BEN SOLLBERGER PROJECT – Down Here On Earth

Trackliste:

01. Warrior
02. Down Here On Earth
03. I Think Of You
04. Crying Out For Love
05. Back Into Your Heart
06. All My Love
07. The Birds Are Singing Too Early
08. Until We Meet Again
09. Help Is On The Way
10. Fire
11. I Have Only Sent You Angels

Spielzeit: 48:43 min – Genre: Hard Rock – Label: igroovemusic – VÖ: 03.06.2022 – Page: www.facebook.com/bernhard.sollberger

 

Das BEN SOLLBERGER PROJECT meldet sich nur ein Jahr nach dem viel beachteten Debüt „I Hate To Say“ mit dem zweiten Langeisen zurück. Mainman hinter diesem Projekt ist der aus Bern in der Schweiz stammenden BEN SOLLBERGER. Wie auch schon auf seinem Debüt übernahm BEN SOLLBERGER angefangen beim Komponieren, dass Texte schreiben, alle Instrumente und Drum Programmen bis zur Produktion als Einmannarmee selbst. Gemixt wurde das Album diesmal nicht von Fabrizio Egger sondern im Tide Studio in London, welches einen guten Job abgeliefert hat und den Songs einen amtlichen Sound verpasst hat.

Das Cover-Artwork zeigt die Augenpartie von Ben, es wird immer behauptet die Augen sind das Fenster zur Seele. Ben lässt auf diesem Album teilweise tief in sein inneres Blicken, den Song „Down Here On Earth“ widmete Ben seinem im letzten Jahr verstorbenen Vater. Ich habe das Glück Ben in stundenlangen Chatverläufen kennen gelernt zu haben, in diesen Chatsessions geht es um alles und nichts, Musik, Politik, der Umgang der Medien mit Corona und um Studien die er während seines Tagesjobs auswertet und sich seine Gedanken darüber macht.

Teilweise wird sein Songwriting von diesen Themen beeinflusst oder auch von einem Film den er klasse findet, einfach von seiner Umwelt oder Erfahrungen. Teilweise lässt er sich auch von seinen Vorbildern wie EURYTHMICS, DEPECHE MODE, THE BEATLES, H.I.M., LED ZEPPELIN, VAN HALEN, KISS, QUEENSRYCHE, FATES WARNING, LIVING COLOUR und noch ein paar mehr inspirieren. Vielleicht auch ein klein wenig von den beiden Bands DISTANT PAST und SKRYLLS in denen er Gitarrist ist.

Dafür das Ben kein Profisänger ist macht er seine Sache ordentlich und sauber ausgeführt, die Gitarren fangen in seinen Händen regelrecht an zu leben, geile Riffenlagen und sehr gut platzierte Akkorde wechseln sich ab und ergeben ein stimmiges Gesamtbild. Die Keys kommen mal 80s typisch Fanfarenhaft, zeitgemäß oder auch mal spacig auf die Lauscher. Der Bass kommt durch den gelungenen Mix gut durch, die Drums kommen aus der Konserve, dadurch fehlt ein wenig Dynamik und Power. Ich habe öfter mit Ben über das Thema Drums diskutiert, da er alle Instrumente in seinem Wohnzimmer aufnimmt, ein realer Drummer mit mehr Aufwand und Kosten verbunden ist, er dies selber erledigt.

Der Härtegrad geht in Ordnung und ist sicher für Weichspüler zu hart und für Banger zu soft. Aber für mich gerade richtig und perfekt in etwa so wie VAN HALEN oder KISS und teilweise erinnern mich manche Riffeinlagen an AXEL RUDI PELL.

Als Fazit kann man schreiben, sehr gut in Szene gesetzter melodischer und harmonischer Hard Rock mit sehr gutem Gitarrenspiel im Wechselspiel zwischen diesen und den Keyboards. Die Stimme von Ben ist was besonderes da man diese kein zweites Mal findet und sehr gut zu seinen Songs passt und weit weg vom Mainstream ist.

„Warrior“ ein geiler Song mit Melodie, Harmonie, Licks und Gesangsharmonien einfach ein Brecher gleich am Anfang ein Highlight und Radiofutter, „Down Here On Earth“ fängt mit plätscherndem Wasser an und zeigt Ben von seiner verletzlichen Seite und stellt ein nachdenkliches Highlight dar. „I Think Of You“ der nächste Brecher geile Licks mit Melodie und Harmonie, „Crying Out For Love“ ein Rocker wie er sein sollte. „Back Into Your Heart“ fängt mit einer Art weißem Rauschen und spacigem Keyboard an und geht dann in einen geilen Harten Rocker mit spacigem Keyboard über, „All My Love“ in den Strophen balladesk im Refrain ein geiler Rocker. „The Birds Are Singing Too Early“ mit Pianoeinlagen und saustarken Riffs, „Until We Meet Again“ Powerriffing mit 80s Like Keys ein weiteres Highlight. „Help Is On The Way“ erinnert mich ein wenig an einen Mix aus TESLA, DEF LEPPARD, VAN HALEN und AXEL RUDI PELL. Bei „Fire“ wird sehr flott gerockt und gerollt und dabei mit dem Kopf durch die Wand gebrochen, „I Have Only Sent You Angels“ eine melancholische Akustik Ballade.

Balle

MIDAS – Midas

Trackliste:

01. Slaves To The Night
02. Nobody Gets Out Alive
03. Hellfire
04. Break The Chains
05. Eyes In The Cold
06. Hell Has Frozen Over
07. Running Scared
08. Golden Chariots

 

 

Spielzeit: 33:15 min – Genre: Melodic Metal – Label: No Remorse Records – VÖ: 29.04.2022 – Page: www.facebook.com/MidasDetroit

 

MIDAS aus Detroit formte sich aus Überresten von Hard Rock Bands aus Michigan. Bestehend aus Joe Kupiec an Mikrofon und Gitarre, Casey O’Ryan an Gitarre, Anthony Franchina an Bass und Breck Crandell an den Drums. Die Vier taten sich zusammen um den Spirit und die Magie aus Ende der 70er bis Anfang der 80er Jahre einzufangen und auf Kunststoff zu pressen. Dies gelingt ohne Probleme die Vier machen ein Retro Fass auf das jede Party in Schwung bringen sollte.

Die Stimme von Joe ist rau und passt perfekt zu dem Retrosound der für das Album angewendet wurde, die Gitarren kommen melodisch und hart aus der Anlage. Der Bass geht in Ordnung und die Drums treiben wie Sau. Die Produktion ist im Retrostyle gehalten und passt sehr gut zu dem Rauen Heavy Sound der US-Boys.

Beeinflusst wurde MIDAS von Szene Größen wie JUDAS PRIEST, SAXON, IRON MAIDEN, RIOT, ALIEN FORCE, ein kleiner Schuss Euro Hard Rock aus den frühen 80ern. Das Riffing hat an manchen Stellen eine Ähnlichkeit mit der von RUNNING WILD oder SAXON im US Heavy Rock Stil. Hier wird nicht kopiert sondern Roher US Sound mit Euro Heavy Rock zu einem harmonischen Mix zusammengeführt, und dieser hört sich nicht mal schlecht an, ich würde sogar sagen der hört sich spitze an und überzeugt.

Acht Songs und 33 Minuten sind heutzutage nicht mehr Zeitgemäß. Bei zwei bis drei Songs mehr und längerer Spieldauer hätte ich einen halben Stern mehr vergeben so bleibt trotzdem noch eine anständige Wertung für eine coole Scheibe.

„Slaves To The Night“ ein cooler Einstieg mit geiler Melodieführung erinnert ein wenig an SAXON auf US-Art und Weise, „Nobody Gets Out Alive“ noch cooler wie der Einstieg mit endgeiler Melodie und Highlight. „Hellfire“ ein Highoktan Rocker, mit „Break The Chains“ folgt das nächste Highlight und kommt wieder mit starken Melodien aus dem Quark. „Eyes In The Cold“ ein auf seine Art und Weise geiler Stampfer mit IRON MAIDEN ähnlichem Riffing, „Hell Has Frozen Over“ US Metal mit Melodie und Groove. „Running Scared“ zündet die Speedrakete, „Golden Chariots“ geht mit melodischem Riffing wieder voll in Ohr.

Balle

SYMPHONITY Interview

Epic Symphonic Metal erster Klasse dafür steht die Band SYMPHONITY schon sei Jahren! Zwar hat die Band bislang „nur“ drei Alben unters Volk gebracht, aber man hat schon eine bewegte Bandvergangenheit hinter sich!
Dies plus die Veröffentlichung des neuen Albums „Marco Polo: The Metal Soundtrack“ waren Grund genug Mastermind Libor Krivak mal ein paar Fragen zu stellen.

J.P: Hallo Libor. vielen Dank das du mir ein paar Fragen zu eurem neuen Album und zu euch selbst als Band beantwortest. Es soll ja Leute geben die euch noch nicht so gut kennen, daher stell dich und die Band doch einfach mal kurz vor und gib uns einen kurzen Überblick über eure Bandgeschichte?

L.K: Wir sind eine europäische Metalband die ihr Heimat in der tschechischen Republik hat. Bislang haben wir 3 Alben über Limb Music veröffentlicht.
Wann man Fan von Melodic Metal mit starken Melodien und symphonischen Elementen ist, dann könnten wir interessante für euch sein.

J.P: Dieser Tage bringt ihr euer neues Album „Marco Polo: The Metal Soundtrack“ heraus. Kannst du uns etwas über die Entstehung des Albums erzählen?

L.K: Ich habe im November 2017 begonnen mit „Venzia“ und „Crimson Silk“ die ersten beiden Songs zu schreiben. Damals war ich mir noch nicht sicher ob ich nur diese 2 Songs über Marco Polo machen wollte, oder ob es komplexer werden sollte.
Weil die unterschiedlichen Bandmitglieder aus unterschiedlichen Ländern kommen, haben wir das Schlagzeug, die Gitarren und den Bass in Tschechien aufgenommen, den Gesang in der Slowakei und der Ukraine und einige Keyboards in Schweden.
Dieses Mal haben wir den finalen Mix und das Mastering in den Finnvox Studios in Helsinki gemacht.
Es lief alles recht problemlos und es war eine gute Stimmung! Als Beispiel ist unser neuer Schlagzeuger Josef Ciganek echt ein lustiger Typ der dauernd Witze macht, aber trotzdem eine unglaubliche Arbeit abgeliefert hat!

J.P: Eine ganze entscheidende Personaländerung gab es im Vorfeld der Platte. Der erst mit der letzten Scheiben „Prince of Persia“ zu euch gestoßene Sänger Sänger Herbie Langhans hat euch wieder verlassen und neu hinzugekommen für ihn ist Konstantin Naumenko. Erzähl doch mal wie kam es zu dem Wechsel und warum habt ihr euch für Konstantin als Nachfolger entschieden? Hatte Herbie aufgrund seiner vielen anderen Bands und Projekte keine Zeit mehr?

L.K: Du liegst vollkommen richtig, Herbie hat einfach zu viele Projekte von daher hatte er auch nie vor Vollzeit bei SYMPHONITY einzusteigen. Zusätzlich ist er aktuell ja auch eher Rock orientiert musikalisch unterwegs und nicht mehr so sehr im Power Metalbereich. Das kann man bei seiner aktuellen band RADIANT gut hören. Aber wir arbeiten nach wie vor mit ihm und es ist auch häufig bei unseren Backing Vocals zu hören. Er ist ein großartiger und sehr professioneller Sänger.
Herbie hat uns beim letzten Album mega geholfen nachdem Olaf aus der Band ausgeschieden war und dafür können wir ihm gar nicht oft genug danken!

J.P: Es war längere Zeit ruhig um euch, kannst du uns erzählen warum es mit dem neuen Album so lange gedauert hat?

L.K: Nach “King of Persia” war die Band nicht in der Lage überhaupt einen einzigen Liveauftritt zu spielen. Es war dann auch sehr hart für mich ein fast komplett neues Lineup aufzubauen und die richtigen neuen Mitglieder zu finden!
Das hat dann schon einige Zeit gedauert.
2020 hatten wir dann die Möglichkeit als Support für RHAPSODY OF FIRE auf ihrer Europatournee dabei zu sein, was wieder ein paar Lineup Veränderungen auslöste.
Nachdem wir wieder zu Hause waren, haben wir dann angefangen die Songs für das neue Album aufzunehmen.
Die letzten Jahre waren schon sehr anstrengend und arbeitsintensiv. Vielleicht sah es so aus das es sehr ruhig bei uns war, aber wie erklärt war es das nicht wirklich!

J.P: Eine Konstante bei euch ist auf jeden Fall eure Labe! Alle Alben wurden bei Limb Music veröffentlicht. Erzähl doch mal was macht diese Partnerschaft aus?

L.K: Limb (Ralf Schnoor, Labelchef) ist großer Fan von unserer Art von Musik. Das ist natürlich ein großer Vorteil für uns.
Und trotz der Tatsache das Limb Music eher ein Underground Label ist im Vergleich zu den großen Namen wie Nuclear Blast fühlen wir uns sehr wohl und sehr gut unterstützt! Ich sehe kein Grund irgendetwas zu ändern beim Label, es läuft ja bis jetzt sehr gut!

J.P: Gehen wir mal auf ein paar Songs von „Marco Polo“ ein. Für mich sind “Crimson Silk”, “Mongols”, “Dreaming Home” und “Found my Way Back Home” die hervorstechenden Songs. Willst du uns über diese ein bisschen was erzählen? Hast du eigentlich auch irgendwelche Favoriten auf dem Album?

L.K: Weil ich ja alle Songs für das neue Album geschrieben habe ist es natürlich schwierig für mich irgendwelche Favoriten zu benennen. Ich persönlich mag aber die schnellen Songs wie „I found my way back home“ und „The Plague“. Das sind meine Favoriten aktuell.
Aber gehen wir jetzt mal deine Reihenfolge durch.
„Crimson Silk“ ist der älteste Song des Albums und erinnert an HELLOWEEN. In den Strophen haben wir einige besondere Instrumente verwendet und rhythmisch haben wir auf Fernöstliche Musik zurückgegriffen.
Der Rest des Songs ist typischer Symphonic Power Metal und im Solopart haben wir ein kleines Gitarrenbattle mit meinem alten Freund Marek „Ashok“ Smerda von CRADLE OF FILTH.
„The Mongols“ ist unser epischster Song des Albums und mit über 10 Minuten Länge vermutlich mein Meisterstück vom Songwriting her.
Nach der symphonischen Einleitung preschen die mongolischen Reiter mit kraftvollen Gitarrenriffs und Doublebass Drums vor. Im Chorus sind wir dann wieder mehr epischer unterwegs und in der Folge hört man viele mongolische und chinesische Instrumente zusammen mit einem gemischten mongolischen Chor.
„Dreaming of Home“ ist eine der besten Ballade, die ich jemals geschrieben habe. Ich mag die Dynamik, die der Song hat.
„I found my way back home” ist ein sehr schneller Song. Man kann in diesem Song schön die Einflüsse meiner favorisierten Bands hören, aber wenn man die Augen schließt, kann man auch die Seeleute, die See und die Geräusche von fernen Ländern hören.

J.P: Warum habt ihr euch auf eurem neuen Album dazu entschieden ein Konzept zu Marco Polo zu machen, was fasziniert euch daran?

L.K: Vielleicht weil es einfach eine tolle, starke Geschichte ist und das ganze Konzept hatte die tolle Möglichkeit Einflüsse sowohl der europäischen also auch der fernöstlichen Musik in den Power Metal einfließen zu lassen. Jeder Song repräsentiert einen Teil von Marco Polos Reise und ich fand die Idee eines Metal Soundtracks viel besser als wie das bei anderen Metal Opern heutzutage gemacht wird.

J.P: Wirf doch mal einen Blick zurück auf eure lange Bandkarriere. Was würdest du heute anders machen und was genauso? Gibt es vielleicht eine Platte die du so heute nicht mehr rausbringen würdest?

L.K: Natürlich gibt es immer Dinge die man im Nachhinein anders machen würde. Ich glaube wir haben viel zu viel Zeit damit verschwendet das ich die anderen Bandmitglieder gezwungen habe etwas zu machen. Manche Leute sind halt einfach unglaublich faul ; )
Ich glaube auch das es ein großer Fehler war nach „Voice from the Silence“ keine Tour zu machen. Und auch das Cover dieses Albums war nicht die beste Wahl, ich kann mich auch daran erinnern das Limb zum Beispiel auch dagegen war ; )

J.P: Was sind denn deine größten musikalischen Vorbilder? Welche CD’s stehen bei dir so im Plattenschrank?

L.K: Als ich angefangen habe Gitarre zu spielen hörte ich so Bands wie RUNNING WILD, SCORPIONS oder HELLOWEEN. Ebenfalls hörte ich viele Fans aus meiner Heimat wie TUBLATANKA oder KREYSON.
Später waren so Bands wie GAMMA RAY, STRATOVARIUS, RHAPSODY, ANGRA oder AVANTASIA angesagt.
Ich bin aber auch breiter aufgestellt und heute Morgen habe ich z.B. BROTHER FIRETRIBE gehört. Die letzten CDs die ich mir gekauft haben waren JANI LIIMATAINEN`S „My Father`s Son“ und KENZINER „Phoenix“.

J.P: Libor wie geht es denn jetzt genau bei dir weiter? Was ist als nächstes mit der Band geplant?

L.K: Vor kurzem war Premiere für uns neues Musikvideo „I found my way back home” und Ende Juni wird auch endlich die Vinyl Version unseres neuen Albums veröffentlicht. Als nächstes wollen wir natürlich auf Tour gehen oder auch auf Festivals spielen. Aktuell haben wir da aber noch nichts Festes.
Ich persönlich habe ich auch einiges vor dieses Jahr, aber wer weiß schon was passiert!

J.P: Vielen Dank Libor für deine Zeit und die interessanten Antworten im Zuge dieses Interview! Ich wünsche euch alles Gute für die Zukunft, die letzten Worte gehören natürlich dir.

L.K: Vielen Dank für deine Fragen und für die Möglichkeit uns bei euch vorzustellen. Ich möchte allen Fans danken und hoffen ihnen gefällt unser neues Album!

Julian

English Version:

J.P: Hi Libor it’s me Julian from Rock-Garage.com is speaking. Thank you that you answer me a few questions about your new album and SYMPHONITY itself.

For those people who did not know you, can you introduce the band first and show the previous career?

L.K: We are European metal band with the headquarters in the Czech republic. We released three full length albums until now under Limb Music label. If you are fan of melodic metal music with strong melodies with symphonic elements our music can be interesting for you.

J.P: So, your new record “Marco Polo: The Metal Soundtrack” was released some days ago. Can you tell us something about the „birth“ of the record? How were the recording sessions?

L.K: I started the writing process in November 2017 with the first two parts called“Venezia“ and „Crimson Silk“. At that time, I wasn’t sure whether these will be just two songs about Marco Polo or if there will be something much more complex about the story. Because band members are from different European countries we recorded drums, guitars, keys and bass in Czechia, vocals in Slovakia and Ukraine and some keyboards in Sweden. This time we made a final mix and mastering in famous Finnvox studios in Helsinki with Mikko Karmila and Mika Jussila. Recording sessions were trouble-free and in very good mood I think. For example our new drummer Josef Ciganek is very funny guy. He is still making jokes during a recordings but his playing is just amazing.

J.P: So, you have a big personal change before the record comes on the way. Your new singer on your last records “King of Persia” Herbie Langhans leave you and you replace him with Konstantin Naumenko. So why did you make these decision and the change? Had Herbie no time for SYMPHONITY in case he had much other bands and projects, or what was the reasons?

L.K:You are right. Herbie have too many other projects so he never planned to devote himself for the full-time to Symphonity. Moreover at the present he prefer more rock oriented music instead of power/speed metal stuff I think. You can listen to his band Radiant to make an idea. But we still cooperate with him and he is singing almost all backing choirs on the new album you can hear. He is real professional and great singer. But Olaf Hayer was a true Symphonity singer in the past and Herbie just helping us when we need that. And of course we thank him for that.

J.P: For a long time there will be silence around SYMPHONITY. What have you done while the last years? Why did it take so much time to recording “Marco Polo”?

L.K: After the King of Persia release, the band was not able to play even a single gig. So, I had to do a very hard decision to build a completely new line-up to be able to do tours. And finding the right band members took a very long time. In 2020 Symphonity finally participated their first European tour as a support of the Rhapsody of Fire which resulted in another line-up changes. After the returning back home we started recording the material for the new album with the modified line-up. The last few years have been a lot of hard work. Maybe it looks like a silence around us but it is not true.

J.P: All of your records were released by Limb Music. A very constant situation for you. What is the secret in your partnership and your work? Are you pleased with them and did you planed another records with the label?

L.K: Limb (Ralf Schnoor) is a real fan of this kind of music and that is a big advance for us. So even if Limb Music is still quite underground label compared to the biggest ones like Nuclear Blast we feel the real support from our company. There is no need to change what works well until now.

J.P: Let us look at the songs of “Marco Polo”. For me Crimson Silk”, “Mongols”, “Dreaming Home” and “Found my Way Back Home” are the best songs. Can you tell us something about these songs? Are these also your favorite songs on the album?

L.K: Since I composed all the songs on the new album is quite difficult to choose my favorites ones. I personally like a fast songs so „I found my way back home“ and „The Plague“ are my favorites at the moment. But let’s go in order. First on your list is Crimson Silk, the oldest track on the album. Intro guitar riff reminds me old Helloween times some way. In the verses we used a lot of ethnic instruments along with a rhythm section typical of Middle Eastern music. Rest of the song is symphonic power metal as the fans expect. In solo section we fought a small guitar battle with my long time friend Marek „Ashok“ Šmerda from Cradle of Filth. Second one on your list is part no.5: „The Mongols“. This more than 10 minutes long epic song is my composers peak on the album I think. After symphonic introduction the Mongolian riders entering with very heavy guitar riffs and fast triplet bass drums. With the pre-chorus we changed tempo rapidly and choirs in the chorus are very epic. In the folloving part you can hear lots of Mongolian and Chinese instruments together with man’s and women’s mongolian choirs. At the very end we picked up tempo again. Next one called „Dreaming of home“ is one of the best ballads ever I composed. I still really like the chord progression and dynamics changes it has. I found my way back home is very fast song and Miko Karmila during the mixing process called this tune „stratosong“. Of course, in this song you can hear influences of my favourite band from Finland but if you close your eyes you can hear also the sailors, sea and sounds of a distant lands.

J.P: Why did you choose the Marco Polo Story as the lyricial base for your new record and create a concept record?

L.K: Maybe because it is a strong story and the whole concept was also a great opportunity to incorporate influences of both the classical European and middle or far eastern music into the power metal music. Every single part on the album represents exactly one period of Marcos’s journey. And I also found the idea of metal soundtrack quite more original instead of many metal operas today.

J.P: When you look back at your long career what things where things which did you wrong or which would you do different today? Perhaps a record which you don’t release today as you do it in the past?

L.K: Yes, there are few things which I would do a different way. I think we’ve wasted a lot of time in the past because I forced my bandmates to do something. Some people are incredibly lazy 😉 I think it was a big fault that we didn’t go on tour after Voice From The Silence album release. Also for example the cover artwork of the Voice From The Silence album is not the best one and I remember well that Limb was against this cover artwork at the time 😉

J.P: What are your music Heroes? What kind of records have you got in your record desk?

L.K: When I started to play guitar, I listened to the bands such as Running Wild, Scorpions or Helloween and also a few bands from my country like Team, Tublatanka or Kreyson.
Later bands like Gamma Ray, Stratovarius, Rhapsody, Angra, Avantasia, Thunderstone and many others. But for example today morning I was listening in the car on the way to work the last album „Feel the Burn“ from Brother Firetribe. Lattest CD’s I buyed yesterday was Jani Liimatainen’s „My Father’s Son“ and „Phoenix“ the lattest album from band Kenziner.

J.P: Libor what comes next for your band? What’s next for yourself?

L.K: Today is premiere of our brand new music video „I found my way back home“ and on the end of the June the vinyl version of Marco Polo will be released. Next step is going to the tour and play some festivals but at the moment we have nothing confirmed yet. In my personal life I also have some plans for this year but who knows what´s happened.

J.P: Thank you Libor for your time, and for the interesting answers! I wish you all the best for the future, the last words, of course are yours.

L.K: Thank you for your questions and giving me a space in your magazine. I would like to say thank you for all our fans and I hope you will enjoy our new album. Thanks.

Julian

 

SKILLS – Different Worlds

Trackliste:

01. Escape Machine
02. Blame It On The Night
03. Different Worlds
04. Losing The Track
05. Writings On The Wall
06. Show Me The Way
07. Just When I Needed You
08. Need To Fall
09. Stop The World
10. Hearts Of Stone
11. Don’t Break My Heart

Spielzeit: 42:20 min – Genre: Classic Hard Rock – Label: Frontiers Music srl – VÖ: 13.05.2022 – Page: www.facebook.com/SkillsRnR/

 

Das nächste Namedropping Projekt aus dem Haus Frontiers erblickt die Scheinwerfer der Konzertbühnen, mit von der Partie sind Renan Zonta (ELECTRIC MOB) am Mikrofon, Brad Gillis (NIGHT RANGER) an den Gitarren, Billy Sheehan (MR. BIG, THE WINERY DOGS, SONS OF APOLLO), Haus und Hof Produzent und Songschreiber Alessandro Del Vecchio an den Keyboards und der Schlagzeuger David Huff (GIANT).

Geschrieben wurde die Songs von Del Vecchio, Zonta, Matin Jepsen Andersen, Pete Alpenborg und Gui Oliver. Also schauen wir uns das Album mal genauer an und kucken ob die Kombination was reißen und überzeugen kann.

Die Promo Info endet mit folgenden Worten „Verpasst nicht die Gelegenheit, die ausgezeichneten Fähigkeiten dieser talentierten Musiker aus verschiedenen Epochen des Killer-Rock ’n ‚Roll zu genießen!“

Let’s Go, ab geht’s die ersten Takte von „Escape Machine“ fangen verheißungsvoll an. Die Vocals von Zonta sind rau und sehr gut ausgeführt mit einer Stimmfärbung der von Ronnie Romero ähnlich ist, die Gitarren machen genau was sie sollen nämlich Alarm an der Gehörfront, die Keyboards sind eher dezent und zurückhaltend. Der Bass und Drums geben den Takt mit einer Gewalt vor als wenn eine Horde Elefanten an einem vorbeirennt. Die Produktion sorgt dafür das die Membranen nicht zur Ruhe kommen und hat Druck ohne Ende.

Der Sound geht in Richtung Classic Rock bis hin zum Melodic / Hard Rock und liegt irgendwo zwischen GIANT, BLACK SWAN, MR. BIG, NIGHT RANGER und noch einige umtriebige Bands / Projekte aus dem Haus Frontiers. Die Jungs oder besser gesagt gestandenen Mannen machen ihren Job ausgezeichnet und geben keinen Anlass zum Mosern, höchstens vielleicht die Nähe zu dem ein oder anderen Künstler des gleichen Stalls. Hier findet der Hörer geile Melodien und Harmonien zwi-schen den Instrumenten und dem Shouter, alles kommuniziert auf eine besondere Weise mit einander und ergibt so ein stimmiges Gesamtbild ab. Da haben sich die Songschreiber echt Mühe gegeben und ein paar starke Songs verfasst.

„Escape Machine“ ein flotter und starker Rocker, „Blame It On The Night“ flott mit geilem Hammondsounds und Bluesriffing. „Different Worlds“ ein geiler Melodic Rock Song, „Losing The Track“ fängt stark mit Piano an eine gute Ballade. „Writings On The Wall“ auch wieder mit Pianothema und geilem Riffing mit viel Melodie ein fettes Highlight, „Show Me The Way“ kommt am Anfang mit Akustik Gitarre und geht dann in einen starken Melodic Rock Song über noch ein Highlight. „Just When I Needed You“ eine sehr gute Powerballade, „Need To Fall“ kommt wieder mit geilen Melodien und Riffing aus dem Äther. „Stop The World“ macht keine Ausnahme genauso stark wie die beiden Vorgänger, „Hearts Of Stone“ ein Dingens voll mit harmonischen Melodien, „Don’t Break My Heart“ ein langsamer und schwermütiger Rocker.

Balle

ADAMANTIS – The Daemon`s Strain

Trackliste:

01. Storm the Walls
02. Dark Moon Goddess
03. Thundermark
04. The Daemon`s Strain

 

 

 

 

 

Spielzeit: 28:57 min – Genre: Epic Power Metal – Label: Cruz Del Sur Music – VÖ: 10.06.2022 – Page: www.facebook.com/adamantisband

 

Mit der Label Wiederveröffentlichung ihres Debütalbum „Far Flung Realm“ brachten sich die amerikanischen Power Metaller von ADAMANTIS auf die Metallandkarte.
Das Album strotze nur so vor Querverweisen zu so Bands wie BLIND GUARDIAN, GAMMA RAY oder STRATOVARIUS.
Als Fan dieser Bands war ich da natürlich begeistert und war auch sehr erfreut als die Truppe nun ihre neue EP „The Daemon`s Strain“ angekündigt hat und sie dann bei mir als Promo ankam.
Stilistisch dürfen wir vermutlich nicht viel Neues erwarten, aber bei nur 4 Songs eine Länge von knapp 30 Minuten, da verstecken sich bestimmt der ein oder andere tolle Longtrack!

Gestartet wird die EP aber erstmal recht klassisch mit „Storm the Walls“. Shouts, kraftvolle Riffs und ein tolles Drumming erwarten uns hier. Wie ich finde der perfekte Einstieg und vor allem vermutlich DER zukünftige Livekracher der Band!
In eine ganz andere Richtung, nämlich weg vom klassischen Power Metal hin zu mehr Folk Metal, geht es dann beim anschließenden „Dark Moon Goddess“. Es kommt eine schöne Lagerfeuerromantik auf, die ab der Mitte dann doch noch einen ordentlichen Härteschub verpasst bekommt und auch mit Abwechslung punkten kann.
Ein toller Track der mal wieder die Wandelbarkeit der Band hervorhebt.
„Thundermark“ ist dann wieder klassischer Epic Power Metal erster Güte und steht ganz im Zeichen des Openertracks.
So und nun sind wir schon beim letzten Song gelandet, dem Titelstück „The Daemon`s Strain“ und was die Band hier auf über 12 Minuten! Länge auffährt ist einfach nur geil!
Eine epische Geschichte wird erzählt die musikalisch erstklassig untermalt ist, zwischen Power, Epic und Folk Metal immer schön hin und her pendelt und zusätzlich noch weibliche Gesangsunterstützung erfährt!
Eine Nummer, die trotz ihrer Länge niemals langweilig wird und vom ersten bis zum letzten Ton begeistert!

Ihr habt es meiner Rezi bestimmt angemerkt, ich bin restlos begeistert von dieser EP! Alle Songs darauf können komplett überzeugen und die Band beweist hier erneut über welches Songwriting Geschick sie verfügt!
Vier Songs, alles Volltreffer und das auf knapp 30 Minuten, das schaffen viele Bands nicht auf einer kompletten Spielzeit um die 45 Minuten.
Von daher kann ich nur beide Daumen nach oben recken und eine glasklare Kaufempfehlung für die geneigte Käuferschaft aussprechen!

Julian

 

 

 

DAYS OF WINE – Days Of Wine

Trackliste:

01. Seven Days
02. Devil’s Bill
03. Spread Your Wings
04. Healerman
05. Like The Others
06. Never Stop Believing
07. Angels In Disguise
08. My Last Kiss
09. Paint The Sky
10. Days Of Wine

 

Spielzeit: 41:17 min – Genre: Blues Rock – Label: Pride & Joy Music – VÖ: 20.05.2022 – Page: www.facebook.com/daysofwineofficial

 

Mit DAYS OF WINE betritt eine neue Band aus Oslo, Norwegen die Spielwiese. Die Band besteht aus engen Freunden der dortigen Musikszene und nachdem sie über Jahre in ihren jeweiligen Bands gespielt haben wurde es Zeit ein Album unter DAYS OF WINE einzuspielen und veröffentlichen. Die Freunde wären Leif Digernes an Mikrofon, Tom Sennerud und Jon Johannessen an den Gitarren, Leif Johansen an Bass und Geir Digernes an den Drums.

Unterstützung bekamen die Boys von einigen ihrer Freunden die bei einigen Songs als Gäste fungierten. Zu diesen zählten die beiden Brüder Gregg und Matt Bissonette, Jon Pettersen, Markus Klyve, Lars André Kvistum und Ronni Le Tekro.

Was kann DAYS OF WINE, können die Jungs überzeugen? Ja können sie, es kommt mal kräftiger oder leichter Blues Rock mit Einflüssen aus den 70er und 80er Jahren und auch mal wie bei „Never Stop Believing“ mit Westcoastsounds angereichert zum Einsatz. Das hört sich zwar nicht spektakulär an, kann aber überzeugen und Spaß machen. Man kann DAYS OF WINE schlecht einordnen, es schwingt Blues und Westcoast in einer Symbiose im Sound welche einen ganz eigenen Charme versprüht. Es wird zwischen kräftigen und softeren Titeln gewechselt ohne Langeweile aufkommen zu lassen.

Die Stimme von Leif ist angenehm und fast zu Zahm für Blues, kann aber trotzdem überzeugen und erinnert von der Stimmfärbung an STARMEN oder auch in gewissen Momenten an Steve Newman. Die Gitarren fühlen sich im Blues Rock puddelwohl als wenn sie nichts anderes spielen wollten, tief für Blues gestimmt aber mit angenehmen riffing. Der Bass ist dezent gehalten genau wie das Schlagzeug, da meint man es will niemanden aus dem Mittagsschlaf reißen. Die Produktion passt mit ihrem Retrogewand wie Arsch auf Eimer zur Mucke von DAYS OF WINE.

Ein Album das mal ganz anders ist als die normale Kost die man als Schreiber präsentiert bekommt. Einfach DAYS OF WINE in den Player auf Play gedrückt, zurückgelehnt und genossen, so macht der Feierabend Spaß.

Mit „Seven Days“ starten die Jungs lässig cool ins Album ein lässiger Rocker, „Devil’s Bill“ ein langsamer schwermütiger Blueser. „Spread Your Wings“ geht es wieder flotter an, „Healerman“ geht es wieder langsamer an mit geilem riffing. „Like The Others“ locker und leicht aus der Hüfte ein Highlight eingespielt, „Never Stop Believing“ mit Westcoastsounds angereichert gehört zu den Highlights. „Angels In Disguise“ ein zahmer Light Bluser, „My Last Kiss“ geht die Sache wieder intensiver an ein weiteres Highlight, „Paint The Sky“ ein Softie im Bluesgewand, „Days Of Wine“ geht wieder voll nach vorne, die 70er schiecken einen Gruß aus der Zeitmaschine.

Balle

HEAD FIRST – Head First

Trackliste:

01. Larger Than Movies
02. Shine All The Time
03. Sand Castles
04. Stars Of Life
05. Never Understood a Word
06. Alive
07. Assembly
08. Freedom’s Fake
09. Kick
10. New Adventures
11. Daddy Long Legs
12. Deaf Rap
13. Lot Of Me
14. Batman Gang Bang
15. Sleepwalk

Spielzeit: 58:57 min – Genre: Funk Metal – Label: Metalville – VÖ: 27.05.2022 – Page: www.facebook.com/theofficialheadfirst

 

Der Infoflyer fängt mit den Worten „Zum einen war da WALTARI…und es gab HEAD FIRST“ an. Ich kenne weder Waltari noch HEAD FIRST, also schauen wir und mal den Flyer genauer an. Kärtsy Hatakka am Mikrofon, Jaani Marttila an Gitarren, Jesper Anastasiadis an Bass und Sami Timonen an den Drums.

Wenn man einige Jahre in der Zeit zurück geht, in die 80er frühen 90er spielte Kärtsy in den beiden Bands WALTARI und HEAD FIRST. Letztere erspielten sich in ihrer Heimat rund um Helsinki einen beachtlichen Erfolg. Laut Kärtsy „HEAD FIRST war bei Live-Veranstaltern angesagt, wir bekamen immer größere Zuschauermengen“.

Dann bekam 1991 WALTARI einen internationalen Plattenvertrag und HEAD FIRST war Geschichte. Jetzt nach 30 Jahren kommt das Debütalbum von HEAD FIRST in die Regale.

Der Sound geht in Richtung RED HOT CHILI PEPPERS mit leichten THE OFFSPRING Vibes und besitzt einen sehr hohen Funkanteil. Die Stimme von Kärtsy geht in Ordnung, die Gitarren kommen knüppeldick aus dem Sack, der Bass ist voll vorhanden und kommt genau wie die Drums funkig rüber. Das Album ist nichts zum nebenher hören, und für Ottonormalhörer auch nicht die beste Wahl. Das Zielpublikum liegt klar bei RED HOT CHILI PEPPERS und den Hörern die mit einer gewaltigen Portion Funk mit Rock gemischt etwas anfangen können.

Irgendwie kommt alles zu sperrig und verspielt aus den Boxen, so richtig warm werde ich selbst nach dem fünften Durchgang nicht. Die Musiker beherrschen ihre Instrumente und auch der Gesang kann im Großen und Ganzen überzeugen aber der hohe Funkanteil ist nur etwas für Spezialisten.

„Larger Than Movies“ ein Konkurrent für die heißen CHILI PEPPERS, flott und funky für die Tanzfläche. „Shine All The Time“ macht da weiter wo der Vorhänger aufgehört hat. „Sand Castles“ kommt mit schrägem Funkriffing aus den Boxen. „Stars Of Life“ ein gemächlicher Rocker, „Never Understood a Word“ lässt Nachbars Lumpi wieder abgehen. „Alive“ harter Funk im Quadrat, „Assembly“ kann nicht überzeugen zu schräge Riffs und der Gesang passt irgendwie nicht zu den Riffs, „Freedom’s Fake“ geht wieder besser ins Ohr. „Kick“ ein eingängiger Rocker, „New Adventures“ in den Strophen belanglos im Refrain gut hörbar. „Daddy Long Legs“ durchschnittlich mit gutem Refrain, bei „Deaf Rap“ wird die Brechstange ausgepackt. „Lot Of Me“ sehr poppig ausgefallen, „Batman Gang Bang“ was für ein Songtitel der Song geht, „Sleepwalk“ geht spurlos an mir vorbei.

Balle

SIDEBURN – Fired Up

Trackliste:

01. Feel The Heat
02. Free Ride
03. Sweet Obsession (Ride On)
04. Bad Side Of Town
05. Standing In The Headlines
06. Heading Down The Road 69
07. Devil In Me
08. Restless Call
09. Mystical Lady
10. Die A Million Times
11. Paid My Dues
12. Tired Of The Road

Spielzeit: 40:47 min – Genre: Ass Kickin‘ Riff Rock – Label: Massacre Records – VÖ: 10.06.2022 – Page: www.facebook.com/sideburnrock

 

Die Schweizer SIDEBURN sind nach fünf jähriger Pause mit ihrem achtem Studioalbum zurück. Zur aktuellen Besetzung zählen Roland Pierrehubert am Mikro und Harmonica, Mikael Riffart und Sickyy Lyo an Gitarren und Backing Vocals, Thierry Nydegger an Bass und Backing Vocals und an den Drums und Backing Vocals Lionel Blanc.

Zum Glück hat sich am Sound nichts geändert, die Boys aus dem Neutralland machen immer noch den Riffbetonten Arschtritt Hard Rock wie zu deren Anfangstagen als sie sich noch GENOCIDE nannten.

Die Vocals sind wie von Bands dieser Machart gewohnt Whiskey geschwängert, rau und saufrech eben Arschtrtt Mucke. Die Gitarren kommen weder dezent noch zurückhaltend aus den Boxen, genau das Gegenteil ist der Fall diese kommen mit vorlauten Licks aus dem Äther das selbst AC DC, AIREBOURNE, RHINO BUCKET, KROKUS, die deutschen SIN CITY und SKIP ROCK große Ohren bekommen sollten. Die Gitarren riffen um die Wette und sorgen für Alarm beim Nachbarn. Der Bass und die Drums treiben eine Horde Büffel durch die Prärie.

Der Härtegrad geht vollkommen in Ordnung und ist nichts für Weichspüler. Mal mehr oder weniger bluesig rocken sich die Mannen den Arsch wund. Die Produktion hat Druck und bläst ohne Ende aus den Membranen, und sorgt so für saubere Gehörgänge. Das Album ist das Richtige für jede Bikerparty und sollte dort für gehörig Stimmung sorgen können.

Der Riff Rock ist weder neu noch innovativ, aber trotzdem attraktiv und gute Laune verbreitend und ein paar Songs wären für die Tanzflächen bestens geeignet, dass gesamte Album ist ein gute Stimmungsmacher auf jeder Party.

Jungs wenn ihr das lesen solltet, ich bin seit Jahren auf der Suche nach dem GENOCIDE Album „Show Time“ also wenn ihr noch eine CD haben solltet bitte bei mir melden.

Mit „Feel The Heat“ starten die Schweizer ein Feuerwerk und legen einen Stampfer vor, mit „Free Ride“ rocken sich die Jungs den Arsch ab, glänzt mit geilem Refrain. „Sweet Obsession (Ride On)“ geht als Rockerhighlight durch mit eingängigem Riffing, „Bad Side Of Town“ ein starker Blues Rotzer. „Standing In The Headlines“ absolut Radiotauglich. „Heading Down The Road 69“ bestes Discofutter mit Bluestouch, „Devil In Me“ ein Highlight einzig die verzehrte Stimme in den Strophen stört ein wenig. Mit „Restless Call“ folgt ein flottes Riffmonster, „Mystical Lady“ ein Rocker für alle Lagen. „Die A Million Times“ noch so ein Schweinegeiler Riffrocker. „Paid My Dues“ will mit dem Kopf durch die Wand, „Tired Of The Road“ ein würdiges Schlusslicht.

Balle

STINGER – Expect The Unexpected

Trackliste:

01. Diggin‘ Up The Dirt
02. Chasing Utopia
03. Monkey
04. Highfalutin‘
05. Glory And Pride
06. Down At The Water
07. Roller Coaster
08. No More
09. Hallelujah
10. Son Of A Loaded Gun
11. Not My Part
12. Two Words One Finger

Spielzeit: 42:27 min – Genre: Hard Rock – Label: Rock Of Angels Records – VÖ: 13.05.2022 – Page: www.facebook.com/stingerrocks.de

 

Nach SIDEBURN gleich der nächste Riff Rock Kracher, Stinger kommen mit ihrem dritte Album aus den Startlöchern. Zu den Rockern zählen Martin Schaffrath an Mikrofon, Matthew Sting und Adrian Seidel an Gitarren, Simon Simon am Bass und Sammy Sin an Drums. Teils coole Namen die sich die Boys zugelegt haben.

Die Stimme von Martin ist rau und dreckig wie Sau und erinnert an KROKUS, RHINO BUCKET und AC DC. Der Sound erinnert nicht nur an die drei Vergleiche sondern auch an SIDEBURN, AIRBOURNE, SKIP ROCK und SIN CITY und die Band beherrscht das Riff Rocken genau wie die Vergleiche. Die Gitarren machen ordentlich einen auf dicke Hose, vertreiben jeden noch so stechlustigen Moskito aus dem Zimmer in dem die Party steigt. Der Bass und Drums treiben ohne Gnade einen Herde Flusspferde über den Nil.

Das Ding klingt so was von Retro und geil das es einen genau wie bei SIDEBURN sofort in die seligen 80er katapultiert. Die Produktion hört sich genauso Retro nach 80ern an das man meint die Zeit sei stehen geblieben und es hätte sich seit 40 Jahren nichts geändert.

Der Sound ist von Neuerfindung des Riff Rocks so weit entfernt wie Deutschland vom Mond aber warum nicht auch altes und bewährtes hören wenn es so stark wie hier präsentiert wird. Besser alt und bewährtes als schlecht und lahm gebotenes Neues oder kopiertes.

Gerade wegen dem Retro ausgelegten Riff Rock und Produktion ist das Teil als Soundtrack für ein Biker Treffen bestens und nicht nur dafür geeignet. Im direkten Vergleich zu den vorher von mir reviewten SIDEBURN schneiden die Schweizer ein klein wenig besser ab.

„Diggin‘ Up The Dirt“ haut gleich zum Start einen raus, „Chasing Utopia“ ein geiles Highlight mit ebensolchem Refrain. „Monkey“ angebluester Rotzer, „Highfalutin‘“ ein geiles Riff Highlight. „Glory And Pride“ noch ein Highlight bestes Futter für die Tanzfläche, „Down At The Water“ ein schwermütiger Riff Rocker. „Roller Coaster“ und gleich der nächste Hit für die Tanzfläche, „No More“ geil angebluset mit Schmackes aus der Hüfte gezockt. „Hallelujah“ erinnert an einen Mix aus ZZ TOP und AC DC, „Son Of A Loaded Gun“ macht mit Vollgas auf der linken Spur alles platt. „Not My Part“ ein geiler Rocker mit geilem Refrain, „Two Words One Finger“ tritt in den Arsch das die Cowboylette stecken bleibt.

Balle