MONO INC. – Darkness

Trackliste:

01. In My Darkness
02. Lost In Pain
03. Fly
04. Dein Anker
05. The Dark Side Of The Sun
06. Unter deiner Haut
07. We Were Young
08. Ravenheart
09. Abendbrot
10. Sea Of Love
11. Nothing I Regret
12. Ray Of Light

Spielzeit: 46:54 min – Genre: Dark Rock – Label: NoCut – VÖ: 15.08.2025 – Page: www.facebook.com/monoinc/

 

Jaja ich weiß MONO INC. gibt es schon seit einer gefühlten Ewigkeit, dadurch das ich den Dark Rock in der Vergangenheit etwa 20 – 25 Jahre aus den Augen verloren habe entgingen mir solche Bands wie MONO INC.. Erst seit ich für die Garage tätig bin ist der Dark Rock wie auch der Deutsch Rock wieder mehr in meinen Fokus gerückt, allerdings werden beide Genres von mir immer noch stiefmütterlich behandelt und wenn sich mir die Gelegenheit bietet trage ich mich für solche Scheiben ein. Genau so verhält es sich mit dem neuen Album „Darkness“ von MONO INC., dieses Album ist mein erstes Rodeo mit der Band. Ich als bekennender Hörer von THE SISTERS OF MERCY oder auch VLAD IN TEARS kann normalerweise etwas mit dem dunkel angehauchten Rock anfangen, was habe und sehr viele Male die beiden epischen Gewaltnummern „This Corrosion“, „More“ aber auch „Dominion / Mother Russia “, „When You Don’t See Me“, „I Was Wrong“ und „Temple Of Love“ von den SISTERS gespielt und gehört, dass ist eben Dark Rock von der ersten Stunde in Perfektion und für die Ewigkeit komponiert. Aber hier geht es um das neue MONO INC. Album, und in den knapp über 45 Minuten wird sich zeigen ob MONO INC. mit den Altmeistern aus Großbritannien mithalten können.

Da ich MONO INC. sehr lange keine Beachtung geschenkt habe weiß ich nicht wie oft sich das Besetzungskarussell gedreht hat, zur Band gehören im hier und jetzt Sänger Martin Engler, Gitarrist Carl Fronia, Ilja John Lappin an Bass und Karha Mia an den Drums. Martins Stimme besitzt ein besonderes Timbre, voll auf der Dunklen Seite der Macht angesiedelt shoutet er sich auf starke und attraktive Art und Weise druch die Songs. Hier und da blitzt mal der deutsche Dialekt durch, was aber nicht störend wirkt, sondern irgendwie Charmant wirkt. Die Gitarren sind mit Schmackes und auch gerne etwas tiefer gestimmt unterwegs, haben zu jedem Zeitpunkt Biss ohne dabei zu dominant zu wirken. Der Bass wirkt nicht so auffällig wie die Gittis, ist aber stets im Zwischenraum präsent und kann sich durchsetzen. Die Drums sorgen für den ein oder anderen Gänsehaut Moment, die könnten nicht besser durchkommen. Die Tastenabteilung hält sich hinter den Gitarren auf ist auch mal neben den Synthy Klängen als Piano, oder ich glaube sogar ein Cembalo gehört zu haben, unterwegs. So baut sich eine sehr große Bühne im Gehör auf und erzeugt ein Gefühl der Vertraut- oder besser noch Verbundenheit. Die Produktion bläst absolut alles aus der Bahn was vor die Membranen läuft und drückt ohne Ende, angefangen beim Bass bis in die Highheads, mit Klangreglern in Neutralstellung. Wie hört sich das wohl bei voller Lautstärke auf guten alten Quadral Standboxen an, mit und ohne Bassboost?

Den Stil den MONO INC. auf „Darkness“ fahren ist fast schon zu perfekt, jeder Song sorgt für schaurig-schöne Momente, warum ist es schon kurz vor 0:00 Uhr, wenn es jetzt gegen Mittag und meine Chefine ausgeflogen wäre würde ich bei dieser geilen Mucke meine Endstufe unter Volllast ausatmen (mit zugeschalteten Equi mit Bassboost) lassen das die Boxen bis an die Decke springen. Die Melodien sind von der stärksten Sorte, zwar teils simpel aufgebaut aber mit grandiosen Akkordfolgen ausgeführt. Die im Backround schwebenden Vocals oder auch Oooohhhs und Uuuuhhs verstärken den Effekt noch um ein vielfaches. So macht die Dunkle Seite der Macht einen Heidenspaß und sorgt für einen Soundtrack für die Stunden in der man sich der Musik voll und ganz hingibt, alles um einen herum vergisst und einfach nur genießt. Vergleichen kann man bedingt mit den SISTERS von der Stimmung auf jeden Fall und einen Ticken härter sowie moderner, mit der catchyness von HIM kommt am besten hin. Ein wenig das epische Feeling von GHOST kann man bei genauem hinhören auch ausmachen. Ein Fettes Highlight aus der Dark Rock Ecke einer Deutschen Band, Mädel und Jungs ich hab Euch ab jetzt auf dem Schirm und werde Euch beobachten. Fast Full House, wären zwei Songs im Kaliber von „Dein Anker“ enthalten hätte es 12 aus 10 gegeben.

„In My Darkness“ Wow das Dingens legt doch gleich mal fulminant als Highlight los, „Lost In Pain“ doppeltes Wow der nächste Kracher in folge. „Fly“ eine düstere Ballade die mit viel Drama Schauer erzeugt, „Dein Anker“ ein Goose Bumps Song der sehr viel Potential besitzt und als perfekter Hit durchgeht – die Melodien sind genial und kommen mir verdammt bekannt vor, ich kenne die Akkordfolge von irgendwo her – mir fällt aber beim besten Willen nicht ein von wo, auch schon die andere oder ähnliche Version haute mit ihrer saugeilen Melodie rein – perfekter kann man einen Song nicht bringen. Update beim Erstellen des Beitrages ist mir eingefallen an was mich „Dein Anker“ erinnert, an JOHN CARPENTERs „The End“ in starken der Discoversion. „The Dark Side Of The Sun“ das Drama in Reinkultur bis die Gittis einsetzen, „Unter deiner Haut“ cooler Text trifft auf coole Melodie und noch coolere MONO INC.. „We Were Young“ ich habe gerade ein Deja Vu auch hier kommt mir vieles vertraut vor, trotzdem ein geiler Song, „Ravenheart“ ein epischer Sachmachtfetzen der überzeugt. „Abendbrot“ die deutschsprachigen Songs haben sehr viel Potential wie dieser auch ein Hit, „Sea Of Love“ hoppla, Gary Moore der frühen 80er wandelt auf der dunklen Seite, cool gemacht. „Nothing I Regret“ noch eine Herzschmerz Ballade zum dahinschmelzen wenn man drauf steht, „Ray Of Light“ das Instrumental erinnert an einen Edgar Allan Poe, Frankula oder Drancenstein Film aus den 60er – 70er Jahre

Balle

DARKNESS – Over and Out

Band: Darkness
Album: Over And Out
Spielzeit: 30:24 min
Stilrichtung: Thrash Metal
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 27.11.20
Homepage: www.darkness-thrash.com

Das Thrash Metal Kommando DARKNESS meldet sich mit ihrem neuen Release “Over and Out” zurück. Dieser Output ist ein Besonderer, kombiniert er doch alte Stücke mit neuem Material. Es gibt 7 Songs, 7 Songs die symbolisieren wofür DARKNESS in der Vergangenheit standen und wie es in Zukunft aussehen wird. 7 Songs die ihren Schatten auf das kommende 7. Album werfen. Die Jungs aus Essen (Altenessen) sind schon lange am Start. 1984 gegründet und drei Demos später entsteht 1987 das Debüt Album “Death Squad” und avanciert zu einem Klassiker, der den Kultstatus von DARKNESS begründet. Das aktuelle Werk wurde von Cornelius Rambadt im Rambado Recordings Studio aufgenommen und gemischt. Gemastert wurde es von Dennis Koehne im DK Studio und das Cover Artwork wurde von Timon Kokott entworfen. Dann hören wir mal rein was die Ruhrpottler um Lee (v.), Amd (g.), Meik (g.), Ben (b.) und Lacky (d.) hier für uns haben.

Steigen wir ein in mit “Every Time You Curse Me”. Drums, Bass und Gitarre leiten den Opener spannend ein, bevor Sänger Lee nach 1 ½ Minuten mit einsteigt. Der Härtegrad passt, die Riffs knallen und die Nummer erinnert an Kreator. “Dawn Of The Dumb” ist Teutonen Stahl pur. Das Stück schiebt voll an und die Matte ist in Dauerrotation. Zwischendrin wird immer wieder mal clever das Tempo rausgenommen um Abwechslung reinzubringen, geile Nummer. “Over And Out” startet mit Maschinengewehr-Riff-Salven und ist dementsprechend im Uptempo Bereich gehalten.Auch hier wird klassischer Thrash Metal geboten, der aber überhaupt nicht altbacken klingt. Sauber Jungs. Nun bin ich gespannt: die Essener covern mit “Slave To The Grind” mein Lieblingslied von Skid Row. Und ich werde nicht enttäuscht, es macht einfach Spass, dieser Version zu lauschen. Augen zu und vorstellen man ist auf einem Konzert. Passend dazu prügeln uns DARKNESS mit “Tinkerbell Must Die” eine Live Version aus Japan rein. Man spürt die Energie, die hier transportiert wird. “Armageddon” ist eine Neuaufnahme aus dem Demo “Spawn Of The Dark One” von 1986. Ein geiler Song der hart, melodisch und so herrlich oldschool ist. Daumen hoch. Lassen wir es ruhig ausklingen. “Fade Pictures” wird unplugged gespielt. Unterstützt wird man hier von Bruno & Pierre vom “Death Squad” Line-Up . Das funktioniert richtig gut und klingt wahrlich interessant .

Fazit: Kurzweilige 30 Minuten, die Lust auf mehr machen. Wenn der nächste Longplayer an die ersten drei Songs anknüpfen kann, erwartet uns ein echtes Knallbonbon. Ich freu´mich schon drauf.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Every Time You Curse Me
02. Dawn Of The Dumb
03. Over And Out
04. Slave To The Grind
05. Tinkerbell Must Die (Live)
06. Armageddon
07. Faded Pictures (Unplugged)

Sturmi