CREYE – Aftermath

Trackliste:

01. Something Missing
02. Bad Romance
03. Rust
04. Left In Silence
05. Don´t Talk About It
06. Through The Window
07. Only You
08. Glow
09. Aligned
10. T´he Last Night On Earth
11. Clay

Spielzeit: 39.20 min – Genre: Melodic Rock – Label: Frontiers Music – VÖ: 24.04 – Page: www.creyesweden.com

 

Mit „Aftermath“ liefert die schwedische Melodic-Rock-Band CREYE ein Album ab, das gleichermaßen auf Vertrautheit wie auf Weiterentwicklung setzt. Wer ihre bisherigen Veröffentlichungen kennt, wird sich schnell heimisch fühlen – und dennoch gibt es genug neue Nuancen, um das Ganze spannend zu halten.

Schon die ersten Tracks machen deutlich, dass die neue Langrille stärker auf Atmosphäre und Emotion setzt als einige frühere Arbeiten. Die Produktion ist klar, druckvoll und modern, ohne den warmen, klassischen AOR-Sound zu verlieren, für den die Band steht. Besonders auffällig ist die Balance zwischen eingängigen Melodien und einer leicht düsteren Grundstimmung, die sich wie ein roter Faden durch das Album zieht.

Die Gitarrenarbeit von Bandleader Andreas Gullstrand bleibt melodisch und präzise, während die Keyboards eine tragende Rolle spielen und den Songs Tiefe verleihen. Der Gesang des neuen Frontmanns Simon Böös überzeugt mit Ausdrucksstärke und Gefühl – gerade in den ruhigeren Momenten entfaltet sich hier die größte Wirkung. Refrains sind, wie man es von CREYE erwartet, sofort im Ohr, wirken aber nie banal.

Inhaltlich dreht sich vieles um Umbruch, Verlust und Neuanfang – Themen, die gut zum Titel „Aftermath“ passen. Diese Ernsthaftigkeit verleiht dem Album Gewicht, ohne es schwerfällig wirken zu lassen. Stattdessen entsteht eine angenehme Mischung aus Nachdenklichkeit und Hoffnung.

Fazit: Aftermath ist ein reifes, atmosphärisch dichtes Werk, das Fans des melodischen Rock definitiv abholen wird. Es zeigt eine Band, die ihren Sound gefunden hat – und ihn mit Feingefühl weiterentwickelt.

Bonne

 

METALL – Chasing the Truth

Trackliste:

01. Serpent`s Ensemble
02. Chasing the Truth
03. Dying Hope
04. Lord of Flies
05. The Realm Inside
06. Imminent Strike
07. Slave of Power
08. Heavens Burn
09. Solomon`s Rage
10. Heart of Steel

 

Spielzeit: 42:03 min – Genre: Heavy Metal – Label: Iron Shield Records – VÖ: 30.04.2026 – Page: www.metall-heavyband.de

 

Schau mal an, heimlich, still und leise kommen die deutschen DDR Urgesteine des Metals METALL mit ihrem neuen, dritten Album „Chasing the Truth“ welches erneut, wie auch das letzte Album „Metal Fire 2019, auf dem kultigen deutschen Label Iron Shield Records veröffentlicht wird.
7 Jahre also, viel Zeit zwischen den beiden Alben, die begründet ist mit der dazwischenliegenden Pandemie und einigen personellen Wechsel an der Gitarrenfront. Die anderen Instrumente sind aber weiterhin in fester Hand von Bassist und Mitgründer Sven Rappoldt, Sänger Joel Stieve-Daw und Schlagzeuger Marko Thäle.
Und auch am Sound hat sich nichts geändert, nach wie vor regiert hier der klassische Heavy Metal mit einem ordentlichen Thrash Einfluss.
Alles unverfälscht und roh wie es der geneigte klassische, oder Oldschool Metaller liebt.
Mit einem tollen Cover ausgestattete gewann die neue Scheibe meine Aufmerksamkeit und nachdem wir uns auch schon dem letzten Album gewidmet hatten, war klar, auch das neue Werk musste auf unseren Rezensionstisch!

Als Opener wird uns „Serpent`s Ensemble“ präsentiert welches nur ein stimmungsvolles Intro ist was uns auf die Scheibe ordentlich einstimmen soll.
Bei „Chasing the Truth“ geht dann das erste Mal so richtig die Post ab! Ein fettes Groovemonster bahnt sich hier den Weg durch die Boxen. Sänger Joel hat ein raues Organ und ist eher der klassische Metal Shouter als der melodiöse Sänger. Das passt aber natürlich gut zur Mucke!
Die Nummer bleibt auf jeden Fall direkt im Ohr hängen, das ist bombensicher.
„Dying“ Hope ist dann eine fiese Abrissnummer wo der Thrash Einfluss volle Möhre rüberkommt. Ein Track der perfekt zum abmoshen geeignet ist und mächtig durch Mark und Bein geht.
Bei „Lord of Files“ gibt es dann recht klassischen Oldschool Metal auf die Ohren, ganz so wie es im Vorfeld versprochen wurde.
Der Albumteiler hört auf den Namen „The Realm Inside“ welcher etwas aus dem gesamten Rahmen fällt, ordentliche Atmosphäre reinbringt und die Band mal von einer etwas anderen Seite zeigt.
Bei „Imminent Strike“ und „Slave of Power“ wird wieder die Oldschool Fahne schön hochgehalten, wobei beim letztgenannten auch nochmal ordentlich Thrash dazukommt.
Als vorletzte Nummer ertönt „Solomon`s Rage“ der auch wieder voll auf die Fresse geht, aber besonders durch seine deutschsprachigen Einschübe schön auffällt und aus der Reihe fällt! Auch wenn diese etwas mehr nach vorne gemischt gehört hätten damit sie wesentlich besser verständlich wären.
Mit „Heart of Steel“ wird es nochmal richtig schön klassisch, aber ohne Thrash“ sondern einfach 1 A Heavy Metal wo man richtig schön die Hände nach oben strecken und richtig schön mitgehen kann!

Klarer Fall, für Oldschool Metaller ist das neue Album von METALL auf jeden Fall etwas! Das Ding ist super passend produziert, die Songs treffen einfach den Genreliebhaber voll in die Fresse und auch ansonsten zünden die Jungs häufig die richtige Stufe bei den Songs.
Dazu noch der passende Sänger mit Joel, der aber manchmal noch etwas gehemmt wirkt, da geht definitiv noch mehr, das zeigt er in Ansätzen auch bei einigen Songs, ich freu mich schon drauf wenn er noch eine Schippe beim nächsten Album drauf legt!
Für mich gibt es hier eine klare Kaufempfehlung, mit der entsprechenden höheren Punktebewertung im Vergleich zum letzten Diskus, für die angesprochen Zielgruppe und die Feststellung das METALL noch lange nicht zum alten Eisen gehören!

Julian

 

 

VON GROOVE – Born To Rock

Trackliste:

01. Born To Rock
02. Fearless
03. Champion
04. Adrenaline
05. Angela
06. Undefeated
07. Do It All Over Again
08. Heart Of Forgiveness
09. Dreams
10. Waiting For The Sky To Fall
11. Always Endlessly

Spielzeit: ? min. – Genre: Hardrock – Label: Frontiers Records – VÖ: 15.05.2026 – Page: www.facebook.com/vongrooveband

 

Ach, was waren das für Zeiten, als 1992 das Debüt der kanadischen Hardrocker VON GROOVE ins Musikuniversum krachte. Unsere einzigen Probleme bestanden darin, die nächste Party nicht zu verpassen, genug Benzin im Tank zu haben und immer neue Musik entdecken zu können die nicht von den Karohemdträgern aus Seattle beeinflusst wurde. Und genau ein solches Kleinod fabrizierten VON GROOVE mit ihrem selbstbetitelten Erstling seinerzeit. Sägende Gitarren, wuchtiger Sound und grandiose Melodien machten dieses Album zu einem der besten des Jahrgangs.

Aber der Zeitgeist verlangte schon länger nach anderen Klängen und so tönte schon das 1994 veröffentlichte Werk „Rainmaker“ moderner und stand in keinem Zusammenhang mehr zum Debüt. Mit dem 1997 erschienenen „Mission Man“, das in Europa als „Chameleon“ in die Läden kam, machten die Kanadier die Rolle rückwärts, ohne allerdings jemals wieder an die Energie von „Von Groove“ anzuknüpfen. Vier weitere Alben folgten bis 2001 incl. dem 2000er Acoustic Album „3 Faces Past“ – seinerzeit waren akustische Umsetzungen der letzte Schrei – und dem lockeren AOR Album „Drivin´ Off The Edge Of The World“. Danach machten Michael Shotten (drums, vocals), Mladen (guitars) und Matthew Gerrard (bass) eine Pause.
Allerdings nur als VON GROOVE, denn sämtliche Bandmitglieder waren in zahlreiche Projekten der 2000er involviert. ARABIA, CROSSFIRE oder PHIL NARO´s 24K waren nur einige davon.

Bereits im Januar 2025 verkündeten Frontiers Records das Signing des kanadischen Trios und kündigten neben dem Re-Release des Backkatalogs auch ein neues Album an. Bisher wurde lediglich das Debüt im labeleigenen Vinyl-Club neu aufgelegt – zumindest das erste Mal auf Vinyl überhaupt. Der Erfolg scheint aber überschaubar gewesen zu sein, denn die angekündigte Auflage von lediglich 300 Stück war noch lange nach der Veröffentlichung verfügbar – mir unverständlich.

Jetzt aber endlich zum neuen Album „Born To Rock“, dem ersten in 25 Jahren!!! Sehr schön, dass alle drei Originalmitglieder vertreten sind. Als Appetizer haben uns die Verantwortlichen gleich den Titeltrack vorgesetzt. Das Ding geht gut nach vorne und hat im Video die tolle Idee aufgegriffen, die eigene Vergangenheit noch einmal aus der Versenkung zu holen. Die Umsetzung ist mit diesem unsäglichen KI-Zeug für meinen persönlichen Geschmack total in die Hose gegangen. Der Sound ist maßlos überproduziert (und ich stehe eigentlich auf fetten Sound) und es bleibt zu hoffen dass nur im Video die künstliche Intelligenz zum Einsatz kam. Eigentlich ist „Born To Rock“ – auch als Opener für das neue Album auserkoren – ein richtig geiler Song. Schade. „Fearless“ lässt in punkto Sound leider keine Steigerung erkennen. Der Refrain geht aber gut ins Ohr. Bei „Champion“ ist die Verwirrung dann komplett. Das Stück klingt wie eine Mischung aus IRON MAIDEN und DIO´s „We Rock“. Abwechslung ist auch im weiteren Verlauf der insgesamt elf Stücke extrem angesagt. VON GROOVE werden immer dann gut wenn es etwas ruhiger wird. „Do It All Over Again“ oder „Waiting For The Sky To Fall“ sind schöne balladeske AOR Songs. „Heart Of Forgiveness“ klingt stark nach WIG WAM und die abschließende Ballade „Always Endlessly“ könnte auf einem GOTTHARD Album stehen. Diese Vergleiche sollen in erster Linie gar nicht negativ gedeutet werden, es ist nur keine Linie erkennbar. VON GROOVE waren einmal eine Band mit hohem Erkennungswert, das ist auf „Born To Rock“ nicht wirklich erkennbar.

Was hätte ein anderer, besserer Sound aus „Born To Rock“ gemacht? Sicher ein besseres Album. Mit diesem hier verhält es sich wie mit den neueren HELIX Scheiben. Die Songs finde ich teilweise echt stark aber die Produktion ist einfach grottig. Alles ist auf Streaming ausgelegt, wirkt extrem komprimiert und soll auch einem 20€ Bluetooth Speaker von Temu einen Bombensound entlocken. Das funktioniert einfach nicht. Leider hat der Sound den Spaß an diesem Comeback total verhagelt.

Stefan

CONFESS – Metalmorphosis

Trackliste:

01. Colorvision
02. The Warriors
03. Wicked Temptations
04. Metalmorphosis
05. Beat Of My Heart
06. Pursuit Of The Jenny Haniver
07. The Other Side
08. Running To My Death
09. Plague Of Steel
10. Silvermalen

 

Spielzeit: 43:32 min – Genre: Sleaze Rock – Label: Frontiers Music s.r.l. – VÖ: 15.05.2026 – Page: www.facebook.com/confessofsweden

 

CONFESS melden sich mit ihrem vierten Album zurück, keines war schlecht, das dritte überflügelte die ersten Beiden und konnte Full House abräumen. Mittlerweile sind die Schweden bei Frontiers Music untergekommen und werden damit sicherlich einen Bekanntheitsschub bekommen. Vor Album #3 waren CONFESS so etwas wie der Geheimtipp im Sleaze Rock Genre, dies änderte sich mit ihrem dritten Album bestimmt und jetzt mit Frontiers Music im Rücken könnte ein weltweiter Durchbruch gelingen. Schade ist nur das die erste EP und beiden Alben so gut wie nicht mehr aufzutreiben sind, außer natürlich auf den Streaming Plattformen, mit dem Nachteil was man sich da anhört gehört einem nicht.

Zur aktuellen Besetzung von CONFESS gehören Sänger John Elliot, die Gitarristen Ludwig Nordlander und Asser Hakala, Bassist Lucky und die Drummachine Samuel Samael. Johns Stimme hat den selben Ausdruck wie auch schon zu Anfangstagen, mit ein wenig Verbesserung, da sie jetzt variabler erscheint. Er kann von sanft über dreckig bis hin zu rau, und bedient diese Palette je nach Bedarf. Seit den ersten Album hat er nicht viel aber er hat dazu gelernt und dies steht den Songs sehr gut. Die Gitarren sorgen immer noch für ein Riffgewitter nach dem Anderen. Der Bass kann auch für Dampf sorgen und die Drums treiben alles vor sich her. Die Keyboards unterstützen den Rest der Band mit ihren dezenten Einlagen. Die Produktion ist dynamisch, gelungen und lässt nichts vermissen.

CONFESS machen auch auf „Metalmorphosis“ das was sie können, sie rocken bis der Arzt kommt. Dabei gibt es gewaltig auf die Lauscher, rotzfrech, vorlaut und mit ihrem schwedischen Augenzwinkern geht es voll nach vorne. Haben die Jungs dabei etwas ausgelassen oder vergessen? Nein, sie haben nichts übersehen, sie rocken so wie man es seit dem Debütalbum „Jail“ von ihnen gewohnt ist, und das keinen Deut schlechter. CONFESS sind wie ein guter Whisky, mit jedem Album steigt die Reife und das können wird immer raffinierter, wenn diese Entwicklung so weiter geht steht einem weltweiten Erfolg nichts mehr im Weg. Der Titel ist leicht irreführend, in den Metal driften sie nicht ab, versuchen sich aber an Riffsalven die an Metal erinnern. Selbst wenn es mal metalisch wird, wird es nicht zu hart, sondern bleibt im gewohnten Sleaze Rock mit einer kleinen Metal Note.

CONFESS kann man am besten als eine Mischung aus CRAZY LIXX, dem Debüt von CRASHDIET, HARDCORE SUPERSTAR sehen, und vielleicht ein winziger Tupfer SVEN GALI. Was spricht also dagegen die nächste Party von CONFESS beschallen zu lassen? Absolut nichts, wer auf dreckigen und versauten Sleaze Rock steht ist bei dieser Band genau an der richtigen Adresse.

Erneut legen CONFESS ein saustarkes Album vor, dass alles mitbringt was es mitbringen soll – diesmal auch über 40 Minuten, dass es keinen Grund gibt ein negatives Wort über das Album zu verlieren.

„Colorvision“ fängt mit einem Intro an was keiner benötigt – allerdings nach dem Intro geht die Treterei in den Hintern mit voller Macht lost, „The Warriors“ erinnert mich an eine dreckigere Version von SVEN GALI. „Wicked Temptations“ hier sind sie die CONFESS die mit ihrer unwiderstehlichen Charme offensive glänzen „Metalmorphosis“ ein flottes Highlight mit viel Druck. „Beat Of My Heart“ eine schöne Ballade die mit einer traumhaften Akustik Gitarre kommt, „Pursuit Of The Jenny Haniver“ hier benutzt die Band das erste Mal Metal artiges Riffing. „The Other Side“ noch so ein charmantes Highlight das einem nicht mehr aus dem Kopf geht, „Running To My Death“ ein Speedattacke die Potential besitzt. „Plague Of Steel“ in Strophen herrscht Chaos – im Refrain Harmonie, „Silvermalen“ am Schluss packen CONFESS nochmal die Melodic-Kelle aus und erinnern an einen Symbiose aus 70ern und CONFESS.

Balle

RITCHIE NEWTON – Higher Power

Trackliste:

01. Higher Power
02. Come Give Me Your Love
03. Crying In The Summer Rain
04. I Lost My Faith In You
05. Glory Harleylujah
06. Saxana
07. King Of The Night
08. When Children Cry
09. Goodbye My Little Boy
10. Winds Of Destiny
11. Woman In Doubt

Spielzeit: 51:11 min – Genre: Melodic Hard Rock – Label: NRT-Records – VÖ: 01.05.2026 – Page: www.facebook.com/ritchie.newton.2024

 

Der gebürtige Straubinger RITCHIE NEWTON veröffentlicht mit „Higher Power“ ein Rockalbum über Hoffnung, Verlust und innere Stärke. Das bedeutet das es sich um ein sehr persönliches Album handelt, da RITCHIE schon einige Schicksalsschläge verkraften musste scheint es einer Wiederbelebung zu ähneln. Genau das bringen die Texte zum Ausdruck, also RITCHIE lass mal hören, was du im Jahr 2026 für ein musikalisches Statement setzten kannst.

Nicht nur RITCHIE ist ein bekannter Name, er konnte auch einige namhafte Gastmusiker für Songwriting und an den Instrumenten auf dem Album vereinen. Zum Line-Up zählen neben RITCHIE am Mikro noch Ivan May an Gitarre, Layphan Reyphare an Keyboards, Dodi an Bass und Dandy am Schlagzeug. Als Gastmusiker sind Hans Ziller, Frank Pané, Armin Sabol und Markus Pfeffer an den Gitarren; Dave Slaat an Keyboards; Boris Matakovic an Saxofon und Jimmy Katone an den Drums zu hören. Für das Songwriting waren neben RITCHIE noch Ivan May, Dave Slaat, Armin Sabol, Hans Ziller, Frank Pané, Markus Pfeffer, Jimmy Katone, Boris Matakovic, Marco Mendoza und Tobias Dorner am Notenblatt tätig.

RITCHIE der auch dafür bekannt ist stimmlich einen sehr guten ELVIS zu können zeigt auf „Higher Power“ das mehr als ein ELVIS-Imitator in ihm steckt. Er bestitzt eine sehr coole Rockröhre, die mit viel Rauch ausgestattet ist und somit bestens geeignet für Melodic Hard Rock oder Hard Rock. Er kann nicht nur rau und kräftig, sondern beherrscht auch die gefühlvolle und zurückhaltende Seite. Die Gitarren fahren volle Griffbrett Arbeit auf ohne es zu übertreiben oder sich in Selbstbeweihräucherung zu verlieren. Die Gitarristen, egal ob Band oder Gast spielen ihre Instrumente songdienlich ohne ausufernde Sperenzchen. Die Keys bilden mit den Saitenhexern eine Einheit um RITCHIEs Stimme die beste Unterstützung zu bieten, kommen auch schon mal im Old-School Orgel Stil. Der Bass kann sich gut durchsetzen und die Drums treiben von Hinten alles nach vorne. Das Saxofon bildet einen sehr guten Kontrastpunkt und bietet Abwechslung.

Man merkt an der Mucke, die sich von den Wurzeln sehr stark in den 80ern befindet, dass er mit den selben Bands wie ich Groß und Reif geworden ist. Vergleichen kann man den Stil von „Higher Power“ mit den alten DOMAIN, softere TRANCE, BONFIRE, TRANS AM, härter DOMINOE und ein wenig SCORPIONS. Eigentlich eine sehr delikate und interessante Mischung, wobei ein gewisses Maß des Charmes RITCHIEs Stimme ausmacht. So hat der auf den Philippinen lebende Niederbayer ein sehr gutes und cooles Werk an den Start gebracht. Die Melodien sind bei jedem Song sehr gut geraten und wurden mal mit mehr oder weniger Gefühl stark umgesetzt.

RITCHIE NEWTON stellt mit „Higher Power“ sein versiertes Können als Songschreiber und Musiker unter Beweis und legt mit seiner Crew ein Album vor das verdammt geile und persönliche Songs enthält.

„Higher Power“ legt gleich am Anfang die Messlatte sehr hoch an, „Come Give Me Your Love“ ein melodisches Schmankerl zum dahinschmelzen. „Crying In The Summer Rain“ ein catchy Melodic Rocker der mit Classic Rock Note kommt, „I Lost My Faith In You“ eine kräftige und sehr angenehme Powerballade. „Glory Harleylujah“ der Kirchendauerbrenner wird hier mit Steroiden friesiert, „Saxana“ ein gefühlvolles Stück Musik, dass mit einer traumhaften Melodie glänzt. „King Of The Night“ das Dingens hätte in den 80ern das Zeug zum Top Ten Hit gehabt, „When Children Cry“ bewegt sich mit Gefühl und Melodie irgendwo zwischen Ballade und Rocker. „Goodbye My Little Boy“ ein sehr trauriger Song der von Verlust handelt, „Winds Of Destiny“ bei dem Hit wird mit einem Auge über den Atlantik geschielt, „Woman In Doubt“ und es wird auch mal der Blues mit eingebracht.

Balle

Vision Divine – A Clockwork Reverie (EP)

 

Trackliste:

01. Sator Rotas
02. A Clockwork Reverie
03. 18 (It Feels Like Heaven)
04. Andromeda
05. Identities (2026 Version)
06. God Is Dead (2026 Version)
07. The 25th Hour (2026 Version)

 

 

 

Spielzeit: 34:50 min – Genre: Power Metal – Label: Scarlet Records – VÖ: 22.05.2026 – Page: www.facebook.com/visiondivineofficial

 

Ab und zu macht das Leben unvorhersehbare Dinge. So auch bei Oleg Smirnoff und Michele Luppi, die damals beide bei VISION DIVINE spielten, dann nicht mehr, und jetzt, so 18 bis 20 Jahre später, einfach wieder dabei sind.
Das muss natürlich gefeiert werden, und das macht man natürlich am besten mit neuer Musik. Vielleicht auch mit älterer Musik, die man aber im neuen alten Lineup nochmal etwas umgearbeitet und neu aufgenommen veröffentlicht.
Damit sind wir bei „A Clockwork Reverie“. Eine der EPs, die löblicherweise gleich mal 35 Minuten lang sind. Auf der gibt es mit „Identities“, „God Is Dead“ und „The 25th Hour“ drei Songs aus den Jahren 2005 bis 2007 in modern, und dazu gleich vier neue Songs. Also drei, das unter eine Minute lange Intro zählen wir nicht. Davor knackt der Titeltrack direkt mal die Sieben-Minuten-Marke.
Die neu aufgenommenen Songs sind natürlich moderner produziert und ansonsten leicht neu arrangiert. Da hat man beispielsweise das Cello und die Akustikgitarre von „Identities“ durch ein Klavier und Streicher ersetzt, das Synth am Start von „The 25th Hour“ weniger Ohr-schädigend gewählt und an Stellen kleine Aspekte neu hinzugefügt.
Und insgesamt? Nun, der Sound ist ein wenig schwierig. Das liegt zuerst einmal an den Vocals, die sehr oft mehrstimmig sind, und dazu einfach ein wenig überpräsent. Daurch gerät der Rest der Band in den Hintergrund und knallt nicht so, wie er sollte.
Und es passiert einfach viel in praktisch allen Songs auf „A Clockwork Reverie“. Das kann gut sein, aber in diesem Fall lässt es die Songs leider oft planlos wirken. Jedes Instrument macht viele Sachen, aber nicht gut aufeinander abgestimmt, die Interaktion auf musikalischer Ebene lässt zu wünschen übrig. Und das füllt die Songs mit einem hohen „Lärmanteil“ von Dingen, die im Hintergrund abgehen, ohne dass man sie als konstruktive Teile der Songs wahrnehmen würde, und nimmt ihnen ihre Klarheit und Identität.
Das mag bei zukünftigen Releases anders sein. Schließlich sind Oleg und Michele erst seit 2025 wieder dabei, Drummer Matt Peruzzi seit 2024, und beim nächsten Album mag man wieder mehr zueinander gefunden haben. Bei „A Clockwork Reverie“ überdeckt es aber leider häufig das Talent, das man diesem Lineup zweifelsohne attestieren kann.

Fazit:
Und damit ist „A Clockwork Reverie“ ein Schritt in eine neue Zeit für VISION DIVINE, der selbstverständlich auch immer wieder seine Momente hat. Aber mehr Einheit, mehr Fokus und mehr Reduzierung aufs Wesentliche hätte der Platte gut getan.

Anspieltipps:
„18 (It Feels Like Heaven“ und „Identities“

Jannis

 

FROZEN SOUL – No Place Of Warmth

Trackliste:

01. No Place of Warmth (feat. Gerard Way)
02. Invoke War (feat. Machine Head)
03. Absolute Zero
04. Dreadnought (feat. Sanguisugabogg)
05. Chaos Will Reign
06. Eyes of Despair
07. Ethereal Dreams
08. Skinned by the Wind
09. DEATHWEAVER
10. Frost Forged
11. Killin Time (Until it’s Time to Kill)

Spielzeit: 35:15 min – Genre: Death Metal – Label: Century Media – : 08.05.2026 – Page: www.facebook.com/frozensoultx

 

Manchmal ist Death Metal wie eine Betonwand, gegen die du freiwillig anläufst – und genau da fühlen sich FROZEN SOUL am wohlsten. Fairerweise: Bevor ich die Band überhaupt auf dem Zettel hatte, habe ich sie erst ein einziges Mal live gesehen – als Support Act bei AVATAR. Und genau da haben mich die Jungs komplett abgeholt: eine Bühnenpräsenz, die gleichzeitig absolut energetisch und total überzeugend war. So sehr, dass ich sofort „ja“ geschrien hab, als um die Verteilung des Reviews ging. Und was soll ich sagen, alles richtig gemacht. „No Place of Warmth“ ist dann auch eine dieser Platten, die dir schon beim ersten Riff nicht mehr aus den Gehirnwindungen entfleucht: eisig, massiv und trotzdem erstaunlich lebendig. Nach „Glacial Domination“ hatten viele die Hoffnung auf das nächste fette Brett, wie ich dem Internet entnehmen konnte – und ja: Die Texaner liefern einen ordentlichen Abriss. Das Ding klingt einfach nur fett, mit schön knarzigen Gitarren und einem Drumsound, der nicht poliert, sondern eher nach Keller und gefrorenen Seelen (hahaha) riecht. Genau diese Mischung aus Wucht und Klarheit macht es so leicht, sich die Scheibe wieder und wieder reinzuziehen.
Schon der Opener und Titeltrack „No Place of Warmth“ lässt direkt BOLT THROWER-Vibes aufkommen. Stampfender Groove, dazu diese schönen, düsteren Melodien, die sich sofort einprägen. FROZEN SOUL haben dieses Talent, gleichzeitig simpel und „groß“ zu wirken – Riffs, die du nach zwei Durchläufen mitsummen kannst, aber mit genug Details, dass du beim fünften Mal immer noch neues entdeckst.
Nicht zu vergessen die richtig geilen Gäste auf dem Album. Devin Swank (SANGUISUGABOGG), Robb Flynn (MACHINE HEAD) und sogar Gerard Way (MY CHEMICAL ROMANCE) geben sich quasi die Klinke in die Hand, ohne dass es nach Name-Dropping klingt. Die Songs sitzen, die High-End-Gästeschar kommt, ist präsent und verschwindet, ohne FROZEN SOUL die Identität zu nehmen. So muss es sein. Man spürt, dass die Band als Einheit denkt. Die Breaks kommen genau dann, wenn der Nacken eine Pause braucht, und direkt danach drückt’s wieder in die Magengegend.
„Invoke War“ fährt dir wieder in die Knochen und fühlt sich schön zäh an, während „Eyes Of Despair“ endlich wieder mehr Tempo- und Stimmungswechsel reinbringt – inklusive dieser herrlich SLAYER-esquen Ansage am Anfang und einem Solo, das einfach Spaß macht. Dazwischen gibt’s genug Momente, in denen der Groove fast schon hardcore-mäßig nach vorne schiebt, nur um dann wieder in doomige Sphären abzutauchen. Eine richtig geile Mische. Insgesamt ist „No Place of Warmth“ aber nicht nur stumpfes Geballer: Die Lyrics sind schwer und dunkel und zeichnen Bilder rund um Trauer und mentale Gesundheit, ohne dass es nach einem Kalenderspruch klingt. Das Album wirkt dabei nicht „depri“, eher wie dieses klare, unangenehm ehrliche Gefühl, wenn alles zu laut im Kopf ist. Und wenn am Ende „Killin Time (Until It’s Time To Kill)“ den Abschluss bildet, dann ist das genau der richtige finale Track um „No Place Of Warmth“ irgendwie passend zum Ende zu bringen.
Natürlich habe ich auch kleine Kritikpunkte anzubringen. In der Album-Mitte wird’s stellenweise etwas gleichförmig und „Absolute Zero“ ist so kurz und unscheinbar, dass er eher wie ein Übergang wirkt als wie ein echter Song. Aber das sind wirklich nur ein paar Meckereien auf einer ansonsten verdammt steil gehenden Scheibe, die dich konstant zum Durchdrehen bringt.
„No Place of Warmth“ ist der bisher beste Beweis, dass Death Metal richtig brennen kann: heavy, eingängig, bösartig und trotzdem mit Gefühl für Atmosphäre und Texte, die einem zu Nachdenken zwingen. Wer auf groovigen Oldschool-Death steht, aber sich der Moderne nicht verschließt, bekommt hier genau die richtige Dosis harter Mucke. Hinweis: Nur laut hören!

Tänski

 

 

 

TORIAN – The Lost Legion Rising

Trackliste:

01. Soul Vampires
02. Silver Demons
03. Flame of Resistance
04. Warpriest
05. Iron Hammer
06. Sons of the Damned
07. Lost Legion
08. Sent to Hell
09. Stand as One
10. Katharsis
11. Devilon (CD Bonus Track).

Spielzeit: 60:17 min – Genre: Power Metal – Label: Massacre Records – VÖ: 08.05.2026 – Page: www.torianlegion.com

 

2018 sind die deutschen Power Metaller aus meiner alten Heimat Paderborn das letzte Mal mit ihrem damaligen Album „God of Storms“ in Erscheinung getreten und haben einen ordentlichen Fußabdruck mit entsprechender Punktebewertung hinterlassen.
Nun kehren die Jungs wieder zurück, mit ihrem neuen, fünften Album „The Lost Legion Rising“ welches über ihr neues Label Massacre Records veröffentlicht wird.
Nach wie vor sind die Jungs im europäischen Power Metal unterwegs, beeinflusst von US und Thrash Metal.
Das Songwriting soll vielfältiger und direkter sein als auf dem letzten Album, welches ja schon recht gut war, daher war ich sehr gespannt auf das neue Album!
Gemischt wurde das neue Album von Seeb Levermann (ORDEN OGAN) der ja auch schon beim letzten Album Hand angelegt hatte.

Gestartet wird das neue Album mit der erste Videosingle „Soul Vampires“. Und die Band hält sich nicht lange mit irgendwelchem Vorgeplänkel auf sondern legen direkt los wie die Feuerwehr.
Knackiger Power Metal, mit dem Schuss Melodic versehen der so typisch für die Band ist, erwartet uns hier direkt und der mehrstimmige Chorus bläst direkt erstmal alles weg! Ein bockstarker Beginn auf dem hoffentlich noch viele Hits folgen werden?
Etwas epischer geht es zum Start bei „Silver Demons“ los und ja auch hier ist der typischen TORIAN Chorus mit ordentlich Schmackes und Mehrstimmigkeit am Start. Nächster Hit, check.
Und es geht Schlag auf Schlag weiter, die knackigen „Flame of Resistance“, „Warpriest“ und auch der Stampfer „Iron Hammer“ sind alle ähnlich stark wie schon ihre Vorgängertracks und reihen sich somit in die bisherige Hit Riege ohne Probleme ein!
Der Albumteiler hört auf den Namen „Sons of the Damned“ und wird Titeltypisch ordentlich episch eingeleitet. Und dieser „Anstrich“ bleibt dem Song eigentlich die ganze Zeit über erhalten, auch wenn es zwischenzeitlich ganz schön heftig zu geht und das Tempo massiv angezogen wird.
Der quasi Titeltrack „Lost Legion“ folgt dann als nächstes. Und ganz Titelsong like haben wir erst hier erneut mit einem absolut eingängigen, melodischen und auch epischen Ohrwurm zu tun der sich schon nach kurzem dermaßen fest in die Gehörgänge schraubt das es eine wahre Freude ist!
Das knackige „Sent To Hell“ schlägt dann die Brücke zu den beiden längsten Songs der Scheibe. Die Powerballade „Stand As One“ hat auf über 7 Minuten einiges an Emotionen zu bieten und beim über 8-minütigen „Katharsis“ fährt man fast so alles auf was der Metal zu bieten hat. Von Melodic, Epic über Power bis hin zu Thrash Metal ist hier alles am Start.
Als Bonustrack gibt es dann noch das mit ordentlichen Synthies unterlegte „Devilon“ welches aber nicht ganz an die bisherigen Hits herankommt.

Junge, Junge da haben uns die Mannen von TORIAN aber lange 8 Jahren auf ihren nächsten Diskus warten lassen, aber wenn dabei so ein bockstarkes Album herauskommt, warte ich gerne so lange!
Schon das letzte Album war ein wahres Fest für den melodischen Power Metalanhänger. Erneut sind es die Chöre, die das Salz in der Suppe ausmachen, aber auch die kompakten Songs sind nicht zu verachten. Man hat die lange Zeit zwischen den Alben auf jeden Fall sehr gut genutzt und auch die Produktion von Seeb kann wieder absolut überzeugen. Man merkt hier klar seine Handschrift.
Somit bleibt mir nur, wie auch schon beim letzten Album, eine Note in unserem Topbereich zu zücken und selbstverständlich die klare Kaufempfehlung für die angesprochenen Genrefans mitzugeben!

Julian

 

KUF – Chapter 1

Trackliste:

01. Cosmic Cowboy
02. Dance Of Deceit
03. Final Descent
04. I’m Not Dead
05. Quicksand Serenade
06. Final Descent (Radio Edit)

 

 

 

Spielzeit: 27:07 min – Genre: Hard Rock – Label: Eigenveröffentlichung – VÖ: 27.02.2026 – Page: www.facebook.com/kufband

 

Die vier Köpfige US-Hard Rock Band KUF hat Ende Februar ihre EP mit dem Titel „Chapter 1“ veröffentlicht. Die im Jahr 2000 gegründeten KUF besteht aus Shouterin Twilly, Bandgründer und Gitarrist Todd, Bassist Dan und Drummer Kirk. Das Leitmotto von KUF besteht aus: „Keine Masken, keine Filter. Nur die Wahrheit in verzerrter Form“. Das sollte im Klartext heißen, dass keine KI zum Einsatz kommt, die momentan überall Einzug hält und man nicht mehr wirklich aussagen kann ob KI angewendet wurde oder nicht. Die Band hat bis jetzt ein Album 2001 und seit 2024 einige Singles veröffentlicht. „Chapter 1“ enthält diese Singles, eine in zwei Versionen sowie den vor kurzem veröffentlichten Song „Quicksand Serenade“.

Twillys Stimme passt wie Arsch auf Eimer zum Band Sound, und bringt eine gewisse Portion Dreck und Rauheit mit, die sehr gut mit dem Hard Rock harmoniert. Die Gitarren reißen dem Hörer mit ihren Riffattacken gewaltig den Hintern auf, und kommen um Abwechslung ins Spiel zu bringen auch mal tief und bedrohlich gestimmt aus den Boxen geraucht. Der Bass sorgt mit seinen tiefen Tönen für Druck und die Drums stehen den Gitarren in nichts nach und sorgen für den richtigen Takt beim Hintern aufreißen. Die Produktion kann als gelungen bezeichnet werden und gibt keinen Anlass den Finger zu heben.

Vom Stil her bewegen sich KUF im groovigen Hard Rock mit sehr viel Drive, der mit einem modernem Anstrich aufgepeppt wurde. So schafft es die Band auf eine sympathische Art und ihrer eigenen Weise Tradition und Moderne zu einem interessanten Hard Rock zu verbinden. Dabei übergehen KUF nicht den Hard Rock der Vergangenheit oder driften zu stark in den Alternative Rock ab. Das Ganze hört sich dann fast wie eine Art Symbiose aus 80er DOKKEN und modernen HALESTORM und THE PRETTY RECKLESS an. Leider gibt es auch zwei kleinere Negativpunkte die sich leicht in der Bewertung bemerkbar machen. Nach leider gerade mal 27 Minuten und fünf Songs + einem Edit ist die Party vorbei.

Eine sehr gute Vorstellung von KUF, die bei einer Laufzeit von über 40 Minuten und ein paar Songs von dieser Qualität mehr um einen halben bis einen Punkt mehr einfahren könnte. Ansonsten gibt es keinen Grund zu Meckern.

„Cosmic Cowboy“ ein eingängiger Gewalt Rocker mit coolem Refrain, „Dance Of Deceit“ sehr Modern mit klassischen Wurzeln und Twillys geiler Röhre. „Final Descent“ hier wurde mit viel Drama ein bockstarker Song aufgewertet, „I’m Not Dead“ Energie trifft auf KUF trifft auf Twilly trifft auf leichtes Drama und ergibt ein Monster, „Quicksand Serenade“ hier geht der Punk voll ab, in den Strophen mit Gefühl, in der Bridge wird es Modern und im Refrain wird eingängig drauf los gerockt.

Balle

ELLI BERLIN – Elli Berlin

Trackliste:

01. Lebensretter
02. Bang Bang
03. Zu wahr um schön zu sein
04. Lieder unserer Zeit
05. Wer bist Du
06. Aus der Asche
07. Gefallene Engel
08. Mutterherz
09. Hall Of Fame
10. Tief in die Dunkelheit

 

Spielzeit: 41:11 min – Genre: Modern Metal – Label: Metalville Records – VÖ: 24.04.2026 – Page: www.facebook.com/elliberlinnullpositiv

 

ELLI BERLIN betritt mit ihrem gleichnamigen Debütalbum die Spielwiese der harten Klänge. ELLI gründete 2015 die Band NULL POSITIV und fing 2021 mit der Arbeit an eigenem Material welches seit 2024 Live auf Konzerten zum Einsatz kommt. Die Songs wurden größten Teils von 2021 bis 2023 schon auf ihren EPs veröffentlicht.

Zur Besetzung gehören neben ELLI BERLIN am Mikro noch Martin Kotte an den Gitarren, Johannes Dill an Bass, Flo Schnabl an den Drums, sowie Juliane Köbe und Sarah Schulze an den Backing Vocals. Wer die Tasten bediente ist im Pressetext nicht ersichtlich. ELLIs Stimme kann von Klargesang bis hin zu rauen Passagen bis zu tiefsten Growls alles was das Herz begehrt. Wenn sie Hoch geht könnte man fast meinen Helene Fischer hätte diese Stellen übernommen, wenn sie sich im normalen Bereich befindet hat man das Gefühl bei manchen Stellen DORO zu hören und wenn es ganz Krass kommt dann gibt es nur die Black und Death Metal Shouter als Vergleich. Die Gitarren sorgen für amtlichen Alarm an der Gehörfront und geizen nicht mit Riffgewittern die alles umhauen was nicht fest im Sattel sitzt. Die Tasten bilden mit den Gitarren das Gerüst auf dem ELLIs Stimme thront. Der Bass agiert unauffällig, die Drums hauen dafür voll rein.

Normalerweise bin ich kein Freund von zu modernem Metal Gedöhns, allerdings gibt es da auch einige Ausnahmen. DYMYTRY oder wie sie jetzt heißen DYMYTRY PARADOX sind selbst für mich eine willkommene Abwechslung und nun gehört auch ELLI BERLIN dazu. Bei RAMMSTEIN und Co. Passe ich immer noch, warum kann ich nicht sagen. Allerdings gehen auch Ausnahmen wie die oben erwähnten. Als sehr groben Vergleich kann man RAMMSTEIN, EISZEIT wenn es um die Härte geht und die Eingängigkeit von DYMYTRY PARADOX nehmen, mit DORO ähnlicher Stimme. So schafft es ELLI irgendwie den richtigen Ton zu treffen um selbst mich als einen der größten Kritiker des Alternative / Industrial Metals überzeugen zu können, dass auch dieses Genre mit sehr guter Musik bedient werden kann.

Ein geiles, gelungenes und sehr interessantes Debütalbum das ELLI BERLIN hier vorlegt, auch wenn einige der Songs schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben wirkt das Album wie aus einem Guss.

„Lebensretter“ ein sehr guter Einstieg ins Album – Ein Rocker der überzeugt, „Bang Bang“ kommt fast schon mit Dancefloor ähnlichem Beat. „Zu wahr um schön zu sein“ eine Powerballade die im Refrain voll an Fahrt aufnimmt, „Lieder unserer Zeit“ ein kräftiger Brecher der in den Strophen das Gaspedal lupft und im Refrain durch das Bodenblech drückt. „Wer bist Du“ eine Ballade die mit viel Drama kommt, „Aus der Asche“ ein Nackenbrecher der in der Bridge mit NDW Flair überrascht. „Gefallene Engel“ ein starker Song gemeinsam mit Teufel im Duett, „Mutterherz“ kann mit seiner Melodieführung punkten. „Hall Of Fame“ erinnert mich mit seinen Ausführung an einen experimentellen FALCO auf der NDH Welle, „Tief in die Dunkelheit“ zum Schluss kommt nochmal viel Gefühl ins Spiel, mit traumhaft schönem Refrain.

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