ECLIPSE News

Freudigste Nachrichten so kurz vor Weihnachten! Schweden-Bombe ECLIPSE kommen im Januar für ein paar Daten nach Deutschland und in die Schweiz.

ECLIPSE – MONUMENTOUR – live
18.01. Markthalle – Hamburg
19.01. Z7 Konzertfabrik – Pratteln, Switzerland
20.01. Krempel – Buchs Sg, Switzerland
21.01. Der Cult – Nürnberg
23.01. Rockfabrik – Ludwigsburg
24.01. KUBANA – Siegburg

Die Rock-Garage wird in Hamburg dabei sein, mit hoher Wahrscheinlichkeit in selber Manier wie Sänger Erik, also kommt und feiert mit uns!

SHIRAZ LANE

Shiraz Lane – was ist das denn? Ich sag‘ euch was das ist: eine Band, die ihr nicht verpassen solltet. Die fünf Jungs aus Finnland waren dieses Jahr mit Brother Firetribe unterwegs und die Live-Show, die sie bieten sprüht über vor Wärme, Spaß und Unbeschwertheit. Also solltet ihr mal für ein Stündchen die Sorgen des Alltags vergessen wollen und Shiraz Lane ist in der Stadt, dann nichts wie hin!
Ich hatte auf jeden Fall vor der Show am 30.10.2017 im Backstage Club in München die Chance mit Sänger Hannes zu sprechen, der mit mir einen Einblick in seine junge Band, seine Ansichten über dies und jedes und eine Menge positive Energie teilte.

L.C.: Vielleicht stellst du dich und deine Band erstmal ein bisschen vor? Ihr seid ja noch nicht so groß…

Hannes: Stimmt, das sind wir nicht…noch nicht! Also ich bin Hannes Kett, der Sänger von Shiraz Lane. Dann haben wir noch Miki Kalske an der Rhythmus Gitarre, wir haben Jani Laine an der Lead Gitarre, Joel Alex am Bass und Ana Willman an den Drums. Wir haben 2011 angefangen, das war zumindest als wir unseren ersten Gig gespielt haben, aber mit proben haben wir schon ca. ein Jahr früher begonnen.

L.C.: Und bis jetzt habt ihr ein Album herausgebracht.

Hannes: Ja, genau, ein Album und eine EP. Es gibt auch noch zwei Demos, von denen ich hoffe, dass sie nie jemand hört.

L.C.: Wie funktioniert die Band, wenn ihr nicht auf Tour seid?

Hannes: Wir proben viel, weil wir beste Freunde, eigentlich wie eine Familie, sind. Was super ist, wenn du in einer Band spielst, weil so soll es ja auch sein. Ich wohne mit Miki, Ana wohnt mit Jani, Joel wohnt einen Kilometer weiter und unser Proberaum ist genau in der Mitte. Wir sehen uns jeden Tag, spielen ca. drei bis vier Mal die Woche, je nachdem wie wir alle arbeiten müssen. Wir proben viel und deshalb hören wir uns auch an wie wir uns anhören, weil wir schreiben die Songs zusammen. Natürlich hat einer am Anfang eine Idee, ein Riff, eine Melodie oder Textstück oder irgendwas und von dort fangen wir zusammen an, dran zu arbeiten.

L.C.: Gibt es einen von euch, der den hauptsächlichen Einfluss auf die Songs hat?

Hannes: Nein, es sind wirklich alle. Miki, Jani, ich und Ana schreiben die meisten Sachen, aber Joel gibt dann den Bass dazu. Andererseits arbeitet er viel mit Bildern und dem ganzen Social Media Ding, das ist sein Spezialgebiet, auf dem wir anderen nicht so gut sind. Aber ja, wir schreiben alles zusammen und manchmal streiten wir drüber, manchmal nicht. Und genau wenn wir über etwas streiten, geht es mit der Magie los. Genau dann finden wir die besten Versionen unseres Materials.

L.C.: Wie kam es zu eurem Bandname?

Hannes: Das war vor unserem ersten Gig 2011. Wir mussten uns einen Namen überlegen und wollten einen, der zu uns passt. Wir sind kein Haufen „Sex, Drugs &Rock’n’Roll“ 80er Typen, wir haben so viel mehr zu bieten als das, deshalb wollten wir uns etwas überlegen, das sich davon unterscheidet, so dass wir herausstechen und die Leute sich an den Namen erinnern. Shiraz ist ein Rotwein, welchen wir gerne mögen…und an einem Sommerabend im Proberaum haben wir jenen Rotwein getrunken und waren dabei Namensvorschläge aufzuschreiben. Irgendwann hat einer der Jungs dann Shiraz Lane eingeworfen und wir fanden es gleich cool. Denn für mich, oder für uns, symbolisiert es worum es im Leben geht. Shiraz – denn manchmal musst du einfach ein Glas Rotwein genießen und dich nicht stressen lassen. Genieße das Leben, denn wir sind nur einmal hier. Oder auch öfter, wenn du an sowas glaubst. Es geht einfach um die Reise des Lebens und das wird in Shiraz Lane ganz gut transportiert. Wenn die Leute den Namen hören denken sie sich einfach „Was ist das denn?“…wir bekommen auch Nachrichten von Leuten aus irgendwelchen Ländern, wo irgendeine Straße oder Stadt Shiraz Lane heißt, aber die schreiben in ihrer Sprache und wir haben keine Ahnung was sie von uns wollen und das ist ein bisschen komisch 

L.C.: Als ihr die Band gestartet habt, hattet ihr einen bestimmten Sound im Sinn oder kam das ganz natürlich so?

Hannes: Das kam ganz natürlich. Wir schreiben einfach Songs, die wir uns selbst anhören möchten. Wir schreiben einfach Songs, wir denken dabei nicht an Genres, wir denken dabei an gar nichts, außer an Musik, wie diese uns berührt und wie wir uns fühlen, wenn wir die Songs dann spielen. Wenn wir es mögen ist das großartig und wenn unsere Fans es auch mögen ist es absolut fantastisch, aber am Ende des Tages schreiben wir Musik für uns. Es ist sehr therapeutisch. Wenn ich Texte schreibe lege ich ein Stück meiner Seele frei, was manchmal ein bisschen komisch ist, denn vor allem jetzt auf dem zweiten Album sind sehr persönliche Sachen drauf. Aber das ist ok, denn meine Fans kennen mich und jeder weiß, dass alle Künstler ihre Dämonen haben.

L.C.: Also sind deine Texte nicht über Mädchen, Drogen und Party…

Hannes: Nein. Natürlich feiern wir gerne, aber ich kann so keinen Song schreiben, so bin ich vom Typ her einfach nicht. Ich setze mich lieber mit einem Glas Rotwein ans Klavier und zünde ein paar Kerzen an…das bin eher ich. Wir sind eine Rockband, also gibt es natürlich auch Partys und wir lieben es auch mit den Jungs zu feiern, aber ich kann einfach keinen Song á la „Girls Girls Girls“ schreiben. Ich bin ein eher friedliebender Typ und schreibe auch dementsprechend. Ich würde gerne sehen, wie die Welt ein besserer Ort wird und glaube auch, dass das möglich ist, wenn alle zusammenhalten. Aber wir werden sehen, wie es weiter geht, so wie die Dinge gerade laufen.

L.C.: Und solche Ansichten finden sich dann in deinen Songs wieder?

Hannes: Ja, da gibt es viele Sachen, über die Leute nicht nachdenken wollen oder es einfach nicht tun, weil niemand ihnen sagt sie sollen aufwachen. Auf dem ersten Album waren ein paar Songs darüber, auf dem zweiten Album jetzt haben wir das ebenfalls aber noch persönlicher. Denn wir sind jetzt ein bisschen älter und haben mehr gesehen, und ich würde sagen auf dem ersten Album war es mehr ein allgemeiner Weckruf und nun ist es, wie gesagt, persönlicher. Wir haben einen Song namens „Hope“. Ich möchte nicht mehr darüber sagen, weil ich möchte, dass du ihn erst anhörst, aber Musik hat einfach etwas Magisches. Es ist kraftvoll und ich glaube, dass mit Musik nichts in unserem Weg stehen kann…das ist jetzt ziemlich poetisch, aber so ist es halt.

L.C.: Da stimme ich dir voll und ganz zu!
Finnland hat ja einige Untergrundbands zu bieten, was unterscheidet euch von denen?

Hannes: Zumindest hatten wir das mal. Es gibt viele Bands, mit denen wir gespielt haben, die es aber jetzt nicht mehr gibt, weil sie einfach aufgegeben haben. Es ist hart und wir haben Glück hier zu sein. Es ist ein Segen, die Chance zu bekommen für unsere Fan im Ausland zu spielen. Ich mag es einfach gerne im Ausland zu spielen, ich möchte nicht wirklich einfach nur in Finnland bleiben. Ich reise lieber, ich kann nicht zu lange an einem Ort bleiben.
Was uns von den anderen Bands unterscheidet ist, dass wir eine Familie sind. Wir sind fünf Typen, oder eigentlich sechs, weil ich unseren Soundengineer dazuzähle, er ist wie ein Bandmitglied, aber trotzdem außerhalb der Band. Und auch Heta Hyttinen, unsere Managerin, hilft uns seit ungefähr drei Jahren und ohne sie wären wir auch nicht hier. Sie kennt Leute und ist ein wenig wie eine Mutter für uns. Und das brauchen wir auch, denn wir sind eine Gruppe Kinder, die Rock’n’Roll spielen.

L.C.: Wenn ihr auf euer erstes Album zurückseht, wie unterscheidet es sich nun vom zweiten? Also in allem möglichen, wie z.B. Songwriting, Aufnahmen, oder auch das Ergebnis, würdet ihr jetzt etwas anders machen?

Hannes: Ich würde sagen nein. Ich mag nicht wie sich das Album anhört, die EP davor war mehr wie ich es wollte, es hat sich fetter angehört. Aber die Songs auf dem ersten Album sind gut. Der Mann unserer Managerin hat das Album produziert und wir haben es in ihrem Haus aufgenommen. Es war sehr schön und sehr ruhig, aber wir hatten fünf Monate um alle Songs zu schreiben und aufzunehmen und das war ein bisschen hastig. Beim zweiten Album hatten wir viel Zeit und haben Preproduction-Demos von jedem Song gemacht, fuhren nach Schweden zu unserem Produzenten, der ein großartiger Typ ist und ich bin sehr froh, dass wir ihn getroffen haben. Es war also anders, aber ich sage eh, dass Imperfektion Perfektion ist. Das zweite Album hört sich fetter an, ist mehr produziert, das erste hörte sich eher nach einem 80er Album an. Dasselbe gilt für das Songwriting, wir haben geschrieben und geschrieben und wenn du schreibst wirst du besser.

L.C.: Ist Shiraz Lane euer einziges Projekt oder seid ihr noch in anderen Bands zu finden?

Hannes: Nein, das ist die einzige. Und für mich ist es die erste Band in der ich singe. Ich habe mit dem Singen Anfang 2010 angefangen. Damals habe ich Ana, meinem besten Freund schon seit der Kindheit, gesagt, dass ich in der Schule gesungen habe, und dann haben wir angefangen zu spielen und schließlich eine Band auf die Beine gestellt. Die ersten drei Jahre hatte ich echt keine Ahnung was ich mache, das war echt stressig. Das erste Mal als wir gespielt haben war super angsteinflößend, jetzt macht es mir riesig Spaß. Das erste Mal habe ich den ganzen Gig über nur auf den Boden gestarrt. Jetzt ist es eine Art meine Emotionen zu zeigen und wenn wir auf die Bühne gehen, ist es das Beste überhaupt.

L.C.: Ihr seid gerade alle noch so Anfang 20, oder?

Hannes: Ja, ich bin 24, Miki ist 27, Jani ist 23, Ana ist 24 und Joel ist auch 24.

L.C.: Also warst du 17 als du mit Singen angefangen hast?

Hannes: Ja, genau.

L.C.: Ich habe das Gefühl, dass in den ganzen nordischen Ländern musikalische Erziehung und das Erlernen von Instrumenten sehr gefördert und gewollt wird. Ich weiß nur ein bisschen wie es in Schweden abläuft, wie ist es in Finnland?

Hannes: Da kann ich gar nicht so viel dazu sagen, denn ich war in Finnland zwei Jahre in der Schule, während alle anderen bei der Armee waren. Zur Armee wollte ich aber ums Verrecken nicht, das ist nichts für mich. In dieser Schule hatte ich dann das erste Mal Gesangsunterricht, fand einen Gesangslehrer und spielte ein bisschen herum, traf viele Freunde und hatte eine tolle Zeit. Im zweiten Jahr kam auch Miki dazu. In diesem Jahr entschied auch unser erster Bassist aus der Band auszusteigen, was auch gut so war denn er war nicht wirklich ein Teil von uns und stand etwas außerhalb. Dann kam Joel 2014 und alles kam richtig ins Rollen. Er ist ein Teil von uns, weil er genauso ein Äffchen ist wie wir. Seit dem haben wir kontinuierlich gearbeitet und nun sind wir hier auf Tour und das ist toll.

L.C.: Was ist das wichtigste, was das Publikum dir gibt?

Hannes: Ich möchte einfach jeden zum Lächeln bringen. Wenn ich Fans in der ersten Reihe sehe, die nicht lächeln, dann bringe ich sie dazu. Ich möchte, dass sie sich willkommen fühlen, denn sie sind Teil der Familie. Wir sind da um unserer Musik und unserer Emotionen mit ihnen zu teilen, sie sollen eine innere Wärme und Liebe spüren.

L.C.: Das ist ja ein richtiges Gegenteil vom kalten finnischen Klischee.
Es gibt ja viele junge Bands auch in Finnland. Hast du da einen Liebling?

Hannes: Blockbuster! Von denen wirst du sicherlich bald etwas hören. Sie nehmen gerade ihr erstes Album auf und wir spielen seit Jahren mit ihnen. Wir haben einmal in einem kleinen Club mit ihnen gespielt, weil unser Soundengineer es für eine gute Idee hielt und seitdem wollen wir keine Show mehr ohne sie spielen. Sie machen diesen ACDC/Airbourne Sound, aber auf ihrem Album haben sie ihren eigenen Stil gefunden und es hört sich schon super an.

PRETTY BOY FLOYD – Public Enemies

Band: Pretty Boy Floyd
Album: Public Enemies
Spielzeit: 43:45 min
Stilrichtung: Hair Metal
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 01.12.2017
Homepage: www.prettyboyfloydband.com

14 Jahre nach dem letzten Album „Size Really Does Matter“ bestückt uns die Band um Steve Summers und Kristy Majors nun mit ihrem vierten Album „Public Enemies“. Mein 15-jähriges Ich schreit laut Hurra bei dem Gedanken an den feucht-fröhlichen Hair Metal der 80er, bei dem es einfach nur um Spaß, Party, geile Haare und feine Mädels geht. Dementsprechend war ich sehr gespannt, was mit PRETTY BOY FLOYD seitdem passiert ist und wie sich das ganze 2017 anhört.
Auch die Band selbst dachte sich, genau diese Musik noch einmal aufleben zu lassen damit die Fans, die entweder die 80er vermissen oder sie gar nicht erlebt haben, den Vibe (noch)einmal aktuell spüren können.
Nach einem kurzen Opener („S.A.T.A.“) wird man mit „Feel The Heat“ in die erhoffte Stimmung geworfen. Gleich beim nächsten Song „High School Queen“ kommt man aber schon gehörig ins Grübeln. Wie soll man es finden, wenn eine Band, deren Mitglieder stracks auf die 50 zugehen, über heiße Schulmädchen singen? Mein Herz erwärmt sich da nicht. Auch der folgende Song „Girls All Over The World“ reißt das Ruder nicht mehr herum. Beim letzten Song „So Young So Bad“ ist die Thematik dieselbe wie bei „High School Queen“. Bei Zeilen wie „You should be home playing with your dolls, instead of here playing with my balls“ konnte ich mich noch nicht entscheiden, ob ich es lustig finde oder mich übergeben möchte…wahrscheinlich beides. „American Dream“ ist ein grooviger Spaß, bevor es mit der Powerballade „We Can’t Bring Back Yesterday“ weitergeht. Mit „We Got The Power“ und „Do You Wanna Rock“ feiert die Band den Rock’n’Roll und sich selbst, „Run For Your Life“ glänzt im „Too Fast For Love“ (MOTLEY CRUE) Vibe und ist für mich, neben “Feel The Heat“ das Highlight des Albums. Doch auch „Shock The World“ fängt ziemlich cool an und „Paint It On” modernste Song des Albums sein.

Es ist einmal mehr interessant zu sehen, was Alter und Zeit u.a. mit Musikgeschmack anrichten. Mein heutiges Ich ist eher ernüchtert. Mit „Public Enemies“ begibt man sich auf einen Nostalgietrip á la TUFF, MOTLEY CRUE, POISON, TRIXTER und wie sie alle heißen. Das Album schließt nahtlos da an wo „Leather Boyz With Electric Toyz“ aufgehört hat und klingt so, als möchte man krampfhaft an der alten Zeit festhalten. Dies gelingt auch, aber wirkt heute vor allem textmäßig teilweise unangebracht. Man bekommt gleichzeitig das Gefühl, dass diese Tatsache den Jungs von PRETTY BOY FLOYD gehörig am A**** vorbeigeht, was wiederrum ziemlich cool ist.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. S.A.T.A.
02. Feel The Heat
03. High School Queen
04. Girls All Over The World
05. American Dream
06. We Can’t Bring Back Yesterday
07. We Got The Power
08. Do Ya Wanna Rock
09. Run For Your Life
10. Shock The World
11. Paint It On
12. 7 Minutes In Heaven
13. Star Chaser
14. So Young So Bad

Lotta

HOUSTON – III

Band: Houston
Album: III
Spielzeit: 43:15 min
Stilrichtung: AOR
Plattenfirma: Livewire/Cargo Records UK
Veröffentlichung: 24.11.2017
Homepage: www.facebook.com/Houstonsweden/

Album Nummer 5 namens “III” der Stockholmer Band HOUSTON steht ins Haus. Mit den vier vorherigen Scheiben konnten sie sich schon einen ansehnlichen Ruf in der AOR Szene erspielen und auch diesmal zeigen sie mit den 10 Songs was AOR-Sache ist. Zusammen mit Produzent Martin Karlegård (Reptile Smile) wurde an der Platte gefeilt und sich musikalisch laut Sänger Hank Erix weiterentwickelt.
Songtechnisch bewegen wir uns auf extrem poppigem Terrain. Songs wie „Dangerous Love“ und „Everlasting“ könnten als Rockversionen irgendwelcher Boyband-Stimmungsfetzen Ende der 90er/Anfang 2000er durchgehen. Auch die anderen Songs glänzen durch absolute Radiotauglichkeit, wie beispielsweise „Amazing“, das gefühlvolle „Twelve-Step“, das moderne „Glass Houses“ und allein schon wegen dem Titel „Interstate Life“. Es sind aber auch Stücke dabei, bei denen der seichte Modus etwas gedimmt wird und demnach der Ton etwas rockiger durchkommt, wie bei „Cold As Ice“ und „Road To Ruin“.

Alles in allem ist „III“ ein super Album für Fans des seichten AOR. Wer auf eingängige Melodien, Synth-Teppiche und Herz(schmerz)-Texte steht, wird hier sehr glücklich werden. Auch wenn der Sound etwas flach ist und sich auch keine ultimative Überraschung auf dem Album versteckt, sind vor allem Songs wie „Cold As Ice“ und „Dangerous Love“ maximal unterhaltsam.

WERTUNG:

 

 

 

Trackliste:

01. Cold As Ice
02. Everlasting
03. Dangerous Love
04. Lights Out
05. Amazing
06. To Be You
07. Glass Houses
08. Twelve-Step
09. Road To Ruin
10. Interstate Life

Lotta

WILDNESS – s/t

Band: Wildness
Album: s/t
Spielzeit: 55:51 min
Stilrichtung: AOR/Melodic Rock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 24.11.2017
Homepage: www.facebook.com/wildnessofficial

Schon seit einiger Zeit fiebere ich diesem Release entgegen, und nun erfreuen uns die vier Schweden von WILDNESS endlich mit ihrem selbstbetitelten Debut-Album. Ursprünglich als Studioprojekt gestartet, kam im September 2015 die erste Single „Collide“ heraus, gefolgt von „Turning The Pages“ im Januar 2016. Kurz danach wurde AOR Heaven auf die Band aufmerksam und seitdem wurde fleißig am Album gearbeitet. Hilfe hatten sie dabei von Produzent Erik Wigelius (WIGELIUS, CARE OF NIGHT), in dessen Studio die Scheibe auch aufgenommen wurde, Co-Pruduzent war der bandeigene Drummer Erik Modin.
Mit den beiden ersten Songs „War Inside My Head“ und „Strangers“ zeigen gleich was WILDNESS bietet: melodischer 80er Hard Rock mit dem WIGELIUS Stempel ihres Produzenten und einer ordentlichen Portion Radiotauglichkeit. Ein paar reine AOR-Knaller gibt es in Form von „Your Last Romance“ und „Down In The City“ (auch wenn keiner der Songs komplett AOR frei ist…). Auf dem ganzen Album gibt es viele Elemente, die sich einem einfach ins Ohr fressen, wie z.B. der Chorus von „Alibi“, die Klaviermelodie von „Collide“, welches an W.E.T. erinnert, oder auch „Shadowland“ und „Turning The Pages“, die einen beide einfach nur mitreißen. Mit „Highlands“ und „Falling Down“ haben wir auch ein bisschen pussy-esques IRON MAIDEN dabei, was zusammen mit dem etwas härteren „Welcome The Night“ einen willkommenen Kick zwischendurch gibt. „The Flame“ ist dann noch der obligatorische Schmachtfetzen, der am Piano anfängt und sich dann dramatisch steigert.

Mit der ersten Platte von WILDNESS haben wir es mit eingängigstem Melodic Rock zu tun, der mal mehr in die härtere Richtung ausschlägt, mal mehr in AOR Richtung, dann mal wieder moderner, im nächsten Song wieder volle Möhre 80er. Einen Anspieltipp zu geben ist hier schwer, es ist ein tolles Album mit vielen empfehlenswerten Songs. In meinem Fall wären das „Collide“, „Highlands“ und „Turning The Pages“. Freunde der skandinavischen melodic Szene rund um ECLIPSE, WIGELIUS, ONE DESIRE, WORK OF ART uvm. werden sich über dieses Album bestimmt genauso freuen wie ich.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. War Inside My Head
02. Stranger
03. Shadowland
04. Alibi
05. Collide
06. Highlands
07. Your Last Romance
08. Down In The City
09. Falling Down
10. The Flame
11. Welcome The Night
12. Turning The Pages

Lotta

THE WEIGHT – The Weight

Band: The Weight
Album: s/t
Spielzeit: 46:19 min
Stilrichtung: Psychedelic Rock
Plattenfirma: Heavy Rythm & Roll Records
Veröffentlichung: 17.11.2017
Homepage: theweightrock.com

Wer der Rock Garage fleißig folgt, hat schon vor ein paar Tagen das Interview mit THE WEIGHT gelesen. Allen anderen sei dies hiermit noch einmal wärmstens ans Herz gelegt. Ansonsten sehen wir uns heute an, was Tobias Jussel (Gesang, Orgel, Piano, Michael Boebel (Gitarre), Patrick Moosbrugger (Bass) und Andreas Vetter (Drums) mit ihrer selbstbetitelten Eigenproduktion gezaubert haben.
Ihren Musikstil bezeichnen die Jungs als Heavy Rythm & Roll, was es auch auf den Punkt trifft. Wer sich darunter nichts vorstellen kann: Psychedelic Rock mit dreckig harten und bluesigen Gitarrenriffs, hartem Bass, massiven Drums und on top noch eine kräftige Stimme.
All das bekommt man von der ersten bis zur letzten Sekunde. „Hard Way“ groovt einen schon einmal mit einem Drum-Intro ein und schraubt sich mit dem simplen und kraftvollen Gitarrenriff ins Gehirn. Bei „Trouble“ wird so langsam die Orgel ausgepackt, hier sei auch das preisgekrönte Video zu erwähnen, in dem THE WEIGHT ihren Vorbildern Attribut zollen. „Rich Man’s Pride“ tropft ganz herrlich vor rotzigem Blues, „A Good Thing“ ist ein ruhiger Prilblumen-Gute-Laune-Song und „Money Ain’t For Keeping“ zieht das Tempo wieder ein bisschen an. „Hammer, Cross & Nail“ dehnt sich auf über acht Minuten, in denen viel Zeit für diverse Spielereien in bluesiger Verpackung ist. „Jam“ ist eine THE DOORS-mäßige Nummer und mit „Get Some“ wird es etwas schmutziger und sehr unterhaltsam. Der letzte Song, „Plenty Of Nothing“ verbreitet eine tolle Wärme und ist gleichzeitig tanzbar und groovy.

Fazit: Was für ein Debut! Sicher bin ich beim Schreiben der Review noch etwas von der erstklassigen Live-Darbietung beeinflusst, aber man muss sagen, dass es das Album schafft einen in diese fröhlich-warme Sommer-Live-Stimmung zu versetzen. Gleichzeitig schafft es die Band mit jedem Song ein kleines Kunstwerk zu erstellen, welches bei aller Leichtigkeit immer etwas komplex ist und Interpretationsraum lässt. Für mich ein mehr als empfehlenswertes Album, vor allem für Fans der 70er á la THE DOORS, LED ZEPPELIN, URIAH HEEP, DEEP PURPLE, PINK FLOYD etc.

WERTUNG: 

 

 

Trackliste:

01. Hard Way
02. Trouble
03. Inside
04. Rich Man’s Pride
05. A Good Thing
06. Money Ain’t For Keeping
07. Hammer, Cross & Nail
08. Jam
09. Get Some
10. Plenty Of Nothing

Lotta

THE WEIGHT Interview

Der 19.10. war ein ereignisreicher Tag. Neben dem Interview mit The New Roses hatte ich auch noch die Gelegenheit die Newcomer von The Weight etwas auszufragen. Die Band hieß mich in ihrem Backstagebereich herzlich willkommen und Sänger Tobias und Bassist Patrick beantworteten meine neugierigen Fragen. Ab 17.11. könnt ihr euch das Album der Österreicher zu Gemüte ziehen und habt außerdem dieses Jahr auch noch die Gelegenheit sie live zu erleben.

L.C.: Ihr seid ja noch nicht so lange dabei, wie lang gibt es euch schon?

Tobias: Seit 2014.

L.C.: Euer Album kommt am 17. November raus, dafür seid ihr die letzten Monate schon ganz schön unterwegs gewesen. Wie habt ihr da an eurem Album gearbeitet oder war das schon fertig?

Tobias: Das Album war eigentlich schon fertig. Da haben wir ja Anfang dieses Jahres die Aufnahmen abgeschlossen, dann waren im Frühjahr das Mischen und das Mastern dran und bis jetzt dann die Promotion. Die Tonträger müssen angefertigt werden, Vertrieb muss gecheckt werden und wir haben ein Video gedreht.

L.C.: Seid ihr lieber auf Tour oder lieber im Studio?

Patrick: Eigentlich beides. Es sind zwei komplett unterschiedliche Dinge für mich. Das Live-Spielen ist natürlich eine tolle Gelegenheit das Ganze vor Leuten zu präsentieren. Im Studio es das andere, da kann man sich wirklich Zeit lassen und gemeinsam an den Songs feilen. Man kann auch Dinge ausprobieren, die live einfach nicht möglich sind umzusetzen, allein schon wegen der Besetzung, aber trotzdem vielleicht interessant für den Zuhörer sind.

Tobias: Es ist ein bisschen so, dass wenn man eins der beiden Dinge intensiv macht, dann sehnt man sich immer nach dem anderen. Also wenn man schon sehr lange im Studio ist, dann kann man es nicht erwarten endlich wieder vor Publikum zu spielen. Und wenn du schon eine ziemlich lange Tour hinter dich gebracht hast, freust du dich schon extrem auf das Studio.

L.C.: Auf so einer Tour kommen sicherlich ein paar Anekdoten zusammen, wollt ihr ein paar mit mir teilen?

Tobias: Ja, es ist nicht immer nur so wie man es sich vorstellt. Man wird vor ganz elementare Herausforderungen gestellt. Das fängt beim Schlafplatz an, der kann auf der Bühne sein, und hört beim Essen auf. Das klingt jetzt nicht so spektakulär, aber das sind die wichtigen Fragen des Überlebens, wenn man auf Tour ist.

Patrick: Das geht sogar so weit, dass dann unter Umständen sogar Konzerte unterbrochen werden, wenn es ums Essen geht. Wir hatten da diese Szene in Rimsting im Blues Club. Da ist unser Gitarrist bereits für den ersten Song auf die Bühne und hat sich schon darauf eingestellt loszuspielen. Dann ist der Veranstalter raufgerannt auf die Bühne, weil er festgestellt hat, wir haben die Pizzabestellung noch nicht abgegeben. Dann sind wir quasi nochmal runter von der Bühne, die Leute haben gewartet und wir haben erstmal eine Pizza ausgesucht.

L.C.: Ihr wart nicht nur in Österreich unterwegs, sondern auch in Deutschland. Wie unterscheiden wir uns denn? So was das Publikum und die Organisation angeht, gibt es Unterschiede?

Tobias: Also Publikum, wenn man vor den Leuten steht, da gibt es jetzt keinen so großen Unterschied zwischen Deutschland und Österreich. So im direkten Kontakt, merkt man schon, dass sie so ein bisschen einen anderen Humor haben.

L.C.: Du meinst, dass Österreicher überhaupt Humor haben im Gegensatz zu Deutschen…

Tobias: Das wage ich nicht zu beurteilen. Aber es kommt da zu kulturellen Missverständnissen teilweise. Weil aber Deutschland ein sehr großes Land ist, merkt man, es ist von Region zu Region komplett unterschiedlich. Manchmal stellt sich dann schon heraus, dass das Publikum ein bisschen reservierter oder ein bisschen offener ist. Es kommt auch auf den Club drauf an, nicht nur auf die Region. Wenn du in einem Bluesclub spielst, wo das Stammpublikum da ist, die sind alle sehr musikalisch gebildet und sind erstmal kritisch. Die musst du zuerst gewinnen, aber dann sind sie wirklich Feuer und Flamme.

L.C.: Was erwartet den Zuhörer dann bei eurem Album?

Tobias: Viel. Wir haben unserer Kreativität freien Lauf gelassen und haben uns für eine eher unorthodoxe Produktionsweise entschieden und ich glaube, das wird man auch hören. Unser Ziel war es, etwas zu schaffen, das sich auch von anderen Produktionen abhebt. Es sollte nicht unbedingt nicht den Zeitgeist treffen, aber unserer Meinung nach ist es ein Fehler dem Zeitgeist hinterherzulaufen, weil man ihm ja dann eben hinterherläuft und sowieso immer zu spät ist. Wir haben versucht ein wirklich organisches Album aufzunehmen.

Patrick: Ich würde auch sagen, insgesamt sehr abwechslungsreich. Es ist nicht eine Rockscheibe, auf der jetzt von A-Z Vollgas in schnellem Tempo durchgezogen wird. Es gibt ruhigere Nummern, es gibt nachdenklichere Nummern. Die erste Seite ist eher die bisschen rockigere Seite, die mehr nach vorne geht und die zweite Seite ist dann mehr die verspieltere Seite mit Jam-Nummern und Nummern, wo man sich Zeit lassen kann, die atmen können und schön rausproduziert wurden. Wie Tobi auch schon gesagt hat, teilweise auf unorthodoxe Weise, wie man eigentlich sagt, dass man es nicht macht. Da wollten wir uns zuerst selber überzeugen, dass man es nicht so macht.

L.C.: Was beschäftigt euch dann in euren Songs textmäßig?

Tobias: Das ist eine schwierige Frage, die ich so nicht hundertprozentig beantworten kann, weil es mit selbst nicht immer ganz augenscheinlich ist, um was es sich handelt. Es sind Geschichten, es sind Lebenssituationen. Letzten Endes soll jeder selbst herausfinden, was er herausfinden möchte. Wenn das zu genau definiert wird geht etwas ganz grundsätzliches verloren, nämlich dass der Rezipient ja auch eigentlich Teil des Kunstwerkes sein soll. Und das was der Zuhörer daraus macht ist dann auch das Spannende für mich.

L.C.: Habt ihr alle einen professionellen musikalischen Hintergrund?

Tobias: Nein, wir sind keine ausgebildeten Musiker. Wir haben natürlich teilweise Unterricht oder haben uns selbst gebildet, aber wir sind mehr oder weniger Autodidakten. Da sind wir auch froh drüber.

L.C.: Weil man offener ist?

Tobias: Ja, genau. Man kann das auch kritisch sehen, dass am Konservatorium oder an der Hochschule, unserem Empfinden nach, eine Verschulung stattfindet, die der Musik und auch dem Künstler nicht immer gut tut. Wir kennen das von Freunden, die das gemacht haben und man wird sehr oft in Schubladen hineingesteckt und alles was du dann gelernt hast, musst du zuerst mal wieder verlernen, weil es „falsch“ ist. Moosi [Patrick] hatte da das Beispiel mit der Evolutionstheorie, kannst du das vielleicht ausführen?

Patrick: Angenommen jeder lernt das genau gleich und macht es genau wie man es machen muss. Dann würde es jeder gleich machen. Und in der Evolution, also genetischer Algorithmus zum Beispiel, funktioniert das Ganze so, dass es immer wieder mal zufällige Veränderungen gibt und somit irgendetwas Neues entstehen kann. Ich bin der Meinung, dass wenn man das Ganze unkonventionell macht – zum Beispiel Jimi Hendricks hat die Gitarre umgedreht und die Seiten umgekehrt aufgespannt und mit links gespielt – könnte man dann sagen er ist in gewisser Weise limitiert, auf der anderen Seite ist er so eine Ausnahme von der Regel und hat vielleicht Möglichkeit neue Dinge zu spielen, die davor niemand spielen konnte. Er spielt die Dinge anders und das ist in meinen Augen eine Art von Weiterentwicklung, somit halt eine Evolution.

L.C.: Was sind für euch die Schattenseiten und die Sonnenseiten des Bandlebens?

Tobias: Also die Schattenseiten des Tourlebens haben wir ja schon angesprochen, das sind so Sachen des alltäglichen Lebens, die auf der Tour vielleicht zu kurz kommen. Die Sonnenseiten finden hauptsächlich auf der Bühne statt. Abgesehen davon ist es ein Wahnsinnserlebnis vor Menschen spielen zu können und die mit einem guten Gefühl nach Hause zu schicken. Man sieht auf Tour auch einiges, aber wir würden gerne mehr sehen. Heute sind wir eine Stunde durch die Innenstadt von Nürnberg spaziert und wir versuchen so viel wie möglich aufzusaugen von den Orten, die wir besuchen, deswegen bestärkt uns das nur darin wiederzukommen und sich irgendwann mehr Zeit dafür zu nehmen.

L.C.: Ihr habt vorhin schon kurz euer Video angesprochen, wofür ihr auch einen Preis gewonnen habt.

Patrick: Genau. In Barcelona bei einem Filmfestival haben wir in der Kategorie „Bestes Musikvideo“ gewonnen. Bei weiteren Festivals sind wir noch in der Bewertungsphase.

L.C.: Wie kamt ihr auf die Idee zu dem Video? 

Tobias: Die Idee ist von unserem Manager Jürgen gekommen. Wir haben begonnen uns Gedanken zu machen, wie wir ein Video produzieren können, das möglichst viele Menschen auf uns aufmerksam macht. Also kein Video wo du nach den ersten 10 Sekunden weiterklickst, sondern ein Video, das dich irgendwie dazu bewegt, dir das reinzuziehen, weil du es einfach sehen möchtest. Es ist auch für und eine etwas ironische Auseinandersetzung mit dem Vorwurf, dass nichts Neues kommt. Es ist unsere Antwort auf die Retrobewegung.

Patrick: Ich würde auch dazu sagen, es wiederspiegelt ein bisschen das, was man auch auf unserem Album wiederfindet. Dass unsere Musik bzw. Musikrichtung von sehr vielen Bands beeinflusst ist und nicht wirklich nur aus einem Genre kommt. Die Beatles haben uns beeinflusst, Led Zeppelin hat uns beeinflusst, viele Soulsängerinnen-und Sänger, die teilweise auch in dem Video vorkommen. Deswegen tun wir uns auch sehr schwer unseren Sound zu kategorisieren.

Tobias: Deshalb haben wir den Begriff „Heavy Rythm and Roll“ geschöpft um uns ein bisschen zu widersetzen, bzw. der gängigen Frage nach dem Genre zu entgehen, weil es schwierig zu definieren ist. Und da haben wir gesagt, machen wir einfach unser eigenes um nicht in irgendeine der bekannten Schubladen gesteckt zu werden, sondern selbst eine Schublade zu haben.

L.C.: Solche Entscheidungen über Videos, oder auch Albumcover etc. läuft das demokratisch ab oder hat jemand besonders die Hosen an?

Patrick: Das ist genau auch ein Grund warum wir sehr viel Wert drauf legen, dass wir alles selbst in der Hand haben. Wir haben ein eigenes Label gegründet unter dem wir dieses Album jetzt veröffentlichen. Das soll nicht heißen, dass wir nicht mit großen Partnern zusammenarbeiten, aber zumindest haben wir das immer selbst in der Hand. Wir hatten auch Angebote von Plattenlabels, die wir dann ausgeschlagen haben und uns dafür entschieden haben das selbst zu machen, eben unter diesem „Heavy Rythm and Roll Records“-Label. Das heißt prinzipiell steht uns alles frei, wir können tun und lassen was wir wollen. Was wir machen ist, dass wir, da wir uns schon relativ lange kennen, gut darin sind, Dinge zu finden, die uns allen gefallen. Dann muss das noch mit dem Management abgeklärt werden, ob das für die auch ok ist. Die haben dann auch meistens guten Input, wie man bei dem Video gesehen hat, und dann finden wir eigentlich immer ziemlich schnell eine Lösung.

L.C.: Wollt ihr noch irgendwas an unsere Leser loswerden, die dieses Interview mal lesen werden?

Patrick: Ja! Kommt auf unsere Live-Konzerte, dann spürt ihr die Energie nicht nur akustisch, sondern auch visuell!

VICE – Veni Vidi Vice

Band: Vice
Album: Veni Vidi Vice
Spielzeit: 41:30 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: lictoc Music/Pride&Joy Music
Veröffentlichung: 17.11.2017
Homepage: www.vice-live.com/

Nach fast 30 Jahren sind VICE mit ihrem dritten Album „Veni Vidi Vice“ zurück aus der Versenkung. Ende der 80er wurde die Band formiert und bestand aus den damaligen Mitgliedern der deutschen Formation TNT. Nach der Umbenennung und Line-up-Änderungen wurde das Quintett von BMG-Ariola unter Vertrag genommen und warteten 1988 mit ihrem ersten Album „Made For Pleasure“ auf. VICE waren damals das Flaggschiff des „Happy Metal“ und das hört man noch heute.
Die 11 Songs des neuen Albums bieten demnach ein paar Partynummer in Form vom Einsteiger „Hot Summer Night Party“ und „Where Do I Belong“, zu dem es auch ein amüsant-peinliches Video gibt. Etwas härtere Töne werden bei „Dirty Mind“ angeschlagen, sowie bei „Turn It Up“, bei dem sich Sprechgesang und Ooohh-Chöre abwechseln. Ruhiger wird es mit „Only Love Can Heal The World“ und “Not What It Seems”, “Open Eyes” bietet ein cooles Riff und das STEVE MILLER BAND-Cover von “The Joker” ist nicht sonderlich aufregend.

„Veni Vidi Vice“ ist simpler Gute-Laune-Party-Rock, der an POISON oder auch PRETTY BOY FLOYD erinnert. Mit viel Leichtigkeit und einer gewissen „Is‘ mir doch egal“-Attitüde liefert VICE ein absolut sympathisches Album. Gleichzeitig sticht es in der Masse an tollen Alben dieses Jahr einfach nicht raus, vielleicht ist es mir dazu etwas zu einfach gestrickt. Trotzdem gibt es natürlich Anspieltipps mit hohem Unterhaltungswert: „Where Do I Belong“ und „Dirty Mind“.

 

WERTUNG: 

 

 

Trackliste:

01. Hot Summer Night Party
02. Dirty Mind
03. Where Do I Belong (Album-Mix)
04. You Brother
05. Only Love Can Heal The World
06. Open Eyes
07. The Joker
08. Turn It Up
09. Not What It Seems
10. My Way
11. Where Do I Belong (Jungle-Mix)

Lotta