FIRESKY – Firesky

Trackliste:

01. Run Into The Storm
02. Out Of Range
03. I’m Not Broken
04. A Stone In Time
05. Can You Feel Me
06. Chasing The Dawn
07. One Last Time
08. Like Brothers
09. Together
10. I Am Fire

 

Spielzeit: 40:22 min – Genre: AOR – Label: Art Of Melody Music – VÖ: 13.03.2026 – Page: www.facebook.com/FireskyBand

 

Art Of Melody Music scheint ein neues heißes AOR Eisen im Feuer zu haben, dieses internationale Eisen hört auf den Namen FIRESKY. FIRESKY wird als Studio Projekt / Band angekündigt, das vom finnischen Drummer Mika Brushane gegründet, der schon mit vier Alben unter dem Namen IMPERIUM für Aufsehen sorgen konnte. Diese Band / Projekt kommt nun mit ihrem Debütalbum aus dem Studio und will ihren Sound, der laut Label von JOURNEY, FOREIGNER, GIANT, DEF LEPPARD und TOTO inspiriert ist auf der Welt verteilen. Das sind doch sehr große Namen, in deren Fußstapfen FIRESKY treten wollen, ob dieses Unterfangen gelingt zeigt sich in etwa 40 Minuten.

Komplettiert wird das Line Up mit Sänger Davide Merletto (LACE, ex-PLANETHARD), Gitarrist Samuli Feserley (CIRCUS OF ROCK), Bassist Time Schleifer (King Company, ex-CIRCUS OF ROCK) und Keyboarder Saal Richmond (IN-SIDE). Davide macht einen sehr guten Job am Mikrofon und passt mit seiner Färbung sehr gut zum AOR. Die Gitarren kommen gut rüber ohne dabei zu soft oder hart zu wirken um mit dem im Überfluss vorhandenen Keyboard eine Soundkulisse zu erzeugen. Der Bass agiert zwei Schritte hinter den anderen Akteuren und die Drums sind wie von Mika gewohnt mit Schmackes ein gezimmert, obwohl sich die fast nach Drum-Computer anhören.

Geboten wird ein sehr gutes Stück AOR Mucke mit allem was dazu gehört, Melodie, eine passende Stimme, Gitarren die sich mit dem Keyboard duellieren und eine Rhythmus Fraktion die Dampf macht. Von den Vergleichen kann man bis auf DEF LEPPARD – dafür zu stark im AOR verwurzelt, und TOTO – dafür zu wenig Westcoast und Bombast im Sound, alle stehen lassen. Vielleicht könnte man noch SURVIVOR, STRANGEWAYS, FATAL VISION, ARKADO und CAPTAIN BLACK BEARD hinzu nehmen um das Chaos vollends komplett zu machen. Nein chaotisch ist der Sound auf keinen Fall, vielmehr kommt AOR aus den Lautsprechern der sich an den alten Helden orientiert und huldigt. Wer auf Keyboardeinsatz ohne Ende steht wird bei FIRESKY fündig und mit dem Debüt zufrieden sein, wer nicht so drauf steht sollte vorher ein Ohr riskieren ob es passt oder nicht.

Wenn man vom Intro absieht gibt es etwa 38 Minuten lang reinrassigen AOR mit hohem Potential auf die Lauscher, es gibt viele die es nicht so drauf haben, allerdings nur sehr wenige die es besser können. Eine mehr als gelungene erste Vorstellung von FIRESKY.

„Run Into The Storm“ mit einem Intro wird in das Album gestartet, „Out Of Range“ ein flotter Rocker der sofort ins Ohr geht. „I’m Not Broken“ in den Strophen herrscht Harmonie während im Refrain ein kleines Chaos die Führung übernimmt, „A Stone In Time“ eine traumhafte Melodieführung die einen Hit formt. „Can You Feel Me“ ein mit viel Drama angereicherter Rocker, „Chasing The Dawn“ hier gibt es voll auf die Zwölf, ein sehr cooles Highlight. „One Last Time“ eine Ballade mit starkem Refrain, „Like Brothers“ es wird wieder ordentlich drauf los gerockt. „Together“ bei diesem Highlight kommen die STRANGEWAYS Fans voll auf ihre Kosten, „I Am Fire“ hoppla was rauscht da für ein Rocker aus den Boxen, spaciges Keyboard (die an die Italo pseudo Rocker STAGE erinnern) wird mit geilen Gitarren und rauen Vocals kombiniert.

Balle

WHEELS OF FIRE – All In

Trackliste:

01. Fool’s Paradise
02. Under Your Soul
03. End Of Time
04. Resonate
05. 99 Lies
06. Neverland
07. EmpTV
08. 9.29
09. Invisible
10. Walking On The Wire
11. Heaven Is Sold Out
12. Staring Out The Window

Spielzeit: 52:06 min – Genre: Melodic Hard Rock – Label: Art Of Melody Music – VÖ: 21.03.2025 – Page: www.facebook.com/wheelsoffireband 

 

Ich wurde vor vielen Jahren durch den Song „Scratch That Bitch“ von WHEELS OF FIRE auf die Band aufmerksam, der Titel stammt vom dritten Album „Begin Again“ aus dem Jahr 2019. Also besorgte ich mir die drei Alben der Band die mit guten bis sehr guten Songs aufwarten konnten. Nun im Jahr 2025 folgt das vierte Album mit dem Titel „All In“, also bin ich umso gespannter ob sich nach sechs Jahren Pause etwas an WHEELS OF FIRE geändert hat.

An der Besetzung hat sich nicht viel geändert mit dabei nach wie vor noch Bandgründer Davide Barbieri an Mikrofon und Keyboards, Stefano Zeni an den Gitarren und Fabrizio Uccellini an den Drums. Neu dazu gekommen ist der Bassist Simon Dredo.

Das heißt jetzt los geht es mit den italienischen Melodic Rockern auf eine Reise die knapp über 52 Minuten geht. Davides Stimme hat in der langen Pause nichts von ihrer Faszination verloren und überzeugt immer noch ohne einen Zweifel aufkeimen zu lassen. Die Gitarren kommen scharf und volle Power aus den Boxen, frei nach Asterix wie er schon 50 v. Ch. sagte die Spinnen die Italiener. Die Keyboards sind dezenter als die Gitarren ausgeführt und gestalten das ganze Bild interessanter ohne dabei in die Softrock Ecke ab zu driften. An manchen Stellen darf Davide an den Tasten mal kurz in den Vordergrund rücken um ein paar Noten Vorlaut abzulassen. Ansonsten bewegen sich die Gitarren vor den Tasten. Der Bass macht laut auf sich aufmerksam und wummert cool vor sich hin. Die Drums sorgen für mehr als nur einen Goose Bumps Moment. Das Gesamtbild mit der Stimme, Instrumente und Produktion bläst mit voller Inbrunst aus den Lautsprechern, egal ob mit Kopfhörer oder über mein vier Wegesystem der Marke Quadral wenn ich meine Endstufe richtig unter Last ausatmen lasse. WHEELS OF FIRE sorgen für Alarm an den Trommelfellen, und das auf sehr hohem Niveau.

Die Melodien sind sehr gut verpackt, bei der Ausrichtung der Gitarrenarbeit lässt sich ein Blick hin in die USA oder Kanada nicht übersehen. Das harmoniert allerdings sehr gut mit den europäisch ausgeführten Keyboardklängen. Mit dem lauten Bass und vorlauten Drums macht das Album sehr viel Spaß. Davides Stimme hebt dann das eh schon sehr gute Gesamtbild auf eine noch höhere Stufe. So ist den italienischen Rockern ein verdammt geiler Schuss gelungen der die drei Vorgängeralben mit spielerischer Leichtigkeit und mühelos Toppen kann. Mit einem Album in dieser Qualität kann WHEELS OF FIRE einen großen Schritt Richtung Spitze der Hard Rock Bands in Europa hinlegen und befindet sich von der Distanz in Schlagweite zu den Top Acts.

Vergleichen kann man WHEELS OF FIRE mit den drei Vorgängeralben mit mehr PS unter der Haube, oder US Riffing mit Eurokeyboards auf einem Paarungstripp und das entstandene Kind daraus nennt sich dann WHEELS OF FIRE. Ich vermisse auf „All In“ irgendwie nur eines, einen Aufreißer wie beim Vorgängeralbum in Form von „Scratch That Bitch“, der Song hat damals bei mir voll reingehauen, und so einen vermisse ich hier.

„Fool’s Paradise“ Italien voll auf Krawall gebürstet das Ding geht ab wie eine Katze auf nem Farbentrip, „Under Your Soul“ ein starker Rocker mit coolen Tasten und Drums. „End Of Time“ ein Melodic Rocker der Extraklasse, „Resonate“ die Ballade auf die jeder wartet. „99 Lies“ hier muss ich an die Italo Pop Giganten (nur mit vollem Gitarrenbrett) der 80er Jahre denken – aber auch irgendwie an STAGE mit ihren beiden All Time Hits „Ocean Of Crime“ und „Voodoo Dance“, „Neverland“ ein cooles Anfangsriff ist hier Trumpf, der Rest vom Song kann auch überzeugen „EmpTV“ hier wird das Thema Video kill the Radio Stars aufgegriffen und in einen Hard Rocker verpackt, „9.29“ ein flotter und stimmiger Melodic Rocker. „Invisible“ eine zweite Ballade die Potential fürs Radio hätte, „Walking On The Wire“ macht deutlich klar das Davide und seine Gang keine Softis sind. „Heaven Is Sold Out“ ein traumhafter Power Rocker der besten Art – ein Highlight, „Staring Out The Window“ ein Drama Rocker mit Pianoklängen.

Balle

NIGHT PLEASURE HOTEL – Portraits

Trackliste:

01. Niko
02. Just This Once
03. We Say Goodbye
04. Walking Through The Horizon
05. You And I
06. Sweet Melodies Of Rain
07. Shivers
08. What I Feel
09. Julia
10. Suddenly
11. For You
12. Quella Sera

Spielzeit: 60:30 min – Genre: AOR – Label: Art Of Melody Music – VÖ: 31.05.2024 – Page: www.facebook.com/NPHotelBand

 

Upps, NIGHT PLEASURE HOTEL, noch nichts von gehört, die Band will mit ihrem Debütalbum „Portraits“ ein Stück vom Kuchen abhaben. In der Promoinfo als brandneue AOR Sensation aus Bella Italia angekündigt geht es in eine Stunde Rockmusik. Mit von der Partie sind Alex Mari am Mikrofon, Gitarre, Bass und Keyboards, Sebastiano Barbirato an Gitarre und Bass sowie Gianluca Pisana an Drums und Piano. Und eins vorweg das Trio hat es gewaltig hinter den Ohren.

Die Produktion klingt zwar ein wenig steril, geht aber trotzdem als gut bis sehr gut durch. Empfohlen werden NIGHT PLEASURE HOTEL für Fans von SURVIVOR, FOREIGNER, PRISM und TOTO, was ich nicht ganz nachvollziehen kann. Bei PRISM und TOTO gehe noch mit, die beiden Anderen weniger. Ich würde sogar noch EYE, HIT THE GROUND RUNNIN‘, BLANC FACES und FIND ME hinzunehmen, bei den beiden Letzt genannten liegt der Punkt mit der größten Überschneidung. Die Stimme von Alex hat eine starke Ähnlichkeit mit der von Robbie LaBlanc aber auch ein wenig John Harrison (EYE). Die Band klingt so gar nicht nach Italien, sondern es kommt US AOR aus den Boxen der sich an einigen der besseren orientiert und ihre Sache verdammt gut machen. Die Gitarren gehen in Ordnung, für mich ein bisschen zu zurückhaltend und brav, die Keyabteilung macht auch eine sehr gute Figur, der Drummer hat auch einiges auf dem Kasten, ich habe nur irgendwie das Gefühl das man es gelegentlich mit einer Blechkiste aus der Technikabteilung zu tun zu haben.

Das Trio macht hier normal alles richtig, es wird gerockt, die Tränen fließen auch des Öfteren, für manchen vielleicht zu oft, es könnten auch zwei Rocker mehr sein. Für mich ein zu Zahm, nicht schlecht sondern zu brav, nett und lieb. Ich vermisse hier ein wenig mehr Mut hin mit ein paar dezenten Genreübergreifenden Blicken hin zum Hard Rock der ein wenig Dreck mitbringt. Schlecht ist der AOR aus dem Land des Stiefels nicht, ich wüsste auch nicht wo ich den Rotstift ansetzen könnte. Das Gefühl des Drum Computers reicht nicht um einen Punktabzug zu rechtfertigen. Hier kommt anständiger AOR der ebenso produziert wurde aus den Boxen und damit ein sehr großes Basta. Italien kann nicht nur auf Strandurlaub, Antike Stätten, berühmte Städte wie Venedig, Rom, Florenz, Mailand, den Lago di Garda, Pasta, Pizza und Frutti di Mare stolz sein sondern auch auf eine nagelneue Band die den Namen NIGH PLEASURE HOTEL trägt. Beim nächsten Mal bitte mehr Mut und nicht soviel Drama.

„Niko“ ein perfekter Start in ein AOR Album, „Just This Once“ der perfekte AOR Song. „We Say Goodbye“ eine Ballade bis zur Mitte nur mit Gesang und Klavier, ab der Mitte geht das Ding mit allem ab, „Walking Through The Horizon“ nicht schlecht aber man denkt wann geht es so richtig los. „You And I“ hier wird wieder mit mehr Energie gearbeitet, „Sweet Melodies Of Rain“ ein traumhafter Song für den Sonnenuntergang am Meer. „Shivers“ fängt lahm an und steigert sich im Verlauf, „What I Feel“ kommt mit viel Drama, sehr viel Drama. „Julia“ hier meint man fast ein verschollener Song von PRISM läuft gerade im Radio, „Suddenly“ hier wird das Drama auf die Spitze getrieben. „For You“ hier wird mutig mit Reggae gearbeitet allerdings mit Drama, „Quella Sera“ eine Powerballade auf Italienisch, stark gemacht das Teil.

Balle