SALTATIO LOVERZ mit BAD MORTIS am 07.11.2025 im Zenith in München

Am 07.11.2025 waren BAD MORTIS oder auch SALTATIO LOVERZ während der Weltenwanderer Tour von SALTATIO MORTIS zu Gast im Zenith in München. Im Gepäck gab es reichlich Klassiker von BAD MORTIS und einen Strauß Hits von SALTATIO LOVERZ.

BAD MORTIS starteten mit einer gehörigen Portion guter Laune und heizten das Publikum für den Hauptact an. Wem die Typen auf der Bühne bekannt vorkamen irrte sich nicht, denn es ist kein offenes Geheimnis das es sich um ein Nebenprojekt der Hauptband handelt. Die Band versuchte mit holländisch ihre Identitäten zu verbergen, dies gelang nur mittelmäßig, bei einem Mitglied kam mehr Kölsch als holländisch raus. Mit einem mächtigen Sound im Gebälk wurde Hard geGlam Rockt wie Sau. Das Set umfasste einige Songs ihres Greatest Hits Albums das kürzlich veröffentlicht wurde. Und wie soll es anders sein, Instrumente wie die Drehleier oder Dudelsäckle passen selbst zu der Art Songs. Es wurden u.a. Songs wie „The Look“ von ROXETTE, „Livin‘ On A Prayer“ von BON JOVI, „Take On Me“ von AHA und „Major Tom“ von PETER SCHILLING gespielt. Alle Titel bis auf „Major Tom“, dass sich am Anfang anhörte wie „Der Mussolini“ war dann doch to much, der hätte nicht sein müssen. Ansonsten ein anständiger Gig von Profis die schon sehr lange auf den Brettern der Welt unterwegs sind.

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Nach der Pause kam der epische Auftritt von SALTATIO LOVERZ, mit tiefrotem Licht und zwei Fackelträgern mit Mönchskutten ging die Show los. Der Abend stand ganz im Motto der neuen Best Of von SALTATIO MORTIS und ihrer langen Karriere. Alea war wie schon vorher sehr gut bei Stimme und zeigte sich fehlerlos und ohne Berührungsängste gegenüber dem Publikum. Mit viel Charme sang er sich durch das Set und war auf der Bühne sehr aktiv unterwegs ohne den Verteidiger des Mikrofonständers zu spielen. Die Leute an den Instrumenten machten auch alles Richtig, selbst Drehleier und Dudelsack hörten sich stark an. Der Einzige der nicht auf der Bühne rum rannte war der Drummer der auf seinem Hocker eine spektakuläre Show lieferte. Ein Konzert von SALTATIO MORTIZ hat etwas Extravagantes und Magisches das sich nicht so leicht beschreiben lässt. Entweder liegt es an der Band selber, dem Stil, den Songs oder einfach am Zusammenspiel aller Eigenschaften – ein Konzert mit dieser Band ist ein Spektakel und immer Wert anzusehen. Die Songs wurden gut gewählt und ließen keine Wünsche offen. Der Sound krachte und böllerte alles weg was an den Membranen vorbeiflog. Hätte SALTATIO MORTIS etwas besser machen können? Nein auf keinen Fall, das Konzert war der Burner, Schluss, Aus und Fertig.

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Setlist SALTATIO LOVERZ

Finsterwacht
Wo sind die Clowns
Taugenichts
Loki
Schwarzer Strand
Nachts weinen die Soldaten
Feuer und Erz
Heimdall
Odins Raben
My Mother Told Me / Valhalla Calling
We Might Be Giants
Der Himmel muss warten
Mittelalter
Rattenfänger
Dessous le pont de Nantes
Prometheus
Uns gehört die Welt
Vogelfrei
Keine Regeln
Für immer jung
Große Träume
Spielmansschwur

Text und Bilder: Balle

AUTUMN’S CHILD – Zenith

Trackliste:

01. Emergency
02. Evangeline
03. Love Is A Fighter
04. Nightingale
05. Never Say Die
06. Heaven Can Wait
07. Angel Of Danger
08. High On Love
09. Crowdpleaser
10. Don’t Wanna
11. Damaged Goods

Spielzeit: 53:41 min – Genre: Melodic Rock – Label: Pride & Joy Mussik – VÖ: 14.01.2022 – Page: www.facebook.com/mikael.erlandsson1

 

Mikael Erlandsson fügt seinem beachtlichen Backkatalog ein weiteres Album hinzu. Sein aktuelles Baby AUTUM’S CHILD geht in die dritte Runde. Ich weiß von vierzig Alben mit seiner Beteiligung, kann gut möglich sein das es noch ein paar mehr sind. Hier handelt es sich um das einundvierzigste Album mit Mikael und das dritte unter dem Bandnamen AUTUM’S CHILD.

Die Musiker mit denen Mikael im Laufe der Zeit zusammen gearbeitet hat waren keine Unbekannten. Darunter befinden sich Namen wie Jamie Border (TREAT), Marcel Jacob (Talismn), Tommy Denander (fast allem was AOR und TOTO Like ist), Nalle Pahlsson (GATHERING OF KINGS, MATINA EDOFF, GROUNDBREAKER), Martin Kronlund (AOR, DOGFACE, GYPSY ROSE SWE, LOVER UNDER COVER) und noch einige mehr. Die Bands und Projekte die er stimmlich veredelt hat hören auf Solo, AOR, HEARTBREAK RADIO, LAST AUTUMN’S DREAM, LOVER UNDER COVER, ROYAL MESS, RADIOACTIVE, SALUTE, SAYIT, SAPPHIRE EYES und SHINING LINE.

Zur Band gehören neben Mikael an Mikro, Gitarren und Keyboards noch Pontus Akesson an Gitarre, Magnus Rosen an Bass, Claes Andreasson an Piano und Robban Back an den Drums. Als Gastmusiker waren dabei Jona T., Sayit Dölen, Martin Olsson, Anna-Mia Bonde, Rasmus Ehrnborn und Robert Nygren.

Zu hören gibt es Melodic Rock mit skandinavischer coolness, viel Melodie, Gitarren ohne Ende, Keys zum Träumen. Der Bass und das Schlagzeug geben die Hinterntreter und sorgen so für mächtig Druck im Sound. Vergleichen kann man mit LAST AUTUMN’S DREAM, HEARTBREAK RADIO, LOVER UNDER COVER, H.E.A.T., TREAT, ECLIPSE, PERFECT PLAN und AGE OF REFLECTION ein richtiger Schwedenbrecher. So eine Art von Melodic Rock gibt es nur von Musikern aus Skandinavien, die Vibes kommen einem irgendwie bekannt vor, die Art wie die Songs geschrieben sind hören sich an wie alte Bekannte ohne irgendjemanden zu kopieren. Typisch schwedisch / skandinavisch und dazu eingängig wie Sau, gnadenlos von der Melodieführung her, die Vocals von Mikael befinden sich auf einem Top Level. Alles hört sich an wie ein gut geöltes Uhrwerk, ohne haken oder ruckeln, ein Rad greift ohne spiel in das andere.

Album #1 von AUTUMN’S CHILD war ein Top Album, sogar mit einem echten Top Ten Hit Anwärter an Board. Album #2 war nicht mehr ganz so stark, es war noch sehr gut aber nicht mehr ganz so Bockstark wie das Debüt. Album #3 geht wieder in die Bockstarke Tendenz des Debüt Albums. Die Songs zünden wieder besser, brauchen nicht so viel Anläufe und entfalten ihre genialität früher wie bei #2, und bleiben länger hängen.

„Emergency“ steigt gleich flott und hart ein, danach folgt „Evangeline“ eine Melodicgranate mit geilem Refrain. „Love Is A Fighter“ macht gleich mal ein Highlight, mit „Nightingale“ werden Taschentücher ausgepackt. „Never Say Die“ erinnert mich am Anfang ein wenig an den Oldie „Don’t Let Me Be Misunderstood“ trotzdem ein starker Melodic Song, bei „Heaven Can Wait“ werden erneut die Taschentücher ausgepackt eine starke Ballade. „Angel Of Danger“ bester Melodic Rock und Top Ten Futter, „High On Love“ das nächste Highlight und Top Ten Futter. Bei „Crowdpleaser“ wird die Axt ausgepackt Rock N Roll lastig, „Don’t Wanna“ geht ab wie Nachbars Lumpi. Mit „Damaged Goods“ wird wieder Gefühl bewiesen,

Balle