FORBIDDEN SEED – In Shadows Deep – Shadow Of The Crow Pt. II.

Trackliste:

01. Murder Of Crows (Intro)
02. Remedial Sinner
03. Back From Brink
04. Till Morning Comes
05. From Above
06. Other Side Of The Blade
07. Trivial
08. Rooftops
09. Alone In The Rain (Prelude)
10. Ghost Beneath The Flames
11. Pain
12. Ghost Shadow Redeemer
13. I Don’t Want It Anymore
14. 30 Hours Of Pain
15. Beyond This Night
16. Forever (Outro)

Spielzeit: 72:14 min – Genre: Heavy/Power Metal – Label: Steel Gallery Records – VÖ: 12.12.2025 – Page: www.facebook.com/Forbiddenseedband

 

Meine letzte Rezension für das Jahr 2025, was steht also auf dem Programm? Ein über 70 Minuten langer Brecher mit einem über 70 Minuten langem Albumtitel: “In Shadows Deep – Shadow Of The Crow Pt. II.” von FORBIDDEN SEED. Das Ding ist das vierte Album des Duos (plus Gastmusiker) aus Griechenland, und der zweite Teil seiner Konzeptalbumreihe über den meiner Meinung nach extrem überbewerteten Film “The Crow”.
Man erwartet also Gothic, bekommt aber, was mir der Chef als “Klingt nach ICED EARTH” schmackhaft gemacht hat, also so eine Art USiger Heavy/Power Metal. Und ja, in Kurzform ist genau das der Fall.
“Shadow Of The Crow Pt. II” schlägt in die gleiche Kerbe wie die Amerikaner und macht dann daraus eben sein eigenes Ding.
Was es schonmal ganz fantastisch macht, das sind die Vocals. Die Gesangsleistung auf der Platte ist sehr vielseitig, dabei aber immer sehr on point. Alles drin von ganz ruhigem Gesang bis hin zu Borderline-Growls und dabei angenehm theatralisch.
Das hilft dem Album auch noch einmal in Sachen Atmosphäre. FORBIDDEN SEED nehmen sich durchaus Zeit für längere ruhige Momente, gerne mal mit Klavier, Orchester oder Regensounds, scheuen aber auch die intensiv-emotionalen Druckmomente und auch herbes Geballer nicht.
Das Storytelling durch die Musik haben die Jungs sehr stark umgesetzt. Was die Melodien angeht, halte ich besagte ICED EARTH für den eindeutigen Haupteinfluss, aber dahingehend enttäuschen FORBIDDEN SEED eben auch nicht – klarer Fall von “Für Fans von”, was kein Problem ist, wenn die Songs denn gut gemacht sind, und das sind sie.
Wobei, ein wenig hätte man schon kürzen können. Die 72 Minuten Spieldauer beinhalten dann doch eine gewisse Menge an Leerlauf und mit, sagen wir, 55 Minuten hätte man immer noch ein ordentliches Opus, aber ein wenig kompakter, denn letztendlich muss “Shadow Of The Crow Pt. II” nicht so dermaßen lang sein.
Und am Sound hätte man noch etwas tun können. Man gewöhnt sich schon dran, aber ein wenig matschig ist es dann doch alles, und auch der Klang von Klavier und Orchester ist teils fragwürdig.

Fazit:
Als bekennender Nicht-Fan der Filmvorlage kann ich FORBIDDEN SEED auf jeden Fall den Gefallen tun, dem Album das Prädikat “Besser als der Film” zu geben, das kann man sich bestimmt irgendwo hindrucken. Aber hey, ich mag “Shadow Of The Crow Pt. II” eben auch und sehe über ein paar Soundprobleme und Längen gerne hinweg, wenn man mir dafür auf der anderen Seite so gute Song-Qualität liefert!

Anspieltipps:
“Back From Brink”, “Trivial” und “Ghost Beneath The Flames”

Jannis

FORBIDDEN SEED – On Blackest Wings, Shadow of the Crow Pt. I

Trackliste:

01. Awakening
02. On Feathered Wings
03. I Am
04. Murderes Among Us
05. Clown
06. Paint your Face
07. Victims aren`t We All
08. Creed
09. Paths of the Shadows
10. Bound
11. Dancing Shadows
12. Beyond the Doors of Sleep
13. I do Care
14. Death is Coming
15. Mother
16. Till Death Do us Part

Spielzeit: 70:38 min – Genre: Power Metal – Label: Steel Gallery Records – VÖ: 25.02.2022 – Page: www.forbiddenseed.gr

 

Die griechischen Power Metaller von FORBIDDEN SEED sind mittlerweile ein gern gesehener Gast hier bei uns in der Rock-Garage!
Mittlerweile sind die Jungs bei ihrem 3. Label unter Vertrag und haben passenderweise auch ihr drittes Album mit dem klangvollen Namen „On Blackest Wings, Shadow of the Crow Pt. I“ im Gepäck welches natürlich vom Film „The Crow“ inspiriert wurde.
Auf diesem bekommen wir erneut Power Metal der amerikanischen Sorte mit ordentlich Einflüssen von ICED EARTH auf die Ohren.
Als Gäste hat man untere anderem Gitarrist Kosta Vreto (WARDRUM) der das Album auch produziert hat und Sängerin Ruby Bouzioti mit an Bord.

Wer also auf atmosphärisch dichtem Power Metal steht, der sollte nun einmal genauer hinhören, wenn wir uns dem, erneut sehr langen, Album mit dem Openertrack „Awakening“ widmen. Natürlich ist das Stück nur ein stimmungsvolles Intro für alles was da jetzt noch kommen mag.
Bei „On Feathered Wings“ wird dann direkt der schon angesprochene ICED EARTH Einschlag direkt hörbar. Was natürlich auch vor allem am Gesang liegt. Im Chorus merkt man das ganz besonders.
Eine starke Nummer direkt zum Einstieg, so muss das sein!
Das etwas „sanftere“ „I Am“ im Anschluss zieht dann den Qualitätsfaden genial weiter und weiß auch direkt zu gefallen.
Die nächste Nummer die sofort zu überzeugen weiß ist das abwechslungsreiche und gefühlvolle „Clown“ wo die Jungs beweisen das sie nicht nur laut können!
Bei den vielen Tracks die man hier auf der Scheibe findet darf man nicht ganz unerwähnt lassen das sich da natürlich auch der ein oder andere Standard Track und auch das ein oder andere Zwischenstück eingeschlichen hat.
Zu letzteren Sorte gehört „Paint your Face“ bevor es dann mit „Victims aren`t We All“ wieder voll zur Sache geht und auch diese Nummer brennt sich melodisch sofort ins Hirn ein.
Bei ganzen 16 Songs sind wir gerade mal auf der Hälfte der Scheibe angekommen, aber schon jetzt muss man festhalten, die Jungs wissen, wie man atmosphärisch dichte Konzepte erschafft und sind qualitativ stark unterwegs!
Auch in der Folge klappt das sehr gut, Beispiele hierfür sind die epischen „Paths of Shadows“ und „Beyond the Doors of Sleep“, mit dem angesprochen Gastauftritt von Ruby Bouzioti.
Eher nach Standardmetal tönen „Bound“, das Instrumental „Dancing Shadows“, „I do Care” und das brachiale “Death is Coming”.
Nach dem Verklingen der beiden letzten Tracks, des überlangen „Mother“ und des Outros „Till Death Do us Part“ muss man das Gehörte erstmal verdauen und sacken lassen!

Ganz klar, so ein überlanges Power Metal Machwerk ist nichts zum nebenbei hören und man braucht auch den ein oder anderen Hördurchgang bis sich alles erschließt.
Im Großen und Ganzen präsentiert uns die Band hier ein 3. Album was Fans der Band und des Genres auf jeden Fall mehr als schmecken sollte, auch wenn sich über die Länge doch der ein oder andere Standardsong eingeschlichen hat.
Eine ganzklare Kaufempfehlung also!

Julian

 

 

 

FORBIDDEN SEED – The Grand Masquerade

Band: Forbidden Seed
Album: The Grand Masquerade
Spielzeit: 68:55 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Stormspell Records
Veröffentlichung: 09.03.2018
Homepage: www.forbiddenseed.gr

FORBIDDEN SEED aus Griechenland hatten bei mir mit ihrem 2015er Debütalbum „From Sand to Eternity“ mächtig Eindruck geschunden. Leider verpasste ich im letzten Jahr das Zweitwerk „The Grand Masquerade“ aber durch Zufall kam ich jetzt doch noch in den Genuss der Promo so dass ich euch lieber Leser auch das zweite Werk, auf dem es noch düsterer zugehen soll, natürlich nicht vorenthalten will!
Mit Yannis Papadopoulos (BEAST IN BLACK) und Sverd T Soth (BATTLEROAR) hat man zwei bekannte Gäste mit an Bord, beim Opener „Intro“ treten beide aber noch nicht in Erscheinung, das Ganze ist aber wunderbar atmosphärisch und stimmungsvoll geraten. Ein guter Einstieg also um reinzukommen.
Mit dem anschließenden Titeltrack „The Grand Masquerade“ geht man dann auch direkt steil und auf Nummer sicher! Man tönt immer noch extrem nach ICED EARTH, was vor allem am Gesang liegt, und hat einen Ohrwurmchorus parat der das Ganze schön eingängig macht.
Über dasr wunderbar epische „Into Nevermore“ und „Labyrinth of Scars“, welcher ebenfalls wieder sofort überzeugen und punkten kann geht es in den Mittelteil der Scheibe der mit dem ordentlichen Instrumental „The Gathering“ und der Powerballade „Dreamspace“ aufwarten kann. Die restlichen zwei, drei Songs sind leider eher Standardmetaltracks die nicht besonders ins Gewicht fallen.
Dieser kleine Ausrutscher wird aber im letzten Teil der Scheibe wieder korrigiert denn hier hat man noch die ein oder andere Perle auf Lager.
Da hätten wir z.B. das epische, abwechslungsreiche „Siege of the Fallen“, „Heretic“ oder das abschließende stimmungsvolle Instrumental„The Wanderer“.
Somit haben wir insgesamt ein doch überzeugendes zweites Werk der Jungs von FORBIDDEN SEED dem man nur die etwas hölzerne Produktion, die auf der anderen Seite aber doch wieder seinen Charme hat, und die manchmal etwas ausufernden Tracks als Kritikpunkte vorhalten kann.

Anspieltipps:

„The Grand Masquerade“, „Into Nevermore”, “Labyrinth of Scars”, und “Siege of the Fallen”

Fazit :

Im Vergleich zum letzten Album haben sich die Jungs auf jeden Fall nochmal gesteigert! Zwar ist die Scheibe insgesamt doch vielleicht einen Tick zu lang geworden und der ein oder andere Song hätte etwas kompakter sein können, aber insgesamt stellt das neue Werk von FORBIDDEN SEED auf jeden Fall eine absolute Kaufempfehlung für Fans von ICED EARTH und etwas komplexeren Power Metal da.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. Intro
02. The Grand Masquerade
03. Into Nevermore
04. Labyrinth of Scars
05. Stealer of Dreams
06. The Gathering
07. Dreamspace
08. Crusade
09. Of Wrath and Blood
10. Night of Changes
11. Jester of Light
12. Siege of the Fallen
13. Heretic
14. The Wanderer

Julian