WONDERWORLD – III

Band: Wonderworld
Album: III
Spielzeit: 49:58 min
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Sliptrick Records
Veröffentlichung: 19.06.2018
Homepage: www.wonderworld.no

Mit „III“ legt uns das Trio WONDERWORLD ihr, na, genau 3tes Album vor. Gut, so kreativarm bei der Namengebung Ihrer Alben sind auch andere. Konzentrieren wir uns lieber darauf, was musikalisch auf dem dritten Langspieler der Truppe um den Labyrinth-Bassisten Roberto Tiranti sowie seine beiden Sidekicks Ken Ingwersen an der Gitarre (Street Legal) und Drummer Tom Fossheim (Live Fire) passiert. Da sich besetzungstechnisch nichts seit der letzten Scheibe („II„, 2016) getan hat, sind keine allzu großen Veränderungen im Bandsound zu erwarten, vor allem, da wir es hier grundlegend mit schnörkellosem, klassischen Hardrock zu tun haben. Dementsprechend knüpft „III“ auch relativ nahtlos den Vorgänger an.

Auf einzelnen Songs einzugehen ist hier ein wenig müßig – wie bei den vorangegangenen Veröffentlichungen haben die Jungs ein paar gut geschriebene und kompetent eingespielte Tracks auf die Platte gepackt. Aber auch weiterhin fehlt das gewisse Quäntchen, dass aus einer guten eine herausragende Scheibe macht. Im Vergleich zum Vorgänger fehlen mir auf dem aktuellen Album vor allem 2 Dinge: die Energie, die auf dem von mir noch hochgelobten und immer wieder gerne gehörten „II“ aus quasi jeder virtuellen Rille tropfte, sowie der absolut geile Gitarrensound, den 6-Saiter Ingwersen aufgefahren hatte. Auf „III“ geht es insgesamt eine Spur gemächlicher zu, es wird nicht mehr so geradeheraus gerockt sondern das Songmaterial ist mehr im bluesigen Midtempo angelegt und soundtechnisch ist mir die Chose ebenfalls einen Ticken zu trocken ausgefallen. Auf der Haben-Seite sind weiterhin die gnadenlos geilen Gitarrensoli zu verbuchen, irgendwo zwischen Nuno Bettencourt und Vito Bratta. Songs wie der flotte Rocker „Background Noises“, das schwer groovende „A Mountain Left To Climb“ oder das an Glenn Hughes erinnernde „Brand New Man“ können Freude bereiten und das Zusammenspiel der Truppe ist auf ebenfalls hohem Niveau. Dennoch kann mich „III“ nicht auf die gesamte Spielzeit so packen bzw. überzeugen wie der Vorgänger.

WONDERWORLD machen weiterhin ihr eigenes Ding und schaffen es dabei eigenständig zu klingen und dem ausgelutschten Genre des bluesigen Hardrocks eine eigene Facette hinzuzumischen. Im direkten Vergleich zum starken Vorgänger kann die neue Platte aber nicht ganz mithalten. Das mag für Fans des Genres meckern auf hohem Niveau sein. Ich wünsche mir für die nächste Scheibe der Jungs aber wieder ein wenig mehr Feuer unterm Popo sowie eine schmackhaftere Produktion.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Background Noises
02. Stormy Night
03. Big Word
04. Crying Out For Freedom
05. A Mountain Left To Climb
06. Brand New Man
07. Rebellion
08. The Last Frontier
09. Stay Away From Me
10. There Must Be More

Mario

THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA – Sometimes the World ain’t enough

Band: The Night Flight Orchestra
Album: Sometimes the World ain’t enough
Spielzeit: /
Stilrichtung: Melodic Rock, AOR
Plattenfirma: Nuclear Blast Records
Veröffentlichung: 29.06.2018
Homepage: www.facebook.com/thenightflightorchestra

In schöner Regelmäßigkeit legen die Schwedischen Paradiesvögel THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA ein hochkarätiges Album nach dem anderen vor. Seit dem formidablen „Amber Galactic“ sind gerade mal 14 Monate ins Land gezogen, da liegt mit „Sometimes the World ain’t enough“ auch schon der 4te Streich in den Läden. Und auch in einer anderen Disziplin sind die Jungs sich treu geblieben: klingt alles auf den ersten Hör wie gewohnt, so hat man doch wieder dezent an den Stellschrauben gedreht und die neuen Tracks ein wenig mehr Richtung Disco-Pop verschoben. Natürlich bilden auch weiterhin die Riffs von Gitarrist und Songschreiber David Andersson das Fundament der Kompositionen. Allerdings wurde auf „Sometimes the World ain’t enough“ das Sounddesign eindeutig noch mehr Richtung Keyboards geföhnt. Und das muss beileibe nichts Schlechtes sein, vor allem wenn es so gekonnt und geschmacksicher umgesetzt wird wie bei THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA.

Ich habe es schon angedeutet: die Keyboards dürfen auf „Sometimes the World ain’t enough“ stärker farbliche Akzente setzen als bisher und das hebt Songs wie den TV-Serien verdächtigen Smasher „Moments of Thunder“ oder Disco-lastige „Pretty Thing Closing In“ dann mal gleich auf eine neue, bzw. andere Stufe. Ob man mit dem Zusatz an Kitsch auskommt („Lovers in the Rain“ ist mir schon ne Schüppe zu süsslich, bleibt aber die Ausnahme) ist Geschmackssache. Es ist aber keine Frage, dass die Jungs es auch weiterhin verstehehen den Charme und Spirit der bunten 80er zu kanalisieren und ins Heute zu übertragen. Hier klingt weiterhin nichts künstlich oder aufgesetzt – die meinen das tatsächlich genau so und spielen Musik die aus dem Herzen kommt. Weitere Anspieltipps sind das flockige „Turn to Miami“, der leicht proggige Rausschmeisser „The last of the independent Romantics“ sowie der an Journey erinnernde Rocker „Speedwagon“. Auch auf „Sometimes the World ain’t enough“ gibts wieder Hitverdächtige Songs im Mega-pack. Insgesamt setzt aber schon ein wenig Routine ein, denn THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA haben schon 3 tolle Scheiben vorgelegt und können mit Album No. 4 „nur“ noch mithalten, lassen zwischendurch sogar ein klein wenig die Luft raus. Aber, das ist bei den Schweden meckern auf hohem Niveau, denn das Wasser kann der Truppe im Moment auf ihrem Gebiet keiner reichen.

Mein persönlicher Favorit bleibt weiterhin die 2017er Platte „Amber Galactic„, an deren Hitdichte „Sometimes the World ain’t enough“ nicht ganz herankommen. Besser als die Konkurrenz bleiben THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA aber auch mit Album No. 4 allemal. Fans des bisherigen Oeuvres der Jungs können auch hier also wieder bedenkenlos zugreifen und ich bin mir sicher, dass die Truppe auch weiterhin noch (verdienten) Zuwachs in der Fangemeinde verbuchen kann.

WERTUNG:

 

 

Trackliste

01. This Time
02. Turn to Miami
03. Paralyzed
04. Sometimes the World ain’t enough
05. Moments of Thunder
06. Speedwagon
07. Lovers in the Rain
08. Can’t be that bad
09. Pretty thing closing in
10. Barcelona
11. Winged and Serpentine
12. The last of the independent Romantics

Mario

HAKEN – L-1VE

Band: Haken
Album: L-1VE
Spielzeit: /
Stilrichtung: Progressive Metal
Plattenfirma: Inside/Out Music
Veröffentlichung: 22.06.2018
Homepage: www.hakenmusic.com

Wer das Glück hatte HAKEN auf Ihrer letzten Tour bestaunen zu können, wurde Zeuge einer Band, die zwar (leider) immer noch in kleinen Räumen auftritt, aber zumindest was Songmaterial und Darbietung angeht mittlerweile dem ein oder anderen gestandenen Platzhirsch den Rang abzulaufen droht. Da die Band zudem Ihr 10 jähriges Bestehen feierte, bot es sich an die bisherige Karriere Revue passieren zu lassen und den Status Quo zu dokumentieren. Hierzu wurde ein Auftritt im niederländischen Amsterdam in Bild und Ton aufgezeichnet und das Ergebnis wurde, neben einigem Bonusmaterial (u.a. 4 Bonus Tracks die beim 2016 ProgPower USA Festival gefilmt wurden, sowie die offiziellen Videos zum letzten Studioalbum), zu unser aller Freude auf 4 Silberlinge (2xCD und 2x DVD) gebannt und in ein schickes Digipack gepackt.

Neben Krachern von der letzten Überfliegerscheibe „Affinity“ („1985“, „The Architect“) zelebrieren die Briten auf „L-1VE“ die zahlreichen Highlights quer durch das bisherige Schaffen. Natürlich darf dabei der (umjubelte) Fan-Fave „Cockroach King“ nicht fehlen, ebenso wie ein fein durchdachtes Aquarius-Medley, dass die besten Parts des Debüts der Truppe gekonnt zusammen fasst. Beachtlich ist mit welcher traumwandlerischer Sicherheit die Truppe sich durch die oftmals waghalsigen Arrangements und Instrumentalpassagen kniffelt. Da der Klang der CDs (und DVD) eine gute Balance aus Detailreichtum, Klangwand und Live-Atmosphäre bietet, kann der Fan von Prog im Allgemeinen und HAKEN im Besonderen, sich das vorliegende Paket guten Gewissens in den Einkaufswagen klicken. Einige höchst unterhaltsame Stunden sind garantiert. Zumal das Bonusmaterial tatsächlich einen Mehrwert bietet und auch dem letzten Zweifler klar werden dürfte, dass nur wenige Bands solch ein Potential (und den Willen es umzusetzen) in die Waagschale werfen wie die sympatischen Briten.

Nicht nur als Überbrückung bis zum nächsten, heiss erwarteten Studioalbum, sondern auch als gelungene Momentaufnahme nach einer Reihe starker Studioreleases taugt „L-1VE“ hervorragend. Neben dem nun ebenfalls erschienenen Live-Doppeldecker der Label-Kollegen FATES WARNING also ein weiterer Pflichtkauf für den Prog Metal Fan.

WERTUNG: (keine Wertung)

Trackliste:

01. affinity.exe/Initiate
02. In Memoriam
03. 1985
04. Red Giant
05. Aquamedley
06. As Death Embraces
07. Atlas Stone
08. Cockroach King
09. The Architect
10. The Endless Knot
11. Visions

Mario

FATES WARNING – Live over Europe

Band: Fates Warning
Album: Live over Europe
Spielzeit: /
Stilrichtung: Progressive Metal
Plattenfirma: Inside/Out Music
Veröffentlichung: 29.06.2018
Homepage: www.fateswarning.com

Nachdem die Nostalgiker unter den FATES WARNING Fans im vergangenen Jahr bereits mit dem Live-Mitschnitt der Komplettaufführung des Bandklassikers „Awaken the Guardian LIVE“ (in Originalbesetzung!) ihre Vollbedienung bekommen haben, gibt es nun mit „Live over Europe“ gleich noch das zeitgemäße Gegenstück zu bestaunen: auf 2 wirklich randvoll gepackten CDs kann man die Live-Auslese der letzten Europa-Tour der lebenden Prog-Legende bestaunen. Und FATES WARNING zeigen sich hier wirklich von Ihrer Schokoladenseite.

Die Setlist berücksichtigt ausschließlich Material aus der Ray Alder Phase und da können die Jungs ja nun wirklich mittlerweile aus dem Vollen schöpfen. Man hat das Gefühl die euphorischen Reaktionen auf fantastischen den letzten Studiodreher „Theories of Flight“ (2016) hätten die Truppe nochmals zusätzlich angespornt. Von der unglaublich tight und wuchtig aufspielenden Instrumentalfraktion mal angesehen, glänzt vor allem Sänger Ray Alder mit einer brillanten Vorstellung. Der Kerl hat anscheinend tatsächlich endlich seine Position in der Band gefunden und singt mit solcher Autorität und Inbrunst, dass die Begeisterung sofort auf den Hörer überspringt. Da schadet es natürlich auch nicht, dass FATES WARNING Ihre Setlist aus einem bärenstarken Katalog zusammenstellen können: Zwischen energisch vorangepeitschten Tracks des letzten Hammeralbums gibt es eine erfrischende Auswahl aus allen Schaffensphasen. Als Anspieltipps seien an dieser Stelle The Light And Shade Of Things vom letzten Album, das famose „The Eleventh Hour“ sowie „Life In Still Water“ genannt. Wer sich die beeindruckende Setlist mal anschaut bekommt aber auch schon so feuchte Augen. Da die Scheibe dann auch noch von Jens Bogren fett und transparent produziert/gemixt wurde (da klingt „Awaken the Guardian LIVE“ dann wie eine billige Low-Budget Produktion gegen), kann man mit Fug und Recht behaupten, dass FATES WARNING mit „Live over Europe“ die (vorerst) definitive Live-Platte Ihrer Karriere vorgelegt haben.

Für die Fans: essentiell, also unbedingt kaufen! Alle noch nicht infizierten können hier eine Prog-Metal Institution auf Ihrem Zenit für sich entdecken. Tolles Paket.

WERTUNG: (keine Wertung)

Trackliste:

01. From The Rooftops
02. Life In Still Water
03. One
04. Pale Fire
05. Seven Stars
06. SOS
07. Pieces Of Me
08. Firefly
09. The Light And Shade Of Things
10. Wish
11. Another Perfect Day
12. Silent Cries
13. And Yet It Moves
14. Still Remains
15. Nothing Left To Say
16. Acquiescene
17. The Eleventh Hour
18. Point Of View
19. Falling
20. A Pleasant Shade Of Grey, Pt. IX
21. Through Different Eyes
22. Monument
23. Eye To Eye

Mario

ERIC CLAPTON – Life in 12 Bars

Band: Eric Clapton
Album: Eric Clapton: Life in 12 Bars
Spielzeit: min
Stilrichtung: Blues / Rock
Plattenfirma: Universal (Universal Music)
Veröffentlichung: 08.06.2018
Homepage: www.ericclapton.com

Eines vorweg: wer sich bewusst ist, dass es sich bei dem hier vorliegenden Soundtrack zum gleichnamigen Film über das kreative Schaffen des ersten echten Gitarrengotts aller Zeiten, nicht um eine Best-Of Scheibe oder gar eine allumfassende Retrospektive zur gesamten Karriere von ERIC CLAPTON handelt, sondern um eine sehr selektive Auswahl aus der nun bereits 5 Jahrzehnte andauernden Schaffensphase, der wird mit den beiden Discs ein paar nette Stunden haben. ERIC CLAPTON muss wohl nicht mehr gesondert vorgestellt werden, denke ich. Wer auch nur ansatzsweise etwas mit Gitarrenmusik am Hut hat weiss, dass sich vor allem die Gitarrenhelden der 80er massiv von dem englischen Blues/Rock Musiker beeinflussen liessen und viele der Licks die uns auch heute noch um die Ohren gehauen werden, ohne den mittlerweile 73jährigenb CLAPTON so wohl nicht zu hören wären. Dabei ist immer wieder kontrovers darüber diskutiert worden, ob CLAPTON handwerklich tatsächlich solchen Genies wie Hendrix oder Jeff Beck das Wasser reichen konnte. Das war aber bei CLAPTON, der selber nie etwas mit höher, schneller, weiter anfangen konnte, auch immer völlig am Thema vorbei. Fakt ist, ohne CLAPTON klängen die Gitarristen heute gewiss anders.

Ja, eine ERIC CLAPTON Compilation ohne „Cocaine“ oder „Wonderful tonight“ ist schon gewagt und zielt ganz klar auf ein anderes als das übliche Best-Of-Käufer-Publikum ab. Das ist auch löblich und prinzipiell gut so. Auch dass hier das Schaffen von CLAPTON als Sideman anderer Künstler viel Beachtung findet (in dieser Rolle scheint der introvertierte Brite sich eh immer am wohlsten gefühlt zu haben) ist auch interessant. Leider wurden bei der Songauswahl komplette Jahrzente, in denen CLAPTON durchaus sehr aktiv und kreativ war, völlig ignoriert. Sowohl die Filmemacher, als vielleicht auch CLAPTON selber scheinen mit dieser Schaffensphase ein Problem zu haben. So gibt es dann auf „Eric Clapton: Life in 12 Bars“ frühe Aufnahmen mit den Yardbirds, Cream, Blind Faith und natürlich Derek and The Dominos zu hören. Für Fans vor allem ein Ohr wert sind dabei die unveröffentlichten Songs (zB die live aufgenommene Chuck Berry Nummer „Little Queenie“ und extended Versionen („I Shot The Sheriff“ wird hier nochmal um einiges geiler). Wahrscheinlich machen diese CDs um einiges mehr Sinn, wenn man sich den dazugehörigen Film angeschaut hat (was ich nach Möglichkeit demnächst bestimmt nachholen werde).

„Eric Clapton: Life in 12 Bars“ bietet vor allem dem schon gut eingedeckten Fan von ERIC CLAPTON Interessantes und hier und da sogar Neues zu entdecken. Die Songs sind toll, die Gitarrenarbeit natürlich ebenso. Dass bei der Songauswahl aber ganze Karrierephasen dieser lebenden Legende komplett unter den Teppich geklehrt wurden, kommt aber schon einer Geschichtsverklärung gleich. Wer also ERIC CLAPTON für sich neu entdecken möchte, der fängt am besten vorne an und arbeitet sich durch den Backkatalog. Denn die hier völlig ignorierten Alben aus den 80er Jahren sowie die blueslastigen Alben der letzten Jahre tragen ebenfalls viel bei zur (anhaltenden) Legendenbildung und sind somit ebenfalls essentiell. Für Fans (wie mich) daher ein starkes Album, das durchweg hervorragende Laune macht und zudem auch noch richtig gut produziert ist. Für Neueinsteiger allerdings nur bediongt zu empfehlen.

WERTUNG:

(keine Wertung)

Trackliste:

Disc: 1

01. Big Bill Broonzy: Backwater Blues
02. Muddy Waters: My Life Is Ruined
03. Muddy Waters: I Got Mojo Working
04. The Yardbirds: I Wish You Would
05. The Yardbirds: For Your Love
06. John Mayall & The Bluesbreakers: Steppin’ Out
07. John Mayall & The Bluesbreakers: All Your Love
08. Cream: I Feel Free
09. Cream: Strange Brew
10. Cream: Sunshine of Your Love
11. Aretha Franklin: Good to Me As I Am To You
12. Cream: Crossroads live
13. The Beatles: While My Guitar Gently Weeps
14. Cream: Badge
15. Cream: White Room live
16. Cream: Spoonful
17. Blind Faith: Presence Of The Lord

Disc: 2

1. Delaney & Bonnie & Friends featuring Eric Clapton: Comin’ Home
2. Eric Clapton: After Midnight
3. Eric Clapton: Let It Rain
4. Derek and The Dominos: High
5. George Harrison: My Sweet Lord
6. Derek and The Dominos: Thorn Tree In The Garden
7. Derek and The Dominos: Nobody Knows You When You’re Down And Out
8. Derek and The Dominos: Bell Bottom Blues
9. Derek and The Dominos: Layla
10. Derek and The Dominos: Little Wing
11. Derek and The Dominos: Got To Get Better In A Little While
12. Eric Clapton: I Shot The Sheriff
13. Eric Clapton: Little Queenie live
14. Eric Clapton: Mainline Florida
15. Eric Clapton: Tears In Heaven

Mario

TNT – XIII

Band: TNT
Album: XIII
Spielzeit: 46:10 min
Stilrichtung: Hard Rock, Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 08.06.2018
Homepage: www.tnttheband.com

Die Norweger TNT haben in den 80ern mit „Knights of the New Thunder“ (1984) und „Tell No Tales“ (1987) starke Alben vorgelegt und mit „10,000 Lovers (In One)“ einen kleinen Genre-Hit für die Ewigkeit geschrieben. Die Jungs haben sich schon immer von der Konkurrenz durch ein eigenwilliges Songwriting sowie die kreative Gitarrenarbeit von Ronni Le Tekro abgesetzt. Umso gespannter war ich als das neue Album der Truppe über Frontiers Records angekündigt wurde – ein Label, das eigentlich für gleichförmige Massenware bekannt ist und weniger für Bands die aus der Reihe fallen. Das von Tommy Hansen abgemischte „XIII“ ist, wer hätte das gedacht, das 13. Album der Band und zeigt mal wieder wie wichtig TNT für die Szene sind.

Das Doppel aus „We’re Gonna Make It“ und „Not Feeling Anything“ eröffnet das Album mit unorthodoxen Arrangements, fetten Chören, einer kreativen Produktion und geilen Hooklines. Man weiss sofort, dass man es mit TNT zu tun hat und nicht mit der x-ten Aufwärmung des üblichen Hardrock Breis den man sonst immer vorgelegt bekommt. Neuentdeckung Baol Bardot Bulsara aus Spanien am Mikrofon (der den kürzlich ausgeschiedenen Tony Harnell ersetzt) macht seine Sache hervorragend, beherrscht sowohl die hohen Töne (ohne jemals nervig zu werden) als auch die tieferen Register und packt eine gute Melodie nach der anderen raus (Anspieltipp „People, Come Together“). Bei „It’s Electric“ wird dann das Experimentieren mit Queen-beeinflussten Chören und beschwingten Rhythmen auf die Spitze getrieben. Dieses Verspielte bringt der Platte eine Menge Abwechslung ein, kann aber auch mal in die Hose gehen wie z.B. bei dem langweiligen Rocker „Fair Warning“. Die gute-Laune „Hits“ („Get Ready For Some Hard Rock“) überwiegen aber in der Summe und machen aus „XIII“ zwar nicht das beste Album in der Karriere der Norweger, aber immerhin ein Album, dass der Hardrock Fan auf dem Zettel (bzw. im Regal) stehen haben sollte.

Fett und zeitgemäss produziert, eine Menge guter Songs, tolle (ungewohnte) Arrangements, eine frische/hungrige Stimme und die nach wie vor einzigartige Gitarrenspuren von Bandgründer von Ronni Le Tekro machen aus „XIII“ ein gutes Stück zeitlosen Hardrocks. Zwar kein Überfliger, aber Genrefans zum Antesten empfohlen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. We’re Gonna Make It
02. Not Feeling Anything
03. Fair Warning
04. It’s Electric
05. Where You Belong
06. Can’t Breathe Anymore
07. Get Ready For Some Hard Rock
08. People, Come Together
09. Tears In My Eyes
10. 17th Of May
11. Catch A Wave
12. Sunshine

Mario

JETBONE – Come out and Play

Band: Jetbone
Album: Come out and Play
Spielzeit: 37:14 min
Stilrichtung: Rock
Plattenfirma: BMG
Veröffentlichung: 20.04.2018
Homepage: www.jetbone.se

Stellt Euch eine Mischung aus den jungen Black Crowes, frühen Quireboys, den balladesken Momenten der britischen Thunder, etwas Led Zeppelin und das Ganze abgeschmeckt mit einem Schuss Primal Scream vor und ihr habt in etwa den Cocktail, den uns die jungen schwedischen Wilden von JETBONE mit Ihrem dritten Album „Come out and Play“ präsentieren. Das Ganze erscheint beim Branchenriesen BMG und daher wurde auch beim Drumherum geklotzt und nicht gekleckert: an den Reglern saß Stefan Glaumann (u.a. Rammstein, Backyard Babies) die Promo-Maschine läuft auf Hochtouren. Diese Infos sollten schon mal reichen um ein Ahnung davon zu bekommen, wohin die Reise stilistisch geht … an solchen Sounds haben sich schon unzählige Bands seit den Rolling Stones probiert und manchen ist es gelungen etwas Eigenes daraus zu machen.

Nun, die genannten Orientierungshilfen sind natürlich alles etablierte Acts, an die JETBONE, soviel vorweg, (noch) nicht heranreichen können. Aber auf ihrer nunmehr 3. Scheibe zeigt das Quintett, dass man vor allem im Bereich Songwriting ein Wörtchen mitreden kann. Der Titeltrack rockt gleich mit guter Hookline nach vorne und platziert JETBONE auch imaginär dorthin, wo sie wohl auch am allerbesten funktionieren: auf die Bühne. Noch besser schiebt „Are You Ready?“ mit seiner ansteckenden Hookline nach vorne. Und mit hüpfbaren Tracks ähnlicher Couleur geht es auch weiter. Die gelungenen Balladen („Road In The Sky“, „Not A Fool To Cry“) sorgen für die nötige Abwechslung. Es sind aber die straighten, rockigen Songs mit denen die Schweden Akzente setzen. Der ganz große „Hit“, mit dem die Charts zu knacken sind, fehlt zwar noch, aber die großen Bühnen können die Jungs (zumindest als Vorband) mit dem Material schon mal ins Visier nehmen.

Nach all dem Lob muss ich allerdings zugeben, dass mir „Come out and Play“ persönlich etwas zu glattpoliert aus den Speakern rockt. Für die nächste Scheibe würde ich mir mehr Ecken und Kanten im Sound der Jungs wünschen – die sind garantiert da, wurden hier aber zwecks Massenkompatibilität gnadenlos weggeflext. Auch fehlt mir noch ein wenig der Charakter im Gesang von Fronter/Basser Gurten Sjödin, der leider viel zu selten aus sich raus geht. Wenn der Junge mal losgelassen wird (wie in „Lady“), dann bekommt die Chose auch gleich viel mehr persönlichen Anstrich. Dennoch sollte der Fan von gepflegtem Gute-Laune Rock hier zugreifen. Denn astrein produziert ist die Scheibe definitiv und brauchbare Songs gibt’s ebenfalls genug.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Come Out and Play
02. Are You Ready?
03. It’s So Hard
04. Chickadee
05. Road in the Sky
06. Lady
07. Twisted Company
08. Not a Fool to Cry
09. Don’t Hold Me Back
10. Make This Song Together

Mario

TOMORROW’S EVE – Mirror Of Creation III – Project Ikaros

Band: Tomorrow’s Eve
Album: Mirror Of Creation III – Project Ikaros
Spielzeit: 69 min
Stilrichtung: Progressive Metal
Plattenfirma: Soulfood
Veröffentlichung: 27.04.2018
Homepage: www.tomorrows-eve.com

Mit „Mirror Of Creation III – Projekt Ikaros“ legen TOMORROW‘S EVE ihr fünftes Studioalbum vor, dass man nach 10-jähriger Funkpause mit Fug und Recht als kleines Comeback bezeichnen kann. Ich muss eingestehen, dass mir das bisherige Oeuvre der Jungs nicht bekannt ist. Also gehe ich mal blauäugig an das Ganze heran und staune erstmal nicht schlecht über das Drumherum: das Artwork ist schick, die Produktion hat Hand und Fuß und mit solchen Leuten wie Mike LePond (Symphony X) am Bass und John Macaluso an den Stöcken (u.a. Yngwie Malmsteen, Labyrinth, Ark, TNT) ist handwerklich auch alles im grünen Bereich. Dass die Scheibe ein ambitioniertes Projekt ist, das auch thematisch/textlich einiges zu transportieren hat, wird relativ schnell klar. Was zählt ist aber natürlich in erster Linie mal aufm Platz, sprich, hat die Truppe auch die nötigen Songs am Start um fast 20 Jahr nach dem Debüt („The Unexpected World“) in einer ständig wachsenden und sich runderneuernden Szene noch relevant zu sein?

Was schon beim Opener „Welcome To The Show“ positiv auffällt ist Sänger Martin LeMar, der vom Timbre her ein wenig an Todd La Torre (Queensryche) erinnert und den Songs die nötige Portion Schmutz und Dramatik einhaucht. Relativ schnell wird auch klar, dass bei TOMORROW’S EVE keineswegs die Gitarren die solistischen Akzente setzen, sondern den Keyboards hier eine Menge Freiräume gewährt werden. Das klingt im Vergleich zu der oft aus allen Rohren ballernden (jüngeren) Konkurrenz erfrischend und abwechslungsreich. Wo es für meinen Geschmack ein wenig hakt sind einige leichte Defizite beim Songwriting, bzw. den Arrangements. Bereits nach 3 Tracks haben die Jungs eigentlich alles gesagt, bzw. ihr Pulver verschossen. Die Songstrukturen bieten nicht mehr allzu viel Abwechslung, es wechseln sich harte Riffs (Dream Theater Härtegrad) mit ruhigen Passagen ab, hochmelodiöse Refrains werden von einer rhythmischen Vollbremsung daran gehindert ihr volles Potential zu entfalten (was dazu führt, dass trotz mehrmaliger Einfuhr nur recht wenige Hooklines wirklich hängen bleiben). Auf der anderen Seite macht die Scheibe beim Durchhören aber auch einfach richtig Spaß – es wird nie übertrieben, weder bei den gelegentlich eingestreuten Frickeleinlagen, noch beim Härtegrad oder der Produktion. Songs wie die abwechslungsreich melodischen „Law And Order“, „Dream Within A Dream“ oder der Riffer „Morpheus“ machen aus der Platte eine starke Genrescheibe, die über weite Strecken vieles richtig macht aber der unterm Strich einfach das letzte Quäntchen Eingängigkeit fehlt.

Fans von Dream Theater, Queensryche und Symphony X sollten sich „Mirror Of Creation III – Project Ikaros“ auf jeden Fall einmal anhören. Vielleicht entdeckt der ein oder andere ja genau das, was ihn an diesem Genre so reizt. Bei mir ist die Platte jetzt nicht unbedingt eingeschlagen wie eine Bombe, aber einige unterhaltsame Stunden sind schon dabei rausgekommen. Gute Genrekost aus heimischen Gefilden für Fans der Band, sowie der genannten Referenzen.

WERTUNG :

 

 

Trackliste:

01. Welcome To The Show
02. Morpheus
03. Bread And Circuses
04. Imago
05. The System
06. Law And Order
07. Dream Within A Dream
08. Terminal
09. Inner Sanctum
10. Somnium Ex Machina
11. Gods Among Each Other

Mario

DOKKEN – Return To The East Live 2016

Band: Dokken
Album: Return To The East Live 2016
Spielzeit: /
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 20.04.2018
Homepage: www.dokken.net

Mit „Beast from the East“ legten DOKKEN 1988, auf dem Zenith Ihrer Karriere, eine geile Live-Scheibe vor, die trotz einiger weitere Liveauslesen von den Jungs bisher nicht mehr getoppt werden konnte. Daran wird das nun vorliegende Album „Return To The East Live 2016“ wohl auch nichts grundlegend ändern. Da mir zur Besprechung nur das Album als mp3, nicht aber das Bildmaterial der zusätzlich erhältlichen DVD/Blu-Ray vorliegt, kann ich zum audio-visuellen Erlebnis nichts sagen und muss mich auf die Musik beschränken. Und hier weiss ich wirklich nicht, was ich von dem Package halten soll.

Zur Eröffnung gibt es mit „It’s Another Day“ erstmal einen neuen Studiotrack des Vierers zu begutachten. Der Song ist nicht schlecht, aber wer bitte schön möchte ein Livealbum mit einem Studiosong eröffnen? Da möchte ich mich doch in froher Erwatung ins Geschehen vertiefen – oder geniesst tatsächlich jemand die Songs die vor einem Konzert vom Band laufen? Ich jedenfalls nicht. Und ich habe die Befürchtung, dass diesem durfhaus netten Appetizer nicht viel weiteres neues Material in dieser Formation folgenden wird … Dann geht’s auch direkt in die Livesongs (die im Zuge der 2016 Tour durch Japan aufgenommen wurden) und denen wir mit Vorfreude lauschen. Und hier macht sich schnell Ernüchterung breit. So froh ich als alter Fan der Band auch über die Reunion bin und es einfach ein tolles Erlebnis ist Dokken-Lynch-Pilson-Brown nochmals zusammen zu erleben, so erschreckend zahnlos kommen solche Klassiker wie „Kiss of Death“, „Unchain the Night“ oder „In my Dreams“ aus den Speakern. Wenn man bedenkt, was heutzutage alles an Korrekturen im Nachhinein möglich ist, dann möchte ich wirklich nicht die Originalaufnahmen hören. Was Fronter und Lynch-Nemesis Don Dokken stimmlich abliefert ist (jedenfalls gegen Ende der Show) teilweise schwach („Alone again“ ist fast unhörbar). Und auch spielerisch fehlt weitestgehend das Feuer und der Hunger alter Tage. Wer hier mal „Beast from the East“ daneben laufen lässt, wird „Return To The East Live 2016“ schnell wieder in der Hülle verstauben lassen. Klar, George Lynch feuert immer noch ein geiles Solo nach dem anderen ab und das Rhythmusduo Pilson/Brown ist nach wie vor eines der tightesten, groovenden der Szene. Aber Freude kommt beim Durchhören der Platte nur bedingt auf. Das reissen dann die beiden im Unplugged-Gewand neu aufgedonnerten Neueinspielungen am Ende der Scheibe auch nicht mehr heraus. Schwierig auch der Sound der Live-Tracks, der zwar insgesamt fett und zeitgemäss aus den Boxen kracht, aber z.B. mit den penetrant zischenden Becken der Drums ganz schön auf den Zeiger gehen kann. Ich muss allerdings meinen Hut vor den Background Chören ziehen: wenn die tatsächlich live gesungen sind, dann haben die Jungs in all den Jahren nichts von Ihrem Handwerk verlernt.

Planlos zusammengewürfeltes Beizeuges aus der Auslesegrabbelkiste und ein nur bedingt überzeugender Live-Hauptteil (von gerade mal 11 Songs!) machen aus „Return To The East Live 2016“ eine mehr als zwiespältige Angelegenheit. Die Songs sind durch die Bank weg natürlich immer noch eine Klasse für sich. Stimmlich und konzeptionell wird hier aber Mittelmass geboten, das an die Glanzzeiten der Band nur noch erinnern, diese aber nicht mehr aufleben lassen kann. Für Fans sicherlich interessant, vor allem weil es eine Freude ist George Lynch seine alten Hits shreddern zu hören. Alle anderen sind mit den etablierten Klassikern der Band allerdings besser beraten. Schade.

WERTUNG : (keine Wertung)

Trackliste:

01. It’s Another Day (New Studio Track)
02. Kiss Of Death
03. The Hunter
04. Unchain The Night
05. When Heaven Comes Down
06. Breakin’ The Chains
07. Into The Fire
08. Dream Warriors
09. Tooth And Nail
10. Alone Again (Intro)
11. Alone Again
12. It’s Not Love
13. In My Dreams
14. Heaven Sent (Acoustic Studio Bonus Track)
15. Will The Sun Rise (Acoustic Studio Bonus Track)

Mario

LEE AARON – Diamond Baby Blues

Band: Lee Aaron
Album: Diamond Baby Blues
Spielzeit: 51:00 min
Stilrichtung: Blues Rock
Plattenfirma: Metalville
Veröffentlichung: 27.04.2018
Homepage: www.leeaaron.com

Man kann beim neuen Album der mittlerweile 56 jährigen LEE AARON nicht wirklich von einem Comeback reden, auch wenn die gute dem Rock-Publikum schon seit längerem aus dem Blickfeld entsprungen war. Die Schaffensphasen der in den 80ern als „Metal Queen“ bekannten Kanadierin haben aber durchaus den ein oder anderen Bruch gehabt, weshalb LEE AARON für Fans solcher frühen Hardrock-Perlen wie „Whatcha Do to My Body“ nach Ihrem Stil/Imagewechsel Richtung Jazz Mitte er 90er Jahre von der Bildfläche verschwand. Als die Powerdame dann 2016 mit „Fire and Gasoline“ nochmal ein richtiges Rock Album vorlegte, hatte sie in der Zwischenzeit nicht auf der faulen Haut gelegen sondern durchgehend (mehr oder weniger) erfolgreich Musik aufgenommen und veröffentlicht. Die Reaktionen auf das letzte Albumwaren durchaus positiv und LEE AARON scheint sich im Rock auch weiterhin wohlfühlen. Umso besser für uns, denn nun liegt mit „Diamond Baby Blues“ eine richtig gute, starke (Blues-lastige) Scheibe vor, die Fans von klassisch hardrockigem Stoff nicht verpassen sollten.

Flankiert von den altgedienten Szeneschwergewichten Sean Kelly (Gitarre), Dave Reimer (Bass) und Schlagzeuger John Cody legt LEE AARON mit dem Opener „Diamond Baby Blues“ mal gleich einen fulminanten Start aus Parkett. Die Produktion stimmt, der Sohn ist fett und wuchtig, in einem richtigen Studio von Fachleuten eingefangen und die Powerröhre der Frontlady hat nichts von Ihrer Kraft eingebüßt. Dieser Einstieg macht Spaß und das weitere Materialsteht dem in nichts nach. Zwischen die gelungenen Eigenkompositionen werden immer wieder geschmackvoll ausgewählte Cover-Versionen („Mistreated“ von Deep Purple oder „Black Cat“ von Janet Jackson) eingestreut, die wie die Faust aufs Auge passen. Was soll ich sagen, die Platte macht einfach Laune. Eben weil hier offensichtlich nicht an den falschen Ecken gespart wurde und alle Beteiligten mit Ehrgeiz und Herzblut dabei sind. Als Anspieltipps seien (neben den genannten Tracks) noch das rockige Eigengewächs „Hard Road“ und die Ballade „The Best Thing“ genannt, die eine Sängerin zeigen, die bereits eine Menge erlebt hat, deren Stimme wie guter Wein immer besserst werden scheint und die immer noch gehörigen Spaß an Ihrer Berufung hat. „Diamond Baby Blues“ ist ein Highlight im Blues-Rock Sektor in diesem Jahr und sollte in keiner entsprechenden Sammlung fehlen. Beide Daumen hoch.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Diamond Baby Blues
02. Mistreated
03. American High
04. I’m a Woman
05. Mercy
06. The Best Thing
07. Black Cat
08. Hard Road
09. In the Bedroom
10. Cut Way Back
11. You’re No Good
12. My Babe

Mario