BODYGUERRA – Freddy…Nothing As It Seems

Band: Bodyguerra
Album: Freddy …Nothing As It Seems
Spielzeit: 71:51 min
Stilrichtung: Classic Hardrock
Plattenfirma: Dust On The Tracks Records
Veröffentlichung: 25.05.2013
Homepage: www.bodyguerra.com

BODYGUERRA leben Musik. Der Gitarrist der Band, Guido Stöcker, hat eine eigene Musikschule und unterrichtet auch dort. Für das musikalische Rundherum ist der Sänger Daniel Seebach zuständig. Genauso wie seine gehen auch die Aufgaben des Bassisten Stefan Schlenke und des Schlagzeugers Hermann Focke über das Instrument hinaus. BODYGUERRA gibt es seit 2009 und man ist ein eingespieltes Team.
Vom Cover her habe ich nicht ganz soviel erwartet, muss ich gestehen. Es ist schlicht Beige mit einem Strichmännchen drauf, das vermutlich den Serienkiller Dr. Harold Frederick Shipman darstellt, der mehr als 250 Patienten ermordete. 2005 brachte Shipman sich selbst um.

Stilistisch klassischer Hardrock in einer klassischen Quartett-Besetzung. Erkennbar ist, dass die Musiker wirklich Ahnung von Musik haben.

Beim ersten Song, „21 Market Street“ (Radio Edit) bekam ich erst ein wenig Angst, da mir bei mir derartigen Zusätzen immer vor Augen schwebt, wie oft gute Lieder im Radio bereits verstümmelt wurden. Hier bin ich positiv überrascht, da BODYGUERRA gut lospowern bei dem Stück. „Dr. Death“ wird von einem Kinderchor eröffnet. Hier assoziiert man automatisch ähnlich klingende Stücke bekannter Kollegen. Klingt ähnlich wie Hardrock in den 70er/80er Jahren, hat aber seinen eigenständigen Charakter. „Castle In The Dark“ liegt mir etwas schwerer im Magen. Es ist mit einigen Balladenteilen zwischendurch gespickt, die eher düster und depressiv klingen – bei dem Thema natürlich kein Wunder und vermutlich auch beabsichtigt. Zwischendurch immer wieder etwas leichter und schneller, rockiger. Auch nachdenklich stimmt „Vera“, in dem es um die Mutter des Mörders geht. Sehr ruhig und balladig, fast schon traurig zu nennen. „Spin In The Needle“ rockt nun wieder. Ein sehr klassischer Sound ist bei „Path of Eden“ und „The Retreat“ (hat ein wirklich starkes und erwähnenswertes Gitarrenriff) zu hören – Hardrock wie aus dem Lehrbuch. Eine Wiederholung von „21 Market Street“ ist auch nett zu hören. Wobei mir hier doch tatsächlich einmal die Radio Edition besser ins Ohr geht. Stark auch „No Proof For Innocence“ und „Smoke Without A Fire“. Schnell und stakkatoartig geht es bei “In The End“ her. Ein gemäßigter, ruhiger Abschluss ist „Coming Home“.

Das Album ist wirklich nicht zu unterschätzen, ein gutes. Die Musiker spielen als Einheit und obwohl häufig die Gitarre und der Gesang sehr präsent sind, ist die solide Grundlage der Bass und das Drumkit. Einer trägt den anderen.

Gruselig, wenn man bedenkt, dass das personifizierte Böse in einem weißen Kittel daherkommt und Menschen ihm vertrauen. Ein Album, dass zum Nachdenken anregt.

Anspieltipps: Theoretisch wäre ja der Sinn eines Konzeptalbums, es sich komplett anzuhören, aber als Hörprobe lege ich ans Herz: “21 Market Street“, „Spin In The Needle“, „Path Of Eden“ und „Last Transfer“

Fazit :  Ein gutes Album, dass vielen Hardrock-Fans bestimmt gefällt. Mir persönlich fallen Konzeptalben immer ein wenig schwer, aber das ist ja immer noch Geschmackssache.

WERTUNG: 

Trackliste:

1.21 Market Street [Radio Edit] (3:41)
2. Dr. Death (4:46)
3. Castle In The Dark (7:11)
4. Vera (5:54)
5. Spin The Needle (4:24)
6. Path Of Eden (3:49)
7. The Retreat (4:17)
8. I Wanted All (4:51)
9. 21 Market Street (4:46)
10. No Proof For Innocence (5:53)
11. Smoke Without A Fire (4:31)
12. In The End (4:56)
13. Last Transfer (5:57)
14. Coming Home (6:57)

Sandra

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