FREIGHT TRAIN – I

Band: Freight Train
Album: I
Spielzeit: 30:40 min
Stilrichtung: Melodic Rock/AOR
Plattenfirma: Rockshots Records
Veröffentlichung: 14.07.2017
Homepage: www.freighttrainrock.com


Heute haben wir einen Neuling aus dem Hause Rockshots Records vorliegen. Die Italiener von FREIGHT TRAIN bringen hier nämlich ihr erstes Album „I“ heraus. Ivan Montovani (Gesang), Enrico Testi (Gitarre, Gesang), Anton Bagdatyev (Keyboard, Background Gesang), Lorenzo Pucci (Bass, Background Gesang), Andrea Cappelletti (Gitarre) und Mattia Simoncini (Schlagzeug) gibt es als Band seit 2015, wo sie auch gleich ihren ersten Videoclip zum JOURNEY-Coversong „Any Way You Want It) vorstellten. Seitdem wurde durch Italien getourt und nun ist es also Zeit für das erste Album. Klassischer AOR mit frischem Wind, wir gucken mal was auf „I“ so los ist:
Nach dem Intro „The Beginning“ geht es nahtlos über zum ersten Song „You Won’t Fall“. Dieser ist ein ausdrucksstarker Melodic Rocker, etwas TOTO mit italienischem Akzent. Weiter geht es mit „Into The Fire“, einem ebenso melodischen, aber fast etwas metall-einschlägigem Song. Danach kommt „Another Chance“, welcher total an „Follow Me“ von H.E.A.T. erinnert (das freut mich als alten H.E.A.T-Fan natürlich besonders), ohne dabei in irgendeiner Weise abgekupfert zu klingen und ist auch weniger balladig. Die nächsten beiden Songs hingegen sind dann Balladen; „Here I Am“ mit etwas mehr Druck und einem Solo, an das man sich erinnert, sowie „Somewhere, Someday“. Fragt mich nicht warum mich das in den Strophen an ENYA erinnert, auf jeden Fall ist es eine ganz nette Ballade, die aber nicht unbedingt kleben bleibt. „The Prelude“ ist ein Instrumentalsong mit etwas klassischer, akustischer Gitarrenarbeit ohne große Effekte und Schnick Schnack. „Reach For The Stars“ knallt dann wieder ein bisschen mehr mit eingängigem Chorus, Keyboard-Teppich und schlagkräftigen Drums. Die letzten beiden Songs sind einmal das schon bekannte JOURNEY-Cover „Any Way You Want It“ und eine Akustik-Version inkl. Streichern von „Into The Fire“, die trotzdem nichts an Druck verliert und sich im Kopf festsetzt. 

Mit „I“ liefern FREIGHT TRAIN ein mehr als akzeptables Debutalbum. Die Beschreibung des Labels als „klassischer AOR mit frischem und modernem Einschlag aufgrund der massiven Nutzung von Chören, himmlischen Keayboards, fantastischer Gitarren-und Bassarbeit, soliden Drums sowie vielseitigem Gesang“ kann ich so nur unterschreiben. Vor allem „Into The Fire“ (auch die Akustik-Version!!!) und „You Won’t Fall“ reißen mit. Fans von TOTO, JOURNEY, EUROPE, WHITESNAKE werden sich über diese Scheibe freuen. 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Beginning 
02. You Won’t Fall
03. Into The Fire
04. Another Chance
05. Here I Am
06. Somewhere, Someday
07. The Prelude
08. Reach For The Stars
09. Any Way You Want It (Journey Cover)
10. Into The Fire (Acoustic Version)

Lotta

 

SECRET SPHERE – The Nature Of Time

Band: Secret Sphere
Album: The Nature Of Time
Spielzeit: 56:27 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock/Metal
Plattenfirma: Frontiers
Veröffentlichung: 02.06.2017
Homepage: www.secretsphere.org

Seit mittlerweile 20 Jahren gibt es SECRET SPHERE und das muss gefeiert werden: Mit ihrem neunten Studioalbum “The Nature Of Time“. Seit 2012 hat die ohnehin schon glänzend besetzte Band (Aldo Lonobile – Gitarre, Andrea Buratto – Bass, Gabriele Ciaccia – Keyboard, Marco Lazzarini  – Schlagzeug) auch noch Sänger Michele Luppi, Keyboarder und Backgroundsänger bei Whitesnake, an Board. 
Mit dem neuen Album zeigt die Band die ganze Palette ihrer kompositorischen Fähigkeiten, was auch einen längeren Prozess im Songwriting mit sich führte und ein neues Kapitel im Leben jedes der Bandmitglieder aufschlägt. 
Es handelt sich bei „The Nature Of Time“ um ein Konzeptalbum, das in drei Teile geteilt ist und die Reise durch das Leben mit all seinen Facetten beschreibt. Los geht es mit dem ersten Kapitel „Genesis“ mit der Intermission und dem Song „The Calling“. Weiter geht es mit dem nächsten Kapitel „The Seven Virtues“, welches mit dem extrem gesangslastigen „Love“ anfängt. Mehr up-tempo und mit viel Drive geht es weiter mit „Courage“, welches mittendrin von einer Streichereinlage unterbrochen wird. „Kindness“ fängt mit einem kurzen Gitarrensolo an während der nächste Song „Honesty“ ein ganzes Stück rotziger daherkommt. Nach einem epischen Übergang zu „Faith“ kommt „Reliance“ in voller Geschwindigkeit. „Commitment“ hat einen langen Instrumental-Teil, der vor allem am Anfang ziemlich jazzig/funkig ist. Es folgt das dritte Kapitel „The New Dawn“ mit dem Song „The Awakening“. Hier wartet ein langes Intro mit Streichern und epischen Drums. Das letzte Kapitel „The Way“ mit „The New Beginning“ beginnt mit einem ruhigen Piano/Gitarren-Intro und steigert sich dann, dem Name gerecht, in einen positiven Song in totaler Aufbruchsstimmung. 

„The Nature Of Time“ ist ein Album mit aufwändigen und raffinierten Kompositionen, in dessen Konzept sich sicherlich viele Hörer inhaltlich wiederfinden können. Tolle Soli, epische Einlagen während und zwischen der Songs und die der eindringliche Gesang Michele Luppis machen das Album zu einem richtigen Erlebnis. Jeder Song ist ein Teil einer größeren Geschichte, deshalb ist es am besten sich das Album im Ganzen aufmerksam anzuhören. Zum nebenbei anhören ist es nicht unbedingt geeignet, da durch die vielen Tempo-und Stilwechsel, Texte und Übergänge, welche nach einiger Zeit für etwas Reizüberflutung sorgen, das Konzept des Albums verloren gehen würde. 


WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Intermission
02. The Calling
03. Love
04. Courage
05. Kindness
06. Honesty
07. Faith
08. Reliance
09. Commitment
10. The Awakening
11. The New Beginning

Lotta