THEM – Return To Hemmersmoor

Band: Them
Album: Return To Hemmersmoor
Spielzeit: 48:43 min
Stilrichtung: Heavy Metal/Thrash Metal
Plattenfirma: Steamhammer/SPV
Veröffentlichung: 30.10.2020
Homepage: www.facebook.com/thembandofficial

KK Fossor und seine deutsch-amerikanischen Freunde kehren also auf Teil drei ihrer Metal-Horrorstory nach Hemmersmoor zurück. Die letzten beiden Alben müssen ganz gute Einnahmen gebracht haben, denn die Rückkehr erfolgt offensichtlich in einem gepanzerten Rennwagen. THEM waren spätestens seit dem Vorgänger “Manor Of The Se7en Gables” eine valide thrashig-härtere Version von KING DIAMOND, woraus man mit dem Auftreten des Frontmanns, dem häufigen Einsatz von Falsett-Gesang, den typischen Hörspielpassagen, dem Storytelling und der düsteren, mit Horrorklängen angereicherten Atmosphäre der Musik auch kein Geheimnis machte – warum auch, immerhin gründete sich die Truppe explizit als Tribute-Band.
Auf dem aktuellen Longplayer “Return To Hemmersmoor” wird die seit “Sweet Hollow” begonnene Steigerung des Härtegrads weiter fortgeführt. Gleichzeitig distanziert man sich zumindest in Sachen Falsett-Gebrauch ein Stück weit von seinem großen Idol, setzt ihn weit weniger exzessiv ein.
Resultat ist ein Album, das im Vergleich zum Se7en-Gables-Album noch ein Stück weit eigenständiger klingt, während die Grundstimmung weitgehend beibehalten wird. Dass der KING-Vergleich immer weniger zieht, zeigt sich nicht unbedingt am Hörspielintro, eher schon an dessen zweiter Hälfte, die bereits ziemlich abgeht, und endgültig zu Anfang von “Age Of Ascension”. THEM geben jetzt offiziell Vollgas, und zwar auf einem nicht geringen Teil des Albums. Thrash- und Härtefaktor wurden noch einmal erhöht, die Vocals pendeln abseits der Hörspielsequenzen zwischen melodisch und ziemlich böse aber ein bisschen melodisch. Langsamere Parts sind selten, reduziert auf In- und Outro sowie auf einige Songteile, beispielsweise den Mittelteil von “Battle Blood”.
Mit dem steigenden Härtefaktor geht eine leichte Verringerung der Eingängigkeit einher. Einen Song der Marke “Witchfinder” findet man auf “Return To Hemmersmoor” nicht (am ehesten käme da noch “Waken” ran) und die Instrumentalfraktion tut ihr Bestes, eingängigere Melodielines angemessen zu vereviln. Das macht die Platte allerdings nicht schlechter. Die Mischung aus Storyparts mit verschiedenen motivierten Sprechern und normalen musikalischen Parts, die mal melodieorientierter und mal knüppeliger ausfallen, oft mit ziemlicher Instrumentaleskalation, funktioniert wunderbar und lässt THEM von einer interessanten und außergewöhnlichen Stilkopie zu einer Band mit Einflüssen, aber mehr Eigenständigkeit werden. Dazu sind die Kompositionen absolut nicht simpel. Der einzige Part, der den Hörer unterfordern mag, ist der leicht tumbe “Battle Blood, Battle Blood”-Refrain von – nun – “Battle Blood”, der jeder Leser dieser Rezension ab sofort als “Bällebad, Bällebad” hören wird, weil er ziemlich genau so klingt.

Fazit:
Aber sonst ist “Return To Hemmersmoor” ein wunderbar hartes, derweil melodisches Album geworden, das den ein oder anderen KING-DIAMOND-Fan vielleicht melancholisch an den Vorgänger zurückdenken lassen wird, dem ein oder anderen Bay-Area-Fan dafür ein paar Freudentränchen in die Augen steigen lässt und insgesamt, auch wenn ich persönlich den Vorgänger noch etwas mehr mochte, eine konsequente und für THEM sicherlich positive Festigung eines eigeneren Stils darstellt. Ein heftiger Ritt, Freunde!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Diluvium
02. Age Of Ascension
03. The Tumultuous Voyage To Hemmersmoor
04. Free
05. Fields Of Immortaility
06. The Thin Veil
07. Waken
08. Memento Mori
09. Hellhounds: The Harbingers Of Death
10. Battle Blood
11. Maestro’s Last Stand
12. Finis

Jannis

NIGHTMARE – Aeternam

Band: Nightmare
Album: Aeternam
Spielzeit: 48:44 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 02.10.2020
Homepage: www.nightmare-metal.de

2016 rappelte es ja gehörig bei den Heavy Metal Pionieren NIGHTMARE und die Amore Brüder Sänger Joe und Schlagzeuger David stiegen nach Jahren der Zugehörigkeit aus.
Mit dem letzten Album „Dead Sun“ krempelten man den Bandsound gehörige um inklusive Wechsel der Gesangart und Stimme hin zu Maggy Luyten.
Die Dame ist leider schon wieder Geschichte und wird auf dem neuen Album „Aeternam“ ersetzt durch Maggy von der Band FAITH OF AGONY. Man darf gespannt sein wie die Dame zusammen mit dem Heavy/Power Metalsound und den Progressiven und Symphonic Einflüssen, die ja neu sind seit dem letzten Album, so klingt.
Daher starten wird mal erwartungsfroh den Openertrack „Temple of Acheron“. Hier stellen wir relativ schnell fest das die Truppe nichts an ihrer neuen Ausrichtung geändert hat und nach wie vor im Heavy/Power Metal unterwegs ist der aufgrund des „neuen“ weiblichen Gesangs etwas in Richtung Symphonic driftet.
Der Song an sich ist schön heavy aber dennoch melodisch gehalten und ist somit direkt der erste Anspieltipp der Scheibe!
Auch das anschließende „Divine Nemesis“ fräst sich aufgrund seines melodischen Chorus direkt in die Gehörgänge und bleibt dort lange haften.
Eine ordentliche Spur Härte kommt dann bei „The Passenger“ dazu. Hier zeigt auch Neufronterin Maggy das sie auch ordentlich böse klingen kann. Sehr variabel die Dame und für mich macht sie einen tollen Job und hat zu Recht den Posten bekommen!
Wieder etwas mehr in Richtung der ersten Tracks und in die Ecke Melodic geht es dann beim anschließenden „Downfall of Tyrant“ welches ebenfalls wieder sehr empfehlenswert ist.
Im Mittelteil wissen dann die Powerballade „Crystal Lake“ und der Titelsong „Aeternam“ am Ehesten zu überzeugen und zu begeistern.
Im letzten Drittel kann das abschließende, abwechslungsreiche „Anneliese“ am ehesten direkt überzeugen. Hier haben wir einen zweiten, männlichen, Sänger der aber nicht großartig benannt wird.

Anspieltipps:

„Temple of Acheron“, „Divine Nemesis“, „Downfall of a Tyrant“, „Aeternam“ und „Anneliese“

Fazit :

Wie auch schon das Vorgängeralbum geht das aktuelle Album mit einer sehr empfehlenswerten Benotung von 8,5 durch die Ziellinie.
Die neue Sängerin Maggy kann absolut überzeugen und ist vielleicht noch eine Spur variabler unterwegs wie ihre Vorgängerin!
Dazu kommt das tolle, abwechslungsreiche Songwriting was immer zwischen Heavy, Power Metal einem Schuss Symphonic schwankt.
Hoffen wir mal das man nun ein stabiles Lineup gefunden hat und beim nächsten Album zum ganz großen Wurf ausholt mit der neuen Ausrichtung! Verdient hätte es die Band alle Male!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Temple of Acheron
02. Divine Nemesis
03. The Passenger
04. Downfall of a Tyrant
05. Crystal Lake
06. Lights On
07. Aeternam
08. Under the Ice
09. Black September
10. Anneliese

Video zu “Aeternam”:

Julian

DEFECTO – Duality

Band: Defecto
Album: Duality
Spielzeit: 47:34 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Black Lodge Records
Veröffentlichung: 23.10.2020
Homepage: www.facebook.com/defectoband

 

Holy Shit.

 

 

WERTUNG:

 

 

 

(Okay, ich hab dann doch noch eine ausführlichere Version für alle, die es genau wissen wollen.) Hier geht’s weiter

FREAKS AND CLOWNS – Justice Elite

Band: Freaks And Clowns
Album: Justice Elite
Spielzeit: 49:51 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Metalville
Veröffentlichung: 16.10.2020
Homepage: www.facebook.com/freaksandclowns

Normal bin ich ja jemand, der von Musik ein gewisses Mindestmaß an Abwechslung und Komplexität (zumindest ganz wenig) erwartet, wenn sie ihn überzeugen will. Aber Ausnahmen bestätigen die Regel und FREAKS AND CLOWNS sind eine ebensolche. Die Truppe hat letztes Jahr ein ziemlich massives Brett von einem Debutalbum vorgelegt und zieht gerade mal zwölf Monate später mit dem Nachfolger ran. Das ist schnell, aber man muss auch echt dazusagen, dass die Kompositionsarbeit von FREAKS-AND-CLOWNS-Alben jetzt nicht allzu groß ist. Man nehme einen ACCEPTigen Sänger, einen Grundton und bei ganz viel Experimentierfreude noch einen zweiten Grundton dazu, knalle eine heftige Instrumentalfraktion drauf, gerne sehr langsam runtergebrochen, maximal oberes Midtempo, und drehe das ganze durch den Ultra-Druck-Produktionswolf. Fertig ist die Kiste.
Das geile am Erfolgskonzept der Schweden um ASTRAL-DOORS-Gründungsmitglied Johan Lindstedt ist: Es geht gnadenlos auf. Gerade bei den langsameren Tracks von FREAKS AND CLOWNS geht der Coolness-Faktor, auf dem Debutalbum wie auf dem aktuellen “Justice Elite” erbarmungslos durch die Decke. Was braucht man ausufernde Melodien, wenn man in der eigenen simplen Stilistik einfach nur abräumen kann und jedes bisschen mehr Komplexität dem Ding mehr Seele und weniger aggressive, mächtig Spaß machende Angepisstheit verleihen würde?
Im Ernst, in musikalischer Hinsicht ist damit bereits alles gesagt und die Platte ist ein absoluter Pflichtkauf für Leute, die sich mit heruntergelassenem Fenster, Sonnenbrille und lässig aus dem Auto hängendem Arm erstens richtig geil fühlen, zweitens die Anwohner hart aufregen und drittens schwer grooven möchten. Auch wenn auf “Justice Elite” insgesamt drei oder vier balladige Parts dabei sind, auf die man beim Vorgänger zurecht verzichtete (Sänger Chrille muss kreischen, keiner braucht Klargesangsversuche von dem Mann): Musikalisch liefert das Album die zündende, bewusst stumpfe Heavy-Metal-Wucht mit schweren Hard-Rock-Vibes, die man als Fan des ersten Albums erwartet. Ohne Innovation, aber warum auch.
Nun noch ein Wort zu den Texten: Ja, das Ding ist nicht progressiv und ich erwarte keine ausgeklügelte Poesie auf textlicher Ebene. Aber mal ganz ehrlich, zu den Refrains. Track 1: “We are the justice elite”. Track 2: “I am the man with the power”. Track 4. “We are the angels”. Track 5: “I’m alive” Track 7: “We are Fire. We are one for all”. Track 9: “We are the flames of fury”. Track 10: “Am I…” (In Frageform. Kreativ). Track 11: “I’m just more than meets the eye”. Das ganze “We are” oder “I am” geht ja die ersten Tracks noch klar, aber auf Dauer muss man Chrille und seiner Clownstruppe multiple gespaltene Persönlichkeit oder einfach Unkreativität hinsichtlich der Form ihrer Texte unterstellen. Auch wenn rhetorische Sternstunden wie “Attention, Attention! Fire, Fire, Fire!” die Stimmung diesbezüglich wieder etwas heben.

Fazit:
Heavy, angepisst, auf coole Weise stumpf: Musikalisch ist “Justice Elite” auf jeden Fall auf einem Level mit seinem Vorgänger. Die Texte muss man halt ein Stück weit ignorieren, doch dann macht die Platte wohl jedem Metalfan ohne große Prog-Anforderungen an seine Musik mächtig Laune.

Anspieltipps:
“Guardian Angels”, “Am I The One Or The Victim” und “Man With The Power”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Justice Elite
02. Man With The Power
03. Welcome To The Freakshow
04. Guardian Angels
05. I’m Alive
06. The End Song
07. One For All – All For One
08. Hell Yeah
09. Flames Of Fury
10. Am I The One Or The Victim
11. Madman On Vacation
12. More Than Meets The Eye

Jannis

FORTRESS UNDER SIEGE – Atlantis

Band: Fortress Under Siege
Album: Atlantis
Spielzeit: 50:48 min
Stilrichtung: Progressive Power Metal
Plattenfirma: Rock Of Angels Records
Veröffentlichung: 09.10.2020
Homepage: www.facebook.com/FortressUnderSiege

Bekommt man als u30-Rezensent Alben vorgelegt, so ist trotz des langsam wachsenden Musikwissens doch häufig absolute Unkenntnis die Reaktion darauf, da die Bands entweder ihr letztes Album veröffentlichten, als man selbst noch selbstgemalte Bilder für den Familienkühlschrank veröffentlichte, oder zu den 100.000 Bands gehören, die gefühlt jährlich dazukommen und die man unmöglich alle auf dem Schirm haben kann. Umso schöner, dass FORTRESS UNDER SIEGE älter sind als ich – und dazu jetzt nicht omnibekannt – und es trotzdem irgendwo klingelt. Progressive Power Metal aus Griechenland, dann hört’s aber auch schon auf. Doch das Promosheet weiß mehr: Das hier rezensierte “Atlantis“ ist der dritte Longplayer des Sextetts, alle entstanden seit 2010, da man in der ersten Phase bis zum Split 1998 lediglich eine Demo releaste.
Zum Aktuellen: “Atlantis” umfasst zwölf Tracks, darunter zwei kurze, balladesk und schmalzgitarrig konzipierte Intermezzi und eine anfangs ruhige, später zunehmend mächtige Ballade (“The Road Unknown”). Die Bandleistung kann sich sehen lassen, ebenso die Vocals von Tasos Lazaris, der mit leicht belegter Stimme nicht nur die Töne trifft, sondern ihnen auch gekonnt Emotion verleiht.
Produktionstechnisch hätte man aus ihnen leider noch ein wenig mehr Klarheit rausholen können, wirken sie doch ein wenig verwaschen, der Rest des Sounds ist aber soweit schön tight und druckvoll. Keyboards sind vorhanden, mal in Form eines Solos, mal in Form eines unauffälligen Hintergrundteppichs, nie jedoch zu aufdringlich.
Der Prog-Faktor äußert sich nicht besonders dominant, in instrumentalen Parts abseits der 4er-Takt-Norm bei “Atlantis” zum Beispiel, oder bei “Silence Of Our Words” in einer erstaunlich jazzigen und cool gemachten Strophe. Abseits dessen ist der Heavy- bzw. Power-Faktor primär präsent. Heay Metal prägt insbesondere “Hector’s Last Fight”, dessen Strophe verdächtig nach einer langsamen Version der “Painkiller”-Strophe klingt, und das ebenfalls etwas weniger eingängige “Time For Rage”. Andererseits ist man immer wieder ziemlich Power-Metal-lastig, sei es beim Ohrwurmchorus von “Spartacus” oder beim nicht von ungefähr an MAIDEN erinnernden “Seventh Son”.
Das Niveau schwankt dabei, schlägt allerdings nie wirklich nach unten aus. Gut gemachte gefallende Parts ohne großen Erinnerungswert sind recht häufig, zwischendurch gibt es aber immer wieder auch Leckerbissen wie den “Atlantis”-Chorus mit seiner smarten Endwendung, die runtergebrochenen Teile von “Lords Of Death” und die treibenden BummZapp-Teile von “Vengeance”.

Fazit:
Das alles ist für ein Prog-Metal-Album ein bisschen zu wenig progressiv und hätte den ein oder anderen Knallerpart mehr verdient. Ein korrektes melodisches Metalalbum ist “Atlantis” ohne Frage, nur leider mit etwas weniger Tiefgang als der titelgebende Kontinent.

Anspieltipps:
“Atlantis”, “Silence Of Our Words”, “Seventh Son” und “Spartacus”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Love Enforcer
02. Lords Of Death
03. Atlantis
04. Holding A Breath
05. Silence Of Our Words
06. Vengeance
07. Seventh Son
08. Lethe
09. Spartacus
10. Hector’s Last Fight
11. Time For Rage
12. The Road Unknown

Jannis

HEXX – Entangled in Sin

Band: Hexx
Album: Entangled In Sin
Spielzeit: 51:25 min
Stilrichtung: Power/Heavy Metal
Plattenfirma: High Roller Records
Veröffentlichung: 25.09.20
Homepage: www.hexxmetal.com

Wir reisen zurück ins Jahr 1984. Die Bay Area bebt und lebt. Und genau zu diesem Zeitpunkt formierten sich auch HEXX in San Francisco als Power Metal Band. Wurden die ersten zwei Alben und diverse EP’s noch in diesem Stil aufgenommen, stellte der dritte Output „Morbid Reality“ (1991) brutalen Thrash/Death Metal dar. Danach lösten sich HEXX leider auf und es wurde ruhig um die Band. Erst im Jahre 2017 kehrte man mit einer neuen Scheibe zurück, die auch den Power Metal wieder zurückbrachte. Nun also das aktuelle Album „Entangled In Sin“ mit der aktuellen Besetzung Eddy Vega (v), Dan Watson (g), Bob Wright (g), Don Wood (b) und John Shafer (d). Dan sagt dazu: „Es wurde wesentlich mehr Zeit und Überlegung investiert als zum Vorgänger. Die neue Platte hat die besseren Songs und auch eine bessere Produktion“. Ob dem so ist werden wir nun herausfinden.

Treibende Riffs und die markante Stimme von Eddy überzeugen auf „Watching Me Burn“ auf Anhieb. Guter Track gleich zu Beginn. Auch der Titelsong „Entangled In Sin“ schlägt in dieselbe Kerbe. Sehr eingängiger Refrain der hängen bleibt. Kleine Tempowechsel und ein klasse Solo vervollständigen das Ganze. Volle Power gibt es bei „Vultures Gather Round“. Hier könnten Judas Priest durchaus Pate gestanden haben. „Beautiful Lies“ bietet Oldschool Metal a la Iron Maiden. Die Drums kommen hier richtig schön zur Geltung und man muss einfach Headbangen. Das Gaspedal wird wieder durchgetreten auf „Power Mad“. Sehr sauber gespielt und eine gesunde Portion Rotz und Härte dabei. „Internal Enemy“ erinnert mich sehr an die Band Hell (mit Andy Sneap). Fühlt sich wie ein gut gemachtes Theaterstück an. Tempo bisschen rausgenommen auf „Strive The Grave“ und der Groove Faktor wird hochgeschraubt, funktioniert gut und steht dem Song. Dreckig, roh und rockig. All dass ist „Touch Of The Creature“. Ballert einfach das Teil. Das Reibeisenorgan passt auch auf „Wise To The Ways World“ sehr gut. Power Metal mit viel Dampf dahinter. Das offiziell letzte Stück heißt „Over The Bleeding“. Leider kein Highlight und plätschert so vor sich hin. Es folgen aber noch drei Bonustracks. Und zwar macht „Signal 30 1-5“ den Anfang. Hat voll den Anthrax Touch und macht richtig Laune, geile Nummer. Nun folgen mit „Night Of Pain“ und „Terror“ zwei Neuaufnahmen vom Debüt der Band. Tja, was soll ich sagen? Waren die Originale schon top, kommen die Stücke durch die tolle Produktion noch besser zur Geltung und man fühlt sich auch wieder jung.

Fazit: Tatsächlich deutliche Steigerung zum Vorgänger „Wrath Of The Reaper“ und klasse Gesamtleistung von HEXX. Bis auf ganz wenige Ausnahmen, sind hier durchgehend hochwertige Kompositionen eingespielt worden. Dafür gibt es dann auch 8 Punkte.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Watching Me Born
02. Entangled In Sin
03. Vultures Gather Round
04. Beautiful Lies
05. Power Mad
06. Internal Enemy
07. Strive The Grave
08. Touch Of The Creature
09. Wise To The Ways World
10. Over But The Bleeding
11. Signal 30 1-5 (Bonus)
12. Night Of Pain (Bonus Re- recorded)
13. Terror (Bonus Re-recorded)

Sturmi

ATTICK DEMONS – Daytime Stories, Nightmare Tales

LPJ1200S PSD

Band: Attick Demons
Album: Daytime Stories, Nightmare Tales
Spielzeit: 49:53 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: ROAR! Rock of Angels Records
Veröffentlichung: 25.09.2020
Homepage: www.attickdemons.com

Ah, meine Lieblings portugiesischen NWOBHM Anhänger sind zurück! ATTICK DEMONS präsentieren uns 4 Jahre nach ihrem letzten Lebenszeichen „Let`s Raise Hell“ ihr neues, drittes Album „Daytime Stories, Nightmare Tales“.
Auf diesem verarbeiten sie textlich die portugiesische Geschichte gemixt mit Allerlei Okkulten.
Am Personal hat sich nicht wirklich was geändert, was sich geändert ist das Label!
Man ist nicht mehr bei Pure Steel Records unter Vertrag die die Band damals entdeckt haben, nein, man hat einen neuen Vertrag beim aufstrebenden griechischen Label ROAR! Rock of Angels Records unterschrieben.
Na, dann schauen wir mal wie das neue Album so klingt und ob man immer noch auf den Spuren von IRON MAIDEN unterwegs ist?
Mit dem Opener „Contract“ präsentieren sich die Jungs so wie man sie kennen und lieben gelernt hat! Nach wie vor stark IRON MAIDEN geprägt, was natürlich auch am Gesang von Fronter Artur Almeida liegt, und schön melodisch unterwegs.
So stellt man sich einen gelungen Opener vor. Kein Wunder das der Song die erste Videosingle war.
Kommen wir somit zur zweiten Videosingle „Make your Choice“. Ein flotter Midtempotrack dessen Refrain man nicht mehr aus dem Ohr bekommt, das verspreche ich euch. Toll wie man hier erneut den großen Vorbildern frönt, ohne sie wirklich 1 zu 1 zu kopieren.
„Renegade“ im Anschluss ist dann wunderbar episch und überlang geworden. Man wird auf eine tolle textliche und geschichtliche Reise mitgenommen die einen direkt packt.
Danach geht es mit „The Revenge of the Sailor King“ wieder in die epische Richtung, wobei die Nummer nicht ganz so überzeugen kann wie der Vorgänger.
„Hills of Sadness“ ist die Powerballade des Albums und ist nach dem ein oder anderen Durchlauf auch eine Nummer die einen so schnell nicht mehr los lässt! Aber man braucht hier auf jeden Fall ein wenig um warm zu werden.
Im Anschluss gibt es mit „Headbanger“ und „Devil`s Crossroad“ zwei klassische Heavy Metaltracks auf die Ohren bevor es dann mit dem auf portugiesisch gesungenem „O Condestavel“ und dem abschließenden „Running“ wieder verstärkt in die erstklassige NWOBHM und die IRON MAIDEN Richtung geht.

Anspieltipps:

„Contract“, „Make your Choice“, „Renegade“, „Hills of Sadness“ und „Running“

Fazit :

Ganz klar, die besten Tracks auf dem neuen ATTICK DEMONS Album befinden sich am Anfang wo man recht offensichtlich den großen Vorbildern frönt und absolute Sahnetracks für die Fans des NWOBHM im Gepäck hat!
Im Mittelteil geht man dann etwas zu sehr auf Nummer sicher bevor man sich zum Ende hin wieder auf seine Stärken verlässt.
Somit kommt zum Schluss einen starke 8,5 heraus mit der entsprechenden Kaufempfehlung für die angesprochen Band und Genre Zielgruppe.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Contract
02. Make your Choice
03. Renegade
04. The Revenge of the Sailor King
05. Hills of Sadness
06. Headbanger
07. Devil`s Crossroad
08. O Condestavel
09. Running

Video zu “Make your Choice”:

Julian

 

ELMSFIRE – Wings of Reckoning

Band: Elmsfire
Album: Wings of Reckoning
Spielzeit: 56:26 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 25.09.2020
Homepage: www.elmsfire.info

Seit 1999 macht die Band ELMSFIRE die Düsseldorfer“ Metalszene unsicher und konnte bislang mehrere Demos und zwei Alben veröffentlichen. Nun steht uns mit „Wings of Reckoning“ das dritte Album ins Haus, dieses wird nun in Eigenregie veröffentlicht nachdem das Debütalbum noch unter der Flagge von Massacre Records und der Vorgänger von RecordJet veröffentlichte wurde.
Aber nicht nur die Labelsituation hat sich verändert, nein auch wurde das Bandkarussell mal wieder ordentlich angeschmissen und man begrüßt mit Bobby (mal wieder) einen neuen Sänger und mit Martin einen neuen Schlagzeuger.
Die einzigen beiden Konstanten seit Beginn sind die beiden Gitarristen Doro und Germano.
Als Opener in das neue Album wurde das Cinematic Intro „El Murcielago de la Muerte“ gewählt bevor es dann mit dem ersten richtigen Track „Camazotz“ das erste Mal richtig in die Vollen geht.
Schön Oldschool mit der dazugehörigen Produktion geht man hier zu Werke, was Puristen definitiv gefallen wird.
Der Gesang von Neufronter Bobby passt perfekt zur Mucke auch wenn man sich erstmal an sein Organ gewöhnen muss! Aber im weiteren Verlauf stellt der Gute das Ein oder andere Mal seine Klasse unter Beweis, das verspreche ich euch.
Definitiv zum Besten was wir hier auf der Scheibe hören werden zählt dann das anschließende „Croghan“ welches wunderbar zum Mitgehen einlädt und noch einen geilen Mitsingchorus bietet.
Die nächsten Tracks könnte man etwas als Gesamtkunstwerk sehen, geht es hier doch klar in die Piratenecke mit den entsprechenden Lyrics.
Mit „Malestrom“ wird das Ganze klassisch eröffnet bevor es mit „A Pirate`s Manifest“ ein kleines Zwischenstück gibt und wir mit „Harlock“ und „Leviathan“ dann die volle schwermetallische Breitseite bekommen! Ein tolles zusammenhängendes Songgeflecht.
Danach folgt dann quasi als Trennersong das OZZY OSBOURNE Cover „Killer of Giants“ welches gut umgesetzt ist, ansonsten aber nicht weiter auffällt.
Wieder ordentlich den Nacken kreisen lassen kann man dann beim anschließenden „Drop Dead“ welches knochentrocken und aggressiv aus den Boxen kommt.
Danach gibt es dann ein überlanges Instrumental mit „The Conjunction“ bevor man mit „Rise from Tartarus“ etwas in die epische Ecke geht, was der Band aber absolut gut zu Gesicht steht.
Im letzten Teil erwarten uns mit „Crionics“ und „Phenomena“ noch zwei Cover sowie mit „Mouth Full of Sand“ ein eigener Track. Letzterer ist gut gemacht, pendelt zwischen Epic und klassischen Midtempotrack, reicht aber nicht ganz an die bisherigen Hits heran.

Anspieltipps:

„Croghan“, „Harlock“, „Leviathan“ und „Rise from Tartrus“

Fazit :

ELMSFIRE bieten auf ihrem neuen Diskus auf jeden Fall so einiges für den Hörer! Neue Musiker, einige Coversongs, zusammenhängende Songs sowie stimmungsvolle Zwischenstücke.
Ein wenig geht dabei etwas der rote Fande verloren, was aber nichts an der vorhanden starken musikalischen Qualität ändert!
Auf jeden Fall sollten Anhänger des klassischen Metals die Undergroundband ELMSFIRE mit dem Erwerb der neuen Songs über die Bandhomepage unterstützen, man wird es definitiv nicht bereuen!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. El Murcielago de la Muerte
02. Camazotz
03. Croghan
04. Malestrom
05. A Pirate`s Manifest
06. Harlock
07. Leviathan
08. Killer of Giants (Cover Ozzy Osbourne)
09. Drop Dead
10. The Conjunction
11. Rise from Tartarus
12. Crionics (Cover Slayer)
13. Mouth Full of Sand
14. Phenomena (Cover Goblin Horrormovie)

Video zu “Croghan”:

Julian

HITTMAN – Destroy All Humans

No Remorse records 2020

Band: Hittman
Album: Destroy All Humans
Spielzeit: 42:13 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: No Remorse Records
Veröffentlichung: 25.09.2020
Homepage: www.facebook.com/Hittmanmetal

HITTMAN – nie von gehört, wird wieder so eine Newcomerband sein. Falsch gedacht, aber gut, das letzte Album der Amis kam ungefähr zum selben Zeitpunkt raus, wie ich. Man möge mir das also verzeihen. Zwei Alben haben die Herren bis zum Jahr 1993 veröffentlicht, dann war lange (also echt lange) Ruhe und dann kamen ein paar Shows und mit ihnen die Idee, nochmal ein Album zu releasen. Was soll man sagen? Volltreffer. Tatsächlich. Genug seit langem inaktive Bands überlegen sich ja irgendwann, nochmal zu veröffentlichen, und bringen dann eben Fanbedienung ohne großen Anspruch, doch das ist bei HITTMAN offensichtlich anders. Auf dem Programm steht Heavy Metal mit einigen Power-Metal-Akzenten, manchmal an MAIDEN, manchmal an QUEENSRYCHE, manchmal an DIO erinnernd. Sänger Dirk Kennedy weiß ganz genau, was er mit seiner leicht rauen Stimme anstellen kann, und verleiht dem Album nochmal hart Intensität. Auch der Rest der Band lässt sich in keiner Weise bemängeln, die Produktion ist klar und natürlich und der Bass erstaunlich präsent. Ein weiterer Vorzug von “Destroy All Humans”, denn Bass- und Gitarrenspiel ergänzen sich oft hervorragend und der Bass wird löblicherweise nicht wie so oft als zweckmäßiges Fundamentinstrument möglichst unauffällig zu halten versucht, was der Platte einen sehr authentisch-oldschooligen Anstrich verleiht.
Die Songs sind musikalisch top. Kein Song, den man nicht allerspätestens nach dem zweiten Hördurchlauf anhand verschiedener Merkmale in Erinnerung hätte – und das, obwohl die Instrumentierung sehr klassisch und allermeistens keyboardfrei gehalten ist und Heavy Metal als Grundgenre in Stein gemeißelt feststeht. Alleine der 7,5 Minuten lange Titeltrack ist ein Einstieg sondergleichen, das im 6er-Takt gehaltene “Breathe” mit seiner Zappa-Oktavierung der Vocals im Chorus hält die Qualität weiterhin oben. “The Ledge” leistet sich eine überraschend leichtgängige Strophe und wird im Chorus ein bisschen wie MAIDEN und sehr geil und “Total Amnesia” überzeugt als melodisch sehr simpler Track mit kleinen melodischen Ausschlägen, die wohlgesetzt sind. “1000 Souls” suggeriert spätestens im drängenden Pre-Chorus, dass der Chorus vermutlich sehr stark wird, und enttäuscht anschließend keineswegs die Erwartung, und “Love, ‚The Assassin’” kommt abermals auf 7,5 Minuten, riecht in Sachen Spirit ein wenig nach QUEENSRYCHE, und beendet die Platte ohne einen Tiefpunkt. Dazwischen gibt es mit “Code Of Honour” und “Out In The Cold” noch zwei ganz alte Tracks, die sich in “Destroy All Humans” perfekt einfügen. Junge Junge, was eine Rückkehr!

Fazit:
Ich kann es leider nur an den beiden alten Tracks auf der Platte beurteilen, aber HITTMAN scheinen ihren originalen Stil, vordergründig simplen aber eigentlich sehr klugen Heavy Metal mit Mut zu Heavyness-Pausen, perfekt in die Gegenwart transportiert zu haben. Und nicht nur der Stil passt, die Performance und absolut nicht gedankenlos Kompositionen machen “Destroy All Humans” zu einem Album, aus dem man in der ersten Phase der Band ziemlich sicher einen kleinen Klassiker hätte schaffen können.

Anspieltipps:
“1000 Souls”, “The Ledge” und “Code Of Honour”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Destroy All Humans
02. Breathe
03. The Ledge
04. Code Of Honour
05. Total Amnesia
06. 1000 Souls
07. Out In The Cold
08. Love, “The Assassin”

 

Jannis

SINSID – Enter The Gates

Band: Sinsid
Album: Enter The Gates
Spielzeit: 40:01 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Pitchblack Records
Veröffentlichung: 18.09.2020
Homepage: www.sinsid.com

Eine Feststellung zu Beginn, die für eine Band wie SINSID als hammerhartes Kompliment zu verstehen ist: Man kann bei dem Quintett aus Norwegen kein bisschen sagen, ob es erst seit vier oder schon seit dreißig Jahren besteht. Die Wahrheit liegt dazwischen (Gründungsjahr 2012), doch tatsächlich kam das Debut “Mission From Hell” erst 2018 raus. Astreine Newcomer also, mit sehr oldschooligem Sound und sehr oldschooligem Heavy Metal. Den Sound könnte man wahlweise als authentisch oder als etwas dumpf beschreiben, das lasse ich den einzelnen Leser an dieser Stelle selbst entscheiden.
Weitere Eindrücke: Die Platte ist eine von denen, bei denen lieber mal ein Drumschlag nicht ganz an der beabsichtigten Stelle sitzt als dass man sich in klinischem Sound totdesinfizieren würde. Sänger Terje hat eine männlich-metallische Stimme, die mit Sicherheit durch einiges an ungesunden Freuden geformt wurde, und bringt gerne mal einen leicht piratigen Touch ins Spiel. Ansonsten sind die Gesangsmelodien jederzeit nachvollziehbar, tonales Geshoute aber recht häufig. Und ab und an wagt man sich mal an düsteres Geraune oder garniert seine Vocals mit sehr passenden Backing Vocals. Hervorzuheben ist des weiteren der schöne Bass-Fokus. SINSID sind keine der Bands, die den Bass ausschließlich als möglichst unauffälliges Fundament verwenden, immer wieder findet sich eine geile Bass-Line, die eine kleine zusätzliche Dimension eröffnet. Die Lyrics sind true, die Keywords enthalten, die man vom Genre so kennt und erwartet, mehr Tiefgang gibt es nicht unbedingt.
Die neun Tracks kommen natürlich ohne Keyboards aus, nebenbei auch ohne größere Komplexität. Das ist angesichts des Genres absolut verständlich, Gefrickel braucht hier keiner. Doch die recht ausgeprägte Konzentration auf Midtempo ist doch auffällig und lässt den Wunsch nach etwas mehr Abwechslung aufkommen – im Ernst, der erste schnellere (und auch nicht besonders schnelle) Track ist Track 7 (“Dawn Of Night”) und obgleich “Enter The Gates” bis dahin sehr offiziell Metal ist, kommt es doch nicht wirklich in Schwung, von kleineren Parts wie der zweiten Hälfte von “Point Of No Return” mal abgesehen. Immerhin intensivieren sich einige der Tracks in ihrem Verlauf doch ganz amtlich, sodass dieses Manko während des Hörens immer mal wieder sekundär wird.
Ansonsten gibt es ein paar ruhige Intros (“Point Of No Return”, “666”, “Roll The Dice”), ein paar Mitsing-Oooooh-Parts (“Roll The Dice”, “Freedom Of The Sea”) und eben viel simpel-effektiven True Heavy Metal, der angemessen roh ausfällt, in Zukunft aber noch ein wenig charakterstärker und minimal vielseitiger ausfallen sollte.

Fazit:
Dann an sich klingt die Platte schonmal nach sehr gutem Futter für Kuttenbesitzer. Sound und Kompositionen sind das, was man von einem Oldschool-Heavy-Metal-Album erwartet, die Melodien sind keine Ohrwürmer, manchmal etwas zu belanglos aber gute Transporteure für den Spirit der Platte. Mehr Abwechslung wäre dennoch wünschenswert gewesen.

Anspieltipps:
“Point Of No Return”, “666” und “Roll The Dice”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Rise Of Fury
02. Enter The Gates
03. Fighting With Fire
04. Hail To The Gods
05. Point Of No Return
06. 666
07. Dawn Of Night
08. Roll The Dice
09. Freedom Of The Sea

Jannis