ANGBAND – IV

Band: Angband
Album: IV
Spielzeit: 42:54 min
Stilrichtung: Power/Prog Metal
Plattenfirma: Pure Underground Records
Veröffentlichung: 24.07.2020
Homepage: www.facebook.com/angbandmetal

ANGBAND sind wahrlich Exoten in unserem Metalkosmos! Mir ist keine andere Band aus dem Iran bekannt die sowohl International als auch im Underground so präsent ist und in einem wahrlich nicht für den Metal bekannten Land die Fahne unserer geliebten Mucke so hochhalten!
Nun sind die Jungs mit ihrem dritten Album „IV“ zurück und haben mit PHARAOH Fronter Tim Aymar einen neuen Sänger hinter dem Mirko.
Man mixt nach wie vor Power/Prog Metal mit persischer Folklore, was sie ebenfalls wieder zu Exoten macht.
Pure Steel/Pure Underground Records halten aber nach wie vor an dieser einzigartigen Band fest und das schon seit Beginn ihrer Karriere! Das machen wir daher auch und widmen uns nun dem neuen Album in Form des Openers „Fighters“. Hier haben wir einen relativen klassischen Power Metalsong der noch ohne viel Prog oder Geschnörkel auskommt! Die Stimme von Fronter Tim ist natürlich über jeden Zweifel erhaben und weiß, wie auch schon bei seinen anderen Bands zu überzeugen. Allerdings ist sie ziemlich in den Vordergrund gemischt was im weiteren Verlauf des Albums doch ganz schön stört, das schon mal vorweg.
Der Progeinschlag der dem Opener gefehlt hat kommt nun beim anschließenden „Visions in my Head“ voll zur Geltung! Inklusive sind hier persische Folkloreklänge, die man aber definitiv mögen muss, sonst wird das Ganze irgendwann einfach zu viel des Guten.
Insgesamt ist der Song, wie auch der Opener absolut empfehlenswert und begeistern auf Anhieb.
„Atena“ im Anschluss ist dann eher guter Standardmetal, besser macht man es dann beim anschließenden „Mirage“ und dem gefühlvollen „Nights of Tehran“.
Beim dem überlangen und epischen „Cyrus the Great“ findet man ebenfalls wieder eine tolle und ausgeglichene Mischung zwischen persisch angehauchter Folklore und ordentlichem Prog Metal!
Mit den beiden letzten Nummern „Children of War“ und „The Blind Watchmaker“, welches „nur“ ein Instrumental geworden ist, kann man dann leider wieder nicht vollends überzeugen.
So bleibt dann final ein gemischter Eindruck zurück!

Anspieltipps:

„Fighters“, „Visions in my Head“ und „Cyrus the Great“

Fazit :

Nach wie vor ist das was die Jungs von ANGBAND machen einfach sehr speziell! Daran ändert auch der neue Sänger Tim Aymar nichts.
Hut ab vor den Jungs, die es schaffen aus dem Iran heraus ihren Metal in die Welt zu tragen, das ist sicherlich nicht immer einfach!
Leider gibt es nach wie vor nicht mehr als eine solide Leistung, ich hätte es den Jungs gegönnt etwas höher zu greifen. Dafür sind es aber nach wie vor zu viele Standardmetaltracks auf der Scheibe.
Aber solide ist solide und unterstützen sollte man die Band auf jeden Fall!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Fighters
02. Visions in my Head
03. Atena
04. Mirage
05. Nights of Tehran
06. Insane
07. Cyrus the Great
08. Children of War
09. The Blind Watchmaker

Video zu “Visions in my Head”:

Julian

Orden Ogan News

ORDEN OGAN stellen neue Single „In The Dawn Of The AI“ mitsamt Musikvideo vor!

Die Arnsberger Power Metal-Helden von ORDEN OGAN hatten bereits im Dezember 2019 ihr neues Album „Final Days“ angekündigt. Zwischenzeitlich wurde die für Ende August angepeilte Veröffentlichung auf den 13. November verschoben.
Die Band präsentiert allerdings bereits heute die erste Single – „In The Dawn Of The AI“ – mitsamt offiziellem Videoclip.

In diesen Song ist viel harte Arbeit eingeflossen“, sagt Seeb.
„Ich denke, wir haben da eine episch-komplexe Nummer erschaffen, die all unsere Orden Ogan-Trademarks enthält, und dazu einen Hauch Sci-Fi, der sich im Übrigen auch durch das gesamte „Final Days“ Album zieht. „In The Dawn Of The AI“ ist eins der Untergangsszenarien die auf „Final Days“ skizziert werden. Es geht um das wahrscheinlichste Szenario bei der Erschaffung einer „richtigen“ künstlichen Intelligenz, die ein eigenes Selbstbewusstsein entwickelt und selbstständig lernt und wächst.“

„Final Days“ erscheint am 13. November und wird als CD, Digipak (inkl. Bonus DVD), ltd. Boxset und ltd. Vinyl erhältlich sein.

Orden Ogan auf Tour *:

THE PINPRICKS – Bait

Band: The Pinpricks
Album: Bait (EP)
Spielzeit: 24:49 min
Stilrichtung: Rock
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: Bereits veröffentlicht
Homepage: www.thepinpricks.de

Servus zusammen. Heute möchte ich euch ein höchst interessantes Trio aus Kiel/Hamburg vorstellen: THE PINPRICKS. Seit 2015 ist die Truppe bereits aktiv, hat seitdem die EP „Hunger“ und nun eben 2020 die EP „Bait“ veröffentlicht. THE PINPRICKS setzen sich aus Frontfrau Ronja Kaminsky (v,g), Nils Degenhardt (b) und Rico Kobarg (d) zusammen. Endlich mal wieder eine Sängerin die nicht nur rumträllert und Opern schmeißt, sondern ihre Stimme röhren lässt. Die Presse schreibt: „Ronja scheint eine uneheliche Tochter von Janis Joplin und Sheryl Crow zu sein“. Ich glaube die rockigen Versionen von Pink und Gwen Stefani waren da auch irgendwie beteiligt.

Acht Songs sind auf der EP zu finden, von denen drei als Video herausgebracht wurden. Na dann, los geht’s. Den Anfang macht „Cast Off Your Shadows“. Eine schnelle Rock’n’Roll Nummer, die auch Danko Jones gut zu Gesicht stehen würde. Da bekommt man direkt Bock auf mehr, klasse Start. Yeah, fettes Riff, Bass und Drums auf „Get Out“. Was braucht man mehr? Richtig, nichts. Vollgas-Rock der in die Richtung des ersten Songs geht. Auf „Voices“ kommt passend zum Titel Ronjas Stimme sehr gut zur Geltung. Die Strophen werden etwas ruhiger vorgetragen, um dann beim Refrain zu explodieren. Nun wird es deutlich melodischer auf „Million Pieces“. Das Stück hätte auch von Pink stammen können, wäre sicher ein Hit geworden. Sehr erwachsene Nummer mit geilem Solo. Bam, bam, bam: „Paintless“ knallt richtig fett nach vorne. Tolles Zusammenspiel der Rhythmusfraktion mit der Frontlady. Da ich eh schon voll im Party-Modus bin, kommt „Two-Wheels-Blues“ genau richtig. Rock’n’Roll pur, perfekt zum Tanzen, Springen oder Mitsingen. Hoppla, fast mein Bier dabei verschüttet. Track Nr. 7 heißt „Foxy Lady“. Kommt mir irgendwie bekannt vor. Danke Google, das Original ist von Jimi Hendrix. Schande über mich. Im direkten Vergleich gewinnt diese Version hier bei mir. Grooved wie Sau. Zum Schluss wird „Get Out“ in einer Akustik Version geboten. Nur Gitarre und Stimme von der Sängerin, Daumen hoch.

Fazit: Das Album rockt. Meiner Meinung nach eine klare Steigerung zur Vorgänger EP. Die Jungs spielen klasse und haben natürlich mit Ronja ein Ass im Ärmel. Die Idee, kein ganzes Album herauszubringen finde ich gut. Lieber lauter tolle Songs, ehe sich ein paar Filler einschleichen. Trotzdem freue ich mich schon auf eine vollständige Scheibe.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Cast Off Your Shadows
02. Get Out
03. Voices
04. Million Pieces
05. Paintless
06. Two-Wheeler-Blues
07. Foxy Lady
08. Get Out – Acoustic Version

Sturmi

BLACK ANGELS – Steamroller

Band: Black Angels
Album: Steamroller
Spielzeit: 55:30 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Pure Steel Records
Veröffentlichung: Bereits veröffentlicht
Homepage: www.black-angels-rock.com

Die Schweizer Rocklegende BLACK ANGELS legen mit „Steamroller“ ihr 6. Album vor. Bereits seit 1979 gibt es die Band aus Schaffhausen schon. Oder bzw. wieder, nachdem sie 1985 eine Pause einlegten, die bis zur Reunion 2009 anhielt. Es wurde auch schon immer fleissig getourt. Und zwar mit Bands wie Whitesnake, Uriah Heep, Mother`s Finest, Nazareth, Hooters und noch vielen mehr. Die Eidgenossen um Ron Philipps (v.), Marc Weber (d.), Michael Enders (b.) und Andre Bradka (g.) sind nun bereit für einen neuen Output. Unter den Fittichen von Helloween Drummer Dani Löble bekamen die Songs einen modernen Schliff und wurden zusammen mit Connie Andreszka von Crematory und Inhaber von Omniverse Music aufgenommen und produziert. Herausgekommen sind 12 Tracks, die wir nun genauer anschauen, bzw. anhören werden.

„Steamhammer“ fängt mit einem modernen harten Riff an und der Refrain läuft auch gut rein. Der Gesang von Ron ist wirklich speziell und wird nicht jedem gefallen (ich bin mir auch noch nicht sicher). Weiter geht es mit „Spread Your Wings“ (keine Coverversion des Queen Klassikers). Der Song grooved aber mit schönem 80er Vibe und versprüht gute Laune. „Wheels Will Fly“ tendiert mehr in die NWoBHM Richtung. Die Komposition will bei mir aber nicht so recht zünden, was hier auch am Gesang liegt, schade. I.Never.Com macht es leider auch nicht besser. Das Lied dümpelt so ein bisschen vor sich hin. Aber nun wird es besser. „Never Gonna Let You Down“ klingt wie eine härtere Neil Young Nummer. Schön eingängig und rockig. „Set Me Free“ klingt am Anfang stark nach Scorpions („Rock you like a hurricane). Natürlich finden die BLACK ANGELS hier ihren eigenen Sound und lassen den Spaß Faktor nach oben schnellen. Motorradgeräusche am Anfang von „Sound Of Thunder“ leiten einen Biker Song ein, der gut nach vorne abgeht. „Into The Dark“ schiebt voll an, die Gitarren sind fett und Bass und Drums führen durch das Stück. Auf „When The Night“ wird man im Refrain unweigerlich an die 80er erinnert. So ist richtig, das ist Rock´n´Roll. Jetzt wird es ein bisschen strange bei „Batman Reloaded“ Hier wird irgendwie mit Sprechgesang und modernem Stil versucht auf jung und cool zu machen. Aber es funktioniert nicht wirklich, sorry. Ganz anders bei „The Road“. Hier harmonisieren Gesang und Band wunderbar miteinander. Zum Abschluss gibt es die Extended Version von „I.Never.Com“ die aber auch nicht unbedingt mehr hergibt.

Anspieltipps: „Steamroller“, „Spread Your Wings“, „Set Me Free“ und „When The Night“

Fazit: Ein Album mit einigen guten Tracks, aber leider auch mit etlichen Durchhängern. Ich bin mir sicher, dass es live ganz anders aussehen wird und auch die vermeintlich schwächeren Lieder punkten werden. Hier reicht es bei mir heute für solide 6 Punkte.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Steamroller
02. Spread Your Wings
03. Wheels Will Fly
04. I.Never.com
05. Never Let you Down
06. Set Me Free
07. Sound Of Thunder
08. Into The Dark
09. When The Night
10. Batman Reloaded
11. The Road
12. I.Never.Com (Extended Version)

Sturmi

LEATHERJACKS – Extremely Dangerous

Band: Leatherjacks
Album: Extremely Dangerous
Spielzeit: 38:47 min
Stilrichtung: AOR, Hard/Heavy Rock, Heavy Metal
Plattenfirma: MauCor Music (Eigenproduktion)
Veröffentlichung: 10.04.2020
Homepage: www.leatherjacksofficial.com

Ihr steht auf die 80er? 80er AOR-Rock-Metal? Dann seid ihr bei LEATHERJACKS genau richtig. LEATHERJACKS ist genau genommen eine One-Man-Band aus Brasilien. Der unglaublich sympathische und talentierte Mann der hinter dieser Sache steht, heißt Mauro Cordeiro. Im Alleingang hat dieser positiv verrückte Vollblutmusiker alle Songs und Texte geschrieben, aufgenommen, produziert, gemixt, gemastert und veröffentlicht. Ein riesiges Missgeschick passierte kurz vor dem Ende der Aufnahmen. Aufgrund eines Computer Fehlers wurden alle Daten gelöscht und es gab kein Back-Up. Also musste Mauro ganz von vorne anfangen und alles neu einspielen, großen Respekt dafür. Ob sich der Aufwand auch gelohnt hat, werden wir gleich herausfinden.

„Dejacked“ fängt ohne Umschweife mit einem guten Gitarrenspiel an. Er singt relativ rauh und simpel. Mitten im Song kommt ein tolles Solo und die Produktion ist top. So einfach ist es manchmal. Oh ja, wir schreiben das Jahr 1984, du stehst mit deinen Kumpels auf einem Konzert und und schreist ganz laut „I Hate To Fall In Love“. Genauso fühlt sich der Song an, Glam Rock pur, sehr geil. Und weiter geht’s mit „Songs For The Strangest Ones“. Schnellere Nummer mit Kick Ass Drums und fetten Riffs. Aerosmith meets Toxic Rose würde ich mal sagen. Hell yeah, 80er Jahre pur sind im Titeltrack „Extremely Dangerous“ angesagt. Ganz laut aufdrehen und mitgrölen. Vergleichen kann man es mit einer Mischung aus Fighter V und Dokken. Nun wird die Heavy Metal Keule ausgepackt. Dio, Iron Maiden und Judas Priest sind in „Persona Non Grata“ zu finden. Aber alles im ganz eigenen LEATHERJACKS Stil. In „Taured“ wird mehr dem AOR gehuldigt. Der Refrain ist saustark und fast schon kitschig, aber völlig egal wenn es so gut klingt. „The Payback Bay“ rockt, mehr gibt es da nicht zu sagen. „Spells And Zombies Through The Night“ musste ich mir öfters anhören als die anderen Stücke. Da wechselt er von Indie zu
Heavy Rock mit früherer Kai Hansen Stimme hin und her. Gewöhnungsbedürftig, aber dann doch gut. Verdammt, wir sind schon am Schluss angekommen. Aber der ist klasse. „A.O.R. Boulevard“ als Titel sagt schon alles. Zuckersüße Melodien, harmonischer Gesang und super Gitarrenarbeit.

Anspieltipps: Das ganze Album am Stück

Fazit: Nochmals großen Respekt, was Mauro hier alleine auf die Beine gestellt hat, ist schon mächtig. Mir gefallen einfach diese 80er Vibes die Einem ein Dauergrinsen ins Gesicht zaubern. Ein gute Laune Album, dass man zu jeder Gelegenheit anhören kann. Bem feito!Ótimo AOR/Metal do Brasil!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Dejacked
02. I Hate To Fall In Love
03. Songs For The Strangest Ones
04. Extremely Dangerous
05. Persona Non Grata
06. Taured
07. The Payback Bay
08. Spells And Zombies Through The Night
09. A.O.R. Boulevard

Sturmi

STORMZONE – Ignite the Machine

Band: Stormzone
Album: Ignite the Machine
Spielzeit: 63:24 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Metalapolis Records
Veröffentlichung: 31.07.2020
Homepage: www.stormzone.tv

Spätestens seit ihrem letzten Album „Lucifer`s Factory“, Rezi auch hier bei uns, müssten die Jungs von STORMZONE rund um Mastermind und Sänger John „Harv“ Harbinson bestens in der Metalszene bekannt sein! Denn das sechste Album war das bisher Beste der Truppe und bot eine breite Mischung von Hits aus der Schnittmenge NWOBHM und klassischen Heavy Metal.
Da war es Zeit für Band mal etwas Neues zu probieren und so entschied man sich zu einem Labelwechsel. Man ist nun beim deutschen Label Metalapolis Records unter Vertrag und hat passenderweise auch ein neues Album mit dem passenden Titel „Ignite the Machine“ im Gepäck!
Man spricht natürlich vollmundig von dem bisher Besten der Karriere, deswegen schauen wir jetzt mal direkt ob das so stimmt und man sich im Vergleich zum schon erstklassigen Vorgänger nochmal steigern konnte.
Der Opener „Tolling of the Bell“ legt dann direkt mal zielsicher und melodisch los. Heavy Metal mit einem Schuss NWOBHM und Melodic Metal, so muss das sein und so macht man sich direkt Freunde : ) !
Der Titeltrack „Ignite the Machine“ im Anschluss ist dann die logische Folge und kann ebenfalls direkt überzeugen und begeistern. Achtung, schon mal als Vorwarnung letzteres Wort hören wir hier nicht zum letzten Mal.
„Each Setting Sun“ und das etwas, für STORMZONE Verhältnisse, ungewöhnliche, „Dragon Cartel“ sind dann die nächsten beiden Tracks die begeistern.
Letzterer setzt sich dermaßen in den Gehörgängen fest das ihr den Refrain tagelang nicht mehr aus euren Gehörgängen bekommt das verspreche ich euch!
Im Mittelteil der bislang sehr überzeugenden Scheibe können dann vor allem das flotte „Revolution“ und das überlange, epische „New Age Necromancer“ überzeugen und begeistern.
Aber auch im Anschluss und im letzten Drittel bleibt die Qualität nach wie vor hoch!
Das ebenfalls überlange „Dealer`s Reign“ kann genauso überzeugen wie „Flame that Never Dies“ und das abschließende klassische „This is Heavy Metal“.
Keine großartige Veränderung insgesamt also vom Sound und der Qualität her, und das ist auch gut so!

Anspieltipps:

„Tolling the Bell“, „Ignite the Machine“, „Dragon Cartel“, „Revolution“ und „Flame that Never Dies“.

Fazit :

Nach dem schon bärenstarken letzten Album „Lucifer`s Factory“ hauen die Jungs von STORMZONE nun mit „Ignite the Machine“ das nächste Meisterwerk raus! Man befindet sich auf einem ähnlichen Qualitätslevel wie beim Vorgänger und das gesamte Album dürfte jeden Fan der Band sowie der angesprochenen Genres auf Anhieb gefallen und, Achtung da ist das Wort wieder, begeistern!
Glasklare Kaufempfehlung. Well done Guys!!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Tolling of the Bell
02. Ignite the Machine
03. My Disease
04. Each Setting Sun
05. Dragon Cartel
06. Nothing to Fear
07. Revolution
08. New Age Necromancer
09. Dealer`s Reign
10. Flame that Never Dies
11. Under her Spell
12. This is Heavy Metal

Video zu “Dragon Cartel”:

Julian

JUDICATOR – Let there be Nothing

Band: Judicator
Album: Let there be Nothing
Spielzeit: 57:53 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 24.07.2020
Homepage: www.judicatormetal.bandcamp.com

JUDICATOR aus Amerika hatten mit ihrem letzten Album „The Last Emperor“ 2018 ihr bisher bestes Werk auf den Markt gebracht!
Die Band rund um die beiden Masterminds Tony Cordisco und John Yelland, die sich übrigens nach einem BLIND GUARDIAN Konzert entschlossen die Band zu gründen, schaffte es ein ums andere Mal in Eigenregie erstklassigen Power Metalstoff auf die Beine zu stellen. Dies gipfelte dann im letzten bärenstarken Diskus!
Nun sind wieder zwei Jahre ins Land gegangen und mit „Let there Be Nothing“ steht uns nun das nächste Album ins Haus. Mal schauen was die Jungs dieses Mal so alles auffahren, einen Gastmusikerauftritt wie letztes Mal mit Hansi Kürsch gibt es dieses Mal übrigens nicht, und ob es nochmal eine Steigerung im Vergleich zum letzten Album gibt.
Mit dem Opener „Let there be Light“ legt man auf jeden Fall schon mal sehr überzeugend los, denn der Track beginnt erst ruhig und besinnlich (hier wird direkt BLIND GUARDIAN FEELING gestreut) und wandelt sich dann zum einem melodischen Doublebass Power Metalsong.
„Tomorrow`s Sun“ im Anschluss benötigt kein Warmlaufen, sondern ist direkt knackig und mit Geschwindigkeitsüberschuss zur Stelle. Der Refrain ist ebenfalls schön auf den Punkt gebracht und geht gut ins Ohr. Auch hier kann mal also wieder direkt überzeugen!
Dann erwartet uns mit „Strange to the World“ der erste überlange Track der zu keiner Zeit langweilig wird und einen in eine tolle epische Welt eintauchen lässt. Toller Song der einen noch lange begeistern und beschäftigen wird.
Der Mittelteil der Scheibe ist dann mit den klassischen Doppelpack bestehend aus „Autumn of Souls“ und „Gloria“ ebenfalls wieder erstklassig und eingängig geworden.
Hier findet sowohl der geneigte Band als auch Genrefan das was er sich wünscht!
Im letzten Drittel der Platte wartet man dann gleich mit drei Schwergewichten, darunter der sehr empfehlenswerte und abschließende Titeltrack „Let there be Nothing“, und überlangen Songs auf, die es auch wahrlich in Sich haben!
Sehr bemerkenswert wie es die Jungs hinbekommen jeweils in über 8 Minuten nie zu langweilen und stehts das Qualitätslevel hochhalten können, Respekt.

Anspieltipps:

„Let there be Light“, „Strange to the World“, „Autumn of Souls“, „Gloria“ und „Let there be Nothing“

Fazit :

Ich sage es immer wieder in meinen Besprechungen zu neuen JUDICATOR Scheiben, meinen tiefen Respekt vor den Jungs! Was diese hier in Eigenregie auf die Beine stellen bekommt manche bekanntere Band mit fetten Labelvertrag so nicht hin! Der geneigte Power Metaller bekommt hier das was er sucht und wird bestens unterhalten. Meiner Ansicht nach steigert man sich auch nochmal in Sachen Kompaktheit im Vergleich zum Vorgänger. Und das trotz der vielen überlangen Songs!
Leute unterstützt diese Band auf jeden Fall, am besten mit dem Erwerb des gesamten Backkataloges!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Let there be Light
02. Tomorrow`s Sun
03. Strange to the World
04. Autumn of Souls
05. Gloria
06. Amber Dusk
07. The Way of a Pilgrim
08. Let there Be Nothing

Video zu “Let there Be Nothing”:

Julian

BASEMENT PROPHECY – Single Release „If I Only Knew“

Seit heute um Mitternacht sind die Jungs von BASEMENT PROPHECY wieder oberirdisch unterwegs. Mit „If I Only Knew“ gibt es einen neuen Song von Michael Müllers Projekt, der mit illustren Gästen aufwartet: JADED HEARTs Michael Bormann am Mic, Michael Ehre von GAMMA RAY, THE UNITY und anderen an den Drums und Martin Motnik von ACCEPT am Bass.
Nach der letzten Single, der Ballade „The Silence Of The Tide“, ist nun wieder Zeit für metallischere Töne, und bei dem LineUp kann eigentlich nichts schiefgehen. Also Stimmung in den Keller und ab dafür!

 

Den Trailer gibt’s hier, den ganzen Track bei allen gängigen Streaming-Anbietern, nämlich hier: https://www.feiyr.com/x/BQKHK

 

Facebook: www.facebook.com/BasementProphecy

Jannis

HAKEN – Virus

Band: Haken
Album: Virus
Spielzeit: 51:59 min
Stilrichtung: Progressive Metal
Plattenfirma: Inside Out
Veröffentlichung: 05.06.2020
Homepage: www.hakenmusic.com

Endlich liegt es nun vor, das nunmehr 6te (full-length) Album der Prog-Metal Band HAKEN und wer gehofft hatte, dass nach dem doch recht harten „Vector“ nochmals die frühere Luftigkeit in den Sound der Truppe Einzug halten würde, sieht sich schon beim gnadenlos nach vorne knüppelnden „Prosthetic“ eines Besseren belehrt. Man fühlt sich an seelige „Train of Thought“ Zeiten erinnert, wenn die Jungs maximal vertrackt und vehement durch die Botanik krachen. Zwar gibt es auch leichtere Momente wie in „Invasion“ oder dem genialen „Canary Yellow“. Aber im Grunde ziehen HAKEN auch auf „Virus“ nochmals ordentlich vom Leder. Schmeichelnde Melodiebögen waren noch nie HAKEN´s Sache – die Sorte von Melodien die etliche Powermetal Vertreter so inflationär nutzen und die sich umgehend im Gehörgang festsetzt, derer man aber genauso schnell wieder überdrüssig wird. Stattdessen betört Sänger Ross Jennings den Hörer auch diesmal wieder abseits der ausgetretenen Pfade und liefert das, was die Fans an der Band schon immer geliebt haben und was HAKEN von der Konkurrenz absetzt: Eigenwilligkeit bzw. Eigenständigkeit.

Das als limitiertes 2CD Mediabook (inkl. instrumental Versionen), Standard CD Jewelcase, Doppel-Vinyl (inkl. CD) oder als Download erhältliche und abermals von Adam ‘Nolly’ Getgood soundtechnisch veredelte Album naht sich problemlos ein in die bisherige herausragende Diskographie der mittlerweile multinationalen Truppe. Einziger, minimaler Schwachpunkt der neuen Platte ist das nicht durchweg zwingende, in 5 Kapitel unterteilte „Messiah Complex“. Da haben HAKEN im Laufe ihres bisherigen Schaffens schon bessere Longtracks komponiert, auch wenn einzelne Tracks wie das an moderne Dream Theater angelehnte „Ivory Tower“ ihre Stärken haben. Natürlich wird auch auf „Virus“ Intertextualität wieder großgeschrieben und so darf der Fans sich auf die Suche begeben, die einzelnen kleinen Fragmente zu finden, die in Tracks wie z.B. „Ectobius Rex“ versteckt und auf ältere Songs aus dem Backkatalog verweisen. Dies, zusammen mit den packenden Texten und der schieren Wucht an musikalischen Geniestreichen sollten den Hörer für viele Durchläufe gebannt unter den Kopfhörern halten.

Ich mache es kurz: „Virus“ ist ein weiterer Kacher in der an Highlgights nicht gerade armen Diskographie von HAKEN. Die Jungs stecken ähnlich gelagerte Veröffentlichungen auch diesmal wieder locker in die Tasche. Fans des Genres sollten hier eigentlich nur eines tun: in den Einkaufswagen klicken und geniessen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Prosthetic
02. Invasion
03. Carousel
04. The Strain
05. Canary Yellow
06. Messiah Complex i: Ivory Tower
07. Messiah Complex ii: A Glutton for Punishment
08. Messiah Complex iii: Marigold
09. Messiah Complex iv: The Sect
10. Messiah Complex v: Ectobius Rex
11. Only Stars

Mario

STARMEN – Kiss The Sky

Band: Starmen
Album: Kiss The Sky
Spielzeit: 37:45 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Melodic Passion Records
Veröffentlichung: 24.07.2020
Homepage: www.facebook.com/starmen.se/

STARMEN kommen aus Schweden, wurden 2018 gegründet und veröffentlichen ihr zweites Album innerhalb von nur fünf Monaten. Beteiligte sind Starmen Red (Kristian Hermanson) an Mikro und Gitarre, Starmen Purple (Andreas Lindgren) an Gitarre und Backvocals, Starmen Gold (Örjan Wahlström) an Bass und Backvocals, Starmen Silver (Marcus Sjöblom) an Drums und Backvocals. Wie der Bandname, Albumtitel und auch Cover deutlich zum Ausdruck bringen, kommt Hard Rock mit sehr starken KISS Vibes aus den Boxen, nicht sonderlich Originel aber alles solide und auf den Punkt gebracht geboten. Shouter Starmen Red hört sich an wie der kleine Bruder von Paul Stanley ganz KISS like.
Den Einstieg macht “The Stealer” ein starker flotter Stampfer, “Dangerous” kommt leicht funkig mit guter Melodieführung. Bei “All Along The Watchtower” gut umgesetzt, kann nur den kürzeren ziehen, entweder das Original von HENDRIX, die geilen Versionen von STRAIGHT SHOOTER oder PELL, alles andere verliert leider bei der Nummer. “Gravity” wieder ein KISScher Stampfer, “A Mystery Thrill” erinnert an das Debüt von HOUSE OF SHAKIRA mit einem Touch Orient. “Kiss The Sky” kann den Standart nicht wirklich halten und entpuppt sich als Totalausfall, “Bad Tatoo” geht wieder gut ins Ohr. “Black Sign” ist eher ein Lückenfüller, “One Love” ist guter Durchschitt, “A Magical Ride” versagt beim Refrain und ist somit leider wieder ein Totalausfall.

Fazit:

Wen KISS in den Ruhestand gehen die Erben stehen schon in den Startlöschern, noch nicht das Niveau wie die Vorbilder aber auf einem guten Weg dahin. Von mir gibt es solide 7 Punkte, da sich zwei Totalausfälle eingeschlichen haben. Für KISS Fans durchaus lohnenswert.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Stealer
02. Dangerous
03. All Along The Watchtower
04. Gravity
05. A Mystery Thrill
06. Kiss The Sky
07. Bad Tatoo
08. Black Sign
09. One Love
10. A Magical Ride

Helmut