LIPZ – Changing The Melody

Trackliste:

01. I´m Going Under
02. Changing The Melody
03. Bang Bang
04. Stop Talk About…
05. Bye Bye Beautiful
06. I´m Alive
07. Freak
08. Secret Lover
09. I Would Die For You
10. Monsterz

 

Spielzeit: 35:40 min – Genre: Hardrock, Sleaze Metal – Label: Frontiers Records – VÖ: 15.03.2024 – Page: www.facebook.com/lipzband

 

Die Geschichte der schwedischen Hardrocker LIPZ beginnt im Jahr 2011, wo sich die Brüder Alexander und Koffe Klintberg dazu entscheiden, eine Band zu gründen. So weit, so unspektakulär. Und auch der weitere Weg muss von Steinen übersät gewesen sein, denn nach einer einzigen Single in 2012 geschieht nicht viel. Erst drei Jahre später kommen LIPZ mit einer EP um die Ecke, drei weitere Jahre darauf mit ihrem Debütalbum „Scaryman“, das die Schweden beim italienischen Underground Label Street Symphonies Records veröffentlichen – jener Firma, die z.b. die kurzlebigen Hoffnungsträger POMPEI NIGHTS oder JOHN GÄLT aus der Ukraine unter Vertrag hatten. Vertraglich sind LIPZ in Italien geblieben, nur haben sie sich jetzt für ihr zweites Album „Changing The Melody“ die Dienste des Branchenprimus Frontiers Records gesichert. Das dürfte den Aktionsradius aus dem Stand vervielfachen.

Und doch haben die Schweden ihre interne Hürde mit tollen Songs wie dem Titeltrack des Erstlings recht hoch gesetzt. Mit ihrer trashigen Attitüde und den Ohrwurmmelodien ist es nicht schwer, neue Fans zu akkreditieren – sollte man meinen. Und doch haben LIPZ für ihr neues Album einen anderen Weg gewählt. Sie sind weiter in die Richtung von CRASHDIET oder auch CRAZY LIXX gerutscht, was heißen soll, dass ihr roher Charme des Vorgängers mit einem Male glattgebügelt wurde. Ob das eine Bandentscheidung war oder eher die der Verantwortlichen des neuen Labelpartners, lassen wir mal dahingestellt.

Auf ihrem neuen Album lassen sich die Schweden auch zu einer gehörigen Prise KISS hinreißen, was dem Ganzen wiederum ein gewisses Etwas gibt. Nummern wie „Bye Bye Beautiful“ oder der Titelsong sind sehr gut geworden und der Opener ist mit seiner Energie „I´m Going Under“ ist perfekt gewählt. Andererseits dümpeln Songs wie „Bang Bang“, „Freak“ oder „Secret Lover“ schon arg dahin. Highlights kann der Vierer leider nicht mehr setzen.

Und so bleibt von den 10 neuen Stücken nicht viel wirklich erwähnenswertes übrig. Klar können LIPZ Akzente setzen, aber die Konkurrenz ist immens groß und es bleibt abzuwarten, ob sich die Jungs in Zukunft dagegenstemmen können. Gute Ansätze sind da, aber das genügt heute leider nicht mehr…

Stefan

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4 Antworten zu LIPZ – Changing The Melody

  1. schwatzbacke sagt:

    Morjen morjen,

    ich bin mal gespannt, Freitag kommts raus – normal gefallen mir so Schwedengeschichten immer gut bis sehr gut:)

    Liebe Grüße!

  2. schwatzbacke sagt:

    Morjen morjen Stefan,

    die Scheibe ist am Rollen und gleich der erste Track beginnt mit nem geklauten Riff – das ist nix anderes als 2 Minutes to midnight – Track 2 Seite 1 vom 1984er Album: Powerslave

    Zum Glück bleibts bei dem Riff und der Song nimmt anderweitig Fahrt auf.

    Was soll ich sagen – ist wirklich meine Baustelle und bereitet mir viel Spaß – ich mag so Mucke – für mich stimmt da alles. Die von dir geschilderten Parallelen sind wohl da – auf dem Gebiet innovativ ist da wohl kaum einer unterwegs – aber der Fuß soll wippen –

    müßte das Album noch öfter hören – und würde da wohl zwischen 8 und 9 schwanken.

    • Sleaze Jünkee sagt:

      Moin Werner!
      Schön, dass sie Dir gefällt. Sie ist ja auch nicht schlecht, fällt aber halt gegenüber anderen Releases hinten runter – zumindest für mich. Gleiches Problem hab ich gerade mit der neuen CRUZH – mal sehen, ob sich da noch was ändert 🙂
      Schönes Wochenende
      Stefan

  3. schwatzbacke sagt:

    Jau,

    cool der Rückmeldung, danke.

    Du, ich schwanke und taumle da auch immer wie aufm Segelschiff – ob ich die neuen Sachen am Markt noch geil finden kann – und hatte schon Endlosgespräche – eigentlich mails – mit dem Balle –

    weil selten mal was Neues probiert wird und man zwar megageile Mucke aufm Tisch hat – aber irgendwie – beliebig austauschbar mit zig anderen Bands.

    Oder aber Selbstzitate als neue Alben von den großen und alten acts.

    Ich weiß bis heute nicht, was ich da noch wirklich denken soll – als ehemaliger Musiker – sehe ich es von 2 Seiten – was mich anmacht – und was eben musikalisch wertvoll erscheint – und das ist leider nicht immer dasselbe:)

    Kann daher dein Ranking nachvollziehen – dennoch macht mich das Teil persönlich und subjektiv an.

    Nur nimmt man es wirklich objektiv , au weia – kommt einfach recht wenig Innovation/Neuartiges in den letzten Jahren – aber wenn, dann krachts manchmal gründlich und werden alle gängigen Noten über den Haufen geworfen – hat aber dann oftmals leider kommerziell keinen Erfolg mehr -oder wird völlig zerrissen von den Kritikern.

    Ich wünsch dir ein geiles Wochenende!

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