AUTUMN’S CHILD – Melody Lane

Trackliste:

01. Heartbreak Boulevard
02. Pray For The King
03. Fight To Love Again
04. Singalong
05. A World Without Love
06. Highway To The Sky
07. Headlines
08. Lovesong
09. Melody
10. Rock Of Empathy
11. Dead Cold

Spielzeit: 46:46 min – Genre: Melodic Rock – Label: Pride & Joy Music – VÖ: 23.01.2026 – Page: www.facebook.com/Mikaelerlandssontheone

 

Mikael Erlandsson ist einer von denen, die sich im Melodic Rock, Classic Rock und AOR an allen Ecken mal blicken lassen. Als Frontmann bei SECRET SERVICE, in LAST AUTUMNS DREAM mit Mitgliedern von EUROPE und FAIR WARNING, und, und, und.
Und dann singt er noch bei AUTUMN’S CHILD, die inzwischen auch schon sechs Alben am Start haben, rechnet man denn ihr neustes Werk „Melody Lane“ mit dazu, über das wir heute reden. Ach ja, und Gitarre und Keyboards spielt er hier auch.
Ein sehr schönes Cover hat die Platte schonmal, gute handgemachte Retro-Optik. Der Sound stimmt auch soweit. Da könnte man sich an einigen Stellen wünschen, die hohen Frequenzen wären ein wenig präsenter, und Mikaels Vocals hätten etwas mehr Reverb vertragen können, aber an sich klingt „Melody Lane“ klar, gibt den einzelnen Instrumenten genug Raum und traut sich auch Dynamik.
Was die Musik angeht, ist „Melody Lane“ ein nettes kleines Wohlfühlalbum für Fans des Obergenres „Melodic Rock“. Da finden sich die Prototyp-AOR-Songs wie „Heartbreak Boulevard“, die komplette „Died In Your Arms Tonight“-80es-Rock-Bedienung („Fight To Love Again“) und der gut gelaunte beschwingte Rock’n’Roll-Song („Singalong“).
Mit „A World Without Love“ darf es dann auch mal ganz emotional-intensiv und dick aufgetragen werden – aber genau das wollen wir ja auch bei so einem Album, ne? Da kommen dann die dicken Drums, das Klavier und die flötige Classic-Rock-Orgel (oder die orgelige Classic-Rock-Flöte? Egal, Ihr wisst, was ich meine) dazu, sehr edles Ding.
Aber natürlich darf auch ein gewisser Hard-Rock-Faktor nicht fehlen, auf „Melody Lane“ mit „Headlines“ und „Rock of Empathy“ gegeben.
Das ergibt alles in allem schonmal ein Album, dessen Songs durch die Bank eigenen Charakter haben, was bei den normaleren Bands dieses Genres leider weiß Gott nicht immer gegeben ist. Und kleine Features wie nette Synth-Sounds und -Soli, Klavier, Orgel, Streicher, mehrstimmige Vocals oder einfach mal eine Strophe, die klanglich aus der Reihe fällt, geben „Melody Lane“ zusätzlichen Entertainment-Wert.
Was das Album doch häufiger machen dürfte, ist knallen. „Rock Of Empathy“ beispielsweise hat schon eine angenehme Menge Wumms hinter der Binde. Den dürfte man bei Songs wie „Highway To The Sky“ mit seinen Ooooheehooooh-Stadion-Vocals oder im Chorus von „Singalong“ auch erwarten, oder beim finalen „Dead Cold“. Einige Songs sind an Momenten, an denen sie Druck benötigen würden, dann doch eher kraftlos, aber die Momente gehen auch vorbei.

Fazit:
Abwechslungsreiches Ding haben AUTUMN’S CHILD da geschaffen. „Melody Lane“ überschreitet keine Genregrenzen, ist aber auch eines der Alben, bei denen es gar keine Experimente braucht, wenn man doch gar nicht die Zukunft schaffen sondern die Memory Lane entlangwandern möchte. Und das machen AUTUMN’S CHILD professionell und mit Liebe zum Detail Gebrauch. Für Melodic-Rock-Fans ist die Platte einfach ein Wohlfühl-Album.

Anspieltipps:
„A World Without Love“, „Melody“, „Rock Of Empathy“ und „Singalong“

Jannis

AUTUMN’S CHILD – Zenith

Trackliste:

01. Emergency
02. Evangeline
03. Love Is A Fighter
04. Nightingale
05. Never Say Die
06. Heaven Can Wait
07. Angel Of Danger
08. High On Love
09. Crowdpleaser
10. Don’t Wanna
11. Damaged Goods

Spielzeit: 53:41 min – Genre: Melodic Rock – Label: Pride & Joy Mussik – VÖ: 14.01.2022 – Page: www.facebook.com/mikael.erlandsson1

 

Mikael Erlandsson fügt seinem beachtlichen Backkatalog ein weiteres Album hinzu. Sein aktuelles Baby AUTUM’S CHILD geht in die dritte Runde. Ich weiß von vierzig Alben mit seiner Beteiligung, kann gut möglich sein das es noch ein paar mehr sind. Hier handelt es sich um das einundvierzigste Album mit Mikael und das dritte unter dem Bandnamen AUTUM’S CHILD.

Die Musiker mit denen Mikael im Laufe der Zeit zusammen gearbeitet hat waren keine Unbekannten. Darunter befinden sich Namen wie Jamie Border (TREAT), Marcel Jacob (Talismn), Tommy Denander (fast allem was AOR und TOTO Like ist), Nalle Pahlsson (GATHERING OF KINGS, MATINA EDOFF, GROUNDBREAKER), Martin Kronlund (AOR, DOGFACE, GYPSY ROSE SWE, LOVER UNDER COVER) und noch einige mehr. Die Bands und Projekte die er stimmlich veredelt hat hören auf Solo, AOR, HEARTBREAK RADIO, LAST AUTUMN’S DREAM, LOVER UNDER COVER, ROYAL MESS, RADIOACTIVE, SALUTE, SAYIT, SAPPHIRE EYES und SHINING LINE.

Zur Band gehören neben Mikael an Mikro, Gitarren und Keyboards noch Pontus Akesson an Gitarre, Magnus Rosen an Bass, Claes Andreasson an Piano und Robban Back an den Drums. Als Gastmusiker waren dabei Jona T., Sayit Dölen, Martin Olsson, Anna-Mia Bonde, Rasmus Ehrnborn und Robert Nygren.

Zu hören gibt es Melodic Rock mit skandinavischer coolness, viel Melodie, Gitarren ohne Ende, Keys zum Träumen. Der Bass und das Schlagzeug geben die Hinterntreter und sorgen so für mächtig Druck im Sound. Vergleichen kann man mit LAST AUTUMN’S DREAM, HEARTBREAK RADIO, LOVER UNDER COVER, H.E.A.T., TREAT, ECLIPSE, PERFECT PLAN und AGE OF REFLECTION ein richtiger Schwedenbrecher. So eine Art von Melodic Rock gibt es nur von Musikern aus Skandinavien, die Vibes kommen einem irgendwie bekannt vor, die Art wie die Songs geschrieben sind hören sich an wie alte Bekannte ohne irgendjemanden zu kopieren. Typisch schwedisch / skandinavisch und dazu eingängig wie Sau, gnadenlos von der Melodieführung her, die Vocals von Mikael befinden sich auf einem Top Level. Alles hört sich an wie ein gut geöltes Uhrwerk, ohne haken oder ruckeln, ein Rad greift ohne spiel in das andere.

Album #1 von AUTUMN’S CHILD war ein Top Album, sogar mit einem echten Top Ten Hit Anwärter an Board. Album #2 war nicht mehr ganz so stark, es war noch sehr gut aber nicht mehr ganz so Bockstark wie das Debüt. Album #3 geht wieder in die Bockstarke Tendenz des Debüt Albums. Die Songs zünden wieder besser, brauchen nicht so viel Anläufe und entfalten ihre genialität früher wie bei #2, und bleiben länger hängen.

„Emergency“ steigt gleich flott und hart ein, danach folgt „Evangeline“ eine Melodicgranate mit geilem Refrain. „Love Is A Fighter“ macht gleich mal ein Highlight, mit „Nightingale“ werden Taschentücher ausgepackt. „Never Say Die“ erinnert mich am Anfang ein wenig an den Oldie „Don’t Let Me Be Misunderstood“ trotzdem ein starker Melodic Song, bei „Heaven Can Wait“ werden erneut die Taschentücher ausgepackt eine starke Ballade. „Angel Of Danger“ bester Melodic Rock und Top Ten Futter, „High On Love“ das nächste Highlight und Top Ten Futter. Bei „Crowdpleaser“ wird die Axt ausgepackt Rock N Roll lastig, „Don’t Wanna“ geht ab wie Nachbars Lumpi. Mit „Damaged Goods“ wird wieder Gefühl bewiesen,

Balle

AUTUMN’S CHILD – Angel’s Gate

Band: Autumn’s Child
Album: Angel’s Gate
Spielzeit: 53:57 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 26.02.2021
Homepage: www.facebook.com/mikael.erlandsson1

 

Die Schweden von AC kommen mit dem zweiten Album um die Ecke, oder wenn man es mit einem zwinkernden Auge sagen würde das 17. Studioalbum von LAST AUTUMN’S DREAM. Durch die Stimme von Mikael Erlandsson kommt der Verdacht auf es mit einem bisher unveröffentlichten Album von LAD zu tun zu haben, der Musikstil ist auch ähnlich dem von LAD.

Wie auch schon auf dem Debüt von AC sind hier auch wieder Mikael Erlandsson an Mikrofon und Keyboards, Pontus Akesson an Gitarre, Claes Andreasson am Piano, Jona Tee an Keyboards, Robban Bäck am Schlagzug und neu dabei Johan Strömberg (für Claes Andreasson) am Bass. Geboten wird von der Band wie schon auf dem Debüt und auch bei LAD eingängiger Melodic Rock aus Skandinavien. Die Songs besitzen das gewisse Etwas, was man nur bei Bands aus dem hohen Norden Europas hört. An der Stimme von Mikael gibts nichts auszusetzen, an den Instrumenten befinden sich auch keine Anfänger und machen alles Fehlerlos. All diese Trademarks machen das besondere aus, genau wie auf dem Debüt, dort gab es Melodien ohne ende wie auch hier, wer auf das Debüt und LAD konnte macht mit dem Rundling nichts verkehrt.

Mit dem Stampfer “Where Angel’s Cry” gelingt der perfekte Einstieg, kräftig und flott. “Aquarius Sky” haut in die selbe Kerbe wie der Vorgänger, bei “Don’t Say It’s Love” kommt AOR Stimmung auf erinnert ein wenig an ELO, REO SPEEDWAGON und CHICAGO, starker Song ein richtiger Ohrwurm. “A Tear From The Sky” eine Herz-Schmerz Ballade, “Dream Of America” zieht das Tempo wieder an, flott und bestes Ohrenblasam. “Dream Of America” kommt wieder AORig aus den Boxen, gut hörbar, “Straight Between The Eyes” nicht schlecht ist mir aber in den meisten Momenten ein wenig zu schräg. “Don’t Ever Leave Me” für die gebrochenen Herzen. “A Piece Of Work” geht wieder besser ins AOR Ohr, bei “Only Love Can Save The World” könnte man meinen man hört einen RETURN Song, der Stärkste auf dem Album, “Your Words” drückt wieder gehörig auf die Tränendrüse, ist mir zu schmalzig.

Fazit:

Drei Balladen, eine Hand voll Rocker und zwei für mich nicht so tolle Songs kommen auf eine Wertung von 8,5 Sternen, der vorletzte Song holt nochmal einen halben Stern mehr aus dem Album raus. Mir persönlich gefällt das Debüt eine Spur besser als dieser zweite Rundling der auch nicht schlecht ist. Der Promofliyer gibt als Vergleiche LAD, Mikael Solo, TREAT, ECLIPSE und H.E.A.T. an, ich würde noch RETURN und EVENRUDE dazu nehmen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Where Angels Cry
02. Aquarius Sky
03. Don’t Say It’s Love
04. A Tear From The Sky
05. Love Is Not An Enemy
06. Dream Of America
07. Straight Between The Eyes
08. Don’t Ever Leave Me
09. A Piece Of Work
10. Only Love Can Save The World
11. Your Words

Helmut