JADED HEART – Heart Attack

Trackliste:

01. Blood Red Skies
02. Sweet Sensation
03. Heart Attack
04. Harvester Unknown
05. Lady Spider
06. Descent
07. Remmants of Before
08. Right Now
09. It`s About Time
10. Bridges are Burning
11. Midnight Stalker

Spielzeit: 49:34 min – Genre: Melodic Metal – Label: Massacre Records – VÖ: 14.10.2022 – Page: www.jadedheart.de

 

Mittlerweile ist die ehemals deutsche Band JADED HEART ja eine internationale Kombo geworden. Und sie liefern mittlerweile alle 2 Jahre ein neues Album an die geneigten Fans ab. Zuletzt 2020 mit „Stand your Ground“.
Nun ist die Band rund um Fronter Johan Fahlberg und Basserurgestein Michael Müller wieder zurück, und zwar mit dem neuen Album „Heart Attack“.
Dieses soll wohl ziemlich stark vom 80iger Metal beeinflusst sein und nach einer guten Mischung aus Melodic mit einem modernen Sound tönen, letztere soll aber sehr natürlich klingen!
Nun schauen wir mal, ob das so stimmt und horchen mal in die neuen Tracks rein, die dieses Mal auch mit dem ein oder andere Musikerkollegen/freund wie z.B. Sascha Gerstner (HELLOWEEN) oder Rupert Keplinger (EISBRECHER) geschrieben wurde.

Den Anfang macht die Videosingle „Blood Red Skies“ welche uns direkt mit einem ordentlichen Groove empfängt. Melodisch geht das Ganze zur Sache und man ist direkt wieder auf Betriebstemperatur was den JADED HEART Sound angeht. Ein starker Beginn!
Mit den beiden Ohrbomben „Sweet Sensation“ und „Heart Attack“ geht es dann direkt erstklassig weiter. Hier findet der geneigte Fan wieder das was er bislang von der Band gewohnt war.
Das groovige und schön eingängige „Harvester Unknown“ bildet dann den perfekten Übergang in den Mittelteil der Scheibe.
Hier sind die Highlights auch relativ schnell ausgemacht. Denn das überlange „Descent“ weiß direkt zu begeistern ohne langweilig zu werden, und auch die flotten „Lady Spider“ und „Right Now“ sind wahrlich nicht von schlechten Eltern!
Bei letztgenanntem Track ist sogar ordentlich moderner Einfluss hörbar, was eine tolle Abwechslung darstellt.
Nicht wirklich zünden kann dazwischen leider das ruhigere „Remnants of Before“.
Im letzten Drittel gibt man sich dann wieder wenig Blöße und kann mit „It`s About Time“ und vor allem mit dem abschließenden „Midnight Stalker“ nochmal so richtig überzeugen!

JADED HEART sind wirklich seit ein paar Alben sehr konstant unterwegs, das zeigen sie auch wieder auf ihrem neusten Output.
Im Vergleich zum letzten Album gibt es eigentlich kaum Änderungen/Verbesserungen, die Produktion ist wie gewohnt ebenfalls erste Sahne. Von daher gibt es hier logischerweise wieder die Empfehlung für alle Band und Genrefans und die Benotung ist ebenfalls gleich gut wie beim Vorgängeralbum!

Julian

 

 

 

STARCHILD – Battle of Eternity

Trackliste:

01. Tame
02. Battle of Eternity
03. Silver Rain
04. Roses
05. Error
06. The Land of Ice and Snow
07. Between the Lines
08. We`ve been through the Fire
09. House of Ghosts
10. Times may change
11. Crossing the Red Line

Spielzeit: 42:34 min – Genre: Power Metal – Label: Metalapolis Records – VÖ: 28.10.2022 – Page: www.facebook.com/starchildmetal

 

Mit der Band STARCHILD hatte ich zum ersten Mal mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum 2014 Kontakt. Die deutschen Power Metaller von Mastermind Sandro Giampietro zocken europäischen Power Metal der mich beim Debüt ordentlich beeindruckt hat.
An die Promo des zweiten Albums „Killerrobots“ 2019 war leider kein ran kommen, sonst hätte ich euch die natürlich nicht vorenthalten!
Aber nun steht das dritte Album „Battle of Eternity“ in den Startlöchern und da dieses bei Metalapolis Records erscheint war die Promo dieses Mal kein Problem.

Somit können wir nun gemeinsam in das neue Album und zuerst in den Opener und Videosingle „Tame“ rein horchen. Ein flotter Rhythmus erwartet uns hier der direkt die Hände und Füße in Bewegung setzt. Und wie auf den letzten Alben auch wird hier schnell klar, hier haben wir es nach wie vor mit klassischen europäischen Power Metal erster Güte zu tun. Ein toller Opener der direkt Lust auf mehr macht!
Der Titeltrack „Battle of Eternity“ erwartet uns dann direkt als Nächstes. Die Ausrichtung des Openers wird weiterverfolgt, im Chorus ist man dann vielleicht noch etwas melodischer unterwegs, wenn das überhaupt möglich ist!
Die Videosingle „Silver Rain“ folgt darauf. Ein etwas anderer Aufbau erwartet uns hier und es geht etwas weg vom Power Metal der klassischen Schule. In einer Schnittmenge zwischen Melodic Rock und Metal bewegt man sich hier und weiß ebenfalls wieder zu begeistern.
Das folgende „Roses“ kann dann irgendwie nicht so recht zünden, ähnlich ergeht es dann auch „Error“.
Wesentlich besser ist man dann wieder bei „The Land of Ice and Snow“, gewürzt mit etwas Epic, „Between the Lines“ und dem ebenfalls etwas episch angehauchten, eingängigen „We`ve been through the Fire“ unterwegs. Hier greift man qualitativ absolut ins obere Regal!
Im letzten Drittel ist auf jeden Fall noch das abschließende „Crossing the Red Line“ positiv hervorzuheben.

Wer auf europäischen Melodic Power Metal steht kommt nach wie vor bei STARCHILD voll auf seine Kosten! Daran ändert sich auch nichts auf dem neuen, dritten Album!
Die Songs zünden mal mehr mal weniger, aber insgesamt kann die Scheibe jedem empfohlen werden der Fan der angesprochenen Genres ist.
Tolles, drittes Werk einer Band die bislang viel zu sehr unter dem Radar geflogen ist!

Julian

 

PEARLS & FLAMES – Reliance

Trackliste:

01. Can We Find The Love
02. Temple Of Lust
03. Love Can Heal Your Heart
04. We Will Meet Again (Cross My Fingers)
05. Goodbye
06. It Never Took Away Your Smile
07. Secret Love
08. Wires And Frames
09. Follow The Road
10. It Won’t Get Better
11. (I Don’t Know Who I Am) Anymore
12. Heroes Of Our Time

Spielzeit: 53:47 min – Genre: Westcoast / AOR – Label: Pride & Joy Music – VÖ: 07.10.2022 – Page: www.facebook.com/pearlsandflames/

 

PEARL & FLAMES eine neue AOR-Band aus Schweden, die sich aus Markus Nordenberg am Gesang, Gitarrist Sven Larsson und Tomas Coox an Keyboards zusammen. Als sich COASTLAND RIDE 2019 entschieden mit dem gemeinsamen Musikmachen aufzuhören startete Markus, Sven und Tomas mit den Aufnahmen. Aus verschiedenen Gründen stoppten die Aufnahmen nach einigen Songs, während des Pandemie bedingten Lockdowns tat sich Markus mit Tommy Denander zusammen und PEARLS & FLAMES erhielten dadurch einen Schub um die Studioarbeiten fortzusetzen.

PEARLS & FLAMES können am besten mit TOTO, COASTLAND RIDE, SVEN LARSSON, RADIOACTIVE und WORK OF ART verglichen werden. Die Gitarren sind nicht zu weit im Vordergrund, sondern bilden mit den Keyboards ein softes AOR-Grundgerüst, der Bass hält sich zurück und die Drums kommen unaufdringlich aus den Boxen. Der Härtegrad geht in Ordnung und eignet sich am besten um die Hektik des Tages zu entschleunigen und bei einem gemütlichen Glas Wein zu entspannen.

Dieses Album ist für alle die auf gut gemachten Westcoast / AOR der softeren Gangart stehen, dass Tempo der Songs hält sich in Grenzen. Es gibt keine Ausreißer in die Langweiligkeit oder Hektik, einfach sehr gut gemachter AOR aus Schweden, mit dem für Skandinavien typischen coolen Songwriting.

„Can We Find The Love“ ein cooler AOR-Song, „Temple Of Lust“ kommt genau so gut rüber wie der Vorgänger. „Love Can Heal Your Heart“ macht Laune, „We Will Meet Again (Cross My Fingers)“ ein ruhiger aber starker Song. „Goodbye“ erinnert an TOTO, „It Never Took Away Your Smile“ Westcoast AOR der besseren Sorte. „Secret Love“ macht von Anfang an Spaß, „Wires And Frames“ ein Instrumental das überzeugen kann. „Follow The Road“ geht wieder in Richtung Westcoast, „It Won’t Get Better“ flotter AOR, „(I Don’t Know Who I Am) Anymore“ eine Herzschmerz Ballade, „Heroes Of Our Time“ erinnert an STYX.

Balle

CHEZ KANE – Powerzone

Trackliste:

01. I Just Want You
02. (The Things We Do) When We’re Young In Love
03. Rock You Up
04. Love Gone Wild
05. Children Of Tomorrow Gone
06. Powerzone
07. I’m Ready (For Your Love)
08. Nationwide
09. Streets Of Gold
10. Guilty Of Love

 

Spielzeit: 50:11 min – Genre: Melodic Rock – Label: Frontiers Music srl – VÖ: 21.10.2022 – Page: www.facebook.com/ChezKaneVocalist

 

Die Allianz zwischen CHEZ KANE und Danny Rexon geht in die zweite Runde. Hat sich was gegenüber dem sehr guten Debüt aus dem letzten Jahr geändert, ein großes NÖÖ hat es nicht CHEZ KANE hat noch immer die Trademarks des Debüts. Diese Trademarks bestehen aus einer geilen Stimme und perfekt in Szene gesetzte 80er Jahre Mucke. Die Stimme liegt immer noch bei Ann Wilson, softere Lee Aaron, Jaime Kyle, Janet Gardner und Lita Ford und kann ohne Wenn und Aber überzeugen. Für die Instrumente ist Danny Rexon verantwortlich und auch er erledigt seine Aufgaben mit Bravour. Unterstützt wurden die beiden Hauptakteure von Jesse Molloy am Saxophon.

Die beiden schaffen es Mühelos den Spirit der späten 80er und den damals angesagten Acts wie HEART, LITA FORD, LEE AARON, VIXEN oder den ein wenig später agierenden WITNESS und DEVAY wieder zurück in die Wohnzimmer zu bringen. Der Sound sprüht nur so vor Anekdoten, Anspielungen und Spielart wie die guten alten End 80er und ganz frühe 90er – allerdings mit einem klein bisschen modernerem Touch- bis die Grungewelle die Musikwelt überfuhr. Die Produktion passt zur Mucke und hat den Dampf um die Songs in die Trommelfelle zu jagen.

Vergleichen kann man wie auch schon auf dem Debüt mit H.E.A.T., ECLIPSE, BROTHER FIRETRIBE und den oben erwähnten 80er Front Girlies Truppen mit DEF LEPPARD Vibes. Bei mir werden beim Hören viele Erinnerungen geweckt, von der guten alten Zeit als Rockmusik noch zum guten Ton in den Discos und teilweise im öffentlich-rechtlichen Radio gehörte. An Zeiten in denen man in den Discos viel zum Kucken hatte als die Tanzflächen mit den Mädels voll waren.

Und genau diesen Spirit können Chez und Danny wieder beleben und so für gute Stimmung sorgen, das Album wird auf jeder Retro, 80er, oder einfach nur Rockparty für gute Stimmung sorgen. In jeder Kneipe mit Rock Hintergrund Beschallung sollte das Ding für ordentlich Umsatz sorgen können.

„I Just Want You“ die Vollbedienung für alle HEART Fans, ein sehr guter Einstieg in das Album, „(The Things We Do) When We’re Young In Love“ ein herrlicher Nostalgietropfen. „Rock You Up“ hätte in den Discos für volle Tanzflächen gesorgt, „Love Gone Wild“ VIXEN sind mit einem gewaltigen Weckruf Back on Stage. „Children Of Tomorrow Gone“ das nächste Highlight das an HEART oder VIXEN erinnert, „Powerzone“ geht flott mit viel Power an den Start. „I’m Ready (For Your Love)“ volle Kanne und gnadenlos 80s, „Nationwide“ macht keine Ausnahme, auch wieder volle Tüte 80er zum Schwärmen. „Streets Of Gold“ eine typische geile End 80er Powerballade „Guilty Of Love“ zeigt am Schluß nochmal eindrucksvoll was eine Harke ist.

Balle

WILDNESS – Resurrection

Trackliste:

01. Nightmare
02. Release The Beast
03. Tragedy
04. Love Resurrection
05. Best Of Me
06. The Final Fantasy
07. Lonely Girl
08. The One And Only
09. Fading Sun
10. Dawn Of Forever
11. Eternity Will Never Fall

Spielzeit: 47:40 min – Genre: Melodic Rock – Label: Frontiers Records – VÖ: 14.10.2022 – Page: www.facebook.com/wildnessofficial

 

Das H.E.A.T. Festival 2018 war mein Erstkontakt zu dieser vielversprechenden Melodic Rock Band aus Schweden. Als reines Studioprojekt von Schlagzeuger Erik Modin im Jahr 2014 gestartet, kristallisierte sich über die Jahre heraus, dass WILDNESS auch auf die Straße respektive die Bühnen gehören. Nach dem selbtbetitelten Debütalbum, das Ende 2017 über AOR Heaven veröffentlicht wurde, war es natürlich nur eine Frage der Zeit, bis Gabriel Lindmark (vocals), Adam Holmström, Pontus Sköld (beide guitars), Marcus Sjösund (bass) und Initiator Erik Modin (drums) auf dem H.E.A.T. Festival auftreten würden. Und ja, sie haben trotz des sehr frühen Slots am Sonntag nachmittag abgeliefert. Gleiches gilt auch für ihr zweites Langeisen „Ultimate Demise“, das 2020 mitten in der Pandemie erschien. Mit noch packenderen Songs und kernigem Sound konnten WILDNESS eine Schippe drauflegen. Und das obwohl man einen Sängerwechsel zu verzeichnen hatte. Neuer Mann am Mikrofon ist seitdem Erik Forsberg.

Nach dem Aus von AOR Heaven sind die Schweden im Stall von Frontiers Records gelandet. Dieser Schritt bescherte dem Quartett unter anderem eine fürwahr prominente Verstärkung für die Backing Vocals, die u.a. von Danny Rexon (CRAZY LIXX), Hank Erix (HOUSTON) oder Ludvig Turner (REACH) beigesteuert wurden. Aber das sollte nur eine Randnotiz sein.

11 neue Tracks schicken WILDNESS auf ihrem „Ressurection“ betitelten neuen Album ins Rennen. Den Anfang macht dabei „Nightmare“, ein klassischer Melodic Rock Song, der zugegebenermaßen auch auf vielen anderen Releases ihres neuen Labels stehen könnte. Dennoch ein guter Einstieg. Mit „Release The Beast“ packen die Schweden nicht nur in Sachen Härte einen oben drauf sondern machen ihrem Bandnamen alle Ehre. WILDNESS kommen so richtig aus sich raus – toll. „Tragedy“ ist dann wieder eine Nummer, die alle Trademarks des Fünfers trägt und mit Ohrwurmmelodien punktet. Danach gibt es leider recht viel Durchschnittsmaterial – einzig „Love Resurrection“ kann mit seinem klassischen Riffing herausstechen, „Best Of Me“ ist einer der besseren Songs und auch der Schlussakkord „Eternity Will Never Fall“ bringt etwas frischen Wind.

WILDNESS werden auch mit ihrem dritten Album ihre Fans zu begeistern wissen. Der große Schritt nach vorne ist es indes nicht. Manchmal wäre etwas mehr Pfeffer wünschenswert, etwas weniger Abgeklärtheit, dennoch haben die Schweden mit „Resurrection“ wieder einmal ein gutes Melodic Rock Album abgeliefert, das sich Genrefans auf alle Fälle auf ihre Einkaufsliste schreiben sollten.

Stefan

Tinkicker News

Tinkicker veröffentlichen finstere Videosingle zu ihrer prog Rock Ballade ‚Mother Valium‘

Wenn ein Mensch auf der Suche nach Antworten ist, kann er manchmal mit einer Wahrheit konfrontiert werden, auf die er nicht vorbereitet ist. Diesem Thema widmen sich die aus Dänemark stammenden Tinkicker mit ihrer neuen Prog. Rock- beziehungsweise Hard Rock Ballade Mother Valium, welche sie auch in ansprechender Form im Videoformat, am 21 Oktober 2022 über NRT-Records veröffentlichen.

Im Jahr 2006 von Gitarrist Søren Lindberg und Songwriter- / Schlagzeuger Klaus Herfort gegründet, veröffentlichten Tinkicker im Jahr 2008 mit ihrem Debütalbum The Soliloquy Of The Transparent Boy eine kompromisslos- brachiale Heavy Rock Oper mit starken Einflüssen des progressive Rock. Dieses Album brachte der Formation um Klaus Bastian (Gesang und Gitarre), Søren Lindberg, (Gitarre), Anna Pinto (Bass), und Klaus Herfort (Drums) den prägnanten Spitznamen Pink Sabbath ein.

Diverse Konzerte, welche Tinkicker durch ganz Europa führten, festigten den Ruf dieser Band, deren musikalisches Schaffen sich zwischen Heavy-, Hard Rock-, progressive und Metal bewegt. Im März 2011 veröffentlichten Tinkicker ihr zweites Album The Playground Of The Abyss, welches von Presse- und Metalfans gleichermaßen gelobt wurde. Tinkicker wurden von dem legendären Rockkritiker Geoff Barton, als erste dänische Band, für das Album des Jahres im Classic Rock Magazine nominiert.

Im Jahr 2014 veröffentlichten Tinkicker ihr drittes Studioalbum The Cup Of The Lord And The Wine Of Demons, welches wie auch schon seine beiden Vorgänger ein Konzeptalbum darstellt. Ausgedehnte Tourneen, vorwiegend durch ihre Heimat Dänemark wurden gespielt. Im Jahr 2021 unterschrieben Tinkicker schließlich bei dem deutschen Independent Label NRT-Records und legten ihren Backing Katalog neu auf. Gegenwärtig an ihrem vierten Album Family Bonds arbeitend, soll dieses Werk ein Doppelalbum werden und mit Mother Valium, wird der erste Appetizer in Form einer brachialen Hard Rock Ballade Ende Oktober veröffentlicht.

Die neue Single:

 

Tinkicker bei Facebook:

https://www.facebook.com/tinkicker.cph

Tinkicker bei Spotify anhören:
https://open.spotify.com/artist/6gMmdq5gMCurZbd9i8cnKI

Info’s zur Single Mother Valium:
https://bfan.link/mother-valium

UNCHAINED HORIZON – Fallen Kingdom

Trackliste:

01. Warrior’s Speech
02. Stranger
03. Beneath The Ice
04. Lost Words
05. The Marksman
06. Through The Storm
07. Fallen Kingdom
08. Beast Within
09. Bridge To Nowhere

 


Spielzeit:
39:31 min – Genre: Heavy Metal – Label: Pure Steel Records – VÖ: 30.09.2022 – Page: www.facebook.com/UnchainedHorizon

 

Der erste Eindruck ist der ausschlaggebende, so sagt man. Und weil darin durchaus Wahrheit liegt, möchte ich an dieser Stelle den dringenden Rat äußern, das Intro „Warrior’s Speech“ des neuen Albums von UNCHAINED HORIZON ganz am Ende zu hören, denn ansonsten erwartet man von der Platte den klischeehaft-kitschigsten pathoslastigen „True mighty glory of the power sword of steel“-Metal in seiner schlimmsten Form und muss erst wieder lernen, sie als das zu sehen, was sie ist. Hören sollte man „Warrior’s Speech“ aber dennoch, denn es ist einfach beeindruckend over the top und es tut mir leid, wenn ich es noch ein paar Male erwähne, es hat einfach nachhaltiges Amüsierungs-Potenzial.
Doch was ist der zweite Longplayer der Wilhelmshavener denn nun eigentlich? Nun, an sich schöner klassischer Heavy Metal, der in Sachen (gelungene) ruhige Intros, Gesang, Leadgitarrenmotive und Melodieführung immer mal gerne an IRON MAIDEN denken lässt, dabei aber zweifelsohne seinen eigenen Charakter behält. Sänger Sascha kann insbesondere dann, wenn er in den Refrains lauter und ein bisschen angefettet werden darf, echt überzeugen, während er an anderen (überschaubaren) Stellen ein wenig so wirkt, als hätte er sich aufgrund der langen Schlange vor der Aufnahmekabine etwas mehr beeilen müssen und eben nicht mehr auf den letzten Tropfen achten können. Aber generell starke Leistung.
Musikalisch ist „Fallen Kingdom“ echt ziemlich geil. Spätestens „Beneath The Ice“ kann dahingehend das Eis brechen, das nach einem guten ersten Drittel noch ein ungeahntes Maß an Neuem auffährt und die kompositorische Interessantheit entwickelt, die ich von dem Album nach „Warrior’s Speech“ nicht erwartet hatte. Und ja, das bleibt so. Zeitweise (so bei „Bridge Of Nowhere“) baut man die mächtig-epischen Gitarrenwände auf, nimmt sich aber immer auch Zeit für ruhigere Parts, schafft Atmosphäre, macht spannende Dinge (wenn beispielsweise der Gesang auf den ruhigen Parts des Titeltracks ab und an emotional „ausbricht“).
Kritik? Jaaah. Kommen wir nochmal zurück zur Studiozeit, die mir für die Aufnahmen und Produktionsprozesse knapp bemessen vorkommt. Bei „Through The Storm“ sind die Drums in Teilen nicht im Groove, da müsste eigentlich was ein bisschen mehr swingen. Und die Anwesenheit von gleich drei Gitarren kommt oft zwar geil. Aber gerade, wenn keine von ihnen clean ist und jede von ihnen etwas anderes macht, kann man sie nicht mehr wirklich auseinanderhalten. Hier wäre weniger gegebenenfalls mehr. Nur eine Rhythmus-Gitarre, der man aber mehr Frequenzen gönnen kann und die dafür richtig puncht, ist manchmal besser als zwei, die beide nicht so ganz durchkommen. Oder man muss die zwei eben nochmal fokussierter abmischen und nicht im gleichen Sound einfach die eine mehr nach rechts und die andere mehr nach links legen.

Fazit:
Die drei Gitarren verwässern einige Parts des Albums, der Gesang kommt hin und wieder „Erster Take“-mäßig rüber. Das ändert nichts daran, dass „Fallen Kingdom“ über weite Teile mehr ist, als nur ein Album „für Fans von Iron Maiden“. Es ist auch ein Album für Fans frischen wie klassischen Heavy Metals mit dem Anspruch an sich, eben mehr als nur Heavy und Metal (\m/) zu sein!
Und im Fall von „Warrior’s Speech“ ist es sogar auch ein bisschen ein Album für Fans von NANOWAR.

Anspieltipps:
„Beneath The Ice“, „The Marksman“ und „Fallen Kingdom“ (und „Warrior’s Speech“)

Jannis

STATEMENT – Dreams From The Darkest Side

Trackliste:

01. Don’t You Hide It
02. The Reaper
03. Dreams From The Darkest Side
04. Sacrifice
05. Lifeline
06. Here I Am
07. Beyond Control
08. Escaped
09. Indestructible
10. Fade Away

 

Spielzeit: 46:27 min – Genre: Heavy Rock – Label: Mighty Music – VÖ: 07.10.2022 – Page: www.facebook.com/StatementDK

 

Sparen wir uns einen billigen Eingangsgag der Marke „Das Album ist mal ein ziemliches STATEMENT“ – naja, nun ist es doch irgendwie passiert.

Okay, neuer Versuch.

STATEMENT sind eine dänische Heavy-Rock-Band, die ich bislang nicht auf dem Schirm hatte, nach kurzem Antesten des schön melancholischen und edel geschriebenen „Dreams From The Darkest Side“ aber gerne zum Rezensieren übernahm. Viel falsch machen konnte man bei dem ersten Eindruck eigentlich nicht (Der Track ist mit seinem Mix aus cleanen Gitarren, harten Parts, seinen schönen Melodien und seiner dichten Atmosphäre schonmal ein klarer Anspieltipp). Die Vocals klingen genau so, wie man sie von einer guten schwedischen Hard/Heavy-Rock-Band erwartet, der Sound sitzt bestens und die Komposition ist nicht 08/15.
Überraschung: Das ist beim Rest des Albums nicht anders. Seit 2014 hat das Quintett nun insgesamt vier Alben veröffentlicht und eine mächtige Professionalitätsstufe erreicht, ohne seine Frische dabei zu verlieren. Ganz ohne Keyboards (so ich nichts überhört habe) und nur ganz selten mal mit ergänzenden Instrumenten unterwegs (Streicher bei „Sacrifice“ oder ein Tamburin) liefert man ziemlich genau das, was ein abwechslungsreiches melodielastiges Hard/Heavy-Rock-Album ausmacht.
Dabei ist „Don’t You Hide It“ als Opener noch einer der gewöhnlicheren Songs, der aber bereits gut Bock auf mehr zu machen vermag. „The Reaper“ kommt im Anschluss erfreulich stumpf (die geile Art von stumpf) daher und „Sacrifice“ wirkt ein bisschen so, als hätten THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA einen Song gemacht, der klingen soll, als sei er aus dem Jahr 2022. „Lifeline“ packt die poppigeren AOR-Vibes im Chorus aus, „Beyond Control“ überzeugt mit smoother, sehr gelungener Strophe und hartem Kontrastrest, „Fade Away“ ist die gänsehautige Feuerzeugschwenk-End-Ballade mit viiieel Emotion – praktisch jeder Track auf „Dreams From The Darkest Side“ hat seinen individuellen Charakter, ohne aus dem Album herauszufallen. Das Songwriting ist absolut im Sinne des Genres, bedient sich dabei aber einer großen Menge von Optionen, der Härtegrad schwankt zwischen entspannt rockig und ziemlich heavy. Alles Dinge, für die man STATEMENT echt loben kann.

Fazit:
Und groß kritisieren will ich gar nicht. Das ist die Rock Garage hier. Die Leute, die das hier lesen, mögen Hard Rock und Heavy Metal und „Dreams From The Darkest Side“ ist ein Album, das Euch eine gute Zeit bereiten wird. So einfach ist das!

Anspieltipps:
„Dreams From The Darkest Side“, „Sacrifice“, „Lifeline“ und „Beyond Control“

Jannis

KALEDON – Legend of the Forgotten Reign – Chapter VII: Evil Awakens

Trackliste:

01. Renascentia Noctis
02. At the Gates of the Realms
03. A Strike from the Unknown
04. The Eye of the Storm
05. Emperor of the Night
06. The Dawn of Dawns
07. Life or Death
08. The End of Time
09. Blessed with Glory
10. The Sacrifice of the King
11. The Story Comes to and End?

Spielzeit: 51:53 min – Genre: Power Metal – Label: Beyond the Storm Records – VÖ: 23.09.2022 – Page: www.kaledon.com

 

Die Power Metaller von KALEDON begleiten mich schon eine ganze Weile auf meinem Rezensentenweg. 2017 erschien deren letztes Album „Carnagus – Emperor of Darkness“ und das gute Stück wusste definitiv zu gefallen!
Daran Anteil hatte auch der damals neue Sänger Michele Guaitoli. 5 Jahre nach diesem Diskus ist Sänger Michele immer noch an vorderster Front bei der Band unterwegs, Gott sei Dank, und man hat mit dem neuen Album „Legend of the Forgotten Reign – Chapter VII: Evil Awakens“ nicht nur einen Anwärter für den längsten Albumtitel, nein auch gleich den Beginn der neuen Legend of the Forgotten Reign Saga mit im Gepäck.
Ob man die ordentliche Qualität vom letzten Album halten und vielleicht sogar steigern konnte finden wir jetzt gemeinsam heraus.

Als Intro haben wir schon mal „Renascentia Noctis“ welches noch keinen wirklich Aufschluss gibt. Mehr kann da schon das anschließende „At the Gates of the Realms“ Licht ins Dunkel bringen! Alter was ist denn hier los?? Brachiale Riffs und Doublbass Drumming blasen uns hier direkt entgegen, habe ich die richtige Scheibe gestartet oder bin ich hier beim Thrash gelandet!? Gut die elektronischen Synthies wären dafür unpassend, aber man könnte meinen man hat hier die falsche Band erwischt wenn man sich an die Vorgängeralben zurückerinnert.
Zurück zur Mucke, man merkt das die Truppe einen etwas anderen Weg einschlägt als zuvor. Mehr Power, mehr Bombast und mehr Abwechslung in Form von Synthies und Growls.
Das wird beim ersten Song direkt klar und findet dann bei der nächsten Nummer „A Strike from the Unknown“ ihre Fortsetzung! Wenn die Growls auch von Sänger Michele kommen dann Glückwunsch zu der stimmlichen Bandbreite, mein lieber Herr Gesangsverein!
Das Ganze geht tierisch nach vorne, da bleibt kein Auge trocken, ist aber vor allem im Refrain wieder schön melodisch gehalten.
Und diese Mischung aus viel Power, Bombast, etwas Thrash und Melodic zieht sich dann wie ein roter Faden auch durch die nächsten Songs.
Das überlange „Emperor of the Night“ bricht hier ein wenig aus, ist es doch eher dem Power Metal zuzuordnen und bietet ebenfalls über seine gesamte Spielzeit eine schöne Melodic und Eingängigkeit.
Einzelne Songs in der Folge herauszupicken ist echt schwer, es passiert mächtig viel in den Nummern und wenn man denkt „Okay keine Melodic erkennbar“ überrascht einen der Song umgehend mit einem Ohrwurmchorus erster Güte!
Wenn ich gezwungen werden würde herauszupicken wären es: „The End of Time“, das epische „Blessed with Glory“ und „The Sacrifice of the King“.
Beim abschließenden „The Story Comes to an End“ hat man dann eine weibliche Gastsängerin mit an Bord die sich ebenfalls gut in den Bandsound einfügt.

Junge, Junge da hauen KALEDON aber mal eine Scheibe raus die ich so nicht erwartet hätte! Das Vorgängerwerk war gut, aber mit dem neuem Album steigert man sich erheblich und grenzt sich aufgrund der schon angesprochenen musikalischen Mischung sehr gut von anderen Bands aus dem Genre ab.
Somit kann ich hier ohne Umschweife direkt eine Kaufempfehlung für entsprechende Zielgruppe aussprechen, geile Scheibe!

Julian

 

 

BLUE 46 – Blue 46

Trackliste:

01. Breakdown The Fire
02. Timless Night
03. Tales
04. Edge Of It All
05. Flying
06. Better Woman
07. Back Against The Wall
08. Figure
09. Taste Of Tears
10. Blue Dawn
11. Crazy Day

Spielzeit: 43:35 min – Genre: Melodic Hard Rock – Label: Double O Records – VÖ: 1991 – Page:

Ein Blick zurück in das Jahr 1991 und man landet in der Schweiz bei der Band BLUE 46. Wie so oft spielte hier der Zufall die Hauptrolle. Auf der Suche nach neuer guter Mucke und Bands stieß ich auf der Seite Heavyharmonies auf dieses kleine Juwel aus unserem Nachbarland. Durch die positiven Beiträge fing ich an nach dem Album zu suchen und wurde fündig. Was kann man von BLUE 46 erwarten, eigentlich ganz simpel, sehr gut gemachten Melodic Hard Rock mit Frau am Mikrofon.

Zum Lineup gehörten damals Karen Sambrook am Mikro, Robert Wuergler an den Gitarren, Roly Scheck an den Keyboards, Beat Moeckli an Bass und Urs Rothenbuhler an den Drums.

Der Sound geht in Richtung BAD SISTER, BLONDE ON BLONDE, JACKIE BODIMEAD, CHEZ KANE, härtere ERIKA und PERFECT CRIME und FIGHTER V mit Frontfrau, also bester Femalefronted Melodic Hard Rock aus Europa. Besser geht fast nicht, die Stimme von Karen hört sich an wie eine Mischung aus Lauralei Combs (BEG BORROW & STEAL), ERIKA, Bente Smaavik (BLONDE ON BLONDE, PERFECT CRIME) und LENITA ERICKSON. Diese Stimme ist geradezu ideal für die Mucke der Band. Die Gitarren spielen mit der Stimme die Hauptrolle unterstützt von den Keys um so eine Wand zu erzeugen. Der Bass und die Drums halten sich unspektakulär im Hintergrund und lassen den anderen den Vortritt.

Die Songs sind alle mit Melodie, Hooks und starken Mitsingrefrains, saugeilen Vocals und Instrumentierung ausgestattet, man meint hier und da mal die eine oder andere Akkord Folge schonmal wo gehört zu haben. Aber dieses Gefühl hat man öfters nicht nur auf diesem Album und dieses Gefühl stört nicht im Geringsten.

Die Band hat nichts verkehrt gemacht, außer dass dieses Album im Jahr des Erbebens von Seattle veröffentlicht wurde. Es ist schon schade wie NIRVANA und CO damals die Musiklandschaft zum Einsturz brachten und solche Juwelen dabei unter gingen. Es war damals nur noch Deprimucke angesagt, gute Laune Musik wie hier zu finden ist wurde aus den Radiosendungen verbannt, neue und aufstrebende Künstler mit viel Talent wurden sträflich übersehen und so zu einem Schattendasein verdammt. Irgendwie ist das Album damals auch an mir vorüber gegangen, und wäre es auch fast in der Versenkung geblieben wenn es Heavyharmonies nicht geben würde. Auf verschieden Seiten ist entweder ein Album oder zwei gelistet ich kenne nur dieses, und kann deshalb keine verlässliche Aussage über die Veröffentlichungen von BLUE 46 tätigen

„Breakdown The Fire“ eröffnet kräftig das Album mit geilem Refrain, „Timless Night“ ein cooler Rocker. „Tales“ kommt mit schrägem Riffing, „Edge Of It All“ ein geiler Me-lodic Rock Song. „Flying“ hier spielt sich der Bass ein wenig in den Vordergrund, „Better Woman“ mit herrlich schrägen Riffs. „Back Against The Wall“ genau so sollte ein Song sein, „Figure“ das nächste Highlight. „Taste Of Tears“ ein coole Ballade, „Blue Dawn“ ein kurzes Intro mit Liveatmosphäre, „Crazy Day“ gibt zum Schluss nochmal Vollgas.

Balle