SCANNER – The Galactos Tapes

Band: Scanner
Album: The Galactos Tapes
Spielzeit: 124:48 min.
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 25.08.2017
Homepage: www.scanner4u.de

 

SCANNER – eine der Bands, die länger existieren als der Verfasser dieser Rezension, und die all die Jahre als kleines Untergrund-Juwel mit beeindruckender Ausdauer in der deutschen Power-Metal-Szene wütet. Auf 30 Jahre Bandgeschichte kann man mittlerweile zurückblicken, in denen SCANNER insgesamt sechs Studioalben veröffentlicht haben. Zeit für einen kleinen Rückblick. Dieser kommt in Gestalt von „The Galactos Tapes“ und liefert Fans und Neulingen über zwei Stunden handgemachten Power Metal mit deutlicher Speed-Metal-Schlagseite, verpackt auf zwei CDs.
CD 1 erweist sich als gelungene Compilation, auf der ein Großteil der musikalischen Höhepunkte der Band vertreten ist. Vom speedigen „Puppet On A String“ über den hymnischen Midtempo-Rocker „Across The Universe“ bis hin zum GAMMA-RAYigen „Terrion“ mit Tom-Warrior-“Uh“ ist alles am Start, was man sich als Fan von SCANNER im speziellen und Science-Fiction-inspiriertem Power Metal im allgemeinen wünschen kann. Und natürlich darf auch das QUEEN-Cover „Innuendo“ nicht fehlen. Sollte man nicht eh alle SCANNER-Alben sein eigen nennen dürfen, so hält man mit dem ersten Teil von „The Galactos Tapes“ schonmal einen guten Querschnitt des Schaffens der Band in der Hand.
CD 2 beinhaltet elf Re-Recordings älterer SCANNER-Songs, aufgenommen in der aktuellen Besetzung. Die Produktion ist vielleicht nicht ganz auf der Höhe der Zeit, funktioniert mit dem tendenziell eher rohen Sound der Jungs jedoch besser, als es eine glattgelutschte 08/15-Produktion täte.
Ob die Neuaufnahmen nun durchweg nötig sind, darüber bilde sich an dieser Stelle jeder sein eigenes Urteil. Der Refrain von „Puppet On A String“ beispielsweise kommt (aus subjektiver Sicht des Rezensenten) beim Original wesentlich intensiver rüber als bei der Neuaufnahme, bietet jedoch durchaus eine nette Neuinterpretation, die sich nicht übermäßig vom Original entfernt.
Sänger Efthimios Ioannidis leistet in jeglicher Stimmlage gute Arbeit und weiß das alte Material würdig umzusetzen, der Rest der Band braucht sich ebenfalls weiß Gott nicht zu verstecken. Und auch der Grundspirit von SCANNER ist jederzeit deutlich zu erkennen. Auch dreißig Jahre nach ihrer Gründung klingt diese Band noch nach dem ungeschönten rohen Speed Metal ihrer Anfangszeit; nicht, weil sie retro klingen wollen, sondern, weil sie in diesem Genre ihre Wurzeln haben. Es wäre wohl nicht zu viel behauptet, wenn man SCANNER als kleinen dreckigen Fels in der heutigen überproduzierten Power-Metal-Brandung bezeichnet, der den Wellen seit drei Dekaden tapfer die Stirn bietet. Kompliment dafür!

Anspieltipps:
„Puppet On A String“, „Terrion“, „Innuendo“ und „Across The Universe“

Fazit:
Warum nicht mal die unbekannteren Helden des deutschen Power Metals unterstützen? „The Galactos Tapes“ gehört dank der neu aufgenommenen Songs eh ins Plattenregal jedes SCANNER-Fans. Und für jeden, der die Band bislang nicht so wirklich auf dem Schirm hatte, bietet der Jubiläums-Release einen schönen Einblick in das facettenreiche Schaffen dieser Band, die eigentlich wesentlich mehr Aufmerksamkeit verdient hätte.

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

Disc 1:
01. Galactos
02. Warp 7
03. We Start It Tomorrow
04. Buy Or Die
05. Across The Universe
06. Puppet On A String
07. Innuendo (Queen Cover)
08. F.T.B.
09. After The Storm
10. Terrion
11. Out Of Nowhere
12.The Law
13. Judge On The Run
14. Nevermore
15. Always Alien

Disc 2:
01. Warp 7
02. Puppet On A String
03. Across The Universe
04. Buy Or Die
05. Rubberman
06. Terrion
09. Tollshocked
10. Sister Mary
11. Till The Ferryman Dies

Jannis

 

FIREFORCE – Annihilate the Evil

Band: Fireforce
Album: Annihilate the Evil
Spielzeit: 50:33 min
Stilrichtung: Combat Power Metal
Plattenfirma: Limb Music
Veröffentlichung: 01.09.2017
Homepage: www.fireforceband.com

Die belgischen Metaller von FIREFORCE sind ja bei uns wahrlich keine Unbekannten mehr! Aus den Überresten der Band DOUBLE DIAMOND gegründet und schon mit einer bewegten Bandhistorie gesegnet, bringen die Mannen rund um Fronter Filip „Flype“ Lemmens und Gitarrist Erwin Suetens dieser Tage ihr drittes Album „Annihilate the Evil“ auf den Markt.
Dieses soll, nach dem etwas zu verkopften zweiten Album „Deathbringer“ wieder mehr den Geist des genialen Debütalbums „March On“ atmen.
„Annihilate The Evil“ soll deutlich old schooliger ausgefallen sein in
Sachen Songmaterial und Produktion. Eben so wie das Ganze auch auf dem Debüt geklungen hat.
Schauen wir mal ob die Jungs wieder zurück in die Spur gefunden haben und prüfen das direkt mal mit dem Openersong „The Boys from Down Under“. Ohne viel Vorgeplänkel steigen die Jungs hier ein und man merkt direkt das man wirklich mehr zum klasse Debütalbum tendiert.
„Revenge in Flames“ im Anschluss verpasst es dann aber den guten Faden aufzunehmen und verhalt ziemlich nichtssagend.
Ganz anders sieht es dann wieder beim anschließenden Doppelschlag „Fake Hero“ und „Dog Soldiers“ aus. Ein treibender Groove und ein eingängiger Chorus das sind hier die Pluspunkte der Tracks welche das Ganze absolut gelungen machen!
„Oxi Day“ spinnt dann den qualitativ hochwertigen Faden weiter, bevor dieser ein klein wenig abreißt und erst mit „The Iron Brigade“ Gott sei Dank schnell wieder aufgenommen wird.
Aus dem letzten Plattenabschnitt kann dann am ehesten noch „Herkus Mantas“ und das abschließende „Gimme Shelter“ überzeugen. Ein wenig wurde hier Potential verschenkt, insgesamt ist man aber wieder auf dem richtigen Weg!

Anspieltipps:

Mit “The Boys from Down Under”, “Fake Hero”, “Dog Soldiers”, “The Iron Brigade” sowie “Herkus Mantas” werdet ihr hier am ehesten direkt warm werden.

Fazit :

Nach dem doch ziemlich enttäuschenden letzten Album “Deathbringer” schaffen die Jungs von FIREFORCE Gott sei Dank endlich wieder die Kurve und sind wieder auf dem richtigen Weg zur Glanzleistung des Debütalbums!
Noch ist zwar nicht alles Gold was hier glänzt, aber bei weitem besser als das Vorgängermaterial.
So kann es bitte weitergehen und Fans der Band sowie des Genre bekommen hier wieder die eindeutige Kaufempfehlung ausgesprochen!

WERTUNG:

 

 

 

Trackliste:

01. The Boys from Down Under
02. Revenge in Flames
03. Fake Hero
04. Dog Soldiers
05. Oxi Day
06. Thyra‘s Wall
07. Defector (Betrayer of Nations)
08. The Iron Brigade
09. White Lily (Okhotnik)
10. Iron, Steel, Concrete, Granite
11. Herkus Mantas
12. Gimme Shelter

Julian

Dark Avenger – The Beloved Bones

Band: Dark Avenger
Album: The Beloved Bones
Spielzeit: 58:28 min
Stilrichtung: Progressive Metal
Plattenfirma: Rockshots Records
Veröffentlichung: 01.08.2017
Homepage: www.facebook.com/darkavengerofficial

 

Manchmal tut es im Herzen weh, einem Album keine explizit gute Bewertung geben zu können. Bei „The Beloved Bones“ zum Beispiel, dem neusten Release der Brasilianer von DARK AVENGER. Auf den ersten Blick scheint hier nämlich alles zu stimmen. Das Artwork ist toll, die Produktion geht auch absolut klar (Tony Lindgren übernahm, wie schon für DRAGONFORCE, KREATOR und andere, das Mastering), die Musiker beherrschen ihr Handwerk und Sänger Mario Linhares muss sich seiner Stimme weiß Gott nicht schämen. Auf musikalischer Ebene ist „The Beloved Bones“ epischer Progressive Metal der etwas älteren SYMPHONY-X-Spielart mit vielen orchestralen Keyboards und einer größeren Anzahl an Takt- und Geschwindigkeitswechseln.
So weit, so gut. Was leider alles andere als spektakulär ausfällt, sind die Melodien. Es gibt kaum eine Melodie auf „The Beloved Bones“, die wirklich ins Ohr ginge. Stattdessen gestalten sich die allermeisten Tracks als Aneinanderreihung kleiner bombastischer aber unspektakulärer Parts, die am Hörer weitgehend vorbeiziehen, mit einem Solopart irgendwo in der Mitte und ein paar Stellen, die sich wiederholen. Zum Teil erweist es sich tatsächlich als schwierig, den Chorus überhaupt zu erkennen, was bei einem Album dieser Art eigentlich nicht der Fall sein dürfte.
Dementsprechend hält der Käufer mit „The Beloved Bones“ ein Werk in den Händen, das seine melodische Uninspiriertheit durch die gut produzierten aber immer gleich klingenden Orchestralkeyboards kaschiert, die oft einfach nur die Gitarrenmelodie imitieren. Das klingt durchaus fett und schafft eine durchweg dramatische, leicht apokalyptische Grundstimmung, kann die schwachen Melodien aber leider nicht entschuldigen. Lediglich die letzten beiden balladesk gehaltenen Songs des Albums und das vergleichsweise aggressive und weniger Keyboard-überladene „Parasite“ fallen ein wenig aus der Reihe. Doch abgesehen von den drei Tracks ähneln sich die Songs so stark, dass sich auch nach mehrmaligem Hören des Albums das Auseinanderhalten der einzelnen Lieder als schwierig erweist. Klar gibt es einige Ausnahmen. Die Refrains von „Empowerment“ und „King For A Moment“ haben durchaus das Potenzial, ein Weilchen im Ohr zu bleiben, und die Tatsache, dass „The Beloved Bones“ fast durchgängig sehr treibend ohne viel Leerlauf voranbrettert, ist auch ein klares Argument für das Album – überkitschte Disneymelodien und seichtes Geseiere sind sehr selten. Doch das reicht nicht, um DARK AVENGERs neusten Streich guten Gewissens empfehlen zu können. Gerade im Progressive Power Metal steht und fällt ein Album auch mit der Qualität seiner Melodien. Und diese ist bei „The Beloved Bones“ einfach zu schwach.

Anspieltipps:
„The Beloved Bones“, „King For A Moment“, „Parasite“, „Empowerment“ und „When Shadow Falls“

Fazit:
„The Beloved Bones“ ist ein handwerklich sehr solides Ding. Doch das vermag nicht zu verhindern, dass sich im Verlauf des Albums beim Hörer eine gewisse Langeweile einstellt. Die Keyboards klingen durchgängig gleich (Die Glocken-Synths sind beim ersten Lied noch geil, werden dann aber dermaßen inflationär eingesetzt, dass sie schon beim vierten Track nur noch nerven) und sind wohl eher gedacht, um von den Schwächen des Albums abzulenken. Die Melodien sind zum größten Teil belanglos und uninspiriert. Zum nebenbei auf dem Festival-Campingplatz hören geht „The Beloved Bones“ voll in Ordnung. Ein Album, das man sich immer wieder konzentriert anhören möchte, ist es jedoch nicht – und das ist bei einem Progressive-Metal-Album keine gute Sache.

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Beloved Bones
02. Smile Back To Me
03. King For A Moment
04. This Loathsome Carcass
05. Parasite
06. Breaking Up Again
07. Empowerment
08. Nihil Mind
09. Purple Letter
10. Sola Mors Liberat
11. When Shadow Falls

Jannis

SERIOUS BLACK – Magic

Band: Serious Black
Album: Magic
Spielzeit: 56:18 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 25.08.2017
Homepage: www.serious-black.com

In drei Jahren drei Alben raus hauen das schaffen nicht viel Bands! Die Jungs von SERIOUS BLACK haben genau das gemacht und sich somit quasi über Nacht ins obere Drittel der Melodic Metal Hitliste geschlichen, denn die bisherigen Alben waren aller erste Sahne! Nun steht uns das neue Album „Magic“, das erste Konzeptalbum der Band ins Haus und man kann davon ausgehen das das Niveau der bisherigen Veröffentlichungen spielend gehalten werden kann, dafür sind die beteiligten Musiker einfach Meister ihres Faches!
Passend zum Konzept beginnt das neue Album mit dem atmosphärischen Intro „With a Tip of the Hat“ welches die Geschichte gut einleitet. Als ersten richtigen Song wird uns dann „Binary Magic“ präsentiert. Und hier geht die großartige Melodic Power Metalreise dann richtig los. Die Jungs waren ja schon auf ihren vorherigen Alben richtig gut, aber was man hier für uns parat hält kann es locker mit den Alltimeklassikern des Genre aufnehmen!
Egal ob es der schon angesprochene Opener, das folgende, ebenso klassische midtempomäßige „Burn! Witches Burn!“, das etwas ruhigere „Now You‘ll never know“ oder das bärenstarke Mitteltrio „I can do Magic“, „Serious Black Magic“ und „Skeletons on Parade“ ist, hier in der ersten Hälfte wird erstklassiger Metal melodischer Prägung aufgefahren der die Band auf dem Höhepunkt ihres Schaffens zeigt!
Hui hier wird aber mit Lobpreisungen nur so um sich geschmissen wird man jetzt denken, ja aber sie sind wirklich verdient, denn jeder Musiker egal ob Sänger oder Instrumentalist kitzelt hier glaube ich alles aus sich heraus und man merkt einfach, was ja auch immer wieder von der Band selbst betont wird, das hier einfach großartige Einzelmusiker am Werk sind die fast alle über ein tolles Songwritinggespür verfügen.
Und da ist auch kein Wunder das es in der zweiten Hälfte nur so von Hits wimmelt, exemplarisch seien hier „Mr. Nightmist“, die Halbballade „True Love is Blind“ oder das flotte „Newfound Freedom“ genannt. Melodic Power Metalherz was willst du mehr!

Anspieltipps:

Hier könnt ihr wieder hin greifen wohin ihr wollt, alles ist absolut hör und genießbar!

Fazit :

Die letzten Alben von SERIOUS BLACK kratzten schon alle an der Höchstnote, nun ist es also soweit und bei dem make it or break it Album Nummer 3 schafft man die letzten Prozent zu 10 Punkten.
Man orientiert sich wieder ein bisschen mehr am Debütalbum wie ich finde und das ist auch gut so, den die Songs sind wieder wesentlich kraftvoller als auf dem Vorgängerwerk!
Wer über erstklassigen Melodic Powermetal europäsicher Prägung heutzutage nachdenkt kommt sehr schnell auf SERIOUS BLACK. Ab in den nächsten Plattenladen eures Vertrauens und sich die Scheibe gesichert!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. With a Tip of the Hat
02. Binary Magic
03. Burn! Witches Burn!
04. Lone Gunman Rule
05. Now You‘ll never know
06. I can do Magic
07. Serious Black Magic
08. Skeletons on Parade
09. Mr. Nightmist
10. The Witch of Caldwell Town
11. True Love is Blind
12. Just Kill Me
13. Newfound Freedom
14. One Final Song

Julian

RAGE – Seasons Of The Black

Band: Rage
Album: Seasons Of The Black
Spielzeit: 51:51 min.
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 28.07.2017
Homepage: www.rage-official.com

 

Man hat „The Devil Strikes Again“ nach seiner Veröffentlichung noch nicht mal ganz aus der nervigen Plastikverpackung befreit, da werfen Peavy und seine Crew dem hungrigen Fan direkt noch einen weiteren Leckerbissen ins… Ohr. „Seasons Of Black“ heißt das gute Stück, das am 28.07.17 gerade einmal 14 Monate nach seinem Vorgänger veröffentlicht wurde.
Dass man auch in 14 Monaten ein Album aufnehmen kann, das weder hastig dahingerumpelt noch lieb- und ideenlos klingt, beweisen RAGE auf „Seasons Of The Black“ mit 11 absolut gelungenen Tracks. Die Albumzutaten lesen sich dabei vertraut: gelegentliches Doppelbassgeprügel, insbesondere auf dem (fast) titelgebenden Opener, ein Wechselspiel von bösem Gitarrengeschrubbe und melodischeren Parts, und die RAGE-typischen Melodielinien in den Refrains. Das Ganze garniert mit der liebenswert übertrieben englischen Aussprache von Band-Mastermind Peavy Wagner.
Langweilig wird dieses Gesamtkonzept nie. Ob man nun an die spektakuläre Gitarrenarbeit bei „Time Will Tell“, die coole Wendung im Chorus von „Walk Among The Dead“ oder die melodiöse Strophe von „All We Know Is Not“ denkt, man wird es als Freund böseren keyboardfreien Pott-Power-Metals mit einem breiten Grinsen tun. RAGE legen auch nach über 30 Jahren Bandkarriere noch eine beachtliche Liebe zum Detail an den Tag, mit einer Menge Spielfreude in den durchweg gelungenen Soloparts und kreativen Ideen bezüglich der Melodieführung, auch wenn man sich natürlich zwangsläufig ab und an an vorherige Werke der Herner Herren erinnert fühlt (Höre ich da etwas „Speak Of The Dead“ bei „All We Know Is Not“ heraus?).
Man kann die ersten sieben Tracks des aktuellen Longplayers also als absolut gelungen ansehen, liefern sie doch genau das, was man sich von einem guten RAGE-Album erhofft.
Wem das als Kaufempfehlung nicht reicht, der lasse sich an dieser Stelle von den letzten vier Songs des Albums überzeugen, die in ihrer Gesamtheit das über 20 Minuten lange Opus „The Tragedy Of Man“ bilden. Die wahre songschreiberische Qualität der neueren RAGE zeigt sich generell in ihren längeren zusammenhängenden Werken (Als Beispiele seien hier die unübertroffene  „Suite Lingua Mortis“ und „Empty Hollow“ genannt). „The Tragedy Of Man“ begeistert nach dem kurzen getRAGEnen „Gaia“ mit tollen Melodien im kraftvollen „Justify“, dem etwas böseren aber ebenso melodiösen „Bloodshed In Paradise“ und dem ruhigen, Gänsehaut garantierenden „Farewell“ mit seinem Feuerzeug-Schwenk-Chorus und unaufdringlichen Keyboards im Hintergrund.
Allein diese letzten vier Tracks sind ein eindeutiger Kaufgrund für „Seasons Of The Black“. Wie genau genommen jeder andere Song des praktisch lückenfüllerfreien Albums.

Anspieltipps:
„Season Of The Black“, „Blackened Karma“ und der gesamte „The Tragedy Of Man“-Part des Albums

Fazit:
RAGE können noch, RAGE wollen noch und RAGE machen noch. „Seasons Of The Black“ ist noch einen Ticken stärker als seine zwei Vorgänger und beweist mal wieder, dass das neue Line Up der Band auf ganzer Linie funktioniert. Ganz große Neuerungen sucht man vergeblich, hat man aber auch nicht unbedingt erwartet. Für RAGE-Fans oder Power-Metaller, die für Keyboards und STRATOVARIUS-Melodien zu böse sind, ein Pflichtkauf! Einziges Manko ist die Produktion der Vocals im Chorus, durch die die gelungenen Gesangsmelodien leider öfters mal ein wenig untergehen. Ach, und Peavy: „Dream“ reimt sich nicht auf „Black“. Obwohl, im Metal reimt sich eigentlich alles auf „Black“.

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Season Of The Black
02. Serpents In Disguise
03. Blackened Karma
04. Time Will Tell
05. Septic Bite
06. Walk Among The Dead
07. All We Know Is Not
08. Gaia
09. Justify
10. Bloodshed In Paradise
11. Farewell

Jannis

 

EAGLEHEART – Reverse

Band: Eagleheart
Album: Reverse
Spielzeit: 55:13 min
Stilrichtung: Progressive Power Metal
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 18.08.2016
Homepage: www.eagleheart.eu

Crowdfunding ist generell eine risikoreiche Investition. Da unterstützt man als Fan eine Band, die man mag, und muss dann in unruhiger Erwartung hoffen, dass das gespendete Geld nicht zu Schrott verarbeitet wird. Die Unterstützer von EAGLEHEART, die den Tschechen die Aufnahme ihres dritten Albums ermöglicht haben, seien an dieser Stelle beruhigt: „Reverse“ ist jeden Cent wert. Die 2003 gegründete Gruppe hat einen absolut würdigen Nachfolger zu „Dreamtherapy“ geschaffen, der kaum Wünsche offen lässt.
„Reverse“ ist beeindruckend fett und klar produziert, tummelt sich irgendwo in den Fahrtwassern von SYMPHONY X und KAMELOT und kommt mit gleich drei Sängern daher, die allesamt nicht nur sehr gute Arbeit verrichten, sondern auch stimmlich sehr gut zur Musik passen.
Mit „Awakening“, einem sphärisch-epischen Keyboard-Intro, gelingt den Herren aus Brno ein stimmungsvoller Einstieg, bevor der erste richtige Track, „Until Fear Is Gone“, unerwartet druckvoll aus den Lautsprechern eskaliert. Progressiv anmutend, mit kleinen Taktwechseln zwischendurch und toller Melodieführung insbesondere im Chorus, sollte bereits dieser Track Freunden melodischen Progressive Metals mit ordentlich Keyboardeinsatz ein paar Freudentränchen aus den Augen locken.
Auf das treibende „Healing The Scars“ folgt dann mit „All I Am“ der vielleicht beste Song des Albums. Wer sich vom kitschigen Synth-Intro nicht abschrecken lässt, findet hier ein unendlich fettes vielseitiges kleines Werk mit großartigem Refrain, einem schönen individuellen Gitarrenriff und modern klingenden Keyboardakzenten.
„Palace Of Thoughts“ und „Reverse“ halten das Niveau beinahe, erweisen sich als vielseitig, aber nicht unübersichtlich chaotisch. „Erased From Existence“ ist vergleichsweise zurückhaltend und einer der schwächeren Songs des Albums, vermag aber durchaus zu unterhalten.
Die Strophe von „Endless“ ist für die Götter und auch der Refrain, der ein klein wenig so klingt, als habe Peavy Wagner ihn geschrieben, kann überzeugen.
Zum Ende von „Reverse“ gibt es mit „Painting The Shadows By Light“ dann nochmal einen kleinen Leckerbissen: Spaßige Disco-Synths auf einem ruhigen Vocal-Intro leiten einen amtlichen High-Speed-Part ein und der Chorus entzückt auf ganzer Linie.
Wer danach ein wenig runterkommen muss, der besorgt sich am besten die Special Edition. Der Bonustrack „Erased“ ist eine nicht zu kitschige Halbballade, die das Niveau des Albums nicht ganz halten kann, aber durchaus hörenswert ausfällt.

Anspieltipps:
„Until Fear Is Gone“, „All I Am“, „Painting The Shadows By Light“ und „Palace Of Thoughts“

Fazit: Reden wir nicht lange um den heißen Brei: „Reverse“ ist ein toller Beitrag zum Progressive-Power-Metal-Genre, der stellenweise vielleicht ein wenig zu überladen ist. Freunde von SYMPHONY X, KAMELOT, modernen Synthesizern und toll ausgearbeiteten Melodielinien sei der neuste Streich von EAGLEHEART bedingungslos ans Herz gelegt.

 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Awakening
02. Until Fear Is Gone
03. Healing The Scars
04. All I Am
05. Palace Of Thoughts
06. Reverse
07. Erased From Existence
08. Mind To Decipher
09. Endless
10.Enemy Within
11. Painting The Shadows By Light
12. Erased (Bonus Track)

Jannis

 

SAVAGE CIRCUS – Dreamland Manor (RG Zeitmaschine)

Band: Savage Circus
Album: Dreamland Manor
Spielzeit: 54:42 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Century Media
Veröffentlichung: 29.08.2005
Homepage: www.facebook.com/SavageCircus

Erneut eine Zeitreise hier in der Rock-Garage. Dieses Mal in meine nicht mehr ganz so frühe Jugend, nämlich ins Jahr 2005. Dort erblickte die neue Band von Ex BLIND GUARDIAN Schlagzeuger und Gründer Thomas ‚Thomen‘ Stauch das Licht der Welt! Der gute Thomen war nach dem Album „A Night at the Opera“, welches ja nichts mehr wirklich mit den alten Band Sound gemein hatte, ausgestiegen um wieder seinem geliebten Power Metal alter Schule zu frönen. Heraus kam die Band SAVAGE CIRCUS in der IRON SAVIOR Kumpel Piet Sielck sowie die beiden PERSUDAER Mitglieder Sänger Jens Carlsson und Klampfer Emil Norberg eingestiegen und dann eben 2005 das Debütalbum „Dreamland Manor“ veröffentlichten, welches vermutlich von fast jedem Power Metal Fan der alten Schule sehnsüchtig erwartet wurde!
Denn hier waren dann so Genreperlen wie „Evil Eyes“, „Between the Devil and the Seas“, „Beyond Reality“, „When Hell awakes“, „Ghost Story“ oder „Born Again by the Night“ zu finden, die auch heute noch jeden CD Schacht des anspruchsvollen Power Metaller zum Glühen bringen.
Klassiker eben die auch heute nichts von ihrer Qualität verloren haben und dazu jedem Altfan von BLIND GUARDIAN die Freudentränen ins Gesicht treiben dürfte, so stark ähnelt sich der Sound damals! Man höre nur mal Jens bei einigen Passagen genauer zu, dann hat man das Gefühl das hier nicht der Schwede sondern der Deutsche Hansi Kürsch seine Stimmbänder erklingen lässt.
Auch wenn „Dreamland Manor“ erst gute 12 Jahre auf dem Buckel hat war es für mich definitiv eine Zeitreise wert und die Scheibe sollte auf jeden Fall in jeder gut sortierten Power Metal CD Sammlung zu finden sein!
Übrigens auch das zweite Album von SAVAGE CIRCUS ist absolut erstklassig und ich habe die Hoffnung immer noch nicht aufgegeben das wir auch nochmal etwas Neues von der Band zu Gesicht bekommen.

Trackliste:

01. Evil Eyes
02. Between the Devil and the Seas
03. Waltz of the Demon
04. Tomorrowland
05. It – The Gathering
06. Beyond Reality
07. When Hell awakes
08. Ghost Story
09. Born Again by the Night

Julian

EDGUY – Monuments

Band: Edguy
Album: Monuments
Spielzeit: 150:12 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Nucelar Blast
Veröffentlichung: 14.07.2017
Homepage: www.edguy.net

Happy Birthday, EDGUY. 25 Jahre gibt es die Power Metal Band aus Fulda mittlerweile und das ist mehr als ein guter Grund zum Feiern. Vor allem ist es ein perfekter Anlass, das vergangene Vierteljahrhundert noch einmal in vollem Glanze Revue passieren zu lassen. Mit Tobias Sammet als begnadetem Sänger (auch wenn man das Genre vielleicht nicht mag, muß man dies einfach neidlos anerkennen), dem ebenfalls von Anfang an mitrockendem Gitarrendoppel Jens Ludwig und Dirk Sauer sowie den seit ca. 20 Jahren mitgroovenden Tobias Exxel am Bass und Felix Bohnke am Schlagzeug hat das Hessische Quintett die Welt erobert. Vor 25 Jahren aus der Taufe gehoben haben sich EDGUY als Wachablösung für Bands wie BLIND GUARDIAN oder GAMMA empfohlen. Jetzt, 25 Jahre und 10 Studioalben später können die Enddreißiger auf einen wirklich beachtlichen Erfolg und eine wahnsinnige Karriere zurückblicken. Und um dies gebührend zu feiern, gibt es mit „Monuments“ einen echten Kracher für die Fans. Zu den 23 handverlesenen Songs der kompletten Bandgeschichte haben EDGUY auch noch 5 neue Songs sowie eine Live-DVD der „Hellfire-Club“-Tour dazu gepackt. Und wer sich das Gesamtwerk mit dem knallig-geilen Artwork als Earbook-Edition zulegt, kann zudem einen Bildband mit 160 Seiten zur Geschichte der Band sein eigen nennen.
Die CDs enthalten alle wichtigen und wegweisenden EDGUY-Songs, dazu noch ein paar Raritäten bzw. Songs, die nicht jeder auf dieser Sammlung vermuten würde. Neben den bekannten Klassikern der letzten Jahrezehnte wie „Vain Glory Opera“ mit Gastsänger Hansi Kürsch finden sich natürlich auch klamaukige Songs wie „Lavatory Love Machine“, hardrockige Nummern wie „Love Tyger“ oder Hymnen wie „Judas at the Opera“. Sogar die Ballade wurde nicht vergessen, mit „Save me“ hat es einer der schönsten Metal-Balladen überhaupt in die Compilation geschafft. Dazu die 5 neuen Songs, die erste Veröffentlichung seit „Space Police – Defenders Of The Crown“ sind absolut eingängige EDGUY-Songs, die auf Anhieb gefallen. Der erste Song, die poppige Midtempo-Hymne „Ravenblack“ kann sofort überzeugen, der Refrain lädt augenblicklich zum Mitsingen ein. Ein wirklich gelungener Einstand. Im Anschluss geht „Wrestle The Devil“ als hardrockige Nummer ordentlich nach vorne. Der dritte neue Song „Open Sesame“ geht einen ähnlichen Weg. Die eingebrachten Chöre allerding erinnern eher an die frühen Power Metal-Tage. Zurück zu den Wurzeln geht definitiv „Landmarks“, schnelle Drumbeats treffen auf melodische Riffs, der Refrain hat einen leichten Helloween Einschlag. Der letzte neue Song „The Mountaineer“ ist irgendwo in der Mitte zwischen Hard Rock und Power Metal und klingt auch wieder ganz nach EDGUY. Die 5 Songs zollen der musikalischen Entwicklung Respekt und gehen sofort ins Ohr. Die Band zeigt den Fans deutlich, dass auch in Zukunft mit Ihnen zu rechnen und aufhören oder sich auf den Lorbeeren ausruhen definitiv keine Option ist.

EDGUY haben mit „Monuments“ eine wunderbare Zeitreise geschaffen, die perfekt zur Band passt und genau das widerspiegelt, was EDGUY ausmacht. Als vielleicht einziges Manko ist die nicht chronologische Reihenfolge der Songs zu nennen. Dies macht es Neueinsteigern schwerer, die Entwicklung der Band nachzuvollziehen, sorgt aber für wunderbare Abwechslung auf den Scheiben.
Eine absolut großartige Band hat sich ein absolut großartiges Denkmal gesetzt.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Ravenblack
02. Wrestle The Devil
03. Open Sesame
04. Landmarks
05. The Mountaineer
06. 929
07. Defenders Of The Crown
08. Save Me
09. The Piper Never Dies
10. Lavatory Love Machine
11. King Of Fools
12. Superheroes
13. Love Tyger
14. Ministry Of Saints
15. Tears Of A Mandrake
16. Mysteria
17. Vain Glory Opera
18. Rock Of Cashel
19. Judas At The Opera
20. Holy Water
21. Spooks In The Attic
22. Babylon
23. The Eternal Wayfarer
24. Out Of Control
25. Land Of The Miracle
26. Key To My Fate
27. Space Police
28. Reborn In The Waste

Tänski

NIVIANE – The Druid King

Band: Niviane
Album: The Druid King
Spielzeit: 58:06 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 18.05.2017
Homepage: www.niviane.com

Es gibt sie immer wieder, diese Bands die quasi aus dem Nichts auftauchen und dann mächtig Eindruck hinterlassen! So geschehen bei meiner neusten Internetausgrabung NIVIANE. Die amerikanischen Power Metaller rund um Sänger Norman Skinner haben vor kurzem ihr erstes Album „The Druid King“ veröffentlicht mit dem sie zeigen wollen das auch aus Amerika klassischer Power Metal mit modernen Elementen kommen kann.
Denn genau das ist das was wir auf ihrem ersten Album zu hören bekommen, angereichert mit Fantasy und historischen Texten.
Nachdem mich die ersten Höreindrücke mächtig beeindruckt haben war klar das ich die Promo des ersten Album, welches übrigens in Eigenproduktion auf den Markt geworfen wurde, schnell besorgen musste! Horchen wir nun daher mal geschwind in diese Promo rein.
Als Opener des Debütalbums fungiert „The Berserker“ welches auch schon als Single vorab veröffentlicht wurde. Nach einem kleinen, einleitenden Intro beginnt die Nummer langsam Fahrt aufzunehmen und ballert dann anschließend mit sehr tief gestimmten Gitarren sowie dem sehr variablen, aggressiven Gesang von Fronter Norman Skinner ordentlich den Staub aus den Boxen! Dazu kommt noch ein eingängiger Chorus und fertig ist der perfekte Opener.
Der nächste richtige Ohrwurm erwartet uns dann mit „Watch the Banners Fall“ wo erneut Sänger Norman richtig heraussticht, der Junge hat es definitiv drauf und vermischt gekonnt unterschiedliche Gesangsstile!
„Into the Twilight“, „Gladiator“ und „Elgy“ sind dann die nächsten Ohrbomben die einen schon nach kurzem nicht mehr loslassen.
Bislang sind hier also fast nur Hits zu verzeichnen und auch im letzten Abschnitt der Platte lassen die Jungs nicht wirklich nach, denn vor allem mit dem langen, epischen „War of Immortals“, „Heaven Overflow“ und dem abschließenden Titeltrack „The Druid King“ hat man hier noch richtig was zu bieten und hier dürfte jeder Power Metalfan zufrieden sein, wer das nicht ist, dem ist glaube ich echt nicht mehr zu helfen und der hört die falsche Musik 🙂
Abschließend noch ein Wort zur Produktion, die ist absolut amtlich geworden und braucht sich definitiv nicht vor großen Labelveröffentlichungen zu verstecken!

Anspieltipps:

Definitiv direkt warm solltet ihr mit “The Berseker”, “Into the Twilight”, Elgy”, “War of Immortals” sowie “The Druid King” werden.

Fazit :

Wie schon erwähnt hat das Debüt!album der Jungs von NIVIANE mächtig Eindruck hinterlassen und es würde mit dem Teufel zu gehen wenn man nicht bald mit einem amtlichen Labeldeal um die Ecke kommt!
Power Metalfans die auch epischeren und etwas aggressiveren Klängen nicht abgeneigt sind kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten und sollten sich diese Knallerscheibe schnellstens zulegen!
Für mich definitiv jetzt schon eine DER Überraschungen des Jahres!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. The Berserker
02. Adrestia
03. Watch the Banners Fall
04. Into the Twilight
05. Gladiator
06. Arise Samurai
07. Elegy
08. March of the Jötunn
09. War of Immortals
10. Heaven Overflow
11. The Druid King

Julian

GALDERIA – Return of the Cosmic Men

Band: Galderia
Album: Return of the Cosmic Men
Spielzeit: 47:55 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Massacre Records  
Veröffentlichung: 21.07.2017
Homepage: www.galderia.net

Hach Gott das ich DAS noch erleben darf! GALDERIA bringen endlich ihr zweites Album raus! Zusammen mit den Jungs von NOCTURNAL RITES und SAINT DEMON sind das wahrscheinlich einer der heiß erwarteten Fortsetzungen überhaupt. Schließlich musste man auf das neue Album „Return of the Cosmic Men“ geschlagene 5 Jahre warten, denn 2012 erschien das Debütalbum „The Universality“ der Band rund um Mastermind, Sänger und Gitarrist Seb.
Damals bot man dem geneigten Melodic Power Metalfan kraftvollen, melodischen mit mächtigen Chören untermauerten Metal der Marke FREEDOM CALL ohne den Cheesefaktor.
Das neue Album „Return Of The Cosmic Men" zeigt die Band deutlich gereift und Freunde von Chören und Harmonien kommen hier erneut voll auf ihre Kosten! Auf dem Album geht es textlich um das massive (spirituelle) Erwachen, das auf der Erde geschieht, und die Rückkehr der erleuchteten Wesen.
So, genug geschwafelt, steigen wir direkt mit Openersong „Shining Unity“ in die neue  Scheibe ein. Und schon nach den ersten Tönen ist man als Altfan angekommen und man weiß sofort hier sind die Jungs von GALDERIA am Start! Keyboards ohne Ende, dazu die Melodic Metal Gitarrenriffs, cheesige Chöre mit Oh Oh Faktor und fertig ist eine Nummer die sich schon nach kurzem in die Gehörgängen bohrt. Ein starker Start!
Ebenfalls in die selbe Kerbe haut dann das anschließende „Blue Aura“, welches nochmal einen Zacken schneller aus den Boxen dröhnt.
Danach folgt dann mit „Living Forevermore“ eine Nummer die erst etwas bedächtig beginnt, sich aber dann zu einem Midtemporiffmonster erster Güte mausert, natürlich garniert mit dem dementsprechenden Ohrwurmchorus.
Schneller und wieder direkt auf die Zwölf geht dann ebenfalls wieder das folgenden „High Up in the Air“.
Puuh bislang nur Hits, mal schauen wie es weiter geht….auf jeden Fall geht es hochqualitativ weiter, egal ob bei den schnellen Melodic Metaltrackkrachern wie „Celestial Harmony“, „Legions of Light“ und dem Titeltrack „Return of the Cosmic Men“ oder den ruhigeren Balladen wie „Wake up the World“ und „Pilgrim of Love“. Hier wirkt alles wie aus einem Guss und der Alt wie auch Neufan wird bestens bedient.
Zum Abschluss gibt es dann eine alternative, schnellere Version vom „Wake up the World“ die für meinen Geschmack etwas überflüssig ist.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall solltet ihr euch hier “Shining Unity”, “Blue Aura”, “Living Forevermore”, “High Up in the Air” sowie “Return of the Cosmis Men” direkt zu Gemüte führen.

Fazit :

Wie schon angesprochen blies mich das damalige GALDERIA Debüt regelrecht aus dem Sessel! Nach einer kleinen Eingewöhnungszeit tut dies auch das zweite Album der Band und man muss echt sagen das die Jungs das Qualitätsniveau der Debüts hier locker mithalten können.
5 Jahre hat es gedauert, aber diese Zeit des Wartens hat sich definitiv gelohnt! Ein weiteres Highlight für Melodic/Power Metaljünger in diesem Jahr.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Shining Unity
02. Blue Aura
03. Living Forevermore
04. High Up in the Air
05. Celestial Harmony
06. Wake up the World
07. Legions of Light
08. Return of the Cosmic Men
09. Pilgrim of Love
10. Wake Up the World 2.0

Julian