BLOODBOUND – War of Dragons

Band: Bloodbound
Album: War of Dragons
Spielzeit: 45:11 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 24.02.2017
Homepage: www.bloodbound.se

Nicht wenige Szenebeobachter zeigen sich über die enorme Entwicklung der Power Metaller BLOODBOUND erstaunt. Nicht dass man den Schweden je ihre Qualität absprechen wollte; aber einen derartigen Popularitätsschub, wie ihn die Truppe seit ein paar Jahren erfährt, sah man nicht kommen. Dabei sind das die Früchte harter Arbeit, denn seit Festigung des Line-Ups vor gut 5 Jahren (nach Einstieg von Sänger Patrik Johansson) ist der Schweden-Sechser auch vermehrt livehaftig auf Europas Bühnen zu bewundern. Tourneen mit HAMMERFALL, U.D.O. und zuletzt SABATON machten BLOODBOUND selbst zu einer festen Größe.
Das neue Album „War Of Dragons“ stellt erneut einen wichtigen Schritt für BLOODBOUND dar. War schon das letzte Studiolbum „Stormborn“ (2014) bombastischer angelegt, so wird diese Entwicklung auf dem neuen Longplayer rasant vorangetrieben  – was hier durchaus wörtlich genommen werden darf, denn ‚War Of Dragons‘ verbindet den auf „Stormborn“ eingeschlagenen Weg mit speedlastigerem Songmaterial. Dass dabei weder Melodie von Hymnenhaftigkeit zu kurz kommen, zeigt deutlich, wie sehr BLOODBOUND in den über 10 Jahren seit ihrem Debüt „Nosferatu“ gereift sind –und wie gut sie ihre Stärken kennen.
Schauen wir mal ob man mit dem neuen Album den glorreichen Siegeszug fortsetzen kann und horchen geschwind in den Opener „A new Era Begins“ rein der uns als atmosphärisches Intro gut in die Thematik der Scheibe einführt.
Als ersten richtigen Song wird uns hier das schon aus dem Internet bekannte „Battle in the Sky“ präsentiert. Und schon nach kurzem ist man mitten drin in einem absolut typischen BLOODBOUND Track der schön zwischen Heavyness und Melodic hin und her schwenkt! Natürlich mit einem Ohrwurmchorus ausgestattet und der ebenfalls so typischen Keyboardbegleitung.
Ebenfalls mit viel Keyboards kommt „Tears of a Dragonheart“ im Anschluss daher, bevor bei „War of Dragons“ ein bisschen SABATON Feeling hochkommt. Man merkt das die Jungs viel Zeit mit den schwedischen Senkrechtstartern verbracht haben! Was jetzt definitiv nicht schlecht gemeint ist.
Im Mittelteil haben wir dann mit dem atmosphärischen, leicht epischen „Silver Wings“, „ Stand and Fight“, wieder mit ordentlichem SABATON Einschlag, und dem brachialen „King of Swords“ die nächsten absoluten Ohrbomben zu verzeichnen.
Die SABATON Vergleiche finden dann mit dem folgenden „Fallen Heroes“ ihren absoluten Höhepunkt! Was ein Track, ein wahrer Ohrenschmaus!
Und auch im letzten Abschnitt, hier können wir es kurz machen, bleibt der Band ihrer Linie treu und lässt auch qualitativ kein Stück nach.
Nach dem verklingen des letzten Tons von „Dragons are Forever“ drückt man dann sehr gerne erneut die Play Taste und lässt sich noch mal mit einer ordentlichen Dosis Melodic Power Metal verwöhnen!

Anspieltipps:

Schlechte Tracks sucht ihr hier vergebens, greift hin wo ihr wollt, alles ist bärenstark!

Fazit :

Schon das letzte Album “Stormborn” fuhr bei uns die Höchstnote ein und das ist auch ohne Wenn und Aber dieses Mal wieder der Fall! Wer BLOODBOUND bisher gemocht hat, wird auch hier wieder voll auf seine Kosten kommen!
Man lehnt sich zwar etwas mehr an die Überväter von SABATON an und auch das Keyboard kommt stärker zum Einsatz, aber das alles sind definitiv keine schlechten Änderungen.
Ich bin mir sicher das auch dieses BLOODBOUND Album auf einigen Hitlisten dieses Jahr vorkommt und so langsam sollte man die Band definitiv auf dem Zettel haben!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. A new Era Begins
02. Battle in the Sky
03. Tears of a Dragonheart
04. War of Dragons
05. Silver Wings
06. Stand and Fight
07. King of Swords
08. Fallen Heroes
09. Guardians at Heavens Gate
10. Symphony Satana
11. Starfall
12. Dragons are Forever

Julian

FIREWIND – Immortals

Band: Firewind
Album: Immortals
Spielzeit: 44:38 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Century Media  
Veröffentlichung: 20.01.2017
Homepage: www.firewind.gr

Fünf Jahre nach ihrem letzten Album „Few Against Many“ kehren die griechischen Power Metal Urväter von FIREWIND endlich wieder zurück auf die musikalische Bildfläche! Gut Bandgründer Gus G war schwer beschäftigt die letzten Jahre, brachte er doch zwei Soloalben raus und ist Gitarrist bei Ozzy Osbourne da kann man schon mal die erste Liebe etwas nach hinten stellen, aber nun sind er und seine Mannen Gott sei Dank wieder da! Obwohl nicht alle Manne sind wieder mit an Bord, auf der Strecke geblieben ist leider Fronter Apolo dessen Nachfolger ist niemand geringeres als Henning Basse (Ex METALIUM)! Schlagzeuger Jo Nunez ist ja nicht mehr so neu, war er doch schon auf der letzten Platte zu hören.
Und noch etwas ist neu, die Band versucht sich nun mal an einem Konzeptalbum und hat dazu auf „Immortals“ die größten historischen und mythischen griechischen Geschichten vertont!
Einiges Neues also im Hause FIREWIND, man darf gespannt sein wie das neue Album so tönt, den ersten Eindruck davon bekommt man mit „Hands of Time“ welches ja schon vorab im Internet zu bestaunen war. Und hier macht die Band direkt aber mal so gar keine Gefangenen! Schnell, druckvoll und mega eingängig geht der Track zu Werke und dazu kommt noch der charakteristische, raue Gesang von Neufronter Henning. Ein Machwerk sonder gleichen, direkt zum Einstieg, das kann ja heiter werden!
Das zweite Mal so richtig weg geblasen werden wir dann bei Track Nummero Zwo „We Defy“. Ähnlich druckvoll und eingängig aber einen kleinen Ticken langsamer geht es hier zur Sache. Ebenfalls eine geniale Nummer!
Der nächste Internettrack gibt es dann mit dem epischen „Ode to Leonidas“ zu bestaunen. Und auch hier gehen wieder nur beide Daumen nach oben für die Nummer, die nach einem sanften Beginn so richtig an Fahrt aufnimmt und sich metertief in eure Gehörgänge graben wird!
Zum ersten Mal richtige Keyboardunterstützung gibt es dann bei „Back on the Throne“ zu Beginn bevor auch hier ziemlich amtlich die Metalriffs kreisen gelassen werden. Auch hier macht man ebenfalls wieder nicht viel falsch, bleibt aber etwas unterhalb der Bombenqualität der ersten Tracks.
Akkustikgitarre und sanfterer Gesang gibt es dann zu Beginn von „Live and Die by the Sword“ auf die Ohren bevor auch hier dann die Geschwindigkeit und die Metalbreitseite voll angezogen wird. Hier sind wir aber eher im klassischen Midtempobereich unterwegs.
„War of Ages“ im Anschluss ist zwar kein Ausfall, kann aber bislang als schwächster Track verbucht werden, bevor uns dann mit „Lady of 1000 Sorrows“ eine waschechte Halbballade erwartet wo Sänger Henning natürlich absolut glänzen kann!
Der Titeltrack „Immortals“ ist das „nur“ ein Instrumental geworden, aber definitiv eins von der besseren Sorte was Mastermind Gus in absoluter Höchstform präsentiert.
Die zwei Tracks „Warriors and Saints“ und „Rise from the Ashes“ zum Abschluss des Albums sind dann wieder etwas schwächer ausgefallen als der Rest, von richtigen Ausfällen kann man aber auch hier absolut nicht reden.

Anspieltipps:

Hier tönen definitiv “Hands of Time”, “We Defy”, “Ode to Leonidas”, “Live and Die by the Sword” sowie “Lady of 1000 Sorrows” am Besten.

Fazit :

Hach wie gut tut das FIREWIND mal wieder zu hören! Die Jungs waren viel zu lange weg von der Bildfläche! Der neue Sänger Henning passt wie Arsch auf Eimer zur Mucke auch wenn er anders klingt als Apolo.
Zum Schluss geht den Jungs ein klein wenig die Puste aus, aber das ist meckern auf hohem Niveau! Für alle Fans der Band und des Power Metal Genre ist diese Platte eine absolute Pflichtanschaffung in diesem Jahr! Und es sollte mit dem Teufel zu gehen wenn das gute Stück nicht in einigen Hitlisten auftaucht!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Hands of Time
02. We Defy
03. Ode to Leonidas
04. Back on the Throne
05. Live and Die by the Sword
06. War of Ages
07. Lady of 1000 Sorrows
08. Immortals
09. Warriors and Saints
10. Rise from the Ashes

Julian

VICTORIUS – Heart of the Phoenix

Band: Victorius
Album: Heart of the Phoenix
Spielzeit: 45:26 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Massacre Records  
Veröffentlichung: 13.01.2017
Homepage: www.victoriusmetal.net

Einer DER deutschen Power Metal Newcomer der letzten Jahre sind mit Sicherheit die Jungs von VICTORIUS! Seit der Gründung vor knapp 10 Jahren hat man bislang drei Alben veröffentlicht und dieser Tage erscheint das vierte Album „Heart of the Phoenix“. Auf diesem wird erneut die ganze Stärke der Band präsentiert, starke Melodien, einprägsame Refrains und ein typischer klarer Metalgesang!
Etwas ist aber neu bei den Jungs, denn man hat das Label gewechselt und ist nun bei dem Traditionslabel Massacre Records unter Vertrag.
Mal schauen ob sonst wirklich alles beim alten geblieben ist? Der Opener „Shadowwarriors“ gibt da einen ersten Eindruck. Und was soll ich groß sagen, man macht da weiter wo man auf dem letzten Album „Dreamchaser“ aufgehört hat! Melodische, schnelle Melodien graben sich quasi metertief in die Gehörgänge des Hörers.
Das dieser Umstand keine Eintagsfliege des Openers war, stellt man dann schnell bei dem Genuss der nächsten Tracks „Hero“, End of the Rainbow“, „Die by my Sword“ und „Sons of Orion“ fest! Die Band zeigt sich hier auch sehr variabel und ist nicht immer im absoluten Höchstgeschwindigkeitsbereich unterwegs, eine Wohltat für den Schlagzeuger der Größtenteils auf der Scheibe Schwerstarbeit verrichtet : ) .
Die zweite Hälfte der Platte wird mit dem Titelstück „Heart of the Phoenix“ standesgemäß und qualitativ hochwertig eröffnet, bevor uns mit „Empire of the Dragonking“ ein weiteres absolutes Highlight des Silberlings erwartet!
Apropos Highlight, davon haben wir im weiteren Verlauf noch ein paar im Angebot, zum Beispiel das schnelle, melodische „Beyond the Iron Sky“, das harte „Virus“ oder das abschließende, epische „A Million Lightyears“, welches mit einem tollen weiblich/männlichen Wechselgesang aufwartet.
Ihr seht also für Unterhaltung ist bestens und vollumfänglich auf dem neuen VICTORIUS Album gesorgt!

Anspieltipps:

Hier gibt es keine wirklichen schlechten Songs. Zieht euch rein was ihr wollt, alles ist absolut hörbar und auf höchsten Level!

Fazit :

Wie schon erwähnt machen VICTORIUS genau da weiter wo sie beim letzten Album aufgehört haben! Das bezieht sich auf die musikalische Ausrichtung ebenso wie die Qualität und Eingängigkeit der dargebotenen Songs!
Somit haben wir hier das erste dicke Ausrufezeichen im Power Metalbereich und direkt den ersten absoluten Kauftipp des noch jungen, neuen Jahres.
Power Metalanhänger sollten sich diesen Diamanten nicht entgehen lassen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Shadowwarriors
02. Hero
03. End of the Rainbow
04. Die by my Sword
05. Sons of Orion
06. Heart of the Phoenix
07. Empire of the Dragonking
08. Hammer of Justice
09. Beyond the Iron Sky
10. Virus
11. A Million Lightyears

Julian

ENBOUND – The Backened Heart

enbound-cover-webBand: Enbound
Album: The Blackened Heart
Spielzeit: 39:56 min
Stilrichtung: Power/Melodic Metal
Plattenfirma:  Inner Wound Recordings
Veröffentlichung: 18.11.2016
Homepage: www.facebook.com/enbound

Nach 5 langen Jahren gibt es endlich mal wieder neuen Stoff der schwedischen Metaller von ENBOUND! Die Band wurde 2006 von Mike Cameron Force gegründet und es dauerte dann bis ins Jahr 2011 bis die Band ihr Debütalbum „And she Says Gold“ veröffentlichte. Dieses schlug in der Szene ein wie eine Bombe, was nicht nur an dem tollen Gesang des bekannten Fronters Lee Hunter (Lars Säfsund von WORK OF ART) lag!
Das neue Album „The Blackened Heart“ wurde von Jacob Hansen gemischt und beinhaltet mit Sängerin Linnea Wikström (KAMELOT, THERION) einen Gastauftritt. Mal schauen ob die musikalische Qualität ähnlich hoch ist, wie auf dem Debüt.
Mit dem Opener „Falling“ legt man auf jeden Fall schon mal zielsicher auf die Topbewertung los. Flotte melodische mit Keyboard unterstützte Riffs bahnen sich genauso ihren Weg in die Gehörgänge wie der tolle Refrain der es auch absolut in sich hat. Ein Beginn nach Maß also!
Noch einen Ticken besser, weil noch eingängiger, präsentiert sich dann das anschließende „Give Me Light“ dicht gefolgt von „Crossroads“ welches mit einem absoluten Sahnechorus aufwarten kann. Hier dürfte jeder Fan für die lange Wartezeit aber so was von entschädigt werden!
Das folgende „Get Ready For“ mutet erstmal wie eine Ballade an, steigert sich dann aber im weiteren Verlauf wieder zu dem typischen ENBOUND Midtempokracher inklusive Ohrwurmchorus. Absolut erstaunlich wie die Band bislang Hit für Hit und Killerrefrain für Killerrefrain quasi aus dem Ärmel schüttelt.
Daran ändert sich dann im weiteren Verlauf auch nicht großartig etwas, egal ob wir „Feel my Flame“, das eher epische „Twelve“, oder „Holy Grail“ welches einen leichten Mainstreamtouch nicht verleugnen kann, anchecken alles ist hier erste Sahne!
Bleibt uns nur noch das Abschlussdrittel wo der letzte Song der Platte „Make you so unreal“ nochmal so richtig punkten kann.

Anspieltipps:

Hier herrscht wieder absolute Sahnequalität vor, greift hin wo ihr wollt, es ist alles als Anspieltipp geeignet.

Fazit :

Eins kann man hier relativ schnell festhalten, die lange Wartezeit hat sich auf jeden Fall gelohnt! Erneut holen ENBOUND hier zum großen Schlag aus und schaffen es aus dem Stand die Qualität des Debütalbums zu halten und vielleicht sogar ein bisschen zu übertreffen.
Hier haben wir es einfach mit einem griffigen Melodic/Power Metalalbum zu tun das spät auf die Bestenliste für dieses Jahr aufspringt und dort mit Sicherheit bei einigen Fans zu finden sein wird.
Applaus nach Schweden für dieses tolle Album!

WERTUNG:

9

 

 

Trackliste:

01. Falling
02. Give Me Light
03. Crossroad
04. Get Ready For
05. Feel my Flame
06. Twelve
07. Holy Grail
08. HIO
09. They don‘t really know
10. Make you so unreal

Julian

DARK SUN – Chronicles of Aravan

dark-sun-aravanBand: Dark Sun
Album: Chronicles of Aravan
Spielzeit: 57:08 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma:  FC Metal
Veröffentlichung: 28.10.2016
Homepage: www.darksunweb.com

Die spanischen Power Metaller von DARK SUN haben seit ihrer Gründung 2002 schon 5 Alben unter das Volk gebracht. Das letzte „Chronicles of Aravan“ wird jetzt in englischer Sprache erneut veröffentlicht, denn bislang zockten die Jungs in ihrer Muttersprache die Songs runter. Vermutlich möchte man damit die Bekanntheit außerhalb Spaniens steigern, denn dort ist die Truppe noch recht unbekannt.
Dies wird sich ja nun für uns zumindestens ändern.
Fans solcher Bands wie HELLOWEEN, BLIND GUARDIAN, STRATOVARIUS, EDGUY oder RHAPSODY OF FIRE sollte die nun folgende Besprechung auf jeden Fall schmecken.
Als Opener hat man das etwas komplex und bombastische „The Battle“ gewählt. Hier kommen sicherlich gleich die RHAPSODY OF FIRE Querverweise voll zum tragen, aber insgesamt ist die Nummer wie gesagt als Opener nicht gerade geeignet, auch wenn wir hier natürlich nicht von einem schlechten Track reden!
Wesentlich besser weil kompakter und eingängiger macht man es dann bei „The Legacy“. Hier werden die Power/Melodic Metalfans auf jeden Fall ihre wahre Freude dran haben. So viel ist direkt klar!
Auch die anschließenden „Dragon Heart“, „Beyond the Gates of Hell“ und „For the Gods“ gehören in diese Kategorie. Hier bekommt der geneigte Fan was er erwartet und wird vollkommen zufriedengestellt.
Man hat sein Pulver aber längst noch nicht verschossen, das beweisen die anschließenden Songs „For the Gods“, „The Red Dwelling“, „Fighthing as One“ sowie „My Last Sunrise“ im Anschluss die mal mehr mal weniger zünden.
Bleiben noch mit „Fragile“ und „Broken Dreams“ die beiden letzten Nummern. Bei „Fragile“ ertönt als Gastbeitrag die Stimme von Ralf Scheepers (PRIMAL FEAR) und bei „Broken Dreams“ gibt sich Peavy Wagner (RAGE) die Ehre. Zu empfehlen sind hier ganz klar beide Nummern, ein sehr starker Abschluss einen Standard Power Metal Album ohne großartige Überraschungen.

Anspieltipps:

Zum antesten sind hier auf jeden Fall “The Legacy”, “Beyond the Gates of Hell”, “Fragile” sowie “Broken Dreams” zu empfehlen.

Fazit :

Die Neuauflage des letzten Albums von DARK SUN hat sich auf jeden Fall gelohnt! Denn der geneigte Power Metalanhänger findet hier eigentlich genau das was er sucht, wenn auch keine wirklichen Innovationen oder Neues. Und genau das ist dann auch der größte Kritikpunkt hier. Irgendwie hat man alles schon ähnlich so schon mal gehört und teilweise ist die Songplatzierung auch etwas hörerschwerend.
Trotz allem haben wir eine starke Leistung die mit der entsprechenden Note gewürdigt wird.

WERTUNG:

7

 

 

Trackliste:

01. The Battle
02. The Legacy
03. Dragon Heart
04. Beyond the Gates of Hell
05. For the Gods
06. See the Light
07. The Red Dwelling
08. Fighting as One
09. My last Sunrise
10. Fragile
11. Broken Dreams

Julian

SKYLINER – Condition Black

skyliner_-_condition_black_-_coverBand: Skyliner
Album: Condition Black
Spielzeit: 60:52 min
Stilrichtung: US Power Metal
Plattenfirma: Limb Music  
Veröffentlichung: 21.10.2016
Homepage: www.skylinermusic.com

Vor zwei Jahren kamen die Amerikaner SKYLINER mit ihrem Debütalbum „Outsiders“ um die Ecke. Darauf geboten wurde uns eine Mixtur aus Power und Prog Metal US metallischer Prägung die durchaus direkt überzeugen konnte.
Nun hat man das neue, zweite Album „Condition Black“ fertig und zeigt sich auf diesem nochmal eine Spur experimenteller und vielseitiger. Zum Beispiel finden wir hier Growls und Thrash Metal Parts die sich mit der bereits bekannten Power/Prog Metal Mischung vereinen.
Personell ist übrigens alles beim alten geblieben, ob die Qualitätsnadel auch wieder so nach oben ausschlägt wie beim Debütalbum werden wir nun zusammen herausfinden.
Als Opener fungiert das überlange Intro „Tidal“ welches atmosphärisch in die Platte einleitet.
Der Titeltrack „Condition Black“ liefert dann noch den gewohnten Sound den man vom Vorgängeralbum schon gewohnt ist und überzeugt direkt auf ganzer Linie. Hier werden aber schon die ersten härtetechnischen Änderungen offensichtlich.
Richtig schön klassisch und ohne großartige Experimente ist dann auch das anschließende „Too Many Voices“ welches ebenfalls komplett überzeugen kann.
Bevor jetzt die zweite Hälfte bestehend aus der Songzusammenstellung „A Divine Triumverate“ ansteht haben wir mit „Cages we Create“ noch eine etwas langsamere, gefühlvollere Nummer die auch auf jeden Fall zu Gefallen weiß.
Nun folgt dann wie schon angesprochene eine Songzusammenstellung, die zusammen eine Art Einheit bilden und konzeptionell verbunden sind.
Und irgendwie gibt es für die Jungs hier kein Halten mehr! Stilistisch zockt man sich quer durch den Gemüsegarten, keine Grenzen mehr, egal ob es Death, Power, Thrash oder Rock ist. Das macht das Ganze sehr schwer fassbar und hörbar wie ich finde. Progressive Fans dürften hier mit Sicherheit dran gefallen finden, mir ist das Ganze aber zu wüst und ohne roten Faden. Dazu sinkt die Qualität der Songs auch ziemlich ab.
Einzig der Abschlusssong „Your Hand in Mine“ kann stellenweise noch gefallen, der Rest fällt leider unten durch, sorry Jungs!

Anspieltipps:

Hier tönen “Condtion Black”, “Too Many Voices”, “Cages we Create” sowie “Your Hand in Mine” definitiv am Besten.

Fazit :

Tja schade, die neue Scheibe von SKYLINER hat gerade im ersten Teil einige starke Tracks zu bieten, mit ihrem konzeptionellen Gesamtwerk im zweiten Abschnitt hat sich die Truppe aber keinen Gefallen getan! Hier wirkt alles nur wüste zusammengeschustert ohne richtiges Konzept dahinter.
Prog Fans dürften wie schon gesagt hier ihre wahre Freude dran haben, für den Otto Normalo Power Metaller ist das Ganze aber nichts!
Somit gibt es dann auch nur insgesamt eine durchschnittliche Bewertung.

WERTUNG:

 5

 

 

Trackliste:

01. Tidal
02. Condition Black
03. Too Many Voices
04. No World Order
05. Cages we Create
06. Starseeker
07. Interlude I: The Firmament
08. As Above, So Below
09. Interlude II: The Dance of Bliss
10. The Morbid Architect
11. Your Hand in Mine

Julian

DARKEST SINS – The Broken

darkest-sins-artwork-done-by-jan-yrlundBand: Darkest Sins
Album: The Broken
Spielzeit: 47:51 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma:  Pride & Joy Music
Veröffentlichung: 21.10.2016
Homepage: www.facebook.com/darkestinsband

Newcomer Alarm in unserer Rock-Garage! Denn die norwegischen Power Metaller von DARKEST SINS werfen mit „The Broken“ ihr Debütalbum auf den Markt. 2009 gründete sich die Band und verfügt mit Anniken Rasmussen eine stimmgewaltige Frontfrau die den Jungs ordentlich Feuer macht! Aber nicht nur das die gute Dame bedient auch die dicken Saiten und auch Gitarrist und Gründer Marius Danielsen ist ebenfalls am Gesang vertreten. Zwei Sänger das verheißt ja schon mal richtig Gutes würde ich sagen!
Das Debütalbum wurde von Piet Sielck (IRON SAVIOR) gemischt und gemastert und die Band arbeitete drei Jahre an der Platte. Stilistisch ist man im Power/Melodic Metalsektor unterwegs und besticht dort aber mit einer stilistischen Vielseitigkeit.
Als Gastsänger ist hier, mal wieder!, Fabio Lione (RHAPSODY OF FIRE) zu finden.
Mit dem Titelstück „The Broken“ beginnt das Debütalbum erstmal etwas verhalten. Denn es braucht ein wenig bis die Nummer so richtig in Fahrt kommt. Als Opener ist das vielleicht nicht so geschickt gewählt, aber der Song kann sich definitiv im weiteren Verlauf steigern. Dazu beitragen tun natürlich der tolle Wechselgesang der zwei angesprochenen Sängern und die eingängigen Melodien und Refrains. 
Die inoffizielle Bandhymne „Darkest Sins“ folgt dann als Nächstes. Hier ist man ebenfalls schön songdienlich und nicht zu komplex unterwegs, so das auch dieser Track direkt auf die Hitliste wandert.
Nun folgt ein schöner Doppelpack bestehend aus „Fear“ und „Domineer“ die beide auch absolut qualitativ ins oberste Regal greifen. Zwar sind auch diese Tracks nicht wirklich abwechslungsreich und bewegen sich eher im Midtempobereich, aber gut gemacht ist gut gemacht!
Die nächste Power Metal Perle erwartet uns dann mit „Rough Love“ wo der Chorus zwar übelst einfach aber dermaßen kleben bleibt das es eine wahre Freude ist.
Als Abschluss hat man uns mit dem über 11 Minuten langen „Far Away“ einen richtigen Brocken gesetzt der leider nicht an die bisherigen Hits anknüpfen kann. Da hilft auch Gastsänger Fabio nicht wirklich. Interessant und abwechslungsreich ist das Ganze auf jeden Fall aber so richtig überzeugend ist halt in Summe dann nicht. Übrigens die dazwischen liegenden „World on Fire“ und „Slowly Dying“ fallen leider in die gleiche Kategorie.

Anspieltipps:

Am Ehesten sollten euch hier “The Broken”, “Darkest Sins”, “Fear” sowie “Rough Love” gefallen.

Fazit :

Schade, im letzten Abschnitt leisten sich DARKEST SIN einige Schnitzer sonst wäre die Benotung hier höher ausgefallen. Die ersten Tracks sind aber richtig stark und gepaart mit dem tollen, nicht alltäglichen männlich/weiblichen Wechselgesang haben wir ein starkes Debütalbum zu vermelden, welches sicherlich einige Fans finden wird! Ich bin gespannt was wir noch von der Band hören werden, beim nächste Mal kann man aber getrost auf Gastsänger verzichten, ihr schafft das auch ganz gut alleine!

WERTUNG:

7

 

 

Trackliste:

01. The Broken
02. Darkest Sins
03. Fear
04. Domineer
05. World on Fire
06. Rough Love
07. Slowly Dying
08. Far Away

Julian

WRATHCHILD AMERICA – Climbin‘ the Walls (Re-Release)

wrathchildus_walls_sleeveBand: Wrathchild America
Album: Climbin' the Walls (Re-Release)
Spielzeit: 43:44 min
Stilrichtung: Thrash Metal, Power Metal, Heavy Metal
Plattenfirma: Rock Candy Records
Veröffentlichung: 02.09.2016
Homepage: www.rockcandyrecords.com

Ein feines Cover Artwork von Ed Repka (u.a. Death, Megadeth), gleich das Debüt beim Branchenriesen Atlantic Records und an den Tonreglern der erfahrene Mark Dearnley (AC/DC, Krokus) – die Zeichen standen auf Sturm, als WRATHCHILD AMERICA ihre erste Platte 1989 auf die hungrige Metal Szene los liessen. War die Band ursprünglich eher im Heavy Metal verortet, so hatten neue Thrash Bands wie z.B. Metallica, mit Ihren heftigen Sounds einen bleibenden auf das Quartett aus Baltimore in Maryland hinterlassen. Nach einigen Besetzungswechseln konzentrierte sich die Truppe um den singenden Bassisten Brad Divens darauf den mittlerweile etablierten Thrash Acts etwas Gehaltvolles entgegen zu setzen. Aus heutiger Sicht fällt es schwer nachzuvollziehen warum "Climbin' the Walls" nicht den Erfolg hatte, den es fraglos verdient gehabt hätte: WRATHCHILD AMERICA hatten handwerkliche Einiges zu bieten (die Gitarrenarbeit ist erstklassig), die Produktion ist top (auch wenn die Classic Rock Vergangenheit von Dearnley klar herauszuhören ist) und die Songs hatten allesamt Substanz.

Bereits das Eröffnungsdoppel aus den beiden speedigen "Climbin' the Walls" und "Hell's Gate" macht keine Gefangenen und funktioniert auch heute noch ganz hervorragend. Neben weiteren hochwertigen, schmissigen Thrash Metal Tracks wie "Candy from a Madman" oder "No Deposit, No Return" gibt es mit "Hernia" ein feines Instrumental und mit "Time" eine gar gelungene Pink Floyd Coverversion auf die Ohren. Letzterer Track, ebenso wie das deutlich im Powermetal verwurzelte "Day of the Thunder" lassen dann auch die Vergangenheit der Band erahnen, die sich in unzähligen Clubgigs als Coverband Ihre Hörner abgestossen, ihr ganz eigenes Profil hart erarbeitet haben und auf ihrem Debüt als ernstzunehmender Gegner in den Ring gestiegen sind. Warum aus der ganz grossen Karriere dann leider doch nichts geworden ist, kann man in den gewohnt guten Linernotes nachlesen. Und als i-Tüpfelchen gibt es noch ein gutes Re-Mastering obendrauf.

"Climbin' the Walls" kann sich jeder Metal Jünger völlig zweifelsfrei ins Regal stellen. WRATHCHILD AMERICA stellten tatsächlich so was wie eine Konsens-Band dar, die das beste aus dem klassischen Metal als auch den (damals) nuern und extremeren Spielarten wie Thrash vereinten. Da das nun vorliegenden Rundum-Sorglos Packet aus dem Hause Rock Candy Records das Album in einer wertigen Neuausgabe umso interessanter macht ist persönliches Antesten dringend empfohlen.

WERTUNG:

8

 

 

Trackliste

01. Climbin' the Walls
02. Hell's Gate
03. No Deposit, No Return
04. Hernia
05. London After Midnight
06. Candy from a Madman
07. Silent Darkness (Smothered Life)
08. Time
09. Day of the Thunder

Mario

SONATA ARCTICA – The Ninth Hour

sonata-arctica-the-ninth-hour-artworkBand: Sonata Arctica
Album: The Ninth Hour
Spielzeit: 62:07 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast Records 
Veröffentlichung: 07.10.2016
Homepage: www.sonataarctica.info

Nachdem ich mit dem letzten Album „Pariah‘s Child“ auch mal auf die Power Metaller von SONATA ARCTICA aufmerksam wurde, war es für mich natürlich klar das ich auch das neue Werk „The Ninth Hour“ unter die Lupe nehmen muss!
Findige und kundige Fans werden bei dem Albumtitel direkt an die „neunte Stunde“ denken, die Stunde an der laut christlichem Glauben Jesus gekreuzigt wurde. Und in der Tat referenziert das Album darauf. Die Menschheit braucht aktuell keine Bibel mehr, um zu wissen, dass sie kurz vor der „neunten Stunde“ steht, der Tageszeit, zu der Jesus am Kreuz starb. Die Zeit ist gekommen, um zu bereuen und Buße zu tun, doch nicht im religiösen Sinne, sondern in einem komplett realitätsnahen Kontext. Mit der totalen atomaren Zerstörung in greifbarer Nähe, fataler Umweltverschmutzung an der Tagesordnung und der Nachlässigkeit, die der Mensch im Umgang mit der Natur an den Tag legt, ist es kein Wunder, dass selbst den gutgelaunten Melodic Metal Finnen von SONATA ARCTICA langsam mulmig zumute wird. Und obwohl ihr Sound weiterhin von flitzenden Gitarrensoli, breiten Keyboardteppichen und Tony Kakkos unverwechselbarer Stimme geprägt ist, schimmert doch ein düsterer Weltschmerz durch ihr mittlerweile neuntes Studioalbum „The Ninth Hour“.
Dies sind die markigen Worte meiner vorliegenden Promoinfo. Und nun wollen wir uns dem neuen Album der 17 jährigen Bandgeschichte mal widmen, welches übrigens im April 2016 aufgenommen und eingespielt wurde.
Zu Beginn begrüßt uns „Closer to an Animal“. Und direkt muss ich mich wundern, ja die Nummer geht in Ordnung und ist auch eingängig, aber irgendwie kommt das Ganze doch sehr handzahm um die Ecke…da habe ich schon wesentlich bessere Opener vor der Nase gehabt!
Das anschließende „Life“ ist dann schon von einem ganz andere Kaliber, auch wenn es hier erneut eher midtempomäßig zugeht. Hier kann man schön mitgehen und den einfachen Chorus wunderbar mit trällern.
Und auch „Fairytale“ kann absolut punkten, hier drückt man auch endlich mal etwas aufs Gaspedal was die Band ja früher so ausgezeichnet hat. Definitiv eine weitere Perle der SONATA ARCTICA Spielkunst!
Sehr schön und überzeugend wenn auch vollkommen anders weil ruhiger ist auch das anschließende „We are what we are“. Hier kann natürlich Tony Kakkos mit seiner Stimme absolut punkten.
Mit dem Mittelteil bestehend aus „Till Death‘s done us apart“ und „Among the Shooting Stars“, kann man nicht komplett überzeugen, irgendwie plätschern die Nummern nur so vor sich hin ohne großartigen Höhepunkt. Besser macht man es dann mit dem, endlich mal zügig, knackigen „Rise a Night“. Eine wahre Wohltat nach den ganzen Midtempotracks zuvor!
Das abwechslungreiche „Fly, Navigate, Communicate“ indem es zumindestens im Refrain wieder zackiger zur Sache geht kann dann ebenfalls noch voll überzeugen.
Der überlange zweite Teil von „White Pearl, Black Oceans“ dürfte ziemliche Vorfreude bei so manchen Fan geschürt haben, ist doch der erste Teil ein wahrer Bandklassiker. Leider kann auch dieser Track wieder nicht vollständig überzeugen, irgendwie ist das Ganze auch sehr blutleer.
Abschließend gibt es dann noch mit „On Faultline“ ein Outro was auch nicht so richtig zu einem erstklassigen Gesamtfazit beitragen kann. 

Anspieltipps:

Hier tönen “Life”, “Fairytal”, “We are what we are”, “Rise a Night” sowie “ Fly, Navigate, Communicate” am Besten.

Fazit :

So begeistert ich doch vom letzten Album “Pariah’s Child” war so enttäuscht bin ich dann doch vom neuen Werk von SONTA ARCTICA. Die Songs kommen größtenteils nie wirklich in Fahrt und zu oft bewegt man sich hier im langsamen Balladen oder Midtempobereich! Atmosphäre und ruhige Momente also ja, Abwechslung und Geschwindigkeit nein.
Natürlich gibt es auch hier wieder einige starke Songs, die Anspieltipps beweisen das ja, aber insgesamt ist der ruhige Songanteil der auch ziemlich blutleer und nicht sehr auffallend daherkommt dann doch zu viel.
Daher leider nur eine solide Bewertung und man sollte als Fan die Scheibe auf jeden Fall vorher erstmal anchecken ob man mit der musikalischen Ausrichtung hier klar kommt!

WERTUNG:

6,5

 

 

Trackliste:

01. Closer to an Animal
02. Life
03. Fairytale
04. We are what we are
05. Till Death‘s done us apart
06. Among the Shooting Stars
07. Rise a Night
08. Fly, Navigate, Communicate
09. Candle Lawns
10. White Pearl, Black Oceans Part II – By the Grace of the Ocean
11. On the Faultline

Julian

SYMPHONITY – King of Persia

symphonity_-_king_of_persia_-_coverBand: Symphonity
Album: King of Persia
Spielzeit: 53:28 min
Stilrichtung: Epic Power Metal
Plattenfirma: Limb Music  
Veröffentlichung: 30.09.2016
Homepage: www.symphonity.com

Bekannte Bands aus Tschechien gibt es nun auch nicht wie Sand am Meer! Die Power Metaller von SYMPHONITY bilden da eine Ausnahme. Die Jungs sind mittlerweile auch schon seit 1994 unterwegs und auch wenn die Bandgeschichte nicht immer ruhig und von zahlreichen Besetzungswechseln geprägt war, blickt man seit 2008 auf ein relativ stabiles Line Up zurück. Im selben Jahr erschient auch das letzte Album „Voice from the Silence“ dessen Nachfolger „King of Persia“ ich euch heute präsentieren darf.
Zuvor noch etwas personelles, denn leider gibt es auch hier wieder Neues zu vermelden. Nachdem Urbasser Tomas Celechovsky überraschend 2012 gestorben ist, bedient nun Ronnie König (SIGNUM REGIS) die dicken Saiten und man hat sich dazu entschieden mit Herbie Langhans (SINBREED, AVANTASIA) einen zweiten Sänger neben Fronter Olaf Hayer in den Bandsound zu integrieren! Ein überraschender Schritt der dem Bandsound nur gut tun kann.
Fans von STRATOVARIUS, SONATA  ARCTICA und RHAPSODY waren schon immer gut im Hause SYMPHONITY aufgehoben und wir schauen nun mal ob das auch beim neuen Output der Band so ist?
Als Opener dient das Titelstück „King of Persia“ und hier fahren die Jungs von SYMPHONITY gleich mal ganz dick auf! Es wird das Gefühl und die Atmosphäre von 1001 Nacht verströmt und obwohl das Ganze ein Überlängentrack ist wird es zu keiner Zeit langweilig und geht gut ins Ohr. Super gut ist der neue, zweite Sänger Herbie Langhans in den Sound integriert. Der Junge hat es definitiv drauf, was man als Szenekenner nicht erst wissen sollte, seit dem der Gute bei AVANTASIA mit an Bord ist. Herbie war schon immer erste Sahne!
Knackiger und melodischer mit weniger Epic geht es dann bei dem folgenden Doppelpack „The Choice“ und „In the Name of God“ zur Sache. Ersteres wird von Herbie alleine gesungen, beim Zweiten sind Herbie und Olaf wieder zusammen am Start.
Wieder mehr in die epische Ecke mit einer Menge Atmosphäre geht dann die grandios von Olaf gesungene Ballade „A Farwell that wasn‘t Meant to be“, welches ebenfalls direkt überzeugen kann und schön zum träumen und mitgehen gleichermaßen anregt.
Nachdem erneut eher flotten und melodischen „Children of the Light“, was wieder von Herbie dominiert wird, haben wir mit dem drögen „Siren Call“ den ersten Durchhänger zu verzeichnen.
Dieser Lapsus wird aber direkt vom wieder ein gängigeren „Live to Tell the Tale“ weggemacht und auch wenn die beiden letzten nun folgenden Tracks „Unwelcome“ und „Out of this World“ nicht ganz an die Klasse der bisherigen Hits anknüpfen können, haben wir es insgesamt und abschließend doch mit einem mehr als überzeugenden neuem SYMPHONITY Album zu tun.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall direkt warm werdet ihr mit “King of Persia”, “The Choice”, “Flying”, “A Farewell that wasn’t Meant to be” und “Live to Hell the Tale”.

Fazit :

SYMPHONITY haben auf ihrem neuen Album fast alles richtig gemacht! Man hat überwiegend richtig starke Tracks am Start, mit Herbie Langhans hat man einen genialen zweiten Sängern in den Reihen der dem bisherigen Sound noch mehr Tiefe bringt und auch die Produktion ist wahrlich nicht von schlechten Eltern.
So ganz schafft man es leider nicht die Songqualität bis zum Schluss zu halten, aber Fans der Band und des Genre werden auf jeden Fall hier bestens unterhalten und erhalten natürlich die absolute Kaufempfehlung für dieses tolle Album!

WERTUNG:

8,5

 

 

Trackliste:

01. King of Persia
02. The Choice
03. In the Name of God
04. Flying
05. A Farewell that wasn‘t Meant to be
06. Children of the Light
07. Siren Call
08. Live to Hell the Tale
09. Unwelcome
10. Out of this World

Julian