BAEST – Necro Sapiens

Band: Baest
Album: Necro Sapiens
Spielzeit: 45:00 min
Stilrichtung: Death Metal
Plattenfirma: Century Media
Veröffentlichung: 05.03.2021
Homepage: www.baestband.com

BAEST sind ein Death Metal Biest aus Dänemark. Und sie sind ziemlich fleißig. Das neue Album ist bereits die dritte Veröffentlichung seit 2018. Und seit 2015 gibt es die Jungs Simon Olsen (v.), Svend Karlsson (g.), Lasse Revsbech (g.), Mattias Melchiorsen (b.) und Sebastian Abildsten (d.) auch erst. In der kurzen Zeit entwickelten sich die Dänen vom Underground Phänomen zu einem internationalen Top Live Act. Dies stellten BAEST schon auf dem Summer Breeze, dem Ruhrpott Metal Meeting und Roskilde zur Schau. Auch die Tour mit Abbath konnte überzeugen. Ich werde im Laufe des Reviews einige bekannte Bands nennen die hier als Einfluss zu hören sind. Aber BAEST machen auf jeden Fall ihr eigenes Ding. Bevor wir loslegen, möchte ich noch das extrem gelungene Coverartwork von Mitchell Nolte (Aborted, Vampire) erwähnen, wirklich stark geworden.

Los geht’s mit „The Forge“, einem kurzen Intro, dass ein leicht beklemmendes Gefühl auslöst. „Genesis“ ist dann quasi der Opener, der einfach nur brutal ist. Dieses tolle Stück zeigt sofort in welche Richtung es geht. Und die Stimme von Simon finde ich großartig. Gleich die Nummer „Necro Sapiens“ setzt noch einen drauf. Fette Riffs die zwischen Morbid Angel und Benediction hin und her wechseln. Perfekte Abstimmung von den Midtempo- und Abgehparts. Alles sehr wuchtig und überzeugend. „Czar“ ist wahrlich kein schlechter Song, zündet aber leider nicht wirklich bei mir. Da passiert einfach zu wenig. Macht jetzt aber nichts, denn ich verspreche euch, dass das restliche Material sehr hochwertig ist. „Abbatoir“ beginnt erstmal nur mit Schlagzeug und wird dann aber so was von mächtig. Die David Vincent artigen Vocals sind so intensiv, die Riffs so heavy und der Bass so pumpend, just wow. „Goregasm“ startet düster und beklemmend. Der Song windet sich in der ersten Hälfte zäh wie Lava den Berg herunter. Nur um dann das Tempo anzuziehen und dich mit Killer Riffs a la Benediction und Monstrocity zu begraben und dir die Luft zu rauben. Auch „Towers Of Suffocation“ will einen nur ersticken. Es ballert so heftig wie bei Grave und Dismember damals. Ein paar vertrackte Gitarrenläufe und Soli werten das Ganze noch mehr auf. Erinnert mich auch sehr positiv an die letzte Vltimas Scheibe. „Purification Through Mutilation“ stellt einen echten Banger dar. Wie alte Morbid Angel schaffen sie es eine bestimmte Atmosphäre zu erschaffen, die man nicht erklären kann. Das Stück ist heftig, knallt voll rein und ist einfach richtig stark. Bei „Meathook Massacre“ ist der Titel Programm. Hier wird wirklich ein Massaker angerichtet. Das Tempo ist meist hoch, die Nummer schneidet sich durch deinen Körper rund lässt dich ausbluten. Was für eine großartige Death Metal Granate. „Sea Of Vomit“ besticht durch die intensiven Vocals, diese tiefen Grunts beeindrucken mich. Der Track hat alles was guten Death Metal braucht. Gelungener Abschluss von BAEST.

Fazit: Bis auf den einen schwächeren Song gibt es hier überhaupt nichts zu bemängeln. Von der Produktion hin zum Coverartwork und dem Songwriting ist fast alles extrem gut. Respekt an die Dänen, die in unglaublich kurzen Abständen solch hochwertige Veröffentlichungen herausbringen. Ich lehne mich jetzt mal ein wenig aus dem Fenster und behaupte: „BAEST gehört die Zukunft im Death Metal“

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Forge
02. Genesis
03. Necro Sapiens
04. Czar
05. Abbatoir
06. Goregasm
07. Towers Of Suffocation
08. Purification Through Mutilation
09. Meathook Massacre
10. Sea Of Vomit

Sturmi

EMBRACE OF SOULS – The Number of Destiny

Band: Embrace of Souls
Album: The Number of Destiny
Spielzeit: 67:53 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Elevate2Records
Veröffentlichung: 19.02.2021
Homepage: www.facebook.com/embraceofsouls

Michele Olmi (Schlagzeug, CHRONOSFEAR) ist der Gründer der italienischen Power Metaller EMBRACE OF SOULS. Das bekannteste weitere Mitglied der Truppe ist mit Sicherheit Giacomo Voli der bei RHAPSODY OF FIRE auch in Lohn und Brot sowie hinter dem Mirko steht.
Das Debütalbum „The Number of Destiny“ ist ein Konzeptalbum über zwei Seelenverwandte aus der Vergangenheit, die sich über die Jahrhunderte hinweg suchen.
Auf dem Album sind auch noch eine illustre Schar von Gästen zu hören, z.B. Michele Guaitoli (VISIONS OF ATLANTIS, TEMPERANCE), Ivan Giamini (VISION DIVINE), Roberto Tiranti (LABYRINTH), Danilo Bar (Ex WHITE SKULL) oder Michele Vioni.
So viel erstmal zu den Eckdaten!
Nun schauen wir mal ob wir hier einen weiteren RHAPSODY OF FIRE Klon haben oder aus welchem Holz die Truppe geschnitzt ist.
Der Opener „On the Way from the Past“ ist nur ein stimmungsvolles Intro was uns noch keine große Erkenntnis liefert.
Das anschließende „New Hope“ legt dann aber recht brachial los und nach kurzem ist man irgendwie voll im Italo Power Metal angelangt, der mal mehr mal weniger zu den genannten großen Vorbildern rüberschaut!
Als Opener ganz in Ordnung, der ganz große Wurf ist es hier aber noch nicht. Aber mal schauen was da noch kommt.
Mit dem anschließenden „From the Sky“ kommt man auf jeden Fall schon mal wesentlich besser zum Punkt und ist kompakter unterwegs.
Natürlich klingt das Ganze schon ein bisschen nach RHAPSODY OF FIRE, das macht natürlich direkt der Gesang von Fronter Giacomo Voli.
Der erste wirkliche Anspieltipp ist dann das gefühlvolle, überlange „In the Castle“. Hier kann natürlich der Gesang 1 A punkten.
Und als wäre das eine Initialzündung gewesen legt man bei den nächsten Songs richtig los und steigert sich auch nochmal was die Qualität angeht.
Klarer Sieger hier im Mittelteil sind das schnelle „My Dreams“ und das eingängige „Prison“.
Über das gefühlvolle „We`ll meet again“ geht es dann in das Schlussdrittel wo vor allem der sehr melodische Titeltrack „The Number of Destiny“ und das sehr aggressive „Welcome to my Hell“ überzeugen können.
Mit dem klassischen, italienisch gesungene „IL Numero Mistico“, ein akustisches Cover des Titeltracks, geht die Scheibe dann recht ungewöhnlich zu Ende.

Anspieltipps:

„In the Castle“, „Prison“, „We`ll meet again“, und „The Number of Destiny“.

Fazit :

Das Debütalbum der Jungs von EMBRACE OF SOULS kommt etwas schwerfällig in die Gänge, aber ungefähr ab dem Mittelteil geht es dann so richtig los und man hat auch einige Hits im Gepäck.
Bei den ruhigen, epischen Momenten fühlen sich die Jungs richtig wohl, das merkt man bei den entsprechenden Songs direkt.
Auf jeden Fall ist das Ganze eine starke Leistung geworden, auf die man definitiv aufbauen kann und die allen Italo Power Metalfans zusagen sollte!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. On the Way from the Past
02. New Hope
03. From the Sky
04. In the Castle
05. Shape your Fate
06. My Dreams
07. Prison
08. We`ll meet again
09. To the End
10. The Number of Destiny
11. Welcome to my Hell
12. IL Numero Mistico

Video zu “The Number of Destiny”:

Julian

BAI BANG – Ridin‘ High

Band: Bai Bang
Album: Ridin‘ High
Spielzeit: 45:48 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: Rockfall Records
Veröffentlichung: 1996
Homepage: www.baibang.se/

 

Man schrieb das Jahr 1996, am Telefon hatte ich Hansi oder Jürgen von Hang Loose Records in Raisting, nachdem meine Bestellung aufgenommen worden ist wurde ich gefragt ob ich BAI BANG mit dem Album “Ridin‘ High” kenne. Nachdem ich verneinte wurde mir versichert das es sich um ein Hit Album aus Schweden handeln würde, also bestellte ich das Album gleich mit. Tja was soll ich schreiben, die Bestellung war da, also ab damit in den Player und Bauklötze gestaunt. Aus den Boxen kam beste Partymucke. Dieses Album war das Dritte von BB nach dem Debüt, zu poppig, und dem zweiten Output “Cop To Con” der mehr im AOR Bereich beheimatet ist und eine krasse Steigerung zum Debüt dastellt. Nun also das Dritte das nochmal eine Schippe mehr an härte und intensität dazu gewonnen hat. Geboten wird dem Hörer geiler Melodic Hard Rock mit leichter Glam Note, bei drei Songs war kein geringerer als Ole Evenrude mit für das Songwriting mitverantwortlich und bei einem Song wirkte Trond Holter mit.

Damals dabei waren Mastermind Diddi Kastenholt am Mikro, Birch an Gitarre, Joacim Sandin am Bass, Marte Karlsson am Keyboard und Jonas Langebro am Schlagzeug. An den Backing Vocals waren dabei Bax Fehling, Hal Johnston, Jaime Salazar, Örjan Wallen und BB.

Den Anfang macht “Nice Face” ein eingängiger Stampfer der die Richtung des Albums vorgibt. Mit “Ridin‘ High” folgt das erste Highlight, ein Melodic Rock Song der besseren Sorte und groovt wie Sau. “Only The Strong” das nächste Highlight unter Mitwirkung von Evenrude purer Melodic Rock. “I Want It” gibt mächtig Gas, “Little Child” eine Ballade, stark gemacht. “Lay Down” der nächste Stampfer der die nächste Wand einreißt. “Raise Your Fist” ein Highlight wieder mit Evenrude und Holter, befand sich auch auf dem EVENRUDE Album “One Size Fits All” aus dem Jahr 1989, bestes Radio, Disco oder Top Ten Futter. “Gett Off” kommt wieder als Abrißbirne aus den Boxen auch ein Highlight. Der absolute Übersong “Closer To You” wäre in der Mitte der 80er ein #1 geworden, ein Tanzflächen Song, wieder mit Evenrude. Gefolgt vom nächsten Ohrwurm “Hideaway”, “F.O.F.D.” nicht schlecht kann aber den Standart der anderen Songs nicht halten. Zum Schluß kommt noch das THE CLASH Cover von “Should I Stay Or Should I Go” ganz nett aber der Song gefällt mir in keiner Version, weder Original noch Cover.

Fazit:

Ein geiler Schwedenhappen den BB rausgehauen haben, voll mit Highlights. Ich vergebe für diese MeloRo Scheiblette eine Bewertung von 9 Sternen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Nice Face
02. Ridin‘ High
03. Only The Strong
04. I Want It
05. Little Child
06. Lay Down
07. Raise Your Fist
08. Get Off
09. Closer To You
10. Hideaway
11. F.O.F.D.
12. Should I Stay Or Should I Go

Helmut

KÄRBHOLZ – Live Konzert am 26.02.2021

KÄRBHOLZ  – Trostpflaster am 26. Februar

Nachdem Jungs von KÄRBHOLZ die für den 26. Februar geplante Veröffentlichung ihres neuen Albums „Kontra.“ auf den 26. März verschieben mussten, gibt es für alle Fans ein kleines Trostpflaster in Form eines Live Konzertes. Die Sause startet um 20:15 Uhr im YouTube Kanal der Band (https://bit.ly/KaerbholzYTAbo)

Das lassen wir uns doch nicht entgehen, oder?

Hier noch ein kleiner Vorgeschmack 😉

 

MOONSPELL – Hermitage

Band: Moonspell
Album: Hermitage
Spielzeit: 52:27 min
Stilrichtung: Dark Metal
Plattenfirma: Napalm Records
Veröffentlichung: 26.02.2021
Homepage: www.moonspell.com

MOONSPELL – auch so eine Band, die seit nahezu dreißig Jahren aktiv ist, in der Zeit eigentlich nur starke Outputs hatte und das absolute Gegenteil von Ermüdungserscheinungen an den Tag legt. Vielseitig war man dabei, mal in härteren Gothic-Bereichen, die am Black Metal kratzen, mal äußerst elektronisch, und immer mit einer charakteristischen würdevollen Düsterkeit, die sonst nur wenige Bands erreichen, ohne zumindest zwischendurch mal in unfreiwillige Peinlichkeit abzudriften. So verhält es sich auch mit “Hermitage”, dem 13. und gewohnt ernsthaften Album der Portugiesen, für dessen exorbitant guten Sound sich Jaime Gomez Arrelano (GHOST, PARADISE LOST, SOLSTAFIR u.a.) verantwortlich zeichnet.
“Hermitage” ist eines der härtetechnisch zurückhaltenden Alben der Truppe, auf eine äußerst vorteilhafte Weise. Die Platte ist oft ruhig, hypnotisch und dunkel. Elektronische Sounddesign-Elemente spielen eine wichtige Rolle, befinden sich aber häufig sehr subtil im Hintergrund, was dafür sorgt, dass sie gegebenenfalls vom Hörer gar nicht bewusst wahrgenommen werden, die Gesamtatmosphäre des Albums aber ungeheuer andichten. Die ruhigen Parts sind sehr ruhig, oft auf gerade einmal zwei Instrumente reduziert, teils mit sehr weich gespielten Drums dabei und getragen von der tiefen und unaufgeregt-majestätischen Stimme von Fernando Ribeiro.
Ebenfalls hoch ist der Anteil an instrumentalen Parts. Zwei Tracks sind komplett instrumental gehalten, doch auch abseits dessen setzt man den Gesang eher sparsam ein und verlässt sich darauf, dass auch längere Instrumentalpassagen dank ihrer Qualität die Aufmerksamkeit des Hörers zu binden vermögen. Und Jesus, das tun sie. Fast meditativ anmutende Songteile, die mit wenigen Mitteln einen sehr vereinnahmenden Sound erschaffen, werden abgelöst von Teilen mit deutlichen Post-Rock-Vibes, die nicht minder dicht und intensiv ausfallen.
Aber natürlich haben MOONSPELL ihre Metalligkeit nicht abgelegt. Songs wie “Common Prayers” oder “The Hermit Saints” bringen die nötige Abwechslung ins Spiel und bieten feinsten melodischen Dark Metal, der von starken Melodien und sinnvoll eingesetzten Klangelementen mit einer angemessenen Kontrastportion Härte getrieben wird. Die Härte früherer MOONSPELL wird dabei selten erreicht. Fernandos unklarer Gesang (der ein bisschen Geschmackssache ist) ist auf wenige Parts beschränkt und bei einigen von ihnen auch nicht komplett unklar. Das stört bei “Hermitage” jedoch kein bisschen. In seiner Gesamtheit wählt das Album seine Härteextreme so, dass sie nicht zu übertrieben weit auseinander erscheinen und das Album stattdessen mit einer extrem düsteren und traurig-schönen Stimmung aufladen. Ein kompletter Geknüppelsong wäre hier aus der Reihe gefallen.

Fazit:
Wundervolles Album mit hoher Intensität, das keine Angst davor hat, zu sicher 50% oder mehr “kein echter Metal” zu sein, und damit eine absolut weise Entscheidung getroffen hat. Melodische Musik, sehr gut arrangiert, sehr emotional, mal hart, mal weich, intelligent und ausdrucksstark, dazu mit vereinnahmenden Melodien ohne Ende angereichert: Wer glaubt, damit etwas anfangen zu können, der tue sich unbedingt den Gefallen. Und für MOONSPELL-Fans ist die Platte eh ein Pflichtkauf!

Anspieltipps:
„The Greater Good“, „Common Prayers“, „Apoptheghmata“ und „Entitlement“

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Greater Good
02. Common Prayers
03. All Or Nothing
04. Hermitage
05. Entitlement
06. Solitarian
07. The Hermit Saints
08. Apoptheghmata
09. Without Rule
10. City Quitter (Outro)

Jannis

MARCO GARAU`S MAGIC OPERA – The Golden Pentacle

Band: Marco Garau`s Magic Opera
Album: The Golden Pentacle
Spielzeit: 65:01 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 19.02.2021
Homepage: www.magicopera.it

Marco Garau ist eigentlich bei der Band DERDIAN als Songwriter und Keyboarder unterwegs. Abseits seiner Stammband hat er nun sein eigenes Power Metal Opernprojekt namens MAGIC OPERA erschaffen.
Das Debütalbum „The Golden Pentacle” ist ein Konzeptalbum mit seiner eigens erdachten Story über Zauberer geworden.
Mit an Bord, außer Gründer Marco (Keyboard), sind folgende Musiker. Anton Darusso (Gesang, WINGS OF DESTINY), Gabriel Tuxen (Gitarre, SEVEN THORNS), Matt Krais (Gitarre, SHADOWSTRIKE), Salvatore Giordano (Schlagzeug, DERDIAN) und Enrico Pistolese (Bass, DERDIAN).
So, jetzt schauen wir mal wie das selbstproduzierte Debütalbum nun tönt und starten mit dem Opener und Titeltrack „The Golden Pentacle“.
Nach einer cineastischen Einleitung nimmt ein Midtemposong seinen Lauf, der immer mal wieder aus dem stoischen Double Bass Drumming ausbricht und mit allerlei symphonischen Elementen aufwarten kann.
Der Gesang von Fronter Anton ist dabei schön variable und weiß absolut zu gefallen.
Ein überlanger Opener der direkt zeigt wo die Reise hingeht und gleich als erster Tipp herhalten muss!
Das folgende „Elixir of Life“ geht dann in eine ähnliche Richtung auch wenn es etwas kompakter ist schafft man es auch hier einen recht ordentlichen Track auf die Beine zu stellen. Allerdings ist der Chorus irgendwie etwas zu, ich weiß gar nicht wie ich es beschreiben soll, trällerhaft.
Über die Standardmetalsongs „Keepers of the Night“ und „Never-endling Pain“ geht es in den Mittelteil wo wir mit dem Bombastsong „Fight for the Victory“, dem epischen und überlangen Doppelpack „The Secret of the Sea“ und „The Sacred Legacy“ sowie dem klassischen „Free Again“ weitere klasse Songs zu verzeichnen haben.
Für eine Eigenproduktion tönt das Ganze bisher echt sehr ordentlich muss man schon sagen!
Zu Beginn des letzten Drittels wird es mit „The Other Side“ dann ruhiger und diese Powerballade bringt genau die richtige Stimmung rüber. Sehr schön gemacht!
Die beiden letzten Tracks “Thief of Souls“ und „Until the End of Time” sind dann ähnliche Midtemponummern die beide auch zu gefallen wissen.
Ein klein bisschen eingängiger ist vielleicht der Endtrack so dass es noch auf unsere Hitliste wandert.

Anspieltipps:

„The Golden Pentacle“, „The Secret of the Sea“, „The Sacred Legacy“, „The Other Side“ und „Until the End of Time”

Fazit :

Ein sehr stimmiges Konzept und Debütalbum präsentiert uns hier Marco Garau mit seiner Truppe!
Fans des gewählten Genres werden hier definitiv ihre Freude dran haben. Allen anderen sei rein hören empfohlen denn das Ganze ist schon recht speziell und der massive Keyboardoverload dürfte nicht jedem zusagen!
Das ändert aber nichts an der sehr empfehlenswerten Leistung für die angesprochene Zielgruppe hier.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Golden Pentacle
02. Elixir of Life
03. Keepers of the Night
04. Never-ending Pain
05. Fight for the Victory
06. The Secret of the Sea
07. The Sacred Legacy
08. Free Again
09. The Other Side
10. Thief of Souls
11. Until the End of Time

Video zu “Until the End of Time”:

Julian

ARC OF LIFE – Arc Of Life

Band: Arc Of Life
Album: Arc Of Life
Spielzeit: 59:19 min
Stilrichtung: Progressive Rock
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 12.02.2021
Homepage: www.facebook.com/ArcOfLifeRockBand

Ist ja momentan schwer für den musikalischen Nachwuchs, sich als Band im Proberaum angemessen zu professionalisieren. Frontiers Records scheinen darauf zu reagieren, indem sie einfach die alten Legenden, die es eh drauf haben, wieder an die Front holen. 3.2 mit Robert Berry und Keith Emerson, dazu ARC OF LIFE mit Jon Davison, Billy Sherwood und Jay Schellen von YES (dazu Jimmy Haun, Ex-YES). All diese Leute sind verlässliche Typen, die mit ihrem Genre, dem Progressive Rock, bestens vertraut sind und zu denen gehören, die auch heute noch einen authentischen 70er/80er-Prog-Sound und -Spirit erzeugen können, der inzwischen traurigerweise ein Stück weit zum Randphänomen wird – mit den großen aktiven Gesichtern und vergleichsweise wenig Nachwuchs.
ARC OF LIFE ist an sich Progressive Rock durch und durch, mit Jons klarer, heller Prototyp-Stimme, hohem Anteil an Nicht-4/4er-Takt-Parts, ordentlich Tasteninstrumenteinsatz und den klassischen harmonielastigen Songwriting-Elementen. Nichtsdestotrotz ist “Arc Of Life” ein zweischneidiges Schwert, je nach Erwartungen an die Platte. Der Sound stimmt soweit, hätte ein wenig mehr Drumpräsenz und gerade beim Opener “Life Has A Way” etwas subtiler-definierten Bass benötigt, klingt aber ansonsten warm und authentisch handgemacht. Musikalisch ist ein extremes Level an Vielseitigkeit gegeben, recht wenig Wiederholung je nach Track, dafür gefühlt jede mögliche Kombination jeglicher verwendeter Klänge, viele unterschiedliche Arrangements – man mag bei einigen Tracks fast annehmen, dass sie als Train of Thoughts komponiert werden, von Leuten mit entsprechendem Talent. Dieses Talent kann ARC OF LIFE keiner absprechen, nur hätte es effektiver eingesetzt werden können. So scheinen einige Songs (unter anderem besagter Opener) bewusst auf Intellekt komponiert worden zu sein, lassen (zumindest bei den ersten Hördurchgängen) jegliche Takt-Nachvollziehbarkeit missen und sorgen dafür, dass der Song an sich zwar soweit sehr schön klingt, dabei in seiner komplexen Konzeption für einen weniger geschulten Hörer aber nahezu willkürlich. Ja, das sind bestimmt sehr intelligente Strukturen, die von Profis geschrieben wurden, aber der Effekt geht leider ein wenig verloren, wenn man dem Hörer nicht die Chance gibt, ihnen zu folgen. Ein sehr gutes Prog-Rock-Album kombiniert komplexe Taktarten mit tollen, aussagekräftigen und trotz ihrer Unkonventionalität eingängigen Melodien. Es legt einen steinigen Weg aus und trägt den Hörer dann auf weichen Kissen darüber. ARC OF LIFE malen hingegen immer wieder die Steine auf dem Weg wunderschön an und ziehen den Hörer dann auf dem Bauch liegend den Weg entlang. Aber klar, es gibt auch straightere Songs, die nachvollziehbarer ausfallen und all das hält die Platte nicht davon ab, wirklich schöne Ideen und Melodien in herrlich nostalgischer Verpackung zu bieten (Alleine “Talking With Siri” ist schon sehr ungewöhnlich und hörenswert).

Fazit:
Und damit sollte trotz des negativeren Untertons der Rezension kein Freund von Progressive Rock “Arc Of Life” unangespielt vergessen. Unter Abschaltung des Hirnbereichs, der für den Willen zum Taktverständnis verantwortlich ist, und purer Akzeptanz all dessen, was das Album für einen bereithält – kurz, darauf fest vertrauend, dass ARC OF LIFE schon wissen, was sie da machen – bekommt er doch ein in sich sehr interessantes und gutes Album, dass aber eben den Blick für eine gewisse Übersichtlichkeit, einen erkennbaren roten Faden innerhalb der einzelnen Songs einige Male verliert. Wäre “Arc Of Life” eine italienische Pizza, wäre sie gerollt: weniger leicht zu essen, das Gefühl auslösend, dass man das eigentlich anders hätte servieren können, aber eben auch immer noch verdammt lecker und zubereitet von absoluten Profiköchen.

Anspieltipps:
„Talking With Siri“, „Until Further Notice“ und „Just In Sight“

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Life Has A Way
02. Talking With Siri
03. You Make It Real
04. Until Further Notice
05. The Magic Of It All
06. Just In Sight
07. I Want To Know You Better
08. Locked Down
09. Therefore We Are
10. The End Game

Jannis

JOSEPH WILLIAMS – Denizen Tenant / STEVE LUKATHER – I Found The Sun Again

Band: Joseph Williams
Album: Denizen Tenant
Spielzeit: 50:23 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: MASCOT LABEL GROUP
Veröffentlichung: 26.02.2021
Homepage: joeswill.com

Band: Steve Lukather
Album: I Found The Sun Again
Spielzeit: 50:21 min
Stilrichtung: Rock
Plattenfirma: MASCOT LABEL GROUP
Veröffentlichung: 26.02.2021
Homepage: www.stevelukather.com

Bevor die vor gar nicht allzu langer Zeit offiziell mal wieder zu Grabe getragenen Toto sich unter dem Banner „Dogz of Oz“ wieder auf die Bühnen der Welt begeben, veröffentlichen die einzigen beiden verbliebenen bekannten Bandmitglieder nun noch parallel ihre neuesten Soloalben. Wir sehen, bzw. hören uns das Resultat der Scheiben heute im Doppel-Feature an, denn ich vermute mal stark, dass Fans der beiden, bzw. ihrer Stammband sich die beiden Platten eh zusammen kaufen werden.

Los geht’s mit LUKATHER’s 7ten Solo-Streich, der in gut 50 Minuten und insgesamt (etwas mageren) 8 Tracks wie gewohnt ein Menge Abwechslung bietet. Das schöne an den bisherigen Alben des genialen Gitarristen ist ja, dass jede ein etwas anderes Konzept verfolgte und einen ganz eigenen Klangcharakter zeigte. So auch „I Found The Sun Again“, dass laut LUKE weitestgehend live eingespielt wurde und in der Tat den Geist der alten Zeiten atmet. Ein wenig ernüchtert war ich schon, als ich feststellte, dass von den 8 Songs gleich 3 Coverversionen sind. Die sind zwar allesamt umwerfend gut und geschmackvoll eingespielt, aber ein Hauch von Mogelpackung will sich einfach nicht verflüchtigen. „Along for the Ride“ ist ein gewohnt geradeaus rockender Track, und die Highlights befinden sich vor allem im vorderen Teil der Platte. Cover hin oder her, „The low Spark of high heeled Boys“, im Original von Traffic, ist ein wunderbar eleganter Showcase für LUKATHERS Gitarrengespür sowie seiner formidablen Studio-Unterstützung (Greg Bissonette, Jeff Babko, Jorgen Carlsson, John Pierce und David Paich) – ebenso wie das jazzige Instrumental „Journey through“. Leider haben sich mit dem okayen „Run to me“ (mit Ringo Starr an den Drums!) und dem zähen Titeltrack auch 2 Langweiler ins Programm geschlichen, die der Scheibe gegen Ende ein wenig den Drive nehmen. Zur Rettung eilt ein mehr als entschädigendes Cover des Robin Trower Klassikers „Bridge of Sighs“, der nochmal klar macht, was LUKAHER an den 6 Saiten auf dem Kasten hat. Alles in allem ist „I Found The Sun Again“ sicherlich nicht LUKATHERS packendste Scheibe („Candyman“ oder „Luke“ haben da eine künstlerisch bestimmte stärkere Gewichtung) aber für einen Künstler von LUKATHERS Alter ist es schon beeindruckend, dass er sich hier keineswegs auf seinen Lorbeeren ausruht, sondern beständig an seinem Ton und Ausdruck arbeitet und seine Liebe zu Musik auslebt.

JOSEPH WILLIAMS‘ Album geht im Kontrast zu dem sehr gradlinig produzierten Album von LUKATHER einen konsequent anderen Weg: wer schon seit langem eine Produktion im Stile von älteren Richard Marx („Flesh and Bone“, 1997) oder der formidablen Perle von „Toy Matinee“ (1990) sucht, der sollte mit „Denizen Tenant“ seine helle Freude haben. Schon der Opener „Never saw you coming“ umschmeichelt die Ohren mit einem vielschichtigen Arrangement, edelsten Gitarrenlicks und einer samtigen Breitwand Produktion. Hier wird auch schnell deutlich, welchen Einfluss WILLIAMS auf die Arrangements der letzten offiziellen Toto Scheibe („XIV“, 2015) hatte. Und WILLIAMS‘ Stimme ist wunderbar gealtert, wie z.B. das als souliges Steely Dan durchgehende „Black Dahlia“ unter Beweis stellt. Weitere Anspieltipps sind die aktuelle Single „Wilma Fingadoux“ und das zusammen mit LUKATHER eingespielte „Remember her“, allesamt beeindruckende Studio-Spielereien mit jeder Menge kompositorischer Substanz und Arrangement-Tricks. Auch hier werden die beteiligten Studiocracks entsprechend in Szene gesetzt. Zwar leistet sich auch WILLIAMS mit dem völlig missratenen, in Disney-Kitsch abtauchenden Peter Gabriel Cover „Don’t give up“ einen verzichtbaren Fehlgriff. Aber auch „Denizen Tenant“ ist eine tolle Platte bei der man sich immer wieder wünscht, die Jungs hätten die besten Tracks doch im Toto-Verbund eingespielt.

Beide Platten sind starke Werke, bei denen der Fan bedenkenlos zugreifen kann. Aber sie zeigen auch, dass die beiden Protagonisten gemeinsam einfach nochmal in einer völlig anderen Kategorie unterwegs sind und im Toto-Verbund ihre vollen Stärken ausspielen können. Als absoluter Gitarren-Nerd und LUKATHER Jünger war ich besonders auf „I Found The Sun Again“ gespannt, doch nach mehreren Wochen mit beiden Alben greife ich tatsächlich immer mehr auf die WILLIAMS Scheibe zurück, einfach weil es hier soviel versteckte Details und bezaubernde Melodien zu entdecken gibt. Dennoch: beide Daumen hoch für 2 wunderbare, ausgereifte und zeitlose Alben die auch nach dem zigsten Durchlauf spannend und packend bleiben.

WERTUNG:

JOSEPH WILLIAMS – Denizen Tenant

 

 

STEVE LUKATHER – I Found The Sun Again

 

 

Trackliste („Denizen Tenant“):

01. Never saw you coming
02. Liberty Man
03. Denizen Tenant
04. Wilma Fingadoux
05. Black Dahlia
06. Don’t give up
07. The Dream
08. Remember her
09. No Lessons
10. Mistress Winter’s Jump
11. If I fell
12. World broken

Trackliste („I Found The Sun Again“):

01. Along for the Ride
02. Serpent Soul
03. The low Spark of high heeled Boys
04. Journey through
05. Welcome to the Club
06. I Found The Sun Again
07. Run to me
08. Bridge of Sighs

Mario

AUTUMN’S CHILD – Angel’s Gate

Band: Autumn’s Child
Album: Angel’s Gate
Spielzeit: 53:57 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 26.02.2021
Homepage: www.facebook.com/mikael.erlandsson1

 

Die Schweden von AC kommen mit dem zweiten Album um die Ecke, oder wenn man es mit einem zwinkernden Auge sagen würde das 17. Studioalbum von LAST AUTUMN’S DREAM. Durch die Stimme von Mikael Erlandsson kommt der Verdacht auf es mit einem bisher unveröffentlichten Album von LAD zu tun zu haben, der Musikstil ist auch ähnlich dem von LAD.

Wie auch schon auf dem Debüt von AC sind hier auch wieder Mikael Erlandsson an Mikrofon und Keyboards, Pontus Akesson an Gitarre, Claes Andreasson am Piano, Jona Tee an Keyboards, Robban Bäck am Schlagzug und neu dabei Johan Strömberg (für Claes Andreasson) am Bass. Geboten wird von der Band wie schon auf dem Debüt und auch bei LAD eingängiger Melodic Rock aus Skandinavien. Die Songs besitzen das gewisse Etwas, was man nur bei Bands aus dem hohen Norden Europas hört. An der Stimme von Mikael gibts nichts auszusetzen, an den Instrumenten befinden sich auch keine Anfänger und machen alles Fehlerlos. All diese Trademarks machen das besondere aus, genau wie auf dem Debüt, dort gab es Melodien ohne ende wie auch hier, wer auf das Debüt und LAD konnte macht mit dem Rundling nichts verkehrt.

Mit dem Stampfer “Where Angel’s Cry” gelingt der perfekte Einstieg, kräftig und flott. “Aquarius Sky” haut in die selbe Kerbe wie der Vorgänger, bei “Don’t Say It’s Love” kommt AOR Stimmung auf erinnert ein wenig an ELO, REO SPEEDWAGON und CHICAGO, starker Song ein richtiger Ohrwurm. “A Tear From The Sky” eine Herz-Schmerz Ballade, “Dream Of America” zieht das Tempo wieder an, flott und bestes Ohrenblasam. “Dream Of America” kommt wieder AORig aus den Boxen, gut hörbar, “Straight Between The Eyes” nicht schlecht ist mir aber in den meisten Momenten ein wenig zu schräg. “Don’t Ever Leave Me” für die gebrochenen Herzen. “A Piece Of Work” geht wieder besser ins AOR Ohr, bei “Only Love Can Save The World” könnte man meinen man hört einen RETURN Song, der Stärkste auf dem Album, “Your Words” drückt wieder gehörig auf die Tränendrüse, ist mir zu schmalzig.

Fazit:

Drei Balladen, eine Hand voll Rocker und zwei für mich nicht so tolle Songs kommen auf eine Wertung von 8,5 Sternen, der vorletzte Song holt nochmal einen halben Stern mehr aus dem Album raus. Mir persönlich gefällt das Debüt eine Spur besser als dieser zweite Rundling der auch nicht schlecht ist. Der Promofliyer gibt als Vergleiche LAD, Mikael Solo, TREAT, ECLIPSE und H.E.A.T. an, ich würde noch RETURN und EVENRUDE dazu nehmen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Where Angels Cry
02. Aquarius Sky
03. Don’t Say It’s Love
04. A Tear From The Sky
05. Love Is Not An Enemy
06. Dream Of America
07. Straight Between The Eyes
08. Don’t Ever Leave Me
09. A Piece Of Work
10. Only Love Can Save The World
11. Your Words

Helmut

Against Evil News

Die indische „Army of Four“ Against Evil kündigt die Veröffentlichung ihres zweiten Albums an.

„The End Of The Line“ wird am 14. Mai in Europa über Doc Gator Records (DGR) erhältlich sein.

DGR veröffentlicht das Album auf Vinyl, Digipak CD und Tape.

Nach dem Erfolg ihrer sensationellen Europatour im Herbst 2019 mit ihrem Debütalbum „All Hail The King“ im Gepäck sind die Fans gespannt auf den Nachfolger.

Die Jungs haben die Zeit genutzt und erneut ein paar Überraschungen parat…seid bereit für „The End Of The Line“!

Anbei schon mal das Cover: