THE CRUEL INTENTIONS – Venomous Anonymous

Trackliste:

01. Reapercussion
02. Venomous Anonymous
03. Sunrise Over Sunset
04. Casket Case
05. Kerosene
06. Salt i Ditt Sar
07. Final Deathroll
08. Goddamn Monday
09. Bad Vibes
10. Chemical Vacation
11. City Of Lice

Spielzeit: 36:10 min – Genre: Sleaze Metal, Hardrock – Label: Indie Recordings – VÖ: 03.06.2022 – Page: www.facebook.com/thecruelintentions

 

Irgendwo zwischen CRASHDIET und HARDCORE SUPERSTAR füllen THE CRUEL INTENTIONS seit sieben Jahren eine Lücke, die es vorher irgendwie gar nicht gab. Manchmal weiß man eben erst, dass im Leben etwas gefehlt hat, wenn man darauf trifft. Bereits seit der ersten Single „Borderline Crazy“ im Gründungsjahr 2015 brennt das Feuer lichterloh – und die Verbindung zu den Achtzigern ist für diese Band genauso wichtig wie das Einbringen eigener Elemente und zeitgenössischem Timbre. Schon die Stimme von Lizzy DeVine, der bis 2010 den Sleazerockern VAINS OF JENNA vorstand, ist ein Garant für Eigenständigkeit. Im Laufe der Jahre hat er immer mehr entdeckt, was in seinem Organ steckt und reizt es auf dem neuen Album „Venomous Anonymous“ das ein oder andere Mal gnadenlos aus. Auch die Energie der Songs ist wohl fast einmalig – THE CRUEL INTENTIONS verbinden große Melodiebögen mit fetten Gitarrenriffs ganz eigener Colour und verzichten auf sämtliches Chichi – der Punkrock lässt grüßen! Und so lässt sich der Sound der Band auch beschreiben: Moderner Sleaze Metal mit gelegentlichen Punkanleihen. Gar nicht so schlecht also für eine norwegische Band, die nur einen Norweger und drei Schweden in den eigenen Reihen hat. 🙂

Zwar legen Lizzy DeVine (vocals, guitars), Kristian Solhaug (guitars), Mats Wernerson (bass) und Robin Nilsson (drums) kein sonderlich hohes Veröffentlichungstempo vor, aber schon das Debüt „No Sign Of Relief“ von 2018 hatte ordentlich Wespen im Hintern. Mit Hits wie „Sick Adrenaline“, „Genie´s Got A Problem“ oder „Weekend Suffering“ haben die Jungs ihren Kollegen HARDCORE SUPERSTAR und ihrem Klasse-Album „You Can´t Kill My Rock´n Roll“ einige Körner geklaut. Einzig die Unterschlagung von großartigen Nummern wie „Accidentally Intoxicated“, das es nicht auf das Debüt geschafft hat, habe ich nie verstanden. Dennoch ein großer Wurf, der von mir locker die 9 Punkte eingeheimst hätte.

Nun, fast weitere vier Jahre später, kommt das Quartett mit dem zweiten Longplayer „Venomous Anonymous“ aus der Hüfte. Mit den drei vorab veröffentlichten Singles äußerst vielversprechend angekündigt, wollen wir nun einen Blick auf das komplette Werk werfen, das mit insgesamt elf Stücken, gepresst auf nur gut 36 Minuten, aufwartet. Der Opener „Reapercussion“ ist auch gleichzeitig die zweite Single und gleich zu Beginn eine Partynummer par excellence. Die Message ist hier ganz klar: It feels so great to be back! Und auch die Fans sollten entzückt sein. Der Titeltrack wurde prominent an Stelle zwei gepackt – und rockt ebenfalls gewaltig! Genauso wie die Gute-Laune-Nummer „Sunrise Over Sunset“, die auch als erste Single auserkoren wurde. Weiter geht es mit dem hochmelodischen „Basket Case“ und der aktuellen Single „Kerosene“. Beides absolute Volltreffer. So geht dreckiger Straßenköter-Rock´n Roll. Die in norwegisch gesungene Ballade „Salt i Ditt Sar“ (Salz in Deiner Wunde) nimmt etwas Adrenalin aus der Bude, bevor „Final Deathroll“ wieder volle Pulle zuschlägt. Der Titel „Goddamn Monday“ muss wohl nicht umschrieben werden – die Musik passt wie Arsch auf Eimer, coole Nummer. Mit dem ruhigeren „Bad Vibes“ bekommt der Hörer den einzigen Song zu hören, der offiziell die Laufzeit von vier Minuten überschreitet. „Chemical Vacation“ gibt noch einmal schön Gas und macht (wie eigentlich alles auf diesem Album) einfach nur riesigen Spaß. Den Rausschmeißer gibt „City Of Lice“.

Zum Glück schließt „Venomous Anonymous“ praktisch nahtlos an das 2018er Debüt an. Lediglich der Sound ist etwas glatter, was bei der unbändigen Power der Songs sowie der Performance aber nahezu nicht auffällt. Verantwortlich dafür ist sicher Tausendsassa Erik Martensson, der hier für Mix, Mastering und Produktion seine Finger im Spiel hatte. Ein starkes Statement von allen Beteiligten ist „Venomous Anonymous“ geworden – und eine Kampfansage! Wollen wir hoffen, dass die Jungs mit ihrem zweiten Album die Karriereleiter weiter erklimmen können, sie hätten es mehr als verdient. Nach der aktuellen CRASHDIET-Scheibe ein weiteres Sleaze-Highlight dieses Jahres, das die aktuelle HCSS sogar in die Tasche steckt. Meine Platzierung in den persönlichen Top 10 für 2022 ist schon notiert! THE CRUEL INTENTIONS sind die Essenz des modernen Sleaze Metal – aus, basta!

Stefan

CRASHDIET – Automaton

Trackliste:

01. Automaton (Intro)
02. Together Whatever
03. Shine On
04. No Man´s Land
05. Darker Minds
06. Dead Crusade
07. Powerline (feat. Michael Starr)
08. Resurrection Of The Damned
09. We Die Hard
10. Shell Shock
11. Unbroken
12. I Can´t Move On (Without You)

Spielzeit: 44:19 min – Genre: Sleaze Metal, Hardrock – Label: Crusader Records – VÖ: 29.04.2022 – Page: www.crashdiet.org

 

Mit dem 2019 erschienenen Longplayer „Rust“ wagten die schwedischen Sleaze-Metaller CRASHDIET einen weiteren Anlauf – mit dem mittlerweile vierten Vokalisten auf Album Nummer fünf. Und bei Gott – ich habe den Jungs so die Daumen gedrückt, dass es dieses Mal für lange währt und die personelle Achterbahnfahrt ein für allemal ein Ende hat. Vielleicht hat die längere Auszeit zuvor ja gut getan, genug Abstand zu gewinnen und mit vollen Batterien einen Neuanfang zu starten. Dementsprechend stark fiel „Rust“ seinerzeit aus – und mit Gabriel Keyes konnten CRASHDIET einen äußerst formidablen Frontmann präsentieren, der auch live überzeugen konnte. Die gute Nachricht ist – auch auf dem neuen Langspieler steht er am Mikro. Also alles gut möchte man meinen. Allerdings müssen die Fans den zeitlich hoffentlich begrenzten Ausstieg von Drummer Eric Young verkraften, der kurz nach den Aufnahmen von „Automaton“ – so der Titel des neuen Werks – seine Auszeit aus persönlichen Gründen bekannt gab. Für die geplante Tournee wird ihn der Finne Lacu Lahtinen ersetzen, der zwischen 2002 und 2008 bei HANOI ROCKS die Trommelstöcke schwang.

Eines sollte klar sein: er wird schwer, das großartige „Rust“ zu toppen oder gar das Debüt „Rest In Sleaze“ von 2005. Aber die Band ist heute eine andere – zumindest was die musikalische Ausrichtung angeht. Das war auch schon auf dem Vorgänger so und setzt sich mit „Automaton“ fort. Schwere Riffs, donnernde Drums und dennoch genug Platz für teils große Melodiebögen zeichnen CRASHDIET auch im Jahr 2022 aus. Das hat die erste Single „No Man´s Land“ gezeigt. Und auch wenn die zweite Auskopplung „Together Whatever“ eine reinrassige Party-Nummer ist, passt das Album-Artwork zu „Automaton“ schon ziemlich gut. Denn damit haben CRASHDIET einen Terminator losgelassen, der in Teilen die dunklere Seite der Schweden zeigt, zum Glück die alten Traditionen aber nicht gänzlich vernachlässigt. Das unterstreicht nicht nur das hitverdächtige „Together Whatever“, auch das hochmelodische „Powerline“ – übrigens mit einem Gastauftritt von STEEL PANTHER-Sänger Michael Starr – oder das hart an der Kitsch-Grenze schrammende „We Die Hard“ (das das Schicksal der Band selbst behandelt) können alte Fans mehr als besänftigen. Dazwischen warten harte Rocker der Marke „Ressurrection Of The Damned“, „Dead Crusade“ oder „Shine On“.

Seinerzeit schrieb ich über „Rust“, dass dies das abwechslungsreichste Album der Schweden sei – mit „Automaton“ setzen CRASHDIET noch einen oben drauf. Und auch die Qualität der Songs ist ebenbürdig – deshalb bekommt dieses heiß ersehnte Werk auch wieder glatte 9 Sterne (und es hat schon gezuckt für die 10)! CRASHDIET können einmal mehr überzeugen und knallen ihren Fans abermals ein hartes Sleaze-Werk vor den Latz, das es in sich hat!

Stefan

CRASHDIET News

So kann die Woche beginnen – die neue Single der schwedischen Sleazer CRASHDIET ist da! Neues Album „Automation“ am 29.04.2022 über Crusader Records/Golden Robot Records.

One of the biggest names in the glam metal/sleaze rock scene, CRASHDÏET, announce the release of their upcoming album, Automaton, available for pre-sale now on digital, CD and vinyl, through Crusader Records/Golden Robot Records. The digital and CD are set to drop on April 29, with limited edition coloured vinyl due for release on September 9.

To celebrate the pre-sale of Automaton, CRASHDÏET serve up another delicacy in the form of a new single and video, ‚Together Whatever‘, which is available now on all digital platforms.

‚Together Whatever‘ is a true party anthem! Exploding with raging guitars and scorching vocals, it’s a tribute to the decadent good old days and the band’s early roots.

Just like a gigantic robotic machine with pre-determined instructions, failure was never an option…

No matter what obstacles may have come their way in the past, CRASHDÏET have always marched forward, delivering their own style of Sleaze Metal they have become so well known for. Automaton contains 12 powerful sing-along anthems with massive drums, guitars, bass, and powering vocals (including a surprise special guest and a haunting voice from the past).

ABOUT CRASHDÏET
With the motto “go big or stay home” CRASHDÏET formed in Stockholm, Sweden, back in the year 2000 and brought in the new millennium with full-throttle speed and excess.
CRASHDÏET released their critically acclaimed debut album Rest in Sleaze in 2005, giving them a spring of success in their home country of Sweden and abroad.
Shortly after, their frontman Dave Lepard was found dead at his home, the result of a tragic suicide in January 2006.
With a career littered with abuse, tragic deaths and line-up changes, it nearly ended the band more than once, but they’ve become known for picking up the pieces and returning to the scene of the crime…every time.
The surviving band members and new blood have carried the glam-metal sleaze-rock torch ever since, touring the world and releasing many acclaimed studio albums.

CRASHDÏET are:
Gabriel Keyes – vocals
Martin Sweet – guitars
Peter London – bass
Eric Young – drums

AUTOMATON
TRACK LISTING

01. Automaton
02. Together Whatever
03. Shine On
04. No Man’s Land
05. Darker Minds
06. Dead Crusade
07. Powerline (feat. Michael Starr)
08. Resurrection Of The Damned
09. We Die Hard
10. Shell Shock
11. Unbroken
12. I Can’t Move On (Without You)

CRASHDÏET
TOUR DATES

04.05.2022 Stockholm Sweden Debaser strand
06.05.2022 Oslo Norway John Dee
08.05.2022 Copenhagen Denmark Pumpehuset
09.05.2022 Gothenburg Sweden Pustervik
12.05.2022 Blizen Belgium South Of Heaven
13.05.2022 De Verlichte Geest Belgium Roeselare
14.05.2022 Rotterdam Netherlands L Baroeg
15.05.2022 Breda Netherlands Bel Air
17.05.2022 Leeds U.K. Key Club
19.05.2022 Wolverhampton U.K. Robin 2
20.05.2022 Machynlleth U.K. Lion
21.05.2022 Call of the Wild festival Lincoln U.K.
22.05.2022 Edinburgh U.K. Bannermans
25.05.2022 Madrid Spain Story live
26.05.2022 Barcelona Spain Bóveda
28.05.2022 Milan Italy Legend club (only local support)
30.05.2022 München Germany Backstage
31.05.2022 Köln Germany Helios
02.06.2022 Hamburg Germany headcrash
03.06.2022 Berlin Germany Badehaus
04.06.2022 Lichtenfels Germany Paunchy Cats

Tickets: http://www.crashdiet.org/tour

SHREDLABEL – Shredlabel

Band: ShredLabel
Album: ShredLabel
Spielzeit: 27:51 min.
Stilrichtung: Hardrock, Sleaze Metal
Plattenfirma: Eigenvertrieb
Veröffentlichung: 10.12.2021
Homepage: www.shredlabel.com

Hinter dem Namen SHREDLABEL verbirgt sich eine neue Band respektive ein neues Projekt des deutschen Gitarristen und Songschreibers Alex Stenzel. Ein Blick auf das Albumcover verrät dann auch schon die grobe Marschrichtung dieses 7-Track Debüts. Irgendwo zwischen modernem Metal, Punkrock, Sleaze Metal und einer extra Prise Achtziger. Als reines DIY-Projekt ist Initiator Alex Stenzel für alle Instrumente verantwortlich, nur für den Gesang hat er sich Verstärkung geholt – und dabei absolut nicht gekleckert, denn CITY OF THIEVES Frontmann Jamie Laylei strapaziert für sechs Nummern seine Stimmbänder wie immer äußerst ansprechend. Für „ShredLabel“ hat Alex Stenzel all seine Einflüsse in einen Topf geworfen, zu denen PANTERA genauso gehören wie die RAMONES.

Die erste Single „Generation Fucked“ ist dann auch ein cooler Spagat zwischen den Achtzigern und der Neuzeit mit Shredding Guitars, tonnenschweren Riffs und ordentlich Bums, was den Sound angeht. Das einzige Problem daran ist, dass es den Song – zumindest in Teilen – quasi schon gibt: die Finnen SANTA CRUZ haben ihn erdacht – für ihr selbstbetiteltes Album von 2015. Die Rede ist natürlich von „Wasted & Wounded“. Die Parallelen sind teilweise frappierend, sogar das Thema ist identisch. Ich weiß, Musiker hassen derartige Vergleiche, aber ich komme nicht umhin, ihn hier zu ziehen. Aber: mir persönlich macht „Generation Fucked“ trotz allem Spaß. Guter Partysound für das Feierabend-Bierchen oder die ganz große Sause, das müsst Ihr selbst entscheiden. Davon überzeugen könnt Ihr Euch weiter unten, wir haben das Video natürlich für Euch verlinkt.

Wenn also der Vergleich zu SANTA CRUZ schon mal da ist – dorthin gehen auch einige andere Nummern auf „ShredLabel“. Teilweise ohne die hymnischen Refrains, aber von der Gitarrenarbeit und vom Sound her definitiv. Und doch ist „Envy The Dead“ rockiger ausgefallen. Ob das an Jamie Laylei´s Stimme liegt? Vielleicht zum Teil. Coole Nummer by the way. Auch das hämmernde „Running To The Top“ solltet Ihr Euch geben. Danach fällt das Material etwas ab. Warum das abschließende Instrumental „Unknown Kadath“ als zweite Single auserkoren wurde, erschließt sich mir auch nicht so ganz.

Was bleibt also unterm Strich? SHREDLABEL lehnen ihr Debüt zwar stark an das Zweitwerk von SANTA CRUZ an, schon alleine, was den Sound und die Shred-Einlagen angeht – das darf aber nicht negativ gesehen werden. Wirklich cooles Projekt aus Deutschland, das mit einem festen Line-Up als Band vielleicht noch höhere Wellen schlagen könnte. Thumbs Up!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

1. IAMOD
2. Generation Fucked
3. Envy The Dead
4. Running To The Top
5. World Going Down
6. Never Let It Go
7. Unknown Kadath

Stefan

TOXICROSE – In For the Kill

Band: ToxicRose
Album: In For The Kill
Spielzeit: 42:33 min
Stilrichtung: Dark Sleaze Metal
Plattenfirma: Crusader Records
Veröffentlichung: 24.09.2021
Homepage: www.toxicrose.org

Zeit ist es geworden, dass TOXICROSE endlich ihr neues Album auf den Markt bringen. Die Band wurde 2010 in Stockholm gegründet und erfreute sich ziemlich schnell immer größer werdender Beliebtheit. Mit den Hit-Songs wie „A Song For The Weak“, „Reckless Society“ und „World Of Confusion“ konnte man weltweit mächtig punkten. Die Schweden waren natürlich auch live unterwegs. Unter anderem auch in meinem geliebten Paunchy Cats in Lichtenfels. Aktuell besteht die Mannschaft aus Andy (v.), Michael (d.), Tom (g.) und dem 2018 eingestiegenen Johannes (b.). Dann finden wir mal heraus, ob sich die 5 Jahre Wartezeit gelohnt haben.

Los geht’s mit „Blood On Blood“, dass schon seit längerem im Umlauf ist. Und der Opener ist sehr stark geworden. Der Refrain geht einem nicht mehr aus dem Schädel. Die Riffs sind heavy und Andy’s Stimme passt hervorragend. „Heroes“ steht dem in nichts nach. Ein echter Banger, der einen Hauch von Modern Metal einfließen lässt. Und das dazugehörige Video ist auch sehenswert geworden. Kommen wir nun zum Titeltrack „In For The Kill“. Vom Songwriting her kommt das Stück meinen geliebten Battle Beast ziemlich nahe. Damit ist klar, dass hier Eingängigkeit und Melodie im Vordergrund stehen. Ein feines Guitar-Solo wird auch noch eingestreut, super. „Remedy“ klingt sehr amerikanisch und modern. Die Stimme hat einen Hardcore Superstar Touch und überhaupt, die Nummer ist klasse geworden. Auf „Angel Down“ wird es über sieben Minuten lang. Ich weiß nicht ob TOXICROSE unsere Die Toten Hosen kennen, aber der Refrain ist Stadion tauglich und könnte von eben jener Band stammen. Hier gibt es vom Pop-Rock-Metal alles, was dass Rocker Herz begehrt. Und Andy singt fantastisch. Bei „Outta Time“ merkt man das feine Gespür für ausgeprägte Melodien in Kombination mit modernem Sleaze Metal. Jetzt folgt mit „Domination“ noch mal ein Highlight. Dieser verdammt starke Nu-Power-Thrash-Symphonic-Metal Song kann alles. Absolut faszinierend wie die Jungs hier die verschiedenen Genres unter einen Hut bringen und mich damit fesseln können.

Mit „Open Up N’Bleed“ schleicht sich das erste Lied ein, dass dem vorherigen Niveau nicht ganz Stand halten kann. Es hat zwar einige gute Parts aber kann mich leider nicht ganz überzeugen. „New Breed“ knallt. Das wird eine absolute Live Party Nummer. Hier kann man bangen, mitsingen, tanzen und Spaß pur haben. Auch „The Great Escape“ hat das Potential dazu, dass Publikum zu begeistern. Das Stück ist clever aufgebaut und wird sich hervorragend eignen um mit den Fans zu interagieren.

Fazit: TOXICROSE haben hier ein ganz starkes Werk veröffentlicht. Fast durchgehend hohes Niveau in den Stücken und es wird keine Sekunde langweilig. Nun muss eine Tour folgen, um sich präsentieren zu können. Diese Platte schreit förmlich danach.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Blood On Blood
02. Heroes
03. In For The Kill
04. Remedy
05. Angel Down
06. Outta Time
07. Domination
08. Open Up N‘Bleed
09. New Breed
10. The Great Escape

Sturmi

SISTER – Vengeance Ignited

Band: Sister
Album: Vengeance Ignited
Spielzeit: 36:30 min
Stilrichtung: Sleaze Metal
Plattenfirma: Flick Records
Veröffentlichung: 26.02.2021
Homepage: www.sisterofficial.com

Oh yes. Eine der besten und härtesten Sleaze Bands der Welt ist mit einem neuen Output am Start. SISTER are back. Achtung Spoiler: SISTER haben ein weltklasse Album im Gepäck. Diese verrückten Maniacs treiben seit 2006 ihr Unwesen in der Szene. Live sind die Schweden eine Macht. Auf ihrer Tour damals mit CrashDiet haben mich die Jungs mit ihrer rohen Energie und Spielfreude einfach nur geflasht. Ihr völlig eigener Stil, der im Laufe der Jahre immer härter wurde, vereinigt den Glam, Punk, Sleaze und Metal auf faszinierende Art und Weise. Sänger Jamie trägt mit seinem „Black Sleaze“ Gesang maßgeblich dazu bei. Na dann, Anlage auf zehn und go.

Mit „Bring Out The Dead“ geht es gleich in die Vollen. Räudige Vocals treffen auf harte Gitarren und der Refrain bleibt auf Anhieb im Ohr sitzen. Ein perfekter Opener der sofort zündet. Weiter geht’s mit dem Titeltrack „Vengeance Ignited“. Aggressive Verse und kraftvolle Sing-Along Chöre prägen das Stück. Die Drums gefallen mir hier auch sehr gut. Fuck yeah, auf „Spitfire“ gibt es voll in die Fresse. Hier wird einfach drauf los gerockt ohne Gefangene zu machen. Da wird es live vor der Bühne komplett abgehen, klasse. „Scream For Pleasure“ ist grandios. Der Gitarrensound ist Heavy, der Bass grooved wie Sau und die Melodie ist göttlich. Hardcore Superstar wären stolz darauf. Auch der Drummer liefert hier wieder voll ab. „Psycho Thrilling“ ist genau dass was du brauchst um deine Aggressionen abzubauen. Was für eine Energie, die auch an Pantera („Walk“) erinnert. Und es wird nicht schlechter auf „Primal Rage“. Die Nummer ist roh, mit genügend melodischen Elementen versehen und technisch auf hohem Niveau. „Die With A Smile“ ist eine absolute Hymne. Wer auf dieses Punk-Metal orientierte Stück nicht anspringt, muss ein Zombie sein. Ich bin voll begeistert. Auf „Walk With Me“ werden düstere und okkulte Texte kombiniert. Straighte harte Nummer die zum Ende hin ein bisschen Modern Rock beinhaltet. Und überhaupt: klasse. „Whispering Winds“ schlägt leisere Töne an. Die Stimme und das Klavier kombiniert mit der Akustik Gitarre ergeben eine solch emotionale Stimmung, Gänsehaut Feeling pur. Die letzten 1 ½ Minuten wird noch mehr Power reingelegt. Beim Abschluss „One Last Ride“ ist Party pur angesagt. Hier gibt die Band noch mal alles und knallt einen echten Banger raus.

Anspieltipps: ALLES

Fazit: Was die SISTER Jungs hier präsentieren ist absolute Championsleague. Mit Abstand ihr bestes Werk bis dato. Just Killer, no Filler. Es kann hier nur die Höchstpunktzahl geben. Jetzt drücke ich die Repeat Taste und träume von einem SISTER, Hardcore Superstar, The Cruel Intensions und CrashDiet Konzert im Paunchy Cats.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Bring Out The Dead
02. Vengeance Ignited
03. Spitfire
04. Scream For Pleasure
05. Psycho Thrilling
06. Primal Rage
07. Die With A Smile
08. Walk With Me
09. Whispering Winds
10. One Last Ride

Sturmi