THE SCEPTER – Shadows in the Tower

Trackliste:

01. Riding Out
02. Where Art Thou
03. Protector of the Skies
04. Drink On
05. Burn Bundy Burn
06. Dunes
07. Taarakian Blood
08. Shadows in the Tower

 

 

Spielzeit: 29:14 min – Genre: Power Metal – Label: No Remorse Records – VÖ: 24.07.2026 – Page: www.facebook.com/thesceptermetal

 

Ich muss lange überlegen, wann ich das letzte Mal eine Band aus Kanada auf dem Rezensionstisch hatte. Zeit mit dem Debütalbum „Shadows in the Tower“ von THE SCEPTER dies zu ändern!
Die Jungs haben sich 2018 gegründet sind in der Schnittmenge zwischen alten BLIND GUARDIAN und HELLOWEEN unterwegs und haben nur ihre Heimat beim traditionellen griechischen No Remorse Records Label gefunden.
Als Sänger ist hier der Ex GATEKEEPER Sänger JP Abboud zu hören der die Truppe seit 2025 verstärkt und bereichert.

Mehr Vorabinfos gibt es zum Debüt nicht, also werfen wir doch direkt mal ein Ohr auf den Opener „Riding Out“. Und tatsächlich kommen einen direkt nach den ersten Tönen die beiden großen genannten Bands ins Gedächtnis. Der Gesang ist sehr angenehm, nicht zu hoch, und die Nummer bahnt sich ohne Umwege direkt den Weg in die Gehörgänge.
Ein toller Groove der sofort in Mark und Bein übergeht treibt dann „Where Art Thou“ an. Aber auch ansonsten überzeugt die Nummer nach einer kurzen Einleitung sofort. Die Melodien sitzen hier perfekt, der Chorus ist schön eingängig, ein perfektes Brett Power Metal welches jedem Fan sofort zusagen sollte. Eine geile Nummer!
Zügig geht es beim anschließenden „Protector of the Skies“ zur Sache. Doublebass Drumming inklusive. Ganz so zwingend wie der Vorgänger kommt das Ganze hier aber nicht aus den Boxen, aber gut gemacht ist es auf jeden Fall.
Etwas mehr nach Partymetal klingt dann „Drink On“, wobei hier kein Vergleich zu ALESTORM und Co gezogen werden können, die Nummer bleibt schön im Oldschool Bereich und wäre sie in den 80iger veröffentlicht worden wäre sie der perfekte Song in der Metaldisco gewesen wo man beim Chorus schön mitgröhlen kann, egal mit wieviel Bier intus!
Ähnlich geht eigentlich auch „Burn Bundy Burn“ zur Sachen inklusive des schön mitbrüllbaren Chorus.
Und dann haben wir mit „Dunes“ die absolute Verbeugung vor den Krefelder Power Metaller inklusive schönen Hansi Kürsch Einflüssen zu Beginn. Schnelle Riffs, ganz so wie in BLIND GUARDIAN`s „Majesty“ paaren sich mit krachenden Strophen und fertig ist einer der besten Nummern des Albums!
Kein Wunder das diese die erste Videosingle war.
Und auch bei den beiden letzten Tracks „Taarakian Blood” sowie dem Titeltrack “Shadows in the Tower”, tolles gefühlvolles Ende im übrigen, bewegt man sich ganz klar im Schatten der Songwritingphase von “Battallions of Fear” ebenfalls ein sehr frühes Werk der schon oft erwähnten Krefelder Power Metaller.
Man kopiert hier aber nicht pur ab, sondern bringt eine eigene Note rein und schafft somit den Twist zum eigenen Stil.

Stammleser unseres Magazins wissen, ich bin ein großer Anhänger von BLIND GUARDIAN, sie waren quasi mit meine Einstiegsdroge in den Metalzirkus damals in den frühen 90igern. Und die Kanadier von THE SCEPTER sind hier recht nahe dran an der damaligen Frühphase der Band das es echt eine wahre Freude ist!
Wie schon erwähnt, kopiert man hier aber nicht stumpf einfach sondern bringt auch schön den eigenen Stil unter.
Für Power Metalfans die es etwas Oldschool mögen auf jeden Fall ein gefundenes Fressen und dementsprechend eine klare Kaufempfehlung.
Aber Jungs, ehrlich unter 30 Minuten Spielzeit ist heutzutage echt wenig fürs Geld! Beim nächsten Mal bitte mehr von der tolle Mucke, ein klarer Kritikpunkt hier bei der Debütscheibe!

Julian

 

 

GUNSHINE – Grand Rising

Trackliste:

01. Grand Rising
02. Finite
03. Goth Girl
04. Single Looks Good On You
05. My Oh Miley
06. Mystery
07. Man Down
08. Leave The Light On
09. I Know You Love Me
10. Capt´n Save A Hoe
11. Shark Lounge (feat. Mike Starr)
12. Valentine
13. Table Dancing

Spielzeit: ? min. – Genre: Hardrock, Modern Metal – Label: vnclm_ – VÖ: 24.07.2026 – Page: www.gunshineband.com

 

Wenn sich in der Musikwelt da draußen dieser Tage eine neue Band formiert, dann geht sie entweder in die moderne Richtung oder fährt auf der Retroschiene und eifert ihren Idolen nach. Kaum eine neue Combo traut sich, sich zwischen alle Stühle zu setzen.

GUNSHINE aus Pensacola, Florida sind da eine Ausnahme. Joe Elliott (DEF LEPPARD) vergleicht ihre Energie mit den frühen GUNS´N ROSES oder BUCKCHERRY. Dabei haben die Gunners auf den ersten Blick so rein gar nichts mit der Musik von GUNSHINE zu tun. Auf den ersten Blick wohlgemerkt. Bands wie BUCKCHERRY oder die alternativen Momente von HARDCORE SUPERSTAR (zu Zeiten von „Hardcore Superstar“) z.B. schon eher. Gewürzt mit einer Prise neuerer VOLBEAT und aktueller NICKELBACK. Im Grunde aber machen Austin Ingermann (guitars), Jordan Benson (vocals), Jake Tripp (bass) und Tommy Salzburg (drums) aber einfach zeitlosen Hardrock mit moderner, wuchtiger Produktion. Immer darauf gepolt, die Melodien in die Gehörgänge zu fräsen und somit für immer in selbigen zu bleiben.

Das haben die Amis mit ihrem 2022 Debüt, das den Namen der Band trägt, bereits hinlänglich bewiesen. Mit Songs wie „Daylight“ oder „Feel Alright“ konnten GUNSHINE erste Erfolge feiern. 2023 schob man die EP „Checkmate“ nach. Danach folgten einige lose Singles. Jetzt sind sie zurück um mit „Grand Rising“ gehörig nachzulegen – mit mächtig Bums! Kurios dabei ist der physikalische Release, der bereits ein viertel Jahr vor dem jetzt anstehenden digitalen Release vollzogen wurde. Das heißt, man konnte CD oder Vinyl bereits im April kaufen und erst jetzt kommt das Album auf alle Streaming Plattformen und als mp.3 zu kaufen. Auch damit haben die Jungs ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen. Natürlich steht das Teil als Doppel-Vinyl in schickem Gold hier im Regal. Nun aber endlich zu den Songs, ganzen 13 an der Zahl:

Anspieltipps gibt es zu Hauf: angefangen vom eröffnenden Titeltrack über das harte „Finite“, „Shark Lounge“ feat. STEEL PANTHER´s Michael Starr, dem treibenden „My Oh Miley“, dem sich sexy windenden „Capt´n Save A Hoe“ oder langsameren Stücken wie „Man Down“ bzw. „Valentine“. Die Krone setzen sich GUNSHINE aber mit dem Hit „Goth Girl“ oder dem umwerfend melodiösen „Single Looks Good On You“ auf. Zum Abschluss gibt es mit dem überlangen „Table Dancing noch eine ganz andere Seite der Band zu entdecken. Mit jeder Menge Swing und hartem Rock zelebrieren die Amis in diesem Song satte acht Minuten auf höchstem Niveau alles, was das Genre hergibt. Auch Kreationen wie „I Know You Love Me“, das ordentlich an die BEATLES erinnert, haben GUNSHINE einen Aha-Effekt parat.

Ihr findet ein Album mit 13 Songs viel zu lang? Nicht wenn es sich um derart abwechslungsreiche Kost wie GUNSHINE´s „Grand Rising“ handelt. Mit jeder Menge Spaß in den Backen und enormer Variabilität, Spielfreude und Energie hat das Quartett ein wahrlich außergewöhnliches Album aufgenommen, das keine Schubladen kennt und einfach mega gut ist.

Stefan

TALENTSCHMIEDE: DOGTAK

 

Band:
DOGTAK

Gegründet:
über 2025 hinweg

Herkunft:
Lüneburger Heide

Mitglieder:
Alex – Vocals, Björn – Guitars, Rippy (Sören) – Guitars, Gero – Drums, Basti – Bass

Stil:
Irgendwas mit modernem Metal. Man selbst tut sich ja immer schwer damit, das zu schubladisieren. Wahrscheinlich am ehesten Melodic Death Metal mit ’ner Portion Groove und ’ner Prise Thrash Metal.

Veröffentlichungen:
Bisher im Jahr 2025 drei Demo-Tracks mit „The Beginning“, „Shattered Reflection“ und „Isolation“ – und am 21.08.2026 dann unsere Debüt-EP „Shattered Reflection“

Einflüsse:
Da sind wahrscheinlich die Hauptsongschreiber so vielschichtig und facettenreich wie die Band selbst. Sören und Björns Schnittmenge ist dann eher so Lamb of God. Gemeinsam mit Alex steht Sören für den modernen Krams wie Slaughter to Prevail oder Asking Alexandria. Björn hat seine Wohlfühlzone im Göteborger Melo-Death, während Gero hingegen ein Tausendsassa ist – Ministry, Slayer, Nine Inch Nails, Guns N´ Roses – das ist schon ein wilder Mix. Und dann komme ich (Basti) noch dazu und bin eher so der (Old School) Death Metal Enthusiast und hab ein großes Herz für Dismember und Gorefest. Aber Slayer darf auch nie fehlen.

Was wir die nächsten fünf Jahre erreichen möchten:
So ’nen wirklichen 5-Jahres-Plan haben wir gar nicht… Erstmal hoffen wir, dass unsere Debüt-EP richtig reinhaut und die Leute Bock auf unseren Sound haben.
Ansonsten: saugeile Gigs spielen, coole Leute kennenlernen und die Energie auf die Bühne zu bringen, die wir in die EP gesteckt haben und im Proberaum spüren.

Was als nächstes kommt:
Der Meilenstein ist auf jeden Fall die Veröffentlichung von „Shattered Reflection“ und das macht auch ganz gewaltiges Bauchkribbeln – im Guten natürlich. Wie bei einem Blind Date.

Unsere beste Erfahrung bis jetzt:
Der Moment, als wir die fertigen Songs in der Hand bzw. im Ohr hatten. Das war schon speziell. Auch wenn das eigentlich immer so ist, dass man total hyped ist und ’ne Woche später für sich irgendwie feststellt, dass man hier und dort vielleicht doch etwas hätte anderes machen können – ich glaube allerdings, dass dieses Gefühl bei keinem von uns zu einer Sekunde aufkam. Wir sind da rundum glücklich mit dem Ergebnis.

Unser peinlichster Moment:
So richtig peinlich? Ist bisher noch nichts dabei gewesen – meine ich. Klar gab es lustige Momente und Situationen, aber nix wo man sagen würde „das war aber maximal unangenehm!“ – Aber wir sind ja als Band auch erst ein 3/4-Jahr zusammen. Da ist also noch gaaaaaanz viel Upscaling Potential. Lassen wir uns einfach überraschen, was da noch so kommen wird.

Mit wem wir gerne ein Bierchen trinken würden und warum:
Grundsätzlich mit allen, die gerne ein Bier trinken wollen. Vielleicht auch zwei, oder mal ein drittes – einfach, weil es viel Spaß machen kann. Um mal im Metal-Universum zu bleiben, wären das bei mir Menschen wie Chuck Schuldiner, Dimebag Darrell oder Jeff Hanneman – die alle viel zu früh von uns gegangen sind. Bei Björn weiß ich, dass er sich gerne mal mit Jesper Strömblad hinsetzen wollen würde. Da ist aber wohl eher Tee, oder Wasser im Fokus.

Wenn wir uns eine Band aussuchen könnten, mit der wir auf Tour gehen dürfen:
Hahaha… da wir ja schon hartes Namedropping betrieben haben, sucht euch einfach einen Act aus. Bis auf Guns N´ Roses – da matchen die Genres wahrscheinlich nicht so gut.

Das Beste daran, in einer Band zu spielen:
Unterwegs sein zu dürfen, die unzähligen Macken der Bandkollegen kennenzulernen, die Leute mit unserem Sound zu begeistern und mit grandiosen Menschen abzuhängen.
Auch ein bisschen was von Landschaften und Städten zu sehen, wo man es bisher nie hingeschafft hat. Und dieses Ziel sind letztlich das, was es eben ausmacht das „Beste“ zu sein.

Das Schlimmste daran, in einer Band zu spielen:
Fangen wir wirklich mal mit dem „Schlimmsten“ an. Und das kennt wahrscheinlich jeder, der irgendwie in Bandkonstrukten unterwegs ist: die Koordination von Terminen. Das ist eine der größten Herausforderungen und kann schon mal nervenaufreibend sein.
Sonst kann ich guten Gewissens für mich behaupten, dass ich mich in einem Bandkonstrukt noch nie so wohl gefühlt habe. Vielleicht bin ich mittlerweile etwas altersmilde geworden und sehe viele Dinge heute anders. Aber jeder von uns hat seine Task innerhalb der Band – nix musste verteilt werden. Jeder von uns hat sich selbstständig seine „Aufgabe“ genommen – und darüber hinaus bleibt auch nichts an einem Einzelnen hängen. Das ist so immens viel Wert und so gibt es auch gar nichts „Schlimmes“.

Online:
Website: www.dogtak.de
Facebook: www.facebook.com/profile.php?id=61575333511248
Instagram: www.instagram.com/dogtak_official

Musik:
Bandcamp: www.dogtak.bandcamp.com
Spotify: www.open.spotify.com/intl-de/artist/51ET00fEMf4JlLo11JpFzl?si=9YKeO52jTCmPaLOtO0pzoA

Live-Dates:
12.09.2026 – AHLDEN ROCKT Open Air

DOMINUM – Night Is Calling

Trackliste:

01. The Circus Is In Town
02. Doctor Doctor
03. Children Of The Night
04. Nosferatu
05. Dark Melodies
06. Night Is Calling (feat. BATTLE BEAST)
07. Jack The Ripper
08. Thriller (MICHAEL JACKSON Cover)
09. Devil´s Son
10. I Don´t Drink Wine
11. Endzeit
12. Don´t Get Bitten By The Wrong Ones (Acoustic)
13. Hey Living People (Acoustic)

Spielzeit: ? min. – Genre: Heavy Metal – Label: Napalm Records – VÖ: 03.07.2026 – Page: www.dominumofficial.com

 

Als vor ca. drei Jahren die erste Single von DOMINUM erschien, war klar dass sich das Projekt um Bandkopf Felix Heldt alias Dr. Dead großes vorgenommen hat. Aufwendige Videoclips, gute Produktion, ein ausgeklügeltes Image und tolle Songs machten aus dem Debütalbum „Hey Living People“ ein unerwartetes Highlight des Jahres. Das Thema Zombie-Metal war zwar nicht gänzlich neu, aber die Umsetzung von DOMINUM war schon echt gut. Genau ein Jahr später stand man bereits mit dem zweiten Album in den Startlöchern. „The Dead Don´t Die“ hatte mehr Pomp, mehr Härte, mehr von allem und wirkte stellenweise überladen und sehr an Bands wie POWERWOLF angelehnt. Für das dritte Werk haben sich DOMINUM etwas mehr Zeit gelassen und damit zu alter Stärke und dem eigenen Spirit zurückgefunden.

Das macht schon der Opener „The Circus Is In Town“ klar. Besser kann man einen Song mit diesem Titel nicht umsetzen. Eine Mischung aus Zirkusmelodien und beinhartem Metal, gepaart mit den Trademarks von DOMINUM. Diesem Zirkusdirektor möchte niemand begegnen. „Doctor Doctor“ ist eine melodiöse Hitgranate mit markantem Keyboardeinsatz die auch auf dem Debüt hätte stehen können – einfach grandios! Gleiches gilt für „Children Of The Night“. Das düstere „Nosferatu“ setzt neue Aktzente. „Night Is Calling“ ein weiterer Hit, der auch vom kraftvollen Gesang von Marina La Torraca, der aktuellen Sängerin von BATTLE BEAST, lebt, mit der sich Dr. Dead die Lyrics teilt.

Leute, wie groß müssen eigentlich die Eier sein, um einen Song wie MICHAEL JACKSON´s „Thriller“ zu covern? OK, die Version ist gelungen aber an das Original kommt sie nicht ran. Viel besser laufen da Eigenkreationen wie „Jack The Ripper“ oder ein absoluter Brecher wie „Endzeit“ rein.

Als Bonus gibt es noch zwei Acoustic Versionen bekannter Songs. Einmal „Don´t Get Bitten By The Wrong Ones“ vom zweiten Album und „Hey Living People“, dem Titeltrack des Debüts. Beides sind schöne Zugaben und zeigen, dass die Songs von DOMINUM auch so hervorragend funktionieren.

„Night Is Calling“ ist nicht nur ein weiteres Kapitel der Zombie-Metaller. Es ist ein Statement. Wir sind hier und wir sind gekommen um zu bleiben. Das Album strotzt nur so vor Energie, vor feinem Songwriting und hat einmal eine perfekt austarierte Produktion erhalten.

Stefan

MASTERPLAN – Metalmorphosis

Trackliste:

01. Chase the Light
02. Electric Nights
03. Shadow Man
04. Bound to Fall
05. Pain of Yesterday
06. Metalmorphosis
07. Through the Storm
08. Ghostlight
09. The Call
10. Rise Again

 

Spielzeit: 50:44 min – Genre: Power Metal – Label: Frontiers Music – VÖ: 26.06.2026 – Page: www.master-plan.net

 

Das hat echt lange gedauert! Seit 2013 gab es keine neuen Songs mehr von den Power Metal Urgesteinen MASTERPLAN. 2001 durch Ex HELLOWEEN Gitarrist Roland Grapow und Ex HELLOWEEN Schlagzeuger Uli Kusch gegründet.
Mit Jorn Lande am Mikro brachte man in den ersten 2000er Jahren legendäre Power Metal Alben heraus.
Im weiteren Verlauf der Band gab es den ein oder anderen personellen Wechsel, die Alben blieben aber weiterhin auf einem sehr ordentlichen Niveau, auch wenn man an die beiden ersten Alben „Masterplan“ und „Aeronautics“ nicht mehr ran kam.
Aktuell und seit ein paar Jahren ist das Personalkarussel aber gestoppt und die aktuelle Besetzung besteht aus Sänger Rick Altzi, Gründer und Gitarrist Roland Grapow, Bassist Jari Kainulainen, Keyboarder Axel Mackenrott sowie Schlagzeuger Kevin Kott.
Das letzte Album „Novum Initium“ erschien noch beim nun nicht mehr aktiven Label AFM Records, neuerdings ist die Band beim alteingesessenen Label Frontiers Music unter Vertrag.
Das lässt hoffen das die Band nicht wieder für über ein Jahrzehnt in der Versenkung verschwindet.
Logischerweise hat sich die musikalische Ausrichtung der Band nicht geändert, man war erst vor kurzem im Rahmen des neuen Albums auf Tour und konnte sich da von der Qualität des tollen Backkatalog und auch den neuen Songs überzeugen.

Und apropos neue Songs, da hören wir jetzt mal flux rein, als erstes in den Opener „Chase the Light“. Nach einer kleinen epischen Einleitung nimmt die Nummer mit satten Riffs und Doublebass Drumming schnell Fahrt auf.
Der roughe Gesang von Rick setzt ein und mit einem etwas progressiveren Ansatz bahnt sich die Nummer ihren Weg in die Gehörgänge.
Man kommt auch direkt nicht drum herum festzustellen das der Track sofort an die großartigen ersten Alben der Band erinnert und sofort klar nach MASTERPLAN klingt.
Das melodische „Electric Nights“ nimmt den Faden dann gekonnt auf bevor das getragene und erdige „Shadow Man“ das Steuer fest in die Hand nimmt.
Der Mittelteil ist auf jeden Fall auch bestens mit „Bound to Fall“, dem emotionalen „Pain of Yesterday“ sowie dem Titeltrack „Metalmorphosis“ bestens besetzt. Gerade der Titeltrack hat diesen Status zurecht und gehört mit zu dem Besten, was wir hier auf der Platte hören werden. Schöner moderner, abwechslungsreicher und eingängiger Power Metal!
„Through the Storm“ läutet dann das letzte Albumdrittel recht brachial ein wo „Ghostlight“ leider zu lange benötigt, um auf den Punkt zu kommen und das über 8 Minuten lange „The Call“ sanfte Erinnerungen weckt an die bisherigen Großtaten der Band in Sachen Longtracks.
Zum Abschluss gibt es mit der Albumversion der Vorabsingle „Rise Again“ erneut eine richtige Abrissbirne die dann nochmal ordentlich Staub aus den Boxen bläst.

Es ist auf jeden Fall schön, dass so eine einflussreiche deutsche Power Metalband wie MASTERPLAN nicht in den ewigen Jagdgründen verschwunden ist, sondern endlich ein neues Lebenszeichen und neue Musik am Start hat!
Leider bin ich ein klein wenig enttäuscht vom neuen Diskus. Das ist jetzt zwar meckern auf hohem Niveau, aber ich hätte definitiv wesentlich mehr erwartet von der neuen Scheibe und ich finde man lässt hier einiges liegen.
Ja es gibt Highlights auf der neuen Scheibe, aber dann auch wieder Songs, die einfach nur so dahinplätschern und die nicht wirklich zünden!
Typischer Fall also von Erwartungshaltungsmanagement nach so einer langen Pause.
Unter Strich bleiben gute 8 Punkte übrig und damit gerade so noch die Kaufempfehlung für die Band und Genrefans.
Aber da geht definitiv noch viel mehr bei der nächsten Scheibe!

Julian

 

 

AMBERIAN DAWN – Temptation`s Gate

Trackliste:

01. Temptation’s Gate
02. The Vision Of Dreaming
03. Moon
04. Unchained
05. Eternal Flame
06. Life Is Art
07. This Night Is Waiting For Ne
08. Undying Colours
09. The Garden
10. Phantasmagoria

 

Spielzeit: 37:51 min – Genre: Symphonic Metal – Label: Napalm Records – VÖ: 26.06.2026 – Page: www.amberiandawn.com

 

Mit dem neuen Album vollziehen Amberian Dawn einen erneuten Sängerinnen Wechsel und läuten damit, laut eigener Aussage, eine neue Ära ein, wobei sich am typischen Bandsound Gott sei Dank nichts ändert. Die neue Frontfrau hört auf den Namen Nicole Willteron und überzeugt mit dem klassischen Symphonic Metal Gesang und liefert, wenn gewünscht, auch markante Growls.

Mit dem Eröffnungs Duo “Temptation’s Gate” und “The Vision Of Dreaming” zeigen Amberian Dawn eine neue Entschlossenheit, die das aus meiner Sicht überflüssige Abba Cover Album aus dem Jahr 2022 vergessen macht.
Weiter geht es mit “Moon”, einem Klasse Track, der mit einem überraschenden Finish aufwartet, deren Schreie in das für mich beste Stück “Unchained” überleiten, welches durch die bereits erwähnten Growls von Nicole Willerton und den mitreißenden Beat voll in die Nackenmuskulatur geht. Unfassbar Geil und überzeugend von einer extrem spielfreudigen Band dargeboten.

Die beiden Double Bass angetriebenen Songs “Eternal Flame” und “Life Is Art” sind epische Symphonic Power Metal Hymnen vom Allerfeinsten. “The Night Is Waiting For Me” geht zwar etwas vom Gaspedal überzeugt aber mit seinem etwas düsterem Anstrich und den modernen Dark Metal Elementen. Ein weiteres Highlight folgt mit dem schleppenden, fast balladesken “Undying Colours“, welches mir auch nach mehrmaligen Hörens immer wieder eine Gänsehaut bereitet.

Den Abschluss des Albums bildet das, nicht erschrecken, fast tanzbare “Phantasmagoria”. Wenn die Band auf dem nächsten Album dieses Level halten kann und die Spieldauer noch etwas erhöht, gibt es dann von mir Definitiv auch die Höchstnote.

Heiko Füchsel

SINNER – Boom Bang Goodbye

Trackliste:

01. Dreams Can Come True
02. Wait
03. Leave It All Behind
04. All Night Long
05. Are You Ready
06. Born To Run
07. Hellbreaker
08. Turn The Page
09. Road To Remember
10. Under The Moonlight
11. Power

Spielzeit: 43:00 min – Genre: Hard Rock – Label: REINING PHOENIX MUSIC – VÖ: 31.07.2026 – Page: www.facebook.com/SinnerBand

 

Es gibt Leute, die erscheinen spät zur Party. Und dann gibt es noch Leute, die für ihre Rezension zum ersten Mal SINNER hören, und dann ist es aber die Rezension zum letzten Album vor Beendigung der Band. Cool. Dann wiederum sieht Mat Sinner auf dem Cover eigentlich noch ziemlich fresh aus und hat über 45 Jahre 21 Alben veröffentlicht und mit unzähligen krassen Rock- und Metal-Persönlichkeiten gearbeitet. Ich lehne mich mal aus dem Fenster und prophezeie, dass da noch was geht.
Aber okay, für den Moment geht es jetzt um das letzte Album der Band, betitelt mit „Boom Bang Goodbye“. Und Boom und Bang macht zuallererst mal der Sound, für dessen Produktion Mat und sein Gitarrist Axel sowie Mixer und Masterer Jacob Hansen verantwortlich sind. Dicker, saftiger Hard-Rock-Sound – so und nicht anders muss das sein.
Meckern darf ich aber immerhin beim Cover, bei dem KI zumindest eine Rolle gespielt hat, wenn auch eher in der Nachbearbeitung. Und apropos KI, man kann es an der Stelle echt so sagen: „Boom Bang Goodbye“ ist die Art von Rock, die viele Leute mit KI so gerne zu simulieren versuchen, dabei aber in Sachen geil sein kläglich scheitern.
Nicht so SINNER. Zuerst einmal beherrscht jeder Beteiligte hier astrein sein Handwerk, was auch nicht verwundert, wenn man bedenkt, dass hier Leute wie Magnus Karlsson, Michael Bormann und Ronnie Romero am Werk sind. Diese Truppe hat fetten melodischen Hard Rock durchgespielt und harmoniert hervorragend miteinander.
Dazu kann man es nicht anders sagen: Mat Sinner ist eine Chorus-Maschine, und auch sonstiges Melodie-Writing ist sehr stark. Grob kann man dabei „Boom Bang Goodbye“ in zwei Arten von Songs einteilen. Auf der einen Seite sind die Rocker, die man beim Motorrad fahren und anschließend in der holzverkleideten Bar hört. Auf der anderen Seite sind die Songs, bei denen es in Sachen Melodien etwas emotionaler wird, mit positivem Grundspirit aber ebenso nachdenklich-melancholisch.
Kann sein, dass der Mann das auf jedem Album so macht (müsst Ihr einen Experten für fragen), auf „Boom Bang Goodbye“ funktioniert das im Kontext des finalen SINNER-Albums aber auf jeden Fall großartig und macht die Platte zu einem Werk einer Musikers, der dankbar aber auch ein wenig wehmütig in die Vergangenheit und hoffnungsvoll aber auch mit Ungewissheit auf die Zukunft schaut.
Das kommt geil und authentisch und zumindest für mich zünden diese Tracks noch einmal anders als die klassischen „Yeah, Rock’n Roll, Party!“-Songs.
Verwunderlich auch, dass man mit einem musikalisch relativ unemotionalen Track dieses Album beendet, das einen so wichtigen Punkt in der Geschichte von SINNER markiert.

Fazit:
Ja cool, dann mag ich jetzt wohl auch SINNER. Besser spät als nie, hm? Daumen werden leise für ein Comeback gedrückt. Für SINNER-Fans endet mit „Boom Bang Goodbye“ eine Reise, und ich muss Euch als Neuling wohl nicht erzählen, ob und dass die Platte in Euren Schrank gehört. Wer dieses Projekt bislang auch irgendwie übersehen hat: „Boom Bang Goodbye“ ist Hard Rock auf extrem hohem Niveau und dürfte für viele Rock-Garage-Leser ein Kleinster-gemeinsamer-Nenner-Album sein!

Anspieltipps:
„Wait“, „Leave It All Behind“, „Turn The Page“ und „All Night Long“

Jannis

CRYING STEEL – Agent Steel

Trackliste:

01. The Arrival
02. You got the Look
03. Under Cover
04. Just Played On
05. To Remember
06. Coming Home
07. My Heart Steel Rocks
08. Queen of Grinder
09. You Steal my Soul
10. No One`s Crying (Bonus Track, feat. Ralf Scheepers)

 

Spielzeit: 41:21 min – Genre: Heavy Metal – Label: Pride & Joy – VÖ: 26.06.2026 – Page: www.facebook.com/CryingSteel

 

Die 1982 gegründete italienische Heavy Metalband CRYING STEEL waren mit ihrem letzten Album „Staying Steel“ 2019 das letzte Mal Gast bei uns in der Rock-Garage. Nun kehrt man zurück auf die Bildfläche mit ihrem neuen Album „Agent Steel“ und zurück auf unseren Rezensionstisch.
Personell war die Band leider noch nie die konstanteste, immer an Bord waren Schlagzeuger Luca Ferri und Gitarrrist Franco Nipoti, und so haben wir seit 2024 mit Tiziano Sbaragli auch mal wieder einen neuen Sänger hinter dem Bandmikro. Auf dem letzten Album sang ja der leider viel zu früh verstorbene Tony Mills.
Geboten wird uns auf dem neuen Album klassischer Heavy Metal mit eingängigen Melodien.
Als Gast haben wir bei einem Track den guten PRIMAL FEAR Fronter Ralf Scheepers.

So, viel mehr Vorabinfos gibt es nicht über den neuen Diskus, bleibt uns also mehr Zeit für die Musik.
Gestartet wird das Album mit „The Arrival“ und mit satten Riffs. Nach kurzem setzen die restlichen Instrumente ein und der sehr hohe Gesang von Neufronter Tiziano setzt ein. Er dürfte mit seiner Stimmfarbe sicherlich polarisieren, was aber absolut nichts mit der Leistung zu tun hat, denn die ist wirklich gut und sehr sicher!
Das merkt man dann auch wenn der Song ein wenig den Dampf rausnimmt im weiteren Verlauf und er auch mal die Kopfstimme weglässt. Ein starker Opener zum ordentlich Mähne schütteln.
Sehr melodisch kommt dann das anschließende „You got the Look“ aus den Boxen. Was ebenfalls direkt zu überzeugen weiß.
„Under Cover“ besitzt dann einen mega Groove was durch die wuchtigen Basslines nur noch mehr verstärkt wird.
Auf der nächsten Metalparty dürfte „Just Played On“ eine absolute gute Figur abgeben bevor der Albumteiler „To Remember“ wieder schön oldschoolig zum Mähne schütteln einlädt.
Die zweite Hälfte wird dann von pumpenden Groover „Coming Home“ toll eingeleitet und mit „My Heart Steel Rocks“ haben wir dann die nächste melodische Ohrbombe zu verzeichnen dessen Refrain und Groove man schon nach kurzem nicht mehr aus dem Kopf bekommt.
„Queen of Grinder“ fällt dann im bisherigen Vergleich ein wenig ab, auch wenn hier der Refrain wieder schön ins Ohr geht, ähnlich ergeht es dann der vorletzten Nummer „You Steal my Soul“ die irgendwie einfach nicht so recht hängen bleiben will.
Zum Abschluss haben wir dann mit „No One`s Crying“ einen pfeilschnellen Song der toll in die Gehörgänge geht und den Gastauftritt von Ralf Scheepers beinhaltet.
Tolle Nummer zum Ende die sich in die bisherigen Hits gut einreiht.

Na, schau mal an da hat sich das lange Warten ja gelohnt! Die italienischen Heavy Metaller von CRYING STEEL liefern mit ihrem neuen Album ihre bisher beste Leistung ab!
Die Songs sind größtenteils schön griffig, bieten dem geneigten Genrefan, was er erwartet und auch das neue Personal ist eine absolute Bereicherung für die Band.
Man bewegt sich hier schön im klassischen Heavy Metal mit einem modernen Touch welcher auch gut eingängig ist.
Ein wenig geht einem zum Ende der Scheibe etwas die Luft aus, aber ansonsten gibt es hier wenig zu meckern und es gibt die klare Kaufempfehlung für die Genrefans die nicht immer die innovativste Platte brauchen, sondern einfach nur auf ehrliche und solide Mucke stehen!

Julian

 

GHOST AVENUE – Full Throttle

Trackliste:

01. Killer
02. Highwayman
03. Full Throttle
04. Wild and Free
05. Freedom Fighter
06. Coast to Coast
07. Seas of Thunder
08. Ride the Night

 

 

Spielzeit: 35:08 min – Genre: Heavy Rock/Metal – Label: Eigenveröffentlichung – VÖ: 19.06.2026 – Page: www.ghostavenue.com

 

Ganze 6 Jahre ist es her das uns die norwegischen Metaller von GHOST AVENUE mit einem neuen Album beglückt haben! Zeit das sich das ändert.
Komplett in Eigenregie haben sie dieser Tage ihr neues Album „Full Throttle“ veröffentlicht.
Man war aber nicht untätig in den 6 Jahren, sondern spielte einige Liveshows und Touren.
Bislang waren die Jungs mit ihren bisherigen Alben bei uns in der Rock-Garage immer wieder zu Gast, so war dann auch, nach einer netten Anfrage der Band, klar das wir uns natürlich auch dem neuen Album widmen werden.
Personell sehr stabil, nur auf einer Gitarrenposition musste man neues Personal im Vergleich zur letzten Scheibe „Even Angels Fall“ finden, präsentiert man uns auf dem neuen Diskus 8 Tracks irgendwo in der Schnittmenge zwischen Heavy Rock/Metal und Melodic Metal.
Gemischt von Markus Teske soll auf dem neuen Album auch ein ordentliches Live Feeling rüberkommen vom Sound her.

Na, schauen wir mal, ob das so ist und werfen direkt ein Ohr auf den Opener und die Videosingle „Killer“. Eine recht klassische Metalnummer mit einprägsamem Refrain die ohne viel drumherum schnell zum Punkt kommt. Als Opener also bestens geeignet!
Passend zum Titel sind „Highwayman“ und auch der Titeltrack „Full Throttle“ bestens für die Autofahrten geeignet, haben einen tolle Groove und bleiben recht schnell im Hirn hängen.
Das erdige und getragene „Wild and Free“ bildet den Albumteiler und kann mit dem satten Groove sowie den einprägsamen Refrain gut punkten.
„Freedom Fighter“ reiht sich da im Anschluss eigentlich gut ein und bei „Coast to Coast“ haben wir mal etwas Abwechslung vom bisherigen Songaufbau her, was die Nummer direkt interessant macht.
Mit „Seas of Thunder“ bahnt sich dann die nächste Vorabsingle ihren Weg durch die Boxen. Die Nummer hat einen schönen epischen Touch und Sänger Kim kann zeigen das er nicht nur der klassische Metalshouter ist, sondern auch ein paar andere gesangliche Moves drauf hat.
Zum Abschluss der Scheibe gibt es mit „Ride the Night“ nochmal recht klassischen Heavy Rock/Metal auf die Ohren, welcher schön atmosphärisch aus den Boxen kommt.

Manchmal braucht es nur eine recht klassische Heavy Rock/Metal Scheibe, um einen glücklich zu machen!
Klar die neue Ghost Avenue Scheibe gewinnt keinen Innovationspreis und Fronter Kim ist auch eher der klassische Metalshouter aber mehr braucht es manchmal halt einfach auch nicht.
Die Songs hier sind alle gut hörbar und wissen auf ihrer Art schon zu überzeugen.
Von daher sollte man der doch noch recht unbekannten Band und ihrem neuen Diskus auf jeden Fall mal eine Chance geben!
Solide Leistung, wie auch schon auf dem letzten Album!

Julian

 

THE WESTERN FRONT – Eureka

Trackliste:

01. The Law Of The Jungle
02. Set Me Free
03. 1000 Nights Away
04. Just Go
05. If I’m The One
06. Rain
07. Chain Of Light
08. Danger
09. Heartland
10. I Would Rather Be Lonely
11. Man To Man
12. This Is War

Spielzeit: 44:58 min – Genre: AOR – Label: Music Therories Recordings – VÖ: 10.07.2026 – Page: www.facebook.com/GorhamScott

 

Nach 40 Jahren in der Pipeline erscheint nun das Album „Eureka“ von THE WESTERN FRONT. 40 Jahre ist eine sehr lange Zeitspanne um in irgend einem Archiv Staub anzusetzen, mal sehen was das Album kann und ob es die beteiligten Musiker erahnen lassen überzeugen können.

Die mitwirkenden Musiker hören auf so klangvolle Namen wie Richard „Moon“ Calhoun am Mikrofon, Scott Gorham und Mary Walsh an den Gitarren, Derek Bergman an Keyboards und Darrel Verdusco an den Drums. Den Songs merkt man von der Machart an das sie aus der Mitte der 80er stammen, die Produktion hat auch so einen Klang wie von damals. Richard besitzt ein Stimme die oft an die von den TOTO Sängern erinnert und erledigt seinen Job am Mikrofon sehr gut. Die Gitarren sind alles andere als man von Scott gewohnt ist, dass Riffing ist prägnant allerdings nicht so auf Härte getrimmt wie z.B. bei THIN LIZZY, 21 GUNS und BLACK STAR RIDERS wo er seiner Gitti vollen Auslauf lassen könnte/kann. Beide Gitarren ergänzen sich wunderbar und lassen die Saiten nach belieben Schwingen. Die Tastenabteilung kommt im typischen 80er Stil und bildet mit den Gitarren ein wie aus Beton gegossenes Fundament. Der Bass geht leider ein wenig unter dafür gibt es von Drums die Hucke voll.

THE WESTERN FRONT bieten den AOR wie er in den 80er Jahren bis zum Exzess von vielen geboten wurde, ab und zu gibt es leichte Westcoast Vibes die aber nie die Überhand übernehmen. Die Mucke weist ein Merkmal für die Zeit auf, wenn es die Bands richtig angestellt haben waren die Gitarren und Tasteninstrumente auf Augenhöhe, genau wie auf „Eureka“. Die zuckersüßen Melodien um säuseln und umgarnen den Hörer regelrecht. Vergleiche lassen Bands wie TOTO, EDDIE MONEY, THE INNOCENT, BOULEVARD, MICHAEL STANLEY BAND, B.E. TAYLOR GROUP, BRICKLIN. DUKE JUPITER, CARSON COLE AND RU4. DESMOND CHILD, REFUGEE, TOM DELUCA, DIVING FOR PEARLS und zum Teil PETRA zu, und was weiß ich mit wem man noch vergleichen kann, es gab damals zu viele.

Wer auf die genannten Band abfährt sollte bei THE WESTERN FRONT unbedient rein hören.

„The Law Of The Jungle“ ein AOR Song der die 80er am besten repräsentiert, „Set Me Free“ ein verdammt starker Rocker der damals Potential gehabt hätte. „1000 Nights Away“ ein fast schon poppiger Rocker mit geilem Keyboardthema, „Just Go“ ein Rocker im TOTO Fahrwasser. „If I’m The One“ im Refrain wird viel Drama geboten, „Rain“ ein AOR Song wie er sein soll. „Chain Of Light“ geht flott nach vorne, „Danger“ TOTO lassen erneut Grüßen. „Heartland“ ein seher guter Rocker der sich auch auf einem Soundtrack von damals bestens zurecht gefunden hätte, „I Would Rather Be Lonely“ ein typischer AOR Hit aus den 80ern. „Man To Man“ erinnert an DON HENLEY, „This Is War“ macht würdig das Licht aus.

Balle