ALIEN – Into The Future

Band: Alien
Album: Into The Future
Spielzeit: 46:53 min
Stilrichtung: AOR
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 27.11.2020
Homepage: www.aliensweden.com

 

So Donnerstag Nacht und die neue ALIEN, das insgesamt siebte Studioalbum im Player drehen lassen. ALIEN aus Schweden, zu Band gehören momentan Jim Jidhed am Mikro, Tony Borg an Gitarren und Toby Tarrach am Schlagzeug, sowie Janet Morrison Minto für Songwriting und den Mix und das Mastering wurde von Erik Martensson ausgeführt.

ALIEN lieferten 1988 mit ihrem Debüt eines der besten AOR Alben ab, diesen Standart erreichten sie nicht mehr ganz aber die folgenden Veröffentlichungen waren sehr gut aber dem grandiose Debüt konnten die Nachfolger nicht das Wasser reichen.

Nun zum siebten Streich den die Schweden vorlegen. Den Einstieg macht “You Still Burn” ein ungewohnt harter fast schon im Hard Rock bewegender Rocker aber sehr gut, “Night Of Fire” besitzt leicht keltisches Flair und auch ungewohnt harte Gitarren dennoch ein starker Rock Song, seit langem einer der besten Songs von ALIEN. “War Scars” komisch aber dennoch gut, “Time Is Right” drosselt das Tempo in den Strophen ein wenig um beim eingängigen Refrain dieses wieder leicht zu steigern. “What Are We Fighting For” ein straighter Rocker mit geilem Refrain, “Into The Future” nicht mehr ganz das Niveau, “Freedom Wind” ein typischer ALIEN AOR Song, eingängig und sehr catchy. Für “In Her Eyes” gilt das gleiche wie für den Vorgänger, “Really Wheeling It” ein starker Rocker. Bei “Fallin Way Down” sollten normal alle Anhänger von SURVIVOR oder auch JOURNEY feuchte Augen bekommen – stark, “In Her Eyes” zählt auch zu den Highlights, “Children” eine Herz-Schmerz Tränen Ballade.

Fazit:

Alien liefern gewaltig ab, irgendwo zwischen AOR und ungewohntem Hard Rock, mit einigen Highlights im Gepäck, nicht ganz das Niveau wie das Debüt aber am nahesten dran. Ich vergebe für dieses ALIEN Album eine 9.

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. You Still Burn
02. Night Of Fire
03. War Scars
04. Time Is Right
05. What Are We Fighting For
06. Into The Future
07. Freedom Wind
08. Really Wheeling
09. Fallin Way Down
10. In Her Eyes
11. Children

Helmut

VOLSTER – Arise

Band: Volster
Album: Arise
Spielzeit: 53:43 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: ROAR! – Rock Of Angels Records
Veröffentlichung: 13.11.2020
Homepage: www.facebook.com/volsterband

Als VOLSTER 2018 ihr Debutalbum veröffentlichten, waren sie bereits eine kleine Überraschung. In ihrem satten Rock doch gar nicht mal anfängerhaft klingend, mit netten kleinen Experimenten, durchgängig unterhaltsam, auch wenn der eigene Stil vielleicht noch nicht so ganz gefunden war.
Letzteres hat sich 2020 offensichtlich geändert (und ich rede hier nicht von der POWERWOLFschen Art der Stagnation auf einer guten Stilidee). Aber von vorne: VOLSTER sind ein schwedisches Duo, bestehend aus Sänger und Gitarrist Ulf Anderson und Bassist Henrik Lundberg, zeitweise unterstützt von Andreas Langen (Gitarren) und Drummer Mattias Erikson. VOLSTER sind außerdem ziemlich gute Soundmixer und Bekannte von Thomas “Plec” Johansson, der sehr gut mastern kann. Nicht zuletzt haben VOLSTER Gitarrenmusik mit der Muttermilch aufgenommen und haben. Richtig. Bock.
Bock auf Weiterentwicklung, Bock auf Etablierung eines eigenen Stils und Sounds, und das haben sie auf ihrem jüngst releasten zweiten Streich “Arise” absolut geschafft. Glücklicherweise lebt der eigene Stil/Sound allerdings durch seine Vielseitigkeit und Unvorhersehbarkeit innerhalb des gewählten, melodieorientierten Grundstils. Weggefallen sind die Stoner-Nuancen, die auf dem Vorgänger insbesondere bei “Babylon” zum Vorschein kamen. Neu hinzugekommen sind hingegen Prog- und (hinhören, liebe Garagen-Freunde), AOR-Akzente. Gut, AOR kann jeder, der die vier immer gleichen Grundakkorde kennt und die dicken Synth-Chords parat hat, die einzigen Zutaten so manchen AOR-Albums. Prog kann jeder mit ’nem Orgelsound, der in seinen Track nachträglich einen Schlag pro Takt mehr reinpackt. VOLSTER reichen die Basics allerdings nicht, wie sich bereits beim Opener “Revolution” zeigt. Ja, der Chorus ist fröhlich und tendiert ziemlich gen AOR, überzeugt allerdings mit smarter Harmoniefolge, und die Strophe ist straight rockig gehalten mit wenig Cheese und stärkerer Modern-Rock-Schlagseite.”Arise” schlägt anschließend in die Prog-Kontrastkerbe, mit E-Orgel (jahaa…) und einem Stil, den ich persönlich instinktiv mit SYMPHONY X‘ “V – Mythology Suite” vergleichen würde. Plus starker Solopart. “Hanging On” liefert elektronisch-melodischen AOR, abermals mit guten Melodien, Glöckchensynths und “Mad World”-Gedenkstrophe, bevor “Come Undone” das Haarspray über einem freshen Hard-Rock-Track verteilt. “Gravity” bestätigt erneut, dass VOLSTER keine der Bands ist, die sich bei Strophenkompositionen denkt “Ach scheiß drauf, machen wir auf einem Ton und denken uns dann frühestens im Prechorus was Interessantes aus” und “I Wish” kommt mit ganz guter Laune, 7er-Takt und schöön kraftvollem Chorus – und ohne explizit auf den Text zu achten, habe ich sympathischerweise doch die Worte “Midlife crisis” vernommen. Angesichts der zunehmenden Länge hier ein Verzicht auf die Beschreibung der restlichen Tracks, die man sich genauso gut einfach selbst anhören könnte, ohne Verschwendung seiner Zeit zu riskieren.

Fazit:
Warum auch? “Arise” ist ein Album geworden, mit dem sich seine Erschaffer hörbar einfach arschwohl fühlen. Und man kann es ihnen nicht verübeln. Entertainend, schlüssig, derweil ungezwungen vielseitig: Die Jungs machen die Musik, die sie mögen – sehr gut, nebenbei – und werden vermutlich keinen Freund melodischen Rocks enttäuschen. Empfehlung? Absolut. Und nochmal mehr für die Rock-Garage-Community!

Anspieltipps:
“Arise”, “I Wish”, “Turn The Tide” und “Come Undone”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Revolution
02. Arise
03. Hanging On
04. Come Undone
05. Turn The Tide
06. End Of The World
07. Gravity
08. I Wish
09. Follow You
10. Signs Of The Times
11. Highroad To Nowhere
12. Till The End Of Time

Jannis

DALTON – Injection (RG Zeitmaschine)

Band: Dalton
Album: Injection
Spielzeit: 46:18 min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: EMI
Veröffentlichung: 1989
Homepage: www.facebook.com/DaltonSweden/

 

Und wieder geht es in die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts, ins Jahr 1989 nach Schweden. DALTON veröffentlichten ihr zweites Album “Injection” und wieder einmal ein Empfehlung von Hansi und Jürgen von Hang Loose Records die meinten dies wäre ein Hitalbum, tja die beiden hatten recht wie bei jeder Scheibe die die Beiden empfohlen haben.

Die Band bestand damals aus dem gleichen Lineup wie beim starkem Debüt und dem Geilen Skandirock Album aus 2014, Bo Lindmark am Mikrofon, Leif Westfahl Gitarre, Anders Lindmark, Ola Lindstrom an Keys und Mats Dahlberg an den Drums, die Backing Vocals wurden von der gesamten Band übernommen die geile Chöre ergaben.

Geboten wird AOR / Melodic Rock aus einer Schnittmenge des Debüts, TREAT, BAI BANG, ZERO NINE, EUROPE, OLE EVENRUDE und RETURN, die Songs besitzen ausnahmslos starke Melodien, geile Vocals mit Chören und Hooks die sofort zünden und gefallen.

Den Start macht “Go For It” ein Straighter Rocker sehr gut umgesetzt, “Love Injection” genauso stark wie der Vorgänger. “Like An Angel” ein gute Laune Song RETURN grüßen augenzwinkernd, “Lonely” ein Schmachtfetzen erster Güte, gehört zu den besseren Balladen. “Love Hurts” geiles Hooklinemonster wie es nur aus Skandinavien stammen kann, “Dressed To Kill” lässt die Sau wieder raus. “Why Don’t You Love Me” hier schimmern EUROPE oder TREAT durch. “Love Lie”, “Wild Tonight” ist AOR der Oberklasse, “Heartbroken” eine Tränentrifende Ballade. “Comin‘ On Strong” und “Wake You Up” lassen es ordentlich krachen, geiler AOR.

Fazit:

Ein echtes Meisterwerk was die Schweden ende der 80s auf den Hörer losgelassen haben, bester AOR / Melodic Rock typisch für die 80er aus Skandinavien. Von mir gibt es eine 9,5 für das zweite Album, welches noch einen Ticken besser als das Debüt ist.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Go For It
02. Love Injection
03. Like An Angel
04. Lonely
05. Love Hurts
06. Dressed To Kill
07. Why Don’t You Love Me
08. Love Lie
09. Wild Tonight
10. Heartbroken
11. Comin‘ In Strong
12. Wake You Up

Helmut

STAN BUSH – Dare to Dream

Band: Stan Bush
Album: Dare To Dream
Spielzeit: 47:16 min.
Stilrichtung: AOR, Melodic Rock
Plattenfirma: Cargo Records
Veröffentlichung: 20.11.2020
Homepage: www.stanbush.com

Mit „Dare To Dream“ von STAN BUSH landet einmal mehr ein neues Werk einer wahren Ikone des Melodic Rock auf meinem imaginären Plattenteller. Denn in den langen Jahren seines Schaffens war der Sänger, Gitarrist und Songwriter, der 1953 in Orlando/Florida geboren wurde, immer für einen Hit gut. Man denke nur an die zahlreichen Soundtracks in den Achtzigern, die durch Songs wie „The Touch“ (Transformers 1986), „Fight To Survive“ (Bloodsport 1988), „Hearts vs. Heads“ (The Wraith 1986) oder „Never Surrender“ (Kickboxer 1987) aus der Feder BUSH´s erst zum Erfolg wurden. Und mit dem 1987er Album „Stan Bush & The Barrage“ ist er noch heute unvergessen. Das ist aber nur eine Seite von STAN BUSH, denn mit seinen mittlerweile 13 Soloalben hat er sich in nahezu jeder Rock-Sammlung, die etwas auf sich hält, einen festen Platz ergattert. Und das nicht zuletzt deswegen, weil es in der Karriere des US-Amerikaners nicht ein auch nur mittelmäßiges Album gegeben hat. Egal auf welche Station seiner Karriere man blickt – STAN BUSH hat immer abgeliefert, auch in Zeiten, die für die Rockmusik nicht so rosig waren. Nun, das hat sich in Zeiten von YouTube, Spotify und Co. wohl eher noch verschlimmert, dennoch steht STAN BUSH mit seiner Band auch anno 2020 mit Album Nummer 14 in den Startlöchern.

Bereits letztes Jahr gab es einen ersten Vorgeschmack in Form eines Songs, der schlicht „The 80´s“ betitelt wurde. Hier gibt es nichts zu deuteln, STAN BUSH lebt zwar im Hier und Jetzt, sein Herz schlägt aber immer noch für dieses glorreiche Jahrzehnt – und hier ist er sicher nicht alleine. „The 80´s“ ist nicht weniger als eine Hymne geworden und hat schon bei seinem Erscheinen 2019 die Erwartungshaltung an die neue Platte ganz schön hochgeschraubt. Umso erleichterter ist man, wenn mit „Born To Fight“ das erste Stück von „Dare To Dream“ genauso unwiderstehlich tönt wie die Vorabsingle. Sicher, ein STAN BUSH-Song wird immer seine Trademarks tragen, für Verfechter wilder Innovationen dürfte auch Album Nummero 14 keine Überraschung sein, aber der Fan weiß, was er an den Platten des Amerikaners hat – und zwar hochgradig melodiösen, eingängigen und enorm hitverdächtigen Melodic Rock. Das ist beim Titeltrack nicht anders als beim Rest der neuen Liedersammlung. Dennoch stechen „A Dream Of Love“ und „The Times Of Your Life“ sowie die weiter oben erwähnten Stücke etwas hervor. Das macht eine makellose erste Hälfte, die eine glatte 10 verdient hätte. Die zweite Hälfte fällt minimal ab, wobei sich wohl 98% aller Bands wünschen würden, solche Songs auf ihrer Platte zu haben.

Wo STAN BUSH drauf steht, ist auch STAN BUSH drin – das ist auch beim neuen Werk so. Zum Glück, denn in seiner fast 40-jährigen Solokarriere gab es quasi keine Experimente, sondern einfach nur bockstarke Rockmusik aus dem Hause Bush zu hören. Da bildet auch „Dare To Dream“ absolut keine Ausnahme. STAN BUSH ist in Höchstform!

WERTUNG:

 

Trackliste:

1. Born To Fight
2. Dare To Dream
3. The Times Of Your Life
4. A Dream Of Love
5. The 80´s
6. Live And Breathe
7. Heat Of Attack
8. Dream Big
9. True Believer
10. Never Give Up
11. Home

Stefan

ANGELICA – All I Am

Band: Angelica
Album: All I Am
Spielzeit: 41:33 min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 06.11.2020
Homepage: www.facebook.com/angelica.rylin/

 

Das zweite Album von ANGELICA kommt sieben Jahre nach dem Debüt, unterstützt wurde Miss Rylin neben ihr am Mikro von Michael Palace an Gitarre und Bass, Daniel Flores an Keyboard, Drums, Backing Vocals und Produktion sowie Pedro Cecar Camargo an Akkustikgitarre.

Das Debüt war nicht schlecht hatte aber für mich keinen Hit der herausragend war, es war nicht schlecht aber auch kein Top Album. Der Zweitling bringt vom Stil keine Änderungen, das Album ist mit einem sehr guten Sound produziert worden und bietet guten bis sehr guten AOR / Melodic Rock. Die Stimme überzeugt wie schon auf dem Erstling, die mitwirkenden Musiker sprechen für sich und überzeugen ebenso wie Miss Rylin. Nun der Knackpunkt die CD hört sich zu stark nach Frontiers und deren Haus und Hof (ich bin überall dabei) Songproduzent #1 Alessandro Del Vecchio an, dies ist der einzige Kritikpunkt den ich ausmachen kann. Das geboten Material bewegt sich in einer Schnittmenge aus MARTINA EDOFF, ROBIN BECK, ROMEO’S DAUGHTER und einem kleinen Schuß JAIME KYLE. Alles auf der CD ist gut hörbar und bleibt auch hängen. Man findet Rocker und Balladen, vielleicht eine zuviel, auf dem Album.

Zu den Rockern zählen “Calling”, “Beat Them All”, “Addicted To You” mein Favorit, “Time And Space” kommt Mainstreamig daher, “Still Bleeding”, “Living On High Hopes” Easy Listening Stoff, “Pounding Heart” und das relaxte “Time To Go Home” irgendwo zwischen Ballade und Easy Listening.

Die Balladen hören auf “I’m Sorry” drückt gewaltig auf die Tränendrüsen, “Don’t Say Goodbye” und “Angel”.

Fazit:

Eine Steigerung gegenüber dem guten Debüt ist hörbar, die Stimme und Musiker überzeugen wie schon auf dem Erstling. Für alle die das Debüt mögen, können bedenkenlos zugreifen. Ich vergebe eine 7,5.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Calling
02. Beat Them All
03. Addicted Tou You
04. I’m Sorry
05. Time And Space
06. Don’t Say Goodbye
07. Still Bleeding
08. Living On High Hopes
09. A Pounding Heart
10. Angel
11. Time To Go Home

Helmut

FIRST NIGHT – First Night (RG Zeitmaschine)

Band: First Night
Album: First Night
Spielzeit: 57:39 min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 08.03.2019
Homepage: www.facebook.com/FirstNightEst/

 

Nein ich habe mich nicht geirrt und fange auch nicht an zu Spinnen, ich weiß das dieses hier vorliegende Album gerade mal eineinhalb Jahre alt ist. Nur ist dieses Album nicht mehr so leicht erhältlich und besitzt jetzt schon den Titel zukünftiger Klassiker. FN kommen aus Tallin, Estland und ja irgendwie passt die Musikrichtung nicht so wirklich in diese Gegend. Mich wundert nichts mehr nach BLOODY HEELS aus Lettland, STARDUST aus Ungarn, ELECTRIC MOB aus Brasilien, warum also nicht auch mal nach Estland schauen. FIRST NIGHT waren in meinem Jahrespol 2019 ziemlich weit oben plaziert, und dies mit recht, den die Jungs haben ein Pfund am Start das es nur so aus den Boxen raucht. Zu FN gehören Reneck Sweet am Mikro, Mikk Tivas an Gitarre, Backing Vocals und Mix, Kirstjan Aasamae an der Schiessbude und Backing Vocals.

Die Drei rocken munter und lebhaft drauf los als wenn sie nie etwas anderes gemacht hätten, vom Material einen Ticken besser und noch eingängiger als STARDUST, aber STARDUST haben den besseren Vocalakrobaten, schlecht ist RS nicht, er hat eine andere Stimmfärbung die auch hervorragend zu Melodic Rock passt. Damit wäre die Richtung grob benannt, man nehme eine Mischung aus STARDUST, H.E.A.T., BROTHER FIRETRIBE, TANNA, ALIEN und fertig ist die Beschreibung des Sounds, der verdammt gut ins Ohr geht und dort nicht mehr so schnell Platz macht. Geile Melodien gepaart mit der Stimme von RS passt zusammen wie Topf und Deckel, eine perfekte Symbiose die ein Album kreiert hat das sich in den nächsten zwei Dekaden immer noch in meinen Top Twenty befinden wird. Eingängiger Melodic Rock zum niederknien auf höchstem Niveau produziert, die perfekte Eigenproduktion. Tut Euch selbst einen gefallen und hört euch FIRST NIGHT mal an, wenn die CD auch kaum noch auf zu treiben ist, aber das Album ist auf Spotify vertreten und kann da für Nullo mal angecheckt werden.

Man sollte sich solche Hammerteile wie “First Night”, “Breaking My Heart”, “Let Me Show My Love To You” ein Groovegemonster für eine volle Tanzfläche, “Dragging Me Around”, das flotte “Dangerous” groovt wie Sau, “Can’t Keep Losing”, den Tanzflächensong “That Ain’t Love”. Tja irgendwie das gesamte Album ist an einem Stück hörbar, man findet keine Füller oder Durchschnitt, es befinden sich eigentlich eben NUR Highlights darauf die Spass machen und ein Lächeln in die Mundwinkel zaubern.

Fazit:

Ich vergebe eine 10 an FIRST NIGHT und hoffe darauf das es eine Fortsetzung gibt die das selbe Niveau besitzt und genauso viel Spaß macht und überzeugen kann. Weiter so Jungs macht mehr von dem Zeugs!!!

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Intro
02. First Night
03. Breaking My Heart
04. Let me Show My Love To You
05. Stop Dragging Me Around
06. Dangerous
07. Can’t Keep Losing
08. That Ain’t Love
09. Night Is Calling Me
10. Going Down
11. Love Is On The Run
12. Out Of The Fire
13. I’m Loving You
14. Endless Night

Helmut

PRIDE OF LIONS – Lion Heart

Band: Pride Of Lions
Album: Lion Heart
Spielzeit: 57:08 min
Stilrichtung: AOR
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 09.10.2020
Homepage: www.aprideoflions.com

 

POL veröffentlichten ihr sechstes Studioalbum seit 2003, dass erfreulichste zuerst, es hat sich nichts geändert, die Band bietet immer noch den Catchy und Zuckersüßen AOR wie schon seit dem Debüt. Durch die Beteiligung von Jim Peterik erinnert POL an die Heroes von SURVIVOR, POL schliessen die Lücke die SURVIVOR hinterlassen haben.

Außer JP an Gitarren, Keys und Vocals, sind noch dabei Goldkehle Toby Hitchcock am Mikro, Mike Aquino an Gitarren, Klem Hayes und Kevin Campbell am Bass, Collin Peterik am Schlagzeug. Alles in allem können POL auf ganzer Linie überzeugen und legen ein Brett vor was sich gewaschen hat.

Als vergleich kann man außer SURVIVOR noch JP solo, die Soloalben von Toby Hitchcock sehen. Mit “Lion Heart” mein Favorit, “We Pay For Free”, “Carry Me Back”, “Good Thing Gone”, “Flagship”, “Give It Away” und “You’re Not A Prisoner” lassen POL gleich mal sieben Highlights auf die Hörer los. “Heart Of The Warrior”, “”Sleeping With A Memory” und “Rock & Roll Boom Town” sind drei sehr starke AOR Rocker und mit “Unfinished Heart” und “Now” wird die Balladenfraktion bestens bedient.

Fazit:

Ein starkes AOR Album von POL, was nicht anders zu erwarten war. Zwölf AOR Granaten die JP auf die Rockgemeinde loslässt, besser geht kaum. Ich vergebe eine 9 für dieses Granatenteil.

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Lion Heart
02. We Play For Free
03. Heart Of A Warrior
04. Carry Me Back
05. Sleeping With A Memory
06. Good Thing Gone
07. Unfinished Heart
08. Flagship
09. Give It Away
10. Rock & Roll Boom Town
11. You’re Not A Prisoner
12. Now

Helmut

STARDUST – Highway To Heartbreak

Band: Stardust
Album: Highway To Heartbreak
Spielzeit: 51:08 min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 09.10.2020
Homepage: www.stardustaor.com/

 

STARDUST noch nie was davon gehört, nur was STARDUST hier vorlegen ist ein kommender Klassiker, die Jungs aus Ungarn feuern eine Melodiesalve nach der Anderen ab (Songwriting unter anderem Mark Spiro), jeder Song geht sofort ins Ohr und setzt sich dort für lange Zeit fest. Vergleichen kann man STARDUST mit H.E.A.T., OSUKARU, FIRST NIGHT und BROTER FIRETRIBE mit sehr stark ausgeprägten End 80er Vibes die einfach genial sind.

Zur Band gehören Adam Stewart am Mikro und Rhythmus Gitarre, Facey an Gitarren, Ben Martin am Bass, Dave Legrand an Keyboards und Tim Keeley am Schlagzeug. Ich muss sagen ich hätte so ein Bomben Album niemals von einer Band aus Ungarn erwartet, dann wollen wir mal hoffen das die Veranstaltungbranche bald wieder loslegen kann, ich will die Jungs Live sehen.

Nun zu den Songs, diese sind alle mit starker Instrumentierung ausgestattet, richtig eingesetzte Gitarren unterstützt durch geniale Keyboardteppiche, mit einem Shouter der eine hervoragende Stimme besitzt. Zu keinem Zeitpunkt kommt langeweile oder Schmalz auf, alles passt schon fast wieder zu gut zusammen, aber Frontiers hat hier mal wieder eine Granate am Start die vom Anfang bis zum Ende zündet und gute Laune verbreitet. Adam Stewarts Stimme hat in manchen Tonlagen eine Mischung aus Ted Poley, Steve Perry und Rik Emmett in den anderen Lagen hat diese mehr als genug Eigenständigkeit um voll zu überzeugen. So jetzt nochmal auf Repeat am Player gedrückt und dieses Masterpiece gehört.

Fazit:

Ein Wahnsinnsteil was STARDUST mit dem Album vorlegen, wie ich oben schon geschrieben habe ein kommender Klassiker, in den End 80ern wäre das ein #1 Megaseller geworden, leider sind diese Zeiten vorbei.

Anspieltipps:

Nein, anhören und seine eigenen Favoriten für sich unter den Rocksongs (mit einer sehr guten Coverversion von PAT BENATARs “Heartbreaker”) oder auch der Ballade finden. Von mir gibt es eine Wertung von 9,0 Punkten, einen 10er hätte es mit mehr Ecken und Kanten gegeben aber es bleibt immer noch ein 9er und der zukünftige Klassikerstatus.

WERTUNG:

 

 

 

Trackliste:

01. Runaway
02. Heartbreaker
03. Bullet To My Heart
04. Perfect Obsession
05. 2nd Hand Love
06. Shout It Out
07. Can’t Stop Lovin‘ You
08. Eye To Eye
09. Hey Mother
10. Blue Jeans Eyes
11. The River Is Rollin‘

Helmut

BROTHER FIRETRIBE – Feel the Burn

Band: Brother Firetribe
Album: Feel The Burn
Spielzeit: 40:37 min
Stilrichtung: AOR/ Melodic Rock
Plattenfirma: Odyssee Music Network/Rough Trade
Veröffentlichung: 18.09.2020
Homepage: www.brotherfiretribe.com

„BROTHER FIRETRIBE liefern ihr bis dato bestes Album und zugleich die beste AOR Scheibe des Jahres ab“. Das zumindest behauptet mein Rock’n’Roll Brother Martin Zalien (AOR Kenner und Fanatiker). Der Behauptung muss ich natürlich nachgehen. 2002 wurde die finnische Band unter dem Namen False Metal gegründet. Bekanntestes Mitglied war Emmpu Vuorinen (Nightwish), der im Februar 2020 ausstieg. Mich konnten die Jungs vor allem live auf dem HEAT Festival in Ludwigsburg überzeugen, super Musiker und wirklich sympathische Zeitgenossen. Die aktuelle Besetzung besteht aus Pekka Ansio Heino (v), Tomi Nikulainen (keys), Jason Flinck (b), Hannes Pirilä (d) und Neuzugang Roope Riihijärvi (g). Die neuen Stücke wechseln zwischen positiver, optimistischer und schwerer, dunklen Stimmung hin und her, was man auch an der Stimmlage von Pekka hören kann.

Den Anfang macht „I Salute You“. Wunderschöne Melodie, die sich stetig steigert und mit einem hymnischen Refrain garniert wird, klasse Einstieg. Es folgt „Arianne“, ein AOR Song in Perfektion. Das gefühlvolle Solo, der mitreißende Songaufbau und die Stimme sind Championsleague reif. Und das nächste Highlight folgt mit „Night Drive“. Etwa düsterer, fast schon cineastisch wirkender Track. Wäre super geeignet für einen dementsprechenden Kinofilm. „Chariot Of Fire“ startet Reckless Love mäßig. Hier kann man schon fast Mittanzen (ich nicht), Mitsingen ist Pflicht und Feiern ist auch angesagt. „Bring On The Rain“ ist wirklich poppig geworden. Auch ein Schuss New Wave wurde eingefügt. Wieder mit tollem Solo, entwickelt sich das Stück immer mehr, stark gemacht. „Love Is A Beautiful Lie“ ist eine unkitschige Ballade, bei der man ins Träumen kommen kann. Yeah, „Ticking Away“ bietet so schönen 80er Sound mit mehrstimmigen Back Gesang. Dramatischer Beginn auf „Battle Ground“ um dann zu explodieren und Einen auf eine Gedanken-Reise mitzunehmen. Geile Hooks und Soli inklusive. „Candle In The Window“ fängt mit Licks an, die dem Blues zuzuordnen sind. Dann tragen die Keys und die Stimme den Song weiter. Jetzt wird nochmal richtig gerockt auf „Rock In The City“. Genial eingestreute „oh oh“ Chöre mit super eingängigem Refrain werden die Menge zum Party machen zwingen. Leider sind wir wir schon am Ende angekommen.

Fazit: Es gibt eine Flut an einprägsamen Refrains, Melodien und Hooks. Pekka hat sowieso eine der besten Stimmen in diesem Genre und der neue Gitarrist fügt sich wunderbar ein. Hier aber auch mein einziger Kritikpunkt: die Gitarre braucht mehr Wumms, da würde so mancher Song noch fetter klingen. Also mir gefällt die Platte trotzdem von vorne bis hinten. Es gibt nur Highlights und wie Eingangs erwähnt, ist es die stärkste Veröffentlichung von BROTHER FIRETRIBE. Sollten Fighter V heuer nicht noch um die Ecke kommen, haben sie auch keinen Gegner zu befürchten. Absoluter Pflichtkauf, den ich mit 9,5 Punkten belohne (mehr Gitarrenwumms hätte die 10 gebracht).

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. I Salute You
02. Arianne
03. Night Drive
04. Chariot Of Fire
05. Bring On The Rain
06. Ove Is A Beautiful Lie
07. Ticking Away
08. Battle Ground
09. Candle In The Window
10. Rock In The City

Sturmi

DIAMOND IN THE ROUGH – Diamond In The Rough

Band: Diamond In The Rough
Album: Diamond In The Rough
Spielzeit: 52:51 min
Stilrichtung: AOR
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 25.09.2020
Homepage:

 

Man schrieb das Jahr 1988 und DITR erblickte das Licht der Welt und 1996 wurde das Album von Long Island Records wiederveröffentlicht, welches mitlerweile rar geworden ist, wird nun wieder über AOR Heaven der breiten Masse zugänglich gemacht. Zur Band gehörten David Buckthorp und Troy Reid am Mikro, Scotty Hall, Kim Kayzer, Ray Roper, R. Marsland und Rick Emmett an den Gitarren. Tom Christainsen am Keyboard, G. Eyre, Daryl Burgess und Phil Robertson am Schlagzeug.

Zu hören gibt es AOR, in der Schnittmenge zwischen TOTO, BILLY BRANIGAN, 8084, THE ARROWS, BEAU COUP, BOULEVARD, BRICKLIN, WALK ON FIRE, THE INNOCENT aus den 80ern, GLEN BURTNICK und WHITE VISION, der alten Schule, mit Ausflügen in den Pop. An der Ausführung gibt es nichts zu bemängeln, außer am Sound der ist nicht das Gelbe vom Ei, ich habe keine Ahnung wie sich das Original oder die Veröffentlichung von Long Island anhört, aber diese Version von AOR Heaven ist nicht berauschend. Ich kann auch nicht bestimmen obs vom MP3 Material kommt oder ob das Endprodukt auch so kraftlos klingt. Wer auf die oben aufgeführten Vergleiche kann und mit einer nicht so guten Produktion leben kann macht hier sicher nichts verkehrt und hat viel Freude an dem Rundling.

Fazit:

Ein Stück Musikklassiker wurde wieder ausgegraben voll mit zwölf Songs reinem AOR, für diesen Klassiker vergebe ich eine 8, Minus 1 macht 7 wegen dem doch sehr kraftlosen Sound der mehr aus den Boxen schlürft (meine Quadral Boxen sind total unterfordert) als mit Druck Dampf zu machen.

Anspiltipps:

“Walk On The Wire”, “Where Is Love”, “Ain’t Good Lovin’” und “Run From The Dark”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Walk On The Wire
02. Where Is Love
03. Ain’t Good Lovin‘
04. I Wish There Was A Way
05. When It’s All Said And Done
06. Stand And Deliver
07. Sultry Lady
08. Run From The Dark
09. Thierf In The Night
10. Young Of Heart
11. Tell Me
12. I Believe In This Love

Helmut