HOLY MOSES – 30th Anniversary – In The Power Of Now

Band: Holy Moses
Album: 30th Anniversary – In The Power Of Now
Spielzeit: 77:89 min
Plattenfirma: SPV
Veröffentlichung: 23. April 2012
Homepage: www.holymoses.de

Holy Moses existieren nun seit über 30 Jahren (gegründet 1980) und dies ist ihr Jubiläumsalbum. Es wird zum 30. nun zwei Jahre zu spät veröffentlicht, trotzdem als Erstes: Herzlichen Glückwunsch!

Nun ein paar Infos zu Holy Moses. Das aktuelle Line-up besteht aus: Sabina Classen (Gesang), Michael Hankel (Lead Gitarre),Oliver Jaath (Rhythmus Gitarre), Gerd Lücking (Schlagzeug) und Thomas Neitsch (Bass). Von den Gründungsmitgliedern ist niemand mehr übrig und die Liste der Ehemaligen ist wie das Universum: schier endlos. Schön, dass es die Aachener Band noch immer gibt.

Beim Cover denkt man nur „Wow!“. Eine mit einer Feuer-Aura umhüllte Sabina Classen, die in einer Art Tempel steht und eine Menge kleiner Fenster mit geheimnisvollem Innenleben.

Das mit dieser rauen Stimme eine Frau singt, kann man kaum glauben. Es ist einfach eine Wahnsinns-Stimmlage. Auch die Musiker hauen mächtig in die Klampfen und Schlagstöcke. Ausgewählt wurden die 20 wichtigsten Musikstücke aus Holy Moses’ Laufbahn nebst zwei brandneuer Songs.

Bei „Clash My Soul“ röhrt Sabina, das Herzstück der Band, direkt los wie man es von ihr gewohnt ist. Auch die Musiker ziehen mit. „Finished With The Dogs“ durfte als Klassiker natürlich auch nicht fehlen. „Nothing For My Mom“ ist ein schöner Titel, bei dem man sich unwillkürlich fragt, was Sabinas Mutter zu ihrer burschikosen Tochter sagt. Der neue Song „Borderland“ klingt absolut typisch für Holy Moses. Ein Mitgröhl-Song könnte es werden. Gesang und Gitarre klingen sehr stimmig und eingängig und das Ganze wird mit den Background Vocals sehr gut unterstützt. Bei „Panic“ klingt das anfänglich Gitarren-Mini-Solo wirklich ganz phantastisch!

Die zweite CD beginnt mit dem manischen „Reborn Dogs“, was ein wunderbarer Auftakt zu mehr Gröhlerei ist. Natürlich dürf auch „Jungle Of Lies“, „World Chaos“ und „Walpurgisnight“ auf einem Album wie diesem nicht fehlen – und sie fehlen ja auch nicht! Bei „I Feel Sick“ klingt das „Kranke“ regelrecht durch – Holy Moses klingen absolut besessen. Besessen von ihrer Musik! Schöne Klampfen-Klänge zwischendurch, die ein wenig Ruhe vermitteln. „Symbol Of Spirit“ beginnt mit einem tiefen Growl, der jedem Trasher Ehre macht. „Entering The Now“ ist auch ein Song, der gut zu Holy Moses passt. Auf einem Jubiläumsalbum auch ein interessanter Titel. „Walpurgisnight“ ist und bleibt einfach ein Spitzensong. Was soll da groß zu gesagt werden?!

Ein wirklich tolles Dankeschön an die treuen Fans der Truppe! Ich bin sicher, es wird ihnen gefallen. Auch das neueste Mitglied, der Mann im Hintergrund, Drummer Gerd Lücking, hat seinen Part hervorragend eingehämmert und passt sehr gut ins Band-Gefüge.

.Anspieltipps: „Finished With The Dogs“, „Nothing For My Mom“, “Borderland”, “Jungle Of Lies, “World Chaos”, “Entering The Now”, Walpurgisnight”

Fazit :  Die Fans werden dieses an sie gerichtete Dankeschön sicherlich lieben. Es enthält alle Klassiker, die sie sich nur wünschen können. Für alle, die keine eingefleischten Fans sind eine Warnung: Das Album könnte Kopfschmerzen verursachen!

WERTUNG:

Trackliste:

CD 1
1. Clash My Soul 02:36
2. Jungle Of Lies 03:46
3. Finished With The Dogs 02:29
4. Symbol Of Spirit 03:42
5. World Chaos 03:12
6. SSP 03:40
7. Borderland 03:27 (brandneuer Song)
8. Lost In The Maze 05:51
9. Walpurgisnight 02:58
10. Welcome To The Real World 03:31
11. Near Dark 05:30

CD 2
1. Reborn Dogs 03:50
2. DefCon II 04:26
3. I Feel Sick 03:48
4. Nothing For My Mum 03:51
5. Disorder Of The Order 04:14
6. Corroded Dreams 04:04
7. Entering The Now 03:40 (brandneuer Song)
8. Creation Of Violation 03:56
9. Panic 03:13
10. Decapitated Minds 03:40
11.Master Of Disaster 03:45

Sandra

TRIXTER – New Audio Machine

Band: Trixter
Album: New Audio Machine
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 20.04.2012
Homepage: www.trixterrocks.com

Neben dem lange erwarteten Comeback von TYKETTO dürfte das italiensiche Label Frontiers Records mit dem neuen Album von TRIXTER wohl ein weiteres brandheißes Comeback-Eisen im Feuer haben. Für Fans der guten alten 80ger wird es also interessant diesen April. Wie auch schon bei den Labelmates TYKETTO sind auch bei TRIXTER alle vier Originalmitglieder an Bord. Im Einzelnen wären das: Peter Loran (v., g.), Steve Brown (g.), P.J. Farley (b.) und Mark „Gus“ Scott (d.). Die Band vollzog ihre Wiedervereinigung bereits 2007 und hat seitdem einige Gigs zusammen bestritten – u.a. einen gefeierten Auftritt beim Rocklahoma Festival 2008.

Nach ihren beiden erfolgreichen Alben „Trixter“ 1990 und „Hear!“ 1992 folgte noch eine Compilation mit Coverversionen, eine Live-Scheibe und erst 2008 eine Best Of. Höchste Zeit also, neues Futter auf die hungrige Meute loszulassen.

„Drag Me Down“ beginnt mit einem akustischen Part und knallt nach ca. einer Minute voll rein. Der Sound ist modern aber trotzdem TRIXTER. Hoppla, da hat aber jemand mächtig Feuer unterm Allerwertesten. „Get It On“ ist einfach gestrickt, mit seiner mitreißenden Power aber ziemlich effektiv. „Dirty Love“ hat nicht nur jede Menge Bums sonders auch einen geilen Refrain. Spätestens beim folgenden „Machine“ komme ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. TRIXTER zelebrieren auf ihrem neuen Album eingängigen Hardrock mit richtig dicken Eiern und einer mörderischen Produktion, so wie zu ihren besten Zeiten. Auch wenn der bisherige Powerride von der Ballade „Live For The Day“ unterbrochen wird, lassen die Stromgitarren und die großen Hooks schon beim folgenden „Ride“ wieder mächtig grüßen. Das großartige „Tattoos & Misery“ sowie das abschließende „Walk With A Stranger“ sind weitere Highlights. „The Coolest Thing“ beginnt gewagt mit modernen Beats aus der Maschine, mausert sich dann aber zu einem potentiellen Radio-Hit. Und warum man ein Riffmonster wie „Save Your Soul“ so weit hinten auf der Scheibe versteckt hat, kann ich nicht verstehen. Der Song gehört gleich am Anfang an die Front, damit sich auch jeder gleich in die Platte verliebt.

TRIXTER legen so eben mal eine der geilsten Comeback-Platten der letzten Jahre hin. Und das mit einer Power und Spielfreude, als hätten die letzten 20 Jahre nicht stattgefunden. „New Audio Machine“ schließt diesgezüglich perfekt an die beiden alten Longplayer an und hinterlässt bei mir immer noch ein ungläubiges Kopfschütteln. Da muss noch eine ganz große Überraschung kommen, damit TRIXTER vom Comeback-Thron 2012 gestossen werden. Must Have!

WERTUNG:

Trackliste:

1.Drag Me Down
2.Get It On
3.Dirty Love
4.Machine
5.Live For The Day
6.Ride
7.Physical Attraction
8.Tattoos & Misery
9.The Coolest Thing
10.Save Your Soul
11.Walk With A Stranger

Stefan

STICKY BOYS – This Is Rock´n Roll

Band: Sticky Boys
Album: This Is Rock´n Roll
Plattenfirma: Listenable Records
Veröffentlichung: 16.04.2012
Homepage: www.stickyboys.eu

Frankreich hat eine große nationale Musikszene, die Landessprache ist in Songs weitverbreitet. Aber international erfolgreiche, englischsprachige (Rock-) Bands kommen eher aus anderen Ländern. Woran das liegt, kann ich nicht sagen, vielleicht liegt der Fokus vieler Bands einfach nicht auf einer Karriere außerhalb der Landesgrenzen, vielleicht liegt es auch an der Promotion. Aber es gibt ein paar Perlen aus unserem Nachbarland, die viel mehr Aufmerksamkeit erhalten sollten – egal ob in Frankreich oder im Rest der Welt.

Da hätten wir die STICKY BOYS, die in bester AIRBOURNE-Manier die Sau rauslassen. Weitere Einflüsse könnten noch die amerikanischen Rotz-Rocker NASHVILLE PUSSY sein, irgendwo dazwischen trifft uns das Debüt, schlicht „This Is Rock´n Roll“ betitelt, mitten zwischen die Augen. 2008 gründete Schlagzeuger Tom die Band mit Sänger/Gitarrist Alex, kurz darauf kam Bassist JB hinzu und komplett war eine Combo im Powertrio-Style.

Jetzt haben die Jungs durchgeladen und ballern 10 Rock´n Roll Nummern raus, die ich ehrlich gesagt einer Band aus Frankreich nicht zugetraut hätte. OK, der Stil in nicht ganz neu, zu viele andere vor ihnen haben ihr Glück mit ähnlich gestrickten Songs versucht. Wer aber keine Innovationen sucht sondern „nur“ amtlich abrocken will und dabei eine gute Zeit haben will, ist hier genau richtig.

Ein kurzes Gitarren-Intro ebnet den Weg zum ersten Song, der auf den Namen „Rock´n Roll Nation“ hört. Knochentrocken produziert und mit den richtigen Melodien versehen, bringt der Song den Hörer auf Betriebstemperatur. „Bang That Head“ gibt die konsequente Fortsetzung dessen bevor „Great Big Dynamite“ seinem Namen alle Ehre macht und die Geschwindigkeitsschraube weiter anzieht. Das cool rockende „Girls In The City“ ist ein einfaches aber hochmelodisches Stück, das vor allem live gut funktionieren wird. Die Lehre der drei Akkorde ist außerdem bei „Big Thrill“ und „The Way To Rock´n Roll“ recht gut umgesetzt und wenn die Jungs mit diesem Album die Bühne samt Zuhörer nicht zum Kochen bringen, dann weiß ich auch nicht mehr.

Ein weiteres Highlight ist das geniale Coverartwork, das herrlich Old School ist perfekt ausdrückt, wofür STICKY BOYS stehen: Pure Fuckin Rock´n Roll! I Love It! Der Titel der Scheibe ist genau so wie die Musik: direkt, ehrlich, voll in die Schnauze. Wenn Ihr also auf AC/DC, AIRBOURNE, BULLET und all die anderen Riff Rocker stehen und Ihr nichts gegen ein paar Spritzer NASHVILLE PUSSY haben, sind die STICKY BOYS erste Wahl für Eure nächste Party.

P.S. leider ist die Bandpage nur in französich

WERTUNG:

Trackliste:

1.This Is Rock´n Roll (Intro)
2.Rock´n Roll Nation
3.Bang That Head
4.Great Big Dynamite
5.Girls In The City
6.Big Thrill
7.Miss Saturday Night
8.The World Don´t Go Round
9.Night Rocker
10.Fat Boy Charlie
11.The Way To Rock´n Roll

Stefan

KANE ROBERTS – Kane Roberts (Re-Release)

Band: Kane Roberts
Album: Kane Roberts (Re-Release)
Plattenfirma: Yesterrock
Veröffentlichung: 20.04.2012
Homepage: www.yesterrock.com

Ohh yeah, da kommt ein Sahnestück auf uns zu. Das Solo-Debüt des früheren ALICE COOPER Gitarristen KANE ROBERTS, das ursprünglich 1987 das Licht der Welt erblickte. Er war neben seinen Künsten an der Gitarre auch für seine Muskeln und für futuristische Gitarren (siehe u.a. dieses Cover) bekannt. Nach zwei Alben für den Meister des Schockrock („Constrictor“ 1986 und „Raise Your Fist And Yell“ 1987) samt dazugehöriger Tourneen war es für den muskelbepackten Gitarren-Hero an der Zeit, eigene Wege zu gehen. Noch im selben Jahr erschien der 11-Tracker, der mit „Triple X“ einen waschechten Hit vorzuweisen hatte. Außerdem arbeitete ROBERTS noch mit Größen wie DESMOND CHILD, KISS, STATUS QUO oder STEVE VAI zusammen und steuerte u.a. Songs zu Alben wie „Revenge“ von KISS bei. Nach dem zweiten Album, das auf den Namen „Saints And Sinners“ getauft wurde und sehr an den damaligen BON JOVI Sound angelehnt war, zog sich ROBERTS erst einmal aus dem Musikbusiness zurück.

Am Anfang seiner Solo-Karriere stand aber dieses selbstbetitelte Debüt, das neben dem wunderbaren Cover Artwork, das irgendwie an Sylvester Stallone alias John Rambo erinnert, mit genau der Mucke bestückt war, das die Verpackung anpries. Titel wie „Out For Blood“, „Triple X“ oder „Full Pull“ offerieren Musik für Machos, Krieger und Helden, die nicht nur gerne Action Streifen im Kino angeschaut haben. Passend dazu sind die Chöre sehr ungestüm und voller Power, dass sie dabei etwas dumpf klingen, ist aber wohl eher ein Problem der damaligen Produktion. Aber alles halb so wild, denn Songs wie „Woman On The Edge Of Love“, „If This Is Heaven“ oder eben „Triple X“ sind feinster Hardrock erster Güte. Aber auch härtere Songs wie der Opener „Rock Doll“, „Outlaw“ oder “Full Pull“ haben die richtige Portion Melodie, um sie dennoch gefällig klingen zu lassen. Und mit „Tears Of Fire“ hat der Gute sogar eine Ballade im Gepäck. Dazwischen gibt es etwas Ego-Aufbesserung in Form eines wüsten Gitarrensolos („Gorilla“) und immer wieder jede Menge Testosteron.

Wer aber jetzt mutmasst, dass Männer mit Muskeln nix in der Birne haben oder nicht Gitarre spielen geschweige denn gute Songs schreiben können, der kann sich mit diesem Klassiker eines Besseren belehren lassen. Das Debüt von KANE ROBERTS ist für Fans der alten Achtziger Schule unverzichtbar und hat aufgrund seiner „Unschuldigkeit“ genauso viel Charme wie das superbe Nachfolge-Album „Saints And Sinners“. 

WERTUNG:

Trackliste:

1.Rock Doll
2.Woman On The Edge Of Love
3.Triple X
4.Gorilla
5.Outlaw
6.If This Is Heaven
7.Out For Blood
8.Full Pull
9.Too Much (For Anything To Touch)
10.Tears Of Fire
11.A Strong Arm Needs A Strong Heart

Stefan

HANNIBAL – Cyberia

Band: Hannibal
Album: Cyberia
Spielzeit: ?? min
Plattenfirma: Echozone
Veröffentlichung: 20.04.2012
Der griechische Sänger Hannibal der in London lebt kann auf eine zwanzigjährige Erfahrung mit der Band SPITFIRE zurückblicken.
Aber seit dem Debüt „This is u“ 2006 hat er seine eigene Band HANNIBAL am Start. Die Reaktionen auf das Album waren ganz ordentlich und nun ist man mit runderneuerter Mannschaft wieder zurück und präsentiert uns das neue Konzeptalbum „Cyberia“.
Die Vorpromotion für das neue Album lief ganz, gut wenn man sich als Resonanz die You Tube Klicks auf eine Video eines Duettes von Sänger Hannibal und Tarja Turunen (Ex NIGHTWISH) anschaut. Mal schauen ob das neue Album dadurch mehr Aufmerksamkeit erregt als der Vorgänger, der auch an mir komplett vorbeigegangen ist.
Thematisch geht es im neuen Werk um allerlei Sci Fie Themen und stilistisch könnte man die Band als eine Mischung zwischen Heavy Rock und Progressiven Metal beschreiben.
Das aktuelle Lineup von HANNIBAL liest sich so, Namensgeber Hannibal (Gesang, Gitarre), Stelios Sovolos (Gitarre), Stelios ‘Hulk’ Apostolou (Bass), Dimitris Xekalakis (Schlagzeug) und Herc (Keyboard).
Reden wir nicht mehr länger rum, sondern stürzen uns direkt mit dem Opener „Burn me alive“ ins neue Werk. Der Track kommt recht heavy mit dem notwendigen Grundriff um die Ecke. In der Folge entwickelt sich eine Nummer die durch seine prägende aber dezente Keyboarduntermalung, den interessante Riffs und der treibende Melodieführung auffällt. Als Appetithappen vollkommen in Ordnung.
Recht progressiv kommt die nächste Nummer „Angelryche“ daher. Richtig stark wird der Song wenn es an den Chorus geht, der ist nämlich richtig schön melodisch geraten und mach die Nummer zu einem absoluten Volltreffer!
Der anschließende Doppelpack aus „On your knees“ und „My God“ ist ganz ok, schafft es aber nicht ganz an den starken Vorgänger heran.
Danach ist ein wenig Durchschnittsware angesagt, bevor man bei „Let the rain“ wieder in die Spur findet und gleich mit einem Volltreffer aufwarten kann. Viel Melodic und ein genial singender Hannibal bekommen wir hier geboten. Der Chorus gehört mit zu dem Besten was wir auf der Platte zu hören bekommen.
Auch die folgenden „Sacred Alphabet“ und „Rise“ sind Volltreffer geworden, auch wenn sie sich stilistisch doch recht stark vom Vorgänger unterscheiden, hier geht es nämlich ruhiger zu Werke, ist der Chorus wieder richtig stark und schön melodisch gehalten.
Im letzten Abschnitt der Platte regiert wieder etwas mehr die Powerfraktion und hier können noch die Tracks „Where do we go“ und „Psychodrome“ überzeugen.
Anspieltipps:
Es gibt hier einige starke Tracks zu bestaunen. Darunter fallen auf jeden Fall “Angelryche”, “Let the rain”, “Sacred Alphabet”, “Rise” und “Where do we go”.
Fazit :
HANNIBAL waren eine Empfehlung meiner geschätzten Kollegin Sabine Tonn. Danke Sabine hast du gut gemacht! Denn die Jungs haben auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit verdient und präsentieren uns mit ihrem neuen Werk eine Mischung aus Progressiven und Heavy Metal, der sehr gut ausgearbeitet daher kommt.
Der Gesang von Fronter Hannibal ist recht angenehm und auch facettenreich und die Jungs verstehen es Atmosphäre mit Melodie und Heavyness zu kreuzen.
Von daher kann ich hier ohne zu zögern eine klare Kaufempfehlung für Heavy Freaks mit dem Hang zu Konzeptalben mit einem Schuss Progressivität aussprechen!
WERTUNG:
Trackliste:
01. Burn me alive
02. Angelryche
03. On your knees
04. My God
05. Somebody wake me
06. Insane
07. Let the rain
08. Sacred Alphabet
09. Rise
10. Into the Water
11. Where do we go
12. Psychodrome
13. Cyberia – The Fall
Julian

HYDROGYN – Private Sessions

Band: Hydrogyn
Album: Private Sessions
Spielzeit: ?? min
Plattenfirma: Rapid Fire Entertainment
Veröffentlichung: 20.04.2012
HYDROGYN wurde bei ihrer Gründung im Jahre 2004 mit ordentlich Vorschusslorbeeren ausgestattet. So schrieb der Produzent Michael Wagener (OZZY, ALICE COPPER) das die Band einmal ganz groß werden könnte. Zumindest was die Bekanntheit in den USA angeht hatte er Recht. Nachdem die Firma Pepsi auf die Band und ihren Stil aufmerksam wurde, pumpte sie ordentlich Geld in die Band und ermöglichte ihnen sogar bei der großen Nascar Rennserie aufzutreten. Ein ordentlicher Schub für die Band. Anscheinend haben die Amis einen Narren an den Jungs rund um die attraktive Frontfrau Julie gefressen. Die Gute sieht nicht nur gut aus, nein sie hat ein Oktaven übergreifendes Organ.
Wie auch immer, bislang konnten sich alle fünf Alben der Band gut in den Billboard und Heatseeker Charts platzieren und so war es nur eine Frage der Zeit bis die Band auch zu uns kommt.
Mit ihrem neuen Album „Private Sessions“ möchte die Band nun ihren modernen Heavy Rock auch bei uns präsentieren.
Die Zusammensetzung der Band liest sich im Übrigen so, Julie Westlake (Gesang), Jeff Westlake (Gitarre), Joe Migs (Schlagzeug), Davo Chandler (Ton) und Chris Sammons (Bass).
Mit „Something to say“ beginnt das neue Album recht stark und aussagekräftig. Die krachenden Riffs fliegen uns nur so um die Ohren, der Chorus ist gut und die Stimme  von Frontröhre Julie ist ebenfalls schön rockig. Geiler Einstieg!
Das folgende „Forbidden Kind“ dreht das Tempo ein wenig zurück und beginnt ein wenig brav. Spätestens aber wenn man im Chorus angekommen ist, ist die Heavyness wieder da und hier merkt man dass die Band es absolut versteht Melodie mit Heavyness zu kreuzen.
Auch „Scream“ weiß durchaus zu gefallen, auch wenn mir das Ganze hier ein bisschen zur sehr nach Radiokompatibilität klingt. Aber ein guter Song, bleibt ein guter Song.
Richtig überzeugen kann man mich erst wieder mit „Heated Knights“. Hier stimmt einfach wieder die Mischung aus Heavyness und Melodic, auch wenn es hier ein wenig braver zugeht, als noch bei den ersten Songs. Der Chorus ist auf jeden Fall der absolute Pluspunkt der Nummer.
Die folgenden Songs „Creeper“, „Don’t tcha walk away“ und „Roseline’s Song“ sind alle gut gemacht und reihen sich in die Reihe der guten Vorgänger ein.
Im letzten Teil der Platte gibt es neben den schwächeren Songs „Feeling“ und „Un Monde Perdu“ noch den Volltreffer „It doesn’t matter“ zu bestaunen, der das Album gut beschließt und abrundet.
Anspieltipps:
Unter diese Kategorie fallen auf jeden Fall der Opener “Something to say”, “Forbidden Kind”, “Heated Knights”, “Creeper” und “It doesn’t matter”.
Fazit :
Ich würde mal sagen HYDROGYN haben den Sprung über den großen Teich in die alte Welt gut gemeistert. Das Mädel und die Jungs rocken sich ordentlich durch die Scheibe und hinterlassen insgesamt einen guten Eindruck. Allerdings hätte ich mir mehr Songs im Stile der ersten paar gewünscht. Da klingt die Band richtig schön heavy und nicht so ganz kommerziell wie im letzten Drittel der Scheibe.
Trotzdem “Private Sessions” bleibt ein gutes Album, welches sich Heavy Rock Rock Fans mit einem Faible für weiblichen Gesang auf jeden Fall reinziehen sollten!
WERTUNG:


Trackliste:
01. Something to say
02. Forbidden Kind
03. Scream
04. I don’t know how
05. Heated Knights
06. Creeper
07. Don‘ tcha walk away
08. Roseline’s Song
09. Feeling
10. Un Monde Perdu
11. It doesn’t matter
12. Alone (Bonus Track)
Julian

RUNNING WILD – Shadowmaker

Band: Running Wild
Album: Shadowmaker
Spielzeit: 50:00 min
Plattenfirma: Steamhammer/SPV
Veröffentlichung: 20.04.2012
Tja hier ist es also das Comebackalbum unseres geliebten Rock N Rolf Kasparek, Sänger, Gitarrist und Chef der Teutonen Metal Institution RUNNING WILD. Eigentlich hatte der gute Rolf ja die Piratenflagge nachdem letzten Album „Rogues En Vogue“ eingeholt und mit einem großen Abschiedskonzert in Wacken die Band zu Grabe getragen. Nun also wieder die überraschende Wiederkehr mit der ich z.B. nicht gerechnet hätte. Die letzten Alben hatten mich persönlich auch enttäuscht und so denke ich war es richtig für Rolf damals die Segel zu streichen. Von der Rückkehr nun kann man halten was man will, ich für meinen Teil finde sie gut, denn so ein Metalurgestein wie RUNNING WILD gehören einfach auf die Metalbühne!
Rolf selbst sagt auch dass er die Pause dringend gebraucht hat und diese erst das neue Album „Shadowmaker“ ermöglichte. Lockerer und spielfreudiger soll es sein, aber trotzdem den guten alten RUNNING WILD Spirit nicht vernachlässigen.
Über die Besetzung schweigt man sich zum größten Teil aus, sicher ist nur Rolf’s langjähriger Kumpel Peter Jordan ist mit an Bord sowie Niki und Katharina Nowy die sich für die Produktion verantwortlich zeigten. Die restliche Besetzung bleibt leider im Dunkeln verborgen….sei es drum ich denke jeder ist gespannt wie das neue Album klingt und genau das werden wir jetzt zusammen heraus finden.
Mit „Piece of the Action“ geht das Ganze recht rockig los. Klingt gar nicht nach RUNNING WILD, hmm….aber der Song macht tierisch Laune und lässt die Beinmuskeln ordentlich zucken. Auf jeden Fall anders, aber anderes heißt hier nicht schlecht. Im Gegenteil der Song geht direkt ins Hirn und setzt sich da fest, so muss ein Opener sein!
Beim folgenden „Riding on the Tide“, bekommt man schon eher Erinnerungen an die gute alte Piratenzeit. Hätte auf jeden Fall auch auf dem „Black Hand Inn“ Album stehen können, welches ja eines der Glanzstücke der Diskografie der Band darstellt.
Cooler Chorus, geile Riffs und ein Piratenflair, RUNNING WILD Fan was willst du mehr?
„I’am who I’am“ drückt dann mächtig aufs Gaspedal und dürfte die Abrechnung für alle Kritiker von Rock N Rolf sein. Coole Nummer, die aber nicht ganz an die Vorgänger rankommt.
Ähnlich verhält es sich auch mit dem folgenden „Black Shadow“, aber was dann folgt ist ein wahrer Triumphzug des Rolf Kasparek.
Eine starke Nummer reiht sich an die andere. Da hätten wir das mit einem genialen Groove ausgestattete „Locomotive“, DIE Partynummer schlechthin „Me & the Boys“ (das Ding bekommt man nicht mehr aus dem Kopf!!) und den geilen Titelrack „Shadowmaker“.
Wer jetzt aber denkt, das war es, liegt vollkommen falsch denn im letzten Teil der Platte hat man mit dem nach Piratenflair tönenden „Riding Fire“, dem krachende „Into the Black“ und Überraschung, Überraschung dem überlangen, epischen Abschlusstrack „Dracula“ noch mehr heiße Eisen im Feuer…. Bum, die Platte ist zu Ende und ich bin platt!
Anspieltipps:
Richtig schlechte Tracks muss man hier mit der Lupe suchen! Daher muss ich das ganze Album als Anspieltipp nennen!
Fazit :
Hui also ich hätte ja mit viel gerechnet, aber nicht das mich das neue RUNNING WILD Werk “Shadowmaker” so wegbläst. Zu enttäuscht war ich doch nach den letzten Alben, die einfach die Genialität der früheren Werke der Band vermissen ließen. Und dann kommt so ein starkes neues Album, das den alten Flair der alten RUNNING WILD Scheiben mit einem gehörigen Schuss Neuem vereint und die einen spielfreudiger Rolf Kasparek präsentiert, den ich so nicht mehr erwartet hättet! Bis auf die zwei etwas schwächeren Songs im ersten Teil gibt es hier wirklich nichts zu meckern. Beide Daumen nach oben für diese geile Album und allen RUNNING WILD Fans rate ich, sich das Album schnellstmöglich zu besorgen!
WERTUNG:
Trackliste:
01. Piece Of The Action
02. Riding On The Tide
03. I am Who I am
04. Black Shadow
05. Locomotive
06. Me & The Boys
07. Shadowmaker
08. Sailing Fire
09. Into The Black
10. Dracula
Julian

SHOTGUN EXPRESS – Gypsy Blues

Band: Shotgun Express
Album: Gypsy Blues
Spielzeit: 43:54 min
Plattenfirma: Sound Guerilla
Veröffentlichung: 05.04.2012
Homepage: www.shotgun-express.de

„Wir machen Musik für Junkies, Drogendealer, gesetzlose Verbrecher und alle anderen, die auf geilen Hardrock stehen“! – so ein Zitat von Gitarrist Johnny Cobra, das für die Vibes der Stuttgarter SHOTGUN EXPRESS steht. OK, so berühmt wie „We Are Motörhead, we play Rock´n Roll“ oder „You wanted the best, you got the best – the hottest Band in the World – KISS“ ist dieses Zitat zwar nicht, aber es beweist, dass der Fünfer aus dem Schwabenland eine ziemlich große Schnauze hat. Zumindest, wenn es ums Image geht, ist also alles geritzt. Ich muss aber noch loswerden, dass die Jungs bei mir auch musikalisch in der Vergangenheit ziemliche Pluspunkte sammeln konnten. Denn obwohl sie kein Demo vorweisen konnten, haben sie bei mir aufgrund ihrer auf myspace geposteten Songs hohe Erwartungen ausgelöst. Mit ihrer coolen Mischung aus SKID ROW, FASTER PUSSYCAT, GUNS´N ROSES und natürlich CINDERELLA ließen sie mein Herz höherschlagen. Nun ist es also endlich soweit, „Gypsy Blues“ liegt im Player, und ich mach mir fast vor Freude in die Hosen, als ich den Play-Knopf drücke.

Die Scheibe beginnt mit der Bandhymne, die genau so von Rotschopf-Axl und seinen Mannen stammen könnte. „Shotgun Express“ geht voll nach vorne und lässt mich gleich überlegen, statt dem vormittäglichen Kaffee am beschaulichen Ostermontag eine gemütliche Halbe Bier aufzureißen. „From The Gutter“, zu dem es auch ein geiles Video gibt, markiert den nächsten Song, für mich ein absolutes Highlight 2012. Der Song beamt Dich direkt in die Bars am Sunset Strip, als die Sleaze-Szene gerade in vollem Gange war. Der Titelsong  wartet mit prominenter Piano-Unterstützung auf, denn niemand Geringeres als QUIREBOYS-Tastenmann Keith Weir begleitet das Stück, das eigentlich mehr räudiger Hardrock als Blues ist. Beim folgenden „Gentleman“ dreht das Quartett noch einmal so richtig auf, bevor „Angel Without Wings“ die erste Hälfte des Sets beschließt. Ganz ehrlich, selten habe ich eine Ballade so genossen wie diese, denn die Nummer eirinnert mich an mein Feeling seinerzeit beim Hören der ersten beiden CINDERELLA Alben. „A Wasted Life“ beginnt mit seinem bluesigen Intro auch passend zu den Herren um Tom Keifer, bevor es eher in Richtung SKID ROW geht. Aber eigentlich ist dieses ganze Name-Dropping überflüssig. „Victory Or Death“ haut in die gleiche Kerbe und macht keine Gefangenen, der Song lebt von seinem kompromisslosen Riffing und den abermals großartigen Vocals von Frontmann Diamond Flow (der ja schon bei „Angel Without Wings“ bewiesen hat, dass er nicht nur abrocken kann). „L.A.M.F.“ und „Suicide“ zeigen, dass den Jungs bis dahin die Luft noch nicht ausgegangen ist. Zum Abschluß haben sich die Herrschaften an eine Coverversion gewagt, bei der SAIDIAN Keyboarder Markus Bohr als Gastmusiker mitwirkt. Das ist der einzige Song, bei dem ich mir nicht so ganz sicher bin, ob ich ihn nun gut finden soll oder nicht. Eigentlich ist die Version der Stuttgarter recht gelungen, aber mit dem Song konnte ich noch nie richtig viel anfangen. Anyway… 

Zum Schluß möchte ich noch kurz die Band vorstellen: Diamond Flow am Mikro, Johnny Cobra an der Axt, Matt Lush hinter der Schießbude, Scott Damn ebenfalls Gitarre und Robin Robben am Bass. Produziert wurde die Platte von der Band selbst und für den Mix und das Mastering zeichnet sich Pelle Saether verantwortlich, der mit seiner eigenen Combo GRAND DESIGN nicht nur DEF LEPPARD Fans ein Begriff sein sollte. Neben der normalen CD ist „Gypsy Blues“ auch als Download und blaues Vinyl erhältlich (allerdings auf nur 400 Einheiten limitiert).

Damit habt Ihr jetzt alle Infos, die braucht. Halt, eines habe ich noch vergessen: die Kaufempfehlung. Wenn Ihr auf oben genannte Bands oder einfach auf gute, ehrliche Rockmusik steht, ist die Platte Pflicht – wenn nicht, weiß ich gar nicht, warum Ihr bis hierhin gelesen habt 🙂
Vielleicht sollten die Jungs über einen neuen Slogan nachdenken: „We fucked your wife and drank your beer – SHOTGUN EXPRESS was here…“ und weil die Musik mindestens genauso wichtig ist wie das Image, könnte man noch hinzufügen „Gpsy Blues – 10 Rock´n Roll Shots from the Gutter“. Geiles Debüt von einer Band aus deutschen Landen, der man so gar nicht anhört, dass sie aus einer Stadt kommt, in der man keinen neuen Bahnhof haben will.

WERTUNG:

Trackliste:

1.Shotgun Express
2.From The Gutter
3.Gypsy Blues
4.Gentleman
5.Angel Without Wings
6.A Wasted Life
7.Victory Or Death
8.L.A.M.F.
9.Suicide
10.When A Man Loves A Woman

Stefan

ROMEO´S DAUGHTER – Rapture

Band: Romeo´s Daughter
Album: Rapture
Plattenfirma: RD Records
Veröffentlichung: bereits veröffentlicht
Homepage: www.romeosdaughter.co.uk

Die britische Band ROMEO´S DAUGHTER schrieb ihr eigenes Kapitel in einem Buch, das sich „Es hat alles gepasst und keiner weiß, warum es nicht geklappt hat“ nennt. Denn als das gleichnamige Debüt 1989 auf den Markt kam, hätte es sofort funktionieren müssen. Die typische Produktion von John „Mutt“ Lange (dessen Gattin Olga die Managerin der Band war) war genau das, was die Musikindustire damals gepuscht hat. Immerhin hat es ja mit Größen wie AC/DC, DEF LEPPARD oder FOREIGNER hervorragend geklappt – sie alle hat der gute Mutt produziert. Und so hatte das Quartett um Sängerin Leigh Matty, die irgendwo zwischen SHANIA TWAIN und den WILSON-Schwestern von HEART einzuordnen wäre, eigentlich alles richtig gemacht. Mit „Heaven In A Back Seat“ hatten sie einen Hit, der auf MTV lief und im Horrorstreifen „Nightmare On Elmstreet 5 – Dream Child“ Verwendung fand. Und mit dem selbstbetitelten Debüt hatten sie eine sehr starke Scheibe am Start. Aber es lief einfach nicht, es vergingen 5 ewig lange Jahre bis zum Nachfolge-Album, das abermals stark war, aber viel zu spät nachgeschoben wurde, bekanntermassen war die Musikwelt eine andere geworden.

Fast 20 Jahre hat es gedauert, bis sich die Formation wieder zusammengefunden hat und mit „Rapture“ ihr drittes Langeisen vorlegt. Dieses Mal veröffentlichen die Briten ihre Songs in Eigenregie. Was hat sich verändert? Im Nachhinein ist zu sagen, dass das, was bei ROMEO´S DAUGHTER nicht geklappt hat, bei SHANIA TWAIN Ende der 90ger zu Millionenverkäufen und weltweitem Ruhm geführt hat. Denn eigentlich war der Ansatz der gleiche, SHANIA TWAIN hatte anfangs richtig rockige Songs im Programm, bevor sie für ein potentielles Millionenpublikum in die „New Country“-Richtung gelenkt wurde. Wenn ich mir das neue RD-Album anhöre, finde ich sehr viele Parallelen, denn viele der neuen Songs sind ruhiger ausgefallen und tendieren in eine ähnliche Richtung. Allerdings hat man nicht bei TWAIN geklaut sondern eigentlich war es andersrum. Nur, dass die Briten spätestens Ende der Neunziger praktisch keiner mehr kannte. Zumindest niemand, der die Hitparade hörte und so auf SHANIA TWAIN aufmerksam wurde. Anyway, das ist alles Geschichte und nicht mehr zu ändern.

 Mit „Trippin´ Out“ beginnt die Platte sehr vielversprechend und rockig, fast in alter Manier. Klar hat sich der Sound geändert und ist bodenständiger und direkter geworden, aber der Song an sich erinnert sehr an altes Material. „Bittersweet“ wiederum könnte auf jedem Album von SHANIA TWAIN stehen (erinnert Euch an meine Worte). Gleiches gilt auch für „Cannot Be The One“ bevor „Keep Walking“ die Keule rausholt und rockt wie in alten Zeiten. Die Ballade „Lighting“ kühlt die Gemüter wieder ab. Das folgende „Alive“ erinnert sehr an ROBIN BECK. Danach kommen Freunde rockender Gitarren nur noch selten auf ihre Kosten, denn außer beim vorletzten Stück „He´s Mine“ lassen RD diese lieber im Keller.

Trotzdem ist „Rapture“ ziemlich kurzweilig ausgefallen, denn alle Songs haben viel Leidenschaft und Melodie. Aber der Hörer sollte sich immer im Klaren sein, dass er es eher mit einem Pop- denn mit einem Rock-Album zu tun hat. ROMEO´S DAUGHTER nehmen mit ihrem dritten Longplayer den Fuß vom Gas, überzeugen aber mit ausgereiften Songs und einer immer noch tollen Sängerin.

WERTUNG:

Trackliste:

1.Trippin´ Out
2.Bittersweet
3.Cannot Be The One
4.Keep Walking
5.Lighting
6.Alive
7.Fly Away
8.Make My Dreams Come True
9.Precious Thing
10.Talking Love
11.He´s Mine
12.Will Be

Stefan

DESERT – Star of delusive Hopes

Band: Desert
Album: Star Of Delusive Hopes
Spielzeit: 43:16 min
Plattenfirma: eigene Produktion
Veröffentlichung: 02. Januar 2011
Eine israelische Band, die in Israels Industrie- und Kulturzentrum Beer-Sheva gegründet wurde, eine der größten Städte Israels. Diese liegt am Rande des Wüstensandes, durch den Moses sein Volk vor Jahrtausenden geführt hat, um im gelobten Land ansässig zu werden: der Wüste Negev. Die Truppe selbst besteht aus Alexei Raymar (Gesang), Oleg Aryutkin (Keyboard), Sergej Dmitrik (Bass), Zohar Telor (Schlagzeug) und Sergej „Metalheart“ Nemichenister (Gitarre). Es wurden bereits mehrere Alben vor „Star Of Delusive Hopes“ von verschiedenen Labels herausgebracht.
Im Grunde passt das Cover zu den heroischen Gesängen: Zwei geflügelte Menschen im Wüstensand, wovon einer den anderen mit einem Schwert verletzt hat und dieser sterbend (?) vor ihm liegt.
Die Stimme von Alexei Raymar klingt tief und unterstreicht bewusst den Heroismus, der besungen wird. Sie klingt tief, aber unnatürlich und verhalten, immer ein wenig bedeutungsschwanger. Spielen können die Musiker. Jeder beherrscht sein Instrument. Allerdings muss hinzugefügt werden, dass es nicht allzu viel Abwechslung im musikalischen und stimmlichen Bereich gibt. Jeder Song ist bedeutungsschwanger und erzählt von Heldentaten und –toden. 
 Bei „Letter Of Marque“ hört man zwar mit den Drums einen anderen Einstieg, aber dann geht auch dieser Song in den üblichen Musikmatsch über. Auch bei „Victim Of The Light“ bemüht man sich anfangs mit Sprechen um Originalität, die aber schnell hinüber ist, sobald die übliche Musik und der übliche Gesang beginnen. Bei „Whispers“ wachsen Desert beinahe über sich hinaus: Man imitiert eine Radioansage, die Stimmlage ändert sich einmal – und dann eben wieder der Brei, den wir vom ganzen Album bereits kennen. Auch bei „Lament For Soldier’s Glory“ (ein Titel, der mir einen Schauer über den Rücken jagt) ein Anfang mit angenehmen Gesang und Keyboard. Dann wieder Matsch… Zwischendurch ist Raymars Stimme zwar immer mal wohltuend unterlegt und dadurch weicht der Gesang angenehm vom sonstigen Gedröhne ab, aber lange hält das ja leider nicht an. Mit „Star Of Delusive Hopes“ erreicht man das Highlight – und zwar nicht, weil es eine besonders starke Leistung ist, sondern weil das Ende des Albums endlich erreicht ist.
„Star Of Delusive Hopes“ ist ein Album, das zu einer melancholischen Stimmung passt bzw. den Hörer in diese Stimmung treiben kann.
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Anspieltipps: “Letter Of Marque”, Whispers”, “Lament For Soldier’s Glory”
Fazit :  Ein ödes Album, das einem einen sonnigen Tag trübe machen kann. Zwei Punkte. Der erste, weil die Musiker Noten spielen können und der Sänger die Töne trifft. Der zweite, weil es immer noch eine Steigerung zum Schlechteren gibt.
WERTUNG:
Trackliste:
  1. The Unsubdued 4:57
  2. Massada Will Never Fall 4:47
  3. Letter Of Marque 5:34
  4. Victim Of The Light 5:33
  5. Release Me 4:16
  6. Soul Of A Wanderer 5:36
  7. Whispers 5:24
  8. Lament Of Soldiers Glory 4:36
  9. Star Of Delusive Hopes 4:33
Sandra