JAIME KYLE – Wild One

Trackliste:

01. Wild One
02. Driving With The Brakes On
03. Change
04. Blue Night
05. Perfect Love
06. Lie
07. Kiss Dirt
08. Not About Love
09. Body Of Gold
10. Dirty Goodbye
11. Broken
12. Happy Town

Spielzeit: 48:34 min – Genre: Rock – Label: Cargo – VÖ: 25.11.2023 – Page: www.facebook.com/jaime.kyle.1

 

Endlich habe ich das vierte offizielle Album von JAIME KYLE, einer Rocklady aus den USA die nicht nur auf gutes Aussehen beschränkt werden sollte. Denn JAIME hat mehr drauf als nur gut auszusehen, sie ist durchaus auch in der Lage geile Rocknummern zu schreiben und einzuspielen. Was JAIME in der Vergangenheit, besser gesagt in den 1990ern schon eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat. Die Alben „The Passionate Kind“ von 1990, „Back From Hollywood“ von 1996, „Untangled“ und der Best Of Zusammenstellung „Best Of My Heart“ (letztere eine sehr gute Zusammenstellung der ersten beiden Alben umfasst) von 1999. Auf diesen Alben bewies JAIME das sie im Stande ist sehr gute Songs zu produzieren.

Auf dem aktuellen Output sind neben JAIME an Gesang und Gitarre zu viele Musiker beteiligt, diese aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Was bietet JAIME also, sehr gut gemachten Mainstream Rock mit Einflüssen von Country und Blues Rock der bestens ins Ohr geht. Im Fokus stehen glasklar die kräftige und raue Stimme von JAIME und das Riffing der Gitarren. Vergleichen kann man mit den Vorgängern, BRYAN ADAMS, BRUCE SPRINGSTEEN, MELISSA ETHERIDGE, ALANNAH MYLES, TOM PETTY oder Gitarren lastige QUARTERFLASH. Hier wird der Mainstream Rock mit Country oder Blues Einflüssen aufgepeppt und aufgewertet. Es werden auch mal wenn es bluesig wird wie z. B. bei „Driving With The Brakes On“ die Hammond und ZZ TOP Riffing mit eingestreut. Egal ob jetzt reiner Mainstream, angebluest oder mit Country Flair ausgestattet sind alle Songs Sau gut geworden. Oder bei „Body Of Gold“ könnte man meinen JANIS JOPLIN und die BLUES PILLS haben mit JAIME eine Co-Produktion eingespielt.

Die kräftige Stimme JAIMEs und das coole Riffing erzeugen mit ihren Melodien, den Nebendarstellern Keys, Bass und Drums eine beeindruckende Soundkulisse die jedem Anhänger der oben genannten Vergleiche schmecken sollte. Ohne Ausnahme gehen die Songs runter wie Öl und es ist nicht mal im Traum daran zu denken einmal die Skip Taste am CD Player zu nutzen um einen schlechteren Song zu überspringen, denn einen solchen sucht man auf „Wild One“ vergeblich.

Außer hübsch kann die Rocklady auch ganz gewaltig Rocken und geile Songs produzieren. Ein weiteres Glanzstück für den Lebenslauf von JAIME KYLE. Nach 23 Jahren Pause hätte ich diese Qualität nicht erwartet. Mir war klar das nichts schlechtes oder Müll von JAIME kommen würde aber so einen Hammer hätte ich nach der langen Pause nicht erwartet.

Mit „Wild One“ legt JAIME gleich mal einen eingängigen Disco und Radio kompatiblen Song vor, „Driving With The Brakes On“ ein fast schon dreckiger Bluesrotzer mit geilen Hammond Sounds. „Change“ ein langsamer Rocker mit geilem Riffing, mit der Ballade „Blue Night“ werden gefühlvolle Töne angeschlagen. „Perfect Love“ cool und kräftig irgendwo zwischen Country / Southern / Blues Rock, „Lie“ ein Riffmonster. „Kiss Dirt“ wieder so ein geiler und eingängiger Song für die Disco und Radio, „Not About Love“ eine sehr ruhige Ballade mit Gefühl. „Body Of Gold“ ein frecher Bluesrotzer mit geilem Refrain und wieder mal Disco- und Radiofutter, „Dirty Goodbye“ flott, riffig und intensiv. „Broken“ irgendwo zwischen harter Ballade und Rocker, „Happy Town“ ist wieder ein Happy Feel Good Song der sich bestens im Radio machen würde.

Balle

NEPTUNIZE – Faltering Glamour (EP)

Trackliste:

01. All Is Vanity
02. Digital Jester
03. Gone Daft
04. Roamer In The Night
05. Fly Now Black Bird

 

 

 

 

Spielzeit: 22:42 min – Genre: Progressive Psychedelic Rock – Label: Eigenveröffentlichung – VÖ: 17.11.2022 – Page: www.instagram.com/neptunize

 

Draußen ist es kalt, draußen ist es dunkel, die Weihnachtsferien neigen sich dem Ende entgegen und angesichts all dessen ist jetzt wohl die Zeit, um noch ein zwei Tage im winterschlafartigen Ruhemodus zu verbringen. Diesen Modus kann man perfektionieren: mit einem Glühwein bei gedimmter Beleuchtung auf dem Sofa oder, je nach Blick, spät abends am Fenster – und mit der neuen EP von NEPTUNIZE in der Anlage.
Das Soloprojekt von Mert Güner aus Istanbul wurde 2015 gegründet und hat nun die EP „Faltering Glamour“ in Eigenregie rausgebracht. Soundtechnisch kann sich das Ding absolut sehen lassen. Musikalisch ist man zwischen Neo-Prog Rock und Psychedelic Pop unterwegs, was nach einer spannenden Mischung klingt und ebenjenes ist.
Gemäß der zehn Gebote der Album/EP-Veröffentlichungen ist der Opener generell von härterer Gangart. So auch aus „Faltering Glamour“, was aber nicht viel heißen will – „All Is Vanity“ ist lediglich der am wenigsten ruhige Track, der sich ein bisschen musikalisches Gezappel und ein wenig mehr Action gönnt, als der Rest des Albums. Das macht er gut und deutet schonmal an, wohin die Reise geht: viele Synthesizer, viel Sounddesign, teils Vocaleffekte, meist analoges Schlagzeug, Gitarren nicht zwangsläufig, sondern eben nur dort, wo für den Sound von NEPTUNIZE benötigt.
Ab Track 2 wird es noch etwas ruhiger. Über Midtempo kommt hier praktisch nix mehr, oftmals sind die Arrangements sehr „klein“ und zurückhaltend und meist reicht Mert ein simpler, schön umgesetzter Vierertakt, um seine Musik zu transportieren. Dann wiederum gibt es die großen, vollen Klangmomente, die ruhige, schöne Gesangsmelodien tragen, und Situationen, in denen sich das Klangbild eines Songs schleichend durch den hintergründigen Wechsel von Synths wandelt und weiterentwickelt. Deren Sounds sind wunderbar oldschool und geschmackvoll ausgewählt – kein cheesy Sound-Moment auf „Faltering Glamour“, der irgendwie nicht im Sinne des Albums wäre. Und all das – das sehr starke Sounddesign, die ruhig-hypnotischen Melodien, die längeren instrumentalen Parts, die Synthsound-Auswahl, die gute Vocal-Produktion – macht „Faltering Glamour“ letztendlich ab der ersten Minute, aber besonders ab Track 2, zu einem extrem atmosphärischen kleinen, nicht verkopften Gesamtkunstwerk, das eine melancholisch-positive Stimmung sondergleichen hervorzurufen vermag und unbedingt in gemütlicher Umgebung ohne Ablenkung genossen werden sollte.

Fazit:
„Faltering Glamour“ ist wie eine dicke Decke an kalten Tagen. Die ersten paar Minuten fühlt sie sich noch ein bisschen fremd an, etwas kühl. Doch dann ist sie auf einmal einfach nur maximal komfortabel und man würde eigentlich gerne ewig drinbleiben. Keins Anspieltipps, weil In-Gänze-hör-Platte, aber wenn man nicht genau weiß, ob man die Zeit in die Platte investieren will, starte man am besten bei „Digital Jester“.

Jannis

TALENTSCHMIEDE: Phry McDunstan

 

Band:
Phry McDunstan

Gegründet:
2021

Herkunft:
Köln

Mitglieder:
Phry McDunstan – Produzent, Songwriter, Gitarre, Backgroundvocals und Bass

Stil:
Moderner Rock mit Einflüssen aus Blues, Funk und Metal

Veröffentlichungen:
EP „Coming Up For Air“ 2021
EP „Time And Time Again“ 2022

Einflüsse:
Guns N‘ Roses, Alice In Chains, Soundgarden, Pink Floyd, Joe Satriani, Jeff Beck

Was ich die nächsten fünf Jahre erreichen möchte:
Ich möchte mir eine so große Zielgruppe erarbeiten, dass es sich für mich lohnt, live zu spielen und zu touren, denn direkt für ein begeistertes Publikum zu spielen, erfüllt mich am aller meisten.
Auf Grund schlechter Erfahrungen mit unzuverlässigen Musikern in vergangenen Projekten habe ich mir geschworen, nur noch mit Profimusikern zu spielen. Eine professionelle Backingband muss jedoch bezahlt werden und das sollte einfach kein Verlustgeschäft sein.

Was als nächstes kommt:
Ich werde für diese EP nach der ersten Singleauskopplung noch weitere Musikvideos veröffentlichen. Die nächste Single heisst „Trainwreck“ und das dazugehörige Video haben wir an einem stillgelegten Bahnhof mit sehr alten ausrangierten Zügen und einer restaurierten Dampflok gedreht, was zu einer sehr coolen Atmosphäre beigetragen hat.

Meine beste Erfahrung bis jetzt:
Mit der Hilfe eines fantastischen Musikcoachingprogramms namens „Modern-Musician“ habe ich mir bereits eine tolle Community aus wunderbaren Fans aufbauen können. In meiner Street-Team-Gruppe auf Facebook teilen wir die unterschiedlichsten Dinge, von unserer Lieblingsmusik über unsere Lieblingskonzerte bis hin zu Fotos und Geschichten über die Dinge, die wir unternehmen.
Es fühlt sich super an, so viele unterschiedliche Menschen kennen zu lernen und mit ihnen regelmäßig zu kommunizieren.
Dabei habe ich schon viele Menschen kennen lernen dürfen, die es durch sehr schlimme Zeiten geschafft haben, ohne ihren Mut zu verlieren,
und sich immer wieder aufs neue motivieren gelernt haben. Diese Menschen beeindrucken mich sehr und bereichern diese Gruppe enorm!

Mein peinlichster Moment:
Vor vielen Jahren, bei einem meiner aller ersten Konzerte mit meiner alten Band „Mars Face“ ist unser Drummer bei meinem Gitarrensolo aufs Klo gegangen und nicht rechtzeitig wieder zurückgekommen. Ich hatte den nächsten Song bereits angespielt und nicht gesehen, dass er noch nicht am Schlagzeug saß. Wir mussten ihn erst ausfindig machen und den Song dann nochmal starten.

Mit wem ich gerne ein Bierchen trinken würde und warum:
Abseits von den vielen musikalischen Vorbildern die ich habe und mit denen es auf jeden Fall Spaß machen würde, was zu trinken und zu feiern, würde ich gerne mit Jordan Peterson was trinken gehen. Seine Vorträge und Bücher haben mich immer sehr begeistert und ich denke, dass ich dabei nicht nur großen Spaß haben würde, sondern auch eine Menge wichtige Dinge von ihm lernen könnte.

Wenn ich mir eine Band aussuchen könnte, mit der ich auf Tour gehen dürfte:
Ich würde am liebsten mit Alice In Chains touren. Sie sind die letzte große richtige Grungeband, die sich stilistisch treu geblieben sind und dennoch immer weiter entwickelt haben, trotz der vielen Rückschläge, die ihnen passiert sind.
Ihre Musik bedeutet mit sehr viel und hat mir in der Vergangenheit durch schlechte Zeiten geholfen, da ich mich sehr mit Jerry Cantrells Texten identifizieren kann. Ich würde jeden Abend neben der Bühne stehen und mir ganz genau ihr Set anhören!

Das Beste daran, in einer Band zu spielen/Musiker zu sein:
Ich bin sehr dankbar dafür, dass sich kein Tag, an dem ich etwas für meine Musik tue – sei es zu üben, zu schreiben, aufzunehmen, Werbung zu machen und auch Gitarre zu unterrichten – nach Arbeit anfühlt.

Das Schlimmste daran, in einer Band zu spielen:
Für mich als sehr ambitionierter Musiker war es bisher immer schwer Gleichgesinnte zu finden, die auch die selbe Musik machen möchten, wie ich. Ich hoffe sehr, dass sich das in Zukunft einmal ändern wird.

Online:
Website: music.phrymcdunstan.com
Facebook: www.facebook.com/phrymcd
Street Team Gruppe: www.facebook.com/groups/phrymcdunstan

Musik:
Spotify: www.open.spotify.com/artist/448v2qeuqmr9zJSuPMxIyr?si=hoPkK6shSG2_oMYPTT9wig&nd=1
Youtube: www.youtube.com/phrymcdunstan
Soundcloud: https://soundcloud.com/phry

Interview Arrayan Path

(English version below)

ARRAYAN PATH aus Zypern sind in der Rock Garage alte Bekannte. Nach 25 Jahren Bandgeschichte haben die Epic-Power-Metaller nun ihr erstes echtes Konzeptalbum veröffentlicht, das in unserer Review-Abteilung absolut zurecht die Höchstwertung erhielt. Höchste Zeit, nicht immer nur über ARRAYAN PATH zu sprechen, sondern auch mal mit ihnen – genauer gesagt, mit ihrem Sänger und Bandleader Nicholas!

Jannis: Hey Nicholas! Zuerst einmal: Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst. Nachdem ich jetzt schon vier Eurer Alben rezensieren durfte, freue ich mich, auch einmal mit einem der Verantwortlichen persönlich zu sprechen. Also, Glückwunsch, „Thus Always To Tyrants“ ist draußen, die Reaktionen von Fans und Presse kommen rein. Zufrieden damit?

Nicholas: Hey! Ja, absolut, die Reviews waren super bislang! Möglicherweise die besten, die wir je für ein Album bekommen haben.

Jannis: Ach edel, dann bin ich nicht alleine mit meiner Meinung. Von den vier neusten Veröffentlichungen von Euch ist „Thus Always To Tyrants“ diejenige, der ich einfach die Höchstwertung geben musste. Sagen wir, ich liege damit richtig: Wie kommt’s? Gab es irgendwelche Neuerungen im Schaffensprozess?

Nicholas: Um ganz ehrlich zu sein: Wir haben nicht bewusst versucht, etwas anders zu machen. Wir haben einfach gemacht, was wir immer machen und versucht, die bestmöglichen Songs zu schreiben. Dabei sei aber gesagt, obwohl ich all unsere Alben liebe, wird das hier von den meisten als eins unserer besten wahrgenommen.

Jannis: Vielleicht hat auch sein Konzept dazu beigetragen. „Thus Always To Tyrants“ wird beworben als ARRAYAN PATHs erstes echtes Konzeptalbum. Was brachte Euch dazu?

Nicholas: Das ist etwas, was ich schon seit längerer Zeit mal machen wollte – ein Album zu schreiben, dessen Handlung in chronologischer Abfolge stattfindet. Ich bin ein großer Fan von Alben wie KING DIAMONDs „Conspiracy“ und „Them“ und wollte sowas einfach mal selbst machen. Und ein Buch schreiben konnte ich nicht, dann eben mit Musik! Ausgewählt haben wir die Geschichte von König Evagoras. Das ist eine Geschichte aus der Vergangenheit meines Landes. Darüber haben wir noch nie etwas geschrieben, wurde also echt Zeit!

Jannis: Wie eine andere Rezension zu Eurem neuen Album schrieb: „Das ist Progressive-offener Power Metal für eingefleischte Kenner und Nerds und jeder mit einem IQ unter 140 kann jetzt den Raum verlassen.“ Und während ich nicht weiß, ob ich dem wirklich zustimme, weil ich das Album sehr mag, aber sicherlich den Raum verlassen müsste, hat „Thus Always To Tyrants“ viele komplexere Bestandteile hinsichtlich Songwriting, musikalischer Details, Strukturen, und viele smarte Ideen, was Sounddesign und Arrangements angeht. Ist auf jeden Fall nicht das normale „Billige Emotionen“-Power-Metal-Album. Kannst Du ein bisschen über den Songwriting-Prozess für die Platte erzählen, wer involviert war und wie der Prozess vonstatten ging?

Nicholas: Findest Du die Songs wirklich so komplex? Unsere Gesangsmelodien sind ziemlich eingängig, hin zu dem Punkt, wo die schmale Grenze zu den Standards von Metal fast überschritten wird. Ich würde sagen, BLIND GUARDIAN sind für mich komplex. Aber ich verstehe, was Du meinst. Wir haben in jeden Song ein paar überraschende Parts eingebaut, weil, wie Du sagtest, wir nicht wie die typische Power-Metal-Band klingen wollen. Was das Songwriting angeht: Normal kommen die Gesangsmelodien zuerst. Dann geht es in Zusammenarbeit daran, die Arrangements auszuarbeiten und die Strukturen zu formen. Auf die Weise haben wir das von Anfang an gemacht, und so läuft es für alle am besten.

Jannis (nun all seine bisherigen Ansichten zu Komplexität in Musik überdenkend): Zum Thema „überraschende Parts“: Auf der einen Seite fühlt sich Eure Musik für mich eher dramatisch und ernst an. Aber fast jedes Album, das ich bislang von Euch gehört habe, bringt mich an ein paar Stellen doch zum lachen, wenn zum Beispiel ein majestätischer, Orchester-reicher Part plötzlich von einem simplen, asozial-trockenen Riff abgelöst wird, das komplett aus dem Nichts kommt. Ist Humor eine Sache bei Eurem Songwriting oder liegt das nur an meinem unter-140-IQ?

Nicholas: Haha! Nun, wenn wir Dich unterhalten können, ist das doch eine gute Sache! Meinen Humor trifft es eher, irgendwelche generischen Power-Metal-Bands zu hören, die bereits verwendete Melodien stehlen und sie uns dann als ihre eigenen verkaufen.

Jannis: Eine eher unoriginelle Frage an dieser Stelle, aber angesichts Eures individuellen Stils doch interessant: Was würdest Du als die musikalischen Einflüsse von ARRAYAN PATH bezeichnen? Scheinen mir nicht METALLICA/MOTÖRHEAD zu sein.

Nicholas: Wir holen uns unsere Einflüsse aus ganz verschiedenen Genres, aber unser größter ist IRON MAIDEN!

Jannis: Siehst Du denn die Chance, ARRAYAN PATH in Zukunft mal auf Tour zu sehen? Das war ja bislang meines Wissens immer ein ziemliches Privileg, bei gerade mal fünf auf Facebook gelisteten Konzerten in der Vergangenheit über sechs Jahre.

Nicholas: Vermutlich nicht, wir sind keine Tour-Band. Lieber mal ein paar Konzerte hier und da. Aber wir reflektieren immer unsere Optionen und entscheiden, ob es den Brassel wert ist. Aber insgesamt sind wir halt echt eher eine Studio-Band.

Jannis: Fast geschafft, letzte Frage: Gibt es irgendeinen Traum für ARRAYAN PATH, den Du wirklich gerne Realität werden sehen würdest?

Nicholas: Mein einziger Traum in der Hinsicht ist, weiterhin Inspiration für unsere zukünftigen Alben zu haben. Ich meine, klar werden nicht alle von ihnen auf dem gleichen Level sein, manchmal spielen ja auch andere Faktoren mit rein. Aber ich hoffe, dass ich in der Zukunft noch bessere Sachen schreiben kann. Und ich wünsche mir, dass unsere Musik weiterlebt und Gehör findet, selbst wenn die Band eines Tages nicht mehr ist.

Jannis: Noch einmal vielen herzlichen Dank für das Interview! Die letzten Worte gehören Dir – Zeit für schamlose Eigenwerbung, radikale politische Statements oder eine sehr kurze Abhandlung über Dein Lieblingstier!

Nicholas: Wir hoffen, Ihr habt unser Album genossen. Spielt es weiterhin, spielt es laut! Zerstört die verdammten Boxen! Ich mag Tiger, nebenbei.

ARRAYAN PATH from Cyprus are no strangers to the Rock Garage. After 25 years of band history the epic power metallers have now released their first real concept album and gained a perfect rating in our review, well deserved. No doubt: It’s about time to stop talking about ARRAYAN PATH for a bit and instead talk with them – more precisely to their singer and band leader Nicholas!

Jannis: Hey Nicholas! First of all, thank you so much for taking your time to do this interview with us. After reviewing four ARRAYAN PATH albums I’m really happy to talk to the mind behind the art (or one of the minds). So, congratulations, „Thus Always To Tyrants“ is out and reactions from fans and press are coming in. Do you like what they say?

Nicholas: Hi! Yes, reviews have been great so far! Probably the best ones we’ve had in our whole career.

Jannis: Okay nice, so I’m not alone with my opinion! Compared to the previous three releases, „Thus Always To Tyrants“ is the one that I really couldn’t help but give a perfect rating. Let’s assume my rating is correct and TATT is really the strongest of those four albums: How come? Was there anything different regarding the development?

Nicholas: To tell you the truth, we did not consciously try to make it different. We just did what we always do; try to write the best songs possible. That said, although I love all our albums, this one is perceived by most to be one of our best.

Jannis: Maybe also because of it’s concept. „Thus Always To Tyrants“ is being promoted as ARRAYAN PATH’s first real concept album. What made you take this step?

Nicholas: It is something I wanted to do for a while now. To compose an album that follows a chronological order. I am a big fan of albums like “Conspiracy” and “Them” and I wanted to do that as well. I couldn’t write a book, so I did it with music! We chose the story about King Evagoras. It is a story from the history of my country. We have never written anything about my country, so it was about time!

Jannis: As a fellow reviewer wrote about your album: „This is progressive-minded power metal for diehards, jocks and anyone with an IQ under 140 can leave the hall.“ And while I’m not completely on his side, as I for sure would have to leave the hall, „Thus Always To Tyrants“ has a lot of complex song structures, complex songwriting, a lot of sophisticated ideas and details regarding composition and sound design and can hardly be considered your average „cheap emotions“ Power Metal album. Can you tell me about the songwriting process for „Thus Always To Tyrants“? Who was involved and how did the composition evolve?

Nicholas: Do you really think they are so complex? Our vocal lines are quite catchy, to the point where it balances on a thin line for the standards of metal music. I mean, Blind Guardian for me is complex. However, I understand what you mean. We have added extra parts (surprises) in each song because, as you said, we don’t want to sound like a typical power metal band. As for the song-writing, we usually write voice melodies first. Then the 3 of us start arranging the songs and forming the structures. We have followed this method from the beginning, and it works better for everyone.

Jannis (now re-evaluating his understanding of complexity in music): About these surprise parts: While your music feels rather dramatic and serious to me, almost every album of yours I’ve listened to has me laughing at a few points, for example when a majestic, heavy-on-orchestra part suddenly breaks down into a dry and simple riff that hits you by surprise. Is humour a thing for you regarding the composition or is this just because of my sub-140 IQ?

Nicholas: Haha! Well, if we can entertain you that’s a good thing. I usually find different things funny, like hearing generic power metal bands, stealing already used melodies and pushing them to our face as their own. Oh well..

Jannis: A rather unoriginal question at this point, but one worth asking regarding your individual style: What are the musical influences of ARRAYAN PATH? Doesn’t seem to be the usual METALLICA/MOTÖRHEAD ones.

Nicholas: We draw influences from many genres, however, our biggest influence is Iron Maiden!

Jannis: Is there any chance for some kind of ARRAYAN PATH tour in the future? As far as I know, catching you live has always been a real privilege with five gigs listed on Facebook in the last six years.

Nicholas: Probably not, we’re not a touring band. We prefer a few concerts here and there. But we always evaluate our options and decide if it’s worth the trouble or not. In general though, we are more of a studio band.

Jannis: Almost done, last question: Is there any dream for ARRAYAN PATH that you would really wish to become reality one day?

Nicholas: My only dream is to keep having inspiration for our future albums. I mean, I know that not all our albums will be at the same level. Sometimes it’s other things as well. But I hope to be able to write even better stuff in the future. And I want our music to live on and be recognized, even after the band is no more.

Jannis: Once again, thank you very much for this interview! The last words belong to you – time for some shameless self-promotion, radical political statements or a very short essay about your favourite animal!

Nicholas: We hope you enjoyed our album and we ask you to keep playing it loud! Blow the damn speakers! I like tigers by the way.

TALENTSCHMIEDE: Zygann

Band:
Zygann

Gegründet:
2022

Herkunft:
Pforzheim

Mitglieder:
Thomas Zigann (Gitarre, Gesang, Songwriting)
Uwe Spinler (Bass, Gesang)
Peter Ikert ( Gitarre, Gesang)
Sascha Ossmann (Schlagzeug, Gesang)
Aktuell suchen wir noch einen Keyboarder.

Stil:
Melodic Rock, AOR

Veröffentlichungen:
On my way home

Einflüsse:
Foreigner, Journey, Saga

Was wir die nächsten fünf Jahre erreichen möchten:
Viele Live-Gigs spielen, noch einige Songs und Videos veröffentlichen.

Was als nächstes kommt:
Geplant und in Vorbereitung ist eine EP.

Unsere beste Erfahrung bis jetzt:
Der Videodreh und die Veröffentlichung von „on my way home“.

Unser peinlichster Moment:
Den hatten wir noch nicht, zumindest nicht in dieser Band.

Mit wem wir gerne ein Bierchen trinken würden und warum:
Mit den Leuten die unsere Musik mögen und an uns glauben.

Wenn wir uns eine Band aussuchen könnten, mit der wir auf Tour gehen dürfen:
Thomas hatte ja bereits Gelegenheit und war in den Neunzigern mit seiner damaligen Band Mason mit Doro auf Tour. Vorstellbar ist für uns aktuell, als Support egal welcher Band dabei zu sein.

Das Beste daran, in einer Band zu spielen:
Immer noch live auf der Bühne zu stehen und das Publikum abholen und mitnehmen, auch wenn es heute auch andere Möglichkeiten gibt, sich zu präsentieren.

Das Schlimmste daran, in einer Band zu spielen:
Wenn´s für die Band super läuft, bleibt vielleicht privat so einiges auf der Strecke, hier die richtige Balance finden ist da, glauben wir, ganz wichtig.

Online:
Website: www.Zygann.com

Musik:
Spotify: www.open.spotify.com/artist/23mangMlQEIilgvFuAZmrv
Youtube: www.youtube.com/watch?v=Gfajo1j9mPM

Live-Dates:
Sind in Planung für 2023

 

DUSTIN TOMSON – Noises From The Ammertal

Trackliste:

01. Happy Flies On Cows
02. Flowing Fog
03. The Drunk Bee
04. Screws Out
05. Traveling Ghost
06. Beat It
07. Mystery Of The Ugly Tree
08. Gimme! Gimme! Gimme!
09. Woke Up In The Haystack
10. Dreamline
11. There’s Always A Way

Spielzeit: 46:00 min – Genre: Heavy Rock – Label: Eigenproduktion – VÖ: 29.10.2022 – Page: www.facebook.com/dustin.tomsen

 

„Zefix“ dachte ich mir beim Blick auf die Tracklist wer lässt sich so bescheuerte Songtitel wie „Happy Flies On Cows“, „The Drunk Bee“ und „Mystery Of The Ugly Tree“ einfallen. Dann schaute ich mal nach wer dieser Dustin Tomsen ist, und siehe da es ist, laut Auskunft seiner Website, ein noch recht junger 18-jähriger Multi-Instrumentalist, Songwriter und Produzent aus dem bayerischen Oberammergau. Da liegt die Vermutung nahe das die Benennung der Titel vielleicht durch Bücher aus seiner Kindheit beeinflusst wurden. Mal abwarten und lauschen was der Junge Dustin draufhat, laut seiner Webseite ist es sein drittes Album, er wurde auch in die Fernsehsendung „Superkids“ eingeladen und nahm bei „Das Supertalent“ teil. Es werden Einflüsse von KISS, AC DC, GARY MOORE, ZZ TOP, RORY GALLAGHER, JOE SATRIANI (mit SATRIANI bin ich nicht wirklich vertraut) und JIMI HENDRIX genannt. Puh das ist eine Hausnummer die neugierig auf das gebotene macht. Im Infosheet steht als Genre eine Mischung aus Rock, Hard Rock, Country und Progressive Rock, also gehe ich die Sache mal ganz ohne jegliche Vorurteile und in meiner Wohlfühlzone an.

Als erstes fällt die Produktion auf die nicht schlecht ist aber sich ein wenig anhört als wenn ein Filter drüber gelegt wurde der alles ein wenig dämpft. Im Vordergrund stehen melodisch ausgeführte Gitarren, Keys und Bass spielen eher Nebenrollen die Drums sind auffällig und hören sich für mich komisch an. Aber für eine Eigenproduktion nicht schlecht.

Dustin lässt die Axt gehörig fliegen, und präsentiert einen Genre Mix aus Hard Rock, leichten Prog Rock, ab und zu Country Rock und Rock N Roll. Ich kann an manchen Passagen GARY MOORE und JIMI HENDRIX erahnen. Da ich mit dem Schaffen mancher Einflüsse nicht vertraut bin weiß ich nicht ob noch mehr Cover enthalten sind außer die zwei von MICHAEL JACKSON und ABBA. Wenn der Song „There’s Always A Way“ von Dustin ist, ist ihm da ein Geniestreich gelungen der Song hat fast alles was man braucht. Ich sage Fast aus dem Grund da es mehr als interessant wäre den Titel als Vocalversion zu hören.

Von Bayer zu Bayer „Sauba des ko ma o’hörn“, ich bin gespannt ob noch mehr solcher Stoff von Dustin kommt.

„Happy Flies On Cows“ ein pfiffiger Rocker, ich überlege mir gerade wie sich da eine Vocalversion vom Text her anhören würde. „Flowing Fog“ flott mit dezent feinen Prog Elementen, „The Drunk Bee“ kommt im Rock N Roll Gewand. „Screws Out“ klingt wie eine Rock Powerballade und erinnert mich an die Kommerziellen WHITESNAKE, „Traveling Ghost“ könnte eine Mischung aus HENDRIX und MOORE sein. „Beat It“ MICHEAL JACKSON auf XTC kommt aber geil, wäre mit Gesang vielleicht noch geiler, „Mystery Of The Ugly Tree“ sehr dramatisch aufgebaut würde gut zu einem Schimanski Tatort passen. „Gimme! Gimme! Gimme!“ ABBA auf Speed, gut umgesetzt aber sorry Dustin da gibt es für mich nur das Original. „Woke Up In The Haystack“ eine Mischung aus Country Rock und Rock N Roll, „Dreamline“ ein Vocaltrack hört sich nach frisierten Hochgeschwindigkeits GARY MOORE mit KISS Einfluss an, „There’s Always A Way“ der Song holt mich voll ab, cooler Melodic Rocker.

Balle

ROKETS – Break Free

Trackliste:

01. Burn Down The Wall
02. Destroyer
03. Break Free
04. Best Kept Secret
05. Straight From The Source
06. Cherry Kiss
07. Night Time
08. (Always) On The Line
09. Roots

 

 

Spielzeit: 26:53 min – Genre: Hard Rock – Label: The Sign Records – VÖ: 09.12.2022 – Page: www.facebook.com/roketshelsinki

 

ROKETS ist eine 2017 in Helsinki, Finnland gegründete Kombo und veröffentlicht mit „Break Free“ ihr zweites Album. Zu den fünf Übeltätern gehören Sami Mustonen an Mikro, Sakke Vänttinen und Elias Laurila an Gitarre und Backing Vocals, Lauri Lyytinen an Bass und Otto Bigler an der Schießbude.

Die Vocals sind ideal für diese Spielart des Hard Rock und könnten nicht besser gewählt sein. Die Gitarren hauen einen Raus, der Bass schwebt wie das Schwert des Damokles über den Instrumenten und die Drums treten sowas von in den Hintern. Ab und zu werden auch mal Pianoeinlagen eingestreut. Die Produktion klingt sehr auf Retroschiene getrimmt was dem Erscheinungsbild der Mucke sehr zugute kommt.

Vergleichen kann man in etwa mit sehr rockigen BILLY IDOL, THE SWEET auf Achterbahnfahrt in die Hölle, THE HELLACOPTERS, MÄRVEL, STARMEN, BEAR BONE COMPANY, BACKBONE SLIDE, HEADSTONE oder auch wenn man es gut meint mit den BÖHSEN ONKELZ und DIMPLE MINDS mit englischen Texten und mit mehr Rock N Roll Anteil, hohen Glam Faktor und Punkeinfluss. Die Mucke der ROKETS macht einfach nur Laune und stellt ein weiteres Highlight und gelungenem Jahresabschluss dar. Genau so sollte Mucke klingen die gute Laune verbreiten möchte. Auf einem Biker Treffen müsste dieses Album für ordentlich Stimmung sorgen, manche Songs wären sogar Radiokompatibel ja wenn die Radiostationen mal die Augen in Richtung Helsinki richten würden, es würde sich lohnen.

Bei allem Positiven muss ich leider auch einen negativen Aspekt erwähnen, leider nur neun Songs mit einer Gesamtspielzeit von knappen 27 Minuten. Auf dem dritten Album bitte mehr Songs und eine Party die länger dauert als unter einer halben Stunde.

„Burn Down The Wall“ ein Groove Rocker erinnert mich an SWEET auf Rock N Roll, „Destroyer“ geht voll ab mit coolem Refrain. „Break Free“ würde gut in die Disco passen, „Best Kept Secret“ erinnert mich an eine Mischung aus BILLY IDOL und DON HENLEY mit starker Melodieführung, ein Hitanwärter. „Straight From The Source“ geht wieder mit Vollgas durch alles durch was sich in den Weg stellt, „Cherry Kiss“ der ideale Song für die Disco oder Radio. „Night Time“ der richtige Song für einen Biker Treff, „(Always) On The Line“ ein Groove Monster mit geiler Melodie und coolem Refrain, „Roots“ ein starker Song der für ROCKETS Verhältnisse schon fast als Soft betitelt werden kann.

Balle

PHRY MCDUNSTAN – Time And Time Again EP

Trackliste:

01. Time And Time Again
02. Suroeste
03. Mirage
04. Safe And Sorry
05. Trainwreck
06. Hunt For Treasure

 

 

 

Spielzeit: 38:14 min – Genre: Heavy Rock – Label: Eigeproduktion – VÖ: 25.11.2022 – Page: www.facebook.com/PhryMcD/

 

PHRY MCDUNSTAN ein noch recht junger aus Köln stammender Gitarrist, Songwriter und Produzent. Im November 2021 veröffentlichte MCDUNSTAN seine erste Sole EP mit sechs Titeln, genauso sind auch hier auf dieser EP sechs Titel enthalten und bestehend aus Instrumental und Vocal Nummern. Für den Gesang ist Jeff Bragg verantwortlich, die Drumsticks bedienen Glenn Welman und Bruno Melro. Die Gitarren und wahrscheinlich den Bass hat PHRY MCDUNSTAN eingespielt.

Was erwartet den Hörer, ein Genremix aus Blues, Hard und Prog Rock. In etwa eine Mischung aus Classic Rock, KANSAS, STEVE DALTON, moderne URIAH HEEP mit leichtem Blueseinschlag.

Die Vocals sind sauber ausgeführt, die Gitarre die klar im Vordergrund steht kommt mit ausgefeiltem Riffing aus den Boxen. Der Bass ist eher Nebensache und die Drums sind unauffällig im Hintergrund aktiv. Jetzt kommt der Knackpunkt so gut sich die Songs auch anhören, für eben mal schnell nebenbei hören sind die Kompositionen nicht geeignet. Diese verlangen die gesamte Aufmerksamkeit des Hörers, für Genrefans bestimmt ein gefundenes Fressen für Ottonormal Hörer vielleicht zu Komplex und aufwendig produziert. Das soll jetzt nicht heißen das die Titel schlecht oder ähnlich wären, sondern vielmehr ein Hinweis hier mal genauer hin zu hören.

„Time And Time Again“ Ein Rocker mit Breaks und Progelementen.

„Suroeste“ ein sehr guter Instrumental Song mit sehr guter Leadgitarre, Bläsern und spanischen Elementen.

„Mirage“ ein langsamer sehr schwermütiger Blues Rock Song.

„Safe And Sorry“ hier wird es freundlicher, flott rockig und angeprogt.

„Trainwreck“ ein atmosphärisches Instumental mit teils schrägen Riffeinlagen.

„Hunt For Treasure“ ist wieder mit Gesang und viel Classic Rock und Proganteil.

Balle

DEEP TOWN DIVA – Royal Flush EP

Trackliste:

01. Jager Of Jager
02. Rising Star
03. Miles And Bullets
04. Snake Bite
05. Wind Back

 

 

 

 

Spielzeit: 23:05 min – Genre: Hard Rock/Heavy Metal – Label: Eigenproduktion – VÖ: 04.11.2022 – Page: www.facebook.com/deeptowndiva

 

Am Anfang lasse ich gleich mal zwei Motzer los.

1, Jungs Ihr wollt eine vernünftige Rezi und dass man Euer Material objektiv bewertet, warum dann verdammt nochmal MP3 Material in einer Komprimierung von 128 kbsec. Das Material hört sich dermaßen beschnitten und in den Höhen kacke an.

2, warum die Infos in Italienisch, ich verstehe zwar ein wenig Italiano aber in Englisch wäre nett gewesen.

So nun zur Band und der Mucke jetzt mal weg vom Google Translater und einfach die Mucke bewertet. DEEP TOWN DIVA bestehen aus Andrea Compagni an Mikrofon und Gitarre, Marco Rustici an Gitarre und Matteo Rompianesi am Bass. Wer das Schlagzeug übernommen hat konnte ich nicht herausfinden, auf dem Bandfoto sind vier Männer abgebildet, auf der Facebook Seite werden nur drei Musiker angegeben.

Das Material bewegt sich irgendwo zwischen schwermütig klassischem Hard Rock und Heavy Metal mit viel Drama im Sound. Die meisten Ähnlichkeiten weisen die aus Modena in Bella Italia stammenden Musiker mit den HEROES DEL SILENCIO auf, das Riffing und südländische Feeling der HEROES ist auch hier zu hören allerdings mit mehr Drama. Dann ist noch eine Spur IRON MAIDEN hier, ein Tupfer Southern Rock Riffing ala THE GEORGIA THUNDERBOLTS, ein wenig NIRVANA und RED HOT CHILI PEPPERS Riffs und Bassläufe da, kurze schielerei hin zu DANZIG, dann noch das Ganze mit klassischem Hard Rock und Metal der 1980er Jahre gewürzt und fertig ist die Umschreibung von DEEP TOWN DIVA. Schlecht hört sich die Mucke nicht an,

Die Stimme von Andrea erinnert mich öfters mal an Robby Luckets von SANDNESS, Jocke Lundholm von 220 VOLT oder PEO PETTERSSON, und kann überzeugen, der meist doch harte Südeuropa Akzent hält sich auch in Grenzen. Die Gitarren kommen gut und punktgenau gesetzt. Der Bass lässt es ganz schön krachen und die Drums hören sich ein wenig nach Computer an.

Als erstes Lebenszeichen kein schlechter Wurf aber der Sound von den MP3s ist leider mies und in den Höhen beschnitten, dafür ziehe ich einen Punkt ab.

„Jager Of Jager“ geht gut ins Ohr und kommt anständig mit viel Melodie und coolem Refrain aus den Boxen.

„Rising Star“ein Rocker mit kräftiger Blues und Southern Note und teilweise eingängigem NIRVANA und CILI PEPPERS Riffing und Bassläufen.

„Miles And Bullets“ eine sehr melancholische Ballade, könnte von HEROES DEL SILENCIO sein

„Snake Bite“ ein heftiger Song der leichte Depri Vibes, modernes Riffing aufweist und der härteste Track auf der EP ist.

„Wind Back“ wildert wieder bei sehr modernen HEROES DEL SILENCIO.

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