VALIDOR – Full Triumphed

Trackliste:

01. Dawn Of New Age
02. Son Of Fire
03. Man Of Steel
04. Strong Winds
05. Blood Metal Legions
06. Silverhawks
07. Gladiator (Blood On The Arena)
08. The Ten Thousand
09. Conquest Of Steel

 

 

Spielzeit: 37:38 min – Genre: Heavy Metal (Blood Metal) – Label: Symmetric Records – VÖ: 02.02.2022 – Page: www.validor.bandcamp.com

 

Ist schon echt lange her, dass ich das letzte Mal so richtig truen, oldschool-undergroundigen Heavy/Epic/Speed Metal rezensiert habe. Nun, da sollten VALIDOR doch ein guter Wiedereinstieg sein, nachdem ich 2020 schon den Re-Issue ihres Debuts begutachten durfte. Und mit zweimal „Blood“ und zweimal „Steel“ in insgesamt neun Songtiteln (plus weitere sehr metallische Wörter) gewährleisten die Griechen auch, dass die Sache wirklich angemessen true wird. Als griechische Band hat man mit nicht ganz geringer Wahrscheinlichkeit Bob Katsionis (momentan u.a. SERIOUS BLACK) dabei, was VALIDOR auch tatsächlich haben. Nur sinnig, dass das vierte Album „Full Triumphed“ auch bei seinem Label Symmetric Records erscheint und von ihm produziert wurde.
Zur Produktion: an sich sehr klar, authentisch und mit Power dahinter, doch zwei unterschiedliche Abspielgeräte mischen mir immer wieder mal ein leichtes Krisseln mit in die Geschichte. Empfehlung zum Antesten vor dem Kauf ist hiermit also gegeben.
Das Zusammenspiel der Instrumente fällt sehr sauber aus, Drummer Apollo Giannoulis weiß genau, wo welcher Fill-In gut kommt, und ist offensichtlich Besitzer eines Gymnasion-Abos. Auch der Gesang von Odi „Thunderer“ Toutounis passt zum Retrofaktor der Musik: roh und unpoliert, aber wenn er Töne treffen will, trifft er sie auch (und wenn nicht, hat das steelistische Gründe).
Musikalisch ist man zweifelsohne sehr true unterwegs („Blood Metal Legions“ beispielsweise vorerst im „Warriors Of The World“-Modus), nutzt die gelegentlichen Orchestersounds aber erfreulich unkitschig und spart sich die peinlichen Momente, die man hier von MANOWAR bekommen hätte. Stattdessen finden sich vermehrt Einflüsse von Bands wie MAIDEN und RUNNING WILD, das Tempo ist generell hoch und beim Opener „Son Of Fire“ ist man fast durchgängig mit unmelodischeren Speed/Thrash-Metal-Vocals zugange. Klar, ein bisschen Power-Metal-Feeling darf dann bei „The Ten Thousand“ zwischendurch auch mal sein, aber zumeist sind die Hauptzutaten ordentlich Druck, simple aber passende Melodien (und bei so einem Album will man auch keine Opernkomposition) und ein richtiges Maß an Abwechslungsreichtum, das „Full Triumphed“ interessant hält, ohne zu gut gemeint über’s Ziel hinauszuschießen.

Fazit:
Die möglicherweise vorhandenen kleinen Soundprobleme mal außen vor gelassen: Die vierte VALIDOR ist unpoliert, angenehm roh, ohne ungekonnt zu klingen, macht unmittelbar Bock auf kleine dreckige Livekonzerte, geht gut ab und ist alles andere als eine schlechte Wahl, wenn man die Kutte undergroundig geschmackvoll dekorieren möchte.

Anspieltipps:
„Son Of Fire“, „Strong Winds“, Gladiator“ und „Blood Metal Legions“

Jannis

IRON JAWS – Declaration of War

Band: Iron Jaws
Album: Declaration Of War
Spielzeit: 48:00 min
Stilrichtung: Speed Metal
Plattenfirma: Pure Steel Records
Veröffentlichung: 28.05.2021
Homepage: www.facebook.com/ironjawsband

Bella Italia. An was denke ich da grade? Rotwein, leckere Speisen und Speed Metal. „Spinnt der jetzt“? Nein, das tue ich nicht. IRON JAWS aus Piemont sind nämlich mit ihrem dritten Album zurück. Geschlagene sieben Jahre sind seit dem letzten Release vergangen, doch es wurde nie still im Underground um die Band. Bei ihrem ersten Deutschlandbesuch 2018 auf dem Ironhammer Festival stellten sie live zur Schau was sie können und rissen die Bühne ab. Die aktuelle Produktion ist sehr gut und für das Coverartwork gibt es gleich mal einen Bonuspunkt. Was die Mannen Andrea Finotti (v.), Roberto Quaglia (g.), Roberto Massasso (b.), Alberto Accomasso (g.) und Marco Morrone (d.) noch so drauf haben, werden wir gleich herausfinden. Und nun alle Regler auf 12 und ein Bier aufgemacht.

Los geht’s mit „Satan’s Bride“. Hier wird man gleich mal an die Wand geblasen. Speed Metal allererster Güte bringt das Blut in Wallung und man ist bereit für mehr. „Speed Metal Commando“ ist ein effektiver Nackenbrecher, der mit exzellentem Drumming und Gangshouts glänzt. Meine Luftgitarre qualmt schon heftig beim Mitspielen. Die Energie die auf „The Brawl“ versprüht wird, erinnert mich an ganz alte Metallica. Wie die Jungs hier durch den Song brettern ist schon echt fett. Was für ein Spaß. Auch auf „The Hell Of Boilin‘ Oil“ sind die Italiener nicht gewillt langsamer zu werden. Die Motörhead meets Overkill Nummer ist ein wahrer Ohrgasmus. Garniert wird es mit einem guten Solo und groovigen Riffs. „Declaration Of War“ ist schnörkelloser oldschool Metal. Knappe drei Minuten, die dem Live Publikum alles abverlangen werden. „Ton Of Bricks“ hält das bisherige Niveau locker und knallt und scheppert an allen Ecken und Enden. Erst jetzt bemerke ich, dass es ein Cover von Metal Church ist. Auf „Evil Bringer“ startet man mit Iron Maiden Gitarrenläufen und einer klasse Melodie. Der Rest geht in bester Bewitcher Manier zu schnell zu Ende. „Idiot’s Prophet“ ist ein gekonnter Seitenhieb an religiöse Extremisten. Fiese Stimme und harte Riffs unterstreichen die Stimmung des Songs. „Grandier’s Damnation“ startet schwer wie Black Sabbath, erhöht dann aber doch noch die Geschwindigkeit. Trotzdem das erste schwächere Stück hier. Das folgende „B.M.W.“ bietet Tonnen von Nieten und Leder. Fäuste hoch und den Refrain mitgrölen Freunde. Und wenn mich nächstes Mal einer fragt, was ich für ein Auto fahre, sage ich: „BMW, das steht für Black Metal Wheels“. Für „Back On The Hunt“ ändert Mixy die Tonlage seiner Stimme etwas. Ansonsten wie immer volles Rohr. Ooohhoo Chöre leiten den Abschluss mit „Horns Up For Metal“ ein. Eine ganz klare Hommage an unseren geliebten Metal. Tankard Riffs inbegriffen. Irgendwann werden wir uns wieder in den Armen liegen und hierzu feiern.

Fazit: Dieses Album macht von vorne bis hinten Spaß. Sehr viele Erinnerungen werden bei diesem Sound wieder wach und man fühlt sich auch gleich wieder jung dabei. 8 Punkte hierfür + 1 Punkt für das Artwork = 9 Nostalgie-Punkte.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Satan‘s Bride
02. Speed Metal Commando
03. The Brawl
04. The Hell Of Boilin‘ Oil
05. Declaration Of War
06. Ton Of Bricks
07. Evil Bringer
08. Idiots‘ Prophet
09. Grandier’s Damnation
10. B.M.W. (Black Metal Wheels)
11. Back On The Hunt
12. Horns Up For Metal

Sturmi

MESSERSCHMITT – Consumed By Fire

Band: Messerschmitt
Album: Consumed By Fire
Spielzeit: 39:23 min
Stilrichtung: Speed/Thrash Metal
Plattenfirma: FTWCTP Records
Veröffentlichung: 23.05.2020
Homepage: www.messerschmitt-speed.com

Die Messerschmitt Bf 109 wurde ab 1937 verwendet, kam aus Deutschland, war schnell und aggressiv, veröffentlichte aber in ihrer kompletten Einsatzzeit noch nicht mal ein Demotape. MESSERSCHMITT aus Remscheid sind erst seit 2010 im Dienst, kommen ebenfalls aus Deutschland, sind auch schnell und aggressiv und haben sogar schon zwei Demos und, seit neustem, auch zwei Alben veröffentlicht. “Consumed By Fire” nennt sich das neuste von ihnen, bietet über 39 Minuten Spieldauer und acht Tracks ordentlich voranpreschenden Speed Metal mit deutlicher Thrash- und leichterer Heavy-Metal-Schlagseite. Die Produktion passt zum Genre, natürlich in keiner Weise irgendwie glattgelutscht, angemessen roh und klar aber, mit einer stabilen Portion Druck. Zur Steigerung des Oldschool-Sounds kommt Maik Jegszenties mit einer heftig authentischen 80es-Speed/Thrash-Stimme um die Ecke und könnte mit der locker in weitaus größeren Bands aushelfen, wie eigentlich auch der Rest der Band am jeweiligen Instrument. Spielerisches Talent liegt zweifelsohne vor.
Die acht Songs an sich knallen in ihrer Gesamtheit ziemlich rein. Okay, mit “And I Crave To Die” und “The Vanishing Strains” sind zwei Tracks dabei, die anfangs balladig anmuten, aber das gibt sich verlässlich nach weniger als der Hälfte der Tracks. Der Rest der Platte ist ziemlich erbarmungslos unterwegs, würde in normalem Tempo auch seine 55 Minuten lang sein und arbeitet mit einer kleinen aber wichtigen Menge an Melodie. Die ist so präsent, dass sie immer wieder kleine harmonische Akzente liefert, gleichzeitig aber auch so wenig präsent, dass sie niemals auch nur im allerentferntesten Sinne kitschig, poppig oder radiokompatibel genannt werden könnte.
Ich will ehrlich sein: Abseits der zwei genannten Songs kann ich die Tracks nach zwei Hördurchläufen immer noch nicht wirklich auseinanderhalten, aber während des Hörens überzeugen sie nicht nur durch mächtig Aggression sondern auch immer wieder durch smarte Ideen, wie sich der Track noch etwas geiler machen ließe. Im Endeffekt ist das Grundtempo schon meist sehr ähnlich, die Zutaten variieren auch nicht großartig und die Melodien sind kein Ohrwurmmaterial. Aber gut, das ist Thrash-lastiger Speed Metal der roheren Sorte, von dem ich verlange, dass er während des Hörens kräftig austeilt, nicht, dass er mich danach als Ohrwurm in den Schlaf wiegt.

Fazit:
Und Austeilen tut „Consumed By Fire“, ohne ansatzweise vermuten zu lassen, es handele sich hier um ein zweites Album einer kleineren Band. Daher: Speed, Thrash, auf hohem Niveau in die Fresse, schön oldschool wirkend, stark komponiert, gespielt und gesungen, aber eben ohne große Höhepunkte, die langfristig hängenbleiben würden. Kein Freund von Geholze sollte hier nicht reingehört haben.

Anspieltipps:
„Fairchild“, „A Masterful Bloodshed“ und „And I Crave To Die“

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Fairchild
02. Consumed By Fire
03. Psychoqueen
04. The Vanishing Strains
05. Arms Of Havoc
06. A Masterful Bloodshed
07. Hematic Wrath
08. And I Crave To Die

Jannis

DEXTER WARD – III (Kurzrezension)

No Remorse records 2020

Band: Dexter Ward
Album: III
Spielzeit: 45:58 min
Stilrichtung: US Epic Metal
Plattenfirma: No Remorse Records
Veröffentlichung: 13.03.2020
Homepage: www.facebook.com/Dexterwardmetal

Es ist immer Glücksspiel, wenn man für eine Rezension Epic Metal angekündigt bekommt. Ist es EQILIBIös, ATLANTEAN-CODisch oder MANILLA-ROADesk? Nun, im Fall von DEXTER WARD am ehesten das dritte. Die nach einem HP-Lovecraft-Charakter benannten Griechen haben mit “III” ihr drittes (Surprise, Surprise) Album in den Startlöchern und “bring[s] back the past of glorious sounds”, wie der Promotext verrät. Der Sound ist dafür ziemlich gelungen, irgendwo zwischen aktueller, unklinischer Produktion und dem leicht verwaschenen Klang von älterem US Epic Metal mit Speed-Metal-Anleihen zu verorten. Sänger Mark Dexter hat eine genretaugliche Stimme, ebenfalls angemessen produziert.
Musikalisch bewegt man sich zwischen härteren, einfacheren Uptempo-Passagen, hymnischen Refrains und getrageneren Abschnitten, gerne unter Einsatz ruhigerer Intros. Die Trademarks des angestrebten Stils werden treffsicher eingesetzt. Leider nur geht hier der Sound, wie so oft bei die Erzeugung eines bestimmten Sounds beabsichtigenden Retro-Bands, im Vergleich zu den Kompositionen offensichtlich vor. “III” ist über seine Spielzeit immer gut metallisch, hat einige gute Ideen in petto, verlässt sich aber doch gerne auf offiziell getestetermaßen funktionierende Muster und Strukturen. Es ist nicht allzu schwer, einen Refrain episch zu komponieren, es ist nur schwer, ihn gleichzeitig episch und individuell, im Gedächtnis bleibend zu gestalten, und an letzterem scheitern DEXTER WARD doch häufiger.
Als US-Epic-Metal-Album handwerklich absolut gelungen, komponiert mit Ahnung vom Genre, doch wirklich aus der Masse herausstechen kann “III” nicht.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Return Of The Blades
02. Soldiers Of Light
03. In The Days Of Epic Metal
04. The Eyes Of Merlin
05. Conan The Barbarian
06. The Dragon Of The Mist
07. Reign Of The White Knight
08. The Demonslayer

Jannis

INVICTUS – Eden

Band: Invictus
Album: Eden
Spielzeit: 41:28 min
Stilrichtung: Heavy/Speed Metal
Plattenfirma: Iron Shield Records
Veröffentlichung: 24.01.2020
Homepage: www.facebook.com/InvictusHeavyMetal

Bayern ist ja generell ein eher konservativ geprägtes Bundesland und da ist es eigentlich nur recht und billig, wenn auch der dort produzierte Metal ein bisschen traditioneller ausfällt. Tut er im Fall von INVICTUS, die vor einiger Zeit eine Debut-EP rausgebracht haben (wir berichteten) und nun mit “Eden” die erste Platte nachschieben. Was hinsichtlich des Namens und des Cover-Artworks doch eher nach Power Metal aussieht, ist im Gegenteil undergroundig-oldschoolischer Heavy Metal mit ordentlicher Speed-Metal-Schlagseite. Das ist demnach auch alles andere als Hochglanz poliert und klingt authentisch unzeitgemäß produziert, minimal besser als die EP. Während die Drums etwas kraftlos wirken und ein wenig mehr Bearbeitung vertragen hätten, erweisen sich beim Rest der Produktion die kleinen Details aber als gut gelungen, insbesondere die sparsamen und zweckdienlichen Backing Vocals wissen zu wirken. Das mag auch an Nicolas Peters mit stabilem Hall versehenen Vocals liegen, die vielleicht nicht von Anfang an vom Hocker reißen, über das Album hinweg jedoch immer wieder beeindrucken, weil sie bestens zum Genre passen und in höheren Lagen immer mal wieder überraschend geil sind.
Musikalisch gibt es trotz des unpolierten Traditions-Sounds, den viele kleinere Bands gerne als einzige Daseinsberechtigung transportieren, doch einiges zu entdecken, Da findet sich mit “Through The Storm” eine ziemliche Midtempo-True-Metal-Hymne mit schönem Chor-Chorus, die so manchem Freund authentischen 80er-Metals leicht das Schwert schwellen lassen dürfte, gleich danach mit “Thought Of An Idea” schnelles, aufgrund der Produktion für meine Kopfhöhrer schlechtes Geschrubbe mit brutalem Riffeinsatz nach dem Refrain. “Livin‘ In The Future” hat heftige GAMMA-RAY-”Armageddon”-Vibes und ebenfalls tendenziell gute Laune, “Styx” hingegen ist eine in ihrem Verlauf stetig fetter werdende Ballade, die klassisch aber schön geschrieben ausfällt. Und “Insomnia”, um noch zwei Beispiele anzuführen, kommt wieder speedy daher, mit ziemlich doomiger Strophenmelodie für so einen Track und kurzen Sakral-Intermezzo, bevor bei “Burning Empire” noch einmal die Midtempo-Register gezogen werden und die interessanten anschwellenden Streicher in der Strophe die Qualität des Tracks weiter anheben.
Subjektive Kritik: Ab Track 5 startet der gefallendere Part des Albums. Objektive Kritik beschränkt sich an dieser Stelle mehr oder weniger auf die Produktion. Kurz und knapp: Nein, INVICTUS, das Album wäre nicht zu glatt und unauthentisch, wenn man da ein bisschen mehr Professionalität hätte walten lassen.

Fazit:
Mein Fazit der EP-Rezension bleibt also ziemlich gleich, neben der Tatsache, dass die Kompositionsarbeit doch stärker geworden ist. Schönes Album, wenn man ab einem bestimmten Produktionslevel manchmal aufstoßen muss und Alben eher danach bewertet, wie wenig gelutscht sie klingen. Der Mix aus Heavy und Speed Metal macht Spaß und ich kann mir vorstellen, INVICTUS in nicht allzu ferner Zukunft mal auf dem LineUp des Headbangers Open Air zu sehen.

Anspieltipps:
“Livin‘ In The Future”, “Insomnia”, “Burning Empire” und “Through The Storm”

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Intro
02. The Hammer
03. Inside Your Head
04. The Garden Of Eden
05. Through The Storm
06. Thought Of An Idea
07. Livin‘ In The Future
08. Styx
09. Break The Chains
10. Insomnia
11. Burning Empire

Jannis

STARBORN – Savage Peace (Kurzrezension)

Band: Starborn
Album: Savage Peace
Spielzeit: 52:56 min
Stilrichtung: Heavy Metal/Speed Metal
Plattenfirma: Iron Shield Records
Veröffentlichung: 27.09.2019
Homepage: www.facebook.com/starbornmetal

STARBORN – eine weitere oldschool klingende Heavy-Metal-Band, die in den letzten zehn Jahren das Licht der Welt erblickt hat. Nun ist mit “Savage Peace” das zweite Album der Kollegen aus Newcastle auf dem Markt gelandet. Der Sound ist ordentlich roh, weiß Gott nicht auf der Höhe der Zeit, aber zum gewählten Genre passend. Ebenso die Stimme von Bruce Turnbull, die amtliche Speed-Metal-Vibes transportiert.
Die acht Tracks auf “Savage Peace” arbeiten generell mit einem Wechselspiel aus langsamen, Midtempo- und Uptempo-Parts. Die längeren unter ihnen (so zum Beispiel den Opener “Existence Under Oath”) hätte man etwas kürzen können, sie wirken doch ab und an künstlich gestreckt. Ansonsten ist man durchaus ambitioniert unterwegs: “Inked In Blood” kommt ein bisschen okkult und vergleichsweise melodieorientiert rüber, “Beneath An Iron Sky” punktet mit seinen Backing Choirs, die in ihrer Geräuschhaftigkeit ihre Melodieline eher erahnbar gestalten und bei “Darkness Divine” wird’s auch mal ordentlich dissonant. All dies wird leider nicht allzu selten davon überschattet, dass sich STARBORN hinsichtlich des Songwritings nicht gerne aus dem Fenster lehnen. Die Melodien an sich sind okayer Standard, gehen rein wie raus, und arbeiten damit gegen die ansonsten echt schönen Songstrukturen. Ein nettes Album für Fans authentisch klingender Oldschool-Kost, aber man hat ein wenig das Gefühl, dass hier doch Potenzial verschenkt wurde. Aber vielleicht hat man das beim zweiten Album auch einfach noch nicht gefunden.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Existence Under Oath
02. Unwelcome
03. Beneath An Iron Sky
04. I Am The Clay
05. Lunar Labyrinth
06. Darkness Divine
07. Inked In Blood
08. Savage Peace

Jannis

INVICTUS – Burst The Curse (Kurz Review)

Band: Invictus
Album: Burst The Curse
Spielzeit: 11:10 min
Stilrichtung: Heavy Metal/Speed Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 15.03.2019
Homepage: www.facebook.com/InvictusHeavyMetal

Kurze EP, kurze Rezension. INVICTUS wenden sich mit ihrer Debut-EP an die Öffentlichkeit. Drei Tracks enthält das gute Stück, der Produktion merkt man deutlich an, dass sie nicht von einem Vollprofi stammt. Ein bisschen holzig klingt das Resultat, geht aber für ein eigenveröfftlichtes Ding voll in Ordnung. Soll ja auch ein wenig oldschool klingen und das tut es so auf jeden Fall. Die Leistung der Band ist absolut zufriedenstellend. Die Instrumente sitzen, die Vocals sind wirklich korrekt und die Backing Vocals gut eingesetzt.
Die Songs sind an sich ebenfalls stabil, haben aber kein wirkliches Erinnerungspotenzial. “Burst The Curse” ist einigermaßen purer mitgrölbarer Speed Metal, “Gaja” eine schöne und erfreulich unkitschige Ballade und “Someone Out There” eine Spur langsamer als der Titeltrack, dabei mit einem klassischen Heavy-Metal-Refrain ausgestattet.
Alles in allem: An der Produktion muss bei zukünftigen Releases noch gearbeitet werden und auch hinsichtlich der Komposition besteht noch Luft nach oben. Aber wir reden hier von einer Debut-EP, die ohne Label in Eigenarbeit zusammengeschraubt wurde. Hat sich in Zukunft erstmal eine gewisse Routine eingestellt, so dürften wir von INVICTUS demnächst gut gespielten und authentischen Retro-Speed-Metal erwarten können (was auf “Burst The Curse” bereits der Fall ist), mit ein wenig ausgearbeiteteren Songs und hoffentlich etwas besserer Produktion.

WERTUNG:

 

 

Jannis

FLOTSAM AND JETSAM – The End Of Chaos

Band: Flotsam and Jetsam
Album: The End Of Chaos
Spielzeit: 49:21 min
Stilrichtung: Speed / Thrash Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 18.01.2019
Homepage: www.flotsam-and-jetsam.com

FLOTSAM AND JETSAM stehen defintiv nicht für Langeweile, auch wenn sich der Stil der letzten Alben kaum bis gar nicht geändert hat. Mit „End Of Chaos“ werden die Jungs auch dieses Mal sehr wahrscheinlich nicht den Olymp des Metal erklimmen, aber sie sind zumindest nahe dran. Sich nach fast 40 Jahren komplett neu erfunden haben sich FLOTSAM AND JETSAM nicht, aber es ist eine Rückbesinnung auf die ersten Tage erfolgt und das steht dem Album tatsächlich sehr gut. Und mit Eric A.K. Knutson hat die Band einen der besten Sänger in diesem Genre, was natürlich auch immer ein Garant für genial gute Songs und Alben ist. Und dass die Stimme nach den langen Jahren im Speed/Thrash Metal immer noch derart gut zu gebrauchen sind, grenzt schon fast an ein Wunder. An Strahlkraft und Energie hat A.K. definitiv nichts verloren. Immerhin haben sich FLOTSAM AND JETSAM bereits 1981 gegründet. Damals zwar noch unter dem Namen GANGSTER haben die Jungs ihre Heimat später als DREDLOX und DOGZ unsicher gemacht. Ihren endgültigen Namen bekamen die Jungs aus Phoenix/Arizona dann nach dem Einstieg von A.K. Der Name FLOTSAM AND JETSAM entstand aus dem gleichnamigem Song, der wie – so viele Bandnamen – natürlich von „Herr der Ringe“ inspiriert wurde. 1986 verließ dann Bandgründer und Hauptsongwriter Jason Newsted die Band um bei METALLICA den kurz zuvor verstorbenen Cliff Burton zu ersetzen. Trotz des herben Verlustes sind FLOTSAM AND JETSAM weiter ihren Weg gegangen und haben es in den letzten Jahrzehnten immer wieder geschafft, im Gespräch zu bleiben und mit guten Alben zu überzeugen. Leider ist der große Durchbruch nie wirklich gelungen und trotz des großartigen Eric A.K. Knutson und seiner Mitstreiter Steve Conlay und Michael Gilbert (der bereits mit 17 Jahren der Band beigetreten ist) an den Gitarren, sowie Jason Ward am Bass und Jason Bittner (Ex-Overkill) an den Drums, blieb den Jungs der Aufstieg in die A-Liga verwehrt. Auch der neueste Dreher „The End Of Chaos“ wird daran vermutlich nicht viel ändern.
Das Problem bei der aktuellen Scheibe ist leider auch, dass sie nicht direkt eingängig ist, sondern definitiv ein paar Durchgänge braucht um zu wirken. Aber wenn, dann knallts…
Während sich der Opener „Prisoner Of Time“ mit Hochgeschwindigkeit und harten Riffs zum Groove-Monster mit genialem Refrain entwickelt, haut einem der zweite Track „Control“ direkt die Knüppel um die Ohren. Die Drums hämmern sich in den Schädel und der Song verliert in keiner Sekunde an Geschwindigkeit. Etwas langsamer wird es bei „Recover“, aber hier kommt der richtige FLOTSAM AND JETSAM Vibe auf. Beim Rifflastigen „Prepare For Chaos“ kommt A.K.s Ausnahmestimme deutlich zur Geltung ohne an Härte zu verlieren.
Während „Slowly Insane“ ziemlich belanglos vor sich hin thrasht, ist „Architects Of Hate“ dann wieder ein Sahnehäubchen der Scheibe. Die Mischung aus Melodie, Power und einem Schuss Death Metal geht hier sehr gut auf. „Demolition Man“ geht in eine ähnliche Richtung, kommt aber nicht ganz an den Vorgänger ran. Auch die folgenden Songs (Unwelcome Suprise, Snake Eye, Survive) können dann doch auch irgendwie überzeugen, vor allem nach mehrmaligen Hören.
Mit dem Kracher„The End“ wurde ein Speedmetal-granatiger Abschied gefunden, der mit einem Mega-Chorus und genialen Gitarren glänzt und ein mehr als würdiger Abschluss eines wirklich sehr guten Albums ist.
Alles in Allem ist „The End Of Chaos” mit seinen knackigen 12 Songs ein geiles Teil, aber an einigen Ecken ist es einfach nicht rund genug und es dauert eine Weile, bis sich die Speed-/Thrash-Metal-Granate einem erschließt. Trotzdem denke ich, dass der aktuelle FLOTSAM AND JETSAM Dreher den Respekt und die Anerkennung bekommt, den es verdient und hoffe, dass wir noch einige Jahre was von den Jungs zu hören bekommen.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Prisoner Of Time
02. Control
03. Recover
04. Prepare For Chaos
05. Slowly Insane
06. Architects Of Hate
07. Demolition Man
08. Unwelcome Surprise
09. Snake Eye
10. Survive
11. Good Or Bad
12. The End

Tänski

IMPELLITTERI – The Nature Of The Beast

Band: Impellitteri
Album: The Nature Of The Beast
Spielzeit: 50:53 min.
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 12.10.2018
Homepage: www.impellitteri.net

Impellitteri <orum [o, rum] > SUBST m (Impellitterus), lat.: Die schnell und äußerst gut Gitarre Spielenden

Passend wär’s. Letztendlich ist IMPELLITTERI allerdings einfach der Name von Gitarrist Chris Impellitteri, der mit seiner nach ihm benannten Band bereits seit 1987 aktiv ist, in Europa kaum und in Japan ziemlich bekannt ist. Zusammen mit Rob Rock (AXEL RUDI PELL u.a.), James Amelio Pulli und Jon Dette (SLAYER, TESTAMENT) hat der gute Mann mit “The Nature Of The Beast” unlängst sein elftes Album veröffentlicht und verhilft dem interessierten Hörer darauf mit zwölf kurz(weilig)en Tracks mit 50 Minuten Gesamtlänge zum Genuss schnellen Heavy Metals mit kleiner Power-Schlagseite und massig Gitarrengefrickel.
Produktion: geht klar, hätte an einigen Stellen weniger laute Rhythmusgitarren, dafür lautere Drums und Vocals vertragen können, aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Gerade die Gitarren klingen entzückend, was verständlich ist, schließlich ist Chris nicht nur Bandleader, sondern auch laut Guitar World einer der weltschnellsten Gitarristen und laut dem Guitar One Magazine zweitschnellster Shredderer noch vor Yngwie Malmsteen. Bei solchen Referenzen muss der Saitensound sitzen. Dass das Gitarrenspiel an sich selbiges muss und tut, steht außer Frage. Impellitteri rast durch atemberaubende Soloparts und charakterstarke Highspeed-Riffs, ohne dabei jedoch allzu aufdringlich als Mittelpunkt des Geschehens zu wirken. Der Rest der Band unterstützt ihn tatkräftig, allen voran Rob, dessen nicht zu cleane Stimme dem geschwinden wie melodiösen, dabei jedoch anständig harten Sound der Band höchst dienlich ist.
Wie machen sich die Tracks nun abseits der Gitarrenarbeit und abseits der durchweg beeindruckenden Soloparts? Nun, zuerst einmal seien die zwei Coversongs erwähnt. “Symptom Of The Universe”, ursprünglich von BLACK SABBATH, würdigt das Original und impellittiert es parallel. Klingt geil und schlüssig, auch wenn man leider auf den smoothen Endpart des Originals verzichtet hat. ANDREW LLOYD WEBBERs “Phantom Of The Opera” ist von vorne bis hinten einfach nur top umgesetzt, der vielseitigste Track des Albums mit zahlreichen liebevollen Nouancen und natürlich ebenfalls korrekt auf 180 gedreht.
Trotz der recht ähnlichen Grundbausteine der einzelnen Songs lassen viele Tracks bereits beim ersten Hören ein gutes Maß Eigenständigkeit erkennen. “Man Of War” startet mit leichtem “In der Halle des Bergkönigs”-Feeling, klingt in der Strophe nach STEEL PANTHER mit weniger Brüsten und mehr Eiern und ist trotz seines kleinen True-Metal-Einschlags absolut ernstnehmbar. “Run For Your Life”, Angaben der Band zufolge der MAIDEN-inspirierte Track klingt weniger MAIDEN-inspiriert als so mancher am wenigsten MAIDEN-inspirierte Song manch anderer MAIDEN-inspirierter Band; das übernimmt in textlicher Hinsicht dafür “Do You Think I’m Mad”, das im der starken Strophe folgenden, leicht schwächeren Refrain die titelgebende Frage häufiger stellt, als Blaze Bailey in “The Angel And The Gambler” imstande ist, zu fragen, ob ich denke, dass er ein Saviour sei, er mich retten könne und zudem auch mein Leben.
Das kurz-knackige “Fire It Up” wird pflichtgemäß upgefired (höhö) und macht nur etwas weniger Spaß als die zwei Folgetracks: Das mit über sechs Minuten für “The Nature Of The Beast”-Verhältnisse überlange “Kill The Beast” erfreut durchgängig bis zu 05:25, wenn es 40 Sekunden vor Trackende endet, und “Shine On” holzt neben dem Phantom-Cover wohl als powermetallischster Track des Albums mit gelungenem hymnischen Refrain daher.
All dies, garniert mit Chris‘ hervorragendem Gitarrenspiel, macht über die Dauer des Albums durchgängig Spaß, obgleich die Gitarrenskills ab und an von kompositorischem Mittelmaß ablenken. Ein Dreiviertelpunkt Abzug dafür, nochmal so viel für die leichten Schwächen, die die Produktion hin und wieder aufweist, aber ein großes Lob für die beeindruckende Gesamtleistung hinter “The Nature Of The Beast”!

Anspieltipps:
“Phantom Of The Opera”, “Kill The Beast”, “Shine On” und “Man Of War”

Fazit:
Diese Rezension ist nicht außergewöhnlich lang für Rock-Garage-Verhältnisse, sie muss nur in Chris-Impellitteri-Geschwindigkeit gelesen werden. Zudem muss in seinen neusten Release auf jeden Fall reingehört werden. Kraftvoller und mitnichten überpolierter grandios gespielter Heavy Metal ist das, der nach über 30 Jahren so langsam auch mal in Europa ankommen darf.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Hypocrisy
02. Masquerade
03. Run For Your Life
04. Phantom Of The Opera
05. Gates Of Hell
06. Wonder World
07. Man Of War
08. Symptom Of The Universe
09. Do You Thing I’m Mad
10. Fire It Up
11. Kill The Beast
12. Shine On

Jannis

REVENGE – Spitting Fire

Band: Revenge
Album: Spitting Fire
Spielzeit: 32:39 min.
Stilrichtung: Speed Metal
Plattenfirma: Iron Shield Records
Veröffentlichung: 26.01.2018
Homepage: www.revenge666.bandcamp.com

REVENGE als Bandname, “Spitting Fire” als Albumtitel, dazu dieses Cover… Ist überhaupt jemand überrascht, dass das hier ein Speed-Metal-Review wird? Vermutlich nicht. Und REVENGE bemühen sich um ein hohes Maß an Authentizität, wenn es darum geht, den eisernen Achtzigern zu huldigen. Inclusive Releases auf Kasette. Ist nicht ganz Achtziger, aber egal.
Auch ansonsten klingt das mit gerade einmal knapp über 30 Minuten Spieldauer doch traurig kurz geratene Werk der Truppe aus Kolumbien, als sei es eine Remastered Edition einer 80es-Metal-Aufnahme. Der Sound ist weitgehend zeitgemäß, aber schön roh und schreddernd. Würde das Ridebecken an einigen Stellen nicht klingen, als läute das Christkind zur Bescherung, ließe sich an der Produktion, die ansonsten dem Stil der Band absolut dienlich ist, rein gar nichts aussetzen.
Das Können der einzelnen Bandmitglieder lässt ebenfalls nicht zu wünschen übrig. Hier sind Musiker am Werk, die ihre Idole kennen und ihre musikalischen Vorstellungen problemlos umsetzen können. Sänger Esteban Mejias Vocals entlocken wohl dem ein oder anderen Oldschool-Fan ein Freudentränchen, einzig ein paar mehr hohe Parts wären wünschenswert gewesen. Dass er diese einwandfrei beherrscht, zeigt sich primär beim letzten Track. Ach ja, und die Texte, beispielsweise bei “Heavy Metal Friends”, sind grenzwertig. Kann man aber vernachlässigen.
In musikalischer Hinsicht gibt es nicht allzu viele Überraschungen. Entweder man startet mit eine langsameren Songintro oder ballert direkt kompromisslos los, dann geht es generell mit einfachen Melodien und hohem Tempo Richtung Mittelteil, der gerne mal etwas deutlicher im Midtempo angesiedelt ist. Nochmal der Refrain dahinter, fertig.
Auf Balladen wurde löblicherweise verzichtet. Neben dem vergleichsweise ruhigen letzten Track, der sogar mit ein paar cleanen Gitarren am Anfang aufwartet, ist der langsamste Song wohl “Thirst Of Avenge” – und auch der liefert noch oberes Midtempo.
Hervorzuheben sind ansonsten ohne Zweifel “Rise Of The Braves”, dessen Leadgitarren im Chorus sehr schön die Melodieführung unterstützen und das böse “Thy Axes Scream”, dessen Vocalparts vergleichsweise unmelodisch ausfallen und zeitweise leicht an VENOM erinnern.
Wirkliche Höhepunkte sucht man auf “Spitting Fire” leider größtenteils vergeblich, doch wer Interesse an nostalgischem Hochgeschwindigkeitsbangen mit einem Bier in jeder Hand hat, der darf von REVENGE über höchst authentischen Beistand erwarten.

Anspieltipps:
“Rise Of The Braves”, “Thy Axes Scream” und “Will Till Death”

Fazit:
Was REVENGE an musikalischer Außergewöhnlichkeit fehlen mag, machen die Jungs durch beachtliche Nähe zum 80er Speed Metal wieder wett. “Spitting Fire” klingt in gesundem Maße ungeschliffen und gibt durchgängig voll auf die 12. Prost!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Heavy Metal Friends
02. Thirst Of Avenge
03. Rise Of The Braves
04. Spitting Fire
05. Thy Axes Scream
06. Will Till Death
07. Sadistic Cruelty – The Revengeance
08. Infernal Angels (2017 Version)

Jannis