FM – Indiscreet 30

fm-indiscreet-30-coverBand: FM
Album: Indiscreet 30
Spielzeit: 77:42 min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 4.11.2016
Homepage: www.fmofficial.com

Passend zum 30 jährigen Jubiläum Ihres Debütalbums "Indiscreet", welches ohne Frage ein Klassiker der britischen Melodic Rock History ist, haben FM das Album noch mal neu eingespielt um die Songs an den heutigen FM Sound anzupassen und das ist Ihnen wirklich hervorragend gelungen.

Die Band um Ausnahmesänger Steve Overland hat Stücke wie "That Girl", "Love Lies Dying" und das restliche Material auf ein neues Level gebracht, ohne es komplett umzustricken und damit zu verhunzen. Ich war wirklich skeptisch, denn das 1986 Originalalbum gehört zu meinen absoluten Lieblingsplatten, aber ich muss zugeben, dass mir die Neueinspielung aufgrund der Dynamik und des fetten, druckvollen Sounds inzwischen besser gefällt. Das ist natürlich Ansichtsache und muss im Endeffekt jeder selbst entscheiden, aber das Album sollte wirklich jeder Freund der gepflegten melodisch rockigen Unterhaltung unbedingt antesten.

Zusätzlich zu den neu eingespielten Tracks gibt es noch sieben Bonustracks, von denen allerdings nur die typische FM Hymne "Running On Empty" brandneu ist. Daneben finden sich mit "Let Love Be The Leader", was damals nur als Single erschienen ist und nicht auf "Indiscreet" gelandet, noch eine wirklich gelungene Cover Version des Ozzy Osbourne Klassikers "Shot In The Dark", noch 4 weitere Titel die allerdings alle schon auf irgendwelchen EP´s von FM veröffentlicht wurden.

Das schmälert diese wirklich gelungene Neueinspielung aber nicht wirklich, denn das Hauptaugenmerk sollte nur auf den Stücken von "Indiscreet 30" liegen und damit haben FM alles richtig gemacht.


WERTUNG:

9

 

 

Tracklist

01. That Girl
02. Other Side Of Midnight
03. Love Lies Dying
04. I Belong To The Night
05. American Girls
06. Hotwired
07. Face To Face
08. Frozen Heart
09. Heart Of The Matter
10. Let Love Be The Leader
11. Running On Empty
12. Rainbow´s End
13. Shot In The Dark
14. Bad That´s Good In You
15. Love & Hate
16. That Girl (Acoustic Version)

Heiko Füchsel

ROTH BROCK PROJECT – Roth Brock Project

roth-brock-coverBand: Roth Brock Project
Album: Roth Brock Project
Spielzeit: 49:39 min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 4.11.2016
Homepage: www.facebook.com/Officialrothbrockproject

Das die italienische Plattenfirma Frontiers für Ihre vielen bunt zusammen gewürfelten Projekt Scheiben, grade im Bereich AOR und Meldodic Rock bekannt ist, dürfte sich ja schon länger herumgesprochen haben. Jetzt wird, wie durch den Namen bereits assoziiert wird, ein Neues an den Start gebracht, allerdings trifft es diesmal den Projekt Charakter nur ansatzweise, denn die beiden Hauptdarsteller Gitarrist John Roth ( Winger, Starship) und Sänger Terry Brock (Strangeways) haben bei den 2010 neu reformierten Giant und dem dazugehörigen Album "Promise Land" bereits zusammen gearbeitet.

War das 2010 veröffentlichte Giant Album schon nur eine leider ziemlich durchwachsene Scheibe, so sollte man auch hier keine Wunderdinge erwarten, denn die Scheibe des ROTH BROCK PROJECTS bietet zwar den erwarteten Melodic Hardrock der sich in der Schnittmenge Winger, Giant und Van Halen bewegt, allerdings gestaltet sich das ganze aufgrund des durchschnittlichen Songwritings ziemlich bieder.

Highlights des Longplayers sind die dem AOR deutlich zugewandeten Stücke wie das mit einem flott locker groovenden Refrain glänzende "Young Again", das an die goldenen Achtziger Jahre Zeiten erinnernden "I Don´t Know Why, welches auf Strangeways Klassikeralben wie "Native Sons" (1987) oder "Walk In The Fire" (1989) klasse gepasst hätte oder das absolut grandiose "Never Give Up", einem AOR Schunkler der Gänsehaut macht. Ganz großes Kino!

Ob 3 bis 4 erstklassige Songs für ein Album ausreichen, muss im Endeffekt jeder der dem Melodic Rock zugetanen Hörer für sich selbst entscheiden. Mir persönlich ist das eindeutig zu wenig, daher reicht es nur zu einer mittleren Bewertung.
Schade, denn da war mehr drin!                                                                                                                                                    

WERTUNG:

65

 

 

Tracklist

01. Young Gun
02. What´s It To Ya
03. Young Again
04. If That´s What It Takes
05. I Don´t Know Why
06. Distant Voices
07. We Are
08. Fighter
09. My City
10. Never Givin Up
11. Reason To Believe

Heiko Füchsel

SKY OF FOREVER – Sky of Forever

sky-of-forever-coverBand: Sky Of Forever
Album: Sky Of Forever
Spielzeit: 36:41 min
Stilrichtung: AOR / Melodic Rock
Plattenfirma: Mighty Music
Veröffentlichung: 14.10.2016
Homepage: www.skyofforever.com

Hinter der finnischen Band SKY OF FOREVER, verbergen sich keine Neulinge, sind doch mit Gitarrist Roni Seppänen (Tracedawn) und Drummer Rolf Pilve (Stratovarius) bereits erfahrene Musiker mit an Bord. Wer jetzt allerdings damit die musikalische Ausrichtung vermutet, erlebt allerdings eine faustdicke Überraschung, denn die Jungs haben sich dem gemäßigten AOR der achtziger Jahre verschrieben.

Wer sich mit der skandinavischen Musikszene auskennt, ist allerdings nicht wirklich überrascht, denn AOR und Melodic Rock haben dort eine lange Tradition und sind da wirklich angesagt, was zahlreiche erstklassige Veröffentlichungen in den letzten 30 Jahren dokumentieren.

Die klare, gefühlvolle und zumeist weiche Stimme von Sänger Lauri Hannola passt hervorragend zum Bandsound und lässt Vergleiche mit Journey oder Survivor zu, wobei SKY OF FOREVER deutlich seichter, mit mehr Pop Schlagseite zu Werke gehen. Songs wie "Vagabond", mit dem fast keltischen Enya Touch, oder die das Album abschließende Ballade "Under Everlasting Sun" wissen durchaus zu Gefallen, allerdings ist das Debüt eine Spur zu ruhig, sodass sich doch sehr schnell Langeweile breit macht, da leider auch nicht alle Melodien greifen und hängen bleiben.

Da das Potenzial für Melodien vorhanden ist, hoffe ich das SKY OF FOREVER beim Songwriting für das nächste Album, eine Schippe mehr Wucht und Härte mit dazupacken um so für mehr Abwechslung zusorgen. So jedenfalls versinkt die Scheibe leider im Mittelmaß.   


WERTUNG:

5

 

 

Tracklist

01. Carry On
02. One Of These Days
03. Wild Heart
04. Tomorrow
05. Vagabond
06. Summer Rain
07. Divine
08. Sky Of Forever
09. Under Everlasting Sun

Heiko Füchsel

CRUZH – Cruzh

cruzh-st-cover2016Band: Cruzh
Album: Cruzh
Spielzeit: 51:00 min
Stilrichtung: AOR
Plattenfirma: Frontiers Records  
Veröffentlichung: 26.08.2016
Homepage: www.facebook.com/cruzhofficial

Die schwedische Band CRUZH gründete sich aus den Überresten der Glam Rocker TRASHQUEEN. Mit viel Tam Tam ist die Band da erste Mal 2013 auf der Bildfläche erschienen nachdem man ein mysteriöses Foto der Band nur als Silhouette erkennbar postete. Keine Frage kaufmännisch haben es die Jungs voll drauf, sie wissen wie man sich vermarktet bzw. interessant macht!
Nach den ersten Hörproben der Band die stark nach der Hochzeit des AOR klangen wurde recht schnell Frontiers Records auf die Jungs aufmerksam und nahm sie unter Vertrag.
Das Ergebnis dieser ersten Zusammenarbeit werden wir uns nun etwas näher, in Form des selbstbetitelten Debütalbums anschauen. Als Opener fungiert das schon vorab veröffentlichte „In n‘ out of Love“. Mit einer kleinen Einleitung beginnt das Stück bevor sich der typische Arena AOR der 80iger seinen Weg aus den Boxen bahnt und einem langsamen Midtempotrack Platz macht. Als Opener ist der Track ganz ok, der große Wurf ist das Ganze aber noch nicht geworden.
Das ändert sich dann aber direkt beim nächsten Song „First Cruzh“ bei dem man die Sonne und das Sommerfeeling förmlich spüren kann. Ein tolles Stück welches direkt in die Blutbahn übergeht und einen so schnell nicht mehr loslässt!
Zwar nicht mehr ganz so viel Sommerfeeling, dafür aber ähnliche packend geht es dann beim anschließenden „Aim for the Head“ zur Sache, welches daher ebenfalls direkt auf unsere Hitliste wandert.
Richtig viel Kitsch und ordentlich Plüsch gibt es dann bei der folgenden Ballade „Anything for You“ zu hören. Nicht schlecht gemacht das Ganze, mir ist es aber irgendwie schon zu seicht und zu offensichtlich damit man hier glänzen kann.
Bei den nächsten Tracks entwickelt sich dann eine Mischung aus Balladen und AOR Midtemponummern wo ganz klar die etwas flotteren Beiträge das Rennen machen.
Ergo sind „Survive“ und „Hard to Get“ hier die Gewinner.
Im letzten Abschnitt kann auf jeden Fall noch das melodische „Before i walk Alone“ so richtig punkten, der Rest geht im Vergleich dazu dann doch etwas unter.

Anspieltipps:

Hier solltet ihr euch auf jeden Fall “First Cruzh”, “Aim for the Head”, “Survive” und “Before I walk Alone” genauer anhören.

Fazit :

Die Jungs von CRUZH verstehen auf jeden Fall ihr Handwerk! Im melodischen, teils doch recht plüschigen AOR fühlt sich die Band pudelwohl und man hat auf dem Debütalbum auch ein paar sehr ordentliche Tracks an Bord. Allerdings finde ich den Anteil der Plüschballaden hier doch recht hoch, ein bisschen mehr Abwechslung hätte der Platte durchaus gut getan!
So bleibt es schlussendlich „nur“ bei einer soliden Bewertung, ich bin aber überzeugt das man bei Album Nummero Zwei gut zulegen wird, die Basis dafür ist auf jeden Fall ausreichend vorhanden. AOR Fans sind hier auf jeden Fall an der richtigen Adresse!

WERTUNG:

6,5

 

 

Trackliste:

01. In n’ out of Love
02. First Cruzh
03. Aim for the Head
04. Anything for You
05. Survive
06. Stay
07. Hard to Get
08. You
09. Set me Free
10. Before i walk alone
11. Straight from my Heart

Julian