VLAD IN TEARS – Hide Inside

Trackliste:

01. The Monster Inside
02. Your Trace
03. Living Nightmare
04. No One Cares
05. Touch Me
06. Let Me Love You
07. Empty
08. I Want This Pain
09. My Wake
10. No More Fear
11. Real
12. The Death Of Me
13. Tomorrow
14. Hide

Spielzeit: 54:13 min – Genre: Dark / Alternative Rock / Metal – Label: Metalville Records – VÖ: 01.08.2025 – Page: www.vladintears.com/

 

Der verweinte Graf VLAD IN TEARS ist nach etwas über einem Jahr mit einem neuen Album zurück. Zu VLAD IN TEARS gehören Christian Miconi am Mikrofon, Alessio Miconi und Puneete Vohra an den Gitarren, Dario Miconi an Bass und Francesco Cosma an den Drums. Laut eigenen Angaben wollte die Band mit „Hide Inside“ das Konzept von Geistern und unsichtbaren Kräften, die unser tägliches Leben beeinflussen, erforschen. Das ist ein Unterfangen mit vielen spekulativen Möglichkeiten die man zur Auswahl hat oder auch der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Chritians Stimme verbreitet seinen ganz speziellen Charme von zarter Zerbrechlichkeit auf der einen Seite und Metal-Shouting auf der anderen. Dieses Wechselspiel der Stimme machte sich auf „Relapse“ schon sehr gut und sorgt auch auf „Hide Inside“ für Gänsehaut Momente. Die Gitarren sind sehr tief gestimmt und verbreiten eine mehr als nur schaurig-gruselige Stimmung. Voll auf den Punkt knallen die Gitarren mit voller Riffbreitseite auf den Hörer ein als wenn es keinen Morgen mehr geben würde. Vereint mit der Stimme kommen die Gitarren mit einer bedrohlichen Note aus den Boxen, die sich mehr als nur gut anhört. Die Tastenabteilung hält sich hinter den Gitarren auf und gibt nur den Nebendarsteller. Der Bass kann bei genauem Hinhören immer genau lokalisiert werden und trägt so mit seinen tiefen Tönen zur bedrohlichen Stimmung bei. Das Schlagzeug zieht eine Schneise der Verwüstung durch den Hörraum, auf ihrem Weg von den Lautsprechern bis zu den Ohren machen die mit ihrem Feuerwerk keine Gefangenen.

Auf dem Vorgängeralbum konnte VLAD IN TEARS bei mir Punkte einfahren da der Sound sehr viele Parallelen mit den SISTERS OF MERCY und auch HIM aufweisen konnte, was auf „Hide Inside“ zwar immer noch vorhanden ist allerdings nicht mehr so ausgeprägt wie auf „Relapse“. Immerhin schaffen es VLAD IN TEARS immer noch Industrial, Alternative Einflüsse mit Dark und Gothic Rock zu einem coolen Bandeigenen Sound zu vermischen. Dieses mal überwiegt nicht der Dark Rock sondern knallharter Alternative und Industrial Anteil, was aber kein Nachteil sein muss. Wie man bei VLAD hört kann dieser Sound durchaus überzeugend klingen, ohne Schnörkel gehen die Songs mit ihrem Groove sofort ins Ohr. Die Melodien kommen bei keinem der 14 Songs zu kurz, immer wieder wird man bei jedem Song aufs neue überrascht. Normal bin ich nicht der Typ für Alternative und Industrial, allerdings muss ich zugeben das es Bands gibt die ich mir mit ihrem Sound anhören kann und da gehören VLAD IN TEARS dazu. So macht selbst modernes Material Spaß, wenn man nicht nur tief gestimmtes Griffbrettgewichse hört das außer Depressionen zu verursachen nicht viel bieten kann, ist VLAD IN TEARS eine mehr als positive Überraschung. Die Stimme von Christian trägt viel dazu bei das die Songs zünden können und bilden mit den Gitarren eine Macht die Mauern einreißen könnte.

Vergleichen lassen sich VLAD IN TEARS schlecht, der große Erfolg ist noch nicht geglückt, also versuche ich mal ca. 25% liegen bei den SISTERS OF MERCY und HIM, dass ganze kommt mit THE RASMUS, FOO FIGHTERS, Alternative und Industrial (da ich auf diesem Gebiet nicht wirklich bewandert gibt es keine Band die mir einfällt) Einflüssen in einen Topf und wird mit dem Melodie Gespür von NICKELBACK vermengt um den VLAD Sound zu kreieren.

Eine mehr als nur gelungene Vorstellung von VLAD IN TEARS, so macht Modern Rock / Metal Spaß.

„The Monster Inside“ geht gleich mal mit ordentlich Alternative Flair und geilem Refrain ins Rennen, „Your Trace“ sehr intensiv und kräftig mit Rap Einlage. „Living Nightmare“ hier kommt ein wenig mehr Dark ins Spiel, „No One Cares“ knallhart mit ober affengeilem Refrain. „Touch Me“ mit melancholischem Drama geht es in 3:30 Minuten um im Refrain nochmal zuzulegen, „Let Me Love You“ der Hit, dass unangefochtene Highlight des Albums, diese Melodie, die Gesangsharmonien – einfach göttlich. „Empty“ eine coole Hymne die überzeugen kann, „I Want This Pain“ geht voll nach vorne – flott und voll auf den Punkt gebracht. „My Wake“ tiefer geht es nur noch wenn man sich in der Hölle befindet, „No More Fear“ noch so ein attraktiver Song der in den Strophen eher soft und verträumt wirkt und im Refrain volle Pulle loslegt. „Real“ kommt mit einem gewissen Charme um die Ecke gedonnert. „The Death Of Me“ hier spielt der Bass in den Strophen neben der Stimme den Hauptdarsteller. „Tomorrow“ geht von Anfang an ab wie Schmitz Katze, „Hide“ eine Ballade die von Christians Stimme und der Akustik-Klampfe getragen wird.

Balle

Tagged , , , , .Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.