THE VICIOUS HEAD SOCIETY – Abject Tomorrow

Band: The Vicious Head Society
Album: Abject Tomorrow
Spielzeit: 73:56 min
Stilrichtung: Progressive Metal
Plattenfirma: (Eigenveröffentlichung)
Veröffentlichung: 24.03.2017
Homepage: www.facebook.com/theviciousheadsociety

THE VICIOUS HEAD SOCIETY ist das Baby des Irischen Gitarristen Graham Keane der in jahrelanger (Heim)Arbeit das nun vorliegend Debüt zusammengebastelt hat. Die Aufnahmen des Gesangs (Wilmer Waarbroek, u.a. Ayreon), der Keyboards (Derek Sherinian, u.a. Billy Idol, Dream Theater) und der Drums (Kevin Talley, u.a. Suffocation, Misery Index) wurden outgesourced, der Rest im Studio von Keane aufgenommen, arrangiert und produziert. Wenn man sich vor Augen hält, welch lange Zeitspann die Produktion in Anspruch genommen hat und wie weit die einzelnen Beiträge über die Welt verstreut wurden (Mix und Mastering wurden in Mexiko vorgenommen), muss man sich wundern wie homogen und gelungen das Endergebnis klingt. Da hat man schon billigere Produktionen zu hören bekommen. Für den Sound daher vorab bereits ein großes Plus.

Genre-typisch handelt es sich bei „Abject Tomorrow“ um ein Konzept-Album, das mit beiden Beinen fest im klassischen Prog Metal der Dream Theater Schule steht. Jetzt mag Keane sich zwar im Promo Text auf dieselben Einflüsse wie Dream Theater beziehen (Yes, Rush, Meshuggah). Da er dabei aber zum exakt selben Ergebnis wie Petrucci und Co. kommt, scheint es aber eher wahrscheinlich, dass er direkt bei den großen Vorbildern aus Boston abgeguckt hat. Das wird dann auch sofort beim Opener deutlich, bei dem man sich ständig fragt auf welcher DT Scheibe man diesen oder jenen Part schon einmal gehört hat. Glücklicherweise ist dies aber der einzige Song, bei dem man das Gefühlt hat, es eher mit einem Tribute Album denn mit einem eigenständigen Werk zu tun zu haben. Der Titeltrack kommt da schon selbstbewusster um die Ecke und kann mit fetten Drums, aggressiven Gitarren, natürlich jeder Menge Frickelei und gutem Gesang gefallen. Das gleiche gilt für den mit etwas über 6 Minuten beinahe schon knackig kurz gehaltenen, mit massiven Riffs veredelten Song „Gods Of The New Age“. Und dann wird im Laufe des Albums natürlich jedes Must-Have eines Prog Metal Konzept Albums abgehakt: Frickeliger Instrumental Track? „Psychedelic Torture Trip“ – check. Als Rausschmeißer den epischen Longtrack? „Analogue Spectre“ – check. Nun mag man sich an dieser Anhäufung von Klischees und schon tausendmal gehörten Formeln stören. Originell ist das alles beileibe nicht. Man kann aber auch ganz einfach die Kopfhörer aufsetzen, die verrückte Welt da draußen ausklammen und einem ziemlich starken Album lauschen, das, trotz der häufigen Deja-Vus, über die meisten Strecken zu gefallen weiß. Schwachpunkte gibt es durchaus: die hier und da eingestreuten Growls („Downfall”) sind völlig deplatziert und wirken lächerlich und das bereits erwähnte, knapp 19 Minuten dauernde „Analogue Spectre“ ist ein klares Opfer für die Skip Taste weil hier ein mittelmäßiger Song künstlich auf Extremlänge gezogen wird. Die Highlights aber überwiegen: weitgehend gutes Songwriting, Keane‘s tolle Fähigkeiten auf die Gitarre (die er nie zum Selbstzweck missbraucht) und eine stimmige Produktion.

Prog Metal Fans, die auf Bands wie Dream Theater oder Haken stehen, sollten „Abject Tomorrow“ auf jeden Fall beim nächsten Einkaufsanfall in Erwägung ziehen. Hier stimmt so ziemlich alles, auch wenn es mit der Originalität nicht weit her ist. Gut produziertes, handwerklich einwandfreies Genre-Futter gibt es hier aber allemal.

WERTUNG

 


Trackliste:

01. The Sycophants
02. Abject Tomorrow
03. Downfall
04. Agenda
05. The 11th Hour
06. Psychedelic Torture Trip
07. Gods Of The New Age
08. Analogue Spectre

Mario

 

CRY EXCESS – Vision

Band: Cry Excess
Album: Vison
Spielzeit: ?? min
Stilrichtung: Metalcore
Plattenfirma: Bleeding Nose Records
Veröffentlichung: 24.03.2017
Homepage: www.facebook.com/cryexcess

Boooom, völligst weggeballert… Das ist der erste Eindruck beim Hören des neuen Albums von CRY EXCESS, man wird einfach nur umgehauen!!. Endlich mal wieder eine Metalcore Band, die man gerne hört, eine Band, die sich aus dem sehr stark umworbenen Genre hervorhebt. Die 5 Jungs aus Italien waren mir bisher kein Begriff, was definitiv ein Fehler ist. Schon bei den ersten Takten der neuen Scheibe wird man hellhörig, da die Band einfach anders klingt und sich dabei deutlich aus dem bekannten Metalcore Einheitsbrei hervorhebt. In ihrem neuesten Werk „Vision“ vermischt das Quintett aus Turin gekonnt Metalcore mit leichtem Elektro Sound und
brachiale Growls mit sanften Tönen, eine Mischung, die hier voll und ganz aufgeht. So startet der Opener und Titeltrack „Vision“ eher verhalten mit einer Linkin Park ähnlichen Einleitung um dann aber zügig die Bühne für die harten Riffs freizuräumen. Unbedingt reinziehen sollte man sich „Immortal“. Ein Song, der mit melodischen, aber schweren Gitarrenpassagen eine Tiefe aufweist, der – wie auch die Tracks "Survival" und "The Black Squad" – unter Beweis stellt, dass CRY EXCESS eine Kraft sind, mit der auch zu rechnen ist.

Und trotz oder gerader aufgrund ihrer Vergangenheit, die in den Stücken besungen, beschrien und bebrüllt wird, ist hier ein wunderbar geniales Album entstanden, das den Ansprüchen an das Genre mehr als gerecht wird. In den 10 knackigen Songs kotzen sich die Jungs regelrecht über all ihre Enttäuschungen, die raue Wirklichkeit, das Leben als solches aus. Und trotz vieler schlechter Erfahrungen, die die Band mehr als einmal heruntergezogen haben, kämpfen sie sich wieder nach oben. Allen Widrigkeiten zum Trotz werden die brachialen Growls und knallharten Riffs von versöhnlichen Tönen unterbrochen und drücken damit genau das aus, was die Band ausmacht, was sie zum Weitermachen bringt, wenn sie wieder durch einen Rückschlag aus der Bahn geworfen werden.

Und Rückschläge gab es schon einige. Innerhalb von zwei Jahren mussten drei Bassisten ersetzt werden, die Band verlor damit nicht nur Musiker, sondern auch Freunde, die wie Familienmitglieder waren. Sie wurden von falschen Versprechen von Promotern und Labels getäuscht und haben im Glauben an die Band einiges an Geld verloren. Und dennoch ist das Quintett seinen Weg gegangen und hat mit  Album Nummer 3 ein echtes Hammerteil hingelegt. Es macht einfach nur Spaß, zuzuhören. Man spürt förmlich die Energie, die Wut, die Enttäuschung, aber eben auch Hoffnung. Und ebendiese Mischung zusammen mit dem perfekten Zusammenspiel von Sänger Jason Vex mit seinen tiefen Growls und Drummer und Clean-Sänger Brian Nox mit seinen sanften Tönen macht das Album einfach nur ehrlich und ausdrucksstark.


WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Vision
02. Mess of me
03. Survival
04. Down 'n out
05. Detroit
06. The path
07. Immortal
08. Lost and alone
09. The black squad
10. Chase the sun

Tanja

THUNDER AND LIGHTNING – The Ages will turn

Band: Thunder and Lightning
Album: The Ages will turn
Spielzeit: 46:02 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Phonector  
Veröffentlichung: 09.12.2016
Homepage: www.tnlmetal.de

Die Berliner Heavy Metal von THUNDER AND LIGHTNING bewegen sich schon viel zu lange im Untergrund und unterhalb des Rock-Garage Radars, Zeit das mal endlich zu ändern!
Nach dem das letzte Album „In Charge of the Scythe“ 2013 schon ordentlich Staub aufwirbeln konnte, sollte doch nun mit dem neuen Album „The Ages Will Turn“endlich der Schritt aus dem Untergrund gelingen! Produziert von Bandkopf Marc Wüstenhagen, der sich 2016  bereits mit der Co-Produktion des aktuellen Charterfolgs der Gothic  Metaller von UNZUCHT einen Namen gemacht hat, folgt das neue Werk  den Trademarks, die die Band schon auf dem Vorgängersilberling ausgezeichnet hat.  Dieses mal begeben sich die fünf Männer aus der Hauptstadt u.a. in die  Tiefen der urbanen Mythen. Es geht um das große Unbekannte. Seien es die Geheimnisse auf der dunklen Seite des Mondes auf „Welcome To The Darkside“, das Verschwinden der Crew des Schiffes „Mary Celeste“ (Gastgesang: Der Schulz von Unzucht) oder die wohl  modernste Geistergeschichte unserer Zeit des Slender Man in „Silent  Watcher“, die Berliner beziehen ihre Inspiration aus vielfältiger Herkunft.Man kann sich also auf einiges gefasst machen auf dem neuen Silberling der Band, gestartet wird das Ganze mit dem Opener „The Ravaging Overture“ welches nur ein Intro ist was uns in die Platte einleiten soll.
Der erste „richtige“ Track „Welcome to the Darkside“ ballert uns dann gleich ziemlich flott um die Ohren und man macht eigentlich dort weiter wo man auf der letzten Platte aufgehört hat. Die Riffs sind schön knackig, die Melodien abwechslungsreich und der Chorus schön einprägsam, so muss das sein!
Noch eine Spur einprägsamer und grooviger sind die folgenden „Silent Watcher“ und „Black Eyed Child“ wo die Jungs ganz weit oben ins Qualitätsregal greifen, geile Nummern ohne Frage!
Nach dem etwas schwächeren „Eternally Awake“ geht es qualitativ wieder hochwertig weiter und zwar mit „Columbia“, „One Blood“ und typisch dem Titeltrack „The Ages will turn“,
Da die letzten beiden Stücke „Hysteria“ und „Mary Celeste“ auch nicht von schlechten Eltern sind, wenn auch nicht ganz so stark wie die Tracks zuvor, können wir hier abschließend von einem wirklich runden und gelungenen neuen Album der Band sprechen!

Anspieltipps:

Wahre Ohrenschmeichler sind hier dieses Mal “Welcome to the Darkside”, “Silent Watcher”, “Black Eyed Child”, “Columbia” sowie “The Ages will turn”.

Fazit :

War das letzte Album schon sehr hochkarätig, hat man hier nochmal wirklich einen Zacken zugelegt und hat sich definitiv nochmal gesteigert!
Nochmal kompakter, melodischer und einfach runder ist man hier unterwegs und trifft damit vermutlich genau den Nerv der Anhängerschaft die auf den neuen Output der Band schon sehnlichst gewartet hat.
Für so eine Leistung gibt es natürlich die dementsprechende Benotung und spätestens jetzt sollte man den Namen THUNDER AND LIGHTNING auf dem Schirm haben!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Ravaging Overture
02. Welcome to the Darkside
03. Silent Watcher
04. Black Eyed Child
05. Eternally Awake
06. Columbia
07. One Blood
08. The Ages will turn
09. Hysteria
10. Mary Celeste

Julian

SAINTED SINNERS – Sainted Sinners

Band: Sainted Sinners
Album: Sainted Sinners
Spielzeit: 56:42 min
Stilrichtung: Classic Rock
Plattenfirma: El Puerto Records  
Veröffentlichung: 24.02.2017
Homepage: www.saintedsinners.com

Gemeinsam  die  “pure  Essenz  des  Rock’n’Roll”  zu  zelebrieren  und  auszudrücken,  lautete  die Zielsetzung, die fünf erfahrene Musiker Anfang 2016 zusammenbrachte, um gemeinsam die Musik zu spielen die sie so lieben. Die  Liebe  für Rock  Legenden  wie DEEP PURPLE, LED ZEPPELIN, RAINBOW, WHITESNAKE, UFO, BLACK SABBATH oder  VAN HALEN bildete somit den Grundstein des neu gegründeten Quintetts SAINTED SINNERS. 
Von  der  charismatischen  Stimme  des  amerikanischen  Sängers  David Reec (Ex-ACCEPT, Ex BONFIRE) und dem Gitarristen  Frank Pane (BONFIRE) angeführt, werden  SAINTED SINNERS  von dem Keyboarder  Ferdy Doernberg (AXEL  RUDI  PELL)  und  der  dynamischen  Rhythmussektion um die beiden ehemaligen PURPENDICULAR  Mitglieder Malte Frederik Burkert (Bass) und den ungarischen Schlagzeuger Berci Hirleman vervollständigt.
Die Namen zeugen also hier schon mal von hoher Qualität, schauen wir mal ob das bei der Musik ebenfalls so ist und widmen uns mal dem Opener „Knight of the Long Knives“. Dieser geht direkt flott mit der vollen Dröhnung aller Instrumente los! 
Es entwickelt sich ein Midtemposong der sehr gut die Brücke zwischen Classic/ Southern Rock und Metal schlägt und über einen angenehmen Chorus verfügt. David Reece‘s Stimme passt wie ich finde perfekt zur Mucke und man fragt sich warum der Mann nicht schon längst mal in solchen Gefilden unterwegs war!
Beim folgenden „Beauty in the Beast“ wird das Tempo nochmal spürbar angezogen, ansonsten ist man aber ähnlich melodisch und eingängig wie beim Opener unterwegs. Schön ist hier die Orgel die wesentlich präsenter ist als beim Vorgängersong.
Der nächste Volltreffer erwartet uns beim Quasititeltrack „We‘re all Sainted Sinners“. Schön abwechslungsreich und größtenteils im Midtempobereich gehalten groovt man sich hier durch die Nummer die auf jeden Fall direkt im Gedächtnis haften bleibt!
Nochmal eine Spur mehr Richtung Southern Rock ist man mit dem folgenden „Blue Lightning Man“ unterwegs, wenn wir uns mal die Stimme wegdenken könnte man meinen man hört hier eine Art MOLLY HATCHET Song. Ebenfalls ein absoluter Volltreffer das Stück!
Es gibt natürlich hier auch Songs die nicht direkt zünden, die Halbballade „This love that i have found“, „Maybe she‘s got Balls“ oder „ sind solche Beispiele, aber insgesamt ist man auch im weiteren Verlauf schön kompakt und im oberen Qualitätslevel unterwegs. Am Ehesten hervorstechen tun hier noch „Evangeline“ und „Shine Diamond Girl“. Abschließend ein tolles Debüt einer interessanten, neuen Band.

Anspieltipps:

Hier solltet ihr euch auf jeden Fall “Knight of the Long Knives”, “Beauty in the Beast”, “We’re all Sainted Sinners”, “Blue Lightning Man”, “Evangelin” sowie “Shine Diamond Girl” direkt reinziehen

Fazit :

Ganz klar, SAINTED SINNERS sind mit ihrer Mischung aus Southern Rock und Heavy Metal eine willkommene Abwechslung in der heutigen Zeit! Mit hervorragenden und erfahrenden Musikern ausgestattet weiß man natürlich zu jeder Zeit was man tut und insgesamt ist das Debütalbum der Band für die angesprochene Zielgruppe eine absolut lohnende Anschaffung für die es die passende Benotung und eine Kaufempfehlung gibt!
Hoffen wir mal das dieses Album keine Eintagsfliege bleiben wird und wir noch mehr von dieser tollen Band zu hören bekommen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Knight of the Long Knives
02. Beauty in the Beast
03. Maybe she‘s got Balls
04. We‘re all Sainted Sinners
05. Blue Lightning Man
06. The Love that i have found
07. Did you
08. In Need
09. Evangeline
10. Shine Diamond Girl
11. Truth is a Lie

Julian

PLACE VENDOME – Close to the Sun

Band: Place Vendome
Album: Close To The Sun
Spielzeit: 55:11 min
Stilrichtung: Melodic Rock / Melodic Metal
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 25.02.2017
Homepage: https://de-de.facebook.com/Place-Vendome-193449014009141/

Nach drei Jahren wird mit "Close To The Sun" das vierte Kapitel in der History von PLACE VENDOME aufgeschlagen. Bei dem Projekt um den ehemaligen Helloween Frontmann Michael Kiske, sind wie schon beim Vorganger "Thunder In The Distance" mit Bassist Dennis Ward (Pink Cream 69, Unisonic) Gitarrist Uwe Reitenauer (Pink Cream 69), Keyboarder Gunther Werno (Vanden Plas) und Schlagwerker Dirk Bruinenberg die üblichen Verdächtigen am Start.

War das Ende 2013 veröffentlichte "Thunder In The Distance" noch deutlich AOR lastiger, so gehen PLACE VENDOME auf Ihrem neuen Silberling doch deutlich härter zu Werke. Gleich mit dem Opener und Titelsong treten Michael Kiske und seine Jungs ordentlich das Gaspedal durch. Das folgende "Welcome To The Edge" drosselt in den Stropfen zwar etwas die Geschwindigkeit, aber nur um im Refrain wieder die Zügel anzuziehen. Klasse, dass macht echt Laune. Die Coverversion von "Hereafter", welches die italienischen Prog Metaller DGM bereits 2009 veröffentlicht haben, festigt den Eindruck das PLACE VENDOME auf "Close To The Sun" mit Ihrem Songmaterial kräftiger zupacken. Allerdings verlieren Sie dabei nie die Melodien aus den Augen.

Über allen Songs steht natürlich die immer noch bärenstarke Stimme von Michael Kiske, dem es mehr als einmal gelingt mir eine Gänsehaut zu verpassen. Da möchte ich im Besondern die beiden Balladen "Strong" und "Breathing" hervorheben, die beide mit Bombast und einem Touch Melancholie ums Eck kommen. Natürlich gibt es so wie es bei PLACE VENDOME zur Tradition gehört, auch Stücke die sich im gemäßigten melodischen Bereich bewegen, wie "Across The Times" oder auch das grandiose "Yesterday Is Gone". Zum Gelingen des Albums haben unter anderem auch ein paar prominente Gäste wie Kai Hansen (Gamma Ray, Unisonic) Mandy Meyer (Krokus, Unisonic) oder Gus G. (Ozzy Osbourne, Firewind) beigetragen, indem Sie einige Songs mit Gitarrensoli bereichert haben.

Als Fazit bleibt nur zu sagen, dass PLACE VENDOME mit "Close To The Sun" ein tolles Album veröffentlicht haben, welches von der ersten Sekunde zu begeistern weiß und was alle Hardrock Fans unbedingt antesten müssen.


WERTUNG:

 

 

Tracklist

01. Close To The Sun
02. Welcome To The Edge
03. Hereafter
04. Strong
05. Across The Times
06. Riding The Ghost
07. Light Before The Dark
08. Falling Star
09. Breathing
10. Yesterday Is Gone
11. Helen
12. Distant Skies

Heiko Füchsel

 

LIONVILLE – A World of Fools

Band: Lionville  
Album: A World Of Fools
Spielzeit: 52:09 min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 27.01.2017
Homepage: www.lionville.it

Dieser Tage erscheint mit "A World Of Fools" der dritte Longplayer von LIONVILLE. Auch auf diesem Album der von Gitarrist Stefano Lionetti ins Leben gerufenen Truppe gibt es wieder gutklassigen AOR und Melodic Rock zu entdecken. Aufgrund der Tatsache das sich mit Sänger Lars Säfsund und Gitarrist Robert Säll gleich zwei Musiker von Work Of Art, wie schon bei den beiden Vorgängern mit an Bord befinden, sind Gemeinsamkeiten im Klangbild natürlich nicht von der Hand zu weisen. Allerdings gibt es auch Sounds die nach Toto und Richard Marx tönen, wenn man das alles miteinander vermengt, hat man eine ziemlich genaue Vorstellung wie LIONVILLE klingen.

In allen Songs, wie zum Beispiel in dem Toto lastigen "One More Night" weht eine lässige Westcoast Brise, die das Album förmlich zum Sommer Soundtrack, während der nächsten entspannten Cabrio Fahrt, prädestiniert. Genrefans werden sich in die einschmeichelnden Melodien und feinen Chorgesänge sofort verlieben. Natürlich ist "A World Of Fools" wie viele Scheiben aus den Achtzigern, der oben bereits erwähnten Künstlern, absolut Top produziert.

Als weitere Highlights habe ich den flotten Opener "I Will Wait", das relaxt groovende "Our Good Goodbye", die wunderschöne Ballade "Heaven Is Right Here" und das einigen Toto Klassikern nahe stehende "Bring Me Back Our Love" ausgemacht.

Das einzige was eine höhere Wertung meinerseits verhindert hat, ist die Tatsache, dass mir einige Titel doch etwas zu gleichförmig daher kommen. Nichtsdestotrotz ist der neue LIONVILLE Langdreher allen AOR und Melodic Rock Freunden ans Herz zulegen, denn diese Zielgruppe dürfte hier uneingeschränkt auf Ihre Kosten kommen.
                                                                
WERTUNG:

 

 

Tracklist

01. I Will Wait
02. Show Me The Love
03. Bring Me Back Our Love
04. Heaven Is Right Here
05. A World Of Fools
06. One More Night
07. All I Want
08. Living On The Edge
09. Our Good Goodbye
10. Paradise
11. Image Of Your Soul
12. Unmasking The Mystery

Heiko Füchsel

 

NIGHT LASER – Laserhead

Band: Night Laser
Album: Laserhead
Spielzeit: 53:12 min
Stilrichtung: Glam Metal
Plattenfirma: OUT OF LINE Music
Veröffentlichung: 17.03.2017
Homepage: www.nightlaser.de

Ab 17.03. macht die Hamburger Band NIGHT LASER mit ihrem zweiten Album „Laserhead“ die Hard Rock Welt unsicher. Die Band existiert schon seit 2010 (anfangs noch als NIGHTLIFE unterwegs) und hat in der Zeit mit diversen Live-/TV- Auftritten, ihrem Debutalbum „Fight For The Night“ (2013) und Musikvideos auf sich aufmerksam gemacht. Nun kommen sie also mit „Laserhead“ um die Ecke, wofür sie sich Unterstützung von Chris Harms (LORD OF THE LOST) als Produzent und Benjamin Lawrenz im Chameleon-Studio Hamburg geholt haben. 
Ihre Einflüsse schreibt die Band 80er-Größen wie TWISTED SISTER, MÖTLEY CRÜE, POISON und DOKKEN zu, was auch deutlich zu hören ist. Fast jeder Song des Albums erinnert einen an eine (oder mehrere) der alten Bands, behält jedoch genug an Eigentständigkeit und hört sich aber fast nie abgekupftert an.

Los geht es mit dem Titelsong „Laserhead“. Chorus, Beat sowie Solo sollten HELLOWEEN-Fans erfreuen, „Fighting The Blues“ wartet mit eingängigem Gangshout Chorus auf und erinnert sehr an die jungen MÖTLEY CRÜE. „Make Me Cry“ ist eine der beiden Balladen des Albums und kommt wenig schnulzig daher. Ein wenig mehr, jedoch immer noch in Grenzen, ist der Dramafaktor bei der zweiten Ballade „The Same Heartbeat“. 
In „Keep This Love Alive“ hört man deutlich BRYAN ADAMS’ “Hidin’ From Love” heraus, ist nur etwas härter und dunkler. „Bread And Circus“ zeigt einmal mehr einen Chorus zum Mitbrüllen und ein hartes Riff. 
Beim Riff von „Neon Lightning“ musste ich ein bisschen an IRON MAIDEN denken; auf jeden Fall reißt es einen mit, genauso wie der Rest des Songs. Nach diesem Ausraster kann man sich beim gemütlichen „LA One Day“ mit seinem positiven Vibe ein bisschen ausruhen bevor es mit „Magnetism Of Flesh“ GANZ heiß hergeht (á la BULLETBOYS) und „Chaos Crue“ einem noch einmal die Partydröhnung gibt. 

FAZIT: Mit all ihren offensichtlichen Einflüssen schaffen es NIGHT LASER etwas sehr spaßiges zu kreieren und liefern einen top Soundtrack für die nächste Hard Rock/Glam Party. Meine persönlichen Favoriten hierfür wären „Laserhead“ und „Magnetism Of Flesh“. Kompliment an die tollen Soli und Refrains, die man so schnell nicht aus dem Kopf bekommt. 
Manchmal bleibt es jedoch etwas monoton und einige Songs des Albums gehen einfach unter. Zum Anhören und Spaß haben gibt es von mir jedoch trotzdem eine eindeutige Empfehlung!


WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Laserhead
02. Manta
03. Fighting The Blues
04. Make Me Cry
05. Keep This Love Alive
06. Bread And Circus
07. Neon Lightning
08. LA One Day
09. Magnetism Of Flesh
10. Thin Ice
11. Chaos Crue
12. The Same Heartbeat

Lotta
 

CYANIDE – Lethal Dose

Band: Cyanide
Album: Lethal Dose
Spielzeit: 44:52 min.
Stilrichtung: Hair Metal
Plattenfirma: Eigenvertrieb
Veröffentlichung: bereits veröffentlicht
Homepage: www.cyanideband.com

Früher rannte man mit feuchten Augen, wild fuchtelnd und ähem tanzend um den Weihnachtsbaum, wenn darunter eine neue (oder alte) Platte von Heroen wie AC/DC, IRON MAIDEN, KISS oder in meinem Falle MÖTLEY CRÜE lag. Diese wurde dann aber auch höchstens einmal auf der elterlichen Stereoanlage ausprobiert, da sonst der Frieden dahin gewesen wäre. Aber ein Funktionstest musste eben sein. Außerdem legten danach sämtliche Familienmitglieder zusammen, um einem zum nächsten Geburtstag einen eigenen Plattenspieler zu schenken, damit ein derartiges Szenario im nächsten Jahr zur besinnlichen Zeit unterbunden werden konnte. Täuscht es mich, oder waren wir als Kinder mit weniger zufrieden? Anyway – es war schon eine tolle Zeit in den Achtzigern. Das denken sich auch unzählige Bands auf dem gesamten Globus heute noch und machen kurzerhand Musik, wie sie damals angesagt war. CYANIDE aus den vereinigten Staaten, genauer aus der Zockermetropole Las Vegas, haben ebenfalls enormen Spaß daran, sich der Retrobewegung im eigenen Land anzuschließen. 

Dabei haben sie sich Kapellen wie MÖTLEY CRÜE, KISS, RATT oder W.A.S.P. auf die Fahne geschrieben. Das ist zwar nicht gerade ein Einzelfall, aber die Umsetzung lässt doch aufhorchen. Denn zum Einen ist Sänger Rob Hussey stimmlich sehr nah bei Vince Neil und zum Anderen sind die elf Songs auf ihrem Album „Lethal Dose“ durchaus mit Eigenleben versehen. Im Grunde machen CYANIDE eine Mischung aus Street Rock und Hair Metal. Dass „Lethal Dose“ schon über zwei Jahre auf dem Buckel hat und hier jetzt noch besprochen wird, ist also kein Zufall. 

Der räudige Öffner „Bitches To Blame“ ist wohl das beste Beispiel, wie man alten Bands huldigen kann, ohne sie zu kopieren. Aber auch Songs wie „What Comes Around Goes Around“ (nein, keine Coverversion von TUFF), das lässige „Drinkin´“ oder die Ballade „It´s A Long Road“ sind mehr als hörenswert und erinnern an bessere Zeiten, als die Haare noch lang und die Nächte noch länger waren. „Lethal Dose“ ist kein Meisterwerk, kein auf dem Reißbrett entworfenes Hochglanzprodukt, aber eine äußerst liebenswerte Platte von einer Band, die hörbar Spaß an dem hat, was sie macht. Auch wenn es das schon Jahrzehnte davor gegeben hat und heutzutage wohl weitaus weniger Fans mit dieser Musik gewonnen werden können. Daumen nach oben Jungs! So hat guter Rock´n Roll schon vor dreißig Jahren klingen müssen…

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

1.    Bitches To Blame
2.    Drinkin´
3.    Pump It To Me
4.    Flying Free
5.    Nikki Sixx In Disguise
6.    Devil Inside Me
7.    Groovin´
8.    Lookin´For A Good Time
9.    What Comes Around Goes Around
10.    It´s A Long Road
11.    Whole Lotta Trouble

Stefan

BOREALIS News

BOREALIS: "Fall From Grace" Re-Release erscheint am 07. April!


Die kanadischen Prog Power Metaller BOREALIS sind produktiv wie noch nie: Dem 2015er Album "Purgatory" folgte im Januar 2017 eine Neuauflage des einst nur in Eigenregie veröffentlichten "World Of Silence" – komplett neu eingespielt. Soweit wollte die Band beim anstehenden Re-Release ihres 2011er-Prachtwerkes "Fall From Grace" nicht gehen, denn nötig wäre dies auch absolut nicht, zeigt es doch bereits die eigenständige Prog Power Metal-Edelmischung, für die BOREALIS geschätzt werden. Daher wurde nur das Artwok überarbeitet und mit "The Journey (Prologue)" ein Bonustrack hinzugefügt.

WOLFPAKK News

WOLFPAKK: Das Melodic Metal-Allstar-Projekt veröffentlicht neues Album Ende April!


WOLFPAKK, das Melodic Metal-Allstar-Projekt um die beiden Leitwölfe Mark Sweeney (ex-Crystal Ball) und Michael Voss (Mad Max, Michael Schenker), bereitet sich auf den vierten Beutezug vor. "Wolves Reign" erscheint am 28. April und enthält 11 starke neue Kompositionen, die von insgesamt 26 "Gastwölfen" veredelt werden. Darunter Biff Byford (Saxon), George Lynch (Dokken), Rudy Sarzo (Ozzy Osbourne), Ronny Atkins (Pretty Maids), Rudy Sarzo (Ozzy Osbourne), Tony Harnell (TNT), Chris Holmes (W.A.S.P.), Oliver Hartmann (Avantasia), Timo Somers (Delain), Brad Gillis (Night Ranger), Pasi Rantanen (Thunderstone), Danny Vaughn (Tyketto), Michael Vescera (Yngwie Malmsteen) u.v.a..

Tracklist:
01. Falling
02. Run All Night
03. Blood Brothers
04. Wolves Reign
05. No Remorse
06. Inside The Animal Mind
07. Scream Of The Hawk
08. The 10 Commandments
09. Mother Earth
10. Tomorrowland
11. I'm Onto You