DGM – Tragic Separation

Band: DGM
Album: Tragic Separation
Spielzeit: 56:47 min
Stilrichtung: Progressive Metal
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 09.10.2020
Homepage: www.dgmsite.com

Auf das Frontiers Label ist ebenso Verlass wie auf die meisten der Haus und Hof-Bands des Labels. Da weiss man immer, was man in regelmässigen Abständen serviert bekommt. So ist es natürlich auch auf dem mittlerweile 10ten Studioalbum der italienischen Prog Metal Veteranen DGM, deren “Tragic Separation” nun vorliegt und nahtlos an das 4 Jahre alte “The Passage” (2016) anknüpft. Damals habe ich eine fette Wertung abgegeben und die Jungs an der Speerspitze des Genres verortet. Schauen wir mal, was sich seitdem getan hat.

Wie im Promotext abgehakt, sind auch auf der neuen Platte alle bekannten (und erwarteten) Trademarks der Band vorhanden: große Refrans (check), aberwitzige, technische Kapriolen (check), hi-speed Gtarrengefrikkel (check), überlebensgroße Gesangsmedien (check). Das will der Fan hören und genau das liefern DGM auch anno 2020 wie verlässlich ab. Im Mittelpunkt hierbei, wie immer, Gitarrist Simone Mularoni, der gewohnt beeindruckende Licks und Riffs abfeuert, und Sänger Marco Basile, der das gesamte Spektrum an Tonhöhen und Emotionen abdeckt. Weiterhin sind DGM in der Schnittmenge von Symphony X, Threshold und Dream Theater unterwegs und mischen dem Ganzen AOR und Meldic Rock Elemente bei. Aber machen wir uns nichts vor – „progressiv“ ist an dem Gebotenen so gut wie nichts, die Genre-Bezeichnung daher nur bei gutem Willen als grobe Orientierungshilfe zu verstehen. (Musikalische) Grenzen loten die Jungs keine aus, es sei denn das ein oder andere Gescheindigkeitslimit in den Gitarrensoli. Als Anspieltipps dieser hochwertigen, aber auch relativ vorhersehbaren Scheibe sollen dem Fan mal der knallige Opener „Flesh And Blood“, das mit einer geilen Hookline ausgestattete „Hope“ sowie der formidable Titelrack genannt werden. Leider ist der Genuss der Scheibe aufgrund der doch sehr offensiv knallenden Breitwandproduktion relativ schnell ermüdend, was durch die mitunter etwas hektischen Arrangements noch verstärkt wird. Man sollte also genügend Zeit mitbringen um das Album zur Gänze genießen zu können.

Ich kann nicht behaupten, diesmal restlos begeistert zu sein. Vielleicht bin ich auch einfach nur durch ähnliche Produkt(e)ionen mittlerweile abgestumpft? Nur weil die Jungs ihre Instrumente perfekt beherrschen, die Produktion glasklar und druckvoll ist und das Songwriting sämtliche Genre-Normen erfüllt, gibt es nicht automatisch eine volle Punktzahl. Fans, die von der Band eh nicht genug bekommen können, packen noch 2 Punkte auf die Wertung oben drauf. Alle anderen sollten erstmal ein Ohr riskieren. Fürs nächste Mal würde ich mir etwas mehr Mut zur Abwechslung und Entschleunigung wünschen (wie das geht zeigen uns Teramaze mit ihrem neuen Albem – mehr dazu hier in Kürze).

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Flesh And Blood
02. Surrender
03. Fate
04. Hope
05. Tragic Separation
06. Stranded
07. Land Of Sorrow
08. Silence
09. Turn Back Time
10. Curtain

Mario

NIGHTMARE – Aeternam

Band: Nightmare
Album: Aeternam
Spielzeit: 48:44 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 02.10.2020
Homepage: www.nightmare-metal.de

2016 rappelte es ja gehörig bei den Heavy Metal Pionieren NIGHTMARE und die Amore Brüder Sänger Joe und Schlagzeuger David stiegen nach Jahren der Zugehörigkeit aus.
Mit dem letzten Album „Dead Sun“ krempelten man den Bandsound gehörige um inklusive Wechsel der Gesangart und Stimme hin zu Maggy Luyten.
Die Dame ist leider schon wieder Geschichte und wird auf dem neuen Album „Aeternam“ ersetzt durch Maggy von der Band FAITH OF AGONY. Man darf gespannt sein wie die Dame zusammen mit dem Heavy/Power Metalsound und den Progressiven und Symphonic Einflüssen, die ja neu sind seit dem letzten Album, so klingt.
Daher starten wird mal erwartungsfroh den Openertrack „Temple of Acheron“. Hier stellen wir relativ schnell fest das die Truppe nichts an ihrer neuen Ausrichtung geändert hat und nach wie vor im Heavy/Power Metal unterwegs ist der aufgrund des „neuen“ weiblichen Gesangs etwas in Richtung Symphonic driftet.
Der Song an sich ist schön heavy aber dennoch melodisch gehalten und ist somit direkt der erste Anspieltipp der Scheibe!
Auch das anschließende „Divine Nemesis“ fräst sich aufgrund seines melodischen Chorus direkt in die Gehörgänge und bleibt dort lange haften.
Eine ordentliche Spur Härte kommt dann bei „The Passenger“ dazu. Hier zeigt auch Neufronterin Maggy das sie auch ordentlich böse klingen kann. Sehr variabel die Dame und für mich macht sie einen tollen Job und hat zu Recht den Posten bekommen!
Wieder etwas mehr in Richtung der ersten Tracks und in die Ecke Melodic geht es dann beim anschließenden „Downfall of Tyrant“ welches ebenfalls wieder sehr empfehlenswert ist.
Im Mittelteil wissen dann die Powerballade „Crystal Lake“ und der Titelsong „Aeternam“ am Ehesten zu überzeugen und zu begeistern.
Im letzten Drittel kann das abschließende, abwechslungsreiche „Anneliese“ am ehesten direkt überzeugen. Hier haben wir einen zweiten, männlichen, Sänger der aber nicht großartig benannt wird.

Anspieltipps:

„Temple of Acheron“, „Divine Nemesis“, „Downfall of a Tyrant“, „Aeternam“ und „Anneliese“

Fazit :

Wie auch schon das Vorgängeralbum geht das aktuelle Album mit einer sehr empfehlenswerten Benotung von 8,5 durch die Ziellinie.
Die neue Sängerin Maggy kann absolut überzeugen und ist vielleicht noch eine Spur variabler unterwegs wie ihre Vorgängerin!
Dazu kommt das tolle, abwechslungsreiche Songwriting was immer zwischen Heavy, Power Metal einem Schuss Symphonic schwankt.
Hoffen wir mal das man nun ein stabiles Lineup gefunden hat und beim nächsten Album zum ganz großen Wurf ausholt mit der neuen Ausrichtung! Verdient hätte es die Band alle Male!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Temple of Acheron
02. Divine Nemesis
03. The Passenger
04. Downfall of a Tyrant
05. Crystal Lake
06. Lights On
07. Aeternam
08. Under the Ice
09. Black September
10. Anneliese

Video zu “Aeternam”:

Julian

HELLSMOKE – 2020

Band: Hellsmoke
Album: 2020
Spielzeit: 43:22 min
Stilrichtung: Hard Rock/Heavy Rock
Plattenfirma: Pride & Joy Music
Veröffentlichung: 16.10.2020
Homepage: www.facebook.com/pg/HellsmokeOfficial

HELLSMOKE ist eine neue Hardrock/ Metal Band die sich aus dem Gitarristen Christofer Dahlman (ex Alyson Avenue, Bai Bang) und Songschreiber Torbjörn Månsson sich mit ihrem langjährigen Freund sowie Schlagzeuger Roger Landin (ex Cloudscape) fand.
Harte Gitarren, stampfende Drums und raue, aber raffinierte Melodien bilden das Rückgrat der Musik. Zu Beginn der Aufnahmen für das Album „2020“ stieß Sänger Rimbert Vahlström (ex Syron Vanes) mit seiner unvergleichbaren Stimme zur Band hinzu! Neu im Line-Up sind zudem Jörgen Löfberg am Bass (Darkane) und Michael Åkesson (Alicate) an der Gitarre.
Soweit die Grundinfos zur Veröffentlichung des Debüts. Werfen wir nun direkt einen Blick auf den Openertrack „Devil`s Train“. Und dieser startet direkt mit erdigen Riffs die sofort den Fuß und Nacken mitgehen lassen. Der Gesang von Fronter Rimbert ist, wie auch schon bei SYRON VANES, einfach genial und er wird vermutlich wirklich den Songs die notwendige Würze geben.
Der Song an sich entwickelt sich zu einem flotten Midtempotrack der als Einstieg schon mal mehr als ordentlich ist und daher direkt auf unsere Hitliste wandert.
Song Nummer Zwo „Black Sun Rising“ ist dann wesentlich langsam gehalten als der flotte Opener. Ein bisschen mehr Epic fließt hier ein würde ich sagen und erneut stechen hier die geilen erdigen Gitarrenriffs ins Auge die das Ganze schön heavy machen. Mit einem ordentlichen Chorus ausgestattet gräbt sich auch diese Nummer direkt in die Gehörgänge und bleibt dort lange haften!
Den geilen Groove des Openersongs nimmt dann auch „Rest When You`re Dead“ direkt auf und auch hier wird der Nacken wieder mehr als überbeansprucht. Die Nummer bläst euch definitiv direkt den Staub aus den Boxen das verspreche ich euch!
Nach dem gefühlvollen und ruhigen „Nowhereland“ geht man mit dem klassischen Heavy Rocker „Hellcome to the Badland“ auf Nummer Sicher bevor mit „Raise your Fist“ wieder der schon oft erwähnte Nacken beansprucht wird.
Das knackige und flotte „Hell Adrenaline“ eröffnet dann den letzten Abschnitt der Scheibe wo wir mit „Common Man“ und „Bad Motorbreath“ zwei Songs vorfinden die irgendwie einen ganz leichten Blues Touch haben, da kann ich mir irgendwie nicht helfen.
Abgeschlossen wird das insgesamt sehr ordentliche Debüt dann mit „Nitro Woman“ welches dann nochmal ein schönes Highlight darstellt.

Anspieltipps:

„Devil`s Train“, „Black Sun Rising“, „Rest when You`re Dead“, „Nowhereland“ und „Nitro Woman“.

Fazit :

Das Debütalbum der Jungs von HELLSMOKE ist auf jeden Fall gerade in der ersten Hälfte ein wahres Fest für jeden Heavy Rock Fan! Man merkt das die Band schon lange im Geschäft ist und ihr Handwerk absolut versteht.
Zwar hat man im Laufe der Scheibe auch den ein oder anderen Standardtrack drauf, aber insgesamt bleibt man hier auf einem sehr empfehlenswerten Level.
Sehr gerne mehr davon Jungs, ein tolles Debüt was definitiv seine Fans finden wird und muss!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Devil`s Train
02. Black Sun Rising
03. Rest When You`re Dead
04. Nowhereland
05. Hellcome to the Badland
06. Raise your Fist
07. Hell Adrenaline
08. Common Man
09. Bad Motorbreath
10. Nitro Woman

Video zu “Devil`s Train”:

Julian

BENEDICTION – Scriptures

Band: Benediction
Album: Scriptures
Spielzeit: 46:50 min
Stilrichtung: Death Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 16.10.20
Homepage: www.facebook.com/Benedictionband

BENEDICTION are back. Die englische Death Metal Legende meldet sich nach langen 12 Jahren endlich wieder mit einem neuen Album zurück. BENEDICTION waren aber nie weg und hatten sich auch nicht aufgelöst. Drei Klassiker haben die Jungs damals veröffentlicht („Transcend The Rubicon“, „The Grand Leveller“, „Subconscious Terror“) und versuchen nun mit ihrer achten Scheibe natürlich da auch wieder anzuknüpfen. Und es kommt noch besser: Dave Ingram ist wieder mit seinen „Signature-Growls“ dabei. Komplettiert wird die Band mit den alten Hasen Darren Brooks (g), Peter Rew(g) und den neuen Bandmitgliedern Dan Bate (b) und Giovanni Durst (d). Dann das geniale, von Simon Harris entworfene Coverartwork. Das klassische gelb-rote BENEDICTION Logo mit einer Mönchsgestalt ohne Gesicht, ist ein echtes Statement. Veredelt wurde das aktuelle Werk von Scott Atkins im Grindhouse Studio. Herausgekommen ist ein sehr druckvoller Sound, der alle Instrumente und die Stimme voll zur Geltung kommen lässt. Hier sitze ich nun und fühle mich wie der Dreizehnjährige von damals, der vor seinem Plattenspieler sitzt und ganz vorsichtig die Nadel auf „Subconscious Terror“ (1990) legt und große Augen und Ohren macht. Na dann los.

Schlagzeug, Gitarren, ein tiefer Growl und alles ist sofort wie früher. „Iterations Of I“ walzt mit einer solchen Intensität voran, dass es eine wahre Freude ist. Oh fuck, „Scriptures In Scarlet“ marschiert unbarmherzig dahin und lässt einen den Propeller auf Dauerrotation stellen. „The Crooked Man“ grooved in bester Bolt Thrower Manier. Die Drums knallen und die Growls sitzen, klasse bis jetzt. Was für eine geile Nummer „Stormcrow“ doch ist. Ich hab‘ schon längst ein altes Death Metal Shirt angezogen und lausche diesem fantastischen Song. Was für Riffs, was für eine Energie. Bitte schaut euch auch das Video dazu an. Wenn man so entspannt wie Dave, in einem Sessel mit einer Flasche Wein in der Hand, so einen Track präsentieren kann, dann ist man Kult. „Progenitors Of A New Paradigm“ startet mit einem Old School Riff und variiert geschickt das Tempo. Mit dem schnellen „Rabid Carnality“ könnte man mit dem Kopf voran durch Wände laufen und würde trotzdem keinen Schmerz spüren, mächtiges Geschoss. Die alten Herren lassen auch auf „In Our Hands, The Scars“ nicht nach. Getrieben von ihren Neuen an Bass und Drums, geben sie Vollgas. Ein tiefer Growl und böses Lachen eröffnen „Tear Off These Wings“. Eine Nummer die einfach verdammt Heavy ist, sich immer mehr steigert und Fahrt aufnimmt. „Embrace The Kill“ will nur eines: Zerstören. Knapp drei Minuten die „straight in your face“ knallen. Typische BENEDICTION Riff Attacken leiten „Neverwhen“ ein und erinnern abermals an alte Bolt Thrower. „The Blight At The End“ versetzt mich in die Zeit zurück, in der ich gierig alles aufgesaugt habe, was mit Death Metal zu tun hatte. Herrliches Back to the Roots Stück. Aufgepasst, letzter Song namens „We Are The Legion“ kommt. Und der fühlt sich so mächtig wie sein Titel an. Eine wahre Hymne die unbedingt live gespielt werden muss.

Anspieltipps: 1 – 12

Fazit: Dieses Album kann sich locker zu ihren Klassikern einreihen. Ich würde sogar im Moment so weit gehen und sagen, dass „Scripture“ direkt auf Platz zwei hinter „Transcend The Rubicon“ in der eigenen Bestenliste landet. Auf jeden Fall haben die Engländer das Death Metal Highlight des Jahres abgeliefert.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Iterations Of I
02. Scriptures In Scarlet
03. The Crooked Man
04. Stormcrow
05. Progenitors Of A New Paradigm
06. Rabid Carnality
07. In Our Hands, The Scars
08. Tear Off These Wings
09. Embrace The Kill
10. Neverwhen
11. The Blight At The End
12. We Are Legion

Sturmi

MEMOREMAINS – The Cost Of Greatness

Album: The Cost Of Greatness
Spielzeit: 43:13 min
Stilrichtung: Melodic Power Pop Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 16.10.2020
Homepage: www.memoremains.com

 

Der Chefe meinte hör dir die mal an ob die etwas für dich wären. Wow das ist ein gewaltiges Pfund was mir vorliegt. MEMOREMAINS stammen aus Finnland wie soll es auch anders sein, Skandinavien besitzt anscheinend eine unerschöpfliche Quelle von Bands die ihre sache verdammt gut machen und zu diesen kann man MEMOREMAINS zählen, die Band hat es voll drauf. Das Album wurde noch dazu in Eigenregie Produziert, dies auf höchstem Majorlabel niveau. Es wurden auch acht sehr gute Videos produziert, die man nicht unter Eigenproduktion vermuten würde.

Zur Band gehören Johanna Ahonen am Mikro, Mikko Kujanpää am Keyboard, Aleksi Mäkelä an Gitarre, Aapo Timonen am Bass und Eemeli Timonen am Schlagzeug, und ja die Band kann voll überzeugen.

Geboten wird geiler Melodic Power Pop Metal der sofort ins Ohr geht, sich im Trommelfell festkrallt und nicht mehr loslässt. Vergleichen kann man mit BATTLE BEAST, von der Stimme in etwa eine Mischung aus Anette Olzen und EVANESCENCE, und ein kleiner Spritzer NIGHTWISH alles mit viel Bombast ausgestattet. Die Songs zünden sofort, die Stimme von Johanna hat das richtige Volumen um zu überzeugen genauso wie die Instrumentierung macht nichts falsch.

Es befinden sich mit “Where Is The Gold” und “Mindreader” zwei starke Balladen auf dem Rundling, mit den zwei Songs “Bring It On” und “Lift Me Up” könnte man jede Tanzfläche füllen oder wäre sogar etwas für das Radio. Bei “Eternal Fame”, “Riot In The Crowd”, “Pounding Heart” wird die Headbanger Fraktion voll bedient. “Theme Park” fängt depressiv an und wechselt nach einer Minute das Tempo und mutiert zum Ohrwurm, “The Cost Of Greatness” ist über zehn Minuten lang mit Tempowechsel, fast schon zu lang aber dennoch sehr gut umgesetzt.

Fazit:

Standart Spruch, dass Rad oder der Metal werden nicht neu erfunden aber sehr gut geboten mit viel Melodie und starken Gesangslinien. Ich vergebe hier eine 9, da einfach starker Metal geboten wird der voll auf die Zwölf geht und überzeugt. Beide Daumen hoch für dieses Debüt.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Drown Memories
02. Eternal Fame
03. Bring It On
04. Riot In The Crowd
05. Where Is The Gold
06. Lift Me Up
07. Pounding Heart
08. Mindreader
09. Theme Park
10. The Cost Of Greatness

Helmut

DEFECTO – Duality

Band: Defecto
Album: Duality
Spielzeit: 47:34 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Black Lodge Records
Veröffentlichung: 23.10.2020
Homepage: www.facebook.com/defectoband

 

Holy Shit.

 

 

WERTUNG:

 

 

 

(Okay, ich hab dann doch noch eine ausführlichere Version für alle, die es genau wissen wollen.) Hier geht’s weiter

FREAKS AND CLOWNS – Justice Elite

Band: Freaks And Clowns
Album: Justice Elite
Spielzeit: 49:51 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Metalville
Veröffentlichung: 16.10.2020
Homepage: www.facebook.com/freaksandclowns

Normal bin ich ja jemand, der von Musik ein gewisses Mindestmaß an Abwechslung und Komplexität (zumindest ganz wenig) erwartet, wenn sie ihn überzeugen will. Aber Ausnahmen bestätigen die Regel und FREAKS AND CLOWNS sind eine ebensolche. Die Truppe hat letztes Jahr ein ziemlich massives Brett von einem Debutalbum vorgelegt und zieht gerade mal zwölf Monate später mit dem Nachfolger ran. Das ist schnell, aber man muss auch echt dazusagen, dass die Kompositionsarbeit von FREAKS-AND-CLOWNS-Alben jetzt nicht allzu groß ist. Man nehme einen ACCEPTigen Sänger, einen Grundton und bei ganz viel Experimentierfreude noch einen zweiten Grundton dazu, knalle eine heftige Instrumentalfraktion drauf, gerne sehr langsam runtergebrochen, maximal oberes Midtempo, und drehe das ganze durch den Ultra-Druck-Produktionswolf. Fertig ist die Kiste.
Das geile am Erfolgskonzept der Schweden um ASTRAL-DOORS-Gründungsmitglied Johan Lindstedt ist: Es geht gnadenlos auf. Gerade bei den langsameren Tracks von FREAKS AND CLOWNS geht der Coolness-Faktor, auf dem Debutalbum wie auf dem aktuellen “Justice Elite” erbarmungslos durch die Decke. Was braucht man ausufernde Melodien, wenn man in der eigenen simplen Stilistik einfach nur abräumen kann und jedes bisschen mehr Komplexität dem Ding mehr Seele und weniger aggressive, mächtig Spaß machende Angepisstheit verleihen würde?
Im Ernst, in musikalischer Hinsicht ist damit bereits alles gesagt und die Platte ist ein absoluter Pflichtkauf für Leute, die sich mit heruntergelassenem Fenster, Sonnenbrille und lässig aus dem Auto hängendem Arm erstens richtig geil fühlen, zweitens die Anwohner hart aufregen und drittens schwer grooven möchten. Auch wenn auf “Justice Elite” insgesamt drei oder vier balladige Parts dabei sind, auf die man beim Vorgänger zurecht verzichtete (Sänger Chrille muss kreischen, keiner braucht Klargesangsversuche von dem Mann): Musikalisch liefert das Album die zündende, bewusst stumpfe Heavy-Metal-Wucht mit schweren Hard-Rock-Vibes, die man als Fan des ersten Albums erwartet. Ohne Innovation, aber warum auch.
Nun noch ein Wort zu den Texten: Ja, das Ding ist nicht progressiv und ich erwarte keine ausgeklügelte Poesie auf textlicher Ebene. Aber mal ganz ehrlich, zu den Refrains. Track 1: “We are the justice elite”. Track 2: “I am the man with the power”. Track 4. “We are the angels”. Track 5: “I’m alive” Track 7: “We are Fire. We are one for all”. Track 9: “We are the flames of fury”. Track 10: “Am I…” (In Frageform. Kreativ). Track 11: “I’m just more than meets the eye”. Das ganze “We are” oder “I am” geht ja die ersten Tracks noch klar, aber auf Dauer muss man Chrille und seiner Clownstruppe multiple gespaltene Persönlichkeit oder einfach Unkreativität hinsichtlich der Form ihrer Texte unterstellen. Auch wenn rhetorische Sternstunden wie “Attention, Attention! Fire, Fire, Fire!” die Stimmung diesbezüglich wieder etwas heben.

Fazit:
Heavy, angepisst, auf coole Weise stumpf: Musikalisch ist “Justice Elite” auf jeden Fall auf einem Level mit seinem Vorgänger. Die Texte muss man halt ein Stück weit ignorieren, doch dann macht die Platte wohl jedem Metalfan ohne große Prog-Anforderungen an seine Musik mächtig Laune.

Anspieltipps:
“Guardian Angels”, “Am I The One Or The Victim” und “Man With The Power”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Justice Elite
02. Man With The Power
03. Welcome To The Freakshow
04. Guardian Angels
05. I’m Alive
06. The End Song
07. One For All – All For One
08. Hell Yeah
09. Flames Of Fury
10. Am I The One Or The Victim
11. Madman On Vacation
12. More Than Meets The Eye

Jannis

STARDUST – Highway To Heartbreak

Band: Stardust
Album: Highway To Heartbreak
Spielzeit: 51:08 min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 09.10.2020
Homepage: www.stardustaor.com/

 

STARDUST noch nie was davon gehört, nur was STARDUST hier vorlegen ist ein kommender Klassiker, die Jungs aus Ungarn feuern eine Melodiesalve nach der Anderen ab (Songwriting unter anderem Mark Spiro), jeder Song geht sofort ins Ohr und setzt sich dort für lange Zeit fest. Vergleichen kann man STARDUST mit H.E.A.T., OSUKARU, FIRST NIGHT und BROTER FIRETRIBE mit sehr stark ausgeprägten End 80er Vibes die einfach genial sind.

Zur Band gehören Adam Stewart am Mikro und Rhythmus Gitarre, Facey an Gitarren, Ben Martin am Bass, Dave Legrand an Keyboards und Tim Keeley am Schlagzeug. Ich muss sagen ich hätte so ein Bomben Album niemals von einer Band aus Ungarn erwartet, dann wollen wir mal hoffen das die Veranstaltungbranche bald wieder loslegen kann, ich will die Jungs Live sehen.

Nun zu den Songs, diese sind alle mit starker Instrumentierung ausgestattet, richtig eingesetzte Gitarren unterstützt durch geniale Keyboardteppiche, mit einem Shouter der eine hervoragende Stimme besitzt. Zu keinem Zeitpunkt kommt langeweile oder Schmalz auf, alles passt schon fast wieder zu gut zusammen, aber Frontiers hat hier mal wieder eine Granate am Start die vom Anfang bis zum Ende zündet und gute Laune verbreitet. Adam Stewarts Stimme hat in manchen Tonlagen eine Mischung aus Ted Poley, Steve Perry und Rik Emmett in den anderen Lagen hat diese mehr als genug Eigenständigkeit um voll zu überzeugen. So jetzt nochmal auf Repeat am Player gedrückt und dieses Masterpiece gehört.

Fazit:

Ein Wahnsinnsteil was STARDUST mit dem Album vorlegen, wie ich oben schon geschrieben habe ein kommender Klassiker, in den End 80ern wäre das ein #1 Megaseller geworden, leider sind diese Zeiten vorbei.

Anspieltipps:

Nein, anhören und seine eigenen Favoriten für sich unter den Rocksongs (mit einer sehr guten Coverversion von PAT BENATARs “Heartbreaker”) oder auch der Ballade finden. Von mir gibt es eine Wertung von 9,0 Punkten, einen 10er hätte es mit mehr Ecken und Kanten gegeben aber es bleibt immer noch ein 9er und der zukünftige Klassikerstatus.

WERTUNG:

 

 

 

Trackliste:

01. Runaway
02. Heartbreaker
03. Bullet To My Heart
04. Perfect Obsession
05. 2nd Hand Love
06. Shout It Out
07. Can’t Stop Lovin‘ You
08. Eye To Eye
09. Hey Mother
10. Blue Jeans Eyes
11. The River Is Rollin‘

Helmut

MEMORIES OF OLD Interview

Epic Symphonic Bombast Metal und England das waren bislang Kombinationen die selten genannt wurden! Mit den Newcomern MEMORIES OF OLD soll sich genau das ändern, denn man möchte zur Speerspitze des genannten Genres aufsteigen und ins Rampenlicht treten!
Die Band bringt dieser Tage ihr erstes Album auf den Markt und das war für uns natürlich Grund genug mal mit dem Bandchef Billy Jeffs ein Gespräch zu suchen und uns über die Band, die Geschichte und die englische Metallandschaft zu unterhalten.

J.P: Hallo Billy. vielen Dank das du mir ein paar Fragen zu eurem neuen Album und zu euch selbst als Band beantwortest. Da euch viele Leute bestimmt noch nicht kennen, stell dich und die Band doch einfach mal kurz vor und gib uns einen kurzen Überblick über eure Bandgeschichte?

B.J: Hallo mein Name ist Billy Jeffs. MEMORIES OF OLD ist eine Epic Power Metal Band aus Großbritannien. Ich habe die Band als Solo Projekt gegründet, um einfach die Art der Musik zu machen die ich einfach liebe. Es passte teilweise einfach zu meiner damaligen Band NIGHTMARE WORLD.
Wie auch immer, irgendwann stellte ich fest das MEMORIES OF OLD als Soloprojekt nicht mehr zu stemmen war, deshalb beschloss ich daraus eine komplette Band zu machen, was uns dann zur heutigen Konstellation gebracht hat.

J.P: Eure Bandzusammensetzung wirft eine große Frage auf! Wie habt ihr es geschafft das mit Tommy Johansson ein absolut vielbeschäftigter und bekannter Musiker/Sänger auf eurem Album mitwirkt?

B.J: Der Kontakt zu Tommy entstand direkt in den Anfangstagen von MEMORIES OF OLD als ich begann das Konzept zu „The Zeramin Game“ zu entwickeln und mein eigenes Power Metal Album zu schreiben. Ich war immer ein großer Fan von Tommy und seiner Arbeit und er war eine große Inspiration für mich.
Eines Tages entschloss ich mich ihn einfach auf Facebook zu kontaktieren um zu zeigen was ich bislang erarbeitet hatte und ich schickte ihm daher eine Nachricht mit einem kurzen Videoclip. Ich erwartete eigentlich keine große Antwort, für mich war es schon Erfolg genug das ich mit einem meiner größten Vorbilder meine Musik geteilt hatte.

Aber, eine Woche später, ich war gerade auf dem Heimweg, bekam ich eine Nachricht auf mein Smartphone von Tommy! Ich glaube mein Herzschlag setze darauf hin kurz aus. Sofort fuhr ich an den Rand um herauszufinden was in der Nachricht stand.
Er hatte mir eine lange Nachricht geschickt indem er meine Arbeit lobte und wie sehr man doch die Einflüsse heraushören würde. Es würde ihn freuen auf dem Album zu singen, aber leider wäre er aktuell sehr beschäftigt.
Und ich dachte mir dann okay, jetzt oder nie und schrieb ihm zurück das das Ganze gar keine Eile hat und ich einfach nur stolz und glücklich wäre wenn er in die Band einsteigen würde und den Gesangsposten übernehmen würde!
Danach tauschten wir uns immer wieder aus, wurden Freunde und organisierten alles so das Tommy Zeit hatte für seine Gesangsaufnahmen und so ein Mitglied von MEMORIES OF OLD zu werden.

J.P: Anschlussfrage zu Tommy, die sich ja leider etwas aufdrängt. Aufgrund seiner Auslastung mit SABATON und seiner eigenen Band, glaubst du er schafft es sich die Zeit auch für MEMORIES OF OLD in der Zukunft zu nehmen?

B.J: Wir haben genau über diesen Punkt natürlich gesprochen und klar das ist eine große Herausforderung, besonders weil er ja Teil von SABATON was ihm einfach viel Zeit kostet. Aber ich denke wir bekommen das mit einer guten Planung schon hin.
Auf der anderen Seite ist auch klar sollten wir einfach ein gutes Angebot oder Möglichkeit bekommen live zu spielen und Tommy nicht verfügbar sein, werden wir jemand finden der ihn dort dann ersetzt.
So ist es ja auch gewesen als wir unsere erste Show auf dem Power Metal Quest Fest gespielt haben.
Das würde übrigens auch für jeden von uns gelten. Die Show muss einfach weiter gehen. Aber natürlich versuchen wir es immer möglich zu machen das Tommy immer dabei ist.

J.P: Gehen wir nun mal etwas näher auf euer Debütalbum ein. Kannst du uns etwas über den Aufnahmeprozess sagen? Von wann bis wann habt ihr daran gearbeitet? Erzähl uns bitte noch etwas über die Lyrics auf dem Album.

B.J: Der Aufnahmeprozess begann eigentlich als wir uns entschieden „The Land of Xia“ aufzunehmen und als unsere erste Single zu veröffentlichen. Zwischenzeitlich wollten wir dann weiter am Rest des Albums arbeiten.
Ich schreib also weiter am Album, ging ins Studio und legte den Grundstein dafür das das komplette Album Gestalt annahm, was in unserer zweiten Single „Zera`s Shadow“ mündete.
Das Konzept zum Album war übrigens ein Traum von mir den ich hatte als ich auf meinem Boot auf dem Grand Union Canal eingeschlafen bin. Als ich erwachtet hatte ich noch alles im Kopf, die Geschichte, die Charakter, einfach alles. Also nahm ich schnell Zettel und Stift und schrieb alles auf an was ich mich noch erinnern konnte.
Ich wollte eigentlich auch ein Buch über die ganze Geschichte schreiben, aber es stellte sich nach einem Kapitel heraus das das nicht wirklich eine Stärke von mir ist und so verwarft ich die Idee wieder.
Also nahm ich meine Aufzeichnungen dann und setze diese dann für unsere Debütalbum. Es war irgendwie eine sehr logische und natürliche Entscheidung zum Schluss.

J.P: Wie würdest du euren Stil beschreiben? Ich denke mal Epic Bombast Power Metal trifft es am Besten oder? Etwas ungewöhnlich für eine britische Band oder?

B.J: Vollkommen korrekt was du sagst! Und ja für dieses Genre ist unser Land nicht wirklich bekannt.
Der Power Metal ist eher in so Ländern wie Deutschland, Finnland oder Schweden durch so Bands wie BLIND GUARDIAN, STRATOVARIUS oder HAMMERFALL groß geworden.
Großbritannien ist da eher für den klassischen Heavy Metal bekannt, wie er z.B. von BLACK SABBATH praktiziert wird. Aber es gibt hier auch eine starke Power Metal Szene mit vielen Fans und tollen Bands.

J.P: Gehen wir mal auf ein paar Songs ein. Für mich sind „The Land of Xia“, „Some Day Soon”, “Across the Seas” und “The Zeramin Game” die hervorstechenden Songs. Willst du uns über diese ein bisschen was erzählen? Hast du eigentlich auch irgendwelche Favoriten auf dem Album?

B.J: Es ist immer schwer eigene Favoriten auszusuchen wo man doch so hart an den Songs gearbeitet hat. Aber ich denke wenn ich einen Favoriten wählen müsste, wäre das der Titeltrack „The Zeramin Game“.
Dieser ist für mich sehr speziell da er einen guten Überblick über unser Konzept ist und er auch einige musikalische Veränderungen im Laufe der Zeit durch gemacht hat.
Ich habe mir immer vorgestellt wie es ist das Album live als eine Art Show aufzuführen, daher gibt es bei diesem Song auch ein theatralisches Ende welches das Album gut abschließt und so etwas wie das „Fallen des Vorhangs“ ist.
Natürlich ist auch „The Land of Xia“ ein sehr besonderer Track, da er der erste Song war der den Fans präsentiert wurde und den ich Tommy gezeigt hatte.
„Across the Seas“ ist ebenfalls ein sehr spezieller Track für mich da er irgendwie das Schwarze Schaf unter den Songs war, denn irgendwie gefiel er mir nie so richtig und ich wollte immer wieder dies und jenes daran ändern.
Schlussendlich als er fertig war wurde ein Song der absolut überzeugte und sehr gut bei unseren Fans ankam!

J.P: Eine Frage zur Labelsituation. Ihr habt ja vor kurzem einen Vertrag bei Limb Music unterschrieben, wie kam der Kontakt zu Stande? Seid ihr froh bei einem so etablierten deutschen Label gelandet zu sein?

B.J: Wir sind total froh das wir beim Limb Music unterschrieben haben! Ein Label was viel für meine Lieblingsbands wie z.B. RHAPSODY getan hat in der Vergangenheit und welches einfach eine gewichtige Rolle im Power Metal spielt.
Wir sind mit der Wahl absolut zufrieden.
Während der Albumproduktion hat man uns immer unterstützt und viel für uns getan. Wir blicken wirklich sehr zuversichtlich in die Zukunft und auf die Arbeiten an unserem zweiten Album mit ihnen!

J.P: Werfen wir doch mal einen Blick auf die britische Metalszene. Wie ist denn bei euch so die Szene? Gibt es ordentlich Nachwuchs und gibt es genug Möglichkeiten aufzutreten und euch Publikum zu zeigen?

B.J: Wie ich schon zuvor erwähnte ist die Metalszene generell hier bei uns sehr stark und auch die Power Metalszene wächst nach und nach was uns natürlich zu Gute kommt. Zum Beispiel gibt es da die Band FELLOWSHIP, eine großartige Band die eine tolle Debüt EP veröffentlich haben. Mit ihnen würden wir auf jeden Fall gerne man auf Tour geht.
Aber natürlich ist auch eine große Priorität von uns einfach im Rest von Europa bekannt zu werden.

J.P: Bei eurer Stilausrichtung kommt natürlich gleich die Frage ob ihr privat auch auf Fantasy steht? Gibt es da im Buch oder Filmbereich irgendwelche Lieblinge?

B.J: Leider muss ich gestehen dass ich kein großer Fantasy Fan bin! Das dürfte jetzt ziemlich viele überraschen, aber irgendwie war das nie so meins. Die Ausnahme ist hier Harry Potter!
Was ich aber sagen muss ist das ich ein großer Star Wars Fan bin und definitiv hat mich die Story sowie die Filmmusik sehr beeinflusst beim Schreiben unseres Debütalbum.
Aber am meisten haben mich einfach auch die Bands beeinflusst mit denen ich aufgewachsen bin. DREAM THEATER, MEGADETH, HAMMERFALL, FREEDOM CALL und REINXEED um nur einige zu nennen.

J.P: Billy wie geht es denn jetzt genau bei MEMORIES OF OLD weiter? Was steht bei dir selbst als nächstes an? Habt ihr schon Ideen fürs nächste Album?

B.J: Ich habe bereits einige Ideen für unser nächstes Album welche wir hoffentlich bald angehen werden. Dieses Mal wird es mehr eine gesamte Bandarbeiten werden als das Solo Ding nachdem wir unser Lineup gefunden haben.
Aktuell arbeite ich an meinem eigenen Studio wo wir planen viel von unserem zweiten Album zu schreiben und aufzunehmen.
Wir nehmen uns auf jeden Fall die Zeit die wir benötigt um etwas ganz Großes zu erschaffen.
Natürlich müssen wir auch aktuell mit der ganzen COVID 19 Geschichte umgehen und ich denke das nächste was für uns anstehen wird ist es live zu spielen, wenn wir es wieder dürfen!

J.P: Vielen Dank Billy für deine Zeit und die interessanten Antworten im Zuge dieses Interview! Ich wünsche euch alles Gute für die Zukunft, die letzten Worte gehören natürlich dir.

B.J: Das Einzige was ich sagen möchte ist ein großes Dankeschön an unseren treuen Fans da draußen die uns in den letzten Jahren so unterstützt haben! Ohne euch wäre dieses Album nicht das geworden was es geworden ist! Einfach unglaublich was aus 2 Songs geworden ist.

Also vielen vielen Dank und wir können es nicht erwarten wenn wir uns endlich sehen können bei einer Liveshow und wir endlich wieder auf Tour gehen können!

Julian

Englisch Version:

J.P: Hi Billy it’s me Julian from Rock-Garage.com is speaking. Thank you for answering a few questions about your new album and MEMORIES OF OLD itself. For those people who did not know you, can you introduce the band first and show the previous career?

B.J: Hi! My name is Billy Jeffs and Memories Of Old is an epic power metal band from right here in the UK. I started this band as a solo project originally, simply as a creative outlet to write the music I love, which sometimes didn’t fit with my band at the time, NightMare World.
However after things started to develop, it soon became clear to me that I would be doing Memories Of Old a disservice if I didn’t develop it into a full band, so that’s what happened and what led us to where we are today.

J.P: One question comes in my mind when i read your line up. How did you get in contact with Tommy Johansson? He is very busy with SABATON and his own band, so how could you convince him to be a part of MEMORIES OF OLD?

B.J: My contact with Tommy began back in the early days, just after I started to compile my ideas for ‘The Zeramin Game’ with the intent of finally writing and recording my own power metal album. I have been a big fan of Tommy for many years, and he has always been a big inspiration for my music and songwriting.
So, one day I decided that I wanted to show him what I was working on, and send him a message on Facebook alongside a short clip of the start of The Land of Xia, which I was writing at the time. I didn’t really expect a reply or anything, but it was nice to know that I had at least shared my music with one of my biggest inspirations.
Anyway, about a week later, I’m on the road driving home, and I get a notification pop up on my phone that read ‘Tommy Johansson has sent you a message’, and honestly I think my heart skipped a beat, so I immediately pulled over to see what it said.
Basically he sent me a long message praising the music and mentioned he could hear his influence there, and at the end of the message, he mentioned it would be great to sing on the album if he weren’t so busy, and I think at that moment I thought “well, this has to happen!”, so I told him there is no rush, and that it would be an honour if we could make it work.
We carried on talking after that and gradually became good friends, and we managed to work it out so that Tommy could perform for the album and be a full member of Memories Of Old.

J.P: So, did you expect that Tommy has the time in the future to be the singer of MEMORIES OF OLD? I think it will be difficult for him to set the time slots for all of his bands.

B.J: We have spoken about this before, and of course this will be a challenge, especially with such a big name as Sabaton requiring most of Tommy’s time, but I think we can make it work with some careful planning.
On the flip side of course, if an opportunity comes up for us and Tommy is occupied with Sabaton or Majestica already, I think I can safely say that we will still go ahead one way or another, and likely get someone to stand in for Tommy, which is what we did with our first show last year at Power Metal Quest Fest.
It would be exactly the same if any of the rest of us couldn’t play for one reason or another, the show must always go on and it will, but of course we will do our very best to be sure we can perform with Tommy whenever possible if he is available.

J.P: Let us look now closer at your debut album. Can you tell us about the recording process? From when to when you’ve worked? Tell us something about the lyrical story.

B.J: The recording process started when we began working on The Land of Xia, which we planned to record and release as our first single just to get our name out there while we proceeded to work on the rest of the album.
Following that, I continued writing the rest of the album and visiting the studio to lay the groundwork for the rest of the album moving forward, which led to our second single Zera’s Shadow.
In regards to the story of the album, it’s a bizarre but true story how the idea came to me. I was sleeping on a boat on the Grand Union Canal here in the UK, and when I woke up I remembered this very vivid dream, a whole story, characters, setting and everything, so I immediately grabbed a pen and paper and started to write down everything I could recall.
The story in that dream was ‘The Zeramin Game’, of course I filled in a few gaps so that it fully made sense and was interesting from beginning to end, and my original plan for this was to write a book, which I actually did start doing. But after one chapter it became clear that writing a book wasn’t my strongest area, so I put the idea on the shelf, however I never forgot it.
Fast forward to when I started writing a power metal album, I needed something for the lyrics, and telling this story through a concept album just seemed like a very natural decision.

J.P: How would you describe your music style? I guess Epic Bombast Power Metal makes it the best right? Not so typical for a british band, or?

B.J: That sounds about right! And certainly it is a genre that this country is not known for, though I would say that is something that goes back to the early bands that paved the way here and in other countries around the world.
Power metal was never big here in the early days, since it was born in places like Germany, Finland and Sweden with bands like Blind Guardian, Stratovarius, HammerFall and others, while the UK was always leaning towards a more straightforward heavy metal approach, as it the roots here with bands such as Black Sabbath. But there is still a strong power metal scene here, with many dedicated fans and some great bands flying the flag for the genre.

J.P: Let us look at the songs. For me The Land of Xia“, „Some Day Soon”, “Across the Seas” and “The Zeramin Game” are the best songs. Can you tell us something about these songs? Are these also your favorite songs on the album?

B.J: It’s always been hard for me to pick a favourite song from the album, since it works best as a whole, listened to from start to end in one sitting. But I would have to say if I must pick a favourite it would be the title track, ‘The Zeramin Game’.
This track is really a special one since it is the culmination and big final climax of the story, it goes through a lot of changes musically as it progresses and features possibly some of Tommy’s best performances on the entire album. I always felt this album as a stage show and wanted to present it as such, so at the end of this track you have a very theatrical finish which just closes off the whole album perfectly before you listen to ‘Finale’, which then serves as the ‘curtain call’ or ‘end credits’ style track.
Of course though, The Land of Xia is a track that is close to my heart as well, since it was the first one I finished writing, the one that led to Tommy’s involvement, and also the track that introduced most people to us and in a lot of ways still does.
Across The Seas was always an interesting one, during the writing process it was always the black sheep of the songs in a manner of speaking, I was never fully sure about it, and always wanted to change parts here or there, so for a long time it got put on the bench while I was working on finishing the other songs. A great irony since once it did get finished it turned into a real standout track on the album and one that has been very well received by all out fans since the release.

J.P: A question to the label situation. You are now under contract by Limb Music an established label in germany. How satisfied are you with your label choice? How did the contact works?

B.J: We are very happy to be signed with Limb, as a label that has done great things for some of my own favourite bands in the past, such as Rhapsody or Adagio for example, and for being known well for presenting a strong presence of power metal, it was certainly a choice we are very satisfied with.
Over the course of the album’s production, Limb have been very supportive and really have done a lot for us, and we are really looking forward to working on our second album alongside them.

J.P: So, let`s have a look at your metal scene. How is the british metal scene? Are there enough young musicians and are there enough opportunities to act and show you to the public?

B.J: There is certainly a strong metal scene in this country, and as I mentioned earlier the power metal scene has definitely carved out it’s slice quite nicely, so the opportunities for us here are pretty good. Take for example a new upcoming band, Fellowship, these guys recently released their debut EP and it is fantastic, certainly a band we would be very happy to tour with. That said, there is no denying that the power metal scene is a lot bigger across the rest of Europe than here, so getting ourselves out there is a big priority.

J.P: Depend on your music style, of course, the question came if you like fantasy in your private life too? Are there any book or movie favorites?

B.J: In all honesty, I’m not a big fan of fantasy in general as it happens, which might come as a surprise I know, but it’s never really been my thing, aside from maybe Harry Potter. I have to say there are a few influences to mention though, in particular I am a huge fan of Star Wars, and there is no doubt that the storytelling there must have had at least some influence on ‘The Zeramin Game’, even though they are very different things, and the soundtrack to those films and as I mentioned, the Harry Potter films, among others, are certainly present in the music I write.
But for the most part the music is influenced by the bands I have listened to as I have grown and developed as a musician, including Dream Theater, Megadeth, HammerFall, Freedom Call and of course, ReinXeed.

J.P: Billy what comes next for MEMORIES OF OLD? What’s next for yourself? Have you already ideas for the next record?

B.J: I have a lot of ideas for our next album already, yeah, this is something we are very much looking forward to starting, and will certainly be more of a combined band effort and less of a solo thing now that we have an established line-up.
I am actually working at the moment on the construction of our own studio, which is where we are planning to write and record a lot of our second album, so that should be something really great once it’s ready, and will give us a dedicated space to work in as well.
Other than that, we are just monitoring the COVID situation around the world like I’m sure all bands and artists are, since getting out on the road is certainly the next big thing we really need to do, but of course we can’t do that just yet.

J.P: Thank you Billy for your time, and for the interesting answers! I wish you all the best for the future, the last words, of course are yours.

B.J: Thank you. The only other thing I need to say really is just a huge thank you to all of our dedicated fans from all over the world, without you all this album would not have been possible, and the amount of patience you have shown over the last few years has been incredible. Sticking by us with only 2 songs for the most part to listen to is truly wonderful, and it means the world to us.
So a huge thank you, and we can’t wait to be able to meet you all when we can finally hit the road!

Julian