X-MAS PROJECT – X-Mas Project (Klassiker der Woche)

Band: X-Mas Project
Album: X-Mas Project
Spielzeit: 29:34 min.
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Shark Records
Veröffentlichung: 29.11.1985
Homepage: –

1985 geschah etwas Großes. Einige namhafte Heavy Metal Musiker aus Deutschland fanden sich zusammen, um dem Weihnachtslieder-Einheitsbrei endlich den Garaus zu machen. Mit ihrem X-MAS PROJECT trafen die Initiatoren der Plattenfirma Shark Records genau den Nerv der Zeit, Heavy Metal war in aller Munde, einheimische Kapellen wie SODOM, DESTRUCTION, KREATOR oder TANKARD waren angesagt.

Zuerst wurde eine 4-Track EP eingespielt, die unter dem Namen „Bangin´ Round The X-Mas Tree“ veröffentlicht wurde (in der Trackliste mit einem * gekennzeichnet). Hier sangen Thorsten „Toto“ Bergmann (LIVING DEATH) und Reent Fröhlich (FACT) jeweils zwei Nummern ein während Axel Rudi Pell, Thomas Eder (damals beide STEELER) und Marin Bork (LION´S BREED) die Instrumente übernahmen.

1986 wurde das Projekt ausgeweitet und weitere 4 Songs kamen zu der Ehre, von Leuten wie Peter „Peavy“ Wagner (RAGE) oder Sabina Classen (HOLY MOSES) eingesungen zu werden. Aber nicht nur der Gesang wurde abermals von bekannten Gesichtern übernommen, Namen wie Axel Rudi Pell, Thomas Eder, Björn Eklund (MEKONG DELTA) und weitere Mitglieder von LIVING DEATH, RAGE und HOLY MOSES rundeten das bunte Line-Up abermals ab.

Und so stand zu Weihnachten 1986 eine bunte Compilation an Hits der stillen Zeit im Metal-Gewand in den Plattenläden. Mal speedig verpackt („Mary´s Little Boy Child“, der Hit „Jingle Bells“ oder die verrückte Interpration von „Great King Wenzeslaw“), mal bedenklich andächtig („Silent Night, Holy Night“, das im weiteren Verlauf so richtig schon verhohnepipelt wurde) oder im Midtempo gehalten („White Christmas“, „Leise rieselt der Schnee“ oder „Winter Wonderland“). Ein bunter Strauß an Weihnachtsmelodien für alle Kuttenträger also.

Erst 1995 sollte dieses Joint Venture eine Fortsetzung erfahren. Verstärkt mit Gerre von TANKARD und Mitgliedern von HOLY MOSES wurden alte Songs mit neuen kombiniert. Anfang der 2000er kam noch eine Compilation beider Alben auf den Markt, seither haben sich wohl nur Herrschaften wie SODOM´s Tom Angelripper („Ich glaub nicht an den Weihnachtsmann“) oder die TOTEN HOSEN am Weihnachtsrepertoire vergriffen.

Aber natürlich hat fast jede Hardrock- oder Metalband mindestens einen Christmas-Song im Programm und es gibt auch noch einige weitere Projekt dieser Art, es wird also auch für Headbanger nicht langweilig in der besinnlichen Weihnachtszeit. Mit dem X-MAS PROJECT gelang allen Mitwirkenden damals ein Klassiker der Metalgeschichte, der auch heute noch Spaß macht und zumindest bei mir jedes Jahr zum Einsatz kommt.

Trackliste:

01.    Mary´s Little Boy Child
02.    Jingle Bells *
03.    Leise rieselt der Schnee
04.    Winter Wonderland *
05.    G.K.W. (Great King Wenzeslaw)
06.    Silent Night, Holy Night *
07.    White Christmas *
08.    Alle Jahre wieder

Stefan

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VON GROOVE – Von Groove (Klassiker der Woche)

Band: Von Groove
Album: Von Groove
Spielzeit: 59:22 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Chrysalis
Veröffentlichung: 1992
Homepage: www.facebook.com/vongrooveband

Heiliger Bimbam – ich glaube, das waren meine kurzen Gedanken, als ich das erste mal den Song „Once Is Not Enough“ der Kanadier VON GROOVE hörte. Nach einem neckischen Intro (im Hintergrund läuft der eigene Song „Slave To Sin“) startet das sägende Riff und alleine das sorgt für eine offene Futterluke. Danach räkelt sich der Song wie eine tanzende Göttin im Midtempo bis hin zum einfachen aber wirkungsvollen Refrain. Dabei besteht das komplette Stück fast ausschließlich aus diesem einen Riff. Als das dazugehörige Video Anfang der 90er über die Bildschirme flimmerte waren die Tage der Hairspray-Ära bereits gezählt. Das schwarze Album von METALLICA und natürlich „Nevermind“ von NIRVANA waren angesagt und gleichzeitig unzählige andere Kapellen mit Selbstmordabsichten. Das zumindest suggerierte ihre Musik.

Und doch ist das 1992 erschienene Debüt so viel mehr als nur dieser eine „Hit“. Zumindest hätte es einer werden können, wären Sänger Michael Shotton, Gitarrist Mladen und Bassist Matthew Gerrard ein bisschen früher mit diesem Rundling aus der Hüfte gekommen. Die Basisaufnahmen machte man im „The Lab“ benannten Heimstudio von Matthew Gerrard, fertiggestellt wurde das Album unter anderem in den A&M Studios, dem Plattendeal sei Dank. Gemixed hat Brian Malouf und gemastered hat es niemand Geringeres als George Marino. Als Session Drummer sind sowohl Richie Zito als auch Deen Castronova (HARDLINE, BAD ENGLISH) genannt.

Nach dem extrem starken Einstieg „Once Is Not Enough“ hatte das Trio sein Pulver aber noch lange nicht verschossen. Das Album strotzt nur so vor Kraft und feuert einen Hit nach dem anderen ab. Das wunderschöne „Better Than Ever“, rockige Stücke wie „Can´t Get Too Much“, „House Of Dreams“, „C´mon C´mon“ oder „Slave To Sin“ sowie dem superben Rausschmeißer „Sweet Pain“ werden flankiert von ruhigeren aber dennoch rockigen Nummern wie „Every Beat Of Your Heart“ und herzzereißenden Balladen wie „Once In A Lifetime“ oder „Arianne“.

Nach diesem Killeralbum war für VON GROOVE aber noch lange nicht Schluß, zumindest was die Versuche anging, weiter einen Fuß in der Tür zu behalten. 1994 legte man mit „Rainmaker“ zeitgemäß modern nach, was die Fans verstörte. Auch weitere Alben in den folgenden Jahren, die sich wieder mehr zum Melodic Rock bekannten sowie ein Labelwechsel zu MTM und den dazugehörigen Scheiben „Test Of Faith“ (1999) und „Drivin´ Off The Edge Of The World“ (2000) brachten nichts. Im Jahr darauf entstand noch „The Seventh Day“ (Z-Records) und „Three Faces Past“ – eine Art Acoustic-Best-Of (Z-Records), dann war allerdings Schicht im Schacht und man warf genervt das Handtuch. Zumindest was die Veröffentlichung von Tonträgern unter dem Banner VON GROOVE anging. Ab jetzt wurden andere Projekte verfolgt.

Live war man noch diverse Male unterwegs und nach dem Ausstieg von Bassist und Songschreiber Matthew Gerrard wurde er von Tom Lewis (HONEYMOON SUITE) ersetzt. Gerrard schrieb in der jüngeren Vergangenheit viele Hits für Künstler wie Nick Carter, Kelly Clarkson oder Hilary Duff. Ein Gig auf dem legendären Firefest in Nottingham im Oktober 2013 brachte zumindest Mladen und Michael Shotton noch einmal zusammen auf die Bühne. Das selbstbetitelte Debüt ist und bleibt aber das Meisterstück der Kanadier und reiht sich ganz locker in unsere Rubrik „Klassiker der Woche“ ein. Und frei nach dem Motto „Once Is Not Enough“ drücke ich jetzt noch mal die Playtaste…

Trackliste:

1. Once Is Not Enough
2. Better Than Ever
3. Can´t Get Too Much
4. Once In A Lifetime
5. Every Beat Of My Heart
6. House Of Dreams
7. C´mon, C´mon
8. All The Way Down
9. Arianne
10. Slave To Sin
11. Love Keeps Bringing Me Home
12. Smaug
13. Sweet Pain

Stefan

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ICON – Night Of The Crime (Klassiker der Woche)

Band: Icon
Album: Night Of The Crime
Spielzeit: 41:06 min.
Stilrichtung: AOR, Hardrock
Plattenfirma: Capitol
Veröffentlichung: 20.09.1985
Homepage: –

„Phoenix/Arizona ist nicht gerade der perfekte Ort, um eine Metalband zu starten. Es ist sauheiß und die Lederklamotten schmelzen Dir förmlich auf der Haut“ – das waren einst die Worte von Gitarrist Dan Wexler. „Du musst immer in der Nähe einer Klimaanlage sein oder in einen Swimmingpool hüpfen. Hast Du schon einmal versucht, Gitarre in einem Pool zu spielen? Das ist ein elektrisierendes Erlebnis“ scherzt er weiter. Dennoch hat er zusammen mit Sänger Stephen Clifford und Bassist Tracy Wallach 1979 die als THE SCHOOLBOYS bekannt gewordenen Vorgänger von ICON gegründet. Zusammen mit Dave Henzerling (guitars) und John Covington (drums) war kurze Zeit später das Line-Up komplett und THE SCHOOLBOYS begannen, sich in Phoenix und Umgebung einen Namen zu erspielen. Ihre EP „Singin´ Shoutin´“ half natürlich dabei, die Aufmerksamkeit einiger Plattenfirmen auf sich zu lenken und so unterschrieben sie schließlich bei Capitol Records. Nach einigen Querelen bezüglich des Bandnamens – man musste sich zweimal umbenennen, bevor es den Bossen bei Capitol passte, legten sie mit einem runderneuerten Line-Up los. John Aquilino kam für Henzerling an der Gitarre und Pat Dixon ersetzte den ursprünglichen Drummer Covington.

1984 kam ihr selbstbetiteltes Debüt auf den Markt und schnell war klar, dass ICON eine hoffnungsvolle neue Band waren, denn sie konnten nicht nur gute Songs schreiben sondern auch auf der Bühne eine mitreißende Show bieten. Nachdem sie eine kräftezehrende Tournee durch die USA beendet hatten, machten sie sich zusammen mit Produzent Eddie Kramer daran, in den New Yorker Bearsville Studios ihr zweites Album in Angriff zu nehmen. Das Personal blieb im Übrigen das Gleiche. Ausgefeiltere Songs mit mehr Massenkompatibiltät gepaart mit einer soliden Grundhärte standen auf dem Plan.

Dabei wurde sowohl Wert darauf gelegt, den einen Hit bei MTV landen zu können aber weichgespült klangen die Songs auf „Night Of The Crime“ dennoch nicht. Heißester Anwärter für den potenziellen Hit war natürlich der Midtempo Stampfer „Raise The Hammer“, der auch lange Jahre danach noch durch sämtliche Rock-Discotheken in ganz Deutschland hallte. Mit seinem markanten Gitarrenspiel, den Gangvocals und den donnernden Drums war ein Hit geboren. Flankiert wurde dieser Versuch, groß herauszukommen von weiteren, richtig guten Songs: das zeitgemäße „Danger Calling“, das gut gelaunte „Rock My Radio“ oder die Riffmaschine „The Whites Of Their Eyes“ waren weitere Highlights auf einem insgesamt bärenstarken Album.

Leider blieb der große Durchbruch aus und zwei weitere Alben („More Perfect Union“ 1987 und „Right Between The Eyes“ 1989) konnten trotz des Minihits „Taking By Breath Away“, der auch den ersehnten Einsatz bei MTV brachte, nicht verhindern, dass die Zeit tickte und ICON nach vier guten Platten so langsam den Drive verloren hatten. 2008 wagte man eine kurze Re-Union mit Dave Henzerling an der Gitarre und mit Scott Hammons am Mikrofon, in dessen Zuge ein offzielles Live-Bootleg veröffentlicht wurde. „Night Of The Crime“ ist und bleibt das herausragendste Tondokument der Amis, das bis zum heutigen Tag nicht die Anerkennung erfahren hat, das es eigentlich verdient gehabt hätte.

Trackliste:

1. Naked Eyes
2. Missing
3. Danger Calling
4. Shot At My Heart
5. Out For Blood
6. Raise The Hammer
7. Frozen Tears
8. The Whites Of Their Eyes
9. Hungry For Love
10. Rock My Radio

Stefan

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FROM THE FIRE – Thirty Days, Dirty Nights (Klassiker der Woche)

Band: From The Fire
Album: Thirty Days, Dirty Nights
Spielzeit: 37:46 min.
Veröffentlichungsjahr: 1992/2009
Plattenfirma/Vertrieb: Music For Nations/Yesterrock
Stilrichtung: AOR/Hardrock

Manchmal gibt es auch erfreuliche Gründe, um so ein Review für diese Rubrik zu schreiben. Meistens ist es ja so, dass die hier besprochenen Scheiben schon lange nur für horrende Preise bei Ebay oder den einschlägigen Mailordern zu bekommen sind. Im Fall von FROM THE FIRE (FTF) gibt aber die längst überfällige Wiederveröffentlichung den Stein des Anstoßes zu dieser Story. Zwar hatte ich die leider einzige Scheibe der Amis schon länger auf dem Radar für diese Rubrik, aber jetzt ist definitiv der richtige Zeitpunkt dafür, denn die Münchner von Yesterrock geben diesem Highlight eine neue Chance auf dem Markt.

Klar, dass auch dieser erneute Release keine riesengroßen Wellen im Musikbiz schlagen wird, aber der geneigte AOR-Fan, der dieses Juwel bis dato noch nicht sein Eigen nennen konnte, hat jetzt die Möglichkeit, „Thirty Days, Dirty Nights“ in remasterter Form zu genießen und das vor allem zu einem akzeptablen Preis. Die 9 Songs wurden von keinem Geringeren als JEAN BEAUVOIR (VOODOO X, CROWN OF THORNS) produziert, kein Wunder, denn FTF-Gitarrist Tommy Lafferty hat die Axt schon jahrelang bei VOODOO X und CROWN OF THORNS geschwungen.

Die Band wurde 1991 gegründet und ursprünglich sollte ihr Debüt „30 Days, 30 Nights“ heißen. Da die Plattenfirma aber dachte, ein wenig Sleaze-Attitüde könne nicht schaden (vor allem bei den Verkaufszahlen), wurde der Albumname einfach ein wenig umgekrempelt. Natürlich hat dieser Silberling soviel mit Sleaze zu tun wie ein Politiker mit Glaubwürdigkeit, aber das sind nun mal die Instrumente der Industrie.

Der zweite Song „Same Song“ ist auch auf der JEAN BEAUVOIR-Scheibe „Bare To The Bones“ von 2001 zu finden, und auch der Opener „Hold On“ oder das superbe „Spark And Flame“, ein Duett mit HARLOW-Sirene Theresa Straley (nein, keine Ballade), zeugen von der Klasse dieses Silberlings. Allem voran möchte ich aber die Halbballade „Take My Heart“ als Anspieltipp heranziehen. So eine Nummer hätte bei einem Feature z.B. auf einer „Metal Ballads“ schnell zum Klassiker für die breite Masse avancieren können. So ist dieser Song, wie auch die gesamte Scheibe, leider dazu verdammt, völlig zu Unrecht sein Schattendasein in den Köpfen einiger AOR-Jäger und Sammler zu fristen.

Vielleicht wird das mit dieser erneuten Veröffentlichung etwas besser, schnappt Euch das Teil, bevor es wieder verschwunden ist und Ihr wieder hohe Preise für diesen viel zu kurz ausgefallenen Diamanten hinlegen müsst. (Anm. d. Red.: das gute Stück ist immer noch verfügbar, die Rezi leider schon etwas her :-))

Trackliste:

1.Hold On
2.Same Song
3.Tears Cried In The Rain
4.Over Your Head
5.Take My Heart
6.Love Struck
7.Spark And Flame
8.Go All The Way
9.Where Are You Now

Stefan

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FM – Tough It Out (Klassiker der Woche)

Band: FM
Album: Tough It Out
Spielzeit: 47:30 min.
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: Epic / CBS
Veröffentlichung: 1989
Homepage: www.fmofficial.com

Die britische Combo FM wurde im Sommer 1984 in London gegründet. Neben Sänger Steve Overland, seinem Bruder und Gitarristen Chris Overland gehörten noch Bassist Merv Goldsworthy, Schlagwerker Pete Jupp und Keyboarder Didge Digital, der mit bürgerlichen Namen Philip Manchester heisst, zu dem Gründungs Line Up. Der 1986 auf dem Portrait Label veröffentlichte erste Longplayer namens „Indiscreet“ war ein wirklich beeindruckendes Melodic Rock Album und schlug wie die sprichwörtliche Bombe in der AOR Welt ein. Dank solcher formidablen Hits wie „That Girl“, welches sogar mal von IRON MAIDEN für eine Single B-Seite gecovert wurde, dem AOR Smasher „Love Lies Dying“ oder dem grandiosen „Frozen Heart“ lag die Messlatte für weitere Platten des Fünfers extrem hoch.

Nach Tourneen im Vorprogramm von TINA TURNER, FOREIGNER, MAGNUM oder STATUS QUO und einem Wechsel zum CBS Unterlabel Epic erschien dann 1989 mit „Tough It Out“ das langerwartete zweite Album. Ich weiß noch genau wie gespannt ich damals war, als ich im Plattenladen meines Vertrauens, in die Scheibe reingehört habe. Was dann kam, war eine echte Offenbarung in Sachen AOR und Melodic Rock. Gleich mit dem Opener und Titelsong war klar, dass „Tough It Out“ mit mir zusammen den Heimweg antreten würde. Unglaublich was FM auf dem Album für ein Hitfeuerwerk abgeliefert haben. Diese Hitdichte ist allerdings nicht wirklich überraschend, denn wie es damals üblich war, wurden bei einigen Songs externe Komponisten wie DESMOND CHILD, der ja unter anderem an Hits wie „I Was Made For Loving You“ von KISS oder an BON JOVI´s Mega Knaller „You Give Love A Bad Name“ beteiligt war, zu Rate gezogen. „Tough It Out“ überzeugt aber nicht nur mit erstklassigem Songmaterial, wie dem Rock Disco Kracher „Bad Luck“ oder der erstklassigen Ballade „Everytime I Think Of You“ sondern auch mit einer superben Produktion, für die mit Neil Kernon ein Topmann verantwortlich ist. Der gute hat ja schließlich schon für Dokken oder Queensryche hinterm Mischpult gesessen.

Trotz weiterer teils guter Veröffentlichungen wie dem 1991 erschienenen „Takin It To The Streets“, konnten FM aber nicht mehr an dieses Meisterwerk anknüpfen. Im Anschluß daran hatte die Band einige Besetzungswechsel zu verkraften, die aber leider an der Qualität der nächsten Alben nicht spurlos vorbei gingen. Nach dem 1995er Album „Dead Man´s Shoes“ verschwanden FM von der Bildfläche.

Erst 2010 meldeten sich die Engländer mit ihrem Comeback Album „Metropolis“ im Musik Biz zurück. Die Scheibe zeigte die Band nach langer Zeit wieder von ihrer starken Seite und präsentierte den Rock Fans einige erstklassige Songs. Mit dem drei Jahre später folgendem Doppel Schlag „Rockville“ und „Rockville II“ bewiesen sie erneut, dass Sie nichts verlernt haben.

Allerdings ist und bleibt „Tough It Out“ das unumstrittene Meisterwerk der Band. Wer FM noch nicht kennt sollte sich sofort auf die Suche nach diesem Album machen, denn ansonsten hat er eine Sternstunde des melodischen Rocks verpasst.

Kleiner Tipp noch für Sammler! Vor ein paar Jahren erschien eine Remastered Version von „Tough It Out“ die 7 Bonus Tracks enthielt.

Tracklist:

01. Tough It Out
02. Don´t Stop
03. Bad Luck
04. Someday
05. Everytime I Think Of You
06. Burning My Heart Down
07. The Dream That Died
08. Obsession
09. Can You Hear Me Calling?
10. Does It Feel Like Love
11. Feels So Good

Heiko

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HITTMAN – Vivas Machina (Klassiker der Woche)

Band: Hittman
Album: Vivas Machina
Spielzeit: 52:52 min.
Stilrichtung: Hardrock, Heavy Metal, Progressive
Plattenfirma: Steamhammer
Veröffentlichung: 1993
Homepage: –

Eine amerikanische Band mit deutschem Label – das ist heute noch eine Seltenheit. Und speziell in den Achtzigern, als Deutschland zwar eine Unmenge an talentierten Kapellen vorweisen konnte, waren die USA immer noch die Vorreiter in Sachen harter Musik. Warum eine derart versierte Combo wie HITTMAN ausgerechnet bei einem deutschen Label unterschrieben, wissen wohl nur die Götter oder die Jungs selbst. Die Geschichte der progressiv angehauchten Hardrocker aus New York geht zurück bis ins Jahr 1984, als sich Jim Bachi (guitars), Michael Buccellato alias Mike Buccell (bass), Chuck Kory (drums) und Scott Knight (vocals) neue Betätigungsfelder suchten. Dieses Quartett war die erste Besetzung von HITTMAN – doch schon nach einigen Monaten musste Knight seinen Hut nehmen, weil er nicht ins Anforderungsprofil der Übrigen passte. Für ihn kam der klassisch ausgebildete Dirk Kennedy, der zuvor bei ANTHRAX (!) sang. Das war allerdings noch zu Zeiten, in denen die späteren Thrash-Könige noch in irgendwelchen Garagen lärmten. Der zweite Gitarrist Brian Fair ergänzte wenig später die Entstehung von HITTMAN.

Als 1988 das Debüt „Hittman“ erschien, schrumpfte sich die Band zum Quartett gesund, einziger Gitarrist war seinerzeit John Kristen. Die Platte erschien über Steamhammer, aber auch über Roadracer Records, einer Tochter von Roadrunner. Der Erstling bot ziemlich grobschlächtigen Heavy Metal im Fahrwasser von CRIMSON GLORY, HEIR APPARENT oder WRATH. Für ihr Zweitwerk mussten HITTMAN hart arbeiten. Interne Querelen und Ärger mit den konkurrierenden Plattenfirmen verzögerten die Arbeiten immer wieder. Dass die kopflastigere Ausrichtung der Band auch Zeit in Anspruch nahm, ist eher Nebensache. Die Personalie am Schlagzeug wurde gewechselt (Mark Jenkins gab fortan den Takt an) und auch Gitarrist Jim Bachi war wieder mit von der Partie. „Vivas Machina“ nennen die Amis ihr Zweitwerk. Angelehnt an Konzept-Highlights wie QUEENSRYCHE´s „Operation: Mindcrime“ rudern HITTMAN in Sachen Härte um einiges zurück. Stilprägend ist weiterhin Dirk Kennedy´s Stimme, die er weitaus variabler einsetzt und hier als Mischung aus Geoff Tate (QUEENSRYCHE) und Paul Davidson (HEIR APPARENT) durchgeht. Auch einen gewissen JON BON JOVI wollen manche in softeren Songs hören.

Das ist sicher für das Melodiemonster „Say A Prayer For Me“ richtig, kommt aber auf dem Rest des Albums eher nicht zum Zug. Dass HITTMAN in der Lage sind, hervorragende Songs mit Tiefgang zu schreiben, davon zeugen Highlights wie das eröffnende „Radio Waves“, das ruhige „Ballad Of Jackson Heights“ oder das abschließende „Mercy“. Dazwischen gibt es weiteres hochkarätiges Material der Marke „Words“ oder das augenzwinkernde „If You Can´t Dance To It“.

Zwar werden noch Songs für ein drittes Album geschrieben, eine erfolglose Tour mit SKEW SISKIN und SARGANT FURY ist aber ein Grund für die Auflösung im Jahr 1994 – also genau zehn Jahre nach der Gründung. Sänger Dirk Kennedy nimmt daraufhin einige Soloalben auf, auf eine Re-Union warten die Fans aber bis heute. Ein Trauerfall im engeren Umfeld eines Bandmitglieds verhagelt eine geplante Tournee 2007 und 2013 verunglückt Mike Buccell tödlich, was dem Topf wohl endgültig den Deckel aufsetzt. Bleibt immer noch das entzückend variable aber nicht verkopfte „Vivas Machina“ mit jeder Menge Hitpotential – wohl bekomms.

Trackliste:

1. Radio Waves
2. Listen
3. Say A Prayer For Me
4. Words
5. If You Can´t Dance To It
6. Answer My Prayer
7. Partners In Crime
8. Renegade Man
9. Ballad Of Jackson Heights
10. Walk That Walk
11. Mercy

Stefan

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JOHNNY CRASH – Neighbourhood Threat (Klassiker der Woche)

Band: Johnny Crash
Album: Neigbourhood Threat
Spielzeit: 40:22 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: WTG Records/Epic
Veröffentlichung: 1990
Homepage: –

Das Musikbusiness meint es meist nicht gut mit den schaffenden Künstlern. Dafür sorgen nicht nur geldgeile Manager und Plattenbosse sondern auch immer mehr die Fans selbst. In den Achtzigern war die Welt in Bezug auf die Fans aber noch in Ordnung. Dennoch drohte die Rockszene in Los Angeles zu explodieren. Immer mehr neue Bands kamen in die Stadt und wollten wenigstens ein kleines Stück vom großen Kuchen abhaben. Eine davon waren JOHNNY CRASH, die nicht eigens umziehen mussten, sie waren schon vor Ort. Die Band bestand aus erfahrenen Musikern. Sänger Vicki James Wright war Sänger bei TOKYO BLADE, Drummer Stephen Adamo schwang die Stöcke bei den ROCK CITY ANGELS und die beiden Gitarristen Christopher Stewart und August Worchell zockten bei CHAMPAIGN. Einzig Bassist Andy Rogers war ein relativ unbeschriebenes Blatt. Er stieß erst 1990 zur Band.

Als sich JOHNNY CRASH 1987 gründeten, standen Platten wie GUNS´N ROSES´ „Appetite For Destruction“, BON JOVI´s „Slippery When Wet“, MÖTLEY CRÜE´s „Girls, Girls, Girls“ oder POISON´s „Look What The Cat Dragged In“ relativ frisch in den Regalen. Großtaten anderer Bands waren an der Tagesordnung – es sollten noch viele folgen. Da wollten die gerade neu gegründeten JOHNNY CRASH in nichts nachstehen. Zusammen mit Produzent Tony Platt (AC/DC, KROKUS, MANOWAR, MOTÖRHEAD, FOREIGNER uvm.) ging es in die Ocean Way Studios in der Stadt der Engel, um mit „Neighbourhood Threat“ ein Album aufzunehmen. Den Namen hatten sie einem Song von IGGY POP entlehnt.

Doch die Dinge entwickelten sich nicht so wie erhofft. Zwar hatte der Fünfer in „Hey Kid“ einen kleinen Hit, dessen Video auch auf MTV lief, das Album blieb dennoch weit hinter den Erwartungen zurück. Mit ihrer explosiven Mischung aus AC/DC, FASTER PUSSYCAT und GUNS´N ROSES hätten die Amis durchstarten MÜSSEN. Zeitzeugen berichten von einer genialen Liveperformance und auch die Songs auf „Neigbourhood Threat“ hatten Potential. Neben dem Opener „Hey Kid“ waren vor allem „Axe To The Wax“, „All The Way In Love“ oder „No Bones About It“ (mit Ähnlichkeiten zu den Kollegen X-SINNER) mitreißend gestrickt. Der Sound war auf Massentauglichkeit getrimmt, transportierte die Energie und den Dreck im Sound der Amis dennoch gut.

Nachdem JOHNNY CRASH für kurze Zeit mit MÖTLEY CRÜE und den PRETTY MAIDS auf Tour waren, nahmen sie ein zweites Album in Angriff. Vorher waren noch einige personelle Wechsel nötig. Worchell und Adamo mussten ihren Hut nehmen. Für sie kamen Dizzy Reed und Matt Sorum. Da beide später zu GUNS´N ROSES abwanderten, ließ Axl Rose die Muskeln spielen und verhinderte die Veröffentlichung des bereits fertigen zweiten Albums. Das wurde erst 2008 unter dem Namen „Unfinished Business“ veröffentlicht.

„Neighbourhood Threat“ blieb das einzige Album, das JOHNNY CRASH über ein Majorlabel herausbringen konnten. Schon bald gab Vicki James Wright die Trennung der Band bekannt. Bassist Andy Rogers starb 1992 an einer Überdosis Heroin. So bleiben JOHNNY CRASH nur eine Randnotiz in der Geschichte, obwohl sie – wie viele andere auch – mehr verdient gehabt hätten. „Neighbourhood Threat“ ist und bleibt allerdings ein richtig gutes Album, das auch heute noch kräftig in den Hintern tritt.

Trackliste:

1. Hey Kid
2. No Bones About It
3. All The Way In Love
4. Thrill Of The Kill
5. Axe To The Wax
6. Sink Or Swim
7. Crack Of Dawn
8. Freedom Road
9. Halfway To Heaven
10. Trigger Happy
11. Baby´s Like A Piano

Stefan

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HONEYMOON SUITE – The Big Prize (Klassiker der Woche)

Band: Honeymoon Suite
Album: The Big Prize
Spielzeit: 44:22 min.
Veröffentlichungsjahr: 1985
Plattenfirma/Vertrieb: WEA/Warner
Stilrichtung: Melodic Rock/AOR

Kanada hat in der Hochphase des melodischen Rock einige Hockkaräter am Start gehabt.
Zweifelsohne zu den absoluten Highlights zählt dabei der Zweitling von HONEYMOON SUITE.

„The Big Prize“ wurde vom leider viel zu früh verstorbenen Produzenten BRUCE FAIRBAIRN klangtechnisch veredelt und zählt damit zur Sternstunde der symphatischen Band, die ich Jahre später beim GODS OF AOR in England live erleben durfte.

Schon der Opener und das als Single ausgekoppelte „Bad Attitude“ zeigt die Marschrichtung klar an. Der Gitarrenorientierte, mit viel Keybords untermalte hochmelodische Rock zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Album. Die Stimme von Frontgaul Johnnie Dee hat einen hohen Wiedererkennungswert und meistert alle Facetten von der Ballade bis zum straighten Rocker. Mit „What Does It Take“ (schöne Ballade) und dem mit einem tollen Hook ausgestatteten „Feel It Again“ wurden zwei weitere Singles veröffentlicht.

In einem Album ohne Schwachpunkte hat sich auch JETHRO TULL Frontmann IAN ANDERSON die Ehre gegeben und beim absolut genialen „All Along You Knew“ die Flöte ausgepackt und dem Song mit seinem Spiel eine besondere Note verliehen. Und ein Lied wie „Wounded“ hätte auf jedem LOVERBOY Album einen Ehrenplatz bekommen. HONEYMOON SUITE brachte in der Folge noch einige gutklassige Alben auf den Markt, doch ihr Meisterwerk bleibt ganz klar „The Big Prize“!!!

Trackliste:

1.Bad Attitude
2.Feel It Again
3.Lost And Found
4.What Does It Take
5.One By One
6.Wounded
7.Words In The Wind
8.All Along You Knew
9.Once The Feeling
10.Take My Hand

JK

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HEAVEN – Knockin´ On Heaven´s Door (Klassiker der Woche)

Band: Heaven
Album: Knockin´ On Heaven´s Door
Spielzeit: 71:41 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: RCA
Veröffentlichung: 1985

Beschäftigen wir uns heute einmal mit einem Stück australischer Musikgeschichte. Im Dunstkreis von Helden wie AC/DC, THE ANGELS oder ROSE TATTOO tummelten sich auch in den 80ern viele weitere großartige Kapellen auf dem fünften Kontinent. Ihr Problem war schon damals die Abgeschiedenheit zum Rest der Welt und so blieben (zu) viele Bands bei uns ungehört. HEAVEN aus Sidney sind so ein Beispiel. 1980 in Adeleide gegründet kamen die Jungs bis 1985 auf 3 Studioalben und eine Live-Scheibe, um sich wenig später aufzulösen.

Dabei standen die Zeichen schon zu Anfang auf Sturm, als die Band noch FAT LIP hieß und Sänger Allan Fryer als Nachfolger für den kürzlich verstorbenen Bon Scott gehandelt wurde. Dass daraus nichts wurde, steht in den Geschichtsbüchern, Fryer zog zusammen mit Bassist Laurie Marlow erneut von Adelaide nach Sidney um dort beim neuen Plattenlabel DeLuxe unterzukommen. Während der Aufnahmen für das änderte man den Bandnamen zu HEAVEN. Zu der Zeit zählten neben Fryer und Marlow auch Drummer Joe Turtur, der Theo Kats ersetzte und Gitarrist Bradford Kelly zum Line-Up. Als weitere Gitarrist wird Mick Cocks genannt. Das Besetzungskarussell drehte sich schon zu Anfangszeiten so heftig, dass die Fragezeichen selbst bei eingefleischten Kennern der Band groß sind.

Nach zwei Singles in 1981 erschien ein Jahr später das Debüt „Twilight Of Mischief“ (1983 in den USA als „Bent“ veröffentlicht). Zu der Zeit residdierte man bereits im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, um näher am Geschehen zu sein. Mit „Where Angels Fear To Tread“ wurde 1983 nachgelegt um nach weiteren Besetzungswechseln schließlich 1985 das finale Studiowerk „Knockin´ On Heaven´s Door“ einzuspielen. Bis auf Sänger Fryer hatten alle die Band verlassen. Stattdessen waren Mitch Perry (guitars), Tommy Dimitroff (drums), Mark Cunningham (guitars) und Dennis Feldman (bass) eingestiegen.

Der rohe Sound früherer Tage wurde enorm geglättet und dem Zeitgeist der Mid-Achtziger angepasst. Auch die Songs an sich wurden jetzt melodischer und so formte das Quintett Hits wie „Show On The Road“ – was für ein Opener – oder „Wind Of An Eye“, das kein Auge trocken bleiben ließ, wenn man auf eine Mischung aus Hardrock und Heavy Metal stand. Noch weit vor GUNS´N´ROSES coverte man BOB DYLAN´s „Knockin´ On Heaven´s Door“, wobei die Version der Gunners um Längen besser ist. HEAVEN verhunzten den Song mit billigen Keyboards und langweiligem Arrangement. Mit Abstand der schwächste Song der Platte – eigentlich der einzig schwache.

Denn mit „No Turning Back“ folgte sofort ein weiterer Hit und das kompakte „Last Laugh“, das schnelle „Burn“, das balladeske „Keep The Fire“, das stampfende„Without Your Love“ und das abschließende „No Where To Run“ hinterlassen keinen faden Geschmack sondern machen unmissverständlich klar, dass nur großartige Nummern auf dem Album zu finden sind. Mit nur 9 Tracks recht kurz geraten war die Scheibe aber mit dem Prädikat „All Killer – No Filler“ versehen und auch die wohl beste in der kurzen Diskographie der Australier.

Leider hing der Haussegen hier schon ziemlich schief, sodass sich HEAVEN dazu entschlossen, die Brocken hinzuschmeißen. Die einzelnen Musiker wurden in Bands wie BOSS (später BB STEAL) oder SIC VIKKI aktiv. Der ehemalige Gitarrist John Haese formierte 1989 zusammen mit Mark Evans (Ex-AC/DC) und dem ehemaligen ROSE TATTOO Gitarristen Robin Riley MAMA´s DARLINGS. Diverse Re-Unions im Laufe der Zeit brachten alte Bandmitglieder wie Theo Kats oder Laurie Marlow wieder in die Band.

Auf einem Re-Release wurde die Trackliste um einen bisher unveröffentlichten Song („Rock On“) sowie um 5 Live-Songs des Vorgängeralbums sowie einem Live-Beitrag des Debüts in akzeptabler Qualität erweitert. „Knockin´ On Heaven´s Door“ bleibt wohl das gebündelte Vermächtnis der Australier mit geballter Power gewandet in einen klassischen Mid-Achtziger Sound. Völlig unterbewertet und damals sträflich übersehen macht die Platte auch heute noch enormen Spaß!

Trackliste:

01.    Show On The Road
02.    Wind Of An Eye
03.    Knockin´ On Heaven´s Door
04.    No Turning Back
05.    Last Laugh
06.    Burn
07.    Keep The Fire
08.    Without Your Love
09.    No Where To Run
Bonustracks:
10.    Rock On (Previously Unreleased)
11.    Hard Life (Live)
12.    Where Angels Fear To Tread (Live)
13.    Love Child (Live)
14.    In The Beginning (Live)
15.    Madness (Live)
16.    Rock School (Live)

Stefan

Hier findet Ihr weitere:
http://rock-garage-magazine.blogspot.de/p/klassiker-der-woche_22.html

STAN BUSH – Capture The Dream (Klassiker der Woche)

Band: Stan Bush
Album: Capture The Dream – The Best of
Spielzeit: 71:22 min.
Stilrichtung: AOR, Melodic Rock
Plattenfirma: Sony Music
Veröffentlichung: 1999
Homepage: www.stanbush.com

Eine Best Of als Klassiker der Woche? Ich höre schon die Aufschreie bei unseren Lesern – niveaulos werden die einen sagen, einfallslos die anderen. Aber was soll man machen, wenn ein Künstler derart viele hörenswerte Alben geschaffen hat, dass es praktisch unmöglich ist, einen echten Favouriten herauszupicken? Seht Ihr, da bietet sich doch eine Compilation an, auch wenn dort sicher nie genau die Trackliste zu finden sein wird, die man persönlich bevorzugen würde. Dennoch ist im Falle des amerikanischen Sängers und Songwriters STAN BUSH die erstmals 1999 erschienene Werkschau „Capture The Dream“ ein guter Ansatz, wenn man das Schaffen dieses Künstlers zusammenfassen möchte oder ihn erst neu entdeckt.

Erstmals trat STAN BUSH mit seiner Countryrockband BOULDER ins Rampenlicht. Mit von der Partie auch der spätere AXE-Sänger Bob Harris und Namen wie Marty Stinger oder Zeke Zirngiebel. Die drei letztgenannten zogen nach nur einem Album mit BOULDER, das den Bandnamen trug, weiter zu WARREN ZEVON, mit dem sie 1980 das Live-Album „Stand In The Fire“ aufnahmen. STAN BUSH indes zog es vor, in Zukunft als Solomusiker unterwegs zu sein. 1983 erschien sein selbstbetiteltes Debütalbum, wenig später schrieb und performte er viele Beiträge zu Filmen. Darunter sein wohl bekanntester Hit „(You´ve Got) The Touch“ aus dem 1986 erschienenen Blockbuster „Transformers: The Movie“. Desweiteren wurde seine Musik in Filmen wie „Kickboxer“, „Bloodsport“ – beide mit dem aufstrebenden Actionhelden Jean Claude Van Damme in der Hauptrolle – verwendet. Er schrieb Songs zusammen mit JOURNEY´s Jonathan Caine, Paul Stanley von KISS oder Jim Vallance (BRYAN ADAMS) und arbeitete mit den besten Produzenten (z.B. Georgio Moroder).

1987 erschien das zweite Album von STAN BUSH, allerdings unter dem Banner STAN BUSH AND BARRAGE. Dieser 10-Tracker kann getrost als Meisterwerk in der eigenen Disko genannt werden. Nicht nur wegen des Megahits „The Touch“. Die Platte ist randvoll mit hochmelodischen Ohrwürmern und traf den damaligen Zeitgeist zu hundert Prozent. Auch heute ist die Scheibe wohl die bekannteste, wenn es um STAN BUSH geht. Dennoch soll das restliche Schaffen dieses Ausnahmekünstlers nicht in Vergessenheit geraten, denn der gute Stan brachte etwas zu Stande, was nur wenigen Künstlern gelang. Bis zum heutigen Tage hat er nicht ein mäßiges geschweige denn schlechtes Album aufgenommen. Er hat auf Experimente verzichtet und einfach sein Ding durchgezogen.

Alben wie „Shine“ (2004) oder „In This Life“ (2007) sind leider in Vergessenheit geratene Perlen und gehören sicher mit zum Besten, was das Genre AOR im neuen Jahrtausend zu bieten hat. Aber auch das bis dato letzte Werk „The Ultimate“ von 2014 ist ein weiteres starkes Statement von einem absoluten Ausnahmetalent mit einer großartigen Stimme. Nicht zuletzt deswegen steht hier stellvertretend für all die tollen Momente der letzten 35 Jahre diese Kollektion mit 15 seiner stärksten Stücke (plus einem Bonustrack). Natürlich ist die Balladendichte relativ hoch, aber was wäre BON JOVI ohne seine Balladen? Bei STAN BUSH verhält es sich ähnlich.

Trackliste:

1. Straight To The Top
2. Can´t Hide Love
3. Every Beat Of My Heart
4. Never Ending Love
5. Hold Your Head Up High
6. Are You Over Me
7. Total Surrender
8. Until I Was Loved By You
9. Say A Little Prayer
10. I Was Wrong
11. You´ve Got The Touch
12. Never Surrender
13. Critical Mass/Ground Zero
14. Capture The Dream
15. The Child Within
16. The End of The Beginning (Bonus Track)

Stefan

Hier findet Ihr weitere: