MASH – Mash (RG-Zeitmaschine)

Trackliste:

01. The Here And Now
02. The Place Where I Was
03. Behind The Surface
04. You
05. In The Moon
06. What
07. Cafè Noir
08. Rims Ahead
09. Fears
10. All The Beauty
11. Friend
12. Poland

Spielzeit: 60:50 min – Genre: Melodic Rock – Label: DFP Music International – VÖ: 1998 – Page:

Ich kenne den Schweizer Musiker Ben Sollberger jetzt seit knapp fünf Jahren und im Laufe der Zeit ist zwischen uns eine Freundschaft abseits der Musik entstanden. Warum ich das erwähne, der tragische und zu frühe Tod eines Teils einer unserer besten Freundschaft vor knapp drei Wochen veranlasst mich seit dem immer wieder darüber nachzudenken wie glücklich man sich schätzen kann wenn man wahre Freunde hat, die mit einem durch Dick und Dünn gehen. Erwin wenn du das liest, wir sind immer für dich da, wenn du uns brauchst. Und als mich Ben darum gebeten hat mir das gleichnamige Album seiner Band MASH für die Zeitmaschine zur Brust zunehmen sagte ich gleich ja.

Zu MASH gehörten damals Rahel Krebs (heute Jaël Malli) und Daniel Kunz am Mikrofon, Ben Sollberger und Markus Bruun an den Gitarren, Heinz Siegrist an Keyboard, Matin Oppeliger an Bass und Martin Kunz an den Drums. Außer Ben kenne ich keinen der beteiligten Musiker, was aber nicht unbedingt für schlechte Qualität sprechen soll. Rahel und Daniel haben eine sehr fein definierte Stimme die sich zwischen mittleren und hohen Tonlagen befinden und sehr gut mit der Art Rockmusik harmonieren. Die beiden Gitarren lassen meist dezent die Saiten schwingen, ab und an kommt die Gitarre auch mal besser durch. Die Tasten erinnern an die 80er Jahre oder kommen als angedeutetes Piano, der Bass macht sich Luft und die Drums sind weder dezent noch dominant. Vom Mix bildet sich ein harmonisches Gesamtbild, dass sehr rund wirkt. Bei der Produktion muss man leichte Abstriche in kauf nehmen, da könnte mehr Dynamik drin stecken.

Für eine Schweizer Band untypisch gibt es Melodic Rock der niemals zu hart wird, sondern eher an Künstler wie PAT BENATAR, FIONA und FLEETWOOD MAC erinnert. Dies betrifft lediglich den Härtegrad, beim Stil wird es dann schon sehr speziell, da es sich wie man es von Schweizer Bands gewohnt ist nicht um rifflastigen Hard Rock handelt. Die Band verbindet wunderschöne Melodien mit einem softeren SAGA, MAGNUM Sound und mixt gelegentlich ein wenig Prog ala SARACEN oder auch softere PILOTS OF THE DAYDREAMS rein. Ein dezenter Vergleich mit den nicht wirklich bekannten deutschen Melodic Rock Bands DELAURIAN und SCARLET ROSE passt wohl am besten. Wie schon erwähnt gibt es wunderschöne oder sehr feine Melodien die mit den Instrumenten sehr gut dargeboten werden. Die beiden Stimmen machen sich auch sehr gut, egal wer jetzt den Leadgesang ausführt oder sich beide im Song ein Duell liefern, das passt alles gut zusammen. Ben ist wie er auf seinen beiden Soloalben beweisen konnte ein begnadeter Gitarrist und der Rest der Band steht ihm da in nichts nach.

MASH hatten damals Ende der 90er Jahre ein sehr unterhaltsames und vielschichtiges Album am Start das für jeden Rock Fan durchaus interessant sein könnte.

„The Here And Now“ ein Rocker der sich irgendwo zwischen soften SAGA, MAGNUM und SARACEN bewegt, „The Place Where I Was“ wird von der akustischen Klampfe getragen. „Behind The Surface“ wirkt anfangs sehr komplex, entwickelt sich aber mit zunehmenden Hördurchgängen, der Refrain wirkt gegenüber den Strophen schräg, „You“ wildert im Pop, Spanien Flair und kommt mit geilem Bass. „In The Moon“ kommt mit coolen JETHRO TULL und SARACEN Prog Vibes, „What“ in den Strophen balladesk, in den Instrumental Parts kommt epische Prog-Stimmung auf mit teilweise schrägen Riffeinlagen, „Cafè Noir“ flott mit Schmackes und geiler Orgel, „Rims Ahead“ ein Instrumental bei dem das Piano den besonderen Charme ausmacht. „Fears“ erinnert mich an alte Prog Songs von JETHRO TULL, „All The Beauty“ könnte auch von SCARLET ROSE stammen. „Friend“ eine verdammt schwere Ballade die die Taschentücher nass macht, „Poland“ wurde mit sehr viel Drama angereichert.

Balle

VIOLET – Silhouettes EP

Trackliste:

01. Set Me Free
02. Dangerous You
03. Somewhere, Somehow
04. Calling For You
05. Arms Around (Live)
06. Sex In Harmony (Live)
07. Blame It On The Night (Live)
08. Fall In Love (Demo)

 

 

Spielzeit: 38:44 min. – Genre: AOR, Melodic Rock – Label: Metalapolis Records – VÖ: 27.02.2026 – Page: www.violetband.de

 

Mittlerweile sind VIOLET aus Ludwigsburg (R.I.P. Rockfabrik) absolut keine unbekannte Band mehr. Mit ihren beiden Alben „Illusions“ (2022) und „Mysteria“ (2024) konnten sie sich in die Ohren und Herzen vieler AOR Liebhaber spielen. Ihr unnachahmliches Gespür und Verständnis für den Sound der Achtziger sprengt aber auch viele Grenzen, denn die Musik des Quartetts um Frontröhre Jamie Beckham ist sowohl im AOR als auch im Melodic Rock zu Hause, manchmal sogar im Pop der bunten Achtziger. Somit sprechen VIOLET sicherlich auch Verfechter härterer Gangarten an.

Und so ist es auch kein Wunder dass die neue EP „Silhouettes“ genau da weitermacht wo „Mysteria“ aufgehört hat. Langweilig? Mitnichten! Das einzige, was man vielleicht bemängeln könnte ist, dass es lediglich zwei Songs zu entdecken gibt die bisher noch nicht veröffentlicht wurden. Aber das sollte nicht das Problem sein.

Denn mit dem grandiosen „Somewhere, Somehow“ haben VIOLET wieder einmal einen Hit am Start, den in dieser Form wohl fast niemand mehr imstande ist zu schreiben. VIOLET haben ihren eigenen Sound schon sehr früh gefunden, natürlich nicht ohne gewisse Reminiszenzen an die Helden der alten Tage. „Calling For You“ wurde bereits 2024 veröffentlicht, ist jedoch bisher auf keinem Tonträger enthalten. Eine echte Bereicherung für diese EP also. Doch eigentlich startet „Silhouttes“ mit dem neuen Track „Set Me Free“. Ein wunderbarer AOR Song mit großen Melodien. „Dangerous You“ ist Achtziger-Pop in seiner reinsten Form. Gepaart mit leichter AOR Schlagseite und herausragendem Keyboard- bzw. Piano-Solo.

Die zweite Seite der LP ist der Zugabenteil wenn man so möchte. Drei Live-Aufnahmen von der Album-Release-Show zu „Mysteria“ gibt es zu hören sowie eine sehr frühe Demoversion von „I Don´t Want To Fall In Love“, die seinerzeit noch „Fall In Love“ hieß. Kaum zu glauben wie originalgetreu und ambitioniert „Arms Around“, „Sex In Harmony“ und „Blame It On The Night“ hier live dargeboten werden. Ein klarer Fall von „diese Band sollte man live nicht versäumen“!

Die Marschrichtung für die Fans ist somit klar: Platte kaufen und fleißig auf die Konzerte dieser außergewöhnlich guten Band gehen.

Stefan

ROZARIO – Northern Crusaders

Trackliste:

01. Fire And Ice
02. We Are One
03. Down Low
04. Free Forever
05. Crusader
06. Coming Home
07. Die Like Warriors
08. Until The Gods Are Calling
09. Sleepless
10. The Warning
11. Haunted By The Past
12. Betrayed

Spielzeit: 50:48 min – Genre: Heavy Metal – Label: Pride & Joy Music – VÖ: 20.02.2026 – Page: www.facebook.com/rozarioband

 

Irgendwie habe ich vergessen, ROZARIO 2023 in meinem Jahrespoll zu den Newcomern des Jahres zu zählen. Dabei sind die Norweger eigentlich genau das. 2023 haben sie mit „To The Gods We Swear“ einen massiven Brecher als Debütalbum vorgelegt, ohne dass einzelne Mitglieder (zumindest nach kurzer Recherche in den Metal Archives) vorher groß mit anderen Bands rumgekommen wären.
Berechtigt wäre es gewesen, aber ist ja noch nichts verloren. Mit zwei Alben zählt man ja immer noch als Newcomer und Album Nr. 2 von ROZARIO mit dem kompromisslosen Namen „Northern Crusaders“ ist jetzt am Start und ist ein vollkommenes Brett.
Der größte Kritikpunkt an der Platte ist der Sound, dem ein paar mehr Mitten nicht geschadet hätten. Aber auch der Punkt ist nicht dramatisch, klingt auf jeden Fall stabil und man gewöhnt sich doch schnell dran.
Musikalisch: Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, ROZARIO sind ganz heiße Ware im true eingefärbten Heavy Metal der Gegenwart. „True“ bedeutet an dieser Stelle, es geht um Sachen wie Gods und auch Warriors; die peinlichen Auswüchse, die mit dem Label gerne mal einhergehen, spart man sich aber. „Northern Crusaders“ ist auf so gesunde Weise „true“, dass man es in Gänze ernst nehmen kann (ja okay, beim Intro von „Die Like Warriors“ ist mir vielleicht ein Sackhaar aus dem Ohr gewachsen).
Aber Spaß haben kann man damit auch. Über seine zwölf kurzweiligen Tracks (keiner über fünf Minuten) toben sich ROZARIO innerhalb der Genregrenzen so richtig aus. In den Strophen steckt Liebe, die Refrains haben Wiedererkennungswert, die Atmosphäre der einzelnen Songs ist meist klar abgrenzbar, ohne dass die Songs zusammen als Album nicht funktionieren würden. Detailreichtum ist vorhanden, wirklich oft ist das kleine Maß an zusätzlichen Gedanken, die in die Komposition und Arrangements geflossen sind, ganz offensichtlich und schraubt den Entertainment-Faktor von „Northern Crusaders“ weiter nach oben.
Dazu gibt es oft sehr gute Melodien, die allesamt ins Genre passen, häufig aber klar abseits der 08/15-Melodien liegen.
Ich könnte hier jetzt noch weiter positive Punkte aufzählen, aber genauso gut kann ich kurz und knapp sagen:

Fazit:
ROZARIO ist ganz frischer und viel zu sehr unter dem Radar laufender erstklassiger Heavy Metal und „Northern Crusaders“ stellt so einige neue Releases der Größen in der Szene locker in den Schatten. Die Band ist ein klarer Geheimtipp, hoffentlich nicht mehr lange.

Anspieltipps:
„We Are One“, „Crusader“, „Die Like Warriors“ und „Betrayed“

Jannis

AEON GODS – Reborn to Light

Trackliste:

01. Birth of Light
02. Flames of Ember Dawn
03. Barque of Millions
04. The Sacred Union
05. Soldiers of Re
06. Reborn to Light
07. Feather or Heart
08. Rebellion
09. Blood and Sand
10. Farewell

 

Spielzeit: 43:04 min – Genre: Power Metal – Label: Scarlet Records – VÖ: 20.02.2026 – Page: www.facebook.com/AEONGODS

 

Das ging fix, nur knapp 1,5 Jahre nach ihrem Debütalbum „King of Gods“ sind die Ex AETERNITAS Masterminds Alex und Anja Hunzinger mit ihrer Band AEON GODS wieder zurück und im Gepäck haben sie ihr 2. Album „Reborn to Light“.
Nach wie vor ist man hier voll im alten Ägypten unterwegs, lyrisch zwischen Fiktion, Mystic und Historie und auch in den Videos tritt die Band mit ägyptischen Pseudonymen sowie Kostümen auf!
Das nenne ich mal volle Identifikation mit der Band und der Idee dahinter.
Nach wie vor sollte das Ganze musikalisch etwas für diejenigen sein die mit MANOWAR, SABATON, GLORYHAMMER oder BROTHERS OF METAL etwas anfangen können.

Ich war sehr gespannt, ob das neue Album nur ein Abklatsch des Debüts ist oder ob man auch einen Schritt nach vorne gemacht hat?
Daher starten wir direkt mal mit dem Opener „Birth of Light“ Das Ganze ist ein recht klassischer Bombast Power Metaltrack geworden, der mit ordentlich Doublebass daherkommt.
Die symphonischen Elemente kommen hier auch nicht zu kurz, von daher bekommen die Band und Genrefans hier eigentlich genau das, was sie erwarten.
Und der Bombastanteil ist auch beim folgenden „Flames of Ember Dawn“ recht hoch. So ein bisschen bekommt man hier schon das klassische RAHPSODY OF FIRE Feeling, mag vielleicht auch am italienischen Label und der dazu passende Produktion liegen.
„Barque of Millions“ ist dann eine Powerballade die natürlich dem Gesang von Fronter Alex gut zu Gesicht steht. Ist jetzt aber auch nichts aufregendes Neues.
Auch im Mittelteil fährt die Band ihren Power Bombast Metal Weg unbeirrt weiter. „The Sacred Union“ bietet einen tollen Ohrwurmchorus, die Videosingle „Soldiers of Re“ ist ein mächtiger Banger und Groover geworden und auch „Reborn to Light“ schüttelt ordentlich den Staub aus den Boxen.
Etwas handzahmer und mehr nach Symphonic Metal mit passender Melodic tönt dann „Feather of Heart“ welches das letzte Drittel der Scheibe gut einleitet.
Hier sind die Keys auch sehr präsent, die aber schon die ganze Zeit eine sehr hervorgehobene Rolle spielen.
Zum Abschluss gibt es noch eine lyrisch zusammenhängende Trilogie die vom Gott Re handelt. „Rebellion” ist dort wieder der klassische Bombast Power Metalsong, “Blood and Sand“ ist etwas erdiger gehalten hat SABATON Anleihen und das abschließende „Farewell“ bedient dann wieder etwas mehr die Symphonic, natürlich auch mit einem passenden Ohrwurmchorus der man schon nach kurzem mitsingen kann.

Das neue AEON GODS Album macht auf jeden Fall nicht viel anderes als der Vorgänger. Ich hätte mir aber irgendwie etwas mehr einen Schritt nach vorne gewünscht, mal ein bisschen was anderes als der so typische Power Metal der mal mehr mal weniger im Bombast Bereich anzusiedeln ist.
So wird das Ganze doch sehr vorhersehbar und man weiß eigentlich was auf einen wartet und alles pendelt halt immer schön zwischen Power, Symphonic oder Melodic Metal hin und her.
Klar, das funktioniert und dürfte Genrefans auf jeden Fall auch gefallen, aber bei dem sehr übersättigten Power Metal Sektor aktuell wird es der neue Diskus schwer haben hervorzustechen!
Innovativität muss nicht immer sein, aber zu viel Standard und klassisches ist leider auch nicht immer gut, so bleibt es insgesamt bei einer soliden, ordentlichen Bewertung.

Julian

 

 

DESERTA – Hard Times Ahead

Trackliste:

01. Don’t Let Me Forget
02. I Came For Love
03. She’s The Owner
04. Life Is A Ride
05. Ahead Of My Time
06. Here To Try
07. Nothing I Can Do
08. The Children’s Screams
09. You Looked Into My Dreams
10. Dance (The Song Of Freedom)

 

Spielzeit: 53:07 min – Genre: Melodic Hard Rock – Label: Lions Pride Music – VÖ: 27.02.2026 – Page: www.facebook.com/desertaofficial

 

DESERTA da war doch mal was, 2023 veröffentlichte die Band ihr Debütalbum mit dem Titel „Don’t Dare Stop“, das sich bei mir im Schrank befindet. Das Debüt war voll mit gut hörbarem Melodic / Hard Rock der an die Helden ab Mitte der 80er erinnert. Die aus Brasilien stammenden Rocker kommen dieser Tage mit ihrem zweiten Output „Hard Times Ahead“ über den Atlantik gerauscht, mal hören wie es sich in den Trommelfellen anfühlt.

An der Besetzung hat sich gegenüber dem Debüt nichts geändert und besteht immer noch aus Ully Dolph am Mikrofon, Thirray Priester an Gitarren, Fab Jablonski an den Tasten, Maikon Koroll an Bass und Drummer Renato Hafermann. Ullys Stimme erinnert mich an einen Mix aus Jon Bon Jovi, Craig Csongrady (BB STEAL) und Craig Morrison (De Mont) von keinem der Drei Zuviel sondern irgendwo in der Mitte drin. Die Stimme weißt auch eine gewisse Rauheit auf, die dem Sound sehr gut tut. Die Gitarren machen das wofür sie erfunden wurden, die hauen die Riffsalven raus, und die kommen teilweise sehr trocken rüber. Vom Klang und Ausführung bewegen sich die Gitarren auf dem nordamerikanischen Kontinent der auslaufenden 80er. Die Tastenabteilung hält sich vornehm zurück, und unterstützt die Gitarren aus der zweiten Reihe. Beim Bass muss man genauer hinhören, der kommt wie die Tasten aus der hinteren Ebene. Das Schlagzeug wirkt auch dezenter und nicht so auf Krawall gebürstet wie bei manch anderen Bands, sorgt aber trotzdem für Aufsehen. Die Produktion geht klar, könnte in den tiefen Frequenzen mehr Bumms vertragen.

Den Stil den DESERTA fahren liegt im Melodic Hard Rock, mal härter mal melodischer, aber immer auf den Punkt kommend. Vergleichen kann man in etwa mit BON JOVI, BB STEAL, DE MONT, aber auch mit DREAM POLICE die einen Keyboard spielenden Knallfrosch verschluckt haben mit einem Hang hin zu Furz trockenen Gitarren. Die Melodien sind immer nachvollziehbar oder auch mal schräg wie bei „I Came For Love“. Dann gibt es noch JOVIsches Gitarrenspiel wie bei deren „Wanted Dead Or Alive“ oder wie es bei den DEAD DAISIES zum Einsatz kommt. Im Großen Ganzen ein sehr gelungenes und hörenswertes Album das die Brasilianer vorlegen.

Das zweite Album ist um ein gutes Stück eingängiger als das Debüt, man kann eine Steigerung feststellen, anscheinend haben DESERTA ihren Sound verfeinert und gefunden.

„Don’t Let Me Forget“ ein mehr als gelungener Einstieg – kommt als cooler Stampfer „I Came For Love“ flott und kräftig geht es der zweite Song an. „She’s The Owner“ befindet sich zwischen Ballade und Rocker mit geiler Akustikgitarre, „Life Is A Ride“ ein fettes Highlight was die Band an den Start bringt. Mit „Ahead Of My Time“ kommen mehr Keyboards ins Spiel und die zeigen Wirkung, „Here To Try“ und noch so ein gefühlvoller Song der was von Ballade und Rocker aufweisen kann. „Nothing I Can Do“ ein geiler mit Drama angereicherter Rocker, hier muss ich an die Australier von GREYSTONE CANYON denken, „The Children’s Screams“ die Jungs drücken mit dem Rocker wieder aufs Gaspedal. „You Looked Into My Dreams“ und noch ein balladesker Rocker, „Dance (The Song Of Freedom)“ zum Abschluss kommt noch Rock N Roll Stimmung ins Spiel.

Balle

SUBWAY – Turn back the Time

Trackliste:

1. Breaking These Chains
2. When It’s Gone
3. In The Shadows
4. Bitter Sweet Melody
5. Turn Back The Time
6. Unbreakable
7. I Won’t Change
8. They Taught Me Love
9. Calling For You
10 Hear You Cry

Spielzeit: 36:47 min – Genre: Melodic Rock – Label: Lucky BobRecords – VÖ: 19.02.2026 – Page: https://www.facebook.com/p/Subway-Band-100078672588562

 

Die Balinger Formation Subway, legt uns nach 16 Jahren Pause ein neues Album vor. Gegründet im Jahre 1986, folgte 1992 die zweite Scheibe „Hold On To Your Dreams“, die zugleich den internationalen Durchbruch brachte. 2003 löste sich die Band auf, bevor es mit der AOR-Hymne „Breaking These Chains“ (2024) einen Vorgeschmack auf die neue Langrille „Turn Back The Time“ gab. Zwischenzeitlich fand die Band im 92er Line Up wieder zusammen. Dennis Ward (Pink Cream 69) zeigt sich für die Produktion verantwortlich und der Rundling kann vor allem durch durchgehend starke Songs punkten. Textlich werden verschiedene Themen verwendet, bis hin zum Verlust eines Freundes oder sehr persönliche Texte. Man darf es vorwegnehmen, hier ist ein erster Anwärter auf das „Album des Jahres“ entstanden und so stellt dieser Rundling ein „Must-Have“ für alle AOR Fans dar. Subway sind in alter Stärke zurück- ohne Wenn und aber

Bonne

 

 

GREYHAWK – Warriors Of Greyhawk

Trackliste:

01. Ascension
02. Land Of Ashes
03. Take A Stand
04. Endless Race
05. Warriors Of Greyhawk
06. Words Of Power
07. Chosen
08. Hyperspace
09. Embers Rise
10. Rise Above
11. Eternal Quest

Spielzeit: 49:36 min – Genre: Heavy Metal – Label: Cruz Del Sur Music – VÖ: 13.02.2026 – Page: www.facebook.com/greyhawkheavymetal

 

In Zeiten von KI-Covern schaut man sich das Artwork von GREYHAWKs „Warriors Of Greyhawk“ beinahe mit Pipi in den Augen an. Ist schon sehr cheesy, aber handgemachter wird’s halt auch nicht mehr. Und gibt schonmal einen Vorgeschmack auf das dritte Album der Band. 50 Minuten Spieldauer, elf Songs, von denen einige unter vier, einige aber auch über sechs Minuten lang sind, dazu mit Anthony Corso ein neuer Sänger mit einem schönen Heavy-Metal-Tenor und Kopfstimmen-Qualifikation, die er auch gerne zur Schau trägt. Was wäre ein echter Metalsong ohne ein Start-“Yieeeeeeeeeeeaaaaaaaah“?
Nicht nur Anthony kann was, auch der Rest der Band macht einen guten Job. Und neben klassischen Band-Instrumental-Klängen gibt es auch eigentlich nur noch ein paar günstig-oldschool klingende Streicher-Keys. Aber mehr braucht es bei so einem Album ja auch nicht.
Die Produktion ist vernünftig, ein bisschen mittenlastig und mit ein, zwei biestigen Frequenzen, die aber auch nur an wenigen Stellen durchkommen. Beim Titeltrack gibt es in der Mitte zudem einen recht merkwürdigen Lautstärkesprung. Kein Drama, aber sollte eigentlich auch nicht passieren. Die Vocals sind gut produziert, auf „Warriors Of Greyhawk“ gibt es eine Menge mehrstimmige Vocals, die sehr schön funktionieren. Grund zur Kritik bietet hier „Chosen“ mit einer bizarren Gothic-Kermit-Stimme, die nicht wirklich passt, und abermals der Titeltrack, dessen „Wohohohos“ im Chorus negativ auffallen. Wobei man bei all der bislang geäußerten Kritik an dem Track sagen muss, dass er ansonsten echt ein Höhepunkt des Albums ist.
Musikalisch sind GREYHAWK klar heavy-metallisch unterwegs. Mal straight-stumpf basic wie bei „Land Of Ashes“ und „Words Of Power“ mit seinem Neoclassic-Solopart; mal schnell-melodisch („Hyperspace“, „Endless Race“) und mal gemäßigt-melodisch („Rise Above“, „Eternal Quest“).
Damit bewegt sich „Warriors Of Greyhawk“ zwischen Heavy, Power und True Metal, bedient sich an allem ein bisschen, legt aber generell Wert auf Melodiösität, wobei auch die ein oder anderen Gangshouts und frisseligen Soli nicht fehlen dürfen.
Die Melodiearbeit ist insgesamt stabil, die Atmosphäre des Albums durchweg angenehm oldschool und handgemacht. Die ganz großen Genre-Hits sucht man vergeblich, aber in seinem Genre funktioniert das Gesamtkonzept von GREYHAWK auf jeden Fall.

Fazit:
Ein paar kleine Macken hin oder her – „Warriors Of Greyhawk“ ist sympathischer und liebevoll gemachter Classic Heavy Metal ohne Modernitätsanspruch und eine gute Zeit für alle, die die Melodien heroisch, den Gesang hoch, den Sound ungelutscht und die Bassdrum beansprucht mögen!

Anspieltipps:
„Ascension“, „Warriors Of Greyhawk“, „Rise Above“ und „Eternal Quest“

Jannis

EPINIKION – The Force of Nature

Trackliste:

01. The Moon, the Sun and the Stars
02. The Force of Nature
03. Lessons in Life
04. Come into my World
05. Your Ultimate Joy
06. I thought you were on my Side
07. Don`t wake up the Dead
08. Monsters in my Head
09. Two Hearts
10. Run with the Wolves
11. What Goes up must Come Down

Spielzeit: 52:59 min – Genre: Symphonic Metal – Label: Eigenveröffentlichung – VÖ: 06.02.2026 – Page: www.epinikion.org

 

EPINIKION sind eine holländische Symphonic Metaband die durch Keyboarderin Renate de Boer und Gitarrist Robert Tangerman 2020 gegründet wurden.
2022 erschien das Debütalbum „Inquisition“ und nun ist man etwas personell runderneuert wieder zurück und präsentiert uns das neue, zweite Album „The Force of Nature“-
2024 tauschte man fast die gesamte restliche Band aus und mit der neuen Sängerin Kimberley Jongen, Gitarrist Maarten Jungschläger sowie Bassist Rutger Klijn und dem bisherigen Schlagzeuger Michael Gis ist man nun wieder ready um uns ihre Version des Symphonic Metals gewürzt mit Einschüben des Prog und Heavy Metals auf dem neuen Album zu präsentieren.

Als Opener fungiert dabei „The Moon, The Sun and the Stars”. Ein 2 minütiges instrumentales, cinematic Intro was zu einer Symphonic Scheibe natürlich ganz gut passt.
Danach gibt es dann direkt den Titeltrack „The Force of Nature“ auf die Ohren. Und ja die Nummer hat zu Recht diesen Stellenwert. Eine klassische Symphonic Metalnummer die direkt jedem Fan zusagen sollte.
Die „neue“ Sängerin Kimberley ist gut bei Stimme und weiß auch direkt zu gefallen, eine gute Wahl der Band auf jeden Fall!
Danach folgt „Lessons in Life“. Diese ist nicht ganz so eingängig wie der Opener zuvor, geht aber vom Aufbau und vom Chorus her noch vollkommen in Ordnung. Standard Symphonic Metal also.
Der Mittelteil der Scheibe ist dann mit „Come into my World“, Your Ultimate Joy“ und der Powerballade „I thought you were on my Side” ganz ordentlich aufgestellt. Keine absoluten Highlights des Symphonic Metals, aber ordentliche Standardqualität wird uns hier geboten.
Der nächste richtige Anspieltipp und Highlight ist dann das bombastische und eingängige „Don`t wake up the Dead“ und auch das über 9 Minuten lange „Monsters in my Head“ weiß zu gefallen, auch wenn es ein paar Anläufe braucht, bis die Nummer in die Gänge kommt und so richtig zündet.
Im letzten Drittel kann noch die Videosingle „Run with the Wolves“ überzeugen, der Rest ist wieder guter Standard Symphonic Metal.
Symphonic Metabands gibt es ja wie Sand am Meer. EPINIKION stechen hier vielleicht noch nicht so ganz hervor wie sie es vielleicht möchten, aber man ist auf einem guten Weg dahin! Die Verbesserungen im Vergleich zum ersten Album sind hier klar zu spüren und von daher ist die eingeschlagene Richtung auf jeden Fall richtig.
Symphonic Metal Fans werden hier auf jeden Fall tolle Songs finden, von daher ist das Ganze eine solide, ordentliche Leistung, nicht mehr aber auch nicht weniger!

Julian

 

 

DISPRYIA – Redemption Part I

Trackliste:

01. After Dawn
02. I Am Nothing
03. Master of Mirrors
04. The Revelation
05. Father
06. David`s Nightmare
07. The First of its Kind
08. Light of a Dream
09. Red Requiem
10. Twisted World

 

Spielzeit: 46:31 min – Genre: Prog Power Metal – Label: El Puerto Records – VÖ: 20.02.2026 – Page: www.dispryia.com

(Bandfan)

 (klassischer Metaller)

Nachdem ich 2023 das erste Mal mit der Band DISPRYIA und dem ganzen Universum drumherum was Mastermind Jürgen Walzer erschaffen hat in Kontakt gekommen bin, war ich sehr gespannt auf die neuste Veröffentlichung aus dem Hause Walzer!
Nachdem mit dem letzten Album die 1. Geschichte rund um Josh Devon und Aelyrea vermeintlich zu Ende ging, feiert zumindestens Josh Devon (und auch Marion Dust sowie Katherine) geschichtlich ihre Comebacks auf dem neuen Album „Redemption Part: I“ wo es aber auch wieder ganz viele neue Charakter zu bestaunen gibt und, der Titel sagt es schon aus, es wird wieder ein Mehrteiler werden.
Um diese tolle Geschichte, hier sei das Studium der gesamten Geschichte auf der Bandhomepage empfohlen, mit Leben zu erwecken hat Mastermind Jürgen Walzer natürlich wieder einige Gastmusiker um sich geschart.
Mit dabei sind natürlich schon bekannte DISPRYIA Größen wie Zak Stevens (SAVATAGE), Carsten „Lizard“ Schulz (EVIDENCE ONE, LAZARUS DREAM) sowie Gitarrist Markus Pfeffer (LAZARUS DREAM, MYSTERY MOON). Aber logischerweise auch neue Namen, aufgrund neuer Charaktere.
Dazu zählen die beiden Sängerinnen Sabrina Roth und Carolina Padron (TRIBUS), die Sänger Damiano Libianci, Rob Lundgren (MENTALIST), Dennis Ohler (DRAGONSFIRE) sowie Markus Teske an den Synthies.
Ganz im Sinne vom Metal Opera Urvater AVANTASIA also viele beteiligte Musiker, was das Ganze aber absolut spannend macht!

Erneut über El Purto Records veröffentlicht, widmen wir uns nun dem Albumopener „After Dawn“. Nach einer etwas längeren Cinematic Einleitung legt der Song ab 2:30 los und den Gesang übernehmen hier Zak Stevens und Sabrina Roth. Die Nummer ist eher kein klassischer Metalsong sondern bietet immer wieder Cinematic Einschübe und ist somit eher epischer und Metalopera lastig geworden. Für einen Opener auf jeden Fall sehr mutig, für die Geschichte natürlich super.
Beim anschließenden „I Am Nothing“ haben wir dann wieder Sabrina Roth und als Neuling Damiano Libianci am Mikro. Auch hier gibt es erst wieder eine längere Einleitung, bevor die Nummer startet. Hier geht es ruhig zur Sache, eine Powerballade die auf jeden Fall von den Sängern gut getragen wird.
Bei „Master of Mirrors” wird es dann das erste Mal etwas klassischer und wir haben hier einen richtigen Metalsong. Das Ganze geht eher etwas in Richtung Symphonic Metal, was natürlich auch an dem Gesang von Carolina Padron liegt. Toller Song, der direkt gut reingeht!
„The Revelation“ ist dann die erste reine Zak Stevens Nummer. Und ja es hätte keinen besseren Sänger geben können als ihn dafür. Eine geile intensive Nummer die nicht nur einmal SAVATAGE Feeling verbreitet.
Bei „Father“ wird es etwas schwerer und rockiger, das Stichwort für Carsten „Lizard“ Schulz. Jemanden den man unter 100 Sängern heraushört und der perfekt zu diesem erdigen Rocker passt.
Nach dem Zwischenstück „David`s Nightmare“ gibt es bei „The First of its Kind“ dann den Gesangspart von Rob Lundgren. Und ja auch hier eine perfekte Sängerwahl. Melodic Power Metal, voll sein Stil. Auch hier gibt es aber wieder Cinematic Einschübe, die den Song füllen.
Beim anschließenden, dramatischen „Light of a Dream“ ist dann wieder Zak Stevens dran. Passt, sitzt, wackelt und hat Luft, mehr gibt es dazu gar nicht zu sagen. Ein ordentlicher Track.
Als vorletzten Song der Scheibe haben wir mit „Red Requiem“ den Gesangsbeitrag von Dennis Ohler. Und ja auch hier absolut passend, Midtempo Power Metal mit etwas Epic wird uns hier geboten, ziemlich klassischer Stoff. Könnte auch gut zu seiner Stammband passen.
Und beim abschließenden „Twisted World“ darf der gute Lizard Schulz nochmal ran. Ein würdiger Schlusspunk unter das neue Album welcher eher wieder etwas rockiger und moderner ausgefallen ist, dafür sorgen auf jeden Fall auch die Synthies von Markus Teske hier.

Tja sind denn jetzt die neuen Songs auf dem neuen DISPRYIA Album nun gut? Das ist so einfach gar nicht zu beantworten. Songwriting technisch auf jeden Fall, wenn man auf diese Art Metal steht auf jeden Fall auch, aber man muss schon etwas mit dem Konzept hinter der Band anfangen können.
Das Ganze ist eben eine Art Metal Opera, aber nicht ganz so zugänglich wie z.B. ein AVANTASIA wo man auch ohne die ganze Hintergrundgeschichte gut reinkommt. Das ist hier definitiv nicht der Fall!
Und der Opera, Prog sowie Cinematic Anteil ist hier auf jeden Fall auch wesentlich höher als beim letzten Album, was es dann auch nicht so zugänglich macht.
Das muss man wissen, daher teile ich meine Note hier etwas auf, was die Einschätzung hoffentlich leichter für euch machen sollte!
Auf jeden Fall ist das Ganze ein sehr ambitioniertes Werk, wo man nur erahnen kann welche Arbeit dahintersteckt!
Bei einer guten Flasche Wein an einem lauschigen Abend entfaltet die Platte auf jeden Fall seine volle Wirkung wenn sie aufmerksam gehört wird. Wieder ein absolutes Epos aus dem Hause Walzer!

Julian

 

 

MAYHEM MAVERICKS – Mayhem Mavericks

Trackliste:

01. Divide
02. Killing Eyes
03. Midnight Crawler
04. With Me
05. I Can Feel The Heartache
06. Eclipse
07. Join The Fight
08. More To Ask
09. Best Of Me
10. One Day In A Lifetime
11. Road With No End

Spielzeit: 45:58 min – Genre: Melodic Hard Rock – Label: Street Symphonies Records – VÖ: 30.01.2026 – Page: www.facebook.com/mayhemmavericks

 

MAYHEM MAVERICKS what the F*ck, wer soll das denn schon wieder sein, noch nie gehört oder irgendwie auf meinem Radar in Erscheinung getreten. Von jetzt auf gleich in der Redaktionslist aufgetaucht unter dem Genre Hard Rock, also dachte ich mir, mal hören was die so zu bieten haben. Die Band erhob sich aus der Asche von ALCHEMY nach deren letztem Album. Dieses Album fand sowohl bei Fans als auch Fachmedien gute Resonanzen, dass sich Marcello Spera und Andrew Trabelsi entschieden eine neue Band zu gründen, was dann die Geburtsstunde von MAYHEM MAVERICKS markierte.

Zur Band gehören Marcello Spera an Mikrofon, Andrew Trabelsi an Gitarren und Keyboards sowie Andrea Oliverio an den Drums. Als Gastmusiker sind die Bassisten*innen Vanessa Odry, Angelo Sasso, Stefania Sarre, Mauro Balestra und Matteo Castelli zu hören, sowie der Gitarrist Cristiano Stefana bei manchen Solos. Marcello besitzt eine coole Stimme, die sich in einer mittleren Tonlage befindet und auch mal weiter Hoch gezogen wird ohne dabei den Nervfaktor zu aktivieren. Ein wenig Rauch befindet sich auch in dieser Stimme und passt sehr gut zu der Art Hard Rock von MAYHEM MAVERICKS und erinnert an eine leicht rauere Version von Michele Luppi. Gitarren und Keyboards wirken wie zwei gleichberechtigte Zwillingsgeschwister, keiner bügelt den anderen, sondern beide unterstützen Marcellos Stimme und bilden ein mit Schwerlastanker festgedübeltes Fundament. Die Tastenabteilung ist von der Ausführung tief in den 80ern beheimatet und kommt gelegentlich auch mal spacig rüber. Die Gitarren geizen nicht wirklich mit Riffeinlagen und machen dabei keine Gefangenen. Der Bass hat seine liebe Mühe gegen das Zwillingspaar anzukommen und geht leider ein wenig unter. Die Drums sind unspektakulär und dezent aufgenommen worden, dabei aber immer voll im Hörraum da. Die Produktion geht voll in Ordnung.

So Hard Rock aus Italien, ich werde scherzhaft von einigen mir Bekannten die von jenseits des Weißwurstäquators stammen immer als Norditaliener betitelt obwohl das nicht der Wahrheit entspricht, aber wenn sie meinen. Wenn so gute Mucke wie etwa von SANDNESS, WHEELS ON FIRE und jetzt auch von MAYHEM MAVERICKS aus Italien kommt, dann bin ich gerne ein Landsmann von den Musikern. Italien ist das Land der Pasta und Pizzas, als Ursprung von guten Hard Rockern eher nicht so. Aber immer wieder kommt eine Überraschung über die Alben geflogen, die voll mit cooler Mucke ist, so auch im Fall von MAYHEM MAVERICKS. Der Sound der Band liegt zwischen Melodic und Hard Rock mit einer leichten Hard Schlagseite. Am meisten Berührungspunkte haben MAYHEM MAVERICKS mit WHEELS ON FIRE und LOS ANGELES die ja auch sehr gute Alben am Start haben. Mit viel Melodie und gleichberechtigten Gittis und Tasten geht die Band die elf melodischen Songs an und liefert nebenbei mal eben so ein sehr gutes Album Musik ab. Italien mausert sich langsam in unregelmäßigen Abständen zum Garant für verdammt starke und gute Hard Rock Mucker. Hätte MAYHEM MAVERICK was besser machen können, vielleicht höchstens an der ein oder anderen Feintuningschraube für volle Punktzahl, ansonsten ein sehr gutes Album das lange nachhallt.

„Divide“ ein sehr guter und flotter Einstieg ins Album, „Killing Eyes“ ein melodischer Rocker der sofort ins Ohr geht. „Midnight Crawler“ es geht flott weiter, „With Me“ eine starke Ballade mit viel Drama und geiler Melodieführung. „I Can Feel The Heartache“ ein Schmankerl das beim Refrain noch einige Schippen drauf legt, „Eclipse“ hier kommt epische Stimmung auf. „Join The Fight“ ein Song für die Linke Spur auf der Autobahn während der rechte Fuß das Bodenblech durch drückt, „More To Ask“ eine weitere Ballade mit Drama und allem was dazu gehört. „Best Of Me“ das nächste Schmankerl das sich ins Gehör einbrennt, „One Day In A Lifetime“ ein Highlight das es in sich hat mit auffälligem Drumming, „Road With No End“ sie könnens nicht lassen, selbst zum Abschluss kommt noch ein Highlight.

Balle