EX DEO – The Immortal Wars

Band: Ex Deo
Album: The Immortal Wars
Spielzeit: 38:23 min
Stilrichtung: Pagan Metal,  Melodic Death Metal
Plattenfirma: Napalm Records
Veröffentlichung: 24.02.2017
Homepage: www.facebook.com/exdeo

2008 wurde es den Musikern von KATAKLYSM wohl etwas langweilig und die Jungs aus Kanada gründeten das Nebenprojekt EX DEO. Jetzt, mit dem mittlerweile 3. Studioalbum, ist das Baby endgültig erwachsen geworden. Mit der neuen Scheibe  „The Immortal Wars“ wird der Weg des Römischen Reiches und seiner Kriege weiter beschritten und der Zuhörer wird mit aller Härte mitten in das Zeitalter der Punischen Kriege katapultiert. Endlich mal ein Geschichtskurs, der Spaß macht und das macht das neue Album definitiv.
Schon  der episch wuchtige Opener „The Rise of Hannibal“, der diesem großen Feldherrn gewidmet ist, setzt sich mit seinen harten Riffs direkt im Gehörgang fest. Die martialische Härte der einzelnen Stücke wird durch Maurizio Iaconos Gesang perfekt ergänzt und mit kompositorisch fein abgestimmten epischen Elementen atmosphärisch dicht untermalt. Im Gegensatz zu einigen anderen Bands dieses Genres, die sich stellenweise zu sehr in hochtrabendem  Geseiere verlieren, bleibt der Stil durchweg brachial episch und verweichlicht nicht zu einer Popcorn Geschichtsstunde, die in der Belanglosigkeit verschwindet. Iacono schafft es mit EX DEO das Miteinander von Death Metal und orchestralen Akzenten zu perfektionieren, ohne dass es ins kitschige abdriftet oder zu überladen wirkt. Der stimmig eingesetzte martialische Bombast schafft es, die von Iacono besungenen dramatischen Momente noch dramatischer zu gestalten und sorgen für die genau passende – stellenweise düstere – Atmosphäre, die den Charme des neuen EX DEO Werkes ausmachen.

Vor allem das etwas zu kurz geratene „Suavetaurilia (Intermezzo)“ besteht fast hauptsächlich aus diesen Arrangements, gefolgt vom dramatischen „Cato Major: Carthago delenda est!“. Beide Stücke zusammen erzeugen eine derart spannende und in eine wallende Toga gehüllte Atmosphäre, die einem schlicht die Schuhe aus und römische Sandalen anzieht. Mit „The Roman“ wurde ein passender und nochmal in ganzer Härte zuschlagender Abschluss des Gesamtkunstwerks über die unsterblichen Kriege gefunden.
Mit einer knackigen Spielzeit von 40 Minuten werden die Zuhörer fast spürbar Augen- bzw. Ohrenzeuge der  Punischen Kriege und man möchte sich am liebsten eine Tunika überwerfen und mit den Legionären von EX DEO headbangend gegen Hannibal und Co. in den Krieg ziehen.
Wer also auf gut gemachten symphonischen Death Metal steht, der aus dem üblichen Einheitsbrei deutlich hervorsticht, kommt am neuesten Werk der römischen Kanadier definitiv nicht vorbei. Einzig die stellenweise etwas flach geratenen Gitarren sorgen für einen Punktabzug in dem sonst absolut überzeugenden Drittwerk der Jungs aus Kanada.


WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Rise of Hannibal
02. Hispania (Siege of Saguntum)
03. Crossing of the Alps
04. Suavetaurilia (Intermezzo)
05. Cato Major: Carthago delenda est!
06. Ad Victoriam (The Battle of Zama)
07. The Spoils of War
08. The Roman
09. The Roman (Radio Edit)

Tanja

CELLADOR – Off the Grid

Band: Cellador
Album: Off the Grid
Spielzeit: 43:06 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Scarlet Records  
Veröffentlichung: 10.03.2017
Homepage: www.cellador.com

Eine Melodic Metalband aus Amerika? Dar gibt es jetzt wirklich nicht soo viele! Daher haben die Jungs von CELLADOR schon einen kleinen Exotenstatus. Gehört hatte ich von der Band bisher noch nie, bis mir die Promo des neuen Albums „Off the Grid“ ins Haus flatterte welches der langerwartete Nachfolger des letzten Albums „Enter Deception“ darstellt.
Viel gibt es über die Band noch nicht zu berichten, sie werden als das große Ding der Power Melodic Metalszene gehypte und haben wohl schon ordentlich Liveerfahrung mit so Größen wie TRIVIUM, HELLOWEEN, SONATA ARCTICA, QUEENSRYCHE oder GAMMA RAY gesammelt.
Mal schauen, ob der Hype berechtigt ist. Als Opener tönt uns „Sole Survivors“ entgegen indem die Jungs schon mal ordentlich Gas geben. Die Bezeichnung Melodic Metal würde ich hier auf jeden Fall vollauf stehen lassen. Gesang im angenehmen Bereich, ordentliche Melodien und ein toller Chorus. Ein absolut gelungener Opener!
Flott geht es auch beim anschließenden „Break Heresy“ zu allerdings ohne die notwendige Eingängigkeit so das der Song recht schnell in Vergessenheit gerät. Ähnlich ergeht es dann leider auch dem folgenden „Shadowfold“.
Von Kaliber des tollen, melodischen Openers ist dann wieder „Wake Up the Tyrant“ und auch der Titeltrack „Off the Grid“ fällt in diese Kategorie.
Danach gibt es erstmal ein paar eher durchschnittlichere Songs zu verkraften, zwischendurch gibt es mit „Good Enough“ nochmal eine kleine Perle zu entdecken, bevor dann mit dem abschließenden „Running Riot“ die pfeilschnelle US Melodic Metalfahrt sein Ende findet.

Anspieltipps:

Hier kann ich euch auf jeden Fall “Sole Survivors”, “Wake up the Tyrant”, “Off the Grid” sowie “Good Enough” definitiv ans Herz legen.

Fazit :

Ja die US Boys von CELLADOR haben auf ihrem neuen Album einige starke Tracks an Bord, aber insgesamt ist das Material doch eher im solide Mittelfeld angesiedelt und auch die immer gleich bleibende Methodik bzw. rasende Geschwindigkeit der Songs geht einen irgendwann doch etwas auf die Nerven!
Hier wäre etwas Abwechslung auf jeden Fall gut gewesen, so bleibt es abschließend bei einer guten, soliden Leistung und Benotung. Nicht mehr aber auch nicht weniger!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Sole Survivors
02. Break Heresy
03. Shadowfold
04. Wake Up the Tyrant
05. Off the Grid
06. Swallow your Pride
07. Shimmering Status
08. Good Enough
09. This Means War
10. Running Riot

Julian

STEEL MESSIAH – Of Laser and Lightning

Band: Steel Messiah
Album: Of Laser and Lightning
Spielzeit: 23:46 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion  
Veröffentlichung: Oktober 2015
Homepage: www.facebook.com/SteelMessiahofficial

Ein waschechter Oldschool Schwermetall Newcomer aus der wunderschönen deutschen Stadt Ulm hat sich dieser Tage noch auf unseren Rezitisch verirrt! Die Rede ist von den Jungs von STEEL MESSIAH die bereits im letzten Jahr ihre Debüt EP „Of Laser and Lightning“ veröffentlicht haben.
Viel gibt es über die Jungs noch nicht zu berichten, lassen wir daher lieber ihre Musik sprechen, die schon einiges an Staub in der Underground Szene aufgewirbelt hat. 
Mit „Struck by Lightning“ beginnt die EP. Hier haben wir eine epische Nummer die öfters durch Tempowechsel auffällt, die etwas über 2 Minuten ein reines Instrumental ist bevor hier der Gesang einsetzt der ebenfalls schön variabel gehalten ist und mal hoch mal in normaler Lage gehalten ist. An sich und insgesamt ein guter Opener der zeigt das die Band beileibe keine Anfänger mehr sind!
Aus einem ganz anderen Kaliber ist der nächste Song „Dr. Steel“ geschnitzt. Schön eingängig und Oldschool so dass es eine wahre Freude für die Anhängerschaft sein sollte! Die absolut nach Tru Metal klingenden Lyrics tun hierzu ihr übriges!
„Bringer of Pain“ im Anschluss versprüht ordentlich JUDAS PRIEST Feeling und kann ebenfalls direkt auf Anhieb begeistern, zumindestens den Oldschool Fan.
Bei den letzten beiden Tracks „Fast n Sharp“ und „Motorcycle Maniac“ will der Funke aber nicht komplett überspringen wie bei den Nummern zuvor, das ist aber nicht so schlimm zeigen die Jungs doch zuvor welches Potential sie drauf haben und das man sich auf das erste Fullenght Scheibchen von ihnen definitiv freuen kann!

Anspieltipps:

Bei einer EP natürlich schwierig, aber ich würde hier ganz klar „Struck by Lightning“ und „Dr. Steel“ nennen.

Fazit :

Als erstes Lebenszeichen ist diese EP vom STEEL MESSIAH auf jeden Fall bestens geeignet und noch dazu recht gut gelungen! Fans von Oldschool Heavy Metal werden hier vermutlich vor Freude die Luftgitarre rausholen.
Die Leistung ist im solide bis starken Bereich anzusiedeln auf der die Band auf jeden Fall aufbauen kann!
STEEL MESSIAH diesen Namen sollte man sich für die Zukunft definitiv merken!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Struck by Lightning
02. Dr. Steel
03. Bringer of Pain
04. Fast n Sharp
05. Motorcycle Maniac

Julian
 

BLACK DIAMONDS – Once Upon A Time

Band: Black Diamonds
Album: Once Upon A Time
Spielzeit: 55:52 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 24.03.2017
Homepage: www.black-diamonds.ch

Black Diamonds sind ein schweizer Hard Rock Quartett, bestehend aus Michael Kehl (Gesang, Gitarre), Andi Fässler (Bass), Manuel Peng (Schlagzeug) und Andreas Rohner (Leadgitarre). Sie bringen nunmehr ihr drittes Album mit dem Titel ‚Once Upon A Time‘ heraus, die ersten beiden wurden 2008 (‚First Strike‘) bzw. 2013 (‚Perfect Sin‘) veröffentlicht. 
‚Once Upon A Time‘ wurde im eigenen Studio aufgenommen und durch Tobias Lindell abgemischt, das Mastering übernimmt Dragan Tanaskovic in den Bohus Sound Studios in Göteborg (Abba, Europe, In Flames, H.E.A.T., uvm.). 
Den Einstieg macht das dramatische Intro ‚Tales Untold‘ bevor es mit ‚The Ghost And The Shadow weiter geht, etwas metallischer als die sonst eher hardrockigen Nummern, wie z.B. ‚Love Stick Love‘. Hier findet man, wie in einigen der Songs, einen eingängigen Chrorus. Melodisch und mehr Hair Metal geht es weiter mit ‚Pieces Of A Broken Dream‘, dann kommt die dahinfließende Ballade ‚Love, Lies, Loneliness‘, die durch ein paar Streicher unterstützt wird. Zu ‚Vampires Of The Night‘ erschien kürzlich ein Video, es gründet zusammen mit ‚Not Going Home‘ die Partyfraktion des Albums mit etwas MÖTLEY CRÜE Flair. 

Zusammenfassend: Ein gut rockendes Album, dessen Songs ein breites Stimmungssprektrum aufweisen. Ein paar Füller gibt es zwar, aber Freunde von Hard Rock mit teilweise glamigen Einflüssen á la MÖTLEY CRÜE oder auch TIGERTAILZ werden hier Spaß haben, vor allem mit meinen persönlichen Favoriten ‚Pieces Of A Broken Dream‘ und ‚Not Going Home‘. Insgesamt, finde ich, eine starke Scheibe.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Tales Untold 
02. The Ghost And The Shadow
03. Love Stick Love
04. Romeo & Juliet
05. Pieces Of A Broken Dream
06. Love, Lies, Loneliness
07. Thrillride
08. Vampires Of The Night
09. Not Going Home
10. Hard To Let Go
11. Years
12. This Is A Love Story

Lotta

SIGNUM REGIS – Decennium Primum

Band: Signum Regis
Album: Decennium Primum
Spielzeit: 46:31 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion  
Veröffentlichung: 17.03.2017
Homepage: www.signum-regis.com

Das letzte Album „Chapter IV:The Reckoning“ der Jungs von SIGNUM REGIS ist noch nicht mal zwei Jahre alt und schon steht man mit einem neuen Silberling, obwohl man eigentlich nur eine EP geplant hatte, namens „Decennium Primum“ wieder Gewehr bei Fuß!
Möglich machte das der Gewinn eines Bandcontest der der Truppe die nötige Unterstützung zuteilwerden ließ um das neue Album in Eigenproduktion auf den Markt zu bringen. Für die Produktion zeichnet sich dieses Mal Bassist und Mastermind Ronnie König verantwortlich und man muss sagen der Mann hat wirklich einen guten Job gemacht.
Personell gibt es keine Änderungen im Vergleich zum letzten Diskus zu verzeichnen, einzig der ehemalige Gitarrist Ado Kalaber hat hier ein paar Gastgitarrensolos beigesteuert.
Und apropos Vergangenheit mit dem Song „Train to Neverland“ ist die Fortsetzung des Songs „Neverland“ vom Debütalbum hier vertreten und auch alte Songideen der SIGNUM REGIS Vorgängerband TRIGGER werden hier bei zwei Songs verwendet.
Klingt nach ordentlich Back to the Roots, mal schauen wie das neue Album so tönt?
Als Opener gibt es direkt den Titelsong „Decennium Primum“ auf die Ohren der aber nur ein einleitendes, epischeres Intro ist.
Mit „Unfold the Mystery“ geht es dann zum ersten Mal so richtig zur Sache und man merkt direkt das die Jungs die Marschroute vom letzten Album „Chapter IV: The Reckoning“ gleich weiter voll durchziehen. Kraftvoller Melodic Metal mit einprägsamen Chorus wird uns hier direkt geboten unterstützt mit ordentlich Doublebass Drumming dass dem armen Schlagzeuger die Füße gebrannt haben müssen!
Der nächste, etwas epischere, Track „Damnatio Ad Bestias“ steht dem vorherigen Song qualitätsmäßig dann in Nichts nach und brennt sich ebenfalls direkt in unsere Lauschlappen.
Nach dem etwas zu gewöhnlichen „Screaming for Justice“ geht es bei „Kingdom of Light“ gleich wieder direkt etwas nach oben von der Qualität her, bevor man beim krachenden „The Future King“, übrigens eines der angesprochenen Überbleibsel der Band TRIGGER, wieder vollends zurück in der Qualitätsspur ist!
Das eingängige „Thunder and Rain“ und „Train to Neverland“ sind dann die nächsten beiden Hochkaräter die diese Platte ausmachen und mit dem abschließenden TRIGGER Überbleibsel „A Psalm of Life“ wir dann ein neues, sehr ordentliches SIGNUM REGIS Album abgeschlossen.

Anspieltipps:

Hier solltet ihr euch auf jeden Fall „Unfold the Mystery“, „Damatio Ad Bestias“, „The Future King“, „Thunder and Rain“ und „Train to Neverland“. 

Fazit :

Ganz klar, auf dem neuen SIGNUM REGIS Album wird erneut guter, qualitativ hochwertiger Melodic Metal geboten den die Fans der Band so zu schätzen gelernt haben!
Qualitätsmäßig würde ich das neue Werk auf einer ähnlichen Stufe einschätzen wie den Vorgänger, vielleicht eine kleine Spur kompakter. Wie auch immer auf jeden Fall bekommen die Fans hier genau das was sie erwarten und insofern gibt es hier auch ganz klar eine erneute Kaufempfehlung!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Decennium Primum
02. Unfold the Mystery
03. Damnatio Ad Bestias
04. Screaming for Justice
05. Kingdom of Light
06. The Future King
07. Well Deserved
08. Thunder and Rain
09. Train to Neverland
10. A Psalm of Life

Julian
 

THUNDER – Rip It Up

Band: Thunder
Album: Rip It Up
Spielzeit: 51:13 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: ear Music
Veröffentlichung: 10.02.2017
Homepage: www.thunderonline.com

THUNDER sind nicht totzukriegen. Und das ist auch gut so. Denn die britischen Hardrocker haben nicht nur mit den ersten beiden Alben „Backstreet Symphony“ 1990 und „Laughing On Judgement Day“ zwei Jahre später überzeugen können. Danny Bowes, Luke Morley, Ben Matthews, Gary „Harry“ James und Chris Childs – so das aktuelle Line-Up – konnten sich über die Jahrzehnte immer wieder neu erfinden. Zumindest im eigenen musikalischen Kreis. Im Grunde waren THUNDER aber schon immer eine Bluesband, auch wenn die Frühwerke durch ihre Hochglanzproduktionen eine gewisse Einfachheit vermissen ließen. Aber der Blues kristallisiert sich auf ihrem elften Studioalbum, das ebenso elf neue Tracks enthält, wohl so stark heraus wie selten zuvor. 

Dabei geben die Briten beim Opener „No One Gets Out Alive“ noch die waschechten Hardrocker. Mit viel Energie und Engagement machen sie klar, dass sie quicklebendig im Jahr 2017 angekommen sind. Denn das neue Album ist nicht nur ein Ausflug in die Siebziger und dessen bluesgetränkten Classic Rock, sondern lebt eindeutig auch im Hier und Jetzt. Nach dem relativ harten Öffner zeigen THUNDER mit dem Titeltrack samt seinem rhythmischen Groove eine ganz andere Seite. Dass beides Schokoladenseiten sein können, haben die Briten schon oft bewiesen. Und so ist es auch auf dem neuen Werk. Egal, ob die bereits erwähnten Stücke, betont rockiges wie „She Likes The Cocaine, ruhige Momente wie bei „Right From The Start“ oder der lässige Rausschmeißer „There´s Always A Loser“ – THUNDER musizieren immer mit Hingabe. 

Dass THUNDER live immer überzeugen konnten, ist wirklich kein Geheimnis. Einige ihrer Alben wurden in der Vergangenheit allerdings nicht mit genügend Aufmerksamkeit bedacht. Wollen wir hoffen, dass „Rip It Up“ da besser wegkommt. Und auch wenn es darauf keine Gassenhauer der alten THUNDER-Schule zu bestaunen gibt: die Klasse ist vorhanden – immer noch. 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

1.    No One Gets Out Alive
2.    Rip It Up
3.    She Likes The Cocaine
4.    Right From The Start
5.    Shakedown
6.    Heartbreak Hurricane
7.    In Another Life
8.    The Chosen One
9.    The Enemy Inside
10.    Tumbling Down
11.    There´s Always A Loser

Stefan

SUICIDE SILENCE – Suicide Silence

Band: Suicide Silence
Album: Suicide Silence
Spielzeit: 44:15 min
Stilrichtung: Deathcore, Nu Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 24.02.2017
Homepage: www.suicidesilence.net

Mit Spannung wurde es erwartet, das neue Album der Death Core Helden aus Kalifornien. Es ist das zweite Werk der Post-Lucker-Ära und auch das zweite Album mit dem neuen Sänger Eddie Hermida. Wer jetzt aber wie beim Vorgänger „You Can’t Stop Me„ ein Death Core Album erwartet hat, wird enttäuscht werden. Auch ich muß zugeben, dass ich beim ersten Reinhören des schlicht aber passenderweise mit „Suicide Silence“ betitelten Werkes meine Schwierigkeiten mit den Songs hatte. Aber aufgeben ist nicht und nach dem ich mir das Album jetzt noch einige Male reingezogen habe, verstehe ich auch den Albumtitel. SUICIDE SILENCE gehen mit „Suicide Silence“ neue Wege.

Weg vom reinen Death Core, weg von der schweren Bürde die Luckers Tod mit sich gebracht hat, hin zu einem neuen Stil an den sich die Fans definitiv erst noch gewöhnen müssen – sofern sie bereit sind, sich darauf einzulassen.  Schon der Opener „Doris“ hat nicht nur einen Fan verwirrt zurück gelassen, in den sozialen Medien hagelte es bereits negative Kritik als der Song veröffentlicht wurde. Zu Unrecht, wie ich schon beim zweiten Durchgang feststellen durfte. Der Song ist zwar deutlich von dem entfernt, was die Band in der Vergangenheit durch die Boxen geschickt hat, aber dadurch nicht unbedingt schlechter. Es ist mit Sicherheit nicht verkehrt, sich ab und zu mal neu zu erfinden und dass das natürlich die alteingesessenen Fans verschreckt, ist nicht anders zu erwarten. Der Death Core wird auch nicht völlig von der Scheibe verbannt, bei „Hold Me Up, Hold Me Down“ und „Don’t Be Careful, You Might Hurt Yourself“ spürt man in ganz deutlich, wenn auch mit leicht angezogener Handbremse.
Sehr stark fällt natürlich der Klargesang Eddie Hermidas auf, der aufgrund des Stilbruchs und der neu beschrittenen Pfade deutlich mehr Raum findet. Was ebenfalls unmissverständlich erkennbar ist, sind die Einflüsse der Band. Bei den Songs „Dying In A Red Room” und “The Zero” wird man unwiderruflich an die DEFTONES erinnert, während sich “Silence” und „Hold Me Up, Hold Me Down“ an den Nu Metal-Pionieren KORN orientieren. Auch SLIPKNOT und sogar SEPULTURA findet man wieder und wie bereits erwähnt, sogar etwas der alten SUICIDE SILENCE.
Getrübt wird das Album durch die nicht ganz astreine Produktion von Ross Robinson und dem nicht immer ganz passenden Gesang von Hermida. Leider – und das ist der drastischste Punkt – merkt man, dass SUICIDE SILENCE ihren Weg noch nicht gefunden haben. Die verschiedenen Stile, die auf dem neuen Album gemixt werden, machen das Zuhören stellenweise schwierig. Sobald man sich in ein Lied und einen Stil eingefunden hat, ballert der nächste Song einen wieder in eine völlig andere Sphäre. Es bleibt daher nur zu hoffen, das SUICIDE SILENCE ihren Weg finden werden. Die Ansätze sind deutlich zu erkennen und sich aus dem teilweise ewig gleich klingenden Death Core Brei rauzuwinden, sollte der Band nicht schaden. 


WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01.  Doris
02. Silence
03. Listen
04. Dying In A Red Room
05. Hold Me Up Hold Me Down
06. Run
07. The Zero
08. Conformity
09. Don't Be Careful You Might Hurt Yourself

Tanja

TWENTYDARKSEVEN – Momentum

Band: TwentyDarkSeven
Album: Momentum
Spielzeit: 48:42 min
Stilrichtung: Heavy Rock
Plattenfirma: Metalapolis Records  
Veröffentlichung: 10.03.2017
Homepage: www.facebook.com/Twentydarkseven

2014 erschien das Debütalbum „Roar“ der Heavy Rock Band TWENTYDARKSEVEN um Fronter und Ex PUMP Sänger Marcus Jürgens und Ex WICKED TEMPTATION Gitarrist Peter Wagner.
Nun knapp drei Jahre später erscheint dieser Tage das zweite Album der Band mit dem klangvollen Titel „Momentum“. Und der Titel ist Programm hat man sich doch mit einem zweiten Gitarristen verstärkt um den Sound noch druckvoller zu gestalten. So zieht man das Beste aus dem aktuellen Moment und dürfte in der gleichen musikalischen Schnittmenge unterwegs sein wie auch schon auf dem Debüt…Heavy Rock mit Eiern!
Als erster Track dröhnt uns „Stranger than Fiction“ entgegen. Ein typischer Bandrocker der nur in Nuancen von der etwas härteren Ausrichtung der Band erzählt. Die Nummer hätte eigentlich auch sehr gut auf dem Debütalbum stehen können, gut abgehen tut das Ganze auf jeden Fall, den ganz großen Wurf haben wir hier aber noch nicht.
Direkt beim nächsten Song „Falling Away“ greift die Band aber ganz oben ins Qualitätsregal! Zwar wird hier auch nicht rotz frech und knackig drauf los gerockt, eher bewegt man sich hier im langsameren Midtempobereich mit dem Hang zum Mainstream, aber die Nummer ist dermaßen eingängig das es eine wahre Freude ist!
Apropos eingängig, dieses Merkmal können wir auch beim wesentlich rockigeren und härteren „The Devil‘s Doom Delight“, dem abwechslungsreichen „Shadows of the Sun“ und der Halbballade „Heaven in Black“ schreiben. Hier geht es erneut direkt auf unsere Hitliste!
Somit wäre die erste Hälfte schon mal mehr als überzeugend. Werfen wir noch einen Blick auf den zweiten Teil der Scheibe.
Und auch hier haben sich weitere Rockperlen eingenistet. Nehmen wir nur mal das langsame „Coming Home“, die erste Single „Shotgun Heart“ oder den Abschlusstrack „Through Hell and Back“ . Alles Tracks die Anhänger des Genre richtig Freude machen werden, so viel ist sicher! Aber verschwiegen werden darf auch nicht, das es hier den ein oder anderen etwas schwächeren Track gibt, aber insgesamt geht das Album vollkommen in Ordnung!

Anspieltipps:

Auf jeden Fall solltet ihr euch “Falling Away”, “The Devil’s Doom Delight”, “Shadows of the Sun”, “Heaven in Black” sowie “Shotgun Heart” nicht entgehen lassen.

Fazit :

Mit ihrem neuen Album beweisen die Jungs von TWENTYDARKSEVEN das sie im Vergleich zu ihrem Debütalbum ganz klar eine Steigerung hinbekommen haben! Man merkt das die Songs insgesamt mehr Druck haben und mehr nach vorne gehen.
Abwechslungsreich ist die Truppe auch unterwegs, nimmt man doch des öfteren den Fuß vom Gaspedal.
So kommt insgesamt ein tolles zweites Album raus, was Fans der Band und des Genre insgesamt auf jeden Fall zusagen sollte!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Stranger than Fiction
02. Falling Away
03. The Devil‘s Doom Delight
04. Shadows of the Sun
05. Heaven in Black
06. Coming Home
07. Shotgun Heart
08. Spoke in the Wheel
09. This Side of Hell
10. Through Hell and Back

Julian

MAJESTY – Rebels

Band: Majesty
Album: Rebels
Spielzeit: 53:45 min
Stilrichtung: True Heavy Metal
Plattenfirma: NoiseArt Records
Veröffentlichung: 03.03.2017
Homepage: www.majesty-metal.de

Die deutschen True Heavy Metaller von MAJESTY sind in den letzten Jahren fleißig geworden! Seit dem sie beim Label NoiseArt Records sind lassen sie mal mehr, das letzte Album „Generation Steel“, mal weniger gute, „Banners High“, Alben auf die Anhängerschaft los.Nachdem Mastermind Tarek dieses Mal sehr vollmundig das neue Album „Rebels“ beworben hat, war man gespannt ob die Jungs erneut ihre Stärken so richtig ausspielen können und das Ganze ein wahres Fest für die True Metaller unter uns werden wird?
Epische Hymmnen und große Refrains gibt es ja schon so einige in der Bandhistorie, mal schauen wie sich die neue Platte da einreiht?
Los geht’s auf jeden Fall erstmal mit dem obligatorischen Intro „Path to Freedom“ angelehnt an so manch Sandalettenfilm.Bei „Die like Kings“ wird dann zum ersten Mal ordentlich der True Metalhammer geschwungen! Heavy, Melodic, Geschwindigkeit alles da um mal ordentlich die Rübe kreisen zu lassen. Wesentlich langsamer und stampfender präsentiert sich dann das anschließende „Rebels of our Time“ welches live ziemlich abgehen dürfte vermute ich mal!
Nach dem etwas zu flachen „Yolo HM“ haben wir mit „The Final War“ und „Across the Lightning“ aber gleich wieder die nächsten Ohrbomben zu verzeichnen. Zeichnet sich erst genannte Nummer noch mit toller, punktgenauer Keyboardunterstützung aus, sind es beim zweit genannten Track die ruhigeren, emotionalen Töne die einen hier absolut begeistern.
„Fireheart“ ist dann wieder gute Standard MAJESTY Kost, ohne das dies jetzt abwertend gemeint ist, und danach startet die Band nochmal so richtig den Nachbrenner und durch! Denn was man mit dem SABATON Gedächtnissong „Iron Hill“, dem fluffigen keyboardlastigen „Heroes in the Night“ und dem Bangerdoppelpack „Running for Salvation“/“Fighting till the End“ vom Stapel lässt ist ganz großes Tennis und gehört mit Sicherheit zu den besten Tracks der Band aus der letzten Zeit!
So endet ein MAJESTY Album was nicht zu unrecht als eines, wenn nicht sogar das stärkste, Album der Band im Vorfeld bezeichnet wurde.

Anspieltipps:

Auch dieses Mal reihen sich Hit an Hit, die Tracks die ein bisschen hervor gucken sind aber mit Sicherheit “Die like Kings”, “Rebels of our Time”, “Across the Lightning”, “Iron Hill” sowie “Heroes in the Night”.

Fazit :

Tja da hat der gute Tarek den Mund wirklich nicht zu voll genommen mit seiner Ankündigung! Das neue Album klingt aufgrund der punktgenauen Keyboardunterstützung sehr frisch und die tollen Refrains und Chöre die die Band bislang auch ausgezeichnet haben, sind ebenfalls hier wieder massig vertreten. Nach dem letzten, schon ausgezeichneten, Album „Generation Steel“ nun also nochmal eine kleine Steigerung.
So ist es kein Wunder das der Silberling fast die Höchstnote abräumt und True Metalheads hier ihre wahre Freude haben werden!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Path to Freedom
02. Die like Kings
03. Rebels of our Time
04. Yolo HM
05. The Final War
06. Across the Ligthning
07. Fireheart
08. Iron Hill
09. Hereos in the Night
10. Running for Salvation
11. Fighting till the End

Julian

MAJESTY News

"Rebels Of Our Time" Kurzfilm und offizielles Musikvideo

MAJESTY präsentieren zu ihrem brandneuen Song "Rebels Of Our Time" den ersten Kurzfilm in der Geschichte des Heavy Metals. Der Film erzählt eine spannende Story in einer postapokalyptischen Zukunft welche dann in ein cooles Musikvideo zum Song übergeht.

Zu sehen gibt es den Streifen hier:

Sänger Tarek kommentiert das außergewöhnliche Projekt:
"Wir sind alles sehr große Filmfans und wir hatten schon lange im Hinterkopf einen Kurzfilm zu drehen der genau das wiederspiegelt wofür die Band steht.  Unser neues Album "Rebels" ist in aller Hinsicht ein großer Schritt für uns und wir wollten daher einfach mehr als ein stinknormales Musikvideo machen. Wir sind unfassbar stolz auf das Ergebniss was in erster Linie aber nicht nur an uns sondern an dem gesamten Filmteam und den Schauspielern liegt. Alle haben das Projekt mir enormer Hingabe und Herzblut unterstützt. Wir haben beim Dreh viele neue Freunde gewonnen!"

Für den Kurzfilm haben sich MAJESTY mit den ambintionierten jungen Filmemachern Dennis Keller, Oliver Allweyer und Daniel Roschy zusammengetan welche das von Tarek geschriebene Drehbuch sehr leidenschaftlich und professionell umgesetzt haben.

Dennis Keller hierzu:
"44 Stunden Drehzeit in 3 Tagen, durchschnittlich nie über -5°C und ein geniales Team. Von der Maske über das Catering bishin zu unseren Schauspielern hat alles gepasst – und ich denke dass sieht man auch im Ergebnis!"

"Rebels Of Our Time" stammt vom neuen MAJESTY Album "Rebels" und kann hier als digitale Single erworben werden. Das Album könnt ihr euch als CD, LP, digital sowie als streng limitiertes Boxset unter http://rebels.noiseart.eu bestellen.

Das Making-Of zum Kurzfilm gibt es hier zu sehen:

„Rebels" gehört bei voller Lautstärke in die Anlage und wird dank seiner „Hymnen" auch live dem Status „Majesty 2.0" vollkommen gerecht – lasst euch wegblasen!

Verpasst nicht die große Europa-Tour:

BATTLE BEAST
w/ MAJESTY + special guests
Dates & Tickets: www.majesty-metal.de