WIZARD – Fallen Kings

Band: Wizard
Album: Fallen Kings
Spielzeit: 48:49 min
Stilrichtung: True Metal
Plattenfirma: Massacre Records  
Veröffentlichung: 16.06.2017
Homepage: www.legion-of-doom.de

Nach ihrem letzten Album „Trail of Death“ feierten DIE deutschen True Metaller von WIZARD 2014 ihr 25 jähriges Bandjubiläum unter anderem mit einem eigens organisierten Festival in ihrer Heimatstadt. Angefangen hatte alles 2002 in einem Kellerproberaum und nun ist man aus der Metalszene nicht mehr wegzudenken wenn man an Tru Metal denkt!
Dieser Tage kehren die Jungs um Frontsirene Sven D‘Anna mit ihrem neuen, elften Album „Fallen Kings“ zurück auf die Bildfläche.
Der neue Diskus wird von Fantasie und Wirklichkeit getragen und ist keinesfalls ein
Konzeptalbum – von Stampfern über klassische Heavy Metal Tracks bis hin zu typischen WIZARD Doublebass-Krachern ist auf dem Album wieder alles vertreten was die Fans der Band so lieben.
Etwas frischen Wind gibt es durch den neuen Basser Arndt Ratering der die Band sichtlich bereichert.
Steigen wir nun mit dem Opener „Liar and Betrayer“ in das Album ein. Dieser wurde vorab schon als Single veröffentlicht und dürfte daher schon bekannt sein.
Typisch nach WIZARD tönt die Uptemponummer daran gibt es relativ schnell keinen Zweifel! Hier fühlt man sich als Fan direkt zu Hause und wohl.
Das anschließende „We are the Masses“ geht dann wesentlich bedächtiger zur Sach                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         e als der Opener und verbreitet mehr als amtliches MANOWAR Feeling! Hier wird der Fan ebenfalls bestens unterhalten ohne sich zur langweilen.
Über die erneut bestens umgesetzten „Live your Life“ und „Brothers in Spirit“ geht es dann in den Mittelteil der nicht komplett überzeugen kann und ein wenig zu standardmäßig gehalten ist.
Erst ab „Le Us Unite“ geht die Qualität wieder spürbar nach oben und mit „Frozen Blood“ sowie dem offiziellen Abschluss „You‘re the King“ haben wir noch zwei weitere Perlen zu verzeichnen die direkt auf unsere Hitliste wandern.
Wer sich die Digipackversion gönnt, findet dann im Anschluss mit „We are Ready for Metal“ und „The King“ noch zwei weitere tolle Tracks für die sich der Kauf absolut lohnt.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall solltet ihr hier “Liar and Betrayer”, “We are the Masses”, “Live your Life”, “Frozen Blood” sowie “The King” direkt die ersten Durchläufe gönnen.

Fazit :

Im Vergleich zum letzten etwas zu durchschnittlich geratenen “Trail of Death” haben sich WIZARD wieder ganz klar gesteigert und präsentieren uns ein Album welches mit Sicherheit jedem Fan der Band sowie des True Metalgenre munden sollte!
Die ersten Hälfe ist definitiv hier die stärkere, aber insgesamt macht das Ganze einen absolut zu empfehlenden Eindruck!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Liar and Betrayer
02. We are the Masses
03. Live your Life
04. Brothers in Spirit
05. White Wolf
06. Wizard Until the End
07. Father to Son
08. Let us Unite
09. Frozen Blood
10. You‘re the King
11. We are Ready for Metal (Digipack Bonus)
12. The King (Digipack Bonus)

Julian

VALOR – Arrogance: The Fall

Band: Valor
Album: Arrogance: The Fall
Spielzeit: 43:32 min
Stilrichtung: Epic Melodic Metal
Plattenfirma: Pitch Black Records
Veröffentlichung: 09.06.2017
Homepage: www.valor.gr

Die griechischen Epic Power Metaller von VALOR kehren, vier Jahre nach ihrem letzten Album „The Yonder Answer“, welches nicht nur bei uns ordentliche Kritiken erhielt, dieser Tage mit ihrem neuen, dritten Album „Arrogance: The Fall“ zurück auf die Metalbildfläche.
Der Titel lässt auf ein Konzeptalbum schließen, leider liest man diese Information nirgends bzw. bekommt die dahinterstehende Geschichte erklärt.
Halten wir uns daher an die Fakten und die besagen das VALOR auf ihrem neuen Diskus wieder etwas mehr in Richtung Epic und Power Metal gehen nach dem letwas zu trashigen Ausflug auf dem letzten Album.
Mit dem Albumopener „Uprising“ geht es direkt mal episch in die Vollen und auch wenn das Ganze „nur“ ein Intro ist, ist es doch die perfekte Überleitung für den ersten „richtigen“ Track „Arrogant Fall“ welches wunderbar die Mischung aus Melodic und Epic meistert und die Band von ihrer besten Seite zeigt!
Noch eine Spur melodischer kommt dann „Flying Away“ um die Ecke, hier fährt die Band richtig dick auf und die Nummer bleibt umgehend im Gehörgang kleben, so muss das sein.
Im Gedächtnis bleiben auf jeden Fall auch die anschließenden „In the Name of Valor“, das mit tollen Pianoklängen unterlegte „The Crown of Evermore“ sowie das schnelle und melodische „Dark are the Eyes of the Night“ im Anschluss.
Der letzte Teil der Scheibe hat dann ebenfalls noch die ein oder andere Perle zu bieten, hier seinen das Abschlussdoppel „Sanctuary for All“ und „No Angel‘s Face“ genannt.
Somit können wir hier von einem rundherum gelungen neuen VALOR Album sprechen.

Anspieltipps:

Dieses Mal gibt es hier für euch “Arrogant Fall”, “Flying Away”, “In the Name of Valor”, “Dark are the Eyes of the Night” und “No Angel‘s Face“ als Empfehlung.

Fazit :

Hatte ich auf dem letzten Album “The Yonder Answer” noch das fehlen DER Hitsongs bemängelt haben die Jungs von VALOR diese Schwäche nun ausgemerzt und es gibt hier tolle, abwechslungsreiche Epic Melodic Metalsongs aufs Ohr welche Fans der Band und des Genre auf jeden Fall sofort begeistern sollten!
Daher gibt es hier auch ohne Umschweif die direkte Kaufempfehlung mit der dementsprechenden Benotung.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Uprising
02. Arrogant Fall
03. Flying Away
04. In the Name of Valor
05. The Crown of Evermore
06. Dark are the Eyes of the Night
07. Pandora‘s Gift
08. In another Time
09. Sanctuary for All
10. No Angel‘s Face

Julian

LILLIAN AXE – Lillian Axe / Love + War (Re-Releases)

Band: Lillian Axe
Album: Lillian Axe / Love + War (Re-Releases)
Spielzeit: /
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Rock Candy Records
Veröffentlichung: /
Homepage: www.lillianaxe.com

Die US Amerikaner LILLIAN AXE haben mit Ihrem eigenständigen (Melodic) Metal / Hard Rock schon immer zwischen allen Stühlen gesessen. Warum sie es, trotz starker Songs, handwerklichem Können und einem ansprechenden Drum Herum nie wirklich geschafft haben eine internationale Karriere zu starten, kann der geneigte Hörer anhand der nun vorliegenden Neuveröffentlichungen Ihrer ersten beiden Alben vielleicht selber nachprüfen. Denn den Hairmetal Fans war das Ganze wohl nicht poppig/kitschig genug, den harten Jungs nicht dreckig genug und überhaupt hat man bei der Truppe ständig das Gefühl, dass sie sich nicht wirklich viel um Erwartungshaltungen und Genrekonventionen scher(t)en …

Lillian Axe (1988)

Das Debüt der Truppe um den Mastermind Steve Blaze (Gitarre) wurde immerhin von keinem geringeren als dem Ratt Gitarristen Robbin Crosby produziert. Und obschon dies Crosby´s erste Platte als Produzent war und er in diesen Dingen noch reichlich grün hinter den Ohren war, hat er mit dem selbstbetitelten Erstling von LILLIAN AXE eine mehr als ordentliche Arbeit abgeliefert. Immerhin hatte er einem gewissen Beau Hill beim Aufnehmen der eigenen Ratt Glanzleistungen auf die Finger schauen können, und, gemessen am Klang von „Lillian Axe“, hatte Crosby seine Hausaufgaben gemacht. Ob es an der Heimat von LILLIAN AXE in New Orleans lag, der speziellen Vision von Blaze für seine Musik oder was auch immer der Grund gewesen sein mag – die Songs, die allesamt aus der Feder von Steve Blaze stammten, waren durch die Bank weg hochklassig und ungewöhnlich zugleich. Ob das durch ein Intro eingeleitete „Dream of a Lifetime“, der bärenstarke Track und Bandklassiker „Vision in the Night“ oder das rockige „Misery Loves Company“ – richtige Lückenfüller sucht man vergeblich. Leider fehlte ein echter, massenkompatibler Hit. Und so wurden LILLIAN AXE von ihrer Plattenfirma schnell auf Seite geschoben (wohl auch weil man keinen richtigen Zugriff auf das Songmaterial hatte und nicht wusste wie die Band zu vermarkten war) um das Glück mit dem nächsten Album zu versuchen. Es ist eine Schande, dass ein solch gutes Album, das zudem zur richtigen Zeit und am richtigen Ort (Los Angeles) auf die Szene losgelassen wurde, nicht mehr Beachtung erhielt.

Love + War (1989)

Das sollte mit dem nur ein Jahr später nachgeschobenen Album „Love + War“ nachgeholt werden. Dass Management und Label noch optimistisch waren, zeigt sich an der Auswahl des Produzenten: Veteran Tony Platt hatte zu diesem Zeitpunkt immerhin bereits an AC/DC´s „Back in Black“ und „4“ von Foreigner mitgewerkelt. Der Engländer wusste also was (zumindest soundtechnisch) zu tun war, und so klingt „Love + War“ erkennbar erwachsener. Auffallend zudem die Tatsache, dass die Band sich noch mehr als schon auf Ihrem streckenweise nicht um Experimente verlegenen Erstling, Mühe gab „anders“ zu klingen. Der Opener und absolute Ohrwurm „All's Fair in Love and War“ geht gleich zu Beginn mit knapp 6 Minuten über die Ziellinie und die Band ist sich nicht zu schade so richtig cheesy zu klingen, wenn der Song es denn verlangt („She Likes It on Top“). Auf „Love + War“ gelang den Jungs ein ziemlich einmaliger Mix aus ruhigen Tracks und Rockern und in beiden Metiers konnte man überzeugen. Dass LILLIAN AXE dabei nie seicht oder wirklich kommerziell klangen, war unter anderem dem sowohl eigenwilligen wie auch gewieften Songwriting von Steve Blaze geschuldet. Mit dem Song "My Number" von der britischen Combo Girl sollte womöglich noch ein Hit erzwungen werden. Aber auch Album Nummero 2, das zumindest heute, nach all den Jahren, einen regelrechten Kultstatus unter Genrefans erreicht hat, wurde das Schicksal des Vorgängers zuteil und ging ohne viel Erfolg unter.

Hard Rock Freunden, die bisher noch nicht das Vergnügen hatten sich mit dieser hervorragenden Band auseinander zu setzen, seien diese beiden Rock Candy Records Neuveröffentlichungen ans Herz gelegt. Vor allem „Love + War“ ist ein unterschätzter Klassiker, dessen Hymnen auch heute noch ganz vortrefflich funktionieren. Das Remastering beider Scheiben ist gut, Bonustracks gibt es leider keine. Aber die Fotos und Linernotes (mit Interviews) sind wie immer eine echte Bereicherung.

WERTUNG:

Lillian Axe

 

 

Love + War

 

 

Trackliste:

Lillian Axe

01. Dream of a Lifetime
02. Inside Out
03. Vision in the Night
04. Picture Perfect
05. The More That You Get
06. Misery Loves Company
07. Nobody Knows
08. Hard Luck
09. Waiting in the Dark
10. Laughing in Your Face

Love + War

01. All's Fair in Love and War
02. She Likes It on Top
03. Diana
04. Down on You
05. The World Stopped Turning
06. Ghost of Winter
07. My Number
08. Show a Little Love
09. Fool's Paradise
10. Letters in the Rain

Mario

 

DANZIG – Black Laden Crown

Band: Danzig
Album: Black Laden Crown
Spielzeit: 46:12 min
Stilrichtung: Doom/Gothic
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 26.05.2017
Homepage: www.danzig-verotik.com

Das Glenn Danzig seine Fans ja gerne mal etwas länger warten lässt, ist nicht neu. Allerdings sollte bei einer Wartezeit von 7 Jahren dann doch ein Kracher kommen, vor allem wenn es sich um DANZIG handelt. Hat in diesem Fall leider nicht geklappt. Nachdem die Fanhoffnung bereits 2015 mit dem reinen Cover-Album „Skeletons“ zerstört wurde, lässt auch das neueste Werk der Doom-Rocker einen eher enttäuscht als erfreut zurück. Man merkt dem Schinkengott sein Alter dann doch deutlich an, die Energie der 90er-Alben fehlt ihm deutlich. Immerhin ist der Originalsänger der MISFITS und Gründer von SAMHAIN beinahe 62 Jahre alt und auch „Evil-Elvis“ wird nicht jünger.
Einen Vergleich mit den Meisterwerken „Danzig“, „Danzig II: Lucifuge“ und „Danzig III: How the Gods kill“ ist auch gar nicht möglich, immerhin trennen das letztgenannte und das neueste Werk 25 Jahre.
Auch fehlt es an Ideen, das Album hat von allem etwas (Doom, Blues, Rock), aber davon nichts richtig. Und so ist auch „Black Laden Crown“ irgendwie DANZIG, aber eben nicht richtig.  
Zudem ist die Produktion bei diesem Werk überhaupt nicht gelungen. Die Songs klingen sehr oft dumpf und zusammen mit Glenns nicht mehr ganz taufrischer Stimme, geht leider einiges verloren. Die Songs sind zwar nicht schlecht, die Texte ansprechend, aber es klingt doch alles sehr gleich und bei einigen Songs fehlt einfach das packende Element. Einige Lieder schleichen sich durch den Doom, mit stellenweise zu langen Outros, die die Songs künstlich in die Länge ziehen. Schon der Titeltrack „Black Laden Crown“ ist einer dieser langgezogenen Songs. Zum Glück kommt er aber trotzdem noch recht doomig, leidend, pur rüber und kann mit den sägenden Gitarren und einem wirklich guten Text ein paar Pluspunkte sammeln. Überhaupt ist textlich nicht viel zu auszusetzen (außer vielleicht „Devil On Hwy 9). Aber aufgrund der nicht gelungenen Produktion und des schlechten Mix kann das Werk nicht wirklich zünden. Da retten leider auch ein paar atmosphärisch wirklich gute Songs wie „Last Ride“ und „The Witching Hour“ und die eher metallischen Teile wie „But A Nitghtmare“ und „Blackness Falls“ das Gesamtwerk nicht. Es hat stellenweise zu viel B-Seiten Atmosphäre und ist nicht der langerwartete Knaller,  aber zum Glück auch nicht wirklich schlecht. Die göttlichen ersten 3 Werke sind einfach eine andere Liga und auch das Leben hat Spuren bei Glenn Danzig hinterlassen. Immerhin haben DANZIG 30-jähriges Bandjubiläum, eine lange Zeit, die viele andere Bands erst gar nicht schaffen. Ganz totsagen würde ich DANZIG und den Schinkengott trotz des eher durchwachsenen Werkes nicht. Auch wenn DANZIG nicht mehr wie genauso früher klingen, kann man sich „Black Laden Crown“ durchaus mehrfach reinziehen, auch wenn nicht alle Songs hängen bleiben.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01.  Black Laden Crown
02. Eyes Ripping Fire
03. Devil on Hwy 9
04. Last Ride
05. The Witching Hour
06. But a Nightmare
07. Skulls & Daisies
08. Blackness Falls
09. Pull the Sun

Tanja

Delta Metal Meeting News

Ein neues Festival für Rheinland Pfalz

Freunde des klassischen Heavy Metals können sich im nächsten Jahr schon mal den 14.04 fett im Kalender anstreichen!  Dort feiert das neue Indoorfestival das Delta Metal Meeting in Ludwigshafen Premiere.

Wir werden ab sofort in regelmäßigen Abständen über dieses tolle, neue Festival berichten und euch die Veranstalter, die Location und die Bands genauer vorstellen. Also bleibt am Ball.

Rock Hard, streetclip.tv & metal.de präsentieren:
Delta METAL Meeting – Ludwigshafen 2018
mit Freedom Call, Brainstorm, Mystic Prophecy, Burning Witches, Hammer King

 

 

Sa. 14.04.2018 – dasHaus – Ludwigshafen
https://www.deltametalmeeting.de

AXEL RUDI PELL – The Masquerade Ball (RG Zeitmaschine)

Band: Axel Rudi Pell
Album: The Masquerade Ball
Spielzeit: 67:49 min
Stilrichtung: Heavy Metal/Rock
Plattenfirma: Steamhammer/SPV
Veröffentlichung: 10.04.2000
Homepage: www.axel-rudi-pell.de

Die heutige Zeitreise beschäftigt sich mit einer meiner absoluten Lieblingsbands AXEL RUDI PELL! Von dieser schmückt ebenfalls ein farbiges Gemälde meine Haut und für mich steht diese Band für absolute Kontinuität im Heavy Rock Business! 17 reguläre Studioalben, dazu noch die Balladen VÖ s und ein paar Livealben. Zusätzlich steht man seit Beginn beim deutschen Label Steamhammer/SPV unter Vertrag, DAS soll mal jemand nach machen! Ebenfalls für Kontinuität steht die Bandzusammensetzung die, bis auf Veränderungen am Schlagzeug und den Keys ebenfalls seit 1998 dieselbe ist! Weitere Lobpreisungen entnehmt bitte den aktuellsten Albumbesprechungen der Band von mir, damit will ich euch hier nun nicht langweilen 🙂
Denn es soll ja hier um das achte Album der Band „The Masquerade Ball“ gehen, welches im Jahr 2000 das Licht der Welt erblickte.
Zwar gab es auch auf den Alben zuvor massig Hits ala „Casbah“, „Fool Fool“, „Black Moon Pyramid“, „Magic“ oder „The Clown is Dead“ zu verzeichnen, aber auf „The Masquerade Ball“ war die Hitdichte besonders hoch! Es reihte sich Mördersong an Mördersong und besonders der, damals, noch neue Fronter Johnny Gioeli legte hier eine Mörderperformance hin was ihn schon damals in den absoluten Sängerolymp katapultierte!
Zusätzlich habe ich noch eine besondere Erinnerung an die Scheibe, war diese doch die Erste die ich von AXEL RUDI PELL kaufte und dies sogar noch blind, nur weil mir das Cover gefiel. Zu Hause bemerkte ich dann erst auf welchen Schatz ich hier gestoßen war!
Was habe ich dieses Album rauf und runter gehört, sie klebte quasi in meinem CD Schacht fest. Das war vermutlich auch bei vielen anderen Metalheads damals der Fall, denn die Scheibe landete auf einem hervorragenden 37ten Chartplatz in Deutschland.
Zusammen mit dem Vorgänger „Oceans of Time“ aus dem Jahre 1998 ist „The Masquerade Ball“ eines DER AXEL RUDI PELL Alben welches man auf jeden Fall als Fan der Band und des Heavy Metal/Rocks sein Eigen nennen sollte, so viel steht mal fest!

Trackliste:

01. The Arrival
02. Earls of Black
03. Voodoo Nights
04. Night and Rain
05. The Masquerade Ball
06. Tear Down the Walls
07. The Line
08. Hot Wheels
09. The Temple of the Holy
10. July Morning

Julian

JULIAN ANGEL – The Death Of Cool

Band: Julian Angel
Album: The Death Of Cool
Spielzeit: 47:34 min.
Stilrichtung: Hair Metal
Plattenfirma: Platinum Blonde Records
Veröffentlichung: 26.05.2017
Homepage: www.angel-rock.com 

Lange war es ziemlich ruhig im Lager von JULIAN ANGEL. Das letzte Soloalbum liegt gar ein ganzes Jahrzehnt zurück, aber irgendwie war BEAUTIFUL BEAST ja auch eine Ein-Mann-Show. Auch hier zogen lange drei Jahre ins Land seit „Kick Down The Barricades“. Aber egal welchen Namen das Kind hatte, das Mr. ANGEL auf den Weg brachte, derart authentischen Sleaze- bzw. Hair Metal aus deutschen Landen hat man äußerst selten zu Gehör bekommen. Von daher trifft die neue Scheiblette des Riffmeisters from Sunny Würzburg genau richtig zum angehenden Sommer ein. Dass die Konkurrenz speziell international nicht gerade kleiner geworden ist ob der riesigen Anzahl von Releases, die jede Woche um die Gunst des Fans buhlen, ist bei Leibe kein Geheimnis. Und da ist es fast egal, ob ein neues Signing eines großen Genrelabels oder ein weiteres Independent-Produkt einer weiteren vielversprechenden neuen Kapelle aus Skandinavien ansteht. Die riesige Welle erschlägt selbst jeden Schreiberling. Umso wichtiger ist ein regelmäßiger Blick in den Untergrund. 

„The Death Of Cool“ nennt sich das neue Werk des Songwriters, Sängers, Multiinstrumentalisten und Berufs-Nostalgikers (und das ist durchweg positiv gemeint) mit der blonden Mähne. In letzter Zeit fiel JULIAN ANGEL auch durch sein Engagement in einigen Hollywood-Streifen auf, zu denen er einige Titel beisteuern konnte. Darunter Filme mit Bruce Willis, Dolph Lundgren und Mickey Rourke. Jetzt will er sich aber wieder seiner großen Liebe, dem Hair Metal widmen. Elf neue Songs haben sich auf der neuen Langrille versammelt. Mit einem mitreißenden Drum-Beat startet „Shoot Me Down“ mit herrlichem Riffing und betont Achtziger-lastigem Text (es geht natürlich um die Ladies). Der darauf folgende Titeltrack ist eine absolute Granate und stellt den ohnehin schon bärenstarken Opener locker in den Schatten. Mit riesigen Ohrwurmmelodien im dick angestrichenen Refrain und treibenden Rhythmus ist JULIAN ANGEL hier sein Meisterstück gelungen. Dass er aber wieder mehr als blendend aufgelegt war bzw. ist, davon zeugen das autobiographische „Phonograph Needle“, knackige Rocker wie „She´s On Fire“ (BONFIRE lassen grüßen), „Rock Like A Woman“ oder das moderner angehauchte „Clock Strikes“. Für kuschelige Momente sorgt „Reach“ und „Summerbreak“ wird zwar ALICE COOPER´s „School´s Out“ den Rang nicht streitig machen, ist aber dennoch eine erstklassige Gute-Laune-Sommernummer. Der Bonustrack „Friday Nite Wild“ verspricht ebenfalls Party pur. 

„The Death Of Cool“ ist für mich der Sommersoundtrack 2017 und wird mir viele Meilen auf dem (bayrischen) Highway versüßen. Außerdem ist diese Platte wieder mal der Beweis dafür, dass sich ein Blick in den Untergrund abseits der üblichen Genrelabels sehr lohnen kann. Außerdem hat JULIAN ANGEL das, was vielen Künstlern fehlt: er vereint die Liebe zu seinen Vorbildern mit seinem eigenen Stil. Also Folks – checkt dieses großartige Sommerscheibchen ab! Authentischer kann Hair Metal aus Deutschland nicht klingen. 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

1.    Shoot Me Down
2.    The Death Of Cool
3.    Clock Strikes
4.    She´s On Fire
5.    Reach
6.    Phonograph Needle
7.    Rock Like A Woman
8.    Hideaway
9.    Monsterous
10.    Summerbreak
11.    Friday Nite Wild (Bonus Track)

Stefan

UNLEASH THE ARCHERS – Apex

Band: Unleash the Archers
Album: Apex
Spielzeit: 60:47 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Napalm Records
Veröffentlichung: 02.06.2017
Homepage: www.unleashthearchers.com

10 Jahre UNLEASH THE ARCHERS! Und das feiert die Heavy Metal Kombo rund um die stimmgewaltige Fronterin Brittney Slayes mit einem wahnsinnig berauschenden Fest auf "Apex", ihrem vierten Album. Man bekommt auch hier einen Mix aus Power und etwas Thrash Metal serviert garniert mit einigen Death Metal Growls, daran hat sich Nichts im Vergleich zu den vorherigen Alben nur wenig geändert.
Von daher können wir uns direkt ohne weitere Vorreden auf den Openersong „Awakening“ stürzen. Dieser, überlange Track, startet direkt ordentlich durch und kommt nach und nach in Fahrt um uns dann in seinem Chorus vollends zu überzeugen und zu begeistern.
Ein erster kräftiger Fingerzeig zur Marschrichtung und Güteklasse des Albums, wenn das so weitergeht dann steht uns hier etwas Großes in Haus!
Beim anschließenden „Shadow Guide“ drückt man noch ein bisschen mehr auf die Tube und es kommen auch immer wieder die schon bandtypischen Growls zum Einsatz. Hier ist man nicht ganz so stark wie beim Opener unterwegs, von einem Durchhänger ist man hier aber auch meilenweit entfernt.
Anschließend kennt der musikalische Weg aber erstmal nur eine Richtung, nach oben! Klassisch und groovend wie bei „The Matriach“, episch und eingängig wie bei „Cleanse the Bloodlines“ oder das knackige „The Coward‘s Way“. Alles ist hier absolut im obersten Bereich angesiedelt und geht sofort ins Blut über!
Das man es auch ruhiger angehen lassen kann zeigt man dann bei „False Walls“ welches vor allem durch seinen tollen Chorus begeistern kann. Und nicht verwundert sein, zu Beginn ballert die Nummer ganz schön los, wird dann aber noch etwas ruhiger.
Und auch im letzten Abschnitt der Scheibe gibt es eigentlich keine wirklichen Ausfälle zu vermelden! Klar der eine Song zündet sofort der andere nicht, aber im Großen und Ganzen sind das hier alles richtige Perlen des Genre.
Absoluter Glanzpunkt ist hier mit Sicherheit noch „Call me Immortal“ und mit dem ebenfalls bärenstarken, überlangen und abwechslungsreichen Titelstück „Apex“ endet dann das neue Jubiläumsalbum von UNLEASH THE ARCHERS.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall solltet ihr euch “Awakening”, “The Matriarch”, ” Cleanse the Bloodlines”, “False Walls”, sowie “Call me Immortal!” direkt zu Gemüte führen!

Fazit :

Nach dem schon sehr ordentlichen letzten Album legt die Band hier auf jeden Fall nochmal eine ordentliche Schippe drauf und steigert sich nochmal!
Man hat die Death Einflüsse der ersten Alben so gut wie verbannt was der Eingängigkeit und Griffigkeit der Stücke merklich gut tut.
Definitiv das beste Album der Band bislang und als Fan sollte man hier schnellstens zugreifen, so viel ist sicher!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Awakening
02. Shadow Guide
03. The Matriarch
04. Cleanse the Bloodlines
05. The Coward‘s Way
06. False Walls
07. Ten Thousand Against One
08. Earth and Ashes
09. Call me Immortal
10. Apex

Julian

RHAPSODY OF FIRE – Legendary Years

Band: Rhapsody of Fire
Album: Legendary Years
Spielzeit: 73:37 min
Stilrichtung: Symphonic Metal
Plattenfirma: AFM Records  
Veröffentlichung: 26.05.2017
Homepage: www.rhapsodyoffire.com

Einiges los in den letzten Jahren bei den Metallern von RHAPSODY OF FIRE! Einige Besetzungswechsel, neuerdings ist auch Frontmann Fabio Lione nicht mehr an Bord, Ex-Songwriter Luca Turilli ist ja schon länger raus und hat eine „Konkurrenz“Gruppe mit ähnlichem Namen gegründet, widmet sich aber eher der Filmmusik und einen Labelwechsel gab es ja auch noch. Das letzte Original- und Gründungsmitglied, Keyboarder Alex Staropoli hat trotz des Abwanderns von Lione und Drummer Alex Holzwarth nicht aufgegeben und präsentiert uns auf dem neuen Album „Legendary Years“ einen neuen, unbekannten Sänger Giacomo Voli, den Italiener vielleicht von "The Voice Of Italy" kennen. Die neue Scheibe ist eine Ansammlung von frühen Klassikern, aufgenommen von der aktuellen Besetzung. Teile der Produktion hat ORDEN OGAN‘s Seeb Levermann betreut und so klingt das Ganze um einiges amtlicher als das etwas raue Vorgängerwerk.
Gestartet wird die Zeitreise zu den Anfängen der Band mit dem Opener „Dawn of Victory“ aus dem Jahr 2000. Hier hören wir dann zum ersten die Stimme des neuen Sängers Giacomo Voli der seine Sache ausgesprochen gut macht und ich finde er klingt auch variabler als sein viel gelobter Vorgänger Fabio! Vom Sound her hat Seeb Levermann wirklich ordentliche Arbeit abgeliefert und das Ganze klingt wesentlich moderner, was aber natürlich mit der heutigen Technik kein Wunder ist, immerhin liegen ja 17 Jahren hinter uns seit erscheinen des Songs.
Weiter geht die wilde Fahrt durch die fünf Alben umfassende Emerald Sword Saga wobei man hier immer wieder durch die Zeit vor und zurück springt.
Eins bleibt aber immer erhalten, der tolle erste Eindruck den man mit dem ersten Song hinterlassen hat!
Was ebenfalls auffällt ist der musikalische Wandeln den die Band in den Jahren durchgemacht, das merkt man vor allem bei den Songs die aus dem letzten, hier behandelten Jahr, 2002 stammen. Dort wurden dann die progressive, symphonischen Elemente mehr.
Aber was rede ich hier, die Die Hard Fans wissen das natürlich alles!
Bleibt nur noch abschließend festzuhalten das das neue Album nicht nur eine toll gemachte Rückschau ist, sondern richtig Bock auf ein neues, reguläres Album macht!

Anspieltipps:

Entfallen hier natürlich bei so einer Best of Zusammenstellung.

Fazit :

Ob diese Zeitreise in die Anfangstage von RHAPSODY OF FIRE in jedem CD Regal der Fans stehen muss, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Gut gemacht ist das Ganze definitiv und gute Songs bleiben gute Songs, egal wie alt sie sind!
Von daher gehen beide Daumen nach oben bei dieser Quasi Best Of und ich hoffe das man bald mit neuem Material aufwarten kann, mit dem neuen Sänger Giacomo wird dies bestimmt ein Freudenfest werden!

WERTUNG: keine Wertung

Trackliste:

01. Dawn of Victory
02. Knightrider of Doom
03. Flames of Revenge
04. Beyond the Gates of Infinity
05. Land of Immortals
06. Emerald Sword
07. Legendary Tales
08. Dargor Shadowlord of the Black Mountain
09. When Demons Awake
10. Wings of Destiny
11. Riding the Winds of Eternity
12. The Dark Tower of Abyss
13. Thunderforce
14. Rain of a thousand Flames

Julian

JORN – Life On Death Road

Band: Jorn
Album: Life On Death Road
Spielzeit: 01:06:07 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: Frontiers
Veröffentlichung: 02.06.2017
Homepage: www.jornlande.com


Für sein neuntes Studioalbum „Life On Death Road“ hat sich das norwegische Gesangs-Schwergewicht JORN LANDE eine neue Besetzung an Land gezogen: Alex Beyrodt an der Gitarre (Primal Fear, Voodoo Circle), Mat Sinner am Bass (Primal Fear, Sinner, Kiske/Somerville), Alessandro Del Vecchio an den Keyboards (Hardline, Revolution Saints), auch verantwortlich für die Produktion, und Francesco Iovino (Primal Fear) am Schlagzeug. Mehrere Monate dauerte es die Songs für dieses Album zu schreiben. Bei der Qualität des Albums wollte Jorn keine Abstriche machen, es sollte nicht nur irgendein weiteres Album sein, sondern das bestmögliche und somit dauerte es fast zwei Jahre bis zur Fertigstellung. 
In einigen der Songs wird das Beste der verschiedenen harten Musikgenres unter einen Hut gebracht. Ein bisschen Metal Flair gemischt mit Hard Rock, immernoch kompatibel mit AOR, so z.B. beim heavy „Insoluble Maze“, „Devil You Can Drive“ und „Man Of The 80’s“, welches die nicht nur musikalisch einschneidenden Erlebnisse eines in den 80ern lebenden Menschen beschreibt. „The Optimist“ und „Dreamwalker“ sind Balladen, „The Optimist“ mit ruhiger akkustischer Gitarre und klarem Gesang sowie Streichern im Hintergrund, „Dreamwalker“ bombastischer mit etwas Piano und epischem Chorus. „I Walked Away“ ist eine bluesige Nummer und erinnert etwas an DEEP PURPLE und WHITESNAKE. Auch bei „Blackbirds“ findet man Einschläge altbekannter Ikonen wie DIO und eventuell THIN LIZZY und auch wieder WHITESNAKE. 

„Life On Death Road“ überzeugt mit Vielseitigkeit, sowohl was den Gesang betrifft, also auch verschiedene Musikstile. Mal härter, mal mehr Metal, mal mehr Blues…Vor allem „Man Of The 80’s“ beinhaltet viel Nostalgiepotential für die unter euch, die die 80er erleben durften. Meine persönlichen Favoriten sind „I Walked Away“ oder auch „Blackbirds“, Hard Rock der alten Schule mit einer guten Portion Blues. Ein tolles Album, auch wenn der richtige Ohrwurm fehlt.


WERTUNG: 

 

 

Trackliste:

01. Life On Death Road
02. Hammered To The Cross (The Business)
03. Love Is The Remedy
04. Dreamwalker
05. Fire To The Sun
06. Insoluble Maze (Dreams In The Blindness)
07. I Walked Away
08. The Slippery Slope (Hangman’s Rope)
09. Devil You Can Drive
10. The Optimist
11. Man Of The 80ies
12. Blackbirds

Lotta