RATTLESHAKE – Rattleshake

Band: Rattleshake
Album: Rattleshake
Plattenfirma: Eönian Records
Veröffentlichung: 10.04.2012
Homepage: www.rattleshakemusic.com

RATTLESHAKE waren eine weitere Band aus dem Großraum San Francisco, die es Ende der Achtziger bzw. Anfang der Neunziger nicht geschafft haben, einen der vielen Plattenverträge an Land zu ziehen. Und das obwohl die Jungs um Shouter Don McBee für Größen wie WINGER, TESLA oder WARRANT den Anheizer spielen durften. Am Songmaterial sollte es nicht gelegen haben, was jetzt der Release eines 7-Trackers beweist.

Natürlich gab es speziell zu dieser Zeit unzählige Combos, die ähnliche Mucke machten, zudem tönt Don McBee wie der Klon von Axl Rose und Konsorten. Aber schon der Opener „Shootin´ Whiskey“ lässt die Power von RATTLESHAKE aus dem Sack. Die perfekte Mischung aus Sleaze und Power. Die Jungs waren bei Leibe keine reinen Poser, dafür war ihre Musik zu hart. Auch „Gypsy Queen“ hat ein gewissen Hitpotenzial, zumindest wenn man auf die Hairspray-Ära steht. Mit „Take Me Down“ fallen die Jungs etwas ab und auch „Mudbone Delight“ kann den Standard nicht halten. „Jump On Me“ lässt aber wieder richtig schön den Dreck spritzen, bevor es mit „Never Say Goodbye“ in die Balladenabteilung geht. Der abschließende „Rattleshake Boogie“ ist auf Party getrimmt, kann mich aber nicht so ganz überzeugen.

Was bleibt, ist ein schöner Trip zurück in die goldene Zeit des Hairspray-Rock auf dem Rücken einer unverbrauchten Band, die durchaus den ein oder anderen Hit vorzuweisen gehabt hätte. Der Sound ist für die übliche Demoaufbereitung ganz ok, denn manche Produktionen dieser Tage sind auch nicht viel besser. Natürlich kann man bei gerade mal 7 Songs nicht davon sprechen, dass der Platz auf dieser CD gut ausgenutzt wurde, somit dürfte auch der Preis dieses Silberlings darüber entscheiden, ob Ihr Euch RATTLESHAKE ins Regal stellt.

WERTUNG:

Trackliste:

1.Shootin´ Whiskey
2.Gypsy Queen
3.Take Me Down
4.Mudbone Delight
5.Jump On Me
6.Never Say Goodbye
7.Rattleshake Boogie

Stefan

SEPTEMBER MOURNING – Melancholia

Band: September Mourning
Album: Melancholia
Spielzeit: 35:30 min
Plattenfirma: Repo Records
Veröffentlichung: 18.05.2012
Homepage: www.septembermourning.com

Emily Lazard, die sich hinter SEPTEMBER MOURNING verbirgt,  ist eine phantasievolle Frau. Gemeinsam mit Comic-Zeichner Marc Silvestri hat sie SEPTEMBER MOURNING entwickelt. Die Musik erzählt ganze Märchen und diese werden auch in Comics verpackt. SEPTEMBER ist in der Zwischenwelt zwischen Lebenden und Toten gefangen. Diese „Erfahrungen“ hat sie vertont. Immerhin stand SEPTEMBER MOURNING bereits mit Marylin Manson auf einer Bühne.
Auf dem Cover ist SEPTEMBER MOURNING, also Emily Lazard, zu sehen. Da Emily/SEPTEMBER eine hübsche Frau ist, ist es natürlich ansprechend. Emily hat einen roten Schmetterling auf der Hand, der im Abflug inbegriffen ist.

Eine gute Stimme hat sie, die Lazard. Kräftig und volltönend. Ihre Musiker scheinen auch etwas von ihrem Handwerk zu verstehen. Klingen sehr melodisch.

Das erste Lied ist eine Einladung, sich von der Geschichte verführen zu lassen. Zarte Klänge und eine liebliche Stimme sind gemischt mit kräftigem Schlagzeug und harten Gitarrenriffs. Nummer 3 („Always“) startet mit Keyboardklängen und Drum-/Bass-Section. Lazard dagegen singt lieblich mit hoher Stimme. „Fallen“ ist eine nette Fortsetzung der Liederserie. Sehr melodisch und mit Erinnerungswert. Eine musikalische Einlage von Keyboard und Gitarren versüßt den Song. Keyboardbeginn bei „Love Is War“. Hier singt Emily Lazard etwas derber und zeigt, dass sie auch anders klingen kann als nur lieblich. Ihre eigene liebliche Stimme wurde bei diesem Song mit ihrer eigenen derben Stimme unterlegt. „Lost Angels“ – die verlorenen Engel. Sie dürfen auf einem solchen Album natürlich nicht fehlen! Lazards Stimme wird stark hervorgehoben. Ein ruhiger Gitarrenbeginn bei „Crimson Skies“. Dann steigt Emily Lazard mit ihrer sanften Stimme ein. Schließlich hämmernde Drums, Lazards Stimme steigert sich bis zur Röhre. Dazu dröhnende Bassriffs. Das Konzept wiederholt sich während des Liedes immer wieder.  Bei „Seal Your Fate“ wechselt sich Lazard mit jemandem ab – sanfte Stimme/derbe Stimme. Bei „Beyound The Graveyard“ wieder sehr melodische Klänge. Ein harmonisches Stück, bei dem Instrumente und Stimme gut miteinander auskommen.

Ein Album, bei dem Stimme und Musik gut zueinander passen. Fantasy-Fans werden sicherlich begeistert sein. Die Texte sind einfach romantische Märchen.

Anspieltipps: „Lost Angels“, „Crimson Skies“, „Seal Your Fate“

Fazit :  Wer etwas für Phantasiereisen übrig hat und sich gern in die Zwischenwelt entführen lassen möchte, der ist mit diesem Album sehr gut bedient. Mir persönlich ist es ein wenig zu poppig, zuviel zartes Stimmchen und zuwenig authentisch. Für Hörer, die ehrlichen Rock n’ Roll zu schätzen wissen, ist das Album weniger interessant.

WERTUNG: 


Trackliste:

1.    Go For The Throat 4:04
2.    A Place To Call Your Own 3:08
3.    Always 3:55
4.    Fallen 3:53
5.    Love Is War 3:07
6.    Lost Angels 3:50
7.    Crimson Skies 4:54
8.    Seal Your Fate 3:25
9.    Beound The Grave 3:51
10.     Lost Embrace 3:23

Sandra

THE SUICIDER – Four Reasons To Die

Band: The Suicider
Album: Four Reasons To Die
Spielzeit: 27:34 min
Plattenfirma: RDM Studios
Veröffentlichung: 2011
Homepage: www. suicider.ru

Die Band THE SUICIDER besteht aus  Michail „Veincutter“ Tatarinov (Gesang), Anton „Poisondrinker“ Brovkin (Gitarre), Ilya „Selfhanger“ MorozOFF (Gitarre),  Artem „Deepdrowner“ Averin (Bass) und Pavel „Selfshooter“ Polyanskiy (Schlagzeug). Die Gruppe kommt aus Russland.

Ein faszinierendes Cover haben sie geliefert mit den Schatten und ihren persönlichen vier Gründen zu sterben (nämlich vier bekannten Whiskey-Sorten). Diese vier Gründe zu sterben würden viele andere vermutlich eher als vier Gründe für eine Party ansehen. Es scheint, als hätten THE SUICIDER nicht die positivste Lebenseinstellung. Aber auch ihre selbstgewählten Nicknamen sagen ja schon viel aus.

Die Stimme von Michail „Veincutter“ Tatarinov hört sich sehr gut an. Von Zeit zu Zeit auch herrlich rau. Die Instrumente klingen insgesamt gut. Allerdings scheint es, als ob sich noch irgendwo zwischendrin ein weiteres versteckt, dass die Töne nicht richtig trifft und auch teilweise sehr schrill klingt. Das mysteriöse Instrument könnte durchaus etwas wie ein Synthesizer sein, der in dieser Musik wenig zu suchen hätte. Auch ein Keyboard wäre eine Option. Ansonsten klingt alles recht gut.

„The Sky“ zieht richtig rein, das ist ein geiler Opener. Das ist Rock n’ Roll! Die Stimme von Tatarinov röhrt sehr gut während des Songs. „Away“ fängt stark an. Nach einer Weile beginnt das „mysteriöse“ Instrument sehr schrill zu spielen und reisst etwas am Trommelfell, aber das ist nur eine kurze Zeit. Ein tolles Gitarrensolo schließt sich auch an. „These Days“ ist ein ruhiger Song und die Instrumente hört man schön raus (aber auch das „mysteriöse wieder, dass stellenweise begleitet). Einen tollen Bass- und Gitarrenbeginn hat „Empty Shell“. Der Bass haut machohaft rein und dröhnt wunderbar. Bei „The Suicider“ spielt Tatarinov mit seiner Stimme und probiert eine weitere Stimmlage aus, was gut gelingt. Beim letzten Song „ Cross My Heart And Hope To Die” klingt am Anfang stark das mysteriöse Instrument durch. Klingt für mich ein wenig wie eine Mischung aus DEPECHE MODE oder THE CURE. Trotzdem ist er durchaus ein Ohrwurm.

Etwas origineller und weniger depressiv darf es ja schon mal sein – hey, so schlimm ist das Leben doch gar nicht (!), aber ein guter Anfang ist es auf jeden Fall! Zu der Stimme und den Instrumenten würden Rock n’ Rolligere Texte besser passen als nur Depri.

Anspieltipps: „The Sky“, „Empty Shell“, „The Suicider“, „Cross My Heart And Hope To Die“

Fazit :  Eine gute und solide Scheibe. Trotz alledem wäre es interessant, was sich hinter dem  mysteriösen Instrument verbirgt und wer es spielt.

WERTUNG:

Trackliste:

1.    To The Sky 3:41
2.    Away 5:33
3.    These Days 6:06
4.    Empty Shell 5:01
5.    The Suicider 3:36
6.    Cross My Heart And Hope To Die 4:17

Sandra

RICHARD MARX – Inside My Head

Band: Richard Marx
Album: Inside My Head
Spielzeit: 49:75 min
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 01.06.2012
Homepage: www.richardmarx.com

Schmuserocker RICHARD MARX ist kein Unbekannter. Die meisten werden ihn schon mal gehört haben – im Radio, im Supermarkt… Ganz unbewusst. Oder eben auch ganz bewusst auf dem eigenen CD-Spieler oder, früher, Plattenteller. Denn sein erstes Studioalbum hat RICHARD MARX 1987 veröffentlicht. Und seitdem in schönster Regelmäßigkeit. Das letzte 2010. Geboren wurde MARX in Chicago als Sohn eines musikalischen Künstlerpaares. 
Auf dem Cover seines neuen Albums ist RICHARD MARX selbst zu sehen, in Foto-Pose stehend und ernst blickend.

Stimmlich gesehen ist an „Inside My Head“ nichts auszusetzen. Auch die musikalische Untermalung ist von Profihänden, das hört man. Natürlich ist das gesamte Album sehr schmusig. Dem Stil ist er treu geblieben, die Marke „Schmuserocker“ ist geblieben. Die Alben, bei denen Kinder gezeugt werden, sterben eben nie aus.

Es beginnt mit „Inside My Head“ und der Opener (und Titelsong) stimmt auf das Album ein. Ist einfach bezeichnend, dass sich in all den Jahren nichts groß geändert hat. „Wouldn’t Let Me Love You Now“ klingt zum Teil wie ein großes Orchester, fast schon mit Hymnencharakter. Das dritte Lied des Albums „Like Heaven“ ist ebenfalls sehr eingängig und reizt zum Mitsingen. „On The Inside“ werden etwas flottere Töne angeschlagen. Schöne Gitarrenklänge werden gespielt. Bei „Through My Veins“ ein Piano-Beginn, sehr gekonnt. Dazu trauriger Gesang, der unter die Haut geht – oder durch die Venen… Auch bei „Loved“ zuerst Klavier und dazu sanfter Gesang. In dem Song verfällt RICHARD MARX zum Teil in äußerst hohe Stimmlagen. Man fühlt sich ein wenig „weggetragen“ von der Musik. „Come On Running“ hat einen schaurigen Anfang, der sehr an Durchschnitts-Pop-Mucke erinnert. Leider geht es die ganze Zeit bei dem Lied so weiter. „All Over Me“ ist glücklicherweise schon wieder rockiger. Es spielen Gitarren und Drums und auch der Gesang klingt überzeugend. Leider auch wieder ein Pop-Ausfall bei „Scars“. Erholsamer dann wieder „Done To Me“. Flotter, rockiger, typischer… „Part Of Me“ schließt dann auch wieder mit einem schmuserockenden MARX.

Klassische RICHARD MARX-Scheibe. Die Pop-Rhythmen bei den beiden genannten Songs hätten meiner Meinung nach nicht auf das Album gemusst. Ansonsten „der alte MARX“, da beisst die Maus keinen Faden ab.

Anspieltipps: „Wouldn’ Let Me Love You Now“, „Like Heaven“, „On The Inside“, „Through My Veins“, “Loved”

Fazit :  Fans und Freunde von RICHARD MARX oder ähnlicher Schmuserocker werden das Album bestimmt mögen. Für die Begeisterten härterer Gangart zu weich. Ist eben Geschmackssache. Hat sicherlich auch gute Charts-Chancen.

WERTUNG:

Trackliste:

1.    Inside My Head 3:55
2.    Wouldn’t Let Me Love You Now 4:07
3.    Like Heaven 3:27
4.    On The Inside 3:21
5.    Through My Veins 4:54
6.    Always On Your Mind 5:10
7.    Loved 3:47
8.    Come Running 4:28
9.    All Over Me 3:30
10.     Scars 3:14
11.     Done To Me 3:55
12.     Over My Head 4:03
13.     Part Of Me 4:24

Sandra

JETTBLACK – Raining Rock

Band: Jettblack
Album: Raining Rock
Spielzeit: 54:57 min
Plattenfirma: Spinefarm Records
Veröffentlichung: 01.06.2012
Homepage: www.facebook.com/jettblackuk

Nie war der Rock´n Roll großspuriger, breitbeiniger und kommerziell erfolgreicher als in den 80ger Jahren. Das haben auch viele neue Bands erkannt und so ist mittlerweile eine beachtliche Anzahl an Jungen Wilden herangewachsen, die ihrem Sound einen dementsprechenden Retro-Anstrich verpassen. Ob Kalkül oder purer Spaß an der Freude können meistens nur die Damen und Herren Musiker selbst beurteilen. Das nach außen getragene Image aber verheißt oft Gutes, so auch im Falle der Briten JETTBLACK, die mit „Raining Rock“ bereits ihr zweites Langeisen ins Rennen schicken. Schon das Debüt „Get Your Hands Dirty“ ließ erahnen, welch großartige Musiker hier zu Werke gegangen sind. Jetzt hat der Vierer die Pferde neu gesattelt und pflügt mit einem Dutzend neuer Songs los.

Meinen ersten Eindruck visueller Art hatte ich mit dem Videoclip zum Titeltrack. Und der hat mich auch gleich weggehauen. Denn sowohl der Song als auch die Umsetzung des Videos hat enorme Klasse (Ihr könnt Euch das Video in unseren „First Facts“ reinziehen).

Was dieses Video schon erahnen lässt, haben sich die Jungs noch mehr vom Heavy Rock der glorreichen 80ger anstecken lassen und würzen ihn mit einer gehörigen Prise Arena-Feeling. Hier ist alles groß, fast so wie damals. Das führt auch „Less Torque, More Thrust“ fort, das eine Band präsentiert, die ganz locker coole Riffs und starke Songs aus dem Ärmel schüttelt. Dem melodischen „Prison Of Love“ könnte schon fast unterstellt werden, dass es in Richtung Radio schielt – und es wäre seinerzeit sicher ein weiterer Hit geworden. Das treibende „System“ bietet den willkommenen Gegensatz dazu, bevor „Black Gold“ wieder etwas ruhigere Töne anschlägt. Im weiteren Verlauf könenn Songs wie „Temptation“, „In-Between Lovers“ oder „Sunshine“ am besten überzeugen, von reinem Füllmaterial ist man im Hause JETTLACK aber weit entfernt. Als besonderes Schmankerl gibt es zum Schluß als Bonustrack noch eine weitere Version des Titelsongs mit Mr. German Metal UDO DIRKSCHNEIDER im Duett.

Wie auch schon beim Erstling war Dan Weller für die Produktion zuständig und Lester Woodward für den Mix. Dieses Team hat der Band einen tollen Sound auf den Leib geschneidert. Und es kommt ja nicht von Ungefähr, dass sich Größen wie Udo Dirkschneider oder DEEP PURPLE Drummer Ian Paice darauf einlassen, mit der Horde zu musizieren.

Was vor zwei Jahren mit „Get Your Hands Dirty“ sehr vielversprechend aber gleichzeitig noch lange nicht so ausgereift angefangen hat, wird mit dem neuen Album „Raining Rock“ weiter perfektioniert. JETTBLACK klingen anno 2012 eigenständiger und erwachsener und haben einige gnadenlose Kracher an Bord. Wie hätte man in den 80gern gesagt? „This is the next big thing in Rock´n Roll““. Mal sehen, ob es soweit kommt und die Briten zusammen mit anderen Combos eine Revolution starten können.

WERTUNG:

Trackliste:

1.Intro
2.Raining Rock
3.Less Torque, More Thrust
4.Prison Of Love
5.System
6.Black Gold
7.Something About This Girl
8.Sunshine
9.Temptation
10.Never Gonna Give It Up
11.In-Between Lovers
12.Side Of The Road
13.The Sweet And The Brave
14.Raining Rock (feat. Udo Dirkschneider) Bonus Track

Stefan

CIRCUS MAXIMUS – Nine

Band: Circus Maximus
Album: Nine
Spielzeit:  59min
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 01.06.2011
Homepage: www.circusmaximussite.com

Lange Zeit wartet die Fangemeinde nun schon auf eine Neuerscheinung von den fünf Herren von CIRCUS MAXIMUS, doch das Warten hat sich gelohnt! Die lange Pause war wohl vor allem durch die Verletzungspause von Gittarist Mats Haugen bedingt, der unter einer krankhaften Sehnenentzündung beider Arme litt, dennoch zeigt sich, dass es dem Hörgenuss eines Albums durchaus entgegen kommt, wenn die Band ausreichend Zeit zur Verfügung hat. Allzu oft beobachtet man bei Bands mit Major – Lable – Deals einbußen bei der musikalischen Qualität, die dem Druck durch Releasezwang mit Neuerscheinungen teilweise im Zweijahresrhythmus geschuldet sind.
Die Jungs um Frontmann Michael Eriksen konnten sich jedenfalls ausreichend Zeit nehmen, um ihr drittes Album zu perfektionieren. Wer da rätselt, warum die Scheibe ausgerechnet den Titel „Nine“ trägt, ist mit Sicherheit nicht alleine. Was hinter dieser Namensgebung steckt, wird leider nicht klar.
Trotz einiger kleiner Veränderungen bleibt der durchaus charakteristische Sound von CIRCUS MAXIMUS auch auf diesem Album erhalten. Sphärische  Keyboardflächen treffen auf druckvolle Gitarrenriffs, die immer wieder mit diversen rhythmischen Raffinessen aufwarten. Und auch Michael Eriksen trägt mit seiner für Metalverhältnisse ungewöhnlich cleanen Balladenstimme einen großen Teil zum Wiedererkennungswert der Band bei.
„Nine“ beginnt nach einem kurzen Intro, dass von seiner düsteren sphärischen Art her sehr an THRESHOLD erinnert, direkt mit dem ersten Höhepunkt. „Architect of Fortune“ startet mit einem Instrumentalpart, der Erinnerungen an OPETH weckt. Düstere dissonante Gitarrenriffs werden von Mellotronstreichern begleitet, ehe der Song in einem sehr melodischen Gitarrensolo aufgeht. Progmetalfans kommen hier voll auf ihre Kosten: „AoF“ bietet selbst nach 10 – fachem Hören immer noch eine Menge Überraschungen.
Ein weiterer Song der heraussticht ist Song 5 mit dem Titel „Reach Within“ Auf einem nominellen Progalbum muss dieser Song auffallen, wartet er doch mit fast schon poppigen Melodieläufen auf. Ein ausgezeichneter Song fürs Radio, zu dem der gerne etwas kitschige Gesang von Eriksen hervorragend passt. Sicherlich Geschmacksache aber auch dieser Song kann besonders durch seine Gradlinigkeit punkten, die einen guten Kontrast zu eher komplexen Songs darstellt.
Der abschließende Song des Albums, „Last Goodbye“, beginnt mit einem Keyboardintro, dass eher einen Elektro/Trance Song erwarten lässt. Doch die Auflösung folg prompt durch das einsetzen der Akustikgitarre, gefolgt von einem Gitarrensolo, das es in Sachen Kitsch mit jeder BON JOVI Ballade aufnehmen kann. Wen das jetzt abgeschreckt hat, der lasse sich bitte nicht täuschen. Dieser Song ist die größte Wundertüte auf dem Album und bietet bei 10:22 Minuten Spielzeit eine Vielzahl von Wendungen.  
Auf dem ganzen Album  sind immer wieder diverse musikalische Einflüsse der Band zu erkennen. So sind speziell die Gitarrenriffs sehr stark aus der Zeit geprägt, als CM noch vorwiegend als Coverband unterwegs war und man hört wie schon auf den ersten beiden Alben immer wieder den Einfluss von DREAM THEATER heraus. Das äußert sich zum Beispiel in DT – typischen Unsisonoläufen von Keyboard und Gitarre. Das Anfangsriff von Song 7, „Used“, klingt wiederum leicht nach „Stockholm Syndrom“ von MUSE. Der Opetheinschlag wurde ja bereits erwähnt. Doch alle diese Einflüsse nutzt CM hervorragend, um einen sehr eigenen Sound daraus zu Basteln, ohne die anderen Bands zu kopieren. Sehr positiv ist hierbei anzumerken, dass CM sehr gut die Waage hält, zwischen ausladenden komplexen Instrumentalparts, die dem geneigten Ohr jede Menge zu Entdecken bieten und melodiösen Auflösungen, die eine Pause vom angestrengten Zuhören ermöglichen und einen einladen, die Musik einfach auf sich wirken zu lassen. Das trägt dazu bei, dass das Album jederzeit, zu jeder Gelegenheit auch gut im Hintergrund hörbar ist.

Fazit: Nach vielen Enttäuschungen seitens meiner Lieblingsbands kommt hier von Circus CIRCUS MAXIMUS ein Album, dass mich einfach umgehauen hat. Fans kommen auf ihre Kosten und Neulinge auf den Geschmack. Virtuose Soli folgen auf feine Melodieläufe und werden getragen von treibenden Gitarrenriffs. „Nine“ bietet vielen unterschiedlichen Musikgeschmäckern etwas. Und in allem steckt eine ausgewogene Portion progressiver Elemente. Spieltechnisch sind die Norweger ohnehin über jeden Zweifel erhaben. Ich werde meine Ohren jetzt wieder in meinen Kopfhörern verstecken. Wer reinhören möchte sollte sich auf jeden Fall „Architect of Fortune“, „Reach Within“ und „Last Goodbye“ vornehmen.

WERTUNG: 

Trackliste:

1.„Forging“
2.„Architect Of Fortune“
3.„Namaste“
4.„Game Of Life“
5.„Reach Within“
6.„I Am“
7.„Used“
8.„The One“
9.„Burn After Reading“
10.„Last Goodbye“

Volker

EMPIRES OF EDEN – Channelling the Infinite

Band: Empires of Eden
Album: Channelling the Infinite
Spielzeit: ?? min
Plattenfirma: Music buy Mail
Veröffentlichung: 01.06.2012
Der australische Shred Gott Stu Marshall ist wieder zurück und präsentiert uns dieser Tage das dritte Album „Channeling the Infinite“ seines Allstar Projektes EMPIRES OF EDEN. Es gilt den Beweis anzutreten, das nicht nur gute Hard Rock Musik ala AC/DC oder AIRBOURNE vom kleinen Kontinent kommt, sondern auch guter Metal.
Richtig auf gefallen ist mit der gute Stu mit seinem letzten Album „Reborn in Fire“, welches mich 2010 echt aus den Socken gehauen hat.
Damals wie heute setzt Mastermind Stu Marshall auf eine Riege bekannter Gastsänger, die sich wirklich liest wie das Who is Who der Metalszene.
Namen gefällig? Mit Nennung von Udo Dirkschneider (ACCEPT, U.D.O.), Rob Rock (IMPELITTERI, DRIVER), Steve Grimmett (GRIM REAPER, LIONSHEART),
Mike Dimeo (MASTERPLAN, RIOT), Sean Peck (CAGE) oder Ronny Munroe (METAL CHURCH) dürften einige von euch da draußen feuchte Augen bekommen.
Die Mischung von absoluten Gesangstalenten und genialen Songs war auf der letzten Scheibe schon klasse, ich bin gespannt was uns dieses Mal erwartet.
Werfen wir also gleich einen Blick auf den ersten Song „Cry Out“. Ein perfekter Opener und ein Song wie gemacht für den guten Rob Rock. Schnell aber melodisch geht es hier zur Sache und Rob zeigt gerade beim Chorus aus welchem Holz er geschnitzt ist. Klasse Nummer!
Danach kommt mit „Hammer Down“ der perfekte Track für den Brüllwürfel Udo Dirkschneider. Eine recht einfache Nummer die aber extrem nach vorne geht und einfach nur so vor Heavyness strotzt.
Und es geht gnadenlos gut weiter, „This Time“ mit Steve Grimmett rockt uns die Schuppen aus dem Haar und auch der Titeltrack „Channelling the Infinite“ weiß aufgrund seiner leichten Progressivität zu gefallen. Letztere Tracks ist zwar etwas anspruchsvoller geraten, durch die Gesangsleistung von Sean Peck wird die Nummer aber gnadenlos gut.
Schöner Melodic Metal wird uns bei „Lions for Lambs“ geboten. Für mich ganz klar eine der heißesten Nummern der Platte! Geniale Gesangsleistung von Alessandro Del Vecchio.
Im Mittelteil hebt sich keine Nummer so richtig ab, was aber nicht heißt das die Songs schlecht sind, ganz im Gegenteil es wird ein erstklassiges Level gehalten, das den Hörer gut bei der Stange hält.
Der letzte Teil der Platte bietet mit dem melodischen „Your Eyes“ und dem epischen „Born a King“ ebenfalls noch richtig starke Tracks.
Abgeschlossen wird das dritte Album von EMPIRES OF EDEN durch eine Allstar Version von „Hammer Down“ die, durch die vielen Sänger, noch mal richtig Power bekommt!
Anspieltipps:
“Channelling the Infinite” strotzt nur so vor starken Nummern, die stärksten sind ganz klar “Cry Out”, “Hammer Down”, “This Time”, “Lions for Lambs” und “Born a King”.
Fazit :
Mein lieber Scholli! Hat mich das letzte Album “Reborn in Fire” schon aus den Socken gehauen, bekomme ich beim aktuellen Output “Channelling the Infinite” teilweise den Mund nicht mehr zu vor lauter Staunen. Ein bärenstarkes Metallbum präsentieren uns die Jungs rund um Mastermind Stu Marshall hier!
Klar die Sängerauswahl ist natürlich absolute Weltklasse, aber auch die Songs von Stu sind einfach genial und machen einfach den Reiz an seinem Projekt EMPIRES OF EDEN aus.
Man sagt ja immer das dritte Album entscheidet über die Zukunft der Band, wenn man das als Maßstab nimmt, kann die Zukunft für EMPIRES OF EDEN nur absolut rosig aussehen! Los Leute besorgt euch schnell diese geniale Platte!
WERTUNG:
Trackliste:
01. Cry Out (feat. Rob Rock)
02. Hammer down (feat. UDO)
03. This Time (feat. Steve Grimmett)
04. Channelling the Infinite (feat. Sean Peck)
05. Lions For Lambs (feat. Alessandro Del Vecchio)
06. Cyborg (feat. Carlos Zema)
07. World on Fire (feat. Louie Gorgievksi)
08. Your eyes (feat. Mike Dimeo)
09. Born a king (feat. Danny Cecati)
10. As flames scorch the ground (feat. Vo Simpson)
11. White wings (feat. Ronny Munroe)
12. Hammer down All star version (Bonus) (feat. UDO, Rob Rock, Sean Peck, Carlos Zema, Vo Simpson, Ronny Munroe)
Julian

HEAVEN RAIN – Second Sun

Band: Heaven Rain
Album: Second Sun
Spielzeit: ?? min
Plattenfirma: Music buy Mail
Veröffentlichung: 01.06.2012
Metalbands aus Bosnien sind nicht so häufig anzutreffen. HEAVEN RAIN bilden da eine positive Ausnahme. 2006 wurden sie von Keyboarder Goran ins Leben gerufen mit der Idee der finnischen Power Metal Szene Paroli zu bieten und nachzueifern. 2008 war dann das große Jahr von HEAVEN RAIN, war das Lineup doch nun komplett, man etablierte sich als Liveband und beschloss im gleichen Jahr ins Studio zu gehen und das Debütalbum „Far and Forever“ aufzunehmen.
Danach schlug aber dann das Personalkarussel zu und man musste auf dem Sänger und den Gitarrenposten Wechsel vornehmen. Als Sänger wechselte man sogar das Geschlecht von männlich zu weiblich. Eine sehr mutige Entscheidung wie ich finde.
Das neue Line Up liest sich nun so, Miona Graorac (Gesang), Igor Dragelj (Gitarre),
Goran Baštinac (Keyboard), Bojan Jokšić (Bass) und Nebojša Lakić (Schlagzeug).
Mit dem neuen Label Music buy Mail im Rücken, ging man ins Studio und ist nun bereit uns das neue Album “Second Sun” zu präsentieren.
In dieses steigen wir auch so gleich mit dem Intro “Close to Dawn” ein. Dies ist eine sehr gute Vorbereitung für die folgende Bandhymmne “Heaven Rain”. Sehr bombastisch geht die Nummer los und bei den ersten Tönen von Sängerin Miona muss ich mich erstmal auf den Fotos vergewissern, das die gute wirklich weiblich ist. So Frauen untypisch ist ihr Gesangsstil. Mir gefällt er aber auf jeden Fall. Sehr rau und kraftvoll. Zurück zum Track, dieser bietet eine perfekte Mischung aus Bombast und Melodic und ist zu Recht der Band gewidmet. Klasse Nummer!
Das folgende „Dreamless“ ist dann eine Spur melodischer und bietet ebenfalls wieder klassische melodische Kost, gewürzt mit einem starken Chorus. Eine sehr starke Fortsetzung des Openers.
„My only One“ und „Second Sun“ dröhnen auch ganz ordentlich aus den Boxen und bieten wieder so einen schönen Chorus, den man schon nach kurzem Hören mitträllern kann. Bislang kann mich das neue Album von HEAVEN RAIN auf jeden Fall bei Laune halten.
Im Mittelteil gibt es leider mit „Face of Misery“ und „Nowhere“ zwei etwas schwächer Nummern, die den Vergleich mit den Vorgängern nicht ganz standhalten können.
Mit „Raven in Heart“ findet man aber recht schnell wieder auf den richtigen Pfad zurück und kann uns hier wieder eine gute Mischung aus Bombast, Melodic und Power Metal bieten.
Und man verlässt diesen Pfad auch nicht mehr hat man doch mit den folgenden „When Day fades to Dark“ und dem Instrumental „At the End of Time“ zwei weitere starke Tracks in der Hinterhand.
So wird das Album auf jeden Fall mit einem ordentlichen Gesamteindruck mit dem Bonusstück „Veijte Sengori“ beschlossen.
Anspieltipps:
Ein schönes Debütalbum präsentieren uns HEAVEN RAIN hier. Die stärksten Nummern sind ganz klar “Heaven Rain”, “Dreamless”, “My only One”, “Raven in Heart” und “When Day fades to Dark”.
Fazit :
Bislang hatte ich von HEAVEN RAIN noch nichts gehört. Irgendwie hatte die zweite Scheibe “Second Sun” aber mein Interesse geweckt. Und das habe ich auch nie beim Hören bereut. Der Sängerwechsel ist auf jeden Fall gelungen und die Gesamtleistung auf dem zweiten Werk ist durchweg im oberen Bereich angesiedelt. Die Truppe rund um Keyboarder Goran machen viel richtig und ich denke wenn man diesen eingeschlagenen Weg weitergeht und noch die eine oder andere Songschwäche ausbügelt steht der Band eine glorreiche Zukunft bevor.
Freunde von melodischem Bombast Power Metal sollten hier auf jeden Fall mal ein Ohr riskieren!
WERTUNG:
 
Trackliste:
01. Close to Dawn (Intro)
02. Heaven Rain
03. Dreamless
04. My only One
05. Second Sun
06. Face of Misery
07. Nowhere
08. Raven in Heart
09. When Day fades to Dark
10. At the End of Time
11. Veijte Sengori (Bonus Track)
Julian

PELLEK – Bag of Tricks

Band: Pellek
Album: Bag of Tricks
Spielzeit: ?? min
Plattenfirma: Liljegren Records/Doolittle Group
Veröffentlichung: 30.05.2012
Manchmal erscheinen Bands mit denen man einfach nicht gerechnet hat. Das schwedische Label Liljegren, rund um Ex NARNIA Bandmember Christian Liljegren, scheint ein Sammelbecken für nordische Shootingsstars zu sein. Nicht nur Tommy Reinxeed, der übrigens am selben Tag auch ein neues Album herausbringt, dazu an anderer Stelle mehr, sondern auch der norwegische Rock/Metal Sänger Per Fredrik „PELLEK“ Asly. Dieser wurde durch die norwegische Version von X Factor bekannt und scheint wirklich ordentlich was drauf zu haben. Ja manchmal fördern auch solche Schrottcastingshows Juwelen zu Tage, das sieht man ja aktuell auch beim neuen Fronter von H.E.A.T. Aber ich schweife ab. Der gute Pellek wurde also von Liljegren unter Vertrag genommen und das mir nun vorliegende Debütalbum ist das Ergebnis dieser Zusammenarbeit.
Es gibt eine ordentliche Dosis Gaststars auf dem Album, darunter sind eben Tommy Reinxeed (REINXEED, GOLDEN RESURRECTION), Tommy Karevik (SEVENTH WONDER), Oliver Hartmann (AT VANCE, HARTMAN) und Amanda Somerville (AVANTASIA, TRILIUM). Natürlich übernimmt der gute Pellek selbst den Hauptgesang und der gute Tommy Reinxeed ist für die Instrumente und die Produktion verantwortlich.
Geboten wird uns auf dem Debütalbum „Bag of Tricks“ Melodic Metal mit Songs die von den menschlichen Gefühlen wie Liebe, Angst und Vertrauen erzählen.
Ich war gespannt was mich erwartet und warf schnell einen Blick auf das Intro „Entrance“. Dieses ebnet aber nur den Weg für den ersten Track „Fugue State“. Dieser ist ein sehr melodischer Opener, der im Chorus und in den genialen Melodien seine Stärken hat. Dazu noch ein Pellek der wirklich außerordentlich gut singt. Volltreffer Track, ein gelungener Auftakt!
Das anschließende „Reasons and Psychosis“ ist ein bisschen rockiger ausgefallen, bietet aber nach wie vor viele schöne Melodien und im Chorus fühlt sich jeder Melodic Metal/Rock Fan zu Hause. Schöne Nummer.
Mit „Send my Message home“ haben wir die erste Ballade, die zwar ganz ok ist, mir aber ein wenig zu kitschig ist und gegen die starken Vorgänger nicht ankommt. Die gesangliche Leistung von Pellek und seiner Duettpartnerin Amanda Somerville muss man aber auf jeden Fall hervorheben.
Richtig krachen tut es dann wieder beim folgenden „Thundernight“, man merkt das Pellek sich bei ruhigen wie auch rockigen Nummer zu Hause führt. Auch einer der stärksten Tracks des Albums.
Im Mittelteil haben wir ein bisschen mit dem Durchschnitt der Songs zu kämpfen.
„Win“ und „Stare into my Eyes“ sind zwar ganz nett, mehr aber leider auch nicht.
Schon sind wir im letzten Drittel der Platte angekommen, hier heben sich das atmosphärische „Born in Babylon“ und das Instrumental „Bag of Tricks“ positiv ab.
Das abschließende „Conflagrate my Heart“ kann mich leider wieder nicht ganz überzeugen.
Anspieltipps:
Hier sind auf jeden Fall “Fugue State”, “Reasons and Psychosis”, “Thundernight”, “Born in Babylon” und das Instrumental “Bag of Tricks” zu nennen.
Fazit :
In der Summe muss man PELLEK eine gute Leistung mit seinem Debütalbum “Bag of Tricks” bescheinigen. Klar alles ist hier natürlich nicht perfekt und gerade der hohe Anteil an ruhigeren Songs, nervt mich persönlich ein bisschen. Ein, zwei schnellere Songs hätten der Scheibe merklich gut getan. Aber der Junge versteht es auf jeden Fall schöne, melodische Rock und Metalsongs zu kreieren.
Ich bin schon sehr aufs nächste Album gespannt und weise Fans von melodischem Rock und Metal mal dezent auf dieses ordentliche Debütalbum hin.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Entrance
02. Fugue State
03. Reasons and Psychosis
04. Send my Message home
05. Thundernight
06. Win
07. Don’t belong
08. Stare into my Eyes
09. Born in Babylon
10. Bag of Tricks
11. Conflagrate my Heart
Julian

REINXEED – Welcome to Theater

Band: Reinxeed
Album: Welcome to Theater
Spielzeit: ?? min
Plattenfirma: Liljegren Records/Doolittle Group
Veröffentlichung: 30.05.2012
Was? Der schwedische Power Metal Barde Tommy Reinxeed bringt unter seiner eigenen Flagge REINXEED schon das fünfte Album heraus? Der Jung ist echt produktiv, hat der gute Tommy doch nebenbei noch einige andere Projekte am Start (GOLDEN RESURRECTION, PELLEK, CHARLIE SHRED u.s.w).
Naja ein Workaholic halt. Das neue Album „Welcome Theater“ dürfte sich der Tradition der bisherigen Alben anschließen und eine Mischung zwischen RHAPSODY OF FIRE, AVANTAISA und EDGUY darstellen. Wer also auf diese Bands steht ist beim guten Tommy genau richtig. Im Vergleich zum letzten Album „1912“, welches ihr ebenfalls hier bei uns findet, hat sich in der Besetzung nicht so viel getan, Tommy ReinXeed (Gesang, Gitarre, Keyboards), Calle Sundberg (Gitarre), Nic Steel (Bass) und Alfred Fridhagen (Schlagzeug), stellen nach wie vor REINXEED da. Den Werdegang der Band, könnt ihr bei Interesse gerne dem Review von „1912“ entnehmen.
Kleine Randnotiz, angeblich war Tommy Reinxeed Kandidat für die Neubesetzung des Gitarropostens bei SABATON, na dann wäre es nix mehr mit REINXEED geworden, so viel wie die Jungs touren.
Zurück zur „Welcome to Theater“ Scheibe, die beginnt nämlich klassisch mit dem Intro „Welcome“, bevor es bei „Life will find a Way“ so richtig rund geht. Ordentlich melodisch und mit viel Schmackes gehen die Jungs hier zu Werke. Dabei vergessen die Jungs den Chorus aber nicht, sondern wissen auch hier zu überzeugen. Ein gelungener Auftakt.
Das folgende „Follow me“ ist zwar ganz ok, kann aber leider nicht ganz an die Qualität des Vorgängers heranreichen.
„Save us“ ist dann wieder um einiges eingängiger geraten und ist daher auf jeden Fall zu den stärkeren Tracks der Platte zu zählen.
Es scheint so als ob der gute Tommy die stärksten Tracks jetzt für das letzte Drittel seiner Platte aufgehoben hat, denn das schnelle „Somewhere in Time“, das krachende „No Fate“, das epische „Temple of the Crystal Skulls“ und der Titeltrack „Welcome to the Theather“ gehören mit zu dem Besten was man hier auf dem Silberling finden kann. Aufgrund dieses starken letzten Drittels endet dann die Platte doch noch versöhnlich, auch wenn der Anfang echt nicht gerade überzeugend war!
Anspieltipps:
Die stärksten Tracks sind ganz klar “Life will find a Way”, “Save us”, “Somewhere in Time”, „Temple of Crystal Skulls“ und „Welcome to the Theater“.
Fazit :
Also ich muss sagen, ein bisschen enttäuscht bin ich schon vom guten Tommy! Denn irgendwie hatte ich mehr von seinem neuen Album erwartet. Zum Anfang kommt die Platte irgendwie nicht so richtig in Fahrt. Erst ab der Häflte der Scheibe zünden die Songs so richtig schön auf Anhieb. Da war das letzte Album “1912” ein bisschen griffiger und kompakter.
Vielleicht sollte der Gute doch mal ein wenig langsamer mit seinen Veröffentlichungen machen.
Alles in Allem natürlich immer noch ein gutes Album, aber ich bin halt irgendwie anderes gewöhnt von einem Tommy Reinxeed!
WERTUNG:
 
Trackliste:
01. Welcome (Intro)
02. Life will find a Way
03. Follow me
04. Save us
05. Stranger Tides
06. Somewhere in Time
07. Freedom
08. No Fate
09. Temple of the Crystal Skulls
10. Welcome to the Theater
Julian