T.U.R.N – The United Rock Nations

Band: T.U.R.N.
Album: The United Rock Nations
Spielzeit: 37:42 min
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Eigenvertrieb
Veröffentlichung: 22.02.2021
Homepage: www.facebook.com/theunitedrocknations

Die Zeiten sind alles andere als einfach. Das muss mittlerweile wirklich jeder zugeben. Speziell die Unterhaltungsindustrie, Bands, Konzertveranstalter usw. trifft es enorm hart. Neue Releases werden verschoben, an Live Auftritte ist gar nicht mal zu denken und selbst das Aufnehmen neuer Musik wird schwierig, sofern man auf die Dynamik und Interaktion einer Band in einem gemeinsamen Raum schwört, also quasi auf die althergebrachte Methode steht. Nun gibt es natürlich noch weitere Möglichkeiten, Musik zu kreieren und aufzunehmen. Im Zeitalter des Internets sind Projektarbeiten schon seit vielen Jahren selbst bei großen Plattenfirmen eine oft angewandte Variante. Da liegt es nahe, dass sich Projekte zusammenfinden, die sich noch nie persönlich getroffen haben. Ob das bei THE UNITED ROCK NATIONS (T.U.R.N.) der Fall ist, weiß ich nicht, Fakt ist aber, dass sich hier Musiker aus den USA, Großbritannien und Schweden zusammengefunden haben, die trotz der großen Entfernungen zueinander eine neue Band am Start haben.

Ausgehend von Bassist Hammer Head in den USA und Sänger Daniel Valberg in Schweden firmierte das Duo anfangs als Cover Projekt. Als der Brite Graham Lane (guitars, keyboards) dazu stieß, überlegten sich die Protagonisten, eigene Songs zu schreiben. Komplettiert werden T.U.R.N. Von Hammer Head´s Bruder Des Samita (guitars) und Spencer Langley (drums), ebenfalls aus den USA.

Zehn Songs finden sich auf dem selbstbetitelten Erstling, die innerhalb der letzten drei Jahre entstanden sind. Von Schnellschuss kann also keine Rede sein. Stilistisch steckt sich das internationale Projekt seine Grenzen innerhalb von Bands wie DEF LEPPARD, den SCORPIONS, GUNS´N ROSES, VAN HALEN und SKID ROW. Ganz klassisch also.

Mit forschem Riffing knallt der Opener „Demons“ los. Irgendwo zwischen NWOBHM und GUNS´N ROSES pendelt sich der Song ein. „Unreal Dreams“ hat ungleich mehr Gute-Laune Potential. Cooler Song. Das folgende „Can´t Keep Me Away“ wurde schon vorab veröffentlicht und schlägt in eine ähnliche Kerbe. Sänger Daniel Valberg kann hier bisher am besten punkten. Immer, wenn er „nur“ einen auf Axl Rose macht, wird es leicht nervig – dabei hat der Kerl einiges mehr zu bieten – wie eben bei „Can´t Keep Me Away“. Kuschelig wird es bei „Stormy Nights“, dass die Jungs auch Balladen können, zeigen ebenfalls Stücke wie „Shine“. Dazwischen gesellen sich Rotz-Rocker wie „Forgotten Souls“, aber auch schwächeres Material („Livin In Chains“, „Love Shack“ etc.).

Was bleibt unterm Strich? Der klangvolle Name THE UNITED ROCK NATIONS weckt hohe Erwartungen und klingt eher nach Supergroup als nach einem Newcomer. Soweit hat der Fünfer also einiges richtig gemacht. Soundmäßig wäre Hilfe von Außen sicherlich besser gewesen, die Platte klingt verhältnismäßig dünn. Auch hier haben die Jungs alles selbst gemacht. Aber: Der ein oder andere Song lässt aufhorchen und zeugt davon, dass T.U.R.N. was auf dem Kasten haben. Dranbleiben!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

1. Demons
2. Unreal Dreams
3. Can´t Keep Me Away
4. Stormy Nights
5. Living In Chains
6. Love Shack
7. Shine
8. Forgotten Souls
9. Potion Of Endless Love
10. Children Of This Time

Stefan

DOPPELBOCK – News

Neues Video „Fürst der Welt“

Unsere Hessen-Jungens von DOPPELBOCK (die Band mit dem Akkordeon) haben ihre nächste Single „Fürst der Welt“ aus dem kommenden Album „So Schön“ veröffentlicht. Das Album erscheint am 28.05. und wir natürlich in eurer Rock Garage besprochen.

Mehr Worte für „Fürst der Welt“ braucht es nicht, einfach mal wirken lassen…

KINGS WINTER – Edge of Existence

Band: Kings Winter
Album: Edge of Existence
Spielzeit: 38:49 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 01.05.2021
Homepage: www.kingswinter-music.com

2019 überraschte das Metallerehepaar Jule und Tobias Dahs (LEVIATHAN) ihre Fans mit ihrer Debüt EP „Forging Catalcysm“ ihrer Familienband KINGS WINTER.
Auf dieser zockte man klassischen Melodic Metal, sehr ungewöhnlich für die Beiden!
Nun hat man das erste vollständige Album am Start welches „Edge of Existence“ heißt. Auf diesem verfolgt man den musikalischen Weg der Debüt EP weiter, stellt sich aber breiter auf und luckt immer mal wieder in Thrash oder Deathmetalgefilde rüber.
Neu in dem bisherigen Duett ist mit Marco Vanga (GREYDON FIELDS) ein echter Schlagzeuger.
Widmen wir uns nun mal der neuen Schiebe. Mit dem gesprochenen Intro „Living Systems“ beginnt die wilde Fahrt bevor dann direkt der Titeltrack „Edge of Existence“ folgt. Hier merkt man direkt das man nicht mehr so stark im Melodic Metal unterwegs ist wie noch auf dem Debüt. Es gibt die ein oder anderen Growls von Jule und auch ansonsten ist hier ganz klar etwas mehr Härte zu finden.
Aber die Melodic ist hier auch nach wie vor vorhanden und gerade der Chrous gräbt sich metertief in die Gehörgänge!
Wesentlich mehr in die Richtung des Debüts geht dann das folgende „Kingdom of the Blind“. Hier ist man wieder absolut im Melodic Metal unterwegs und weiß auch direkt zu gefallen.
Der Mittelteil ist dann sehr abwechslungsreich gehalten. Hier finden wir straighte Nummern wie „The Next in Line“ oder „Ghost in this Machine“ aber auch etwas komplexere Songs wie „The Human Dynasty“.
Bei allen zieht man sich sehr beachtlich aus der Affäre und es ist eine klare Steigerung vom Songwriting und der Variabilität her im Vergleich zum Debütalbum zu erkennen.
Das letzte Drittel hat dann mit dem melodischen „Crusaders of Today“ und dem epischen „Dangerous Ashes“ auch noch zwei weitere klasse Songs zu bieten bevor mit „Discard the Ashes“ das erste Fullenght Album von KINGS WINTER zu Ende geht.

Anspieltipps:

„Edge of Existence“, „Kingdom of the Blind”, “Ghost in this Machine” und “Crusaders of Today”.

Fazit :

Was man dem Ehepaar Dahs nicht absprechen kann ist der Mut sich weiterzuentwickeln! Auf ihrem ersten kompletten Album zeigt man das man sehr variabel unterwegs ist und nicht auf dem Melodic Metalzug weiterfährt wie bisher.
Das mag den ein oder anderen Fan der Debüt EP nicht so passen, zeigt aber einfach das Potential der Beiden.
Mir selbst fehlen so ein bisschen die absolut eingängigen Songs vom Debüt, aber ansonsten macht man hier sehr viel richtig und liefert eine insgesamt starke Leistung ab!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Living Systems (Intro)
02. Edge of Existence
03. Kingdom of the Blind
04. The Next in Line
05. The Human Dynasty
06. Ghosts in this Machine
07. Crusaders of Today
08. Dangerous Ascendancy
09. Discard the Ashes

Video zu “Edge of Existence”:

Julian

WITCHBOUND – End of Paradise

Band: Witchbound
Album: End of Paradise
Spielzeit: 59:31 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: El Puerto Records
Veröffentlichung: 30.04.2021
Homepage: www.facebook.com/Witchbound

Die Kultmetalband WITCHBOUND hatte es direkt zu Beginn schon nicht leicht! Nachdem 2013 Mastermind Harald Spengler (Ex STORMWITCH) viel zu früh verstarb beendeten seine damaligen Mitstreiter Stefan Kauffmann und Peter Langer seine Arbeit und veröffentlichten 2015 das Debütalbum „Tarot`s Legacy“.
2019 verstarb dann auch noch Lead Gitarrist Martin Winkler und so musste sich die Band erneut neu aufstellen und formieren!
Man fand mit Power Shouterin Natalie Pereira Dos Santos (Ex ENVINYA) und Tobi Schwenk zwei neue Mirkoschwinger und mit Frank Bittermann und Julian Steiner einen neuen Bassisten und Gitarristen.
Somit war die Band wieder komplett und man konnte die Arbeiten am neuen, zweiten Album „End of Paradise“ fortsetzen was nun über El Puerto Records erneut in der Walpurgis Nacht am 30.04 veröffentlicht wird.
Dann horchen wir mal in die passende Eröffnung „Prelude“ rein um dann direkt den ersten richtigen Song „Battle of Kadesh“ zu lauschen. Kraftvoll und erdig legt die Nummer los bevor das Gesangsdoppel zum ersten Mal erklingt.
Und man muss direkt festhalten das klingt super! Die Beiden harmonieren sehr gut zusammen! Natalie ist für die etwas rougheren Töne zuständig, was sie ja schon bei ENVINYA sehr eindrucksvoll demonstriert hat!
Eine tolle Verpflichtung von Beiden!
Zurück zum Song, im Chorus ist das Ganze wunderbar melodisch gehalten und begeistert somit direkt auf Anhieb. Ein sehr ordentlicher Einstieg würde ich sagen.
„Interstellar Odyssey“ im Anschluss ist dann eher ein Standardmetalsong der aber auch einen tollen Chorus besitzt der einen auch direkt in Fleisch und Blut übergeht.
Kommen wir zum nächsten Überhit, dem Titeltrack „End of Paradise“.
Die Nummer wird fast allein von Natalie getragen und der erdige und eingängige Groove tut sein Übriges, das der Song sich schnell ins Hirn frisst! Auch wenn die ständige Wiederholung des Titels irgendwann schon etwas nervt ; )
Der Mittelteil der Scheibe wird dann klar von dem harten „Torquemada“, hier kommt Natalies böse Seite wieder zum Vorschein, dem Doublebassdampfhammer „Nevermore“ und dem gefühlvollen „Sea of Sorrow“ dominiert.
Die anderen Songs sind zwar auch nicht schlecht, können aber gegen diese Hits nicht wirklich bestehen.
Mit ein paar Celtic und Folkeinflüssen ausgestattet eröffnet „Foreing Shores“ das lange letzte Drittel wo es nochmal schön abwechslungsreich zur Sache geht.
Midtemposongs wie „Dance of the Dead” oder “These Tears” geben sich die Klinke in die Hand mit dem eher rockigen „As long as we can rock“ oder dem abschließende ruhigeren „Our Hope“.

Anspieltipps:

„Battle of Kadesh“, „End of Paradise”, “Torquemada”, “Sea of Sorrow” und “As long as we can rock”

Fazit :

Ganz klar auf dem neuen WITCHBOUND Album wird dem geneigten Käufer und Fan so einiges geboten!
Vollgepackt mit sehr ordentlichen Songs und einigen Hits weiß der gesamte Diskus auf jeden Fall zu begeistern.
Natalie und Tobi sind eine bockstarke Verstärkung am Mikro und vor allem Natalie sticht mit ihrer Vielseitigkeit schön hervor und bereichert die ordentlichen Songs nochmals!
Insgesamt also eine sehr überzeugende und absolut empfehlenswerte Leistung.
Band und Genrefans mit dem Hang zu weiblichen Vocals werden hier definitiv nicht enttäuscht werden!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Prelude
02. Battle of Kadesh
03. Interstellar Odyssey
04. End of Paradise
05. Carved in Stone
06. Flags of Freedom
07. Torquemada
08. Nevermore
09. Last Divide
10. Sea of Sorrow
11. Foreign Shores
12. Dance of the Dead
13. These Tears
14. As long as we can rock
15. Our Hope

Video zu “End of Paradise”:

Julian

THE BRANDOS – Gunfire At Midnight (RG Zeitmaschine)

Band: The Brandos
Album: Gunfire At Midnight
Spielzeit: 39:44 min
Stilrichtung: Rock N Hard Folkyroll
Plattenfirma: SPV
Veröffentlichung: 1992
Homepage: www.de-de.facebook.com/people/The-Brandos/100039796811783/

 

TB eine Band aus New York vereingt Rock, Folk, Rock N Roll und Hard Rock zu einem Sound der einzigartig war, ich schreibe war weil seit den letzten beiden Alben der Sound in eine andere Richtung geht. TB veröffentlichten dieses zweite Werk 1992, zur Band gehörten damlas Aushängeschild und Ausnahmesänger Dave Kincaid und Gitarren, Ed Rupprecht ebenfalls Gitarren, Ernie Mendillo am Bass und Larry Mason am Schlagzeug.

Die Stimme Kincaids ist einzigartig ich habe selten so ein kraftvolles und ausdrucksstarkes Organ gehört, die Stimme ist rau, in anderen Momenten zerbrechlich und doch rau und voller Kraft, ganz einfach einzigartig und mit sehr hohem Wiedererkennungsfaktor. Der Sound der Band ist genauso einzigartig wie die Stimme Kincaids, mir fallen keine Vergleiche zur Umschreibung ein. Am ehesten trifft die Aussage Rock N Hardy-Folkyroll teilweise mit Hard Rock Riffs an der gestromten zu, dieser Mix ist hammermäßig und dabei eingängig wie Sau, zündet ein Feuerwerk in den Gehörgängen, groovt dabei ohne Ende.

“Gunfire At Midnight” rotzt gleich richtig los und versprüht einen ganz besonderen Charme, bei “The Solution” faucht die Stromige dermaßen Geil aus den Boxen der Song hat das gewisse Etwas. “How The Dice Fall” kommt geil Hard N Roll, “Ridin‘ The Red Eye” ein angebluester Folkrotzer, frech und vorlaut. “Anna Lee” ein eingängiger Rocker, für “We Are No Man” gilt das gleiche wie für Song #2 ein fauchender Traum an Melodie und Vocals wie sonst niergens gehört. “Forunes Of War” ein Folkrocker ohne Gnade geht voll auf die Zwölf, bei “Partners” werden balladeske Töne angeschlagen die zum Nachdenken anregen, eine gewisse tränentriefende Grundstimmung und die Vocals von Dave dazu. “The Keeper” Melodie und Vocalharmonie ohne Ende so macht Folkrock Spaß, “One-Dog Brown” haut noch mal ein Riffing aus den Boxen ein weiteres Highlight, bei “The Last Tambourine” wird kräftig gerollt.

Fazit:

Ein wahrlich starkes zweites Album was Dave mit seiner Trupper rausgehauen hat, schon alleine die Stimme ist es Wert einmal ein oder auch zwei Ohren zu riskieren. Dafür vergebe ich ein Bewertung von 9,5 Sternen. Für einen 10er hätte noch ein “The Solution” mehr drauf sein müssen.

Ein Tipp, die Alben #1, 3, 5 und 6 von The BigB krebsen bei einer Bewertung von 9 Sternen rum, also mal ein Ohr riskieren und Openminded an eine Band ran die fünf Klassiker abgeliefert haben ohne das der Band große Beachtung geschenkt wurde. Die Ausnahmen sind Album #4 und 7, diese fallen von der Qualität ein wenig ab. Mir gefallen alle Alben dieser Band, auf der Best Of sind sogar einige Akusik Versionen enthalten die sehr gut gelungen sind.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Gunfire At Midnight
02. The Solution
03. How The Dice Fall
04. Ridin‘ The Red Eye
05. Anna Lee
06. We Are No Man
07. Fortunes Of War
08. Partners
09. The Keeper
10. One-Dog Brown
11. The Last Tambourine

Balle

Joe Bonamassa News

BLUES-ROCKSTAR JOE BONAMASSA VERÖFFENTLICHT BAHNBRECHENDE LIVE-PERFORMANCE AUS NASHVILLES KULTUR-WAHRZEICHEN 

 

JOE BONAMASSA’S “NOW SERVING: ROYAL TEA  LIVE FROM THE RYMAN”

 AB 11. JUNI – ERHÄLTLICH ALS CD, DVD, BLU-RAY UND DOPPEL-LP

 

FILM VERSIONEN MIT GESPROCHENES INTRO VON JEFF DANIELS

INKL. 12 LIVE TRACKS VON EINEM DER GRRÖSSTEN BLUES ROCK GITARRISTEN UNSERER ZEIT

MIT UNVERÖFFENTLICHTEN LIVE VERSIONEN VON SONGS SEINES 24. NR. 1 ALBUMS ‚ROYAL TEA‘

 

VORBESTELLUNGEN HIER

 LISTEN/STREAM HIER

 MUSIC VIDEO SIEHT MAN HIER HIER 

“A large portion of Joe’s appeal lies in his super nerd tendencies, attention to detail and genuinely enormous breadth of chops. And you sense that he cares – really cares – about all this.”

Classic Rock

“Joe’s heartfelt performance succeeded in taking the edge off what has been an awfully long break, and there’s no doubting at all the untrammeled power of a Joe Bonamassa live performance, even in an empty room.” 8.5

Sonic Abuse 

“One of the top blues artists of the modern era… his latest projects have one foot in the past while showcasing his talents in the here and now.”

American Songwriter 

“Guitar icon Joe Bonamassa truly stole the show”

Blabbermouth 

“One very special live music presentation.”

Music Row

  

Mittwoch, 21. April 2021 – Als im vergangenen Jahr die komplette Live-Touring-Industrie auf Eis gelegt wurde, stellte Gitarrenheld Joe Bonamassa eine One-Night-Only-Show im kultigen Ryman Auditorium in Nashville, TN zusammen, die für Fans überall per Livestream übertragen wurde. Menschen aus 44 Ländern sahen sich im September 2020 diesen Live Stream an, der nun für den physischen Release neu abgemischt und gemastert wurde. “Now Serving: Royal Tea Live From The Ryman” wird am 11. Juni als CD, DVD, Blu-ray und Doppel-LP veröffentlicht. Auf der DVD bzw. Blu-ray gibt es zudem eine Filmeinführung gesprochen von Schauspieler Jeff Daniels.

Geboten werden 12 Live-Tracks, mit dem Besten aus seiner letzten Studioveröffentlichung “Royal Tea”, Joe’s 24. Nummer 1 in den Billboard Blues Charts, die in den Abbey Road Studios in London aufgenommen wurde. 3 Tracks stammen von seinem Debütalbum “A New Day Yesterday”, welches im vergangenen Jahr 20jähriges Jubiläum feierte.

Bonamassa erinnert sich an den magischen Abend und erzählt: „Ich wollte schon immer eine Show im legendären Ryman Auditorium in Nashville filmen. Unsere Band hatte die Ehre, dort in den letzten 10 Jahren 8 1/2 Mal zu spielen. Das Publikum ist immer lebendig und elektrisierend, es hängt an jedem Wort und jeder Phrase. Es fühlt sich an wie der großartigste, intimste Gig, den man je machen wird, aber es sind 2.300 Menschen, die diese Freude und musikalische Reise teilen. Ich liebe diesen Ort, denn er ist ein nationaler Schatz und egoistischerweise ganz in der Nähe meines Hauses. Aber das ist nur die halbe Geschichte. Wir haben Euch vermisst. So großartig es auch ist, in irgendeiner Funktion auf dieser Bühne zu stehen, IHR, die Fans, macht es zu etwas Besonderem. Ihr seid ein Teil der Show und ein großer Teil davon. Als diese Show live gefilmt wurde, waren fast 100.000 Augen auf der ganzen Welt vor Fernsehern und Computern auf uns gerichtet, in den verschiedensten Formen. Aber Sie waren nicht mit uns im Raum.“

In normalen Zeiten fasst der legendäre Veranstaltungsort normalerweise 2.300 Personen, aber für einen einzigen Abend hatte die wirkliche Menschenmenge die Größe eines großen Stadions, und intern war fast jeder Sitzplatz mit einem speziell angefertigten Pappausschnitt eines Fans besetzt. Die Veranstaltung verkaufte über 17.000 Tickets, erreichte ein globales Publikum und brachte Menschen aller Kulturen in einer Zeit zusammen, in der es sich oft so anfühlte, als würde die Welt auseinanderfallen. Wenn man bedenkt, wie viele Haushalte sich die Konzerte gemeinsam von zu Hause aus ansehen, könnte ein Ticket tatsächlich für eine ganze Familie ausreichen, so dass die tatsächliche Zahl der Zuschauer wahrscheinlich in die Höhe schießen würde.

Joe fährt fort: „Wir spielten so gut wir konnten vor diesen 1700 Pappaufstellern mit euren Gesichtern und versuchten, uns euch dort vorzustellen. Für Sekundenbruchteile erhaschte ich einen Blick in den Raum und es fühlte sich fast normal an. Dann endete das Lied und es herrschte Totenstille. Nur die Schritte unserer Crew waren zu hören. Mit all dem ist diese DVD eine Momentaufnahme eines Konzerts im Rahmen einer gewaltigen Veränderung in der Welt. Einer Welt, die uns vorübergehend für überflüssig gehalten hatte. Niemand weiß, wann ich jemals wieder auf diese Bühne vor einem vollen Haus zurückkehren werde, aber ich weiß mit Sicherheit, dass ich es liebe und euch sehr vermisse. Diese Show zählt praktisch nur als halbe.“

Die Nacht im Ryman sollte auch als ein Ereignis gefeiert werden, das die Musikindustrie zusammenbrachte. Durch Ticketverkäufe und Spenden während seines After Party Showcase kamen 32.000 Dollar für Bonamassas Fueling Musicians Programm zusammen, das von seiner gemeinnützigen Keeping the Blues Alive Foundation (KTBA) präsentiert wird. Das Programm, das Künstler seit über einem Jahr inmitten der Pandemie unterstützt, hat bis heute 460.000 Dollar an Fördermitteln für tourende Musiker gesichert, die in finanzielle Not geraten sind, weil ihre Karrieren auf Eis gelegt wurden. Das Programm bietet sofortige Barzahlungen in Höhe von 1.500 Dollar für lebensnotwendige Ausgaben, um den Musikern zu helfen, sich über Wasser zu halten, bis sie wieder auf Tournee gehen können. Am vergangenen Wochenende veranstaltete Joe sein 2. jährliches Stream-A-Thon Event mit über 35 atemberaubenden Auftritten und mehr als 3 Stunden Musik, um weiterhin Geld für den guten Zweck zu sammeln. Die Veranstaltung bot ein Staraufgebot, darunter Bonamassa, Toto, Dion, Ana Popovic, Warren Haynes, Bobby Rush, Jared James Nichols, Emily Wolfe und viele mehr. 

Joe Bonamassa ist im Laufe seiner Karriere mit seinen herausragenden Live-Shows immer wieder Risiken eingegangen. Aber auch diese Darbietung im legendären Ryman war perfekt. Bonamassa strahlt heller als je zuvor und fügt seinem Gitarrenspiel und seinem Markenzeichen, dem Gesang, immer wieder neue, genreübergreifende Akzente hinzu. Es ist kein Wunder, dass er oft dafür gelobt wird, dass er dem Blues-Rock-Universum ein neues Publikum erschließt. Bonamassa hat bereits einen unglaublichen Katalog von Live- und Studioveröffentlichungen, die sich über die Jahre immer weiter entwickeln und Musikkritikern weit und breit begeistern.

 

Tracklist:

1.         When One Door Opens

2.         Royal Tea

3.         High Class Girl

4.         Lookout Man!

5.         Why Does It Take So Long To Say Goodbye

6.         A Conversation With Alice

7.         I Didn’t Think She Would Do It

8.         Beyond The Silence

9.         Lonely Boy

10.       Cradle Rock

11.       Walk In My Shadow

12.       A New Day Yesterday / Starship Trooper – Wurm

www.facebook.com/JoeBonamassa

LIQUID TENSION EXPERIMENT – LTE3

Band: Liquid Tension Experiment
Album: LTE3
Spielzeit: 61:43 min
Stilrichtung: Progressive (Instrumental) Metal
Plattenfirma: Inside/Out Music
Veröffentlichung: 26.03.2021
Homepage: www.facebook.com/ltexperiment/

Bleiben wir realistisch – selbst unter beinharten Dream Theater Fans gibt es solche, die primär am Songwriting und den Gesangsmelodien der Truppe interessiert sind und die sich geduldig bis widerwillig durch die mitunter ellenlangen Instrumentalpassagen durchhören. Wer also mit DT Level Gefrickel per se nix mit am Hut hat, für den kommt nun das ultimative Abturn-Programm: schon auf den ersten beiden Alben des LIQUID TENSION EXPERIMENT galt die Devise „Shred as Shred can“. Höher, schneller, weiter war nur der Ausgangspunkt und genau dort machen die 4 Verrückten, 22 (!) Jahre nach der letzten gemeinsamen Zusammenarbeit, nahtlos weiter. Den Fan freut’s, der Rest dreht sich kopfschüttelnd ab. Was aber alle Prog und DT Freunde einen mag, ist die Tatsache, dass wir endlich wieder neue Musik der Portnoy-Petrucci-Rudess Connection zu hören bekommen (den formidablen Tony Levin wollen wir nicht unter den Teppich kehren) – ein Traum, den die meisten wohl schon lange ad Acta gelegt hatten.

Schon die ersten Töne des Openers „Hypersonic“ (ja, Nomen est Omen) versetzen den Hörer unmittelbar in gloriose DT Zeiten zurück. Da ist es wieder, das blinde Verständnis zwischen Portnoy und Petrucci, die gewohnten Mechanismen scheinen immer noch vertraut zu sein und man fühlt sich gleich zu Hause. Es wird gerifft, soliert und vetrackt geknüppelt als gebe es kein Morgen. Da schadet es nicht, dass der Sound der neuen Scheibe perfekt aus den Boxen knallt. Was für eine Wohltat den guten alten Portnoy Punch nochmal in Verbindung mit Petrucci/Rudess Licks genießen zu können. Weitere Highlights der Songsammlung sind die spannende Neuinterpretation des Gershwin Klassikers „Rhapsody in Blue“, der abschließende Longtrack „Key to the Imagination“ sowie das relativ beschwingte „Beating the Odds“. Ausfälle sind unter den 8 Tracks bei bestem Willen nicht auzumachen.

„LTE3“ geht vielleicht der Überraschungs- bzw. Wow-Faktor der ersten beiden Scheiben ab. Nichtsdestotrotz liefern LIQUID TENSION EXPERIMENT verlässlich ein brillantes Instrumental-Album ab, dass dem Fan der Beteiligten Freudentränen in die Augen treiben dürfte. Ob und wann Mike Portnoy jemals wieder zu seiner alten Band zurückkehren wird ist weiterhin stark zu bezweifeln. Dass die Jungs sich ausgesöhnt haben und wieder gemeinsam Musik machen erfreut daher umso mehr. Starkes, wenn auch nur für ein sehr limitiertes Publikum interessantes, Album.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Hypersonic
02. Beating the Odds
03. Liquid Evolution
04. The Passage of Time
05. Chris & Kevin’s Amazing Odyssey
06. Rhapsody in Blue
07. Shades of Hope
08. Key to the Imagination

Mario

BRIAN ISLAND – Brian Island

Band: Brian Island
Album: Brian Island
Spielzeit: 45:56 min
Stilrichtung: AOR
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 30.04.2021
Homepage: www.brianisland.com/

 

Der aus Kanada stammende Brian Island ist überwiegend als Songschreiber für andere Künstler, TV Shows und Filmmusik bekannt. 1983 machter er bei der AOR Formation PROTOTYPE mit, nach deren Ende wurde die Idee eines Soloalbums mit dem ehemaligen Bandkumpel Dan Lowe in die Tat umgesetzt. Lowe der an den Reglern die Produktion übernahm, die Gitarren und schrieb einige Songs. Das Album enstand innerhalb von fünf Jahre in Eigenregie.

Der Sound kann mit AOR umschreiben werden, in etwa so wie folgende Bands und Künstler DIAMONDS IN THE ROUGH, TIM FEEHAN, IAN THOMAS, STAN MEISSNER, BILLY BRANIGAN und ein wenig DEGARMO & KEY. Wie ein nett anzuhörender Soundtrack der für die 80er typisch war und hundertfach zelebriert wurde oft besser und noch öfter schlechter. Die Songs sind nicht schlecht mir aber ein wenig zu zahnlos es fehlt ein wenig der Biss, der Sound ist bei dem mir zur Verfügung stehenden Material bessere Demoqualität, könnte von der MP3 Komprimierung kommen.

Fazit:

Netter AOR wie ihn hunderte andere Bands auch bieten und das deutlich besser und mit besserem Sound. Ich vergebe eine Bewertung von 7 Sternen für diese AOR Scheiblette. Not Bad But Nothing Special da hat AOR Heaven besseres Boxenfutter.

Anspieltipps:

“Treat Me Like A Lover”, “I’m Your Hero” und “Night After Night” erinnert mich an den Film “Slaughterhouse” ein Slasher aus mitte oder den späten 80ern mit Songs von TONI BASIL und DEVO.

WERTUNG:

 

 

 

Trackliste:

01. In Spite Of What You Do
02. Treat Me Like A Lover
03. No Surrender
04. Walk On Water
05. I’m Your Hero
06. Night After Night
07. Major Motion
08. When You Lose Your Love
09. Draw The Line
10. One Wish Deliverable

Balle

FARCRY – Balance

Band: FarCry
Album: Balance
Spielzeit: 45:12 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 30.04.2021
Homepage: www.facebook.com/FarCryBand/

 

Die US Boys von FARCRY kommen mit drittem Album aus dem Studio, nach dem Album eins aus 2008 und zwei 2011 über das US Label Kivel Records veröffentlicht wurden hat die Band nun AOR Heaven im Rücken. Die Band setzt sich im Moment aus Bob Malone am Mikro, Pete Fry und Jon Giesler an Gitarren, Leo Sabatino am Bass und Rich Yaniro an den Drumsticks zusammen.

Der Shouter hat eine angenehme Stimme ohne zu nerven, die Gitarren fauchen aus den Boxen die Drums feuern nach Vorne. Der Sound bewegt sich im Melodic Rock mit viel Melodie, Gitarren ohne Ende, der sich irgendwo zwischen ADRIAN GALE, TRIXTER, BATON ROUGE, FIECE HEART und den ersten Beiden Alben bewegt und eine Vollbedienung für jeden Anhänger für Melodic Hard Rock ist. Typischer US MeloHaRo wie er im Lehrbuch steht, der Sound könnte ein Spur mehr Biss und Fülle vertragen, dieser ist ein wenig zu Dünn und Kraftlos. Abgesehen davon ist das gebotene Material sehr gut hörbar und bleibt auch im Ohr hängen, obwohl die beiden Vorgänger besser waren, allein der Sound hätte diese Produktion über den Haufen geblasen.

“Balance” haut gleich am Anfang einen Raus, toller Song, “Stay Away” geht als Highlight durch, flott und melodisch. “I’ll Find The Way” ein Rocker wie aus dem Lehrbuch, “I Am Your Man” schlägt eher in die AOR Kerbe aber gut gemacht. “Reaper” geht wieder mit Vollgas durch die Wand, “Broken Dreams” eine Mischung aus Powerballade und ausgewachsenem Rocker. Bei “Long Distance Love Affair” geht Lumpi wieder steil nach vorne, “No Destiny” ein lässiger Rocker ohne zwang. “Chasing Rainbow” eine nette Ballade, mit “Redemption” legt man noch mal ein paar Schippen Speed drauf.

Fazit:

Typischer US MeloHaRo nach 10 Jahren ein gelungenes Lebenszeichen das Spaß macht, und nach den US of As klingt wie man es von den Vergleichen erwartet. Ich vergebe eine Bewertung von 8 Sternen für dieses Comeback.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Balance
02. Stay Away
03. I’ll Find The Way
04. I Am Your Man
05. Reaper
06. Broken Dreams
07. Long Distance Love Affair
08. Mr. Destiny
09. Chasing Rainbows
10. Redemption

Balle

ESCAPE – Fire In The Sky

Band: Escape
Album: Fire In The Sky
Spielzeit: 56:15 min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 30.04.2021
Homepage: www.facebook.com/escape.band.official

 

ESCAPE aus England sind nach acht Jahren Pause mit ihrem dritten Album und neuer Besetzung zurück. Aktuell zur Band gehören Graham Beales am Mikro, Kopf der Rasselbande Vince O’Regan an Gitarren, Pete Betts am Bass, Irvin Parratt an Keyboards und Bob Pears am Schlagzeug. Die ersten beiden Alben habe ich noch night gehört, aber was auf dem Dritten geboten wird ist nicht übel.

Bei den Songs handelt es sich um neu aufgenommen und produzierte Titel anderer Veröffentlichungen an den O’Regan beteiligt war. Das Material bewegt sich im Melodic Rock mit einer riesen Portion Keys und Gitarren im Rücken, und einem Shouter der in den hohen Lagen als kleiner Bruder von Tony Mills durchgehen könnte, und seinen Job sehr gut erledigt. Der Sound bewegt sich in etwa zwischen TEN, NEWMAN, BOB CATLEY und SHY zu “Excess All Areas” Zeiten, gut bis sehr gut gemachter Brit Melodic Rock. Die Songs kommen alle neu und frisch produziert aus den Lautsprechern, überzeugend und mit schmackes.

“Lost And Found” macht den perfekten Einstieg lässig, “Heroes Of The Night” ein Highlight, “Temptation” besticht mit geilem Riffing. “Restless Heart” sollte jedem Balladenfan schmecken, “Something To Believe In” ein fettes eingängiges Highlight. “Blinded By A Lie” kommt auch gut an, “Coming Home” ein lässiger Rocker. “Borderline” stimmt ein wenig dezentere Töne an aber stark, “Destiny” kann den Standard nicht ganz halten. “Walk On Water” macht wieder mehr Spaß, “Fire In The Sky” ein Song in zwei Abschnitten, als Ballade startend ab ca. 4:30 geht das Ding ab wie nachbars Lumpi mit leichten Progelementen aber nicht schlecht.

Fazit:

Obwohl die Songs schon bei anderen Veröffentlichungen zum Einsatz kamen, rockt das Ding was die Stromgitarre hergibt und überzeugt mit Klasse. Dafür vergebe ich eine Bewertung von 8,5 Sternen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Lost And Found
02. Heroes In The Night
03. Temptation
04. Restless Heart
05. Something To Believe In
06. Blinded By A Lie
07. Coming Home
08. Borderline
09. Destiny
10. Walk On Water
11. Fire In The Sky

Balle