BEYOND THE MIRROR – Beyond the Mirror (RG Zeitmaschine)

Band: Beyond The Mirror
Album: Beyond The Mirror
Spielzeit: 45:47 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Eigenproduktionn
Veröffentlichung: 1996
Homepage: www.beyondthemirror.com

Ich bin beim kramen in meiner Sammlung wieder mal auf diese Privatpressung gestossen.
Empfohlen wurde mir diese CD damals 1996 von Hansi und Jürgen den beiden Inhabern von Hang Loose Records, die meinten das könnte was für mich sein. Und wie recht die Beiden hatten. Leider ist mir nach dem Album nichts mehr bekannt was aus den Musikern wurde oder weiteren CDs veröffentlicht wurden. Dieses Album ist mitlerweile sehr rar und teuer geworden aber jeden Pfennig wert den es damals gekostet hat und heute kostet.
Immer wenn ich dieses Album höre werde ich an eine Zeit erinnert in der es keinen Teuro gab, ein VW Golf kostete noch keine knappen 60.000 DM und wenn man an die Tanke musste kaufte man diese nicht gleich mit. Das Ding macht einfach beim anhören spaß, ohne auf Trends zu Achten zogen BEYOND THE MIRROR ihr Ding knallhart durch, und das mit einer Leichtigkeit und Leidenschaft.
Über die Bandmitglieder ist mir leider nichts bekannt, ich hatte damals noch kein Internet mußte beim Mailorder des Vertrauens noch telefonisch bestellen, und als Internet verfügbar war gab es die Homepage nicht mehr.
Geboten wird hier melodischer Hardrock der Oberklasse, ab und zu mit leichten Progelementen die das Material sogar noch leicht aufwerten anstatt zu Schaden.
Angefangen wird mit dem Flotten Melodicrocker “Take Me Higher” gefolgt vom harten “One Step” das leicht melancholisch daher kommt aber dennoch Spass macht.. “Familiar Stranger” der als Ballade anfängt und dann zum Powerrocksong mutiert, ein Melodiemonster das am Ende richtig abgeht und einer der beiden besten Songs auf dem Album ist. Dann kommt mit “Lie” ein AOR Song der gut ins Ohr geht. “I’ll Never Forget” ist wieder mit leichten Progelementen angereichert ist aber trotzdem sehr eingängig. Der Stampfer “The Warrior” ein sehr Flottes Instrumental und eine Mischung aus AOR und Melodic Rock ist. “Break The Silence” der Zweite der beiden besten Songs ein Rocker der an die Besten der Zunft ran riecht.
“Divine” und “I’m The One” können den Hohen Standart leider nicht halten. Die Ballade “Blessing In Disguise” lädt zum Träumen ein. Mit dem sehr guten Rocker “Let It Go” wird eine sehr gute Privatpressung die nahzu Unbekannt ist würdig beendet.
Die Produktion ist für eine Eigenproduktion auf einem erstaunlich hohen Level und kann mit Major Produktionen mithalten.
9,5 Punkte gibts von mir für eine starke Produktion und dem hervorragenden Songmaterial bei einer Privatpressung.

Fazit:

Für diejenigen die auch mal über den Tellerrand schauen und Melodic Rock mit leichten Progelementen eine Chance geben aber auch für die bei denen Melodic Rock der Favorit ist, viel Spass beim suchen und natürlich auch beim Entdecken der Juwelen auf diesem Dreher.

Anspieltips:

“Take Me Higher”, “One Step”, “Familiar Stranger”, “Lie”, “I’ll Never Forget”, “Warriror”, “Break The Silence” und “Let It Go”

WERTUNG:

Trackliste:

01. Take Me Higher
02. One Step
03. Familiar Stranger
04. Lie
05. I’ll Never Forget
06. The Warrior
07. Break The Silence
08. Divine
09. Blessing In Disguise
10. I’m The One
11. Let It Go

Helmut

MOLLY HATCHET – Battleground

Band: Molly Hatchet
Album: Battleground
Spielzeit: 96:02 min
Stilrichtung: Southern Rock
Plattenfirma: Steamhammer / SPV
Veröffentlichung: 29.11.2019
Homepage: www.mollyhatchet.com

Was kann man über MOLLY HATCHET schreiben, sie gehören mit Sicherheit zur Spitze der Southern Rocker neben LYNYRD SKYNYRD, DOC HOLLIDAY und den ALLMAN BROTHERS. Mit der Art und Weise wie die Songs gespielt werden und mit der für diese Musikrichtung gemachten Stimme von Phil McCormack am Mikrofon, der im April 2019 viel zu Früh verstorben ist.
Nun erscheint knapp eine Woche vor Beginn einer Tour von MOLLY HATCHET in Deutschland und der Schweiz mit Jimmy Elkins von Bounty Hunter als Sänger, dieses Live Album als 2-CD-Digipack. Dieses Live Album hat es in sich und macht Lust drauf einen Auftritt an zu sehen.
Geboten werden zahlreiche Bandklassiker mit einem Bobby Ingram an der Gitarre, Tim Lindsey Bass, John Galvin Keyboards und Shawn Beamer am Schlagzeug.
Die Bandklassiker umspannen die vier Jahrzente andauernde Bandhistorie.
Aufgenommen wurden die Songs bei Shows in Ludwigsburg, in Prattlen Schweiz und während der 40th-Anniversary Tour durch die USA.
Einzelne Songs zu erwähnen würde diesem Album nicht gerecht werden, dafür ist das auf dem Album befindliche Material zu gut. Die Produktion befindet sich auf einem sehr Hohen Level, fast schon zu gut und glatt poliert, es fehlen irgendwie die Ecken und Kanten die man bei einer Live Show einer Southern Rock Band erwartet.
Für Southern Rocker die gerne Live Shows ansehen ein absolutes muss. Ich ziehe hier fast die Bestnote, ein Zehner wäre es mit mehr Ecken und Kanten geworden, aber fast volle Punkte ist ein Beweis für die Qualität der Musiker und dem ausgezeichnetem Songmaterial. Das Fantasy Cover Artwork, das so typisch für MOLLY HATCHET steht, stammt von Paul Raymond Gregory.
Bourbon ins Glas, Battleground in den Player, zurück lehnen und einfach genießen.
Battlground erscheint als 2-CD-Digipack, 3-fach-LP im Gatefold-Cover und im digitalem Format.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

CD 1:
01. Bounty Hunter
02. Whiskey Man
03. Why Won’t You Take Me Home
04. Son Of The South
05. American Pride
06. Edge Of Sundown
07. Fall Of The Peacemakers
08. Devil’s Canyon
09. One Man’s Pleasure
10. The Creeper
11. In The Darkness Of The Night

CD 2:
01. Justice
02. As Heaven Is Forever
03. I’m Gonna Live ‚Til I Die
04. Beatin‘ The Odds
05. Jukin‘ City
06. Dreams I’ll Never See
07. The Journey
08. Flirtin‘ With Disaster

Helmut

KINGCROWN – A Perfect World

Band: Kingcrown
Album: A Perfect World
Spielzeit: 46:48 min
Stilrichtung: Heavy/Power Metal
Plattenfirma: ROAR! – Rock Of Angels Records
Veröffentlichung: 01.11.2019
Homepage: www.facebook.com/kingcrownmetal

Ich muss ehrlich sagen: Ziemlich schnell, nachdem ich das letzte Album von KINGCROWN (damals noch ÖBLIVIÖN) rezensiert habe, hab ich es trotz guter Bewertung aus den Augen verloren und angesichts der Masse an neuer Musik, die mich seitdem erreichte, komplett vergessen, was das eigentlich war. Nun, Neustart mit “A Perfect World”, dem Nachfolger von “Resilience”, und ich könnte die Rezension der letzten Platte fast nochmal verwenden.
Nach wie vor machen KINGCROWN Power Metal der härteren Sorte, mit ein paar Chören und Orchestern angereichert, aber abseits von Kitsch (außer bei OVER THE MOON und seiner Acoustic Version). Jo Amores Gesang hat für mein Gefühl erheblich an Qualität zugelegt, er sitzt nun besser und agiert sehr im Sinne der Musik. Man darf sich halt nicht vom Opener “The Flame Of My Soul” stressen lassen, der mit recht tiefen und nicht wirklich gut durchkommenden Vocals beginnt – höher klingt besser und ist auf “A Perfect World” auch die Regel.
Hinsichtlich der Melodien will ich eigentlich auch nicht meckern. Die ganz großen Würfe sind nicht unbedingt dabei, dafür machen Parts wie der Refrain des fixen “The End Is Near” oder die Dur-angehauchten Harmonien von “Soundtrack Of My Existence” melodietechnisch echt Freude. Und wo die Melodien nicht Oberklasse sind, leisten doch die angenehm harten und auf Vielseitigkeit ausgelegten Arrangements ihren Teil, das Unterhaltungslevel in einer angemessenen Höhe zu halten. Eigentlich ist es sogar dieses Verhalten der Band, immer wieder mit Eingängigkeit um die Ecke zu kommen, um diese dann kurzerhand durch einen böseren Abschnitt oder auch einen dezenten Progressive-Faktor zu zerlegen, das das Album, obgleich ich auch nach dem vierten Hördurchgang keine Melodien davon im Ohr habe, beständig interessant hält.
Oh, und dazu gibt es mit “Sad Song For A Dead Child” einen doomigen Hammertrack, der sich aber sowas von sehen lassen kann. Dazu eine Produktion, die klargeht – doch, so halb hoffe ich, auch “A Perfect World” direkt wieder zu vergessen, um beim nächsten Album wieder so angenehm überrascht zu werden.

Fazit:
KINGCROWN ist eine der Bands, die Power Metal machen, der sich nicht in Extreme verrennt und einem nach Track 3 mit seinen nervig-fröhlichen Pisskadenzen bereits nur noch auf die Nerven geht. Stattdessen gibt es auf “A Perfect World” eine unterhaltsame Mischung aus kitschfreieren Power-Metal-Melodien mit einer guten Menge Druck, natürlich und nicht überproduziert klingend und mit Symphonic- und wenigen Progressive-Elementen. Kann ich wenig gegen einwenden!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Flame Of My Soul
02. Qumran Caves
03. In The Sky Of Athens
04. The Human Tide
05. Over The Moon
06. The End Is Near
07. Golden Knights
08. Sad Song For A Dead Child
09. Soundtrack Of My Existence
10. A Perfect World
11. Over The Moon (Acoustic Version)

Jannis

KEEN HUE – Heydays

Band: Keen Hue
Album: Heydays
Spielzeit: 42;48 min
Stilrichtung: Melodicrock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 29.11.2019
Homepage: www.facebook.com/pages/category/Musician-Band/Keen-Hue-137383786328216/

KEEN HUE wurde 1978 von Bassist Lars-Ake Nilsson, Gitarrist Ake und Drummer Anders gegründet. Als Coverband gestartet fing man 1982 mit dem Einstieg von Stefan Moren an der Gitarre und neuem Drummer Peter Ytterberg an eigene Songs zu schreiben, die von Bands wie JUDAS PRIEST und BLACK SABBATH inspiriert waren. Im selben Jahr nahmen K EEN HUE die erste Single “Spread Your Wings Of Fire/One Of Two” in einer Auflage von 500 Stück und selbst-finanziert auf.
1985 wurde ein Vertrag bei Ebony Records für das Album Ogre King unterschrieben, dass gute Kritiken in Europa und Übersee bekam.
Nach einer längeren Tour durch Schweden und einem wechsel am Mikrofon erschien 1993 Juicy Fruit Lucy. In der Folge drehte sich das Personalkarussell und man spielte unter dem Namen KEEN HUE-UNDER COVER vorrangig Coversongs.
Mit Heydays wird das dritte Album nach 26 Jahren veröffentlicht.
Geboten wird sehr guter eingängiger Melodicrock, die Songs sind in den Jahren zwischen 1981 und 1989 geschrieben worden. Zu vergleichen ist KEEN HUE am ehesten mit 220 VOLT zu Eye To Eye Zeiten, FAIR WARNING nur einen Ticken härter, auch durch die Stimme von Sänger Lars-Ake Nilsson der eine Ähnlichkeit zu Tommy Heart oder auch Bax Fehling von Bad Habit aufweist.
Die Songs klingen weder antiquiert oder angestaubt, gut produziert kommt Track für Track aus den Boxen.
Mein persönlicher Favorit ist “We Don’t Need War” der mich vom Aufbau her an “Silent Soldier” von AXE erinnert und würde gut in die Playlist jeder Rockdisco passen. Aufgrund der Anspieltips und dem oben erwähnten Song vergebe ich fast die Höchstnote, eine 10 würde es sein wenn die Produktion einen Ticken kräftiger und die ein bis zwei Füller nícht wären.

Anspieltips_

“Fly Away”, “Blue Girls”, “Stay Around”, “Crossfire”, “Gimme Love”, “We Don’t Need War” und “Wasted Time”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Fly Away Honey
02. Blue Girls
03. Stay Around
04. Crossfire
05. Gimme Love
06. Take It Or Leave It
07. The Doctor’s Crying
08. We Don’t Need War
09. Wasted Time
10. Ogre King

Helmut

SIGNUM REGIS – The Seal of a New World

Band: Signum Regis
Album: The Seal of a New World
Spielzeit: 62:27 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Beyond the Storm Productions
Veröffentlichung: 22.11.2019
Homepage: www.signum-regis.com

Die Jungs von SIGNUM REGIS haben sich in den letzten Jahren echt gemausert und haben, angeführt von Basser und Mastermind Ronnie König, ein Hammeralbum nach dem anderen auf den Markt gebracht. Die Rezis dazu findet ihr natürlich hier bei uns!
2017 erschien in Eigenregie das letzte Album „Decennium Primum“ welches zu gleich leider das letzte Album mit dem Sänger Mayo Pentranin war. Kurz danach schied er aus und hinterließ eine Lücke die es erstmal wieder zu füllen galt.
Dies schaffte man dann nach einigen Suchens mit der Verpflichtung von Jota Fortinho mit dem man nun mit dem neuen, siebten Album „The Seal of a New World“ und etwas geänderten Sound zurück auf der Bildfläche ist.
Dieser geänderte Sound wird schnell greifbar, wenn man den Opener „Kings of the Underground“ startet. Denn der neue Sänger Jota hat doch ein wesentlich breiteres Gesangsorgan als sein Vorgänger und man klingt daher wieder etwas mehr wie zu Beginn der Bandkarriere wo noch ein gewisser Göran Edman das Mirko innehatte.
Die Nummer an sich ist ein schneller Midtempotrack der sich schon nach kurzem in den Gehörgängen festsetzt, ein sehr schöner Beginn!
Das anschließende „Prisoner`s Elegy“ geht dann wesentlich erdiger, groovender und druckvoller zu Werke. Hier liefert Jota ebenfalls einen genialen Job ab und zeigt warum er als neuer Sänger verpflichtet wurde. Mega Performance des neuen Fronters!.
„I always go All In” kann dann direkt im Anschluss ebenfalls überzeugen wie auch der Titeltrack „The Seal of a New World“ der den Mittelteil der Scheibe einleitet.
Und auch in der Folge gibt es noch einige starke Tracks zu entdecken! So z.B. das melodische „A Memory“, „Never Surrender“ oder „Fly Away“.
Viel Qualität gibt es hier also um die Ohren, Stinker oder Standardmetalsongs sind so gut wie keine zu finden!
Den Abschluss bilden dann die Powerballade „Shalom“ und das kraftvolle „Scheme of Lies“ welche ebenfalls direkt überzeugen können.

Anspieltipps:

„Kings of the Underground“, „Prisoner`s Elegy”, “I always go All in”, “The Seal of a New World” und “Shalom”.

Fazit :

Alles im grünen Bereich im Hause SIGNUM REGIS würde ich sagen! Mit dem neuen Sänger Jota hat man eine erstklassige Wahl getroffen und auch der etwas geänderte Sound steht der Band perfekt zu Gesicht.
Viele Songs bleiben direkt hängen und begeistern auf Anhieb und auch ansonsten macht man hier nicht viel falsch auf dem neuen Diskus.
Daher kann hier ganz klar eine Kaufempfehlung für Fans des Genres und der Band ausgesprochen werden!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Kings of the Underground
02. Prisoner`s Elegy
03. I always go All In
04. The City of God
05. The Seal of a New World
06. A Memory
07. Phantasmagoria
08. Let Freedom Ring
09. Never Surrender
10. Fly Away
11. Shalom
12. Scheme of Lies

Julian

CRYSTAL VIPER – Tales of Fire and Ice

Band: Crystal Viper
Album: Tales of Fire and Ice
Spielzeit: 42:02 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 22.11.2019
Homepage: www.crystalviper.com

Die Female fronted Metaller von CRYSTAL VIPER rund um Fronterin Marta Gabriel blicken auf eine beeindruckende Karriere zurück! Insgesamt hat man schon sechs Alben auf den Markt gebracht und schickt sich nun an diesen Triumphzug mit dem neuen, siebten, Album „Tales of Fire and Ice“ fortzusetzen.
Nach eigenen Aussagen wandert man auf dem neuen Album aber etwas weg vom bisherigen klassischen Heavy Metal hin in die Dark Power Metal Ecke. Ob das jedem Fan gefällt?
Finden wir es heraus indem wir uns, nach dem einleitenden „Prelude“, dem ersten richtigen Song „Still Alive“ widmen. Hier klingt erstmal noch alles wie gewohnt und man wähnt sich im bisherigen klassischen Heavy Metal zu Hause. Aber schon nach kurzem und vor allem beim Chorus kommen einen erste Zweifel und das Ganze tönt dann eher nach Melodic Power Metal.
Mal schauen was der nächste Track „Crystal Sphere“ uns für Erkenntnisse eröffnet? Ganz klar hier bewegt man sich sehr weit weg vom bisherigen Sound und ist tatsächlich, wie angekündigt, eher im Power Metal unterwegs. Insgesamt rauscht die Nummer ziemlich an einen vorbei ohne großartig aufzufallen.
Besser macht es dann das anschließende „Bright Lights“. Hier hat man es mit einem kompakten, griffigen Power Metal Song zu tun der einen so schnell nicht mehr loslässt!
Die, dem Mittelteil einleitende, Powerballade „Neverending Fire“ ist ebenfalls nicht von schlechten Eltern und weiß schnell zu begeistern.
Danach geht es aber erstmal eher in den Standardmetalbereich denn das Instrumental „Interlude“, „Under Ice“ und auch das pfeilschnelle „One Question“ (hier ist man zu 100 % im Power Metal angekommen) können nicht so wirklich überzeugen und fliegen ziemlich an einen vorbei.
Aber man hat Gott sei Dank noch drei, sehr ordentliche, Tracks auf der Habenseite im Anschluss.
Los geht’s mit dem klassischen groovenden „Tomorrow Never Comes“, danach folgt die tolle Ballade „Tears of Arizona“ und der abschließende CD Bonus Track „Dream Warriors“.
Alle drei sind erstklassige Nummern die das Album wunderbar abrunden und abermals beweisen was die Band so drauf hat!

Anspieltipps:

„Still Alive“, „Bright Lights“, „Neverending Fire“, „Tomorrow Never Comes“ und „Tears of Arizona“.

Fazit :

Glasklar, CRYSTAL VIPER haben auf ihrem neuen Diskus ordentlich am Bandsound gedreht und sind tatsächlich eher in der Power Metal Ecke unterwegs! Ob das jedem Altfan gefällt wage ich nicht zu sagen, auf jeden Fall tönt das Ganze nicht schlecht und man kann hier auf jeden Fall eine klare Kaufempfehlung für Fans von female fronted Power Metal aussprechen.
Nun bin ich mal gespannt wo die musikalische Reise der Band hingeht!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Prelude
02. Still Alive
03. Crystal Sphere
04. Bright Lights
05. Neverending Fire
06. Interlude
07. Under Ice
08. One Question
09. Tomorrow Never Comes
10. Tears of Arizona
11. Dream Warriors

Julian

BASHDOWN Interview

 

Nach dem wirklich gelungenen Debüt „A New Set Of Problems“ (das Review gibt es natürlich auch bei Rock-Garage: https://www.rock-garage.com/bashdown-a-new-set-of-problems/) habe ich mir natürlich nicht die Chance nehmen lassen, die Jungs aus Hannover in einem kleinen Interview mal etwas von sich erzählen zu lassen. Viel Spaß beim Lesen \m/

T.G: Ihr seid eine noch relativ junge Band, könnt ihr euch und eure Musik kurz
vorstellen? Wer ihr seid und was ihr so macht?

BASHDOWN: Yepp, relativ einfach. Wir sind Martin an der Gitarre, Flo am Bass, Helge D an den Drums und auch Helge H zuständig für die Vocals. Martin und Helge D haben schon längere Erfahrung mit Musik (unter anderen Hate Squad) und Flo und Helge H sind relativ neu dabei Musik zu machen. Unsere Musik selbst ist ein Mix aus allem was uns selbst gefällt. Das ist primär in der Hardcore Richtung angesiedelt, aber auch einige Metal Einflüsse sind auch vertreten. Wichtig für uns ist, dass es groovt.

T.G: Wie habt ihr euch gefunden? Kennt ihr euch schon länger oder war alles eher ein
glücklicher Zufall?

BASHDOWN: In der jetzigen Besetzung kennen wir uns auch schon seit Ewigkeiten. Als wir vor etwas über einem Jahr angefangen haben war es noch eine andere Besetzung, da ursprünglich
es eher Spaß unter Kumpels war. Da Helge H einen eigenen Raum mit Schlagzeug, Gitarren- und Bassanlage hat, probierten wir einfach just for fun rum. Dann kamen wieder andere dazu, alles hat sich irgendwie mehr gefestigt, wir haben die ersten Songs geschrieben und dann dank unserem Produzenten Kai Panschow dann auch relativ schnell eine gute Gelegenheit gefunden die Songs professionell aufzunehmen.

T.G.: Wie seid ihr auf euren Bandnamen und das Logo dazu gekommen?

BASHDOWN: Der Name sollte irgendwie die Musikrichtung repräsentieren: Also auf die Glocke, einfach alles niederwalzen. Und das ist Bashdown. Das Logo sollte seinen Sinn erfüllen
indem es den Namen unterstützt, gewissermaßen auch die Oldschool Attitude mit beinhaltet, die uns als Band auch verbindet.

T.G.: Am Bandlogo ist eure Stilrichtung ja schon deutlich erkennbar, wie sehr identifiziert ihr euch mit Bands wie HATEBREED oder MADBALL und der dazugehörigen Szene? Seht ihr darin eine Einschränkung oder ist es eher ein Ansporn festgelegte Grenzen zu überschreiten?

BASHDOWN: Auf Hatebreed und Madball stehen wir definitiv, allerdings war es nicht unsere Absicht unbedingt deren Logos zu kopieren, sondern unser Logo so zu kreieren, sodass es zu uns
passt. Und wenn das nun in eine ähnliche Richtung geht, dann ist das auch OK. Einschränkungen sehen wir nicht, da wir natürlich auch musikalisch weiter entwickeln werden, denn die erste Platte ist ja im Prinzip in noch nicht mal 6 Monaten vom scratch mit einer komplett neuen Band entstanden. Wichtig für uns ist es Musik zu machen, mit der wir uns auch identifizieren können und die uns vor allem Spaß macht.

T.G.: Wie läuft euer Songwriting ab? Habt ihr einen kreativen Mastermind oder ist das immer ein gemeinsames Werk?

BASHDOWN: Die erste Platte war eine Kooperation aus wirklich allen Beteiligten, sogar von Leuten die bei den Aufnahmen schon gar nicht mehr in der Band waren oder auch mit Ideen
von Kai. Bei den neuen Songs ist sehr sehr viel aus Martins Feder entstanden, aber das hört ihr dann im nächsten Jahr ☺

T.G.: Euer Debütalbum „A New Set Of Problems” ist in der Szene sehr gut angekommen, arbeitet ihr schon Ideen für Album #2 aus? Oder habt ihr sogar schon erste Songs in der Pipeline?

BASHDOWN: Natürlich! Das Songwriting ist nahezu abgeschlossen, ab Januar geht es ins Studio und dann starten wir die Aufnahmen für das neue Album.

T.G.: Welche Songs auf „A New Set Of Problems” sind eure Lieblingssongs und warum?

BASHDOWN: Jeder bringt irgendwie seine Favoriten mit, jedoch Songs wie To the T, Karma oder Life ´s short klingeln bei allen von uns gleichermaßen da diese unglaublich grooven und
pushen.

T.G.: Mit Helge habt ihr einen ehemaligen Pro Skater an Bord, was sind eure Leidenschaften und wie könnt ihr diese mit der Band und der Musik vereinen?

BASHDOWN: Ja, Helge war früher extrem aktiv in der Skate-Scene und auch BMX. Jeder hat seine Hobbies neben der Band, ganz gleich ob das V8 Amis oder sonst was sind. Musik ist
jedoch ein extrem großer Part, der uns alle verbindet, ob das nun Club-Konzerte oder Festivals sind, oder einfach nur Musik machen.

T.G.: Was sind eure Lieblingsbands und wie finden sie sich in euren Songs wieder?

BASHDOWN: Jetzt alle Bands aufzuzählen wäre recht umfangreich, denn das geht irgendwo bei Oldschool wie Agnostic Front, Cro-Mags und Madball los und dann natürlich über alle
Stilrichtungen bis hin zu Bands wie Messuggah, Crytal Lake oder Whitechapel. Bei uns hört man auf der A.N.S.O.P. ziemlich deutlich den Hardcore Touch heraus. Welche Bands das nun sind, die uns da beeinflusst haben ist schwierig zu definieren.

T.G. Hat sich euer Leben seit BASHDOWN und „A New Set Of Problems“ sehr geändert? Wenn ja, wie?

BASHDOWN: Da wir viele Shows spielen und noch weitere Platten produzieren möchten proben wir natürlich härter und intensiver und bereiten uns auch gerade auf die neuen Aufnahmen
vor. Das kostet natürlich mehr Zeitz und muss auch irgendwie mit unseren Jobs und familiären Privatleben vereinbart werden.

T.G.: Welche Ziele habt ihr euch als Band gesetzt, wie geht es jetzt weiter mit BASHDWON? Was können die Fans alles noch erwarten?

BASHDOWN: Anfang des Jahres beginnen wir mit den Aufnahmen des zweiten Albums, dann haben wir im Januar und Februar als Support eine Tour geplant. Das ist noch nicht zu 100%
wasserdicht, daher möchten wir da jetzt noch nicht zu viel verraten. Des Weiteren stehen noch ein paar Einzelshows an. Traum wäre es auf jeden Fall, wenn wir irgendwie an ein paar Festival Shows für das nächste Jahr rankommen könnten, das ist allerdings extrem Schwierig, da uns da auch leider die Kontakte fehlen bzw. es noch keine Rückmeldungen gab. Wir hoffen aber noch 🙂

Und Rock-Garage versorgt euch natürlich mit allen News zum neuen Album und zur Tour.

 

WORK OF ART – Exhibits

Band: Work of Art
Album: Exhibits
Spielzeit: 46:35 min
Stilrichtung: AOR, Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 08.11.2019
Homepage: https://de-de.facebook.com/musicofworkofart

Das schwedische Trio WORK OF ART hat mit seinen bisherigen 3 Alben eigentlich nur extrem hochwertige AOR Kost vorgelegt. Den Vorwurf, dass der Sound der Truppe allzu nahe an den offensichtlichen Vorbildern Toto klebt kann man durchgehen lassen. Allerdings gibt es nur wenige Bands, die in diesem Fahrwasser fahren und so konsequent Qualität abliefern wie WORK OF ART. Und da Toto ja auch nicht mehr die produktivste Band unter der Sonne ist, können Genre-Fans froh sein, dass jemand die Lücke so gekonnt schliesst. Auch auf Album Nummero 4 sind die bekannten Trademarks (edelstes Songwriting, treffsichere musikalische Beiträge, eine angenehm transparente Produktion) wieder zu Hauf vorhanden. Hinzu gekommen sind allerdings auch deutliche Verweise auf (härtere) Journey. Das ist alles nicht unbedingt spannend. Auf Ihrem Feld sind die Jungs allerdings mittlerweile beinahe unschlagbar.

Luftig produziert, mit einem Sound der nun wirklich niemandem weh tut, „rocken“ sich WORK OF ART durch eine Reihe mit süchtig machenenden Hooklines randvoll gefüllten Wundertüten wie „Misguided Love“, dem von Gast-Keyboarder Vince DiCola (von dem die „Training Montage“ auf dem Rocky IV Soundtrack stammt) veredelten Ohrwurm „This Isn’t Love“ oder „Be the Believer“. Ja, zugegeben, manchmal schrammen die Jungs auch mal zu nah am Kitsch bzw. der austauschbaren Belanglosigkeit vorbei („Come home“, „What you want from me“). Aber im Großen und Ganzen treffen Sänger Lars Säfsund und seine Jungs eigentlich immer verlässlich ins Schwarze und liefern mit „Exhibits“ eines der, wenn nicht das, Highlight 2019 im AOR Bereich ab.

WORK OF ART sind quasi der fluffige Counterpart zu den etwas forscher ans Werk gehehnden Kollegen von ECLIPSE: Songwriting Maschinen mit Hit-Garantie, bei denen man mit jeder neuen Platte die Gewissheit kauft genau das zu bekommen was man erwartet. Das mag leidlich spannend sein. Aber im Bereich AOR und Melodic Rock gibt es weit und breit nur ganz wenige, die an die kompositorische und handwerkliche Qualität von Robert Sall & Co. heranreichen. Klare Kaufempfehlung!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Misguided Love
02. Be the Believer
03. Another Night
04. This isn’t Love
05. Gotta get out
06. Come home
07. If I cold fly
08. Destined to survive
09. Scars to prove it
10. What you want from me
11. Let me dream

Mario

CARL DIXON – Unbroken

Band: Carl Dixon
Album: Unbroken
Spielzeit: 44:40 min
Stilrichtung: Melodicrock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 29.11.2019
Homepage: www.carldixon.com

CARL DIXON, Frontmann von CONEY HATCH die in der ersten Hälfte der 80er Jahre drei gute bis sehr gute, eine Best Of und 2013 dann bei Frontiers ein viertes Album veröffentlicht haben. Nach einer Zeit bei THE GUESS WHO und APRIL WINE wurde Four von CONEY HATCH 2013 veröffentlicht.
CARL DIXON verfügt über eine sehr gute Stimme die einen sehr Hohen Wiedererkennungsfaktor besitzt.
Mit Unbroken bringt CARL DIXON sein mittleweile siebtes Soloalbum seit 1993 heraus.
Zuerst mal als Musiker ist Bobby Boebel sehr gut aber als Produzent zeigt er doch deutliche Schwächen. Wie bei diesem Album und auch Alben von FRONTLINE die er remastert hat sind deutliche defizite beim Sound das Leider zu lasten des sehr guten Songmaterials geht. Sorry Bobby aber der Sound ist nicht der Beste.
Unterstützung bekam DIXON nicht nur von Herrn Boebel sondern auch von Mark Santer von der Band SANTERS und Dylan Gowan am Schlagzeug, am Bass Hutch Bauer.
So nun zum eigentlichen den Songs, diese sind sehr gut und bewegen sich im Midtempo Bereich und gehen gut ins Ohr. Mit “All My Love And Hopes For You” kommt eine Ballade zum Einsatz. An das Album Friction von CH reicht Unbroken nicht ran, aber es ist sehr nahe dran und eignet sich bestens für eine Grillparty oder offene Cabrio fahrt in den Sonnenuntergang. Leider bremst die schlechte Produktion den Hörspass ein wenig, aber es geht noch Schlimmer wenn ich da an die Alben von BAI BANG – Linvin‘ My Dream und GREGORY LYNN HALL – Heaven To Earth beide ebenfalls von AOR Heaven, die nahe an der Grenze zur Körperverletzung produziert wurden. Deshalb gibts von mir zwei Bewertungen, 8 Sterne für das Songmaterial und 5 Sterne für die kraftlose Produktion.

Fazit:

Für jene die gerne guten Melodicrock in der Schnittmenge CONEY HATCH, STAGE DOLLS, melodischen SANTERS oder softere VON GROOVE hören.

Anspieltips:

“Can’t Love A Memory”, “Bowl Me Over”, “Nothing Lasts Forever”, “Every Step Of The Way”, “Summer Nights” und “This Isn’t The End”

Aufgrund aller Kriterien:

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Can’t Love A Memory
02. Bowl Me Over
03. Nothing Lasts Forever
04. Every Step Of The Way
05. Summer Nights
06. All My Love And Hopes For You
07. This Isn’t The End
08. Drive Just Drive
09. Roll The Dice
10. Keep The Faith
11. Unbroken

Helmut