LIONHEART – Valley Of Death

Band: Lionheart
Album: Valley Of Death
Spielzeit: 24:40 min
Stilrichtung: Hardcore
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 15.11.2019
Homepage: www.facebook.com/lionheartca

Nach gut zwei Jahren heißen uns LIONHEART wieder an der Westküste willkommen. Mit „Valley Of Death“ schließt der Bay Area Fünfer nahtlos an „Welcome To The Westcoast“ an und zeigen uns auch hier deutlich, warum LIONHEART die Könige des Bay Area Hardcore sind. Immer schön in die Fresse rein und die Leute mal so gar nicht zu Atem kommen lassen. LIONHEART halt. Und mit Album #6 werden die Jungs sogar noch einen Ticken lauter und härter, auf Verschnaufpausen kann man hier lange warten.
Schon der Opener und Titeltrack „Valley of Death” lässt so manches Fanherz höher hüpfen. In typischer LIONHEART-Manier wütet sich Fronter Rob Watson durch den knüppelnden Song. Überhaupt scheint Wut eines der hervorstechenden Merkmale der 2004 in der Bay Area gegründeten Band zu sein, das hat auch mit dem neuesten Dreher nicht nachgelassen. Vor allem Kritiker des LHHC bleiben davon nicht verschont, wie im Song „For The Record“ deutlich zu hören ist.
Ein kleines Schmankerl ist „Rock Bottom“, werden die Jungs um Rob Watson doch glatt von STICK TO YOUR GUNS Frontsau Jesse Barnett unterstützt. Es ist eine Freude, die zwei Jungens sich durch den Song brüllen zu hören. Definitiv eines der Highlights auf „Valley Of Death“. Ein weiterer Gast findet sich dann mit Rapper JET BLACK „Before I Wake“. Eine durchaus gelungene Mischung, die auf Anhieb zündet.
Mit dem kleinen Doublebass-Gimmick in „When I Get Out” hat sich der Kalifornien-Fünferpack eine nette Überraschung ausgedacht. Der Song strotzt so sehr vor Kraft, dass er schon fast nicht mehr laufen kann.
Ein richtiger Circlepit-Kracher findet sich mit „Stories Form The Gutter“, bei dem man einfach atemlos und geschafft zurückbleibt. Obwohl extrem schnell, verliert er doch nicht die LIONHEART-typische Handschrift. Geschickt haben die Jungs noch ein paar geniale Breakdowns eingebaut und ab geht die wilde Fahrt.
Und dann ist es passiert. Nach knapp 25 Minuten und 10 richtig geilen Songs endet „Valley Of Death“ auch schon. Mit dem schon fast entspannenden „Dragging Heaven“ und einem Auszug aus TOM PETTYs „Free Fallin‘“ als Outro haben die Jungs aber einen mehr als passenden Abschluss gefunden.

Fazit: LIONHEART liefern mit „Valley Of Death” ein starkes sechstes Album mit 10 starken Songs ab. Aggressive 25 Minuten, die ordentlich reinknüppeln. Hier wird nicht lange gefackelt, hier wird losgelegt. Kann man mehr verlangen? Ja, man kann. Wie schon bei vielen eingespielten Bands hätte ich mir auch hier mehr Mut zu Innovationen gewünscht. Dennoch, die Songs strotzen nur so vor Energie und purer Aggression und „Valley Of Death“ lässt einen trotz kleiner Schwächen mehr als zufrieden und ausgepowert zurück.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01.Valley Of Death
02. Burn
03. For the Record
04. Rock Bottom
05. When I Get Out
06. Born Feet First
07. Stories From The Gutter
08. Before I Wake
09. In My Skin
10. Dragging Heaven

Tänski