GOD’S GIFT – God’s Gift

Trackliste:

01. Ain’t Going Back
02. Trail Of Tears
03. Call Me Bad
04. Silver Or Lead
05. Put It Where You Want It
06. The Deed Is Done
07. Dogs On The Run
08. Shake Your Faith
09. The Dark Side Of My Heart
10. Race Till Sundown
11. Dirty Boogie

Spielzeit: 43:28 min – Genre: Hard Rock – Label: Eigenveröffentlichung – VÖ: 31.10.2025 – Page: www.facebook.com/godsgift.rocks

 

GOD’S GIFT, was für ein Bandname, in Deutsch „Gottes Geschenk“, also von Gottes Gnaden kommend um den Riff geschwängerten Hard Rock auf die Erde zurück zu bringen und unter den vielen Jüngern der harten Töne zu verbreiten. Zur Band gehören Sänger Fares Gabriel Hadid, Mark T. Wright und Daniel Taeger an den Gitarren, Reeve Downes am Bass und Mike Hartinger an den Drums. Mark, Daniel und Mike kennen sich aus AC DC Tribute Bands und spielen dort auch noch regelmäßig Shows, Mark und Mike spielen zusammen in der AC DC ALL STAR BAND und der AC DC REVIVAL BAND ’89, falls mal Not am Mann ist wird sich unter den Bands ausgeholfen. Ich konnte beide AC DC Tribute Bands schon Live sehen und war regelrecht tief beeindruckt über die Qualitäten beider Bands und werde mir diese mit Sicherheit noch öfter ansehen. Ich konnte mit den Musikern auch schon bei verschiedenen Anlässen Reden und kann nur sagen das es sich um Pfundskerle handelt. GOD’S GIFT kamen im Jahr 2022 zusammen als Mark, Daniel und Mike mit Fares und Reeve (Ex RHINO BUCKET) die Band komplettierten, dauerte es noch drei Jahre bis das Debütalbum im Kasten und bereit zur Veröffentlichung war. Und was das für ein Debütalbum wurde, zeigt sich in den folgenden Worten.

Fares ein neuer Stern am Gesangshimmel der mit seiner rauchigen Stimme am Mikrofon alles klar macht, noch dazu kann er Live voll überzeugen ohne sich eine Blöße zu geben. Die Stimme befindet sich zwischen BRYAN ADAMS, Bon Scott und Georg Dolivo um einen sehr groben Vergleich abzugeben. Auf jeden Fall passt die Stimme zur Mucke wie es nur sehr wenige würden. Mit  Mark und Daniel befinden sich zwei begnadete Gitarristen in der Band die den Hörer regelrecht gnadenlos mit einer rechten Geraden auf die Bretter schicken. Schnelle Erholung ist nicht gegeben, da das Album Vollgas nach vorne geht und jeden Hard Rocker die Tränen in die Augen treiben sollte. Reeve ist alles andere nur nicht leise und zurückhaltend. Als ich im September die AC DC REVIVAL BAND ’89 Live gesehen habe war die unspektakuläre Spielweise von Reeve der aushalf am auffälligsten. Dann kommt das Tier im Mann, Mike – wenn man ihn an den Drums sieht fragt man sich wo das schmächtige Männlein die Energie und Kraft her nimmt die Bespannungen der Drums so zu beackern. Das ist ein Biest ohne Gnade. Die Produktion des Albums ist außer Furz trocken nur noch trocken ohne einen Bremsstreifen zu hinterlassen, besser kann man den Sound für diese Vollbedienung in Sachen Hard Rock nicht treffen.

Der Sound sollte nach meinen einleitenden Worten und der Vorgeschichte der Mitglieder eigentlich fast so klar sein wie eine kalte Winternacht in der man alle Sterne am Himmel sehen kann. Es wird Hard geRock N Rollt bis mehr als nur die Schwarte kracht. Die Jungs liefern mit einem unbändigen und frischen Charme ein Debüt ab das es in den 80ern weit hätte bringen können und selbst jetzt noch könnte. Die Mehrheit der Songs sind mit ihren Melodien mehr als nur Tanzflächen tauglich um diese zum überkochen bringen zu können. Auf einem Motorrad Treffen würden GOD’S GIFT für eine hochprozentige Umsatzsteigerung sorgen, so geht das Teil ab. Vergleichen kann man allein schon durch Reeve am Bass mit RHINO BUCKET, durch die Tribute Bands mit AC DC, AIRBOURNE, KROKUS, SIDEBURN, SIN CITY und GOTTHARD zur Anfangszeit. Mit viel Melodie und nicht zu hart geht die Band das Debüt an um sich einen Namen zu machen. Ich konnte die Band schon zweimal Live bewundern und kann nur sagen: „Unbedingt mal Live ansehen, wenn sich die Möglichkeit ergibt“.

Sicher erfinden die Fünf das Rad nicht neu, aber wenn das Rad so cool und fast schon genial in Bewegung gesetzt wird macht das Zuhören verdammt noch mal viel Spaß. Ein Tipp für alle Leser die zwischen München und Passau, oder auch Traunstein und Landshut sowie Rosenheim zuhause sind. Mark und Mike treten am 31.10.2025 im Bürgerzentrum Burgkirchen an der Alz mit der AC DC ALL STAR BAND auf, und wie mir Mark mitteilte haben sie ein Paar CDs des Albums dabei.

Ein mehr als gelungenes Debütalbum, man darf gespannt sein was das Gottes Geschenk in der Zukunft noch alles parat hält. Wäre ein zweites oder drittes „The Deed Is Done“ enthalten hätte ich volle Punktzahl gegeben. Bei Interesse kann man die CD auf der Bandseite ordern, wenn die erste Auflage vergriffen sein sollte wird nachgepresst, ein Vinyl ist leider nicht geplant. Am besten mundet der Rundling bei einer vernünftigen Goasn in einer und einer echten Havanna in der anderen Hand.

„Ain’t Going Back“ bietet den perfekten Einstieg in das Album, „Trail Of Tears“ geht gleich genau so weiter, volles Riff Brett an die Kinnspitze. „Call Me Bad“ ein erstes Highlight um 1 Uhr nachts, „Silver Or Lead“ und es geht weiter mit der genialen Achterbahn fahrt. „Put It Where You Want It“ hier kommt mal ein wenig mehr Gefühl ins Spiel und wirkt mit den Gittis als Einheit die nicht zu verbiegen ist, „The Deed Is Done“ das Dingens sprengt die Richterskala um 1000% – der Superhit des Albums. „Dogs On The Run“ ja Zefix noamoi, wo holen die Jungs die Songs her, „Shake Your Faith“ hätten die Einflüsse auch nicht besser liefern können. „The Dark Side Of My Heart“ vereint BRYAN ADAMS Charme und AC DC Vibes in einem Song, „Race Till Sundown“ der braucht einige Durchläufe bis er verdaut ist – aber dann kommt er gewaltig von hinten, „Dirty Boogie“ der Boogie darf auf einer vernünftigen Rock N Roll Scheibe nicht fehlen.

Balle

9MM HEADSHOT – Sex, Bier Und Assi Rock

Trackliste:

01. Vier Assis trumpfen auf
02. Don Juan
03. Der Abend war es wert
04. Zeig dein Arschloch
05. Internetrambo
06. Bier und Wein
07. Spritztour
08. Weiterdreh’n
09. Drauf sein
10. Kobra Kai
11. Jozin Z Bazin

Spielzeit: 37:18 min – Genre: Deutsch Rock – Label: Metalville – VÖ: 03.10.2025 – Page: www.facebook.com/9mmheadshot

 

9MM HEADSHOT, der Name war mir nicht geläufig, obwohl die Band schon seit den 2000ern unterwegs ist. Allerdings habe ich bis etwa in die 2020er den Deutsch Rock vernachlässigt und dieses Genre irgendwie nicht beachtet. Mit dem Albumtitel „Sex, Bier Und Assi Rock“ trifft das Quartett genau mein Motto das ich heute Nacht habe. Also ab mit dem Kopfschuss und mal sehen was die Vier so drauf haben.

Die Band setzt sich momentan mit Dougie am Mikro und Gitarre, Tobi Vintage an der Lead Gitarre, Johnny am Bass und Markus von Arnold an der Schießbude zusammen. Die Stimme von Dougie erinnert mich an eine kleine Version von Kevin Russell von den ONKELZ, passt so was von gut zum Assi Rock der Band. Mit einer Rauheit versehen shoutet sich Dougie wie ein Profi durch die Songs. Die Gitarren erzeugen eine sehr dichte Soundwand die unüberwindbar scheint und für das richtige Umfeld der Stimme sorgen können. Die Gittis befinden sich vom Riffing irgendwo zwischen Hard Rock und Metal, weder zu weit da oder dort hin, einfach voll in die Fresse. Der Bass kommt im Vergleich zu den Gitarren fast zu kurz, wenn man genauer hinhört kann man den Tieftöner lokalisieren. Für die Drums gilt das gleiche wie für die Klampfen, die zielen auch voll auf die Glocke. Die Produktion ist sehr gut geworden und gibt keinen Grund zum unken.

Der Stil haut extrem auf die Futterluke, mit der Wand die von den Gitarren ausgeht gibt es High Oktan auf die Lauscher. Als Vergleich kann man härtere von den alten und neuen Deutsch Rock Bands heranziehen. Vielleicht das sich das Riffing nicht nur im Hard Rock befindet sondern auch leicht metallische Ansätze zeigt ohne dabei zu sehr in den Metal abzudriften. So bewegt sich der Sound zwischen den ONKELZ und softe MANOWAR, wenn die Double-Bass-Drum zum Zug kommen leichte Punk Attitüden hervor. Wer auf ONKELZ, DIMPLE MINDS, DIE TOTEN HOSEN auf XTC und Co. steht wird mit „Sex, Bier Und Assi Rock“ voll auf seine Kosten kommen. Der Rundling könnte jeder festgefahrene Fete im Handumdrehen wieder auf Touren bringen. Schade nur das die Party nach knapp über 37 Minuten ihr Ende findet.

„Vier Assis trumpfen auf“ geht gleich mal voll nach vorne mit geilem Refrain, „Don Juan“ geht mit brutal geholze noch weiter nach vorne. „Der Abend war es wert“ erinnert mich an ein zu heftig geratenes Kinderlied – dabei aber nicht übel mit einem Refrain der es in sich hat, „Zeig dein Arschloch“ das Ding zwinkert nicht nur mit zwei Augen sondern auch mit jedem vorhandenen Hühnerauge – geiler Song „Internetrambo“ im Refrain geht der Speed durch die Decke, „Bier und Wein“ der Party Song zum besaufen – kommt mit TOTEN HOSEN Vibes. „Spritztour“ braucht ein paar Durchläufe damit da was rüber kommt, „Weiterdreh’n“ heftig geht es in die nächste Runde. „Drauf sein“ kommt wieder besser an, „Kobra Kai“ der will einfach nicht zünden, „Jozin Z Bazin“ ein Cover von Ivan Mladek – hört sich an wie ein Kinderlied für Erwachsene.

Balle

WUCAN – AXIOMS

Trackliste:

01. Spectres Of Fear
02. Irons In The Fire
03. Wicked, Sick And Twisted
04. KTNSAX
05. Holz auf Holz
06. Pipe Dreams
07. Axioms
08. Fountain Of Youth

 

 

Spielzeit: 43:44 min – Genre: Classic (Progressive) Rock – Label: Long Branch Records – VÖ: 29.08.2025 – Page: www.facebook.com/wucanmusic

 

WUCAN waren mir mit ihren bis August drei Alben nicht bekannt, irgendwo habe ich mal was über die Band gelesen und das sie sich im Classic Rock Bereich befinden solle. Also habe ich mich für deren viertes Album in unserer Redaktionsliste eingetragen, da ich immer auf der Suche nach neuen Bands und Mucke bin und mich dabei gerne, wie meistens positiv überraschen lasse. Also steht heute Nacht WUCAN auf dem Stundenplan. Laut Promo Info wird der Stil von WUCAN wie folgt beschrieben: „Neben den erprobten Querverweisen an Hard-, Kraut- und Ost-Rock und Metal-Einflüssen kennzeichnet die aktuellen acht Songs eine zusätzliche Einfärbung von Progressive Rock“, was sich sehr interessant ließt und auch anhören könnte.

Zur Band gehören Francis Tobolsky an Mikrofon, Gitarre, Flöte, Theremin; Tim George an Gitarre und Keyboard; Alexander Karlisch an Bass und Philip Knöfel an den Drums. Die Stimme von Sängerin Francis hat eine sehr angenehme Färbung und erinnert an die Stimmen von Sue Willetts von DANTE FOX mit einer raueren Note. Diese Stimmfärbung verträgt sich sehr gut mit dem Classic Rock von WUCAN. Die Gitarren kommen sehr gut rüber ohne dabei zu hart zu werden. Die Tastenabteilung wird in den meisten Fällen sehr klassisch mit Hammond oder alten Orgel Klängen ausgeführt und fügt sich aus diesem Grund bestens in den Classic Rock ein. Der Bass ist weder zu leise noch zu laut, einfach gesagt es gibt die richtige Dosis Tieftöner. Die Drums sind unspektakulär aber dennoch auffällig und geben den Takt vor. Die Flöte hinterlässt auch einen sehr guten Eindruck. Bei Theremin kommen Elektronik Spielereien mit rein die das ganze spacig werden lassen.

Der Stil von WUCAN bewegt sich im Classic Rock der mit Hard-, Kraut- und Prog-Rock angereichert wurde um dem Ganzen mehr tiefe zu verleihen – nicht zu vergessen das Spiel mit Elektronik Einflüssen der späten 70er Jahre. Der Progressive und Elektronik Anteil kommt sehr dezent und bewusst zum Einsatz, sodass der Classic Rock noch klar im Vordergrund steht. Als ganz grobe Vergleiche kann man die klassischen URIAH HEEP, DEEP PURPLE, NAZARETH, STRAIGHT SHOOTER und durch die Hinzunahme der Flöte mit JETHRO TULL sehen. Mit viel Melodie, untypischen Instrumenten und einer kräftigen Stimme geht die Band voll nach vorne.

Ein sehr interessantes Werk das mit mehreren Stilrichtungen einen einzigartigen Stilmix erzeugt und durch die Auslegung des Sounds an die Vergleiche erinnert. Und mich zu guter Letzt in die 70er Jahre beamt.

„Spectres Of Fear“ fängt mit einem düsteren Keyboard oder Theremin Intro an und geht dann in einen flotten Classic Prog Rocker über, „Irons In The Fire“ das Dingens hat Potential in allen Lagen. „Wicked, Sick And Twisted“ der Song bracht mehrere Anläufe – weil Jazz und Funk mit eingearbeitet wurden, „KTNSAX“ hier denke ich an moderne STRAIGHT SHOOTER mit weiblicher Stimme. „Holz auf Holz“ ein kräftiger Hard Rocker mit deutschem Text. „Pipe Dreams“ ein Classic Rocker der mich von der Machart an „Indian Reserveration“ erinnert, „Axioms“ lässt mich URIAH HEEP denken, „Fountain Of Youth“ fängt als Ballade mit Akustik Gitarre an bis die E-Gitti reinbrettert ab da geht es straight nach vorne.

Balle

HARTMAN – Twenty Times Colder

Trackliste:

01. Twenty Times Colder
02. No One But You
03. This Heart
04. Alone
05. Just Fly
06. Don’t Cry
07. Someone Like You
08. The Time Of Your Life
09. Valentine’s Day
10. Heart Over Mind
11. Remember Me

Spielzeit: 48:28 min – Genre: Melodic Hard Rock – Label: Pride & Joy Music – VÖ: 19.09.2025 – Page: www.facebook.com/HartmannBand

 

Ja der Oliver ist ist nach fast ziemlich genau drei Jahren Pause back, damit ist der deutsche Sänger mit der rauchigen Stimme und Gitarrist Oliver Hartmann gemeint. Oliver feiert mit seiner Band HARTMANN 20-jähriges Bestehen, im Jahr 2005 wurde das Debütalbum „Out In The Cold“ veröffentlicht, seitdem konnte die Band auf ihren offiziellen sieben Studioalben ordentlich Staub in der Szene aufwirbeln und Erfolge einfahren. Dabei gab es immer Melodic Rock auf die Lauscher der internationales Format besaß, also kann man gespannt sein was HARTMANN zum 20-jährigen für die Fans und Hörer bereit hält.

Zur Besetzung gehören Oliver Hartmann an Mikrofon und Gitarre, Markus Nanz an den Tasten, Armin Donderer an Bass und die Schießbude bedient Markus Kullmann. Was darf man von dieser Partie erwarten? Ich sage mal Melodic Hard Rock der besten und coolsten Art und Weise die auf der einen Seite keine Melodie auslässt, auf der anderen Seite mit Olivers rauen Vocals und feinem Gitarrenspiel aufwarten kann. Die anderen Musiker tragen ihren Teil mit einwandfreien Leistungen bei um HARTMANN ein weiteres Mal glänzen zu lassen. Olivers Stimme hat immer noch das gewisse etwas, Rauch und Kraft ohne Ende der Extraklasse zu bieten. Dabei ist seine Stimme einzigartig mit einem sehr hohen Wiedererkennungsfaktor ausgestattet und mit der raunzt und shoutet er sich in reinster Rocker Manier durch die Songs ohne das der Hörer etwas vermissen müsste. Die Gitarre beherrscht Oliver genauso wie seine Stimme und haut Riff nach Riff raus. Dabei spielt es keine Rolle ob Oliver sich mit der Gitarre im Melodic Rock, Blues Rock befindet oder mit Orient Vibes, softer oder härter daher kommt, die Riffs sitzen wie eine zweite Haut. Die Tastenabteilung wirkt sehr Wandlungsfähig, mal kommen klassische Orgel-, angedeutete Fanfaren- oder auch ganz normale Keyboardklänge zum tragen um mit den Gitarren ein Geniales Lausbuben Duo zu bilden und so Olivers Stimme bestens zu unterstützen. Der Bass macht genau das Richtige dazu, er wummert vor sich hin und spukt die dunklen Töne aus. Die Drums hauen einem den Grips einmal auf Links um einen Moment später dann wieder alles auf die Rechte Seite zu donnern. Die Produktion zeigt sich bei den Becken dumpf, ansonsten liegt alles im grünen Bereich.

Stilistisch hat sich bei HARTMANN nichts getan, die Band frönt immer noch den super catchy Melodic Hard Rock für den sie bekannt ist. Dabei rücken Oliver und Co keinen Millimeter vom auf dem Debüt eingeschlagenen Weg ab. Die Melodien sind von göttlicher Natur, gepaart mit den Bandeigenschaften ergibt erneut einen Volltreffer an der Gehörfront. Man ertappt sich öfter beim anhören die Frage stellen wo die Songs herkommen, ob es schwierig ist solche Songs zu komponieren und vertexten, ob es überhaupt irgend welche widrigen Umstände bei er Entstehung eines HARTMANN Albums gibt. Denn seit dem Debüt meint man das es eine Leichtigkeit ist ein HARTMANN Album entstehen zu lassen. Wer auf endlos geile Melodien, dazu mit Olivers Stimme kein Problem hat, auf coole Riffs steht kommt um HARTMANN nicht herum. In den 1980ern hätte HARTMANN mit so einem Album einen Welthit gelandet. Da Oliver aus meiner Generation stammt, und wahrscheins die gleiche Mucke hörte ist es kein Wunder das die Songs alle, obwohl modern ausgeführt, ihre tieferen Wurzeln eindeutig bei den Helden der 80er Jahre haben, dies kann man in jedem Song hören.

Seit 2005 bereichert HARTMANN in regelmäßigen Abständen den Rockzirkus mit hervorragenden Alben, „Twenty Times Colder“ bildet hier keine Ausnahme und reiht sich nahtlos in die verdammt starken Veröffentlichungen der Band ein. Ein Top Album auf internationalem Niveau, zu dem sehr viele nicht in der Lage sind solche Glanztaten zu vollbringen, aber eine Ewigkeit auf der Suche nach so einem Album sind.

„Twenty Times Colder“ ein fulminanter Einstieg ins Album, wie von Oliver gewohnt eine Abgeh Nummer, „No One But You“ hier kommt ein intensiver Rocker mit ordentlich klassischen Klängen, egal ob man das Riffing oder die Orgel anhört, es wird klassisch. „This Heart“ hier packt HARTMANN die melodische Kelle aus die einen ohne wenn und aber voll abwatscht, „Alone“ ein sehr schwerer und dramatischer Blues Rocker geht vom Gas. „Just Fly“ hier interagiert Orient Flair mit einen Brecher von Rocker, „Don’t Cry“ eine stimmige Ballade die zu Recht diese Bezeichnung verdient. „Someone Like You“ hier liegt viel Gefühl drin, „The Time Of Your Life“ es wird ein wenig langsamer aber auch wieder hypermelodisch. „Valentine’s Day“ Melodie trifft auf HARTMANN in Bestform, „Heart Over Mind“ Gefühl trifft wieder Mal auf Melodie und die Band, „Remember Me“ hier treiben die Jungs das pure Drama auf einen unausweichlichen Höhepunkt hin.

Balle

GOOD FORTUNE – Sense Of Time

Trackliste:

01. Dawn (Intro)
02. Purple Sun
03. Cannibal
04. Melanie
05. Running Free
06. Night And Day (Can’t Be The Same)
07. Dusk (Interlude)
08. Sailor Of The Universe
09. Breaking Out
10. This Letter I Wrote
11. Echoes Of The Past
12. For The Sun (Won’t Rise Again)
13. Eclipse (Outro)

Spielzeit: 42:40 min – Genre: Rock / Hard Rock – Label: Timezone – VÖ: 25.07.2025 – Page: www.facebook.com/goodfortune.de

 

GOOD FORTUNE, wer dass wohl sein könnte, habe noch nie von der Band aus Gütersloh gehört. Nach der Veröffentlichung der Debüt EP „Power Games“ 2023, der Standalone-Single „A Conscious Fall“ sowie das Debütalbum „Stories Untold“ 2024 folgt nun ein Jahr später das zweite Album mit dem Titel „Sense Of Time“. GOOD FORTUNE werden mit den folgenden Worten angekündigt: „GOOD FORTUNE begeistern seit 2020 mit neuer, emotionaler Rockmusik. Ob old-school oder modern, treibend oder feinfühlig – hier geht’s ohne Halten nach vorne.“! Puuhh das sind sehr viele Worte mit einer eindeutigen Botschaft, ich bin mehr als gespannt ob die Band das angekündigte auch erfüllen können.

Zum Line-Up gehören seit 2021 Sänger Maddy Niederlüke, Gitarrist Luke Wirth, Bassist Keith Louis und Schlagzeuger Johnny Biermann. Maddys Stimme hört sich nicht schlecht an und kann überzeugen, allerdings mit einem kleinen Aber – der harte deutsche Dialekt schimmert ganz schön durch. Ansonsten bewegt sich Maddy in einer angenehmen Tonlage die nicht zu Hoch ist. Die Gitarren kommen mit Schmackes rüber, nicht zu tief gestimmt damit noch genug Frohsinn im Sound steckt ohne die Depriwelle los zu treten. Die Gitarren befinden sich im idealen Raum der Produktion ohne dabei einen zu überfahren. Der Bass könnte ein wenig mehr nach vorne rücken um sich besser Luft zu verschaffen, allerdings ist er bei genauem Hinhören da und lässt die Noten fliegen. Das Schlagzeug ist gut dabei, nur hört sich das irgendwie künstlich nach Drumcomputer an. Die Produktion klingt ein wenig gedämpft und die Höhen fehlen ein bisschen, ansonsten befindet sich alles da wo es sein sollte.

Der Stil bewegt sich im härteren Rock bis Hard Rock, wie angekündigt mal old-school oder modern rockt sich der Vierer durch das Album. Egal welchen Titel – außer den Intros – man sich genauer anhört hier gibt es anständige Rockmucke auf die Lauscher, wenn der deutsche Akzent nicht wäre könnte man sogar davon ausgehen eine US oder UK Band zu hören. Vergleichen kann man mit den Schwaben von ANGUS COURT oder auch softere und old-school Version von ROXTON. ANGUS COURT kommt als sehr grober Vergleich am besten hin, die Songs besitzen bei beiden das selbe Gefühl und verbreiten so einfach das auch klingen mag gute Laune. Bei ANGUS COURT sind die Songs feiner und raffinierter ausgearbeitet als bei GOOD FORTUNE. Die Melodien kommen bei keinem der Titel zu kurz und bilden eine feste Einheit mit Maddys Stimme und der Instrumentierung. Auf dem Gruppenbild sehen die Vier aus wie die härteste Metal Kombo der 7. Klasse aus den 80ern, die Musik spricht eine andere Sprache, wer auf Melodien und gut gemachte Rockmucke steht könnte mit GOOD FORTUNE eine Entdeckung machen die sich unter Umständen lohnt.

„Dawn (Intro)“ fängt mit sanften Pianoklängen an bis die künstliche Beatmaschine kommt und Gitarren einsetzen ab da ist das Sanfte dahin, „Purple Sun“ hat seinen modern angehauchten Charme. „Cannibal“ kommt Anfangs mit einer Bassline und wird dann mit den Drums ergänzt bis die Gitarren ihr Veto einwerfen, ein intensiver Rocker der im Refrain einen energisch Verlauf aufweisen kann, „Melanie“ fängt in den ersten Strophen nur mit Gesang an bis der Rest der Band dazu kommt, ein sehr guter Rocker der Potential besitzt. „Running Free“ ein fantastischer Rocker mit viel was es zu entdecken gibt, „Night And Day (Can’t Be The Same)“ hier wird ein wenig Funk ins Riffing eingebaut, wirkt dadurch nicht so rund. „Dusk (Interlude)“ wer diese Intros unbedingt braucht, ich auf jeden Fall nicht, „Sailor Of The Universe“ geht so was von auf die späten 60er bis in die 70er rein – schöner klassischer Rocker mit Pianoklängen. „Breaking Out“ hier muss ich an ABRAXAS POOL und deren Hit „Boom Ba Ya Ya“ mit dem Flair der 70er Jahre. „This Letter I Wrote“ wieder so ein klassisches Schmankerl das Spaß macht, „Echoes Of The Past“ eine Ballade mit sehr viel Drama. „For The Sun (Won’t Rise Again)“ hier wird es am modernsten und flottesten, braucht dadurch länger bis er zünden kann, „Eclipse (Outro)“ ein stimmiges Outro.

Balle

MONO INC. – Darkness

Trackliste:

01. In My Darkness
02. Lost In Pain
03. Fly
04. Dein Anker
05. The Dark Side Of The Sun
06. Unter deiner Haut
07. We Were Young
08. Ravenheart
09. Abendbrot
10. Sea Of Love
11. Nothing I Regret
12. Ray Of Light

Spielzeit: 46:54 min – Genre: Dark Rock – Label: NoCut – VÖ: 15.08.2025 – Page: www.facebook.com/monoinc/

 

Jaja ich weiß MONO INC. gibt es schon seit einer gefühlten Ewigkeit, dadurch das ich den Dark Rock in der Vergangenheit etwa 20 – 25 Jahre aus den Augen verloren habe entgingen mir solche Bands wie MONO INC.. Erst seit ich für die Garage tätig bin ist der Dark Rock wie auch der Deutsch Rock wieder mehr in meinen Fokus gerückt, allerdings werden beide Genres von mir immer noch stiefmütterlich behandelt und wenn sich mir die Gelegenheit bietet trage ich mich für solche Scheiben ein. Genau so verhält es sich mit dem neuen Album „Darkness“ von MONO INC., dieses Album ist mein erstes Rodeo mit der Band. Ich als bekennender Hörer von THE SISTERS OF MERCY oder auch VLAD IN TEARS kann normalerweise etwas mit dem dunkel angehauchten Rock anfangen, was habe und sehr viele Male die beiden epischen Gewaltnummern „This Corrosion“, „More“ aber auch „Dominion / Mother Russia “, „When You Don’t See Me“, „I Was Wrong“ und „Temple Of Love“ von den SISTERS gespielt und gehört, dass ist eben Dark Rock von der ersten Stunde in Perfektion und für die Ewigkeit komponiert. Aber hier geht es um das neue MONO INC. Album, und in den knapp über 45 Minuten wird sich zeigen ob MONO INC. mit den Altmeistern aus Großbritannien mithalten können.

Da ich MONO INC. sehr lange keine Beachtung geschenkt habe weiß ich nicht wie oft sich das Besetzungskarussell gedreht hat, zur Band gehören im hier und jetzt Sänger Martin Engler, Gitarrist Carl Fronia, Ilja John Lappin an Bass und Karha Mia an den Drums. Martins Stimme besitzt ein besonderes Timbre, voll auf der Dunklen Seite der Macht angesiedelt shoutet er sich auf starke und attraktive Art und Weise druch die Songs. Hier und da blitzt mal der deutsche Dialekt durch, was aber nicht störend wirkt, sondern irgendwie Charmant wirkt. Die Gitarren sind mit Schmackes und auch gerne etwas tiefer gestimmt unterwegs, haben zu jedem Zeitpunkt Biss ohne dabei zu dominant zu wirken. Der Bass wirkt nicht so auffällig wie die Gittis, ist aber stets im Zwischenraum präsent und kann sich durchsetzen. Die Drums sorgen für den ein oder anderen Gänsehaut Moment, die könnten nicht besser durchkommen. Die Tastenabteilung hält sich hinter den Gitarren auf ist auch mal neben den Synthy Klängen als Piano, oder ich glaube sogar ein Cembalo gehört zu haben, unterwegs. So baut sich eine sehr große Bühne im Gehör auf und erzeugt ein Gefühl der Vertraut- oder besser noch Verbundenheit. Die Produktion bläst absolut alles aus der Bahn was vor die Membranen läuft und drückt ohne Ende, angefangen beim Bass bis in die Highheads, mit Klangreglern in Neutralstellung. Wie hört sich das wohl bei voller Lautstärke auf guten alten Quadral Standboxen an, mit und ohne Bassboost?

Den Stil den MONO INC. auf „Darkness“ fahren ist fast schon zu perfekt, jeder Song sorgt für schaurig-schöne Momente, warum ist es schon kurz vor 0:00 Uhr, wenn es jetzt gegen Mittag und meine Chefine ausgeflogen wäre würde ich bei dieser geilen Mucke meine Endstufe unter Volllast ausatmen (mit zugeschalteten Equi mit Bassboost) lassen das die Boxen bis an die Decke springen. Die Melodien sind von der stärksten Sorte, zwar teils simpel aufgebaut aber mit grandiosen Akkordfolgen ausgeführt. Die im Backround schwebenden Vocals oder auch Oooohhhs und Uuuuhhs verstärken den Effekt noch um ein vielfaches. So macht die Dunkle Seite der Macht einen Heidenspaß und sorgt für einen Soundtrack für die Stunden in der man sich der Musik voll und ganz hingibt, alles um einen herum vergisst und einfach nur genießt. Vergleichen kann man bedingt mit den SISTERS von der Stimmung auf jeden Fall und einen Ticken härter sowie moderner, mit der catchyness von HIM kommt am besten hin. Ein wenig das epische Feeling von GHOST kann man bei genauem hinhören auch ausmachen. Ein Fettes Highlight aus der Dark Rock Ecke einer Deutschen Band, Mädel und Jungs ich hab Euch ab jetzt auf dem Schirm und werde Euch beobachten. Fast Full House, wären zwei Songs im Kaliber von „Dein Anker“ enthalten hätte es 12 aus 10 gegeben.

„In My Darkness“ Wow das Dingens legt doch gleich mal fulminant als Highlight los, „Lost In Pain“ doppeltes Wow der nächste Kracher in folge. „Fly“ eine düstere Ballade die mit viel Drama Schauer erzeugt, „Dein Anker“ ein Goose Bumps Song der sehr viel Potential besitzt und als perfekter Hit durchgeht – die Melodien sind genial und kommen mir verdammt bekannt vor, ich kenne die Akkordfolge von irgendwo her – mir fällt aber beim besten Willen nicht ein von wo, auch schon die andere oder ähnliche Version haute mit ihrer saugeilen Melodie rein – perfekter kann man einen Song nicht bringen. Update beim Erstellen des Beitrages ist mir eingefallen an was mich „Dein Anker“ erinnert, an JOHN CARPENTERs „The End“ in starken der Discoversion. „The Dark Side Of The Sun“ das Drama in Reinkultur bis die Gittis einsetzen, „Unter deiner Haut“ cooler Text trifft auf coole Melodie und noch coolere MONO INC.. „We Were Young“ ich habe gerade ein Deja Vu auch hier kommt mir vieles vertraut vor, trotzdem ein geiler Song, „Ravenheart“ ein epischer Sachmachtfetzen der überzeugt. „Abendbrot“ die deutschsprachigen Songs haben sehr viel Potential wie dieser auch ein Hit, „Sea Of Love“ hoppla, Gary Moore der frühen 80er wandelt auf der dunklen Seite, cool gemacht. „Nothing I Regret“ noch eine Herzschmerz Ballade zum dahinschmelzen wenn man drauf steht, „Ray Of Light“ das Instrumental erinnert an einen Edgar Allan Poe, Frankula oder Drancenstein Film aus den 60er – 70er Jahre

Balle

MICHAEL BORMANN’S JADED HARD am 29.08.2025 im Sugar Shack Club in München

Michael Bormann ist für ein paar Auftritte unterwegs, bei diesen Shows handelt es sich um Unplugged Abende. Einen Abend davon machte Michael Bormann in München im Sugar Shack Club halt, mit im Gepäck hatte er den zweiten Gitarristen Andreas Ripppelmeier und Tastenhexer Chris Ivo. Wer Unplugged jetzt davon ausgeht das die Songs in der stromlosen Version etwas vermissen lassen ist schief gewickelt. Selbst nur mit zwei Akustikgitarren und Chris an den Tasten machten die gebotenen Songs eine Menge Spaß, kamen voller Energie rüber und konnten voll und ganz überzeugen. Zum Zug kamen Songs aus seiner JADED HEART, Solo Zeit, JADED HARD sowie einige Klassiker von TINA TURNER, BON JOVI, BRYAN ADAMS, „Help“ von den Beatles war schon zur JADED HEART Zeit auf einem Album zu finden. Die Unplugged Abende liefen unter dem Thema „Smooth And Easy “ und überzeugten ohne auch nur zu einem Zeitpunkt Langeweile aufkommen zu lassen. Wer Michael Bormann schon mal Live, egal ob jetzt mit JADED HEART, SOLO oder seinem neuen Baby JADED HARD gesehen hat weiß das er einer der besten Rockmusiker ist den Deutschland zu bieten hat. Das selbe trifft auch Unplugged zu, ein guter Song bleibt ein guter Song egal ob unter Strom oder akustisch, die Songs knallen einfach. Die Meisten stammen aus der Feder von Bormann und zeigen die Genialität von Michael sowohl als Songschreiber als auch als Musiker, die Stimme ist über jeden Zweifel erhaben und an der Gitarre ist er auch eine Bank, gleiches gilt für Rippel an der zweiten Gitarre und Hexe am Keyboard. Ließ der Abend ohne E-Gitarren, Bass und Drums etwas vermissen? Nein absolut nicht, dem Publikum gefiel es und die Drei hatten auf der Bühne ihre helle Freude. Michael rief sogar für die zwei Songs „You’re Not My Life“ und „Two Hearts“ seine Frau Katie aus ihrem Debütalbums unter dem Namen IMKT auf die Bühne, selbst diese Songs machten sich sehr gut im Akustikgewand. Wer Michael und seine Rasselbande noch nie Live gesehen hat sollte dies unbedingt nachholen sobald er in der Nähe auftritt, wer es nicht tut verpasst einen der besten Musiker aus dem Rocksektor der ohne jegliche Berührungsängste auf das Publikum zugeht und ein Rockmusiker zum anfassen ist. Ich habe Michael Bormann schon drei Mal gesehen und bei jeder Show lieferte er und seine Band ab.

www.facebook.com/MBJadedHard   www.facebook.com/MichaelBormann  www.facebook.com/IMKT 

It´s Only Physical
Somebody
Dream Is Over
Wanted, Dead Or Alive
Help
Anymore
Summer Of ’69
INKT – You’re Not Living My Life
IMKT – Two Hearts
Nutbush City Limits
Live Your Live
Inside Out
Love Is Magic
Favorite Time
Live & Let Die
Go Going Gone 2025
Never Say Goodbye

Text und Bilder: Balle

IMKT – Sooner Or Later

Trackliste:

01. Dreams Will Come True
02. You’re Not Living My Life
03. Don’t Take It Too Serious
04. Two Hearts
05. What Could I Say
06. Sooner Or Later
07. I’m Just A Girl
08. Fun Fun Fun
09. If You Can Dream It
10. Welcome To The Other Side
11. Goodbye Crying
12. Happy Ending

Spielzeit: 50:39 min – Genre: AOR / Melodic Rock – Label: Good Time Music – VÖ: 29.08.2025 – Page: www.facebook.com/IMKT5

 

IMKT kommt wie aus dem Nichts um ein Stück von der großen Rock Torte abzubekommen. IMKT heißt wenn man es richtig ausspricht I AM KATIE und bezieht sich auf Katie die Ehefrau von niemand geringerem als Micheal Bormann. Über Michael lange und viele Worte zu verlieren ist wie Bier nach Bayern zu bringen, Michael geistert schon sehr lange im Rockzirkus rum und hat mehrfach als einmal unter Beweis gestellt das er zu den besten Rockmusikern auf dem Planeten gehört. Katie ist kein unbeschriebenes Blatt und hat schon deutschsprachiges Material veröffentlicht, dieses Material ist allerdings irgendwie an mir vorbei gerauscht und fand aus irgendeinem Grund keine Beachtung von mir. Katie selber war mir schon länger ein Begriff als Frau im Leben von Michael.

Auf dem IMKT Debüt wurde Katie von Songschreibern und Musikern wie Michael, Niclas Olsson, Pete Alpenborg, Mika Brushane, Eric Ragno, Michael Müller und Andreas Rippelmeier unterstützt. Produktion, Mastering und Mix wurden von Michael ausgeführt und sollten keinen Grund zum Unken geben. Katies Stimme bewegt sich in einer Range die weiter oben angesiedelt ist, ohne Nervfaktor und mit leichtem Rauch und Dreck in der Stimme macht sie einem mehr als anständigen Eindruck. Die befinden sich im für Melodic Rock idealen Rahmen ohne zu dominant zu wirken und unterstützen so mit den Tasteninstrumenten perfekt Katies angenehmes Organ. Die Keys werden mal als Piano oder Keyboard eingesetzt und bilden so mit den Gitarren ein ideales Gerüst. Der Bass steht einen Schritt hinter den Hauptakteuren im Raum und kann sich sehr gut durchsetzen. Die Drums sind weder dezent noch auf dicke Eier machend sondern perfekt gemischt. Die Produktion hat Druck in allen Frequenzbereichen und lässt somit keine Wünsche offen.

Der Sound macht richtig Spaß, weder zu soft noch zu heftig geht die Mucke sofort ins Ohr. Katie bewegt sich im sehr guten Meldodic Rock ohne dabei in zu schmalzige Gefilde oder Hard Rock abzudriften. Den Härtegrad und Stil kann man in etwa mit ISSA, ANGELICA Rylin, ALIEN, ARRIVAL, AUTUMN’S CHILD, B-JOE und BOYCOTT vergleichen, um nur einige Melodic Rock Heroes zu nennen. In den Backing Vocals ist Micheal sehr deutlich heraus zuhören. Durch die Hilfestellung der anderen Songwriter und Musiker gibt es auch leicht angedeutete skandinavische Wurzeln, sowie die Handschrift von Micheal die sowohl als Sänger als auch als Songwriter unter sehr vielen heraus zuhören ist. Die angedeuteten Skandi Wurzeln und Michaels Einfluss machen sich sehr gut im IMKT Sound und lassen aus dem Debüt mit spielerischer Leichtigkeit ein Highlight draus werden. Wer bei diesen Songs nicht weiche Knie, glasige Augen weil einem die Freudentränen kommen, oder einfach das Herz aufgeht hat kein Gefühl für schöne Dinge, wunderschöne Melodien und perfekt umgesetzte Mucke.

Katie legt mit IMKT ein Debütalbum aller erster Sahne hin, ein Highlight in der zweiten Hälfte des Jahres. Wer verträumte Melodien, eine coole Frauenstimme und perfekte Instrumentierung hören möchte sollte sich IMKT mit dem Album „Sooner Or Later“ auf den Wunschzettel schreiben und unbedingt Probehören.

„Dreams Will Come True“ fängt soft und melodisch an, „You’re Not Living My Life“ ein cooler Rocker mit leichtem Drama in den Strophen. „Don’t Take It Too Serious“ hier wird es flotter, bleibt sehr melodisch, „Two Hearts“ ein Rocker mit sehr viel Gefühl. „What Could I Say“ hier wird es in den Strophen balladesk und im Refrain geht die Post ab, „Sooner Or Later“ trägt die Handschrift von JADED HEART zu deren Anfangszeiten als Michael noch dabei war. „I’m Just A Girl“ hier kommt die volle Portion AOR / Melodic Rock auf den Hörer zugerollt, „Fun Fun Fun“ flott, flotter mit einem schielenden Auge Richtung US Arena Mucke. „If You Can Dream It“ es wird wieder verträumt und verspielt ohne dabei das wesentliche aus den Augen zu verlieren, „Welcome To The Other Side“ genau so sollte Arena Rock klingen, so und nicht anders. „Goodbye Crying“ noch so ein verträumtes Melodic Schmankerl das runter geht wie Öl, „Happy Ending“ zum Licht ausmachen wird es nochmal flott.

Balle

FEUERSCHWANZ – Knightclub

Trackliste:

01. Knightsclub (feat. Dag / SDP)
02. Tanz der Teufel
03. Avalon
04. Drunken Dragon
05. Eisenfaust
06. Name der Rose
07. Valhalla (feat. DORO)
08. The Tale Of Sam The Brave
09. Testament
10. Lords Of Fyre (feat. LORDS OF THE LOST)
11. Gangnam Style

Spielzeit: 40:10 min – Genre: Folk Metal – Label: Napalm Records / SPV – VÖ: 22.08.2025 – Page: www.facebook.com/feuerschwanz/

 

FEUERSCHWANZ ist mir vom Namen schon sehr lange ein Begriff, an ein Album ran getraut habe ich mich bis jetzt aus Unwissenheit noch nie. Irgendwie machte ich immer eine weiten Bogen um Mittelalter / Folk / Rock / Metal allerdings aus Unwissenheit, weil ich mir nicht vorstellen konnte das mich diese Art von Musik überzeugen und interessieren würde. Erst als ich ein Paar Songs von SALTATIO MORTIS hörte ging mit ein Licht auf und ich fing langsam an mich für diese Art Rock / Metal zu interessieren. FEUERSCHWANZ bilden da keine Ausnahme, vorher von mir nicht beachtet kommt jetzt der Zeitpunkt für uns beide für ein Rendezvous ob es eine längere Beziehung wird zeigt sich in den kommenden 40 Minuten. Spätestens seit FEUERSCHWANZ beim Vorendscheit zum ESC 2025 mitwirkten sollten sie dem breiten TV Publikum und ESC Fans geläufig sein, genau wie auch schon Tobias Sammet mit AVANTASIA oder auch LORDS OF THE LOST dafür sorgten das die härteren Klänge einem Millionenpublikum zugänglich gemacht werden. Aus den Mainstream Medien schon seit Jahrzehnten verbannt, werden die Acts aus dem Rock bis Metal Bereich sehr kurz gehalten und müssen immer noch ein Schattendasein fristen, obwohl das eine oder andere Album sehr hoch in den Albumcharts gehandelt wird.

Zu Feuerschwanz gehören Hauptmann Gesang und Akustik-Gitarre; Hodi ebenfalls Gesang, Akustik-Gitarre, Dudelsack und Flöte; Johanna an Geige und Drehleier; Hans an der E-Gitarre; Jane an Bass und Roll am Schlagzeug. Beide Stimmen überzeugen und vertonen die Geschichten hinter den Texten auf einem sehr hohem Niveau. Fette Chöre gibt es auch in ausreichender Anzahl und lassen keine Wünsche offen. Hodi ist auch die Stimme der ebenfalls aus Mittelfranken stammenden DARTAGNAN konnte schon mit diesen überzeugen, dass gleiche gilt für FEUERSCHWANZ. Die E-Gitti fährt teilweise volles Metalbrett oder wurde ein wenig weiter nach hinten gemischt was sehr gut mit den weiteren Instrumenten harmoniert. Wie ich schon in der Rezi von MYSTOPERA schrieb passen alte Instrumente wie Drehleier oder auch der Dudelsack sehr gut zum Folk Rock / Metal und bedarf keiner weiteren Worte, diese ein Match in dem Genre darstellen. Der Bass und das Schlagzeug spielen die Antreiber vor dem Herren und machen Druck ohne Ende.

Die Songs sind ausnahmslos mit wunderschönen Melodien ausgestattet, die Umsetzung und Texte sind auch hervorragend umgesetzt ohne dabei auch nur einmal den Korrekturstift ansetzen zu müssen. Mal softer mal intensiver und härter gehen FEUERSCHWANZ im positiven Sinn auf den Hörer los, legen eine überzeugende Leistung hin und bestätigen nur den sehr guten Eindruck den sie beim ESC Vorendscheit hinterlassen haben. Aber nicht nur der Vorendscheit sondern auch die in reichlicher Anzahl existenten Fans zeigen die Qualität die FEUERSCHWANZ besitzt. In manchen Momenten wie beim epischen „Valhalla“ muss ich immer an ALL FOR METAL denken, das Dingens geht in den melodischen Power Metal. Manche Songtitel kommen mir von Filmen oder Historischen Personen bekannt vor, wer kennt nicht den Horrorklassiker aus den frühen 80ern der eine Ewigkeit auf dem Index stand „Tanz der Teufel“ oder „Der Name der Rose“, bei „Eisenfaust“ könnte der ollen Götz von Berlichingen Pate gestanden haben, mit „The Tale Of Sam The Brave“ wandeln FEUERSCHWANZ auf Tolkiens Spuren vom Lord Of The Rings Epos.

„Knightsclub“ der ideale Song für die Discos und Radiofutter mit poppigen Grundtönen, „Tanz der Teufel“ macht und hinterlässt einen mehr als anständigen Eindruck. „Avalon“ ein Melodic Schmankerl mit geiler Melodieführung und Refrain, „Drunken Dragon“ eine Mixtur aus Shanty Metal und Kelten Einfluss, gepaart mit einem unwiderstehlichem Refrain. „Eisenfaust“ sehr flott und intensiv mit Charme, „Name der Rose“ ein Hybrid aus Folk Rock und Metal der mit seiner simplen und eingängigen Melodie und Refrain überzeugen kann. „Valhalla“ das Ding geht sofort ins Ohr und bleibt eine Ewigkeit dort festgeklammert – besticht mit Melodie und dem göttlichen Refrain, „The Tale Of Sam The Brave“ wird von einem gesprochen Text eingeleitet bis das Ganze zum epochalen Brecher mutiert. „Testament“ hier treffen starke Vocals und Melodie erneut auf einen geilen Refrain, „Lords Of Fyre“ kommt mit modernen Industrial Spuren, dem Charme von FEUERSCHWANZ und Piano Klänge, LORDS OF THE LOST bringen eine gewisse Faszination mit, „Gangnam Style“ das Original war für mich ein Grund den Radio zu zerdeppern, diese Version kommt besser an, allerdings ist der Song immer noch Schwachsinn im Hyperquadrat.

Balle

MYSTOPERA – Das Lied Der Steinernen Engel

MTrackliste:

01. Ouverture
02. Land in Sicht
03. Rückkehr nach Solveis Ruh
04. Schwarze Flammen
05. Aufbruch
06. Am Rand der Welt
07. Herrscher des Meeres
08. Bis nach Valhalla
09. Ankunft
10. Asche zu Asche
11. Die Welt soll brennen
12. Saga

Spielzeit: 58:58 min – Genre: Folk Metal – Label: Metalville Records – VÖ: 01.08.2025 – Page: www.facebook.com/Mystopera/

 

Ich hatte mal wieder Lust auf Krawall gebürsteten Metal, ob da Folk Metal das Richtige ist bleibt abzuwarten. Bei „Das Lied Der Steinernen Engel“ handelt es sich um das Debütalbum von MYSTOPERA, das von Komponistin / Violinistin Meike Katrin Stein und Songwriter / Sänger Markus Engelfried ins Leben gerufen wurde. Unterstützt von zahlreichen Gastmusikern aus der deutschen Folk, Rock und Metal Szene, erzählt das Konzeptalbum Wikingergeschichten voller Mystik, Drama und Hingabe.

Noch zu hören sind Rolf Munkes an Gitarre, Frank „Mampf“ Herold an Bass, Bernd Heining an den Drums. Als Sänger/in sind Ralf Scheepers, Pinto von Frohsinn, Alina Lesnik, Mr. Hurley, Norbert „Nori“ Drescher, Katja Moslehner und Aello sowie einige mehr an den Instrumenten. Die Stimmen werden sehr oft mit fetten Chören unterstützt und dem Ganzen sehr viel Dramatik und Tiefe verleiht. Instrumente wie Drehleier, Dudelsack, historische Instrumente, Cello usw. gehören von Haus aus zum Folk Metal wie das Auge auf die Faust und bedarf keiner weiteren Worte. Gitarren, Bass und Drums bilden eine unüberwindbare Einheit die nie zu extrem rüberkommen, sondern perfekt ins Folk Gesamtbild passen ohne zu dominant zu wirken. Den Texten mit ihren Geschichten sollte man Aufmerksamkeit schenken, sonst entgeht dem Hörer ein Detail im Konzept und Geschichten.

Die beiden Hauptakteure Meike und Markus haben ein verdammt geiles Album geschaffen, jeder Song besitzt unwiderstehliche Melodieführungen, Hooks ohne Ende die sich wie ein roter Faden durch das gesamte Album ziehen. Egal ob balladesk mit dem puren Drama oder mal mit voller Power, jeder Song ist ein Treffer und überzeugt ohne einen kritischen Punkt zu finden. Es gibt mit Sicherheit einige mit denen man MYSTOPERA vergleichen kann, ich spare mir eine Aufzählung, wer auf geilen Folk Metal mit Dramatik, Höhen und Tiefen steht, die epische Geschichten erzählen, mit sehr guten Musikern realisiert wurde sollte es Pflichtprogramm sein.

Eine überzeugende erste Vorstellung von MYSTPERA, so kann es weitergehen, so und nur so.

„Ouverture“ ein Instrumental, fängt orchestral an bis zu Minute 1:58 dann kommen die Gitarren die volles Brett fahren um sich wieder zu verziehen und wieder zu kommen, „Land in Sicht“ ein sehr starker Brecher mit wunderschöner Melodieführung. „Rückkehr nach Solveis Ruh“ eine Folk Ballade wie man sie sich vorstellt und sein sollte, „Schwarze Flammen“ ein epochaler Song vom feinsten. „Aufbruch“ wow der Song sorgt allein schon von seiner Stimmung für Gänsehautmomente, „Am Rand der Welt“ hier wird es mal heftiger und es kommen Power Metal Passagen zum Zug. „Herrscher des Meeres“ was für ein Song, Melodie, Ausführung alles fehlerfrei und genial umgesetzt, „Bis nach Valhalla“ eine atmosphärische Gänsehaut Ballade mit der richtigen Portion Drama. „Ankunft“ entweder ist hier Sid aus Ice Age oder HELGE SCHNEIDER als zweite Stimme zu hören oder ich hab was an den Lauschern – sehr cooler Rocker mit Humor, „Asche zu Asche“ es wird wieder metallischer – macht Laune. „Die Welt soll brennen“ geile Vocals treffen auf Folk Melodie und Metal Riffing, „Saga“ wildert bei den Piraten von RUNNING WILD auf dem Folk Trip.

Balle