ELAYNE – Elayne (RG Zeitmaschine)

Band: Elayne
Album: Elayne
Spielzeit: 50:33 min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 1996
Homepage: www.elayne.band/

 

Ausnahmsweise nur eine Woche Luft in der RG Zeitmaschine, ELAYNE ist ein absoluter Geheimtipp, der es Wert ist einmal genauer schriftlich unter die Lupe genommen zu werden. Bei ELAYNE handelt es sich um eine Hamburger Band die 1978 gegründet wurde und seit dem mehr oder weniger im Untergrund sprich als Geheimtipp mit viel Live Aktivität in Deutschland unterwegs ist, und meines Wissens vier CDs veröffentlicht hat.
Zwei Alben davon eine sehr starke Live Scheibe, teils mit deutschen Texten und eine EP auch mit zwei Songs in deutsch, und das hier besprochene rein englisch sprachige Album befinden sich in meinem Besitz, ein Album ist laut aussagen der Band vergriffen. Schade wäre gespannt darauf wie sich das Material anhört, aber hilft leider nicht, hier nochmal meinen Dank an Manuela Preuß und Ronald Martens die es mir ermöglicht haben die Musik von ELAYNE genießen zu können, den bei allen drei Veröffentlichungen die in Eigenregie produziert wurden handelt es sich um starke Rockmusik die sich nicht vor der internationalen Konkurrenz verstecken muss, vielmehr spielt die Band sogar in der Oberliga mit.

Zur Band gehörten damals Hajo Stengert Leadvocals, Dagmar Petroll Backingvocals, Ronald Martens an Leadgitarre und Backvocals, Joachim Seidel an Bass und Backvocals, Lothar Münow an Keyboards und Gitarre, Günther Gronmeyer an den Drums. In der aktuellen Besetzung hat statt Hajo Stengert nun Sönke Reymann die Leadvocals und Gitarre, statt Dagmar Petroll nun Manuela Preuß die Vocals, statt Lothar Münow nun Günter Fitschen an Keyboards und Gitarre, statt Joachim Seidel nun Christian Fortner den Bass übernommen.

Aufmerksam wurde ich auf ELAYNE durch zwei Songs die auf zwei von den zehn “Melodic Rock Is Back” Samplern von der Internetradiostation Munich’s Hardest Hits veröffentlicht wurden. Irgendwann entschloss ich mich die Band an zu schreiben und musste feststellen das ein sehr netter Kontakt zu Stande kam und ich in den Besitz dieser drei CD kam.

So nun zum wichtigsten der Musik die Stimme von Hajo Stengert hat etwas besonderes was ich bis jetzt noch bei keinem Sänger gehört habe, er besitzt irgendwie ein Zittern in der Stimme was, wie die Faust aufs Auge, zu der Rockmucke von ELAYNE passt und der Band damit einen gewissen Touch und vor allem Eigenständigkeit verleiht. Der Rest der Band beweist das sie bestens eingespielt ist und perfekt harmoniert.

Den Einstieg macht “Elayne On Stage” dieser Song ist ein Beispiel für einen geilen Rocksong das Ding geht mitten auf die Zwölf, mit dem Zittern in der Stimme an gewissen Stellen mit Melodie, Power und einer noch geileren Leadgitarre, einer der beiden Songs auf den “Melodic Rock Is Back” Samplern, der zweite Song von den Samplern befindet sich auf der EP. “Heaven And Hell” eine Ballade genial gemacht und diese einzigartige Stimme dazu, Traumhaft. “Doris Day (Oh What A Feeling)” der Text Grins, aber geiler flotter Song, bei “My Village” einer Ballade, liefern sich Herr Stengert und Frau Petroll ein kleines Duell am Mikro kommt geil rüber, und zum Schluss geht die Elektroaxt nochmal so richtig ab, erinnert ein wenig vom Aufbau her an CHINA RAIN mit “The Last Romantic Warrior”. “Give Me Light Now” gibt wieder mächtig Gas ein geiler Rocker, “Tears In Rain” wieder eine starke Ballade. “Downtown” Rockt wieder gewaltig los. “Young Love” ist leicht Rock N Roll lastig kommt aber gut aus den Boxen, “Livin‘, Lovin‘, Laughin’” geht gut ab, irgendwie komisch schräg aber Saugut gemacht. “Lonely Tonight” ist wieder ein Geiler Song hier hört sich Hajo an manchen Stellen an wie Michael Boyle von GLASGOW, was für ein geiler Song zum Abschluss, Melodie ohne Ende und die Stimme von Hajo mit dem Zittern.

Fazit:

So Leute für mich gehört dieses Album mit zum Besten was aus unseren Landen stammt, wenn ihr die Möglichkeit habt eine CD zu bekommen Blind zugreifen, den die bietet sich nicht oft. Ich habe nur eine Anlaufstelle, außer bei der Band, auf der Datenautobahn gefunden und die rufen Preise jenseits der 100er Teuroni Marke auf, ich kann diese Band nur empfehlen, Schluss mit lustig ich vergebe eine Bewertung von 9 Punkten, eine 10 wäre es geworden wenn den Balladen zwei weniger aber dafür flotte Rocker enthalten wären. Aber dennoch ist dieses ein starkes Album ohne schwächen und Ausfälle sucht man hier vergeblich.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Elayne On Stage
02. Heaven And Hell
03. Doris Day (Oh What A Feeling)
04. My Village
05. Give Me Light Now
06. Tears In Rain
07. Downtown
08. Young Love
09. Livin‘, Lovin‘, Laughin
10. Lonely Tonight

Helmut

WINTER’S VERGE – The Ballad Of James Tig

Band: Winter’s Verge
Album: The Ballad Of James Tig
Spielzeit: 48:49 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Pride & Joy Music
Veröffentlichung: 11.09.2020
Homepage: www.facebook.com/WintersVerge

Wir wissen alle, dass wir momentan dankbar sein können über alles, was momentan an Musik von kleineren Bands noch veröffentlicht wird, weil unser aller Lieblingsvirus momentan Gefallen daran gefunden hat, diverse Künstlerexistenzen zu gefährden. Schieben wir es einfach mal darauf, dass die, die noch weiter Kunst schaffen können, das mit geringeren Budgets machen müssen, dass die Orchestral-Sounds auf WINTER’S VERGEs neuem Longplayer “The Ballad Of James Tig” gelinde gesagt günstig klingen. Um den einzigen ernstzunehmenden Kritikpunkt direkt komplett abzuarbeiten: Das vierte Album der Truppe aus Zypern ist als tendenziell piratiger Power Metal sehr orchesterlastig und diesem Orchester hört man doch etwas zu viel an, dass es aus der Dose kommt. Das ist an einigen Stellen echt schade, stört aber kaum, wenn die Stellen nicht rein orchestral sind (was leider gar nicht mal so wenige sind).
Gut, genug des Meckerns: 50 Minuten, neun Songs, ansonsten sehr fette Produktion mit starker Stereo-Ausreizung und gut Druck. George Charalambous macht einen hervorragenden Job als Sänger, der Rest der Band sitzt on point.
Pirate Power Metal – Wie viel Innovation ist da noch möglich? Nun, jetzt nicht allzu viel, aber WINTER’S Verge schaffen es, das Genre allemal interessant und intelligent zu verarbeiten. Wo sie ruhig und gefühlvoll agieren (beispielsweise in der Ballade “Timeless” mit weiblichem Gastgesang oder im Titeltrack), nehmen sie sich Raum zur Ausbreitung der Stimmung, ergänzen sie durch ebenso kluge Orchestral-Arrangements, und wenn Power benötigt wird, dann bricht sie über den Zuhörer mit absoluter Wucht einher. Das kann im Midtempo geschehen (“The Sea”, diese Gitarrenarbeit auch) oder mit einigermaßenem Doublebass-Gewitter (“A Thousand Souls”), bleibt dabei jederzeit hochmelodisch mit einem erkennbaren Faible für 6er-Takt – und Bombast. Tatsächlich gibt es einige Stellen, an denen “The Ballad Of James Tig” an der Schmerzgrenze zu zu viel Bombast kratzt, allerdings subjektiv keine, bei der die Grenze tatsächlich übertreten wird. Kompositorisch hat man natürlich diverse kleine piratige Wendungen drin, gibt sich damit allerdings nicht zufrieden und liefert noch so einiges an geilen unpiratig-fetten Power-Metal-Melodien, die zumeist hervorragend in den Gesamtkontext des Konzeptalbums integriert sind. Überhaupt sind die Songs in sich so vielseitig (die Ballade, der Titeltrack und das kurze “Killagorak”-Intermezzo mal ausgenommen), dass einen praktisch alle 24 Takte etwas anderes erwartet, was allerdings in seiner Abfolge stets so stimmig ausfällt und in nachvollziehbaren Strukturen passiert, dass “The Ballad Of James Tig” als Album zur kleinen abenteuerlichen Seereise ins Ungewisse wird.

Fazit:
Womit ich allen Power- und insbesondere Pirate-Metal-Fans WINTER’S VERGES‘ neues Album soweit wärmstens ans Herz legen kann. Nein, das ist nicht ALESTORM, nicht die Saufen-und-Entern-Art von Pirate Metal, sondern die ernsthaftere und liebevoll komponierte, nicht Pirate auf Teufel komm raus. Musikalisch komplex aber kein bisschen überfordernd. Nur bezüglich der Orchester-Sounds braucht es wirklich Toleranz. Wer sich zutraut, die mitzubringen und die Soundqualität zu ignorieren, wo nötig, der kann auf die Gesamtwertung gerne noch einen Punkt draufrechnen.

Anspieltipps:
“I Accept”, “The Sea” und “A Thousand Souls”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. It Begins
02. A Thousand Souls
03. Dead Reckoning
04. Timeless
05. Killagorak
06. I Accept
07. Blood On The Foam
08. The Sea
09. Ballad Of James Tig

Jannis

NUCLEAR WARFARE – Lobotomy

Band: Nuclear Warfare
Album: Lobotomy
Spielzeit: 39:50 min
Stilrichtung: Thrash Metal
Plattenfirma: MDD Records
Veröffentlichung: 28.08.20
Homepage: www.nuclearwarfare.de

Ihr wollt süße Einhörner, Regenbögen und rosa Wolken? Dann seit ihr hier komplett falsch. NUCLEAR WARFARE bieten einfach räudigen 80er Jahre Thrash Metal, der eure Nackenmuskulatur beanspruchen wird. Seit nunmehr 18 Jahren rumpeln NUCLEAR WARFARE schon durch die Thrash Metal Szene und veröffentlichen mit „Lobotomy“ ihr sechstes Album. Fritz (v,b), Listl (g) und Alex (d) haben den neuesten Output Gitarren-orientierter gehalten als es noch beim Vorgänger der Fall gewesen ist. Die Band, deren Gitarrist ganz aus meiner Nähe (Ingolstadt) kommt, nämlich München, hat ihre Platte mal sauber in den Oversonic Studios in Braslilien aufgenommen. Auch das Coverartwork wurde von einem Brasilianer namens Edu Nascimentto entworfen.

Let’s go. „Lobotomy“ kann sofort punkten. Hier wird in bester Sodom Manier drauflosgeholzt. Klingt wie in alten Zeiten. „Bombshell Disease“ kennt nur ein Gas: Vollgas. Herrlich wie hier geknüppelt wird. Klasse Riffs die Laune machen. „Gladiator“ ist wirklich interessant geworden. Ich finde hier schöpft die Band ihr volles Potential aus. Eingängig, trotzdem hart, schnelle und langsame Passagen, einfach stark gemacht. Auf „Fuck Face“ ändert der Sänger seine Stimmlage ein wenig. Bis zur Hälfte des Songs gibt es klassischen Speed, dann folgt ein Midtempo-Teil der mit einem tollen Solo unterlegt ist. Danach wird wieder richtig Tempo gemacht. „Betrayers From Hell“ wechselt zwischen Thrash- und Speed Metal hin und her. Gut gemachte Breaks werten den Songs immens auf. „The Blood Lord Will Return“ nimmt erstmal das Tempo raus. Behutsam wird das Stück zu einem echten Banger aufgebaut und der Refrain hat wirklich Wiedererkennungswert. „They Live“ ist technisch anspruchsvoller ausgefallen. Der Aufbau des Tracks ist wesentlich progressiver als die Anderen. Gefällt mir gut, besonders das lange Solo des Gitarristen. Jetzt kommt ein Fun Titel namens „Death By Zucchini“.Die punkig angehauchte Nummer handelt von der „Gefahr“ Gemüse zu essen. Hoppla, schon sind wir fast am Ende angekommen. Nur noch „Ages Of Blood“ fehlt noch. Hier geben die Jungs nochmal alles und ballern sich die Seele aus dem Leib.

Anspieltipps: „Gladiator“, „Fuck Face“, „The Blood Lord Will Return“ und „They Live“

Fazit: Hier wird das Rad nicht neu erfunden. Das wollen NUCLEAR WARFARE wahrscheinlich auch so. Wer auf ehrlich gespielten Thrash Metal der Marke Sodom und Kreator steht, sollte hier mal ein Ohr und einen Halswirbel riskieren. Klare Empfehlung die mir 8 Punkte wert ist. Ich bin jetzt mal mutig und hau‘ mir eine Zucchini rein.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Lobotomy
02. Bombshell Disease
03. Gladiator
04. Fuck Face
05. Betrayers From Hell
06. The Blood Lord Will Return
07. They Live
08. Death By Zucchini
09. Ages Of Blood

Sturmi

THE WAYMAKER – The Waymaker

Band: The Waymaker
Album: The Waymaker
Spielzeit: 40:46 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Melodic Passion
Veröffentlichung: 25.09.2020
Homepage: www.thewaymakerband.com

Skandinavischer Melodic Metal geht irgendwie immer! Gut das es mit THE WAYMAKER und ihrem selbst betitelten Debütalbum neues Futter für die Fangemeinde der angesprochenen Musikrichtung gibt.
Und wer bei dem Bandnamen irgendwie an die Band NARNIA denkt, liegt hier gar nicht so falsch! Denn mit Christian Liljegren hat hier der Mastermind von NARNIA seine Finger mit im Spiel. Zusammen mit Jani Stefanovic (SOLUTION .45) und seiner Frau Katja Stefanovic bilden diese drei das Grundgerüst der Band.
Christian und Katja teilen sich den Gesang, was Fans von männlich/weiblichen Wechselgesang vermutlich jetzt schon die Freudentränen in die Augen treiben wird!
Aber auch sonst sollten Fans von so Bands wie RISING FORCE, STRATOVARIUS, MASTERPLAN oder KAMELOT mit christlichen Texten nun genauer lesen.
Als Opener wird uns der vorab veröffentlichte Titel und Bandtrack „The Waymaker“ präsentiert. Es geht sehr stimmungsvoll mit einer Art Cinematic Einleitung los bevor härtetechnisch so richtig die Post abgeht! Wow was für kraftvolle Riffs und Drums mir hier erstmal entgegen ballern, ich muss zweimal gucken ob ich die richtigen MP3 Files geöffnet habe!
Hätte ich so nicht erwartet und auch was in der Folge kommt hätte ich so nicht erwartet, ein Melodic Metal Sahnetrack der mit tollen zweistimmigen Wechselgesang aufwarten kann und noch dazu super eingängig ist.
Na dieser Auftakt ist ja mal mehr als gelungen und die erste Duftmarke definitiv gesetzt!
Auch das folgende „Kingdom of Heaven“ kann direkt gefallen und begeistern, nimmt es doch den Drive vom Vorgängersong absolut mit und führt in fort.
Nachdem es mit „Soldiers under Command“ eher in die Standardtrackrichtung geht weiß das folgende „Marching On“ wieder mehr zu gefallen, auch wenn es nicht ganz an die ersten beiden Sahnetracks ran kommt.
Danach folgt dann mit „Prophet`s Sign“ ein Instrumental was zwar in Ordnung geht, ich aber nicht unbedingt gebraucht hätte. Aber ich habe ja eh schon immer so meine Probleme mit eingestreuten Instrumentalen ; )
Aber auf diese kleineren Durchhänger im Mittelteil kommen dann nun auch wieder in Form von „The Name Above all Names“, der tollen Powerballade „The Rain of Your Love“ und dem abschließenden „See the New Generation“ richtige Ohrbomben.

Anspieltipps:

„The Waymaker“, „Kingdom of Heaven“, „The Name Above all Names“, „The Rain of Your Love“ und „See the New Generation“

Fazit :

Wer auf christliche Texte, mitsingkompatiblen Melodic Metal und weiblich/männlichen Wechselgesang steht ist hier beim selbstbetitelten Debüt von THE WAYMAKER absolut richtig!
Klar erfindet man hier das Rad nicht unbedingt neu, aber die Scheibe ist einfach richtig gut und weiß insgesamt zu gefallen auch wenn es den ein oder anderen Durchhänger gibt.
Überzeugt euch am Besten unten selbst, da findet hier den geilen Openersong.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Waymaker
02. Kingdom of Heaven
03. Soldiers under Command
04. Marching On
05. Prophet`s Sign
06. The Name Above all Names
07. The Rain of Your Love
08. I am Substained
09. See the New Generation

Video zu “The Waymaker”:

Julian

Tungsten News

TUNGSTEN starten Pre-Order für kommendes Album »Tundra« und veröffentlichen neue Single/Video ‚King Of Shadows‘!

Die schwedische Metal-Band TUNGSTEN ist mit ihrem zweiten Album »Tundra« zurück. Nach dem Erfolg des Debütalbums »We Will Rise« (weltweit veröffentlicht am 20. September 2019) ist TUNGSTEN zurück und bereit, am 20. November 2020 ihr zweites Album mit dem Titel »Tundra« der Welt zu präsentieren.

Schaut euch hier die erste Single „King of Shadows“ an:

Die Musik auf »Tundra« folgt der musikalischen Richtung, die TUNGSTEN auf »We Will Rise« einschlug, aber mit mehr von allem. Für den Höhrer unverkennbar, TUNGSTEN – aber der Klang dunkler und epischer als zuvor. Der Mix von eingängigem Metal.

Karl: „The diversity is still definitely there just like on the first album. But this time around to quote my dad’s boss from the 80s ‚MORE IS MORE‘!“
Die Texte auf TUNDRA handeln viel von Zeit. Sie sind immer noch bodenständig und beschäftigen sich mit natürlichen Dingen, die der gewöhnliche Mensch auch erzählen könnte. Es gibt auch Fiktionen und mysteriöse Geschichten über Volfram, den Mann auf dem Album, der Hüter von Zeit und Gleichgewicht, den Reisenden zwischen Zeit und Raum und verschiedenen Dimensionen. In der »Tundra« ist er in der Vergangenheit mit Burgen, Feen und Rittern von einer Welt in eine Zukünftige gereist, eine Stadt nach ihrem Fall, die mitten in einer eisigen Tundra endet, in der fast niemand das eisige, kalte Klima überleben kann.
Mike: „We are so eager to release TUNDRA, a true melodic, heavy piece of metal! We are truly excited! Considering we couldn’t tour with WE WILL RISE we are now more than ready to hit the road in 2021.“
Und Nick fügt hinzu: „We’re already confirmed for SABATON OPEN AIR in August 2021.“

Heute startet die Band den Vorverkauf zum neuen Album und veröffentlicht die neue Single ‚King Of Shadows‘!

CROWN OF GLORY – AD Infinitum

Band: Crown of Glory
Album: AD Infinitum
Spielzeit: 59:53 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Fastball Music
Veröffentlichung: 11.09.2020
Homepage: www.crown-of-glory.ch

Die Schweizer Melodic Metaller von CROWN OF GLORY rund um die Muther Brüder Henne und Markus lassen sich wirklich immer viel Zeit für ihre Alben! Da ist als Fan lange Geduld gefragt. Aber bislang gab die lange Entstehungszeit zwischen den Alben den Jungs recht und man konnte sich von Album zu Album steigern und jeder Diskus wurde bei Presse und Fans regelrecht abgefeiert!
So kam es wie es kommen musste und alleine die Ankündigung des neuen Albums „AD Infinitum“ ließ die Fans eskalieren und die Vorfreude war, nicht nur bei mir, groß. Kein Wunder man musste ja wieder 6 lange Jahre warten.
Nun kehren die Jungs aber zurück auf die Bildfläche und haben ihr vielleicht vielschichtigstes Album im Gepäck!
Von AOR über Rock bis hin zu Melodic und Power Metal ist alles vertreten und mit Seraina Telli (Ex BURNIN WITCHES) hat man auch eine geniale Gastsängerin mit an Bord.
Los geht es mit dem Albumopener „Emergency“ der erst mit einem kleinen Intro startet sich dann aber relativ schnell zu einem klassischen Melodic Metalsong mausert der auch direkt zu gefallen weiß.
Der erste richtige Hit kommt dann aber mit der Singelauskopplung „Something“ wo auch die angesprochene Gastsängerin Seraina zu hören ist. Ein geiler melodischer Track der vor allem aufgrund des tollen Wechselgesangs begeistert, weiter so!
Danach gibt es mit „Let`s have a Blast“ und dem atmosphärischen „Emporium of Dreams“ eher Standarmetal auf die Ohren der zwar direkt gefällt, aber nicht an den übermächtigen Vorgänger ran kommen.
Das schafft dann aber das anschließende, ruhige „Surrender“. Eine Ballade die einen wunderbar umschmeichelt und so schnell vom Gefühl her nicht mehr los lässt.
Bei satten 12 Tracks sind wir nun gerade erstmal genau in der Mitte angekommen wo uns „Infinity“ erwartet welches schön satt und abwechslungsreich aus den Boxen knallt.
Und apropos abwechslungsreich, das ist auch das anschließende „Glorious Nights“ welches mit Growleinschüben und Tempowechseln daher kommt aber trotzdem einen schön melodischen Chorus aufweist. Ungewöhnlicher Track, gefällt aber definitiv!
Nun scheinen die Jungs den Hitknopf gefunden zu haben! Denn mit „Make Me Believe“, „Master of Disguise“, dem vor allem im Refrain starken „What I`m Made Of“ sowie dem abschließenden „Say my Name“ reihen sich in der Folge Hit an Hit. Nur „Until I Made Of“ fällt da etwas ab und raus.

Anspieltipps:

„Something“, „Surrender“, „Glorious Nights“, „Make Me Believe“ und „What I`m Made Of“

Fazit :

Also ich muss schon sagen CROWN OF GLORY liefern auf ihrem neuen Album definitiv ab! Gerade auf den letzten Metern hauen die Eidgenossen nochmal so richtig in die Vollen und ballern uns einen Hit nach dem anderen auf die Ohren. Da sind der ein oder andere Standardmetaltrack im Mittelteil schnell verziehen!
Mit Sicherheit haben wir es hier mit einem der abwechslungsreichsten und überzeugendsten Melodic Metalalben des Jahres zu tun und auf jeden Fall ist dies die bisher beste Leistung der Band!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Emergency
02. Something (feat. Seraina Telli)
03. Let`s have a Blast
04. Emporium of Dreams
05. Surrender
06. Infinity
07. Glorious Nights
08. Make Me Believe
09. Master of Disguise
10. What I`m Made Of
11. Until I`m Made Of
12. Say my Name

Video zu “Something”:

Julian

DEVAY – Break Down The Walls (RG Zeitmaschine)

Band: Devay
Album: Break Down The Walls
Spielzeit: 46:35 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Polaris
Veröffentlichung: 1992
Homepage:

 

Ein Blick zurück ins Jahr 1992 bringt mich auf das leider einzige Album der kanadischen Female Fronted Band DEVAY deren Shouterin Marie-Claire Devay namensgeberin war. Noch mit dabei waren damals ein gewisser Bryan Hughes (BEAU GESTE und THE BRYAN HUGHES GROUP) an den Gitarren, Keyboards und Co Produktion; Alain Pernot, Carlo Simeone und Nick Martino an den Gitarren; Mike Sharp und Maurice Soso Williams am Bass; Rob Cornandoli an den Keyboards; Chris West (JONATHAN M und SHAYLE) und John Hughes Legend an den Drums.

Dieses Album gehört mit zum besten was Female Fronted Bands zu bieten hatten, voll mit geilen Melodien, lauten Gitarren, dezenten Keyboards, treibenden Drums und einer Sängerin mit einer Röhre in etwa einer Mischung aus Anne Wilson (HEART) und Janet Gardner (VIXEN) mit der richtigen Menge Dreck in der Stimme, gemacht für diese Art von Mucke. Der Stil ist Melodic Rock der End 80er, typisch nordamerikanisch wie ihn auch HEART, VIXEN, BAD ROMANCE, FEMME FATALE, FIGHTER und LITA FORD zelebrierten, alles sauber und fehlerlos geboten, die Produktion hätte noch Luft nach oben, geht aber in Ordnung. Starke Songideen gemischt mit viel Melodie, den geilen Vocals und der Rhythmusfraktion ergibt ein Rezept welches jedem Anhänger dieser Musikrichtung und der Vergleichbands bestens schmecken sollte. Kraftvoll kommt Song für Song aus den Boxen, frisst sich sofort in die Gehörgänge, und kommt nicht so schnell wieder hervor. Wer die Möglichkeit hat dieses Album probehören zu können nutzt die Gelegenheit, ihr würdet was verpassen, da das gute Stück schon ziemlich rar geworden ist und meistens wenn es mal angeboten wird kaum unter 50,– Eurostis liegt.

Den Einstieg macht “Rock And A Hard Place” ein geiler flotter Rocker wäre auch für die Disco geeignet, gefolgt vom nächsten Highlight “Heart Like A Gun” geht in die selbe Richtung wie der Vorgänger. Mit “Whatever It Takes” kommt der absolute Superhit besser geht nicht, welch ein geiler Start in ein Album, drei Highlights. “Save Me” drosselt das Tempo, eine Mischung aus Powerballade und AOR Song. “Burning Alive” nimmt wieder mit Vollgas Tempo auf und geht wieder voll ab, stark gemacht. “Let It Roll” könnte auch von HEART oder VIXEN stammen, “Paradise” der nächste Superhit, geilster Rock aus einem anderem Universum. “Take Me Away” eine sehr gelungene Ballade, “I Won’t Let Go” bester Melodic Rock. “If I Gave You My Love” besser geht fast nicht, “Break Down The Walls” beendet dieses Album würdig.

Fazit:

Ich habe selten so ein perfektes Stück Musik gehört oder in Händen gehalten, das Potential haben/hatten/hätten viele, doch nicht viele erreichen diese Perfektion. Probehören und von dem DEVAY Fieber gepackt werden, das Album kommt ohne Ausfall, Durchhänger oder Durchschnittsnummer daher, also kann es nur eine Bewertung geben Full House, genau eine 10! Vielleicht gibt es ja doch noch eine Fortsetzung welches ähnlich stark ist wie diese CD. Bleibt nur noch Euch den Tipp zu geben, das Album unbedingt mal anchecken, es lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn es Schweineteuer ist aber man sollte es mal probiert haben.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Rock And A Hard Place
02. Heart Like A Gun
03. Whatever It Takes
04. Save Me
05. Burning Alive
06. Let It Roll
07. Paradise
08. Take Me Away
09. I Won’t Let Go
10. If I Gave You My Love
11. Break Down The Walls

Helmut

SINSID – Enter The Gates

Band: Sinsid
Album: Enter The Gates
Spielzeit: 40:01 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Pitchblack Records
Veröffentlichung: 18.09.2020
Homepage: www.sinsid.com

Eine Feststellung zu Beginn, die für eine Band wie SINSID als hammerhartes Kompliment zu verstehen ist: Man kann bei dem Quintett aus Norwegen kein bisschen sagen, ob es erst seit vier oder schon seit dreißig Jahren besteht. Die Wahrheit liegt dazwischen (Gründungsjahr 2012), doch tatsächlich kam das Debut “Mission From Hell” erst 2018 raus. Astreine Newcomer also, mit sehr oldschooligem Sound und sehr oldschooligem Heavy Metal. Den Sound könnte man wahlweise als authentisch oder als etwas dumpf beschreiben, das lasse ich den einzelnen Leser an dieser Stelle selbst entscheiden.
Weitere Eindrücke: Die Platte ist eine von denen, bei denen lieber mal ein Drumschlag nicht ganz an der beabsichtigten Stelle sitzt als dass man sich in klinischem Sound totdesinfizieren würde. Sänger Terje hat eine männlich-metallische Stimme, die mit Sicherheit durch einiges an ungesunden Freuden geformt wurde, und bringt gerne mal einen leicht piratigen Touch ins Spiel. Ansonsten sind die Gesangsmelodien jederzeit nachvollziehbar, tonales Geshoute aber recht häufig. Und ab und an wagt man sich mal an düsteres Geraune oder garniert seine Vocals mit sehr passenden Backing Vocals. Hervorzuheben ist des weiteren der schöne Bass-Fokus. SINSID sind keine der Bands, die den Bass ausschließlich als möglichst unauffälliges Fundament verwenden, immer wieder findet sich eine geile Bass-Line, die eine kleine zusätzliche Dimension eröffnet. Die Lyrics sind true, die Keywords enthalten, die man vom Genre so kennt und erwartet, mehr Tiefgang gibt es nicht unbedingt.
Die neun Tracks kommen natürlich ohne Keyboards aus, nebenbei auch ohne größere Komplexität. Das ist angesichts des Genres absolut verständlich, Gefrickel braucht hier keiner. Doch die recht ausgeprägte Konzentration auf Midtempo ist doch auffällig und lässt den Wunsch nach etwas mehr Abwechslung aufkommen – im Ernst, der erste schnellere (und auch nicht besonders schnelle) Track ist Track 7 (“Dawn Of Night”) und obgleich “Enter The Gates” bis dahin sehr offiziell Metal ist, kommt es doch nicht wirklich in Schwung, von kleineren Parts wie der zweiten Hälfte von “Point Of No Return” mal abgesehen. Immerhin intensivieren sich einige der Tracks in ihrem Verlauf doch ganz amtlich, sodass dieses Manko während des Hörens immer mal wieder sekundär wird.
Ansonsten gibt es ein paar ruhige Intros (“Point Of No Return”, “666”, “Roll The Dice”), ein paar Mitsing-Oooooh-Parts (“Roll The Dice”, “Freedom Of The Sea”) und eben viel simpel-effektiven True Heavy Metal, der angemessen roh ausfällt, in Zukunft aber noch ein wenig charakterstärker und minimal vielseitiger ausfallen sollte.

Fazit:
Dann an sich klingt die Platte schonmal nach sehr gutem Futter für Kuttenbesitzer. Sound und Kompositionen sind das, was man von einem Oldschool-Heavy-Metal-Album erwartet, die Melodien sind keine Ohrwürmer, manchmal etwas zu belanglos aber gute Transporteure für den Spirit der Platte. Mehr Abwechslung wäre dennoch wünschenswert gewesen.

Anspieltipps:
“Point Of No Return”, “666” und “Roll The Dice”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Rise Of Fury
02. Enter The Gates
03. Fighting With Fire
04. Hail To The Gods
05. Point Of No Return
06. 666
07. Dawn Of Night
08. Roll The Dice
09. Freedom Of The Sea

Jannis

The Virus Project News

THE VIRUS PROJECT

Das Line-up des Corona Studio Projektes ist nun komplett.
Gregor Vogt, Gitarrist bei der Essener Band GREYDON FIELDS, hat gemeinsam mit Björn Gooßes (The Very End / Harkon), Olaf Reimann (Ra’s Dawn), Frank Stellmacher (Ghosther) und Markus Siegemund (Tombstone) das Heavy Metal Studio Projekt „THE VIRUS PROJECT“ ins Leben gerufen.

Ende 2020 soll eine 4- Track EP über das Label „Roll The Bones Records“ veröffentlicht werden. Der Gewinn aus den Verkäufen wird Essener Rock- und Metal Clubs gespendet.

THE LIGHTBRINGER OF SWEDEN – Rise of the Beast

Band: The Lightbringer of Sweden
Album: Rise of the Beast
Spielzeit: 46:17 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 15.07.2020
Homepage: www.thelightbringer.se

Das Heavy/Power Metalprojekt THE LIGHTBRINGER OF SWEDEN (was ein Bandname!) wurde 2017 vom Gitarristen Lars Eng gegründete der endlich mal Musik im Stile seiner großen Vorbilder Tobias Sammet, Kai Hansen, Adrian Smith und Wolf Hoffman machen wollte.
Herausgekommen ist das Konzeptalbum „Rise of the Beast“ um den Teufel (The Lightbringer) und seinem Gehilfen Skeletor (die Älteren unter uns werden sich noch gut an die 80iger He Man Actionfiguren erinnern : ) ).
Immer mehr Songs nahmen Gestalt an und es wurde Zeit die wichtigste Stelle in seinem Bandprojekt zu besetzten, die des Sängers! Schnell wurde mit Niklas Stalvind (WOLF) der Favorit kontaktiert. Aber leider stand er aufgrund der Aufnahmen zum neuen WOLF Album nicht zur Verfügung.
Somit orientierte sich Lars um und fand mit Herbie Langhans (AVANTASIA, Ex SINBREED, FIREWIND) einen wesentlich passenderen Sänger.
Mit ihm zusammen nahm er die erste Single „Skeletor“ auf, die übrigens bis heute 59000 mal gestreamt wurde, und somit war Herbie fester Bestandteil der Band!
So, viele Hintergrundinfos, aber ich denke man weiß jetzt worauf man sich als Fan nun freuen kann,
Starten wir nun mit der Mucke, dem Cinematic Opener „The Moon“ der einen direkt schon mal sehr ordentlich in die Geschichte und die Scheibe einführt.
Der erste richtige Track „Fallen Angels“ hält sich dann auch nicht mit langem Vorgeplänkel auf, sondern startet direkt mit kraftvollen Riffs.
Als quasi Opener genau das Richtige um reinzukommen, nicht mehr aber auch nicht weniger!
Wesentlich überzeugender kommt dann der Titeltrack „The Beast Inside of Me“ aus den Boxen! Die Nummer beginnt recht gefühlvoll und langsam, steigert sich dann nach und nach in eine absolut geile Power Halbballade!
Auch danach wird mit dem Stampfer „One by One“, dem klassischen „Into the Night“ und dem Groover „Skeletor“ die Qualität schön hochgehalten und man weiß auf Anhieb direkt zu begeistern.
Im letzten Abschnitt der Scheibe bleibt ebenfalls der Fuß größtenteils auf dem Gas und das Niveau hoch. Glanzpunkte sind hier auf jeden Fall „Lightbringer“, das langsame und atmosphärische „Heaven Has Fallen“ sowie das abschließende „Shadows of the Night“.

Anspieltipps:

„The Beast Inside of Me“, „One by One“, „Into the Night“, Skeletor“ und „Heaven Has Fallen“

Fazit :

So mag ich mein erklärtes Lieblingsgenre, melodisch, eingängig, toll und satt produziert sowie gesanglich voll auf der Höhe!
Hier findet der geneigte Powermetalfan genau das was er sucht und was ihn begeistert.
Am Besten ihr bestellt euch diese geile Debütalbum direkt über die Bandhomepage und ich freue mich schon auf das nächste Album dieser hoffnungsvollen „Newcomer“.
Los Leute weg vom Bildschirm, besorgt euch schnellsten das Album, ihr werdet es nicht bereuen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Moon
02. Fallen Angels
03. The Beast Inside of Me
04. One by One
05. Into the Night
06. Skeletor
07. Lightbringer
08. Save Us
09. Heaven Has Fallen
10. Shadows of the Night

Video zu “Into the Night”:

Julian