CHRISTIAN TOLLE PROJECT – Point Blank

Band: Christian Tolle Project
Album: Point Blank
Spielzeit: 41:34 min.
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Fastball Music
Veröffentlichung: 26.10.2018
Homepage: www.christiantolle.com

Widmen wir uns nun Christians tollem Projekt, das wesentlich mehr Potenzial besitzt als dieser Fremdscham erregende Eingangswitz, der ungleich weniger Lust auf den Rest der Rezension macht als der Opener von “Point Blank”, “Point Blank”, auf den Rest der nunmehr fünften Veröffentlichung des CHRISTIAN TOLLE PROJECTs (Jesus, was für ein Eingangssatz). Dieser gibt einen ersten Eindruck, was den interessierten Hörer auf “Point Blank” erwartet – kraftvoller klassischer Hard Rock, gitarrengetrieben und mit subtil unterstützenden Keyboards aufgepeppt – ohne die vielen Qualitäten der Platte gleich zu Anfang zu verraten. Dass “Point Blank” gutes Material liefert, lässt sich jedoch bereits bei einem Blick auf das LineUp der Band erahnen. Neben dem namensgebenden Christian, der Gitarren, Bass, Drums, Produktion und Mix auf dem Album allesamt souverän gemeistert hat, wurden David Reece (Ex-ACCEPT und BONFIRE) und John Cuijpers (PRAYING MANTIS) ans Mic gestellt und Mathias Dieth (Ex-U.D.O.) und Doug Aldrich (Ex-Whitesnake und THE DEAD DASIES) für die Lead-Gitarren organisiert. Entsprechend professionell ist das Ergebnis.
Was sich auf dem fünften C.T.P.-Release abspielt, ist kurzweiliger Hard Rock, dargeboten auf zehn maximal fünf Minuten langen Songs (optimal, die Platte hat praktisch keine Längen), der weitaus vielseitiger ausfällt, als man es nach dem bereits erwähnten Opener vermuten würde. Zwei Songs sind Cover, “Since You’ve Been Gone” von RAINBOW und “Lonely Is The Night” von BILLY SQUIER, die nah genug am Original sind, dabei dank ihrer starken und liebevollen Umsetzung jedoch ihre absolute Existenzberechtigung haben und zu den Highlights auf “Point Blank” zählen.
Die restichen Songs sind tendenziell im Midtempo-Bereich angesiedelt und innerhalb ihres Stils angenehm vielseitig. Mit “Proceed With Caution” gibt es einen verhältnismäßig ruhigen Track, der aber noch nicht unbedingt als Ballade durchgeht. “Fight Another Day” und “Before I Fall” sind dank ihres smarten Orgel/Synth-Einsatzes nahezu funky und laden zu zurückgelehntem Mitnicken unter Aufsetzung eines möglichst coolen Gesichtsausdrucks ein, der beim überraschenden Feelgood-Refrain von “Don’t Make Me Wait” in ein breites Grinsen eingetauscht werden darf.
Häufig, so bei “Since You’ve Been Gone” oder “Borderland”, wird neben den hörbaren WHITESNAKE-Einflüssen ein erfreuliches Faible Christians für klassischen Rock’n’Roll offenbar, das den Stil des Albums zusammen mit der zu vermutenden Liebe von Keyboarder Morris Adriaens zu den funkigeren Werken von HERBIE HANCOCK prägt.
Mit “Too Late” und “Black Friday” sind zwar auch ein paar durchschnittlichere Songs an Bord, doch der Gesamteindruck, den “Point Blank” hinterlässt, bleibt absolut positiv. Klassisch aber nicht standard – und komplett staubfrei.

Anspieltipps:
Die Coversongs, “Before I Fall” und “Borderland”

Fazit:
Es lohnt bei “Point Blank”, mehr als nur einem Lied eine Chance zu geben, wenn man einen Kauf des Albums in Betracht zieht. Dann wiederum kann man als Fan traditionellen Hard/Classic Rocks mit modernem Touch eh bedenkenlos zugreifen. Es sei denn, man hat ein Problem mit unterhaltsam komponierter und gut gespielter Musik.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Point Blank
02. Borderland
03. Since You’ve Been Gone
04. Proceed With Caution
05. Too Late
06. Fight Another Day
07. Before I Fall
08. Black Friday
09. Don’t Make Me Wait
10. Lonely Is The Night

Jannis

NANOWAR OF STEEL Interview

Freunde, es ist mal wieder so weit. Das Garagentor ist oben und wir freuen uns, Gattopanceri666, Bassist von NANOWAR, bei uns parken zu dürfen! Die Italiener mit Zweitwohnsitz im Schwanzwald, die sich in ihrem Heimatland bereits einen anständigen Bekanntheitsgrad erarbeitet haben, haben mit „Stairway To Valhalla“ ein neues Album im Gepäck. Im Interview stand Gatto uns Rede und Antwort über die Auswirkungen der Konvertierung der Band zu Zeugen Jehovas und Angela Merkels Karriereaussichten.

Jannis Roloff: Hallo Gatto, danke, dass Du dir die Zeit genommen hast! Beschreib doch für die Leser, die Euch noch nicht kennen, zunächst einmal kurz, wer Ihr seid und was Ihr macht!

Gp666: Hallo sehr geehrte Leute, die uns noch nicht kennen. Seid willkommen in Schwanzwald! Ich würde Nanowar of Steel als fünf echte Schwanzwälder beschreiben, wenn fünf echte Schwanzwälder singen könnten. Ich könnte wahrscheinlich auch sagen, dass wir fünf Idioten aus Italien sind, aber das ist tatsächlich genau das gleiche.

J.R.: „Stairway To Valhalla“ scheint mir musikalisch wesentlich ausgearbeiter zu sein, als seine Vorgänger, mit mehr musikalischen Details und beachtlichem Songwriting (meinen Ohrwurm von „Ironmonger“ werde ich partout nicht mehr los). Fiel der Songwriting-Prozess dieses Mal anders aus als bisher? Wenn ja, inwiefern?

Gp666: Zuerst, danke für Deine Beschreibung, mit der Du sagst, dass alles, was wir bisher gemacht haben, eigentlich unprofessionell, unmusikalisch und total verkackt war. Schwanzlichen Dank! Wir freuen uns über Deine Meinung. Auf jeden Fall – natürlich ist der Prozess anders gewesen. Vor zehn Jahren, als z.B. „Into Gay Pride Ride“ veröffentlicht wurde, waren wir junge, schöne Scheißmusiker. Heute sind wir alte, saudreckige Scheißmusiker.

J.R.: Zu den Texten: Wie viel Alkohol war beim Schreiben der Lyrics involviert?

Gp666: Seitdem wir Zeugen Jehovas geworden sind, trinken wir leider keinen Alkohol mehr, aber sicher hat der Erdbeer-Gurke-Malaria-Saft, den wir bei Aldi jeden Tag kaufen, eine bedeutende Rolle gespielt.

J.R.: Man könnte ja meinen, dass nach ein paar Alben die Luft auch irgendwann mal raus ist, aber Texte wie der von „Barbie Milf Princess Of The Twilight“ oder „The Quest For Carrefour“ deuten darauf hin, dass die Kreativität absolut nicht nachlässt. Wie kommt Ihr immer noch auf solche Textideen?

Gp666: Wie gesagt, der entsprechende leckere Saft, den ich eben erwähnt habe, hilft unserer Kreativität, insbesondere die Liste der Zutaten, die auf der Flasche abgedruckt ist.

J.R.: Warum Liechtenstein und was kann man gegen die üblen Machenschaften der Zahnfee machen?

Gp666: Die sind aber zwei verschiedene Fragen, Du Arsch! Ich kann aber zwei Fragen nicht gleichzeitig antworten, und außerdem bin ich kein Wirtschaftswissenschaftler. Über das Thema sollst Du lieber mit Philipp Bagus reden (Anm. d. Red.: Professor für Volkswirtschaft an der Universidad Rey Juan Carlos in Madrid mit Forschungsschwerpunkten Geld- und Konjunkturtheorie), der ist ein Experte der österreichischen Wirtschaftswissenschaft, und mit der Zahnfee.

J.R.: Entschuldigung, mein Fehler. Dann jetzt nur eine Frage: auf einen musikalisch komplett aus der Reihe fallenden Track wie „Rap-Sody“ habt Ihr dieses Mal verzichtet. War der Song eine Ausnahme, oder darf man sich in Zukunft noch einmal auf etwas in der Art freuen?

Gp666: Keine Ahnung, wir sollten zuerst schauen, was sie für einen Saft bei Rewe haben, wahrscheinlich kommt damit auch eine Erleuchtung, die uns mal wieder in die Richtung von RAPsody leitet.

J.R.: Ihr habt euch für Euer neues Album ein paar feine Gäste organisiert, allen voran Fabio Leone von Rhapsody Of Fire. Wird es in Zukunft Bemühungen geben, weitere Gäste hinzuzuziehen?

Gp666: Ja, wir warten mal, bis Frau Merkel ihre Kanzlerinstelle gekündigt wird, dann verwenden wir sie als Tänzerin für unsere Liveshows. Selbstverständlich hat sie schon zugestimmt, sie darf damit leider aber noch nicht an die Öffentlichkeit gehen.

J.R: Apropos Gaststars: Wird man Mario Draghi demnächst mit auf Tour erleben dürfen?

Gp666: Leider nicht, der mag Black Metal am liebsten und wurde schon von Impaled Nazarene reserviert. Und ehrlich gesagt, der Mario ist total nutzlos ohne seine Euro-Druckmaschine.

J.R.: Wie wäre es mit einer Tour im Vorprogramm von Rhapsody Of Fire? Wäre eine witzige Kombination und würde Euren Tourplan, der sich doch momentan hauptsächlich auf Italien beschränkt, etwas internationaler gestalten. Schonmal darüber nachgedacht?

Gp666: Wir haben schon darüber nachgedacht, und wichsen regelmäßig auch darüber. Es wäre eigentlich toll, aber leider ist unser Tourbus zu klein für beide Bands.

J.R.: Eine Eurer Hauptinspirationsquellen, ManowaR, hat inzwischen ihr Ende angedeutet. Falls es tatsächlich dazu kommen sollte: Ist das ein harter Verlust für Euch?

Gp666: Natürlich, mit ManowaR verlieren wir die zweitwichtigste Quelle unserer Kreativität und Inspiration, direkt nach den Erdbeer-Gurke-Malaria-Flaschen vom Aldimarkt.

J.R.: Wagen wir zuletzt noch einen Blick in die Zukunft: Was steht in nächster Zeit so an? Sind Festivaldates oder eine Tour in Planung, vielleicht auch in Deutschland? Beim Rock Harz wurdet Ihr ja sehr gut aufgenommen! Abseits dessen noch andere Pläne?

Gp666: Ja.

J.R.: Herzlichen Dank für das informative und sachliche Interview und insbesondere auch die ausführliche Beantwortung der letzten Frage! Die Rock Garage wünscht Euch alles Gute für die Zukunft und viel weitere Berichterstattung über die Themen, an die man sich im Metal normalerweise nicht herantraut! Und wie man das so macht: Die letzten Worte gehören Dir – Zeit für unbescheidene Eigenwerbung!

Gp666: Dankeschön, das ist mein erstes Interview auf Deutsch, also hoffe ich, Ihr habt alles verstanden. Trinkt mal Malariasaft mit Gurke und Erdbeere, es schmeckt gut und verstärkt bedeutend Eure Idiotie! Bis in Zukunft, Leute!

Jannis

BURNING WITCHES – Hexenhammer

Band: Burning Witches
Album: Hexenhammer
Spielzeit: 47:59 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast Records
Veröffentlichung: 09.11.2018
Homepage: www.facebook.com/burningwitches666

Für die Schweizerinnen von BURNING WITCHES geht es seit der Gründung 2015 nur steil bergauf! Das haben die Mädels mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum 2017 schon bewiesen.
Kein Wunder das sich deswegen die großen Labels der Branche in Stellung gebracht hatten und schwupps war die Band beim Szene Schwergewicht Nuclear Blast Records unter Vertrag.
Auf diesem Label bringen sie nun, nicht mal ein Jahr nach ihrem Debüt, ihr zweites Album „Hexenhammer“ auf den Markt, welches ein Konzeptalbum über das 1486 erschienene Buch Hexenhammer ist. Dieses Buch bildete damals die Grundlage für die Hexenverfolgung. Passt also alles perfekt zum Bandnamen!
Als Produzent und Berater vertraute man, wie auch schon beim Debütalbum, auf die Arbeit von V.O Pulver (DESTRUCTION, PÄNZER) und DESTRUCTION Fronter Schmier.
Das Endergebnis hören wir uns nun mal genauer an und beginnen mit dem einleitenden Cinematic Intro „The Witch Circle“ welches einen gut auf die Konzeptgeschichte einstimmt.
Danach ballert dann das schon vorab veröffentlichte „Executed“ aus den Boxen. Schnell, kraftvoll und auch einen Ticken melodisch bahnt sich die Nummer ihren Weg und ist als quasi Opener schon mal sehr ordentlich gelungen.
Wesentlich eingängiger sind dann „Lords of War“ und „Open your Mind“ gehalten, so dass sich diese beiden Nummern ohne Umschweif auf unserer Hitliste wiederfinden.
Danach gibt es mit „Don`t Cry my Tears“ eine Ballade auf die Ohren die sich zwar gut ins bisherige Songgefüge einbringt, aber nicht weiter auffällt.
Apropos auffällt, das schaffen auch einige nachfolgenden Songs nicht wirklich, die Qualität ist zwar nach wie vor hoch, auf die nächsten Hits muss aber ne ganze Zeit warten. Der Titeltrack „Hexenhammer“ ist dann endlich mal wieder richtig schön hervorstechen und auch der letzte eigenen Song „Maneater“ fällt in diese Kategorie. Hier zeigen die Hexen zu was sie vom Songwriting her in der Lage sind!
Die abschließende DIO Hommage „Holy Diver“ fällt dann bewertungstechnisch nicht weiter ins Gewicht, ist aber gut umgesetzt.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall „ Lords of War“, „Open your Mind“ ,“Hexenhammer” und „Maneater”

Fazit :

Düster und schaurig kommt das neue Album „Hexenhammer“ der brennenden Hexen daher, ist ja aber auch kein Wunder bei dem Titel und dem Konzept! Die Mädels zocken sich zwar sehr routiniert durch deren zweiten Scheibe, aber es mangelt hier ganz klar an absoluten Smashern und Hits.
Eine starke Leistung bleibt es aber nach wie vor, allerdings ist der Unterschied zum Debütalbum dann leider doch insgesamt nicht so groß wie erwartet.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Witch Circle
02. Executed
03. Lords of War
04. Open your Mind
05. Don’t Cry my Tears
06. Maiden of Steel
07. Dungeon of Infamy
08. Dead Ender
09. Hexenhammer
10. Possession
11. Maneater
12. Holy Diver

Julian

FROZEN LAND – Frozen Land

Band: Frozen Land
Album: Frozen Land
Spielzeit: 44:50 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 23.11.2018
Homepage: www.facebook.com/Frozenlandband

Mal wieder ertönt, sehr überraschend, der Newcomer Alarm hier in unserer Rock-Garage! Die finnische Power Metal Band FROZEN LAND kommen dieser Tage mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum um die Ecke und quasi somit von 0 auf 100 aus der Versenkung!
Denn bis dato gab es kein Sterbenswort über die Band und man hat auch nicht großartig mit geschwollenen Vorankündigungen die Werbetrommel gerührt. Vielleicht ist das ja mal wieder eine richtige Perle des Genres?
Auf jeden Fall ist die Band noch recht jung und wurde 2017 vom Gitarristen Tumoas Hirvonen mit der Vision gegründet den Power Metal der 90iger wieder zurückzubringen. Ziemlich schnell fand er weitere Mitstreiter und es wurden Songs für das mir nun vorliegende Debütalbum geschrieben.
Mal schauen ob die Vision von Tumoas in die Tat umgesetzt wurde und wir hier wirklich etwas ganz Großes im CD Schacht haben. Als Opener wird uns auf jeden Fall schon mal „Loser`s Game“ ordentlich einheizen denn der Track beginnt direkt mit kraftvollem Doublebass Drumming. Schnell, kraftvoll und melodisch ballert die Nummern aus den Boxen und gräbt sich recht schnell in die Gehörgänge. Und die Promoinfos haben nicht gelogen, es kommt hier wirklich direkt schnell pures 90iger Jahre Power Metal Feeling auf. Der Opener ist also absolut schon mal gelungen!
Weiter geht es mit dem nächsten schnellen Track „Delusions of Grandeur“ der dieses Mal ordentlich Keyboardunterstützung enthält und ebenfalls super eingängig und melodisch daherkommt und direkt zündet!
Danach wird das erste Mal etwas Gas rausgenommen und mit „The Fall“ die bisher eingeschlagene, eingängige Richtung knallhart weiter durchgezogen.
Der Fuß bleibt dann auch beim anschließenden Stampfer „Underworld“ vom Gas, bevor dann genauer bei der Hälfte der Scheibe mit „The Rising“ das Tempo wieder ordentlich angezogen wird.
In der zweiten Hälfte gibt es dann zwar den ein oder anderen Füllersong mehr, aber insgesamt bleibt die Qualität schön hoch. Glanzpunkte und Ohrenschmeichler sind mit Sicherheit das eingängige „Unsung Heroes“ und das schon vorab im Internet veröffentlichte „Mask of the Youth“.

Anspieltipps:

Direkt Gefallen tun euch mit Sicherheit „Loser`s Game“, „Delusions of Grandeur“, „Underworld“, „Unsung Heroes“ sowie „Mask oft he Youth“.

Fazit :

Die vollmundigen Vorankündigungen haben sich auf jeden Fall bewahrheitet! FROZEN LAND schaffen es mit ihrem Debütalbum spielend einen das Feeling des 90iger Power Metals erneut ins Ohr zu zaubern. Daher ist diese Scheibe auf jeden Fall für alle Nostalgiker wärmstens zu empfehlen! Aber auch ansonsten sollten die Power Metaller unter euch hier auf jeden Fall mehr als ein Ohr riskieren.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Loser`s Game
02. Delusions of Grandeur
03. The Fall
04. Underworld (Manala)
05. The Rising
06. Unsung Heroes
07. Orgy of Enlightement
08. Mask of the Youth
09. I Would
10. Angels Crying (E-Type Cover)

Julian

TALENTSCHMIEDE: Lipz

Band: Lipz

Gegründet: 2011

Herkunft: Stockholm

Mitglieder: Alex K (Guitar & Vocals). Koffe K (Drums). Chris Y (Bass). Conny S (Guitar)

Stil: Glamrock

Veröffentlichungen: ”Ghost Town” – single (2012). ”Psycho”- Ep (2015). ”Scaryman” – Debut album
(2018)

Einflüsse: Bands wie: Alice Cooper, Ratt & Wasp.

Was wir die nächsten fünf Jahre erreichen möchten:
Wir möchten die großen Festival in Europa spielen, neues Material veröffentlichen, außerhalb Europas touren, unsere Fanbase erweitern, als eine der größten und großartigsten Bands bekannt werden.

Was als nächstes kommt:
Weiter auf Tour gehen und das zweite Album fertig schreiben.

Unsere beste Erfahrung bis jetzt:
Unser erstes Album zu veröffentlichen und so tolles Feedback rund um den Globus zu bekommen.

Unser peinlichster Moment:
Wir sind ziemlich schmerzfrei, wir machen uns lieber über Dinge lustig anstatt beschämt zu sein.

Mit wem wir gerne ein Bierchen trinken würden und warum:
An sich hat da jeder von uns seine eigenen Wünsche, aber einer auf den wir uns einigen könnten ist der legendäre Liam Neeson, weil er einfach so geil ist!

Wenn wir uns eine Band aussuchen könnten, mit der wir auf Tour gehen dürfen:
Wir würden liebend gerne mit Ghost oder Hardcore Superstar auf Tour gehen.

Das Beste daran, in einer Band zu spielen:
Weltweit auf der Bühne zu stehen und neue Leute kennenzulernen.

Das Schlimmste daran, in einer Band zu spielen:
Die Leere, die einen umgibt, wenn man von eienr Tour nach Hause kommt.

Online:
lipzband.com
Facebook

Musik:
YouTube
Spotify 
http://www.burningmindsgroup.com

Live-Dates:
Rovellasca (Italy) December 1st, 2018.
Sleazy Fest (Germany) March 9th, 2019.
Mehr dates tba.

SINBREED – IV

Band: Sinbreed
Album: IV
Spielzeit: 48:24 min.
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 23.11.2018
Homepage: www.facebook.com/sinbreed

Wäre Power Metal ein Neuwagen, dann wären Keyboards die beim Kauf optional dazubuchbare Sitzheizung – sehr angenehm, tötet aber auf Dauer die Spermien ab. SINBREED verzichten auf diesen Bonus daher nahezu komplett und hauen mit “IV” die Power-Metal-Basic-Version raus, auf der man sich zur Anfettung des Materials stattdessen auf schön dicke und klare Backing Vocals verlässt, abseits dessen aber erstaunlich abgespeckt unterwegs ist. Positivermaßen, muss man angesichts des Resultats sagen.
Das vierte Album der 2010 gegründeten Truppe aus Deutschland unterhält über zehn Tracks und knapp 50 Minuten hinweg mit einprägsamem Power Metal, der nie überladen klingt und sauberst produziert ist. Sänger Nick Hollemann, neben Gitarrist Manuel Seoane einer der beiden Neuen in der Band, mag anfangs etwas gewöhnungsbedürftig sein, passt aber doch sehr gut zum Sound der Band und sollte bei Fans der vorherigen Alben mit seiner etwas an Andi Deris erinnernden Stimme generell gut ankommen (Lob an dieser Stelle auch für die Produktion der Vocals und der von Timmy Rough von THE NEW ROSES eingesungenen Backing Vocals). Ansonsten: Frederik Ehmke von BLIND GUARDIAN an den Drums und der Rest der Band leisten auch beste Arbeit.
Die einzelnen Songs haben so einige Dinge gemein: In den meisten Fällen darf der Doppelbass ran, die recht hektische aber stets gut strukturierte Drum- und Gitarrenarbeit macht auch aus Midtempotracks Uptempotracks; Die Durchschnittsgeschwindigkeit des Albums ist vergleichsweise hoch. Die Refrains sind generell auf Eingängigkeit geschrieben und dabei meistens extrem erfreulich. Refrains, die aus viermal dem selben Wort, dem selben Satz oder der selben vier Takte langen Melodieline bestehen, sucht man vergeblich. Fast alle Refrains sind liebevoll auskomponiert, dabei sehr eingängig, ohne jedoch immer die selben Power-Metal-Akkord-Schemata zu bemühen.
Auch in die Mittelteile und Soloparts hat man Arbeit investiert, die sich hörbar auszahlt und sie zu kleinen Höhepunkten des Albums macht, im Gegensatz zu den obligatorischen 16 Takten Solo, die bei vielen anderen Bands des Genres doch hauptsächlich noch schnell in den Song gepackt werden, weil das halt so gemacht wird.
Lückenfüller finden sich auf “IV” praktisch gar nicht (lediglich “Pride Strikes” ist subjektiv gesehen etwas uninspirierter als der Rest). Stattdessen regiert auf der Platte über mehr als eine Dreiviertelstunde fröhlicher Power Metal, der zeitweise an AVANTASIA, GAMMA RAY und ROSS THE BOSS (“First Under The Sun” – Ihr werdet wissen, was ich meine) oder HELLOWEEN erinnert, dabei einen recht individuellen Sound vorweisen kann und mit Songdauern um die vier bis fünf Minuten stets kurzweilig bleibt.

Anspieltipps:
“Wasted Trust”, “The Purge”, “At Least I Am” und “Final Call”

Fazit:
Gut möglich, dass mit SINBREED ein neuer großer Name der deutschen Power–Metal-Szene heranwächst. Verdient hätten es die Jungs allemal, denn “IV” ist zum angehenden Jahresende nochmal ein kleines Highlight, das sich nicht schlecht unter dem Weihnachtsbaum des Metallers mit Hang zu Melodiösität und Power Metal zwischen Tradition und Moderne machen würde.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. First Under The Sun
02. Falling Down
03. Wasted Trust
04. Into The Arena
05. Pale-Hearted
06. Final Call
07. The Purge
08. Pride Strikes
09. At Least I Am
10. Through The Fire

Jannis

BROTHERS OF METAL – Prophecy of Ragnarök

Band: Brothers of Metal
Album: Prophecy of Ragnarök
Spielzeit: 51:28 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 16.11.2018
Homepage: www.facebook.com/brothersofmetalofficial

Mit der finnischen Newcomerband BROTHERS OF METAL betritt eine Band die Bildfläche die man nicht aller Tage zu Gesicht bekommt! Groß angekündigt und mit vielen Vorschusslorbeeren versehen kommt die Band quasi aus dem Nichts und dementsprechend laut ertönt dieses Mal unser Newcomer Alarm hier in der Rock-Garage!
Warum das so ist? Nun insgesamt 8 Musiker haben sich hier versammelt, inklusive gleich drei Sängern, eine davon weiblich, zwei männlich, und drei Gitarristen, um die Bühne und die Wohnzimmer dieser Welt mit ihrer Musik zu erobern.
Und wie könnte es anders sein kommt die Band aus Falun, welches schon so große Acts wie SABATON oder TWILLGHT FORCE ausgespuckt hat. Ein richtiges Metalsammelbecken halt!
Bei so viel musikalischer Gewalt dürfte das Genre recht schnell klar sein, man frönt dem bombastischen Power Metal welcher mit allerlei nordischer Mythologie und Historie gewürzt wird.
Und wie das nun genau klingt hören wir uns jetzt mal genauer an, als Opener erschallt uns „Death of the God of Light“ entgegen. Hymnisch und bombastisch beginnt das Ganze direkt und von den zwei Sängern merkt man dann erst etwas später etwas. Dann wird das Wechselspiel der sanften weiblichen und der etwas aggressiveren männlichen Stimme absolut erstklassig! Mit einem Ohrwurmchorus ausgestattet schraubt sich die Nummer direkt in die Gehörgänge. Ein Opener also wie er im Buche steht!
Mit dem Stampfer „Son of Odin“ geht die erstklassige Fahrt dann direkt weiter, hier übernimmt der männliche Sänger den Hauptteil der Arbeit und der Chorus gräbt sich erneut metertief in die Gehörgänge.
Das schon vorab veröffentlichte „Prophecy of Ragnarök“ ist dann ebenfalls ein absoluter Ohrwurm und Hit, genauso wie die anschließenden „Defenders of Valhalla“ und das epische „Yggdrasil“ welches vom kleinen Zwischenstück „Concerning Norns“ eingeleitet wird.
Die zweite Hälfte wird dann von „Tyr“ eröffnet der seinen bisherigen Vorgängern auch in nichts nach steht und wieder schön episch und bombastisch daherkommt.
Und so geht es eigentlich auch die nächsten Songs weiter…richtig schlechtes lässt sich hier auch nach mehreren Hören nicht erkennen! Das ist schon echt beachtlich bei einem Debütalbum.
Die absoluten Glanzpunkte im weiteren Verlauf sind mit Sicherheit noch „Gods of War“, mit leichtem SABATON Feeling, „The Mead Song“, klingt irgendwie ein bisschen nach Mittelalter BATTLE BEAST und das abschließende „We Believe in Metal“.

Anspieltipps:

Schlechte Songs sucht ihr hier fast vergebens, greift hin wo ihr wollt!

Fazit :

Die BROTHERS OF METAL greifen aus dem Stehgreif auf ihrem Debütalbum ganz oben ins Qualitätsregal und wissen direkt mit ihrem Songwriting und der dichten Atmosphäre zu überzeugen!
Klar, man muss schon auf so Bands wie SABATON oder BATTLE BEAST stehen und auch mit dem ganzen thematisch etwas anfangen können, aber wenn man das kann, dann hat man es hier definitiv mit einem späten Highlight des Genre zu tun und hat eine ganze Menge Spaß!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Death of the God of Light
02. Son of Odin
03. Prophecy of Ragnarök
04. Defenders of Valhalla
05. Concerning Norns
06. Yggdrasil
07. Tyr
08. Silblings of Metal
09. Gods of War
10. Freya
11. The Mead Song
12. Sleipnir
13. Fire Blood and Steel
14. We believe in Metal

Julian

KALIDA – The Frozen Throne

Band: Kalida
Album: The Frozen Throne
Spielzeit: 47:43 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Innerwound Recordings
Veröffentlichung: 23.11.2018
Homepage: www.kalida.com

Uih das ich das noch erleben kann! Die Italiener von KALIDA die mich 2014 mit ihrem Debütalbum „Lies Device“ (Rezi dazu auch hier bei uns) schon begeistert hatten, kommen doch tatsächlich dieser Tage mit ihrem zweiten Album mit dem Titel „The Frozen Throne“ um die Ecke!
Ich dachte die Band wäre schon in den ewigen Jagdgründen, aber falsch gedacht, man war nur die letzten Jahre ohne Ende Live unterwegs, unter anderem mit RHAPSODY OF FIRE, SERENITY, ANCIENT BARDS oder DGM, und hat dann in den letzten Monaten still und heimlich das zweite Album eingespielt.
Die Band, nach wie vor angeführt von der stimmgewaltigen Fronterin Nicoletta Rosellini, ist sich seiner Linie treu geblieben und präsentiert uns Power Metal mit einem Hang zum symphonischen welcher dieses Mal vom mittlerweile erfahrenden Produzenten Lars Rettkowitz (FREEDOM CALL) ins rechte Licht gerückt wurde.
Das kann ja nur wieder gut werden, ich war auf jeden Fall sehr gespannt darauf und lauschte direkt den ersten Tönen des Openers und Titeltrack „Frozen Throne“. Ordentlich Keyboards ballern uns hier entgegen und schon nach kurzen ertönt der sehr angenehme Gesang von Fronterin Nicoletta, der sich irgendwo in der Schnittmenge zwischen Klassik und Symphonic Metal bewegt. Der Song an sich ist absolut eines Titeltracks würdigt und bleibt schon nach kurzem direkt haften, so kann es gerne weiter gehen!
Nach dem melodischen, orientalisch angehauchten „Circe`s Spell“ im Anschluss geht es dann mit dem nächsten Hit „Black Sails“ weiter. Schön thematisch musikalisch in Szene gesetzt und wenn mich nicht alles täuscht von der gleichnamigen Fernsehserie inspiriert bahnt sich die Nummer direkt ohne Umwege ihren Weg in die Gehörgänge.
Der Mittelteil der Scheibe bewegt sich dann auf einem gleichen, qualitativ hochwertigen Niveau, ein bisschen hervorstechen tut hier das mystische „Myth of Masada“.
Mit „Midnights Chant“ gibt es dann noch eine tolle Ballade im Mittelteil, die ebenfalls überzeugen kann und eine schöne Atmosphäre rüberbringt.
In der Folge gibt es auch keine wirklich schlechten Track auszumachen, als Hit tut sich ganz besonders noch das abschließende „Queen Forsaken“ hervor.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall sind hier „Frozen Throne“, „Black Sails“, „Myth of Masada“, „Midnights Chant“ und „Queen Forsaken“ zu nennen.

Fazit :

Auf dem Debütalbum hatte ich damals noch die nicht so ganz vorhandenen dauerhafte Hitdichte bemängelt und das man das Qualitätslevel nicht über die gesamte Platte halten kann. Dies ist nun absolut nicht mehr der Fall und man hat sich ganz klar gesteigert!
Fans des female fronted Metals sollten sich das zweite Album von KALIDA auf jeden Fall nicht entgehen lassen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Frozen Throne
02. Circe`s Spell
03. Black Sails
04. Orpheus
05. To the Darkness I belong
06. Myth of Masada
07. Midnights Chant
08. Go Beyond
09. Amethyst
10. Lotus
11. Queen of the Forsaken

Julian

Gloryful News

GLORYFUL enthüllen Albumdetails

Hört, hört! GLORYFUL werden am 18.01.2019 ihr brandneues Album „Cult Of Sedna“ bei Massacre Records veröffentlichen!

Auf dem Album, das von Jörg Uken im soundlodge Tonstudio gemischt und gemastert wurde, vereinen GLORYFUL alle Trademarks und Stärken der 3 ersten GLORYFUL Alben und setzen dem Ganzen in Sachen Härte nun nochmal ein ganzes Pfund puren Metal oben drauf!
Für das Artwork wurde niemand geringeres als Axel Hermann mit an Bord geholt. Die komplette Tracklist ist weiter unten verfügbar.

Freut euch unter anderem auf heftige Brecher – manche von ihnen mit einer Prise Thrash – aber auch hartnäckige Ohrwürmer.

Das neue GLORYFUL Album „Cult Of Sedna“ wird als CD, limitierte Vinyl LP, Stream & Download erhältlich sein.

GLORYFUL – Cult Of Sedna

01. Cult Of Sedna
02. The Oath
03. Brothers In Arms
04. Void Of Tomorrow
05. The Hunt
06. True ‚Til Death
07. When The Union Calls On Me
08. Desert Stranger
09. My Sacrifice
10. Sinners & Saints
11. Into The Next Chapter

 

 

GLORYFUL Live

17.01.2019 DE Hamburg – Logo*
18.01.2019 DE Essen – turock*
19.01.2019 DE Mannheim – MS Connexion Complex*
20.01.2019 FR Paris – Petit Bain*
21.01.2019 FR Colmar – Le Grillen*
22.01.2019 NL Nijverdal – Cult Art*
23.01.2019 DE Trier – Mergener Hof*
24.01.2019 DE München – Backstage*
25.01.2019 CZ Prague – Rock Klub Nová Chmelnice*
26.01.2019 CZ Zlín – Masters Of Rock Café*
27.01.2019 HU Budapest – Dürer Kert*
29.01.2019 SI Ljubljana – Orto Bar*
30.01.2019 DE Ingolstadt – Eventhalle Westpark*
31.01.2019 CH Pratteln – Z7*
01.02.2019 DE Memmingen – Kaminwerk*
02.02.2019 DE Stuttgart – ClubCANN*

* „Midnight Ghost Tour 2019“ w/ Brainstorm