CELLADOR – Off the Grid

Band: Cellador
Album: Off the Grid
Spielzeit: 43:06 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Scarlet Records  
Veröffentlichung: 10.03.2017
Homepage: www.cellador.com

Eine Melodic Metalband aus Amerika? Dar gibt es jetzt wirklich nicht soo viele! Daher haben die Jungs von CELLADOR schon einen kleinen Exotenstatus. Gehört hatte ich von der Band bisher noch nie, bis mir die Promo des neuen Albums „Off the Grid“ ins Haus flatterte welches der langerwartete Nachfolger des letzten Albums „Enter Deception“ darstellt.
Viel gibt es über die Band noch nicht zu berichten, sie werden als das große Ding der Power Melodic Metalszene gehypte und haben wohl schon ordentlich Liveerfahrung mit so Größen wie TRIVIUM, HELLOWEEN, SONATA ARCTICA, QUEENSRYCHE oder GAMMA RAY gesammelt.
Mal schauen, ob der Hype berechtigt ist. Als Opener tönt uns „Sole Survivors“ entgegen indem die Jungs schon mal ordentlich Gas geben. Die Bezeichnung Melodic Metal würde ich hier auf jeden Fall vollauf stehen lassen. Gesang im angenehmen Bereich, ordentliche Melodien und ein toller Chorus. Ein absolut gelungener Opener!
Flott geht es auch beim anschließenden „Break Heresy“ zu allerdings ohne die notwendige Eingängigkeit so das der Song recht schnell in Vergessenheit gerät. Ähnlich ergeht es dann leider auch dem folgenden „Shadowfold“.
Von Kaliber des tollen, melodischen Openers ist dann wieder „Wake Up the Tyrant“ und auch der Titeltrack „Off the Grid“ fällt in diese Kategorie.
Danach gibt es erstmal ein paar eher durchschnittlichere Songs zu verkraften, zwischendurch gibt es mit „Good Enough“ nochmal eine kleine Perle zu entdecken, bevor dann mit dem abschließenden „Running Riot“ die pfeilschnelle US Melodic Metalfahrt sein Ende findet.

Anspieltipps:

Hier kann ich euch auf jeden Fall “Sole Survivors”, “Wake up the Tyrant”, “Off the Grid” sowie “Good Enough” definitiv ans Herz legen.

Fazit :

Ja die US Boys von CELLADOR haben auf ihrem neuen Album einige starke Tracks an Bord, aber insgesamt ist das Material doch eher im solide Mittelfeld angesiedelt und auch die immer gleich bleibende Methodik bzw. rasende Geschwindigkeit der Songs geht einen irgendwann doch etwas auf die Nerven!
Hier wäre etwas Abwechslung auf jeden Fall gut gewesen, so bleibt es abschließend bei einer guten, soliden Leistung und Benotung. Nicht mehr aber auch nicht weniger!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Sole Survivors
02. Break Heresy
03. Shadowfold
04. Wake Up the Tyrant
05. Off the Grid
06. Swallow your Pride
07. Shimmering Status
08. Good Enough
09. This Means War
10. Running Riot

Julian

STEEL MESSIAH – Of Laser and Lightning

Band: Steel Messiah
Album: Of Laser and Lightning
Spielzeit: 23:46 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion  
Veröffentlichung: Oktober 2015
Homepage: www.facebook.com/SteelMessiahofficial

Ein waschechter Oldschool Schwermetall Newcomer aus der wunderschönen deutschen Stadt Ulm hat sich dieser Tage noch auf unseren Rezitisch verirrt! Die Rede ist von den Jungs von STEEL MESSIAH die bereits im letzten Jahr ihre Debüt EP „Of Laser and Lightning“ veröffentlicht haben.
Viel gibt es über die Jungs noch nicht zu berichten, lassen wir daher lieber ihre Musik sprechen, die schon einiges an Staub in der Underground Szene aufgewirbelt hat. 
Mit „Struck by Lightning“ beginnt die EP. Hier haben wir eine epische Nummer die öfters durch Tempowechsel auffällt, die etwas über 2 Minuten ein reines Instrumental ist bevor hier der Gesang einsetzt der ebenfalls schön variabel gehalten ist und mal hoch mal in normaler Lage gehalten ist. An sich und insgesamt ein guter Opener der zeigt das die Band beileibe keine Anfänger mehr sind!
Aus einem ganz anderen Kaliber ist der nächste Song „Dr. Steel“ geschnitzt. Schön eingängig und Oldschool so dass es eine wahre Freude für die Anhängerschaft sein sollte! Die absolut nach Tru Metal klingenden Lyrics tun hierzu ihr übriges!
„Bringer of Pain“ im Anschluss versprüht ordentlich JUDAS PRIEST Feeling und kann ebenfalls direkt auf Anhieb begeistern, zumindestens den Oldschool Fan.
Bei den letzten beiden Tracks „Fast n Sharp“ und „Motorcycle Maniac“ will der Funke aber nicht komplett überspringen wie bei den Nummern zuvor, das ist aber nicht so schlimm zeigen die Jungs doch zuvor welches Potential sie drauf haben und das man sich auf das erste Fullenght Scheibchen von ihnen definitiv freuen kann!

Anspieltipps:

Bei einer EP natürlich schwierig, aber ich würde hier ganz klar „Struck by Lightning“ und „Dr. Steel“ nennen.

Fazit :

Als erstes Lebenszeichen ist diese EP vom STEEL MESSIAH auf jeden Fall bestens geeignet und noch dazu recht gut gelungen! Fans von Oldschool Heavy Metal werden hier vermutlich vor Freude die Luftgitarre rausholen.
Die Leistung ist im solide bis starken Bereich anzusiedeln auf der die Band auf jeden Fall aufbauen kann!
STEEL MESSIAH diesen Namen sollte man sich für die Zukunft definitiv merken!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Struck by Lightning
02. Dr. Steel
03. Bringer of Pain
04. Fast n Sharp
05. Motorcycle Maniac

Julian
 

SIGNUM REGIS – Decennium Primum

Band: Signum Regis
Album: Decennium Primum
Spielzeit: 46:31 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion  
Veröffentlichung: 17.03.2017
Homepage: www.signum-regis.com

Das letzte Album „Chapter IV:The Reckoning“ der Jungs von SIGNUM REGIS ist noch nicht mal zwei Jahre alt und schon steht man mit einem neuen Silberling, obwohl man eigentlich nur eine EP geplant hatte, namens „Decennium Primum“ wieder Gewehr bei Fuß!
Möglich machte das der Gewinn eines Bandcontest der der Truppe die nötige Unterstützung zuteilwerden ließ um das neue Album in Eigenproduktion auf den Markt zu bringen. Für die Produktion zeichnet sich dieses Mal Bassist und Mastermind Ronnie König verantwortlich und man muss sagen der Mann hat wirklich einen guten Job gemacht.
Personell gibt es keine Änderungen im Vergleich zum letzten Diskus zu verzeichnen, einzig der ehemalige Gitarrist Ado Kalaber hat hier ein paar Gastgitarrensolos beigesteuert.
Und apropos Vergangenheit mit dem Song „Train to Neverland“ ist die Fortsetzung des Songs „Neverland“ vom Debütalbum hier vertreten und auch alte Songideen der SIGNUM REGIS Vorgängerband TRIGGER werden hier bei zwei Songs verwendet.
Klingt nach ordentlich Back to the Roots, mal schauen wie das neue Album so tönt?
Als Opener gibt es direkt den Titelsong „Decennium Primum“ auf die Ohren der aber nur ein einleitendes, epischeres Intro ist.
Mit „Unfold the Mystery“ geht es dann zum ersten Mal so richtig zur Sache und man merkt direkt das die Jungs die Marschroute vom letzten Album „Chapter IV: The Reckoning“ gleich weiter voll durchziehen. Kraftvoller Melodic Metal mit einprägsamen Chorus wird uns hier direkt geboten unterstützt mit ordentlich Doublebass Drumming dass dem armen Schlagzeuger die Füße gebrannt haben müssen!
Der nächste, etwas epischere, Track „Damnatio Ad Bestias“ steht dem vorherigen Song qualitätsmäßig dann in Nichts nach und brennt sich ebenfalls direkt in unsere Lauschlappen.
Nach dem etwas zu gewöhnlichen „Screaming for Justice“ geht es bei „Kingdom of Light“ gleich wieder direkt etwas nach oben von der Qualität her, bevor man beim krachenden „The Future King“, übrigens eines der angesprochenen Überbleibsel der Band TRIGGER, wieder vollends zurück in der Qualitätsspur ist!
Das eingängige „Thunder and Rain“ und „Train to Neverland“ sind dann die nächsten beiden Hochkaräter die diese Platte ausmachen und mit dem abschließenden TRIGGER Überbleibsel „A Psalm of Life“ wir dann ein neues, sehr ordentliches SIGNUM REGIS Album abgeschlossen.

Anspieltipps:

Hier solltet ihr euch auf jeden Fall „Unfold the Mystery“, „Damatio Ad Bestias“, „The Future King“, „Thunder and Rain“ und „Train to Neverland“. 

Fazit :

Ganz klar, auf dem neuen SIGNUM REGIS Album wird erneut guter, qualitativ hochwertiger Melodic Metal geboten den die Fans der Band so zu schätzen gelernt haben!
Qualitätsmäßig würde ich das neue Werk auf einer ähnlichen Stufe einschätzen wie den Vorgänger, vielleicht eine kleine Spur kompakter. Wie auch immer auf jeden Fall bekommen die Fans hier genau das was sie erwarten und insofern gibt es hier auch ganz klar eine erneute Kaufempfehlung!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Decennium Primum
02. Unfold the Mystery
03. Damnatio Ad Bestias
04. Screaming for Justice
05. Kingdom of Light
06. The Future King
07. Well Deserved
08. Thunder and Rain
09. Train to Neverland
10. A Psalm of Life

Julian
 

SUICIDE SILENCE – Suicide Silence

Band: Suicide Silence
Album: Suicide Silence
Spielzeit: 44:15 min
Stilrichtung: Deathcore, Nu Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 24.02.2017
Homepage: www.suicidesilence.net

Mit Spannung wurde es erwartet, das neue Album der Death Core Helden aus Kalifornien. Es ist das zweite Werk der Post-Lucker-Ära und auch das zweite Album mit dem neuen Sänger Eddie Hermida. Wer jetzt aber wie beim Vorgänger „You Can’t Stop Me„ ein Death Core Album erwartet hat, wird enttäuscht werden. Auch ich muß zugeben, dass ich beim ersten Reinhören des schlicht aber passenderweise mit „Suicide Silence“ betitelten Werkes meine Schwierigkeiten mit den Songs hatte. Aber aufgeben ist nicht und nach dem ich mir das Album jetzt noch einige Male reingezogen habe, verstehe ich auch den Albumtitel. SUICIDE SILENCE gehen mit „Suicide Silence“ neue Wege.

Weg vom reinen Death Core, weg von der schweren Bürde die Luckers Tod mit sich gebracht hat, hin zu einem neuen Stil an den sich die Fans definitiv erst noch gewöhnen müssen – sofern sie bereit sind, sich darauf einzulassen.  Schon der Opener „Doris“ hat nicht nur einen Fan verwirrt zurück gelassen, in den sozialen Medien hagelte es bereits negative Kritik als der Song veröffentlicht wurde. Zu Unrecht, wie ich schon beim zweiten Durchgang feststellen durfte. Der Song ist zwar deutlich von dem entfernt, was die Band in der Vergangenheit durch die Boxen geschickt hat, aber dadurch nicht unbedingt schlechter. Es ist mit Sicherheit nicht verkehrt, sich ab und zu mal neu zu erfinden und dass das natürlich die alteingesessenen Fans verschreckt, ist nicht anders zu erwarten. Der Death Core wird auch nicht völlig von der Scheibe verbannt, bei „Hold Me Up, Hold Me Down“ und „Don’t Be Careful, You Might Hurt Yourself“ spürt man in ganz deutlich, wenn auch mit leicht angezogener Handbremse.
Sehr stark fällt natürlich der Klargesang Eddie Hermidas auf, der aufgrund des Stilbruchs und der neu beschrittenen Pfade deutlich mehr Raum findet. Was ebenfalls unmissverständlich erkennbar ist, sind die Einflüsse der Band. Bei den Songs „Dying In A Red Room” und “The Zero” wird man unwiderruflich an die DEFTONES erinnert, während sich “Silence” und „Hold Me Up, Hold Me Down“ an den Nu Metal-Pionieren KORN orientieren. Auch SLIPKNOT und sogar SEPULTURA findet man wieder und wie bereits erwähnt, sogar etwas der alten SUICIDE SILENCE.
Getrübt wird das Album durch die nicht ganz astreine Produktion von Ross Robinson und dem nicht immer ganz passenden Gesang von Hermida. Leider – und das ist der drastischste Punkt – merkt man, dass SUICIDE SILENCE ihren Weg noch nicht gefunden haben. Die verschiedenen Stile, die auf dem neuen Album gemixt werden, machen das Zuhören stellenweise schwierig. Sobald man sich in ein Lied und einen Stil eingefunden hat, ballert der nächste Song einen wieder in eine völlig andere Sphäre. Es bleibt daher nur zu hoffen, das SUICIDE SILENCE ihren Weg finden werden. Die Ansätze sind deutlich zu erkennen und sich aus dem teilweise ewig gleich klingenden Death Core Brei rauzuwinden, sollte der Band nicht schaden. 


WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01.  Doris
02. Silence
03. Listen
04. Dying In A Red Room
05. Hold Me Up Hold Me Down
06. Run
07. The Zero
08. Conformity
09. Don't Be Careful You Might Hurt Yourself

Tanja

TWENTYDARKSEVEN – Momentum

Band: TwentyDarkSeven
Album: Momentum
Spielzeit: 48:42 min
Stilrichtung: Heavy Rock
Plattenfirma: Metalapolis Records  
Veröffentlichung: 10.03.2017
Homepage: www.facebook.com/Twentydarkseven

2014 erschien das Debütalbum „Roar“ der Heavy Rock Band TWENTYDARKSEVEN um Fronter und Ex PUMP Sänger Marcus Jürgens und Ex WICKED TEMPTATION Gitarrist Peter Wagner.
Nun knapp drei Jahre später erscheint dieser Tage das zweite Album der Band mit dem klangvollen Titel „Momentum“. Und der Titel ist Programm hat man sich doch mit einem zweiten Gitarristen verstärkt um den Sound noch druckvoller zu gestalten. So zieht man das Beste aus dem aktuellen Moment und dürfte in der gleichen musikalischen Schnittmenge unterwegs sein wie auch schon auf dem Debüt…Heavy Rock mit Eiern!
Als erster Track dröhnt uns „Stranger than Fiction“ entgegen. Ein typischer Bandrocker der nur in Nuancen von der etwas härteren Ausrichtung der Band erzählt. Die Nummer hätte eigentlich auch sehr gut auf dem Debütalbum stehen können, gut abgehen tut das Ganze auf jeden Fall, den ganz großen Wurf haben wir hier aber noch nicht.
Direkt beim nächsten Song „Falling Away“ greift die Band aber ganz oben ins Qualitätsregal! Zwar wird hier auch nicht rotz frech und knackig drauf los gerockt, eher bewegt man sich hier im langsameren Midtempobereich mit dem Hang zum Mainstream, aber die Nummer ist dermaßen eingängig das es eine wahre Freude ist!
Apropos eingängig, dieses Merkmal können wir auch beim wesentlich rockigeren und härteren „The Devil‘s Doom Delight“, dem abwechslungsreichen „Shadows of the Sun“ und der Halbballade „Heaven in Black“ schreiben. Hier geht es erneut direkt auf unsere Hitliste!
Somit wäre die erste Hälfte schon mal mehr als überzeugend. Werfen wir noch einen Blick auf den zweiten Teil der Scheibe.
Und auch hier haben sich weitere Rockperlen eingenistet. Nehmen wir nur mal das langsame „Coming Home“, die erste Single „Shotgun Heart“ oder den Abschlusstrack „Through Hell and Back“ . Alles Tracks die Anhänger des Genre richtig Freude machen werden, so viel ist sicher! Aber verschwiegen werden darf auch nicht, das es hier den ein oder anderen etwas schwächeren Track gibt, aber insgesamt geht das Album vollkommen in Ordnung!

Anspieltipps:

Auf jeden Fall solltet ihr euch “Falling Away”, “The Devil’s Doom Delight”, “Shadows of the Sun”, “Heaven in Black” sowie “Shotgun Heart” nicht entgehen lassen.

Fazit :

Mit ihrem neuen Album beweisen die Jungs von TWENTYDARKSEVEN das sie im Vergleich zu ihrem Debütalbum ganz klar eine Steigerung hinbekommen haben! Man merkt das die Songs insgesamt mehr Druck haben und mehr nach vorne gehen.
Abwechslungsreich ist die Truppe auch unterwegs, nimmt man doch des öfteren den Fuß vom Gaspedal.
So kommt insgesamt ein tolles zweites Album raus, was Fans der Band und des Genre insgesamt auf jeden Fall zusagen sollte!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Stranger than Fiction
02. Falling Away
03. The Devil‘s Doom Delight
04. Shadows of the Sun
05. Heaven in Black
06. Coming Home
07. Shotgun Heart
08. Spoke in the Wheel
09. This Side of Hell
10. Through Hell and Back

Julian

MAJESTY – Rebels

Band: Majesty
Album: Rebels
Spielzeit: 53:45 min
Stilrichtung: True Heavy Metal
Plattenfirma: NoiseArt Records
Veröffentlichung: 03.03.2017
Homepage: www.majesty-metal.de

Die deutschen True Heavy Metaller von MAJESTY sind in den letzten Jahren fleißig geworden! Seit dem sie beim Label NoiseArt Records sind lassen sie mal mehr, das letzte Album „Generation Steel“, mal weniger gute, „Banners High“, Alben auf die Anhängerschaft los.Nachdem Mastermind Tarek dieses Mal sehr vollmundig das neue Album „Rebels“ beworben hat, war man gespannt ob die Jungs erneut ihre Stärken so richtig ausspielen können und das Ganze ein wahres Fest für die True Metaller unter uns werden wird?
Epische Hymmnen und große Refrains gibt es ja schon so einige in der Bandhistorie, mal schauen wie sich die neue Platte da einreiht?
Los geht’s auf jeden Fall erstmal mit dem obligatorischen Intro „Path to Freedom“ angelehnt an so manch Sandalettenfilm.Bei „Die like Kings“ wird dann zum ersten Mal ordentlich der True Metalhammer geschwungen! Heavy, Melodic, Geschwindigkeit alles da um mal ordentlich die Rübe kreisen zu lassen. Wesentlich langsamer und stampfender präsentiert sich dann das anschließende „Rebels of our Time“ welches live ziemlich abgehen dürfte vermute ich mal!
Nach dem etwas zu flachen „Yolo HM“ haben wir mit „The Final War“ und „Across the Lightning“ aber gleich wieder die nächsten Ohrbomben zu verzeichnen. Zeichnet sich erst genannte Nummer noch mit toller, punktgenauer Keyboardunterstützung aus, sind es beim zweit genannten Track die ruhigeren, emotionalen Töne die einen hier absolut begeistern.
„Fireheart“ ist dann wieder gute Standard MAJESTY Kost, ohne das dies jetzt abwertend gemeint ist, und danach startet die Band nochmal so richtig den Nachbrenner und durch! Denn was man mit dem SABATON Gedächtnissong „Iron Hill“, dem fluffigen keyboardlastigen „Heroes in the Night“ und dem Bangerdoppelpack „Running for Salvation“/“Fighting till the End“ vom Stapel lässt ist ganz großes Tennis und gehört mit Sicherheit zu den besten Tracks der Band aus der letzten Zeit!
So endet ein MAJESTY Album was nicht zu unrecht als eines, wenn nicht sogar das stärkste, Album der Band im Vorfeld bezeichnet wurde.

Anspieltipps:

Auch dieses Mal reihen sich Hit an Hit, die Tracks die ein bisschen hervor gucken sind aber mit Sicherheit “Die like Kings”, “Rebels of our Time”, “Across the Lightning”, “Iron Hill” sowie “Heroes in the Night”.

Fazit :

Tja da hat der gute Tarek den Mund wirklich nicht zu voll genommen mit seiner Ankündigung! Das neue Album klingt aufgrund der punktgenauen Keyboardunterstützung sehr frisch und die tollen Refrains und Chöre die die Band bislang auch ausgezeichnet haben, sind ebenfalls hier wieder massig vertreten. Nach dem letzten, schon ausgezeichneten, Album „Generation Steel“ nun also nochmal eine kleine Steigerung.
So ist es kein Wunder das der Silberling fast die Höchstnote abräumt und True Metalheads hier ihre wahre Freude haben werden!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Path to Freedom
02. Die like Kings
03. Rebels of our Time
04. Yolo HM
05. The Final War
06. Across the Ligthning
07. Fireheart
08. Iron Hill
09. Hereos in the Night
10. Running for Salvation
11. Fighting till the End

Julian

MAJESTY News

"Rebels Of Our Time" Kurzfilm und offizielles Musikvideo

MAJESTY präsentieren zu ihrem brandneuen Song "Rebels Of Our Time" den ersten Kurzfilm in der Geschichte des Heavy Metals. Der Film erzählt eine spannende Story in einer postapokalyptischen Zukunft welche dann in ein cooles Musikvideo zum Song übergeht.

Zu sehen gibt es den Streifen hier:

Sänger Tarek kommentiert das außergewöhnliche Projekt:
"Wir sind alles sehr große Filmfans und wir hatten schon lange im Hinterkopf einen Kurzfilm zu drehen der genau das wiederspiegelt wofür die Band steht.  Unser neues Album "Rebels" ist in aller Hinsicht ein großer Schritt für uns und wir wollten daher einfach mehr als ein stinknormales Musikvideo machen. Wir sind unfassbar stolz auf das Ergebniss was in erster Linie aber nicht nur an uns sondern an dem gesamten Filmteam und den Schauspielern liegt. Alle haben das Projekt mir enormer Hingabe und Herzblut unterstützt. Wir haben beim Dreh viele neue Freunde gewonnen!"

Für den Kurzfilm haben sich MAJESTY mit den ambintionierten jungen Filmemachern Dennis Keller, Oliver Allweyer und Daniel Roschy zusammengetan welche das von Tarek geschriebene Drehbuch sehr leidenschaftlich und professionell umgesetzt haben.

Dennis Keller hierzu:
"44 Stunden Drehzeit in 3 Tagen, durchschnittlich nie über -5°C und ein geniales Team. Von der Maske über das Catering bishin zu unseren Schauspielern hat alles gepasst – und ich denke dass sieht man auch im Ergebnis!"

"Rebels Of Our Time" stammt vom neuen MAJESTY Album "Rebels" und kann hier als digitale Single erworben werden. Das Album könnt ihr euch als CD, LP, digital sowie als streng limitiertes Boxset unter http://rebels.noiseart.eu bestellen.

Das Making-Of zum Kurzfilm gibt es hier zu sehen:

„Rebels" gehört bei voller Lautstärke in die Anlage und wird dank seiner „Hymnen" auch live dem Status „Majesty 2.0" vollkommen gerecht – lasst euch wegblasen!

Verpasst nicht die große Europa-Tour:

BATTLE BEAST
w/ MAJESTY + special guests
Dates & Tickets: www.majesty-metal.de

KÄRBHOLZ – Überdosis Leben

Band: Kärbholz
Album: Überdosis Leben
Spielzeit: 55:48 min
Stilrichtung: Deutschrock
Plattenfirma: Metalville Records
Veröffentlichung: 27.01.2017
Homepage: www.kaerbholz.de

Endlich, das neue Album von KÄRBHOLZ ist da. Die 4 Jungs aus Ruppichteroth haben mit Ihrem neuen Album “Überdosis Leben” im Gegensatz zum Vorgänger “Karma” eine etwas rockigere Schiene gewählt. Die Songs handeln hauptsächlich von Freundschaft, vergangenen Zeiten und der Liebe zur Heimat, mit der KÄRBHOLZ auch noch nach Jahren tief verbunden sind. Die Lyrics sind eingängig, der Mitgröhl- und Mitfeierfaktor wie gewohnt sehr hoch. 
Natürlich, gesanglich und auch instrumental sind einige Stücke und Passagen etwas holprig, aber genauso kennt und liebt man KÄRBHOLZ. Die nicht ganz so fein abgestimmten Lyrics zusammen mit Torben Höfgens rauer Stimmt sind genau das, was KÄRBHOLZ ausmachen und das, was die immer größer werdende Zahl an Fans erwartet und liebt. Dem Spaß und der Freude, sich dieses Album reinzuziehen, tut das jedenfalls keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil, man spürt in den Songs die Freude und den Spaß, mit der die Band dieses Album eingespielt hat und möchte am liebsten sofort auf das nächste Konzert rennen (was ich übrigens bereits getan habe und ich wurde nicht enttäuscht). 

Vor allem die erste Hälfte des Albums überzeugt. Im Opener „Ich hoffe, du kannst mich sehen“ hat die Band auf sehr elegante Weise eine Hommage an Ihre bisherigen Alben untergebracht und man muss sich schon sehr zwingen, den Refrain nicht lauthals mitzusingen. Der Titeltrack „Überdosis Leben“ ist rockiger und spielt KÄRBHOLZ-typisch auf die Sucht nach Leben mit allen Höhen und Tiefen an. Gerade diese beiden Songs verkörpern alles, wofür KÄRBHOLZ stehen. Zusammen mit der Dorfkinder-Hommage “Kind aus Hinterland” und dem Liebesduett “Perfekt unperfekt” sind das jetzt schon die Klassiker des neuen Albums. Die Songs strahlen eine Energie aus, die einem stellenweise ein Grinsen ins Gesicht zaubern und – obwohl es mittlerweile das 9. Studioalbum  ist – immer noch frisch und extrem rockig klingen. Ein weiterer Anspieltipp ist auf alle Fälle der etwas melancholische Track „Nur ein Satz“ und der zwar etwas langsamere, aber aufwühlende Abschlusssong „In Flammen stehen“.  

Fazit: Das Album ist ein solides Deutschrock-Werk geworden und wer nicht auf ausgefeilte Soundspielereien oder philosophisch hochtrabende Texte steht, sondern guten und bodenständigen Rock mit Ecken und Kanten liebt, der liegt mit der neuen Scheibe von KÄRBHOLZ genau richtig. Die Truppe aus Nordrhein-Westfalen macht einfach Lust auf mehr, mehr KÄRBHOLZ, mehr Leben. Eben eine “Überdosis Leben”.


WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Ich hoffe, du kannst mich sehen
02. Überdosis Leben
03. Feuerräder
04. Ich kann es nicht ändern
05. Nur wir Beide
06. Kind aus Hinterwald
07. Evolution umsonst
08. Der Spiegel 
09. Perfekt unperfekt
10. God Save the Sin
11. Da ist noch Leben drin
12. Nur einen Satz
13. Schwerelosigkeit
14. Weck mich nicht auf
15. In Flammen stehen

Tanja
 

BLOODBOUND – War of Dragons

Band: Bloodbound
Album: War of Dragons
Spielzeit: 45:11 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 24.02.2017
Homepage: www.bloodbound.se

Nicht wenige Szenebeobachter zeigen sich über die enorme Entwicklung der Power Metaller BLOODBOUND erstaunt. Nicht dass man den Schweden je ihre Qualität absprechen wollte; aber einen derartigen Popularitätsschub, wie ihn die Truppe seit ein paar Jahren erfährt, sah man nicht kommen. Dabei sind das die Früchte harter Arbeit, denn seit Festigung des Line-Ups vor gut 5 Jahren (nach Einstieg von Sänger Patrik Johansson) ist der Schweden-Sechser auch vermehrt livehaftig auf Europas Bühnen zu bewundern. Tourneen mit HAMMERFALL, U.D.O. und zuletzt SABATON machten BLOODBOUND selbst zu einer festen Größe.
Das neue Album „War Of Dragons“ stellt erneut einen wichtigen Schritt für BLOODBOUND dar. War schon das letzte Studiolbum „Stormborn“ (2014) bombastischer angelegt, so wird diese Entwicklung auf dem neuen Longplayer rasant vorangetrieben  – was hier durchaus wörtlich genommen werden darf, denn ‚War Of Dragons‘ verbindet den auf „Stormborn“ eingeschlagenen Weg mit speedlastigerem Songmaterial. Dass dabei weder Melodie von Hymnenhaftigkeit zu kurz kommen, zeigt deutlich, wie sehr BLOODBOUND in den über 10 Jahren seit ihrem Debüt „Nosferatu“ gereift sind –und wie gut sie ihre Stärken kennen.
Schauen wir mal ob man mit dem neuen Album den glorreichen Siegeszug fortsetzen kann und horchen geschwind in den Opener „A new Era Begins“ rein der uns als atmosphärisches Intro gut in die Thematik der Scheibe einführt.
Als ersten richtigen Song wird uns hier das schon aus dem Internet bekannte „Battle in the Sky“ präsentiert. Und schon nach kurzem ist man mitten drin in einem absolut typischen BLOODBOUND Track der schön zwischen Heavyness und Melodic hin und her schwenkt! Natürlich mit einem Ohrwurmchorus ausgestattet und der ebenfalls so typischen Keyboardbegleitung.
Ebenfalls mit viel Keyboards kommt „Tears of a Dragonheart“ im Anschluss daher, bevor bei „War of Dragons“ ein bisschen SABATON Feeling hochkommt. Man merkt das die Jungs viel Zeit mit den schwedischen Senkrechtstartern verbracht haben! Was jetzt definitiv nicht schlecht gemeint ist.
Im Mittelteil haben wir dann mit dem atmosphärischen, leicht epischen „Silver Wings“, „ Stand and Fight“, wieder mit ordentlichem SABATON Einschlag, und dem brachialen „King of Swords“ die nächsten absoluten Ohrbomben zu verzeichnen.
Die SABATON Vergleiche finden dann mit dem folgenden „Fallen Heroes“ ihren absoluten Höhepunkt! Was ein Track, ein wahrer Ohrenschmaus!
Und auch im letzten Abschnitt, hier können wir es kurz machen, bleibt der Band ihrer Linie treu und lässt auch qualitativ kein Stück nach.
Nach dem verklingen des letzten Tons von „Dragons are Forever“ drückt man dann sehr gerne erneut die Play Taste und lässt sich noch mal mit einer ordentlichen Dosis Melodic Power Metal verwöhnen!

Anspieltipps:

Schlechte Tracks sucht ihr hier vergebens, greift hin wo ihr wollt, alles ist bärenstark!

Fazit :

Schon das letzte Album “Stormborn” fuhr bei uns die Höchstnote ein und das ist auch ohne Wenn und Aber dieses Mal wieder der Fall! Wer BLOODBOUND bisher gemocht hat, wird auch hier wieder voll auf seine Kosten kommen!
Man lehnt sich zwar etwas mehr an die Überväter von SABATON an und auch das Keyboard kommt stärker zum Einsatz, aber das alles sind definitiv keine schlechten Änderungen.
Ich bin mir sicher das auch dieses BLOODBOUND Album auf einigen Hitlisten dieses Jahr vorkommt und so langsam sollte man die Band definitiv auf dem Zettel haben!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. A new Era Begins
02. Battle in the Sky
03. Tears of a Dragonheart
04. War of Dragons
05. Silver Wings
06. Stand and Fight
07. King of Swords
08. Fallen Heroes
09. Guardians at Heavens Gate
10. Symphony Satana
11. Starfall
12. Dragons are Forever

Julian

AXXIS – Retrolution

Band: Axxis
Album: Retrolution
Spielzeit: 44:57 min
Stilrichtung: Melodic Metal/Rock
Plattenfirma:  Phonotraxx
Veröffentlichung: 24.02.2017
Homepage: www.axxis.de

AXXIS begeben sich auf ihrem neuen Album „Retrolution“ zurück in die Vergangenheit. Dementsprechend wurde auch der Albumtitel gewählt!
Mit „Retrolution“ hieß der Weg dazu schlicht Rückbesinnung – denn schließlich stammt die Gruppe noch aus genau der Zeit, die gerade wieder ihre Retro-Evolution erlebt und hat damals mit Hits wie „Stay Don ´t Leave Me“ oder „Living In A World“ ein Exempel in der deutschen Musikszene statuiert. Ihr Erfolgsalbum "Kingdom Of The Night" zählt bis heute zu den wichtigsten nationalen Rock-Alben.
Und hier schließt sich dann auch der Kreis, denn der zweite Teil von „Kingdom of the Night“ war das letzte Album der Band und konnte noch dazu die höchste Chartposition ever erkämpfen.
Schauen wir mal ob man mit „Retrolution“ ähnlich erfolgreich unterwegs ist?
Als Opener schallt uns „Burn! Burn! Burn!“ entgegen wo man sich fragt, hmm was ist das ganz schön rockig und bluesig für AXXIS. Tja das ist der angesprochene Retrostyle liebe Freunde! Aber keine Sorge spätestens im Refrain ist dann alles wieder beim Alten und man bekommt einen absoluten Ohrwurmrefrain geboten.
Ein Ohrwurmrefrain gibt es auch beim nächsten Song „All my friends are liars“ auf die Ohren, mir ist das Ganze aber zu flach und gewöhnlich um hier richtig zu glänzen!
Ganz anders dann bei „Dream Chaser“ welches mit der Keyboardunterstützung und den tollem Groove sowie Refrain richtig kompakt aus den Boxen kommt. Hier muss man einfach wieder richtig mitgehen und kann im Chorus seine Mitsingqualitäten unter Beweis stellen.
Apropos richtig mitgehen das kann man auch wieder bei „Rock the Night“, wenn man das dazwischen liegende, wieder etwas zu gewöhnliche, „Burn down your house“ „überstanden“ hat. Und der Mittelteil geht richtig stark weiter, haben wir doch mit dem flotten „The World is mine“, dem groovenden „Do it better“, und der gefühlvollen Ballade „Queen of the Wind“ weitere Highlights des Albums zu verzeichnen.
Aber wir sind noch lange nicht am Ende mit den richtig geilen Songs, denn auch „Seven Devils“, „This is my day“, „Heavy Metal Brother“ und das abschließende „Welcome to my Nightmare“ sind richtig tolle Ohrwürmer die einen sofort in Mark und Bein übergehen. Und somit wird ein richtig gutes neues AXXIS Album wunderbar abgerundet, trotz der etwas schwächeren Songs im Vorfeld an Bord.

Anspieltipps:

Mit “Burn! Burn! Burn!”, “Dream Chaser”, “Rock the Night”, “Queen of the Wind” sowie “Heavy Metal Brother” solltet ihr hier schnell einen guten Überblick bekommen.

Fazit :

AXXIS bleiben AXXIS und das ist auch gut so! Auch auf ihrem neuen Album weichen die Jungs um Fronter Bernhard Weiß zu keiner Sekunde von ihrem bisherigen Weg ab und präsentieren uns insgesamt richtig starke Songs die mal mehr, mal weniger in der Schnittmenge zwischen Melodic Metal/Rock liegen.
Auffallend sind hier der hohe Anteil von rockigeren Songs die wohl dem Retro Gedanken der hier vorherrscht geschuldet sind.
Insgesamt bleibt man also auf einem ähnlichen Qualitätslevel wie bei den letzten Alben und dürfte hiermit noch höher in den Charts einsteigen.
Glückwunsch ins Ruhrgebiet zu diesem neuen, tollen Album!

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Burn! Burn! Burn!
02. All my friends are liars
03. Dream Chaser
04. Burn down your house
05. Rock the Night
06. The World is mine
07. Do it better
08. Queen of the Wind
09. Seven Devils
10. This is my day
11. Somenbody died at the party
12. Heavy Metal Brothers
13. Welomce to my nighmare
14. Demons dare to stay (Bonustrack)

Julian