Shakra News

SHAKRA – erste(s) Video/Single am 08. Januar veröffentlicht!

Die Schweizer Hardrock Institution SHAKRA haben ihr bildgewaltiges Musikvideo für den Song „Too Much Is Not Enough“ veröffentlicht, welcher auch 1. Single zu dem kommende Album „Mad World“ ist.
Dieses wird das Licht der Welt am 28. Februar erblicken im Jahr ihres 25. Band Jubiläums!

Erhältlich als Digipak, farbiges Vinyl (limitiert).

Besucht SHAKRA live auf Tour:

03.04. (CH) Zug – Chollerhalle
04.04. (CH) Rubigen – Mühle Hunziken
09.04. (CH) Pratteln – Z7
14.04. (DE) München – Backstage
15.04. (DE) Nürnberg – Hirsch
16.04. (DE) Augsburg – Spectrum
17.04. (DE) Burgrieden – Riffelhof
18.04. (DE) Mannheim – Delta Metal Meeting
23.04. (CH) Solothurn – Kofmehl
24.04. (CH) Luzern – Schüür
25.04. (CH) Wetzikon – Hall Of Fame
07.05. (CH) Spiez – Lötschbergsaal (w/ Gotthard)
08.05. (CH) Lausanne – Métropol (w/ Gotthard)
09.05. (CH) Langenthal – Westhalle (w/ Gotthard)
15.05. (CH) Einsiedeln – Zwei Raaben (w/ Gotthard)
16.05. (CH) Brig – Simplonhalle (w/ Gotthard)
22.05. (CH) Biel – Kongresszentrum (w/ Gotthard)
28.05. (CH) Sursee – Stadthalle (w/ Gotthard)
08.07. (RU) Preslavl – Big Gun Festival
16.07. (DE) Balingen – Bang Your Head

MYSTIC PROPHECY – Metal Division

Band: Mystic Prophecy
Album: Metal Division
Spielzeit: 43:26 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: ROAR! Rock of Angels Records!
Veröffentlichung: 10.01.2020
Homepage: www.mysticprophecy.net

Nach dem letzten Coveralbum „Monuments Uncovered“ welches schon recht speziell war, sind die Jungs und das Mädel von MYSTIC PROPHECY rund um Mastermind und Sänger R.D „Lia“ Liapakis endlich wieder mit einem neuen Studioalbum zurück! Pünktlich zu Jahresbeginn hält die „Metal Division“ Einzug in unsere Stereoanlagen und MP3 Player.
Und wenn man die Qualität des letzten Studiodiskus „War Brigade“ als Maßstab nimmt kann uns hier nur eine weitere Perle des Power Metalgenres erwarten!
Das neue Album ist das Erste unter dem neuen Label ROAR! für die Band und wurde natürlich erneut von Fronter Lia produziert.
Mit dem Titeltrack „Metal Divison“ wird die Scheibe standesgemäß eröffnet denn hier kreist direkt der volle Heavy/Power Metalhammer der sofort die Nackenmuskeln angreift und einen schon nach kurzen nicht mehr los lässt!
Und nach diesem starken Beginn geht die wilde Fahrt erst so richtig los und beschert uns eine erste Hälfte die es absolut in sich hat.
Das brachiale „Eye to Eye“ macht hier den Anfang dicht gefolgt von eher episch angehauchten „Hail to the King“ über die Powerballade „Here comes the Winter“ und dem flott groovenden „Dracula“.
Nach diesem Hitgewitter bräuchte man als Fan erstmal etwas Erholung, die geben einem MYSTIC PROPHECY aber nicht wirklich geht es doch direkt mit dem melodischen „Together We Fall“ und dem Thrashausflug „Die with the Hammer“ weiter.
Der letzte Abschnitt der Scheibe kann dann nicht so ganz der bisherigen Hitdichte folgen, ist aber trotzdem noch x Mal besser als viele Songs bei den Mitkonkurrenten!

Anspieltipps:

Wie immer ist es bei einem MYSTIC PROPHECY Album schwierig einzelne Songs heraus zu picken. „Metal Divsion“, „Hail to the King“, „Here comes the Winter“ und „Dracula“ sollte man sich aber auf keinen Fall entgehen lassen!

Fazit :

Keine Frage auf MYSTIC PROPHECY war in den letzten Jahren einfach immer Verlass! Starke Alben, starke Liveshows und doch nach wie vor nicht so bekannt wie manch jüngere gehypte Truppe!
Das sollte sich auf jeden Fall echt mal dringend ändern, denn die Jungs und das Mädel rund um Mastermind Lia hauen hier das erste Genre Highlight des noch jungen Jahres 2020 raus was sich kein Heavy/Power Metalhead entgehen lassen sollte!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Metal Divsion
02. Eye to Eye
03. Hail to the King
04. Here comes the Winter
05. Curse of the Slayer
06. Dracula
07. Together We Fall
08. Die with the Hammer
09. Reincarnation
10. Mirror of a broken Heart
11. Victory is Mine

Julian

BROTHERS OF METAL – Emblas Saga

Band: Brothers of Metal
Album: Emblas Saga
Spielzeit: 55:22 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 10.01.2020
Homepage: www.facebook.com/brothersofmetalofficial

Wenn man in den letzten zwei Jahren nichts von den BROTHERS OF METAL mitbekommen hat, muss man metaltechnisch echt im Nirgendwo gelebt haben! Die 8 Mann/Frau starke Kombo aus Falun in Schweden hat mit ihrem Debüt „Prophecy of Ragnarök“ definitiv den Nerv der Zeit und den Geschmack der Metalfans getroffen. Das Debütalbum landete auf einige Jahreshitlisten und die Songs wurden mehr als 30 Millionen mal gestreamt, was eine mehr als beachtliche Zahl für einen Metalnewcomer ist!
Nun ist die Truppe, personell vollkommen unverändert, wieder zurück und präsentiert uns ihr zweites Album „Emblas Saga“ welches wieder vollgepackt mit nordisch angehauchten Mythenhymnen ist. Dieses Mal geht man stilistisch nochmal etwas mehr in die symphonische Ecke ohne jedoch die Power des Debüts vermissen zu lassen.
Das gesprochene Intro „Brood of the Trickster“ baut den Spannungsbogen da noch mehr auf und macht Lust auf mehr! Mit dem ersten richtigen Track „Powersnake“ wird diese Lust dann auch direkt gestillt. Mit der bekannten Mischung aus Epic und Power Metal überzeugt die Nummer direkt von Beginn an und entwickelt sich vor allem im Chorus zu einer absoluten Livegranate die vermutlich bald Einzug in die Setliste der Band halten sollte!
Das anschließende „Hel“ setzt noch mehr auf die Epickarte, ist dadurch etwas zu verschnörkelt geraten und lässt ein bisschen den Drive vom Vorgänger vermissen.
Bei „Chain Breaker“ ist aber wieder alles im absolut grünen Bereich und auch hier kann man von einen zukünftigen Livesetlistensong ausgehen. Toller Chorus der einen schon nach kurzem nicht mehr loslässt und sich metertief in die Gehirnwindungen frisst!
Der Mittelteil der Scheibe wird dann ganz klar vom epischen „Kaunaz Dagaz“, der gefühlvollen Ballade „Weaver of Fate“ und der Groovegranate „Njord“ dominiert. Hier bekommt man als Fan wieder das was man von der Band und von der Mucke erwartet.
Der epische Titelsong „Emblas Saga“ im Anschluss hat es dann aufgrund seiner langen Spielzeit und dem schleppenden Aufbau etwas schwer an der starken Mitteilteil anzuknüpfen, ist dann aber insgesamt doch ein würdiger Vertreter seiner Gattung!
Der letzte Abschnitt der Scheibe ist dann aber wieder erste Sahne geworden. Mit der Videosingle „One“, dem flotten „Ride of the Valkyries“ und dem abschließenden „To the Skies and Beyond“ haben wir hier nur Hits am Start die uns den Plattenabschluss mehr als versüßen!

Anspieltipps:

„Powersnake“ , „ Chain Breaker“, „Njord“, „One“ und „Ride of thge Valkryies“.

Fazit :

Das zweite Album der für mich stärksten Newcomer der letzten Jahre macht genau da weiter wo man beim Debüt aufgehört hat!
Die Mischung aus Power und Epic Metal mit mehreren Gesangsstimmen geht wieder voll auf und begeistert den geneigten Fan direkt auf Anhieb.
So geht das neue Album mit der gleichen Punktzahl wie schon das Debüt über die Ziellinie und Fans der Band und der Genre können hier wieder getrost zugreifen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Brood of the Trickster
02. Powersnake
03. Hel
04. Chain Breaker
05. Kaunaz Dagaz (Dawn of Fire)
06. Theft of the Hammer
07. Weaver of Fate
08. Njord
09. Emblas Saga
10. Brothers Unite
11. One
12. Ride of the Valkyries
13. To the Skies and Beyond

Julian

CELESTI ALLIANCE – Hybrid Generation

Band: Celestialliance
Album: Hybrid Generation
Spielzeit: 43:46 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Self Release
Veröffentlichung: 29.11.2019
Homepage: www.celestialliance.com

Es tut echt gut, nach zwei Monaten Rezensionspause die erste zu besprechende Platte im neuen Jahrzehnt anzuschmeißen und direkt mit Qualität konfrontiert zu werden. Nicht nur das; es ist noch etwas schöner, wenn die Platte dazu ein Debutalbum ist, das nicht nur auf die “Für ein Debutalbum ist das echt gut, die sollte man im Auge behalten”-Art gut ist, sondern ein wirklich smart und mit Herzblut komponiertes, von jeglichen Bandmitgliedern stark gespieltes und gut produziertes Ding. Besten Dank für den gelungenen Wiedereinstieg, CELESTI ALLIANCE! Was die Garage über die Talentschmiede da erreicht hat, ist finnischer Metal, irgendwo zwischen Power, Heavy und Hard Rock, mit präsenten aber nicht penetranten modernen Synths, der laut eigenen Angaben den Idolen der Band aus Großbritannien und Deutschland huldigt. Der Albumtitel “Hybrid Generation” passt, denn letztendlich kann man die Scheibe grob als 90er Heavy Metal im modernen Gewand beschreiben. Gott sei Dank ohne die Zwangsüberladung, die so viele Power-Metal-Alben heutzutage über sich ergehen lassen müssen, sondern nicht selten absolut reduziert auf die Grundbestandteile und in fetteren Passagen immer noch übersichtlich genug.
Sind die Melodien auf “Hybrid Generation” stark aber vielleicht nicht auf Todesohrwurmniveau, so macht der Spirit des Albums das absolut wett. Es ist selten, dass Bands in diesem Obergenre einen so expliziten Anspruch an sich selbst haben, nicht nur stimmungsvollen Heavy/Power Metal zu machen, sondern abseits der Genrekonventionen auch wirklich zu unterhalten. Man gebe sich alleine mal “Solitude”, dessen Titel nach standard Finnenmelancholie klingt, der aber ein mit Mut zur Lücke und zur Vielseitigkeit komponierter Track und in knapp 5 ½ Minuten mächtig vielseitig und unkonventionell ist. Und warum sollte man den MANOWAR-WotW-Tribute-Song nicht mit ein paar asozialen Synth-Akzenten pimpen, das knallende “Incomplete” durch dezente Electronic Percussion oder den Opener-Hit mit einer schönen E-Orgel? Dazu immer mal wieder ein paar Momente in den einzelnen Tracks, die unerwartet wie gelungen daherkommen, zum Teil hammerharter Spannungsaufbau, wie bei der gemein ruhigen Strophe von “Shadow Children”, und eine wunderbar vielseitige Gesangsleistung von Valtteri Heiskanen.
Bis auf das coole aber höhepunktarme “Broken Memories” bleibt jeder der acht Tracks akut im Kopf, wenn nicht als Ohrwurm, dann in seiner Grundatmosphäre. Ich gehe schwer davon aus, dass wir von dieser Band in Zukunft noch einiges hören werden. Auf jeden Fall wäre ich dankbar darüber!

Fazit:
Kleine Band, große Leistung. “Hybrid Generation” ist nicht nur für Debutalbum-Verhältnisse außerordentlich gelungen. Wer das Songwriting des 90er und frühen 2000er Metal vermisst und zugleich Spaß an nicht allzu ausuferndem Synth-Einsatz hat, der ist mit CELESTI ALLIANCE bestens beraten!

Anspieltipps:
“Celestial Law”, “Shadow Children”, “Solitude” und “Incomplete”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Celestial Law
02. Fierce And Free
03. Shadow Children
04. Broken Memories
05. Solitude
06. Incomplete
07. Louder Power
08. Hybrid Generation

Jannis

DARKTRIBE – Voici L’Homme

Band: Darktribe
Album: Voici L’Homme
Spielzeit: 51:46 min.
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 17.01.2020
Homepage: www.facebook.com/DarktribeOfficial

Irgendwie hat es Frankreich geschafft, als so ein Land in der öffentlichen Wahrnehmung aufzutreten, das verhältnismäßig wenig Metal parat hat. Dabei gibt es da durchaus einige und in letzter Zeit immer mehr Acts, die Qualität abliefern, und DARKTRIBE ist einer davon. Das Quartett aus Nizza hat seit 2012 zwei Alben veröffentlicht, mit “Voici L’Homme” steht nun das dritte in den Startlöchern. Kurz die offenen Fragen abgeklärt: Keine Sorge, bis auf den Titeltrack-Chorus sind die Lyrics auf englisch gehalten, es scheitert also für Kenner der englischen Sprache nicht am Textverständnis. Die Produktion ist saftig und gelungen, die Arbeit der Bandmitglieder kann sich absolut hören lassen und auf dem Programm steht Power Metal mit einer guten Portion Orchester und ein paar sporadischeren Synthsounds, die aber bis auf wenige Tracks (unter anderem “Faith And Vision”) äußerst sparsam eingesetzt werden.
Kompositorisch kratzt man durchaus partiell an den klassischen Power-Metal-Harmonien, ab und an unter Verwendung von denen, denen man als deutscher Metal-Fan aufgrund seiner zwangsweisen Sozialisierung mit Schlager eher schaudernd begegnet. Hält sich aber in Grenzen und insgesamt hat die Komposition doch einen eigenen Stil, der nur eben nicht immer durchdringt. Ansonsten gibt es einen hohen Dur-Anteil (ohne dass die Platte zu DRAGONFORCE-Cheese verkäme) und ein paar Versuche, böse und aggressiv zu klingen, die, wie so oft bei solchen Bands, naiv sympathisch nicht so richtig zünden, weil man im Endeffekt ohne die harmonische Sonnenschein-Kadenz doch nicht leben möchte. Die Arbeit der Rhythmusfraktion ist unterdessen modern, umgeht jedoch die Stolperfalle, in corige Instrumentals überzugehen und sich auf seelenlose Technikpräsentation zu reduzieren.
Viel Innovation ist von “Voici L’Homme” nicht zu erwarten, diese Art von Stil bedienen nicht allzu wenige Bands. Doch das, was sie machen, machen DARKTRIBE gut. Mal stampfend, mal tribend ( -.- ), mit teils beachtlichem Riffing (u.a. beim letzten Track “Symbolic Story”), zwischenzeitlich Erinnerungen an KAMELOT, STRATOVARIUS oder MOB RULES weckend und in der Ballade “The Hunger Theory” überraschend unkitschig nach einer erträglichen Version von JUDAS PRIESTs “Lost Love” vom “Nostradamus”-Album klingend.
Man kann viele der instrumentalen Parts der Songs in ihrer durchdachten Ausarbeitung auf jeden Fall loben, doch nicht selten – und hier kommt die Kritik – sind die Songs etwas überladen. Da hätte das Material dann auch in ein 40-Minuten-Album gepresst werden können und hätte doch einige Längen vermieden. Wo andere Bands wissen, wann es gut ist, möchten DARKTRIBE dann doch häufig noch einen Part drauf- oder dazwischensetzen, was dem Album einige Längen beschert.

Fazit:
Da “Zu viel Content” aber als Kritik schon Meckern auf hohem Niveau ist, kann man im Endeffekt sagen, dass “Voici L’Homme” ein gelungenes Symphonic—Power-Metal-Album ist, das Dur-lastig aber nicht zu kitschig ausfällt und auf ganzer Linie professionell gemacht ist.

Anspieltipps:
“Prism Of Memory”, “Faith And Vision” und “The Hunger Theory”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. March For A Prophecy
02. Prism Of Memory
03. Voici L’Homme
04. A Silent Curse
05. Faith And Vision
06. Back In Light
07. Under The Tree Of Life
08.According To Darkness
09. The Hunger Theory
10. Symbolic Story

Jannis

LIONHEART – Valley Of Death

Band: Lionheart
Album: Valley Of Death
Spielzeit: 24:40 min
Stilrichtung: Hardcore
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 15.11.2019
Homepage: www.facebook.com/lionheartca

Nach gut zwei Jahren heißen uns LIONHEART wieder an der Westküste willkommen. Mit „Valley Of Death“ schließt der Bay Area Fünfer nahtlos an „Welcome To The Westcoast“ an und zeigen uns auch hier deutlich, warum LIONHEART die Könige des Bay Area Hardcore sind. Immer schön in die Fresse rein und die Leute mal so gar nicht zu Atem kommen lassen. LIONHEART halt. Und mit Album #6 werden die Jungs sogar noch einen Ticken lauter und härter, auf Verschnaufpausen kann man hier lange warten.
Schon der Opener und Titeltrack „Valley of Death” lässt so manches Fanherz höher hüpfen. In typischer LIONHEART-Manier wütet sich Fronter Rob Watson durch den knüppelnden Song. Überhaupt scheint Wut eines der hervorstechenden Merkmale der 2004 in der Bay Area gegründeten Band zu sein, das hat auch mit dem neuesten Dreher nicht nachgelassen. Vor allem Kritiker des LHHC bleiben davon nicht verschont, wie im Song „For The Record“ deutlich zu hören ist.
Ein kleines Schmankerl ist „Rock Bottom“, werden die Jungs um Rob Watson doch glatt von STICK TO YOUR GUNS Frontsau Jesse Barnett unterstützt. Es ist eine Freude, die zwei Jungens sich durch den Song brüllen zu hören. Definitiv eines der Highlights auf „Valley Of Death“. Ein weiterer Gast findet sich dann mit Rapper JET BLACK „Before I Wake“. Eine durchaus gelungene Mischung, die auf Anhieb zündet.
Mit dem kleinen Doublebass-Gimmick in „When I Get Out” hat sich der Kalifornien-Fünferpack eine nette Überraschung ausgedacht. Der Song strotzt so sehr vor Kraft, dass er schon fast nicht mehr laufen kann.
Ein richtiger Circlepit-Kracher findet sich mit „Stories Form The Gutter“, bei dem man einfach atemlos und geschafft zurückbleibt. Obwohl extrem schnell, verliert er doch nicht die LIONHEART-typische Handschrift. Geschickt haben die Jungs noch ein paar geniale Breakdowns eingebaut und ab geht die wilde Fahrt.
Und dann ist es passiert. Nach knapp 25 Minuten und 10 richtig geilen Songs endet „Valley Of Death“ auch schon. Mit dem schon fast entspannenden „Dragging Heaven“ und einem Auszug aus TOM PETTYs „Free Fallin‘“ als Outro haben die Jungs aber einen mehr als passenden Abschluss gefunden.

Fazit: LIONHEART liefern mit „Valley Of Death” ein starkes sechstes Album mit 10 starken Songs ab. Aggressive 25 Minuten, die ordentlich reinknüppeln. Hier wird nicht lange gefackelt, hier wird losgelegt. Kann man mehr verlangen? Ja, man kann. Wie schon bei vielen eingespielten Bands hätte ich mir auch hier mehr Mut zu Innovationen gewünscht. Dennoch, die Songs strotzen nur so vor Energie und purer Aggression und „Valley Of Death“ lässt einen trotz kleiner Schwächen mehr als zufrieden und ausgepowert zurück.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01.Valley Of Death
02. Burn
03. For the Record
04. Rock Bottom
05. When I Get Out
06. Born Feet First
07. Stories From The Gutter
08. Before I Wake
09. In My Skin
10. Dragging Heaven

Tänski

AGNOSTIC FRONT – Get Loud!

Band: Agnostic Front
Album: Get Loud!
Spielzeit: 30:08 min
Stilrichtung: Hardcore
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 09.11.2019
Homepage: www.facebook.com/agnosticfront

AGNOSTIC FRONT holen die Hardcore-Keule wieder raus. Und das so gewohnt genial-gut, dass man gar nicht anders kann als im NYHC-Rausch durch die Gegend zu springen. Was die Jungs aus New York mit „Get Loud!“ hier wieder auf die Beine gestellt haben, wirkt anscheinend wie ein Jungbrunnen. Denn auch nach über drei Jahrzehnten wirkt die Band frisch, laut und immer noch wütend.
Das alles spürt man auch schon direkt im passend gewählten Opener „Spray Painted Walls“, gefolgt vom thrashartigen „Anti Social“. Zwei Kracher, die schon die Richtung vorgeben und deutlich machen, wie jung die alten Hasen auch heute noch sind. Aber wer denkt, AGNOSTIC FRONT können nur altbekanntes, irrt sich. Der Titeltrack „Get Loud!“ sticht positiv heraus und in den Songs sind wieder mehr Hardcorepunk Einflüsse eingewoben worden. Aber auch der NYHC-typische Sound fehlt hier natürlich nicht. „Urban Decay“ und „Isolated“ seien hier genannt, zwei astreine Hardcore-Perlen, die deutlich zeigen, warum Agnostic Front auch nach 35 Jahren immer noch zu den Besten ihres Faches gehören. Roger Miret am Mikro ist immer noch ein Garant für feinsten NYHC und liefert mit Bandgründer und Gitarrist Vinnie Stigma ein knackig kurzes, gerade mal 30 Minuten dauerndes Album mit 14 Songs, ab, Abfeiergarantie inklusive..Unterstützt werden die beiden Herren durch Basser Mike Gallo, Drummer Pokey Mo und den erst 2014 eingestiegenen Gitarrero Craig Silverman.
„Get Loud!“ besticht auch durch sein grandioses Coverartwork, dass ein wenig an das AGNOSTIC FRONT Meisterwerk „Cause For Alarm“ erinnert. Kein Wunder, stammt es doch von Sean Taggart, der auch schon das 86er Album gekonnt in Szene gesetzt hat.
AGNOSTIC FRONT haben mit „Get Loud!“ viel richtig und gar nichts falsch gemacht. Die Band hat auch nach 35 Jahren noch viel zu sagen und geben allen eine Stimme, die keine haben. Dabei ist die Band authentisch wie eh und je und gerade diese Authentizität hat dafür gesorgt, dass es AGNOSTIC FRONT auch nach Jahrzehnten noch gibt. Auch wenn der New Yorker 5er keine Stadien füllt, sind die mittlerweile ergrauten Herren immer noch die wichtigsten Wegbereiter und das Aushängeschild für Hardcore.

Fazit: In die Jahre gekommen? Nein, nur älter und besser. AGNOSTIC FRONT zeigen mit „Get Loud!“ wo der Frosch die Locken hat und warum Hardcore nicht unterzukriegen ist. Wer mit AGNOSTIC FRONT und Roger Mirets spezieller Stimme bisher nichts am Hut hatte, sollte sich „Get Loud!“ nicht zulegen, aber für Fans der Band ist das mittlerweile 12. Album ein absolutes Muss und ein genialer Leckerbissen.

It’s time to Get Loud!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Spray Painted Walls
02. Anti Social
03. Get Loud
04. Conquer And Divide
05. I Remember
06. Dead Silence
07. AF Stomp
08. Urban Decay
09. Snitches Get Stitches
10. Isolated
11. In My Blood
12. Attention
13. Pull The Trigger
14. Devastated

Tänski

THE MURDER OF MY SWEET – Brave Tin World

Band: The Murder Of My Sweet
Album: Brave Tin World
Spielzeit: 56:40 min
Stilrichtung: Cineastic Progressive Rock/Metal
Plattenfirma: Frontiers Records / Soulfood
Veröffentlichung: 06.12.2019
Homepage: www.facebook.com/tmomsband

Knapp zehn Jahre nach ihrem Debüt, legt uns diese aussergwöhnliche Formation unter dem Titel „Brave Tin World“ einen neuen Silberling vor. Leichte Kost bietet die Band um Produzent Daniel Flores. auch Anno 2019 nicht an, aber eben das ist im Laufe der Jahre zum Markenzeichen der Schweden geworden. Seine Talente in Sachen Songwriting/Produktion konnte Flores zwischenzeitlich auch bei anderen Projekten wie FIND ME und FIRST SIGNAL unter Beweis stellen. Diese wiederrum eher im AOR Sektor angesiedelt sind und waren. Ganz nebenbei wurde auch noch die Solo-Scheibe seiner Sängerin Angelica Rylin produziert (2013). Der Sound von TMOMS beinhaltet weiterhin cineastisch-progressiv angehauchte Elemente, getragen von der Ausnahmestimme von Miss Rylin. Wer gerne über den Tellerrand schaut und auf einen nicht alltäglichen Sound bevorzugt, sollte an dieser Scheibe Gefallen finden. Aber auch Anhänger melodischer Klänge finden hier genug Kraftfutter.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Tin Soldiers
02. My Religion
03. Head Of The Snake
04. Reasons To Live
05. Save In The Shadows
06. Hit The Ground
07. Everyone Wins
08. Memento
09. Keeper Of The Flame
10. Worth Fighting For
11. Alchemy Of Sins

Bonne

Video Link:

OUTLASTED – Waiting for Daybreak

Band: Outlasted
Album: Waiting For Daybreak
Spielzeit: 46:19 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Melodic Rock Records
Veröffentlichung: 26.07.2019
Homepage: www.facebook.com/Outlasted

Bereits mit ihrem Debüt Album aus dem Jahre 2016, konnte die norwegische Formation OUTLASTED in sehr positiver Weise auf sich aufmerksam machen, nebst vieler guter Rezensionen. Auch die beiden Singles „Someone Like You“ und „Ghost Of Love“ erhielten viel Zuspruch und zahlreiche Radio Einsätze.
Album Nummer 2 war somit auch wegweisend für die Norweger. Gleich vorweggenommen, die Richtung stimmt auch diesmal zu 100 %.
Der sehr gediegene Melodic Rock setzt sich auch bei Rundling Nummer 2 direkt in den Gehörgängen fest und das auf überaus positive Weise.
Sänger Glenn Wikran’s Vocal Parts verleihen auch heuer dem Sound von OUTLASTED die entsprechend eigenständige Note.
Titel wie „All Because Of You“, „Chains Of Destiny“ oder „Time Mends A Broken Heart“ gehören mit zum Besten, was es in diesem Genre Anno 2019 auf die Lauscher gab.
Mit „Lighthouse“ ist OUTLASTED zudem eine großartige Ballade geglückt. Für Fans der Melodischen Klänge mit AOR Charakter ein “Must Have“, ohne Wenn und Aber!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. All Because Of You
02. Time Mends A Broken Heart
03. She’s The One
04. Lighthouse
05. Learning To Live Again
06. Owner Of My Heart
07. Chains Of Destiny
08. Come Hell Or High Water
09. Jane’s Got A Lover
10. After All These Years
11. Dedication
12. Moment In Time

Bonne

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