STORMZONE – Zero to Rage

Band: Stormzone
Album: Zero to Rage
Spielzeit: 71:17 min
Plattenfirma: Steamhammer/SPV
Veröffentlichung: 11.11.2011
STORMZONE’s Geburtsstunde wird auf das Jahr 2005 datiert, indem Sänger John „Harv“ Harbinson die Band in Belfast gründete. Ursprünglich bestand die Band aus reinen Studiomusiker und Freunden von Harv, die mit ihm zusammen das Debütalbum „Caught in the Act“ 2007 einspielten.
Da aber der Wunsch nach Livegigs reifte, wurde die Band z.B durch den Ex SWEET SAVATAGE Schlagzeuger Davy Bates ergänzt und man begab sich auf eine 2 Jahre dauernde Tournee und spielte dort unter anderem im Vorprogramm von Y&T, WHITE LION und TESLA. 2009 ging es dann wieder ab in Studio um den Nachfolger „Death Dealer“ einzuspielen, mit welchem man einen Deal beim aktuellen Steamhammer/SPV Label ergattern konnte.
Das Album wurde recht positiv von Fans und Presse aufgenommen, umjubelte Auftritte auf dem Headbangers Open Air und dem Wacken Festival 2011 folgten.
Nun sind STORMZONE mit dieser Mannschaft, John „Harv“ Harbinson (Gesang), Keith „K2“ Harris (Gitarre), Steve Moore (Gitarre), Graham McNulty (Bass) und Davy Bates (Schlagzeug), bereit für ihr drittes und aktuelles Werk „Zero to Rage“.
Der Silberling beginnt mit dem atmosphärischen, extrem eingängigen „Where we belong“, bevor es dann gleich mit dem Titeltrack „Zero to Rage“ richtig in die Vollen geht. Sehr melodisch arbeitet hier die instrumentale Fraktion, bevor Fronter Harv dann im Chorus zeigen kann was er stimmlich drauf hat.
Ein fulminanter Doppelschlag, dem das folgende „Jester’s Laughter“ in Nichts nachsteht. Zwar ist der Song wesentlich langsamer als die beiden zuvor und etwas untypisch gehalten, der Druck, die Eingängigkeit und der klasse Gesang sind aber nach wie vor vorhanden. Coole Nummer!
„This is our Victory“ ist ein klassicher Midtempo Song geworden, der durch seine Einfachheit, die melodischen Gitarrenriffs und einem eingängigen Chorus auffällt und im Ohr kleben bleibt.
Auch das extrem groovende „Fear Hotel“, das klassische „Hail the Brave“ und das schnelle „Uprising“ wissen absolut zu überzeugen. STOMRZONE wissen worauf es ankommt und spielen diese Stärken hier absolut perfekt aus.
Und auch im Enddrittel von „Zero to Rage“ bekommen STORMZONE dieses Kunststück hin. „Empire of Fear“, Voice’s inside my Head“ und das abschließende „Cuchulainn’s Story“ sind richtig starke Tracks des klassischen Heavy Metal’s und heben das Album so ganz locker in den absolut grünen Bereich.
Anspieltipps:
Da gib es eine Menge zu nennen, “Where we belong”, “Zero to Rage”, “This is our Victory”, “Uprising” und “Empire of Fear” sind nur eine kleine Auswahl der erstklassigen Tracks auf diesem Silberling.
Fazit :
Ich bin etwas skeptisch an das neue Werk “Zero to Rage” ran gegangen, da mich das Vorgängeralbum “Death Dealer” nicht vollends überzeugen konnte. Meine Bedenken waren aber nach den ersten Klängen wie weggeblasen.
STORMZONE haben sich erneut gesteigert und liefern mit ihrem neuen Album ihr bisher bestes der Bandgeschichte ab.
Krachende Riffs und Melodien, mehrstimmige Gesänge und eine opulente Spielzeit machen die Scheibe zu etwas ganz besonderen. Gut, ganz so lang hätten einige Tracks nicht werden müssen, aber das ist meckern auf hohen Niveau.
Metalheads mit einem Faible zum klassischen Heavy Metal müssen diese Scheibe besitzen!
WERTUNG:
Trackliste:
01. Where we belong
02. Zero to Rage
03. Jester’s Laughter
04. This is our Victory
05. Fear Hotel
06. Hail the Brave
07. Uprising
08. Last Man Fighting
09. Empire of Fear
10. Monsters
11. Voice inside my Head
12. Cuchulainn’s Story
Julian

RIOT – Immortal Soul

Band: Riot
Album: Immortal Soul
Spielzeit: ?? min
Plattenfirma: Steamhammer/SPV
Veröffentlichung: 28.10.2011
Hier kehren ein paar ganz alte Metal Haudegen zurück auf die Bildfläche. RIOT haben sich im Original „Thundersteel“ Line Upe wiedervereinigt um uns dieser Tage mit ihrem neuen Album „Immortal Soul“ zu erfreuen. Die Geschichte von RIOT beginnt Ende der Siebziger mit dem Debütalbum „Rock City“ und führte über den ersten Auftritt auf dem ersten Castle Donington Festival , die erste Auflösung in den 80igern, der zweiten Auflösung in den 90iger, zum Comeback 2009 wo man wieder, nach Touren durch Japan und einem umjubelten Auftritt auf dem Sweden Rock Festival, in aller Munde ist. RIOT stehen damals wie heute für erstklassigen US Power und Heavy Metal und nicht umsonst geben heutige Größen wie HAMMERFALL RIOT als einen ihrer größten Einflüsse an.
Das heutige Line Up liest sich wie folgt, Tony Moore (Gesang), Mark Reale (Gitarre), Don Van Stavern (Bass) und Bobby Jarzombek (Schlagzeug) plus Live-Gitarrist Mike Flyntz. Das Line Up also, welches schon damals die Menge in Verzückung gebracht hat.
Genug der Vorreden, mit der Selbstbeweiräucherung „Riot“ startet das neue Werk schon mal recht amtlich. Schnelle Gitarrenläufe geben sich die Klinke mit dem hohen, aggressiven Gesang von Fronter Tony in die Hand und machen den Track zu einem dicken Ausrufezeichen, von wegen wir sind zurück im Business!
Auch das folgende „Still your Man“ weiß absolut mit seinen klasse Gitarrenläufen und den coolen Chorus zu überzeugen und zu begeistern.
Bei den folgenden „Crawling“, „Wings are for Angels“ und „Fall before me“, machen RIOT auch nicht so viel falsch, aber ein wenig geht der Faden zu den Vorgängern verloren ,trotzdem sind es noch gute, überzeugende Tracks.
Den Faden wieder aufnehmen können die Jungs dann beim folgenden Dreierpack „Sins of the Father“, dem Instrumental „Majestica“ und dem Titeltrack „Immortal Soul“. Das Instrumental ist das ideale Bindeglied zwischen den beiden vielleicht besten Songs auf dem Album. Beide zeichnet eine klasse Melodieführung, feine Gitarrenriffs und ein starker Gesang, sowie Chorus aus. Genial!
Auch das folgende „Insanity“ spielt in dieser Liga mit und ist nur einen Deut schlechter als die Vörgänger.
Das Schlussdrittel wird mit dem klassischen Riffrocker „Whiskey Man“ und dem abschließenden „Echoes“ hervorragend eingerahmt und die absolut gelungene Scheibe wird somit auch perfekt abgeschlossen.
Anspieltipps:
Ohne Frage kann ich euch hier “Still your Man”, “Sins of the Father”, “Immortal Soul” und “Insanity” nennen.
Fazit :
RIOT ist mit einem Donnerschlag die Rückkehr ins neue Jahrtausend gelungen. Keine Frage, die “Thundersteel” Besetzung scheint wirklich die Beste zu sein, anders ist es nicht zu erklären, das das neue Werk “Immortal Soul” so bärenstark geworden ist. Freunde des klassichen Heavy Metals, sowie alte RIOT Fans spreche ich hier eine absolut Kaufempfehlung aus! Ein gelungenes Comeback der alten Haudegen von RIOT.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Riot
02. Still your Man
03. Crawling
04. Wings are for Angels
05. Fall before me
06. Sins of the Father
07. Majestica
08. Immortal Soul
09. Insanity
10. Whiskey Man
11. Believe
12. Echoes
Julian

SATURDAY NIGHTS STRIKE – Saturday Nights Strike

Band: Saturday Nights Strike
Album: Saturday Nights Strike
Spielzeit: 50:23 min.
Plattenfirma: Sound Pollution
Veröffentlichung: 21.10.2011
Homepage: www.myspace.com/saturdaynightsstrike

SATURDAY NIGHTS STRIKE sind eine weitere schwedische Band, die mit ihrem Debütalbum bei den Rockfans punkten will. Sie bieten uns darauf 12 äußerst partytaugliche Rocker, die teilweise ein bisschen an irische Trinklieder angelehnt sind – nur eben auf die rockige Art. Das macht die Sache nicht zwangläufig schlecht, aber The Party Police (v.), Pink Cowboy (g.), Beer Bandit (b.) und Joker Wild (d.) (welch niedliche Pseudonyme) verlieren sich dabei oft in Belanglosigkeit. Ihr Punk´n Roll kommt am Anfang der Scheibe noch recht gut in Fahrt und hat in „Party Mood“ (zu dem es auch ein Video gibt) oder „Scandinavian Girls“ sowie dem Opener „247365“ eine handvoll guter Nummer, hat das Album aber einige Songs hinter sich, entblößen sich Arschbomben wie „Dirty Dirty“, „Fuck Yeah“ oder „Let´s Rock´n Roll“ und lassen die Stimmung schnell in den Keller rutschen.

12 Stücke sind selbst für eine Party zu viel des Guten, denn entweder verlassen die Gäste fluchtartig die Location oder es ist wildes Koma-Saufen angesagt. Für´s zwischendurchhören sind die oben genannten Songs ganz ok, aber da gibt es viele viele Bands, die mit dem wertvollen Platz auf ihrem Debüt verantwortungsvoller umgegangen sind. Mehr als sehr durchschnittliche 5 Points wären von meiner Seite verantwortungslos…kurze Rezi, aber mehr müsst Ihr zu diesem Stück Plastik nicht unbedingt wissen!

WERTUNG:

Trackliste:

1.247365
2.Scandinavian Girls
3.Party Mood
4.Blackout Midnight
5.Fuck Yeah
6.Dirty Dirty
7.We Give It All
8.Let´s Rock´n Roll
9.Nice Boys
10.Won´t Be Back
11.All The Way
12.So Long

Stefan

IRON SAVIOR – The Landing

Band: Iron Savior
Album: The Landing
Spielzeit: 47:29 min
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 18.11.2011
Eine Institution der deutschen Power Metal Szene meldet sich dieser Tage mit ihrem siebtem Album zurück im Metalbusiness. Die Nordlichter IRON SAVIOR unter der Führung von Piet Sielck, sind nach einer längeren Pause wieder ready to play Metal. Mit ihrem neuen Album „The Landing“ möchten sie an das letzte erfolgreiche Album „Megatropolis“ anknüpfen. Passend dazu hat man mit AFM Records ein neues Label gefunden.
Die Geschichte von IRON SAVIOR beginnt im Jahre 1996, indem Piet Sielck zusammen mit Kai Hansen (GAMMA RAY) und Thomen Stauch (BLIND GUARDIAN) die Band aus der Taufe hebt. Ein Jahr später 1997 erscheint dann das selbstbetitelte Debütalbum, welches ordentlich Beachtung in der Szene findet. In der Folge erscheinen in regelmäßigen Abständen die weiteren Alben, Dark Assault“ (2001), „Condition Red“ (2003), „Battering Ram“ (2004) und „Megatropolis“ (2007), bevor man, auch aufgrund Piet’s anderen Tätigkeiten (Produzent, Labelboss), in der Versenkung verschwand.
Nun ist man aber wieder erstarkt zurück und hat auch einen „Neuling“ im Vergleich zur letzten Bandbesetzung im Gepäck. Rückkehrer Jan S. Eckert ersetzt den ausgestiegenen, vielbeschäftigten Bassisten Yens Leonhardt.
Somit ließt sich die aktuelle Bandbesetzung wie folgt, Piet Sielck (Gitarre), Jan S. Beckert (Bass), Joachim Küster (Gitarre) und Thomas Nack (Schlagzeug).
Genug der staubigen Fakten richten wir unseren Blick aufs musikalische.
Und das beginnt mit dem Intro „Descending“ sehr atmosphärische. Kurz danach fühlt man sich als alter IRON SAVIOR Fan gleich zu Hause, gibt es doch mit dem schweren Midtempo Banger „The Savior“, dem schnellen „Starlight“ und dem klassichen Heavybrecher „March of Doom“ gleich drei perfekte und typische IRON SAVIOR Tracks um die Ohren. Nichts hat sich verändert, die Gitarren braten, aber die Songs sind aufgrund der feinen mehrstimmigen Chöre schön melodisch.
Ein absoluter Volltreffer erwartet uns als nächstes mit „Heavy Metal never dies“. Der Groove reißt einen sofort mit und ich seh schon die tobende Livemeute wie sie all ihre Fäuste in die Luft recken. Geiler Track!
Beim folgenden „Moment in Time“ gibt es ein klasse Basssolo am Anfang von „Neuzugang“ Jan S. Eckert zu bestaunen, ansonsten heißt es hier Business as usual.
Ein weiterer absoluter Volltreffer erwartet uns dann bei „Hall of the Heroes“. Wieder so ein Groovemonster, dessen Rhythmus und Chorus man sich nicht entziehen kann!
Aber auch die folgenden Tracks können sich absolut sehen lassen, hat man doch mit dem kultigen „ R.U. Ready“, dem schnellen „Faster than all“ und dem Abschlussbrecher „No Guts no Glory“ noch geniale Ohrwürmer im Köcher.
Anspieltipps:
Spezielle Tracks lassen sich hier nicht nennen, die ganze Platte ist verdammt geil! Ein einziger Anspieltipp also und der heißt “The Landing”.
Fazit :
Ach wie schön es doch ist alte Bekannte wieder zu treffen und dann festzustellen, das sie sich absolut nicht verändert haben. IRON SAVIOR sind zurück und das stärker denn je und mir ihrem besten Album seit langen. Alles wirkt hier aus einen Guss, die Riffs donnern, die mehrstimmigen Choren sind besser den je und die Gesangsleistung von Piet kann sich auch sehen lassen.
Für Fans und Power Metal Freaks eine absolute Pflichtanschaffung!
Also Jungs, Mission erfüllt, volle Punktzahl!
WERTUNG:
 
Trackliste:
01. Descending
02. The Savior
03. Starlight
04. March Of Doom
05. Heavy Metal Never Dies
06. Moment In Time
07. Hall Of The Heroes
08. R. U. Ready
09. Faster Than All
10. Before The Pain
11. No Guts No Glory
Julian

OZ – Burning Leather

Band: OZ
Album: Burning Leather
Spielzeit: ?? min
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 18.11.2011
Ich hab mir sagen lassen, das uns hier ein absoluter Hochkaräter ins Haus steht. Genau kann ich es aber nicht sagen, war ich doch im Jahre 1991 noch zu jung, um die letzte Veröffentlichung der Underground Helden OZ mitzubekommen. Nach einer 20 jährigen Pause erscheinen die Finnen nun also mit ihrem neuen Album „Burning Leather“ wieder zurück auf der Bildfläche.
Auf der neuen Scheibe gibt es einen Mix aus alten und neuen Songs, wobei die alten Songs im neuen Gewand daher kommen und somit auch für die Fans etwas sein werden, die die alten Fassungen noch kennen.
Ein schönes Package also was und OZ hier schnüren.
Kurz ein kleiner Geschichtskurs. OZ gründeten sich Ende der 70iger Jahre und brachten erst 1982 ihr Debütalbum „Heavy Metal Heroes“ heraus. Auch danach brachte man in regelmäßigen Abständen vier Alben und eine EP unters Volk, bevor man sich dann 1991 auflöste.
Das Lineup besteht damals wie heute aus, Ape DeMartini (Gesang), Mark Ruffneck (Schlagzeug), Jay C. Blade (Bass), Costello Hautamäki (Gitarre) und Markku Petander (Gitarre).
Genug der Vergangenheit, wenden wir uns der musikalischen Gegenwart zu.
Mit dem neuen Song „Dominator“, zu dem es auch ein Video gibt, legen die Jungs schon mal los, als wären sie nie weg gewesen. Mit kraftvollen Rifffs und einem erstklassigen Gesang von Fronter Ape brennt sich die Nummer quasi in die Gehirnwindungen ein, sehr fein!
Das folgende „Searchlights“ fällt gegen den Vorgänger aber ein wenig ab, ist aber trotzdem noch ganz ok.
Wieder aufwärts geht es dann aber wieder beim Klassiker „Fire in the Brain“. Dieser Song ist einfach OZ! Krachende Riffs, kraftvoller Gesang und ein tierischer Groove machen diese Nummer so einzigartig und zu einem amtliche Live Kracher.
Nichts verkehrt macht man auch beim extrem groovenden „Seasons in the Darkness“, dem Klassiker „Turn the Cross Upside down“ und dem Titeltrack „Burning Leather“. Alle Tracks haben das gewisse Etwas und sind einfach geniale Ohrwürmer!
Zum Ende der Platte hat man ebenfalls mit dem extrem eingängigen „Enter Stadium“ und dem klassichen „Total Metal“ zwei absolute Voltreffer in der Hinterhand. Ein würdiger Abschluss einer gelungen Vorstellung und Comeback von OZ.
Anspieltipps:
Da gibt es nichts einzelnes zu nennen, ihr müsst euch schon das ganze Album reinziehen!
Fazit :
OZ sind zurück, und wie sie zurück sind! Für solche wie ich, die die Band in ihrer Hochzeit nicht erleben durften, zum Glück kann man da nur sagen. Ihr neues Werk “Burning Leather” ist eine perfekte Mischung aus alten Klassikern und neuen Tracks und bietet dem geneigten Fan oder Neuling gutes Futter für die Ohren. Die Hitdichte ist ordentlich, über die gelungene Instrumentalisierung und den genialen Gesang braucht man glaube ich keine Worte mehr zu verlieren.
Leute was steht ihr hier noch rum, ab in den nächsten Plattenladen und dieses Referenzwerk des Heavy Metal’s sichern!
WERTUNG:
Trackliste:
01. Dominator
02. Searchlights
03. Let Sleeping Dogs Lie
04. Fire In The Brain
05. Seasons In The Darkness
06. Turn The Cross Upside Down
07. Burning Leather
08. Gambler
09. Enter Stadium
10. Total Metal
11. Third Warning
Julian

ELM STREET – Barbed Wire Metal

Band: Elm Street
Album: Barbed Wire Metal
Spielzeit: 37:09 min
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 18.11.2011
Was für ein cooler Name und Cover springt mir denn da entgegen? ELM STREET mit ihrem Debütalbum „Barbed Wire Metal“, welches ein Cover besitzt, welches perfekt zum Bandnamen passt. Das Interesse ist auf jeden Fall schon mal geweckt.
ELM STREET sind Australier und machen Old School Metal ganz im Stile von MEGADETH, JUDAS PRIEST oder alten IRON MAIDEN.
Seit dem Jahre 2003 treiben die Jungs ihr Unwesen in der australischen Live Szene und konnten sich dort eine beachtliche Fangemeinde erspielen. Auch weil die Liveshow der Jungs wohl ein absolutes energiegeladenes, mit ordentlichem 80iger Feeling garniertes Erlebnis darstellt. Sei es wie es ist, mit ELM STREET schwappt eine weitere neue und gute australische Metalband nach Europa um auch dieses, wie schon ihr Heimatland, im Sturm zu erobern.
Das tolle, von mir angesprochene, Cover hat übrigens Designlegende Ed Repka (MEGADETH, DEATH) kreiert. Ach ja ELM STREET bestehen namentlich aus, Ben Batres (Gesang, Gitarre), Aaron Adie (Gitarre), Brendan Farrugia (Bass) und Tomislav Perkovic (Schlagzeug).
Gestartet wird das Debütalbum gleich mit dem Titeltrack „Barbed Wire Metal“. Und der geht gleich richtig auf die Zwölf. Der Gesang ist schön dreckig, die Riffs messerscharf und der Chorus ist auch noch nach 5 Bier mitgröhlbar. Ein klasse Einstieg und eine Offenbarung für Oldschool Metal Fans.
Mit „The Devil’s Servants“ geht es nicht ganz so schnell weiter, die Eingängigkeit ist aufgrund des Chorus aber durchaus wieder gegeben.
Zum großen Schlag holen ELM STREET dann mit dem folgenden Dreierpack „Elm St’s‘ Children“, „Heavy Metal Power“ und „King of Kings“ aus. Auf geile Riffs, folgen geniale Melodien und Chöre zum dar nieder knien. Alles auch recht kompakt und direkt, so das nie großartig Langeweile aufkommt. Genial!
Die Platte neigt sich leider schon fast dem Ende zu, vorher hat man aber noch mit „Leatherface“ und „Metal Is The Way“ zwei weitere Volltreffer zu vermelden, bei denen die Oldschool Metal Fans auch wieder voll auf ihre Kosten kommen.
Was ein wilder Ritt durch „Barbed Wire Metal“, aber so haben es die Jungs aus Down Under auch wohl gewollt.
Anspieltipps:
Sehr schwierig, die gesamte Platte ist verdammt stark geworden, am Besten ihr hört sie euch komplett an, damit macht man absolut nichts verkehrt!
Fazit :
Junge, junge ELM STREET legen auf ihrem Debütalbum “Barbed Wire Metal” los wie die Feuerwehr! Frech, rotzig und voll auf den Punkt kommen die Songs der Jungs aus den Boxen geschossen. Dazu verstehen es die Aussis noch, messerscharfe Riffs mit geilen Melodien und eingängigen Chören zu kreuzen.
Die Spielzeit ist zwar erschreckend gering, aber ansonsten gibt es hier nicht viel zu meckern.
Dieses Debüt wird euch mit Wucht treffen, über euch hinweg rasen und sprachlos zurücklassen, das verspreche ich euch!
WERTUNG:
Trackliste:
01. Barbed Wire Metal
02. The Devil’s Servants
03. Elm St’s Children
04. Heavy Metal Power
05. King Of Kings
06. Leatherface
07. Merciless Soldier
08. Metal Is The Way
Julian

DRAGONLAND – Under the grey Banner

Band: Dragonland
Album: Under the grey Banner
Spielzeit: ?? min
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 18.11.2011
Denke ich an Symphonic Power Metal, denke ich als erstes an die Italiener RHAPSODY OF FIRE. Sie waren die ersten die dieses Genre erkundet haben. Das aber auch immer mehr Bands dieser Stilrichtung nachkommen beweisen dieser Tage die Schweden DRAGONLAND. Mit ihrem dritten Album wollen die Jungs unter Beweis stellen das die beiden Vörgängeralben, das Debütalbum The Battle Of The Ivory Plains“ (2001) und „Holy War“ (2002), keine Zufallstreffer waren und das sie sich in der Szene durchsetzen und behaupten können.
Laut dem Gitarristen und Gründer Olaf Mörck hat man sich viel Zeit genommen, genau genommen 5 Jahre, um dieses neue Album aufzunehmen, da man nach den letzten Album neue Wege gehen wollte und das Beste aus den neuen Songs heraus holen wollte.
Als Ergebnis ist ordentlich Futter für die Fans von Symphonic oder Filmscore Metal herausgekommen.
Die Bandaufstellung liest sich aktuell so, Jonas Hedigert (Gesang), Olof Mörck (NI GHTRAGE, AMARANTHE; Gitarre), Elias Holmlid (Keyboard), Jesse Lindskog (Gitarre), Anders Hammer(Bass) und Morten Lowe Sorensen (Schlagzeug). Ergänzt wird die Truppe durch ein paar Gastsänger, der Musical-Darsteller Fred Johanson ( JESUS CHRIST SUPERSTAR) sowie Elize Ryd, Jake E und Andy Solveström (AMARANTHE).
Genug der Vorreden, tauchen wir nun ein in die Welt von Mythen und Drachen.
Mit der Einleitung „Ilmarion“ geht es schon mal schön stimmungsvoll los. Das folgende „Shadow the Mithril Mountains“ geht auch mit einer gesprochenen Passage los, bevor endlich die Musik Einzug hält. Ein ordentlicher Bombast Power Metal Track schallt uns entgegen, der mit seinem Chorus und der gelungenen Instrumentalisierung punkten kann. Als Einstieg schon mal sehr amtlich.
Und es geht amtlich weiter, mit „The Tempest“, „A thousand Towers White“ geht es ähnlich opulent weiter. Mal langsamer und epischer wie „The Tempest“, mal schneller und bombastischer wie bei „A thousand Towers White“, aber immer schön mit viel Melodie und allerlei klanglichen Überraschungen. Es kracht hier wirklich an allen Ecken und Enden.
Richtig klasse ist dann auch das schnelle Power Metal lastige „The Black Mare“.
Auch in der Folge können uns die Jungs mit „Lady of Goldenwood“, „The Trials of Mount Farnor“ und „Under the Grey Banner“ überzeugen und mit in ihre eigene Welt nehmen. Natürlich ist alles im Bombast Metal Gewand gehalten, aber gewürzt mit ruhigen Klängen, Power Metal bis hin zu Death Metal Klängen. Sehr vielseitig was uns DRAGONLAND hier präsentieren, das könnte man auch über das gesamte Album sagen.
Anspieltipps:
Schwieirg, hier etwas zu nennen. Die gesamte Platte ist recht stark. “The Tempest”, “A Thousand Towers White”, “The Black Mare” und “Under the Grey Banner”.
Fazit :
Das neue Werk “Under the Grey Banner” ist auf jeden Fall ein opulentes Werk geworden, welches man sich ganz in Ruhe zu Gemüte führen muss. Viel gibt es zu entdecken und daher braucht die Platte ein, zwei Durchläufe mehr um, dann aber richtig, zu zünden. Die Jungs von DRAGONLAND machen hier auf jeden Fall nicht viel falsch. Bieten sie uns doch ein sehr abwechslungsreiches Bombast Power Metal Album. Ein, zwei Abzüge gibt es für die vielen gesprochenen Passagen, die zwar Filmscore Metal Fans freuen dürften, für den normalen Metal Fan aber ein bisschen zu viel sind.
Trotzdem eine ordentliche Scheibe, die man sich auf jeden Fall mal zu Gemüte führen sollte! Klare Kaufempfehlung für Power Bombast Metal Fans!
WERTUNG:
Trackliste:
01. Ilmarion
02. Shadow the Mithril Mountains
03. The Tempest
04. A Thousand Towers White
05. Fire and Brimstone
06. The Black Mare
07. Lady of Goldenwood
08. Dûrnir’s Forge
09. The Trials of Mount Farnor
10. Throne of Bones
11. Under the Grey Banner
12. Ivory Shores
Julian

DIAMOND EYE – Sounds Of The Gun

Band: Diamond Eye
Album: Sounds Of The Gun
Spielzeit: 23:07 min
Plattenfirma: 100 Percent Rock
Veröffentlichung: 14.10.2011
Homepage: www.diamondeyeofficial.com

Die Aussie-Rocker DIAMOND EYE kommen nach ihrer Live-Scheibe „Alive And Kicking“ mit dem offziiellen Studio-Debüt aus der Hüfte. Zwar ist es reichlich kurios, zuerst eine Live-Platte zu veröffentlichen und erst anschließend ins Studio zu gehen, um das eigentliche Debüt unter die Leute zu jagen, aber gewöhnlich können ja auch die anderen machen. „Sounds Of The Gun“ ist eine 5-Track EP, die alle Fans des guten alten Stadion-Rocks ansprechen soll.

Und tatsächlich klingt der Vierer aus Perth nach den goldenen Achtzgiern, allem voran scheint KISS ein großer Einfluss gewesen zu sein. Das liegt aber sicher auch daran, dass die Stimme von Will Kelly schon an Paul Stanley erinnert. Und so kommt es nicht von ungefähr, dass schon der Opener „Waiting For Me“ an die Merchandising-Kings aus den USA erinnert. Aber DIAMOND EYE sind keineswegs ein bloßer Abklatsch davon, denn sie haben auch das ein oder andere etwas härtere Riff im Programm, ohne jedoch die melodischen Pfade zu verlassen. „Closer To The Sun“ könnte ein Mischung aus JUDAS PRIEST und KISS sein und stellt für mich den besten Song dieser EP dar. „Machine“ ist mit einem massiven Riff versehen und ist schon fast mehr Metal als Hardrock – der wohl düsterste Song auf „Sounds Of The Gun“. Das abschließende „Sound Of The Gun“ beginnt schon fast wie „Fade To Black“ von METALLICA, tendiert aber nach kürzester Zeit eher in Richtung KISS, nur um im mehrstimmigen Refrain ein dickes Ausrufezeichen zu setzen.

DIAMOND EYE haben auf diesem 5-Tracker alles vereint, was die Szene an großen Namen zu bieten hat – siehe die Vergleiche oben. Ich würde mir für die neuen Songs etwas mehr Eigenständigkeit wünschen und, dass einzelne Passagen etwas besser ausgearbeitet werden würden. Aber die Jungs sind auf einem verdammt guten Weg, um aus dem entfernten Australien die Welt zu rocken – und das amtlich! Der Anfang ist gemacht, und die Zeichen stehen auf Sturm. Tolle EP.

WERTUNG:

Trackliste:

1.Waiting For Me
2.Closer To The Sun
3.Atlantis
4.Machine
5.Sound Of The Gun

Stefan

SCAMS – Rock And Roll Krematorium

Band: Scams
Album: Rock And Roll Krematorium
Spielzeit: 34:12 min
Plattenfirma: Lightning Records
Veröffentlichung: 14.10.2011
Homepage: www.scams.se

Eines wird gleich bei den ersten Takten von „Rock And Roll Krematorium“ klar: SCAMS sind irgendwo Ende der Siebziger steckengeblieben und machen auf ihrem zweiten Album Musik irgendwo zwischen alten LEGS DIAMOND, DEMON, AXE und AC/DC zu Anfangszeiten. Alles klingt wie vor mindestens 30 Jahren und das muss man mögen. Die Schweden gibt es seit 2003 und nach einer Single haben die Jungs vor 4 Jahren ihr Longplay-Debüt in Form von „One Night Of Mayhem“ rausgebracht. Höchste Zeit also nachzulegen – und das tun sie mit ihrem neuen 10-Tracker. Mittlerweile musizieren die Schweden übrigens zu viert.

„Black Widow“ eröffnet die Platte ziemlich flott und ohne Schnörkel. Davon könnt Ihr Euch auch selbst überzeugen, denn zu dem Song hat die Band auch ein Video gemacht, das Ihr hier findet. Das kontroverse „Fuck Like A Priest“ hat einen leichten Boogie Touch a´la ZZ-TOP, während „Die Tonight“ die Geschwindigkeitsschraube noch einmal anzieht. Allerdings kann mich der Song nicht besonders begeistern. Aus ganz anderem Holz ist da schon „Devil In You“. Hier wurde nicht gekleckert, der Song klotzt ordentlich ran mit einem Drive, den die bisherigen Stücke mehr oder minder vermissen ließen. Leider kann „Full Scale War“ dieses Niveau nicht halten, was aber das nächste Stück „Killer Machine“ wieder wett macht. Hier klingen die Schweden nicht bemüht sondern alles geht locker dahin: ein cooles Anfangsriff, ein pumpender Beat und tolle Melodien machen daraus einen weiteren Anspieltipp. Mit „Shoot To Killer“ und „Untame“ liegt man dann wieder im Mittelfeld, bevor man mit „When Day Turn To Night“ noch einmal einen richtig geilen Song aus der Kiste holt. Diese Halbballade spannt den Bogen vom ruhigen Anfang bis hin zum fulminanten Schluß auf beste Weise! Leider stockt mir der Atem beim letzten Song des Albums, denn das Intro zu „Warzone“, das über eine Minute dauert, ist praktisch 1:1 geklaut von DIAMOND HEADS´s „Am I Evil“ (DANKE Bernd!!!). Wow, das ist derb, da ist der Bandname Programm (SCAM = Betrug, Beschiss), aber nichtsdestotrotz bleiben einige geile Nummern und die machen aus „Rock And Roll Krematorium“ eine lohnende Anschaffung, wenn man auf die o.g. Combos steht.

Bei den Schweden ist noch Luft nach oben, was die Hitdichte angeht, aber dass sie im Begriff sind, richtig gute Songs zu schreiben, haben sie auf „Rock And Roll Krematorium“ bereits bewiesen.

WERTUNG:

 

Trackliste:

1.Black Widow
2.Fuck Like A Priest
3.Die Tonight
4.Devil In You
5.Full Scale War
6.Killer Machine
7.Shoot To Killer
8.Untame
9.When Day Turn To Night
10.Warzone

Stefan

SENCELLED – Sencelled

Band: Sencelled
Album: Sencelled
Spielzeit: 40:25 min
Plattenfirma: Rocket Songs Records
Veröffentlichung: 23.09.2011
Homepage: www.sencelled.se

SENCELLED ist eine junge Band aus Schweden nähe Stockholm. „Wie soll es auch anders sein?“ werdet Ihr jetzt denken…und tatsächlich, die Flut an GUTEN Bands aus Skandinavien ist schier unerschöpflich. Die Vier Jungs haben sich einen Mix aus AOR, Power- und Bubblegum Pop auf die Fahne geschrieben. Will heißen, dass die 10 Stücke auf ihrem Debüt irgendwo zwischen BRYAN ADAMS, YAYA (für die Chöre), HAYWIRE, den STAGE DOLLS und Combos wie BLINK 182 zu Anfangszeiten. Der Sound des Quartetts ist also absolut Up To Date, hier wird kein besonderes Jahrzehnt angebiedert, bei SENCELLED regieren frische Riffs und tonnenweise Melodien. Das macht Laune!

Am Anfang der Platte steht mit „Breathe Out“ gleich die erste Single – ein Volltreffer, wenn Ihr mich fragt. Das flotte „I Love The Way You Are“ könnte auch von diversen Post-Punk-Bubblegum-Rockern aus den USA stammen. Ebenso locker wird bei „Wild One“ und „Miracle“ gerockt, bevor dem Hörer mit „Oh, Sarah“ – einer wunderschönen Ballade – eine Verschnaufpause gegönnt wird. Dann wird mir aber schlagartig klar, dass die Scheibe etwas mehr Abwechslung vertragen könnte, denn auch „One Night Stand“ ist im selben Tempo gehalten wie die ersten vier Stücke. Und siehe da: „I Wanted You“ wiederholt diesen Umstand. Zwar folgt mit „Tommy & Gina“ ein toller Song und „Things I Feel“ ist endlich mal in anderem Tempo angesiedelt, aber beim abschließenden „Carry On“ ist alles wieder beim Alten. Trotzdem ist der Schlußsong richtig gut, vom Aufbau könnte er auch auf dem Debütalbum von BRYAN ADAMS stehen, der Kanadier hatte dort das selbe Riffing und auch der Rhythmus ist praktisch der selbe.

SENCELLED legen mit ihrem Debüt 10 durchweg gute Songs vor, jeder davon kann punkten, nur die eben schon erwähnte mangelnde Abwechslung bringt ab der zweiten Hälfte etwas Langeweile mit sich. Die Schweden sollten genauso weitermachen, ein paar unterschiedlichere Stücke schreiben, und schon können die Schweden eine Stufe höher rutschen.

WERTUNG:

Trackliste:

1.Breathe Out
2.I Love The Way You Are
3.Wild One
4.Miracle
5.Oh, Sarah
6.One Night Stand
7.I Wanted You
8.Tommy & Gina
9.Things I Feel
10.Carry On

Stefan