HAVOK – V

Band: Havok
Album: V
Spielzeit: 45:52 min
Stilrichtung: Thrash Metal
Plattenfirma: Century Media Records
Veröffentlichung: 01.05.2020
Homepage: www.havokband.com

HAVOK werden erwachsen. Seit langem gehört die Band zu den Besten im Thrash Genre und daran wird sich auch mit diesem Album nichts ändern. Der Sound der Band, die sich 2004 in Denver gegründet hat, ist vielfältiger und vielschichtiger geworden. Die Gitarren spielen nicht mehr so oft zusammen um mehrschichtigen Klangstoff zu erzeugen. Klangen HAVOK früher mehr wie Exodus als Coroner, ist nun durch steigendes Selbstbewusstsein und Können, automatisch auch die Raffinesse im Spiel größer geworden. Für die Aufnahmen zog man Mark Lewis (Cannibal Corpse, The Black Dahlia Murder) hinzu. Dieser durfte dann auch gleich in seinem Studio das Werk produzieren, mischen und mastern. Und dies ist ihm wirklich sehr gut gelungen. Alle Instrumente und Gesang sind klar und heavy zu hören und auch zu differenzieren. Besonders schön ist es, dass der Bass richtig wummst. Als Artwork Künstler konnte man Eliran Kantor (Testament, Iced Earth) gewinnen, der die groben Vorlagen perfekt zur Musik umgesetzt und ein tolles Cover entworfen hat. Auf ihrem bereits fünften Longplayer merkt man David Sanchez (v.g.), Reece Scruggs (g.), Pete Webber (d.) und dem neuen Bassisten Brandon Bruce an, dass sie noch lange nicht satt sind. Let’s Go for it.
Der erste Song namens „Post-Truth Era“ galoppiert gleich richtig nach vorne. Die giftigen Vocals und die Riffs sorgen sofort für Stimmung. „Fear Campaign“ klingt mehr nach klassischem Heavy Metal. Dieser wird hier aber durch Bass und Drums vorangetrieben. Gangshouts und reichlich Groove dürfen hier auch nicht fehlen, geile Nummer. Der dritte Track „Betrayed By Technology“ klingt herrlich nach Megadeth mit besserem Gesang. Die Gitarren befeuern sich hier gegenseitig und es wird soliert was geht. „Ritual Of The Mind“ ist ein Midtempo Banger geworden, bei dem anscheinend Metallica Pate waren. Bei „Interface With The Infinite“ stehen Bass und Drums wieder mehr im Vordergrund, aber das Stück zündet nicht wirklich. „Dab Tsog“ ist ein kleines 1minütiges Zwischenspielchen bevor es bei „Phantom Force“ richtig knallt. Hier wird das Gaspedal voll durchgetreten, es gibt heftige Riffs und fiesen Gesang, Thrash Metal pur. „Cosmetic Surgery“ ist ein weiterer Nackenbrecher geworden, der einen live (irgendwann wieder) abgehen lässt. Eingeleitet durch eine Akustik Gitarre steigert sich „Panpsychism“ zu einem progressiven Stück das auch im Midtempo Bereich gehalten wird. „Merchants Of Death“ prügelt sich leicht Anthrax mäßig durch die knapp drei Minuten. Den Abschluss des Albums macht dann auch der längste Track mit 8 Minuten. „Don’t Do It“ beginnt mit einem langen intensiven Intro und überrascht mit klaren Vocals.

Anspieltipps: „Post-Truth Era“, „Fear Campaign“ und „Phantom Force“

Fazit: Am liebsten sind mir HAVOK wenn sie Gas geben, leider sind hier viele Songs die im Midtempo gehalten werden. Das ist zwar Jammern auf hohem Niveau, ist aber so. Die Jungs haben hier wieder gute Arbeit abgeliefert, also riskiert mal ein oder zwei Ohren.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Post-Truth Era
02. Fear Campaign
03. Betrayed By Technologie
04. Ritual Of The Mind
05. Interface With The Infinite
06. Dab Tsog
07. Phantom Force
08. Cosmetic Surgery
09. Panpsychism
10. Merchants Of Death
11. Don’t Do It

Sturmi

KILL RITUAL – The Opaque and the Divine

Band: Kill Ritual
Album: The Opaque And The Divine
Spielzeit: 47:01 min
Stilrichtung: US Metal
Plattenfirma: Headless Corpse
Veröffentlichung: 27.03.2020
Homepage: www.facebook.com/killritual

Ich muss gestehen, dass ich von KILL RITUAL bis dato noch überhaupt nichts gehört habe. Die Geschichte beginnt im Jahr 2010, als ehemalige Mitglieder von Imagika und Eldritch zusammenkamen und KILL RITUAL gründeten. Die Band war eine, die ihre traditionellen Heavy Metal Einflüsse aufnahm, sie dann mischte und zu einer kraftvollen und modernisierten Version formte. Die Musik ist zudem sehr gitarrenorientiert, was natürlich auch an Gründer Steven D. Rice liegt, der von Anfang an bis jetzt dabei ist. „The Opaque And The Divine“ ist bereits das fünfte Album der Jungs aus der Bay Area. Aufgenommen und gemischt wurde die Platte mit Hilfe von Legende Andy La Roque (King Diamond), der gleich noch ein Solo auf „King Of Fools“ beisteuert. Der neue Sänger Brian Betterton (Dirt) bringt eine riesige Vocal Range mit, die von Classic Rock bis hin zur Metalstimme mit „höllischen“ Schreien reicht. Auch live war die Combo nicht untätig und hat sich schon die Bühne mit Acts wie Raven, Iced Earth und Sanctuary geteilt. Acht neue Songs gibt es nun von Steven D. Rice (g.keys.), Seamus Gleason (d.), David Alusik (b.) und Brian „Charlice“ Betterton (v.) zu hören.
Und wir starten mit dem Opener „Rest In Pain“. Dieser gibt gleich die Richtung des Albums vor: eine Mischung aus US Metal, Power Metal und NWOBHM. Der Sänger legt sich ins Zeug und zeigt hier mit seinem aggressiven Gesang, was er so drauf hat. „Dead God“ geht nach ruhigem Anfang in einen rohen und harten NWOBHM Sound über. Iron Maiden meets Metal Church. „King Of Fools“ ist eher ein Hard Rock lästiger Song. Sehr abwechslungsreich, im Midtempo gehalten und tolle Riffs, was will man mehr? Auf „World Gone Mad“ merkt man schnell, dass es sich um einen Ohrwurm handelt. Tolle Nummer die überwiegend reinhaut und hinten raus richtig Arsch tritt. Auf „Praise The Dead“ wird eine Halbballade geboten, die in den ruhigen Teilen eine epische Atmosphäre erzeugt und in den Härteren voll zu überzeugen weiß. „Veil Of The Betrayer“ darf man ein Highlight nennen. Zu Beginn wird geschreddert was geht, dann knallt das Stück richtig rein bevor man im Mittelpart kurz vom Gas geht und gefühlvoller wird. Hochmelodisch wird es auf „Touch The Dark“. US Metal mit eingängigem Refrain und stampfende Gitarre ist hier angesagt. Zum Schluss des Albums wird es nochmal sanfter. „A Child To Die For Again“ will aber nicht so recht zünden, hätte es nicht gebraucht die Nummer.

Anspieltipps: „Rest In Pain“, „King Of Fools“, „World Gone Mad“ und „Veil Of The Betrayer“.

Fazit: Das Album macht Spaß beim Anhören. Saubere Produktion, eine Band die ihr Handwerk beherrscht und ein Sänger der wirklich singen kann. US Metal Maniacs sollten das Werk unbedingt mal abchecken.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Rest In Pain
02. Dead God
03. King of Fools
04. World Gone Mad
05. Praise The Dead
06. Veil Of The Betrayer
07. Touch Of The Dark
08. A Child To Die For Again

Sturmi

HYPERION – Into the Maelstrom

Band: Hyperion
Album: Into The Maelstrom
Spielzeit: 43:07 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Fighter Records
Veröffentlichung: 21.04.2020
Homepage: www.facebook.com/hyperionbandheavy

Metal made in Italy. HYPERION wurden 2015 in Bologna als traditionelle Heavy Metal geboren um uns mit 80’s Vibes in modernerem Gewand zu begeistern. Vorbilder sind z.B. Judas Priest, Megadeth und Iron Maiden. Der Band Sound besteht hauptsächlich aus „heavy guitar riffing, faster-than-Light solos and epic vocal melodies“. Zum Gesang komme ich später noch. Ihr Debüt Album haben die Italiener 2017 veröffentlicht und sich damit einen Vertrag mit dem spanischen Label „Fighter Records“ verdient. Die Arbeiten zur neuen Scheibe begannen Anfang 2019 und die Kompositionen wurden dann von Roberto Priori (DangerZone) gemischt und gemastert. Das Coverartwork stammt vom offiziellen Iron Maiden und Star Wars Künstler Alberto Quirantes (Akirant Illustration). Live war das Quintett um Michelangelo Carano (v.), Davide Cotti (g.), Luke Fortini (g.), Antonio Scalia (b.) und Marco“Jason“Beghelli (d.) schon mit Black Phantom (geile neue Platte), Tarchon Fist und Rain unterwegs. Zwei Sachen gleich vorweg. Erstens: das aktuelle Album ist viel besser als der Vorgänger. Zweitens: der Sänger erinnert mich stark an Bernhard Weiss von Axxis. Das macht es mir nicht gerade leichter, weil ich mit der Stimmfarbe nichts anfangen kann (sorry, keine Ahnung warum). Mein persönlicher Geschmack ist jetzt egal, auf geht es zu „Into The Maelstrom“. Geht auch gleich Power Metal mäßig ab. Gitarren klirren und klingen wuchtig, guter Einstieg. „Ninja Will Strike“ ist ein sehr dynamischer und eingängiger Song, auch die Vocals sind gut anzuhören. Auf „Driller Killer“ wird ordentlich Gas gegeben und die Metal Keule ausgepackt. Die Instrumental Fraktion kann wirklich was. Auch auf „The Maze Of Polybius“ wird geglänzt. Die Gitarren sind klasse, man kann wunderbar mitgrooven und mitsingen. „From The Abyss“ ist ein progressives Power Metal Instrumental geworden, welches völlig in Ordnung geht. Auf „Bad Karma“ fragt der Sänger: „can you feel it“? Leider nicht wirklich, es ist ein Stück das Keinem weh tut, mehr aber auch nicht. Der beste Song kommt mit „Fall After Fall“. Starke Nummer die Stadion Rock Feeling verbreitet. Mit knapp über 9 Minuten folgt mit „The Ride Of Heroes“ die längste Nummer des Albums. Midtempo, Groove und eingängiger Refrain (leicht kitschig: „fly fly fly, up to the sky“) bestimmen hier. Zum Abschluss knallt es mit „Bridge Of Death“ noch mal ordentlich aus den Boxen. Bis auf den Gesang merkt man hier die Megadeth Referenzen.

Anspieltipps: „Into The Maelstrom“, „The Maze Of Polybius“, „Fall After Fall“ und „Bridge Of Death „

Fazit: Saubere und klare Produktion. Die Musiker wissen was sie tun und haben das Songwriting erheblich verbessert im Gegensatz zum Debüt. Zur Championsleague reicht es noch nicht, aber da ist noch viel mehr drin beim nächsten Album. Ob man den Gesang mag, muss jeder für sich selbst entscheiden.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Into The Maelstrom
02. Ninja Will Strike
03. Driller Killer
04. The Maze Of Polybius
05. From The Abyss
06. Bad Karma
07. Fall After Fall
08. The Ride Of Heroes
09. Bridge Of Death

Sturmi

GREYDON FIELDS – Warbird

Band: Greydon Fields
Album: Warbird
Spielzeit: 53:39 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Roll The Bones Records
Veröffentlichung: 02.05.2020
Homepage: www.greydonfields.com

Näh, ist das schön, alte Bekannte zu treffen und zu sehen, wie großartig sie sich entwickelt haben. Von GREYDON FIELDS hatte ich bereits das Vorgängeralbum bekommen und dann durch diverse andere Releases schlicht vergessen es zu rezensieren. Schande über mein Haupt, Entschuldigung geht raus an die Jungs aus Essen (Euer Aufkleber klebt übrigens immer noch an der Straßenlampe vor dem RPZ Bonn). Hab dann jetzt mal deftig verspätet in den Vorgänger von “Warbird” namens “Tunguska” reingehört und finde Kritik hauptsächlich am Sound. Erfreulich also, dass das Mastering dieses Mal von Dennis Köhne (u.a. SODOM) übernommen wurde, der es absolut drauf hat und GREYDON FIELDS alleine durch ausgefeilteren Sound in ganz andere Ernstnehmbarkeitssphären gepumpt hat. Sprich, der Sound knallt, ist ausgewogen und klar – damn, ein Remastering von “Tunguska” in dieser Qualität wäre angemessen.
Musikalisch benennt das Promosheet unter anderem RAGE und ICED EARTH als “grobe Referenz”. RAGE ist dabei nicht hundertprozentig nachvollziehbar, ICED EARTH hingegen schon. Nicht selten erinnert die Melodieführung, die Gitarren- oder die Drumarbeit an die US-Metaller, während der Sound der FIELDS gleichzeitig aber eigenständig und un-ICED-EARTHig genug ist, um die Band nicht der Kopiererei zu beschuldigen sondern sie eher denen zu empfehlen, die unter anderem mit ICED EARTH was anfangen können. Volker Mostert hat eine raue und kräftige Stimme und kann aggressivere Parts ebenso gut wie melodischere.
Was man GREYDON FIELDS unter anderem zugute halten muss, ist, dass sie sich nicht auf ihren Grundstil alleine verlassen. Mal ist es ein gelungener Voice-Effekt, mal (nur im leicht Modern-Metalös anmutenden “Usurpation” mit seinem staken Chorus) dezente Streicher, mal ein überraschender Break – “Warbird” bleibt zu einem gewissen Anteil doch unvorhersehbar, kommt ein ums andere Mal mit kleinen Ideen zur Steigerung des Interessantheitsgrads um die Ecke. Dazu gibt es genug Variationen hinsichtlich der einzelnen Songs. “Keyboard Warrior” ist ordentlich melodisch-thrashig, “Breakdown” fällt etwas getragen-dichter aus und “Memento” ist ein kurzweiliger 8,5-Minuten-Song, der gekonnt zwischen böse-knüppelig und eher emotional (mit Druck und ohne Kitsch natürlich, die Platte ist 100% kitschfrei).

Fazit:
Keine Schwerter, kein Pathos, einiges an Härte, ’ne gesunde Dosis Aggression und stets ein paar hymnisch anmutende Melodien auf Lager – wer sich mit dieser Mischung identifizieren kann und gegebenenfalls auch ICED EARTH mag, der kann dieser Platte ohne jegliches Zögern mal eine knappe Stunde seiner Lebenszeit widmen!

Anspieltipps:
“Usurpation”, “Keyboard Warrior” und “Memento”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Death From Within
02. Empire Of The Fools
03. Usurpation
04. Keyboard Warrior
05. Rise Of The Underground
06. Breakdown
07. Memento
08. Orphan
09. Warbird
10. Cathedrals (Bonus Track)

Jannis

ASGARD – Ragnarøkkr

Band: Asgard
Album: Ragnarøkkr
Spielzeit: 63:23 min
Stilrichtung: Progressive Folk Metal
Plattenfirma: Pride & Joy Music
Veröffentlichung: 15.05.2020
Homepage: www.facebook.com/AsgardFolkProgMetal

Inzwischen habe ich so viele Rezensionen mit der Aussage “Eigentlich mag ich ja keinen Folk Metal” begonnen und das Album im Anschluss dann trotzdem gefeiert, dass ich mich fragen muss, ob ich vielleicht einfach meinen Geschmack verleugne. Nach schlaflosen Nächten der Selbstfindung, Reflektion und Meditation kann ich nun sagen: Jap, ich mag tatsächlich keinen klassischen Folk Metal, aber wenn man ihm weitere Eigenschaften hinzufügt, geht’s. Somit geht auch ASGARDs “Ragnarøkkr”, italienischer Progressive Folk Metal. Jetzt weiß ich auch, dass dieses Genre existiert, hätte es mir aber vor dem Hören der sechsten Platte von ASGARD (die 20 Jahre nach ihrem Vorgänger erscheint) massivst anders vorgestellt.
Wir haken die Probleme schnell am Anfang ab. Erstens: Track acht bis zehn sind auf deutsch und im Vergleich zum Rest noch etwas folkiger. Ich bin gewillt, dafür Punkte abzuziehen, weil italienisch verdammt nochmal eine der schönsten Sprachen für melodischen Metal ist und deutschsprachiger Folk Metal in meinen Augen sehr grausam. Aber das ist Geschmackssache und es soll ja Leute geben, die sowas mögen. Zweitens, auch hinsichtlich der Texte: Die fallen insgesamt immer mal wieder als eher ungelenk auf, wurden an einigen Stellen etwas zu erbarmungslos in Melodien gepresst und hätten insgesamt etwas mehr sprachliche Schönheit vertragen. Kritik Ende, über die drei Tracks spreche ich jetzt nicht mehr.
Tatsächlich ist der Progressive Folk Metal von ASGARD in folkiger Hinsicht doch erfreulich wenig Geigen- und Flöten-Gedudel mit komischem “Edle Ritter und holde Maid”-Spirit, dafür etwas mythisch-schamanisch-heidnischer. Eher WARDRUNA als VERSENGOLD, sagen wir es so. Das wird aber kombiniert mit einer Prog-Seite, die schwer in Richtung von 70er-Prog-Rock-Legenden wie EMERSON LAKE & PALMER oder auch in 90er-Neo-Prog-Richtung der Marke MARILLION und IQ tendiert – wobei man halt auch sagen muss, dass fröhlich vor sich hin fließende Folkmelodien von fröhlichen Gitarrenmelodien der 90er-Fraktion gar nicht so weit weg sind. Ein bisschen modernere Prog-Auswüchse gibt es natürlich ebenso.
Diese Mischung funktioniert fantastisch, auch dank der guten Produktion und der stabilen Bandleistung. Gerne werden einzelne Parts von Songs auch mal als purer Prog oder purer Folk gewandet, was für angenehme Kontraste sorgt, und ansonsten alles mal getestet, was man mit diesen beiden Stilen so anstellen kann. Dann wird aus einem unkonventionellen Synth-Solo auch mal ein Doppelsolo mit hinzukommendem Dudelsack. Und ganz im Ernst, die Tracks in ihrer Gesamtheit sind größtenteils einfach nur geil: stimmungsvoll, vielseitig, mit toll komponierten Melodien. “The Night Of The Wild-Boar” ist ein totaler Hit, der sich Zeit für den Aufbau nimmt und dann geradezu explodiert in einen grandiosen Gänsehaut-Chorus, “Shaman” und “Ragnarøkkr” zwei überlange Tracks ohne ein Quäntchen Leerlauf, und der Rest (ausgenommen natürlich 8 bis 10) halten das Niveau easy.

Fazit.
Also im Ernst: Ich wusste nicht, dass solche Musik existiert (und ich glaube, Ihr wusstet es auch nicht). Doch sie tut nicht nur das, sie klingt in ihrem seltsamen Stilmix wie aus einem Guss, mit Skill und Hingabe geschrieben, ohne selbst auferlegte Grenzen und unterhaltsam wie mitnehmend. “Ragnarøkkr” sollte man auch dann eine Chance geben, wenn man keinen Folk oder keinen Prog Metal mag. Und am besten sollte man es als gesamtes Werk hören, bei Abneigung gegen deutschen Folk Rock halt ohne 8 bis 10 (Sind dann immer noch 52 Minuten). Spätestens beim dritten Track will man die Scheibe nicht mehr aus der Hand geben. Tolle Leistung, so geht innovativer und mitreißender Metal im Jahr 2020!

Anspieltipps:
Track 1-7 und Track 11. Insbesondere “The Night Of The Wild Boar”, “Visions” und “Shaman”

WERTUNG:

(unter Auslassung von Track 8 bis 10)

 

Trackliste:

01. Trance-Preparation
02. Rituals
03. The Night Of The Wild-Boar
04. Visions
05. Kali-Yuga
06. Shaman
07. Battle
08. Der Tod
09. Danse Macabre
10. Anrufung
11. Ragnarøkkr

Jannis

DOOL – Summerland

Band: Dool
Album: Summerland
Spielzeit: 54:40 min
Stilrichtung: Dark Progressive Rock
Plattenfirma: Prophecy Productions / Soulfood Music
Veröffentlichung: 10.04.20200
Homepage: www.allthosewhowanderaredool.com

Die 2015 in Rotterdam gegründete Dark-Rock Band DOOL konnte für ihr 2017er Album „Here Now, There Then“ recht gute Kritiken einheimsen und schickt sich nun an mit dem Nachfolger „Summerland“ den gewonnen Boden zu verteidigen. Angeführt von Sängerin / Gitarristin Ryanne van Dorst hat sich die Truppe u.a. in den DAFT Studios im belgischen Malmédy eingeschlossen und das Erebnis für den Mix und das Mastering in die kompetenten Hände von Magnus Lindberg (Cult Of Luna) in den Stockholmer Redmount Studios gegeben. Das nun in den unterschiedlichsten Formen verfügbare Album (u.a. Digipak-CD, 2CD-Artbook, Gatefold-2LP und limitierte „Complete-Box“) besticht durch einen schön differenzeren Klang und ein stimmungsvolles Artwork. Schauen wir mal ob die Musik da mithalten kann …

Das Eröffnungsdoppel aus dem hypnotischen, mit guter Hookline ausgestatteten „Sulphur & Starlight“ und dem flotten „Wolf Moon“ hinterlässt einen starken Eindruck und macht Lust auf mehr. Danach klingt es aber ein wenig beliebig. Es wird weiterhin ein unheilvoller, pessimistischer Grundton angeschlagen, der sich sehr an Goth-Rock Ikonen der 80er Jahre anlehnt („God Particle“), so richtig packend ist das aber leider nicht immer und erst gegen Ende packen DOOL mit den beiden Highlighs „Be Your Sins“ und dem Rausschmeisser „Dust & Shadow“ den Hörer nochmal so richtig beim Kragen. Im Vergleich zu ähnlich agierenden Bands wie Beastmilk/Grave Pleasures fehlt es den Holländern noch am feinen Gespühr für kompakte Arrangements und zwingende Melodielinien. Dank Gastbeiträgen von Per Wiberg (Opeth, Spiritual Beggars, Candlemass) and der Hammondorgel, Farida Lemouchi (The Devil’s Blood) als Hintergrundsängerin und Okoi Jones (Bölzer) gelingt es DOOL zwar über die Spielzeit die Abwechslung hoch zu halten – zwingend ist die Scheibe aber nicht von vorne bis hinten.

Spielerisch sauber umgesetzt, athmospärisch dicht und homogen, weitestgehend starke Melodien. Das Gesamtergebnis kann sich hören lassen, auch wenn es DOOL mit „Summerland“ noch nicht gelingt den ganz grossen Treffer zu landen. Fans des Genres sollten auf jeden Fall ein Ohr riskieren.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Sulphur & Starlight
02. Wolf Moon
03. God Particle
04. Summerland
05. A Glass Forest
06. The Well’s Run Dry
07. Ode To The Future
08. Be Your Sins
09. Dust & Shadow

Mario

CAPTIAN BLACK BEARD – Sonic Forces

Band: Captain Black Beard
Album: Sonic Forces
Spielzeit: 43:02 min
Stilrichtung: AOR
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 15.05.2020
Homepage: www.captainblackbeard.net

Mein erstes Treffen mit CBB, mir war die Band zwar bekannt aber ich habe noch nichts von CBB gehört. Ich muss zugeben was die Jungs hier auf dem fünften Album abfeuern ist nicht Schlecht und hat gewaltig bums. Bester AOR wie man diesen von “White Widdow”, “Osukaru”, “Houston”, “Miss Behavior” oder auch “Brother Firetribe” nur eine Spur softer und mit mehr Bombast im Sound kennt. Ein Rezept aus Gitarren und gut dosierte Keyboards bestimmen das Gesamtbild was sich zu einem sehr gutem Ganzen zusammen fügt. Das auffällig gestaltete Artwork mit einem Trans Am Firebird vor einem spacigem Hintergrund, erinnert ein wenig an die guten alten 80er Jahre und auch an Burt Reynolds als Bandit in seinem Trans Am auf seinem Weg durch die Staaten um eine Wette zu gewinnen.
Eingeleitet wird mit einem kurzen blubbernden V8 Bigblock und dem Song “Headlights” ein flotter Rocker, gefolgt von “Lights And Shadows” schlägt in die selbe Kerbe mit geilem Refrain. “Disco Volante” ein sehr gut im Ohr hängenbleibender Song, “Tonight” kommt schleppend rüber aber dennoch hörenswert. “Sonic Forces” kommt leicht spacig rüber, mit dem Bombast von “Cats In Space” aber softer. “Time To Deliver” der Postboten Song mit Mitsingrefrain ein Highlight, “Midnight Cruiser” gibt wieder Gas. “Young Hearts” ist wieder ein traumhafter AOR Song ein weiteres Highlight, “Gotham City” flott mit sehr gutem Refrain. “Emptiness” macht das Schlusslicht wieder ein echtes Highlight leider am Schluss platziert.

Fazit:

Ein starkes Stück AOR was die Schweden hier abfeuern, für alle die auf die oben erwähnten Vergleiche können ein muss, von mir gibts eine Kaufempfehlung mit einer Wertung von 9,0 Sternen

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Headlights
02. Lights & Shadows
03. Disco Volante
04. Tonight
05. Sonic Forces
06. Time To Deliver
07. Midnight Cruiser
08. Young Hearts
09. Gotham City
10. Emptiness

Helmut

STONEFLOWER – Finally

Band: Stoneflower
Album: Finally
Spielzeit: 47:06 min
Stilrichtung: AOR
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 15.05.2020
Homepage: www.facebook.com/stonflowertheband

Dieser Tage erscheint das dritte Album der aus Norwegen stammenden Band STONEFLOWER. Zu hören gibt es auf dem Rundling guten bis sehr guten AOR über die ersten beiden Alben kann ich nicht viel schreiben diese sind mir nicht bekannt.
Die Band besteht aus John Masaki am Mikro; Svenn Huneide an Bass und Backvocals; Tom Sennerud an Gitarre, Keyboard und Backvocals; Geir Johnny Huneide am Schlagzeug. Unterstützung bekamen STONEFLOWER unter anderem von Tommy Denander, Björn Ole Rasch, Gunnar Westile der Mix geht auf Trond Engebretsen und Rom Sennerud und das Mastering übernahm JK Northrup.
Zu hören gibt es AOR mit starker TOTO Schlagseite mit viel Keyboardeinsatz die Gitarren kommen auch ganz gut durch. Im Presse Info stehen noch DA VINCI und STAGE DOLLS letztere würde ich nicht behaupten das Hauptaugenmerk liegt bei kräftigen TOTOs mit weniger Westcoast Anteil im Sound, trifft den Vergleich am besten.
Den Beginn macht “Gonna Let You Go” ein flotter AOR Song der gut ins Ohr geht, “What Can Be Done” ein starker Song der sich gut im Radio machen würde. Nummer drei “Believing” ist stark TOTO lastig und erinnert im Refrain doch sehr an “Mad About You” aber trotz der Ähnlichkeit zu den Westcoast / AOR Göttern einer der besten Songs des Albums. “Calling All Stations” ist wieder ein Flotter Vertreter geht auch bestens ins Ohr. “Kylee” besitzt wieder leichten Westcoast Flair schadet dem Song in keinster Weise. Gefolgt von “The Devil Never Cries” ein kräftiger AOR Song, “Shivering Hands” ist ein lässiger Song mit leichtem Reggae Touch. Die nächsten beiden Songs können den hohen Standart nich ganz halten und fallen qualitativ ab. Dann folgt das Highlight des Albums “Through The Fire” ein Hammersong, “How Does It Feel” geht wieder gut ins Ohr. Den Schluß macht die Ballade “Fall” ein Herzschmerz Schmalzsong.

Fazit: Ein sehr gutes Album präsentieren die Norweger, für mich zwar ein wenig zu Zahm aber das ist mein persöhnlicher Geschmack, zwei Hammersongs und noch eine Hand voll sehr guter Songs bekommen von mir eine Wertung von 8,5 Sterne.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Gonna Let You Go
02. What Can Be Done
03. Believing
04. Calling All Stations
05. Kylee
06. The Devil Never Cries
07. Shivering Hands
08. Finally
09. Through The Fire
10. How Dows It Feel
11. Fall

 

 

Helmut

AXEL RUDI PELL – Sign of Times

Band: Axel Rudi Pell
Album: Sign Of The Times
Spielzeit: 43.51 min
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Steamhammer / SPV
Veröffentlichung: 08.5.2020
Homepage: www.axel-rudi-pell.de

Der Zwei-Jahre Rhythmus ist eine der vielen Verlässlichkeiten des Ruhrpott-Gitarristen AXEL RUDI PELL. In diesem Abstand veröffentlichte er die meisten seiner bisher achtzehn Studioalben, von denen er die letzten vier alle unter die Top 20 der deutschen Charts platzieren konnte.
„Sign Of The Times“ betitelt das aktuelle Output des Bochumers und es hört sich an, als könne er dem stetig wachsenden Erfolg ein weiteres Puzzleteilchen hinzufügen. Das Songwriting an sich sei ihm diesmal etwas lockerer, und schneller von der Hand gegangen. Von der permanent auf Handy gesammelten Songidee bis zum ausgefeilten Endprodukt war es ein schneller, flüssiger Prozess.
Den Anfang macht nach dem klassischen Pell Intro „The Black Seenade“ mit „Gunfire“ eine schöne, treibende Doublebass Nummer mit neuer Textattitüde, glasklarem und druckvoll abgemischtem Sound in klassischer Rainbow Manier.
Das fünfminütige „Bad Reputation“ lässt keinen Zweifel daran, wessen neue Scheibe sich gerade in die Gehörgänge windet, traditionelle ARP Stuff mit starkem Riff in hoher Güteklasse.
Danach baut sich langsam der siebenminütig Spannungsbogen des Titelstücks auf. In etwas verschlepptem Tempo und in der Intensität variierend schwingt sich „Sign of The Times“ zum ersten Highlight der neuen AXEL RUDI PELL Scheibe auf. Die Riff Idee kam ihm, nicht ganz unüblich spontan während eines Soundchecks.
Geschmacksache ist sicherlich „The End Of The Line“, für einen Albumfüller ist es sicherlich zu gut, aber das hohe Level kann er nicht ganz halten.
Dass der Bochumer einfach ein perfekt funktionierendes Gespür für gute Melodien hat, beweist er mit der Ballade „As Blind As A Fool Can Be“ aufs neue, und das er für diese Aufgabe einen der besten Sänger des Genres am Mikro hat, belegt Johnny Gioeli eindrucksvoll. Auf diesem Spielfeld, von fetter Orgel mitgetragen, fühlt sich der Blondschopf einfach zuhause und punktet auf ganzer Linie.
Schönen, zeitlosen Hardrock der immer noch lebt und in dieser Form keine Abnutzungserscheinungen zeigt, bieten „WingsOf The Storm“ und „Waiting For Your Call“ auf erwartetem Terrain.
Mehr als verwundet die Ohren reiben wird sich der langjährige Pell Fan bei den ersten Tönen zu „Living A dream“, waschechter Reggaeeinstieg zu einem sich stetig steigerndem Song des Altmeisters, der hier beweist, dass die immer wieder angebrachte Floskel, der Gitarrero bewege sich nur noch im Kreis, so nicht stimmt. Eine gradlinige Songstruktur beschert uns einen echten Pell Klassiker, der seine Live Premiere sicher bestehen wird.
Da ja gerne das Beste zum Schluss kommt, schwingt sich „Into The Fire“ schön stampfen zu einem letzten Höhepunkt des aktuellen Silberlings auf. Auch hier ein weiters mal eher unkonventionelle Gitarrenarbeit gepaart mit neben bekannten Orgelsounds, ungewöhnlichen Keyboards Sounds. Hier zeigt sich explizit, wie wichtig und eingespielt mittlerweile die Rhythmussektion um Volker Krawzcak und Bobby Rondinelli ist. Treibend und punktgenau wird geliefert, was sein muss.
Extrem abwechslungsreich kommt „Signs of the Times“ auf seinen zehn Songs daher, überrascht stellenweise sogar mit eher ARP untypischen Arrangements, die allesamt zünden. Den ab und an angebrachten Vorwurf, seine Gitarrensoli in der Länge überzustrapazieren unterfütter er auf seinem Neuling in keinster Weise.
Bei all den inflationär eingespielten Projekt Scheiben zieht AXEL RUDI PELL ganz eindeutig auch den Bandjocker. Alles klingt gewachsen, denn seine langjährigen Wegbegleiter wissen hörbar Axels Ideen umzusetzen.
Die hohen Erwartungen seiner Fanbase dürfte er mit seinem Neuling nicht nur erfüllt, sondern zum größten Teil noch übertroffen haben.
Wer ihn zum alten Eisen zählen möchte, wird es schwer haben, seine Ansicht mit diesem Album zu unterfüttern.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Black Serenade (Intro)
02. Gunfire
03. Bad Reputation
04. Sign Of The Times
05. The End Of The Line
06. As Blind As A Fool Can Be
07. Wings Of The Storm
08. Waiting For A Call
09. Living In A Dream
10. Into The Fire

Link zum Video „ Gunfire“ :

Rüdiger König

COURSE OF FATE – Mindweaver

Band: Course Of Fate
Album: Mindweaver
Spielzeit: 44:24 min
Stilrichtung: Progressive Metal
Plattenfirma: ROAR! Rock Of Angels Records
Veröffentlichung: 15.05.2020
Homepage: www.facebook.com/courseoffate

Ohne Spaß, Freunde, wie frustrierend kann eine Zeit eigentlich sein? Draußen ist schönes Wetter und derweil sitzt man nun die vierte Woche auf dem Homeoffice-Sofa und verfolgt mit, wie Konzerte und Festivals abgesagt werden (jap, diese Rezension wurde am Tag der Absagen verfasst) und muss so langsam realisieren, dass das der langweiligste und beschissenste Sommer aller Zeiten wird.
Das schreit nach Ablenkung auf höchstem Level. Und dann kommt “Mindweaver” von COURSE OF FATE und eine Dreiviertelstunde rückt der ganze Mist in den Hintergrund. COURSE OF FATE sind eine norwegische Progressive-Metal-Band, hat drei Demos und eine EP draußen und wagt nun endlich den Schritt eines richtigen vollwertigen Albums. Das ist als Konzeptalbum gestaltet, mit zwei kurzen Tracks (das unmittelbar Stimmung erzeugende Intro und das ruhige “The Walls Are Closing In”) und sechs Stück zwischen fünf und neuneinhalb Minuten. Textlich geht es um den Aufstieg und Fall eines Sektenführers mit düsteren Visionen. Soundtechnisch geht es um fette Produktion, hervorragend intonierte und produzierte Vocals und beeindruckendes Spiel der Instrumentalfraktion, die durchweg amtlich Erfahrung mitbringt. Und dass auf diesem Debutalbum Profis am Werk sind, kann anhand der Tracks auf “Mindweaver” nicht geleugnet werden.
Die Platte ist Konzeptalbum im Sinne von QUEENSRYCHEs “Operation Mindcrime”, ähnlich ernsthaft, dabei musikalisch jedoch im etwas moderneren Progressive Metal zu verorten. Dementsprechend gibt es einiges an Synths, seien es orchestrale, exquisit ausgewählte Solosynthesizer oder man ’nen frechen Arpeggiator, beispielsweise beim drastisch mächtigen “Endgame”; nie zu penetrant jedoch, stets konstruktiv eingesetzt und nur dann wenn nötig. Ruhige Parts gibt es verhältnismäßig viele (“Utopia” und “Drifting Away” gehen noch am ehesten als Balladen durch, entwickeln in ihren Verläufen aber noch anständig Wucht), fette, auslandend-vereinnahmende Parts ebenso. Das Verhältnis gefällt, ebenso die Kompositionen. “Mindweaver”s Qualitätslevel der Melodien ist hoch, jeder Track besticht durch schöne Melodiewendungen, pompöse Refrains, intelligente Arrangements und ein Maß an Komplexität, das das Album spannend, jedoch nie zu technisch gestaltet. Und in ihrer Gesamtheit sind die Songs von “Mindweaver” erfreulicherweise tatsächlich ein wunderbar homogenes Werk, das in einem Stück durchgehört verdammt intensiv ausfällt und an keiner Stelle langweilt.

Fazit:
Was in so einer Zeit halt echt gut tut. Insofern: Wer Bock hat auf ein kleines Progressive-Metal-Opus, das mit Herz und Talent geschaffen wurde und einen für eine Dreiviertelstunde aus der öden Coronawelt in die ungleich schönere Endzeitsektenwelt zu transportieren vermag, der sollte sich die Zeit für “Mindweaver” nehmen. Heftige erste Albumansage von einer Band, von der man in Zukunft hoffentlich noch einiges mehr hören darf!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. There Is Someone Watching
02. The Faceless Men Pt. 1
03. Endgame
04. Utopia
05. The Walls Are Closing In
06. Wolves
07. Drifting Away
08. The Faceless Men Pt. 2

Jannis