KIMBALL/JAMISON – Kimball/Jamison

Band: Kimball/Jamison
Album: Kimball/Jamison
Spielzeit: ? min
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 14.10.2011
Homepage: www.frontiers.it

Mit Bobby Kimball (TOTO) und Jimi Jamison (SURVIVOR) haben sich 2 der großen Sänger im AOR-Bereich zu einem Projekt zusammengefunden, das schon im Vorfeld große Erwartungen heraufbeschworen hat. Da hat man natürlich nichts dem Zufall überlassen und gleich eine ganze Armada an namhaften Songwritern verpflichtet. Darunter befinden sich Jim Peterik (SURVIVOR), John Waite, Robert Sall (WORK OF ART), Erik Martensson (W.E.T.) und Richard Page (MR. MISTER) – würden all diese Leute in einer Band musizieren, könnte man getrost von einer Supergroup sprechen. Tun sie aber nicht, aber sie haben für dieses Projekt alle ihre Songs zur Verfügung gestellt. Doch auch das Line Up kann sich sehen lassen, hat es doch mit Alex Beyrodt (g.), Mat Sinner (b.), Jimmy Kresic (k.) und Martin Schmidt (d.) einige bekannte Gesichter in seinen Reihen. Außerdem hat Mat Sinner die Scheibe auch produziert und hat somit bewiesen, dass er es auch versteht, etwas ruhigere Töne amtlich umzusetzen.

Nun kommen wir aber aber zu dem Punkt, der mir unangenehm aufstösst: diese ganzen Aufzählungen machen sehr deutlich, dass es sich hier um ein waschechtes Studioprojekt handelt (obwohl die Combo auf Tour gehen wird). Der Markt ist schon seit längerer Zeit so überschwemmt mit blutleeren Projekten dieser Art, dass es mir manchmal echt schwer fällt, mich nur auf die Musik zu konzentrieren.
Ich möchte aber nicht unfair sein, denn jeder dieser 12 Songs hat Potenzial und wenn die Herrschaften richtig abrocken (wie bei „Get Back In The Game“), dann wird mir ganz warm ums Herz. Es liegt also weder an der hochkarätigen Besetzung der „Band“ noch am Liedgut, aber dieser miese Beigeschmack eines Projektes, von denen es schon so viele gibt und – was noch schlimmer ist – von denen es noch viele geben wird, lasten schon ein wenig an bei der Punktevergabe.

KIMBALL/JAMISON wird jedem gefallen, der auf die Original-Bands der beiden Protagonisten steht. Auf den Käufer warten 12 Stücke, die toll vorgetragen werden (plus eine Bonus DVD mit ca. 30 Minuten Laufzeit). Der Sound ist genau so, wie man es bei solch einem Projekt erwartet: kraftvoll und klar….und das mit dem Projekt-Charakter muss jeder für sich entscheiden.

WERTUNG:

Trackliste:
1.Worth Fighting For
2.Can´t Wait For Love
3.Sail Away
4.Chasing Euphoria
5.Find Another Way
6.Get Back In The Game
7.I Did Everything Wrong
8.Shadows Of Love
9.Hearts Beat Again
10.We Gotta Believe
11.Kicking & Screaming
12.Your Photograph

Stefan

ALYSON AVENUE – Changes

Band: Alyson Avenue
Album: Changes
Spielzeit: 45:45 min
Plattenfirma: Avenue Of Allies
Veröffentlichung: 10.06.2011
Homepage: www.alysonavenue.se

„Frauen haben nichts im Rock-Biz zu suchen!“. Das ist die Meinung vieler männlicher Fans und Vertreter der harten Musik. Dass aber Damen wie LITA FORD – die zwar in der letzten Zeit nichts formidables mehr vorweisen kann – oder DORO PESCH nicht mehr aus dem Hartwurstzirkus wegzudenken sind und mit ihren Songs große Erfolge feiern konnten oder noch können zeigt, dass auch das „zarte Geschlecht“ etwas mitzureden hat in einer von Männern dominierten Musikrichtung. Gut, ich muss gestehen, dass mir dieser ganze Opern-Metal gehörig auf den Zeiger geht, aber warum nicht eine gute Hardrock-Platte mit Frau am Mikro genießen? Die Schweden ALYSON AVENUE gehören dabei zu meinen Faves, wobei mich der Weggang von Anette Olzon zu NIGHTWISH schon etwas getroffen hat, denn die beiden ersten Scheiben „Presence Of Mind“ und „Omega“ bzw. „Omega II“ (dort wurden „nur“ die Instrumente neu eingespielt) fand ich wirklich toll.

Nun haben ALYSON AVENUE seit 2009 eine neue Sängerin an Bord und sind somit ihrer Linie treu geblieben, mit Frontfrau weiterzumachen und nicht wie in den Anfängen eine „ganz normale“ Rockband zu sein und einen Mann ans Mikro zu stellen. Den Zuschlag für den Posten hat die bis dato gänzlich unbekannte Arabella Vitanc bekommen.

Beim Opener „Liar“ wird Frau Vitanc noch von ihrer Vorgängerin Anette Olzon als Backgroundsängerin verstärkt (wie auch bei 3 weitern Stücken). Ein guter Song, der aber etwas an die neue Wirkungsstätte von Miss Olzon erinnert, zumindest an ihre erste Single dort („Amaranth“). Dennoch ein guter Einstieg, denn „Liar“ bleibt einfach im Ohr hängen. Bei „Will I Make Love“ machen die Schweden aber dann in dem Fahrwasser weiter, das am Besten zu ihnen passt, denn dieses Duett mit Ex-JADED HEART Shouter Michael Bormann haut mich total weg – gefühlvoll und trotzdem heavy und megaeingängig. Der Titeltrack macht genau dort weiter und bietet abermals melodischen Hardrock, der an eine Mischung von alten EUROPE, TREAT und härteren HEART erinnert. „Amazing Days“ beginnt recht ruhig und mausert sich dann zu einem Megaohrwurm, der sich fest in den Gehirnwindungen festsetzt. „Don´t Know If Love Is Alive“ könnte auch von den Wilson-Schwestern stammen, denn das ist HEART pur. Mit „Fallen“ hat sich auch ein mittelmässiger Song eingeschlichen, was aber durch das starke „Into The Fire“ gleich wieder ausgemerzt wird. Auch die restlichen vier Nummern können gefallen und runden ein tolles Comeback-Album gekonnt ab.

„Changes“ bringt unterm Strich nur eine Neuerung mit sich: Anette Olzon ist nicht mehr da, wird aber von Arabella Vitanc sehr kompetent ersetzt, da wird musikalisch niemand etwas dran auszusetzen haben. Frau Vitanc hat eine sehr tolle Stimme, die perfekt zu ALYSON AVENUE passt. Sonst bleibt alles beim Alten, denn die Qualität der AA-Kompositionen war schon immer auf hohem Niveau angesiedelt. Ein Comeback nach Maß und ein Grund für alle Genrefans, in die Tasche zu greifen und ein paar Euronen Richtung Schweden zu schicken.

WERTUNG:

Trackliste:
1.Liar
2.Will I Make Love
3.Changes
4.Amazing Days
5.Don´t Know If Love Is Alive
6.Fallen
7.Into The Fire
8.I Will Be Waiting
9.I´ll Cry For You
10.Somewhere
11.Always Keep In Loving You

Stefan

LIONVILLE – Lionville

Band: Lionville
Album: Lionville
Spielzeit: 48:19 min
Plattenfirma: Avenue Of Allies
Veröffentlichung: 10.06.2011
Homepage: www.lionville.it

WORK OF ART-Sänger Lars Säfsund einen neuen Spielplatz gefunden, um seine prägante Stimme vibrieren zu lassen. LIONVILLE ist ein Projekt des italienischen Songwriter/Sänger/Gitarristen Stefano Lionetti, (der aber auch bei 3 der Stücke die Lead Vocals übernommen hat) das er zusammen mit Alessandro Del Vecchio und Pierpaolo Monti ins Leben gerufen hat. Also gute Bekannte aus dem Avenue Of Allies Stall, die mit SHINING LINE oder EDGE OF FOREVER schon formidables vorzuweisen haben. Als Gäste konnte man neben Arabella Vitanc (ALYSON AVENUE), Erik Martensson (W.E.T., ECLIPSE), Sven Larsson (STREET TALK), Tommy Denander (Mr. Überall) und Bruce Gaitsch (RICHARD MARX, CHICAGO etc.) gewinnen. Außerdem komplettieren die beiden Gitarristen Mario Percudani und Andrea Maddalone sowie die beiden Bassisten Anna Portalupi und Amos Monti das Line-Up. Ganz schön unübersichtlich, das alles, aber das haben Projekt nun mal so an sich…

Nun aber zur Musik: LIONVILLE haben sich ganz klar AOR und Westcoast auf die Fahnen geschrieben und schon der Öffner „Here By My Side“ gibt die Marschrichtung vor. WOKR OF ART Light, wenn man das so sagen darf (was auch nicht zuletzt an Lars Säfsund liegt). Wo bei WOA kernige Gitarren zum Zuge kommen, gibt LIONVILLE eher einen Schuß Westcoast hinzu, aber die großteils tollen Songs zeugen vom Talent Lionetti´s, der sich für die meisten Stücke verantwortlich zeigt. Aber auch zwei Fremdkompositionen gibt es auf dem Album zu hören – und das ist neben JOHN FARNAM´s „Thunder In Your Heart“ (vom eher unbekannten Soundtrack „RAD“) noch ein Stück aus der Feder von Bruce Gaitsch, das er zusammen mit RICHARD MARX geschrieben hat („The World Without Your Love“). Auch bei „The Chosen Ones“ bekam er Hilfe von Mr. Denander, der dem Song einen typischen, eingängigen Chorus beschert hat. Auch die Guest-Vocals von ALYSON AVENUE´s Arabella Vitanc machen aus diesem Song ein Highlight der Scheibe. Aber auch „With You“, „Power Of My Dreams“ oder „Thunder In Your Heart“ gehören dazu und sind neben „“Here By My Side“ und „Dreamhunter“ das Beste, was sich auf dem gleichnamigen Debüt versammelt hat.

Die Italiener haben eine tolle AOR Scheibe geschaffen, die frisch und unverbraucht daherkommt, auf der anderen Seite aber aufgrund des prominenten Sängers etwas mehr Identität vertragen könnte. Trotzdem eines der besten AOR-Alben, das sich 2011 in meinem Player gedreht hat.

WERTUNG:

Trackliste:
1.Here By My Side
2.With You
3.Centre Of My Universe
4.Thunder In Your Heart
5.The World Without Your Love
6.Power Of My Dreams
7.No End In Sight
8.The Chosen Ones
9.Over And Over Again
10.Dreamhunter
11.Say Goodbye

Stefan

REINXEED – 1912

Band: ReinXeed

Album:1912
Spielzeit: 57:30 min
Plattenfirma: Lijegren Records/Doolittle Group
Veröffentlichung: 14.06.2011
Es gibt wohl momentan keinen aufsteigeneren Stern am schwedischen Metal Himmel als den von Tommy Reinxeed. Der 23 jährige Gitarrist und Sänger hat momentan einfach einen Lauf. Sei es in der Zusammenarbeit mit Ex NARNIA Sänger Christian Liljegren in der Band GOLDEN RESURRECTION, oder mit seiner eigenen Band REINXEED. Es läuft momentan einfach für den blonden Youngster.
Nachdem er die Band REINXEED im Jahre 2002 gründete ist es bis zum heutigen Tage schon eine Leistung auf einen Backkatalog von 5 Alben zu kommen. Wobei das eigentlich erst ab dem Jahre 2007 zu zählen ist, denn dort entdeckte Christian Liljegren Labelboss von Lijegren Records den guten Tommy und bot ihm sogleich einen Plattenvertrag an. Kurze Zeit später erschien dann auch das Debütalbum von REINXEED “The Light”. Das mir nun vorliegende fünfte Album „1912“ beschäftigt sich mit dem Untergang der Titanic und ist ein weiterer Schritt den eigenen Stil von Tommy Reinxeed, den er selbst als Adventure Metal angibt, zu festigen und auszubauen. Traditioneller Melodic Power Metal wird uns hier geboten, der gerade auf dem japanischen Markt wieder sehr angesagt ist.
Noch kurz etwas zur Bandzusammensetzung, die liest sich wie folgt. Tommy ReinXeed (Gesang, Gitarre, Keyboard), Calle Sundberg (Gitarre), Nic Svensson (Bass), Mattias Johansson (Gitarre) und Björn Edlund (Schlagzeug).
Genug der staubigen Fakten, ab geht es mit dem ersten Track der Scheibe, dem Titeltrack „1912“. Dieser zeigt uns auch gleich was Adventure Metal bedeutet, ein kleiner Filmsoundtrack erwartet uns zum Anfang des Tracks, alles wird also schön mit viel Atmosphäre unterlegt. Aber keine Sorge auch die Metalanteile kommen nicht zu kurz was man kurze Zeit später auch merkt. Mit ordentlich Schmackes und viel Melodie gefolgt von einem geilen Chorus schraubt sich der Song in unsere Gehirnwindungen.
Es gibt aber auch Songs die fast ohne diese Adventure Metal Anteile auskommen und einfach pure Melodic Power Metal Songs sind, dazu zählen zum Beispiel „The Final Hour“, das schnelle „Terror has begun“ oder „Spirit Lives On“. Ein wahres Fest für Melodic Power Metal Freaks, wenn man sich denn mit dem doch sehr hohen Gesang von Fronter Tommy anfreunden kann.
Was bietet uns die Platte noch so? Nun erstklassige Ohrwürmer wie „Through the Fire“ oder „We must go faster„ die einfach eine perfekte Mischung aus Melodie und Chorus bieten und die man so einfach nicht mehr aus dem Kopf bekommt!
Die Leute, die Adventure Metal Blut geleckt haben werden auf jeden Fall noch an „The Fall of Man“, „The Voyage„ oder „Lost at Sea“ ihre wahre Freude haben. Mir gefällt der Stil auf jeden Fall recht gut. Nicht so verspielt wie RHAPSODY OF FIRE, aber trotzdem genug um einfach etwas anders zu klingen.
Das neue Album von REINXEED macht einfach richtig Laune und dürfte auf jeden Fall seine Anhänger finden!
Anspieltipps:
Die Songs die auf jeden Fall etwas hervorstechen und die ihr unbedingt antesten solltet sind, “1912”, “Through the Fire”, “We must go faster” und “The Fall of Man”.
Fazit :
Bislang war mir der gute Herr Reinxeed noch kein Begriff, das hat sich jetzt aber schlagartig geändert. Man merkt das der Gute trotz seiner Anfang 20 schon auf eine gute Portion Erfahrung im Musikbusiness zurückgreifen kann. Das Songwriting ist ausgereift, die Riffs und Melodien sitzen und die Songs bleiben einfach hängen. Natürlich muss man mit dem knapp unter dem Ultraschall liegenden Gesang von Tommy klar kommen, wer aber mit “Eierkneif” Gesang kein Problem hat, dem dürfte mit der neue Platte “1912” von REINXEED ein wahres Festmahl ins Haus stehen.
Power Melodic Metal Fans sollten hier auf jeden Fall mal reinhören!
WERTUNG:
 
Trackliste:
01. 1912
02. The Final Hour
03. Terror has begun
04. Spirit Lives On
05. Through the Fire
06. The Fall of Man
07. The Voyage
08. We must go faster
09. Challenge the Storm
10. Reach for the Sky
11. Farewell
12. Lost at Sea
Julian

SERPENTINE – Living and Dying in high Definition

Band: Serpentine
Album: Living and Dying In High Definition
Spielzeit: ?? min
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 26.08.2011
Homepage: www.myspace.com/planetserpentine

Schon im letztes Jahr war es mir eine wahre Freude euch das Debütalbum „A Touch of Heaven“ der Engländer SERPENTINE vorzustellen. Ich hatte ja damals gehofft das die Jungs weitere Alben machen würden. Das sie aber so schnell wieder zurück auf der Bildfläche erscheinen, hätte ich nicht gedacht. Das spricht eindeutig für die Qualität und den Erfolg des Debüts. Man konnte zum Beispiel damit eine hervorragende 92 % Bewertung im japanischen Burn! Magazin ergattern und wurde auch sonst von der Fachpresse als neue Melodic Rock Hoffnung gefeiert. Mit dem mir nun vorliegenden zweiten Album „Living and Dying in high Definition“ werden die Jungs unter Beweis stellen das die ganze Lorbeeren gerechtfertigt waren und sie keine Eintagsfliege sind. Hier zu Lande konnte die Band bisher live noch nicht in Erscheinung treten, das wird sich aber in diesem Jahr ändern, ist man doch Teil des Billings des Heat Festivals in der ROFA  Ludwigsburg.

In England konnte man aber schon ordentlich Live Erfahrung sammeln, da man zusammen mit HOUSTON und CRASHDIET eine sehr erfolgreiche Tour spielen konnte. Die Mannschaft hat sich im Vergleich zum Debüt nicht verändert und besteht weiterhin aus, Tony Mills (TNT, Gesang), Gründer Gareth David Noon (Keyboard,Gesang), Christopher Gould (Gitarre), Gareth Vanstone (Bass, Gesang) und Roy Millward (Schlagzeug). Im Vorfeld war leider zuhören, das es wohl das letzte Album mit Tony Mills am Mikro sein wird, sehr schade, aber der Mann hat einfach auch noch genug andere Sachen am Start. Adäquater Ersatz ist aber schon in Sicht, der Nachfolger wurde mit einem gewissen Matt Black bereits gefunden und vorgestellt.
Der Stil hat sich im Vergleich zum Vorgänger auch nicht geändert und wird weiterhin von der Melodic, den Gitarren und den eingängigen Keyboards gleichermaßen bestimmt.
So genug der vielen Vorreden, widmen wir uns nun endlich der Musik.
Mit „Deep Down (There’s a Price for Love)“ steigt man stilecht in die Platte ein. Sanfte Keyboardklänge gepaart mit dem unverkennbaren Gesang von Tony eröffnen den Song. Dieses Wechselspiel bestimmt auch ganz klar den weiteren Verlauf der Nummer. Klar Tony Mills drückt ja auch jeder Nummer sofort mit seinem Gesang den Stempel auf, was natürlich nichts schlechtes ist. Ein sehr eingängiger Song, der aufgrund seines melodischen Refrains sofort im Ohr kleben bleibt! Ein absolut passender Opener, wenn die Marschrichtung so bleibt, erwartet uns ein Hammer Album!
Und es geht gleich mit der nächsten Übernummer weiter. „Philadelphia“ wird wieder von diesen ungemein melodischen Keyboards eingeleitet, die alsbald dann von Tony’s Gesang gekonnt unterstützt werden. Ähnlich wie beim Song zuvor, passt hier der Chorus wieder perfekt und die Melodien umschmeicheln nur so unsere Ohren. Ein wahres Fest für AOR/Melodic Rock Anhänger! Genial, klasse!
Mit „Dreamer“ geht es ein bisschen schneller, aber nicht weniger eingängiger zu Werke. Diese Eingängigkeit ist eh sehr bemerkenswert, ich weiß nicht wie die Jungs das hinbekommen! Na sei es wie es ist, mit „Dreamer“ ist ihnen ein weiterer Hit gelungen!
Die erste Ballade erwartet uns mit dem folgenden „Love is Blue“. Hier zeigt Tony dann aus welchem Holz er wirklich geschnitzt ist! Ein Song wie für ihn gemacht. Von den Instrumenten gut untermalt, bringt er hier seine Stimme gekonnt zur Geltung. Eine Nummer zum dahinschmelzen und träumen!
Auch die weiteren Tracks sind ohne Ausnahme im oberen Drittel angesiedelt. SERPENTINE schaffen es spielend das starke Anfangsniveau über die gesamte Spielzeit zu halten. Die Nummern die aber ganz klar noch ein wenig hervorstechen sind der extrem melodische und eingängige Doppelschlag „Heartbreak Town“, „Nuremberg“ sowie der wunderschöne Abschlusstrack „Forgotten Heroes“. Passender und hochkarätiger kann man eine Scheibe nicht abschließen!

Anspieltipps:

Alles! Von vorne bis hinten ein absolut empfehlenswertes Album. Anhören und genießen!

Fazit :

Hoch erfreut war ich, als ich las das meine Lieblinge SERPENTINE eine zweite Scheibe rausbringen würden. Ihr Stil hatte mich beim Debüt schon gepackt und verzaubert. Gespannt war ich ob sie den richtigen Schritt nach vorne machen würden und was soll ich sagen es ist ihnen perfekt gelungen! Man hat beim Songwriting nochmal eine richtige Schippe drauf gelegt und die Gesangsleistung von Tony Mills ist im Vergleich zum Debütalbum nochmal einen Ticken besser. Alles wirkt einfach erwachsener und stimmiger. Ein perfektes AOR/Melodic Rock Album würde ich sagen! Ich hoffe SERPENTINE bekommen hiermit die Anerkennung und Beachtung die sie auch verdienen. Gespannt bin ich wie das, hoffentlich, nächste Album ohne Tony Mills sein wird, was man aber vom neuen Mann Matt Black schon gehört hat, lässt einen positiv in die Zukunft schauen.
Für dieses wunderbare Album vergebe ich völlig zu Recht die Höchstnote, 10 von 10!


 

WERTUNG:

 

 
Trackliste:
01  Deep Down (There’s a Price for Love)
02. Philadelphia
03. Dreamer
04. Love is Blue
05. Where do we go from here?
06. Cry
07. Best Days of our Lives
08. Heartbreak Town09. Nuremberg
10. Forgotten Heroes

Julian

BONFIRE – Fireworks…Still Alive!

Band: Bonfire
Album: Fireworks…Still Alive!
Spielzeit: ? min
Plattenfirma: LZ Records
Veröffentlichung: 07.10.2011
Homepage: www.bonfire.de

Die deutschen Hardrocker von BONFIRE haben eine bewegte Karriere hinter sich. Nach den ersten beiden megaerfolgreichen Alben folgte mit „Point Blank“ ein weiteres, völlig unterbewertetes Langeisen, aber beim vierten Streich „Knock Out“ haben die Ingolstädter den Zustand ihrer Band sehr treffend beschrieben. Der Weggang Ziller´s nach „Fireworks“ hat die Band hart getroffen und der Umbruch in der Musikwelt tat sein Übriges dazu. Erst 1993 vereinigten sich die beiden Kreativköpfe Lessmann/Ziller wieder, um mit dem gleichnamigen Projekt erneut zusammenzuarbeiten. Einige dieser Songs kamen dann auch auf dem 1996er Doppelschlag „Freudenfeuer“ bzw. „Feels Like Coming Home“ zum Zuge – jetzt wieder unter dem Namen BONFIRE. Allerdings loderte das Feuer noch nicht vollends, denn erst mit dem 1997er Album „Rebel Soul“ nahm der Zug wieder Fahrt auf, um mit „Fuel To The Flames“ und „Strike Ten“ wieder an die Zeiten der beiden Klassiker „Don´t Stop The Light“ und „Fireworks“ anschließen zu können. Auch zuletzt gab es einige Schwankungen, denn Alben wie „Free“ konnten die Fans nicht so überzeugen, wobei die Adaption von Schiller´s „Räuber“ zumindest auf der Bühne ein großer Erfolg wurde. Auch das diesjährige Studioalbum „Branded“ präsentierte eine Band, die es auch nach vielen Jahren noch wissen will.
Nun stehen die Jungs (übrigens seit geraumer Zeit wieder mit Original-Drummer Dominik Hülshorst am Start) mit ihrer mittlerweile vierten Live-Scheibe in den Startlöchern, um das 25-jährige Jubiläum ihres erfolgreichsten Albums „Fireworks“ zu feiern.
Neben der kompletten „Fireworks“-Scheibe haben die Ingolstädter aber auch noch einige Bonussongs im Gepäck, dazu aber später mehr. Los geht´s mit „Ready 4 Reaction“, das auch schon das 1987er Album eröffnet hatte. Ausserdem hat der Song schon unzählige Live-Einsätze hinter sich und ist also der perfekte Start in die Anniversary-Show. Und neben anderen Stücken wie „Sleeping All Alone“, „Sweet Obsession“ oder „American Nights“, die auch in den letzten Jahren noch oft zum Zuge kamen, gibt es mit „Don´t Get Me Wrong“ oder „Rock Me Now“ Songs, die schon seit 20 Jahren nicht bei einem BONFIRE-Konzert zu hören waren. Im Anschluß zu den 10 Songs des „Fireworks“-Albums plus einem Gitarrensolo geben sich die Jungs noch die Ehre und spielen ihre erfolgreichste Ballade „You Make Me Feel“ vom Erstling „Don´t Touch The Light“ sowie die Nummer „Sword & Stone“ vom Filmsoundtrack „Shocker“. Zum Abschluß gibt es mit „Just Follow The Rainbow“ (Live) und „Let It Grow“ (Studio) zwei neue Nummern vom „Branded“-Album. Eine große Überraschung haben die Jungs aber auch noch parat: „I´m On My Way“ von GOTTHARD, eine Hommage an den verstorbenen Steve Lee.
„Fireworks…Still Alive“ präsentiert eine quicklebendige Rockband, die es mit ehrlicher und harter Arbeit auch nach dem tiefen Loch in den Neunzigern erneut geschafft hat, sich ihre Fans zu erarbeiten und (fast) allen Trends wiederstanden hat. Feiert gemeinsam mit BONFIRE ein fast schon legendäres Album und geht noch einmal zurück ins Jahr 1987.

WERTUNG:

Trackliste:
1.Ready 4 Reaction
2.Never Mind
3.Sleeping All Alone
4.Don´t Get Me Wrong
5.Give It A Try
6.Fantasy
7.American Nights
8.Obsessive Intro
9.Sweet Obsession
10.Rock Me Now
11.Champion
12.You Make Me Feel
13.Sword And Stone
14.Just Follow The Rainbow
15.I´m On My Way
16.Let It Grow (Studioversion)

Stefan

TOKYO – Tokyo (Re-Release)

Band: Tokyo
Album: Tokyo (Re-Release)
Spielzeit: 66:50 min
Plattenfirma: Yesterrock
Veröffentlichung: 30.09.2011
Homepage: www.yesterrock.com

Der Reigen der Klassiker, die bei Yesterrock eine neue Chance bekommen, geht mit den 3 Alben der deutschen Rockband TOKYO in eine neue Runde. Wie es sich gehört, macht das gleichnamige Debüt den Anfang und hat mit dem wiederum gleichnamigen Titelsong auch gleich den größten Hit der Band an Bord. Aber erstmal der Reihe nach: 1981 erstmalig auf Vinyl erschienen hatte die Band einige Namen in ihren Reihen, die zu späterer Zeit noch einiges von sich Reden machen sollten. So bescherte uns Sänger und Gitarrist Klaus Luley mit seiner Band CRAAFT 2 geile Melodicrock-Scheiben und Sänger/Gitarrist Robby Musenbichler sowie Sänger/Bassist Ken Taylor nebst Keyboarder Lothar Krell zogen uns 1988 mit dem selbstbetitelten JOJO Album in den Bann. Wenn Ihr jetzt verwundert die Augen reibt – ja, TOKYO hatte 3 Sänger bei nur 5 Bandmitgliedern. Auf die remasterte Fassung von 2011 haben es auch noch 4 bisher unveröffentlichte Stücke geschafft sowie 3 Neuaufnahmen, was unterm Strich fast 67 Minuten Musik bedeutet.

Stilistisch bewegen sich TOKYO irgendwo zwischen STINGRAY, ASIA und AXE oder STYX. Ausserdem haben sie in ihren Songs jede Menge progressive Elemente, die sie geschickt mit einprägsamen Melodien paaren. Ihr Discohit „Tokyo“ macht den Anfang dieser Zeitreise – und was soll ich sagen: das haut mich immer noch vom Hocker. Aber auch „Cryin“, „Father Of Time“ oder „Carry On“ gehören dazu, wenn man die Hits der Band aufzählen soll. Der ursprüngliche 9-Tracker wurde aber noch um satte 7 Bonussongs erweitert: 4 davon sind unveröffentlichte Songs, von denen sich „Young Kids In Love“ perfekt ins Gefüge der Platte einfügt. Das eher moderne „The Time Is Right“ müsste später entstanden genauso wie das typische Endachtziger „Behind The Faces“. Positiv hebt sich auch die Ballade „On My Mind“ ab. Nun noch ein Wort zu den 3 neuen Versionen: „Carry On“ ist nicht mehr zu erkennen, es scheint, als handle es sich um einen komplett anderen Song und man will auf Teufel komm raus modern klingen – erschütternd! Die Neueinspielungen von „You´re My Girl“ und „Cryin“ sind einigermassen gut, aber auch komplett umarrangiert. Ich bevorzuge das Original. Aber wer wissen will, wie TOKYO heute klingen würden, kann ja gerne ein Ohr riskieren.

Meine Wertung muss ich daher unterteilen: für die ersten 9 Songs – praktisch das Pflichtprogramm – gibt es satte 8,5 Punkte. Da das Bonusmaterial aber sehr durchwachsen ausfällt, muss ich ein Pünktchen abziehen. Das wird aber nichts daran ändern, dass TOKYO seinerzeit großartig waren und dieser Re-Release lange überfällig war. Ich freue mich auch auf die beiden folgenden Scheiben!

WERTUNG:

Trackliste:

1.Tokyo
2.Cryin
3.Tuesday Morning
4.Girl
5.We Are The Times
6.Teenage Shooter
7.Father Of Time
8.Carry On
9.Welcome To My Home
10.Young Kids In Love (Bonus Track)
11.Carry On (New Version)
12.You´re My Girl (New Version)
13.Cryin (New Version)
14.The Time Is Right (Bonus Track)
15.On My Mind (Bonus Track)
16.Behind The Faces (Bonus Track)

Stefan

BRAINSTORM – On the Spur of the Moment

Band: Brainstorm

Album: On the Spur of the Moment
Spielzeit: ?? min
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 30.09.2011
Homepage: www.brainstorm-web.net
Unsere liebsten Power Metal Schwaben BRAINSTORM kehren dieser Tage mit einem neuen Album zurück auf die Metalbühne. Nachdem man mit den beiden letzten Werken „Downburst“ und „Memorial Roots“ ein wenig geschwächelt hat, möchte man nun mit „On the Spur of the Moment“ an die Überwerke „Liquid Monster“ oder „Soul Temptation“ wieder anknüpfen. Ob das den Jungs gelingt, werden wir ein wenig später herausfinden.
Ein kurzer Historienabriss der Band gebe ich euch wie immer mit auf dem Weg, obwohl das eigentlich bei DER Band fast überflüssig ist. Im Jahre 1989 gegründet und im Jahre 1999 durch den Sänger Andy B Frank (SYMPHORCE) komplettiert, veröffentlichte man bis heute insgesamt 5 Alben und eine Live DVD. Seit dem letzten Album „Memorial Roots“ befindet man sich in der Labelobhut von AFM Records, seine ersten Gehversuche machte die Band beim Label Metal Blade Records.
Die aktuelle Mannschaft liest sich wie folgt, die Gründer Torsten Ihlenfeld (Gitarre), Milan Loncaric (Gitarre), Dieter Bernert (Schlagzeug), sowie Andy B. Franck (Gesang) und „Neuzugang“ Antonio Leva (Bass). Soviel zu den staubigen Fakten, nun wenden wir uns aber endlich mal dem musikalischen zu und schauen ob es BRAINSTORM gelungen ist, zurück zur alter Stärke zu finden.
Lost geht es mit dem Opener „Below the Line“ und gleich ist man wieder voll im Element. Ein atmosphärischer Einstieg weicht schnell dem Riffgewitter der Gitarrenfraktion und der Stimme von Fronter Andy. Ansonsten bietet die Nummer gewohnte BRAINSTORM Kost, geile Melodien und ein passender sich in die Gehörgänge fräsender Chorus. Ein guter Einstieg!
Dass es aber noch besser geht beweisen uns die Jungs dann beim dritten Track „Temple of Stone“. Genauso müssten BRAINSTORM klingen und genau so habe ich die Jungs auch auf ihren vorherigen Alben vermisst! Die krachenden Riffs geben sich die Klinke mit den pumpenden Bassläufen und Andy’s Mörderorgan in die Hand. Geiler Track, mehr davon!
Man bekommt mehr, in Form der Power Metal Midtempoballade „In these Walls“. Hier zeigt man uns dass man auch die sanften Seiten nach wie vor drauf hat. Der Track kommt mit einer richtig starken Atmosphäre daher, die natürlich durch Andy’s Gesang noch tatkräftig unterstützt wird. Das genialste an der Nummer ist aber der Chorus, den man schon nach kurzem nicht mehr aus den Lauschern bekommt, das verspreche ich euch!
„Still Insane“ fällt da leider ein bisschen ab, mit den Vorgängersongs kann er nicht ganz mithalten, wobei das nicht viel heißt, bei anderen Bands wäre diese Nummer ein Hit. Auch er besitzt diese typischen packenden Gitarrenläufe und Melodien sowie den absolut passenden und eingängigen Chorus.
Richtig heavy wird es dann wieder bei „No  Saint – No Sinner“. Wobei es danach beim ruhigen Anfang erst gar nicht aussieht. Aber schon bald wird diese Ruhe durch einen absoluten Mördergroove abgelöst, unterstützt natürlich wie immer durch die erstklassigen Gitarrenmelodieläufe. Aber wie meistens ist es dann der Chorus der einen total begeistert, ein schon suchteregendes Teil!
Zum Ende der Platte hin hat man für uns einen schönen abwechslungsreichen Doppelschlag bestehend aus „A Life on Hold“ und „My own Hell“ gesetzt. Erstere Nummer ist wie „No Saint – No Sinner“ ein Power Metal Brecher erster Güte, mit allem was dazugehört. Letzterer Track ist ein, für BRAINSTORM untypisch, doomiger Song der sich durch seinen fesselnden Groove auszeichnet. Hier wird Abwechslung geboten und man muss schon genau hinhören um alle Facetten der Nummer zu erfassen.
Anspieltipps:
Die gesamte Scheibe ist auf einem recht hohen Level. Hervorstechen tun aber „Temple of Stone“, „In these Walls“, „No Saint – No Sinner“ und “A Life on Hold”.
Fazit :
Ah, da sind sie wieder! BRAINSTORM wie ich sie liebe. Ein bisschen enttäuscht war auch ich nach den letzten Veröffentlichungen der Band, aber das ist Schnee von gestern. Mit “On the Spur of the Moment” ist man wieder zurück in der Spur, auch wenn diese Scheibe nicht ganz an die schon angesprochenen Referenzwerke der Band her ankommen. Aber ich denke das wird schon noch. Hier versammelt man auf jeden Fall wieder alle Tugenden der Band und spielt seine Stärken voll aus. Wie immer eine sichere Bank ist natürlich Sänger Andy B Frank der einfach ein absolutes Mörderorgan besitzt und nicht zu Unrecht als einer der besten Power Metal Sänger Deutschlands bezeichnet wird.
Also Leute, wieder beide Daumen nach oben für das neue BRAINSTORM Werk. Für alle Fans der Band und Power Metal Freaks heißt es nun ab in den nächsten Plattenladen und schnellstens diese Knallerscheibe sichern!
WERTUNG:

Trackliste:

01. Below The Line
02. In The Blink Of An Eye
03. Temple Of Stone
04. In These Walls
05. Still Insane
06. Dark Life
07. No Saint – No Sinner
08. Where Your Actions Lead You To Live
09. A Life On Hold
10. My Own Hell
Julian

STORMGARDE – The Answer

Band: Stormgarde
Album: The Answer
Spielzeit: ?? min
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: ??.10.2008
Homepage: www.stormgarde.com
Vor kurzem stolperte ich über eine mir gänzlich unbekannte Band, die aber mein Interesse aufgrund ihrer sehr guten Internetpage und dem klangvollen Namen recht schnell weckte. Ihr Name STORMGARDE, beheimatet im guten alten Ruhrpott mitten in good old Germany. Nicht lange gezögert und den guten eine Mail geschrieben mit der Anfrage ihr Debütalbum mal genauer unter die Lupe nehmen zu wollen. Es dauert zwar ein wenig, klar die Leutchen haben ja auch noch andere Sachen zu tun außer die Band am Leben zu halten, aber schließlich erhielt ich von der Sängerin Sabrina eine nette Mail mit dem versprechen mir ein Promo Exemplar zukommen zu lassen. Gesagt getan, ein paar Tage später hielt ich das Debütalbum „The Answer“ in den Händen. Noch kurz ein paar Basisfakten, bevor wir zum musikalischen kommen.
Das Gründungsdatum erschließt sich mir nicht ganz, dürfte aber um die Jahrtausendwende gewesen sein, denn seit 2001 spielen STORMGARDE live. Man spielte sich auf einige Festivals (z.B. dem Dong Open Air, dem Celtic Rock und dem Steel meets Steel) den Hintern ab und konnte sich dabei schon einer Menge Fans bekannt machen. 2004 erschien das erste Demo, welches sehr großen Downloadanklang bei den Fans fand und so entschloss man sich 2006 das Debütalbum „The Answer“ in Angriff zu nehmen, welches 2008 dann in Eigenregie veröffentlicht wurde. Zu beziehen ist das Album nur über die Bandhomepage.
Die aktuelle Bandbesetzung ließt sich so, Pfanny (Bass), Günter (Schlagzeug), Sebastian (Gitarre), Sabrina (Gesang) und Markus Biehl (Gitarre). Stilistisch findet man sich in der Melodic Metal Ecke wieder, in Anlehnung an NIGHTWISH, HAMMERFALL oder auch ein bisschen RUSH. So nun springen wir aber direkt rein in die Scheibe.
Gestartet wird gleich mit dem Titeltrack „The Answer“. Ein mit Keyboards unterlegter Anfang weicht recht schnell einem eingängigen Groove der uns den gesamten Song über begleitet. Fronterin Sabrina’s Stimme ist in mittlerer Tonlage gehalten, die recht gut zur Mucke passt. Ein eingängiger Chorus ist natürlich auch an Bord, von daher geht die Nummer voll in Ordnung.
Richtig gut reinlaufen tut dann auch „Like a Prison“, welches mit einem tighten Schlagzeugspiel, Tempowechseln und einem starken Chorus aufwarten kann. Die Keyboardarbeit im Mittelteil ist auch gut und passt perfekt zur Nummer.
Ein Volltreffer ist aber auf jeden Fall „The Voice“. Eine coole Instrumentierung paart sich hier mit einem Chorus, der sich schon nach kurzer Zeit in die Gehörgänge reinfrisst! Bislang die beste Nummer auf der Platte, dürfte Live auch ganz gut abgehen.
Ordentlich Gas geben STORMGARDE dann bei „Tornado“. Treibende Schlagzeug und Bassparts, sowie der packen Chorus sind hier die Hauptmerkmale der Nummer und machen das Ganze zu einem absoluten Hörgenuss. Hier kommt Sabrina’s Stimme auch manchmal ein wenig „dreckiger“ rüber, was sich auch absolut hören lassen kann.
Zum beinahe Abschluss der Platte präsentiert man uns die starke Ballade „Sitting here“, bei der Sabrina zeigen kann, das ihre Stimme auch sehr gut für die ruhigen Töne geeignet ist.
Das abschließende Everything (I did was wrong) ist zwar ganz ok, fällt aber irgendwie ein bisschen zu den vorherigen Nummern ab. Kann mich nicht ganz überzeugen.
Anspieltipps:
Die stärksten Tracks sind auf jeden Fall “The Answer”, “The Voice” und “Tornado”. Sollte man sich auf jeden Fall mal zur Gemüte führen!
Fazit :
Unverhofft kommt oft würde ich sagen. STORMGARDE beweisen das es sich durchaus lohnt auch mal in den Underground reinzuschnuppern. Die Band überzeugt auf ihrem Debütalbum “The Answer” mit guten Songwriting und einer guten Umsetzung der Songs. Das Prinzip von eingängigen Songs haben sie auch verstanden, also alles Dinge die nur förderlich sind für die Zukunft.
Natürlich sind nicht alle Songs Volltreffer, aber das erwartet ja auch keiner bei der ersten Platte.
Gute 8 Punkte kann ich aber auf jeden Fall vergeben und hoffe das STORMGARDE auf jeden Fall so weiter machen!
WERTUNG:

Trackliste:

01. The Answer
02. Sphere of Dreams
03. Like a Prison
04. The Nightstorm
05. The Voice
06. Fear
07. Tornado
08. Left Alone
09. Sitting here
10. Everything (I did was wrong)
Julian

STORMGARDE – The Answer

Band: Stormgarde
Album: The Answer
Spielzeit: ?? min
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: ??.10.2008
Homepage: www.stormgarde.com
Vor kurzem stolperte ich über eine mir gänzlich unbekannte Band, die aber mein Interesse aufgrund ihrer sehr guten Internetpage und dem klangvollen Namen recht schnell weckte. Ihr Name STORMGARDE, beheimatet im guten alten Ruhrpott mitten in good old Germany. Nicht lange gezögert und den guten eine Mail geschrieben mit der Anfrage ihr Debütalbum mal genauer unter die Lupe nehmen zu wollen. Es dauert zwar ein wenig, klar die Leutchen haben ja auch noch andere Sachen zu tun außer die Band am Leben zu halten, aber schließlich erhielt ich von der Sängerin Sabrina eine nette Mail mit dem versprechen mir ein Promo Exemplar zukommen zu lassen. Gesagt getan, ein paar Tage später hielt ich das Debütalbum „The Answer“ in den Händen. Noch kurz ein paar Basisfakten, bevor wir zum musikalischen kommen.
Das Gründungsdatum erschließt sich mir nicht ganz, dürfte aber um die Jahrtausendwende gewesen sein, denn seit 2001 spielen STORMGARDE live. Man spielte sich auf einige Festivals (z.B. dem Dong Open Air, dem Celtic Rock und dem Steel meets Steel) den Hintern ab und konnte sich dabei schon einer Menge Fans bekannt machen. 2004 erschien das erste Demo, welches sehr großen Downloadanklang bei den Fans fand und so entschloss man sich 2006 das Debütalbum „The Answer“ in Angriff zu nehmen, welches 2008 dann in Eigenregie veröffentlicht wurde. Zu beziehen ist das Album nur über die Bandhomepage.
Die aktuelle Bandbesetzung ließt sich so, Pfanny (Bass), Günter (Schlagzeug), Sebastian (Gitarre), Sabrina (Gesang) und Markus Biehl (Gitarre). Stilistisch findet man sich in der Melodic Metal Ecke wieder, in Anlehnung an NIGHTWISH, HAMMERFALL oder auch ein bisschen RUSH. So nun springen wir aber direkt rein in die Scheibe.
Gestartet wird gleich mit dem Titeltrack „The Answer“. Ein mit Keyboards unterlegter Anfang weicht recht schnell einem eingängigen Groove der uns den gesamten Song über begleitet. Fronterin Sabrina’s Stimme ist in mittlerer Tonlage gehalten, die recht gut zur Mucke passt. Ein eingängiger Chorus ist natürlich auch an Bord, von daher geht die Nummer voll in Ordnung.
Richtig gut reinlaufen tut dann auch „Like a Prison“, welches mit einem tighten Schlagzeugspiel, Tempowechseln und einem starken Chorus aufwarten kann. Die Keyboardarbeit im Mittelteil ist auch gut und passt perfekt zur Nummer.
Ein Volltreffer ist aber auf jeden Fall „The Voice“. Eine coole Instrumentierung paart sich hier mit einem Chorus, der sich schon nach kurzer Zeit in die Gehörgänge reinfrisst! Bislang die beste Nummer auf der Platte, dürfte Live auch ganz gut abgehen.
Ordentlich Gas geben STORMGARDE dann bei „Tornado“. Treibende Schlagzeug und Bassparts, sowie der packen Chorus sind hier die Hauptmerkmale der Nummer und machen das Ganze zu einem absoluten Hörgenuss. Hier kommt Sabrina’s Stimme auch manchmal ein wenig „dreckiger“ rüber, was sich auch absolut hören lassen kann.
Zum beinahe Abschluss der Platte präsentiert man uns die starke Ballade „Sitting here“, bei der Sabrina zeigen kann, das ihre Stimme auch sehr gut für die ruhigen Töne geeignet ist.
Das abschließende Everything (I did was wrong) ist zwar ganz ok, fällt aber irgendwie ein bisschen zu den vorherigen Nummern ab. Kann mich nicht ganz überzeugen.
Anspieltipps:
Die stärksten Tracks sind auf jeden Fall “The Answer”, “The Voice” und “Tornado”. Sollte man sich auf jeden Fall mal zur Gemüte führen!
Fazit :
Unverhofft kommt oft würde ich sagen. STORMGARDE beweisen das es sich durchaus lohnt auch mal in den Underground reinzuschnuppern. Die Band überzeugt auf ihrem Debütalbum “The Answer” mit guten Songwriting und einer guten Umsetzung der Songs. Das Prinzip von eingängigen Songs haben sie auch verstanden, also alles Dinge die nur förderlich sind für die Zukunft.
Natürlich sind nicht alle Songs Volltreffer, aber das erwartet ja auch keiner bei der ersten Platte.
Gute 8 Punkte kann ich aber auf jeden Fall vergeben und hoffe das STORMGARDE auf jeden Fall so weiter machen!
WERTUNG:

Trackliste:

01. The Answer
02. Sphere of Dreams
03. Like a Prison
04. The Nightstorm
05. The Voice
06. Fear
07. Tornado
08. Left Alone
09. Sitting here
10. Everything (I did was wrong)
Julian