auch wenn es heute auch andere Möglichkeiten gibt, sich zu präsentieren.

Das Schlimmste daran, in einer Band zu spielen:
Wenn´s für die Band super läuft, bleibt vielleicht privat so einiges auf der Strecke, hier die richtige Balance finden ist da, glauben wir, ganz wichtig.

Online:
Website: www.Zygann.com

Musik:
Spotify: www.open.spotify.com/artist/23mangMlQEIilgvFuAZmrv
Youtube: www.youtube.com/watch?v=Gfajo1j9mPM

Live-Dates:
Sind in Planung für 2023