ELVENKING – Secrets of the Magick Grimoire

Band: Elvenking
Album: Secrets of the Magick Grimoire
Spielzeit: 61:25 min
Stilrichtung: Folk Power Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 10.11.2017
Homepage: www.elvenking.net

Die italienischen Folk Metaller von ELVENKING können mittlerweile auch auf eine neun Studioalben andauernde Karriere zurückblicken, die 1997 begann. Seit dem Jahr 2000 ist man bei AFM Records unter Vertrag, was anscheinend nicht die schlechteste Verbindung ist, schaut man sich die letzten Erfolge und Veröffentlichungen an. Zuletzt gab es ja das Live Dokument „The Night of Nights – Live“ auf die Ohren. Nun ist es aber wieder Zeit für neuen Stoff aus dem Aufnahmestudio und man hat „Secrets of the Magick Grimoire“ für uns im Gepäck.
Hier drauf hat man mit Snowy Shaw (DREAM EVIL, KING DIAMOND) einen Gastmusiker zu verzeichnen und ist wieder etwas experimentierfreudiger und anspruchsvoller als auf den letzten Alben unterwegs, die ja eher in Richtung der Anfänge der Band gingen.
Ich war gespannt und lauschte den Klängen des ersten Songs „Invoking the Woodland Sprint“. Nach einer gesprochenen, cinematicartigen Einleitung geht es ziemlich flott mit kraftvollem Drumming, ordentlich Keyboardunterstützung und melodischen Riffs zur Sache. Im weiteren Verlauf kommt dann noch ein ordentlicher Ohrwurmchorus dazu der das Ganze dann ziemlich eingängig macht. Erster Track, erster Anspieltipp, machen wir also einen Haken dran.
Beim folgenden „Draugen’s Maelstrom“ gibt es im Refrain dann ein paar Growls zu verzeichnen die eine schöne Würze reinbringen und den Track etwas hervorheben.
Der nächste absolute Ohrwurm ist dann das anschließende „The One we shall Follow“, welches sich aufgrund des mega eingängigen und groovigen Refrains metertief in die Gehörgänge gräbt!
Ordentliche Folkklänge gibt es dann bei „The Horned Ghost and the Sorcerer“ auf die Ohren bevor dann der Mittelteil mit dem härteren „A Grain of Truth“, dem wieder etwas mehr nach Folk klingenden „The Wolves will be howling your Name“ sowie „ 3 Ways of Magick“ ansteht.
Alles sehr ordentlich gemacht und ohne wirklich Ausfälle, schauen wir mal ob der letzte Abschnitt ebenfalls so hochklassig daherkommt!
Oh ja auch hier gibt es wenig Ausfälle zu verzeichnen und mit „Straight inside your Winter“, „The Voyinch Manuscript“ und „Summon the Dawn Light“ hat man hier weitere Ohrbomben im Gepäck die den Fan definitiv in Verzückung bringen werden.

Anspieltipps:

Ein bisschen hervorstechen tun hier „Invoking the Woodland Spirit“, „The One wes hall Follow“, „The Horned Ghost and the Sorcerer“, „The Voynich Manuscript” so wie “Summon the Dawn Light”.

Fazit :

Schon auf dem letzten Studioalbum „The Pagan Manifisto“ wusste die Jungs von ELVENKING zu begeistern und dieses Qualitätsniveau hat man auch auf dem neuen Album beibehalten! Hier bekommt jeder Fan des Genre und der Band das was er möchte und man ist außerdem wieder schön abwechslungsreich unterwegs.
Allerdings muss man schon sagen das sich jedes Qualitätsdetail erst nach mehrmaligen Hören erschließt, zum mal eben nebenbei hören ist die Scheibe definitiv nichts! Das tut aber der geboten Qualität und der dementsprechenden Benotung keinen Abbruch.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Invoking the Woodland Spirit
02. Draugen‘s Maelstrom
03. The One we shall Follow
04. The Horned Ghost and the Sorcerer
05. A Grain of Truth
06. The Wolves will be howling your Name
07. 3 Ways to Magick
08. Straight inside your Winter
09. The Voynich Manuscript
10. Summon the Dawn Light
11. At the Court of the Wild Hunt
12. A Cloak of Dusk

Julian

THE WEIGHT – The Weight

Band: The Weight
Album: s/t
Spielzeit: 46:19 min
Stilrichtung: Psychedelic Rock
Plattenfirma: Heavy Rythm & Roll Records
Veröffentlichung: 17.11.2017
Homepage: theweightrock.com

Wer der Rock Garage fleißig folgt, hat schon vor ein paar Tagen das Interview mit THE WEIGHT gelesen. Allen anderen sei dies hiermit noch einmal wärmstens ans Herz gelegt. Ansonsten sehen wir uns heute an, was Tobias Jussel (Gesang, Orgel, Piano, Michael Boebel (Gitarre), Patrick Moosbrugger (Bass) und Andreas Vetter (Drums) mit ihrer selbstbetitelten Eigenproduktion gezaubert haben.
Ihren Musikstil bezeichnen die Jungs als Heavy Rythm & Roll, was es auch auf den Punkt trifft. Wer sich darunter nichts vorstellen kann: Psychedelic Rock mit dreckig harten und bluesigen Gitarrenriffs, hartem Bass, massiven Drums und on top noch eine kräftige Stimme.
All das bekommt man von der ersten bis zur letzten Sekunde. „Hard Way“ groovt einen schon einmal mit einem Drum-Intro ein und schraubt sich mit dem simplen und kraftvollen Gitarrenriff ins Gehirn. Bei „Trouble“ wird so langsam die Orgel ausgepackt, hier sei auch das preisgekrönte Video zu erwähnen, in dem THE WEIGHT ihren Vorbildern Attribut zollen. „Rich Man’s Pride“ tropft ganz herrlich vor rotzigem Blues, „A Good Thing“ ist ein ruhiger Prilblumen-Gute-Laune-Song und „Money Ain’t For Keeping“ zieht das Tempo wieder ein bisschen an. „Hammer, Cross & Nail“ dehnt sich auf über acht Minuten, in denen viel Zeit für diverse Spielereien in bluesiger Verpackung ist. „Jam“ ist eine THE DOORS-mäßige Nummer und mit „Get Some“ wird es etwas schmutziger und sehr unterhaltsam. Der letzte Song, „Plenty Of Nothing“ verbreitet eine tolle Wärme und ist gleichzeitig tanzbar und groovy.

Fazit: Was für ein Debut! Sicher bin ich beim Schreiben der Review noch etwas von der erstklassigen Live-Darbietung beeinflusst, aber man muss sagen, dass es das Album schafft einen in diese fröhlich-warme Sommer-Live-Stimmung zu versetzen. Gleichzeitig schafft es die Band mit jedem Song ein kleines Kunstwerk zu erstellen, welches bei aller Leichtigkeit immer etwas komplex ist und Interpretationsraum lässt. Für mich ein mehr als empfehlenswertes Album, vor allem für Fans der 70er á la THE DOORS, LED ZEPPELIN, URIAH HEEP, DEEP PURPLE, PINK FLOYD etc.

WERTUNG: 

 

 

Trackliste:

01. Hard Way
02. Trouble
03. Inside
04. Rich Man’s Pride
05. A Good Thing
06. Money Ain’t For Keeping
07. Hammer, Cross & Nail
08. Jam
09. Get Some
10. Plenty Of Nothing

Lotta

THE WEIGHT Interview

Der 19.10. war ein ereignisreicher Tag. Neben dem Interview mit The New Roses hatte ich auch noch die Gelegenheit die Newcomer von The Weight etwas auszufragen. Die Band hieß mich in ihrem Backstagebereich herzlich willkommen und Sänger Tobias und Bassist Patrick beantworteten meine neugierigen Fragen. Ab 17.11. könnt ihr euch das Album der Österreicher zu Gemüte ziehen und habt außerdem dieses Jahr auch noch die Gelegenheit sie live zu erleben.

L.C.: Ihr seid ja noch nicht so lange dabei, wie lang gibt es euch schon?

Tobias: Seit 2014.

L.C.: Euer Album kommt am 17. November raus, dafür seid ihr die letzten Monate schon ganz schön unterwegs gewesen. Wie habt ihr da an eurem Album gearbeitet oder war das schon fertig?

Tobias: Das Album war eigentlich schon fertig. Da haben wir ja Anfang dieses Jahres die Aufnahmen abgeschlossen, dann waren im Frühjahr das Mischen und das Mastern dran und bis jetzt dann die Promotion. Die Tonträger müssen angefertigt werden, Vertrieb muss gecheckt werden und wir haben ein Video gedreht.

L.C.: Seid ihr lieber auf Tour oder lieber im Studio?

Patrick: Eigentlich beides. Es sind zwei komplett unterschiedliche Dinge für mich. Das Live-Spielen ist natürlich eine tolle Gelegenheit das Ganze vor Leuten zu präsentieren. Im Studio es das andere, da kann man sich wirklich Zeit lassen und gemeinsam an den Songs feilen. Man kann auch Dinge ausprobieren, die live einfach nicht möglich sind umzusetzen, allein schon wegen der Besetzung, aber trotzdem vielleicht interessant für den Zuhörer sind.

Tobias: Es ist ein bisschen so, dass wenn man eins der beiden Dinge intensiv macht, dann sehnt man sich immer nach dem anderen. Also wenn man schon sehr lange im Studio ist, dann kann man es nicht erwarten endlich wieder vor Publikum zu spielen. Und wenn du schon eine ziemlich lange Tour hinter dich gebracht hast, freust du dich schon extrem auf das Studio.

L.C.: Auf so einer Tour kommen sicherlich ein paar Anekdoten zusammen, wollt ihr ein paar mit mir teilen?

Tobias: Ja, es ist nicht immer nur so wie man es sich vorstellt. Man wird vor ganz elementare Herausforderungen gestellt. Das fängt beim Schlafplatz an, der kann auf der Bühne sein, und hört beim Essen auf. Das klingt jetzt nicht so spektakulär, aber das sind die wichtigen Fragen des Überlebens, wenn man auf Tour ist.

Patrick: Das geht sogar so weit, dass dann unter Umständen sogar Konzerte unterbrochen werden, wenn es ums Essen geht. Wir hatten da diese Szene in Rimsting im Blues Club. Da ist unser Gitarrist bereits für den ersten Song auf die Bühne und hat sich schon darauf eingestellt loszuspielen. Dann ist der Veranstalter raufgerannt auf die Bühne, weil er festgestellt hat, wir haben die Pizzabestellung noch nicht abgegeben. Dann sind wir quasi nochmal runter von der Bühne, die Leute haben gewartet und wir haben erstmal eine Pizza ausgesucht.

L.C.: Ihr wart nicht nur in Österreich unterwegs, sondern auch in Deutschland. Wie unterscheiden wir uns denn? So was das Publikum und die Organisation angeht, gibt es Unterschiede?

Tobias: Also Publikum, wenn man vor den Leuten steht, da gibt es jetzt keinen so großen Unterschied zwischen Deutschland und Österreich. So im direkten Kontakt, merkt man schon, dass sie so ein bisschen einen anderen Humor haben.

L.C.: Du meinst, dass Österreicher überhaupt Humor haben im Gegensatz zu Deutschen…

Tobias: Das wage ich nicht zu beurteilen. Aber es kommt da zu kulturellen Missverständnissen teilweise. Weil aber Deutschland ein sehr großes Land ist, merkt man, es ist von Region zu Region komplett unterschiedlich. Manchmal stellt sich dann schon heraus, dass das Publikum ein bisschen reservierter oder ein bisschen offener ist. Es kommt auch auf den Club drauf an, nicht nur auf die Region. Wenn du in einem Bluesclub spielst, wo das Stammpublikum da ist, die sind alle sehr musikalisch gebildet und sind erstmal kritisch. Die musst du zuerst gewinnen, aber dann sind sie wirklich Feuer und Flamme.

L.C.: Was erwartet den Zuhörer dann bei eurem Album?

Tobias: Viel. Wir haben unserer Kreativität freien Lauf gelassen und haben uns für eine eher unorthodoxe Produktionsweise entschieden und ich glaube, das wird man auch hören. Unser Ziel war es, etwas zu schaffen, das sich auch von anderen Produktionen abhebt. Es sollte nicht unbedingt nicht den Zeitgeist treffen, aber unserer Meinung nach ist es ein Fehler dem Zeitgeist hinterherzulaufen, weil man ihm ja dann eben hinterherläuft und sowieso immer zu spät ist. Wir haben versucht ein wirklich organisches Album aufzunehmen.

Patrick: Ich würde auch sagen, insgesamt sehr abwechslungsreich. Es ist nicht eine Rockscheibe, auf der jetzt von A-Z Vollgas in schnellem Tempo durchgezogen wird. Es gibt ruhigere Nummern, es gibt nachdenklichere Nummern. Die erste Seite ist eher die bisschen rockigere Seite, die mehr nach vorne geht und die zweite Seite ist dann mehr die verspieltere Seite mit Jam-Nummern und Nummern, wo man sich Zeit lassen kann, die atmen können und schön rausproduziert wurden. Wie Tobi auch schon gesagt hat, teilweise auf unorthodoxe Weise, wie man eigentlich sagt, dass man es nicht macht. Da wollten wir uns zuerst selber überzeugen, dass man es nicht so macht.

L.C.: Was beschäftigt euch dann in euren Songs textmäßig?

Tobias: Das ist eine schwierige Frage, die ich so nicht hundertprozentig beantworten kann, weil es mit selbst nicht immer ganz augenscheinlich ist, um was es sich handelt. Es sind Geschichten, es sind Lebenssituationen. Letzten Endes soll jeder selbst herausfinden, was er herausfinden möchte. Wenn das zu genau definiert wird geht etwas ganz grundsätzliches verloren, nämlich dass der Rezipient ja auch eigentlich Teil des Kunstwerkes sein soll. Und das was der Zuhörer daraus macht ist dann auch das Spannende für mich.

L.C.: Habt ihr alle einen professionellen musikalischen Hintergrund?

Tobias: Nein, wir sind keine ausgebildeten Musiker. Wir haben natürlich teilweise Unterricht oder haben uns selbst gebildet, aber wir sind mehr oder weniger Autodidakten. Da sind wir auch froh drüber.

L.C.: Weil man offener ist?

Tobias: Ja, genau. Man kann das auch kritisch sehen, dass am Konservatorium oder an der Hochschule, unserem Empfinden nach, eine Verschulung stattfindet, die der Musik und auch dem Künstler nicht immer gut tut. Wir kennen das von Freunden, die das gemacht haben und man wird sehr oft in Schubladen hineingesteckt und alles was du dann gelernt hast, musst du zuerst mal wieder verlernen, weil es „falsch“ ist. Moosi [Patrick] hatte da das Beispiel mit der Evolutionstheorie, kannst du das vielleicht ausführen?

Patrick: Angenommen jeder lernt das genau gleich und macht es genau wie man es machen muss. Dann würde es jeder gleich machen. Und in der Evolution, also genetischer Algorithmus zum Beispiel, funktioniert das Ganze so, dass es immer wieder mal zufällige Veränderungen gibt und somit irgendetwas Neues entstehen kann. Ich bin der Meinung, dass wenn man das Ganze unkonventionell macht – zum Beispiel Jimi Hendricks hat die Gitarre umgedreht und die Seiten umgekehrt aufgespannt und mit links gespielt – könnte man dann sagen er ist in gewisser Weise limitiert, auf der anderen Seite ist er so eine Ausnahme von der Regel und hat vielleicht Möglichkeit neue Dinge zu spielen, die davor niemand spielen konnte. Er spielt die Dinge anders und das ist in meinen Augen eine Art von Weiterentwicklung, somit halt eine Evolution.

L.C.: Was sind für euch die Schattenseiten und die Sonnenseiten des Bandlebens?

Tobias: Also die Schattenseiten des Tourlebens haben wir ja schon angesprochen, das sind so Sachen des alltäglichen Lebens, die auf der Tour vielleicht zu kurz kommen. Die Sonnenseiten finden hauptsächlich auf der Bühne statt. Abgesehen davon ist es ein Wahnsinnserlebnis vor Menschen spielen zu können und die mit einem guten Gefühl nach Hause zu schicken. Man sieht auf Tour auch einiges, aber wir würden gerne mehr sehen. Heute sind wir eine Stunde durch die Innenstadt von Nürnberg spaziert und wir versuchen so viel wie möglich aufzusaugen von den Orten, die wir besuchen, deswegen bestärkt uns das nur darin wiederzukommen und sich irgendwann mehr Zeit dafür zu nehmen.

L.C.: Ihr habt vorhin schon kurz euer Video angesprochen, wofür ihr auch einen Preis gewonnen habt.

Patrick: Genau. In Barcelona bei einem Filmfestival haben wir in der Kategorie „Bestes Musikvideo“ gewonnen. Bei weiteren Festivals sind wir noch in der Bewertungsphase.

L.C.: Wie kamt ihr auf die Idee zu dem Video? 

Tobias: Die Idee ist von unserem Manager Jürgen gekommen. Wir haben begonnen uns Gedanken zu machen, wie wir ein Video produzieren können, das möglichst viele Menschen auf uns aufmerksam macht. Also kein Video wo du nach den ersten 10 Sekunden weiterklickst, sondern ein Video, das dich irgendwie dazu bewegt, dir das reinzuziehen, weil du es einfach sehen möchtest. Es ist auch für und eine etwas ironische Auseinandersetzung mit dem Vorwurf, dass nichts Neues kommt. Es ist unsere Antwort auf die Retrobewegung.

Patrick: Ich würde auch dazu sagen, es wiederspiegelt ein bisschen das, was man auch auf unserem Album wiederfindet. Dass unsere Musik bzw. Musikrichtung von sehr vielen Bands beeinflusst ist und nicht wirklich nur aus einem Genre kommt. Die Beatles haben uns beeinflusst, Led Zeppelin hat uns beeinflusst, viele Soulsängerinnen-und Sänger, die teilweise auch in dem Video vorkommen. Deswegen tun wir uns auch sehr schwer unseren Sound zu kategorisieren.

Tobias: Deshalb haben wir den Begriff „Heavy Rythm and Roll“ geschöpft um uns ein bisschen zu widersetzen, bzw. der gängigen Frage nach dem Genre zu entgehen, weil es schwierig zu definieren ist. Und da haben wir gesagt, machen wir einfach unser eigenes um nicht in irgendeine der bekannten Schubladen gesteckt zu werden, sondern selbst eine Schublade zu haben.

L.C.: Solche Entscheidungen über Videos, oder auch Albumcover etc. läuft das demokratisch ab oder hat jemand besonders die Hosen an?

Patrick: Das ist genau auch ein Grund warum wir sehr viel Wert drauf legen, dass wir alles selbst in der Hand haben. Wir haben ein eigenes Label gegründet unter dem wir dieses Album jetzt veröffentlichen. Das soll nicht heißen, dass wir nicht mit großen Partnern zusammenarbeiten, aber zumindest haben wir das immer selbst in der Hand. Wir hatten auch Angebote von Plattenlabels, die wir dann ausgeschlagen haben und uns dafür entschieden haben das selbst zu machen, eben unter diesem „Heavy Rythm and Roll Records“-Label. Das heißt prinzipiell steht uns alles frei, wir können tun und lassen was wir wollen. Was wir machen ist, dass wir, da wir uns schon relativ lange kennen, gut darin sind, Dinge zu finden, die uns allen gefallen. Dann muss das noch mit dem Management abgeklärt werden, ob das für die auch ok ist. Die haben dann auch meistens guten Input, wie man bei dem Video gesehen hat, und dann finden wir eigentlich immer ziemlich schnell eine Lösung.

L.C.: Wollt ihr noch irgendwas an unsere Leser loswerden, die dieses Interview mal lesen werden?

Patrick: Ja! Kommt auf unsere Live-Konzerte, dann spürt ihr die Energie nicht nur akustisch, sondern auch visuell!

VICE – Veni Vidi Vice

Band: Vice
Album: Veni Vidi Vice
Spielzeit: 41:30 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: lictoc Music/Pride&Joy Music
Veröffentlichung: 17.11.2017
Homepage: www.vice-live.com/

Nach fast 30 Jahren sind VICE mit ihrem dritten Album „Veni Vidi Vice“ zurück aus der Versenkung. Ende der 80er wurde die Band formiert und bestand aus den damaligen Mitgliedern der deutschen Formation TNT. Nach der Umbenennung und Line-up-Änderungen wurde das Quintett von BMG-Ariola unter Vertrag genommen und warteten 1988 mit ihrem ersten Album „Made For Pleasure“ auf. VICE waren damals das Flaggschiff des „Happy Metal“ und das hört man noch heute.
Die 11 Songs des neuen Albums bieten demnach ein paar Partynummer in Form vom Einsteiger „Hot Summer Night Party“ und „Where Do I Belong“, zu dem es auch ein amüsant-peinliches Video gibt. Etwas härtere Töne werden bei „Dirty Mind“ angeschlagen, sowie bei „Turn It Up“, bei dem sich Sprechgesang und Ooohh-Chöre abwechseln. Ruhiger wird es mit „Only Love Can Heal The World“ und “Not What It Seems”, “Open Eyes” bietet ein cooles Riff und das STEVE MILLER BAND-Cover von “The Joker” ist nicht sonderlich aufregend.

„Veni Vidi Vice“ ist simpler Gute-Laune-Party-Rock, der an POISON oder auch PRETTY BOY FLOYD erinnert. Mit viel Leichtigkeit und einer gewissen „Is‘ mir doch egal“-Attitüde liefert VICE ein absolut sympathisches Album. Gleichzeitig sticht es in der Masse an tollen Alben dieses Jahr einfach nicht raus, vielleicht ist es mir dazu etwas zu einfach gestrickt. Trotzdem gibt es natürlich Anspieltipps mit hohem Unterhaltungswert: „Where Do I Belong“ und „Dirty Mind“.

 

WERTUNG: 

 

 

Trackliste:

01. Hot Summer Night Party
02. Dirty Mind
03. Where Do I Belong (Album-Mix)
04. You Brother
05. Only Love Can Heal The World
06. Open Eyes
07. The Joker
08. Turn It Up
09. Not What It Seems
10. My Way
11. Where Do I Belong (Jungle-Mix)

Lotta

IRON MAIDEN – Brave new World (RG Zeitmaschine)

Band: Iron Maiden
Album: Brave new World
Spielzeit: 66:57 min
Stilrichtung: NWOBHM
Plattenfirma: EMI
Veröffentlichung: 30.05.2000
Homepage: www.ironmaiden.com

Ok von den Jahren her macht das zwölfte Studioalbum „Brave new World“ von IRON MAIDEN Sinn für eine Zeitreise, aber warum habe ich mir ausgerechnet dieses Album ausgesucht und nicht ein anderes wie „Fear of the Dark“, „The Number of the Beast“ oder „Somewhere in Time“?
Nun für mich ist „Brave new World“ ein besonderes Album, denn hier kehrten der schmerzliche vermisste Sänger Bruche Dickinson und der ehemalige Gitarrist Adrian Smith wieder zurück zur Band und verpassten dem Sound endlich wieder den IRON MAIDEN Stempel, auch wenn man hier wieder progressiver als zuvor zu Werke ging und schöne lange Songs wie „Blood Brothers“, „The Nomad“ oder „Ghost oft he Navigator“ an Bord hatte. Aber auch für die direkten und melodischen Gemüter war hier gesorgt, mit „The Wicker Man“, „The Mercenary“ und „The Fallen Angel“ wurde auch diese beruhigt!
Das Album zog eh er sehr viel Aufmerksamkeit durch die Rückkehrer aber atmet irgendwie auch einen ganz speziellen Geist, denn endlich waren die Lieblinge wieder komplett und es fühlte sich einfach wieder gut und richtig an!
Ab diesem Album war man dann auch durchgängig bis heute mit drei Gitarristen unterwegs, wovon man hier zwar noch nicht sehr viel merkte, da viele Lieder schon vorab fertig komponiert waren, aber später sollte dies einen gehörigen Einfluss auf den Bandsound haben.
Wie auch immer, für mich ist „Brave new World“ eines DER IRON MAIDEN Alben der Neuzeit, wenn nicht sogar eines der wegweisendsten und somit ein absolut würdiger Kandidat für unsere Zeitreise gewesen!

Trackliste:

01. The Wicker Man
02. Ghost of the Navigator
03. Brave New World
04. Blood Brothers
05. The Mercenary
06. Dream of Mirrors
07. The Fallen Angel
08. The Nomad
09. Out of the Silent Planet
10. The Thin Line between Love and Hate

Julian

ELVENKING News

ELVENKING “Invoking The Woodland Spirit” Musikvideo veröffentlicht / neues Album “Secrets Of The Magic Grimoire” jetzt erhältlich!

ELVENKING präsentieren stolz ihr neues Musikvideo, das zum Song “Invoking The Woodland Spirit” gedreht wurde. Der Song stammt vom neuen Album „Secrets Of The Magic Grimoire“, das ab sofort erhältlich ist.

Zählt man ihr neues Studioalbum „Secrets Of The Magic Grimoire“ mit, so blicken ELVENKING bereits auf neun abendfüllende Longplayer sowie eine DVD/Live CD zurück. Seit 1997 ist Band um Frontmann Damna ein wichtiger Teil der Szene, im Jahr 2000 unterschrieb die junge Band dann ihren ersten Plattenvertrag bei AFM. Konstant starke Veröffentlichungen und Konzerte in der ganzen Welt haben ELVENKING zu einer der wichtigsten Bands ihres Genres werden lassen und ihr einzigartiger Sound begeistert Fans weltweit. Für „Secrets Of The Magic Grimoire“ darf man der Band attestieren, den eigenen hohen Anspruch erneut übertroffen zu haben. Das Werk ist zweifellos das bisher epischste und aufwendigste in der Bandgeschichte, bringt dabei aber alle Trademarks mit, für die ELVENKING stehen. Die Digipak- und Vinyl-Editionen dürften für Fans der Italiener von besonderem Interesse sein, sind hier doch 4 Bonustracks vertreten, von denen drei bisher nur auf japanischen Versionen vorheriger ELVENKING-Veröffentlichungen erhältlich waren. Mit „Skywards 2008) ist zudem eine bisher gänzlich unveröffentlichte Nummer am Start.

SHAKRA News

SHAKRA: Neues Video!

Das neue Video von SHAKRA „Cassandra’s Curse“ ist da! Die Single stammt vom aktuellen Album „Snakes & Ladders“, das ab sofort erhältlich ist.

Gitarrist Thomas Muster dazu: „Cassandra’s Curse“ war mit der erste Song, den ich für „Snakes & Ladders“ geschrieben habe. Es geht um den Fluch der Cassandra, aus der griechischen Mythologie. Die Dame war mit einem Fluch belegt, denn sie konnte zwar weissagen, aber niemand hat ihr mehr geglaubt. Man kann das ziemlich gut in die heutige Zeit übertragen: Es gibt Präsidenten, Diktatoren und Politiker, die uns irgendwas erzählen, obwohl da andere Leute wären, die kein Gehör finden, die aber vielleicht besser wüssten, wie man die Dinge angehen könnte.“

LEAVES EYES News

LEAVES‘ EYES: Neues Album „Sign Of The Dragonhead“ erscheint am 12. Januar!

Die Herzen der Symphonic Metal-Fans werden am 12. Januar schneller schlagen: Epische Metal-Hymnen, krachende Rocksongs, große Chöre, kraftvolle klassische Musik, eine erstklassige Produktion, magische Melodien und – nicht zuletzt – die herausragende Stimme von Sängerin Elina.
Die Energie der letzten Shows und Tourneen (u.a. mit Sabaton in Nordamerica) wurde direkt in die nachfolgenden Studioaufnahmen eingebracht. Wie schon bei „King Of Kings“ (2015) arbeitete die Band erneut mit dem London Voices Chor (bekannt von internationalen Blockbuster-Produktionen wie „Lord of The Rings“ und „Stars Wars“) und dem klassischen Ensemble unter der der Leitung von Victor Smolski zusammen. Zahlreiche Folk-, Percussion- und klassische Musiker waren ebenfalls involviert.
Wieder mal entführen LEAVES‘ EYES den Hörer in die Welt der Nordischen Mythologie und Wikingersagen. Das Drachenschiff macht sich demnächst wieder auf zu neuen Ufern. Volle Kraft voraus!

Tracklist:
1. SIGN OF THE DRAGONHEAD
2. ACROSS THE SEA
3. LIKE A MOUNTAIN
4. JOMSBORG
5. VÖLVA
6. RIDERS ON THE WIND
7. FAIRER THAN THE SUN
8. SHADOWS IN THE NIGHT
9. RULERS OF WIND AND WAVES
10. FIRES IN THE NORTH
11. WAVES OF EUPHORIA

Produziert von Alexander Krull im Mastersound Studio
Coverartwork von Stefan Heilemann (Lindemann, Epica. Kamelot)
Releasedatum: 12. Januar 2018

SHAKRA – Snakes & Ladders

Band: Shakra
Album: Snakes & Ladders
Spielzeit: 50:24 min
Stilrichtung: Heavy Rock
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 10.11.2017
Homepage: www.shakra.ch

„Snakes & Ladders“ das ist der englische Name des Leiternspiels. Ein simples Brettspiel wo es nur ein Ziel gibt, ganz nach oben zu kommen! Und das haben die Jungs von SHAKRA ja schon immer vorgehabt und mit ihrem letzten Album „High Noon“, dem Comebackalbum von Sänger Mark Fox, knackten sie die Schweizer Bestenliste auf Platz 2 und stieße auch in Deutschland in die Charts vor.
Nun soll es also mit dem neuen Album noch höher hinaus gehen und man darf gespannt sein wie SHAKRA im Jahre 2017 nun klingen?
Als erster Eindruck ertönt als Opener „Cassandra’s Curse“ und man reibt sich erstmal verwundert die Augen ob das wirklich die Rocker SHAKRA sind? Denn das Ganze kommt doch ziemlich erdig und getragen ja schon etwas mystisch um die Ecke, was es natürlich aber umso besser macht! SO hat man die Jungs wirklich noch nie gehört und als Einstieg bzw. Appetithappen ist der Track daher wunderbar geeignet!
Nachdem gewöhnlichen Rocker „Friday Nightmare“ nimmt dann der Titeltrack „Snakes & Ladders“ das oberste Qualitätslevel wieder gekonnt auf.
Der Mittelteil wird dann mit „The Seeds“ und dem bluesigen „Rollin“ sehr ordentlich ausgefüllt bevor es dann mit „Medicine Man“ und „I will rise again“ die nächsten absoluten Ohrbomben ganz im SHAKRA Stil zu verzeichnen gibt!
Zu Beginn des letzten Abschnittes haben wir dann mit „Open Water“ eine schöne Ballade wo vor allem Sänger Mark wieder richtig zeigen kann über welche tolles Gesangsorgan er verfügt.
Die drei letzten Songs sind da alle auch noch ganz ordentlich gelungen, können zwar nicht ganz an die bisherigen Anspieltipps anknüpfen, aber sind auch von Ausfällen meilenweit entfernt! Gerade das abschließende „End of Days“ kann hier auch nochmal so richtig punkten.
Insgesamt sind es einfach gute, ordentliche Heavy Rock Songs die jeder Fan gerne an und aufnehmen wird.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall solltet ihr euch hier „Cassandra’s Curse“, „Snakes & Ladders“, „Medicine Man“, „I will rise again“ sowie „Open Water“ genauer zu Gemüte führen.

Fazit :

SHAKRA bleiben einfach qualitativ auf einem hohen Level das kann man recht schnell bestätigen wenn man das neue Album hört. Es gibt, vor allem mit dem Opener, auch die ein oder andere Überraschung zu verzeichnen und alle Songs sind auf einem guten bis sehr guten Qualitätsniveau.
SHAKRA oder Heavy Rock Fans können hier ohne Probleme zugreifen und wenn die Jungs so weiter machen dann müssen sich die Genrekönige von GOTTHARD bald warm anziehen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01.Cassandra’s Curse
02. Friday Nightmare
03. Snakes & Ladders
04. Something You Don’t Understand
05. The Seeds
06. Rollin
07. Medicine Man
08. I will rise again
09. Open Water
10. The Race of my Life
11. Fire in my Veins
12. The End of Days

Julian