01. Philosopher
02. Portal I
03. Days Go By
04. Portal II
05. Here You Come Again
06. Current
07. Give And Take
08. Portal III
09. Crossroads
10. Alone
11. Portal IV
12. Freedom
13. Riot
14. Electrified
15. Portal V
16. My Aurora
17. This Road
Spielzeit: 59:29 min – Genre: Retro Psychedelic Classic Rock – Label: Napalm Records – VÖ: 26.09.2025 – Page: www.facebook.com/vintagecaravan
THE VINTAGE CARAVAN – eine dieser Bands, die so klingen, als hätten sie sich 2006 vielleicht nochmal für eine Reunion zusammengetan, sich aber eigentlich erst in dem Jahr gegründet haben. Jetzt ist das schwedische Trio zum sechsten Mal aus dem Studio raus und präsentiert „Portals“. Knapp eine Stunde lang und ein guter Mix aus Classic, Psychedelic, Hard und Stoner Rock. Benannt ist das gute Stück nach den darauf enthaltenen kurzen Sounddesign-fokussierten Zwischenspielen zwischen einzelnen Tracks (Portale zwischen dem vorangegangenem und dem folgenden Song, versteht Ihr?), von denen es gleich fünf gibt. Die sind nett aber mit das, was man sich an dem Album am ehesten hätte sparen können.
Die Produktion passt zum Retro-Stil der Band, wirkt klar, breit und druckvoll. Sehr handgemacht wirkt sie aber auch, bis zu dem Punkt, wo man – nur ganz selten – ein paar kleine Temposchwankungen eingebaut hat, die man bei größeren Bands ja praktisch gar nicht mehr hört, obwohl sie einen ganz eigenen Charme haben.
Musikalisch trifft „Portals“ sehr gut den Spagat zwischen klassischen Rock-Harmonien und eingängigeren Melodien, bei denen dann auch gerne mal weite Backing Vocals zum Einsatz kommen.
Der Härtegrad ist nicht allzu krass, THE VINTAGE CARAVAN schlagen viele ruhige Töne an, beim positiven und ultra-melodischen „My Aurora“ sogar mal nur mit Akustik-Gitarre, Gesang und ein wenig Hintergrund-Klangteppich. Songs wie „Riot“ liefern dafür die unanzweifelbare Rock-Variante der Truppe, wobei der Track recht simpel-straight ausfällt und sich wiederum von Classic-Hard-Rockeskeren Songs wie „Here You Come Again“ oder „ Give And Take“ absetzt.
Hier findet sich eine Orgel, da gibt es folkige Melodieführung, dort eine unkonventionelle Strophe mit hypnotisch geilem Bass, all das mit leicht verdaulicher aber interessanter Kompositions-Arbeit und authentisch unmodern. „Portals“ hat über seine nicht wirklich kurze Spieldauer nur sehr wenig Leerlauf (man könnte „Freedom“ oder „Alone“ vorwerfen, nicht groß was zum Album beizutragen, was die restlichen Songs nicht schon abdecken) und viel zu bieten!
Fazit:
„Portals“ gehört zu den Alben, die mit festlegen, wie man heutzutage auf zeitgemäße Weise unzeitgemäße Musik macht. Oldschool, frisch, kreativ und zweifelsohne von einer Truppe, die ihren aktuellen Höhenflug verdient!
Anspieltipps:
Wer die Zeit hat, starte einfach am Anfang. Die mit weniger Zeit fangen ab Track 5 mit dem Reinhören an!
Jannis












