RANDOM EYES – Grieve No More

Band: Random Eyes
Album: Grieve No More
Spielzeit: 38:39 min.
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Rock’N’Growl Records
Veröffentlichung: 19.01.2018
Homepage: www.facebook.com/RandomEyesBand

Ein Hoch auf Promo-Sheets. Da hat man als Rezensent gerade zum ersten Mal die neue Scheibe von RANDOM EYES gehört und verbringt nun schlaflose Nächte mit der Frage, welchem Untergenre des Metal man dieses Ding wohl zuordnen könnte. Schließlich die rettende Idee, ein Blick in die Infos für die Presse. Das Label wird es schon wissen. “Genre: Metal”. Na danke.
Generell gehört das mittlerweile vierte Album der Zwei-Mann-plus-Studiomusiker-Truppe in die Power-Metal-Schublade, auch wenn es wohl mit Gewalt versuchen würde, aus ihr auszubrechen. Zu häufig finden sich Häppchen von US Power Metal, Melodic Death Metal, Thrash oder Progressive Metal auf “Grieve No More” wieder, Growls sind gerade auf der ersten Albumhälfte ein fester Bestandteil der Vocals und was im einen Moment ein fröhliches Power-Metal-Riff ist, wird im nächsten Moment durch den Taktwechsel-und-Dissonanzen-Wolf gedreht. Klingt etwas willkürlich? Keine Sorge! Nicht nur kann die Produktion der Scheibe vollends überzeugen, auch die Arrangements, das Songwriting sowie die Leistungen der Musiker zeugen von hochgradiger Professionalität. Und dementsprechend ist “Grieve No More” trotz der Vielzahl seiner Einflüsse ein in sich sehr rundes, Sinn ergebendes Werk, bei dem kein Ton fehl am Platze wirkt.
Mal ist man poppig unterwegs, wie im Refrain von “Two Worlds Collide”, dann böse heavy in den Strophen von “Fate Loves The Fearless”, bevor im Refrain mit dem unfassbar toll heruntergebrochenen Beat die Gänsehautmelodien inklusive schön umgesetzter Backing Vocals ausgepackt werden (ehrlich, Leute, was ein Song!). Noch was Core dazu? Dafür erklärt man sich auf “Damnation” bereit, obgleich dessen Chorus schon wieder so gar nichts mit Core zu tun hat.
Zwischendurch wird es dann auch mal balladesker im 6/8er-Takt gehaltenen “Do What Thou Wilt” oder vergleichsweise straight rockig bei “Scar”.
Und selbst die schwächeren Songs werden durch die grandios kreative Instrumentalarbeit so enorm aufgewertet, dass man dem Album beim besten Willen keine Lückenfüller unterstellen kann.
Einziger Kritikpunkt: Im Verlauf des Albums werden die am Anfang so präsenten Growls immer seltener. Schade, passen sie doch hervorragend zum Sound der Band. Aber “Grieve No More” ist halt kein Wunschkonzert.
Letztendlich ist der Stil der Finnen wohl als Modern Metal zu bezeichnen, doch weiß dieser Begriff die Qualität der Musik von RANDOM EYES nicht komplett zu vermitteln. “Grieve No More” ist stilistisch höchst interessant, gekonnt komponiert, gespielt und gesungen (Sänger Christian Palin agiert auf absolutem Oberklasse-Niveau) und praktisch nie langweilig. Finnland, Du enttäuschst uns nie.

Anspieltipps:
“Grieve No More”, “Fate Loves The Fearless”, “Two Worlds Collide”, “The Final Quest” und „Myopathy“

Fazit:
Kurz und knapp: “Grieve No More” ist eines der ersten Metal-Highlights des neuen Jahres. Intensives Reinhören wird ausdrücklich empfohlen. Ein Blindkauf ebenso. Falsch machen kann man damit wohl nichts.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Trail of Tears
02. Myopathy
03. Grieve No More
04. Fate Loves The Fearless
05. Two Worlds Collide
06. Damnation
07. Do What Thou Wilt
08. Never Too Late
09. Scar
10. The Final Quest

Jannis

REVERENCE – Foreverence (EP)

Band: Reverence
Album: Foreverence (EP)
Spielzeit: 31:05 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Razar Ice Records
Veröffentlichung: 22.12.2017
Homepage: www.reverencemetal.com

Zwei ausgezeichnete Stuidoalben stehen bei den amerikanischen Power Metallern von REVERENCE auf der Habenseite und man befindet sich mitten in der Songwriting Session für das nächste Studioalbum.
Zwischendurch schieben die Jungs aber diese spezielle EP rein die dem im März völlig überraschend verstorbenen Bandmitglied und Gitarristen Peter J Rossi gewidmet ist und auf der seine letzten Kompositionen zu finden sind.
Eine tolle Idee wie ich finde! Zusätzlich zu den neuen Songs gibt es noch zwei Livestücke zu hören die als Anheizer für das anstehende Livealbum der Band dienen sollen. Ach ja leider hat sich auch bei REVERENCE das Bandkarussel gedreht und einen ganz prominenten Namen erwischt!
Denn anstatt des bisherigen Fronters Todd Michael Hall (RIOT V, JACK STARRs BURNING STARR) steht nun Scott Olivia (WIND WRAITH) hinter dem Miko. Mal sehen wie der Junge sich im Vergleich zu seinem großartigen Vorgänger schlägt.
Beim Opener undTitelstück „Foreverence“ handelt es sich eigentlich „nur“ um ein Intro welches gut einleitet, aber ansonsten nicht sehr auffällt.
Das nächste Stück „Fire Lord“ knallt dann um so mehr und hier kann der gute Scott auch mal zeigen was er so drauf! Wuchtige Drums und Bassläufe so wie schneidende Riffs bahnen sich hier ihren Weg in die Gehörgänge. Eine feine Nummer!
Wesentlich rougher, aber auch nochmal einen Ticken eingängiger, kommt dann „Phoenix Rising“ aus den Boxen geballert und findet ebenfalls schnell den Weg auf unsere Anspieltippliste.
Und auch das anschließende „New Order“ findet, nach einem etwas mäßigen Start, seinen Weg in die Gehörgänge und auf eben erwähnte Liste.
Mit dem, dem verstorbenen Bandmitglied Peter J Rossi, gewidmeten Instrumental „Last Flight“ kann ich leider nicht viel anfangen und auch das ruhige „Sleep“ im Anschluss kann nicht an die Klasse der ersten Tracks anschließen.
Die abschließenden Livetracks sind dann zwar in Ordnung, aber irgendwie auch nur Beiwerk und ein Anheizer aufs Live Album. Von daher ist der Abschluss der neue EP leider etwas „unrund“ geworden.

Anspieltipps:

Definitiv “Fire Lord”, “Phoenix Rising” und “New Order.

Fazit :

Keine Frage der neue Fronter Scott Olivia macht seine Sache auf der EP gut und auch die ersten Tracks sind allererste Sahne! Dann gibt es leider einen Bruch zu verzeichnen und die Nummern können nicht mehr so überzeugen!
Insgesamt bleibt aber eine solide Leistung übrig, die definitiv Lust auf die nächsten REVERENCE Alben macht!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Foreverence
02. Fire Lord
03. Phoenix Rising
04. New Order
05. Last Flight (PJR RIP)
06. Sleep
07. When Darkness Calls (Live)
08. Revolution Rising (Live)

Julian

TRAGEDIAN – Unholy Divine

Band: Tragedian
Album: Unholy Divine
Spielzeit: 49:19 min.
Stilrichtung: Melodic Power Metal
Plattenfirma: IceWarrior Records
Veröffentlichung: 05.01.2018
Homepage: www.tragedian.com

Schwermetall in Hamburgern ist generell ein Fall für die Gesundheitsbehörde und ein Anzeichen für schlechte Qualität. Hamburger im Schwermetall sind generell ein Fall für Rock-Garage-Leser und durchaus ein Anzeichen für gute Qualität. Daher lohnt ein Blick auf die Hamburger Power-Metaller TRAGEDIAN allemal, die am 05.01.2018 mit “Unholy Divine” ihren dritten Longplayer auf den (Fisch)markt geworfen haben. Aber genug der billigen Witze, hier kommen die Infos: Über elf Tracks und knapp 50 Minuten Spieldauer liefern TRAGEDIAN sauber produzierten Power Metal mit einer Menge Solosynthesizer. Zudem hat man auf zwei Tracks hochkarätige Gäste am Start, namentlich Kai Hansen (könnte man kennen) an den Gitarren und Bob Katsionis von FIREWIND an den Tasten.
Als musikalischer Haupteinfluss des zu schätzungsweise 85 Prozent im Uptempobereich angesiedelten Albums dienen wohl Stratovarius, was sich vor allem am ausufernden Einsatz von Solo-Keyboards festmachen lässt. Diese machen durchweg Spaß, wirken an einigen Stellen jedoch etwas zu dominant, weshalb sich einige Synth-Parts nicht so recht in das Gesamtkonzept einfügen wollen. Als Kontrast zum Rest der Instrumentalfraktion machen sich jedoch auch diese Synths ziemlich gut und verhelfen TRAGEDIAN zu einem eigenen Sound.
Sänger Alex Blank hat das Zeug zu einem sehr guten Power-Metal-Frontmann. An einigen Stellen trifft er die Töne nicht ganz optimal, das ist in Anbetracht diverser anderer sehr gut gesungener Stellen jedoch wohl eher der Tatsache geschuldet, dass eine Band dieser Größe sich nicht unbedingt ewig Zeit im Studio gönnen kann. Ein wenig mehr Zeit für die Vocal-Aufnahmen hätte sich hier gelohnt.
Ansonsten: Die Songs auf “Unholy Divine” können sich alle durchweg hören lassen. Der ganz große Knaller ist vielleicht nicht dabei, aber der Großteil macht dennoch uneingeschränkt gute Laune – zum Beispiel das finnisch anmutende “Fly Away” mit seinem fröhlichen Keyboard-getränkten Chorus, das hard-rockige “Chasing A Dream” mit seiner schönen Melodieführung im Prechorus und Chorus oder auch “Visions Divine”, das im Refrain gekonnt zwischen Synth-Geshredde und Vocals wechselt. Gerade Keyboarder Dany All muss bei den Aufnahmen einen Heidenspaß gehabt haben.
Kritikpunkte? Nun, manchmal wirken die Arrangements nicht komplett ausgereift, manchmal hinterlassen einige Melodien etwas zu wenig bleibenden Eindruck und manchmal entsteht der Eindruck, dass eine Woche mehr Studiozeit dem Ding doch ganz gut getan hätte. Doch genug kleine Gimmicks – tolle Soli oder interessante Melodieideen – auf der Platte entschuldigen diese Kritik problemlos. Und trotz der sehr dominanten Synths hat man es weitestgehend vollbracht, auf Kitsch zu verzichten. “Unholy Divine” klingt nach einer feinen Symbiose aus deutschem und finnischen Power Metal. Und das kann nichts Schlechtes bedeuten.

Anspieltipps:
“Destined Land”, “Visions Divine”, “Chasing A Dream” “Fly Away” und “Over The Edge”

Fazit:
“Unholy Divine” dürfte in Ausschnitten auf der Party-Playlist jedes keyboardinteressierten Metallers landen, der auch den Bands eine Chance bietet, die nicht das letzte bisschen Seele aus ihrer Arbeit herausproduzieren. Obgleich die meisten Tracks der Platte nicht todeseingängig sind, machen TRAGEDIAN genug Spaß, um gegebenenfalls ihren neusten Release zu kaufen, auf jeden Fall aber mal in nicht nur einen ihrer Songs reinzuhören. Keyboardsolo,

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Devil Calls You
02. Dullahan
03. Revelation 13:18
04. Over The Edge (feat. Kai Hansen)
05. Fly Away
06. Shadow Of The Moon
07. Spectres
08. Chasing A Dream
09. Visions Divine
10. Casting Shadows (feat. Bob Katsionis)
11. Destined Land

Jannis

IRON SAVIOR – Reforged – Riding On Fire

Band: Iron Savior
Album: Reforged – Riding On Fire
Spielzeit: 92:27 min
Stilrichtung: Heavy/Power Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 08.12.2017
Homepage: www.iron-savior.com

IRON SAVIOR muss man eigentlich niemandem mehr vorstellen, oder? Seit 1997 veröffentlichen die Hamburger melodische, kraftvolle und eingängige Science-Fiction-Power-Metal-Alben voller grandioser Melodien und Arrangements. Tatsächlich klingt noch nicht einmal das Debutalbum “Iron Savior” wirklich angestaubt. Warum also in Teilen neu veröffentlichen? Nun, das liegt zum einen daran, dass die ersten fünf Alben der Jungs um Tales-Of-The-Bald-Fronter Piet Sielck kaum noch erhältlich sind, aus rechtlichen Gründen jedoch auch nicht mehr neu aufgelegt werden dürfen.
Da ein Haufen Songs dieser Alben nach wie vor fester Bestandteil jedes SAVIOR-Konzerts ist und in den letzten Jahren die Fangemeinde der Band noch einmal gewachsen sein dürfte, entschloss man sich, die größten Gassenhauer aus der Anfangszeit noch einmal neu einzuspielen. Dass IRON SAVIOR dies ebenso gut können, wie neue Alben aufzunehmen, haben sie bereits bei “Megatropolis 2.0” bewiesen. Und “Reforged” macht ebenso absolut alles richtig.
Der Sound klingt wie der eines neuen SAVIOR-Albums, extrem druckvoll und klar, dabei jedoch gerade in den Gitarren erfreulich roh – allgemein besser als die Originalversionen, obgleich beispielsweise gerade “Battering Ram” 2004 einen hervorragenden individuellen Sound bot.
Die Songauswahl ist in keinster Weise beklagenswert. Die Knaller sind drauf, ein paar Geheimtipps ebenso. Natürlich wird jeder Fan der alten Zeiten ein oder zwei Songs vermissen (hustridingfreehust), aber insgesamt kann die Zusammensetzung als absolut würdig angesehen werden.
Und zu den Songs an sich? Wie von den Kollegen erwartet, hat man den alten Kram nicht nur stumpf runtergespielt und abgemischt. Nein, es gibt mehr, sehr gut geschriebene Backing Vocals, leichte Abwandlungen in den Gesangsmelodien, einige Innovationen vonseiten der Instrumentalfraktion, kleine Tempoanpassungen… Das alles in einem perfekten Ausmaß. Es gibt nicht zu viel Neues, als dass man sich als langjähriger Fan in den Tracks nicht mehr zuhause fühlen würde, aber genug, sich “Reforged” ohne zögern anzuschaffen, ohne davon ausgehen zu müssen, sich zu langweilen.
Tatsächlich haben  IRON SAVIOR mit ihrem neusten Streich zum zweiten Mal vollbracht, einen hervorragenden Spagat zwischen dem modernen Sound der Band und ihren älteren Songs zu schaffen. Für jüngere Fans eine Top-Gelegenheit, mal in die Anfangstage der Band reinzuhören (obwohl nach wie vor ausdrücklich empfohlen werden muss, bei eBay auch mal nach den Original-Alben zu stöbern). Für Fans der ersten Stunde ein willkommenes Werk, um sich die Wartezeit auf das nächste Album zu versüßen. Ja, manchmal lohnt es sich, 18 Euro für Songs auszugeben, die man eigentlich schon kennt!

Anspieltipps:
Alles. Aber vielleicht nicht die YouTube-Version von “Riding On Fire”. Ich habe irgendwie das Gefühl, dass der Sound hier etwas verwaschener klingt. Mag auch an mir liegen.

Fazit:
Hamburger Power Metal ist eh so eine Sache, mit der man nicht viel falsch machen kann. Die ersten fünf Alben von IRON SAVIOR sind sowieso Power-Metal-Geschichte (ohne ihre neuen Veröffentlichungen abwerten zu wollen). Und die besten Songs dieser Alben in neuer Produktion und fetteren, modernisierten Arrangements – was will man mehr? Kauft zur Sicherheit eine Packung Tempos mit. Falls Ihr vor Freude weinen müsst…

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Riding On Fire
02. Battering Ram
03. Brave New World
04. Prisoner Of The Void
05. Titans Of Our Time
06. Eye To Eye
07. For The World
08. Mindfeeder
09. Watcher In The Sky
10. Mind Over Matter
11. Warrior
12. Iron Savior
13. Tales Of The Bold
14. No Heroes
15. Break The Curse
16. Condition Red
17. Protector
18. I’ve Been To Hell
19.Atlantis Falling

Jannis

SABATON – The Art of War (RG Zeitmaschine)

Band: Sabaton
Album: The Art of War
Spielzeit: 49:28 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Black Lodge
Veröffentlichung: 30.05.2008
Homepage: www.sabaton.net

Wie, von den Jungs von SABATON schon eine Zeitmaschine? Oh ja denn die ersten Alben der Jungs haben mittlerweile auch schon gute 10 Jahre und mehr auf dem Buckel und mancher Jungfan kennt vielleicht die ersten Alben gar nicht, da waren die Jungs nämlich noch nicht bei Nuclear Blast unter Vertrag, sondern beim kleinen schwedischen Label Black Lodge.
Und hier erschien auch das vierte Album „The Art of War“ welches damals mein erstes Album der Jungs war und mit dem mich der SABATON Virus komplett infiziert hatte!
Ich weiß noch, aus der Not heraus, weil ich kein Material mehr hatte, stöberte ich damals im Promo Pool des Labels rum, fand das Cover damals recht cool und hörte geschwind rein. Zack! Schon nach kurzer Zeit ließen mich die Songs nicht mehr los! Ein tiefer Gesang, weit ab von jedem Eierkneif Gesang, epischer Powermetal mit brachialen Chören und Melodic was wollte ich mehr!
Das Album behandelte wie immer Schlachten aus dem ersten und zweiten Weltkrieg aber auch einige aus dem Buch „Die Kunst des Krieges“, nachdem das Album dann auch benannt wurde, außerdem war es das erste Album was von den Tägtgren Brüdern produziert wurde, die mittlerweile die Haus und Hof SABATON Produzenten geworden sind.
Mit so Knallersongs wie „Ghost Division“, „The Art of War“, „40:1“, „Cliffs of Gallipoli“ oder auch „The Price of a Mile“ beinhaltete es Stücke die mittlerweile zu Bandklassikern aufgestiegen sind und in keinem Liveset mehr fehlen dürfen.
Hier war ja auch noch die Ursprungsbandmannschaft an Bord, mit echtem Stammkeyboarder, was das Ganze noch etwas von den neusten Veröffentlichungen abhebt.
Also, wenn ich einem Neufan SABATON erklären sollte und er ein gutes, vielleicht sogar das beste, frühe Album hören möchte, dann würde ich ihm „The Art of War“ empfehlen, denn hier fand die Band zu ihrem, damals einzigartigen, Epic Metal der wahre, kleine Geschichten erzählt.
Aus diesen Gründen ist das Album definitiv eine Zeitreise wert gewesen und gehört zu Recht zu einem der Alltimeklassiker der Band!

Trackliste:

01. Sun Tzu Says
02. Ghost Division
03. The Art of War
04. 40:1
05. Unbreakable
06. The Nature of Warfare
07. Cliffs of Gallipoli
08. Tavisota
09. Panzerkampf
10. Union
11. The Price of a Mile
12. Firestorm
13. A Secret

Julian

STORMHOLD – Salvation

Band: Stormhold
Album: Salvation
Spielzeit: 45:36 min.
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Pure Steel Publishing
Veröffentlichung: 08.12.2017
Homepage: www.facebook.com/stormhold.swe

Manchen Alben muss man ein bisschen Einstiegszeit gönnen. Ein würdiges Beispiel stellt STORMHOLDs neuster Streich “Salvation” dar, das zweite Album der Schweden, die unter anderem bereits mit HAMMERFALL und GRAVE DIGGER tourten.
Die Produktion klingt gar nicht übel, doch der Opener “Heart Of A Hero” und das folgende “Black Death” wissen ehrlich gesagt nicht wirklich zu überzeugen. Das liegt primär am recht gewöhnungsbedürftigen Gesang, der etwas dünn jaulend anmutet und von nicht minder gewöhnungsbedürftigen Backing Vocals unterlegt wird. Melodisch ist das Ganze durchaus erfreulich, doch richtige Partystimmung will sich nicht einstellen. Auch die (generell bei den meisten Songs) sehr einfach gehaltenen Soli werten die Sache nicht auf.
Der geduldige Hörer wird jedoch mit dem stärkeren Rest des Albums belohnt, denn ab Track drei fängt “Salvation” an, ordentlich Spaß zu machen. Wie man es gewohnt ist, sind die Texte typisch Power-Metal-klischeebelastet, doch abgesehen davon entwickelt sich das Album ab “The Stranger” zu einem schönen kleinen Stück melodischen, leicht folkigen Power Metals, dem es nicht an authentischer Rohheit mangelt. “Exile”, der folgende Track, ist rein instrumental gehalten und demonstriert, dass STORMHOLD spielerisch doch mehr auf dem Kasten haben, als es einige Soli vermuten lassen. Mit “Path Of No Return” gibt es anschließend eine anständige Halbballade, die hörbar am “Bard’s Song” orientiert ist, dabei jedoch nicht stumpf kopiert. Auch der Sänger beginnt zu gefallen, passt er im Endeffekt doch ziemlich gut zum Sound der Band.
Richtig geil wird’s dann bei “God’s Crusade”. Ein folkiges Riff, ordentlich Geballer, ein schöner Refrain, ein nett eingesetzter Tempowechsel und fein gestaltete Gitarren im Prechorus machen “God’s Crusade” zu einem 1a-Folk-Heavy-Metal-Song. Und das Niveau wird beim stampfenden “Edge Of The World” mit seinem Seemännerchor und seiner vielseitigen Konzeptualisierung gerade im Mittelteil locker gehalten. Hab ich vorhin den Gesang kritisiert? Vergesst das. Es darf gebangt und mitgesungen werden.
Fix geht es anschließend weiter mit “We March”. Die Gitarren- und Bassline während der Strophen geht gut voran und die Shouts im Refrain machen auch diesen Track zu einem korrekten Live-Erlebnis.
Zu guter Letzt wird bei “We’ll Never Fall” gebührend geMANOWARt. Das ist sehr true, kommt mit perfekt promillekompatiblem Refrain, einem schönen Solo und offenbart sich als absolut würdiger Abschlusstrack. Kleiner Tipp an die Band: Vielleicht das nächste Album einfach mit Track drei beginnen!

Anspieltipps:
“The Stranger”, “God’s Crusade”, “Edge Of The World” und “We’ll Never Fall”

Fazit:
“Salvation”braucht ein wenig Zeit, um zu zünden. War der Plan vor Track drei noch, dem Ding eher fünf bis sechs Punkte zu verpassen, steigern sich STORMHOLD ab dem Zeitpunkt doch viel zu sehr, als dass die beiden ersten Tracks noch wirklich ins Gewicht fielen. “Salvation” ist über weite Teile sehr überzeugender Heavy Metal mit deutlicher Power- und schwächerer Folk-Metal-Schlagseite. Dem sollte man auf CD und gerade auch live durchaus mal eine Chance geben.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Heart Of A Hero
02. Black Death
03. The Stranger
04. Exile
05. Path Of No Return
06. God’s Crusade
07. Edge Of The World
08. We March
09. We’ll Never Fall

Jannis

ALMANAC – Kingslayer

Band: Almanac
Album: Kingslayer
Spielzeit: 50:58 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 03.11.2017
Homepage: www.almanac.band

Das ging fix! Knappe 1,5 Jahre nach dem Debütalbum „Tsar“ kehrt die Band ALMANAC von Mastermind und Gitarrenhexer Victor Smolski (Ex RAGE) wieder zurück auf die Bildfläche! Im Gepäck haben sie ihr zweites Album „Kingslayer“ welches sich thematisch an den bekanntesten Königsmorden der Geschichte orientiert. Das Album soll im Vergleich zum Vorgänger eher mehr in Richtung Power als Symphonic Metal gehen, und noch etwas ist neu, die Rytmusfraktion! Denn neu hinter den Kesseln sitzt Athanasios „Zacky“ Tsoukas und die dicken Saiten bedient Tim Rashid. Bei den Stimmen ist allerdings alles beim Alten geblieben und nach wie vor wartet man mit gleich drei Sängern auf. Erneut sind Andy B. Franck, David Readman und Jeannette Marchewka zu hören.
Als Opener erwartet uns der Titel „Regicide“ der hart und episch aus den Boxen kommt und besonders im Refrain seine vollen Stärken ausspielt wenn alle drei Sänger so richtig loslegen. Der Bassgroove der der Nummer als Basis dient ist ebenfalls richtig gut und wahrlich nicht von schlechten Eltern! Toller, starker Einsteigertrack.
„Children of the Sacred Path“ und auch „Guilty as charged“ im Anschluss sind dann eher straighte Power Metalnummern geworden die weniger mit epischen Einflüssen daherkommt. Ganz ok, aber jetzt nicht weltbewegend muss ich sagen. Hier merkt man dann auch das man eher mehr in die Richtung Power Metal gehen wollte.
Die nächsten Songs sind dann aber wieder tolle Hybriden aus Power, Epic und Symphonic Metal! „Hail to the King“, „Losing my Mind“, „Kingslayer“ und „Kingdom of the Blind“ sind definitiv die besten Songs hier auf der gesamten Scheibe zu finden sind und sie heben das Qualitätslevel ganz weit nach oben!
„Headstrong“ bietet dann zu Beginn was für die technisch versierte Instrumentalfraktion, Basser Tim und Gitarrist Victor fahren hier wirklich ganz dick auf, und auch Sängerin Jeannette bekommt ihr ordentlich Platz für ihre abwechslungsreiche Stimme. Der Song an sich ist ebenfalls in Ordnung, guter Power Metal ohne Ausfälle.
Die einzige, aber dafür richtig tolle, Ballade haben wir dann mit „Last Farewell“ dann als vorletzten Song. Hier kommen natürlich die drei Sänger besonders intensiv zu Geltung!
Abschließend bleibt dann noch „Red Flag“ welches wieder recht geradlinigen Metal ohne viel Geschnörkel drumherum bietet.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall müssen hier „Hail to the King“, „Losing my Mind“, „Kingslayer“, „Kingdom of the Blind“ und “Last Farewell” genannt werden.

Fazit :

Man merkt ganz klar das man die Ankündigung mehr in Richtung des härteren Power Metals zu gehen in die Tat umgesetzt hat! Und besonders der Mittelteil, der ja aber aber eher aus den Mischsongs aus Power, Epic und Symphonic Metal besteht, weiß hier absolut zu begeistern! Zusätzlich haben wir hier geniale Instrumentalisten am Werk die ihr Können im Schlaf beherrschen.
Was mich persönlich freut ist das die Sängerin Jeannette hier deutlich mehr Raum als auf dem Vorgängeralbum bekommen hat.
Fans des ersten Album müssen hier definitiv erneut zuschlagen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Regicide
02. Children of the Sacred Path
03. Guilty as charged
04. Hail to the King
05. Losing my Mind
06. Kingslayer
07. Kingdom of the Blind
08. Headstrong
09. Last Farewell
10. Red Flag

Julian

ARRAYAN PATH – Dawn Of Aquarius

Band: Arrayan Path
Album: Dawn Of Aquarius
Spielzeit: 63:38 min.
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Pitchblack Records
Veröffentlichung: 17.11.2017
Homepage: www.facebook.com/arrayanpath

Es stellt sich ein trauriges “Alter was?”-Gefühl ein, wenn man ARRAYAN PATH auf Facebook sucht und feststellen muss, dass diese fantastische Band nicht einmal auf dreitausend Likes kommt. In stiller Hoffnung, dass sich dies mit dem neusten Release der Herren aus Sizilien ändern möge, hier ein paar lobende Worte (kritisierende sind aber auch verdammt schwer zu finden):
1997 gegründet haben ARRAYAN PATH inzwischen drei Alben und zwei Demos veröffentlicht. “Age of Aquarius” kommt mit einer beachtlichen Spielzeit von über einer Stunde, verteilt auf 13 Songs daher, sauber produziert, mit unkonventioneller Hinduthematik und einer Prise Humor – und ist nicht wirklich als Standard-Power-Metal-Album identifizierbar.
Ein leicht progressiver Charakter ist den Songs nicht abzusprechen, offenbart sich jedoch nicht in wilden Taktwechseln und überdominanten Synths, sondern schlicht in der musikalischen Kreativität dieses auf ganz eigene Weise absolut großartigen Werks. Schon der Opener, der nach einem ruhigen Intro direkt mal eine ihresgleichen suchende Strophe auffährt und seinen Höhepunkt im ganz leicht schlageresken Refrain findet, zieht akut in seinen Bann.
Der folgende Track, “The Flower Born Of Itself”, kann diesen Refrain sogar noch überbieten (Ohrwurmgarantie) und punktet zudem mit seiner Rock’n’Roll-Attitüde während der Strophen. Derweil macht sich, so könnte man meinen, das anschließende “Dark Daughter Of The Snake” dezent über DISTURBED lustig.
“The Hundred Names Of Kali Ma” entpuppt sich als das absolute Highlight der Platte. Dieser Refrain, der zum Teil absolut, zum Teil so gar nicht powermetallig erscheint, die tolle Strophenmelodie, der übergänsehautige leicht gesprochen wirkende Gesang im Mittelteil, der unglaublich gekonnt in den überaus dramatischen Endpart übergeht… Was soll’s, hört Euch das selber an, man kann es eh nicht angemessen beschreiben.
Weiter geht’s mit “So It Shall Be Written”, einem verhältnismäßig klassischen Power-Metal-Song, der ebenfalls ins Ohr geht und im Solo fröhlich den letzten Basic-Synth-Sound auspackt, und mit “Dawn Of Aquarius”, dessen Refrain man am liebsten auf Dauerschleife stellen möchte.
Ist zumindest die zweite Hälfte des Albums etwas schwächer? Nein, auch nicht. Alleine der ruhige Anfangspart von “Cremation Ground” mit den hervorragenden Sangeskünsten von Frontmann Nicholas Leptos ist ein Grund, das Album blind zu kaufen, ebenso wie der orientalisch anmutende Chorus. Und auch die übergute Halbballade “Guardian Angel” (Erkennt da am Anfang noch jemand BRITNEYs “Hit Me Baby One More Time” wieder?) sowie das hurtige “The Eleventh Mantra” mit seinem in den Vocals überraschend tief angelegten Chorus und seinem schönen Solopart halten das Niveau des Albums ohne Probleme. Weitere euphorische Ausführungen fehlen nur deshalb, weil sie leider den Rahmen dieser Rezension sprengen würden.

Anspieltipps: “The Hundred Names Of Kali Ma”, “Guardian Angel”, “The Eleventh Mantra”, “The Flower Born Of Itself” – anschließend eigentlich der ganze Rest.

Fazit: Bands wie ARRAYAN PATH braucht der Metal. Die Truppe aus Zypern vereint toll komponierte, unkonventionelle Power-Metal-Melodien mit einer enormen Liebe zum Detail und Können auf spielerischer sowie kompositorischer Ebene. “Dawn Of Aquarius” bietet nicht das, was man erwartet, wenn man nach traditioneller Power-Metal-Kost sucht. Es bietet mehr, ein ungeheuer facettenreiches kleines Gesamtkunstwerk mit sehr eigenem Sound ohne erkennbare Makel, das von vorne bis hinten einfach nur Spaß macht. Gebt dieser Band ein wenig Aufmerksamkeit!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Equilibrium
02. The Flower Born Of Itself
03. Dark Daughter Of The Snake
04. The Hundred Names Of Kali Ma
05. So It Shall Be Written
06. She Who Is Primordial Wisdom
07. Dawn Of Aquarius
08. Cremation Grounds
09. Empress (Reality Of All The Threes)
10. Lotus Eyes
11. The Eleventh Mantra
12. Guardian Angel
13. Garland Of Skulls

Jannis

JACOBS MOOR – Self

Band: Jacobs Moor
Album: Self
Spielzeit: 60:03 min.
Stilrichtung: Power Thrash Metal
Plattenfirma: Bleeding Star Records
Veröffentlichung: 20.10.2017
Homepage: www.jacobsmoor.com

Oh je, ganz vergessen, JACOBS MOOR zu rezensieren. Nun, besser spät als nie widmen wir uns nun mal den fünf Österreichern, die uns bereits am 20.10. mit ihrem zweiten Album beehrt haben. Darauf bewegt man sich stilistisch irgendwo zwischen Thrash, Power, Progressive und Modern Metal und vereint das Ganze tatsächlich zu einem ziemlich harmonischen Gesamtsound. Hinsichtlich der Produktion lässt sich nicht viel meckern. Ein paar mehr Höhen wären schön gewesen, ansonsten klingt das Ganze jedoch durchaus druckvoll und man kann sich gerade hinsichtlich der Tatsache, dass die Band die Produktion selbst in die Hand nahm, überhaupt nicht beschweren.
Bei den einzelnen Songs lässt sich ein gewisses Schema erkennen, das über weite Teile des Albums kompromisslos verfolgt wird: eine Mischung aus unklarem und klarem Gesang, der etwas gewöhnungsbedürftig, dem Sound der Band jedoch durchaus dienlich ist. Dazu tendenziell melodische Refrains, ein Mix aus Midtempogedrumme und knatterndem Doppelbass, gerne garniert mit ein paar Blastbeats. Die Soli lassen selten zu wünschen übrig und die Ausflüge in progressivere Gefilde tun den Jungs aus Wien ebenfalls gut, gerade die kurze Prog-Eskalation im Mittelteil von “Delusion” sei hier lobend hervorgehoben.
Aus dem Schema brechen gerade die letzten zwei Songs aus, von denen ersterer überdurchschnittlich aggressiv, stellenweise beinahe black-metallisch anmutet, und letzterer als überlanger, streckenweise balladesker Track eh aus der Reihe fällt.
Macht das musikalische Konzept von JACOBS MOOR durchaus Spaß, so zeigt sich doch im Verlauf des Albums, dass etwas mehr Eigenständigkeit und Originalität die einzelnen Songs durchaus bereichert hätten. Denn innerhalb ihres speziellen Sounds agieren sie doch ein wenig zu brav, trauen sich oftmals zu wenig und hinterlassen nur als Gesamtkunstwerk einen bleibenden Eindruck. Natürlich, diverse Parts des Albums lassen sich während des Hörens absolut genießen. Der schön schrubbende Gitarrensound von “Watching Atrocities” zum Beispiel, die Gesangsharmonien im Chorus von “Distance”, der Breakdown der Geschwindigkeit im Prechorus von “Neglecting The Path Of The Sun”, um nur einige zu nennen.
Es ist ein gewisses Problem, dass sich JACOBS MOOR hinsichtlich der Findung ihres Stils so experimentierfreudig gezeigt, die Songs an sich aber mit recht wenigen Alleinstellungsmerkmalen versehen haben (von “Hopeless Endeavour” mal abgesehen). Dass sie das nötige Talent dafür hätten, zeigt sich gerade am finalen Track. Der Rest macht Spaß, hinterlässt aber kaum bleibende Eindrücke. Das ist aber nicht schlimm, wenn man beim Kauf von “Self” nicht unbedingt ein Album erwartet, das man sich konzentriert ohne jegliche Ablenkung abends am Kamin geben möchte.

Anspieltipps: “Hopeless Endeavour” und der Rest der etwas stärkeren zweiten Hälfte des Albums

Fazit: Doch, “Self” kann man schon echt machen. Unterhaltsam und stilistisch interessant ist JACOBS MOORs zweiter Longplayer geworden, professionell gespielt und ordentlich produziert. Der ganz große Wurf ist es leider nicht geworden, aber wer Modern-Metal-Melodien und progressive Einflüsse in seinem Geballer mag und sich nach dem neusten Streich von Anette Olzon doch mal wieder die Gehörgänge durchblasten möchte, der sollte hier durchaus mal ein, zwei Ohren riskieren!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. March Of The Flies
02. Watching Atrocities
03. The Absence Of Me
04. Self
05. Falling To Pieces
06. Distance
07. Neglecting The Path Of The Sun
08. Delusion
09. Hate Of A New Kind
10. Hopeless Endeavour

Jannis

BEAST IN BLACK – Berserker

Band: Beast in Black
Album: Berserker
Spielzeit: 43:23 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast Records
Veröffentlichung: 03.11.2017
Homepage: www.beastinblack.com

BEAST IN BLACK ist die neue musikalische Spielwiese von Ex BATTLE BEAST Gründer/Gitarrist Anton Kabanen, der 2015 seine eigene Band verlassen musste. Kurzfristig kam der gute Anton bei den Metallern von WISDOM unter bevor ihn wieder das Fieber packte und er etwas neues, eigenes auf die Beine stellen wollte! Gesagt getan, BEAST IN BLACK waren geboren und er machte sich auf die Suche nach neuen Mitstreitern. Hier sind die bekanntesten Gesichter der Gitarrist Kasperi Heikkinen (Ex U.D.O, Ex AMBERIAN DAWN) sowie Sänger Yannis Papadopoulos der auch bei den Jungs von WARDRUM hinter dem Mikro steht.
Letztgenannter sagte mir zwar auch nicht so viel, was im nach hinein betrachtet eine absolute Bildungslücke war, aber man kann ja auch nicht alles kennen!
Wer die BATTLE BEAST Alben von und mit Anton kennt, dem dürfte schnell klar sein das auch seine neue Band BEAST IN BLACK nicht weit von deren musikalischen Ausrichtung entfernt sein dürfte, denn genauso wird uns der Newcomer angekündigt. Ach ja das man, genauso wie die ehemalige Band beim Branchenriesen Nuclear Blast Records unter Vertrag steht, dürfte somit auch kein Zufall sein.
Aber lassen wir mal alles Unken und konzentrieren uns mal ganz auf die dargebotene Mucke, die mit dem Opener und Bandtrack „Beast in Black“ seinen Anfang nimmt.
Um Gottes Willen was geht denn hier ab? Treibendes Drumming, ein markerschütternder Schrei von Fronter Yannis und ab geht die wilde Fahrt in den Midtempohimmel! Schnell wird klar hier haben wir BEATTLE BEAST 2.0 mit männlichen, mega geilen Gesang und mit ordentlich Keyboardunterstützung! Fans davon werden hier also bestens bedient, dafür sorgt auch der Ohrwurmchorus.
Beim folgenden „Blind and Frozen“ schaut man manchmal etwas ungläubig ob das alles Yannis singt? Aber ja es ist so! Teilweise sing er dermaßen zerbrechlich man glaubt hier erklingt eine weibliche Stimme. Ebenfalls eine absolute Ohrbombe das Stückchen!
Die nächsten Megakracher folgen mit „Blood of a Lion“, dem alles überstrahlenden und abwechslungsreichen „Born Again, „Zodd the Immortal“ und dem epischen „The Fifth Angel“ dann auf dem Fuße.
Nach dem sehr poppige Discoausrutscher „Crazy, Mad, Insane“ geht es direkt wieder in die Erfolgsspur und das Niveau bleibt bis zum Ende extrem hoch. Mit dem ruhigen, epischeren „Ghost in the Rain“ wird dann eine bockstarke Platte eines „Newcomers“ abgeschlossen.

Anspieltipps:

Hier greift ihr nirgends daneben! Alles!

Fazit :

Bis auf einen kleinen Ausrutscher haben wir es hier mit einer absoluten Hitansammlung und Ohrwürmern für alle Power Metalfans mit ordentlich Keyboardverträglichkeit vorliegen! BATTLE BEAST Maniacs müssen hier ebenfalls zuschlagen und wem das alles nicht reicht, der lausche einfach nur mal Fronter Yannis…der Junge hat es aber so was von drauf! Asche über mein Haupt das mir dieser Sänger bislang echt mit seiner Stammband WARDRUM durchgerutscht ist.
Eine Must Have Scheibe 2017 für die angesprochene Zielgruppe!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Beast in Black
02. Blind and Frozen
03. Blood of a Lion
04. Born Again
05. Zodd the Immortal
06. The Fifth Angel
07. Crazy, Mad, Insane
08. Eternal Fire
09. End of the World
10. Ghost in the Rain

Julian