LANCER – Mastery

Band: Lancer
Album: Mastery
Spielzeit: 52:02 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast Records  
Veröffentlichung: 13.01.2017
Homepage: www.lancermetal.com

Vor zwei Jahren brachten die Heavy Metaller von LANCER ihr zweites Album heraus. Dies war eine klare Steigerung zu deren Debüt und brachte der Band die große Aufmerksamkeit bei Fans und Presse ein die sie sich mühevoll erarbeitet hatten.
So war es kein Wunder das der Branchenriese Nuclear Blast Records aufmerksam wurde und die Truppe unter Vertrag nahm.
Das dritte Album welches dieser Tage erscheint hat den klangvollen Namen „Mastery“ und soll den bislang reinsten und organischsten Sound der Bandgeschichte bieten. Mit der Hilfe von Nuclear Blast sollte den Jungs nun mit dem dritten, wichtigen Album der große Durchbruch gelingen, alles andere wäre ja ein Wunder!
Apropos, drittes Album, drittes Label das muss man als Band auch erstmal schaffen! : )
Aber genug der schnöden Infos, steigen wir mit dem Opener „Dead Raising Towers“ direkt in das neue Album ein. Ohne viel Aufschub steigt man hier direkt krachend ein. Der Gesang ist wie immer extrem hoch, was nicht jedermanns Geschmack sein sollte, und auch ansonsten hat sich nicht viel im Hause LANCER geändert. Der Song ist ein sehr ordentlicher Midtempotrack den man schon nach kurzem nicht mehr aus dem Kopf bekommt!
Nach dem etwas, schwer in die Gänge kommenden „Future Millennia“ geht es beim Titeltrack „Mastery“ wieder deutlich eingängiger und kompakter zur Sache und von daher landet auch dieses Stück Mucke auf unserer Hitliste.
Die nächsten, recht ordentlich tönenden Tracks sind dann „ Iscariot“ und das stampfende „Follow Azrael“. Hier passt die Mischung aus Heavyness und Eingängigkeit wieder recht gut, was man leider von „Victims of the Nile“ zuvor und „Freedom Eaters“ nicht komplett sagen kann.
Danach gibt es leider wieder etwas Durchschnittskost auf die Ohren, vor allem das ruhige „World Unknown“ plätschert irgendwie einfach nur so vor sich hin.
Das flotte „Widowmaker“ und das überlange „Envy of the Gods“ bildet dann das Abschlussdoppel dieser Scheibe, aber auch hier kann man das gute Niveau der Anspieltipps nicht wirklich halten. Schade abschließend wäre hier glaube ich echt mehr drin gewesen!

Anspieltipps:

Dieses Mal gebe ich euch hier “Dead Raising Towers”, “Mastery”, “Iscariot” und “Follow Azrael” mit auf den Weg.

Fazit :

Mein letzter Rezisatz beschreibt das Fazit eigentlich schon ganz gut…hier hat man auf jeden Fall Potential verschenkt! Irgendwie will das Album nicht komplett zünden auch wenn gute Ansätze vorhanden sind und die Band sich wirklich Mühe gibt. Manch Song kommt einfach nicht auf den Punkt!
So bleibt abschließend immerhin noch eine starke Leistung zu verzeichnen, ich hatte hier aber irgendwie definitiv mehr erwartet und der große Durchbruch ist auch hier leider noch nicht zu verzeichnen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Dead Raising Towers
02. Future Millennia
03. Mastery
04. Victims of the Nile
05. Iscariot
06. Follow Azrael
07. Freedom Eaters
08. World Unknown
09. Widowmaker
10. Envy of the Gods

Julian

AVENFORD – New Beginning

Band: Avenford
Album: New Beginning
Spielzeit: 50:33 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Pride & Joy Music  
Veröffentlichung: 27.01.2017
Homepage: www.avenfordmusic.com

Die Band AVENFORD wurde im Sommer 2012 von Gitarrist Peter Szehoffner und Sänger/Gitarrist Arpie Gamson in Ungarn gegründet. Die Jungs zocken Heavy Metal der sich an die großen Vorbilder der Jungs wie MASTERPLAN, JORN oder IRON MAIDEN orientieren.
In unseren Breitengraden ist die Band noch ein recht unbeschriebenes Blatt, obwohl man 2014 das Debütalbum „Mortal Price“ veröffentlichen konnte.
Nun, da man einen Plattendeal beim deutschen, aufstrebenden Label Pride&Joy Music unterschrieben hat, dürfte dies beim neuen, zweiten Album „New Beginning“ definitiv anders werden!
Auf dem neuen Album findet sich auch ein paar Gastmusiker, von denen die bekanntesten wohl Apollo Papathanasio (Ex FIREWIND) und Roland Grapow (MASTERPLAN) sind. Letzterer zeichnet sich auch für die Produktion verantwortlich.
So, viele Worte vorab, kommen wir daher nun ohne weitere Umschweife zum Opener „Dead or Alive“, wo sich direkt Gast Apollo für den Gesang  verantwortlich zeigt. Nach einer kurzen Einleitung nimmt die Nummer dann so richtig Fahrt auf und begeistert direkt vom ersten Ton! Ein schmissiger Chorus, tolle Melodien und ein bestens aufgelegter Apollo sind hier die Keyfacts des Songs.
Der Beginn ist also schon mal mehr als gelungen, Song Nummer Zwei „Back in Time“, ist da nicht wesentlich schlechter gelungen. Zwar wird die Geschwindigkeit hier ordentlich runter gedrosselt, was das Ganze aber umso interessanter macht wie ich finde! Der Originalsänger Arpie hat eine tolle Stimme die im absolut angenehmen Bereich liegt. Ebenfalls ein Track der direkt auf unsere Hitliste wandert!
Apropos Hitliste, die wird auch bestens gefüllt mit den nächsten Tracks „Assassin“, „Fury Road“ und besonders dem Titeltrack „New Beginning“. Alles Bombetracks die dem geneigten Fan und Hörer eigentlich keine Wünsche offen lassen.
Das dazwischen liegende „Maze of Visions“ ist nur ein instrumentales Zwischenstück, was zwar ganz ok ist, aber nicht großartig hängen bleibt.
Eine bärenstarke erste Hälfte haben wir hier also insgesamt gehabt, mal schauen wie die zweite Hälfte so tönt?
„Overlord“ macht hier den Anfang, welches definitiv der härteste Track der Scheibe ist, ansonsten aber im Vergleich nicht so überzeugen kann.
Viele Keyboards und wieder bessere Melodien gibt es dann mit „Dark Angel“ .
Danach kann aber leider nur noch das abschließende, moderne „Unholy Game“ gefallen. Davor hat man mit „Return from the Land of Emeralds“ einen überlangen zu komplexen und verspielten Track bei dem man den Hörer irgendwann verliert.

Anspieltipps:

Hier sind “Dead or Alive”, “Back in Time”, “Asassin”, “Fury Road” und “New Beginning” auf jeden Fall mehr als einmal hinhörens wert.

Fazit :

Nach der ersten Hälfte der neuen Scheibe von AVENFORD war ich schon komplett in Begeisterung verfallen! Aber leider kann man das Qualitätsniveau nicht komplett bis zum Schluss halten und hat in der zweiten Hälfte doch den ein oder anderen eher durchschnittlichen Song zu viel an Bord.
Nichtsdestotrotz kann man insgesamt hier trotzdem noch von einer starken Leistung sprechen die definitiv ihre Fans wird, davon bin ich überzeugt!
Ein interessantes, abwechslungsreiches Album was den Jungs auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit bringen sollte!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Dead or alive
02. Back in Time
03. Assassin
04. Fury Road
05. Maze of Visions
06. New Beginning
07. Overlord
08. Dark Angel
09. Mask
10. Return from the Land of Emeralds
11. Unholy Game

Julian

HEAVENS GUARDIAN – Signs

Band: Heaven‘s Guardian
Album: Signs
Spielzeit: 57:12 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Megahard Records  
Veröffentlichung: 27.01.2017
Homepage: www.heavensguardian.com/br

Melodischer Power Metal aus Brasilien ist nichts außergewöhnliches mehr, außergewöhnlich an der aufstrebenden Band HEAVEN‘S GUARDIAN ist aber das man mit einer weiblichen und männlichen Gesangsstimme unterwegs ist und die Band aus insgesamt sieben Mitglieder besteht!
Seit 1997 ist die Truppe aktiv und nun findet das dritte Album „Signs,“ welches vor einiger Zeit schon in ihrer Heimat veröffentlicht wurde, auch den Weg zu uns.
Stilistisch sollte das Album auf jeden Fall für Fans der Bands ANGRA, NIGHTWISH oder BRAINSTORM etwas sein.
Als Opener dient „Religion“. Dieses ist nur ein stimmungsvolles, instrumentales Intro mit etwas sprachlicher Einleitung. Hier können wir also noch keine wirkliche Qualitätsangabe herausfinden.
Der nächste Songs „Time“ liefert da schon einen etwas besseren Eindruck. Eine schöne Mischung aus roughen männlichen und angenehmen weiblichen Gesang erwartet uns hier und auch ansonsten geht dieses Midtempostück aufgrund seiner Melodien und des Chorus ganz gut ins Ohr!
Das anschließende „Strength“ wird dann größtenteils von dem weiblichen Gesang gestaltet was auch absolut die richtige Entscheidung war, der Song würde sonst nicht so gut klingen, wie er das hier tut.
Episch geht es dann bei „Journey“ zur Sache, leider kommt der Song nur schwer in Fahrt und plätschert irgendwie ohne richtigen Höhepunkt vor sich hin..schade hier wäre auf jeden Fall mehr drin gewesen!
Bei „Fantasy“ welches den zweiten Abschnitt der Platte eröffnet und auch „Dream“ wird das Ganze aber wieder etwas runder und besser hörbar. Hier kommt man als Fan wieder gut auf seine Kosten.
Danach kann man aber nur noch wenig an das vorherige ordentliche Songmaterial anknüpfen, das Ganze ist eher von durchschnittlicher Natur mit der man heutzutage leider niemand mehr so richtig begeistern kann!
So kann mit Abstrichen in weiteren Verlauf nur noch das abwechslungsreiche „War“ begeistern.

Anspieltipps:

Hier kann ich euch auf jeden Fall “Time”, “Strength”, “Fantasy” sowie “Dream” ans Herz legen.

Fazit :

Aufgrund der zwei Gesangsstimmen ist die Mucke von HEAVEN’S GUARDIAN schon recht interessant, die hier dargebotenen Songs sind es leider nicht durchweg. Hier merkt man einfach das hier doch noch ordentlich Luft nach oben ist!
Daher sollte man als Interessierter auf jeden Fall erstmal reinhören.
Insgesamt eine durchschnittliche Leistung mit entsprechender Benotung.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Religion
02. Time
03. Strength
04. Journey
05. Fantasy
06. Dream
07. Change
08. Passage
09. War
10. Silence

Julian

GRAVE DIGGER – Healed by Metal

Band: Grave Digger
Album: Healed by Metal
Spielzeit: 36:23 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Napalm Records  
Veröffentlichung: 13.01.2017
Homepage: www.grave-digger-clan.com

Unsere deutschen Metal Erdmöbelverwalter GRAVE DIGGER sind wieder unterwegs! Knapp 2 ½ Jahre nach dem letzten Hörgenuss „Return of the Reaper“ präsentiert man uns die nächsten 10 Gebote der deutschen Heavy Metal Institution rund um Chef Reaper Chris Boltendahl.
Die letzten Alben der Band waren alle samt recht ordentlich eingespielt, so konnte man als Fan hoffen das dies auch dieses Mal der Fall sein wird.
Quatschen wir also nicht lange um den heißen Brei rum, sondern widmen wir uns direkt dem Opener und Titeltrack „Healed by Metal“. Die Midtempo Nummer dürften jedem Internetnutzer schon bekannt sein, wurde das Stück doch sehr massiv beworben. Und was soll man sagen typisch GRAVE DIGGER, typisch erstklassig kann man hier nur direkt feststellen! Nicht umsonst ist die Nummer die Singelauskoppelung und der Opener.
Das folgende, schnellere „When Night Falls“ kann das Niveau dann nicht ganz halten, gehört aber definitiv zu den besseren Songs der neueren Bandgeschichte!
Besser und zwingender sind dann im Anschluss „Lawbreaker“, „Free Forever“ und „Call of War“. Die ersten beiden Songs sind klassische Heavy Metalsongs mit ordentlich Mitgehpotential, letzterer ist eine epische Verbeugung von so Bandgroßtaten wie „The House“ und Co!
Ebenfalls von gehobener Qualität ist dann „Ten Commandments of Metal“ welches ebenfalls direkt auf unsere Hitliste wandert.
Die schon angesprochene gehobene Qualität bleibt uns dann auch im Großen und Ganzen bis zum Ende der Scheibe erhalten. Das Ganze kommt insgesamt wirklich sehr kompakt und auf den Punkt aus den Boxen und somit findet eine sehr gute neue Veröffentlichung aus dem Hause GRAVE DIGGER mit dem etwas unkonventionellen aber guten „Laughing with the Dead“ seinen Schlusspunkt.

Anspieltipps:

Mit “Healed by Metal”, “Free Forever”, “Call for War”, “Ten Commandments of Metal” sowie “Laughing with the Dead” solltet ihr hier auf Anhieb klar kommen.

Fazit :

Keine Frage so konstant wie auf den letzten Alben präsentieren sich GRAVE DIGGER wohl noch nie! Auch das neue Werk ist ein Beweis dafür das der traditionelle Metal der Jungs auch in der heutigen Zeit nicht tot zu bekommen ist!
Die Platte wirkt wie aus einem Guss und es gibt kaum Fillersongs! Einzig die etwas mickrige Spielzeit ist zu bemängeln. So ist es kein Wunder das dieses Mal eine Benotung im obersten Punktebereich für die Jungs herausspringt und Fans der Band und des Genre können hier absolut bedenkenlos zugreifen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Healed by Metal
02. When Night Falls
03. Lawbreaker
04. Free Forever
05. Call for War
06. Ten Commandments of Metal
07. The Hangman‘s Eye
08. Kill Ritual
09. Hallelujah
10. Laughing with the Dead

Julian

SPITEFUEL – Sleeping with Wolves

Band: Spitefuel
Album: Sleeping With Wolves
Spielzeit: 13:04 min
Stilrichtung: Heavy Metal / Hardrock
Plattenfirma: MDD
Veröffentlichung: 2.12.2016
Homepage: www.spitefuel.bandcamp.com

SPITEFUEL sind die Nachfolgeband der Heilbronner Truppe Strangelet und setzten mit Ihrer EP "Sleeping With Wolves" ein erstes Ausrufezeichen, was für das im Frühjahr 2017 erscheinende Debütalbum "Second To None" weitere Großtaten erwarten lässt.

Der Titelsong "Sleeping With Wolves" ist ein melodischer Hardrocker der allerersten Güteklasse und macht einfach Lust auf mehr. Das folgende "Never Surrender" ist ein Groove Monster und war das erste Lebenszeichen von SPITEFUEL und wurde für die EP nochmals Neu aufgenommen.

Der dritte und letzte Track der EP ist eine Orchestrale Instrumental Version des Titelsongs, die eine fast Filmmusikartige Stimmung erzeugt. Davon eine lange Version mit Gesang und Nightwish und Konsorten können einpacken.
Gänsehaut pur!


WERTUNG:

 


Tracklist

01. Sleeping With Wolves
02. Never Surrender
03. Sleeping With Wolves (Orchestral Version)


Heiko Füchsel

SACRED GATE – Countdown to Armageddon

Band: Sacred Gate
Album: Countdown to Armageddon
Spielzeit: 59:22 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Metal On Metal Records  
Veröffentlichung: 18.11.2016
Homepage: www.sacredgate.net

Die deutschen Heavy Metaller von SACRED GATE sind vielleicht nicht jedermann ein Begriff, leider kann man da sagen, denn bislang waren die bisherigen Outputs der Band wahre Undergroundperlen des Genre. Speziell die letzten beiden Alben „When Eternity Ends“ und „Tides of War“ machten nicht nur mir sehr viel Freude!
Umso überraschter und erschrocken war ich als die Band im April diesen Jahres ihre Auflösung bekannt gab, vor allem weil vorab zu hören war das man an einem neuen Album mit dem Titel „Countdown to Armageddon“ arbeitete. Gut die Auflösung war beschlossene Sache, aber das neue Album erblickte Gott Sei Dank doch noch das Licht der Welt und liegt mir nun vor! Neu auf dem Album zu hören ist der neue Sänger Ron Slaets. Das neue Album erscheint, wie auch schon die letzten Alben, beim Undergroundlabel Metal On Metal Records welches sich schon immer für eine gute Arbeit ausgezeichnet hat.
Horchen wir nun also man in den Abgesang dieser tollen Band rein, als Opener erwartet uns hier das Intro „The End Begins“ bevor es dann bei „Angel of Darkness“ das erste Mal so richtig in die Vollen geht. Der neue Sänger Ron ist etwas höher unterwegs wie sein Vorgänger was nicht jedem zusagen könnte, muss man sich definitiv erstmal dran gewöhnen. Der Song an sich kommt irgendwie nicht so richtig in Fahrt, kaum Melodic, nichts wirklich einprägsames, nein also da habe ich wirklich schon besseres von SACRED GATE gehört!
Das was man beim Vorgänger falsch gemacht hat, macht man nun bei „Legions of the North“ goldrichtig. Hier passt die Mischung aus Härte und Melodic wieder wie die Faust aufs Auge und so und nicht anders möchte ich die Jungs hören.
Und nun scheint man langsam in Fahrt zu kommen, denn auch die anschließenden „The Flames of War“, „Hell Riders“ und „Under the Normandy Sky machen definitiv absolut Laune und begeistern auf Anhieb. Na bitte es geht doch Jungs!
Der, dem Mittelteil abschließende Bandtrack „Sacred Gate“ ist dann die nächste metallische Ohrbombe die die Jungs auf uns abfeuern.
Der letzte Abschnitt der Scheibe wird dann ganz klar von „Mankind‘s Fall“ und dem Titeltrack „Countdown to Armageddon“ dominiert. Die anderen beiden Songs gehen dazu im Vergleich dann leider etwas unter.

Anspieltipps:

Hier solltet ihr euch auf jeden Fall “Legions of the North”, “The Flames of War”, “Hell Riders”, “Under the Normady Sky” sowie “Sacred Gate” genauer zu Gemüte führen.

Fazit :

Das neue SACRED GATE Album ist beileibe kein schlechtes geworden! Allerdings kann es sich mit dem Vorgänger nicht komplett messen. Dafür ist dann doch der ein oder andere zu gewöhnliche Song zu viel auf dem Album. Aber die Anspieltipps und vor allem der bärenstarke Mittelteil beweisen das es schade ist das die Jungs die Band zu Grabe getragen haben!
Daher heißt es nun schnell sein und für alle neugierig gewordenen, im tollen Labelshop findet man alle bisherigen dort erschienen Alben, natürlich auch das Neue, als Bundle zu kaufen und glaubt mir das lohnt sich definitiv!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The End Begins
02. Angel of Darkness
03. Legions of the North
04. The Flames of War
05. Hell Riders
06. Under the Normandy Sky
07. Sacred Gate
08. Mankind‘s Fall
09. The Oath of the Damned
10. Countdown to Armageddon
11. Made of Iron

Julian

METAL LAW – Hellrider

Band: Metal Law
Album: Hellrider
Spielzeit: 54:59 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Metal on Metal Records  
Veröffentlichung: 18.11.2016
Homepage: www.metallaw.de

Guck mal an, die deutschen traditionellen Metaller von METAL LAW bringen auch endlich mal neuen Stoff unter das Volk! Nach dem man 2013 das längst vergriffene zweite Album der Band „Lawbreaker“ von 2008 wiederveröffentlichte stellt die mir nun vorliegende dritte Scheibe „Hellrider“ das erste neue Werk seit 6 Jahren da!
Der einzig verbliebene Grüner Sänger/Gitarrist Karsten Degling hat hier eine komplett neue Mannschaft um sich gescharrt um 11 neue Songs ein zu zimmern plus einen älteren Song neu einzuspielen.
Und wer die Band schon kennt, weiß direkt was einem bei METAL LAW erwartet, nämlich guter 80iger Metal ganz im Stile von ACCEPT, RUNNING WILD, MANOWAR oder JUDAS PRIEST.
Also legt die Lederkutte an und schnürt die Nietenarmbänder fest, mit dem atmosphärischen Intro „Prelude“ beginnt die neue Platte. Danach ballert dann direkt „Masquerade“ aus den Boxen. Hier wird melodisch drauf los musiziert was das Zeug hält ohne vielleicht den ganz großen Eindruck zu hinterlassen, dazu ist das Stück einfach nicht eingängig genug.
Dies kann man von den anschließenden „Hellrider“ und „Thundergod“ absolut nicht behaupten die beiden Songs gehören mit Sicherheit zu dem besten Songmaterial was die Jungs hier auf dem neuen Album zu Stande bekommen haben! True und Heavy genug, melodisch auch und noch dazu eingängig, hier können beide Daumen absolut nach oben gehen. Hier weht ein Hauch von MANOWAR ständig mit!
Das folgende Einleitungsstück „This Dream“ können wir getrost überspringen da es nur „Lord of Evil“ einläutet. Dieses ist zwar auch ganz ordentlich gemacht, es fehlt aber irgendwie der Glanz der den zuvor genannten Tracks anhaftet. Solide Kost, mehr aber auch nicht.
Die zuvor schon angesprochene MANOWAR Dosis gibt es auch bei „Hellrider of Steel“ erneut um die Ohren und dies ist auch bei „In Metal we trust“ und „Power and Glory“ absolut der Fall. In Summe sind das auch die besten Tracks der zweiten Hälfte des Albums, denn die restlichen sind zwar auch keine Totalausfälle, aber eben nur gute Standardkost, die nicht besonders hervorstechen können.
Der abschließende Bonustrack „Crusaders of Light“ ist dann eine Neueinspielung eines alten Hits, der mich aber auch nicht komplett vom Hocker hauen kann.

Anspieltipps:

Hier sollten euch auf jeden Fall “Hellrider”, “Thundergod”, “Hellrider of Steel” sowie “Power and Glory” am Ehesten munden.

Fazit :

Bei ziemlich genau der Hälfte der Songs der Scheibe können wir mit einem Daumen nach oben werten, die restlichen Tracks sind zwar auch keine Totalausfälle, aber eben auch nur gute Standardkost. Von daher denke ich können wir gerade noch so von einer starken neuen METAL LAW Scheibe sprechen! True Metalheads kommen hier definitiv auf ihre Kosten, auch wenn man sich hier keinen Originalitätspreis verdient. Den Fans wird es egal sein! METAL LAW bleiben METAL LAW und das ist auch gut so!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Prelude
02. Masquerade
03. Hellrider
04. Thundergod
05. This Dream
06. Lord of Evil
07. Hellrider of Steel
08. The Liar
09. In Metal we trust
10. Power and Glory
11. Invader
12. Crusaders of Light (Bonus Track)

Julian

RISING STEEL – Return of the Warlord

rising-steel-return-of-the-warlord-cover-1400x1400-pixelsBand: Rising Steel
Album: Return of the Warlord
Spielzeit: 46:34 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Mighty Music  
Veröffentlichung: 18.11.2016
Homepage: www.risingsteel.fr

RISING STEEL sind eine französische Metalband über die ich bei meiner wöchentlichen Promosichtung quasi gestolpert bin. Ohne großartige Werbung zu betreiben hat mich das tolle Cover gleich in seinen Bann geschlagen und ich musste die Promo direkt mal anchecken. Was ich zu hören bekam war 80iger NWOBHM beeinflusster Heavy Metal ganz im Stile der, vermutlich, großen Vorbilder LONEWOLF (übrigens ebenfalls aus der Bandhauptstadt Grenoble) oder JUDAS PRIES und IRON MAIDEN.
2014 brachte die Band ihre 4 Track EP „Warlord“ auf den Markt welche in der Szene tierisch abgefeiert wurde! Nun legt man uns mit „Return of the Warlord“ das erste Fulllenght Album vor, welches Fans der angesprochenen Bands auf jeden Fall munden sollte!
Als Opener fungiert hier „Breaking the Silence“. Schnelles Doublebass Drumming erwartet uns zu Beginn genauso wie ein rotziger Gesang ganz im Stile der schon angesprochenen LONEWOLF. Der Chorus ist fetzig und geht direkt ins Ohr und auch ansonsten kann man hier direkt schön die Matte kreisen lassen. So muss ein Opener sein!
Die anschließenden „Monster“ und „The Watcher“ laufen dann auch ganz ordentlich rein ohne aber großartig zu überzeugen bzw. hängen zu bleiben.
Von einem ganz anderen Kaliber ist dann „Dead or Alive“ welcher den Mittelteil einleitet. Hier stimmt wieder jede Note und das Verhältnis von Heavyness und Melodic ist 1 A. Ein Hit ohne Frage der ohne zu zögern sofort auch auf unserer Hitliste landet.
Der weitere Mittelteil ist dann mit „Straight to Hell“, „Evil Master“ und dem Bandsong „Rising Steel“ mäßig besetzt denn hier kann leider nur der zuletzt genannte Track so richtig überzeugen, die anderen sind gute Standardkost mehr aber leider auch nicht.
Und diese qualitative Auf und Ab verfolgt uns leider auch noch über den Rest der Scheibe, denn mit „Never Give Up“ kann nur noch ein Song etwas überzeugen, der Rest geht hier doch ziemlich unter und ist erneut nur Standardkost welche kaum haften bleibt.

Anspieltipps:

Hier sollten euch “Breaking the Silence”, “Dead or Alive” und “Rising Steel” am Ehesten zusagen.

Fazit :

Tja insgesamt bleibt beim Debütalbum von RISING Steel leider zu wenig Songs auf Dauer so richtig haften! Der Ersteindruck täuschte also. Die Grundanlagen der Band sind ja nicht von schlechten Eltern aber man hat von der Songqualität her doch noch einiges an Luft nach oben.
Aber die guten Ansätze sind ja vorhanden und Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden, oder, um musikalisch zu bleiben, auch LONEWOLF haben mal klein angefangen!

WERTUNG:

5

 

 

Trackliste:

01. Breaking the Silence
02. Monster
03. The Watcher
04. Dead or Alive
05. Straight to Hell
06. Evil Master
07. Rising Steel
08. People of the Moon
09. Never Give Up
10. Hell‘s Control

Julian

NIGHTMARE – Dead Sun

nm_ds-c_2400x2400Band: Nightmare
Album: Dead Sun
Spielzeit: 53:29 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: AFM Records  
Veröffentlichung: 25.11.2016
Homepage: www.nightmare-metal.com

Das letzte Album „Aftermath“ der französischen Heavy Metal Pioniere, aktiv seit 1979, NIGHTMARE erschien 2014. Es war auch das letzte Album für den langjährigen Sänger Joe Amore und seinem Bruder Schlagzeuger David. Es hat also mächtig gekracht im Bandhaus und 2015 konnte die Band dann das neue Lineup verkünden!
Neu an Bord sind Schlagzeuger Olivier Casula (SANDRAGON, THE SEVEN GATES) und Maggy Luyten (BEAUTIFUL SIN, BEYOND THE BRIDGE) am Gesang.
Aufmerksame Leser haben schon aufgemerkt, der Name Maggy deutet auf eine weibliche Sängerin hin und richtig man hat sich zu einem Gesangswechsel hin zu einer weiblichen Stimme entschieden. Das dürfte nicht nur mir erstmal merkwürdig vorkommen und die Fangemeinde war mehr als gespannt wie der neue Sound der Band nun klingt.
Daher werfen wir nun mal direkt einen Blick auf das neue Material, angefangen mit dem Opener „Infected“ welches vorab auch schon im Internet zu bestaunen war. Und hier gehen die Jungs und das neue Mädel schon mal so richtig steil! Die Riffs kommen knallhart und teilweise schön thrashig aus den Boxen gedonnert, Maggy ist ebenfalls sehr kraftvoll und rough unterwegs, abgesehen von Chorus da wird sie handzahm, von daher können wir hier schnell die Daumen nach oben heben für diesen geilen Beginn!
Die thrashigen Einschübe werden bei den nächsten Tracks ein bisschen runter gefahren was aber der Songqualität absolut keinen Abbruch tut. Perlen wie „Tangled in the Roots“, „Ikarus“, „Indifference“ oder „Dead Sun“ beweisen das absolut.
Man ist hier eh sehr variabel von den Songs her unterwegs, klar das tönt jetzt nicht alles unbedingt nach den alten NIGHTMARE mit Joe Amore am Mikro, aber gut gemacht ist das Ganze so oder so!
Das die Band ihr Pulver aber auch im letzten Abschnitt noch lange nicht verschossen hat beweisen sie ganz klar mit „Seeds of Agony“ und vor allem „Inner Sanctum“ wo auch Sängerin Maggy mal eine etwas andere Seite von sich zeigt, irgendwie gefühlvoller, zerbrechlicher wirkt die Dame hier.
Mit dem Abschlusssong „Starry Skies Gone Black“ geht ein NIGHTMARE Album zu Ende was mit Sicherheit der Beginn einer neuen Zeitrechnung ist.

Anspieltipps:

Hier solltet ihr euch auf jeden Fall “Infected”, “Ikarus”, Indifference”, Dead Sun” oder Inner Sanctum” direkt zu Gemüte führen.

Fazit :

Was ist nicht alles zuvor spekuliert worden über die neuen NIGHTMARE! Nach dem Ausstieg von Sänger Joe fragte man sich wie geht’s weiter? Nun, die Band gibt hier die passende Antwort! Brachial und variabel geht‘s weiter! Klar ist es erstmal eine ganz schöne Umstellung, gerade beim Gesang, aber wenn man sich einmal an die neue musikalische wie auch gesangliche Ausrichtung gewöhnt hat, dann erschließt sich hier ein tolles Power Metalalbum was bestens dafür geeignet ist um damit die Nachbarn mal wieder so richtig lautstark zu ärgern!
Eine Kaufempfehlung gibt es von mir daher noch oben drauf.

WERTUNG:

8,5

 

 

Trackliste:

01. Infected
02. Of Sleepless mind
03. Tangled in the Roots
04. Red Marble & Gold
05. Ikarus
06. Indifference
07. Dead Sun
08. Seeds of Agony
09. Inner Sanctum
10. Serpentine
11. Starry Skies Gone Black

Julian

PRETTY MAIDS – Kingmaker

folderBand: Pretty Maids
Album: Kingmaker
Spielzeit: 49:09 min
Stilrichtung: Heavy Rock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 04.11.2016
Homepage: www.prettymaids.dk

Das Dänische Heavy-Rock Flaggschiff PRETTY MAIDS um die beiden unkaputtbaren Gründungsmitglieder Ken Hammer (Gitarre) und Sänger Ronnie Atkins erlebt mittlerweile seinen nun schon einige Jahre anhaltenden zweiten Frühling. Nachdem der Karriere-Reboot über das italienische Frontiers Label mit dem fantastischen Comeback Album "Pandemonium" (2010) ein voller Erfolg war, legen die Jungs nach dem nicht wirklich minder starken "Motherland" (2013) und der 2015er Neueinspielung alter Hits ("Louder Than Ever") nun bereits ihr 15. Studioalbum vor. Von Jacob Hansens (u.a. Volbeat) sehr modern produziert, gehen die PRETTY MAIDS auch im 35. Jahr ihres Bestehens keine großen Experimente ein: das Erfolgsrezept heißt auch 2016 wieder harte, stampfende Metal Tracks (immer nahe am Powermatel aber nie zu kitschig) auf der einen und gnadenlos auf Kommerz gebürstete, hochmelodische Songs (die schon fast, aber nur beinahe, an Pop grenzen) auf der anderen Seite. Den Spagat zwischen diesen beiden Extremen haben die PRETTY MAIDS mittlerweile zur Kunstform erhoben und es gibt nur wenige, die das so gekonnt und völlig frei von Peinlichkeiten hinbekommen wie diese Dänen.

"Kingmaker" macht da keine Ausnahme: pflügen "When God Took a Day Off" und der Titeltrack ja schon beinahe ungestüm wild durch die Botanik, wird mit dem durch Neuzugang Kim Olesen (Anubis Gate) an den Keyboards elegant verzuckerten „Face the World“ Hochmelodisches nachgereicht. Und so schwingen sich die PRETTY MAIDS auf insgesamt 11 neuen Tracks gekonnt durch das eigene Sounduniversum, mal mehr (das weit hinten platzierte, kraftstrotzende "Sickening") und auch mal etwas weniger zwingend (das etwas gezwungen harte "King of the Right Here and Now"). Dank der gnadenlos brettharten Produktion (über die man durchaus diskutieren kann) gibt es hier im Laufe der kanpp 50 Minuten recht ordentlich was auf die Mütze – von Altersmilde kann bei den PRETTY MAIDS keine Rede sein. Und wer eine Powerröhe wie Atkins am Miko stehen hat, tut gut daran eben diese Stimme bis zum Letzten auszureizen. Was der Mann an Kraft und Energie rüberbringt ist erstaunlich und dürfte so mancher Nachwuchskapelle ein leuchtendes Beispiel dafür sein wie es richtig gemacht wird. Hier klingt Atkins auch wieder um einiges engagierter als noch auf dem Auftragswerk "Nordic Union", bei dem sein typischer PRETTY MAIDS Enthusiasmus arg vermisst wurde.

Im direkten Vergleich mit der Hammer Platte "Pandemonium" sind auf "Kingmaker" die Hits zwar etwas rarer gesät, das hohe Niveau der letzten Alben halten Hammer/ Atkins und Co. aber locker. Wer auf gut gemachten, melodischen Heavy-Rock ohne irgendwelche ausgelutschte Klischees steht, darf hier (mal wieder) bedenkenlos zugreifen. Der Markt hat definitiv spannungsärmere Platten aus dem Genre zu bieten. Ein gewohnt starkes, durchweg überzeugendes Album.

BEWERTUNG:

8

 


Trackliste:

01. When God Took a Day Off
02. Kingmaker
03. Face the World
04. Humanize Me
05. Last Beauty on Earth
06. Bull's Eye
07. King of the Right Here and Now
08. Heavens Little Devil
09. Civilized Monsters
10. Sickening
11. Was That What You Wanted

Mario