DESERTA – Hard Times Ahead

Trackliste:

01. Don’t Let Me Forget
02. I Came For Love
03. She’s The Owner
04. Life Is A Ride
05. Ahead Of My Time
06. Here To Try
07. Nothing I Can Do
08. The Children’s Screams
09. You Looked Into My Dreams
10. Dance (The Song Of Freedom)

 

Spielzeit: 53:07 min – Genre: Melodic Hard Rock – Label: Lions Pride Music – VÖ: 27.02.2026 – Page: www.facebook.com/desertaofficial

 

DESERTA da war doch mal was, 2023 veröffentlichte die Band ihr Debütalbum mit dem Titel „Don’t Dare Stop“, das sich bei mir im Schrank befindet. Das Debüt war voll mit gut hörbarem Melodic / Hard Rock der an die Helden ab Mitte der 80er erinnert. Die aus Brasilien stammenden Rocker kommen dieser Tage mit ihrem zweiten Output „Hard Times Ahead“ über den Atlantik gerauscht, mal hören wie es sich in den Trommelfellen anfühlt.

An der Besetzung hat sich gegenüber dem Debüt nichts geändert und besteht immer noch aus Ully Dolph am Mikrofon, Thirray Priester an Gitarren, Fab Jablonski an den Tasten, Maikon Koroll an Bass und Drummer Renato Hafermann. Ullys Stimme erinnert mich an einen Mix aus Jon Bon Jovi, Craig Csongrady (BB STEAL) und Craig Morrison (De Mont) von keinem der Drei Zuviel sondern irgendwo in der Mitte drin. Die Stimme weißt auch eine gewisse Rauheit auf, die dem Sound sehr gut tut. Die Gitarren machen das wofür sie erfunden wurden, die hauen die Riffsalven raus, und die kommen teilweise sehr trocken rüber. Vom Klang und Ausführung bewegen sich die Gitarren auf dem nordamerikanischen Kontinent der auslaufenden 80er. Die Tastenabteilung hält sich vornehm zurück, und unterstützt die Gitarren aus der zweiten Reihe. Beim Bass muss man genauer hinhören, der kommt wie die Tasten aus der hinteren Ebene. Das Schlagzeug wirkt auch dezenter und nicht so auf Krawall gebürstet wie bei manch anderen Bands, sorgt aber trotzdem für Aufsehen. Die Produktion geht klar, könnte in den tiefen Frequenzen mehr Bumms vertragen.

Den Stil den DESERTA fahren liegt im Melodic Hard Rock, mal härter mal melodischer, aber immer auf den Punkt kommend. Vergleichen kann man in etwa mit BON JOVI, BB STEAL, DE MONT, aber auch mit DREAM POLICE die einen Keyboard spielenden Knallfrosch verschluckt haben mit einem Hang hin zu Furz trockenen Gitarren. Die Melodien sind immer nachvollziehbar oder auch mal schräg wie bei „I Came For Love“. Dann gibt es noch JOVIsches Gitarrenspiel wie bei deren „Wanted Dead Or Alive“ oder wie es bei den DEAD DAISIES zum Einsatz kommt. Im Großen Ganzen ein sehr gelungenes und hörenswertes Album das die Brasilianer vorlegen.

Das zweite Album ist um ein gutes Stück eingängiger als das Debüt, man kann eine Steigerung feststellen, anscheinend haben DESERTA ihren Sound verfeinert und gefunden.

„Don’t Let Me Forget“ ein mehr als gelungener Einstieg – kommt als cooler Stampfer „I Came For Love“ flott und kräftig geht es der zweite Song an. „She’s The Owner“ befindet sich zwischen Ballade und Rocker mit geiler Akustikgitarre, „Life Is A Ride“ ein fettes Highlight was die Band an den Start bringt. Mit „Ahead Of My Time“ kommen mehr Keyboards ins Spiel und die zeigen Wirkung, „Here To Try“ und noch so ein gefühlvoller Song der was von Ballade und Rocker aufweisen kann. „Nothing I Can Do“ ein geiler mit Drama angereicherter Rocker, hier muss ich an die Australier von GREYSTONE CANYON denken, „The Children’s Screams“ die Jungs drücken mit dem Rocker wieder aufs Gaspedal. „You Looked Into My Dreams“ und noch ein balladesker Rocker, „Dance (The Song Of Freedom)“ zum Abschluss kommt noch Rock N Roll Stimmung ins Spiel.

Balle

ALIRIO – All Things Must Pass

Band: Alirio
Album: All Things Must Pass
Spielzeit: 35:44 min
Stilrichtung: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: Frontiers Music s.r.l.
Veröffentlichung: 06.08.2021
Homepage: www.facebook.com/nettoalirio/

 

ALIRIO Sänger, Musicaldarsteller und Schauspieler aus Brazilien, hat einen Multi-Album Vertrag bei Frontiers unterschrieben. Was gibt es über ALIRIO zu berichten, Mitglied in den Bands KHALLICE, AGE OF ARTEMIS und SHAMAN. Die Rolle des Jesus bei der mexikanischen Prokuktion von „Jesus Christ Superstar“ und die Rolle des Judas bei der brasilianischen Produktion sowie Rollen in TV Shows. Unterstützung gibt es von Adriano Daga am Schlagzeug und Felipe Andreoli am Bass. Infos zu Keys und Gitarren fehlen leider.

Die Vocals von ALIRIO sind vom feinsten, einfach schweinegeil ausgeführt und gefallen auf Anhieb, ALIRIO macht am Mikro alles richtig und lässt seiner Stimme freien Lauf, die Gitarren sind auch sehr gut ausgeführt, der Bass ist im Hintergrund wahrnehmbar und die Drums hauen auf den Putz das einem schwindelig wird, in manchen Momenten hört sich das Schlagzeug künstlich an, aber das ist Jammern auf höchstem Niveau.

Wie kann man nun den Sound am besten beschreiben, ich versuche es mal mit einer Mischung aus VEGA, H.E.A.T., GOTTHARD, SHAKRA, PINK CREAM 69, FAR CRY, KING COMPANY, SLAUGHTER, DEF LEPPARD und HEROES DEL SILENCIO. Eine sehr delikate Mischung die es in sich hat und die auch wenn sie aus dem Stall von Frontiers stammt überzeugt. Die Songs gehen sofort in die Gehörgänge breiten sich dort aus und verbreiten ein sehr angenehmes Gefühl und man ertappt sich dabei bei manchem Song die Repeat Taste zu betätigen.

“All Things Must Pass” fängt mit Vinylknacksern an und entpupt sich dann als geiler Rocker, “Let It All Burn” ein geiler Melodic Rocker ein Highlight. “Here I Am” eine sehr gute Ballade, “Back To The Roots” ein geiler Stampfer. “The First Time” eine zweite Top Ballade, “Edinburgh” ein gute Laune Rocker vom Feinsten. “Back To The Light” erinnert mich an VEGA, “I’m Still Here” lässt die Sau raus ein klasse Rocker. “Grey” noch eine Ballade, mit “You Hate” kommt noch mal Lagerfeuer BBQ Stimmung auf ein geiler Rocker.

Fazit:

Brasilien das LA der Neuzeit, das Land hat verdammt gute Talente am Start die überzeugen können und Spaß machen. Ich vergebe eine 9 als Bewertung. ALIRIO ist eine positive Überraschung sei es die Stimme oder die Songs es stimmt einfach das Gesamtbild. Irgendwie erinnert mich ALIRIO Netto vom Typ her an den aus Argentinien stammenden Adrian Barilari.

WERTUNG:

 

 

Trackliste:

01. All Things Must Pass
02. Let It All Burn (Feat. Hugo Mariutti)
03. Here I Am
04. Back To The Roots
05. The First Time
06. Edinburgh
07. Back To The Light (Feat. Andria Busic)
08. I’m Still Here (Feat. Ivan Busic)
09. Grey (Feat. Arnel Pineda)
10. You Hate (Feat. Alberto Rionda)

Balle