KING KING mit BLÄCK TRAIN am 22.03.2026 im VAZ Burglengenfeld

KING KING machten mit BLÄCK TRAIN am 22.03.2026 im VAZ Burglengenfeld halt. Die Schotten um den charismatischen Sänger / Gitarristen Alan Nimmo touren gerade durch Europa und spielten auch im kleinen Burglengenfeld bei Regensburg, um die Bühne zum Wackeln zu bringen. Als Vorband war BLÄCK TRAIN dabei.

BLÄCK TRAIN existiert seit 2016, wo genau die Band her stammt konnte ich nicht in Erfahrung bringen, der gesprochene bayerische Dialekt hörte sich nach Grengebiet irgendwo zwischen Oberpfalz, Ober- und Niederbayern an. Die Bandmitglieder bestehen aus Markus Henschel am Mikro und Gitarre, Stefan Ott an Gitarre, Bat Koller an Bass und Alex Schmid an den Drums. Von der Mucke her gab es Classic-, Blues- und Heavy-Rock bis in den Metal aus den 70er und 80er Jahre. BLÄCK TRAIN spielen bekanntere sowie unbekanntere Coversongs von STATUS QUO, RORY GALLAGHER über DEEP PURPLE, BLACK SABBATH bis hin zu JUDAS PRIEST und ACCEPT. Auf der Bühne gaben die Musiker eine anständige Figur ab und spielten sich durch ihren Set. Vom Gesang bis zur Instrumentierung war alles in Ordnung, der Sound war auch druckvoll und hatte Biss. Der Gig fand sein Highlight beim ACCEPT Dauerbrenner „Princess Of The Dawn“, ansonsten gab es anständig gespielte Cover aus den 1970ern bis in die 1980er.

www.facebook.com/groups/BläckTrain

Nach der Umbauphase kam es dann zum Rendezvous zwischen KING KING und meiner Wenigkeit, ich besitze das 2017er Album „Exil & Grace“ der Band und wollte mir die Jungs schon lange Live ansehen. Die Truppe besteht momentan aus dem Frontmann und Gitarristen Alan Nimmo, seinem Bruder Stevie Nimmo an der zweiten Gitarre, Keyboarder Jonny Dyke, Bassist Zander Greenshields und Drummer John Lodge. Über Alan kann man nur eins aussagen, ein begnadeter Sänger und Gitarrist, seine Stimme war an dem Abend in Topform und an der Gitarre war Alan eine Bank. Seine Bühnenpräsenz ist als gigantisch zu bezeichnen und erinnert nicht nur durch die Statur an JOE COCKER. Alan besitzt das gleiche Charisma wie JOE COCKER, ohne dass dabei der Rest der Band zu kurz kommt. Sein Bruder Stevie ist ihm an der Gitarre ebenbürtig und beide sorgten mit ihrer Riffarbeit für die richtige Härte. Von den Tasten waren es Orgeln und eine Hammond von den Beiden, mit denen ein wunderbar warmer Klangteppich erzeugt wurde und mit den Gitarren eine gleichberechtigte Partnerschaft bildeten. Der Bass konnte sich sehr gut behaupten und sorgte mit den Drums lautstark für den richtigen Takt. Der Sound war Bombe und gab keinen Anlass auch nur eines kritischen Punktes, der haute rein wie Sau. Der Gig bestand nur aus Highlights, aber der Oberhammer war als die beiden Nimmo Brüder ein kleines gleichzeitiges Doppelsolo an ihren Gitarren zelebrierten. Die Songauswahl umfasste von den bis jetzt fünf veröffentlichten Studioalben vier, „Exil & Grace“ kam leider nicht zum Zug, dennoch war die Songauswahl sehr gut gewählt und man bekam einen sehr guten Überblick von dem Schaffen der Schotten. An dem Abend erklärte sich auch die Auszeichnungen die KING KING abgeräumen konnten, besser geht Heavy Blues Rock einfach nicht. Man muss neidlos anerkennen das KING KING zu den Momentan besten Bands auf dem Planeten zählen, und dies voll und ganz verdient. Um KING KING sowie die KRIS BARRAS BAND kommt man zurzeit nicht vorbei, wenn es um die besten Bands im Heavy Blues- und Hard-Rock geht. Beide sind auf ihren Alben und auch Live derart stark aufgestellt das man sich um die Zukunft der Harten Töne auf der Insel im Ärmelkanal keine Sorgen machen muss. Wer meinen Worten nicht glaubt, einfach mal reinhören und Live ansehen, es könnte eine fette Überraschung sein und Liebe auf den ersten Takt werden.

www.facebook.com/kingkingband/

Setlist KING KING

More Than I Can Take
Let Love In
Waking Up
Strong
Lose Control
A Long History Of Love
Hurricane
Lay With Me
Your Stopped The Rain
Whatever It Takes To Survive
I Will Not Fall
When My Winter Comes
Stranger To Love

Text & Bilder: Balle

THE DEAD DAISIES – Lookin‘ For Trouble

Trackliste:

01. I’m Ready
02. Going Down
03. Boom Boom
04. Black Betty
05. The Thrill Is Gone
06. Born Under A Bad Sign
07. Crossroads
08. Sweet Home Chicago
09. Walking The Dog
10. Little Red Rooster

 

Spielzeit: 37:01 min – Genre: Heavy Blues Rock – Label: The Dead Daisies PTY LTD. / SPV – VÖ: 30.05.2025 – Page: www.facebook.com/TheDeadDaisies

 

THE DEAD DAISIES sind mit einem neuen Album zurück, nachdem mir die Band im November letzten Jahres das bis jetzt beste Live Ereignis beschert hat kehren sie mit dem Album „Lookin‘ For Trouble“ zurück. Es handelt sich um das erste reine Blues Album und nicht den wie von der Supergroup gewohnten angebluesten und groovigen Hard Rock der sofort ins Ohr geht und Live nochmal sämtliche Nachbrenner, Turbos, Kompressoren oder Lachgaseinspritzungen zündet, nein es wird entspannt oder eher doch nicht, wir werden sehen oder besser gesagt hören.

Zur momentanen Besetzung von den DAISIES zählen die Reibeisenstimme John Corabi, den Gitarristen Doug Aldrich und David Lowy, Bassist Michael Devin und das Tier, das Biest an den Drumsticks Tommy Clufetos (was der Live bringt ist nicht von dieser Welt). Als ich letztes Jahr die DAISIES in München Live gesehen habe wurde Doug durch Reb Beach vertreten da sich Doug einer Krebsbehandlung unterziehen musste.

Enstanden ist dieses Album während der Recording Session des letzten Albums „Light ‚Em Up“ und wer jetzt glaubt das es sich um entspannte Mucke der Duftmarke JOE BONAMASSA oder TITO das Tarantelgedings handelt liegt total schief gewickelt auf einer flaschen Umlaufbahn um den Player. Das Ding unterscheidet sich nicht sehr viel von den Alben die die DAISIES am Start haben. Sicher ist die Auslegung sehr Blues geschwängert das ist die Mucke der DAISIES ohnehin, doch auf „Lookin‘ For Trouble“ gibt es verdammt geilen Heavy Blues Rock zu hören der sowas von auf die Zwölf geht das alles zu Spät ist und man die vierte Turmuhrglocke nicht mehr mitbekommt. Von wem die Songs jetzt im Original sind kann ich nicht beantworten, da auch im Promotext keine Angaben gemacht werden, allerdings handelt es sich jeweils um die Favoriten der DAISIES die sie in einer Art Jamsession eingespielt haben. Mark Denkley fragte mich letzten Samstag während ihrer Album Realease Party zu „Vertigo“ in München ob ich das Album schon gehört habe, dass ich verneinen musste, meinte er das es verdammt geil wäre und ein MUSS ist es anzuhören.

Also hier ist es nun das „Lookin‘ For Trouble“ Album das so verdammt geil sein soll, beim ersten Hören kann ich keinen Grund oder Anlass finden dem zu widersprechen. Es sei denn die sich komisch anhörenden Becken und Hochtöne die durch das Komprimieren in MP3 beschnitten wurden, sonst finde ich beim besten Willen keinen Grund die Musiker oder auch Songauswahl in irgend einer Art und Weise zu kritisieren. Einzig das beschneiden durchs komprimieren und die magere Laufzeit von 37 Minuten sind Negativpunkte die sich ein klein wenig auf die Bewertung auswirken, da gibt es in der B-Note leichten Abzug wie bei allen die unter 40 Minuten bleiben.

Die Songs sind sehr gut gewählt, und wurden mit allen Trademarks der DAISIES ausgestattet, ohne auch nur einmal zu wirken als ob die Band in fremden Gewässern fischen würde, nöö im ernst den Blues atmen die Protagonisten mit jeder Note ein und aus, nur eben nicht so stark ausgeprägt wie auf diesem Dreher hier, hier wird es bluesiger aber nicht unbedingt softer, die Gitarren von Doug und David regieren immer noch das Geschehen, John macht mit seinen Stimmbändern das was er am besten kann einen sehr guten Eindruck zu hinterlassen. Der Bass gibt Zunder und feuert aus allen Saiten, Tommy an den Sticks spielt mal wieder das Biest und verhaut die Bespannungen der Drums nach Strich und Faden. Es kommen auch typische Blues Intstrumente zum Einsatz, wie etwa die Orgel, Piano oder Mundharmonika.

Die Produktion versprüht einen Hauch von Nostalgie und Retro Röhrenverstärker Flair, was dem Heavy Blues Rock sehr zu gute kommt.

„I’m Ready“ geht gleich mal im DAISIES Stil voll nach vorne, so stellt man sich geilen Heavy Blues Rock von den DAISIES vor, genau so muss datt sein, „Going Down“ hier rollt eine Dampfwalze über den Hörer weg das man nach dem Genuss vollkommen geplättet ist „Boom Boom“ hier kommt ein Blues Rotzer der besten Sorte – mit geilem georgel, „Black Betty“ so geil habe ich den Oldie noch nie gehört, mit dem Original oder auch am Original orientierten Covern konnte ich bis jetzt nie etwas anfangen, die DAISIES machen daraus einen oberaffengeilen Song. „The Thrill Is Gone“ hier kommt der erste sauschwere Blues Rocker der trotzdem überzeugen kann. „Born Under A Bad Sign“ der hört sich nach Chicago Blues Rock an. „Crossroads“ hier geht es in die Sümpfe der Südstaaten, besser geht es nicht, „Sweet Home Chicago“ hier liebäugeln die Jungs mit den BLUES BROTHERS. „Walking The Dog“ ein cooler Rocker mit Pianoeinlagen, „Little Red Rooser“ es geht wieder in den tiefsten Süden der Staaten in die Bayous in Louisiana und die Jungs feiern ein geile BBQ Fete mit lässiger Mucke.

Balle