01. Hard Rock Warrior
02. Wrong Side Of Desire
03. Home Tonight
04. Angel Of Mine
05. Can’t Say Goodbye
06. I Am The Night
07. Losing My Mind
08. Too Good To You
09. Cut You Loose
10. Turn To Me
11. Man On The Silver Mountain
Spielzeit: 33:55 min – Genre: Classic Hard Rock – Label: Mighty Music – VÖ: 01.08.2025 – Page: www.facebook.com/nighthawkrocknroll
Meinen ersten Berührungspunkt mit NIGHTHAWK hatte ich im Frühjahr mit dem Vorgängeralbum „Vampire Blues“ welches bei Pride & Joy Music veröffentlicht wurde und mittlerweile zum Nice Price im Labelshop angeboten wird. Das Album brillierte mit klassisch angehauchten Hard Rock mit leichter Blues Note und machte ordentlich Spaß.
Zu NIGHTHAWK gehören im Jahr 2025 Björn Strid (u.a. GATHERING OF KINGS und THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA) am Mikrofon, Robert Majd (u.a. CAPTAIN BLACK BEARD und FANS OF THE DARK) an den Gitarren, John Lonmyre (CAPTAIN BLACK BEARD) an den Tasten, Rasmus Ehrnborn (u.a. AUTUMN’S CHILD und MIKAEL ERLANDSSON) an Bass und Magnus Ulfstedt (u.a. AMMUNITION, ECLIPSE, GRAND DESIGN, NORDIC UNION) am Schlagzeug.
Björns Stimme geht sowas von ins Ohr, kein Nervfaktor, keine zu Hoch gezogenen Kastraten Töne, in einer sehr angenehmen Lage shoutet er sich durch die Songs. So stellt man sich eine Stimme vor die in allen Lagen glänzen kann ohne dabei in eine Richtung über die Stränge zu schlagen. Die Gitarren klingen sehr klassisch wie in der guten alten Zeit ab Anfang der 1980er bis zum Jahr 1991, entweder wurden die genial durch einen Profiler ala Kemper gejagd oder ganz antik am Röhrenamp abgenommen, Bei den Klampfen sitzt jedes Riff oder Finger auf dem Griffbrett ohne großes rumgewichse. Die Tastenfraktion scheint irgendwo aus Mitte der 1970er mit einem endgeilen Orgel- oder Hammondthema mit einer Zeitmaschine ins hier und jetzt gebeamt worden zu sein, das weckt viele sehr feine, gute und angenehme Erinnerungen vor dem geistigen Auge. Wer auf alte Orgelklänge steht wird hier vor Freude feuchte Augen bekommen. Der Bass ist zwar voll da, könnte sich für meinen Geschmack aber in tieferen Frequenzen befinden, wenn die Orgel volles Brett fährt ist geht der Tieftöner leider fast unter. Das Schlagzeug befindet sich nicht so klar im Vorfeld wie Gesang, Gitarren und Orgel, kann aber trotzdem viele Momente für sich verbuchen ohne dabei zu Auffällig zu agieren.
Der Hard Rock von NIGHTHAWK fügt sich zu einem sehr wohl, retro und fast schon vintage klingenden positiven Gesamtbild zusammen. Die Schweden legen trotz der klassischen Töne auch auf sehr viel Wert auf Melodie und können nicht nur klanglich sondern auch von den Songs selber überzeugen. Einen weiteren Pluspunkt stellen die Orgeltöne dar, die so was von klassisch sind das man vor Ehrfurcht „fünf Vater unser“ betet wenn man die ersten Tastentöne hört. Diese Art Orgel hört man heutzutage nicht mehr sehr oft. Am besten kann man sich NIGHTHAWK vorstellen, wenn man sehr viel RAINBOW mit eine wenig BAD COMPANY, AC DC, DEEP PURPLE und BLACK PAISLEY in einen Topf schmeißt alles unter ordentlich rühren stundenlang weich kocht und dann zum trocknen aufhängt. Das Ergebnis wird NIGHTHAWK heißen und nur so nicht anders, einfach nur NIGHTHAWK mit frechem skandinavischem Charme ausgestattet.
Einen Abzug gibt es in der B-Note da leider die Retro Party nach knappen 34 Minuten sein Ende findet. Leute wir sind im 21 Jahrhundert der digitalen Revolution, Classic Rock hin oder her, über 40 Minuten sollten drin sein.
„Hard Rock Warrior“ ein sauberer klassischer Rocker mit viel Energie und Melodie „Wrong Side Of Desire“ geht flott ins Ohr. „Home Tonight“ hier kommt mir die Melodie irgendwie bekannt vor, nur fällt mir nicht ein von wem oder wo – trotzdem ein cooler Classic Rocker, „Angel Of Mine“ hier holen NIGHTHAWK die schnelle grobe Keule raus. „Can’t Say Goodbye“ ein Melodic Monster mit sehr starken Gesangsmomenten und Leadgitarre, „I Am The Night“ flott und einfach nur NIGHTHAWK. „Losing My Mind“ das nächste Schmankerl mit Melodie und starken Gesangslinien, „Too Good To You“ noch so ein Rocker der ab dem ersten Hören im Ohr und Hirnwindungen bleibt, „Cut You Loose“ hier habe ich wieder ein Gefühl der Vertrautheit die mich mal mehr oder weniger über das Album begleitet – ein Rocker wie er sein soll, „Turn To Me“ hier denke ich an RAINBOW und TONY CAREY Solo, „Man On The Silver Mountain“ und hier ist er auch schon der RAINBOW Klassiker im NIGHTHAWK Gewand, macht sich eigentlich ganz gut, wenn es da nicht das Original mit RONNIE JAMES DIO und Ritchie Blackmore geben würde.
Balle






