STEEL RHINO – Steel Rhino

Band: Steel Rhino
Album: Steel Rhino
Spielzeit: 42:41 min
Stilrichtung: Heavy Rock
Plattenfirma: GMR Music
Veröffentlichung: 20.08.2021
Homepage: www.steelrhinoband.com

STEEL RHINO ist das Baby von Mikael Rosengren (DIRTY PASSION, BAI BANG). Hier möchte er seine Vision des Heavy Rocks verwirklichen und hat sich dazu Hilfe in Form von Filip Vilhelmsson (Gitarre, Bass, BAI BANG) und Herbie Langhans (Gesang, AVANTASIA, SINBREED, RADIANT) geholt.
Vor allem auf letztere Mitwirkung war ich sehr gespannt da Herbie normalerweise eher im Power Metalbereich unterwegs ist aber vor allem mit seiner Band RADIANT einen sehr erfolgreichen Ausflug ins eher rockigere Universum gemacht hat.
Geboten wir uns auf dem selbstbetitelten Debütalbum wie schon geschrieben Heavy Rock der sowohl europäische als auch amerikanische Einflüssen beinhaltet.
Gestartet wird der Erstling mit dem Opener „Rhino Attack“.
Dieser ist ein schöner, rockiger Groover der natürlich von Herbie`s Stimme absolut veredelt wird.
Ein schöner Beat paart sich hier mit einem eingängigen Chorus und insofern ist das Ganze als Appetithappen mehr als gelungen!
Richtig in die Vollen was die Eingängigkeit angeht, geht es beim folgenden „Arrival“. Der gesamte Song und vor allem der geile Chorus frisst sich geradezu in die Gehörgänge und bleibt dort vermutlich auf ewig haften, ein mega Song.
Nach dem eher nach Standardmetal tönenden „Lovin Easy“ geht es mit dem Bandsong „Steel Rhino“ weiter und er passt irgendwie perfekt zur Mucke und zur Bandmessage! Das nächste Highlight also.
Aber im Mittelteil, da legen die Jungs so richtig los und ballern uns Hit um Hit um die Ohren und aus den Boxen!
Angefangen vom langsamen, sehr ausdrucksstarken „Bells of Midnight“, der vor allem vom Gesang von Herbie wieder profitiert, über das flotte „Fire and Ice“ oder das mega nach vorne rockende „Ghost from the Past“, hier ist alles einfach ein Hörgenuss und absolut empfehlenswert!
Und, jetzt scheinen sich die Jungs so richtig warm gespielt zu haben denn auch „Sands of Time“ groovt wie die Hölle, „Life we Choose“ rockt und ballert ohne Ende und das die erste Single „Boom Boom“ nicht zu Unrecht als Appetithappen veröffentlicht wurde versteht sich von selbst.
Mit „New Tomorow“ wird dann ein mehr als überzeugendes Debüt sehr ordentlich abgeschlossen!

Anspieltipps:

Zu viele, um sie hier auf zu zählen, greift hin wo ihr wollt!

Fazit :

Eigentlich, und da bin ich jetzt ganz ehrlich, habe ich diese Promo nur angetestet weil ich Herbie als Sänger einfach klasse finde! Aber Überraschung, Überraschung, nicht nur Herbie liefert hier einfach einen geilen Job ab, nein auch die Songs können absolut überzeugen und Heavy Rock Fans finden hier genau das was sie erwarten!
Ein absolut zu empfehlendes Debütalbum, welches hoffentlich etwas mehr Beachtung findet, anchecken und kaufen Leute!!!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Rhino Attack
02. Arrival
03. Lovin Easy
04. Steel Rhino
05. Bells of Midnight
06. Fire and Ice
07. Ghost from the Past
08. Sands of Time
09. Life we Choose
10. Boom Boom
11. New Tomorrow

Video zu “Fire and Ice”:

Julian

SORCERESS OF SIN – Constantine

Band: Sorceress of Sin
Album: Constantine
Spielzeit: 61:44 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 06.08.2021
Homepage: www.sorceressofsin.com

Nicht mal 1 Jahr nach dem Debütalbum „Mirrored Revenge“ sind die Jungs und das Mädel von SORCERESS OF SIN schon wieder zurück mit ihrem zweiten Album „Constantine“.
Geboten wird auch hier wieder female fronted Melodic Metal.
Angeführt von Frontröhre Lisa Skinner sollte auch Album Nummer Zwo ein wahres Fest für die entsprechende Zielgruppe sein.
Ob dem so ist finden wir nun gemeinsam heraus, wenn wir uns den Albumopener „Necropolis“ näher widmen. Dieser ist ein epischer fast 8-minütiger Track, der sehr mutig an den Anfang gesetzt wurde, weil man erstmal etwas braucht bis man in die Nummer reinkommt.
Im Refrain ist man aber recht zielsicher unterwegs und weiß zu überzeugen, Eingängigkeit ist aber definitiv etwas anderes!
Aber mit dem nächsten Track „Massacre of Meridian“, was gleichzeitig die erste Videosingle ist, ist man wesentlich eingängiger unterwegs und zu Recht wurde dieses Stück als erste Single ausgewählt. Hier finden wir die bewerte schwermetallische Melodic Metalmischung der Band, die sofort ins Gehör geht!
Beim folgenden „Realms of Elysium“ kommt aufgrund der sanften Keyboardeinsätze etwas mehr episches Feeling auf, ansonsten ist die Nummer auch absolut empfehlenswert und gehört mit Sicherheit zu den größten Hits hier auf der gesamten Platte!
Der Mittelteil ist dann mit dem überlangen „Until the Dawn“ erstklassig besetzt, dagegen kann der wilde Stilmix bei „Pathogenic Parasite“ überhaupt nicht überzeugen. Hier passt auch der, eher nach Symphonic Metal klingende, Gesang von Fronterin Lisa überhaupt nicht! Man sollte doch bei dem bleiben was man gut beherrscht.
Auch in der Folge bleibt die Qualität im oberen Drittel, denn mit dem ruhigeren „Dimension IV“ kann man ebenso überzeugen wie mit dem flotten „Erratica“. Ganz an die bisherigen Hits kommt man aber nicht ganz ran. Gut gemacht sind die Songs aber alle Male.
Der Stampfer „Adira“ groovt zwar ganz ordentlich, bleibt aber ansonsten etwas blass im Vergleich zu seinen Vorgängern.
Aber man hat ja da noch das abschließende Titelstück „Constantine“! Bei diesem fast 12 Minuten langen Song greift man nochmal richtig ins obere Regal und präsentiert uns eine geile Mischung aus Melodic und Epic Metal die Freunden von female fronted Metal auf jeden Fall zusagen sollte!

Anspieltipps:

„Massacre of Meridian“, „Realms of Elysium”, “Until the Dawn” und “Constantine”

Fazit :

Auch auf dem zweiten Album wissen SORCERESS OF SIN schon zu überzeugen und bieten erneut eine starke Leistung!
Dieses Mal hat man den Fokus wesentlich mehr auf epischere und längere Stücke gelegt was ganz gut zur Band passt.
Um aber ganz nach oben in die Punkteränge vorzustoßen muss man die Qualität der Hits aber noch hochfahren.
Trotz allem aber eine ordentliche Leistung die Fans des Genres auf jeden Fall zusagen sollte!

WERTUNG: 

 

 

Trackliste:

01. Necropolis
02. Massacre of Meridian
03. Realms of Elysium
04. Pathogenic Parasite
05. Until the Dawn
06. Dimension IV
07. Erratica
08. Adira
09. Constantine

Video zu „Massacre of Meridian”:

Julian

THOMSEN Interview

Rene Thomsen ist ein umtriebiger Mensch. Er ist nicht nur Metalgitarrist mit Leib und Seele, nein er ist auch Geschäftsmann und Besitzer von Backline Rental Service. Das beides unter einen Hut zu bekommen ist manchmal nicht leicht, umso erstaunlicher ist es das er mit seiner Band THOMSEN mittlerweile schon das dritte Album am Start hat. Ich sprach mit Rene via Skype über seine Arbeit und das neue Album und es entstand ein locker 2,5 Stunden Plausch!

J.P: Hallo Rene, vielen Dank das du mir ein paar Fragen zu eurem neuen Album und zu THOMSEN selbst beantwortest.
Für die Leute die euch noch nicht so kennen, stell dich und die Band vielleicht doch kurz mal vor, gib uns einen kurzen Rückblick auf die bisherige Bandhistory.

R.T: 2007 gab es den Startschuß bei Herman Frank im Studio und er hat das erste Album produziert ( Lets get Ruthless ) was im Mai 2009 veröffentlich wurde . . . in 2012 habe ich dann mit „Unbroken angefangen und die Musiker der Live Show und wieder viele Gäste eingeladen mitzumachen – 2014 wurde das Album dann veröffentlicht.
(Unbroken war tatsächlich mehr ein Projekt als eine Band… Das ist nun anders)
Ich selbst bin eigentlich Quereinsteiger in Sachen Musik und haben mir das Gitarre spielen eigentlich selbst als Autodidakt beigebracht. Ich bin jetzt nicht der begnadete Leadgitarrist, an der Rhythmusgitarre mache ich mich ganz gut.
Viel beeinflusst hat mich Mathias Don Dieth der mir auch viel beigebracht hat und wo ich mir viel abgeschaut habe. Für mich war das Ganze schon immer mehr eine Passion als ein Job!

J.P: Bevor wir näher auf deine Band THOMSEN eingehen möchte ich bei einem Metaller mit deiner Vita etwas mehr auf dich eingehen. Du bist ja nicht nur Gitarrist, sondern eigentlich in erster Linie Besitzer deiner Firma Backline Rental Service. Wenn man sich ein bisschen mit dir beschäftigt kommt man schnell dahinter das du auch mal Roadie und Tour Manager angefangen hast. Klingt sehr interessant. Erzähl doch mal, wie ist dein Werdegang und beschreib uns mal etwas deine Firma.

R.T: Es ging schon früh los (mit ca. 17) habe ich in einer Großraumdisco in Hannover angefangen und neben sauber machen / an der Garderobe Dienst leisten auch die LKW der Livebands ausgeladen und mitgeholfen auf & abzubauen ( der klassische Stagehand ) dann ging es schnell und ich fand mich als „Backliner“ bei diversen deutschen Metal- Bands auf Tour . . . „Running Wild – Sinner – Grave Digger – Helloween . . . Mitte der 80er habe ich auch viele Touren in Europa mit Joe Cocker gemacht – Und dann ging es zu U.D.O und somit auch in die Welt hinaus.
Parallel hatte mich einer der Tourmanager gefragt ob ich mir vorstellen könnte als technischer Tourleiter zu arbeiten – so kam ich zu dem deutschen Konzertveranstalter „Peter Rieger“ und blieb für viele viele Jahre . . . In den 90er Jahre habe ich auch verstärkt angefangen bei den Scorpions zu arbeiten und bin heute noch immer wieder mal als Aushilfe tätig . . . Mit den Scorpions haben wir wirklich viel getourt . . . Aber BRS verlangte immer mehr Aufmerksamkeit – so habe ich versucht das Touren runter zu fahren und nur noch als Ersatz oder Aushilfe bei der Band zu arbeiten – mit Erfolg : )

J.P: Bezüglich deiner Firma muss natürlich aktuell leider die Nachfrage kommen wie es dort aktuell Corona bedingt ausschaut, vermutlich verehrend habe ich Recht?
Als sehr stark betroffener was würdest du dir von der Regierung wünschen?

R.T: Ich selbst bzw. meine Firma ist eigentlich ganz gut durch die Pandemie durchgekommen, was, aber auch daran liegt das ich einiges an Reserven aufgebaut hatte und auch die ein oder andere gute Unterstützung bei der Regierung beantragt und dann auch bewilligt bekommen habe.
Von nichts kommt aber auch nichts, d.h. wir hatten natürlich auch dementsprechend gearbeitet und z.B. eine Jennifer Lopez Tour weltweit, außer Nordamerika, mit Equipment versorgt und gesteuert. Die ganzen Festivals natürlich und ich habe auch so einige ausländische Stammkunden, die wir uns auch hart erarbeitet haben, die immer wieder zu uns kommen. Da kommt natürlich auch ein bisschen was bei rum.

Ich würde mir aber wünschen das die Politik deutlich entschiedener ist. In so ziemlich allen Belangen gelangen was diese Pandemie anbelangt . . .

J.P: Anschlussfrage zu deiner Firma. Erklär uns doch mal ein bisschen eure Arbeit dort, was macht ihr und wie?

R.T: Wir als Dienstleister in Sachen Instrumente (Backline) stellen unseren Kunden alles zur Verfügung an Equipment was er für eine gute Show oder ein Konzert braucht. Vom Garderobenschrank – bis hin zur vollständigen Backline incl. aller Kleinigkeiten.
Unsere Kunden wollen Bauschmerzfrei bedient werden, d.h. da geht es nicht immer nur um den Preis, sondern man muss da einfach verlässlich sein!
So haben wir uns einfach auch einen guten Kundenstamm erarbeitet über die Jahre die aus unseren reichhaltigen Fundus auswählen können.
Wir machen ja auch div. TV Shows wo ich sehr stolz drauf bin wie: Bambi, Echo, Award, Grand Prix Party etc.

Ein paar Zahlen und Fakten zur Firma:

• Ca. 100 komplette Schlagzeugmodelle
• Ca. 100 Keyboards oder E Pianos
• Ca. 120 Gitarren und Bässe
• Unzählige Gitarren und Bassverstärker
• Orchesterinstrumente und Zubehör
• Unmengen an sonstigen Zubehör: 110 Volt Trafos – Bodeneffekte etc.
• 600 qm reine Lagerfläche

Anmerkung: Es gibt nun eine kleine Roomtour durch den Aufnahmeraum und eine Erklärung der angrenzenden Räume. Alles größer als es definitiv im ersten Moment ausgeschaut hat : ) !

J.P: Wann und warum kam dann die Entscheidung auch etwas mehr als Musiker in Erscheinung zu treten? Bist du nicht eigentlich recht ordentlich mit deiner Firma ausgelastet?

R.T: Die Firma ist ja kein Ladengeschäft, es ist schon möglich alles so zu planen das für das Hobby Musik genug Zeit übrigbleibt. Mit dem eigenen Studio den Ruthless Rooms innerhalb meiner Firma sind die Möglichkeiten etwas aufzunehmen natürlich deutlich einfacher geworden. Thomsen III ist komplett hier produziert worden.
Ich bin Frühaufsteher also um ca. 6 Uhr beginnt bei mir der Tag, um 9 Uhr kommen meinen Mitarbeiter hier und dann geht das so bis 13:30 und dann zieh ich mich etwas zurück um an anderen Sachen zu arbeiten oder einfach Chefsachen zu erledigen ; ) die Mitarbeiter kommen ja auch ohne mich klar!

J.P: Euer Debütalbum „Let`s get Ruthless” erschien ja schon 2009 mit einer Scharr an Musikergästen, unter anderem Nibbs Carter, Herman Frank oder Neil Murray. Über euer zweites Album und dann nun das dritte Album ist daraus eine beständige Band geworden. Ich vermute mal das es gar nicht geplant war eine richtige Band draus zu machen und mehrere Alben zu schreiben, oder?

R.T: Doch es war jetzt genau an der Zeit eine spielfertige Band zu haben.
Es ist einfacher mit den Musikern, mit denen Du aufnimmst, auch Konzerte zu spielen – Und genau das ist uns ja auch gelungen . . .
Naja, bis Covid 19 kam – auf der Generalprobe zu den Festivals auf die wir 2020 gebucht waren – kam der Anruf mit den Absagen.

J.P: Nun aber mal zu eurem neuen Album „III“. Es gab ordentlich personelle Bewegung in der Band. Vom letzten Album ist nur dein, mittlerweile, kongenialer Partner Mike Pesin übriggeblieben. Erzähl mal warum sind z.B. Robert und Ingo nicht mehr in der Band?

R.T: Ach / Naja ich denke über Besetzungswechsel zu sprechen kann immer nur nach hinten los gehen – egal was man sagt – es wird doch immer falsch ausgelegt . . . Robert wohn zu weit weg – Der Drummer Andre Hilger ist viel zu beschäftigt – Jetzt kommen alle aus Hannover und unser Drummer Michael Kolar der aus Bielefeld kommt ( dem ist kein weg zu viel oder zu weit )

J.P: Anschlussfrage, wie kam es dann zum Wiedereinstieg von Jürgen Wulfes, der ja schon auf deinem Debüt zu hören war? Und vor allem warum war er damals nicht auf deinem zweiten Album zu hören, wäre ja eine weitere Konstante gewesen ; )

R.T: Das zweite Album war wohl mehr oder weniger ein Experiment –
Das ja von Helge Engelke (ein super Solo und Leadgitarrist, muss hier mal erwähnt werden) zu einem super Ende gebracht wurde.
Aber mit der Besetzung war an eine Zukunft vernünftigerweise nicht zu denken.
Das Debütalbum war ja auch eher ein Zusammenschluss von vielen befreundeten und vor allem ausländischen Musikern, die größtenteils zufälligerweise oder geplant gerade in Deutschland waren, und die ich dann zusammengetrommelt habe.

Der Kontakt zu Jürgen bracht nach dem Debütalbum irgendwie etwas ab und beim zweiten Album war ja mehr oder weniger alles ein Experiment.
Irgendwann haben wir uns dann quasi wiedergefunden und der Kontakt war besser denn je! Er ist einfach auch ein fantastischer Sänger, der so ziemlich auf Alles singen kann, von daher war er natürlich für die neue Scheibe meine erste Wahl, da ich ja an Ruthless anknüpfen wollte und und das soll jetzt auch so bleiben!
Es gab aber nie Streit oder so zwischen uns, das muss auch mal klar gesagt werden.

Auf jeden Fall ist die Besetzung so wie sie jetzt ist meine Wunschbesetzung, mit der ich auch zukünftig die Alben machen möchte oder auf Tour gehen möchte!

J.P: Gehen wir mal auf ein paar Songs von „III“ ein. Für mich sind der Opener “Rise”, „Nightfall“, “Salvation”, “Passion” und „Turn on the Light“ die hervorstechenden Songs. Obwohl das ganze Album wirklich sehr stark ist! Willst du uns über diese ein bisschen was erzählen? Hast du eigentlich auch irgendwelche Favoriten auf dem Album?

R.T: Der Titel des Albums soll eigentlich ausdrücken das es keine Favoriten gibt. Für mich hat das Album keine Lückenfüller – jeder Song hat seine Berechtigung auf dem Album. Die Songreihenfolge kam auch erst nach dem Mix bei Charlie Bauerfeind.
Rise ist für eine Metal CD ein echter Reißer, der an den Anfang gehört – Turn on the Light ist von mir gesungen und um die Leute nicht zu verwirren war klar, dass er ans Ende gehört. Die anderen Songs sind nach dem persönlichen Empfinden der Dramaturgie gesetzt – ich meine wer will denn alle Reißer nacheinander und dann die etwas gemäßigten Stampfer hinterher . . . eintönig.

J.P: Wenn man aufmerksam hinhört erkennt man das du bei „Turn on the Light“ selbst singst. Wie kam es dazu? Klingt übrigens gar nicht übel! ; )

R.T: In dem Song geht es um Situation der Live Musik / Touring Branche … Jürgen und ich waren der Meinung das es mit meiner Vita gar nicht schlecht wäre etwas darüber zu machen. Wir haben beide zu Hause überlegt und dann floss mit Turn on the Light einfach so aus den Fingern / nebst den Vocals . . . Jürgen sagte mir dann – Las mal so – das ist so schlecht nicht! Zack, Fertig!
Der Song ist eigentlich aus Fragmenten von zwei anderen, älteren Songs entstanden.

J.P: Was noch auffällt, der Song „Passion“ hat beim Video den Titel „Passion and Warfare“ auf dem Backcover steht aber nur noch „Passion“. Das musst du uns mal erklären?

R.T: Das war ein Fehler meinerseits : ) !

J.P: Auf dem Album gibt es einen Hidden Track, den aufmerksame Hörer vermutlich längst entdeckt haben. Warum der Track?

R.T: Um zu sehen wer es mitbekommt ; ) Das Stück landet vielleicht als separater Track auf dem nächsten Album!

J.P: Du hast alle deine Alben über Artist Station veröffentlich und bist promotechnisch bei CMM-Online angesiedelt. Wie sind denn deine Erfahrungen da so und bist du zufrieden?
Ein großes Label hast du nicht im Rücken, richtig?

R.T: Weißt du Julian ein ordentlich Promoagentur zu haben und einen ordentlichen Vertrieb sind einfach sehr sehr wichtig, vor allem in meinem Fall da ich ja die gesamte Scheibe aus eigener Tasche finanziere!
Daher bin ich auch bei allen Alben immer bei der gleichen Promoagentur geblieben und ich schätze einfach die Arbeit von Marco (Linke, Chef der Promoagentur CCM Consulting for music and media) sehr. Er und sein Team arbeiten einfach zügig und qualitativ absolut hochwertig!
Da werden im Angebot zur Kampagne Ross und Reiter genannt, was nicht überall in der Branche so üblich ist und es werden keine Unterschiede gemacht ob du eine große oder kleine Band bist. Das schätze ich sehr!

Ob ich in Zukunft auch mal in einem größeren oder kleineren Label zusammenarbeite, weiß ich noch nicht. Das kommt auf sehr viele Faktoren an!

J.P: Wie geht es denn jetzt für dich persönlich und THOMSEN weiter? Ich habe gesehen ihr schreibt schon fürs nächste Album, hoffentlich ist die Wartezeit nicht so lang : ) ? Habt ihr Liveauftritte geplant, wenn sie möglich sind?

R.T: In der Tat sind wir am nächsten Album dran – Es gibt schon weit voran geschrittene Demos von 8/9 Song ( Ein Song wird mit neuen Vocals Re-Recorded) Wer weiß vielleicht singe auch wieder einen Song selber! Das muss man sehen along the progress . . .
Wir haben 4 Show´s Rock Harz – Metal Diver – Rock am Stück und eine Show in Hannover auf die wir gebucht sind – mal sehen was da noch kommt.

Anmerkung: Hier rollt Rene zum Mischpult und spielt mir tatsächlich einen ersten Track des neuen Albums vor mit dem aktuellen Arbeitstitel „Spread your Wings“! Mein lieber Gesangsverein, wenn das die Maßgabe des neuen Albums ist, können wir uns wahrlich auf was gefasst machen!! : )

J.P: Vielen Dank Rene für deine Zeit und die interessanten Antworten im Zuge dieses Interview! Ich wünsche euch alles Gute für die Zukunft, die letzten Worte gehören natürlich dir.

R.T: Danke, hat Spaß gemacht viel Erfolg für die Rock-Garage!

Julian

 

ANATOMIC – In For The Thrill (RG Zeitmaschine)

Band: Anatomic
Album: In For The Thrill
Spielzeit: 54:17 min
Stilrichtung: Melodic / Hard Rock
Plattenfirma: Suspect Recordings
Veröffentlichung: 2000
Homepage: —-

 

Ein Spung zurück in das Jahr 2000 und man kommt bei ANATOMIC aus den USA aus der Zeitschleife. Zur Band gehörten Ryan Freeman am Mikro und Gitarren, Johnny Rowland ebenfalls an Gitarren, J.J. Goncz an Bass und Jason Michael Eldredge an den Drumsticks. Freeman der bei JOHNNY LIMAs “Version 1.2” an den Backingvocals dabei war, außerdem wie auch Rowland und Eldredge in den 1990ern als SHY TIGER unterwegs waren.

ANATOMIC bieten Hard Rock amerikanischer Prägung mit schmackes präsentiert. Der Sound liegt irgendwo zwischen SCARECROW, BLUE TEARS, ADRIAN GALE, JOHNNY LIMA, SLAUGHTER, SHY TIGER und FIREHOUSE um mal bei den US Boys zu bleiben und einer gewaltigen Portion 80er Feeling. Die Songs sind mit starken Hooks, Melodien und Vocalharminien ausgestattet. Manche Songs wären ideal für die Tanzfläche oder Radiostationen (die Öftis meiden ja leider diese Art der Musik, die Plattennmultis haben dafür keine Nische). Die Stimme von Freeman passt perfekt zu den Songs, erinnert in manchen Momenten an JON BON JOVI oder JOHNNY LIMA. Gitarren ohne Ende mit geiler Keyboard Unterstützung, Bass und Drums sorgen für ordentlich Druck von hinten. Die Produktion könnte eine Spur mehr Dynamik vertragen, geht aber vollkommen in Ordnung. Ab und zu kommen auch mal ganz leichte Progelemente zum Einsatz.

Den Einstieg macht “Until You’re Gone” ein Melodic Highlight, gefolgt von “Drift Away” ein weiteres Highlight welches sich auf JOHNNY LIMAs als Bonus auf dem Rerelease vom gleichnamigen Debüt und auf “Version 1.2” des Debüts befand. “Deep End” ein Uptempo Rocker, “Out Of My Heart” eine geile Ballade mit Akustikgitarren und traumhafter Melodieführung. “Make It Real” ein weiteres Melodic Highlight, “Goodbye Today” erinnert an FIREHOUSE. Bei “Livin‘ A Lie” fällt mir SLAUGHTER ein auch ein Hightlight, “Hate To Say Goodbye” starker Melodic Rocker. “The Price” eine schwermütige Ballade, “Power Of The Heart” geiler Rocker, zum Schluß folgt noch eine Akustikversion von “Make It Real” überzeugt auch in der Stromfreien Version.

Fazit:

Einen wahren Schatz den die US Boys eingespielt haben, voll mit Highlights, einfach bärenstarken Songs im Rücken. Leider konnten diese Jungs nicht wirklich durchstarten und so verpuffte dieses Juwel, leider ist das Musikbiz nicht wirklich gerecht sonst wäre ANATOMIC damals mit diesem Album der Einstieg unter die Top Ten der Albumcharts geglückt.

 

Trackliste:

01. Until You’re Gone
02. Drift Away
03. Deep End
04. Out Of My Head
05. Make It Real
06. Goodbye Today
07. Livin‘ A Lie
08. Hate To Say Goodbye
09. The Price
10. Power Of The Heart
11. Make It Real

Balle

PLATINUM OVERDOSE – Standing on the Edge of the Night

Band: Platinum Overdose
Album: Standing On The Edge Of The Night
Spielzeit: 36:52 min.
Stilrichtung: Hardrock, Sleaze Rock
Plattenfirma: DDR Music Group
Veröffentlichung: 30.07.2021
Homepage: www.platinumoverdose.com

Auf einmal war sie da – die neue Platte von PLATINUM OVERDOSE. Ohne großartige Ankündigung, ohne sonstiges Brimborium, ohne Vorab-Single, einfach Bääm. Das ist verwunderlich in einer Zeit, in der immer mehr Show um jede noch so unbedeutende Veröffentlichung gemacht wird. Und da sind wir auch schon beim Punkt. Ist dieser Release bedeutend? Ganz sicher – in den Augen eines jeden, der die Achtziger liebt und den Sleaze Rock sowieso. In der recht kurzen Vergangenheit der Amis stehen ja auch schon einige Releases zu buche. Hier haben wir mit „Standing On The Edge Of The Night“ also das dritte Album in drei Jahren.

Für alle, denen PLATINUM OVERDOSE noch nicht geläufig ist sei gesagt, dass wir es hier mit einer beachtlichen Ansammlung alter Recken zu tun haben, die unter der Ägide von DDR Music Group Chef Lance V. – gleichzeitig auch Bassist der Band – musizieren. Neben den beiden Gitarristen Matt Thorr (ROUGH CUTT) und Rick Mead (SYRE) haben wir BRASS KITTEN Goldkehlchen Steve Philbrook am Mikro. Hier ist also Klassikeralarm angesagt, auch wenn es keine der Bands damals ins ganz große Rampenlicht geschafft hat, sind sie dennoch in Fankreisen bis heute äußerst beliebt – zu Recht. Einen festen Drummer indes suchen die Amis immer noch.

Was PLATINUM OVERDOSE aber nicht fehlt, ist die richtige Attitüde – das beginnt schon beim Namen, dem Image, dem Songwriting und auch dem Sound ihrer Platten. Dieser geht für „Standing On The Edge Of The Night“ noch etwas mehr zurück in die Zeit, als die Hair Metal Bewegung noch am Anfang stand. Die erste Hälfte der Achtziger Jahre, mit einem etwas ruppigeren Sound, härteren Riffs und weniger Glamour. OK, das gilt nicht für die komplette Scheibe, denn nach dem Intro „No Rest For The Wicked“ gibt es mit „Rock´n Roll Rodeo“ erst einmal einen erstklassigen Sunset-Strip-Song auf die Ohren. „Generation Fire“ erinnert vom Sound her etwas an das Debüt von BLACK´N BLUE und die Uptempo Nummer „Tonight Tonight“ packt noch eine Schippe Härte oben drauf.

Mein erster Blick auf die neue Trackliste offenbart dieses Mal nicht sofort, ob PLATINUM OVERDOSE dieses Mal eine Coverversion aufgenommen haben. Denn weder bei „No Rest For The Wicked“, noch bei „Rock´n Roll Rodeo“ oder „Rebel Heart“ ist das der Fall. Haben die Amerikaner in der Vergangenheit Stücke von bekannten Bands wie MÖTLEY CRÜE oder DEF LEPPARD gecovert, muss man dieses Mal wirklich suchen. Und eben das genannte „Tonight Tonight“ entpuppt sich als Cover Nummer. Die Band TUFF LUCK dürfte wohl eher richtigen Insidern ein Begriff sein, dennoch hat Lance V. einen großen Bezug zu dieser Combo – immerhin war deren Drummer Todd Kelly sein erster Musiklehrer.

Nach diesem eher harten Brocken geht es mit „Not Far“ wieder mehr in Richtung Sunset Strip, ehe „Lies“ wieder ordentlich nach Vorne geht. „Rebel Heart“ ist ein cooler Street-Rocker und mit „Chain Me To Heaven“ haben wir einen richtig guten BLACK´N BLUE Gedächtnis-Song. „Scene Of The Crime“ und das sehnsüchtige „Remember Forever“ runden das Album herrlich melodisch ab.

Support the Underground! – das muss hier die Devise sein. PLATINUM OVERDOSE haben jetzt bereits drei heiße Eisen im Feuer, die allesamt das bieten, was so manch namhafte Band nicht im Stande ist zu liefern. Und doch ist „Standing On The Edge Of The Night“ kein Abklatsch ihrer bisherigen Alben, die Amis haben sich nicht neu erfunden, aber dennoch weiterentwickelt. Die neue PLATINUM OVERDOSE müsst Ihr einfach antesten!

Und nur für den Fall, dass Ihr noch mehr von der Band wollt – angeblich soll noch dieses Jahr eine EP nur mit Coverversionen das Licht der Welt erblicken – also stay tuned – es wird sicherlich wieder ein spannender Exkurs durch den schier unerschöpflichen Metal-Untergrund!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

1. No Rest For The Wicked
2. Rock´n Roll Rodeo
3. Generation Fire
4. Tonight Tonight
5. No Far
6. Lies
7. Rebel Heart
8. Chain Me To Heaven
9. Scene Of The Crime
10. Remember Forever

Stefan

BOOK OF NUMBERS – Magick

Band: Book Of Numbers
Album: Magick
Spielzeit: 45:06 min
Stilrichtung: Heavy/Doom Metal
Plattenfirma: Pride & Joy Music
Veröffentlichung: 20.08.2021
Homepage: www.facebook.com/bookofnumbers777

Wenn man einen düsteren Namen für seine Metalband sucht, ist es gar nicht so verkehrt, sich “Mathebuch” zu nennen, da das bei vielen Menschen Assoziationen an Angst, Wut und Verzweiflung auslöst. Gute Wahl also von BOOK OF NUMBERS, einem 2019 gegründeten US-Trio, das anfangs eigentlich als Black-Sabbath-Tribute gedacht war, aber plötzlich mit genug Eigenmaterial für ein komplettes Album dasaß.
Das wurde dann aufgenommen, nennt sich “Magick”, besteht aus acht Songs über eine Dreiviertelstunde Laufzeit und zieht seine Hauptinspiration aus den Bands und Projekten um Ronnie James Dio und Ozzy Osbourne.
Soundtechnisch wäre trotz großer Produktions-Namen wie David Thoener (RAINBOW, AC/DC, AEROSMITH) noch etwas mehr dringewesen. Der Platte mangelt es an Druck, gerade die Drums kommen eher kraftlos rüber – außer die HiHat, die überpräsent ist. Die Vocals kommen an abgespeckteren Stellen durchaus gut, gerade wenn sie wie bei RJD-Gedenksong “Children Of The Sea” effekttechnisch (in diesem Fall per Echo) aufgewertet werden. Generell fällt der Gesang aber etwas zu leise aus. Das ist schade, denn Kevin Schuhmacher ist zweifelsohne ein interessanter Sänger. Sein Gesang ist äußerst expressiv, mal fast komplett unklar, mal DIOig, mal OZZig, mal ACCEPTabel. Kevins Hang zur Theatralik darf natürlich bei einem doomig angehauchten Metalalbum ausgelebt werden, ist oft sehr passend und manchmal etwas drüber (primär bei der Ballade “White Turns Black To Grey”, die im Chorus irgendwie hängenbleibt und gegen Ende in Sachen Vocals eskaliert). Kann man mögen, kann man aber auch als zu viel des Guten sehen.
Musikalisch erwartet den Hörer bei einem Großteil der Songs ein ruhiges Intro mit cleanen Gitarren vor heavy-doomigem Midtempo, das mal wirklich langsam schleppend ausfällt, mal etwas zügiger und gerne mal mit ruhigem Part in der Mitte.
Das kann man sich soweit auch echt gut geben, ohne die großen Höhepunkte und mit ein paar fragwürdigen Entscheidungen (beispielsweise ein knapp 1,5-minütiges Solo-Solo zum Anfang von “Contact / Kissing Laughter” oder ein im Kontext des restlichen Songs etwas merkwürdiger Chorus bei “Our Dying World”), die man halt akzeptieren muss.
Dafür sind gerade die ruhigeren Passagen von “Magick” doch sehr stimmig, insbesondere “Children Of The Sea” ist eine absolut gelungene RAINBOW-Würdigung, “Optimism” wird zwischendurch angenehm hypnotisch und “Our Dying World”s Riff ist gelinde gesagt biestig.

Fazit:
Jut, man muss so ein gewisses Maß an Exzentrik schon verkraften können, wenn man nicht an der ein oder anderen Stelle seine Augenbraue manuell wieder auf ihr normales Level schieben möchte. Die Qualität von “Magick” variiert nun einmal, was aber eben auch bedeutet, dass die Platte viele gute Momente hat und von Freunden von Heavy Doom Metal im mindesten mal angetestet werden sollte.

Anspieltipps:
“Children Of The Sea”, “Optimism” und “Yesterday’s Nightmare”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Magick
02. Optimism
03. The Jester’s Crown
04. Children Of The Sea
05. Contact / Kissing Laughter
06. White Turns Black To Grey
07. Yesterday’s Nightmare
08. Our Dying World

Jannis

TALENTSCHMIEDE: Sense Of Noise

Band:
Sense of Noise

Gegründet/Active since:
2020

Herkunft/Origin:
Mexico City/Mexico

Mitglieder/Members:
Jerome Chaona – Growls
Bart Chanona – Drums
Fede d’Empaire – Guitars/Clean Vocals
Mao Rubio – Bass
Diego Caná – Guitars
Nib Sen – Keys/Synths

Genre:
Melodic Death Metal

Releases:
The Broken Hope – Single (2021)
Morning Glory – Single (2021)
Zero Killed (feat. Björn „Speed“ Strid) – Single (2021)
Veröffentlichung des Debutalbums Oktober 2021/Our debut album is coming out in october 2021.

Einflüsse/Influences:
Gothenburg metal, In Flames, Dark Tranquillity, Soilwork, At the Gates, Arch Enemy, Scar Symmetry, Amorphis

(English version below)

Was wir die nächsten fünf Jahre erreichen möchten:
Regelmäßig Musik veröffentlichen, relevante Shows in unserem Heimatland und im Ausland spielen

Was als nächstes kommt:
Unser Debut-Album wird im Oktober dieses Jahres veröffentlicht, davor kommt noch eine Single.

Unsere beste Erfahrung bis jetzt:
Da wir noch eine ganz junge Band sind, gibt es noch gar nicht so viele gemeinsame Banderfahrungen. Vermutlich die Videoshootings, die viel Spaß gemacht haben, gleichzeitig aber auch gut anstrengend waren.

Unser peinlichster Moment:
Kommt noch.

Mit wem wir gerne ein Bierchen trinken würden und warum:
Da würde wohl jeder aus der Band was anderes sagen. Generell wohl mit dem Musikern, die wir am meisten feiern.

Wenn wir uns eine Band aussuchen könnten, mit der wir auf Tour gehen dürfen:
Es wäre großartig, mit jedem unserer oben genannten Einflüsse auf Tour zu gehen. Nun, Jerome war bereits Support Art für Amorphis mit seiner damaligen Band.

Das Beste daran, in einer Band zu spielen:
Freundschaft, Hinarbeiten auf die selben Ziele, seine Kunst mit anderen teilen.

Das Schlimmste daran, in einer Band zu spielen:
Das müsste der Stress mit Flughäfen sein, während man reist und auf Tour ist, aber betrifft letztendlich jeden, nicht nur Bands. 🙂

Online:
www.facebook.com/senseofnoise
www.instagram.com/senseofnoise

Music:
Spotify: www.open.spotify.com/artist/2axJhjNqYaVYJ3ezr7WcE9?si=nBTFOz0gSRae0SBC3CtzBw&dl_branch=1
Youtube: www.youtube.com/channel/UC_kONcxUSva6JmLoZI6gmQQ
Bandcamp: www.senseofnoise.bandcamp.com
Live-Dates: Noch nicht/Not yet 🙂

English version:

Our goals for the next five years:
We plan to release music constantly and play important shows in our home country as well as in other countries, too.

Coming next:
Our debut album is coming on october this year, there will be a single released before.

Greatest experience es a band until now:
We are a very young band, so there are not many experiences all together as a band, but probably shooting our videos; it is fun but tiring at the same time.

Most embarassing moment as a band:
None yet.

Who we would like to drink a beer with and why:
Every member of the band would have a different answer, I guess it would be with musicians we admire.

The band we would love to go touring with the most:
Touring with any of the influences mentioned above would be awesome; well, Jerome was a support act for Amorphis with his previous band time ago.

The best thing about playing in a band:
Friendship, working for the same goals altogether, sharing your art with other people!

The worst thing about playing in a band:
Probably dealing with airports while traveling and touring, but this is horrible for everyone, not just bands. 🙂

 

DANKO JONES – Power Trio

Band: Danko Jones
Album: Power Trio
Spielzeit: 38:18 min
Stilrichtung: Heavy Rock
Plattenfirma: Mate In Germany
Veröffentlichung: 27.08.2021
Homepage: www.facebook.com/dankojones

 

Ich habe mir mit absicht die neue DANKO JONES raus gepickt, ich kenne DANKO JONES zwar als Namen und Band aber bis jetzt noch nicht sonderlich beachtet. Also habe ich mir dieses Album geschnappt, ganz ohne Vorurteil oder jegliche Berührungen vorher mit DANKO JONES kann ich die Sache ruhig angehen. Aus bekannten Gründen die mit einem großen C am Anfang zusammenhängen ist das 25-Jährige Band Jubiläum ins Wasser gefallen aber die Band hat ein Album eingezimmert desen Inhalt aus Heavy Rock in Reinkultur besteht und voll in den Hintern tritt.

Die Band besteht aus Danko Jones Vocals und Gitarren, JC am Bass und Rich Knox am Schlagzeug, und der Titel ist Programm, “Power Trio” die drei bringen eine Power auf Kunststoff alles knallt und böllert ohne Ende, die Gitarren kennen keine knade und feuern Salve nach Salve ab. Da ich die Vorgänger nicht kenne, was sich aber definitiv ändern wird, gebe ich mal als groben Vergleich Hard Rock mit leichter Sleaze und Punk Note ab.

Die Songs kommen mit einer Energie aus den Lautsprechern als wenn eine fünf oder sechs Mann Kapelle für Krawall sorgt. Der Sound kommt rau rüber was sehr gut zu der Art Heavy Rock passt und die intensität unterstützt.

“I Want Out” legt mit Energie und intensität los, “Good Lookin’” kommt vorlaut und rotzfrech aus den Boxen. “Saturday” hört sich nach verschwitzten T-Shirts an, “Ship Of Lies” ein vorlauter Rotzer aber geil. “Raise Some Hell” ein genialer Rocker, “Blue Jean Denim Jumpsuit” sleazt sich durch die Noten. “Get To You” ein fettes eingängiges Highlight, “Dangerous Kiss” gibt Vollgas. “Let’s Rock Together” braucht einige Durchläufe, “Flaunt It” das Richtige zum pogen und die Leute rumschupsen, “Start The Show” noch ein fetter Rocker zum Abschluß.

Fazit:

Gute Mucke die DANKO JONES da ablassen, für Fans ein muss, für den einen oder anderen durchaus Lohnenswert mal ein Ohr zu riskieren. Ich vergebe eine Bewertung von 8 Sternen.

WERTUNG:

 

 

 

Trackliste:

01. I Want Out
02. Good Lookin‘
03. Saturday
04. Ship Of Lies
05. Raise Some Hell
06. Blue Jean Denim Jumpsuit
07. Get To You
08. Dangerous Kiss
09. Let’s Rock Together
10. Flaunt It
11. Start The Show

Balle

MYSTERY – Live Life Loud

Band: Mystery
Album: Live Life Loud
Spielzeit: 43:00 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: Metalapolis Records
Veröffentlichung: 27.08.2021
Homepage: www.mysteryrocks.net

Australien hat mehr zu bieten als Kängurus und AC/DC. MYSTERY sind zurück mit ihrem dritten Album „Live Life Loud“. Das Debüt „2013“ wurde in eben diesem Jahr in Australien, USA, Europa und Japan live promotet. Die Band wurde dadurch als jüngste Band bekannt, die jemals die ganze Welt getourt hat. Die Mainstage durfte man mit Mötley Crüe, Iron Maiden, Motörhead und Twisted Sister teilen. Das zweite Album kam 2014 raus und wurde mit einem eigenem Film in Cannes bei den Filmfestspielen gefördert. Das aktuelle Werk wurde von Alex Vaulin (Emerald Mind) gemischt und gemastert. Die Sterne stehen gut für MYSTERY, schauen wir mal, was Rocky Ravic (v.g.), Oscar Hauke (b.), Duje Ivic (keys.) und Emily Car (d.) daraus gemacht haben.

„Rock Revolution“ startet mit Keyboards, bevor die Gitarre loslegt und ein flotter Rocker einsetzt. Das fetzt schon mal und der Refrain sitzt. Erinnert mich leicht an Fighter V. Auch die zweite Single „To My Knees“ hat so einen Touch. Richtig gute Mitsing-Nummer, die live die Menge toben lassen wird. Schönes Solo des Gitarristen und Stimmung pur ist angesagt bei diesem melodischem Rock Song. Es wird balladesk auf „All We Need Tonight“. Rocky singt weich und gefühlvoll wie ein junger Jon Bon Jovi. Da sollten die Frauenherzen höher schlagen und auch den Herren wird es gefallen, gut gemacht. Bei „Lust Control“ wird es dreckiger. Breitbeinig gespielte Power Rock Nummer, die durch ihre Riffs und Energie voll überzeugen kann. Die erste Single „Tear Down The Walls“ wurde zurecht ausgesucht. Gutes Gespür von Härte und Eingängigkeit lassen einen immer wieder auf den Repeat Knopf drücken. INXS meets Hardcore Superstar meets Guns’n’Roses. „I’m Just Into You“ ist ein gute Laune Rocker a la Black Diamonds. Mitklatschen, Mitsingen und Feiern ist hier Pflicht. „A Different Side Of Me“ ist einfach gut, der Fuß wippt mit und spätestens ab der Hälfte springt man unweigerlich mit. Welcome to the 80’s bei „Count On Me“. Hier fühlt man sich zurückversetzt in die gute alte Zeit mit ganz viel Ventilatoren und Rauch auf der Bühne. Power Ballade, die echt stark ist. Ein bisschen AC/DC Feeling darf nun bei „You Think You Know“ aufkommen. Hier ist natürlich die Instrumental-Abteilung gemeint. Das Ding rockt. Bei „Leave Me In The Dark“ ist irgendwas mit dem Sound anders, vielleicht liegt es auch an der Promo. Das schmälert leider den guten Eindruck des Songs, der zwischen Sister und CrashDiet rangiert. Das Finale bestreitet „Nuke Em High“. Auch hier geht es mehr in die dreckige Sleaze Rock Ecke. Steht den Australiern wirklich gut. Yeah, je öfter ich mir das Stück anhöre, desto besser wird es.

Fazit: Auf alle Fälle ist es das beste Album bis jetzt von MYSTERY. Diese Veröffentlichung könnt ihr ohne Bedenken auf der nächsten Rock/Metal Party laufen lassen. Die Stimmung und der Alkoholpegel werden ganz sicher steigen. Starke 8,5 Punkte mit Tendenz nach oben.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Rock Revolution
02. To My Knees
03. All We Need Tonight
04. Lust Control
05. Tear Down The Walls
06. I’m Just Into You
07. A Different Side Of Me
08. Count On Me
09. You Think You Know
10. Leave Me In The Dark
11. Nuke Em High

Sturmi