HERZLOS – NEWS

Neue Single „Seuche oder Segen“

Auch HERZLOS waren während unserer Winterferien nicht untätig und haben noch im alten Jahr, nämlich am 31. Dezember, ihre neue Videosingle „Seuche oder Segen“ rausgehauen. Das Motto des Songs ist ganz einfach: Freundschaft, die tiefer geht als jede Tattoonadel. Was das bedeutet, seht ihr im Video 😉

Das neue Album „Babylon“ erscheint am 29. Januar.

 

KÄRBHOLZ – News

Neues Video „Niemals Fallen“ am 08. Januar 2021

Unsere Jungs von KÄRBHOLZ haben am 08. Januar ihre zweite Videosingle „Niemals Fallen“ veröffentlicht. Der Song erzählt die Geschichte des letzten Blatts am Baum, das allen Widrigkeiten und der Natur der Sache zum Trotz in diesem Herbst noch nicht zu Boden fällt. Ein typischer KÄRBHOLZ-Song eben, ehrlich, rockig und mutmachend.

„Kontra.“ erscheint übrigens am 26. Februar 2021 \m/

 

TALENTSCHMIEDE: Torrential Rain

Band:
Torrential Rain

Gegründet:
2011

Herkunft:
Nürnberg, Bayern, Deutschland

Mitglieder:
Christopher Danner (Vocals, Guitar)
Dominik Grauvogl (Bass)
Dario Trennert (Drums)
Gordian Golder (Guitar)

Stil:
Progressive Metalcore

Veröffentlichungen:
Alben:
To Rise Above It All (2012)
Transitions (2018)

Singles:
Home Alone (04/2020)
Strung Out (07/2020)
Deaf Ears (10/2020)
Left Outside (12/2020)

Einflüsse:
Periphery, Trivium, Architects, Bring Me The Horizon, Polaris

Was wir die nächsten fünf Jahre erreichen möchten:
Raus aus Deutschland, raus aus Europa… also die Weltherrschaft selbstverständlich. 😉 Einfach weiterhin Musik gemeinsam machen und einen Song nach dem anderen veröffentlichen!

Was als nächstes kommt:
Single Nr. 5 ist gerade in Arbeit.

Unsere beste Erfahrung bis jetzt:
Auch wenn das Jahr 2020 durch COVID 19 ein totales Chaos war, war es für uns und unsere neue Herangehensweise in Bezug auf Veröffentlichungen wirklich unglaublich. Wir hätten am Anfang des Jahres niemals gedacht, dass unsere Single HOME ALONE mit über 220.000 Streams auf Spotify so viral geht.

Unser peinlichster Moment:
Bei einer Liveshow ist Dario das Bassdrumfell gerissen. Chris hat das am Mikro vorne nicht mitbekommen und das Publikum auf die Zugabe heiß gemacht. Leider konnten wir diese nicht spielen und das kam nach einer gefühlten Ewigkeit und einer recht witzigen Unterhaltung zwischen Chris und Dario raus. Das war dann doch ein peinlicher Abgang.

Mit wem wir gerne ein Bierchen trinken würden und warum:
Selbstverständlich mit dem CEO des Zirndorfer Brauhauses und wenn wir schon dabei sind: Zirndorfer, das Bier unseres Vertrauens! #NOCHunbezahltewerbung

Wenn wir uns eine Band aussuchen könnten, mit der wir auf Tour gehen dürfen:
Dann würde unsere Wahl auf Periphery fallen, da sie uns alle in der Band sehr inspiriert haben.

Das Beste daran, in einer Band zu spielen:
Das beste in einer Band zu spielen ist, dass Menschen auf der ganzen Welt die Möglichkeit haben, deine Musik zu hören. Das ist uns erst so richtig bewusst geworden, als die Spotify-Statistik uns gezeigt hat, dass wir in über 80 Ländern gehört werden.

Das Schlimmste daran, in einer Band zu spielen:
Naja, wir werden uns selbst nie so richtig live anschauen können. Das wäre mal interessant! 😊

Online:
www.torrentialrain.de

Soziale Medien:
Facebook: www.facebook.com/TorrentialRainBand
Twitter: www.twitter.com/torrentialrain6
YouTube: www.youtube.com/c/TorrentialRain/featured
Instagram: www.instagram.com/torrential_rain_band
TikTok: www.tiktok.com/@torrentialrain

WINTERAGE – The Inherence Of Beauty

Band: Winterage
Album: The Inherence Of Beauty
Spielzeit: 63:21 min
Stilrichtung: Symphonic Power Metal
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 15.01.2021
Homepage: www.facebook.com/winterage

Es gibt, grob vereinfacht ausgedrückt, zwei Arten von Symphonic-Power-Metal-Bands: die, die auf mehr oder weniger realistische Orchester-Samples zurückgreifen und am Mischpult einen Gänsehaut-Button haben, und die, die in ihre Alben massiv mehr Arbeit hineinstecken, um ein besseres Resultat zu erzielen, obgleich das zusätzliche Maß an Arbeit sich in den Augen des ein oder anderen vielleicht nicht lohnen würde. Damit mag der ein oder andere jedoch falsch liegen, wie an Alben wie WINTERAGEs “The Inherence Of Beauty” deutlich wird.
Daher erstmal zu dem, was am zweiten Longplayer der Italiener objektiv geil ist. Das ist zuallererst der nicht bemängelbare Sound. Das ist des weiteren die Bedienung der Instrumente und der Einsatz der Solo-Vocals: Sänger Daniele Barbossa hat eine klare und powermetallige Stimme, die wie angegossen zur Musik passt. Vittoria Leoni kommt als Solo-Sopranistin dazu und klingt schwer nach professioneller Ausbildung, lediglich die unklaren Vocals im letzten Track wirken deplatziert.
Dann ist da die Truppe an Beteiligten: Neben der Band wäre da ein 21köpfiges Orchester, drei Folk-Musiker und um die 15 Chorleute. Gut, man hat in der Vergangenheit auch schon wesentlich dickere Orchester und Chöre auf Metalalben gehört, aber gerade die Übersichtlichkeit macht einen absoluten Reiz auf “TIOB” aus. Denn die Platte klingt trotz absoluter Symphonic-Power-Metalligkeit kaum überladen, rückt stattdessen immer wieder einzelne klassische Instrumente in den Vordergrund und verwendet Orchester und Chor letztendlich so, wie man es tun sollte: nicht nur als Klangteppich und unter Ausreizung aller Facetten (alleine schon ein paralleler Einsatz eines kleinen Männer- und eines kleinen Frauenchors mit Lyrics abseits von pseudo-lateinischen Lautäußerungen ist auch im Symphonic Power Metal eher die Ausnahme, obwohl es echt scheißgut kommt). Auch die Melodien, so genrekompatibel sie doch sein mögen, entsprechen nicht dem Klischee-Standard, versuchen sich oft erfolgreich an Eigenständigkeit. Und damit ist “TIOB” schonmal ein Album, das bei mir harte Sympathiepunkte einfährt, denn mit starken und außergewöhnlichen Kompositionen und liebevollen Arrangements steht und fällt ein solcher Release.
Wichtig zu erwähnen: die deutliche Folk-Schlagseite des Albums. Das kann man mögen oder nicht mögen, insbesondere den Einsatz einer Geige als festen Bandbestandteil. Ich mag’s weniger, würde es aber mögen, wenn ich weniger Folk-Abneigungen hätte, denn auch die folkigeren Parts fallen an sich sehr überzeugend und nicht allzu Thekenmädchen-lastig aus. Kein Abzug dafür, ebenfalls kein Abzug für die kitschige Thematik des Albums, die man im Power Metal halt erwarten muss (The inheritance of real beauty is hidden in the essence of human beings und so – Kübel bereitstellen, wer auf sowas allergisch reagiert). Punkteabzug allerdings guten Gewissens für “The Toymaker”. Als 16minüter wirkt das Ding erstmal verlockend, besteht aber aus minutenlangem Disney-Narrator-Gerede der übelsten Sorte, aus leichtgängig-nervigem Musical-Gedönse und einigen anderen Fehlgriffen. Lobenswert daran ist hauptsächlich, dass man es geschafft hat, 95% aller schlechten Ideen in einem Lied zu konzentrieren, das hält das hohe Niveau der restlichen immerhin mehr als 45 Minuten Spieldauer hoch.

Fazit:
Abgesehen von dem Track ist “TIOB” ein Album, das man Freunden orchestralen Power Metals mit Folk-Faible bedenkenlos empfehlen kann, denn in dieser Genre-Kombination machen WINTERAGE echt alles richtig; angefangen schon beim liebevoll komponierten Intro, das tatsächlich mal seine Existenzberechtigung im Kontext des restlichen Albums hat. WNTERAGE demonstrieren jedenfalls eindrucksvoll, was für ein Ergebnis man auch (und vielleicht gerade) mit einem kleineren, aber dafür echten Orchester erzielen kann, wenn man ambitioniert ist, auch in Sachen Songwriting nicht immer nur die selben ausgelatschten Pfade zu betreten. Kleine Band, großes Ding!

Anspieltipps:
“Chain Of Heaven”, “Oblivion Day” und “Orpheus And Eurydice”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Ouverture
02. The Inheritance Of Beauty
03. The Wisdom Of Us
04. Of Heroes And Wonders
05. The Mutineers
06. Orpheus And Eurydice
07. Chain Of Heaven
08. La Morte Di Venere
09. Oblivion Day
10. The Amazing Toymaker

Jannis

DREAM POLICE – Dream Police (RG Zeitmaschine)

Band: Dream Police
Album: Dream Police
Spielzeit: 53:29 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Columbia Records
Veröffentlichung: 1990
Homepage: www.de-de.facebook.com/dreampolicenorway/

 

Zeitreise ins Jahr 1990, kurz vom dem Jahr des großen Erdbebens, welches von Seattle ausging und die Musiklandschaft nicht zum Vorteil veränderte. DP kamen aus Norwegen um die Welt zu erobern, leider durch das Erdbeben verschüttet und verstaubt. Zum Lineup gehörten Odd Rene Andersen am Mikro, Trond Holter (EVENRUDE, DAG FINN, RETURN, WIG WAM, …) an Gitarre, Rino Johannessen am Bass und Ole Petter Hansen (EVENRUDE, DAG FINN, RETURN). DP gehen auf dem Debüt, vom Sound andere Wege, keine Keyboardteppiche, als die anderen Skandi Bands, der Hard Rock ist Staubtrocken genauso auch die Produktion, dies macht aber auch den besonderen Charme des Albums aus.

Andersen hat eine einzigartige Stimme die einen sehr hohen Wiedererkennungsfaktor besitzt und sehr gut mit dem staubtrockenen Rock harmoniert. Vergleichen kann man dieses Album mit keiner anderen Band, das Dingens groovt von vorne bis hinten mit leichter Blues Note, und ist einfach unvergleichlich dabei aber auch verdammt stark. Holter der schon mit EVENRUDE, DAG FINN und RETURN im AOR und Melodic Rock unterwegs war, später dann mit WIG WAM die geniale Chaotentruppe am Start hatte, mit Jorn Lande unter DRACULA und dann als HOLTER im Metal sehr gute Alben veröffentlichte.

Mit “Hot Legs” gelingt der Einstieg perfekt, am Anfang mit Akustikgitarre bis nach etwas über einer Minute die E-Gitarre mit einem Riff aus den Boxen faucht, genialer Song. “Rock Dolls” staubtrocken, ein geiler Groover, “When The Sun Goes Down” eine sehr gute gefühlvolle Ballade. “Rock Me” ein Top Ten Hitanwärter, bester Hard Rock mit schrägen Riffs aber da diese so schräg rüber kommen hat der Song das gewisse etwas auch für die Tanzfläche geeignet. “Little Angel” geht wieder voll auf die zwölf stark, “Moving” der schrägste Song bluesig rocken sich DP den Arsch ab. “On Fire” geiler gehts nicht, ein Ohrwurm leicht schräg genial und geil, “Surrender” für die Kuschelrock Fraktion. “Need Your Lovin’” einzigartig DP, “Hit And Run” der nächste Ohrwurm, “Uncle Gus” eine Akustik Nummer.

Leider ist dieser Diamant sehr rar und teuer geworden, der Rerelease aus dem Jahr 2008 ist auch schon länger vergriffen.

Fait:

Staubtrockener Hard Rock von einem anderen Stern den DP bieten, das zweite Album von 1991 war bluesiger und nicht mehr ganz so stark wie dieses Debüt. Von mir gibt es eine Bewertung von 9 Sternen. Leider bekamen die Traumpolizisten nie die Aufmerksamkeit die sie verdient haben, hier war eine Truppe am Werk die mit tollen Ideen glänzten und durch ihren Sound einzigartig waren. Vielleicht kommt ja doch noch ein ebenso starker Nachfolger.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Hot Legs
02. Rock Dolls
03. When The Sun Goes Down
04. Rock Me
05. Little Angel
06. Moving
07. On Fire
08. Surrender
09. Need You Lovin‘
10. Hit And Run
11. Uncle Gus

Helmut

MEDJAY – Sandstorm

Band: Medjay
Album: Sandstorm
Spielzeit: 37:55 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Voice Records
Veröffentlichung: 21.09.2020
Homepage: www.medjayofficial.com

Mit „Sandstorm“ haben wir das erste Lebenszeichen der brasilianischen Power Metaller von MEDJAY nun auf unserem Rezensiontisch.
Die Jungs gründeten sich 2019 mit dem Ziel Power Metal mit einer ordentlichen Prise ägyptischer Mythologie zu kreieren.
Denn der Bassist und Gründer Samuka ist passionierter Historiker und fasziniert von der ägyptischen Mythologie und Geschichte.
Nach dem die Band sich personell gefunden hatte, unter anderem ist Phil Lima am Gesang und der Lead Gitarre zu hören, schrieb man die nun auf der EP befindlichen Songs und wollte eigentlich auch mit den Jungs von AMORED DAWN auf Tour gehen. Dieses Vorhaben machte aber die uns aktuell noch plagende Pandemie zunichte!
Nun lauschen wir aber direkt mal in den Openersong „Egyptian Beast“ rein der nur ein überlanges stimmungsvolles Intro geworden ist welches wunderbar in die Geschichte einleitet.
Der Bandtrack „Medjay“ weiß dann direkt durch seine erdige Umsetzung zu gefallen. Mit dem Gesang kommt man auch wunderbar klar, ist nicht zu hoch, nicht zu tief. Ein sehr gelungener Track direkt zum Einstieg!
Die nächsten beiden Tracks „Death in the House of Horus“ und „Revenge of Horus“ sind dann zwar sehr unterschiedlich vom Stil her, beiden fehlt aber irgendwie das gewisse Etwas um dauerhaft zu glänzen.
Aber das was man bei den letzten Tracks vermisst hat, hat man bei den drei folgenden Songs zu genüge!
„Rise for Glory“ ist schön melodisch gehalten, „Sandstorm“ geht ebenfalls gut nach vorne und kann vor allem im melodischen Chorus absolut überzeugen und „Lady of the Nile“ ist eine tolle Ballade die einen in eine andere Welt mitnimmt. Sehr schöner, runder Abschnitt der EP.
Als Abschluss hat man sich mit „Violate“ einen ICED EARTH Song ausgesucht der zwar gut umgesetzt ist, aber nicht wirklich zum bisherigen musikalischen passt!

Anspieltipps:

„Medjay“, „Rise for Glory“, „Sandstorm“ und „Lady of the Nile“

Fazit :

Na da kommt zum Jahresende nochmal eine schöne, starke Überraschung in Form dieser Debüt EP! Die Jungs von MEDJAY haben einen tollen Stil und die Anspieltipps zeigen das man in der Lage ist klasse Songs zu schreiben.Checkt die Truppe auf jeden Fall mal an.
Bin gespannt was man von der Band noch hören wird, bem feito MEDJAY!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Egyptian Beast
02. Medjay
03. Death in the House of Horus
04. Revenge of Horus
05. Rise for Glory
06. Sandstorm
07. Lady of the Nile
08. Violate (Iced Earth Tribute)

Video zu “Sandstorm”:

Julian

PAIN OF SALVATION – The Perfect Element, Pt. I (Anniversary Mix 2020)

Band: Pain of Salvation
Album: The Perfect Element, Pt. I (Anniversary Mix 2020)
Spielzeit: 76:22 min / 30:58 min
Stilrichtung: Progressive Metal
Plattenfirma: Century Media
Veröffentlichung: 20.11.2020
Homepage: www.painofsalvation.com

Im langen Schaffen der schwedischen Prog-Metal Institution PAIN OF SALVATION nimmt das 3. Album „The Perfect Element, Pt. I“ einen besonderen Stellenwert ein. Und wie das ähnlich wichtige Album „Remedy Lane“ wurde dem Band Klassiker nun zum 20ten Jubiläum eine Frischzellenkur in Form eines Remixes spendiert. Auf das Album an sich brauchen wir hier nicht lange eingehen – die Mischung aus eindringlichen und gleichermaßen epischen wie hart rockenden Prog Kolossen ist auch 20 Jahre nach Ihrer Veröffentlichung ein Meilenstein in der Diskographie der Band und dürfte dem eingeweihten Fan durch und durch bekannt sein.

Daher interessiert den Kaufinteressenten wohl eher die Frage, ob die vorliegenden Neu/Jubiläumsausgabe genug Mehrwert bietet um sich das Ganze (nochmals) in die Vitrine zu stellen. Nach mehrmaligem Durchhören muss ich dazu wohl sagen – jein. Zwar wurde das Album an sich um einen zusätzlichen Track ergänzt (ein „Epilogue“ der das Gehörte atmosphärisch abschmeckt ) und oben drauf gibt es noch eine Handvoll gute Live bzw. Bonus Tracks zu hören. Der eigentliche Kaufanreiz dürfte aber der Remix sein. Und hier finde ich persönlich, dass dieser das Album nur unwesentlich aufwertet – denn einen schon im original mehr als ordentlichen Mix kann man auch nur begrenzt verbessern (hier in Nuancen, die gewisse vorher ungehörte Details herausschälen, das Gesamtbild etwas kompakter, aber nicht unbedingt besser machen). Eine audiophile Offenbarung ist das Album durch den Remix nicht geworden. Nun ja, ich kann verstehen, dass die Band nochmals Hand anlegen wollte – das liegt wohl in der Natur der Sache. Aber nötig war das nicht unbedingt.

Das als 2CD Digipak, digitales Album sowie Gatefold 2LP Vinyl erhältliche Paket ist natürlich auch in der vorliegenden Variante ein absolutes Sahnestück, und wer das Album noch nicht besitzt macht natürlich absolut nichts falsch wenn er zu der Neuauflage, anstatt zu der original Version greift. Wer das Teil berets im Schrank hat, sollte sich aber ein paar Hörproben anhören um abzuschätzen, ob der neue Klang und die Bonustracks das Geld wert sind. Gutes Re-Release, aber nicht spektakulär.

WERTUNG: (keine Wertung)

Trackliste:

01. Used
02. In the Flesh
03. Ashes
04. Morning on Earth
05. Idioglossia
06. Her Voices
07. Dedication
08. King of Loss
09. Reconciliation
10. Song for the Innocent
11. Falling
12. The Perfect Elemen
13. Epilogue (Bonus Track)

Bonus CD:

01. Used (Live 2018)
02. Ashes (Live 2017)
03. Falling (Live 2018)
04. The Perfect Element (Live 2018)
05. Her Voices (and only that)
06. Absolute Kromata
07. Ashes [your language here]

Mario

VIPER QUEEN – Surrender to the Bite

Band: Viper Queen
Album: Surrender To The Bite
Spielzeit: 26:01 min
Stilrichtung: 80’s Hard Rock/Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 16.12.2020
Homepage: www.facebook.com/ViperQueenOfficial

Sie sind jung, wild und enthusiastisch: VIPER QUEEN aus München. Wenn mein Kollege Stefan mich gleich anruft und sagt: „Da müssen wir ‘ne Rezi machen“. Und ein Szene Kenner wie der bekannte Danny Keck (Moderator bei Radio Gong und Bassist bei Torpëdo) auf Facebook VIPER QUEEN für gut befindet, dann muss ich doch mal tätig werden. Also schnell mal die Jungs kontaktiert um ein bisschen mehr zu herauszufinden. Gegründet wurden VIPER QUEEN nach einem gemütlichen Trink- und Musikabend im März 2019 (so soll es sein). Die aktuelle Besetzung mit den geilen Namen Mosi Hollywood (v.), Tommy Dee (d.), Säsch Vegas (b.), Michael Wolf (g.) und Gastmusiker Lexx Lightning (g.) lassen ein wenig erahnen, in welche Richtung es geht. 80er Jahre Hard Rock/Metal ist angesagt. Mit passenden Outfits, angelegt an den Stil ihrer Vorbilder, einem feinen Oldschool Coverartwork und der Debüt EP, die im Flatliners Studio (Bonfire) gemixt und gemastert wurde, kann es jetzt endlich losgehen.

Kurzes Intro am Anfang von „Call Of The Viper“, daß man live bestimmt zu Gesängen mit den Fans benutzen kann. Dann knallt es auch schon los. Die Drums sitzen, der Bass wummert und die Gitarrenläufe erinnern an Running Wild. Sänger Mosi hat eine angenehme Klangfarbe in seiner Stimme. Top. Auf „Black Thunder“ fühlt man sich sofort in alte W.AS.P. Zeiten zurückversetzt. Der Song hat genügend Druck und man muss beim Autofahren aufpassen, nicht zu geblitzt zu werden. Geiles Gitarrensolo ist hier inbegriffen. 1,2,3,4: „Faceless Little Mistress“ ist eine verdammt geile Hard Rock Nummer mit leicht bluesigem Touch geworden. Das Stück macht voll Spaß und verleitet einen zum Partymachen (Bier ist vorsichtshalber schon offen). Weiter so. Sägende Gitarren und ein hoher Schrei läuten „Trapped In A Moment“ ein. Hallo Judas Priest, seid ihr es? Fettes Metal Teil mit wildem Flitzefinger Solo und auch sehr eingängig das Ganze. Das wird live knallen. „Electra“ ist auch wieder ein guter Oldschool Song geworden. Die Hooks sind da, der Refrain bleibt im Ohr und ich öffne mein zweites Bier für‘s Finale. Das letzte Lied namens „Jaded Heart“ ist der perfekte Rausschmeißer. Mit seiner genialen Mischung aus Skid Row und Mötley Crüe kann man gar nichts falsch machen. Die ganze Mannschaft spielt hier tight und auf den Punkt genau.

Anspieltipps: Alle sechs Songs

Fazit: Ich will mehr! Was VIPER QUEEN seit dem letzten Jahr hier auf die Beine gestellt haben ist allererste Sahne. Wenn da jetzt noch (hoffentlich bald) die Live Auftritte hinzukommen, wird uns alle mit Sicherheit ein 1a Debüt Longplayer erwarten.
So, ich hab‘ noch Durst und drücke auf die Repeat Taste.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Call Of The Viper
02. Black Thunder
03. Faceless Little Mistress
04. Trapped In A Moment
05. Electra
06. Jaded Heart

Sturmi

RICH KID EXPRESS – Psychodelic

Band: Rich Kid Express
Album: Psychodelic
Spielzeit: 35:20 min
Stilrichtung: Classic Hard Rock
Plattenfirma: Squib Kick Records
Veröffentlichung: 30.10.2020
Homepage: www.squibkickrecords.com

RICH KID EXPRESS sind eine one man show, der man dies aber nicht anmerkt. Rob Richardson ist ein sympathisches Multitalent, das alle Lieder selbst geschrieben, aufgenommen und auch alle Instrumente alleine eingespielt hat. Nach einer EP im Februar veröffentlicht er nun 10 neue Titel auf dem aktuellen Longplayer. An Kreativität scheint es Rob wahrlich nicht zu mangeln. Seinen Stil beschreibt er als „Classic Style Hard Rock“. Dies kombiniert mit ein wenig Glam Rock und seiner sleazigen Stimme, macht den ganz eigenen Sound aus.

Los geht’s mit „Get Outta My Life“. Ein richtig cooler Rocker mit ein klasse Attitüde. Hat was von Kiss der Song. „Cross The Line“ basiert auf einem Riff, das zwar einfach, aber unglaublich effektiv eingesetzt wird. Man kann hier so viel heraushören: T-Rex gemischt mit Zeppelin, Fastway und einem 70er Jahre Groove. Trotzdem klingt es ganz klar nach RICH KID EXPRESS. Gute Laune garantiert auf „Do It Your Way“. Mit diesem Stück kann man den Highway entlang cruisen und genießen. Anhaltspunkte hier sind etwas Aerosmith und Cheap Trick. Bei „Lovesick Blues“ sollte man die Anlage lauter drehen. Coole Rock Nummer mit eingängigem Refrain, der Kopf und Fuß unweigerlich mitwippen lässt. Auf dem Titeltrack „Psychodelic“ gibt es clever eingestreute Synthie Passagen. Die Stimme von Mr. Richardson passt perfekt zu dem 80er Jahre Stadion Rock. „Sleep When I’m Dead“ bietet eine interessante Mischung aus Pop Punk, Melodic Rock und irgendwie ein wenig New Wave. Gefällt mir nach mehrmaligem Hören immer besser. Auf „Clock Strikes Four“ kann ich vor meinen Augen direkt sehen, wie der Sänger mit einem Dauergrinsen auf der Bühne steht und breitbeinig das Riff in die Menge schleudert. Netter Ace Frehley Touch hier. Auf „Kaleidoscope Caravan“ gibt es Pop Rock im Stile von Slade auf die Ohren. Eine richtige Wohlfühl Nummer mit eingebautem Mitklatschfaktor. Oh yeah, „Pink Eye“ ist super eingängig und catchy. Auch hier hört man mal wieder, dass es nicht nötig ist einen Song zu überfrachten. Simpel ist meistens besser. Das letzte Stück „R.K.R.“ ist ein lustiger Rocker geworden, der gute Laune verbreitet. Genau das Richtige um den Alltag zu vergessen und das Hirn auszuschalten.

Anspieltipps: „Get Outta My Life“, „Cross The Line“, „Psychodelic“, „Pink Eye“ und „R.K.R.“

Fazit: Hier wird das Rad nicht neu erfunden. Das ist aber auch egal, wenn Musik mit so viel Freude präsentiert wird. 35 Minuten die voll überzeugen können. Ich freue mich schon auf die nächste Platte 2021. In der Zwischenzeit mache ich mir ein Bier auf und drücke die Repeat Taste.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Get Outta My Life
02. Cross The Line
03. Do It Your Way
04. Lovesick Blues
05. Psychodelic
06. Sleep When I’m Dead
07. Clock Strikes Four
08. Kaleidoscope Caravan
09. Pink Eye
10. R.K.R.

Sturmi