STEPHEN PEARCY – Smash

Band: Stephen Pearcy
Album: Smash
Spielzeit: ? min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 27.01.2017
Homepage: www.stephen-pearcy.com 

Einst waren RATT einer der schimmernsten Erscheinungen am Rock´n Roll Himmel. Das ist schon lange her. Mit Hitalben wie „Out Of The Cellar“ 1984, „Invasion Of Your Privacy“ 1985 oder auch „Detonator“ 1990 sind sie auch heute noch unvergessen. Nicht zuletzt auch wegen der starken Comebackscheibe „Infestation“ in 2010, bei dem sich die Dauerstreithähne Warren DeMartini (guitars), Bobby Blotzer (drums) und Stephen Pearcy (vocals) auf der Höhe ihrer Schaffenskraft präsentierten. Seitdem ist viel Zeit vergangen und man muss schon Quellen wie Wikipedia bemühen, um den aktuellen Stand der Dinge (hoffentlich) wiedergeben zu können. Ganz aktuell stellt Stephen Pearcy sogar neues Material von RATT in Aussicht. Wohl ohne Originaldrummer Blotzer, der sich wohl immer noch auf Kriegsfuß mit dem Rest der Truppe befindet. 

Hier und heute steht aber erstmal das mittlerweile vierte Soloalbum des Frontmannes im Mittelpunkt. Denn irgendwie muss es ja raus, das Zeug, das jedem einzelnen Musiker ständig im Kopf herumschwirrt. Zusammen mit seinen langjährigen Kollegen Matt Thorne am Bass und Erik Ferentinos an der Gitarre, sowie Greg D´Angelo hinter der Schießbude und Chris Hager an der zweiten Gitarre hat der mittlerweile Sechzigjährige dreizehn neue Stücke eingespielt. 

Diese fallen indes um einiges moderner aus, als man es von Stücken seiner Stammband erwarten dürfte. Immerhin lässt sich so wunderbar ein eindeutiger Trennstrich ziehen. Das sollte den Fan aber nicht davon abhalten, sich „Smash“ einmal zu Gemüte zu führen. Denn mit melodischen Tracks der Marke  „Ten Miles Wide“ oder „I Can´t Take It“ hat der in San Diego geborene Sänger durchaus Ansprechendes zu bieten. Um einiges moderner tönen Songs wie „Dead Roses“ oder der Opener „I Know I´m Crazy“. Auch räudige Nummern wie „Hit Me With A Bullet“ solltet Ihr mal antesten, genau wie das bluesige „What Do You Think“. 

„Smash“ ist wahrlich keine Ansammlung durchgestylter Sicherheitsnummern. Auch die Balance zwischen modern und eher klassisch ist recht stimmig. Als Zeitvertreib bis zum nächsten RATT-Album, das uns Pearcy ja angekündigt hat, ist „Smash“ also durchaus brauchbar. 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

1.    I Know I´m Crazy
2.    Ten Miles Wide
3.    Shut Down Baby
4.    Dead Roses
5.    Lollipop
6.    Hit Me With A Bullet
7.    Rain
8.    Want Too Much
9.    What Do Ya Think
10.    Jamie
11.    I Can´t Take It (Album Version)
12.    Passion Infinity
13.    Summers End

Stefan

GOTTHARD – Silver

Band: Gotthard
Album: Silver
Spielzeit: 48:48 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: PIAS
Veröffentlichung: 13.01.2017
Homepage: www.gotthard.com 

Ein Dutzend Studioalben innerhalb eines Vierteljahrhunderts. Das hört sich doch ganz formidabel an. Aber GOTTHARD haben es nicht nur geschafft, rein rechnerisch jedes zweite Jahr eine Platte unters Volk zu bringen, sondern haben ganz nebenbei immer ein extrem hohes Level dabei gehalten. Auch in Zeiten, als die arg softe Ausrichtung mit Releases wie „Open“ oder „Homerun“ um die Jahrtausendwende als Hausfrauenrock verunglimpft wurde, standen im Vordergrund immer großartige Songs. Für alle Rockfans sind die ersten drei Scheiben „Gotthard“, „Dial Hard“ und „G.“ das Credo der Neunziger Jahre, wo alle Welt den Slogan „Rockmusik ist tot!“ hinausposaunt hat. Das war dank GOTTHARD damals nicht so und heute schon gar nicht. Eine mittelmäßige oder gar schlechte Scheibe haben die Schweizer noch nie fabriziert. Und außerdem sind sie wohl eine der besten und professionellsten Livekapellen auf diesem Planeten. 

Auch mit Nic Maeder am Mikrofon, der den tragisch verunglückten und wohl nie vergessenen, weil wundervollen Steve Lee, beerbte. Dieser ist ungeahnt schnell in die übergroßen Fußstapfen seines Vorgängers hineingewachsen. Immerhin die dritte Langrille steht der Wahlschweizer nun schon in Amt und Würden. Zusammen mit dem Dreamteam Gitarrist Leo Leoni und Kult-Produzent Charlie Bauernfeind, die sich den Produzentenstuhl abermals teilen, wurde das treffend betitelte „Silver“ aufgenommen. Dreizehn neue Stücke gibt es zu hören – und wieder einmal haben GOTTHARD einen anderen Weg eingeschlagen als zuvor. War Maeder´s Debüt „Firebirth“ eine erdige Platte, wurde „Bang!“ in Teilen ziemlich aufgeblasen und opulent instrumentiert. „Silver“ ist wohl eine Mischung aus den beiden Vorgängern. 

„Silver River“ legt los mit wummernder Hammondorgel und donnernden, aber warmen Drums. So nach den Siebzigern haben GOTTHARD wohl noch nie geklungen. Nahtlos ist der Übergang zu „Electrified“, das aber schon hardrockiger um die Ecke biegt. Die erste Singleauskopplung „Stay With Me“ ist – wie soll es anders sein – eine Ballade. Dass die Schweizer Balladen wie fast keine zweite europäische Band kann, hat sie bereits unzählige Male unter Beweis gestellt. Auch das lockere „Beautiful“ ist eher eine Pop-Nummer denn ein harter Rocker. 

Den findet der geneigte Fan dann eher bei „Tequila Symphony No. 5“ oder „Everything Inside“. Das akustische „Not Fooling Anyone“ mit seinen dezenten Streichern sollte aber genauso Gehör finden wie das grandiose „Only Love Is Real“.

Kurz und knapp: wo die meisten anderen Combos zum Jubiläum eine mehr oder minder lieblos zusammengeschraubte Best-Of mit ein oder zwei neuen Songs auf den Markt werfen, strecken sich GOTTHARD durchaus und liefern das zwölfte Studioalbum ab. Und das steht seinen elf Vorgängern in nichts nach. „Silver“ klingt erdig, ausgeklügelt wie eh und je und dennoch nicht konstruiert. Persönlich hätte ich mir ein paar Balladen weniger gewünscht, aber man kann nicht alles haben. 

Übrigens geht es ab Anfang Februar auf große Jubiläumstournee mit den Dänen PRETTY MAIDS im Gepäck – und natürlich mit allen Hits aus 25 Jahren GOTTHARD!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

1.    Silver River
2.    Electrified
3.    Stay With Me
4.    Beautiful
5.    Everything Inside
6.    Reason For This
7.    Not Fooling Anymore
8.    Miss Me
9.    Tequila Symphony No. 5
10.    Why
11.    Only Love Is Real
12.    My Oh My
13.    Blame On Me

Stefan

PRÖWESS – Headfirst EP

Band: Pröwess
Album: Headfirst EP
Spielzeit: 21:23 min.
Stilrichtung: Hardrock, Rock´n Roll
Plattenfirma: Eigenvertrieb
Veröffentlichung: 17.01.2017
Homepage: www.prowess.rocks 

Mit ihrer ersten Single „No Survivors“ haben es PRÖWESS bereits unbekannterweise in meine Jahresplaylist 2016 geschafft. Die Jungs aus Charlotte/North Carolina konnten mit ihrem frischen, schnörkellosen Rock´n Roll schnell überzeugen. Da kam die Promoanfrage zur ersten EP „Headfirst“ natürlich gerade recht. Den 5-Tracker veröffentlichen Sänger Dalton Bowes, die beiden Gitarristen Scott Roby und Kip Wilson sowie Schlagwerker Adam Ellis und Bassist Kenny Keeler auf eigene Faust. Wer sich das Personal so anschaut, wird schnell feststellen, dass 80% der PRÖWESS-Mannschaft von 21st CENTURY GOLIATH stammen. Jener Kapelle, die mit „Radio Destroyer“ 2013 und „Back With A Vengeance“ 2014 bereits zwei Rezensionen bei uns bekommen haben. Lediglich Sänger Dalton Bowes ist neu. 

Scheinbar hat man die alte Wirkungsstätte zu Grabe getragen und versucht unter dem Banner PRÖWESS mit einprägsamen Bandnamen, neuem Frontmann und leicht angepasster musikalischer Ausrichtung das Glück endlich auf seine Seite zu bringen. Das Quartett war bereits mit BOBAFLEX oder KICKIN VALENTINA unterwegs, nicht gerade die Champions League, aber ich bin mir sicher, dass PRÖWESS in kürzester Zeit einen weiten Sprung nach vorne machen können. 

Denn nicht nur ihre energische Debüt-Single „No Survivors“, die auch hier an den Anfang der gut zwanzig Minuten ihrer EP gestellt wurde, kann punkten. Auch „Show Me“ ist pures Rock´n Roll Dynamit. Leicht an Szenegrößen wie AC/DC angelehnt, bleiben PRÖWESS allerdings weit genug weg davon, ein Plagiat zu erzeugen. Und das ist das Schöne an dieser EP: die Songs sind praktisch gleichwertig gut. Sie stecken die Grenzen des Rock´n Roll zwar nicht strapaziös großflächig ab, passen aber auch nicht in die nächstbeste Schublade. 

„Headfirst“ ist ein gelungener Neuanfang, der große Knall des Cover Artworks ist zwar leicht überdimensioniert, live gehen die Amis aber sicher noch eine Ecke besser ab. Wie schon zu Zeiten von 21st CENTURY GOLIATH gilt: auch PRÖWESS sind eine Kapelle, die man im Auge behalten sollte. 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

1.    No Survivors
2.    Show Me
3.    Killing A Giant
4.    Shaker
5.    Overboard

Stefan

KROKUS – Big Rocks

Band: Krokus
Album: Big Rocks
Spielzeit: 46:40 min.
Stilrichtung: Rock´n Roll, Hardrock
Plattenfirma: Century Media
Veröffentlichung: 27.01.2017
Homepage: www.krokusonline.com

Die Schweizer Hardrocker KROKUS haben schon so manchen Bandklassiker auf dem Kerbholz. Dass aber alle Musik irgendwoher ihre Vorbilder zieht und dieses einer Antriebsfeder gleicht, ist eine so alte Erkenntnis wie die Musik selbst. Da bleibt es auch nicht aus, dass wohl fast jede Band irgendwann ein Coveralbum aufnimmt. Gewöhnlich wird ein solches Tondokument von Fans und Presse wohlwollend nickend aufgenommen, ohne jedoch ein sonderlich großes Interesse hervorzurufen. Für jeden Musiker ist es allerdings ein ganz gewöhnliches Ding, seinen Helden der Jugend zu huldigen. Etwas anderes macht jeder Musikfan ja auch nicht. Manche bleiben dabei in der Jugend stehen, manche sind durchaus etwas offener. 

Im Falle von „Big Rocks“ – so nennt sich das fröhliche interpretieren fremder Stücke bei KROKUS – wurden ausschließlich die größten Hits der Rockgeschichte verwendet. Das ist auf der einen Seite etwas schade, denn so mancher Song aus der dritten Reihe eines großen Künstlers blüht in fremder Interpretation nicht selten unerwartet bunt auf. Dennoch beschränken sich Marc Storace (vocals), Chris von Rohr (bass), Fernando von Arb (guitars), Mark Kohler (guitars), Mandy Meyer (guitars) und Flavio Mezzodi (drums) darauf, die Gassenhauer in neues Soundgewand zu packen. 

Die Begründung der Protagonisten liegt darin (und das ausnahmsweise in Originalform): „There´s nothing more powerful than a strong song“. Da gibt es mal gar nichts dran zu rütteln meine Herren. Und so gestaltet sich die Playlist der Schweizer Vorzeigerocker auch wie das Who-Is-Who der Szene. 

Aber wer gleich zwei mal in seiner Diskographie eine dermaßen großartige Reihenfolge an Alben geschaffen hat wie KROKUS, der darf sich dann auch an mehr oder weniger ausgelutschten Hits der Rockgeschichte vergreifen. Nicht falsch verstehen, die Songauswahl ist toll, aber viele davon werden hier wohl zum x-ten Male gecovert. Wenngleich sämtliche Stücke schön ins eigene Gewand gepresst wurden. Aber nochmal: der zweifache Hattrick an Klassikern („Metal Rendezvous“ 1980, „Hardware“ 1981, „One Vice At A Time“ 1982 und „Headhunter“ 1983) sowie grandiosen Alben der Neuzeit („Round 13“ 2003, „Hellraiser“ 2006, „Hoodoo“ 2010 und „Dirty Dynamite“ 2013) verzeiht einiges. Und außerdem: irgendwie ist sie ja schon cool, diese Playlist. Und immerhin hat sich am Schluss dieses Silberlings noch eine neue Version eines KROKUS-Songs versteckt. 

WERTUNG: ohne Wertung

Trackliste:

1.    N.I.B. (BLACK SABBATH)
2.    Tie Your Mother Down (QUEEN)
3.    My Generation (THE WHO)
4.    Wild Thing (THE TROGGS)
5.    The House Of The Rising Sun (THE ANIMALS)
6.    Rockin´ In A Free World (NEIL YOUNG)
7.    Gimme Some Lovin´ (SPENCER DAVIS GROUP)
8.    Whole Lotta Love (LED ZEPPELIN)
9.    Summertime Blues (EDDIE COCHRAN)
10.    Born To Be Wild (STEPPENWOLF)
11.    Quinn The Eskimo (BOB DYLAN)
12.    Jumpin´ Jack Flash (THE ROLLING STONES)
13.    Backseat Rock´n Roll (KROKUS – Original auf „Metal Rendezvous“)

Stefan

TRANCE

TRANCE unterschreiben bei Rockport Records & Publishing e.K.
Fast genau nach 35 Jahren haben TRANCE wieder in den Heimathafen Rockport Records zurückgefunden und einen neuen Vertrag bei ihrem Entdecker Label von 1980 (u.a. „BREAK OUT“, „POWER INFUSION“ & „VICTORY“) erneut unterschrieben.  Die Original Mitglieder Markus Berger (Gitarre & Hauptsongwriter) sowie Tom Klein (Bass) freuen sich, wieder in den Armen ihres alten Label Chefs Bernd Gruber liegen zu können. Während der Dirkschneider Support Tour in Nürnberg kam es Ende Dezember 2016 zur feierlichen Unterschrift zwischen der neu firmierten Band und Labelchef Bernd Gruber. Das neue Album „The Loser Strikes Back“ wird weltweit am 31.3.2017 auf dem Rockport Label via Rough Trade Records veröffentlicht!


 
Signing shot – v.l.n.r: Markus Berger (Guitar), Tom Klein (Bass), Jens Gellner (Drums), Bernd Gruber (Rockport Records), Joe Strubel (Vocals), Eddie St. James (Guitar)

TRANCE – Fast schon eine Legende
am 22.12.1981, also vor 35 Jahren, unterschrieb die damals noch  unbekannte Heavy-Formation TRANCE ihren Schallplattenvertrag bei ROCKPORT.  1982 erschien das Debütalbum „BREAK OUT“, und die Presse war begeistert; Konzerte mit bereits bekannten Heavy-Bands folgten. Schon ein Jahr später erschien „POWER INFUSION“ mit höchstem Lob von Musik Express bis Bravo. Bei Veröffentlichung waren bereits 10.000 Stück verkauft, und das war auch für damalige Verhältnisse eine super Zahl für ein zweites Album. Schnell wuchs der Bekanntheitsgrad, und nach den unbestrittenen SCORPIONS  und ACCEPT waren sie schon auf Platz 3 der Heavy-Bands vorgerückt. Veröffentlichungen in Frankreich, Benelux und Skandinavien folgten, in den Import-Charts der Zeitschrift SOUNDS/England wurde TRANCEs  „POWER INFUSION“ auf Platz 3 geführt, 2 Plätze vor Accept und 3 vor Journey, und auch in der englischen Zeitschrift KERRANG landeten sie auf Platz 3 und damit einen Platz vor Gary Moore und 4 vor Motörhead. Eine Single und eine Picture-Disc wurden veröffentlicht und ein Video gedreht, damals noch eine gewaltige Sache mit 16-mm-Fernsehkameras.  Große Exporte nach England und USA waren die Folge. Das Album  „VICTORY“  wurde im Dirks-Tonstudio 1984 aufgenommen und veröffentlicht. Durch große Meinungsverschiedenheiten zwischen Produzent, Management und Band wurde die Gruppe erstmals aufgelöst. 

Heute, 30 Jahre später, zählt TRANCE immer noch zu den Highlights des Heavy  Rock der 80er Jahre, und ihre Tonträger verkaufen sich noch immer regelmäßig.
Mit den Originalmitgliedern Markus Berger (Gitarre & Hauptsongwriter) und Thomas Klein (Bass) präsentieren TRANCE ihr neues, schlagkräftiges Line-up (Andreas „Neudi“ Neuderth von Manilla Road an den Drums; Joe Strubel, ehm. AC/ID, steuert die Vocals bei; der Amerikaner Eddie St. James spielt die zweite Gitarre), welches sich im Laufe von 2016 zusammengefunden hat. Die neue CD „The Loser Strikes Back“ wurde im VPS-Studio unter der Ägide von Charly Czajkowski (u. a. Rage, Subsignal, 21 Octayne) in Hamm aufgenommen. Besonderes Schmankerl ist, daß der Track „Loser“ von der ersten Scheibe „BREAK OUT“ nochmals neu in einer 2017er Version aufgenommen wurde. Live darf man viele Klassiker von TRANCE erwarten.

Fast auf den Tag genau 35 Jahre später unterzeichnen TRANCE nun wieder einen Tonträgervertrag bei ROCKPORT RECORDS. Zwei Musiker wurden ausgewechselt, ein weiterer Gitarrist kam dazu sowie ein neues Management. Alle kennen sich seit vielen Jahren. Ein unschlagbares Team.

Im Oktober, November und Dezember 2016 gaben TRANCE ihre ersten Solokonzerte u. a. als Co-Headliner beim TREVHEIM-Festival in Otterfing nahe München; als Headliner beim TEUTONIC METAL STRIKES BACK-Festival in Herxheim; als Support von BRAINSTORM in Mannheim und fünf hoch gelobte Konzerte im Vorprogramm von DIRKSCHNEIDER in ausverkauften Hallen. Die Konzerte waren in Vacha (DE), Dornbirn (AT), Oberhausen (DE), Nürnberg (DE) und Memmingen (DE). Für 2017 sind schon Festivalshows in Deutschland, Frankreich, Belgien, Österreich und der Schweiz gebucht.

Eine Tour in besonders ausgesuchten Clubs wird die Band nach Release von „THE LOSER STRIKES BACK“ bestreiten. Verhandlungen mit größeren Acts laufen derzeit, um als Support oder Special Guest live präsent zu sein.
Am 31. März 2017 wird nun das neue, gut promotete Album „THE LOSER STRIKES BACK“ als CD und LP erscheinen, und damit kann an der Legende weitergestrickt werden.

Discography:
BREAK OUT                           
POWER INFUSION                
VICTORY                               
THE LOSER STRIKES BACK  
                                                                                             
Line-up:
Joe Strubel – Vocals
Markus Berger – Guitar
Eddie St. James – Guitar
Thomas Klein – Bass
Andreas „Neudi“ Neuderth – Drums
Jens Gellner – Drums
 
Socialmedia:
http://www.trance-live-and-heavy.de/
www.facebook.com/tranceliveandheavy/

SWEET CREATURE – The Devil Knows My Name

Band: Sweet Creature
Album: The Devil Knows My Name
Spielzeit: 38:08 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Diet Records
Veröffentlichung: 25.10.2016
Homepage: www.sweetcreature.org 

Lange mussten die Fans auf neues Material aus der Feder von Martin Sweet warten. Das Ende oder zumindest das vorübergehende Aus für CRASHDIET hat die Fans hart getroffen. Mit SWEET CREATURE hat der schwedische Gitarrist, Songwriter und Produzent zusammen mit seinem Bruder Michael, der normalerweise bei TOXIC ROSE die Drumsticks schwingt, Tin Star von GEMINI FIVE am Bass und Songwritingpartner Linus Nirbrant (THIS ENDING) an der Gitarre eine neue Formation an den Start gebracht, die schon fast als All-Star-Band durchgehen könnte, wenn – ja wenn – es die Beteiligten zu etwas mehr Ruhm und Ehre gebracht hätten. Eingefleischten Fans der skandinavischen Sleazeszene dürften die meisten Protagonisten aber durchaus ein Begriff sein. 

Die Karriere von CRASHDIET war eine Achterbahnfahrt – und das ist nicht überspitzt ausgedrückt. Nach dem raketenmäßigen Start in Form der ersten Platte „Rest In Sleaze“ wurden sie überall auf dem Planeten als DIE Sleaze Hoffnung der Zukunft gefeiert. Doch Sänger und Aushängeschild Dave Lepard nahm sich kurze Zeit später das Leben und seitdem will keine Ruhe einkehren auf dem Posten des Frontmanns. Nachdem sich der jetzige RECKLESS LOVE Vorturner Ollie Hermann als H. Olliver Twisted nach nur einer Platte wieder verabschiedet hat, konnte man mit seinem Nachfolger Simon Cruz zumindest zwei Longplayer aufnehmen. Aber auch diese Wege trennten sich vor einiger Zeit.

Somit hatte Martin Sweet sehr viel Zeit, um sich nach der weiterhin erfolglosen Suche nach einem neuen Sänger, anderen Betätigungsfeldern zu widmen. Und irgendwie haben sich dabei viele Songs angesammelt, die auch gar nicht so zu CRASHDIET passen, zumindest, wenn es nach Sweet selbst geht. Eine neue Band namens SWEET CREATURE waren also die logische Folge. Mit „The Devil Knows My Name“ steht jetzt einige Monate nach dem ersten Testballon „Not Like Others“ das erste Langspielalbum an. Neun Tracks haben es auf die Platte geschafft. 

Den Anfang macht die eben erwähnte erste Single. Groovig, einprägsam, kompromisslos – aber um Längen moderner als CRASHDIET rocken SWEET CREATURE auf ihrem Debüt. Auch das folgende „Time To Move On“ ist toll. Die Genialität des Openers erreichen SWEET CREATURE allerdings nicht mehr. Dennoch versammeln sich mit neben den bereits genannten mit „Burning Midnight Oil“, „Perfect Day“ oder dem Titeltrack genügend Argumente für den Kauf dieses Silberlings. 

CRASHDIET sind keineswegs Geschichte – die Band erholt sich von ihrer gut zehnjährigen Odysse, um eines Tages wieder neu zu starten. Bis dahin sind SWEET CREATURE zur Stelle, um mit einem durchaus namhaften Kollegium eine etwas andere Seite von Initiator Martin Sweet zu beleuchten. 

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

1.    Not Like Others
2.    Time To Move On
3.    Burning Midnight Oil
4.    The Devil Knows My Name
5.    Purpose In Life
6.    Away From You
7.    Our Moment
8.    Fifteen Minutes
9.    Perfect Day

Stefan

IMPERIAL STATE ELECTRIC – All Through The Night

Band: Imperial State Electric
Album: All Through The Night
Spielzeit: 32:04 min.
Stilrichtung: Rock
Plattenfirma: Psychout Records
Veröffentlichung: 23.09.2016
Homepage: www.imperialstateelectric.se 

Gerade mal ein Jahr nach dem letzten Album „Honk Machine“ kommen die schwedischen Rocker IMPERIAL STATE ELECTRIC schon wieder mit neuem Material ums Eck. So schnell, dass wir den Release von „All Through The Night“ voll verpennt haben. Vielleicht ging es Euch ja auch so, deshalb reichen wir die Rezension für das immer noch brandaktuelle, fünfte Werk der Herrschaften um Chefdenker Nicke Andersson nach. Abermals auf eine gute halbe Stunde kommen die zehn neuen Tracks insgesamt. Das bisherige Rezept wird also fortgesetzt – nur ein paar Sekunden länger war der Vorgänger. Dafür haben IMPERIAL STATE ELECTRIC aber nicht einmal die Hälfte der Zeit gebraucht wie zwischen den beiden letzten Releases. Andersson´s Erklärung ist ganz simpel: „Wir spielen Rock´n Roll. Wenn es vier Jahre dauert, um eine neue Platte zu machen, dann hast Du definitiv zu viel analysiert und rumprobiert. Das Gefühl muss passen und für mich hat es das“. 

Das Gefühl des Hörers wird schon nach ein paar Sekunden auf eine harte Probe gestellt. Denn der Opener „Empire Of Fire“ tönt richtig stark aus den Boxen. Allerdings machen IMPERIAL STATE ELECTRIC hier absolut keinen Hehl daraus, wie sehr sie die KISS der Siebziger lieben. Böse Zungen könnten auch behaupten, die Jungs klauen jede einzelne Note bei Gene Simmons und Co. Aber „Empire Of Fire“ ist eine dermaßen coole Nummer, dass man dem Quartett zu keiner Sekunde böse sein kann. Danach feuern IMPERIAL STATE ELECTRIC das gewohnte Feuerwerk zwischen den BEATLES und eben KISS ab. Egal, ob der lockere Titeltrack, das wütend stampfende „Remove Your Doubt“ oder ein Country-Song wie „Break It Down“. Der harte Rock´n Roller „Get Off The Boo Hoo Train“ ist ebenso hörenswert wie das an THIN LIZZY angelehnte „Bad Timing“ oder der ruhige Rausschmeißer „No Sleeping“. 

Wer IMPERIAL STATE ELECTRIC bisher gut fand, wird „All Through The Night“ lieben. Die Platte knüpft praktisch nahtlos an das letzte Album „Honk Machine“ an und kann dessen Klasse durchaus wiederholen. Nicht nur wegen der kurzen Spielzeit eine äußerst kurzweilige Veranstaltung. 

WERTUNG: 

 

 

Trackliste:

1.    Empire Of Fire
2.    All Through The Night
3.    Remove Your Doubt
4.    Break It Down
5.    Over And Over Again
6.    Bad Timing
7.    Read Me Wrong
8.    Get Off The Boo Hoo Train
9.    Would You Lie
10.    No Sleeping

Stefan

NITERAIN – Vendetta

niterain_coverBand: Niterain
Album: Vendetta
Spielzeit: 38:07 min.
Stilrichtung: Hair Metal, Hardrock
Plattenfirma: Live Management
Veröffentlichung: 02.12.2016
Homepage: www.niterain.no 

NITERAIN werden als die logischen Nachfolger von MÖTLEY CRÜE gefeiert! Zumindest von der eigenen Promoabteilung. Nachdem die Bad Boys Of Rock´n Roll mit dem Livealbum „The End“ wohl wirklich erstmal in den wohlverdienten Ruhestand gegangen sind, ist der Weg frei für neue Bands, die den Thron des zugegebenermaßen wegweisenden Quartetts aus Los Angeles erklimmen könnten. Obwohl, so richtig verteidigen konnten Nikki Sixx und seine Mannen diesen auch schon lange nicht mehr. Dafür kam einfach zu wenig zwingendes Material aus seiner Feder. Ein letztes Aufbäumen mit dem 2008er Album „Saints Of Los Angeles“ war noch zu spüren, aber unterm Strich beschränkte man sich dann doch lieber auf die Verwaltung der frühen Hits. 

Genau da setzen die Norweger NITERAIN mit ihrem neuen Album „Vendetta“ an. Denn bereits der Öffner „Lost And Wasted“ klingt wie eine Reinkarnation des „Shout At The Devil“-Albums. Nur mit dem Unterschied, dass MÖTLEY CRÜE diesen Sound kreiert haben und NITERAIN ihn lediglich kopieren, wenn man es drastisch formulieren möchte. Und das ziemlich offensichtlich. Aber auch an neueren Combos scheinen die Norweger Gefallen gefunden zu haben. Immerhin klingt „The Threat“ stark nach DIEMONDS´ „Livin´ Tonight“ oder „Romeo“ leicht nach CRASHDIET. Aber mit der Vorabsingle „Rock´n Roll“ beweisen NITERAIN auch, dass sie durchaus dazu in der Lage sind, vermeintlich einfach gestrickte Songs gekonnt aufzupeppen. 

Aber NITERAIN gehören bereits seit dem 2013er Debüt „CrossFire“ zu den wirklich talentierten Kapellen der neuen Sleazewelle. Und so können sich die Vier mit „Vendetta“ definitiv steigern. Dass sie in den knapp 40 Minuten nichts wirklich Neues servieren, sollte klar sein. Aber sie machen ihre Sache wirklich sehr ordentlich und live sind die Jungs sicher eine Macht. Das einzige, was ihnen jetzt noch fehlt, ist ein Hit. Aber lieber liefern sie starke Alben in Gänze ab als sich darauf zu beschränken, mit aller Macht einen Hit zu kreieren, der das restliche Material in dessen Schatten stellt. Well done boyz – again!

WERTUNG:

7,5

 

 

Trackliste:

1.    Lost And Wasted
2.    Come On
3.    The Threat
4.    Rock´n Roll
5.    Romeo
6.    One More Time
7.    Something Ain´t Right
8.    Don´t Fade Away
9.    #1 Bad Boy
10.    Electric
11.    Vendetta

Stefan

JULIAN ANGEL – News

Julian Angel veröffentlicht neues Video "Reach" und kündigt neues Album an

Der Hair Metal Fahnenschwenker ist zurück: Von seinem Anstecher nach Hollywood, wo er Musik für Actionfilme gemacht hat, bringt Julian Angel ein neues Soloalbum mit. "The Death Of Cool" wird im Februar 2017 erhältlich sein, und selbstverständlich hat sich Angel stilistisch keinen Millimeter bewegt: "Für mich ist es immer noch 1989 und genau so hören sich die Songs auch an". Im Rahmen der Vorankündigung hat Julian gerade das erste von zwei neuen Videos veröffentlicht. in "Reach" spielt er sich selbst und lässt damit keinen Zweifel offen, dass es sich um ein Soloalbum handelt. Doch warum? "Beautiful Beast war so oder so mein Ding, nahe an einem Soloprojekt. 'The Death Of Cool' ist somit etwas neues und gleichzeitig auch nichts neues".

Here we go:

ENUFF Z´NUFF – Clowns Lounge

enuff_znuff_cl_cover_hiBand: Enuff Z´Nuff
Album: Clowns Lounge
Spielzeit: ? min.
Stilrichtung: Rock´n Roll
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 02.12.2016
Homepage: www.enuffznuff.com 

Sonderlich beliebt sind Clowns dieser Tage nicht – obwohl zumindest bei uns die Meldungen über Horrorclowns nicht mehr an oberster Stelle stehen, hat das Image des Clowns wohl für lange Zeit ziemlich gelitten. Auch die amerikanische Kulttruppe ENUFF Z´NUFF hat ihre besten Tage schon lange hinter sich. Wie so oft standen die stärksten Platten am Anfang der Karriere, das war Ende der Achtziger. Seitdem erschienen viele viele neue Songs auf vielen vielen neuen Scheiben, so richtig abräumen konnten sie damit nicht. Zwar war nicht immer die mangelnde Qualität daran schuld, aber doch des öfteren. 2013 schließlich stieg Sänger und Gründungsmitglied Donnie Vie frustriert über das Business aus, um dann gleich zwei Soloalben zu veröffentlichen. Das verstehe mal, wer will. Übrigens waren auch diese nicht von Qualität und Erfolg gesegnet. Allerdings stand es auch gesundheitlich nicht bestens um Mr. Vie, was wohl auch ein triftiger Grund gewesen sein sollte. 

Für das aktuelle Werk „Clowns Lounge“ – um den Kreis endlich zu schließen – stehen Donnie Vie aber dennoch einige Credits zu, denn es handelt sich hier um nicht vollendete Demos und Raritäten. Sogar ein Song mit dem verstorbenen WARRANT-Sänger Jani Lane ist vertreten. Ein Schelm, der böses dabei denkt. Da Ur-Sänger Donnie Vie nicht mehr verfügbar war, übernahm kurzerhand Bassist Chip Z´Nuff die Vocals. 

Den Anfang macht die erste Single „Dog On A Bone“, ein Song der einige Durchgänge braucht, um gut reinzulaufen. Ziemlich auf modern getrimmt kommt diese erste Nummer daher. Ganz anders präsentiert sich das folgende „Runaway“. Eingängig, betont melodiös und rifflastig legen ENUFF Z´NUFF hier los. Man könnte fast schon von Melodic Rock reden. Ein guter Song, der aber auf den ersten Blick nicht ganz zur Vita der Amis passen will. Ähnlich ergeht es dem Hörer wohl bei Songs wie „Back In Time“ oder „“. Dennoch – derart starke Überbleibsel findet man wohl selten. Auch das leicht punkige „She Makes It Harder“ oder „Good Love“ sind Anspielstationen. 

So richtig hätte es wohl niemand erwartet – speziell, nachdem bekannt wurde, dass die neue Scheibe „Clowns Lounge“ eine Aufarbeitung alter Demos und unverwendeter Songs ist. Aber ENUFF Z´NUFF können durchaus punkten, wenngleich der Sound speziell zum Schluss hin arg zu wünschen übrig lässt. Für Fans und Freunde der bunten Truppe ist Antesten Pflicht – für alle Anderen sei darauf hingewiesen, dass „Clowns Lounge“ das stärkste Lebenszeichen der Amis seit langem ist. 

WERTUNG:

7,5

 

 

Trackliste:

1.    Dog On A Bone
2.    Runaway
3.    Back In Time
4.    She Makes It Harder
5.    Rockabye Dreamland
6.    Devil Of Shakespeare (feat. J. Lane + J. Young)
7.    Radio
8.    Good Love
9.    Round And Round
10.    Nothing
11.    Backstreet Kids
12.    One More Hit

Stefan