ROBIN MCAULEY – Standing On The Edge

Band: Robin McAuley
Album: Standing On The Edge
Spielzeit: 44 40 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 07.05.2021
Homepage: www.facebook.com/RobinMcAuleyRock/

 

Wo fängt man bei einem Künstler wie MCAULEY an, ab wann erwähnt man was, schlecht zu sagen. Also fangen wir an einige Stationen des guten Herrn MCAULEY zu nennen, angefangen bei Solo Alben, bei Bands und Projekten wie Frank Farians FAR CORPORATION, GRAND PRIX mit dem Disco Hit “Sout”, HAVEN, THE MCAULEY SCHENKER GROUP, MICHAEL SCHENKER FEST, THE MICHAEL SCHENKER GROUP, THE V-PROJECT, BLACK SWAN und Tribute Alben um nur einige zu nennen. Ist nun sein meines wissens zweites Solo Album erschiennen.

Unterstützt wurde Mr. MCAULEY neben Himself am Mikro von Andrea Seveso an Gitarren, Alessandro Del Vecchio an Bass, Keyboards und Backing Vocals, Nicholas Papapicco am Schlagzeug und als Gastgitarrist Howard Leese. Dieses Soloalbum wurde von Serafino Perugino dem Chef von Frontiers beaufsichtigt und geleitet, die Songs wurden von MCAULEY, Del Vecchio und der Unterstützung von Phil Lanzon, Howard Leese und Tommy Denander geschrieben. Die Produktion gibt keinen Anlaß zum mekern und hat ordentlich Dampf.

Geboten wird melodischer Hard Rock tief in den 80ern verwurzelt, mit viel Gespühr für Melodien und Eingängigkeit. Über allem anderen steht die einzigartige und ausdrucksstarke Stimme MCAULEYs und zeigt das er selbst in seinem Alter von 68 Jahren noch was drauf hat. Die Songs besitzen das richtigen Tempo und zeigen wie sehr guter Hard Rock zu klingen hat.

Den Anfang macht “Thy Will Be Done” ein kräftiger Stampfer, gefolgt vom Riffmonster “Standing On The Edge” dennoch gefühlvoll und eingägnig wie Sau. “Late December” ein gefühlvoller Melodic Happen fast schon Ballade, “Do You Remember” lässt der Sechsseitigen freilauf ein Rocker. “Say Goodbye” ein Highlight, “Chosen Few” geht auch als Highlight durch voll auf die 12. “Run Away” lässt sämtliche Taschentücher durch Tränen feucht werden, “Suppose To Do Now” 80s und nochmals 80s stark gemacht ein Highlight. “Wanna Take A Ride” kommt lässig daher, “Like A Ghost” 80s pur, “Running Out Of Time” gibt Vollgas.

Fazit:

Und wieder diese Erinnerungen an eine Zeit in der man in der Disse nicht einen 6er im Lotto investieren musste um sich volllaufen zu lassen, in der man an der Zapfsäule nicht gleich die Tanke mitkaufte, in der man noch mit dem PKW Führerschein einen 7,5 Tonner und ohne zusätzliche Fahrstunden mit Anhänger fahren konnte. An all dies und noch mehr erinnere ich mich wenn ich dieses Album höre, ich veregebe eine Bewertung von 9 Sternen für ein starkes Stück Musik.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Thy Will Be Done
02. Standing On The Edge
03. Late December
04. Do You Remember
05. Say Goodbye
06. Chosen Few
07. Run Away
08. Suppose To Do Now
09. Wanna Take A Ride
10. Like A Ghost
11. Running Out Of Time

Balle

TRUCKER DIABLO – Tail End Of A Hurricane

Band: Trucker Diablo
Album: The Tail End Of A Hurricane
Spielzeit: 54:05 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Bad Reputation
Veröffentlichung: 07.05.2021
Homepage: www.facebook.com/TRUCKERDIABLO/

 

Die im Jahr 2008 von vier Freunden gegründet und aus Nordirland stammende Band TRUCKER DIABLO stellt ihr mitlerweile fünftes Album in die Regale. Die Vorgänger sind mir nicht bekannt aber was auf diesem Album geboten wird kann sich ohne Ausnahme hören lassen. Der Hard Rock klingt nach von Schweiß triffenden Shirts und abgerockten Gitarren an denen durch die schwerstarbeit an den Saiten der Lack abbröckelt. Der Sound ist von den 80ern inspiriert, gefällt sehr gut und erinnert an GARY MOORE, THIN LIZZY, BLACK STAR RIDERS und aktuelle RICKY WARWICK mit modernem Anstrich ohne dabei das Hauptaugenmerk zu vernachlässigen, dem sehr guter Hard Rock mit viel Melodie.

Eröffnet wird mit “BTKOR” ein kräftiger und moderner Hard Rocker, “I Am Still Alive” ein erstes Highlight sehr guter Rocker. “Rock Kids Of The 80’s” könnte aus genau diesem Jahrzent stammen ein weiteres Highlight, bei den ersten Takten von “Don’t Hold On To Hate” fallen mir die SCORPIONS ein, bei “Set The Night On Fire” kommt Partystimmung auf und ich muss an Highschool Komödien aus den 80ern denken, starker Song der genau das Feeling der 80er in die Neuzeit teleportiert und gute Laune verbreitet. “Tail End Of A Hurricane” der Bandname ist Programm, wie ein Truck der sich unaufhaltsam auf seinem Weg über den Highway To Hell befindet, Brachialriffing mit Uptempobeats kommt gut. “Insects” ist Hart Rock mit rotziger Punknote, “The Edge Of Tonight” besticht mit geilen Gitarrenläufen und setzt Akzente. “The Trade” fängt langsam und leise an um dann ab Minute 1:05 zu einem Stampfer zu mutieren und mit Vollgas eine Straßensperre durch zu brechen, “This Burning Heart” hart, intensiv und melodiös gehört zu den Highlights. “Woostock In Vietnam” sorgt für gute Laune, “Slow Dance” kommt gut an, “Bury The Ocean” ein moderner Rocker.

Fazit:

Die vier werfen ein Langeisen ins Feuer das es in sich hat, ich vergebe eine Bewertung von 8,5 Sternen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. BTKR
02. I Am Still Alive
03. Rock Kids Of The 80’s
04. Don’t Hold On To Hate
05. Set The Night On Fire
06. Tail End Of A Hurricane
07. Insects
08. The Edge Of Tonight
09. The Trade
10. This Burning Heart
11. Woodstock To Vietnam
12. Slow Dance
13. Buy The Ocean

Balle

NO POSSESSION – Third Time’s A Charm

Band: No Possession
Album: Third Time’s A Charm
Spielzeit: 45:39 min
Stilrichtung: Blues Rock
Plattenfirma: Melodic Passion
Veröffentlichung: 28.05.2021
Homepage: www.facebook.com/nopossessionblues/

 

NO POSSESSION eine nicht ganz neue Compo aus Schweden, ürsprünglich als Blues Band NO POSSESSION BLUES gegründet zwei veröffentlichten Alben und eine vielzahl von Liveshows in Europa im Jahr 2011, 2018 wurde der Name geändert indem man das BLUES weg lies. Zur Band gehören Micko Ylinikka am Mikro und Girarre, David Ylinikka an Girarre und Backing Vocals, Mattias Vestlund an Bass und Backing Vocals und Thomas Andersson an Drums und Backing Vocals.

Der Sound ist bluseiger ab und zu auch mal rolliger Classic Rock in etwa ROLLING STONES, JANINA JADE, THE BLACK CROWES, softe DEEP PURPLE oder AEROSMITH. Mal härter mal lässig aus der Hüfte, die Produktion klingt ansprechend und kommt mit schmackes aus den Boxen. Die Stimme hört sich mal heiser, dann gefühlvoll oder rauchig an, diese Abwechslung macht richtig Laune und gefällt zudem sehr gut. Die Band spielt locker und befreit drauf los und haut Song nach Song raus, sicher erfinden NO POSSESSION das Rad des Rock nicht neu aber das Album macht in all seinen Facetten trotzdem oder vielleicht gerade deswegen spaß und bringt gute Laune mit.

Mit Songs vom Kaliber “Third Time’s A Charm” flott und kräftig, “Find My Way Home” lässig und locker, “Dark Eyes” melancholisch aber stark, “Retold ‚N‘ Recycled” Blues N‘ Roll, “Beggars Can’t Be Choosers” kräftiger Stampfer, “Black Coal, Thin Ice” genial gemacht und “Knockout Punch” stampft alles über den Haufen, können NO POSSESSION überzeugen und haben sieben Songs auf der haben Seite, die nicht erwähnten Songs sind guter Durchschnitt und auch gut hörbar.

Fazit:

Ich vergebe für diese Bluse N Roll Nostalgie Mucke eine Bewertung von 8 Sternen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Lights Out
02. Find My Way Home
03. Dark Eyes
04. Retold ‚N‘ Recycled
05. Feel This Way
06. Beggars Can’t Be Choosers
07. Capital Crime
08. Black Coal, Thin Ice
09. Taste Of Blood
10. Out To Dry
11. Knockout Punch
12. The Sunshineman

Balle

TYGERS OF PAN TANG – Majors & Mirrors

Band: Tygers Of Pan Tang
Album: Majors & Mirrors
Spielzeit: 67:55 min
Stilrichtung: Hard Rock / Metal
Plattenfirma: Mighty Music
Veröffentlichung: 28.05.2021
Homepage: www.facebook.com/tygersofpantangofficial

 

Die NWOBHM Recken von TYGERS OF PAN TANG melden sich mit einem Best Of Album zurück, enthalten sind Songs der Letzten dreizehn Jahre. Zum Lineup gehören Jack Meille am Mikro, Robb Weir und Francesco Marras an Gitarren, Gav Gray am Bass und Craig Ellis am Schlagzeug.

Mein erstes aufeinander Treffen mit TYGERS OF PAN TANG hatte ich mit dem letzten Album aus 2019 welches ich mir zu gelegt habe. Dieses gefiel mir sogar sehr gut aber irgendwie hab ich die Band wieder aus dem Fokus verloren, zu viel Promos die einem gefallen und die man nach und nach geordert hat, und eben die TYGERS OF PAN TANG vom Radar verschwanden. Nun liegt mir diese Best Of vor und ich muss gestehen das dieses Material sehr gut ist und ich mir mal das ganze Schaffen dieser Band anhören werde.

Auf der Scheibe wird eine Mischung aus Hard Rock und Metal geboten die ordentlich Druck macht, mit Eingängigkeit und härte aus den Lautsprechern bläst. Meistens im Hard Rock britischer Prägung oder auch mal im Metalgewand rocken sich die fünf den Allerwertesten ab. Zudem steht ein Stimmbandakrobat hinter dem Mikro der einen fabelhaften Job macht, die Gitarren fauchen wie Sau und die Drums treiben und treiben.

Mit Songs wie “Damn You”, dem Monster “Destiny” was für ein Brett, “Glad Rags”, “Keeping Me Alive”, “Only The Brave”, “She”, “Spoils Of War” mit Orchester, “The Devil You Know”, “What You Say”, “White Lines” und “Worlds Apart” hat die Band eine sehr gute Wahl getroffen.

Fazit:

Für alle die sich einen Überblick von den TYGERS OF PAN TANG verschaffen wollen eine lohnende Anschaffung für Fans ohnehin ein muss.

WERTUNG: Ohne Wertung

Trackliste:

01. Only The Brave
02. Destiny
03. She
04. Never Give In
05. Worlds Apart
06. Glad Rags
07. Let It Burn
08. White Lines
09. The Devil You Know
10. Keeping Me Alive
11. Hot Blooded
12. Damn You
13. Spoils Of War
14. What You Say
15. Plug Me In

Balle

BARAKADE – Volume 1 (RG Zeitmaschine)

Band: Barakade
Album: Volume 1
Spielzeit: 54:46 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Magellan Records
Veröffentlichung: 1995
Homepage: –

 

BARAKADE eine nicht wirklich bekannte Band aus den USA veröffentlichte 1995 ihr leider einziges Album, der Sound ist im Melodic Rock beheimatet und kann gefallen. Die Band bestand aus Drew Barrett Lead und Backing Vocals, Vinny Destefano an Gitarren und Backing Vocals, Brennt Nicolaysen an Bass und Backing Vocals, Edward C. Wahl an Keyboards und Backing Vocals und noch Brian Montheard an den Drums.

Die Vocals von Drew sind gewöhnungsbedürftig und dringen in höhen vor die selbst bei Steve Perry für große Augen sorgen müsste, aber diese gibt der Band ein unverkennbares Merkmal und Einzigartigkeit genau wie die Vocals bei den Bands JOURNEY, WHITESNAKE oder AC DC. Während sich die Band den Hintern wund und blutig rockt haut Drew die Vocals dreckig und frech ins Mikro. Die Band gefällt mit jedem Durchlauf besser und es fallen einem immer neue Facetten auf die man bei den voran gegangenen Durchläufen nicht gehört hat. Dieses Album wächst mit jedem weiteren anhören und die Favoriten festigen ihre Favoritenposition. Der Sound ist in etwa eine Mischung aus härteren SURVIVOR, FOREIGNER, FIREHOUSE und DANGER DANGER, bestes Futter für die Melodic Rock Anhänger.

Leider lässt sich im großen WWW nicht gerade viel über die Band herausfinden, das Booklet gibt nur die Songtexte, Musiker, Produzenten und Credits preis, die Songs wurden alle von der Band komponiert mit Ausnahme des letzten Songs. Außer von Sänger Drew der noch ein Soloalbum am Start hatte ist mir nichts von dem weiteren Werdegang der anderen Bandmitglieder bekannt.

“Someone Will Pay” faucht gleich zu Anfang mit einem Riff aus den Boxen, starker Einstieg, “I Still Dream Of You” ein gefühlvolles Highlight und zeigt eindrucksvoll das Können der Fünf Melodic Rock sicher und mit einer Power vortragen zu können das man sich wundert das die Band nicht mehr Staub aufwirbeln konnte. “Still In Love” bedient die Balladenfraktion bestens, “Never Cry” ein weiteres Highlight zeigt wieder was für ein Potential in BARAKADE gesteckt hat und was die Band drauf hatte. “Keep Running Away” ein guter Midtempotrack, “Never Wanted To Say Goodbye” noch ein Highlight bester Melodic Rock. “Calling Out” eine starke gefühlvolle Ballade, der Refrain ist traumhaft und man meint förmlich den seelischen Schmerz von Drew zu spüren, “Rain Keeps Falling” ein durchschnittlicher Song. “Out On Edge” der Superhit auf dem Album, Mitte oder Ende 80 wäre der Song in den Top Ten gelandet, “Everything To Me” eine sehr gute Powerballade. Die beiden letzten Titel “Oh Jamie” als Livemittschnitt und “Lazy Or Last Call” Live Anywhere in Mexico aufgenommen, was man da hört war BARAKADE nicht nur im Studio eine Bank sondern konnte auch Live überzeugen.

Fazit:

Ein wahres Unknown Gem wie die von mir schon vorgestellte Band BEYOND THE MIRROR so gehört auch BARAKADE zu den besten unbekannten Bands, mit verdammt geilem Stoff auf ihren Alben. Ich vergebe eine Bewertung von 9 Sternen da das Material geil groovt, drückt und ohne Ende rockt.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Someone Will Pay
02. I Still Dream Of You
03. So In Love
04. Never Cry
05. Keep Running Away
06. Never Wanted To Say Goodbye
07. Calling Out
08. Rain Keeps Falling
09. Out On Edge
10. Everything To Me
11. Oh Jamie
12. Lazy Or Last Call

Balle

SEVENTH CRYSTAL – Delirium

Band: Seventh Crystal
Album: Delirium
Spielzeit: 40:13 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 14.05.2021
Homepage: www.facebook.com/seventhcrystalband/

 

Ein richtiges Schwedenbrett hauen SC mit ihrem Debüt raus, zur Band gehören Kristian Fyhr Lead Vocals, Emil Domerus an Gitarre und Backing Vocals, Johan Älvsang an Keyboards und Backing Vocals, Olof Gadd an Bass und Backing Vocals und an den Drums Anton Roos.

Dieses Brett spielt irgendwo zwischen TREAT, ECLIPSE, PERFECT PLAN, H.E.A.T., OSUKARU und CAPTAIN BLACK BEARD mit, kann nebenbei Punkte sammeln und gefallen. Der Melodic Rock besticht durch sehr gute Melodien, den richtig eingesetzten Gitarren die durch Keyboardteppiche unterstützt werden. Fyhr besitzt eine sehr gefühlvolle und angenehme Stimme die auch Punkten kann und ist wie gemacht für Melodic Rock. Die Mucke kommt immer mit der richtigen Härte  und ordentlich Druck aus den Boxen, die Keyboards passen wie die Faust aufs Auge zu den Gitarren.

Den Einstieg in die Reise macht “Say What You Need To Say” ein Rocker und Highlight gibt die Richtung für das Kommende vor, “When We Were Young” flott und stark. “Broken Mirror” ein gefühlvoller Song der auf Anhieb zündet und mit seiner Melodieführung besticht, “Delirium” fängt fast wie ein Metalsong an, in den Strophen Melodic Rock bis zum Refrain der recht intensiv aber genial ausgefallen ist. “When I’m Gone” gefühlvoller geht fast nicht auch ein Highlight, “Should’ve Known Better” erinnert an CAPTAIN OSUKARU BEARD. “So Beautiful” erinnert an ART NATION kommt geil ebenfalls ein Highlight, “Time To Let It Go” kommt mit geiler Cello Unterstützung. Mit “Deja Vu” kommt das nächste Highlight ein Traum der Song, “Bright And Clear” besitzt wieder sehr viel Gefühl auch ein Highlight, “Hope It Will Be Alright” ein von Piano getragene Ballade die für Tränen sorgen könnte.

Fazit:

Ein Brett das sich gewaschen hat wird von SC vor die hängende Kinnlade genagelt, ein wirklich gelungenes Debüt. Lasst euch nicht vom Cover täuschen das sieht mehr nach Progmucke aus, der Inhalt ist reiner Melodic Rock bester Sorte aus Skandinavien. Ich vergebe eine knappe 9 als Bewertung, die verdient ist. Bei jedem Durchgang gefällt das Album besser und besser.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Say What You Need To Say
02. When We Were Young
03. Broken Mirror
04. Delirium
05. When I’m Gone
06. Should’ve Known Better
07. So Beautiful
08. Time To Let It Go
09. Deja Vu
10. Bright And Clear
11. Hope It Will Be Alright

Balle

MIKE TRAMP – Everything is Alright

Band: Mike Tramp
Album: Everything Is Alright
Spielzeit: 47:05 min
Stilrichtung: Mainstream Classic Rock
Plattenfirma: Target / SPV
Veröffentlichung: 21.05.2021
Homepage: www.facebook.com/MikeTrampOfficial

 

MT kommt nach 11 Alben mit einer dritten Best Of zurück. Über Sinn oder Unsinn lässt sich Stunden lang diskutieren, vor allem wenn die enthaltenen Songs schon als Best Of aus dem letzten Jahr 2020 im Doppelpack veröffentlicht wurden, aber der gute Mike hat eine beachtliche Karriere sei es mit WHITE LION oder Solo vor zu weisen, der Däne hat es einfach drauf gute Musik zu produzieren. Die Stimme von Mike ist einzigartig auf ihre Weise zerbrechlich aber mit einer Ausstrahlung die es in sich hat.

Kommen wir mal zu den Songs “Give It All You Got” wildert bei SPRINGSTEEN im Mainstream, “Trust In Yourself” lässig, locker aus der Hüfte. “If I Live Tomorrow” bester Rock, “Cobblestone Street” ein gefühlvoller Song. “Coming Home” geht in Richtung SPRINGPETCAMP, “Everything Is Alright” fischt lässig bei SPRINGPETCAMP im Teich mit Country Flair, “Dead End Ride” besticht mit Lässigkeit. “Take Me Away” rockt locker durch die Strophen. “The Road” bester Mainstream, bei “More To Life Than This” kommen White Lion Gene durch ein Highlight.

Fazit:

Eine durchaus gelungene Best Of über deren Sinn oder Unsinn ich nicht entscheiden möchte, aber eine sehr gute Zusammenstellung über das Soloschaffen eines großen des Rockbizes. Für diejenigen die MT nicht kennen ein guter Einstieg mit tollen Songs ohne Durchhänger.

WERTUNG: ohne Wertung

Trackliste:

01. Give It All You Got
02. Trust In Yourself
03. If I Live Tomorrow
04. Cobblestone Street
05. Coming Home
06. Everything Is Alright
07. Dead End Ride
08. Take Me Away
09. The Road
10. More To Life Than This

Balle

 

 

PROUD – Second Act

Band: Proud
Album: Second Act
Spielzeit: 44:50 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 28.05.2021
Homepage: www.facebook.com/proudthebandofficial

 

Die Schweden PROUD sind nach 36 Jahren Pause zurück auf der Spielwiese. Gegründet wurde die Band 1982 als BURN, etwa 1984 wurde die Band in PROUD umbenannt. In diesem Jahr wurde auch das Album “Fire Breaks The Dawn” über EMI veröffentlicht. Nun steht das zweite Album vor der Tür, zur Band gehören Anders Magnell an Mikro, Gitarren und Backing Vocals, Roberth Horvath an Bass und Backing Vocals, Mats Christiansson an Drums und Backing Vocals, zusätzlich noch Richard Larsson am Keyboard. 2019 entschied sich die Band in original Besetzung einen Neustart zu wagen. Es wurde mit dem Songwriting und Aufnahmen begonnen, und es kam ein Deal mit AOR Heaven zu stande.

Zu hören gibt es Melodic Hard Rock der stark nach Skandinavien klingt und gleich zündet ohne lange warmlaufen zu müssen. Es kommt das Feeling auf das nur Bands aus beschriebener Region Europas verbreiten, eine angenehme Stimmung mit Vocals die perfekt mit den Melodien harmonieren. PROUD liegt irgendwo zwischen TREAT, LAST AUTOMN’S DREAM, PERFECT PLAN, DALTON, RETURN, ECLIPSE, WINDING ROAD und STORMBURST und dabei eingängig in das Gehör eindringen, einem nicht mehr so schnell aus dem Kopf gehen. Mit genau der richtigen Portion Härte und Melodie wird Song für Song vorgetragen und kann nebenbei ordendlich Eindruck machen und für Aufsehen sorgen.

Songs wie “Sail Away”, “Broken Dreams”, “Magic”, “Born For Your Love”, “Dangerous” und “Higher” setzen eindrucksvoll ein Ausrufezeichen, wenn man das gesamte Album betrachtet ist kein schlechter Song enthalten alle Songs gehören zu besten Sorte Skani Rock, und “Fly Like An Eagle” besitzt Top Ten Gene.

Fazit:

Nach 36 Jahren auf Eis kommt PROUD wie aus dem Nichts zurück und haut dermaßen mit dem Hammer auf den Putz, zimmert ein derart starkes Album ein und könnte sich in meinem Jahrespoll sehr weit oben einordnen. Jungs ich vergebe für euer Comeback eine Bewertung von 9 Sternen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Sail Away
02. Broken Dreams
03. Magic
04. Born For Your Love
05. Crying In The Night
06. Dangerous
07. Higher
08. Hold On
09. I’m Ready
10. Fly Like An Eagle

Balle

MICHAEL FURY – Affairs In Babylon

Band: Michael Fury
Album: Affairs In Babylon
Spielzeit: 39:07 min
Stilrichtung: AOR
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 28.05.2021
Homepage: —

 

Michael Fury aus Kanada wurde 1979 von Myles Hunter, Martyn Jones und Rob Kennedy gegründet. 1984 wurde dieses Album unter dem Bandnamen Michael Fury bis jetzt nur auf Vinyl veröffentlicht, welches nun von AOR Heaven in einer Auflage von 1000 Stück der breiten Masse wieder zugänglich gemacht wird. Damals dabei waren Myles Hunter am Mikro, Rob Kennedy an Gitarre und Backing Vocals, Martin Jones an Bass und Backing Vocals, Howard Helm und Greg Bociek an Keyboards und Dave Mihal am Schlagzeug.

Etwa mitte der 80er Jahre banannte man sich in REFUGEE um und es wurden zwei sehr guten Alben veröffentlichten. Unter der Flagge REFUGEE wurde 1985 ebenfalls ein Album mit dem Titel „Affairs In Babylon“ veröffentlichte, mit fast identischer Tracklist, einige der Songs haben andere Titel bekommen. 1987 brachte REFUGEE mit “Burning From The Inside” eines der besten Rockalben auf den Markt. Myles Hunter veröffentlichte noch 1990 das Soloalbum “Nordic Union” mit einigen bekannten Namen im Studio welches ziemlich rar, teuer und schwer aufzutreiben ist. 1994 hatte Hunter unter HUNTER GREER noch das Album “Tales From Stoney’s Bar And Grill” am Start, alle Alben unter der Mitwirkung von Hunter bewegen sich im sehr guten AOR.

Geboten wird auch hier sehr guter AOR der wie soll es anders sein wie ein REFUGEE Album klingt, sehr eingängig mit einem bestens aufgelegten Myles Hunter am Mikrofon. Mit Songs wie „Affairs In Babylon“, „Through The Thunder“, „There’s Gonna Be A Fire Tonight“, „These’s Are The Good Times“, „(Janie) Here We Go Again)“, „Hot Words“ und „And We All Go To The River“ haben MF alles richtig gemacht. Der Sound ist typischer nordamerikanischer AOR und geht bestens ins Ohr. Der Song “These’s Are The Good Times” ist hier in der Originalversion zu hören, kam von Eric Martin auf dem Soundtrack zum Film “Iron Eagle” und dessen 1987er  Soloalbum “I’m Only Fooling Myself” überzeugend vorgetragen zum Einsatz.

Fazit:

Ein sehr gutes Stück AOR aus Kanada den es in einer Auflage von 1000 Stück auf CD zu einem normalen Tarif gibt. Ich vergebe eine Bewertung von 8,5 Sternen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Affairs In Babylon
02. Through The Thunder
03. Pictures And Prints
04. There’s Gonna Be A Fire Tonight
05. These Are The Good Times
06. (Janie) Here We Go Again
07. Hot Words
08. And We Al Go Down To The River
09. White Wine And Roses
10. Love Comes Down

Balle

GARY HUGHES – Waterside

Band: Gary Hughes
Album: Waterside
Spielzeit: 50:09 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 12.03.2021
Homepage: www.de-de.facebook.com/TenOfficial

 

GH beehrt uns mit seinem neuen Soloalbum, Herr H ist bestens bei Stimme die Produktion geht in Ordnung und der Sound wen wundert es geht in Richtung Soloalben und TEN mit leichten lässigen DANNY VAUGHN Vibes. Die Vergleiche sind nicht negativ gemeint, vielmehr positiv den das Material ist sehr gut ausgefallen.

Zum Linup gehören neben GH an Mikro und Gitarren, Dann Rosingana an Gitarre, David Rosingana am Bass, Darrel Treece-Birch an Keys und Schlagzeug, Karen Fell und Scott Hughes an Backing Vocals und SH an Lead Vocals.

Das auf diesem Album befindliche Material gehört für mich zum besten welches GH bis jetzt Solo veröffentlicht hat, die Vorgänger sind schon gut aber durch die doch eher schwammigen Produktionen bleibt der Genuß mit einem Faden Nachgeschmack schwer im Magen liegen. Nicht so auf diesem Rundling hier stimmt die Produktion, sprich der Sound ist ansprechend, die Songs zünden auf der Stelle, machen sich in den Gehörwindungen breit und verursachen ein Feuerwerk der guten Laune. Die Vocals sind auf gewohnt hohem Niveau, die Stimme von Gary hat nichts an Faszination verloren und es ist eine freude der Stimme zu zuhören.

Den Anfang macht “All At Once It Feels Like I Believe” von den Vocallines erinnert der Titel an TEN, “Elektra-Glide” kommt locker lässig aus der HI FI Anlage bestes MeloRo Futter. “Lay Down” kann durch sein cooles Riffing Akzente setzen, “The Runaway Damned” erinnert an DANNY VAUGHN Solo. “Screaming In The Halflight” lässt die Taschentücher feucht werden, “Waterside” ein lässiger Groover. “Video Show” erinnert positiv an DARE ein Highlight, “Save My Soul” geht gut ins Ohr auch ein Highlight. “Seduce Me” kann den angesetzten Standard nicht ganz halten, “When Love Is Done” verbreitet ein herzschmerz Gefühl.

Fazit:

Ein gelungenes Album mit sehr guten, zwei davon sind guter Durchschnitt, Songs und zwei Balladen. Durch die gute Produktion macht das hören deutlich mehr Spaß als die Vorgänger die nicht schlecht waren aber beim Sound Abstriche verbuchen. Ich vergebe eine Bewertung von 8,5 Sternen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. All At Once It Feels Like I Believe
02. Electra-Glide
03. Lay Down
04. The Runaway Damned
05. Screaming In The Half Light
06. Waterside
07. Video Show
08. Save My Soul
09. Seduce Me
10. When Love Is Done

Balle