EKTOMORF – Fury

Band: Ektomorf
Album: Fury
Spielzeit: 33:25 min
Stilrichtung: Groove Metal, Neo-Thrash
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 16.02.2018
Homepage: www.ektomorf.com

Mehr als zwei Jahre Zeit haben sich EKTOMORF für ihr neuestes Werk „Fury“ gelassen und zwischendurch hat Sänger und Chef der Bande, Zoltán „Zoli“ Farkas, noch schnell sein komplettes Line-up getauscht. Ob und wieviel Anteil die drei neuen Mitglieder Szebasztián Simon (Gitarre), Attila Asztalos (Bass) und Dániel Szabó (Drums) am mittlerweile 14. Studioalbum haben, ist nicht bekannt. Das kein Meisterwerk entstanden ist, erkennt man allerdings schon nach dem ersten Durchgang. Die Ankündigung, dass mit „Fury“ das härteste Album der Bandgeschichte entstanden ist, bedeutet lediglich tiefer gestimmte Gitarren und etwas mehr Gekreische. Einen deutlichen Unterschied zu den Vorgängeralben ist leider nicht erkennbar. Klar, EKTOMORF liefern ihre gewohnte Qualität ab, aber mittlerweile wünscht man sich doch mal neues. Wenigstens ein bisschen. Etwas mehr Kreativität. Oder einfach mal was anderes. Aber der Reihe nach. 1994 von den Brüdern Zoltán und Csaba Farkas in Ungarn gegründet, folgte 2002 mit dem Album „I Scream Up To The Sky“ der endgültige Durchbruch in Europa. Seit jeher ist der Stil durch den Sinti-Hintergrund der Brüder geprägt, welcher sich sowohl musikalisch als auch textlich niederschlägt. Allerdings wird auch das nach 14 Alben etwas langweilig und könnte ein wenig mehr Pep vertragen. Schon der Opener „Prophets Of Doom“ hat nichts Prophetisches, sondern besticht lediglich durch seine tief gestimmten Gitarren und das einprügeln auf die Instrumente. Leider nicht die prophezeite Härte, aber auch nicht wirklich schlecht, sondern einfach EKTOMORF wie man sie kennt. Dabei ist „Prophets Of Doom“ zusammen mit den Hardcore-lastigen „Bullet In Your Head“ und „Blood For Blood“ sowie dem Titeltrack „Fury“ noch einer der besten Tracks auf dem aktuellen Dreher. Die restlichen Stücke auf dem tatsächlich nur 33 Minuten langen Album sind fast als Lückenfüller zu bezeichnen, weil sie einfach nicht wirklich was Neues zu bieten haben. Nicht wirklich schlecht, aber eben auch keine Knaller. EKTOMORF agieren gewohnt aggressiv und es dröhnt immer noch laut aus den Boxen, wenn Zoli mit seiner tiefen Stimme loslegt. Guter handgemachter Neo-Thrash gepaart mit Groove Metal und Hardcore-Einsätzen, gepaart mit den typischen EKTOMORF Riffs, die doch so stark an Soulfly erinnern. Nichts Neues aus dem Hause EKTOMORF eben. Vielleicht sind die knapp 25 Jahre seit Bandgründung nicht spurlos an Sänger und Bandleader Zoli vorbeigegangen und vielleicht bringt der komplette Austausch seiner Mitstreiter doch noch frischen Wind in die angestaubte Band. Das wird sich aber erst mit dem nächsten Album tatsächlich zeigen. Wir wünschen den Jungs viel Glück dabei, denn frischer Wind würde EKTOMORF gut zu Gesicht stehen.

WERTUNG: 

 

 

Trackliste:

01. The Prophet Of Doom
02. AK 47
03. Fury
04. Bullet In Your Head
05. Faith And Strength
06. Infernal Warfare
07. Tears Of Christ
08. Blood For Blood
09. If You’re Willing To Die
10. Skin Them Alive

Tänski

CREMATORY – Oblivion

Band: Crematory
Album: Oblivion
Spielzeit: 53:47 min.
Stilrichtung: Gothic Metal
Plattenfirma: Steamhammer/SPV
Veröffentlichung: 13.04.2018
Homepage: www.crematory.de

Ich muss jetzt mal eine Lanze für CREMATORY brechen. Nach ihrem letzten kontroversen Facebook-Post zum Thema Konzertkarten- und Albenverkäufe, der in Klatschmetalmagazinen süffisant aufgegriffen wurde, folgten vonseiten der Leser doch größtenteils eher hämische Kommentare, die die musikalische Qualität der letzten CREMATORY-Veröffentlichungen kritisierten. Alle mal still sein jetzt, der Papa erzählt Euch was über den neusten Release.
Klar ist das Ding für viele Metaller doch eher problematisch (zu kitschig, zu synthig, zu gothisch, zu disco…), doch nimmt man “Oblivion” als das, was es ist – ein partytaugliches Gothic-Metal-Album mit einem recht ausgewogenen Verhältnis aus Härte und düsterer Cheesigkeit – dann ist die Scheibe schlicht und ergreifend geil. Die Vocals von Felix Stass, sowohl im cleanen als auch im gegrowlten Modus: satt und stimmig. Die Produktion: hammer. Die Leistung der restlichen Band: top. Das Ganze natürlich getränkt in einer Mischung aus orchestralen und Club-Music-/EBM/Gothic-inspirierten Synthesizern, die mit Sicherheit keiner billigen Software entstammen und passend eingesetzt sind. Laufzeit: über 50 Minuten. Hitpotenzial (so man die Art von Musik denn mag): durchgehend.
Genauer: Nach dem hart an die Audiospur eines Hollywoodfilmtrailers erinnernden Intro gibt es mit „Salvation“ direkt den ersten Knaller. Die Strophe gegrowlt, im Refrain eine schöne clean gesungene Melodie, leicht melancholische Klavierkeys im Hintergrund – das passt alles. “Revenge Is Mine” startet ruhig mit einem Soloklavier und entwickelt sich dann zu einem mal treibenden, mal ruhigen Teil, das (Ich finde den Vergleich selbst merkwürdig) AMORPHISche Züge hat.
Elektronisch geht’s weiter mit “Wrong Side”, dessen Vocals in der Strophe praktisch gesprochen ausfallen, während der Refrain schlicht verdammt geil, obgleich recht einfach, ausfällt. Böser wird’s mit dem Uptempotrack “For All Of Us”, einer der metallischsten und härtesten Songs auf “Oblivioin” mit stabilem Power-Metal-Chorus inklusive Schellenkranz. Warum auch nicht. Dann nochmal ein wenig Elektro-Metal-Party mit “Immortal”, mit kitschig-geilem Guilty-Pleasure-Refrain und zu kitschigem aber auch sehr kurzem Mittelteil, bevor der Titeltrack, ebenfalls eher melancholisch anmutend, mit seinem Kontrast zwischen der prototyp-gotischen Strophe, dem auf fantastischen Synths aufbauenden Prechorus und dem schön komponierten Refrain besticht. Pause gefällig? Ich muss enttäuschen: Mit “Cemetery Stillness” folgt klassischer härterer Gothic Metal der älteren Schule in modernem Gewand, dessen Chorus unter anderem Assoziationen zu TIAMAT weckt.
Und während der letzte Track hart aber nicht überragend ausfällt, gibt es mit “Blessed” noch eine Bombe, die den, der lange Haare sein eigen nennen darf, zum Bangen einlädt und ebenfalls eine Killer-Refrain-Melodie vorweisen kann.
Klar, ein paar Parts sind zu hart drüber, ein paar Klischee-Keyboards hätte man sich sparen können, doch an der Qualität dieses Albums ändert das nichts. Man hätte das vielleicht anders formulieren können als CREMATORY, aber ernsthaft: Einen Album- oder Konzertticketkauf sollte man angesichts des Niveaus von “Oblivion” ernsthaft in Betracht ziehen.

Anspieltipps:
Macht einfach irgendeinen Track an. Kann nicht viel schief gehen.

Fazit:
Asche auf mein Haupt: Ich muss gestehen, dass ich CREMATORY vor “Oblivion” überhaupt nicht auf dem Schirm hatte. Ich kann nicht beurteilen, ob das Album Fans der früheren CREMATORY zufriedenstellen kann. Ich kann jedoch begründet behaupten, dass jeder, der keine Angst vor ein paar Spinnenweben in seinem Metal und Interesse an toll gemachtem, kraftvollen und modernen Gothic Metal mit ordentlichem Synth-Einsatz hat, mächtig Spaß an dem Werk haben könnte!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Expectation
02. Salvation
03. Ghost Of The Past
04. Until The Dawn
05. Revenge Is Mine
06. Wrong Side
07. Stay With Me
08. For All Of Us
09. Immortal
10. Oblivion
11. Cemetery Stillness
12. Blessed
13. Demon Inside

Jannis

FM – Atomic Generation

Band: FM
Album: Atomic Generation
Spielzeit: 53:28 min
Stilrichtung: AOR, Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 30.03.2018
Homepage: www.fmofficial.com

Nicht jeder Band ist es vergönnt nach einer langen Pause zurückzukommen, eine zweite Karriere zu starten und teilweise sogar noch populärer zu sein als in der ersten. FM ist eine dieser Bands und zeigt auch beim neuen Album „Atomic Generation“, dass sie ihren zweiten Erfolg nicht auf die leichte Schulter nehmen und ein ums andere Mal alles geben. Ein Kompliment an ihre Fans, das sich hören lässt!
Wenn ich im Folgenden das Album einfach nur richtig abfeiere, liegt das wohl daran, dass ich es das erste Mal in perfekt geeigneter Kulisse gehört habe: Beim ersten strahlenden Sonnenschein in der Großstadt nach einem kalten und regnerischen Winter. FM ist Sonne, Wärme, Party, gute Laune und Aufatmen nach der Kälte, sogar bei vergleichsweise härteren Tracks wie dem Opener „Black Magic“, „In It For The Money“ oder „Stronger“ (DEEP PURPLE lässt grüßen…). Die Ballade „Love Is The Law“ fällt unter die Kategorie „ganz nett“, in „Golden Days“ sinniert man über die beste Zeit des Lebens, „Make The Best Of What You Got“ ist ein bisschen BAD ENGLISH mit 100 % mehr Energie und in „Playing Tricks On Me“ trifft etwas SANTANA auf etwas JOE COCKER.

Einprägsame Refrains und mitreißende Hooks haben FM einfach drauf. Ein richtig schwacher Song findet sich auf dem Album nicht. So viel Spaß und Power bringen mich auch nun morgens halb 3, während ich diese Review schreibe, noch zum mittanzen- und singen. Es werden noch einige Tage und Nächte mit diesem Album in den Boxen folgen!

WERTUNG: 

 

 

Trackliste:

01. Black Magic
02. Too Much Of A Good Thing
03. Killed By Love
04. In It For The Money
05. Golden Days
06. Playing Tricks On Me
07. Make The Best Of What You Got
08. Follow Your Heart
09. Do You Love Me Enough
10. Stronger
11. Love Is The Law

Lotta

JUDICATOR – The Last Emperor

Band: Judicator
Album: The Last Emperor
Spielzeit: 54:36 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 30.03.2018
Homepage: www.judicatormetal.bandcamp.com

JUDICATOR, eine amerikanische Power Metalband die ich seit ihrem Album „Sleepy Plessow“ echt auf dem Zettel habe! Die beiden Masterminds Tony Cordisco und John Yelland schaffen es mit wenig Kohle und komplett aus eigener Tasche sehr ordentliche Power Metalalben zu produzieren, die mächtig nach deren großen Vorbildern BLIND GUARIAN tönen.
Da trifft es sich für die beiden doch sehr gut, und vermutlich ist auch ein großer Traum in Erfüllung gegangen, dass auf ihrem neusten Konzeptalbum „The Last Emperor“ ein gewisser Hansi Kürsch als Gastsänger zu hören ist!
Das Konzept bzw. die Geschichte auf dem neuen Album beschäftigt sich mit dem ersten Kreuzzug.
Als Opener fungiert direkt das Titelstück „The Last Emperor“ der schon mal ordentlich loslegt und einen schönen mehrstimmigen BLIND GUARDIAN Gedächtnischorus parat hält. Zum Anfang mag man sich noch in einem Midtemposong fühlen, aber relativ schnell nimmt das Doublebass Drumming Überhand und es geht dann knallhart zur Sache! Ein toller Einstieg!
Kompakter und eine Spur eingängiger geht es dann beim folgenden „Take up your Cross“ zur Sache. Hier ist man schön melodisch unterwegs und nimmt etwas den Fuß vom Gas was der Band auch sehr gut zu Gesicht steht.
Den Fuß vom Gas nimmt man dann beim anschließenden „Raining Gold“ definitiv nicht, sondern drückt es bis zum Bodenblech durch und ballert uns hier einen Song vor den Latz bei dem die Nackenmuskeln ganz schön leiden müssen!
Fast in der Mitte des Albums kommt dann das auf das viele vermutlich sehnlichst gewartet haben, der Gastauftritt von Hansi Kürsch. Und, man mag es sich schon denken, der gute Hansi veredelt einen tollen Song nur noch mehr und macht das Ganze wahrlich zu einem BLIND GUARDIAN Export, so das hier jeder Melodic Power Metalfan zufrieden sein sollte.
Das letzte Drittel wird dann stark und sehr kraftvoll, nach einem verhaltenen Beginn, von „Antioch“ eingeleitet bevor es mit „Nothing but Blood“ kraftvoll weitergeht und ein starkes, neues JUDICATOR Album mit dem epischen „It falls to Jerusalem“ und dem abschließenden melodischen „King of Rome“ sein Ende findet.

Anspieltipps:

Hier sollten euch am Ehesten „Take up your Cross“, „Spiritual Treason“, „Antioch“, „It falls to Jerusalem“ sowie “King of Rome” Freude machen.

Fazit :

Erneut kann ich mich nur wundern was die Jungs von JUDICATOR in Eigenregie so auf die Beine stellen! Ein tolles neues Album mit einer interessanten Konzeptgeschichte hat man hier im Gepäck, mit Hansi Kürsch hat man einen starken Gastbeitrag und auch der Großteil der Songs ist absolut nicht von schlechten Eltern!
Das Album kann noch dazu, relativ preisgünstig über die angegebene Bandcamp Seite bezogen werden, da sollten interessierte Fans nicht lange warten.
Definitiv die bis dato beste Scheibe der Amerikaner von JUDICATOR!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Last Emperor
02. Take up your Cross
03. Raining Gold
04. The Queen of all Cities
05. Spiritual Treason (ft. Hansi Kürsch)
06. Antioch
07. Nothing but Blood
08. It falls to Jerusalem
09. King of Rome

Julian

WHYZDOM – As Time turns to Dust

Band: Whyzdom
Album: As Time turns to Dust
Spielzeit: 59:10 min
Stilrichtung: Symphonic Metal
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 06.04.2018
Homepage: www.whyzdom.com

Das 4. Studioalbum der Franzosen WHYZDOM steht uns in Haus! Nachdem das letzte Album „Symphony for a hopeless God“ 2015 mich nicht komplett überzeugen konnte, war ich gespannt was die Truppe uns nun präsentiert.
Nach wie vor ist Marie Rouyer die Sängerin, die auf dem letzten Album ihren Einstand feierte.
Laut Promoinfo bietet uns das neue Album „As Time turns to Dust“ einen sehr hohen Anteil von Cinematic Symphonic Metal, es werden sogar Vergleiche mit dem Soundtrackgenie Hans Zimmer gezogen, da darf man wohl einiges erwarten!
Daher schauen wir direkt mal was uns der Opener „Amour of Dust“ so zu bieten hat, wo direkt die neue Cinematic Ausrichtung hörbar wird. Es dauert dann eine gute Minute bevor auch die Instrumente so richtig loslegen und das Ganze midtempomäßig etwas Fahrt aufnimmt. Der Chorus ist ganz ordentlich, aber irgendwie wabert das gute Stück doch eher zähflüssig aus den Boxen und kann sich nicht gerade sehr hervortun. Als Einstieg ist es dann doch etwas zu schwermütig geraten.
Dieses schwermütige haben wir dann auch im nächsten Track „Armageddon“ zu verdauen, auch wenn hier der Chorus etwas besser als beim Vorgänger um die Ecke kommt, ist die Nummer insgesamt wieder einfach nicht überzeugend genug.
Bei „Fly Away“ im Anschluss dauert es zwar auch wieder vom Gefühl her ewig bis es so richtig losgeht, aber der Track schafft es dann schlussendlich doch etwas sich im Hirn festzusetzen, auch wenn der Chorus doch sehr eintönig daherkommt.
Der nächste Song der wirklich erwähnenswert ist erwartet uns in der Mitte der Scheibe mit „Follow your Heart“. Hier wird endlich mal das Tempo ordentlich angezogen und das Ganze kommt auch nicht so schwermütig daher wie die bisherigen Nummern. Klasse so kann es bitte weitergehen!
Und oh Wunder auch der nächste Track „Angel of Tears“ schafft es gekonnt auf unsere Hitliste, bevor dann bei „Free as a Bird“ wieder das qualitative Niveau spürbar runtergeht.
Aber bei den letzten beiden Songs „The Mistchild“ und „Dust we Are“ berappelt man sich wieder etwas und zeigt eine Leistung die auf jeden Fall zu den besten hier auf dem neuen Album Nummer 4 zählt!

Anspieltipps:

Hier sind am Ehestens „Follow your Heart“, „Angel of Tears”, “The Mistchild” und “Dust we Are” zu empfehlen.

Fazit :

Tja, leider hat das neue 4. Studioalbum von WHYZDOM dieselben Probleme wie auch schon das Vorgängerwerk! Man geht hier einfach teilweise zu verkopft und komplex vor und legt lieber erneut viel mehr Wert auf die cinematische Ausgestaltung der Songs, so ala noch mehr Bums, und vergisst dabei einfach die Songs!
Ich sehne mich einfach nach dem tollen 2. Album „Blind?“ zurück wo es noch wesentlich kompakter und eingängiger zur Sache ging und weniger cinematisch!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Armour of Dust
02. Armageddon
03. Fly Away
04. The Page
05. Follow your Heart
06. Angel of Tears
07. Free as a Bird
08. The Mistchild
09. Dust we Are

Julian

SPITEFUEL News

OFFICIAL SPITEFUEL VIDEO RELEASE

Es ist so weit: SpiteFuel veröffentlichen in Zusammenarbeit mit cmm GmbH und MDD Records/Shop „Brick By Brick“ – das erste offizielle Video zum Konzeptalbum DFREAMWORLD COLLAPSE, welches am 27.04.2018 das Licht der Welt erblickt!
Ansehen, Genießen, Liken und Teilen! ^^

STORMWITCH News

STORMWITCH kündigen neues Album an

Erst läuteten sie die season of the witch ein und nun sind STORMWITCH bound to the witch – und ihr werdet es auch bald sein!

Das neue STORMWITCH Album „Bound To The Witch“ wird am 29.06.2018 bei Massacre Records erscheinen!

Das neue Album wird als Jewel Case CD und strikt limitierte Vinyl LP mit jeweils 11 Songs, als limitiertes CD Digipak mit exklusiven Bonustracks mit insgesamt 14 Songs, als digitaler Download und als Stream erhältlich und verfügbar sein.

Das Coverartwork wurde von Michael Vetter gestaltet, den Mix und das Mastering des Albums übernahm Marc Ayerle in der klangMAnufaktur.

Das neue STORMWITCH Album „Bound To The Witch“ wird mit Sicherheit alte wie neue Fans zu begeistern wissen!

MACHINE HEAD – Catharsis

Band: Machine Head
Album: Catharsis
Spielzeit: 74:26 min
Stilrichtung: Thrash Metal, Nu Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 26.01.2018
Homepage: www.machinehead1.com

Es gibt wohl wenige Alben, die so polarisieren wie MACHINE HEADs „Catharsis“. Und ich auch hatte zuerst meine Probleme und wusste nicht so genau, wo die Reise hingehen soll. Doch schon nach kurzer Zeit war ich dem neuesten Werk von Robb Flynn & Co verfallen und kann die Meinung der Negativkritiker nicht nachvollziehen. MACHINE HEAD haben ein kleines abwechslungsreiches Kunstwerk verfasst und die Wut und Aggression über die heutigen Zustände reingepackt. Das mittlerweile 9. Album der metallischen 4 aus Oakland mag nicht jedem gefallen, aber dass es handwerklich gut gemacht ist, müssen auch die nicht-Fans des Werkes anerkennen. MACHINE HEAD experimentieren, spielen mit musikalischen Einflüssen und vereinen auf „Catharsis“ alle Band-Phasen seit der Gründung 1991. Langweilig wird es fast nicht, trotzdem hätten dem Album ein paar Stücke weniger getan. 15 Songs verteilt auf 74 Minuten Spielzeit ist eine Hausnummer, auch wenn sich viele Brecher darunter befinden.
Und „Catharsis“ legt auch gleich mit einem ordentlichen Brecher los. „Volatile“ nennt sich das gute Stück. Mit einer energischen Fuck-you-Attitüde und viel Stoff zum Headbangen ist es ein Song voller Härte, launisch und unberechenbar. „Volatile“ ist wie das nachfolgende „Catharsis“ und „Bastards“ ein politischer Song, der auch bei uns in Deutschland aktuell leider nur zu gut passt. „Volatile“ merkt man an, wie sehr Rob Flynn die Zustände in der Welt regelrecht ankotzen und wütend machen.
Der nachfolgende Titeltrack fällt im Vergleich dazu deutlich experimenteller und auch weicher aus und gehört mit über 6 Minuten zu den längeren Songs auf „Catharsis“. Mit dem 3. Song auf „Catharsis“ sind wir auch schon bei der nächsten und 3. Stilrichtung. Dieses Mal ist es ein 1a-Nu Metal Song, der sehr KORN-lastig daher kommt, was diesem Track aber sehr sehr gut zu stehen kommt und ihn dadurch extrem eingängig macht. „California Bleeding“ im Anschluss ist wie „Gind You Down“ und „Razorblade Smile“ einer der drei Hip Hop- und Rap-lastigen Songs, wobei „Grind you Down“ anfangs fast balladesk wirkt und insgesamt eher ruhiger ausfällt. Bei „Razorblade Smile“ wird allerdings deutlich, dass Rap nicht unbedingt zu Robs Stärken gehört.
Mit „Behind A Mask“ und „Eulogy“ haben es 2 Balladen auf das Album geschafft, wobei hier jedoch nur „Eulogy“ mit seiner emotionalen Grundstimmung und Melancholie als astreine Ballade mit Gänsehautfeeling durchgeht. „Bastards“ hat balladeske Züge, aber in seiner Gesamtheit ist es doch eher ein sehr guter Folk-Song geworden.
Das längste Stück des aktuellen Drehers ist „Heavy Lies The Crown“, welcher in über 8 Minuten von einem atmosphärisch dichten Start in hämmernde Thrash-Riffs übergeht wie gemacht für die Die-Hard-Fans von MACHINE HEAD ist.
Mit „Catharsis“ sind MACHINE HEAD in ihrer Entwicklung vorangeschritten und ich kann die „alten“ Fans verstehen, die hiermit nicht klarkommen. Viele Stile, einige davon neu, können verstörend oder planlos wirken. Aber das Quartett um Sänger Rob Flynn, Phil Demmel (Gitarre), Jared McEachern (Bass) und Dave McClain (Drums) macht seine Sache auf „Catharsis“ tatsächlich wirklich sehr gut. Das neueste Werk vereint Vergangenheit und Zukunft und ist dabei so abwechslungsreich, dass sowohl alte und neue Fans auf ihre Kosten kommen können. Und bei 15 Songs kann man die Stücke überspringen, die einem nicht gefallen und hat immer noch genug Material zum Genießen übrig. Wobei die Gesamtheit aller Songs den Charme von „Catharsis“ ausmachen und das ganze Können der mittlerweile doch schon seit über 25 Jahren aktiven Band ausmachen. Langweilig oder leise wird es auf „Catharsis“ definitiv nicht und das ist auch gut so. Vielen Dank dafür, MACHINE HEAD.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Volatile
02. Catharsis
03. Beyond The Pale
04. Californa Bleeding
05. Triple Beam
06. Kaleidoscope
07. Bastards
08. Hope Begets Hope
09. Screaming At The Sun
10. Behind A Mask
11. Heavy Lies The Crown
12. Psychotic
13. Grind You Down
14. Razorblade Smile
15. Eulogy

Tänski

THE DEAD DAISIES – Burn It Down

Band: The Dead Daisies
Album: Burn It Down
Spielzeit: 42:00 min
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Spitfire Records/SPV
Veröffentlichung: 06.04.2018
Homepage: wwww.thedeaddaisies.com

Die DEAD DAISIES, das sich ständig häutende Musiker-Kollektiv um den Rhythmusgitarristen und Bandgründer David Lowy, legen schon wieder eine neue Studioscheibe vor. Das Tempo der Veröffentlichungen hat schon etwas atemberaubendes, aber man soll das Eisen ja schmieden solange es heiss ist. Und der Erfolg der DEAD DAISIES hat sich im Laufe der vergangenen Jahre kontinuierlich, mit jedem neuen Album, gesteigert. Nun liegt also mit „Burn It Down“ die bereits 4te Studioscheibe in nur 5 Jahren vor (letztes Jahr gab es zudem ja mit „Live & Louder“ auch noch eine starke Live-Platte auf die Ohren). Und wie jedesmal darf auch jetzt gefragt werden – wer ist denn der Neue im Bunde? Auf „Burn It Down“ hört der Neuzugang auf den Namen Deen Castronovo, seines Zeichens geschasster Ex-Drummer von Journey und ein Schlagwerker von Weltformat. John Corabi ist glücklicherweidse immer noch mit von der Partie, ebenso wie die beiden ehemaligen Whitesnake Söldner Doug Aldrich (g) und Marco Mendoza (b).

Stilistisch darf man von den DEAD DAISIES natürlich keine Wagnisse oder Überraschungen erwarten. Die Jungs zelebrieren und verfeinern mit jeder neuen Platte ihre eigene Interpretation des klassischen, staubtrockenen und mit feinen Hooklines gespickten Hardrocks. Auf 10 Songs, in knackigen 42 Minuten gibt es diesmal wieder hart rockende Kost, die in stampfend vorgetragenen, Blues-getränkten Riffs verwurzelt ist und augenblicklich an Hitze, BBQ und Bikerparties denken lässt. Das ruppige Cover des Rolling Stones Tracks „Bitch“ kommt zwar nicht an die Lockerheit des Originals heran, macht aber klar wo die DEAD DAISIES anno 2018 stehen: ein Verbund von altgedienten, mit reichlich Erfahrung gesegneten Haudegen die sich in den Dienst der gemeinsamen Sache stellen. Selbst Doug Aldrich verzichtet auf sein übliches, blutarmes HiSpeed-Geschredder und steuert einige richtig heisse Licks und Soli bei, die den Tracks eine scharfe Note hinzufügen. So versprühen Songs wie die Hook-lastigen Rocker „Rise Up“ und „Can´t Take It With You“, oder das mit Akustikgitarren variabel aufgebaute „Judgement Day“ eine ungehobelte, lässige Attitüde, die eher nach Preoberaum als nach Managerbüro riecht.

Das Besetzungskarusell dieser Arbeitsbeschaffungsmassnahme für Musiker auf der Suche nach einem neuen, festen Job dreht sich unweigerlich weiter. Als einzige Konstante im Gefüge hat David Lowy die Zügel aber offensichtlich fest in der Hand und auch auf dem von Marti Frederiksen (u.a. Aerosmith, Buckcherry, Ozzy Osbourne und Mötley Crüe) produzierten „Burn It Down“ geben die Jungs sich keine Blösse. Im Gegenteil, das Songmaterial ist durchgehend stark, die Spielfreude allgegenwärtig und der Härtegrad lässt diesmal auch keine Wünsche offen. Freunde von handfestem Hardrock ohne Schnörkel sollten, nein müssen hier zugreifen. Bockstarkes Album (auch wenn ein wirklich zwingender „Hit“ fehlt).

WERTUNG :

 

 

Tracklist:

01. Resurrected
02. Rise Up
03. Burn It Down
04. Judgement Day
05. What Goes Around
06. Bitch
07. Set Me Free
08. Dead And Gone
09. Can´t Take It With You
10. Leave Me Alone

Mario