TRAGIK – Propaganda Elite

Trackliste:

01. Bushwacked
02. Nothin’ Left But Time
03. After All
04. Shot Down
05. Outlaw (Don’t Forget My Name)
06. In The Pantomime
07. Threw It All Away
08. Ego Trip
09. Joy To The World
10. Earl Of Canterbury
11. Not For Me
12. Perception Lost

Spielzeit: 56:51 min – Genre: Hard Rock – Label: Rock Company – VÖ: 24.06.2026 – Page: www.facebook.com/phil.vincent.9

 

TRAGIK kommen mit ihrem sage und schreibe vierzehnten Album aus dem Studio, der Name war mir zwar schon lange ein Begriff, aber bewusst gehört habe ich noch nichts von der Band. Viel Infos gibt das Promosheet nicht her außer einen Satz: „Don’t be fooled bei heavy opener „Bushwacked“!“ Der Song ist leider so beknackt das er fast schon wieder als genial bezeichnet werden könnte.

Zu TRAGIK gehören Phil Vincent an Mikro, Gitarren, Piano, Synthis und Orgel, Damian D’Ercole an Bass und Dirk Phillips an den Drums. Als Gast ist Vince O’Regan an der Lead Klampfe zu hören. Phil geistert schon sehr lange Zeit im Hard Rock Sektor rum und hat schon vor langer Zeit beweisen können was er kann. Seine Stimme besitzt eine Färbung die sehr angenehm klingt und sich von der Range in einer Wohlfehlzone bewegt. In manchen Momenten hat er Ähnlichkeit mit Kip Winger. Die Gitarren hauen die Riffe raus ohne den Härtegrad zu überspannen, in genau der richtigen Härte werden die sechs Saiten angeschlagen. Mit den Tasteninstrumenten bilden die Gittis ein stark harmonierendes Grundgerüst das von Bass und Drums zur Höchstleistung angetrieben wird.

Vom Stil her befinden sich TRAGIK irgendwo im Mittelfeld zwischen Melodic Hard Rock und reinrassigem Hard Rock der viel Schmackes aufweisen kann. Vergleichen kann man TRAGIK bedingt mit TESLA, DOKKEN, SHARK ISLAND, WINGER und ANATOMIC. TRAGIK machen es weder besser noch viel schlechter als die Vergleiche, ein gewisser Abstand zu den genannten ist vorhanden aber der befindet sich auf einem verschwindend niedrigem Niveau.

TRAGIK kommen mit einem Abwechslungsreichen Album das nicht von der Stange stammt, und bestimmt auch nicht im Baukasten nach Schema F entstanden ist.

„Bushwacked“ wollen die Jungs jemanden verarschen, was für ein beknackter Opener für eine Hard Rock Band, „Nothin’ Left But Time“ hier wird es schon versöhnlicher. „After All“ und schon ist der erste Song vergessen, hier regiert Harmonie und Melodie, „Shot Down“ hier wird Hard drauf los gerockt. „Outlaw (Don’t Forget My Name)“ ein Rocker mit Wendungen, „In The Pantomime“ es wird wieder melodisch drauf los gerockt – ein Highlight. „Threw It All Away“ hier überzeugt der Refrain mit Dramatik, „Ego Trip“ kräftiges Riffing trifft auf Phils Stimme. „Joy To The World“ hier ist die Luft in den Strophen raus, die im Refrain zurück kommt, „Earl Of Canterbury“ irgendwie fällt mir hier ein Mix aus WINGER und Kip Solo ein. „Not For Me“ zum Schluss hin werden noch ein paar Schippen drauf gelegt, „Perception Lost“ fängt balladesk an um der Gitarre in den letzten etwa 1.5 Minuten vollen Freilauf zu lassen.

Balle

DUST & DENIM – No Country For Old Men

Trackliste:

01. Door To The Kookoo Bin
02. Strange Woman Blues
03. I Guess It Is Too Late
04. Stand Up Southern Guy
05. The Bottle
06. Life Staring You In The Face
07. High Up The Ladder
08. Golden Fields Of Corn

 

 

Spielzeit: 27:57 min – Genre: Country (Rock) – Label: Rock Company – VÖ: 10.04.2025 – Page: www.dustdenim.bandcamp.com

 

DUST & DENIM wersn datt, kennt die jemand, ich auf jeden Fall bis jetzt nicht. Bei den ersten Takten wird klar das es sich um einen Exoten handelt der im Country rockt und warum nicht mal zur Abwechslung mal Country Rock. Ich höre gerne mal Künstler wie CORY MARKS, KIP MOORE, BRANTLEY GILBERT oder JACOB BRYANT. So eine Art Musik ist mal was ganz anderes und zeigt wie man Gitarrenlastige Mucke gemühtlich präsentieren kann ohne das man Hektik aufkommen zu lässt.

Bei DUST & DENIM handelt es sich um eine brandneue Band, nach eigenen Angaben aus den Südstaaten stammtend und die Fahne der Südstaaten hoch halten. Country Musik schon mit der Muttermilch inhaliert zu haben und jetzt genau diesen Musikstil zu neuen Höhenflügen verhelfen, genau das ist wofür DUST & DENIM stehen. Zu den Musikern gehören Nick Scargo am Mikrofon, Amos Summers und Darron Watkins an den Gitarren, Eton Saint John an Keyboards und Violine, Adrian Connor am Bass und Claude Chatel an den Drumsticks.

Die Stimme ist genau richtig für Country, Country Rock, Southern Rock oder würde sich auch im Blues Rock wohl fühlen. Besser kann man mit so einer Stimme fast nicht matchen. Die Gitarren sind allgegenwärtig und schweben nach der Stimme am lautesten über den Songs. Die Tastenabteilung ist einige Millimeter dahinter, der Bass macht auf sich aufmerksam und die Drums sorgen für den Takt. Die Tasten kommen mal weiter nach vorne wenn sie als Piano ausgeführt sind, ansonsten sind sie im Zwischenraum von erster und zweiter Reihe. Der Einsatz der Violine macht sich im Country Rock sehr gut und wirkt nicht deplatziert.

Der Stil von DUST & DENIM bewegt sich im Country Stil bis in den Country Rock, mal softer oder mal rockiger geben die sechs mal mehr oder weniger Gas. Vergleichen kann man mit typischen Country Rock wie ihn die oben von mir aufgeführten Künstler auch machen mit einer Tendenz hin zu DOLLY PARTON. Ich kenne jetzt nicht soviel Country Stars aber DOLLY PARTON ist mir ein Begriff und die von mir erwähnten Künstler da ich die von Zeit zu Zeit höre. DUST & DENIM könnten bald dazu gehören, die bei mir öfters mal Gehör bekommen. Leider wird es das Album laut Promo Info nur digital geben, wer gerne ein Booklet so wie ich beim Hören zur Hand hat geht leer aus. Aber das sollte kein Hinderungsgrund sein DUST & DENIM nicht von Zeit zu Zeit Gehör zu schenken. Diese gute Laune Mucke ist nicht nur für die älteren Hörer geeignet.

Bei aller Euphorie muss ich leider zwei Minuspunkte angeben, ein Album mit nur acht Songs kommen auf eine magere Laufzeit von nicht Mal 28 Minuten, dass ist für das Jahr 2025 entschieden zu wenig, schon allein der Umstand das das Album nur digital veröffentlicht wird hätte mehr zulassen können.

Dafür gibt es Punktabzug da bin ich rigoros, wenn ich bei SANDNESS und in der Vergangenheit wegen einer Laufzeit Punkte abgezogen habe wird DUST & DENIM keine Ausnahme bilden. Schade da das Gesamte Album echt Charme hat und gefallen kann, verschenkt die Band Punkte wegen zu wenig Songs und Spielzeit. Ich habe gerade gesehen das auf der Bandcamp Seite der Band mehr Songs auf dem Album sind, warum dann nur acht, Schiebung gibt nochmals einen halben Punkt Abzug. Sorry die Wertung hätte höher ausfallen können, fehlende Songs sind daran Schuld das ich Punkte abziehe.

„Door To The Kookoo Bin“ eine stimmige Abgenummer nach Maß, „Strange Woman Blues“ genauso stellt man sich Country (Rock) vor. „I Guess It Is Too Late“ wow hier passiert viel von Violine über Piano ist alles da und glänzt neben der Stimme und Gitarren, „Stand Up Southern Guy“ hier geht es Richtung rockig auf die 12, ein cooler Rocker der Potential hat. „The Bottle“ ein verträumter Country Song mit Tiefgang, „Life Staring You In The Face“ ein flotter und froher Line Dance Song. „High Up The Ladder“ geht es wieder langsamer an, „Golden Fields Of Corn“ eine stimmige Ballade mit Akustikgitarren und Piano Einlagen

Balle