MINDMAZE – Resolve

Band: MindMaze
Album: Resolve
Spielzeit: 69:33 min
Stilrichtung: Progressive Power Metal
Plattenfirma: Inner Wound Recordings  
Veröffentlichung: 28.04.2017
Homepage: www.mindmazeband.com

Drei lange Jahre war es still um die Female fronted Power/Progressive Band MINDMAZE aus Amerika. Nun kehrt man mit dem dritten Album „Resolve“ überraschend auf die Bildfläche zurück!
Zum ersten Mal widmet man sich hier einem Konzept bestehend aus Geschichten über die menschlichen Emotionen und das Leben an sich.
Und erneut ist man sich seiner Linie absolut treu geblieben und präsentiert einen Mix aus Progressive und Power Metal, alles garniert mit dem kraftvollen und facettenreichen Organ von Fronterin Sarah Teets.
Mit dem Opener „Reverie“ einem Instrumental, merkt man direkt das man hier bei einer progressive ausgerichteten Band angekommen ist. Denn mit einem Instrumental zu eröffnen das zeugt von Mut und Selbstsicherheit!
Der nächste Track „Fight the Future“ ist dann der erste „richtige“ Track und hier geht es knackig ohne viel Einleitung direkt zur Sache. Glanzpunkte der Nummer sind mit Sicherheit der Chorus, die interessanten Gitarrenriffs und die Tempowechsel in den Strophen. Ein sehr ordentlicher Track der direkt auf unsere Hitliste wandert.
Nach einem erneuten Instrumental geht es mit „Drown Me“ weiter. Hier kann man aber nicht wirklich überzeugen, das Ganze kommt einfach nicht auf den Punkt und rauscht doch ziemlich an einen vorbei!
Selbiges kann man von „Sign of Life“ definitiv nicht sagen, hier kann man wieder schön mitgehen und es bleibt ordentlich was vom Midtemposong hängen, so kann es bitte weiter gehen!
Geht es aber leider nicht, denn erneut haben wir mit „Abandon“ eine Nummer die nur so durch rauscht und mit „Sanity‘s Collapse“ ein weiteres Instrumental zu überstehen.
Wesentlich besser ist dann aber das anschließende, abwechslungsreiche „One more Moment“ wo es auch mal etwas gefühlvoller zu geht und vor allem Fronterin Sarah mit ihrem Gesang ordentlich punkten kann.
Danach gibt es zwar kein „störendes“ Instrumental mehr zu hören, aber leider noch einige „Standard“tracks die nicht wirklich hängen bleiben. Am Ehesten kann hier noch das abschließende und überlange „The Path of Perseverance“ punkten.

Anspieltipps:

Hier sollten euch “Fight the Future”, “Sign of Life”, “One more Moment” und “The Path of Perseverance“ am Ehesten direkt ansprechen.

Fazit :

Tja schade, schade nach dem mir das letzte Album von MINDMAZE noch richtig gut gefallen hat, muss ich beim neusten Output der Band ein paar Abstriche machen.
Grund hierfür ist einfach, das das größte Problem, was die Band schon beim vorherigen Album hatte, auch hier wieder auftritt, es bleibt einfach zu wenig hängen!
Klar bei Prog Metal kann man keine butterweichen und eingängigen Songs erwarten, aber nach mehrmaligen hören sollte doch das ein oder andere zünden. Und das tut es hier nicht bzw. nur bedingt.
Also, ganz klar Potential verschenkt meine Lieben, sorry! Eine solide Leistung, mehr aber leider auch nicht!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Reverie (Instrumental)
02. Fight the Future
03. In this Void (Instrumental)
04. Drown Me
05. Sign of Life
06. Abandon
07. Sanity‘s Collapse (Instrumental)
08. One more Moment
09. Twisted Dream
10. True Reflection
11. Shattered Self
12. Release
13. The Path of Perseverance

Julian

VANDROYA – Beyond the Human Mind

Band: Vandroya
Album: Beyond the Human Mind
Spielzeit: 53:22 min
Stilrichtung: Power Progressive Metal
Plattenfirma: Inner Wound Recordings  
Veröffentlichung: 28.04.2017
Homepage: www.vandroya.com

Von 2013 ist das Debütalbum „One“ der brasilianischen Power Progressive Metallern von VANDROYA. Mit diesem pusteten sie frischen Wind in das angestaubte Genre und erschienen auf mancher Hitliste des Jahres!
Angeführt von der stimmgewaltigen Fronterin Daisa Munhoz gab es einen Mix aus melodischen Power Metal mit progressiven Einschüben auf die Ohren der in der Szene seines Gleichen suchte.
Nun kehrt man, nachdem man 2016 eine Mini EP mit dem BRYAN ADAMS Cover „Heaven“ und einer akustischen Version des Songs „No Oblivion for Eternity“ aus dem Debütalbum veröffentlicht hat, mit ihrem neuen, zweiten Album „Beyond the Human Mind“ zurück und thematisiert dort ein Konzept über eine Reise dir wir alle auf der Suche nach Fülle, innerem Frieden und uns selbst durchmachen.
Als Opener dient dieses Mal das epische, instrumental Intro „Columns of Illusion“. Danach folgt dann mit „The Path of the Endless Fall“ direkt die erste Ohrbombe! Schnell und melodisch bahnt sie sich ihren Weg und spätestens beim Chorus weiß man, diese Nummer wird einen auf lange Sicht verfolgen.
Sängerin Daisa ist ebenfalls wieder bestens bei Stimme, ein ganz starker Beginn!
Danach folgen in relativ schneller Folge mit „Maya“, „Time After Time“ sowie dem gefühlvollen „Last Breath“ die nächsten Griffe ins oberste Qualitätsregal. Rundrum gelungen was die Band hier abliefert, Power Metalfans werden hier vor den Boxen knien das kann ich euch versprechen!
Beim anschließenden „I‘m Alive“ wird die Härte und Geschwindigkeitsschraube aber wieder schön angezogen und man kann wieder wunderbar mitgehen und die lange Mähne schütteln.
Bevor es zu den letzten beiden Stücken übergeht haben wir mit „You‘ll know my Name“ einen Song zu überstehen, der irgendwie so gar nicht in die bisherigen Megasongs reinpasst, zu unausgegoren und zu sehr nach Standard tönt das Ganze hier, nein schnell weiter zur nächsten Nummer „If i Forgive Myself“ die eine Ballade geworden ist. Dementsprechend ruhig, mit Klavierklängen geht es hier zur Sache und über allen thront der gefühlvolle Gesang von Fronterin Daisa. Aufdrehen, zurücklehnen und träumen ist hier angesagt!
Das Titelstück „Beyond the Human Mind“ steht uns nun als letzten Song bevor, und das hat seine Gründe. Denn der Track ist nicht nur sehr lang mit über 11 Minuten, sondern auch sehr abwechslungsreich und mit progressiven Einschlag versehen, so das man hier ganz genau die Ohren spitzen sollte.
Hier kommen die Progfans also auch noch voll auf ihre Kosten!

Anspieltipps:

Neun Songs, fast nur Hits, was will man mehr?!

Fazit :

Schon beim Debütalbum kam ich ja aus dem Schwärmen nicht mehr heraus und das ist auch dieses Mal der Fall!
Denn die Truppe von VANDROYA haben hier ein zweites Album am Start was es definitiv in sich hat. Hier ist von progressiven über melodischen Metal bis hin zu langsamen Balladen alles vertreten was Rang und Namen hat.
Abwechslungsreich und eingängig bahnen sich die Tracks ihren Weg und am tollen Gesang von Fronterin Daisa gibt es ebenfalls absolut nichts auszusetzen.
Definitiv eines der Highlights des Jahres für progressiv angehauchter female fronted Power Metal!!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Columns of Illusion
02. The Path of the Endless Fall
03. Maya
04. Time After Time
05. Last Breath
06. I‘m Alive
07. You‘ll know my Name
08. If i Forgive Myself
09. Beyond the Human Mind

Julian

PYRAMAZE – Contingent

Band: Pyramaze
Album: Contingent
Spielzeit: 58:30 min
Stilrichtung: Progressive Melodic Metal
Plattenfirma: Inner Wound Recordings
Veröffentlichung: 28.04.2017
Homepage: www.pyramaze.com

Nach 8 Jahren Stille gaben die Power Metaller von PYRAMAZE 2015 ihr Comeback in Form des Albums „Disciples of the Sun“ und präsentierte gleich einen neuen Mann am Mikro mit dem Namen Terje Haroy. Nun dieser ist, Gott sei Dank, immer noch an Bord und ist auch auf dem, dieser Tage erscheinenden, neuen Album „Contingent“ zu hören!
Auf diesem hat die Band erneut eine Weiterentwicklung durchgemacht und präsentiert uns nicht nur ihren altbekannten Mix aus Progressive und Melodic Metal, nein man hat nun auch ein paar modernere Filmmusik Elemente eingebaut um so das epische, post-apokalyptische Konzept des neuen Diskus noch mehr Tiefe zu verleihen.
Na dann schauen wir mal ob den Jungs die neuen Songs genau so gut gelungen sind, wie beim letzten Mal!
Als Opener fungiert „Land of Information“ welches nach einer kurzen Einleitung schön melodisch loslegt und direkt im Ohr hängen bleibt! Man merkt hier direkt die etwas modernere Ausrichtung, die der Band aber definitiv gut zu Gesicht steht.
Viel ändert sich die nächsten Songs auch nicht, auch die Qualität bleibt ähnlich hoch, so das sich „Kingdom of Solace“, „Star Men“ und vor allem „A World Divided“, der wesentlich progressiver als die Nummern zuvor daher kommt, ebenfalls direkt in die Gehörgänge schrauben.
Das anschließende „Nemesis“ läuft ebenfalls gut rein, bevor es nach einem kurzen Zwischenstück in der gleichen, guten Qualität mit dem schnellen und kraftvollen „20 Second Century“ weitergeht.
Bislang also wirklich keine Spur von Schwäche auf der Platte, mal schauen ob die Band auch in Hälfte Nummero Zwei so glänzen kann?
Also der Beginn mit „Obsession“, „Heir Apparent“ und dem zweiten Zwischenstück ist schon mal nicht so rund und stimmig wie die Songs zuvor! Das Wort Standard kommt einen hier leider am Ehesten in den Sinn.
Aber die letzten drei Songs sind dann wieder wesentlich besser gelungen, vor allem das melodische „Under Restraint“ ist hier die nächste Perle!
Insgesamt ist die zweite Hälfte aber definitiv schwächer geraten als der erste Abschnitt.

Anspieltipps:

Vieles ist hier auf einen extrem hohen Niveau, ein bisschen hervor tönen hier aber “Land of Information”, “Kingdom of Solace”, “A World Divided”, “20 Second Century” und “Under Restraint“.

Fazit :

Hier hat eindeutig der zweite Abschnitt der Platte den Ausschlag in der Benotung gegeben! Zuvor waren PYRAMAZE mit ihrem neuen Diskus klar auf 9er Kurs, so ist es “nur” eine Bewertung im 8er Bereich geworden, was ja aber auch nicht das Schlechteste ist!
Die neue, etwas modernere Ausrichtung passt gut zur Band und Fans der Truppe sowie des Genres werden hier definitiv auf ihre Kosten kommen.
Auf jeden Fall gibt es hier trotz allem eine glasklare Kaufempfehlung, auch wenn das Vorgängeralbum für mein Empfinden etwas stärker war!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Land of Information
02. Kingdom of Solace
03. Star Men
04. A World Divided
05. Nemesis
06. Contingent – Part I The Campaign
07. 20 Second Century
08. Obsession
09. Heir Apparent
10. Contingent – Part II The Hammer of Remnant
11. Under Restraint
12. The Tides that won‘t Change
13. Symphony of Tears

Julian

LABYRINTH – Architecture of a God

Band: Labyrinth
Album: Architecture of a God
Spielzeit: 61:39 min
Stilrichtung: Progressive Power Metal
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 21.04.2017
Homepage: www.labyrinthmusic.it

Es gibt ja beileibe genug Powermetal Bands, die Ihren hochmelodiösen Stoff mit allerlei mehr oder weniger progressiven Elementen anreichern. Da sind unsere italienischen Nachbarn aus dem Süden ganz vorne mit dabei. Seit vielen Jahren (1991 genau zu sein) mischt auch das Quintett LABYRITH in dem Genre munter und tatkräftig mit. Dabei herausgekommen ist unter anderem das Album "Return To Heaven Denied" von 1998, das unter Fans einen gewissen Kultstatus erreicht hat und als eines der Highlights der Italo-Power-Prog Szene gilt. Es war nun einige Zeit recht ruhig um die Band (das letzte Album "Return To Heaven Denied, Pt. 2" liegt schon 7 Jahre zurück), während einige der Musiker in anderen Formationen Ihr Glück suchten. Nun steht endlich wieder ein neues LABYRINTH Album (dank unermüdlicher Intervention von und natürlich auch über das Frontiers Label) in den Läden und die Jungs liefern auch auf Ihrem mittlerweile 8. Album ganz genau das, was man erwartet …

Der Opener "Bullets" macht gleich vom Fleck weg keine Gefangenen: fette Produktion, ein mit grossem Spannungsbogen gewobener Refrain und jede Menge Gegniedel – es ist ein durch und durch berechenbares Genre-Werk, aber eines mit Herzblut und hörbarem Spaß an der Sache. Und zu Anfang wird auch gleich klar womit die Italiener absolut rein gar nichts am Hut haben: Understatement. Drummer John Macaluso knüppelt jeden Takt mit halsbrecherischen Breaks zu und die Gitarren- und Keyboard-Soli surren einem nur so um die Ohren, dass einem schwindelig wird. Ob das so sein muss sei mal dahingestellt, dem Fan der Band wird das aber ein seliges Grinsen ins Gesicht zaubern. Interessanterweise ist es ausgerechnet der sehr gute Sänger Roberto Tiranti, der sich angenehm zurückhält und nicht, wie so manche seiner Kollegen, alles zu kreischt. Auch der Kitsch-Faktor (ich sage nur: Keyboards) hält sich erfreulich in Grenzen, so dass Fans des Genres mit Highlights wie "Still Alive" und „We Belong To Yesterday“, dem clever arrangierten "A New Dream" oder der Speedbombe "Take On My Legacy" voll auf Ihre Kosten kommen sollten. Es gibt auch den ein oder anderen verzichtbaren Durchhänger wie z.B. das grottige Robert Miles Cover "Children" oder der auf Hau-Ruck Richtung Fates Warning getrimmte Titeltrack "Architecture Of A God". Die positiven "Hits", die sich zum Großteil in der ersten Hälfte des Albums tummeln, machen das aber wieder wett.

"Architecture of a God" ist wohl genau das, was sich die Fans der lange verstummten Italiener gewünscht haben, vereint es doch alle Trademarks der Band. Da LABYRINTH als Pioniere der Szene gelten und nicht blind bereits tausendfach ausgetrampelte Pfade entlang hecheln, sei die mitunter arg vorhersehbare Marschrichtung verziehen. Zumal wenn sich die Band spieltechnisch und auch in Sachen Produktion (von Simone Mularoni, u.a. DGM) nicht die Butter vom Brot nehmen lässt. Welcome back and well done.

WERTUNG

 


Trackliste:

01. Bullets
02. Still Alive
03. Take On My Legacy
04. A New Dream
05. Someone Says
06. Random Logic
07. Architecture Of A God
08. Children
09. Those Days
10. We Belong To Yesterday
11. Stardust And Ashes
12. Diamond

Mario

THE UNITY Interview

Michael Ehre und Henjo Richter sind zwei ganz alte Hasen des deutschen Melodic Metal Geschäfts. Kaum verwunderlich das sich die Beiden nun auch mal zusammen gefunden haben um mit THE UNITY eine neue Band zu gründen. Die restliche Mannschaft besteht aus den Mitgliedern von Michaels anderer Spielwiese LOVE.MIGHT.KILL um die es merklich still geworden ist. Grund genug mich erneut ein wenig mit Bandgründer und Schlagzeuger Michael Ehre zu unterhalten.

J.P: Hallo Michael, vielen Dank das du mir ein paar Fragen zu eurer neuen Band THE UNITY und zu eurem Debütalbum beantwortest. 

Für die Leute die euch noch nicht so kennen, stell dich und die Band vielleicht doch kurz mal vor, gib uns einen kurzen Rückblick auf die Bandhistory.

 

M.E: Als ich 2012 fest bei GAMMA RAY eingestiegen bin, haben Henjo und ich schnell gemerkt, daß wir die gleichen musikalischen Roots haben und beschlossen, eigene Songs aufzunehmen. Uns war klar, daß die Ideen, die uns so vorschwebten nicht wirklich zu Gamma Ray passen würden, also „mussten“ wir was Eigenes auf die Beine stellen. Als wir diese Idee immer mehr vertieften, kam uns die Idee meine Kollegen von LMK zu fragen, ob sie nicht Bock hätten, dabei zu sein. Anschließend haben wir alle Ideen ausgetauscht und in Form gebracht. Das Ergebnis ist jetzt auf unserem Debütalbum zu hören.

J.P: Bevor wir näher auf euer neues Album eingehen, gilt es noch kurz die Personalie zu klären bzw. die Vergangenheit etwas aufzuarbeiten. Deine andere Band LOVE.MIGHT.KILL scheint inaktiv zu sein, gibt es sie überhaupt noch? Noch dazu da ja eigentlich fast die gesamte restliche Band aus ehemaligen LMK Mitgliedern besteht, außer Gitarrist Christian Stöver sind alle mit an Bord. Also wie steht es in Sachen LMK und was ist mit Christian passiert?

Ich denke nicht nur ich interessieren mich sehr für diese Antwort 🙂 

M.E: Wir haben 2012 das zweite LMK-Album „2 Big 2 Fail“ veröffentlicht. Im Anschluss daran bin ich fest bei GAMMA RAY eingestiegen, mit denen ich fast drei Jahre am Stück viel unterwegs war. Das bedingte, daß wir mit LMK nicht allzuviel machen konnten. Darüber hinaus hat uns dann Christian verlassen müssen, weil er sich ausschließlich auf seinen „richtigen“ Job konzentrieren musste und wollte. Er ist Lehrer und hat zu dem Zeitpunkt die Leitung einer Schule übernommen, was man nicht mal eben nebenbei erledigt. Weil er uns nicht im Wege stehen wollte, hat er seinen Platz geräumt. Als Henjo und ich wie gesagt planten, eine Spielwiese neben Gamma Ray zu eröffnen, war es nur allzu logisch, meine verbliebenen Freunde von LMK zu fragen, ob sie nicht Bock hätten mitzumachen.

J.P:  Personalie Nummer Zwo ist natürlich Bandmitgründer Henjo Richter! Der Gute ist ja sonst nur bei GAMMA RAY aktiv und man kann sich gar nicht vorstellen das er auch mal etwas anderes macht. Wie kam es denn nun dazu, bzw. wie konntest du Henjo überzeugen mit dir zusammen THE UNITY zu gründen?

M.E: Naja, im Prinzip lief´s so ab, wie ich bereits gesagt habe. Unsere gemeinsame Vorliebe für Bands wie Whitesnake, Rainbow, Black Sabbath und DIO hat uns zusammengebracht, hahaha…da diese Idee von uns ausging musste ich ihn auch nicht davon überzeugen.

J.P:  Euer Debüt Album ist euch ja hervorragend gelungen, wie lief denn der Aufnahmeprozess ab? Von wann bis wann ist denn das Album entstanden? 

M.E: Wir haben insgesamt bestimmt 2,5 Jahre an dem Album gearbeitet. Es ging mit dem Austausch von Ideen los. Da wir alle in der Band schreiben kannst Du Dir sicher vorstellen, daß wir schnell aus einem riesigen Pool schöpfen konnten, an dem wir dann weitergarbeitet haben. Es konnte z.B. sein, daß ein cooles Gitarrenriff als Ausgangspunkt für einen Song gedient hat oder eine Gesangsmelodie. Es kam auch vor, daß ein Song schon in Demoform so geil war, daß wir kaum noch dran arbeiten mussten. Nachdem wir die Songs alle in Demoform hatten, haben wir sie aufgenommen. Ab und zu haben wir dann trotzdem noch weitere Veränderungen vorgenommen, wir haben uns sowieso alles in allem bewusst sehr viel Zeit gelassen und uns nicht unter Druck gesetzt. Wir wollten das Optimum liefern, egal wie lange es dauert.

J.P: Wer zeichnet sich für die tolle, druckvolle Produktion verantwortlich?

M.E: Wir alle! Alle waren in die Entstehung des Albums eingebunden. Das ist zwar mitunter ein anstrengender Prozess, weil sehchs Leute auch sechs verschiedene Meinungen haben können, aber das Ergebnis war es wert. 

J.P: In dem Zusammenhang, gibt es ein gewisses Konzept beim Album, also eine Art roter Faden der sich durch die Songs zieht?

M.E: Nein, gibt es nicht. Das hätte den Prozess noch einmal schwieriger gestaltet. Uns war nur bei den Texten wichtig, daß sie ein aktuellen Bezug haben. 

J.P: Gehen wir mal auf ein paar Songs von „The Unity“ ein. Für mich sind “Rise and Fall ”, “No more Lies”, “Always just You ” und “The Wishing Well” die hervorstechenden Songs um mal nur rein paar zu nennen. Willst du uns über diese ein bisschen was erzählen? Hast du eigentlich auch irgendwelche Favoriten auf dem Album? 

M.E: Es ist für mich persönlich immer schwer, einzelne Songs aus einem Album, an dem ich beteiligt bin, herauszuheben. Ich bin unmittelbar an der Entstehung der Songs beteiligt und auch mit verantwortlich dafür, daß sie so sind wie sie nun einmal sind. Das wiederum bedeutet, daß sie auch so geworden sind, wie ich sie gerne hätte, deshalb mag ich jeden einzelnen Track und habe keine Favoriten. Was mir an diesem Album so gefällt ist, daß wir es geschafft haben, eine gewisse Bandbreite zu liefern, trotzdem klingt alles wie aus einem Guss. „The Wishing Well“ ist übrigens eine Covernummer. Sie stammt von Stefans ehemaliger Band CROSSROADS und wurde bereits auf deren Album „The Wild One“ 1991 veröffentlicht. Ich war immer ein großer Fan dieser Band, weshalb ich besonders stolz darauf bin, daß wir von ihnen ein Track auf dem Album haben. 

J.P: Teilweise tönen die Songs, ein wenig nach deiner alten Band LMK, was ja aufgrund der fast gleichen, handelnden Personen nicht verwunderlich ist. Trotzdem finde ich klingt das Ganze doch wesentlich heavier! Würdest du mir das zustimmen?  Oder was glaubst du sind die größten Unterschiede?

M.E: Du hast prinzipiell Recht. Würde ich genauso so sehen. Wir haben zu LMK-Zeiten ja schon nicht mit unseren Vorbildern hinter´m Berg gehalten, hahaha. THE UNITY sind sicherlich ein wenig heavier, trotzdem war uns immer wichtig mit guten Melodien zu punkten, wie eben damals auch. Wir haben aber definitiv nicht bewusst entschieden, daß THE UNITY eine härtere Version von LMK werden sollen. Das hat sich einfach so entwickelt.

J.P: Habt ihr vielleicht auf Songideen von LMK zurückgegriffen oder sind hier alles komplett neue Songs zu hören? Wer schreibt eigentlich bei euch die Songs?

M.E: Wir schreiben alle, der eine mehr, der andere weniger, hahaha…Im Prinzip sind auf dem Album, bis auf „The Wishing Well“ nur neue Songs gelandet. Die Ideen, die als Grundlage dienten waren aber zum Teil schon älter. Das Mainriff von „Rise And Fall“ z.B. lag schon länger auf meinem Rechner und hätte auch auf dem letzten GAMMA RAY-Album landen können, doch leider ist uns während der Produktion des „Empire Of The Undead“-Albums unser Studio abgebrannt, wodurch leider auch das Riff keine Verwendung mehr gefunden hat.

J.P: Noch eine persönliche Frage zu dir. Du bist ja unter anderem auch noch bei der Band STARCHILD aktiv? Dort ist seit geraumer Zeit ein neues Album angekündigt auf das denke ich nicht nur ich sehnsüchtigst warte! Kannst/darfst du uns hier vielleicht ein, zwei Sachen dazu verraten?

M.E: Kann ich leider nicht, weil ich nicht mehr bei STARCHILD bin. Durch meine Aktivitäten mit GAMMA RAY und THE UNITY war einfach keine Zeit mehr, um mich angemessen STARCHILD widmen zu können. Soweit ich weiß arbeitet Sandro aber gerade mit Hochdruck an einem neuen Album und hat auch schon eine neue Mannschaft zusammen.

J.P: Michael wie geht es denn jetzt genau bei THE UNITY weiter? Eine Tour ist doch bestimmt schon in Planung, oder?

M.E: Ja, wir werden genau eine Woche nach der VÖ unseres Albums mit SINNER auf Tour gehen, im Anschluss daran spielen wir eine eigene CD-Release-Show in der Nordenham Jahnhalle und anschließend geht’s zum Metalfest nach Tschechien und zum Bang Your Head-Festival nach Balingen. Dabei soll und wird es in diesem Jahr aber nicht bleiben. Wir arbeiten gerade mit Hochdruck an weiteren Optionen für dieses Jahr. Ich denke, daß es erst richtig losgeht, sovald die CD erschienen ist. Die Booker müssen erst einmal richtig auf uns aufmerksam werden…

J.P: Vielen Dank Michael für deine Zeit und die interessanten Antworten im Zuge dieses Interview! Ich wünsche euch alles Gute für die Zukunft, die letzten Worte gehören natürlich dir. 

M.E: Ich danke Dir für das Interview! Wir können die Veröffentlichung unseres Albums kaum erwarten und hoffen, möglichst bald Euch alle auf Tour begrüßen zu dürfen!

Julian

THE UNITY – The Unity

Band: The Unity
Album: The Unity
Spielzeit: 58:41 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Steamhammer/SPV
Veröffentlichung: 05.05.2017
Homepage: www.facebook.de/unityrocksofficial/

Wenn sich zwei Metalveteranen wie Gitarrist Henjo Richter (GAMMA RAY) und Schlagzeuger Michael Ehre (FIREWIND, UNISONIC, GAMMA RAY) zusammen tun kann dabei nur absolute Qualitästware des Melodic Metals herauskommen. Dafür muss man denke ich kein Hellseher sein!
Die beiden scharen fast die kompletten restlichen Mitglieder von Ehre‘s anderer Spielwiese LOVE.MIGHT.KILL zusammen und präsentieren uns in dieser Besetzung das selbstbetitelte Debütalbum der neuen Formation THE UNITY!
Was das nun für LMK heißt, bzw. warum die Gründung der neuen Band überhaupt notwendig war das wissen wohl nur die Götter und wird vielleicht in meinem anstehenden Interview beantwortet ; )
Wie auch immer, musikalisch darf man sich auf eine Leckerbissen des Melodic Metals einstellen, welches von der Band auch selbst produziert wurde.
Als Opener begegnet uns das, schon vorab im Internet zu bestaunende, „Rise and Fall“. Und hier geht es direkt mächtig zur Sache würde ich sagen, die Gitarrenriffs ballern einen nur so um die Ohren und unter allem liegt ein kraftvoller Bass und Drumgroove. Der Gesang von Fronter Gianba ist wie auch schon zu LMK Zeiten erste Sahne und die Nummer macht insgesamt aufgrund des schmissigen Chorus absolut Lust auf mehr!
Dieses Mehr wird dann gleich mit den nächsten, etwas langsameren Ohrbomben „No more Lies“ und „God of Temptation“ befriedigt. Zu ersteren Song ist vor kurzem übrigens auch ein tolles Video veröffentlicht worden.
Nach dem etwas „zu gewöhnlichen“ „Firesign“ ist dann der Mittelteil mit „Always just you“, „Close to Crazy“ und „The Wishing Well“ wieder absolut höchstklassig besetzt und begeistert jeden Melodic Metalfan direkt auf Anhieb!
Danach geht es in den letzten Abschnitt der Platte wo mit Sicherheit das groovige und abwechslungsreiche „Redeemer“ sowie das abschließende „Never Forget“ die auffallendsten Tracks sind.
Abschließen kann man nur festhalten, THE UNITY haben ein mehr als beachtliches Debütalbum hingelegt, das gibt es nichts dran zu rütteln!

Anspieltipps:

Keine Ausfälle hier zu vermelden, ein wenig hervorstechen tun aber “Rise and Fall”, “No more Lies”, “God of Temptation”, “Always just you”, sowie “The Wishing Well”.

Fazit :

Eigentlich war mir ja schon vorher klar das bei dem Debütalbum der neuen Formation THE UNITY kein Schund rauskommen kann ! Dafür haben die beteiligten Musiker viel zu viel Erfahrung. Man kann eigentlich hier nur festhalten, das die Scheibe ein Fest für jeden Melodic Metalliebhaber sein dürfte und definitiv in jeden Plattenschrank der angesprochenen Zielgruppe gehört!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Rise and Fall
02. No more Lies
03. God of Temptation
04. Firesign
05. Always just you
06. Close to Crazy
07. The Wishing Well
08. Edens Fall
09. Redeemer
10. Super Distortion
11. Killer Instinct
12. Never Forget

Julian

CRAZY LIXX – Ruff Justice

Band: Crazy Lixx
Album: Ruff Justice
Spielzeit: 45:11 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 21.04.2017
Homepage: www.crazylixx.com 

Fünfzehn Jahre sind seit der Gründung von CRAZY LIXX schon vergangen. 2002 formte Sänger Danny Rexon zusammen mit Vic Zino (guitars, mittlerweile bei HARDCORE SUPERSTAR) und Joel Cirera (drums) die Band. Fünf Jahre dauerte es allerdings bis zum Debütalbum „Loud Minority“, das unter anderem den Hit „Heroes Are Forever“ enthielt. Rexon und Cirera sind die einzig verbliebenen Gründungsmitglieder und das mittlerweile fünfte Studiowerk „Ruff Justice“, das dieser Tage in die Läden kam, trumpft mit dem neuen Gitarrenduo Chrisse Olsson und Jens Lundgren auf. Musikalisch hat sich aber seit den Anfangstagen nicht allzu viel verändert. CRAZY LIXX stehen für Hardrock der alten Achtzigerschule mit großen Hooks und dicken Chören. 

Für „Ruff Justice“, dem bereits vierten Studiodreher für Frontiers Records, nahm neben Danny Rexon auch ein Altbekannter auf dem Produzentenstuhl platz: Chris Laney. Über mangelnde Beschäftigung kann sich der Musiker und Soundtüftler absolut nicht beschweren. Anfang des Jahres kamen bereits zwei neue Stücke zu ganz besonderen Ehren, denn sie wurden für die Videogame-Adaption der Horrorfilmreihe „Freitag der 13.“ auserkoren. Die Rede ist von „Live Before I Die“ und das schlicht „XIII“ betitelte Stück, das auf „Ruff Justice“ den zweiten Platz der Songabfolge eingenommen hat. 

Bevor dieses allerdings erklingt, hauen die Schweden mit dem Opener „Wild Child“ gehörig auf den Putz. Der ebenfalls an ein Horrormovie angelehnte Videoclip erzählt herrlich oldschool die Geschichte des Songs (alleine der kultige Sony-Walkman in grellem gelb weckt Erinnerungen). Neu ist das alles nicht, ziemlich abgedroschen sogar, aber der Song funktioniert prächtig. Mit „XIII“ ist sogar noch eine Steigerung drin, obwohl hier um einiges poppiger gewerkelt wird. Bald wird die Nummer nicht mehr aus der Best-Of-Playlist von CRAZY LIXX wegzudenken sein und in einem Atemzug mit „Heroes Are Forever“, „21 Til I Die“ oder auch „All Looks, No Hooks“ zu nennen sein. 

Noch einen Zacken poppiger tönt „Walk The Wire“. Nach eigenen Aussagen ist die Band so nah am perfekten Album wie noch nie – das würde ich zwar nicht 100%ig unterschreiben, aber mit den beiden Übernummern zum Einstieg und durchaus tollen Songs der Marke „“Hunter Of The Heart“ (irgendwo her kommt mir das Riff bekannt vor) oder „Kiss Of Judas“ bewegen sich die Schweden erneut in bekanntem Fahrwasser, auch was die Qualität ihrer Releases angeht. Dazwischen gibt es leider erneute Wiederholungen alten Liedguts – alleine „Live Before I Die“ erinnert doch ziemlich an „21 Til I Die“. 

CRAZY LIXX bewegen sich nicht einen Zentimeter weg von dem Weg, den sie vor zehn Jahren mit dem Erstling „Loud Minority“ eingeschlagen haben. Das wird viele Fans sicherlich freuen, aber hier und da gibt es auch auf „Ruff Justice“ einige Songs, die es in ähnlicher Version auf älteren Alben gegeben hat. Wen das nicht stört, der wird „Ruff Justice“ als komplettestes Werk von CRAZY LIXX bezeichnen. Für mich zählen die Song Highlights über die Jahre, und derer gibt es einige. Auch auf der neuen Platte.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

1.    Wild Child
2.    XIII
3.    Walk The Wire
4.    Shot With A Needle Of Love
5.    Killer
6.    Hunter Of The Heart
7.    Snakes In Paradise
8.    If It´s Love
9.    Kiss Of Judas
10.    Live Before I Die 

Stefan

CRYONIC TEMPLE – Into the Glorious Battle

Band: Cryonic Temple
Album: Into the Glorious Battle
Spielzeit: 63:29 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Scarlet Records  
Veröffentlichung: 21.04.2017
Homepage: www.facebook.com/CryonicTemple

1996 gründete sich die schwedische Heavy/Power Metalband CRYONIC TEMPLE. Bis heute brachte man es auf 4 Alben, das Letzte mit dem Namen „Immortal“ erschien im Jahre 2008 bei Metal Heaven.
Nun knapp 9 Jahre später, ist man endlich zurück mit neuem Stoff! Zum ersten Mal versucht man sich an einem Konzeptalbum mit dem Namen „Into the Glorious Battle“ über eine Alien Invasion.
Im Vergleich zum letzten Album sind zwei Sachen neu. Man ist nicht mehr so düster unterwegs und hat mit Mattias Lilja einen neuen Sänger im Gepäck.
Schauen wir doch mal wie der neue Sound so klingt und horchen geschwind mal in den Introopener „The Beginning of a New Era“ rein. Cinematic like geht es hier zur Sache und die Geschichte wird wunderbar eingeleitet, so muss das bei einem Konzeptalbum sein!
„Man of a Thousand Faces“ im Anschluss hat man vorab schon zu hören bekommen und ich muss sagen, die Nummer ist bestens als Opener geeignet und man verzeichnet damit direkt den ersten Anspieltipp der Scheibe.
Auch das anschließende „ All the Kingsmen“, was ebenfalls schon vorab veröffentlicht worden, ist wahrlich nicht von schlechten Eltern und kann vollauf überzeugen!
„Prepare for War“ im Anschluss ist zwar auch ganz ordentlich und absolut keine Niete, kann aber nicht ganz an die beiden bärenstarken Vorgänger anknüpfen. Apropos anknüpfen, der neue Sänger Mattias kann auch nicht an die eher mittelmäßige Gesangsleistung seines Vorgänger anknüpfen…sondern er übertrifft sie bei weitem! Ein echtes Goldkehlchen der Gute und wesentlich besser passend zum neuen, musikalischen Stil der Band!
Und nun kommt ein Mördermittelteil der mit „Heroes of the Day“, „Mighty Eagle“, „Into the Glory Battle“ und „Mean Streak“ vier absolute Ohrbomben bereithält die einem so schnell nicht mehr aus der Rübe gehen, das verspreche ich euch!
Der letzte Abschnitt der Scheibe wird dann erneut stark mit „Can‘t stop the Heat“ eingeleitet und auch bei den nächsten und letzten Nummern sind nicht wirklich schlechte Song anzutreffen. Die Glanzpunkte sind hier mit Sicherheit noch die gefühlvolle Ballade „The War is useless“ und das abschließende epische „Freedom“!

Anspieltipps:

Alles ist hier ziemlich gut gelungen, die Tracks die aber auch daraus etwas hervorstechen sind “Man of A Thousand Faces”, “All the Kingsmen”, “Heroes of the Day”, “Mighty Eagle” und “Into the Glory Battle”.

Fazit :

Also mit ihrem neuen Album rennen CRYONIC TEMPLE bei mir offene Türen ein! Die Truppe klingt absolut runderneuert, frisch und haben mit ihrem neuen Sänger einen absoluten Glücksgriff gemacht!
Der Großteil der Songs lässt einen sofort nach dem ersten Hören nicht mehr los und das Album hat noch eine hohe Spielzeit, so muss das sein liebe Melodic Metalheads! Ab mit euch und sofort zum nächsten Plattendealers eures Vertrauens und dieses tolle, neue Album abgreifen! Ihr werdet es definitiv nicht bereuen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Beginning of a New Era
02. Man of A Thousand Faces
03. All the Kingsmen
04. Prepare for War
05. Heroes of the Day
06. Mighty Eagle
07. Into the Glory Battle
08. The Speech
09. Mean Streak
10. Can‘t stop the Heat
11. Flying over Snowy Fields
12. The War is useless
13. Heavy Burden
14. Freedom

Julian

WOLFPAKK – Wolves Reign

Band: Wolfpakk
Album: Wolves Reign
Spielzeit: 57:01 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: AFM Records  
Veröffentlichung: 28.04.2017
Homepage: www.wolfpakk.net/index.php/en/media-en

Nun steht uns also bereits das vierte Album des Bandprojektes WOLFPAKK ins Haus! Erneut haben die beiden Masterminds Mark Sweeney (Ex CRYSTAL BALL) und Michael Voss (MAD MAX) viele Gastmusiker um sich geschart um mit ihnen zusammen erneut 11 Songs auf CD zu bannen.
Wie immer ist die Besetzungsliste sehr lang, daher hier mal nur die bekanntesten. Biff Byford (SAXON), Ronnie Atkins (PRETTY MAIDS), Michael Vescera (VESCERA), Tony Harnell (TNT), Oliver Hartmann (AVANTASIA), Jioti Parcharidis (VICTORY), Steve Grimmett (GRIM REAPER), Pasi Rantanen (THUNDERSTONE), Claus Lessmann (BONFIRE), Volker Krawczak (AXEL RUDI PELL), Michael Müller (HERMAN FRANK) und Alex Holzwarth (AVANTASIA) bereichern den Gastmusikercast. Übrigens unter der oberen Webadresse findet ihr eine genaue Aufstellung wer wo was gesungen oder gespielt hat. Toller Service!
Zusammen mit dem Hauptsängern Mark Sweeney und Michael Voss geht es nun also wieder in die Vollen, als erstes tönt uns auf dem neuen Diskus „Falling“ mit Claus Lessmann am Mikro entgegen. Dieser ist ein flotter Midtempotrack der natürlich von den beiden begnadeten Sängern absolut dominiert wird. Und irgendwie klingt das Ganze dann doch nach BONFIRE, vor allem im Chorus, da kann ich mir echt nicht helfen. Nicht schlecht das Ganze, der große Ohrburner ist es aber noch nicht wirklich.
„Run all Night“ mit Michael Vescera am Mikro reißt dann auch nicht gerade Bäume aus und bietet „nur“ solide Standardkost.
So jetzt wird es aber mal Zeit für den ersten richtigen Hit, oder? Und dieser kommt jetzt mit dem schon zuvor veröffentlichten „Blood Brothers“ wo Biff Byford zu hören ist. Der Track ist eine epische Nummer die vor allem von Biff seinen Stempel aufgedrückt aufbekommt! Der Mann wird einfach immer besser, je älter er wird. So wie guter Wein!
Beim anschließenden „Wolves Reign“ haben wir es erneut mit einer absoluten Ohrbombe zu tun, die Nummer gräbt sich mit ihrem Groove (den übrigens ARP Tieftöner Volker Krawczak zaubert) und dem tollen Chorus tief in die Gehörgänge! Hier ist übrigens Stammfronter Mark Sweeney besser gesanglich aufgelegt als der Gast Tony Harnell.
Und nachdem etwas wieder zu sehr nach Standard tönenden „No Remorse“ kommt mit „Inside the Animal Mind“ der nächste Burner aus den Boxen geballert. Und das ist dieses Mal durchaus wörtlich zu verstehen, denn die Nummer verströmt eine Aggressivität und eine Rotz das es eine wahre Freude ist! Noch geiler ist das diese Nummer Jioti Parcharidis singt, der einfach ein begnadetes Organ hat und um den es leider aufgrund einer Erkrankung ziemlich ruhig geworden ist.
„Spirit of the Hawk“ mit Steve Grimmett am Mikro, Gute und schnelle Genesung übrigens an dieser Stelle!!, ist dann ebenfalls nicht von schlechten Eltern und überzeugt auf Anhieb, die nächsten absoluten Perlen warten dann aber wieder mit „The 10 Commandments“ mit Pasi Rantanen am Mikro und „Mother Earth“ mit Ronnie Atkins als Sänger. Hier wird wieder ganz dick aufgefahren!
Die letzten beiden Nummern können dann an die sehr starken Vorgänger leider zu keiner Zeit anknüpfen.

Anspieltipps:

Hier solltet ihr euch “Blood Brothers”, “Wolves Reign”, “Inside the Animal Mind”, “The 10 Commandments” sowie “Mother Earth” direkt anhören.

Fazit :

Schwierig, schwierig dieses Mal! Bislang haben mich WOLFPAKK bei jedem Album richtig schön aus den Socken gehauen. Dieses Mal muss ich sagen sind mir ein paar zu viele “Standard” Songs auf dem neuen Album gelandet so das ich hier nicht ganz in den Topbereich benoten kann.
Leider muss ich sagen, denn ich schätze Mastermind Mark sehr! Vielleicht ist das auch etwas meckern auf hohem Niveau, ist aber auch kein Wunder bei DEM Vorgänger.
Aber die Hits die hier wieder versammelt sind, inklusive der erneut tollen Gastsänger zeigen die Band von ihrer absoluten besten Seite und jeder Fan des bisherigen Alben wird hier seine wahre Freude dran haben und die Kaufempfehlung gibt es natürlich trotzdem verdient!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Falling
02. Run All Night
03. Blood Brothers
04. Wolves Reign
05. No Remorse
06. Inside the Animal Mind
07. Spirit of the Hawk
08. The 10 Commandments
09. Mother Earth
10. Tomorrowland
11. I‘m onto you

Julian