TANZWUT – Herz Aus Stein

Trackliste:

01. Rosenkrieg
02. Keine Band für eine Nacht
03. Herz aus Stein
04. Zeitgeist
05. Die Sänger singen noch
06. Der König ist pleite
07. Ich bin kein Engel
08. Sag niemals nie
09. Wir habens’s übertrieben
10. No future
11. Wenn alle Stricke reißen
12. Ewig wie das Eis
13. Kein Abschied für immer
14. Die Sänger singen noch (TANZWUT und Freunde)

Spielzeit: 54:50 min – Genre: Mittelalter Rock – Label: NoCut – VÖ: 04.09.2026 – Page: www.facebook.com/TANZWUTOfficial

 

TANZWUT hauen mit ihrem Album „Herz Aus Stein“ einen gewaltigen raus, „Herz Aus Stein“ ist nicht nur ein Rock-Album, sondern auch eine kleine Abrechnung mit dem was heutzutage schiefläuft oder einfach nicht Richtig ist. Laut aus voller Brust gibt es voll einen vor den Latz, teils düster anmutend aber trotzdem Attraktiv wie Sau geht es durch 14 Songs. Mit dem 2024er Album „Achtung Mensch“ gelang TANZWUT fast eine Full House Bewertung, mal sehen ob sie diesen Standard halten können oder sogar auf die volle 10 vorstoßen.

Mit teils sarkastischen Texten, viel Melodie, der richtigen Härte und Bagpipes geht es unwiderstehlich für 14 Runden in den Ring. Egal ob TANZWUT es flott, hart, oder bitter-süß zart angehen, es geht einem nicht am Allerwertesten vorbei. In manchen Momenten kommt sogar Gänsepellen Stimmung auf und die Körperbehaarung fängt an sich aufzustellen. Allein schon die faszinierende Stimme des Teufels geht durch Mark und Gebein, die passt ideal zum Sound von TANZWUT. Der Stil ist wie auf dem Vorgänger irgendwo zwischen Neue Deutsche Härte oder härterem Deutsch Rock mit Mittelaltereinschlag und dementsprechender Umsetzung und Instrumentierung.

So schaffen es TANZWUT erneut in den Gehörgängen zu wüten und ihren dezent diabolischen Charme in den Synapsen zu zünden. Der Teufel geht mit seinen Mannen wieder alles Richtig an und bringt ein weiteres Album mit geilen Songs und teilweise sarkastischen Texten die den Zeitgeist spiegeln heraus. Hätte das Teufelchen etwas besser oder anderes machen können? Ich lehne mich jetzt weit aus dem Fenster und sage ein deutlich-lautes NEIN, es gibt nichts was man verbessern könnte aber ein 10er ist es noch nicht ganz – vielleicht glückt es beim nächsten Album aber eine klare 9 ist für „Herz Aus Stein“ eine verdiente Bewertung.

Genau so macht Rockmusik, egal ob jetzt härterer Gangart oder nicht, mit deutschen Texten einfach nur noch Spaß und zeigt überdeutlich, dass es viel zu wenig davon gibt.

„Rosenkrieg“ ein Kracher ohne Lacher – der ideale Start in die 14 Runden, „Keine Band für eine Nacht“ der Song haut so rein das es in den Discos keine leeren Tanzflächen geben würde. „Herz aus Stein“ hier stellen sich die Rückenhaare das erste Mal auf – des Teufels stimme verfehlt ihre Wirkung nicht, „Zeitgeist“ das nächste Highlight kommt in den Strophen sehr modern rüber im Refrain wird es düsterer und es wird Paulchen Panther in einer Zeile zitiert. „Die Sänger singen noch“ der nächste Gefühlsausbruch und haarige Moment mit einer traumhaften Melodieführung, „Der König ist pleite“ kommt als Nackenbrecher mit einer E-Axt die alles fällt was vor die Schneide hopst. „Ich bin kein Engel“ kein Song fürs Radio oder Tanzfläche kann aber gerade deshalb voll überzeugen, „Sag niemals nie“ der nächste Tanzflächenfüller macht richtisch Laune das Dingens. „Wir habens’s übertrieben“ kommt mit einem coolen Mix aus Mittelalter Mucke, Country und Rock N Roll – der Song nach der wildesten Party, wenn man einen Blackout und gewaltigen Hangover hat, „No future“ fängt mit ONKELZ Vibe an um damit einen Hit mit bissigem Text zu formen. „Wenn alle Stricke reißen“ Gefühl trifft auf eine sehr starke Instrumentierung und Teufelchens Stimme – in den Strophen gibt es ein auf und ab der Gefühle, „Ewig wie das Eis“ wow hier stellen sich jetzt alle Haare auf – was für ein Song oder fast schon musikalisches Epos als Ballade getarnt. „Kein Abschied für immer“ zum Ende hin wird nochmal mit einem Hit ein Spurt hingelegt, „Die Sänger singen noch (TANZWUT und Freunde)“ mit mehr Stimmen und geilem Chor geht der Song in den zweiten Frühling.

Balle

MONO INC. – Darkness

Trackliste:

01. In My Darkness
02. Lost In Pain
03. Fly
04. Dein Anker
05. The Dark Side Of The Sun
06. Unter deiner Haut
07. We Were Young
08. Ravenheart
09. Abendbrot
10. Sea Of Love
11. Nothing I Regret
12. Ray Of Light

Spielzeit: 46:54 min – Genre: Dark Rock – Label: NoCut – VÖ: 15.08.2025 – Page: www.facebook.com/monoinc/

 

Jaja ich weiß MONO INC. gibt es schon seit einer gefühlten Ewigkeit, dadurch das ich den Dark Rock in der Vergangenheit etwa 20 – 25 Jahre aus den Augen verloren habe entgingen mir solche Bands wie MONO INC.. Erst seit ich für die Garage tätig bin ist der Dark Rock wie auch der Deutsch Rock wieder mehr in meinen Fokus gerückt, allerdings werden beide Genres von mir immer noch stiefmütterlich behandelt und wenn sich mir die Gelegenheit bietet trage ich mich für solche Scheiben ein. Genau so verhält es sich mit dem neuen Album „Darkness“ von MONO INC., dieses Album ist mein erstes Rodeo mit der Band. Ich als bekennender Hörer von THE SISTERS OF MERCY oder auch VLAD IN TEARS kann normalerweise etwas mit dem dunkel angehauchten Rock anfangen, was habe und sehr viele Male die beiden epischen Gewaltnummern „This Corrosion“, „More“ aber auch „Dominion / Mother Russia “, „When You Don’t See Me“, „I Was Wrong“ und „Temple Of Love“ von den SISTERS gespielt und gehört, dass ist eben Dark Rock von der ersten Stunde in Perfektion und für die Ewigkeit komponiert. Aber hier geht es um das neue MONO INC. Album, und in den knapp über 45 Minuten wird sich zeigen ob MONO INC. mit den Altmeistern aus Großbritannien mithalten können.

Da ich MONO INC. sehr lange keine Beachtung geschenkt habe weiß ich nicht wie oft sich das Besetzungskarussell gedreht hat, zur Band gehören im hier und jetzt Sänger Martin Engler, Gitarrist Carl Fronia, Ilja John Lappin an Bass und Karha Mia an den Drums. Martins Stimme besitzt ein besonderes Timbre, voll auf der Dunklen Seite der Macht angesiedelt shoutet er sich auf starke und attraktive Art und Weise druch die Songs. Hier und da blitzt mal der deutsche Dialekt durch, was aber nicht störend wirkt, sondern irgendwie Charmant wirkt. Die Gitarren sind mit Schmackes und auch gerne etwas tiefer gestimmt unterwegs, haben zu jedem Zeitpunkt Biss ohne dabei zu dominant zu wirken. Der Bass wirkt nicht so auffällig wie die Gittis, ist aber stets im Zwischenraum präsent und kann sich durchsetzen. Die Drums sorgen für den ein oder anderen Gänsehaut Moment, die könnten nicht besser durchkommen. Die Tastenabteilung hält sich hinter den Gitarren auf ist auch mal neben den Synthy Klängen als Piano, oder ich glaube sogar ein Cembalo gehört zu haben, unterwegs. So baut sich eine sehr große Bühne im Gehör auf und erzeugt ein Gefühl der Vertraut- oder besser noch Verbundenheit. Die Produktion bläst absolut alles aus der Bahn was vor die Membranen läuft und drückt ohne Ende, angefangen beim Bass bis in die Highheads, mit Klangreglern in Neutralstellung. Wie hört sich das wohl bei voller Lautstärke auf guten alten Quadral Standboxen an, mit und ohne Bassboost?

Den Stil den MONO INC. auf „Darkness“ fahren ist fast schon zu perfekt, jeder Song sorgt für schaurig-schöne Momente, warum ist es schon kurz vor 0:00 Uhr, wenn es jetzt gegen Mittag und meine Chefine ausgeflogen wäre würde ich bei dieser geilen Mucke meine Endstufe unter Volllast ausatmen (mit zugeschalteten Equi mit Bassboost) lassen das die Boxen bis an die Decke springen. Die Melodien sind von der stärksten Sorte, zwar teils simpel aufgebaut aber mit grandiosen Akkordfolgen ausgeführt. Die im Backround schwebenden Vocals oder auch Oooohhhs und Uuuuhhs verstärken den Effekt noch um ein vielfaches. So macht die Dunkle Seite der Macht einen Heidenspaß und sorgt für einen Soundtrack für die Stunden in der man sich der Musik voll und ganz hingibt, alles um einen herum vergisst und einfach nur genießt. Vergleichen kann man bedingt mit den SISTERS von der Stimmung auf jeden Fall und einen Ticken härter sowie moderner, mit der catchyness von HIM kommt am besten hin. Ein wenig das epische Feeling von GHOST kann man bei genauem hinhören auch ausmachen. Ein Fettes Highlight aus der Dark Rock Ecke einer Deutschen Band, Mädel und Jungs ich hab Euch ab jetzt auf dem Schirm und werde Euch beobachten. Fast Full House, wären zwei Songs im Kaliber von „Dein Anker“ enthalten hätte es 12 aus 10 gegeben.

„In My Darkness“ Wow das Dingens legt doch gleich mal fulminant als Highlight los, „Lost In Pain“ doppeltes Wow der nächste Kracher in folge. „Fly“ eine düstere Ballade die mit viel Drama Schauer erzeugt, „Dein Anker“ ein Goose Bumps Song der sehr viel Potential besitzt und als perfekter Hit durchgeht – die Melodien sind genial und kommen mir verdammt bekannt vor, ich kenne die Akkordfolge von irgendwo her – mir fällt aber beim besten Willen nicht ein von wo, auch schon die andere oder ähnliche Version haute mit ihrer saugeilen Melodie rein – perfekter kann man einen Song nicht bringen. Update beim Erstellen des Beitrages ist mir eingefallen an was mich „Dein Anker“ erinnert, an JOHN CARPENTERs „The End“ in starken der Discoversion. „The Dark Side Of The Sun“ das Drama in Reinkultur bis die Gittis einsetzen, „Unter deiner Haut“ cooler Text trifft auf coole Melodie und noch coolere MONO INC.. „We Were Young“ ich habe gerade ein Deja Vu auch hier kommt mir vieles vertraut vor, trotzdem ein geiler Song, „Ravenheart“ ein epischer Sachmachtfetzen der überzeugt. „Abendbrot“ die deutschsprachigen Songs haben sehr viel Potential wie dieser auch ein Hit, „Sea Of Love“ hoppla, Gary Moore der frühen 80er wandelt auf der dunklen Seite, cool gemacht. „Nothing I Regret“ noch eine Herzschmerz Ballade zum dahinschmelzen wenn man drauf steht, „Ray Of Light“ das Instrumental erinnert an einen Edgar Allan Poe, Frankula oder Drancenstein Film aus den 60er – 70er Jahre

Balle